Skriptteufel Klausurworkshop

Ähnliche Dokumente
Statistik I. 1. Klausur Wintersemester 2010/2011 Hamburg, Art der Anmeldung: STiNE FlexNow Zulassung unter Vorbehalt

Skriptteufel Klausurworkshop. Statistik Teil 2 Handout

Klausur zu Methoden der Statistik I (mit Kurzlösung) Sommersemester Aufgabe 1

Statistik I. Zusammenfassung und wichtiges zur Prüfungsvorbereitung. Malte Wissmann. 9. Dezember Universität Basel.

1 Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung Wahrscheinlichkeitsräume. Ein erster mathematischer Blick auf Zufallsexperimente...

Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3

Lösungen zur Klausur zur Statistik Übung am

Übungsblatt 4. Berechnen Sie für die statistischen Reihen die Varianzen, Kovarianzen und Korrelationskoeffizienten

Statistik I. 2. Klausur Wintersemester 2011/2012 Hamburg, BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN!

Statistik für Betriebswirte I 1. Klausur Wintersemester 2014/

Klausur zu Methoden der Statistik I (mit Kurzlösung) Sommersemester Aufgabe 1

Inhaltsverzeichnis. Über die Autoren Einleitung... 21

Statistik I. 2. Klausur Wintersemester 2011/2012 Hamburg, BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN!

Aufgabenstellung und Ergebnisse zur. Bachelor-Prüfung Deskriptive Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Wintersemester 2018/19

Statistik Klausur Wintersemester 2012/2013 Hamburg, BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN!

Wirtschaftswissenschaftliches Prüfungssekretariat Bachelor-Prüfung Deskriptive Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Sommersemester 2015

Wirtschaftsstatistik für Studienanfänger

Angewandte Statistik mit R

Formelsammlung: Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie

Umkreis eines Dreiecks... Spiegeln von Objekten... Konstruktion von Dreiecken (SSS-Satz)... Satz von Thales... Größe eines Sees...

Wirtschaftswissenschaftliches Prüfungsamt Bachelor-Prüfung Deskriptive Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Wintersemester 2012/13

Skalenniveaus =,!=, >, <, +, -

Angewandte Statistik mit R. Eine Einführung für Ökonomen und

Philipp Sibbertsen Hartmut Lehne. Statistik. Einführung für Wirtschafts- und. Sozialwissenschaftler. 2., überarbeitete Auflage. 4^ Springer Gabler

Inhaltsverzeichnis. Vorwort. Abbildungsverzeichnis. Tabellenverzeichnis. 1 Einleitung Gegenstand Aufbau 4

Verlauf Material LEK Glossar Lösungen. Vom Mittelwert zur Ausgleichsgeraden interessante Entdeckungen bei eigenen statistischen Erhebungen

I. Deskriptive Statistik 1

y = y = 2'500 Darstellung in Grafik: P 2 (800 2'500) x (Stk) 1'000

Einführung in die Statistik

Übungsblatt 9. f(x) = e x, für 0 x

Statistik für Ökonomen

Hinweis: Es sind 4 aus 6 Aufgaben zu bearbeiten. Werden mehr als 4 Aufgaben bearbeitet, werden nur die ersten vier Aufgaben gewertet.

Kapitel 1: Deskriptive Statistik

Wolfgang Kohn Riza Öztürk. Statistik für Ökonomen. Datenanalyse mit R und SPSS. 3., überarbeitete Auflage. 4^ Springer Gabler

Statistik I. Aufgabe 1

Wirtschaftswissenschaftliches Prüfungsamt Bachelor-Prüfung Deskriptive Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung Wintersemester 2010/11.

Inhaltsverzeichnis. Robert Galata, Sandro Scheid. Deskriptive und Induktive Statistik für Studierende der BWL. Methoden - Beispiele - Anwendungen

Rechnen mit Funktionen welche 7 Punkte ich können muss

Anwendungsaufgaben. a. Anhand des Streudiagramms (. Abb. 1) lässt sich ein linearer Zusammenhang vermuten. Aufgabe 1. Anhang 1: Lösungen der Aufgaben

Uwe Hassler. Statistik im. Bachelor-Studium. Eine Einführung. für Wirtschaftswissenschaftler. ^ Springer Gabler

Inhalt. I. Deskriptive Statistik Einführung Die Grundgesamtheit Merkmale und Verteilungen Tabellen und Grafiken...

