Kolloquium: Europa-Studien
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- Arthur Günther
- vor 9 Jahren
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1 Timm Beichelt Kolloquium: Europa-Studien Gläser, Jochen / Laudel, Grit, : Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse. Wiesbaden: VS Verlag Wintersemester 2010/11 Sitzung 5
2 Struktur des Buches 1. Einführung 2. Wissenschaftstheoretische, methodologische und ethische Grundlagen 3. Von der Forschungsfrage zum Interviewleitfaden 4. Experteninterviews 5. Auswertung von Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse 6. Die Antwort 7. Resümee
3 Einführung - Experteninterviews: Untersuchungen, in denen soziale Situationen oder Prozesse rekonstruiert werden sollen, um eine sozialwissenschaftliche Erklärung zu finden. (13) - Experteninterviews haben in rekonstruierenden Untersuchungen die Aufgabe, dem Forscher das besondere Wissen der in die Situationen und Prozesse involvierten Menschen zugänglich zu machen (13)
4 Struktur des Buches 1. Einführung 2. Wissenschaftstheoretische, methodologische und ethische Grundlagen 3. Von der Forschungsfrage zum Interviewleitfaden 4. Experteninterviews 5. Auswertung von Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse 6. Die Antwort 7. Resümee
5 Kap. 5 Quelle: Gläser/Laudel, Experteninterviews, S. 268
6 Kap. 5 Prinzip Quelle: Gläser/Laudel, Experteninterviews, S. 200
7 Kap. 5 Kausalmechanismus Quelle: Gläser/Laudel, Experteninterviews, S. 252
8 Kap. 5 Beispiel Quelle: Gläser/Laudel, Experteninterviews, S. 257
9 Struktur des Buches 1. Einführung 2. Wissenschaftstheoretische, methodologische und ethische Grundlagen 3. Von der Forschungsfrage zum Interviewleitfaden 4. Experteninterviews 5. Auswertung von Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse 6. Die Antwort 7. Resümee
10 Erklärungsstrategien und Methodeneinsatz in der empirischen Sozialforschung Gläser/ Laudel (2010: 28).
11 Erklärungsstrategien und Methodeneinsatz abstraktes Bild der Forschungslogik (99) Gläser/ Laudel (2009: 35).
12 Gläser/ Laudel (2009: 38).
13 Klassifizierung von Auswertungsmethoden Gläser/ Laudel (2009: 44).
14 Struktur des Buches 1. Einführung 2. Wissenschaftstheoretische, methodologische und ethische Grundlagen 3. Von der Forschungsfrage zum Interviewleitfaden 4. Experteninterviews 5. Auswertung von Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse 6. Die Antwort 7. Resümee
15 Kapitel Formulierung der Untersuchungsfrage 3.2 Theoretische Vorüberlegungen 3.3 Entscheidungen über Fälle und Fallzahlen
16 Kapitel 3 Forschungsfragen erfordern rekonstruierende Untersuchungen, wenn sie die Frage nach den Ursachen für bestimmte Phänomene mit der Frage nach dem Wie verbinden. Wenn wir nicht nur nach den Ursachen fragen, sondern auch nach dem sozialen Mechanismus, der den Effekt produziert, dann müssen wir den sozialen Prozess rekonstruieren, in dem der Mechanismus operiert. Mechanismen der Wahrnehmung und Verarbeitung der sozialen Realität durch das Individuum entziehen sich dem Zugriff rekonstruierender Untersuchungen (69) Siehe Fragen S. 73
17 Quelle: Gläser/Laudel, Experteninterviews, S.85
18 Kapitel 3 - Drei Logiken der Fallauswahl (98-99): - Auswahl (unterstellter) typischer Fälle - Auswahl von (unterstellten) Extremfällen - Suche nach empirischen Gegenbeispielen
