Wissenschafts- und Technikforschung

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1 sofid Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst Wissenschafts- und Technikforschung

2 Wissenschafts- und Technikforschung

3 Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst sofid

4 Wissenschafts- und Technikforschung Band 2010/1 bearbeitet von Dietrich Lohmeyer GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften 2010

5 ISSN: Herausgeber: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Abteilung Fachinformation für die Sozialwissenschaften bearbeitet von: Dietrich Lohmeyer Programmierung: Siegfried Schomisch Druck u. Vertrieb: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Lennéstr. 30, Bonn, Tel.: (0228) Printed in Germany Die Mittel für diese Veröffentlichung wurden im Rahmen der institutionellen Förderung von GESIS durch den Bund und die Länder gemeinsam bereitgestellt GESIS. Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere ist die Überführung in maschinenlesbare Form sowie das Speichern in Informationssystemen, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Einwilligung des Herausgebers gestattet.

6 Inhalt Vorwort...7 Sachgebiete 1 Wissenschafts- und Technikphilosophie 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik Ethik und Verantwortung in Wissenschaft und Technik Wissenschafts- und Technikgeschichte 2.1 Wissenschaft, Technik: Einzel- und Gesamtstudien Institutionen, Wissenschaftler Sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung 3.1 Theorie Wissenschafts- und Technikssystem: Strukturen und Prozesse; quantitative Wissenschaftsforschung; Evaluationsforschung Forschung, Organisation; Hochschulen und Hochschulwesen/-system allgemein; Spinoff Hochschule: Lehre Hochschule: Absolventen (Verbleib, Arbeitsmarkt, wissenschaftlicher Nachwuchs, akademische Berufsgruppen) Wissenschaft/Technik und Frau Wissenschaft/Technik und Lebenswelt (Verwendungsforschung, Experten/ Expertensysteme, Verwissenschaftlichung/ Technisierung, Alltag) Wissenschaft/Technik und Öffentlichkeit (Risiko, Sozialverträglichkeit, Akzeptanz; Wissenschaftsjournalismus) Wissenschaft/Technik und Gesellschaft Wissenschaft/Technik und Wirtschaft (Industrieforschung/ FuE, außeruniversitäre Forschung; Innovation; großtechnische Systeme) Wissenschaft/Technik und Arbeitsmarkt/Beruf Wissenschaft/Technik und Politik (Wissenschafts-, Forschungs-, Technologie-, Hochschulpolitik; Wissenschafts- und Techniksteuerung, Technologietransfer, internationale Beziehungen) Technikgenese, -entwicklung, -folgen Transformation; internationale Wissenschaftsbeziehungen, -reformen und Vergleiche; Internationalisierung, Globalisierung...179

7 Register Hinweise zur Registerbenutzung Personenregister Sachregister Institutionenregister Anhang Hinweise zur Originalbeschaffung von Literatur Zur Benutzung der Forschungsnachweise...225

8 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 Vorwort 7 Vorwort zum sofid Wissenschafts- und Technikforschung GESIS bietet mit dem Sozialwissenschaftlichen Fachinformationsdienst (sofid) zweimal jährlich aktuelle Informationen zu einer großen Zahl spezieller Themenstellungen an. Jeder sofid hat sein eigenes, meist pragmatisch festgelegtes Profil. Gewisse Überschneidungen sind deshalb nicht zu vermeiden. Quelle der im jeweiligen sofid enthaltenen Informationen sind die von GESIS produzierten Datenbanken SOLIS (Sozialwissenschaftliches Literaturinformationssystem) sowie SOFIS (Forschungsinformationssystem Sozialwissenschaften bisher FORIS). Die Datenbank SOLIS stützt sich vorwiegend auf deutschsprachige Veröffentlichungen, d.h. Zeitschriftenaufsätze, Monographien, Beiträge in Sammelwerken sowie auf Graue Literatur in den zentralen sozialwissenschaftlichen Disziplinen. In SOLIS ist bei einigen Hinweisen unter Standort eine Internet-Adresse eingetragen. Wenn Sie mit dieser Adresse im Internet suchen, finden Sie hier den vollständigen Text des Dokuments. Wesentliche Quellen zur Informationsgewinnung für SOFIS sind Erhebungen in den deutschsprachigen Ländern bei Institutionen, die sozialwissenschaftliche Forschung betreiben. Zur Meldung neuer Projekte steht unter permanent ein Fragebogen zur Verfügung. Literaturhinweise sind durch ein "-L" nach der laufenden Nummer gekennzeichnet, Forschungsnachweise durch ein "-F". Im Gegensatz zu Literaturhinweisen, die jeweils nur einmal gegeben werden, kann es vorkommen, dass ein Forschungsnachweis in mehreren aufeinander folgenden Diensten erscheint. Dies ist gerechtfertigt, weil Forschungsprojekte häufig ihren Zuschnitt verändern, sei es, dass das Projekt eingeengt, erweitert, auf ein anderes Thema verlagert oder ganz abgebrochen wird. Es handelt sich also bei einem erneuten Nachweis in jedem Falle um eine aktualisierte Fassung, die Rückschlüsse auf den Fortgang der Arbeiten an einem Projekt zulässt. * * * Die thematische Spannweite des vorliegenden sofid Wissenschafts- und Technikforschung orientiert sich am Selbstverständnis der Community. Sie ist dementsprechend in drei Hauptkapitel gegliedert, in denen Wissenschaft und Technik stets als zusammengehörige Sachverhalte verstanden sind: Wissenschaftsphilosophie (Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik, Ethik u.a.), sofern sie nicht als (rein) philosophisches Geschäft betrieben wird, sondern (auch) die unhintergehbaren sozialen Bedingungen reflektiert.

9 8 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 Vorwort Wissenschafts- und Technikgeschichte, sofern sozialwissenschaftliche Erklärungs- oder Systematisierungsansätze geboten werden. Bei Wissenschaftlern als Personen und bei Institutionen werden auch rein biographische bzw. deskriptiv-historiographische Studien zugelassen. Schließlich im eigentlichen Sinne sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung, sei sie empirisch, sei sie theoretisch. Wo es angezeigt scheint, werden auch Stellungnahmen, Auseinandersetzungen mit politischen Programmen und dergleichen aufgenommen. Einige Themenkomplexe werden bewusst ausgespart: Dazu gehören etwa Medienwirkungen. Ebenso fehlen die vielen eher (betriebs-)wirtschaftlichen Studien zu neuen Technologien, zu Forschung und Entwicklung oder zum Wissenstransfer.

10 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie 9 1 Wissenschafts- und Technikphilosophie 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik [1-L] Bertilsson, Thora Margareta: Peirce's theory of inquiry and beyond: towards a social reconstruction of science theory, (Studies in sociology : symbols, theory and society, Vol. 5), Frankfurt am Main: P. Lang 2009, 236 S., ISBN: INHALT: "About a decade ago, an antagonistic debate on the 'science war' arose on both sides of the Atlantic. At issue was how far the social sciences could intervene in disentangling the practice of science. The debate has now calmed down, but has by no means been solved. As a continuation of the antagonism that once haunted the advocates of Karl Popper against those of Thomas Kuhn, versions of this animated debate are likely to arise again. In this light, the theory of inquiry once launched by Charles S. Peirce may prove valuable. Despite early efforts by, amongst others, Karl-Otto Apel and Jürgen Habermas, Peirce's theory of inquiry remains largely unknown in the social sciences. It is the aim of this publication - the bulk of which was written long ago as a doctoral thesis -to place Peirce's theory of inquiry in the centre of social science theory." (author's abstract) [2-L] Kröll, Friedhelm: Einblicke: Grundlagen sozialwissenschaftlicher Denkweisen, (Edition Sozialwissenschaften, Bd. 2), Wien: Braumüller 2009, VIII,212 S., ISBN: INHALT: Die vorliegende Einführung in die "Grundlagen der Sozialwissenschaften" erfolgt in drei Schritten: In einem ersten Schritt werden in knapper, exemplarischer Form sozialwissenschaftliche Erkenntnisstrategien (Objektivismus, Positivismus, Evolutionstheorie, Strukturfunktionalismus, Pragmatismus, Sozialkonstruktivismus, Phänomenologie, Kommunikationstheorie) die derzeit innerhalb der Science Community virulent sind, vorgestellt. Es wird davon ausgegangen, dass innerhalb der gesellschaftlichen Wirklichkeit "Sozialwissenschaften heute" diese Erkenntnisstrategien, Ansätze und Gegenstandsbestimmungen, Traditions- und Forschungslinien sich häufig überschneiden, gelegentlich gar sich durchkreuzen. In einem zweiten Schritt wird die Eigenart des sozialwissenschaftlichen Gegenstandsbereichs im Lichte eines von Anbeginn der Sozialwissenschaften schwelenden Spannungsverhältnisses, das stets wieder in offenen Streit eskaliert ist, verdeutlicht. Die chronische Streitfrage lautet: Sollen sich die Sozialwissenschaften am Vorbild der (experimentellen) Naturwissenschaften oder am Leitbild der (Sinn verstehenden) Geisteswissenschaften orientieren? Diese Gegenüberstellung, gelegentlich Frontstellung, kehrt bekanntlich auf erkenntnistheoretisch-methodologischer Ebene wieder im Streitmodell: Erklären versus Verstehen. In einem dritten Schritt werden ausgewählte sozialwissenschaftliche Schlüsselbegriffe (Handeln, Norm, Verhalten, Institution, Kultur, Struktur, Funktion, Macht, Herrschaft, Konflikt, Wandel) expliziert. (ICA2)

11 10 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie [3-L] Kurt, Ronald: Hermeneutik: Die Kunstlehre des (Nicht-) Verstehens, in: Boike Rehbein (Hrsg.) ; Gernot Saalmann (Hrsg.): Verstehen, Konstanz: UVK Verl.-Ges., 2009, S INHALT: Der erste Satz der allgemeinen Hermeneutik Schleiermachers lautet: "Die Hermeneutik beruht auf dem Factum des Nichtverstehns". Sie beginnt dort, und sie endet auch dort, weil "das Nichtverstehen sich niemals gänzlich auflösen lässt" und damit das Verstehen "eine unendliche Aufgabe ist". Bei der "Geburt der Hermeneutik aus dem Geist der Romantik" kam mit dem Verstehen also auch zugleich das Nichtverstehen zur Welt. Verstehen und Nichtverstehen sind Zwillinge. Vom Nichtverstehen wollte man jedoch lange Zeit nichts wissen. Schon Schleiermacher vernachlässigte das Nichtverstehen zugunsten eines "völligen Verstehens". Der vorliegende Beitrag rekonstruiert im Anschluss an Schleiermacher, den Begründer der Hermeneutik als eigenständiger wissenschaftlicher Disziplin, und Dilthey und Gadamer das methodische Problem des Verstehens. Diese Tradition verführte für den Autor zu "Allmachtsphantasien und zu der Neigung, in wütender Selbstüberschätzung alles und jedes zu verstehen". Nach diesem "Furor des Verstehens" nun im Gegenzug mit Levinas und Waldenfels das Nichtverstehen zu verabsolutieren, führt zum anderen Extrem: zur Unmöglichkeit des Verstehens. Die Ausführungen zeigen, dass beide Ansätze das Verstehen verfehlen: der letztgenannte durch die Annahme radikaler Differenz bzw. Alienität (Andersheit, die auf Ungleichheit beruht), der romantische durch die Voraussetzung von Identität bzw. Alterität (Andersheit, die auf Gleichheit/Ähnlichkeit beruht). (ICA2) [4-L] Lindemann, Gesa: Das Konzept der Emergenzkonstellation als Ausgangspunkt für Vergleichsmöglichkeiten von Theorien, (Diskussionspapiere / Arbeitsgruppe Soziologische Theorie, ), Oldenburg 2008, 4 S. (Graue Literatur; INHALT: Die Unterscheidung zwischen emergenten Phänomenen und den konkreten Aktivitäten und Erwartungen der Akteure Ego-Alter-Tertius findet sich in der einen oder anderen Weise in fast jeder soziologischen Theorie. Das Konzept der Emergenzkonstellation versucht diesen impliziten Konsens innerhalb der soziologischen Theoriebildung auf eine abstrakte Weise zu formulieren. Der Beitrag erörtert die These, dass es einen abstrakten Vergleichsmaßstab gibt, auf den sich die verschiedenen soziologischen Theorien beziehen lassen. Die Emergenzkonstellation unterscheidet zwischen zwei Ebenen: (1) Individuelle Akteure, die Erwartungen ausbilden und handeln. (2) Auf der Grundlage dieser Beziehung entsteht eine Ordnung, die das Erwarten und Handeln der Akteure strukturiert. Wenn man eine solche Emergenzkonstellation als Bezugspunkt für einen Vergleich wählt, werden an die verschiedenen Theorien folgende Fragen gestellt: Erstens, wie wird die Konstellation zwischen Ego/Ich und Alter/Du und (gegebenenfalls) Tertius/Dritter konzipiert? Zweitens, wie wird das Verhältnis zwischen den jeweiligen Ego-Alter-Tertius-Aktivitäten/Erwartungserwartungen und der emergenten Ordnung gedacht? Das Entscheidende ist, dass es in jeder soziologischen Theorie immer beides gibt: (1) Ego-Alter-Tertius-Aktivitäten/Erwartungserwartungen, die wechselseitig aufeinander bezogen sind. (2) Die emergente Ordnung, durch die diese Aktivitäten und Erwartungs- Erwartungen strukturiert werden. Man findet diese beiden Aspekte sowohl in Handlungstheorien (Weber, Schütz, Ethnomethodologie, Rational Choice) als auch in Systemtheorien (Parsons, Luhmann). (ICG2)

12 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie 11 [5-L] Meidl, Christian N.: Wissenschaftstheorien für SozialforscherInnen, (UTB, 3160), Wien: Böhlau 2009, 320 S., ISBN: INHALT: Der vorliegende Band konzentriert sich auf die reflexiven Momente der Wissenschaftstheorie in den letzten Jahrzehnten, d. h. die um Kritik und Weiterentwicklung der Methodenlehre bemühten erkenntnistheoretischen Debatten. Dieser Entscheidung liegt die Beobachtung zugrunde, dass im Bereich der Methodenlehre eine gewisse Stagnation eingetreten zu sein scheint, während sich die erkenntnistheoretische Kritik der Sozialwissenschaften gegenwärtig sehr lebendig und kontrovers ausnimmt. Die Methoden-Debatte scheint im Positivismusstreit der 1960er Jahre stehen geblieben zu sein und nur zwei diametral gegenläufige Optionen für die Sozialwissenschaft bereitzuhalten: Sozialwissenschaft nach dem Muster der vermeintlich objektiven Naturwissenschaften oder aber eine vornehmlich als Gesellschaftskritik auftretende und betont normative Form. Weniger bekannt sind die differenzierten Argumente und Lösungsvorschläge, die ab der Mitte des vorigen Jahrhunderts im Rahmen des Linguistic Turn, Pragmatismus, Naturalismus, der philosophischen Postmoderne und des Konstruktivismus ins Spiel gebracht wurden. Der vorliegende Band versucht, diese "dritten Wege" und mögliche praktische Konsequenzen für die Sozialwissenschaften in überschaubarer Form zugänglich zu machen. (ICI2) [6-L] Rehbein, Boike; Saalmann, Gernot (Hrsg.): Verstehen, Konstanz: UVK Verl.-Ges. 2009, 196 S., ISBN: INHALT: "Verstehen gehört zu den Grundbegriffen der Geistes- und Sozialwissenschaften. Nachdem er rund zwei Jahrhunderte im Zentrum der Methodendiskussion gestanden hatte, verlor er in den letzten Jahrzehnten seine zentrale Bedeutung, ohne dass die Diskussion einen Abschluss gefunden hätte. Dieser Band will die Diskussion um den Begriff des Verstehens wieder aufnehmen. Zwei Themen verbinden sich zum roten Faden, der durch die Beiträge des Bandes führt: Gegenstand und Methode des Verstehens." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Boike Rehbein, Gernot Saalmann: Einleitung (7-18); Unterscheidungen: Rüdiger Bittner: Verstehbare Dinge (19-24); Wolfgang Köhler: Selbst- und Fremdverstehen (25-42); Boike Rehbein: Verstehen in den Sozialwissenschaften (43-60); Traditionen: Heike Kämpf: Aspekte und Perspektiven exzentrischen Verstehens (61-70); Ronald Kurt: Hermeneutik: Die Kunstlehre des (Nicht-) Verstehens (71-92); Andreas Vasilache: Das interkulturelle Verstehen im Anschluss an Foucault (93-116); Methodologisches: Werner Kogge: Gibt es Techniken des Verstehens? ( ); Jan Kruse: Indexikalität und Fremdverstehen: Problemfelder kommunikativer Verstehensprozesse ( ); Jens Loenhoff: Kommunikation und Verstehen im interkulturellen Kontext ( ); Anwendungen: Markus Bandur: Musik hören - Musik verstehen. Konstruktivistische Perspektiven ( ); Gernot Saalmann: Verstehen können und verstehen wollen ( ). [7-L] Rehbein, Boike: Verstehen in den Sozialwissenschaften, in: Boike Rehbein (Hrsg.) ; Gernot Saalmann (Hrsg.): Verstehen, Konstanz: UVK Verl.-Ges., 2009, S