Empirische Wirtschaftsforschung

Herzlich Willkommen. GeoGebra für Anfänger

Statistik für Betriebswirte 1 Probeklausur Universität Hamburg Wintersemester 2018/ Dezember 2018

Zufallsvariablen. Diskret. Stetig. Verteilung der Stichprobenkennzahlen. Binomial Hypergeometrisch Poisson. Normal Lognormal Exponential

Einführung in die Statistik

Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung

Klausur zu Methoden der Statistik I (mit Kurzlösung) Wintersemester 2012/2013. Aufgabe 1

Vorname: Nachname: Matrikel-Nr.: Klausur Statistik

Einführung 17. Teil I Kopfüber eintauchen in die Statistik 23. Kapitel 1 Kategoriale Daten zusammenfassen: Häufigkeiten und Prozente 25

Brückenkurs Statistik für Wirtschaftswissenschaften

Häufigkeiten. Verteilungen. Lageparameter Mittelwert. oder

4. Kumulierte Häufigkeiten und Quantile

5 Exkurs: Deskriptive Statistik

Zusammenfassung: diskrete und stetige Verteilungen. Woche 4: Gemeinsame Verteilungen. Zusammenfassung: diskrete und stetige Verteilungen

Bestimmte Zufallsvariablen sind von Natur aus normalverteilt. - naturwissenschaftliche Variablen: originär z.b. Intelligenz, Körpergröße, Messfehler

Übungsblatt zur 2. PC Übung - Handout

Arbeitsbuch zur deskriptiven und induktiven Statistik

Hochschule Darmstadt FB Mathematik und Naturwissenschaften. Statistik. für Wirtschaftsingenieure (B.Sc.) Sommersemester 2017

JosefPuhani. Kleine Formelsammlung zur Statistik. 10. Auflage. averiag i

Umkreis eines Dreiecks

Mathematik für Naturwissenschaften, Teil 2

Ausführliche Lösungen zu ausgewählten Aufgaben von ÜB 5 und 6. Streudiagramm

Übungen zur Vorlesung Statistische Methoden Kapitel 1-2

Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 4

Übung 1: Einführung, grafische Darstellung univariater Datensätze

Kai Schaal. Universität zu Köln

Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis VII Erst mal locker bleiben: Es f angt ganz einfach an! Keine Taten ohne Daten!

Inhaltsverzeichnis. 2 Kurzbeschreibung von SPSS Der SPSS-Dateneditor Statistische Analysen mit SPSS DieDaten...

Kenngrößen von Zufallsvariablen

13 Mehrdimensionale Zufallsvariablen Zufallsvektoren

Funktionen gra sch darstellen

Biomathematik für Mediziner, Klausur WS 1999/2000 Seite 1

Inhaltsverzeichnis. Teil I Einführung

1 Wahrscheinlichkeitsrechnung. 2 Zufallsvariablen und ihre Verteilung. 3 Statistische Inferenz. 4 Hypothesentests. 5 Regression

Statistik Probeprüfung 1

Assoziation & Korrelation

Assoziation & Korrelation

Lösungsvorschläge zur Klausur Beschreibende Statistik und Wirtschaftsstatistik (Sommersemester 2013)

Statistik Klausur Wintersemester 2013/2014 Hamburg, BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN!

Statistik für Ingenieure Vorlesung 3

1 x 1 y 1 2 x 2 y 2 3 x 3 y 3... n x n y n

Wohnungen (2)* Aufgabennummer: B_424. Technologieeinsatz: möglich erforderlich T

Kreisdiagramm, Tortendiagramm

Übung 3 im Fach "Biometrie / Q1"

Transkript:

Skriptteufel Klausurworkshop Statistik Teil 1 - Handout 01.07.2016 1

Inhalt Sieben Aufgabentypen mit Lösungsweg Häufigkeiten Regression (2 Typen) Dichte und Verteilungsfunktionen Beweise Lösungswege für die Beweise sind von der Tafel abzuschreiben 01.07.2016 2

