Losfertigung vs. Einzelstückfluss

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1 Losfertigung vs. Einzelstückfluss Arbeit mit großen Losgrößen Warteschlangen lange DLZ durch Lager und Puffer Reduzierung der Losgrößen + Erhöhung der Frequenz bringt Arbeit mehr zum Fließen Kontinuierliche Reduzierung der Losgrößen führt zu Einzelstückfluss + minimaler DLZ

2 Fließ-Prinzip Die Zielsetzung des Einzelstückflusses ist die Reduzierung der Durchlaufzeit durch Reduzierung der Umlauf- und Pufferbestände. Pufferbestände Pufferbestände DLZ 30 Min. Prozess A: 10 Min. Prozess B: 10 Min. Prozess C: 10 Min. DLZ 12 Min.

3 2 1 Mitarbeiter 1.2 Fließ-Prinzip One-Piece-Flow-Montagesystem (U-Zelle/Chaku-Chaku-Linie) nput Einzelteil/Rohteil Output U-Zelle mit einem Mitarbeiter und fünf Verarbeitungsschritten, flächen- und wegeoptimiert als U- Zelle angeordnet. 5 4 Prozessschritte folgen unmittelbar aufeinander, kein Aufbau von Pufferbeständen. 3

4 Logistikprozesse Milkrun-System enbündelung mit dem Milkrun-System Kunde Kunde Jeder liefert einzeln in seiner entsprechenden Losgröße an. Der Kunde holt die benötigten Stückzahlen im getakteten Milkrun in nur einer Lieferung ab.

5 SMED Rüstzeitoptimierung Rüstzeit und Rüstaufwand Rüstzeit (RZ) Die Rüstzeit ist die Zeit vom Produktionsende des letzten Gutteils eines Produkts bis zum ersten Gutteil (unter Serienbedingungen) des nächsten Produkts. Der Rüstprozess umfass deshalb nicht nur das Auswechseln von Form- und Bearbeitungswerkzeugen, sondern auch Auslaufzeit, Geschwindigkeitsverlust, Qualitätsverlust, Kontrollzeit, Zeit zum Testen usw. Rüstbeginn Rüstzeit Rüstende Produktion Produkt A letztes Gutteil erstes Gutteil Produktion Produkt B Je geringer die Rüstzeit, desto besser ist der Fluss in der Produktion. Es kann sinnvoll sein, kürzere Rüstzeiten (Dauer) durch größeren Rüstaufwand (Anzahl der Mitarbeiter im Rüstprozess) sicherzustellen.

6 SMED Bedeutung des Rüstens (1/2) Möglichkeiten zur Reduktion des Rüstanteils seltener Rüsten Möchte man seltener rüsten, so muss man die Losgrößen erhöhen. Erhöht man die Losgrößen, so steigen die Lagerbestände. Steigen die Lagerbestände, so steigt die Verschwendung. Steigt die Verschwendung, so steigen die Kosten überproportional. schneller Rüsten Je schneller das Rüsten, desto kleiner die Losgröße, desto geringer die Lagerbestände, desto höher die Flexibilität, desto kürzer die Durchlaufzeiten, desto geringer die Kosten. Um durch kleinere Losgrößen flexibler und effizienter zu werden, muss man schneller rüsten können.

7 SMED Bedeutung des Rüstens (2/2) Früher Sie können jede Farbe aussuchen, wenn es nur Schwarz ist. (Henry Ford) hohe Varianten- und Modellvielfalt Heute kurze Lieferzeiten rasche Produkterneuerung Herkömmliche Produktion große Stückzahlen ohne konkrete Anforderung große Fertigungslose seltene Rüstzeiten geringe Varianz und geringe Flexibilität hohe Bestände eine benötigte Menge zum jeweils richtigen Zeitpunkt produzieren kleine Fertigungslose häufige kurze Rüstzeiten Bestände niedrig ( null )

8 1.4 Zieh-Prinzip Wertstromanalyse Aufbau (Skizze) Zulieferung Hersteller XYZ wöchentliche Bestellung 14-tägig Produktionsplanung Steuerung und nformationsflüsse wöchentlich wöchentlich wöchentliche Bestellung Kunde Muster Stück/Woche Rohstoff 1 10 Tage Rohstoff 2 10 Tage Rohstoff 3 10 Tage Gießen Gießen Fräsen Fügen Montage Verpacken Versand 5 Tage 2 Tage 2 Tage ZZ = 50 Sek. ZZ = 40 Sek. ZZ = 80 Sek. ZZ = 40 Sek. ZZ = 180 Sek. ZZ = 65 Sek. RZ = 5 Min. RZ = 5 Min. Arbeitsschritte (inkl. Verknüpfung und quantitativer Beschreibung) RZ = 5 Min. Fräsen ZZ = 30 Sek. RZ = 10 Min. 14-tägig 2 Tage RZ = 10 Min. 2 Tage 2 Tage 3 Tage Durchlauf-/Bearbeitungszeit 10 Tage 5 Tage 2 Tage 2 Tage 2 Tage 2 Tage 3 Tage 50 Sek. 40 Sek. 80 Sek. 40 Sek. 180 Sek. 65 Sek. RZ = Ø RZ Ø= Wertstromquotient 26 Tage 455 Sek.

9 1.4 Zieh-Prinzip Funktionsweise des Behälter-Kanban Schaffen Sie in hrem Wertstrom einen Anfangs-Pull durch die Freigabe und Entnahme kleiner, gleichmäßiger Arbeitsportionen am Schrittmacherprozess (Produktionsvolumen ausgleichen). Pitch = Taktzeit Behältergröße Beispiel: 30 Sek. 20 Stück = 10 Min. (Bedarf für eine AZ von 10 Min.) Schrittmacherprozess A B C Ausgleichskasten/ Heijunka-Box 2 Kanban ablegen in Ausgleichskasten (Zyklus in jedem Pitch wiederholen) 1 Kanban signalisiert Entnahme aus Supermarkt Kundenanforderung Versand Bestellung löst Versand aus 3 eine Pitch- 4 Einheit nehmen Fertigteile zum Supermarkt/Versand bringen

10 1.4 Zieh-Prinzip Nivellierung und Glättung: die Kennzahl EPE EPE = S i (Rüstzeit i) Nettoarbeitszeit pro ZE Verfügbarkeit S i (Kundenbedarf i pro ZE Zykluszeit i) (EPE = Every Part Every ntervall) i = alle Produkte geplante Stillstände ungeplante Stillstände verfügbare Zeit zum Rüsten A Rüsten A Rüsten B Rüsten C Rüsten D B C D Arbeitszeit pro Tag Nettoarbeitszeit pro Tag Verfügbare Zeit pro Tag Laufzeit pro Tag Je kleiner der EPE-Wert, desto flexibler die Produktion!

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