13 12 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie INHALT: Im alten Methodenstreit um Erklären und Verstehen stand die Psychologie im Zentrum, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Sprache. Mit dem Interesse an der sprachlichen Dimension des Sozialen (linguistic turn) trat um die Jahrhundertwende das Interesse an den Begriffen Erklären und Verstehen in den Hintergrund. Der vorliegende Beitrag fasst zunächst einige wichtige Ergebnisse des Streits zusammenfassen. Die Zusammenfassung kreist um den Begriff des Verstehens und seine alte Konfrontation mit dem Begriff des Erklärens. Im Anschluss an das komplexe Verhältnis beider Begriffe wird die Rolle des Verstehens in den Sozialwissenschaften erörtert, indem mehrere Arten und Gegenstände des Verstehens unterschieden werden. Abschließend wird ein Horizont für die künftige Diskussion um das Verstehen eröffnet. Dabei beschränkt sich der Autor auf eine Art des Verstehens, nämlich das Verstehen von Menschen. Es wird gezeigt, dass diese Art des Verstehens eine mindestens ebenso große Bedeutung für eine Ethik hat wie Verständigung nach Gadamer und Habermas. Der vorgeschlagene Zusammenhang von Verstehen und Verständigung eröffnet die Möglichkeit, dass man lernt, ohne sich anzupassen, und dass man sich verständigt, ohne eine Einigung zu erreichen. Genau das ist der Zweck von Verstehen. Verstehen kann uns neue Gegenstände sehen lehren, ein neues Dasein eröffnen und eine Basis für Verständigung sein. (ICA2) [8-L] Schielke, Sabine: Gleichgewichtsübungen: methodische Überlegungen zur Balance von Theorie und Empirie, in: Jan Rohwerder (Hrsg.) ; Christian Volk (Hrsg.): Junge politikwissenschaftliche Perspektiven : Dokumentation der Aachener Herbstgespräche, Hamburg: Kovac, 2009, S INHALT: Die Verfasserin behandelt die theorieimmanente Verarbeitung und normative Einordnung empirischer Beobachtung. Sie geht von dem kritischen Befund aus, dass auf Grund der starken Vorannahmen der meisten demokratietheoretischen Entwürfe die Bewertung einer empirischen Sachlage - hier das Problem der demokratischen Lösbarkeit bioethischer Fragen - durch die Wahl eines bestimmten Theorieansatzes bereits vorentschieden ist. Die Verfasserin sucht in der Auseinandersetzung mit Jürgen Habermas, John Rawls und Archon Fung nach einem Theoriebegriff, der empirische Beobachtungen als gleichberechtigt ansieht und diese konstitutiv für den Theoriebegriff selbst verarbeitet. Sie diskutiert ein "Pragmatisches Gleichgewichtsmodell", das Theorie und Empirie in eine Balance bringt und die Schwachstellen von Theorien aufdeckt. (ICE2) [9-L] Searle, John R.: Die Angst vor Wissen und Wahrheit: über Relativismus und Konstruktivismus, in: Merkur : deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, Jg. 64/2010, H. 1 = H. 728, S (Standort: USB Köln(38)-AP4481; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: Der Relativismus hat eine lange Tradition in der Kultur- und Geistesgeschichte und tritt in verschiedenen Formen auf: zum Beispiel als Relativismus gegenüber Wissen und Wahrheit, moralischen Werten, ästhetischer Qualität und kulturellen Normen. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht eine Studie von Paul Boghossian, die eine kritische Auseinandersetzung vor allem mit dem Relativismus gegenüber Wissen und Wahrheit ist. Ihr Grundgedanke lautet, dass Ansprüche auf objektive Wahrheit und objektives Wissen tatsächlich nur relativ zu einer Reihe von kulturellen Einstellungen oder einer anderen subjektiven Weise der

14 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.1 Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie 13 Weltwahrnehmung gültig sind. Außerdem können dem Relativismus zufolge miteinander unvereinbare Aussagen "gleiche Gültigkeit" haben. Es kann keine universell gültigen Wissensansprüche geben. Die gegenwärtig einflussreichste Form des Relativismus ist der Sozialkonstruktivismus, den Boghossian als eine Tatsache versteht, die eine gesellschaftlich konstruierte Tatsache ist, die nur dann, wenn es notwendig, wahr ist. Der Sozialkonstruktivist ist bemüht, Konstruktionen da zu entlarven, wo niemand sie vermutet hätte, wo etwas, was in Wirklichkeit wesentlich gesellschaftlich ist, sich als etwas Naturgegebenes maskiert. (ICF2) [10-L] Wolbring, Gregor: Die Konvergenz der Governance von Wissenschaft und Technik mit der Governance des "Ableism", in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 2, S (www.itas.fzk.de/tatup/092/wolb09a.pdf) INHALT: "Die alten Griechen verwendeten den Begriff 'techné', um die Konvergenz von bestimmten Disziplinen, Fähigkeiten und Wissen zu bezeichnen. In diesem Sinn befasst sich dieses Papier mit der Konvergenz von Disziplinen wie Natur- und Technikwissenschaften einerseits und dem zugehörigen Wissen, welche Fähigkeiten von Gesellschaften und gesellschaftlichen Gruppen gewollt werden andererseits; aber gleichzeitig betrifft diese Konvergenz auch die Fähigkeit, Wissenschaft und Technik im Rahmen des Wissens über präferierte Fähigkeiten und des zur Schau gestellten 'Ableism' einzuschätzen. Ableism ist in diesem Kontext ein zentrales Konzept des Autors, das im Verlauf des Aufsatzes näher erläutert wird." (Autorenreferat) 1.2 Ethik und Verantwortung in Wissenschaft und Technik [11-F] Allansdottir, Agnes, Dr.; Torgersen, Helge, Dr.; Wagner, Wolfgang, Prof.Dr.; Hampel, Jürgen, Dr.; Neser, Yilmaz, Prof.Dr.; Allum, Nick, Dr.; Revuelta, Gemma, Dr.; Fischler, Claude, Prof.Dr.; Mejlgaard, Niels, Prof.Dr. (Bearbeitung); Gaskell, George, Prof.Dr. (Leitung): Sensitive Technologies and European Public Ethics (STEPE) INHALT: Das EU-Projekt "STEPE" hat eine doppelte Zielsetzung. Zum einen wurde/ wird im Rahmen des Projekts das Erhebungsinstrument für die im Frühjahr 2010 durchgeführte Eurobarometer-Befragung zur Erforschung der Einstellungen der Europäischen Bevölkerung zum Thema Gentechnik entwickelt und ausgewertet. Zum anderen ist es das Ziel des Projekts, aktuelle und potenziell neue Technikkontroversen international vergleichend zu erforschen. GEOGRAPHISCHER RAUM: alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union inkl. die mit der EU assoziierten Länder METHODE: Das Projekt arbeitet sowohl mit qualitativen als auch mit quantitativen Untersuchungsmethoden. Neben der europaweit repräsentativen Eurobarometer-Befragung, die statistische Analysen erlaubt, werden in den im Projekt beteiligten Ländern Experteninterviews mit Entscheidungsträgern und professionellen Beobachtern durchgeführt. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, offen (Stichprobe: ca. 100; Entscheidungsträger und Experten zur Gentechnik-Politik; Auswahlverfahren: theor.). Standardisierte Befragung, face to face (Stichprobe: ; die Bevölkerung aller Mitgliedsstaaten und asso-

15 14 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.2 Ethik und Verantwortung ziierten Länder der Europäischen Union). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Generaldirektion Forschung INSTITUTION: Universität Stuttgart, Fak. 10 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Institut für Sozialwissenschaften Abt. V Technik- und Umweltsoziologie (Seidenstr. 36, Stuttgart) KONTAKT: Hampel, Jürgen (Dr. Tel ) [12-L] Bogner, Alexander: Ethisierung und die Marginalisierung der Ethik: zur Mikropolitik des Wissens in Ethikräten, in: Soziale Welt : Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis, Jg. 60/2009, H. 2, S (Standort: USB Köln(38)-Haa00943; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: "In diesem Beitrag wird das organisationssoziologische Konzept der Mikropolitik für die Analyse von Ethikexpertise verwendet. Aus dieser Perspektive wird deutlich, dass im Rahmen interdisziplinärer Expertiseproduktion immer auch über die Geltungsansprüche disziplinären Sonderwissens verhandelt wird. In dieser Mikropolitik des Wissens entscheidet sich, wer erfolgreich Expertenstatus behaupten kann. Dies wird am Beispiel nationaler Ethikräte gezeigt. Die ethische Rahmung dieser Expertise führt nun, so die zentrale These, nicht zu einer Privilegierung sondern - im Gegenteil - zu einer Marginalisierung ethischen Wissens. Konstatiert wird damit eine gegenläufige Entwicklung: Während sich auf der Makroebene ein hegemonialer Trend zur Ethisierung wissenschaftlich-technischer Phänomene beobachten lässt, zeigt sich auf der operativen Mikroebene eine relative Marginalisierung der Fachethik." (Autorenreferat) [13-L] Klein, Anne; Waldschmidt, Anne; Korte, Miguel Tamayo: Bioethik im Alltag: die Online-Debatte "1000fragen.de", in: Susanne Dungs (Hrsg.) ; Uwe Gerber (Hrsg.) ; Eric Mührel (Hrsg.): Biotechnologie in Kontexten der Sozial- und Gesundheitsberufe : professionelle Praxen - disziplinäre Nachbarschaften - gesellschaftliche Leitbilder, Frankfurt am Main: P. Lang, 2009, S INHALT: Die Verfasser legen eine empirische Untersuchung zum spezifischen Alltagswissen über biomedizinische Technologien vor. Diese technologische Entwicklung erfordert eine reflexive Einbindung aller Gesellschaftsmitglieder, die über den Diskurs von Fachleuten hinausgeht. Dabei stellt sich die Frage nach der Verknüpfung von wissenschaftlichem Wissen, privater Erfahrung und ethischer Orientierung. Untersucht wird das Internetforum "1000 Fragen zur Bioethik". Die Ausführungen strukturieren sich in die drei Kategorien Subjekt, Ethik und Macht und sind im Prozess des offenen Codierens aus dem Untersuchungsmaterial heraus entstanden. Aufgrund der Wirkungsmacht der Alltagsdiskurse lassen sich Aussagen über die Legitimation der Anwendung neuer Technologien letztlich nur unter Einbeziehung lebensweltlichen und alltäglichen Wissens in seiner Relation zu wissenschaftlichem Wissen machen. (ICE2)

16 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.2 Ethik und Verantwortung 15 [14-L] Lob-Hüdepohl, Andreas: Das Ethische und das Religiöse: zum Selbstverständnis theologischer Ethik in gesellschaftspolitischen Debatten, (Arbeitspapiere des ICEP, 2/2009), Berlin 2009, 12 S. (Graue Literatur; nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101: ) INHALT: "'Als sich Sünde in Schuld verwandelte, ging etwas verloren. Denn mit dem Wunsch nach Verzeihung verbindet sich immer noch der unsentimentale Wunsch, das anderen zugefügte Leid ungeschehen zu machen. Erst recht beunruhigt uns die Unumkehrbarkeit vergangenen Leidens - jenes Unrecht an den unschuldig Misshandelten, Entwürdigten und Ermordeten, das über jedes Maß menschenmöglicher Wiedergutmachung hinausgeht. Die verlorene Hoffnung auf Resurrektion hinterlässt eine spürbare Leere' (Jürgen Habermas). Diese neue Wertschätzung des Religiösen durch Habermas hat nicht wenige überrascht und irritiert. Denn sie erfolgt genau in jener öffentlichen Debatte, in der eine weltanschaulich plurale, weitgehend säkularisierte Gesellschaft leidenschaftlich über die Herausforderungen moderner Biomedizin diskutiert und sich dabei ihrer moralischen Mindeststandards versichert. Der Diskurs über das Religiöse hat auch nicht wenige Theologen und Ethiker 'auf dem falschen Fuß' erwischt. Denn längst hat sich die theologische Ethik daran gewöhnt, in gesellschaftspolitischen Debatten ihr spezifisch religiöses Erbe weitgehend einzuklammern. Um anschlussfähig zu bleiben an die ethischen Diskurse der Kommissionen und Räte, um mitreden zu können im Konzert einer räsonierenden Öffentlichkeit hat sie sich daran gewöhnt, alle religiösen Imprägnierungen aus ihren Redebeiträgen rechtzeitig auszufiltern - in der gut gemeinten Absicht, einer säkular verfassten Gesellschaft keinesfalls das partikulare Erbe einer Religionsgemeinschaft aufzunötigen oder wenigstens Gehör zu finden und nicht allzu schnell wegen des Verdachts auf fundamentalistische Vernunftblockaden des diskursiven Feldes verwiesen zu werden." (Autorenreferat) [15-F] Menke, Christoph, Prof.Dr.phil.; Gosepath, Stephan, PD Dr.; Pollmann, Arndt, Dr. (Bearbeitung); Klein, Eckart, Prof.Dr.jur.; Menke, Christoph, Prof.Dr.phil. (Leitung): Das Recht der Würde INHALT: Die neuesten Entwicklungen im Bereich der modernen Humanmedizin haben zu einer tiefgreifenden Erschütterung unserer Sichtweise auf den Menschen, seine Natur und eben auch auf seine Würde geführt. Inzwischen ist nicht nur unklar, was genau den Inhalt des Menschenwürdebegriffs ausmacht, sondern ob tatsächlich jedem Mitglied der menschlichen Gemeinschaft Würde und entsprechend deren Schutz zuzuerkennen ist, wie es Artikel 1 Absatz des Grundgesetzes zu fordern scheint. Auf der Tagung wurden die vielfältigen Konsequenzen eines sich augenscheinlich wandelnden Würdebegriffs für unser Grund- und Menschenrechtsverständnis insgesamt ergründet und erörtert. VERÖFFENTLICHUNGEN: Fewer, Andreas; Rothhaar, Markus: Das Recht des Menschen und die Medizin: 60 Jahre Genfer Gelöbnis und Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. in: MenschenRechtsMagazin (ISSN ), Jg. 13, 2008, H. 2, Themenschwerpunkt: Medizin und Menschenrechte, S Fewer, Andreas: Medizingeschichte, Ethik und Menschenrechte: vom Nürnberger Ärzteprozeß zum Genfer Gelöbnis. in: ebd., S Furtmayr, Holger; Fewer, Andreas: Das Istanbul-Protokoll und die Dokumentation von Folter. in: ebd., S ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft

17 16 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.2 Ethik und Verantwortung INSTITUTION: Universität Potsdam, MenschenRechtsZentrum (August-Bebel-Str. 89, Potsdam) KONTAKT: Institution (Tel , Fax: , [16-L] Oellers, Claudia; Wegner, Eva: Does Germany need a (new) research ethics for the social sciences?, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 86), Berlin 2009, 12 S. (Graue Literatur; INHALT: "This paper evaluates the German, UK, and US approaches to dealing with research ethics in the social sciences. It focuses 1) on the extent to which these research ethic frameworks protect the key rights of research subjects and 2) the extent to which they take into account the methodology and approaches used in social science and do not simply emulate those of the natural sciences. The U.S. approach stands for a highly regulated, and partly bureaucratic, approach where the ethics review is modeled on the methodology of natural sciences. In the UK, in contrast, a social science research ethics framework has been developed that remedies some of these shortcomings. It is implemented through pressure from funding institutions and aims to respond to the needs of social science research. The German social science ethics framework consists of non-binding codes of conduct, guidelines about good scientific practice, and ethic codes of the German professional associations and funding institutions. We find that ethical behavior in Germany is most typically understood as ethical behavior towards the peers. We recommend the establishment of a new research ethics framework for the social sciences in Germany modeled on the UK's." (author's abstract) [17-L] Paquez, Anne-Sophie: Quand la science défie les tabous : analyse comparée de la "résistance" des tabous liés á l'embryon en Allemagne et en France, in: Ingrid Streble (Hrsg.) ; Amélie Sandoval (Hrsg.) ; Daniel Mirsky (Hrsg.): Verboten, verschwiegen, ungehörig? : ein Blick auf Tabus und Tabubrüche, Saarbrücken: Logos-Verl., 2009, S INHALT: Immer wieder machen Fortentwicklungen im Bereich der Naturwissenschaften die Existenz ethisch-moralischer Tabus sichtbar. Dies trifft auch auf die Embryonen- und Stammzellenforschung zu, die einerseits gewaltige therapeutische und wirtschaftliche Hoffnungen weckt, andererseits jedoch auf starke moralische Vorbehalte im Hinblick auf Embryonen, embryonale Stammzellen und deren Nutzung trifft. In Deutschland wie in Frankreich ist die Manipulation des menschlichen Embryos Gegenstand heftiger Debatten, weshalb der jeweilige Gesetzgeber bei seinen Entscheidungen, die untrennbar mit ethischen und moralischen Erwägungen verbunden sind, größte Vorsicht walten lässt. (ICE2) [18-F] Universität Wien: Die Biowissenschaften als Kultur und Praxis neu denken. Eine Pilotstudie zu den Spuren von "Ethik" und "Gesellschaft" in der Genomforschung (GOLD II)