Aufgabentyp 1 geg.: Graphik und Merkmalsdefinitionen ges.(meist): Angabe der Merkmalsart In statistischer Def. angegebene Häufigkeiten Berechnung und Interpretation bedingter Häufigkeiten Berechnung und Interpretation eines beliebigen Maßes (meist Streuung oder Assoziation) (Anwendungsfrage) 01.07.2016 3

Lösungswege 1. Erstelle Kontingenztabelle aus der Graphik a) Version 1: absolute Häufigkeiten in der Graphik gegeben -> Abschreiben der Daten b) Version 2: Bedingte Häufigkeiten im Kreisdiagramm gegeben mit Angabe der Randhäufigkeiten für ein Merkmal -> Multiplikation der bed. Häufigkeiten mit Randhäufigkeit ergibt gemeinsame Häufigkeit c) Version 3: Kombination aus beiden Typen -> Übernehmen der bekannten absoluten Zahlen mithilfe der relativen Angaben Lücken auffüllen 01.07.2016 4

Lösungswege 2. Ermitteln der gefragten Häufigkeiten mithilfe der Kontingenztabelle 3. Bedingte Häufigkeiten Formulierung: 01.07.2016 5

Lösungswege 4. Maße: a) Streuung: Zunächst benötigte Häufigkeiten in einer Excelzeile aufschreiben. Dann =1-Quadratesumme(Wert1;Wert2; ). Für die Normierung =Ergebnis/(1-1/Anzahl) mit Anzahl= Anzahl der Merkmalausprägungen b) Assoziation: a) Indifferenztabelle erstellen, hier auf die Fixierung der Zellen achten! b) Hilfstabelle erstellen =Quadrat(alter Wert- Indifferenzwert)/Indifferenzwert c) =Summe(alle Werte der Hilfstabelle)/n Teilen durch n nur bei absoluten Werten, bei relativen nicht nötig d) Normierung: Merkmal mit geringerer Anzahl an Ausprägungen auswählen, dann =Wurzel(Ergebnis/Anzahl-1), Anzahl= Anzahl der Ausprägungen des gewählten Merkmals c) Interpretation: Meist Vergleich von zwei Maßen oder Frage nach stat. Unabhängigkeit (nur dann, wenn Kontingenzmaß = 0) 01.07.2016 6

Lösungswege 5. Verschiedene Fragetypen: a) Gegeben stat. Unabhängigkeit: Welche Aussagen sind wahr? Formelsammlung!!!! b) Gegeben stat. Unabhängigkeit: Frage nach einer hypothetischen gemeinsamen Häufigkeit -> Berechnung wie bei Indifferenztabelle 01.07.2016 7

Aufgabentyp 7 (Varianz/Kovarianz Beweis) 01.07.2016 8

Aufgabentyp 3 (Regression) geg.: Datenwerte für X und Y, mit Y=a 0 +a 1 X ges.: (Mittelwert, Varianz für X und Y berechnen) a 0,a 1 bestimmen, Bestimmtheitsmaß bestimmen Werte interpretieren Neue Werte für X und Y auf Basis der Gerade schätzen 01.07.2016 9

Lösungswege 1. Daten in Exceltabelle übertragen a) =Mittelwert(Wert1;Wert2; ) b) =Varianzen(Wert1;Wert2; ) c) =Kovar(Matrix1;Matrix2) 2. Punktdiagramm erstellen a 0, a 1, R 2 ablesen a) Daten markieren b) Einfügen -> Punktdiagramm c) Rechtsklick auf Datenpunkt -> Trendlinie -> Haken bei Linear, Trendlinie im Diagramm anzeigen, Bestimmtheitsmaß im Diagramm anzeigen 01.07.2016 10

Lösungswege 3. Interpretation a) a 0 : Wert den Y annimmt, wenn X=0 ist b) a 1 : Zuwachs(oder Abnahme) von Y, wenn X um 1 steigt c) R 2 : Maß für die Güte der Anpassung der Gerade zwischen 0 und 1 je näher an 1, desto besser die Anpassung 4. Werte schätzen a) Gefragt nach Y: Setze gegebenes X in Y=a 0 +a 1 X ein und rechne Y aus b) Gefragt nach X: Setze gegebenes Y in X= (Y-a 0 )/a 1 ein und rechne X aus 01.07.2016 11

