A1.1: Einfache Filterfunktionen
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- Jacob Abel
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1 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich A1.1: Einfache Filterfunktionen Man bezeichnet ein Filter mit dem Frequenzgang als Tiefpass erster Ordnung. Daraus lässt sich ein Hochpass erster Ordnung nach folgender orschrift gestalten: In beiden Fällen gibt f 0 die so genannte 3dB Grenzfrequenz an. Die Abbildung zeigt zwei ierpole A und B. In der Aufgabe ist zu klären, welcher der beiden ierpole eine Tiefpass und welcher eine Hochpasscharakteristik aufweist. Die Bauelemente von Schaltung A sind wie folgt gegeben: Die Induktivität L ist in der Teilaufgabe f) zu berechnen. Für die Teilaufgabe d) wird vorausgesetzt, dass die Eingangssignale cosinusförmig seien. Die Frequenz f x ist variabel, die Leistung beträgt jeweils P x = 10 mw. Hinweis: Die Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.1. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 1 / 32 Technische Universitaet Muenchen
2 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich Fragebogen zu "A1.1: Einfache Filterfunktionen" a) Berechnen Sie den Frequenzgang H A (f) des ierpols A und beantworten Sie folgende Fragen. ierpol A ist ein Tiefpass. ierpol A ist ein Hochpass. b) Berechnen Sie die Bezugsfrequenz f 0 aus den Bauelementen R und C. f 0 = khz c) Berechnen Sie den Amplitudengang H A (f). Welche Zahlenwerte ergeben sich für f = f 0 und f = 2f 0? H A (f = f 0 ) = H A (f = 2f 0 ) = d) Wie groß ist die Leistung P y des Ausgangssignals y(t), wenn am Eingang ein Cosinussignal mit den Frequenzen f x = 5 khz bzw. f x = 10 khz anliegt? P y (f x = 5 khz) = P y (f x = 10 khz) = mw mw e) Berechnen Sie den Amplitudengang H B (f) des ierpols mit den Elementen R und L unter erwendung der Bezugsfrequenz f 0 = R/(2πL). Welche Werte ergeben sich für f = 0, f = f 0 und f = 2f 0 sowie für f? H B (f = 0) = H B (f = f 0 ) = H B (f = 2f 0 ) = H B (f ) = f) Welche Induktivität führt zu der Bezugsfrequenz f 0 = 5 khz? L = mh Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 2 / 32 Technische Universitaet Muenchen
3 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich Z1.1: Tiefpass 1. und 2. Ordnung Die einfachste Form eines Tiefpasses zum Beispiel realisierbar als ein RC Tiefpass entsprechend der Aufgabe A1.1 hat den folgenden Frequenzgang: Man spricht in diesem Fall von einem Tiefpass erster Ordnung. Der Dämpfungsverlauf a 1 (f) und der Phasenverlauf b 1 (f) dieses Filters sind in der Grafik dargestellt. Entsprechend gilt für einen Tiefpass n ter Ordnung die folgende Definitionsgleichung: In dieser Aufgabe sollen ausgehend von den Funktionen a 1 (f) und b 1 (f) eines Tiefpasses erster Ordnung der Dämpfungs und Phasenverlauf eines solchen Tiefpasses höherer Ordnung analysiert werden. Allgemein gilt: Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf die theoretischen Grundlagen von Kapitel 1.1. Zwischen dem Np und dem db Wert eines Amplitudenwertes H = 1/x besteht folgender Zusammenhang: Berücksichtigen Sie weiter, dass für zwei komplexe Größen z 1 und z 2 folgende Gleichungen gelten: Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 3 / 32 Technische Universitaet Muenchen
4 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich Fragebogen zu "Z1.1: Tiefpass 1. und 2. Ordnung" a) Berechnen Sie den Dämpfungsverlauf a 1 (f) eines Tiefpasses erster Ordnung in db. Welche db Werte ergeben sich bei f = f 0 und f = 2f 0? a 1 (f = f 0 ) = a 1 (f = 2f 0 ) = db db b) Berechnen Sie den Phasenverlauf b 1 (f). Welche Werte in Radian (rad) erhält man bei f = f 0 und f = 2f 0? b 1 (f = f 0 ) = b 1 (f = 2f 0 ) = rad rad c) Welchen Dämpfungsverlauf a n (f) hat ein Tiefpass n ter Ordnung allgemein? Welche db Werte erhält man mit n = 2 für f = f 0 bzw. f = 2f 0? a 2 (f = f 0 ) = a 2 (f = 2f 0 ) = db db d) Berechnen Sie die Phasenfunktion b 2 (f) eines Tiefpasses zweiter Ordnung. Welche Werte (in Radian) erhält man für f = f 0 und f = 2f 0? b 2 (f = f 0 ) = b 2 (f = 2f 0 ) = rad rad Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 4 / 32 Technische Universitaet Muenchen