18 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.2 Ethik und Verantwortung 17 INHALT: Die Grundhypothese dieses Projektes ist, dass ethische und gesellschaftliche Überlegungen graduell die momentane Kultur und Praxis der Genomforschung verändern. Ziel des Projektes ist es, die qualitativen Veränderungen, die die neuen Rahmenbedingungen in der Wissensproduktion und der Wissenschaftskultur bewirken, zu identifizieren und besser zu verstehen, sowie nachzuzeichnen in welcher Weise "Gesellschaft" bereits in der Wissenschaft (konkret der Genomforschung) präsent ist. Die Ergebnisse dieser Studie sind im Sinne eines Reflexionsprozesses einerseits für die scientific community von Relevanz, aber auch für die Politik, um die Auswirkungen stärkerer Verbindungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besser abschätzen zu können sowie für die Öffentlichkeit, die der Genomforschung derzeit mit einer gewissen Ambivalenz gegenübersteht. Hier soll unsere Forschung zu einem besseren Verständnis beitragen, dass auch die Grundlagenforschung in vielfältiger Hinsicht nicht mehr an den "Elfenbeinturm" gebunden ist. Weitere Informationen unter gold.uni-graz.at/ abrufbar. METHODE: Methodischer Zugang: Das Projekt ist eine Pilotstudie mit dem Ziel eine erste Anzahl von Schlüsselelementen und -momenten im Forschungsprozess zu identifizieren, in denen soziale und ethische Überlegungen sichtbar werden. Ein weiteres zentrales Ziel ist, Methoden zu entwickeln mit denen diese Prozesse erforscht und sichtbar gemacht werden können. Konkret kombiniert diese Pilotstudie biographische Interviews mit innovativen Methoden der Erforschung und Visualisierung von Kooperationsmustern im wissenschaftlichen Feld. Außerdem werden Gruppendiskussionen als Feedbackinstrument sowie zur Validierung der ersten Ergebnisse dienen. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: GEN-AU Büro für Wissenschaftskommunikation, Wien FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Universität Wien, Fak. für Sozialwissenschaften, Institut für Wissenschaftsforschung (Sensengasse 8-10, 1090 Wien, Österreich) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , [19-L] Weber, Karsten: New methods in human subjects research: do we need a new ethics?, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 80), Berlin 2009, 13 S. (Graue Literatur; INHALT: "Online surveys and interviews, the observations of chat rooms or online games, data mining, knowledge discovery in databases (KDD), collecting biomarkers, employing biometrics, using RFID technology - even as implants in the human body - and other related processes all seem to be more promising, cheaper, faster, and comprehensive than conventional methods of human subjects research. But at the same time these new means of gathering information may pose powerful threats to privacy, autonomy, and informed consent. Online research, particularly involving children and minors but also other vulnerable groups such as ethnic or religious minorities, is in urgent need of an adequate research ethics that can provide reasonable and morally justified constraints for human subjects research. The paper at hand seeks to provide some clarification of these new means of information gathering and the challenges they present to moral concepts like privacy, autonomy, informed consent, beneficence, and justice. Some existing codes of conduct and ethical guidelines are examined to determine whether they provide answers to those challenges and/or whether they can be helpful in the development of principles and regulations governing human subjects research. Finally, some

19 18 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 1.2 Ethik und Verantwortung conclusions and recommendations are presented that can help in the task of formulating an adequate research ethics for human subjects research." (author's abstract)

20 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik 19 2 Wissenschafts- und Technikgeschichte 2.1 Wissenschaft, Technik: Einzel- und Gesamtstudien [20-L] Birgmeier, Bernd; Mührel, Eric (Hrsg.): Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n): Positionen, Kontroversen, Perspektiven, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 332 S., ISBN: INHALT: "Die aktuelle Diskussion zur Sozialarbeitswissenschaft lässt viele Fragen der wissenschaftlichen und theoretischen Grundlegung offen. Dieser Umstand ist der vergleichsweise jungen Entwicklungsgeschichte geschuldet sowie der begrifflichen Unschärfe, ob es sich nun um eine Wissenschaft von/für Sozialarbeit und/oder Sozialer Arbeit handeln soll. Des Weiteren ist die Rolle der Bezugswissenschaften diffus und es besteht eine Heterogenität wissenschaftstheoretischer und disziplinärer Positionen, die einzelne Experten zur 'Verwissenschaftlichung' von Sozialer Arbeit favorisieren. Alle Positionen erfordern eine kritische Bestandsaufnahme zu den Theorie(n) der Sozialarbeitswissenschaft, um sie zu analysieren und zu systematisieren und vor allem, um innovative Wege zur theoretischen Fundierung und Identitätsfindung aufzuzeigen." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Einführung: Bernd Birgmeier und Eric Mührel: Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n) (11-16); Hans Pfaffenberger: Gibt es eine Sozialarbeitswissenschaft? (17-26); Teil I: Stand und Entwicklung der Sozialarbeitswissenschaft im System der Wissenschaften - Positionen, Kontroversen und Perspektiven: Richard Sorg: Welches Wissenschaftsverständnis braucht die Sozialarbeitswissenschaft? (29-39); Konrad Maier: Für eine integrative, praktische Wissenschaft Soziale Arbeit (41-52); Herbert Effinger: Begriffe, Bahnsteige und Gebietsansprüche bei der Erklärung und Bearbeitung sozialer Probleme (53-67); Wilfried Ferchhoff: Prozesse der Professionalisierung in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive (69-84); Albert Mühlum: Annäherung durch Wandel. Praxis, Lehre und Wissenschaft Sozialer Arbeit im Kaleidoskop des Alltags (85-93); Antonin Wagner: Social Work as a Social Science Discipline: Some Methodological Considerations (95-100); Heiko Kleve: Postmoderne Sozialarbeitswissenschaft ( ); Werner Obrecht: Probleme der Sozialen Arbeit als Handlungswissenschaft und Bedingungen ihrer kumulativen Entwicklung ( ); Silvia Staub-Bernasconi: Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft ( ); Tilly Miller: Soziale Arbeit als Wissenschaft von Entwicklungsprozessen ( ); Wolfgang Preis: Perspektiven einer Praxeologie Sozialer Arbeit ( ); Ueli Mäder: Soziale Differenzierung im Kontext der Globalisierung ( ); Teil II: Stand und Entwicklung sozialarbeitswissenschaftlicher Theorien im Kontext wissenschafts- und erkenntnistheoretischer Diskurse: Johannes Herwig-Lempp: Theorien sind Werkzeuge ( ); Dieter Röh: Metatheoretische Überlegungen zu einem integrativen Theorieansatz für die Sozialarbeitswissenschaft als Auseinandersetzung mit Tillmanns Modell der Trajektivität ( ); Christian Spatscheck: Use After Reading. Einschätzungen zum Stand der Theorieentwicklung in der Sozialen Arbeit, zu ihren aktuellen Perspektiven sowie den daraus entstehenden Herausforderungen für die Lehre ( ); Wolf Rainer Wendt: Handlungstheorie der Profession oder Theorie der Wohlfahrt? ( ); Bernd Birgmeier: Theorie(n) der Sozialarbeitswissenschaft - reloaded! ( ); Hans-Jürgen Göppner: "Unbegriffene Theorie - begrifflose Praxis" - Sozialarbeitswissenschaft zwischen Wissenschaftstheorie, Programmierung des praktischen Handelns und Adressatennutzen ( ); Eric Mührel: Die Begründung der Sozialarbeitswissenschaft in den Sozialwissenschaften ( ); Jenö Bango: Sozi-

21 20 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik alarbeitswissenschaft in der postmoderenen Wissensgesellschaft ( ); Markus Hundeck: Die Angst vor der Unverfügbarkeit und der Anspruch auf Autopoiesis ( ); Timm Kunstreich: Anmerkungen zu einer dialogischen Sozialwissenschaft ( ); Susanne Dungs: Aporien der Theorieentwicklung Sozialer Arbeit angesichts der "Rückkehr der Natur" ( ); Anton Schlittmaier: Normative Implikationen sozialarbeitswissenschaftlicher Theorien - Diskussionsstand, Vorschläge, Visionen ( ). [21-L] Brunkhorst, Hauke: Vom Völkerrecht (international law) zur internationalen Politik (international relations): einige Vorüberlegungen zur internen und externen Geschichte einer Wissenschaft, in: Manfred Gangl (Hrsg.): Das Politische : zur Entstehung der Politikwissenschaft während der Weimarer Republik, Frankfurt am Main: P. Lang, 2008, S INHALT: Der vorliegende kurze Überblick über die Geschichte des politischen Denkens von der Philosophie zur Wissenschaft beginnt im späten 18. Jahrhundert mit Kant und Hegel. Dann werden die Lernprozesse des Positivismus, Historismus und Soziologismus des 19. Jahrhunderts skizziert und die neuen Erfahrungen beschrieben, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zur Substitution des Staatsrechts durch Internationales Recht, bürgergesellschaftliche Genossenschaftslehre und positivistische Verfassungslehre führen. So wie das Staatsrecht zerfällt auch die Gesellschaftslehre in Politik, Soziologie und Ökonomie. Das Internationale Recht wird im Verlauf des 20. Jahrhunderts genötigt, sich die Arbeit mit realpolitisch orientierten "International Relations" zu teilen, die zuerst in den USA entstehen. (ICE2) [22-F] Deecke, Klara, M.A. (Bearbeitung): Wirtschaftsliberale Politik in Universität und Verwaltung Ausprägungen und Brechnungen am Beispiel Ostpreußens und Vorpommerns INHALT: Die Dissertation beschäftigt sich mit dem Auftreten und der Ausformung liberaler Wirtschaftspolitiktheorie anhand von Policeynormgebung und -wissenschaft in ihren Wechselwirkungen in Preußen und Schwedisch-Pommern (mit den Schwerpunkten Königsberg und Greifswald) zwischen 1785 und Quellengrundlage der Auswertung bilden Normtexte der Verwaltung sowie policeywissenschaftliche Lehrbücher und Fachzeitschriften. Die sich verändernde Auffassung von der "richtigen" Organisation der Volkswirtschaft und der Rolle des Staates dabei wird im Zusammenhang mit dem sich wandelnden Verständnis von "Policey" und ihrer Wissenschaft, der Neukonzeption der Wirtschaftswissenschaft sowie dem Verhältnis von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft untersucht. Das liberale wirtschaftspolitische Konzept, das eine Organisation der Volkswirtschaft durch freie Marktkräfte und einen weitgehenden Verzicht auf staatliche Eingriffe fordert, findet Ende des 18. Jahrhunderts im südlichen Ostseeraum erste Vertreter. Sowohl in der "Policey", d.h. der Verwaltung, die sich auch auf das Wirtschaftsleben erstreckte, als auch an den Universitäten im Rahmen der sog. Kameralwissenschaften (hier vor allem in deren Teilbereich "Policeywissenschaft", die sich als Verwaltungslehre u.a. mit Wirtschaftspolitik befasste) fand dieses Konzept seinen Niederschlag und erfolgte die Auseinandersetzung damit. Von der Obrigkeit erlassene Normen zu wirtschaftlichen Materien (z.b. die preußischen Refomedikte) spiegeln ebenso wie Publikationen kameralwissenschaftlicher Professoren (z.b. von Christian Jakob Kraus in Königsberg) das neue Denken wider. Die untersuchten Jahrzehnte vor und nach der Wende zum 19. Jahr-

22 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik 21 hundert liegen in einer politischen, sozialen und ökonomischen Umbruchsphase, wobei sich das Aufkommen liberaler Wirtschaftspolitiktheorie in diese Prozesse einfügt. Der Wirtschaftsliberalismus ist zugleich Wegbereiter und Resultat des Endes der Ständegesellschaft, des Aufstiegs bürgerlicher Kräfte und der beginnenden Industrialisierung. Er korrespondiert aber auch mit dem Verschwinden der Kameralwissenschaften und dem gleichzeitigen Entstehen des selbständigen Faches Nationalökonomie, mit der Trennung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sowie der zunehmenden Verengung des Begriffs "Policey" von Wohlfahrtsverwaltung auf Sicherheitswahrung. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Ostpreußen, Vorpommern ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Greifswald, Graduiertenkolleg 619 "Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum" (Domstr. 9a, Greifswald) KONTAKT: Bearbeiterin ( [23-F] Dyk, Silke van, Dr.; Lessenich, Stephan, Prof.Dr. (Leitung): Kontinuitäten und Brüche - Tabuisierung und Aufarbeitung : soziologische Wissenschaftsgeschichte aus der Jenaer Perspektive INHALT: Obwohl das Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena als gastgebende Institution des 34. Soziologiekongresses im Herbst 2008 jungen Datums ist und erst 1991 gegründet wurde, ist Jena in die Fachgeschichte eingegangen: Zum einen fand hier 1922 der dritte Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie statt, anlässlich dessen über das Thema "Das Wesen der Revolution" diskutiert wurde. Vor allem aber ist Jena der Ort, an dem im Januar 1934 ein zwar nicht von der DGS autorisiertes, gleichwohl von vielen DGS-Mitgliedern besuchtes, dem nationalsozialistischen System gegenüber dezidiert aufgeschlossenes Soziologentreffen stattgefunden hat. Die Diskussionen rund um dieses Treffen wiederum sind exemplarisch für die Rolle, die die Soziologie im Allgemeinen und die DGS im Besonderen im Nationalsozialismus gespielt haben. Diesen Umstand haben die Projektleiter mit Unterstützung von Prof.Dr. Jan Phillip Reemtsma und des Hamburger Instituts für Sozialforschung zum Anlass genommen, die Geschichte der Soziologie im Kontext der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus in Form einer Ausstellung, einer Videoinstallation sowie einer bearbeiteten Neuauflage der Verhandlungen von 1922 zum Kongressthema zu machen. Im Zentrum des historischen Programms stehen die wissenschaftsgeschichtliche Einordnung der inhaltlichen Diskussionen der 1920er Jahre, die Frage nach inhaltlichen, institutionellen und personellen Kontinuitäten und Brüchen im Übergang von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus und vom Nationalsozialismus zur Nachkriegssoziologie in Ost und West sowie die (Nicht-)Aufarbeitung bzw. Rezeption dieser Geschichte nach Über diese Fragen wurde und wird äußerst kontrovers und heftig gestritten. Tatsächlich ist so manches bis heute im Unklaren und harrt weiterer Recherchen und Analysen. Die Zahl der WissenschaftlerInnen, die sich mit der Geschichte des Faches beschäftigen bzw. sich in dieser Kontroverse zu Wort gemeldet haben, ist klein geblieben über die Jahre, so dass ein Soziologiekongress als geeigneter Ort erscheint, die Geschichte sowie ihre Rezeption und Deutung einem größeren Publikum nahe zu bringen. ZEITRAUM: 1922, 1934, 2008 GEOGRAPHISCHER RAUM: Jena ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur

23 22 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik INSTITUTION: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Soziologie Arbeitsbereich Gesellschaftsvergleich (07737 Jena) KONTAKT: Dyk, Silke van (Dr. Tel , Lessenich, Stephan (Prof.Dr. Tel , [24-F] Eßbach, Wolfgang, Prof.Dr.; Keller, Thomas, Prof.Dr. (Leitung): Discours historique dans l'anthropologie et l'ethnologie de l'entre-deux-guerres INHALT: Die deutsch-französischen Beziehungen der Zwischenkriegszeit lassen sich in Hinblick auf Philosophien und Theorien der Geschichte nicht nur als Konfrontation zweier antagonistischer Konzeptionen von Kultur aufschlüsseln - in der Weise, dass ein differentialistische (kulturalistisch oder sogar rassistisch fundierte) Ideologie auf einen von Franzosen vertretenen Universalismus trifft. Vielmehr findet in der Zwischenkriegszeit auch eine Ausbreitung des historistischen Paradigma statt. Sowohl der an Herder orientierte kulturpluralistische und tendenziell kontingenzfreundliche Historismus als auch der sich auf Gesetzmäßigkeiten berufenden Histori(zi)smus sind zwar unter Ideologieverdacht geraten. Diese Denkformen hätten anti-humanistischen Differentialismen und Determinismen den Weg geebnet. Indes kann dieser Verdacht den langfristigen internationalen Erfolg historistischen Denkens nicht aufhalten - man denke nur an das Aufgreifen historistischen Denkens in der amerikanischen Kulturanthropologie bis hin zu UNESCO-Konzepten. Indizien für die Umformung historistischer Konzepte in einen westlichen Historismus und eine Theorie der Interkulturalität sind jüngste Veröffentlichungen wie Historismus in den Kulturwissenschaften, Westliches Geschichtsdenken, Die Vielfalt der Kulturen. Der Historismus internationalisiert sich nun nicht erst nach Bereits im Europa der Zwischenkriegszeit setzt eine Offensive historistischen Denkens ein. Sie verdankt sich der Krise der liberalen Systeme, die eine Suche nach dem Konkreten auslöst. Jene Suche treibt Intellektuelle unterschiedlichster Couleur um. Die Ausbreitung des Historismus ist indes für die deutsch-angelsächsische Schiene weit besser dokumentiert als für deutsch-französische Verhältnisse. Das Kolloquium will deshalb sowohl die verschiedenen Geschichtstheorien und -philosohien in beiden Ländern aufeinander beziehen als auch den Wissenstransfer der dreißiger Jahre zwischen Deutschland und Frankreich in den Vordergrund rücken. Dabei soll die etwa von Meinecke vorgebrachte Behauptung, der kulturelle Besonderheit überhöhende Historismus sei mit biologistischen Weltbildern unvereinbar, durchaus ernst genommen werden. Die Modernisierungspotentiale jüngerer Historiker zeigen auch andere Möglichkeiten, etwa Alltagsgeschichte, um auf zweifelhafte Weise zwischen 1933 und 1945 politisch tätig zu werden. Aber nicht in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der politischen Kompromittierung, sondern als Sondierung der Tendenzen der Geschichtstheorie soll ein breiteres Spektrum von Suchbewegungen sichtbar gemacht werden: Alltagsgeschichte, Volksgeschichte, Regionalgeschichte, Mentalitätengeschichte, Kritik der historischen Vernunft, dezisionistische Geschichtskonzepte, totalisierende Geschichtsphilosophien. Die Trends sollen dabei nach Möglichkeit auf deutsch-französische Kontexte bezogen werden. Die Spaltung in totalisierende Geschichtsphilosphien und eine anti-hegelianisch-kontingenzfreundliche Orientierung, die sich in der Weimarer Republik vollzieht, findet eine Wiederauflage in französischen Kontexten. So treffen sowohl der kleindeutsch-nationalstaatlich orientierte Historismus von Meinecke als auch Homologien zwischen gesellschaftlicher Situiertheit und Geschichte (historistische Wissenssoziologien) in Frankreich auf Vorbehalte. Die Einwände all jener, die den zur Zukunft hin offenen Verlauf der Geschichte betonen, können auf Diltheys Projekt einer 'dritten Kritik' - derjenigen der historischen Vernunft - zurückkom-