19 Struktur des Buches 1. Einführung 2. Wissenschaftstheoretische, methodologische und ethische Grundlagen 3. Von der Forschungsfrage zum Interviewleitfaden 4. Experteninterviews 5. Auswertung von Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse 6. Die Antwort 7. Resümee
20 Kapitel Leitfadeninterview als sozialwiss. Erhebungsmethode 4.2 Die Kunst des Fragens 4.3 Konstruktion des Interviewleitfadens 4.4 Praktische Vorbereitung des Interviews 4.5 Experteninterviews führen 4.6 Nach dem Interview
21 Kap. 4.1 Vier Anforderungen an Leitfadeninterviews: - Die Reichweite des Interviews muss groß genug sein, um nicht nur vorüberlegte Faktoren abzufragen (Ergebnisoffenheit) - Spezifische Fragen, wobei das Erkenntnisinteresse in den Kontext des Erfahrungshintergrundes der Befragten übersetzt werden muss (Ergebnisgenauigkeit). - Tiefe : Befragter soll bei Darstellung der affektiven, kognitiven und wertbezogenen Einordnung bestimmter Situationen unterstützt werden (Effektivität) - Personaler Kontext des Befragten muss rekonstruiert werden (Kontextgenauigkeit)
22 Kap. 4.2 Quelle: Gläser/Laudel, Experteninterviews, S. 130
23 Kap Fragetypen und mögliche Probleme: - Offene Fragen: können zu unspezifisch sein - Filterfragen: können als solche verkannt werden - Dichotome Fragen: können suggestiv wirken - Unterstellende Frage: können Zeit abkürzen, aber haben eine Tendenz zur Erzwingung sozial erwünschter Antworten
24 Kap. 4.3 Grundsätze bei der Stellung von Fragen: - Klare, verständliche Fragen wichtiger als deren Offenheit. - Meinungsfragen und hypothetische Fragen nur bei Interesse an subjektiven Handlungsmotiven der Interviewpartner. - Faktfragen sollen als Erzählanregungen gestellt werden. - Erzählanregungen sind wichtiger als Detailfragen. - Provokationen sollen sparsam eingesetzt werden. - Fragen müssen auf innewohnende Voraussetzungen überprüft werden - Anonymität von Informanten muss unter allen Umständen gesichert werden
25 Kap. 4.4 Praktische Fragen: - Face to face? - Einer oder mehrere Interviewer? - Tonaufzeichnung? Tonaufzeichnung! - Kontaktaufnahme und Statusbewusstsein - Vor dem Interview
26 Kap Allgemeine Regeln der Interviewführung: 1. Zuhören! Nicht unterbrechen! Pausen zulassen! 2. Flexibel fragen! 3. Nicht Verstandenes klären! 4. Details erfragen und Verallgemeinerungen minimieren, dabei Unterstellungen bzw. Provokationen nutzen und Informiertheit zeigen! 5. Kurze und eindeutige Nachfragen stellen! 6. Kompetenz zeigen! 7. Bewertungen vermeiden!
27 Kap Problematische Gesprächspartner: - Misstrauische informieren - Kritiker (des Interviewers oder des Ansatzes) auf Meta-Ebene wechseln - Schweiger Erzählanregungen setzen - Plauderer unterbrechen - Rückversicherer/Neugierige Interview durchziehen - Beichtkinder distanziertes Mitgefühl zeigen - Eliten mit Informiertheit beeindrucken
28 Kap Typische Fehler des Interviewers: - Themen werden nicht spezifiziert, weil es schnell gehen soll. - Themen werden ignoriert, obwohl sie eigentlich relevant wären. - Der Leitfaden wird dem Interviewten aufgedrängt. - Der Leitfaden wird vergessen.
29 Kap Nach dem Interview: - Abschließendes Gespräch / Feedback - Bericht / Protokoll - Transkription (!)
30 Struktur des Buches 1. Einführung 2. Wissenschaftstheoretische, methodologische und ethische Grundlagen 3. Von der Forschungsfrage zum Interviewleitfaden 4. Experteninterviews 5. Auswertung von Experteninterviews mit der qualitativen Inhaltsanalyse 6. Die Antwort 7. Resümee
31 ...vielen Dank für die Aufmerksamkeit!!
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