5 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich A1.2: Koaxialkabel Der Frequenzgang eines Normalkoaxialkabels (Durchmesser des Innenleiters: 2.6 mm, Außendurchmesser: 9.5 mm) der Länge l lautet für Frequenzen f > 0: Der erste, von den Ohmschen erlusten herrührende Term in dieser Gleichung wird durch die sog. kilometrische Dämpfung α 0 = Np/km beschrieben. Der auf die Querverluste zurückzuführende frequenzproportionale Dämpfungsanteil α 1 f l mit α 1 = Np/(km MHz) macht sich erst bei sehr hohen Frequenzen bemerkbar und wird im Folgenden vernachlässigt. Ebenso kann die frequenzproportionale Phase β 1 f l mit β 1 = rad/(km MHz) außer Acht gelassen werden, da diese nur eine für alle Frequenzen gleiche Laufzeit zur Folge hat. Der Frequenzgang des Koaxialkabels wird deshalb für Frequenzen zwischen 200 khz und 400 MHz im Wesentlichen durch den Einfluss der Dämpfungskonstanten α 2 = Np/(km MHz 0.5 ) und der Phasenkonstanten β 2 = rad/(km MHz 0.5 ) bestimmt, die auf den so genannten Skineffekt zurückzuführen sind: Aufgrund der gleichen Zahlenwerte von α 2 und β 2 kann für den Frequenzgang auch geschrieben werden: wobei der Parameter f 0 die Konstanten α 2 und β 2 sowie die Kabellänge l berücksichtigt. Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.1. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 5 / 32 Technische Universitaet Muenchen
6 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich Fragebogen zu "A1.2: Koaxialkabel" a) Berechnen Sie die Frequenzgang Konstante K für die Kabellänge l = 5 km. K = b) Welche Länge l max könnte ein solches Kabel besitzen, damit ein Gleichsignal um nicht mehr als 3% gedämpft wird? l max = km c) Berechnen Sie die charakteristische Frequenz f 0 für die Kabellänge l = 5 km. Berücksichtigen Sie die Beziehung (2j) 0.5 = 1 + j. f 0 = MHz d) Wie groß ist die Signalleistung P y am Ausgang, wenn man am Kabeleingang ein Cosinussignal der Frequenz f 0 und der Leistung P x = 1 W anlegt? P y (f = f 0 ) = mw e) Welche Ausgangsleistung erhält man mit der Signalfrequenz f x = 10 MHz? P y (f = 10 MHz) = mw Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 6 / 32 Technische Universitaet Muenchen
7 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich Z1.2: Messung von H(f) Zur messtechnischen Bestimmung des Frequenzgangs von Filtern wird jeweils ein sinusförmiges Eingangssignal mit der Amplitude 2 und vorgegebener Frequenz f 0 angelegt. Das Ausgangssignal y(t) bzw. dessen Spektrum Y(f) werden dann nach Betrag und Phase ermittelt. Das Betragsspektrum am Ausgang des Filters A lautet mit der Frequenz f 0 = 1 khz: Bei einem anderen Filter B ist das Ausgangssignal dagegen stets eine harmonische Schwingung mit der (einzigen) Frequenz f 0. Bei den in der Tabelle angegebenen Frequenzen f 0 werden die Amplituden A y (f 0 ) und die Phasen φ y (f 0 ) gemessen. Hierbei gilt: Das Filter B soll in der Aufgabe in der Form dargestellt werden, wobei a B (f) als Dämpfungsverlauf und b B (f) als Phasenverlauf bezeichnet wird. Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.1. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 7 / 32 Technische Universitaet Muenchen
8 Abschnitt: 1.1 Systembeschreibung im Frequenzbereich Fragebogen zu "Z1.2: Messung von H(f)" a) Welche der Aussagen sind hinsichtlich des Filters A zutreffend? Es gilt H(f) = 0.8. Das Filter A stellt kein LZI System dar. Die Angabe eines Frequenzgangs ist nicht möglich. b) Welche Aussagen sind hinsichtlich des Filters B zutreffend? Filter B ist ein Tiefpass. Filter B ist ein Hochpass. Filter B ist ein Bandpass. Filter B ist eine Bandsperre. c) Ermitteln Sie den Dämpfungswert und die Phase für f 0 = 3 khz. a B (f 0 = 3 khz) = b B (f 0 = 3 khz) = Np Grad d) Welcher Dämpfungs und Phasenwert ergibt sich für f 0 = 2 khz? a B (f 0 = 2 khz) = b B (f 0 = 2 khz) = Np Grad Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 8 / 32 Technische Universitaet Muenchen