24 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik 23 men. Insbesondere durch Raymond Aron erfolgt ein Transfer des historistischen Projekts. Das Hegel-Seminar von Kojeve spielt hierbei die Rolle eines Katalysators. Es befördert totalisierende und schließende Geschichtsphilosophien und legitimiert Gewalt, die in der 'objektiven' Entwicklung liegt. Aber auch in Frankreich entstehen dezisionistische und polemische Konzepte, die Auswege aus Wertrelativismus und geschichtlicher Kausalität bzw. Fatalität weisen sollen. METHODE: Projekt im Zusammenhang mit dem Laboratoire de Sociologie de la Culture Europeenne (UPRESA 7043), Universite de Sciences Humaines Strasbourg und dem Maison des Sciences de l'homme, Paris; Université de Provence/Aix-Marseille I DATENGEWINNUNG: entfällt VERÖFFENTLICHUNGEN: Keller, Thomas; Eßbach, Wolfgang (Hrsg.): Leben und Geschichte. Anthropologische und ethnologische Diskurse der Zwischenkriegszeit. München: Fink 2006, 390 S. ISBN ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Freiburg, Frankreich-Zentrum (79085 Freiburg im Breisgau) KONTAKT: Leiter ( [25-L] Fischer, Joachim: "Bürgerliche Gesellschaft": Schlüsselbegriff einer soziologischen Theorie nach 1989, in: WestEnd : neue Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. 6/2009, H. 1, S INHALT: Wenn man mit dem Begriff der "bürgerlichen Gesellschaft" in gegenwartsdiagnostischer Absicht operieren will, rekurriert man auf einen Begriff der historischen Soziologie: Die Pointe des Begriffs in gegenwartsdiagnostischer Absicht nach 1989 ist, dass er nicht originell ist, sondern ein historisch bekannter, gesättigter, erlittener Begriff, von dem aus sich die gegenwärtige Gesellschaft begreifen lassen soll. Nur weil er nicht originell ist, lässt sich möglicherweise von ihm her die Gegenwart soziologisch adäquat begreifen. Historisch-soziologisch meint, dass "bürgerliche Gesellschaft" nicht geschichtsphilosophisch verstanden wird, nicht in teleologischer Deutung ihres notwendigen Auftauchens und Wiederverschwindens. Der analytische Vorteil der Kategorie als Schlüsselbegriff der soziologischen Theorie ist in jedem Fall - und das macht sie komplexer als die Theorie des Kapitalismus oder als die Systemtheorie - der, dass sie von vornherein mehrere Ebenen miteinander verklammert, bei der Beobachtung erwartbar macht, nämlich: verschiedene Strukturen und Mechanismen ("bürgerliche Gesellschaft" als Systembegriff), Akteure oder Akteursgruppen (das "Bürgertum" oder "Bürgertümer") und eine Haltung ("Bürgerlichkeit"). Um einen vollen, in sich differenzierten Begriff der "bürgerlichen Gesellschaft" zu erreichen, von dem aus man analytisch operieren kann, muss man theorietechnisch die verschiedenen Begriffstraditionen, die je einen anderen Akzent betont haben, zusammenführen, also eben die westeuropäische Begriffstradition der Bourgeoisie-Gesellschaft (der kapitalistischen Ökonomie), die angelsächsische der Civil Society und den deutschen kulturalistischen Diskurs des Bildungsbürgertums. Der Autor sieht 1989 soziologisch als ein Strukturereignis: Hier kommt es in den ost-mitteleuropäischen Bürgerbewegungen aus einem modernen nicht-bürgerlichen Gesellschaftsprojekt heraus zu einer äußeren Fremdaffirmation der inzwischen in Westeuropa reetablierten bürgerlichen Gesellschaft der Moderne. Die Mitglieder der sozialistischen Sicherheitsgesellschaft verwandeln sich Schritt für Schritt in riskierende Akteure einer bürgerlichen Vergesellschaftung: in der revolutionären Herstellung des öffentlichen Raums ihrer okzidentalen Städte, den Prinzipien

25 24 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik der Assoziationsbildung, dann der Restitution des Privateigentums an Grund und Boden, schließlich der Zulassung riskanter individueller Welt- und Selbstentwürfe in ihrer Vergesellschaftung. (ICF2) [26-F] Klingemann, Carsten, Prof.Dr.habil. (Bearbeitung): Geschichte der Soziologie im Nationalsozialismus INHALT: Historisch und wissenschaftssoziologisch orientierte Bestandsaufnahme der deutschen Soziologie und Sozialforschung im Dritten Reich; universitäre und außeruniversitäre Arbeitsgebiete sozialwissenschaftlicher Forschung und Sozialtechnologie; sozial- und wirkungstheoretische Einordnung der Soziologie im Dritten Reich; Entstehungsbedingungen und historisch-politische Funktionszusammenhänge soziologisch-gesellschaftspolitischer Problembearbeitung (Praxisrelevanz); Professionalisierung und Institutionalisierung der Soziologie. ZEIT- RAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland METHODE: empirisch; historisch; Dokumentation; prozeßproduziert; wissenschaftstheoretisch; Einzelinterview; postalische Befragung; Aktenanalyse (amtliche Statistik, Archivmaterial, Forschungsergebnisse); Grundlagenforschung; Interview; Befragung DATENGEWINNUNG: Persönliches Interview; Postalische Befragung; Aktenanalyse. VERÖFFENTLICHUNGEN: Klingemann, C.: Heimatsoziologie oder Ordnungsinstrument? Fachgeschichtliche Aspekte der Soziologie in Deutschland zwischen 1933 und in: Lepsius, M.R. (Hrsg.): Soziologie in Deutschland und Österreich Opladen Ders.: Reichssoziologie und Nachkriegssoziologie: zur Kontinuität einer Wissenschaft in zwei politischen Systemen. in: Knigge-Tesche, R, (Hrsg.): Berater der braunen Macht. Wissenschaft und Wissenschaftler im NS-Staat. Frankfurt am Main Ders.: "Da bekanntlich die Soziologie unter dem nationalsozialistischen Regime in keiner Weise gefördert wurde...". Max Graf zu Solms' Stellung zur Soziologie im Dritten Reich. in: Fechner, R.; Claas, H. (Hrsg.): Verschüttete Soziologie. Zum Beispiel: Max Graf zu Solms. Berlin Ders.: Empirische Soziologie im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit. in: ZUMA-Nachrichten, Jg. 24, 2000, Ders.: Eine vergleichende Betrachtung der NS-Wissenschaftspolitik gegenüber Altertums- und Sozialwissenschaften. in: Näf, B. (Hrsg.): Antike und Altertumswissenschaft in der Zeit von Faschismus und Nationalsozialismus. Texts and studies in the history of humanities, Bd. 1. Mandelbachtal: Ed. Cicero 2001, 641 S. ISBN Ders.: Wissenschaftliches Engagement vor und nach Soziologie im Dritten Reich und in Westdeutschland. in: Bruch, R. vom; Kaderas, B. (Hrsg.): Wissenschaften und Wissenschaftspolitik. Bestandsaufnahmen zu Formationen, Brüchen und Kontinuitäten im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Stuttgart: Steiner 2002, 476 S. ISBN Ders.: Soziologen in der Ostforschung während des Nationalsozialismus. in: Piskorski, J. u.a. (Hrsg.): Deutsche Ostforschung und polnische Westforschung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik. Osnabrück: fibre-verl Ders.: Soziologen in der Westforschung während des Nationalsozialismus. in: Dietz, B.; Gabel, H.; Tiedau, U. (Hrsg.): Griff nach dem Westen. Die "Westforschung" der völkisch-nationalen Wissenschaften zum nordwesteuropäischen Raum ( ). Münster Ders.: Wissenschaftsanspruch und Weltanschauung: Soziologie an der Universität Jena in: Hoßfeld, U.; John, J.; Lemuth, O.; Stutz, R. (Hrsg.): Kämpferische Wissenschaft. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus. Köln Ders.: Semantische Umbauten im Kleinen Brockhaus von 1949/50 und im Großen Brockhaus der fünfziger Jahre durch die Soziologen Hans Freyer, Arnold Gehlen, Gunther Ipsen und Wilhelm Emil Mühlmann. in: Bollenbeck, G.; Knobloch, C.

26 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik 25 (Hrsg.): Resonanzkonstellationen: Die illusionäre Autonomie der Kulturwissenschaften. Heidelberg Ders: Flüchtlingssoziologen als Politikberater in Westdeutschland. Die Erschließung eines Forschungsgebietes durch ehemalige "Reichssoziologen". in: Bayer, K.; Sparing, F.; Woelk, W. (Hrsg.): Universitäten und Hochschulen im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit. Stuttgart Ders.: Zur Soziologisierung des medizinischen Menschen- und Gesellschaftsbildes im Nationalsozialismus. in: Schagen, U.; Schleiermacher, S. (Hrsg.): "Gesundheitsschutz für alle" und die Ausgrenzung von Minderheiten: historische Beiträge zur Aushöhlung eines gesundheitspolitischen Anspruchs. Berlin Ders.: Soziologie. Vom Ende der Weimarer Republik bis zur frühen westdeutschen Nachkriegszeit. in: Elvert, J. (Hrsg.): Nationalsozialismus und Kulturwissenschaften. Stuttgart: Steiner Ders.: Akademische Vergangenheitspolitik als Selektionsprozess. in: Rehberg, K.-S. (Hrsg.): Die Natur der Gesellschaft. 33. Kongress der Dt. Gesell. für Soziologie, Oktober 2006, Univ. Kassel (CD-Rom im Verhandlungsband). Frankfurt u.a.: Campus Umfangreiche Literaturliste bitte beim Institut anfordern. ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Osnabrück, FB 01 Sozialwissenschaften, Fachgebiet Methodologische Grundlagen der Sozialwissenschaften (Seminarstr. 33, Osnabrück) [27-F] Markert, Michael, M.Sc. (Bearbeitung); Hoßfeld, Uwe, PD Dr. (Betreuung): Der historische Forschungsprozess und das 'Wesen der Naturwissenschaften'. Ausprägungen und Möglichkeiten eines Mediums INHALT: Fragestellungen: Welche Form und Funktion hat die Rede über Fachvergangenheit in naturwissenschaftlichen Schul- und Hochschullehrbüchern? Wie wirken die spezifischen Darstellungen wissenschaftlicher Forschungspraxis auf die 'Anfänger' in einer scientific community? Was für ein Bild von Wissenschaft rufen sie in der Öffentlichkeit hervor (über die schulische Ausbildung? Praxisbezug: Typologisierung von historischen Darstellungen in Ausbildungszusammenhängen und Bewertung dieser aus der Sicht der science education (insbesondere was das Verständnis naturwissenschaftlicher Forschungsprozesse betrifft). METHODE: Ausgehend von vorhandenen Konzepten zu Publika von Naturwissenschaft und moderneren wissenschaftspädagogischen Perspektiven (z.b. Scientific Literacy) unter Zuhilfenahme historiographietheoretischer und -methodischer Arbeiten werden repräsentative Darstellungen von Wissenschaftsgeschichte als Einheiten forschungsprozessbezogener Sinnstiftung qualitativ untersucht. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt DATENGE- WINNUNG: Inhaltsanalyse, offen; Aktenanalyse, offen. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Arbeitsgruppe Biologiedidaktik (Dornburger Str. 159, Jena) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , [28-F] Michl, Susanne, Dr.phil. (Bearbeitung): Emotion und Medizin. Vertrauen im Arzt-Patienten-Verhältnis im 19. und 20. Jahrhundert (Deutschland)

27 26 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik INHALT: Das Arzt-Patienten-Verhältnis ist zweifelsohne kein emotionsneutraler Ort. Im vermeintlich so rationalen Bereich der therapeutischen Praxis wird eine Vielzahl von Emotionen generiert, verhandelt und unterdrückt. Im Projekt liegt der Fokus auf den verändernden Bedingungen von Vertrauensproduktion und deren Wandel im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Einfordern und die Aufrechterhaltung von Vertrauen stehen hier für ein komplexes Emotionsmanagement, das in der therapeutischen Praxis wirksam wird. Wie und vom wem werden Emotionen reguliert, gesteuert, gefördert oder behindert? Welche emotionalen Äußerungen werden als angemessen oder unangemessen eingestuft? Welche Gefühlsregeln und -normen werden aufgestellt und wie wird mit diesen Regeln umgegangen? Im Projekt sollen Emotionen im Arzt-Patienten-Verhältnis in unterschiedlichen sozio-kulturellen Räumen untersucht werden. Dabei liegt der Fokus auf deutschen Ärzten und spezifischen Patientengruppen wie Frauen (Gynäkologie) und Familien (der Hausarzt). Zudem werden im Projekt Vergleichsperspektiven mit anderen europäischen Ländern, vor allem mit Frankreich, gezogen. ZEITRAUM: 19. und 20. Jahrhundert GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Forschungsbereich Geschichte der Gefühle (Lentzeallee 94, Berlin) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [29-L] Rösgen, Petra: Die Institutionalisierung der Sozialpsychologie in der Bundesrepublik Deutschland: eine wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung, (Beiträge zur Sozialpsychologie, Bd. 10), Frankfurt am Main: P. Lang 2008, 276 S., ISBN: INHALT: "Dieses Buch widmet sich der Entwicklung der Sozialpsychologie in der Bundesrepublik Deutschland, einem Thema, das bisher noch nicht Gegenstand psychologiehistorischer Forschung war. Beginnend mit der Darstellung der akademischen Psychologie in der unmittelbaren Nachkriegszeit in den Besatzungszonen werden im ersten Teil die gesamte Situation der Sozialpsychologie in Lehre und Forschung und die Publikationen dieser Zeit behandelt. Im zweiten Teil werden Fakten zur weiteren Fachentwicklung und zu eminenten Figuren der frühen westdeutschen Sozialpsychologie dargestellt, wie Berufungsvorgänge, der 'Fall Hofstätter', die Begründung einer empirischen Sozialpsychologie durch Kripal Singh Sodhi, der für die Sozialpsychologie besonders wichtige Sonderforschungsbereich 24 in Mannheim und die für die Entwicklung der Sozialpsychologie in der Bundesrepublik Deutschland relevanten Zeitschriften und Vereinigungen." (Autorenreferat) [30-L] Schrage, Dominik: Der Konsum in der deutschen Soziologie, in: Heinz-Gerhard Haupt (Hrsg.) ; Claudius Torp (Hrsg.): Die Konsumgesellschaft in Deutschland : ein Handbuch, Frankfurt am Main: Campus Verl., 2009, S INHALT: Der Beitrag geht der Frage nach, welche Ansätze und Beiträge die deutsche Soziologie zur Konsumforschung zwischen 1890 und 1990 hervorgebracht hat. Im Vergleich mit der englischsprachigen Forschung war und ist die Konsumsoziologie insgesamt ein recht vernachlässigtes Gebiet. Gegenwärtig entwickelt sich jedoch ein erweitertes Verständnis der Konsumsoziologie, das mehr umfasst als die empirische Erhebung des sich permanent wan-

28 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik 27 delnden Verbraucherverhaltens - denn solche Erhebungen hat es, unbeschadet des geringen Interesses der akademischen Soziologie am Thema, im vergangenen Jahrhundert kontinuierlich gegeben, vor allem im Bereich der sozialwissenschaftlich verfahrenden Marktforschung. Kennzeichnend für die neueren konsumsoziologischen Arbeiten ist, dass sie bei einer Diagnose der modernen Gesellschaft als "Konsumgesellschaft" ansetzen. Das heißt, der Konsum kommt in ihnen nicht als ein isolierbarer Teilbereich, sondern als ein nahezu ubiquitärer Aspekt der Gegenwartsgesellschaft in den Blick, der auch die verschiedenen Teilgebiete des Faches durchzieht: Von der Politik bis zur Subjektkonstitution, von der Wirtschaft bis zur Medienrezeption und von der Sozialstruktur bis zur Sozialisation reicht. (ICA2) [31-F] Voit, Hartmut, Prof.Dr.phil. (Leitung): Geschichtskultur in der DDR INHALT: Am Beispiel der DDR wird der Umgang mit Geschichte im autoritären Staat auf möglichst vielen Ebenen (Schule, Universität, Öffentlichkeit, Politik) untersucht. Es ergeben sich vor allem folgende erkenntnisleitende Fragen: Warum und wie lässt sich Geschichte politisch instrumentalisieren? Ist Geschichte auch eine "Oppositionswissenschaft"? Wie verhalten sich staatlich verordneter und real gehaltener Geschichtsunterricht in der DDR zueinander? Welche Perspektiven ergeben sich nach 1989 für das historische Forschen und Lernen in Deutschland? Externer Kooperationspartner: Konferenz für Geschichtsdidaktik (Deutschland) e.v. GEOGRAPHISCHER RAUM: DDR ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichte Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte und Didaktik der Geschichte (01062 Dresden) KONTAKT: Institution (Tel , [32-L] Wobbe, Theresa; Hoffmann, Petra: Ein Blick zurück nach vorn: die Fernwirkungen der modernen Geschlechterdifferenzierung ; Forschungspotenziale für die heutige Akademie, in: Gegenworte : Hefte für den Disput über Wissen, 2009, H. 22, S INHALT: In der Studie wird die These vertreten, dass für eine historisch und interdisziplinär vergleichende Wissenssoziologie der Geschlechterdifferenzierung sich verschiedene Anschlüsse bieten, die für die junge und die alte Akademie gleichermaßen instruktiv sein könnten. Eine historische Semantik der Geschlechterdifferenzierung der Wissenschaften des 19. und 20. Jahrhunderts kann die Kosmologien und Naturalisierungen zutage fördern, die bis heute die Konzepte der Gleichstellung sowie die Selbstbeschreibung wissenschaftlicher Organisationen imprägnieren, aber auch in die kognitiven Welten der Disziplinen ausstrahlen. Gerade weil es hierbei nicht einfach um die Fortsetzung einer Tradition geht, sondern zugleich auch um die Aktivierung semantischer Reservoirs, ist eine Erforschung der begrifflichen Fundamente ebenso erhellend, wie flankierende empirische Studien dies versprechen. Mithilfe dichter Analysen ließe sich erschließen, wie und in welchen Kontexten sachfremde Adressierungen mit Blick auf das Geschlecht am Werke sind, während national vergleichende Untersuchungen etwas mehr Licht in die deutsche Wissenschaftslandschaft nach Bologna und nach der