Aufgabentyp 4 (Regression) geg.: a 0, a 1, R 2 und Y=a 0 +a 1 X ges.: Gerade einzeichnen Interpretation der Koeffizienten Bezug zu Korrelationskoeffizienten und Kovarianz 01.07.2016 12

Lösungsweg 1. Koordinatenkreuz zeichnen (sinnvolle Beschriftungen wählen) a) a 0 auf der y-achse eintragen b) Beliebigen(möglichst einfach: 1, 10, 100) Wert für X einsetzen, Y ausrechnen, Wertepaar einzeichnen c) Beide Punkte verbinden -> fertig 2. Siehe letzter Aufgabentyp 3. Bezüge a) VZ der Kovarianz= VZ des Korrelationskoeffizienten = VZ von a 1 b) Korrelationskoeffizient²=Bestimmtheitsmaß c) Korrelationskoeffizient gibt Richtung und Stärke an (wg Normierung zwischen -1 und 1) d) Kovarianz gibt nur die Richtung an (bzw. Stärke auch, aber nicht vergleichbar) e) Achtung: Aus Unkorreliertheit folgt NICHT Unabhängigkeit! 01.07.2016 13

Aufgabentyp 5 (Regression Beweistyp 1) 01.07.2016 14

Aufgabentyp 6 (Regression Beweistyp 2) 01.07.2016 15

Aufgabentyp 2 (Dichte & Verteilung) geg.: meist vier Graphiken: 1 Dichte & 3 Verteilung oder andersherum ges.: Zusammengehörige Graphiken Wert für Median oder gewisse Quantile Gewisse Wahrscheinlichkeiten Interpretation zu Mittelwert und Median 01.07.2016 16

Lösungswege 1. Betrachten der Graphiken: a) Graph der VF schnell an 1, kaum Veränderung am Ende -> DF am Anfang groß, dann schnell abfallend, klein am Ende b) Graph der VF wenig Veränderung am Anfang, erst am Ende zur 1 -> DF am klein, dann rasch ansteigend, groß am Ende c) Graph der VF relativ gleichmäßig Steigung -> DF wie eine Konstante d) Graph der VF lange nah an 0, schnelle Steigung, dann lange nah an 1 -> DF Glockenkurve, Mittelpunkt da, wo die schnelle Steigung ist 01.07.2016 17

Lösungswege 2. Verteilungsfunktion nehmen (oder, falls Dezilein Dichtefunktion eingezeichnet sind, Dichtefunktion) a) Median: a) VF: an der vertikalen Achse 0,5 markieren, zum Graph gehörigen Punkt auf der horizontalen Achse ist der Median b) DF: 5. Dezilmarkieren, zugehöriger Wert auf der horizontalen Achse ist der Median b) Quantile: analog, nur anstatt 0,5 bzw. 5. Dezil entsprechend anpassen! 01.07.2016 18

Lösungswege 3. mehr als, weniger als, mind., höchst. in der Aufgabenstellung -> VF benutzen a) mehr als x : x auf der horizontalen Achse markieren, Wert an der vertikalen Achse ablesen, dann: 1- Wert b) weniger als x : x-1 auf der horizontalen Achse markieren, Wert an der vertikalen Achse ablesen fertig. c) mind. x : x-1 markieren, Wert ablesen, dann: 1-Wert d) höchst. x : x markieren, Wert ablesen fertig. 4. genau, gerade in der Aufgabenstellung: -> DF benutzen: Wert auf horizontaler Achse markieren, vertikalen Wert ablesen fertig. 5. Achtung bei stetigen DF oder VF: a) Mind. = mehr als b) Höchst = weniger als c) Wahrscheinlichkeit eines exakten Punktes = 0! 6. zwischen x und y VF benutzen: weniger als y/höchst. y weniger als x/höchst x rechnen je nach dem, ob x und y mit einbezogen werden sollen oder nicht! 01.07.2016 19

Lösungswege 1. Typische Frage: Der Mittelwert ist geringer als der Median richtig oder falsch? 2. Überprüfe DF: Linkssteil oder rechtsteil? a) DF Linkssteil Median <Mittelwert b) DF rechtsteil Median > Mittelwert c) DF symmetrisch Median Mittelwert 01.07.2016 20