9 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich A1.3: Gemessene Sprungantwort An den Eingang eines linearen zeitinvarianten (LZI ) Übertragungssystems mit dem Frequenzgang H(f) und der Impulsantwort h(t) wird ein sprungförmiges Signal angelegt (blaue Kurve): Das gemessene Ausgangssignal y 1 (t) hat dann den in der unteren Grafik dargestellten erlauf. Mit T = 2 ms kann dieses Signal im Bereich von 0 bis T wie folgt beschrieben werden: Ab t = T = 2 ms ist y 1 (t) konstant gleich 1. In der Teilaufgabe e) wird nach dem Ausgangssignal y 2 (t) gefragt, wenn am Eingang ein symmetrischer Rechteckimpuls x 2 (t) der Dauer T = 2 ms anliegt (siehe roter Kurvenzug in der oberen Grafik). Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.2. Für den Rechteckimpuls x 2 (t) kann mit A = 2 auch geschrieben werden: Der Frequenzgang H(f) des hier betrachteten LZI Systems kann dem Angabenblatt zu Aufgabe A3.8 im Buch Signaldarstellung entnommen werden. Allerdings sind die Abszissen und Ordinatenparameter entsprechend anzupassen. Zur Lösung dieser Aufgabe A1.3 wird H(f) jedoch nicht explizit benötigt. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 9 / 32 Technische Universitaet Muenchen
10 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich Fragebogen zu "A1.3: Gemessene Sprungantwort" a) Welche Aussagen kann man anhand der Grafik über das LZI System machen? H(f) beschreibt ein akausales System. H(f) beschreibt ein kausales System. H(f) beschreibt einen Tiefpass. H(f) beschreibt einen Hochpass. b) Wie groß ist der Gleichsignalübertragungsfaktor? H(f = 0) = c) Wie lautet die Sprungantwort σ(t)? Welcher Wert tritt bei t = T/2 auf? σ(t = 1 ms) = d) Berechnen Sie die Impulsantwort h(t) des Systems. Welche Werte besitzt diese zu den Zeitpunkten t = T/2 und t = T? h(t = 1 ms) = 1/s h(t = 2 ms) = 1/s e) Berechnen Sie das Ausgangssignal y 2 (t), wenn am Eingang der Rechteckimpuls x 2 (t) anliegt. Welche Werte erhält man bei t = 1 ms, t = 0, t = 1 ms, t = 2 ms? y 2 (t = 1 ms) = y 2 (t = 0) = y 2 (t = 1 ms) = y 2 (t = 2 ms) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 10 / 32 Technische Universitaet Muenchen
11 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich Z1.3: Exponentiell abfallende Impulsantwort Gemessen wurde die Impulsantwort h(t) eines LZI Systems, die für alle Zeiten t < 0 identisch 0 ist und für t > 0 entsprechend einer Exponentialfunktion abfällt: Der Funktionsparameter sei T = 1 ms. In der Teilaufgabe c) ist nach der 3dB Grenzfrequenz f G gefragt, die wie folgt implizit definiert ist: Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf die theoretischen Grundlagen von Kapitel 1.2. Gegeben ist das folgende bestimmte Integral: Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 11 / 32 Technische Universitaet Muenchen
12 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich Fragebogen zu "Z1.3: Exponentiell abfallende Impulsantwort" a) Berechnen Sie den Frequenzgang H(f). Welcher Wert ergibt sich für f = 0? H(f = 0) = b) Welchen Wert besitzt die Impulsantwort zur Zeit t = 0? h(t = 0) = 1/s c) Berechnen Sie die 3dB Grenzfrequenz f G (Definition auf der Angabenseite). f G = Hz d) Welche der nachfolgenden Aussagen sind zutreffend? Das betrachtete System ist kausal. Das betrachtete System hat Hochpass Charakter. Legt man an den Systemeingang ein Cosinussignal der Frequenz f G, so ist das Ausgangssignal ebenfalls cosinusförmig. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 12 / 32 Technische Universitaet Muenchen