29 28 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.1 Wissenschaft, Technik Exzellenz bringen könnten, um sich von anderen Wissenschafts- und Geschlechterkulturen irritieren zu lassen. So gesehen könnte die Akademie, zumal im Berlin-Brandenburgischen Gelände, ihre reflexive Ausrichtung für die notwendigen Impulse als Zukunftsprojekt stärken. (ICF2) 2.2 Institutionen, Wissenschaftler [33-F] Adamski, Jens, Dr. (Bearbeitung); Tenfelde, Klaus, Prof.Dr. (Betreuung): Ärzte des sozialen Lebens. Die Sozialforschungsstelle Dortmund INHALT: Die 'Sozialforschungsstelle an der Universität Münster, Sitz zu Dortmund' leistete in den 1950er und 1960er Jahren als größte deutsche Einrichtung für die Sondierung sozialer Tatbestände einen impulsgebenden Beitrag zur Formierung und Etablierung der empirischen Sozialforschung. Als Bindeglied zwischen sozialwissenschaftlicher Forschung und öffentlichem Leben verpflichtete sich die Institution bei ihrer Gründung einem dienstleistungsorientierten Forschungsdesign, das einen Beitrag zur Stabilisierung und Harmonisierung der Nachkriegsverhältnisse leisten sollte. Der Fokus der vorgelegten Publikation richtet sich auf die wissenschaftlichen Akteure der Sozialforschungsstelle, die im Hinblick auf ihre Leitbilder, Sozialisationserfahrungen, Netzwerke, Instrumentarien sowie ihr wissenschaftliches Milieu und gesellschaftspolitisches Umfeld hin untersucht werden. Dabei zeigt sich, wie stark ordnungswissenschaftliche Motive, tradierte Denkmuster sowie personelle, institutionelle, inhaltliche und methodische Kontinuitäten die Entwicklung der empirischen Sozialforschung in der Bundesrepublik Deutschland beeinflussten. ZEITRAUM: nach 1945 VERÖFFENTLICHUNGEN: Adamski, Jens: Ärzte des sozialen Lebens. Die Sozialforschungsstelle Dortmund Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen - Schriftenreihe A: Darstellungen, 41. Zugl.: Bochum, Univ., Diss., Essen: Klartext-Verl. 2009, 271 S. ISBN ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Esser Stiftung INSTITUTION: Universität Bochum, Institut für soziale Bewegungen -ISB- (Clemensstr , Bochum) KONTAKT: Mittag, Jürgen (Dr. Tel , [34-L] Brink, Marieke van den; Brouns, Margo; Waslander, Sietske: Does excellence have a gender?: a national research study on recruitment and selection procedures for professorial appointments in The Netherlands, in: Anke Lipinsky (Hrsg.): Encouragement to advance - supporting women in European science careers, Bielefeld: Kleine, 2009, S INHALT: "'Does excellence have a gender?' is the question posed by the authors within the context of their national research study on recruitment and selection procedures for professorial appointments in the Netherlands. The results show that academic disciplines are gendered in different ways, requiring different measures at the institutional and individual levels." (excerpt)

30 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 29 [35-L] Fechner, Rolf (Hrsg.): Ferdinand Tönnies: Schriften und Rezensionen zur Anthropologie, (Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen- Adria-Universität Klagenfurt, Bd. 14), München: Profil-Verl. 2009, 463 S., ISBN: INHALT: "Die Bevölkerungsexplosion in den Industriestaaten und ihre sozialpathologischen Folgen rückten neben bevölkerungshygienischen und eugenischen auch politische Intentionen zur Legitimierung bzw. Aufhebung der Klassengegensätze und sozialen Anomien in den Mittelpunkt allgemeiner Aufmerksamkeit. Dabei drängte sich die Parole 'Kampf ums Dasein' - ein naturwissenschaftliches Grundgesetz - zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Übertragung auf menschliche Gesellschaften und Kulturen als Herrschaftsideologem geradezu auf. Für Tönnies provozierte insbesondere das ideologische Konzept 'Natur', das vornehmlich von medizinisch gebildeten Wissenschaftlern in Zeiten der Wirtschaftskrisen und Großmachtkonkurrenzen auf eugenische Ausleseprozesse fokussiert wurde, eine Klärung der Frage, ob und inwieweit auf Deszendenztheorien beruhende Konzepte zur Deutung der historischen, politischen und sozialen Welt beizutragen vermögen - und damit zum Allgemeinheitsanspruch und zur wissenschaftlichen Legitimität einer Soziologie als Naturwissenschaft." (Autorenreferat) [36-F] Hardtwig, Wolfgang, Univ.-Prof.Dr. (Bearbeitung): Historische Forschung, Lehre und Geschichtsschreibung an der Humboldt-Universität zu Berlin in der SBZ/ DDR zwischen 1945 und 1968 INHALT: Die Geschichtswissenschaft der Berliner (Humboldt-)Universität (HU) war nach 1945 eine der zentralen Institutionen für die Entwicklung und Propagierung eines neuen nationalen und kommunistischen Geschichtsbildes der DDR. Die Universität diente als Hauptausbildungsstätte für zukünftige Fachhistoriker und Geschichtslehrer. Als Institution historischer Forschung und Entstehungsort zahlreicher Geschichtsdarstellungen erarbeitete sich die 'Fachrichtung Geschichte' bis in die 1960er Jahre ein eigenständiges Profil innerhalb der ostdeutschen Fachhistorie. Das Projekt zielt auf einen Beitrag zur Historiographiegeschichte und zur allgemeinen Kulturgeschichte der DDR. Für die Geschichte der SBZ/ DDR dominiert bislang die Betonung einer dramatischen Zäsur mit dem Zusammenbruch von 1945 und dem Aufbau einer 'sozialistischen' Gesellschaft ab Dagegen soll nun das einerseits bewusst inszenierte, andererseits aber auch das unbewusste Fortwirken älterer Konfigurationen des wissenschaftlichen Umgangs mit Geschichte an der HU erforscht werden. Mit der Frage nach Kontinuitäten zwischen deutscher Geschichte vor 1945 und DDR-Geschichte wird ein Beitrag zur 'Historisierung' der DDR geleistet, die im Rahmen der Möglichkeiten einer primär historiographie- und universitätsgeschichtlichen Fragestellung die experimentell und künstlich wirkende Existenz des Teilstaates in den Gesamtverlauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts einbettet. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Berlin, SBZ/ DDR ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Humboldt-Universität Berlin, Philosophische Fakultät I, Institut für Geschichtswissenschaften Lehrstuhl für Neuere Geschichte, insb. 19. Jahrhundert (Unter den Linden 6, Berlin) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , Fax: ,

31 30 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler [37-F] Hardtwig, Wolfgang, Univ.-Prof.Dr. (Bearbeitung): Zwischen den Kulturen - Franz Boas und der transatlantische Wissenstransfer in der Anthropologie, INHALT: Gegenstand des Projektes ist der Wissenstransfer in der Anthropologie zwischen Deutschland und den USA von 1885 bis An der Schnittstelle zwischen Wissenschaftsgeschichte und Kulturtransferforschung wird der Anthropologe Franz Boas ( ), der nach seiner Habilitation in Berlin 1885 in die USA auswanderte, als Mittlerpersönlichkeit untersucht. Anhand exemplarischer Fallstudien zu zentralen Debatten und Institutionen soll die Entstehung der boasianischen Kulturanthropologie als Folge eines transatlantischen Wissenstransfers analysiert werden. Es wird gefragt, wie Franz Boas, gegen den Widerstand der amerikanischen scientific community, als Grenzgänger zwischen deutscher und amerikanischer Wissenschaftskultur sowie zwischen Geistes- und Naturwissenschaft die Kulturanthropologie begründete und an den Universitäten der USA etablierte. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche wissenschaftlichen Theorien und Praktiken, welche Aspekte der deutschen Wissenschaftskultur in die amerikanische Wissenschaftskultur integriert wurden und welche besonders zum Erfolg der Kulturanthropologie beitrugen. Aus den Befunden ergeben sich Einblicke in die Anschlussfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems um 1900 in transnationaler Perspektive. Seine wissenschaftlichen Beziehungen zu Deutschland pflegte Boas intensiv, er war ein in Deutschland stark rezipierter Kritiker der Rassenhygiene und engagierte sich als Präsident der Emergency Society for German & Austrian Science & Art gegen die Isolation deutscher Wissenschaftler nach dem Ersten Weltkrieg. Es soll daher auch untersucht werden, wie Boas, an die liberale anthropologische Tradition anknüpfend, durch die kritische Auseinandersetzung mit der Rassenanthropologie auf die deutsche Anthropologie zurückwirkte. Die Untersuchung geht also nicht einfach von einer Ausgangs- und einer Zielkultur im Wissenstransfer aus, vielmehr will sie die Verflechtungen zwischen den Wissenschaftskulturen und die Folgen für die Herausbildung der Kulturanthropologie beispielhaft herausarbeiten. ZEITRAUM: ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Humboldt-Universität Berlin, Philosophische Fakultät I, Institut für Geschichtswissenschaften Lehrstuhl für Neuere Geschichte, insb. 19. Jahrhundert (Unter den Linden 6, Berlin) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , Fax: , [38-F] Hennefeld, Vera, Dr.; Raab, Dieter, Dipl.-Soz.; Schenke, Hanna, Dipl.-Soz.Wiss. (Bearbeitung); Stockmann, Reinhard, Prof.Dr. (Leitung): Evaluation der Sonderprogramme zum wissenschaftlichen Wiederaufbau in Südosteuropa der Alexander von Humboldt-Stiftung INHALT: Balkankriege und fortdauernde politische Spannungen hatten verheerende Auswirkungen für das Wissenschaftssystem in den neu entstandenen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens. Damit verbunden waren auch Beeinträchtigungen in der gesamten Region Südosteuropa (SOE). Zur Förderung eines Wiederaufbaus des Wissenschaftssystems in SOE hat die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) neue Förderinstrumente entwickelt, für die im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften von der Fritz Thyssen Stiftung und im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften vom Auswärtigen Amt finanzielle Mittel zur Verfü-

32 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 31 gung gestellt wurden. Die Ziele der Sonderprogramme betreffen die Förderung der wissenschaftlichen Vernetzung innerhalb der Region, die Wiederanbindung an die deutsche und internationale Forschungsgemeinschaft sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Als Instrumente wurden in beiden Sonderprogrammen sog. "Tandem-Wiedereinladungen" an deutsche Forschungsinstitute - für erfahrene Humboldtianer in Begleitung eines Nachwuchswissenschaftlers - und die Finanzierung "Regionaler Fachtagungen" eingesetzt. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Südosteuropa METHODE: Die summative Evaluation soll die durch die Sonderprogramme erreichten Wirkungen überprüfen und Einschätzungen zur Tauglichkeit der entwickelten Förderinstrumente im Hinblick auf die Verwendung in Krisenregionen im Allgemeinen erlauben. Methodisch basiert die Evaluation auf Dokumenten- und Sekundäranalysen für beide Förderinstrumente. Insbesondere Sekundäranalysen vorliegender Befragungsdaten der Geförderten und anderer Programmbeteiligter bilden einen Schwerpunkt der Evaluation. Zur Klärung der Kontextbedingungen unter denen die Förderungen stattfanden erfolgen Internet- und Literaturrecherchen sowie Leitfaden gestützte Experteninterviews. Die Erhebung von längerfristigen Programmwirkungen erfolgt für das Förderinstrument "Tandem-Wiedereinladungen" über eine standardisierte Online-Befragung der geförderten Nachwuchswissenschaftler. Zum Förderinstrument "Regionale Fachtagungen" werden leitfadengestützte telefonische Interviews mit Organisatoren von Tagungen und weiteren Stakeholdern durchgeführt. Untersuchungsdesign: Panel; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen; Qualitatives Interview; Standardisierte Befragung, online; Sekundäranalyse von Individualdaten; Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Raab, Dieter: Evaluation der Sonderprogramme zum wissenschaftlichen Wiederaufbau in Südosteuropa der Alexander von Humboldt-Stiftung (Entwurfsfassung). Zwischenbericht. Saarbrücken: Univ. des Saarlandes, Centrum für Evaluation ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Alexander von Humboldt-Stiftung FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Universität des Saarlandes, Fak. 05 Empirische Humanwissenschaften, CEval - Centrum für Evaluation (Postfach , Saarbrücken) KONTAKT: Hennefeld, Vera (Dr. Tel , [39-F] Hesse, Christian, PD Dr.; Kändler, Wolfram C., M.A.; Wagner, Frank, M.A.; Andresen, Suse, Dr.; Dossenbach, Daniel, lic.phil. (Bearbeitung); Schwinges, Rainer C., Prof.Dr.; Moraw, Peter, Prof.em.Dr.Dr.h.c. (Leitung): Repertorium Academicum Germanicum (RAG). Die graduierten Gelehrten des Alten Reiches zwischen 1250 und 1550 INHALT: Das Repertorium Academicum Germanicum (RAG) betrifft einen Personenkreis, dessen Existenz für die Beurteilung der Rolle von Universität und Ausbildung im politischen und sozialen Leben des Alten Reiches kaum zu überschätzen ist. Erkenntnisziel ist, die Institutionengeschichte (Universitäten, Fakultäten) mit der Sozial- und Kulturgeschichte der Universitätsbesucher (Herkunft, Studium, soziale Vernetzung, Lebens- und Berufswege) und der Wissenschaftsgeschichte (Was hat man gelernt und gedacht?) so zu verbinden, dass die Wirkungsgeschichte der Gelehrten in der vormodernen Gesellschaft beschrieben und erklärt werden kann. Mit Fragen an die Gelehrten holt man sich nämlich Antworten auf eine ganze Reihe von zentralen Fragen der Geschichtswissenschaft, Fragen zum Beispiel, die dem Umsetzen

33 32 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler der erworbenen schriftlichen wie mündlichen Kompetenzen im öffentlichen Leben gelten, der Ausarbeitung und Anwendung von Herrschafts- und Verwaltungstechniken, dem Transfer tradierten Wissens und methodischer Schulung in Hof- und Verwaltungskarrieren, in Kirchen, in Gerichten und Schulen, städtischen und territorialen Ämtern, in selbständig bestimmten Professionen der medizinischen und juristischen Praxis und nicht zuletzt auch in der Laufbahn des sich herausbildenden Universitätsprofessors; Fragen aber auch, die weiter reichen, zum Beispiel nach Bau und Rolle politischer Systeme, nach dem Gefüge, dem Funktionieren und dem Wandel der Gemeinwesen in Stadt und Land, nach den Möglichkeiten sozialer Mobilität oder dem Entstehen neuer Berufs- und Führungsgruppen wie neuer Randgruppen. Angemessene Antworten erhält man indessen weniger aus den Institutionen selbst als vielmehr aus der zeitgerechten Rekonstruktion der Individualdaten der handelnden Personen, die gerade im Raum des Alten Reiches in europaweit unvergleichlicher Fülle vorhanden sind. Weitere Informationen unter: ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Altes Reich, Mittel-, West- und Südeuropa METHODE: Die Projektarbeiten sind stets personennah und personenintensiv. Daher stehen die prosopographischen oder personengeschichtlichen und die kollektiv-biographischen Methoden der historischen Forschung im Vordergrund - unter selbstverständlicher Einordnung in die allgemeine Sozial- und Verfassungs-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte des Alten Reiches, wie dies die Arbeiten der Gesuchsteller auch bisher schon erkennen lassen. Solches Vorgehen erfordert die Entwicklung eines personengeschichtlich relevanten Fragerasters, erfordert ferner den gezielten Einsatz der Datenbanktechnik mit dem entsprechenden 'Design' und adäquaten Analysemethoden, einschliesslich der statistischen Datenanalyse und der Aufbereitung in Geographischen Informationssystemen. DATENGEWINNUNG: Akten- und Dokumentenanalyse, standardisiert (Stichprobe: ca ; in Archiven, Bibliotheken; Auswahlverfahren: total). VERÖFFENTLICHUNGEN: Schwinges, R.C.: Studenten und Gelehrte/ Students and Scholars. Studien zur Sozial- und Kulturgeschichte deutscher Universitäten im Mittelalter, 32. Leiden: Brill Schwinges, R.C.: Repertorium Academicum Germanicum. Ein Who's who der graduierten Gelehrten des Alten Reiches ( ). in: Moraw, Peter (Hrsg.): Gesammelte Beiträge zur Deutschen und Europäischen Universitätsgeschichte. Strukturen, Personen, Entwicklungen. Education and Society in the Middle Ages and Renaissance, 31. Leiden: Brill 2008, S Schwinges, R.C. (Hrsg.): Universität im öffentlichen Raum. Veröffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, 10. Basel Baeriswyl-Andresen, S.: Das Repertorium Academicum Germanicum. Überlegungen zu Datenbankstruktur und Aufbereitung der prosopographischen Informationen der graduierten Gelehrten des Spätmittelalters. in: Schmitt, Sigrid; Klapp, Sabine (Hrsg.): Städtische Gesellschaft und Kirche im Spätmittelalter. Geschichtliche Landeskunde, 62. Mainz: F. Steiner 2008, S Schwinges, R.C.: Acta Promotionum I: Die Promotionsdokumente europäischer Universitäten des späten Mittelalters. in: Schwinges, R.C. (Hrsg.): Examen, Titel, Promotionen. Akademisches und staatliches Qualifikationswesen vom 13. bis zum 21. Jahrhundert. VGUW, Bd. 7. Basel: Ges. f. Universitäts- u. Wissenschaftsgeschichte Schwinges, R.C. (Hrsg.): Examen, Titel, Promotionen. Akademisches und staatliches Qualifikationswesen vom 13. bis zum 21. Jahrhundert. VGUW, Bd. 7. Basel: Ges. f. Universitäts- u. Wissenschaftsgeschichte Schwinges, R.C.: Das Reich im gelehrten Europa. Ein Essay aus personengeschichtlicher Perspektive. in: Puhle, Matthias; Schneidmüller, Bernd; Weinfurter, Stefan (Hrsg.): Heilig - Römisch - Deutsch. Das Reich im mittelalterlichen Europa. Dresden: Sandstein 2006, S Schwinges, R.C.: Die Universität als sozialer Ort des Adels im deutschen Spätmittelalter. in: Babel, Rainer; Paravicini, Werner (Hrsg.):

