Stationär bis ambulant

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Transkript:

Stationär bis ambulant

Gliederung (1) Aktuelle Wohnalternativen für Menschen mit Behinderung (2) Wünschenswerte Änderungen im Bereich des Wohnens für Menschen mit Behinderung (3) Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt

Aktuelle Wohnalternativen für Menschen mit Behinderung Derzeit haben Menschen mit Behinderung meist nicht die Möglichkeit ihren Wohnwunsch selbstbestimmt zu verwirklichen. Viele Menschen mit Behinderung haben nur die Wahl zwischen ambulanten und stationären Wohnformen und selbst dies ist meist immer noch von der Schwere der Beeinträchtigung abhängig. Ambulant Stationär

Aktuelle Wohnalternativen für Menschen mit Behinderung Folge: Menschen mit Behinderung erhalten nicht gleichberechtigt die Möglichkeit ihr Grundbedürfnis des selbstbestimmten Wohnens zu verwirklichen. Oft kommt zusätzlich hinzu, dass es fast unmöglich ist eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt zu erhalten. Zum Einen sind die Wohnungen meist nicht barrierefrei bzw. rollstuhlgerecht und zum Anderen stehen immer noch Vorurteile der Wohnungsanmietung im Weg.

Wünschenswerte Änderungen im Bereich des Wohnens für Menschen mit Behinderung Menschen mit Behinderung sollten nicht mehr nur auf stationäre oder ambulante Wohnformen angewiesen sein. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Wohnformen nicht mehr benötigt werden! Die individuellen Fähigkeiten, Ressourcen aber auch Einschränkungen müssen jeweils betrachtet werden um den Menschen mit Behinderung den Wunsch des selbstbestimmten Wohnens zu ermöglichen. Dies setzt auch voraus, dass es vielleicht nicht möglich ist, dem Wunsch des beeinträchtigen Menschen vollkommend zu erfüllen.

Wünschenswerte Änderungen im Bereich des Wohnens für Menschen mit Behinderung Für Menschen mit Behinderung soll der Zugang zu verschiedenen Wohnformen erleichtert werden. Hierzu braucht es neben Ideen der Organisationen auch Unterstützung von Seiten der Kostenträgern. Denn jeder Mensch ist eine eigene Persönlichkeit und besticht durch seine Individualität, egal ob mit oder ohne Behinderung. Diese Eigenschaften können aber nur Beachtung finden, wenn alle Menschen annähernd die gleiche Wohnvielfalt beanspruchen können. Im Zentrum steht schließlich lich der Mensch und nicht die Behinderung!

Wünschenswerte Änderungen im Bereich des Wohnens für Menschen mit Behinderung Priorität hat somit der Mensch mit seinen Wünsche und Bedürfnisse. Dies schließt nicht automatisch die bisherigen ambulanten und stationären Wohnformen aus. Nötig ist jedoch eine Angebotserweiterung. Dabei gibt es schon ganz unterschiedliche Ideen zu den bis dato lediglich die nötigen Finanzierungswege fehlen. Eine denkbare Möglichkeit ist die Personenzentrierte Hilfeleistung. Die gewählte Wohnform ist hierbei nur zweitrangig von Bedeutung.

Wünschenswerte Änderungen im Bereich des Wohnens für Menschen mit Behinderung Personenzentrierte Hilfeleistungen Paarwohnen Wohngemeinschaften Einzelwohnen Plus Hausgemeinschaften Einzelwohnen Stationäre Wohngruppen

Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt Unsere Ziele -die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft von Menschenmit Behinderung zu fördern - Unterstützung, Begleitung und Interessenvertretung von Menschen, die aufgrund einer Behinderung besondere Aufmerksamkeit für die Gestaltung eines selbst bestimmten alltäglichen Lebens benötigen -vielfältige Wohnmöglichkeiten schaffen -Barrieren für Menschen mit Behinderung in der Region 10 abzubauen und neue Wege der Inklusion zu gehen

Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt Teilhabe für Menschen mit Behinderungen ist kein Geschenk und keine Gnade, sondern ein Menschenrecht! (Hubert Hüppe - Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen) Rechtlicher Grundsatz Das inklusive Wohnprojekt stützt sich auf den Artikel 19 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, die besagt, dass Menschen mit Behinderung.. gleichberechtigt die Möglichkeit haben [müssen], ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben. Sie dürfen nicht auf eine besondere Wohnform verpflichtet sein."

Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt Zielgruppe Inklusion zu leben, braucht eine bunte Vielfalt an Persönlichkeiten. In diesem Projekt stehen die Türen für Menschen mit Behinderung, ambulant betreute Wohngruppen, stationäre Wohngruppen, sozialbenachteiligte Personen, Studenten, Großfamilien, Menschen mit Migrationshintergrund und Senioren offen. Jedem Bewohner muss bewusst sein, was es bedeutet in einem inklusivem Wohnhaus zu wohnen. Es fordert Offenheit, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen aus bisherigen Randgruppen.

Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt Raumumfang Das inklusive Wohnprojekt beinhaltet folgende Wohnflächen: Ca. 20 Einzimmer- bzw. Eineinhalbzimmerwohnungen mit ca. 35-45 m² -wobei vier Einzimmerwohnungen zusammen eine Hausgemeinschaft ergeben können 12 Zweizimmerwohnungen mit ca. 50-60 m² 5 Dreizimmerwohnungen mit ca. 70-80 m² Ca. 2 Fünfzimmerwohnung mit ca. 180-185 m² Das inklusive Wohnprojekt beinhaltet folgende Nutzflächen: Mehrzweckraum rollstuhlgerechtes Bistro Gemeinschaftsraum evtl. eine Therapiepraxis

Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt Mögliche Wohnformen Hausgemeinschaften, Gruppen von bis zu vier Personen erhalten die Möglichkeit individuelle und personenbezogene Hilfen in Anspruch zu nehmen. Die Gruppenmitglieder wohnen in Einzimmerwohnungen und teilen sich einen Sozialraum. Wohngemeinschaften, Gruppen von bis fünf zu Personen, die zusammen in einer fünf Zimmerwohnung leben. Einzelwohnen sog. Paarwohnen bzw. kleine Wohngemeinschaftenin Zweizimmerwohnungen FamilienwohnenMöglichkeit des Wohnens in einer drei oder fünf Zimmerwohnung mit der Familie.

Modellprojekt Inklusives Wohnen in Ingolstadt mögliche Angebote für ambulanter Betreuungsdienst Förderung der Gemeinschaft durch z.b. Spielenachmittage und Grillabende rollstuhlgerechtes Bistro bzw. Cafè organisierte Nachbarschaftshilfe großer Mehrzweckraum verwandelbar in 2 kleiner durch stabile Trennwand zur Nutzung ein vielfältiges Kursangebot in Kooperation mit der VHS Ingolstadt, einen Jugenddienst, Der Dienst gibt Jugendlichen die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und dadurch Vorurteile abzubauen. Mögliche Arbeitsfelder, die frei nach Interesse gewählt werden können sind Einkaufshilfe, Fahrradwerkstatt, Gartenhilfe, Reparaturservice, Wohlfühlstudio. Hausnotruf Die Aktivierung des Notrufdienstes liegt im Ermessen der Bewohner. Die nötigen technischen Anforderungen sind in jeder Wohnung vorhanden.

Vorplanungsskizze EBE + AUSFELDER Architekten + Stadtplaner

Erdgeschoss

1. Obergeschoss 1. Obergeschoss

Manuela Kornprobst 0841-49313-106 kornprobst@hollerhaus-in.de