13 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich A1.4: Tiefpass 2. Ordnung im Zeitbereich In der Aufgabe A1.1 sowie in Aufgabe Z1.1 im Kapitel 1.1 wurden die so genannten RC Tiefpässe im Frequenzbereich beschrieben. Hier soll nun eine Zeitbereichsdarstellung erfolgen. Die oben skizzierte Schaltung mit dem Eingangssignal x(t) und dem Ausgangssignal y 1 (t) ist ein Tiefpass erster Ordnung mit dem Frequenzgang Hierbei gibt f 0 = 1/(2πRC) gleichzeitig die 3dB Grenzfrequenz an. Legt man am Eingang ein diracförmiges Signal x(t) = δ(t) an, so erscheint am Ausgang das Signal y 1 (t) gemäß der mittleren Skizze. Der Zusammenhang zwischen den Systemparametern R, C und T lautet (siehe auch Aufgabe Z1.3): Für numerische Berechnungen soll im Folgenden T = 1ms verwendet werden. Die untere Schaltung mit Eingang x(t) und Ausgang y 2 (t) beschreibt einen Tiefpass zweiter Ordnung: Die zu H 2 (f) gehörende Impulsantwort ist h 2 (t). Anzumerken ist, dass der Systemparameter f 0 bei einem Tiefpass zweiter oder höherer Ordnung nicht mehr dessen 3 db Grenzfrequenz angibt. Weiterhin ist noch zu beachten, dass die beiden RC-Glieder entkoppelt werden müssen, um Widerstandsanpassung zu erreichen. Hierzu eignet sich zum Beispiel ein Operationsverstärker. Dies ist jedoch für die Lösung dieser Aufgabe nicht relevant. Hinweis: Die Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.2. Zur Lösung dieser Aufgabe können Sie das folgende unbestimmte Integral verwenden: Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 13 / 32 Technische Universitaet Muenchen
14 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich Fragebogen zu "A1.4: Tiefpass 2. Ordnung im Zeitbereich" a) Geben Sie die Impulsantwort h 1 (t) an. Zu welcher Zeit t 1 ist h 1 (t) auf die Hälfte seines Maximalwertes abgefallen? t 1 = ms b) Wie lautet das Ausgangssignal y 1 (t) für x(t) = T h 1 (t)? Welche Signalwerte treten zu den Zeiten t = 0 und t = T auf? y 1 (t = 0) = y 1 (t = T) = c) Berechnen Sie die Impulsantwort h 2 (t) unter Berücksichtigung des Ergebnisses von b). Zu welcher Zeit t 2 ist h 2 (t) maximal? t 2 = ms h 2 (t = t 2 ) = 1/s d) Wie lautet das Ausgangssignal y 2 (t), wenn man am Eingang eine Sprungfunktion x(t) = 2 γ(t) anlegt? Welche Signalwerte treten bei t = T und t = 5T auf? y 2 (t = T) = y 2 (t = 5T) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 14 / 32 Technische Universitaet Muenchen
15 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich Z1.4: Alles rechteckförmig Wir betrachten das periodische Rechtecksignal x(t) entsprechend obiger Skizze, dessen Periodendauer T 0 = 2T ist. Dieses Signal besitzt Spektralanteile bei der Grundfrequenz f 0 = 1/T 0 = 1/(2T) und allen ungeradzahligen ielfachen davon, d.h. bei 3f 0, 5f 0, usw. Zusätzlich gibt es einen Gleichanteil. Dazu betrachten wir zwei Filter A und B mit jeweils rechteckförmiger Impulsantwort h A (t) mit Dauer 6T bzw. h B (t) mit der Dauer 5T. Die Höhen der beiden Impulsantworten sind so gewählt, dass die Flächen der Rechtecke jeweils 1 ergeben. Hinweis: Die Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.2. Informationen zur Faltung finden Sie im Kapitel 3.4 des Buches Signaldarstellung. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 15 / 32 Technische Universitaet Muenchen
16 Abschnitt: 1.2 Systembeschreibung im Zeitbereich Fragebogen zu "Z1.4: Alles rechteckförmig" a) Berechnen Sie das Ausgangssignal y A (t) von Filter A, insbesondere die Werte bei t = 0 und t = T. y A (t = 0) = y A (t = T) = b) Geben Sie die Betragsfunktion H A (f) an. Welcher Wert ergibt sich bei der Frequenz f = f 0? Interpretieren Sie hiermit das Ergebnis der Teilaufgabe (a). H A (f = f 0 ) = c) Berechnen Sie das Ausgangssignal y B (t) von Filter B, insbesondere die Werte bei t = 0 und t = T. y B (t = 0) = y B (t = T) = d) Wie lautet die Betragsfunktion H B (f), insbesondere bei f = f 0 und f = 3 f 0? Interpretieren Sie damit das Ergebnis von c). H B (f = f 0 ) = H B (f = 3f 0 ) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 16 / 32 Technische Universitaet Muenchen