34 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 33 Grand Tour. Adeliges Reisen und europäische Kultur vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Akten der internationalen Kolloquien in der Villa Vigoni 1999 und im Deutschen Historischen Institut Paris Beihefte der Francia, 60. Ostfildern 2005, S Schwinges, R.C. (Hrsg.): Die Finanzierung von Universität und Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Veröffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, 6. Basel Hesse, Chr.: Pfründen, Herrschaften und Gebühren. Zu Möglichkeiten spätmittelalterlicher Universitätsfinanzierung. in: Schwinges, R.C. (Hrsg.): Finanzierung von Universität und Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Veröffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, 6. Basel 2005, S Hesse, Chr.: Die Ausbildung der Stiftsgeistlichkeit. in: Lorenz, Sönke; Kintzinger, Martin; Auge, Oliver (Hrsg.): Stiftsschulen in der Region. Wissenstransfer zwischen Kirche und Territorium. Schriften zur Südwestdeutschen Landeskunde, 50. Ostfildern 2005, S Hesse, Chr.: Amtsträger der Fürsten im spätmittelalterlichen Reich. Die Funktionseliten der lokalen Verwaltung in Bayern, Hessen, Sachsen und Württemberg, Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 70. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht Schwinges, R.C.; Moraw, P.: Das Repertorium Academicum Germanicum (RAG): die Erforschung der Lebenswege der deutschen Gelehrten zwischen 1250 und 1550 zeigt die mittelalterlichen Ursprünge der neuzeitlichen Wissensgesellschaft im Spiegel ihrer Träger. in: Akademie Aktuell, 2004, H. 1, S Download unter: S.a. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften; Deutsche Forschungsgemeinschaft; Fritz Thyssen Stiftung; Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung INSTITUTION: Universität Bern, Philosophisch-Historische Fakultät, Historisches Institut Abt. Mittelalterliche Geschichte (Länggassstr. 49, 3000 Bern, Schweiz); Universität Gießen, FB 04 Geschichts- und Kulturwissenschaften, Historisches Institut (Otto-Behaghel-Str. 10C, Gießen); Bayerische Akademie der Wissenschaften, Historische Kommission (Alfons- Goppel-Str. 11, München) KONTAKT: Andresen, Suse (Dr. Tel , [40-L] Joas, Hans: Eine deutsche Idee von der Freiheit?: Cassirer und Troeltsch zwischen Deutschland und dem Westen, in: Rainer Forst (Hrsg.) ; Martin Hartmann (Hrsg.) ; Rahel Jaeggi (Hrsg.) ; Martin Saar (Hrsg.) ; Axel Honneth (Adressat): Sozialphilosophie und Kritik, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2009, S INHALT: Der Autor kommentiert die Konfrontation Ernst Cassirers mit Ernst Troeltsch als einem der größten Vertreter der deutschen hermeneutisch-historischen Tradition. Cassirer und Troeltsch haben ihre Schriften wechselseitig über Jahrzehnte zur Kenntnis genommen und aufeinander vielfältig reagiert. Als Fokus der Auseinandersetzung wählt der Autor eine Frage von hoher moralischer und politischer Relevanz: die Frage der Menschenrechte und ihrer Begründung. Ziel seiner Reflektionen ist es, zwei Denker nicht nur an einem isolierten Punkt ihrer Entwicklung miteinander zu kontrastieren, sondern sie in ihren Entwicklungen aufeinander zu beziehen, so dass erkennbar wird, was sich an Gemeinsamem in den unterschiedlichen philosophischen Projekten findet. Denn so unterschiedlich die Ausgangspunkte der beiden Denker waren, so wenig kann ausgeschlossen werden, dass ihr Denkweg zu einer Konver-

35 34 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler genz führte. Wie also verhalten sich Transzendentalphilosophie und Hermeneutik bei beiden Theoretikern zueinander, und was bedeutet deren Verhältnis in politisch-philosophischer Hinsicht? Diese Frage impliziert auch die Stellung von Troeltsch und Cassirer zwischen Deutschland und dem Westen sowie die Entwicklung einer deutschen Idee von der Freiheit. (ICI2) [41-L] Jung, Thomas; Müller-Doohm, Stefan (Hrsg.): Fliegende Fische: eine Soziologie des Intellektuellen in 20 Porträts, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verl. 2009, 455 S., ISBN: INHALT: "'Fliegende Fische' - so nannte Voltaire die Intellektuellen, noch bevor dieser Begriff erfunden worden ist. Mit ihm werden Individuen bezeichnet, die als Einzelpersonen stellvertretend für alle Kritik äußern. Doch so verschieden die Individuen sind, so verschieden ist die Weise, sich als Intellektueller in die Gesellschaft einzumischen. Dieser Band stellt sie vor: in 20 Porträts, die zusammen eine kleine Soziologie des Intellektuellen ergeben" (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Thomas Jung, Stefan Müller-Doohm: Fliegende Fische - Zeitgenössische Intellektuelle zwischen Distanz und Engagement (9-18); Michael Sukale: Max Weber: Ein Intellektueller im Deutschen Kaiserreich (21-42); Thomas Jung: Wächter zu sein in finsterer Nacht: Karl Mannheims denksoziologische Bestimmung des Intellektuellen (43-62); Stefan Müller-Doohm, Christian Ziegler: Professionell Heimatloser - Theodor W. Adornos intellektuelle Praxis zwischen Kontemplation und Engagement (63-84); Leiv Eirik Voigtländer: Der Funktionär als Emanzipationsagent - Organische und traditionelle Intellektuelle im politischen Denken Antonio Gramscis (85-104); Thomas Macho: Sartres Freiheit - Versuch über Ontophobie ( ); Isabell Stamm, René Zimmermann: Der Intellektuelle und seine Öffentlichkeit: Jürgen Habermas ( ); Jan H. Free: Noam Chomsky: Empörung als öffentliche Aufgabe ( ); Hartwig Germer, Reinhard Schulz: Richard Rorty: Intellektuelle als liberale Ironiker ( ); Jörn Ahrens: Die Reflexion des Intellektuellen bei Hannah Arendt ( ); Bernd Weidmann: Karl Jaspers ( ); Thomas Becker: Pierre Bourdieu: Selbstreflexion als Politik der Überschreitung - Für ein Bündnis intellektueller Interessen in einer globalisierten Welt ( ); Thomas Blanke: Carl Schmitt - Ein intellektueller Antiintellektueller ( ); Leo Farwick: Foucault - oder: Was das subjektlose Denken vom Intellektuellen übrig ließ ( ); Bernd Ternes: "Menschenbilder, sowas Grausliches" - Luhmanns Sicht auf Intellektualität zwischen systemtheoretischer Verwerfung und ästhetischer Denkfunktionalität ( ); Klaus Gloy: Spiel, Satz und Sieg: Jean-Francois Lyotard ( ); Ahlrich Meyer: Hans Blumenberg oder: Die Kunst, sich herauszuhalten ( ); Arnulf Deppermann, Klaus Neumann-Braun: Michael Moore oder: Selbstinszenierung und soziale Stilistik eines US-amerikanischen Antiintellektuellen ( ); Carlos Becker, Magnus Krümpelbeck, Florian Vietze: Antirealistische Parteinahme: Möglichkeiten des Subjektiven im Werk Alexander Kluges ( ); Franziska Thiele: Christa Wolf: Vom Ewigen zum Menschlichen ( ); Harro Zimmermann: Militante Vernunft - Über den intellektuellen Günter Grass ( ); Thomas Jung: Epilog: Der Name des Intellektuellen ( ). [42-F] Kopp, Susanne, Dipl.-Volksw. (Bearbeitung); Pull, Kerstin, Prof.Dr. (Betreuung): Auslandsaufenthalte und individuelle Forschungsproduktivität

36 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 35 INHALT: Im Allgemeinen wird ein positiver Zusammenhang zwischen Auslandsaufenthalten und der individuellen Forschungsproduktivität angenommen. Das Projekt hat zum Ziel, diesen Zusammenhang theoretisch zu begründen sowie empirisch zu überprüfen. Es wird gezeigt, dass die Humankapital- und die Sozialkapitaltheorie zur Erklärung des positiven Effekts von Auslandsaufenthalten auf die Forschungsproduktivität beitragen können. Die theoretischen Vorhersagen werden mit einem originären Datensatz, welcher publikations- und karriererelevante Daten von etwa deutschsprachigen Wirtschaftswissenschaftlern enthält, empirisch getestet. METHODE: grundlegende theoretische Modelle: Humankapital- und Sozialkapitaltheorie und empirische Analyse ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Tübingen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Fachrichtung BWL Lehrstuhl für Personal und Organisation (Nauklerstr. 47, Tübingen) KONTAKT: Bearbeiterin ( [43-L] Meyer, Ahlrich: Hans Blumenberg oder: Die Kunst, sich herauszuhalten, in: Thomas Jung (Hrsg.) ; Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Fliegende Fische : eine Soziologie des Intellektuellen in 20 Porträts, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verl., 2009, S INHALT: Blumenberg zufolge leben Aufklärer von den Verfinsterungen der anderen, und welches diese sind, das zu bestimmen geht jeder Aufklärung voran. Zu eben diesem Kunstgriff war Blumenberg nicht bereit. Das unterscheidet ihn von der Kritischen Theorie, so wie er sie verstand - nämlich als generalisierten Ideologieverdacht. Von deren hegelianisch-marxistischem Erbe unterscheidet ihn eine radikale Kritik jeder Fortschrittsidee, die Opfer rechtfertigt und Generationen zu Lastträgern der Geschichte für eine unbestimmte Zukunft macht. Der Phänomenologie blieb er verpflichtet durch eine deskriptive Methode und einen Realismus, der den Sachen nicht durch überlagernde Deutung und Begriffe abspricht, dass sie das sind, als was sie erscheinen. Er ließ die wissenschaftsgeschichtlichen Fragestellungen, die sich auf die Genesis des kopernikanischen Weltbilds bezogen hatten, Mitte der 1970er Jahre hinter sich. Als dann deutlich wurde, dass seine Überlegungen immer mehr auf eine spekulative Anthropologie zuliefen, deren zentrale Begriffe evolutionsbiologisch begründet und substantialistisch gefärbt schienen, setzte er sich dem Verdacht aus, es ginge ihm um die Suche nach Konstanten der menschlichen Natur. Zum anderen hängt das Odium des Konservativen mit Blumenbergs Verteidigung der Bürgerlichkeit zusammen. Aus einer dezidiert apolitischenund philosophisch begründeten Zuschauerperspektive schrieb er manchmal witzige und treffende, öfter penetrante Kritiken an jeder Art von Zeitgeist, die gelegentlich in der Tagespresse veröffentlicht wurden und die zu den rasch obsolet gewordenen Seiten seines Schaffens zählen dürften. Seine Invektiven gegen die Frankfurter Schule und deren Nachhall im Kulturbetrieb sind Legende. Dass er sich damit öffentlich 'einmischte', muss als bewusst gewählter Gegenpart zu seiner Gelehrtenexistenz verstanden werden. (ICF2)

37 36 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler [44-L] Mohr, Arno; Nohlen, Dieter (Hrsg.): Politikwissenschaft in Heidelberg: 50 Jahre Institut für Politische Wissenschaft, Heidelberg: Winter 2008, 446 S., ISBN: INHALT: Inhaltsverzeichnis: Arno Mohr: Politikwissenschaft in Heidelberg (19-88); Carl J. Friedrich: Grundsätzliches zur Geschichte der Wissenschaft von der Politik (91-100); Carl J. Friedrich: Der einzigartige Charakter der totalitären Gesellschaft ( ); Dolf Sternberger: Begriff des Politischen ( ); Dolf Sternberger: Verfassungspatriotismus ( ); Hans-Joachim Arndt: Der Begriff des Politischen in der Politikwissenschaft nach 1945 ( ); Hans-Joachim Arndt: Politische Lageanalyse ( ); Klaus von Beyme: Politische Theorie ( ); Klaus von Beyme: Parteiensysteme in der Krise? ( ); Dieter Nohlen: Die vergleichende Methode in der Politikwissenschaft ( ); Dieter Nohlen: Wahlsysteme und Kontext ( ); Frank R. Pfetsch: Die Problematik der Europäischen Identität ( ); Frank R. Pfetsch: Kant und der verhandelte Friede ( ); Manfred G. Schmidt: Die Politik des mittleren Weges ( ); Manfred G. Schmidt: Wie leistungsfähig ist die Demokratie? ( ); Wolfgang Merkel: Die 'eingebettete' Demokratie ( ); Uwe Wagschal: Bremst Direktdemokratie die europäische Integration? ( ); Klaus von Beyme: Carl Joachim Friedrich. A Founding Father of Comparative Politics ( ); Bernhard Vogel: Dolf Sternberger und die Politische Wissenschaft ( ); Klaus Landfried: Eine konkrete Politologie? Persönliche Erinnerungen an Hans-Joachim Arndt ( ); Steffen Kailitz: Klaus von Beyme. Nestor der deutschen Politikwissenschaft ( ); Florian Grotz: Dieter Nohlen. Der Kontext macht den Unterschied ( ); Arno Mohr: Frank R. Pfetsch. In vielen Gebieten zuhause ( ); Herbert Obinger: Manfred G. Schmidt. Ohne Vergleich kein Preis ( ); Michael Minkenberg: Politische Theorie/ Ideengeschichte. Theorienpluralismus als "Metatheorie" ( ); Rainer-Olaf Schultze: Komparatistik. Drei Generationen im Vergleich ( ); Roland Sturm: Parteienforschung. Kontextanalytisch und komparativ ( ); Dieter Roth: Wahlforschung. Von einfachen zu gehobenen Ansprüchen ( ); Axel Murswieck: Forschung zu Verwaltung und Politik ( ); Josef Schmidt: Forschungen zu Staatstätigkeit und Sozialpolitik. Was macht den Unterschied? ); Aurel Croissant: Demokratisierungsforschung. Tradition und Innovation ( ); Klaus Ziemer: Osteuropaforschung. Paradigmenwechsel und Begegnungen im Transformationsprozess ( ); Timm Beichelt: Europaforschung. Zwischen politischer Relevanz und fachwissenschaftlicher Ausdifferenzierung ( ); Julia Leininger/ Richard Ortiz Ortiz: Lateinamerikaforschung. Heidelberg macht Schule ( ); Sebastian Harnisch: Internationale Beziehungen. Außenansichten eines Neu-Heidelberger ( ); Tanja Börzel: Der Bologna-Prozess. Fluch oder Segen für die Politische Wissenschaft? ( ); Fachschaft Politik: Zwölf Stunden IPW ( ); Alfred Grosser: Begegnungen aus sechs Jahrzehnten (339); Peter Molt: Aus den Anfängen der Politikwissenschaft in Heidelberg ( ); Karlheinz Neunreither: Theoriediskussionen fanden nicht statt ( ); Arnd Morkel: Den Geist der alten Universität geatmet (344); Hellmut Wollmann: Hommage á Carl Joachim Friedrich ( ); Franz Alt: Hommage á Dolf Sternberger (346); Udo Bermbach.: "Wie war ich?" Frühe Jahre am IPW ( ); Franz Nuscheler: Aufgeklärter Feudalismus am IPW (350); Richard Rose: Broadly grounded in Social Sciences (351); Wolf Schluchter: Rote Fahnen sieht man besser (351); Hans Karl Rupp: Eine wichtige Lehrzeit (352); Peter Schlotter: Junge Friedensforschung am IPW (353); Guilherme Télles Bauer: Revolution oder Geduld, Verständnis, Toleranz ( ); Jörg Ueltzhöffer: Behavioralistische Errungenschaften (356); Mario Caciagli: Forschen und Freundschaften in Heidelberg (357); Dirk Gerdes: Von der Attraktion des politologischen Wissenschaftsmilieus (358); Michael

