Das Job Characteristics Model Anwendung auf den Beruf des Offiziers der Bundeswehr Eine Studie im Fach Organizational Behaviour im Studiengang Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr München
Einstieg Ich sehe mit Sorge, dass die Stimmung in der Truppe schlechter wird und Leistungsbereitschaft, Motivation und Berufszufriedenheit leiden.
Einleitung Zielsetzung Ziel ist es, mit Hilfe des Job Characteristics Model (JCM) und des Job Diagnostic Survey (JDS) zu ermitteln ob der Offizierberuf motivationsfördernd ist. Dieses Ziel soll erreicht werden durch: die Definition zentraler Begriffe der Arbeit sowie die theoretische Aufarbeitung des JCM und des JDS, die Anwendung des JDS auf den Offizierberuf, die Verdichtung des Ergebnisses in Form des Motivating Potential Score (MPS) und die anschließende Überprüfung des Ergebnisses anhand der ermittelten intrinsischen Motivation als Kontrollgröße, die Analyse von Unterschieden innerhalb dreier Vergleichsgruppen und der Diskussion der Ergebnisse.
Agenda Einstieg und Einleitung Theoretische Grundlagen der Studie Definitionen Job Characteristics Model Job Diagnostic Survey Das Job Diagnostic Survey in der Anwendung auf den Offizierberuf Rahmenbedingungen Ergebnisse der Studie Diskussion Schluss
Theoretische Grundlagen der Studie Definitionen Motivation Motivation entsteht dann, wenn eine Person mit Anregungsbedingungen der umgebenden Situation konfrontiert wird, die in ihr ganz bestimmte Motive 1 aktivieren, die wiederum Verhaltensintentionen auslösen Intrinsische Motivation Intrinsisch motiviertes Handeln befriedigt durch die Handlung selbst, während extrinsisch motiviertes Handeln Befriedigung nur im Erreichen eines Endzustandes oder in den Begleitumständen der Handlung findet. 2 Wunsch, deshalb an etwas zu arbeiten, weil es interessant, anregend, aufregend, befriedigend d oder eine persönliche Herausforderung ist. 3 1 Lutz von Rosenstiel (2007). Grundlagen der Organisationspsychologie. i (6. Auflage). Stuttgart: tt t Schäffer-Poeschel h Verlag. S. 240-241. 241 2 Lutz von Rosenstiel (2007).Grundlagen der Organisationspsychologie. (6. Auflage). Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag. S. 243. 3 Stephen P. Robbins (2001). Organisation der Unternehmung. (9. Auflage ). München: Pearson Studium. S. 169.
Theoretische Grundlagen der Studie Job Characteristics Model Erlebniszustände Aufgaben- merkmale Arbeits- ergebnisse Anforderungsvielfalt Ganzheitlichkeit der Aufgabe Bedeutsamkeit der Aufgabe Autonomie Rückmeldung Erlebte Bedeutsamkeit der Arbeit Erlebte Verantwortlichkeit für die Erg. Wissen um die Ergebnisse der Arbeit Intrinsische Motivation d. Arbeit Zufriedenheit mit der persönlichen Entfaltung Moderatoren Allgemeine Arbeitszufriedenheit Arbeitseffektivität Quelle : Eigene Darstellung nach Hackman / Oldham (1980).
Theoretische Grundlagen der Studie Job Characteristics Model Aufgaben- merkmale Anforderungsvielfalt Ganzheitlichkeit der Aufgabe Bedeutsamkeit der Aufgabe Anforderungsvielfalt X Ganzheitlichkeit der Aufgabe 3 X Bedeutsamkeit der Aufgabe = MPS Autonomie X Autonomie X Rückmeldung Rückmeldung Quelle : Eigene Darstellung nach Hackman / Oldham (1980). Motivating Potential Score (MPS) als Essenz Essenz des JCM
Theoretische Grundlagen der Studie Job Diagnostic Survey Macht Variablen messbar Job Diagnostic Survey In Form eines Fragebogens Näheres im Anwendungsteil Operationalisiert das JCM Quelle : Eigene Darstellung.
Agenda Einstieg und Einleitung Theoretische Grundlagen der Studie Definitionen Job Characteristics Model Job Diagnostic Survey Das Job Diagnostic Survey in der Anwendung auf den Offizierberuf Rahmenbedingungen Ergebnisse der Studie Diskussion Schluss
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Rahmenbedingungen Das Sample und dessen Einteilung: Vergle eichsgrup ppen A B C Geschlecht Teilstreitkraft Dienstgrad Frauen Männer 1 2 Luftwaffe 3 Heer 4 Leutnant 5 Oberleutnant 6 Per rsonenkr reise Quelle : Eigene Darstellung
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Rahmenbedingungen Der Fragebogen:
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Ergebnisse der Studie Gesamtbetrachtung: Ausprägung 6 55 5,5 5 4,5 4 3,5 3 Der Beruf des Offiziers der Bundeswehr besitzt Motivationspotenzial MPS gesamt 70,47 MPS [1, 216]
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Ergebnisse der Studie Intrinsische Motivation als Kontrollgröße: Der ermittelte durchschnittliche Wert für intrinsische Motivation liegt bei 4,574 [1, 6] Bedeutsamkeit der intrinsischen Motivation wird noch unterstrichen durch die in der Erhebung ggeringste g ermittelte Standardabweichung (σ = 0,920) stärker ausgeprägte Einigkeit der befragten Personen über diesen Sachverhalt Die auf Grundlage des ermittelten MPS getroffene Aussage, der Offizierberuf sei motivationsfördernd, ist somit zutreffend
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Ergebnisse der Studie Vergleichsgruppe A: Geschlecht Ausprägung 6 55 5,5 5 4,5 4 3,5 3 Frauen Männer MPS Frauen 65,06 MPS Männer 73,13
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Ergebnisse der Studie Vergleichsgruppe B: Teilstreitkraft Ausprägung 6 5,5 5 4,5 4 3,5 Luftwaffe Heer 3 MPS Luftwaffe 64,70 MPS Heer 73,03
JDS in der Anwendung auf den Offizierberuf Ergebnisse der Studie Vergleichsgruppe C: Dienstgrad Ausprägung 6 5,5 5 4,5 4 3,5 3 Leutnant Oberleutnant MPS Leutnant 68,21 MPS Oberleutnant 72,65
Agenda Einstieg und Einleitung Theoretische Grundlagen der Studie Definitionen Job Characteristics Model Job Diagnostic Survey Das Job Diagnostic Survey in der Anwendung auf den Offizierberuf Rahmenbedingungen Ergebnisse der Studie Diskussion Schluss
Diskussion Vergleichsgruppe C: Dienstgrad Ausprägung 6 5,5 5 45 4,5 4 3,5 Leutnant 3 Oberleutnant
Diskussion Vergleichsgruppe A: Geschlecht Ausprägung 6 55 5,5 5 4,5 4 3,5 3 Frauen Männer
Diskussion Vergleichsgruppe B: Teilstreitkraft Ausprägung 6 5,5 5 4,5 4 3,5 Luftwaffe Heer 3
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Schluss Fazit Anwendbarkeit von JCM und JDS auf den Offizierberuf? Als mit Einschränkungen möglich zu beurteilen. Ausblick: Forschungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf derzeitigen Transformationsprozess Durchführung des JDS unter Einbezug aller Dienstgradgruppen der Offiziere und aller Teilstreitkräfte der Bundeswehr. Einführung einer Vergleichsgruppe D: Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten und Vergleich des Motivationspotenzials gemessen anhand des MPS.