17 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen A1.5: Küpfmüller-Tiefpass Wir betrachten einen idealen, rechteckförmigen Tiefpass manchmal auch als Küpfmüller Tiefpass bezeichnet der alle Frequenzen f < 5 khz unverfälscht durchlässt (H(f) = 1) und alle Spektralanteile über 5 khz vollständig unterdrückt (H(f) = 0). Exakt bei der Grenzfrequenz f G = 5 khz ist der Wert der Übertragungsfunktion gleich 1/2. An den Eingang des Tiefpasses werden verschiedene Signale angelegt: ein schmaler Rechteckimpuls entsprechender Höhe, der durch einen Diracimpuls angenähert werden kann: ein Diracpuls im Zeitabstand T A : wobei das zugehörige Spektrum mit f A = 1/T A lautet: eine Sprungfunktion zum Zeitpunkt t = 0: ein si förmiger Impuls mit der äquivalenten Dauer T: Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf die Beschreibungen von Kapitel 1.3. In der Tabelle sind die Funktionswerte der so genannten Spaltfunktion si(πx) und der Integralsinusfunktion aufgelistet: Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 17 / 32 Technische Universitaet Muenchen
18 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "A1.5: Küpfmüller-Tiefpass" a) Welches Ausgangssignal y 1 (t) ergibt sich als Antwort auf den Diracimpuls x 1 (t), insbesondere zu den Zeitpunkten t = 0 und t = 50 μs? y 1 (t = 0) = y 1 (t = 50 μs) = b) Wie lautet das Ausgangssignal y 2 (t), wenn am Filtereingang der Diracpuls x 2 (t) anliegt und T A = 200 μs gilt. Welcher Signalwert tritt bei t = 0 auf? T A = 200 μs : y 2 (t = 0) = c) Welche Ausgangssignale y 2 (t) ergeben sich mit T A = 199 bzw. T A = 201 μs? T A = 199 μs: y 2 (t = 0) = T A = 201 μs: y 2 (t = 0) = d) Geben Sie das Ausgangssignal y 3 (t) für die Sprungfunktion x 3 (t) mit Endwert 10 an. Welcher Signalwert tritt zum Zeitpunkt t = 0 auf? y 3 (t = 0) = e) Zu welchem Zeitpunkt t max ist y 3 (t) maximal? Wie groß ist der Maximalwert? t max = y 3 (t max ) = μs f) Wie lautet das Ausgangssignal y 4 (t), wenn am Eingang das si förmige Signal y 4 (t) mit T = 200 μs anliegt? Welcher Wert ergibt sich für t = 0? T = 200 μs: y 4 (t = 0) = g) Wie lautet das Signal y 4 (t) für T = 50 μs? Welcher Wert ergibt sich bei t = 0? T = 50 μs: y 4 (t = 0) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 18 / 32 Technische Universitaet Muenchen
19 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Z1.5: si-förmige Impulsantwort Die Impulsantwort eines akausalen linearen zeitinvarianten Systems wurde wie folgt ermittelt (siehe Grafik): Im Folgenden sollen die zu erwartenden Ausgangssignale y(t) berechnet werden, wenn man am Eingang verschiedene Cosinusschwingungen unterschiedlicher Frequenz f 0 anlegt: Die Lösung kann entweder im Zeitbereich oder auch im Frequenzbereich gefunden werden. In der Musterlösung werden jeweils beide Lösungswege angegeben. Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf die theoretischen Grundlagen von Kapitel 1.3. Gegeben ist dazu das folgende bestimmte Integral: Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 19 / 32 Technische Universitaet Muenchen
20 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "Z1.5: si-förmige Impulsantwort" a) Berechnen Sie den Frequenzgang H(f) des LZI-Systems. Wie groß sind die äquivalente Bandbreite und der Gleichsignalübertragungsfaktor? Δf = H(f = 0) = khz b) Berechnen Sie das Ausgangssignal y(t) bei cosinusförmigem Eingangssignal mit der Frequenz f 0 = 1 khz. Wie groß ist der Signalwert zur Zeit t = 0? f 0 = 1 khz: y(t = 0) = c) Berechnen Sie das Ausgangssignal y(t) bei cosinusförmigem Eingangssignal mit der Frequenz f 0 = 0.1 khz. Wie groß ist der Signalwert zur Zeit t = 0? f 0 = 0.1 khz: y(t = 0) = d) Berechnen Sie das Ausgangssignal y(t) bei cosinusförmigem Eingangssignal mit der Frequenz f 0 = 0.5 khz. Wie groß ist der Signalwert zur Zeit t = 0? f 0 = 0.5 khz: y(t = 0) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 20 / 32 Technische Universitaet Muenchen