38 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 37 Kreile: Erinnerungssplitter (359); Helga Michalsky: Wie ich nach Heidelberg kam - eine Erinnerung an Professor Arndt (360); Michael Strübel: Heidelberg on my mind (361); Annette Zimmer: Mein Herz in Heidelberg verloren? ( ); Klaus Armingeon: Sechs tolle Jahre in Heidelberg (364); Jens R. Hentschke: Politics without History? ( ); Arend Lijphart: Strong Ties with Heidelberg (367); Andreas Busch: Ein IPW gibt es nur in Heidelberg. Grüße aus "old Oxford" (368); Bernhard Thibaut: Eine subjektive Hommage an das IPW ( ); Ulrike Liebert: Heidelberger Humus (372); Dietmar Braun: Heidelberg war anders ( ); Ludgar Helms: Den lebendigen Geist gefunden (375); Susana Sottoli: Unterschiede verstehen (376); Claudia Zilla: Perspektivenwechsel ( ); Gunter Schubert: Ein Blick zurück - ohne Nostalgie, doch mit Dank (378); Pamela Jawad: Mit Megaphon ans IPW (379); Du-Chel Sin: Wunderbar (380); Tina Freyburg: Tanja Börzel - immer für eine Überraschung gut (381); Kristof Krahl: Von Nähe und Atmosphäre (381); Mario Fernández B.: " aus eigener Wurzel gewachsen". ( ); Subatra K. Mitra: IPW - the next 50 years ( ); Jürgen W. Falter: Heidelberg komparativ ( ). [45-L] Müller-Doohm, Stefan; Ziegler, Christian: Professionell Heimatloser: Theodor W. Adornos intellektuelle Praxis zwischen Kontemplation und Engagement, in: Thomas Jung (Hrsg.) ; Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Fliegende Fische : eine Soziologie des Intellektuellen in 20 Porträts, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verl., 2009, S INHALT: Adorno wollte sich zeit seines Lebens keineswegs auf eine Rolle, schon gar nicht auf eine Berufsrolle festlegen lassen - wenn, dann allenfalls auf die des Künstlers. Er sah sich als Komponist und Musiktheoretiker, als Kulturkritiker und Philosoph, als Gesellschaftstheoretiker und Sozialforscher und wollte sich doch durch keine dieser Tätigkeiten in ihrer Ausschließlichkeit definieren lassen. Ist dieser Anspruch universaler Gelehrsamkeit als Geltung des Mannigfaltigen eine gleichsam treibhausmäßige Bedingung dafür, sich als universeller Intellektueller zu platzieren? Exemplarisch steht der Intellektuelle Adorno aber nicht etwa für die Figur des Intellektuellen, sondern für die scheinbar triviale Erkenntnis einer Soziologie des Intellektuellen: Die Figur des Intellektuellen ist im höchsten Maße individuell und zeitgeschichtlich bedingt, gerade dieser Umstand macht eine verallgemeinerungswürdige Definition nahezu unmöglich. Er führt zu der Annahme, dass der biografische Zugang zu seiner Bestimmung doch mit einigem Gewinn gewählt werden kann, um dieser individuellen Figur und ihren Intuitionen, die sich eben auch aus der Biografie speisen, näher zu kommen. Für den "philosophierenden Intellektuellen" Adorno finden seine beschriebenen subjektiven Kollektivund Differenzerfahrungen ihren Ausdruck in Intuitionen, die das Motiv sowohl für seine Philosophie als auch für seine intellektuelle Praxis bilden: Die Biografie ist somit ein Bindeglied in der Bestimmung des Intellektuellen, der sich darüber hinaus durch seine Funktion und seinem Denkstil, der immanenten Logik der intellektuellen Denk- und Argumentationsweise in der Öffentlichkeit, auszeichnet. Adornos Denkstil ist durch seine Intransigenz agonal. Seine Kritikform vertraut ganz der erhellenden Kraft der Dissidenz. Diese Impulse, die der Kritik Adornos ihre Agonalität verleihen, resultieren nicht aus expliziten Wertdispositionen und politischen Überzeugungen, sondern daraus, dass diese Kritik in ihrem Vollzug Tabus bricht. (ICF2)

39 38 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler [46-L] Pöhl, Friedrich; Tilg, Bernhard (Hrsg.): Franz Boas - Kultur, Sprache, Rasse: Wege einer antirassistischen Anthropologie, (Ethnologie : Forschung und Wissenschaft, Bd. 19), Berlin: Lit Verl. 2009, XII, 149 S. INHALT: Inhaltsverzeichnis: 1. Friedrich Pöhl: Einleitung (1-25); 2. Roland Girtler: Franz Boas - Burschenschafter und Schwiegersohn (27-37); 3. Ludger Müller-Wille: Franz Boas und seine Forschungen bei den Inuit (39-54); 4. Friedrich Pöhl: Franz Boas: Feldforschung und Ethik (55-76); 5. George Lang: Boas, Chinook Jargon, Q'ilti and the Chinookan Poetic Legacy (77-95); 6. Bernhard Tilg: Gegen den Strom der Zeit (97-110); 7. Lee D. Baker: The Location of Franz Boas within the African-American Struggle ( ); 8. Jürgen Langenkämper: "Ich fuerchte nur, wir verstehen einander nicht" ( ). [47-L] Raulet, Gérard: Jenseits des Anthropologieverdachts: das kritische Potential der Philosophischen Anthropologie, in: Dirk Jörke (Hrsg.): Politische Anthropologie : Geschichte - Gegenwart - Möglichkeiten, Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges., 2009, S INHALT: Gegenstand des Beitrags ist der politische Gehalt der philosophischen Anthropologie von Max Scheler, wobei der Verfasser Scheler gegen die von Horkheimer vorgebrachten Vorwürfe verteidigt, insbesondere gegen den Vorwurf, Schelers Philosophie besäße konservative Implikationen. Demgegenüber betont der Verfasser, dass Scheler in seiner Philosophie die normativen Grundlagen einer liberalen Demokratie formuliert. Insbesondere würdigt er Schelers Engagement gegen einen lebensphilosophischen Irrationalismus, der von vielen als geistige Grundlage des Nationalsozialismus angesehen wird. Schelers Gegengift gegen diesen Irrationalismus sind eine Philosophie der Vernunft und eine Politik des Ausgleichs. (ICE2) [48-L] Rösch, Felix: Hans J. Morgenthau and the Weimar Republic: on the epistemological origins of Hans J. Morgenthau's Weltanschauung, Saarbrücken: VDM Verl. Dr. Müller 2008, 79 S., ISBN: INHALT: "This book deals about Hans Morgenthau's Weltanschauung through the application of a hermeneutic approach. Thereby, his work will be associated with the work of Georg Simmel, Alfred Schütz and Karl Mannheim. It will be suggested that a reconstruction of his Weltanschauung is essential, because otherwise one will not be able to understand his work. This occurred, since his work was not set into the tradition of German social sciences. It will be pointed out that, he was a fierce opponent of combing natural and social sciences. He also had a wide understanding of politics. Depending on the intensity, everything can be become political. Finally, the nation-state is not given, but only one form of human sociation. It will be also suggested that constructivist theorems can already be found in his work, if not generally within German social sciences at that time. Therefore, this book can also be understood as a fundament, in order to call into question the novelty of constructivism. This book targets academics and students of international relations theory as well as history of thought and anyone interested in general." (author's abstract)

40 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 39 [49-L] Schale, Frank: Fraenkel und die Aneignung der Naturrechtslehre, in: Robert Chr. van Ooyen (Hrsg.) ; Martin H. W. Möllers (Hrsg.): (Doppel-)Staat und Gruppeninteressen : Pluralismus - Parlamentarismus - Schmitt-Kritik bei Ernst Fraenkel, Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges., 2009, S INHALT: Der Verfasser will Fraenkels Beitrag innerhalb der Debatte zwischen Naturrecht und Rechtspositivismus sichtbar werden lassen, um wesentliche wissenschaftstheoretische Verschiebungen in seinen Schriften aufzuzeigen, die der Veränderung seiner politiktheoretischen Position vorausgehen. Der Beitrag geht von der Hypothese aus, dass der Wandel des Politikverständnisses im 20. Jahrhundert anhand der spannungsgeladenen Debatte zwischen Naturrecht und Positivismus nachgezeichnet werden kann. Fraenkels Schriften sind die Exemplifikation einer theoretischen Verschiebung im Nachdenken über Politik. An ausgewählten Stationen der intellektuellen Biographie Fraenkels - Weimarer Republik, Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Emigration, Neopluralismustheorie - wird die Veränderung der wissenschaftstheoretischen Grundlagen Fraenkels dargestellt. Diese historische Darstellung vermittelt eine klare Verschiebung zugunsten des Naturrechts. Fraenkel weist auf die Notwendigkeit des Naturrechts ideengeschichtlich-assoziativ hin und akzentuiert es in mehreren Schritten, nimmt aber keine rechtstheoretische Rekonstruktion vor. Fraenkels Naturrechtsrezeption endet mit der Hervorhebung der Vorbildwirkung des amerikanischen Regierungssystems und der angelsächsischen Naturrechtstradition. (ICE2) [50-F] Schulz, Tobias, M.A. (Bearbeitung): Zur Praxis "sozialistischer" Wissenschaft. Das Beispiel der Humboldt-Universität zu Berlin, INHALT: In dem Projekt wird am Beispiel der Humboldt-Universität zu Berlin die Praxis von Forschung, Lehre und Ausbildung an einer "sozialistischen Universität" in der DDR untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach der Durchherrschung des universitären Alltags an einer ideologisch formierten Staatsuniversität. Es soll analysiert werden, welche Formen von wissenschaftlicher Funktionalität sich in den Grenzen einer "beherrschten Normalwissenschaft" an der Universität entwickelten. Neben den verschiedenen Akteuren innerhalb der Universität werden die wissenschaftspolitischen, staatlichen und parteilichen Instanzen in die Untersuchung einbezogen. Als Ausschnitt aus den komplexen Strukturen der Humboldt- Universität konzentriert sich die Untersuchung auf drei Fachbereiche: Geschichtswissenschaft, Chemie und Marxismus-Leninismus. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich vom strukturellen Abschluss der Transformation der bürgerlichen Ordinarienuniversität zur sozialistischen Universität Ende der sechziger bis zur beginnenden Orientierungskrise der DDR- Gesellschaft Mitte der achtziger Jahre. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Berlin ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Zentrum für Zeithistorische Forschung e.v. (Am Neuen Markt 1, Potsdam) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , Fax: ,

41 40 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler [51-L] Sukale, Michael: Max Weber: ein Intellektueller im deutschen Kaiserreich, in: Thomas Jung (Hrsg.) ; Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Fliegende Fische : eine Soziologie des Intellektuellen in 20 Porträts, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verl., 2009, S INHALT: Nach M. Weber sind Intellektuelle nicht an eine besondere Schicht gebunden, sondern können aus allen Schichten kommen, was aus der Tatsache, dass das Bedürfnis nach Sinn allgemein menschlich ist, folgt. Aber die Intellektuellen bilden sich natürlich je nach Herkunftsschicht unterschiedlich aus. Entsprechend nennt Weber sie auch anders und spricht je nachdem vom proletarischen oder plebejischen, kleinbürgerlichen, adligen Intellektualismus etc. Weber betont auch mehrmals die Affinität der Gründungsintellektuellen zu den Schichten, die von deren Religiosität angesprochen werden. Intellektueller zu sein, das nimmt Weber auch für sich selbst in Anspruch, und die Voraussetzungen dazu hat er: Er ist schon früh ein guter Redner, publiziert nicht nur in Fachzeitschriften, sondern auch in Tageszeitungen und Wochenblättern, ist national- und weltpolitisch engagiert und kulturell gebildet, und ihm wird allseits Charisma bescheinigt. Was noch fehlt, ist der äußere Anlass und sein Wille, auf ihn mit Macht zu reagieren. Beides bringt der Erste Weltkrieg, aber in genau derselben Zeit, in der er nunmehr als aktiver Intellektueller kritisch in die Politik eingreift, propagiert er einerseits vehement seine Theorie über die "Werturteilsfreiheit" der Wissenschaften, und andererseits schreibt er seine dreibändigen Aufsätze zur Religionssoziologie. (ICF2) [52-L] Suntrup, Jan Christoph: Eine intellektuelle Ethik der Bescheidenheit und der Solidarität: Albert Camus' Denken der Revolte, in: Zeitschrift für Politik : Organ der Hochschule für Politik München, N. F., Jg. 56/2009, H. 2, S (Standort: USB Köln(38)-Fa00283; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: "Albert Camus ist ein Autor, dessen unkonventionelles politisches Denken häufig unterschätzt wird. Die vorliegende Analyse versucht, dem entgegenzusteuern, indem sie aus Camus' politischen Schriften der Nachkriegszeit, den Artikeln in Combat und dem Essay L'homme révolté, eine intellektuelle Ethik rekonstruiert. Diese Kritik der politischen Urteilskraft geht aus seiner antitotalitären Konzeption der Revolte hervor, welche die Konsequenzen aus eigenen Schwächen und generellen Verfehlungen des französischen Intellektuellendiskurses nach der Libération zieht. Der camussche Typus des Intellektuellen, der wichtige Gemeinsamkeiten mit Richard Rortys Figur der liberalen Ironikerin aufweist, kann als Bereicherung für eine politische Öffentlichkeit angesehen werden, indem er die Tugend der Bescheidenheit und das Beschränken auf das Relative mit einem kritischen Engagement vereinbart." (Autorenreferat) [53-L] Veyne, Paul: Foucault: der Philosoph als Samurai, Stuttgart: Reclam 2009, 217 S., ISBN: INHALT: Wir nehmen das "Ding an sich" nach Foucault und Kant nur als "Phänomen" wahr, da wir es nicht von dem "Diskurs" trennen können, in dem es für uns erscheint. Nun sind alle Phänomene für Foucault singulär, jedes historische oder soziologische Faktum ist eine Singu-

42 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 41 larität. Für ihn gibt es keine allgemeinen und überhistorischen Wahrheiten, da die menschlichen Fakten, Taten oder Worte, sich keiner Natur oder "allgemeinmenschlichen Vernunft" (Kant) verdanken. Jenseits ihrer trügerischen Allgemeinheit oder ihrer angenommenen Funktionalität ist diese Singularität die ihres "eigensinnigen" Diskurses. Sie ist jedes Mal den Zufällen des Werdens entsprungen, einer komplizierten Verkettung von Kausalitäten, die aufeinandertreffen. Die Geschichte der Menschheit gründet daher nicht auf dem Realen, Rationalen, Funktionalen und auch nicht auf irgendeiner Dialektik. Das vorliegende Buch rekonstruiert von diesem Foucaultschen Grundgedanken aus das Werk in folgenden Kapiteln: I In der Universalgeschichte ist alles singulär: der "Diskurs"; II Es gibt nur ein historisches Apriori; III Der Skeptizismus Foucaults; IV Die Archäologie; V Universalismus, Universalien, Epigenese: die Anfänge des Christentums zum Beispiel; VI Trotz Heidegger: Der Mensch ist ein intelligentes Wesen; VII Natur- und Humanwissenschaften: das Programm Foucaults; VIII Eine soziologische Geschichte der Wahrheiten: Wissen, Macht, Dispositiv; IX Verdirbt Foucault die Jugend? Lässt er das Proletariat im Stich? X Foucault und die Politik; XI Porträt des Samurai. (ICA2) [54-F] Wehrs, Nikolai, M.A. (Betreuung): Der "Bund Freiheit der Wissenschaft" (BFW) - die "konservative Tendenzwende" im Spiegel der bildungs- und hochschulpolitischen Debatten der siebziger Jahre INHALT: Im Rahmen der Forschungen zum gesellschaftlichen Wandel und seiner Wahrnehmung in Westdeutschland in den siebziger Jahren soll in der geplanten Arbeit die so genannte "Tendenzwende" in den Blick genommen werden. Der Begriff "Tendenzwende" beschreibt in der Zeitgeschichtsforschung allgemein den Umschlag von Reformeuphorie zu Reformskepsis rund um den "Ölpreisschock" von 1973 und speziell eine zumindest partielle Rückgewinnung "diskursiver Meinungsführerschaft" für konservative politische Kräfte, Themen und Auffassungen. Die Tauglichkeit des Begriffs soll durch eine Untersuchung der bildungs- und hochschulpolitischen Debatten der späten sechziger und der siebziger Jahre überprüft werden. An ihnen - so die Ausgangsannahme der Arbeit - lässt sich der Umschlag von parteiübergreifendem Reformoptimismus zu weit verbreiteter Reformskepsis und starker ideologischer Polarisierung der westdeutschen Innenpolitik besonders gut nachvollziehen. Im Zentrum der Untersuchung stehen Universitätsprofessoren, welche sich bis in die späten sechziger Jahre für Hochschul- und Bildungsreformen engagierten, dann jedoch als Reaktion auf die "Studentenbewegung" zu Skeptikern und teils dezidierten Gegnern sozialliberaler Bildungsreformen wurden. In Abgrenzung gegen eine vermeintliche "kulturelle Hegemonie" der "Neuen Linken" begannen sich in den siebziger Jahren viele dieser ursprünglich oftmals sozialdemokratischen Intellektuellen im Umfeld eines modernisierten, im Gegensatz zur "Ära Adenauer" als "liberaler" und "pluralistischer" wahrgenommenen "bundesrepublikanischen" Konservatismus zu verorten. Diese Akteursgruppe soll in der geplanten Arbeit sowohl an Einzelbeispielen (Richard Löwenthal, Hermann Lübbe, Thomas Nipperdey, Alexander Schwan u.a.) als auch in ihrem Zusammenhang und anhand ihrer Netzwerkbildung untersucht werden. Für letztere rückt der "Bund Freiheit der Wissenschaft" (BFW) in den Blickpunkt, welcher 1970 als - politisch zunächst durchaus heterogenes - "Defensivbündnis" gegen das Vordringen "linksextremer" Gruppen an den Universitäten gegründet wurde, sich in den siebziger Jahren aber zunehmend zu einer Lobbyorganisation für konservative Positionen in der Bildungspolitik entwickelte. ZEITRAUM: 70er Jahre