21 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen A1.6: Rechteckige Impulsantwort Wir betrachten im Folgenden die in der Grafik gezeigte Konstellation. Der Frequenzgang H(f) = H 1 (f) H 2 (f) im unteren Zweig ist durch die Impulsantworten seiner beiden Teilkomponenten festgelegt. Hierbei ist h 1 (t) im Bereich von 1 ms bis 1 ms konstant gleich k und außerhalb 0; an den Bereichsgrenzen gilt jeweils der halbe Wert. Die im Bild eingezeichnete Zeitvariable ist somit Δt = 2 ms. Die Impulsantwort der zweiten Systemfunktion H 2 (f) lautet: Der Frequenzgang zwischen den Signalen x(t) und z(t) hat Hochpass Charakter und lautet allgemein: Für die Teilaufgaben a) bis d) gelte τ = 0 und damit H(f) = H 1 (f). Mit dem Parameter τ = 0 kann hierfür auch geschrieben werden (Δt = 2 ms): Ohne Auswirkung auf diese Aufgabe ist anzumerken, dass diese Gleichung für τ 0 nicht anwendbar ist: Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.3. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 21 / 32 Technische Universitaet Muenchen
22 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "A1.6: Rechteckige Impulsantwort" a) Berechnen Sie Höhe k der Impulsantwort h 1 (t) unter der Nebenbedingung, dass H 1 (f = 0) = 1 gelten soll. k = 1/s b) Das Eingangssignal x(t) sei ein um t = 0 symmetrisches Rechteck der Dauer T = 2 ms und der Höhe 1. Es gelte τ = 0. Welche Aussagen sind zutreffend? y(t) ist rechteckförmig. y(t) ist dreieckförmig. y(t) ist trapezförmig. Der Maximalwert von y(t) ist 1. c) Welche Aussagen treffen zu, wenn x(t) die Rechteckbreite T = 1 ms besitzt? y(t) ist rechteckförmig. y(t) ist dreieckförmig. y(t) ist trapezförmig. Der Maximalwert von y(t) ist 1. d) Es gelte weiter τ = 0. Berechnen Sie das Ausgangssignal z(t), wenn x(t) zum Zeitpunkt t = 0 von 0 auf 1 springt. Welche Aussagen treffen zu? z(t) ist eine gerade Funktion der Zeit. z(t) weist bei t = 0 eine Sprungstelle auf. Zum Zeitpunkt t = 0 ist z(t) = 0. Für t > 1 ms ist z(t) = 0. e) Welchen erlauf hat z(t) als Antwort auf das sprungförmige Eingangssignal x(t), wenn die Laufzeit τ = 1 ms ist? Welcher Signalwert tritt bei t = 1 ms auf? z(t = 1 ms) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 22 / 32 Technische Universitaet Muenchen
23 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Z1.6: Interpretation von H(f) Mit dieser Aufgabe soll der Einfluss eines Tiefpasses H(f) auf cosinusförmige Signale der Form veranschaulicht werden. In der Grafik sehen Sie die Signale x i (t), wobei der Index i die Frequenz in khz angibt. So beschreibt x 2 (t) ein 2 khz Signal. Die Signalamplitude beträgt jeweils A x = 1. Das Gleichsignal x 0 (t) ist als Grenzfall eines Cosinussignals mit der Frequenz f 0 = 0 zu interpretieren. Die obere Skizze zeigt die rechteckige Impulsantwort h(t) des Tiefpasses. Der dazugehörige Frequenzgang lautet: Aufgrund der Linearität und der Tatsache, dass H(f) reell und gerade ist, sind die Ausgangssignale ebenfalls cosinusförmig: Gesucht werden die Signalamplituden A i am Ausgang für die verschiedenen Eingangsfrequenzen f i, wobei die Lösung ausschließlich im Zeitbereich gefunden werden soll. Dieser etwas umständliche Lösungsweg soll dazu dienen, den Zusammenhang zwischen Zeit und Frquenzbereich deutlich zu machen. Hinweis: Die Aufgabe bezieht sich auf die theoretischen Grundlagen von Kapitel 1.3. Entgegen der sonst üblichen Definition einer Amplitude können die A i durchaus negativ sein. Dies entspricht dann der Funktion Minus-Cosinus. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 23 / 32 Technische Universitaet Muenchen
24 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "Z1.6: Interpretation von H(f)" a) Welcher Tiefpass liegt hier vor? Idealer Tiefpass. Spalttiefpass. Gaußtiefpass. b) Geben Sie die äquivalente Bandbreite von H(f) an. Δf = khz c) Berechnen Sie allgemein die Amplitude A i in Abhängigkeit von x i (t) und h(t). Welche der nachfolgenden Punkte sind bei der Berechnung zu berücksichtigen? Beim Cosinussignal gilt A i = y i (t = 0). Es gilt y i (t) = x i (t) h(t). Es gilt y i (t) = x i (t) h(t). d) Welche der nachfolgenden Ergebnisse treffen für A 0, A 2 und A 4 zu? A 0 = 0. A 0 = 1. A 2 = 0. A 2 = 1. A 4 = 0. A 4 = 1. e) Berechnen Sie die Amplituden A 1 und A 3 für ein 1 khz- bzw. 3 khz-signal. Interpretieren Sie die Ergebnisse anhand der Spektralfunktion. A 1 = A 3 = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 24 / 32 Technische Universitaet Muenchen
25 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen A1.7: Nahezu kausaler Gaußtiefpass Messungen haben ergeben, dass ein LZI System mit guter Näherung durch einen Gaußtiefpass angenähert werden kann, wenn man eine zusätzliche Laufzeit τ berücksichtigt. Somit lautet der Frequenzgang: Die beiden Systemparameter Δt = 1/Δf und τ können der in der Grafik dargestellten Impulsantwort h(t) entnommen werden. Es ist offensichtlich, dass dieses Modell nicht exakt der Wirklichkeit entspricht, da die Impulsantwort h(t) auch für t < 0 nicht vollkommen verschwindet. In der Teilaufgabe c) wird deshalb nach dem maximalen relativen Fehler gefragt, der wie folgt definiert ist: In Worten: Der maximale relative Fehler ε max ist gleich dem Maximalwert der Impulsantwort h(t) bei negativen Zeiten, bezogen auf den maximalen Wert h(t = τ) der Impulsantwort. Hinweis: Die Aufgabe bezieht sich auf die Seite Gaußtiefpass im Kapitel 1.3. Zur Berechnung von Sprung und Rechteckantwort können Sie das Gaußsche Fehlerintegral verwenden: Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 25 / 32 Technische Universitaet Muenchen
26 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "A1.7: Nahezu kausaler Gaußtiefpass" a) Wie groß sind die äquivalente Bandbreite und die Laufzeit? Δf = τ = MHz ns b) Es gelte x(t) = 1 cos(2π 6 MHz t). Wie lautet das Ausgangssignal y(t)? Welcher Signalwert ergibt sich zur Zeit t = 0? y(t = 0) = c) Eigentlich sollte bei Kausalität h(t < 0) = 0 gelten. Wie groß ist der maximale relative Fehler des betrachteten Modells? Definition siehe Angabenseite. ε max = d) Berechnen Sie die (dimensionslose) Sprungantwort σ(t). Welche Werte ergeben sich zu den Zeiten t = 250 ns und t = 300 ns? σ(t = 250 ns) = σ(t = 300 ns) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 26 / 32 Technische Universitaet Muenchen
27 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Z1.7: Systemanalyse Ein Gesamtsystem G mit Eingang w(t) und Ausgang z(t) besteht aus drei Komponenten: Die erste Komponente ist ein Gaußtiefpass mit Impulsantwort Danach folgt eine Nichtlinearität mit Kennlinie Deren Eingangssignal x(t) wird um den Faktor 2 verstärkt und falls nötig auf den Amplitudenbereich ±8 begrenzt. Am Ende der Kette folgt wieder ein Gaußtiefpass, der durch seinen Frequenzgang gegeben ist: Das Eingangssignal w(t) sei ein Gaußimpuls mit konstanter Amplitude 5, aber variabler Breite T: Zu untersuchen ist, in welchem Bereich die äquivalente Impulsdauer T dieses Gaußimpulses variieren kann, damit das Gesamtsystem durch den Frequenzgang vollständig beschrieben wird. Der Index G bei Frequenzgang und Bandbreite bezieht sich jeweils auf Gesamtsystem. Hinweis: Die Aufgabe bezieht sich auf die Seite Gaußtiefpass im Kapitel 1.3. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 27 / 32 Technische Universitaet Muenchen
28 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "Z1.7: Systemanalyse" a) Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit das Gesamtsystem durch einen einzigen Frequenzgang beschreibbar ist? Es besteht ein linearer Zusammenhang zwischen w(t) und z(t). H 3 (f) muss schmalbandiger sein als H 1 (f). Das Signal x(t) darf betragsmäßig nicht größer sein als 4. b) Berechnen Sie den Maximalwert für die äquivalente Impulsdauer T, damit die unter a) genannten Bedingungen erfüllbar sind. T max = ms c) Geben Sie die Parameter des Gesamtfrequenzgangs H G (f) an. K = Δf G = khz Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 28 / 32 Technische Universitaet Muenchen
29 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen A1.8: ariable Flankensteilheit Zwei Tiefpässe mit variabler Flankensteilheit sollen miteinander verglichen werden. Für Frequenzen f f 1 gilt in beiden Fällen H(f) = 1. Dagegen werden alle Frequenzen f f 2 vollständig unterdrückt. Im mittleren Bereich f 1 f f 2 sind die Frequenzgänge durch die nachfolgenden Gleichungen festgelegt: Trapeztiefpass (TTP): Cosinus Rolloff Tiefpass (CRTP): Alternative Systemparameter sind für beide Tiefpässe die über das flächengleiche Rechteck definierte äquivalente Bandbreite Δf sowie der Rolloff Faktor (im Frequenzbereich): In der gesamten Aufgabe gelte Δf = 10 khz und r = 0.2. Die Impulsantworten lauten mit der äquivalenten Impulsdauer Δt = 1/Δf = 0.1 ms: Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.3. Sie können Ihre Ergebnisse mit folgendem Interaktionsmodul überprüfen: Tiefpässe im Frequenz- und Zeitbereich Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 29 / 32 Technische Universitaet Muenchen
30 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "A1.8: ariable Flankensteilheit" a) Wie lautet die Gleichung für die äquivalente Bandbreite Δf? Es gilt Δf = f 2 f 1. Es gilt Δf = f 1 + f 2. Es gilt Δf = (f 2 + f 1 )/2. b) Bestimmen Sie die Tiefpass-Parameter f 1 und f 2 für Δf = 10 khz und r = 0.2. f 1 = f 2 = khz khz c) Welche Aussagen sind für die Impulsantwort des Trapeztiefpasses zutreffend, wenn r = 0.2 vorausgesetzt wird? h(t) besitzt Nullstellen bei ±n Δt (n = 1, 2,...). h(t) besitzt zusätzliche Nullstellen zu anderen Zeiten. Mit r = 0 würde h(t) schneller abklingen. Mit r = 1 würde h(t) schneller abklingen. d) Welche Aussagen treffen für die Impulantwort des Cosinus Rolloff Tiefpasses zu, wenn r = 0.2 vorausgesetzt wird? h(t) besitzt Nullstellen bei ±n Δt (n = 1, 2,...). h(t) besitzt zusätzliche Nullstellen zu anderen Zeiten. Mit r = 0 würde h(t) schneller abklingen. Mit r = 1 würde h(t) schneller abklingen. Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 30 / 32 Technische Universitaet Muenchen
31 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Z1.8: Cosinus-Quadrat-Tiefpass Bei der Untersuchung von Digitalsystemen geht man häufig von einem diracförmigen Eingangssignal x(t) = T δ(t) aus, so dass X(f) = T gilt. Das Ausgangsspektrum Y(f) ist dann formgleich mit dem Gesamtfrequenzgang von Sende und Empfangsfilter: Dieser wird häufig als cos 2 förmig angenommen (siehe Grafik). Für f T > 1 ist H(f) = 0. Im inneren Bereich gilt: Anzumerken ist, dass die äquivalente Bandbreite Δf = 1/T betragen soll. Damit ist die äquivalente Dauer Δt der Impulsantwort ebenfalls T und man erhält: Zu beachten ist, dass das Ausgangssignal y(t) im Gegensatz zur Impulsantwort h(t) ohne Einheit ist. Durch Anwendung trigonomischer Umformungen kann dieses Signal auch wie folgt dargestellt werden: Wählen Sie bei den nachfolgenden Aufgaben die jeweils einfacher handhabbare Gleichung aus. Für die Teilaufgabe c) soll vorausgesetzt werden, dass das Signal s(t) in der Mitte zwischen den beiden Frequenzgängen H S (f) und H E (f) ein Rechteckimpuls ist. Demzufolge muss gelten: Hinweis: Diese Aufgabe bezieht sich auf den Theorieteil von Kapitel 1.3. Sie können Ihre Ergebnisse mit folgendem Interaktionsmodul überprüfen: Tiefpässe im Frequenz- und Zeitbereich Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 31 / 32 Technische Universitaet Muenchen
32 Abschnitt: 1.3 Einige systemtheoretische Tiefpassfunktionen Fragebogen zu "Z1.8: Cosinus-Quadrat-Tiefpass" a) Berechnen Sie das Ausgangssignal zu den Zeitpunkten t = 0 und t = T. y(t = 0) = y(t = T) = b) Berechnen Sie das Ausgangssignal zu den Zeitpunkten t = T/2 und t = 3/2 T. y(t = 0.5 T) = y(t = 1.5 T) = c) Berechnen Sie y(t) für große t Werte. Geeignete Näherungen sind erlaubt und erwünscht. Wie groß ist der Signalwert bei t = T? y(t = T) = d) Geben Sie den erforderlichen Empfängerfrequenzgang H E (f) für H S (f) = si(πft) an. Welche Werte ergeben sich für f T = 0, f T = 0.5 und f T = 1? H E (f = 0) = H E (f = 0.5/T) = H E (f = 1/T) = Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik (LNT) 32 / 32 Technische Universitaet Muenchen
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