43 42 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Friedrich-Ebert-Stiftung e.v. INSTITUTION: Zentrum für Zeithistorische Forschung e.v. (Am Neuen Markt 1, Potsdam) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , Fax: , [55-F] Zdiara, Kevin, M.A. (Bearbeitung): Philosophie, Religion, Politik und Bildung. Zum Werk von Horace M. Kallen INHALT: Seit nunmehr drei Jahrzehnten verzeichnet der amerikanische Pragmatismus zunehmendes Interesse. Trotz dieser neu aufkeimenden Beachtung ist die Auseinandersetzung mit dem Pragmatismus keineswegs abgeschlossen. Das zeigt sich zumal darin, dass es immer noch eine Vielzahl an Denkern der pragmatistischen Tradition gibt, die wenig Anerkennung erfahren haben. In seinem Forschungsprojekt möchte der Forscher einen Beitrag zur Schließung dieser ideengeschichtlichen Lücke leisten und mich mit dem Werk von Horace Meyer Kallen ( ) eingehend auseinandersetzen. Als ein Student und Mitarbeiter von William James und Kollege von John Dewey war Kallen direkt mit den großen Denkern des Pragmatismus verbunden. Gleichzeitig nahm Kallen deren Ideen auf und entwickelte sie in vielfacher Weise weiter. Horace M. Kallen nimmt durch seinen soziokulturellen Hintergrund - Immigrant und Jude - eine besondere Stellung in der Geschichte des Pragmatismus ein und eröffnet dadurch eine neue Perspektive in dieser philosophischen Bewegung, die hauptsächlich von alteingesessenen 'White Anglo-Saxon Protestants' geprägt war. Kallens Herkunft ist im Hinblick auf die thematische Ausrichtung seines Denkens ein nicht zu unterschätzender Faktor. So setzte er sich schon während seines Studiums für den Zionismus ein und vertrat die Theorie eines kulturellen Pluralismus gegen die damals in den USA vorherrschende Meinung einer 'Amerikanisierung' der Neueinwanderer. Die Vielfalt seiner Themen und sein Interesse an den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Diskursen, konnten dennoch nicht verhindern, dass Kallens Werk heutzutage fast vollständig in Vergessenheit geraten ist. In seinem Forschungsprojekt möchte der Bearbeiter die vorhandene Lücke in der Beschäftigung mit Kallen zum Anlass für eine umfassende Bearbeitung seines Schaffens nehmen. Die Dissertation ist deshalb als eine Monographie über Kallen angelegt, die sich nur mit einem Teilbereich seines Denkens beschäftigt, sondern die Verbindung der unterschiedlichen Aspekte seines Werkes anstrebt und ihn in die Geschichte des Pragmatismus einordnet. METHODE: Zunächst soll ein Überblick über das Werk von Horace M. Kallen erarbeitet werden. Denn bis heute liegt keine umfassende Bibliographie vor. Ein weiterer Bereich, der im Laufe des Projektes geklärt werden soll, ist die lückenhafte Biographie Kallens. Die bisher vorliegenden biographischen Darstellungen liefern zwar detaillierte Einblicke, reichen aber nur bis zum Beginn seiner Arbeit an der 'New School for Social Research' (ab 1919). In der Auseinandersetzung mit Kallens theoretischen Beiträgen sollen in meinem Forschungsprojekt die folgenden Bereiche abgedeckt werden: Philosophie, Religion, Politik und Bildung. Diese vier Themen scheinen mir die leitenden Aspekte im Werk von Horace M. Kallen zu sein. Zeitlich am Anfang steht die Philosophie. Er schloss hierbei an den Pragmatismus und radikalen Empirismus seines Lehrers, William James, an, versuchte aber auch eigene Impulse zu setzen. Im Bereich der Religion spielte bei Kallen sein eigenes jüdisches Erbe sowie die Frage der Versöhnung der unterschiedlichen Glaubensrichtungen in einem Säkularismus die herausragende Rolle. Die politische Theorie bildete mit Sicherheit den wichtigsten Teil seines

44 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 2.2 Institutionen, Wissenschaftler 43 Denkens. Hierin setzte er sich insbesondere mit dem Begriff des kulturellen Pluralismus und der amerikanischen Demokratie auseinander. Die politische Theorie Kallens versuchte einen skeptischen Liberalismus zu entwickeln, der einerseits an der Wichtigkeit des Individuums, andererseits an der Eingrenzung eines laissez-faire-kapitalismus interessiert war. Den Abschluss bilden die bildungs- und erziehungstheoretischen Schriften. Hier konzentrierte sich Kallen vor allem auf den Bereich der Erwachsenenbildung und auf die Möglichkeiten, gesellschaftlichen Mißständen durch Pädagogik entgegenzuwirken. Kallen steht mit seinen theoretischen Beiträgen in der Tradition des Pragmatismus, entwickelt und aktualisiert diesen aber an entscheidenden Punkten weiter. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Graduiertenschule 'Religion in Modernisierungsprozessen' INSTITUTION: Universität Erfurt, Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien (Am Hügel 1, Erfurt) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , Fax: ,

45 44 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.1 Theorie 3 Sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung 3.1 Theorie [56-L] Mayntz, Renate: Sozialwissenschaftliches Erklären: Probleme der Theoriebildung und Methodologie, (Schriften aus dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Bd. 63), Frankfurt am Main: Campus Verl. 2009, 182 S., ISBN: INHALT: "Der Band versammelt zentrale, teilweise unveröffentlichte Aufsätze von Renate Mayntz zu den relevanten Fragen sozialwissenschaftlicher Methodologie und Theoriebildung. Die Themen reichen von Problemen der Kontextabhängigkeit über die Herausforderungen der Soziologie durch die moderne Biologie bis hin zu den Mikro-Makro-Beziehungen. Dabei werden auch die Konzepte Rationalität, Mechanismus und Emergenz beleuchtet." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Sozialwissenschaftliche Erkenntnisinteressen und Erkenntnismöglichkeiten: Eine Einführung (2009) (7-36); Forschungsmethoden und Erkenntnispotenzial: Natur- und Sozialwissenschaften im Vergleich (2005) (37-49); Einladung zum Schattenboxen: Die Soziologie und die moderne Biologie (2008) (51-66); Rationalität in sozialwissenschaftlicher Perspektive (1999) (67-81); Kausale Rekonstruktion: Theoretische Aussagen im akteurzentrierten Institutionalismus (2002) (83-95); Soziale Mechanismen in der Analyse gesellschaftlicher Makrophänomene (2005) (97-121); Individuelles Handeln und gesellschaftliche Ereignisse: Zur Mikro-Makro-Problematik in den Sozialwissenschaften (2000) ( ); Emergence in Philosophy and Social Theory (2008) ( ); Embedded Theorizing: Perspectives an Globalization and Global Governance (2008) ( ). [57-L] Schulz, Peter J.; Hartung, Uwe; Keller, Simone (Hrsg.): Identität und Vielfalt der Kommunikationswissenschaft, (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Bd. 36), Konstanz: UVK Verl.- Ges. 2009, 306 S., ISBN: INHALT: "Wie kaum eine andere wissenschaftliche Disziplin ist die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit der Frage konfrontiert, was als unaufhebbar zum Profil der Kommunikationswissenschaften zu rechnen ist, und was eher als schmückendes Beiwerk betrachtet werden kann. Dies hängt auch zusammen mit den unterschiedlichen Traditionen, in denen die Kommunikationswissenschaft verwurzelt ist: der sozialwissenschaftlich-empirischen, der kulturwissenschaftlichen sowie der technisch-informatik-orientierten Tradition. Der vorliegende Band verbindet und differenziert unterschiedliche Perspektiven der öffentlichen Kommunikation und stellt sie in ihren interdisziplinären und internationalen Zusammenhang. Die Beiträge entstanden anlässlich der 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft 2008 in Lugano." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Peter J. Schulz, Uwe Hartung, Simone Keller: Einleitung (9-18); Teil 1: Die Beobachtung des Faches und seiner Theorieentwicklung: Fabian Schäfer: Transnationale Verflechtungszusammenhänge in der frühen Kommunikationswissenschaft (21-34); Erik Koenen: Transnationale Einflüsse in der Entwicklung der skandinavischen Kommunikationswissenschaften - Ein Werkstattbericht (35-49); Maria Löblich, Senta Pfaff-Rüdiger: Die empirisch-sozialwissenschaftliche

46 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.1 Theorie 45 Wende und die Veränderung der Forschungspraxis in der Zeitungs- und Publizistikwissenschaft (51-63); Stefanie Averbeck-Lietz: Konstruktivismus in der deutschen und der französischen Kommunikationswissenschaft (65-87); Johannes Raabe: Kultur- und praxistheoretische Konzepte in der Kommunikationswissenschaft - Ein Beitrag zur jüngeren Theorieentwicklung der Disziplin (89-104); Patrick Donges: Sichtbarkeit und Zurechenbarkeit: Kommunikation als Voraussetzung von Politik ( ); Teil 2: Ansätze und Teilgebiete: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Jörg Matthes: Identität und Vielfalt des Framing-Ansatzes: Eine systematische Analyse der Forschungsliteratur ( ); Inga Huck, Oliver Quiring, Hans-Bernd Brosius: Wahrnehmungsphänomene im Agenda-Setting-Prozess ( ); Olaf Jandura, Constanze Rossmann: Gesundes Fernsehen? Die Bedeutung von Boulevardmagazinen für die Gesundheitskommunikation ( ); Sabrina Bresciani, Martin J. Eppler: The Risks of Visualization: A Classification of Disadvantages Associated with Graphic Representations of Information ( ); Benjamin Krämer, Thorsten Schroll, Gregor Daschmann: Die Anwendung künstlicher neuronaler Netze in der Kommunikationswissenschaft ( ); Teil 3: Empirische Studien, international vergleichend und andere: Joachim Trebbe, Jens Woelke: International vergleichende Fernsehprogrammforschung: Ein Erhebungsmodell für Deutschland, Österreich und die Schweiz ( ); Kevin Grieves: "Il faut du courage" - Grenzüberschreitende journalistische Zusammenarbeit in der Region Saar-Lor-Lux ( ); Manuel Puppis: Organisationen der Medienregulierung: Das Legitimitätsmanagement von Presseräten ( ); Uwe Hasebrink: Herausforderungen und Ertrag international vergleichender Forschung am Beispiel der Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen ( ); Markus Lehmkuhl: Diffusion von Telekommunikationstechniken in sozialen Netzwerken: Eine Detailanalyse zum interpersonalen Einfluss ( ); Gerhard Vowe, Marco Dohle: Mediokratie oder Expertokratie? Ergebnisse einer Inhaltsanalyse von Parlamentsdebatten im Längsschnitt ( ). [58-F] Schurz, Gerhard, Prof.Dr. (Bearbeitung): A frame-theoretic investigation of the dynamics of scientific theories, their conceptual systems and their realistic reference INHALT: In this project, frame-theory shall be used to investigate the historical transition between (partially incommensurable) theories, with particular focus on the consequences such transitions have on scientific concepts, classificatory systems and ontologies. Frames are especially suited for this purpose because they explicate the central categories and concepts which underlie scientific theories in the form of recursive system of attributes (cf. Chen and Barker 2000, Chen 2003). Several case studies from the development of chemistry in the 17th and FOR 600 Functional 2 Concepts and Frames - Proposal th century (for example, the comparison of phlogiston versus oxygen theories of combustion), and from the development of biology (from Linnean to Darwinian classification systems) shall be conducted. We will investigate the historical and epistemological conditions which must be satisfied in order for an attribute to become a central dimension (or node) in a scientific classification system - such as mole number becoming central in the classification of chemical substances and reactions after Avogadro and Dalton, or descendance become central in classification of biological kinds after Darwin. Three related goals are central to this the project. The first goal concentrates on the question of how can competing (and in some cases incommensurable) theories or research programs be compared? The researchers conjecture that frame-representations are especially suited to reveal structural correspondence relations between different theories.

47 46 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.1 Theorie Such relations can be construed as invariances, as the structural realists call them, that disclose objective information about the world (Worrall 1989, Votsis 2005, Schurz 2006b). The second goal will focus on the question of which concepts or nodes of a theory frame can be regarded to successfully refer to entities in the world as opposed to merely having an instrumental value. They conjecture that typically we can identify successfully referring nodes of a frame when at least part of their content survived theory change in the form of structural correspondence relations between the frames of the consecutive theories. The third goal in this project concerns the development of evaluation criteria for scientific classification. Two evaluation dimensions will circumscribe the discussion: a) the degree of theoretical unification provided by a classification frame, and b) its diagnostic efficiency. It will be asked whether there are cases in which the aim of theoretical unification and the aim of diagnostic efficiency come into conflict. For example, certain tensions of this sort seem to exist between a classification of biological kinds in terms of attributive similarities, and in terms of their evolutionary ancestry (cf. Ridley 1993, 358f, 369f). Where conflicts exist, they will try to develop strategies to resolve them. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Düsseldorf, Philosophische Fakultät, Philosophisches Institut (Universitätsstr. 1, Düsseldorf) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , Fax: , Wissenschafts- und Technikssystem: Strukturen und Prozesse; quantitative Wissenschaftsforschung; Evaluationsforschung [59-F] Albrecht, Kathrin, M.A. (Bearbeitung); Baecker, Dirk, Prof.Dr.rer.soc. (Leitung): Universität im Wandel: der Bologna-Prozess aus organisationstheoretischer Perspektive INHALT: Die Universität wandelt sich. Daran besteht kein Zweifel. Und im Sinne der viel zitierten Rede von der Krise der Universität, wird einiges erwartet von der Reform dieser Organisation. Vergessen wird dabei oft, dass sich (organisatorische) Wandlungsprozesse zwar durch Reformen beschleunigen, initiieren oder auch in bestimmte Richtungen lenken, nicht aber determinieren lassen. Diese Studie wird daher Wandel und Reformabsichten unterscheiden, als auch als zwei Seiten einer Unterscheidung untersuchen. In Frage steht, wie es der Universität unter dem gegenwärtigen Reformdruck - dem Bologna-Prozess - gelingt, ihre Aufgaben in Forschung und Lehre (neu) zu bestimmen und damit auch ihre gesellschaftliche Rolle zu definieren. Und die Beantwortung dieser Frage erfordert einen Blick auf die Variation von Organisationsstrukturen, wie dem Curriculum, ebenso wie die Berücksichtigung der veränderten Rolle des Studenten. Auch die Einführung von Managementpraktiken, wie sie gegenwärtig vorangetrieben wird, hat, so die Vermutung der Forscher, Auswirkungen auf die gesellschaftliche Rolle der Universität. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Zeppelin University Hochschule zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik, Department communication & cultural management, Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse (Am Seemooser Horn 20, Friedrichshafen)

48 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 47 KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , Fax: , [60-L] Besio, Cristina: Forschungsprojekte: zum Organisationswandel in der Wissenschaft, (Science Studies), Bielefeld: transcript Verl. 2009, 448 S., ISBN: INHALT: Mit der Systemtheorie betrachtet die Dissertation Organisationen als autopoietische Systeme, die aus Entscheidungen bestehen und Strukturen kondensieren. In diesem Rahmen wird die Annahme in Frage gestellt, dass Projekte die Forschung zugleich kontrollierbarer und flexibler machen. Demgegenüber identifiziert die Autorin weitere Funktionen und Risiken von Projekten in Organisationen, die als eine Form der "struktureller Kopplung" begriffen werden. Die identifizierten Funktionen und Risiken von Projekten dienen als Gesichtspunkte für einen Vergleich zwischen dem Projekt und anderen Formen der Organisation der Forschung oder dienen der Suche neuer Organisationsformen, die als funktionale Äquivalente von Projekten in Frage kommen. Dies ermöglicht die Forschung kontrollierbarer und zugleich flexibler zu machen und Formen zu entwickeln, die Varietät zulassen, ohne auf Orientierungskriterien zu verzichten. Die Studie zeigt insgesamt, dass die Wissensproduktion, also wissenschaftliche Kommunikation, der Form "Projekt" gegenüber nicht indifferent bleibt. Als organisatorische Struktur kann das Projekt die Entwicklung des autonomen Funktionssystems Wissenschaft zwar nicht bestimmen, aber es kann in der wissenschaftlichen Kommunikation "Irritationen" auslösen: "Anders gesagt: Im Rahmen des durch die Wissenschaft eröffneten Überschusses an Forschungsmöglichkeiten machen Projekte einige von ihnen wahrscheinlicher." (ICA2) [61-L] Blomert, Reinhard; Meyer-Renschhausen, Elisabeth: Kann man die Aufklärung kommerzialisieren?: die Hintergründe der neuen Rahmenbedingungen für die Universitäten, in: Paul Kellermann (Hrsg.) ; Manfred Boni (Hrsg.) ; Elisabeth Meyer-Renschhausen (Hrsg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik : Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die neoliberale (neoklassische) Theorie geht von der grundlegenden These aus, dass der private Sektor in sich stabil ist. Nach dieser Sicht werden durch Deregulierung und Privatisierung viele bisher öffentliche Versorgungsbereiche dem Markt übergeben; das Versprechen lautet, alle werden so besser und billiger bedient. Auch die Bildung gehört nach den Idealen der neoliberalen Theorie, die in der EU-Kommission seit 1987 zur Standarddoktrin geworden ist. Der vorliegende Beitrag zeigt vor diesem Hintergrund, dass derzeitige Hochschulreform als eine Art Einhegung der bisherigen Allmende des Allgemeinguts (Allgemein-)Bildung betrachtet werden kann, die einer Enteignung der Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen zugunsten von privaten Bildungsträgern und Dienstleistungskonzernen gleichkommt. Die Kommerzialisierung des Bildungsbereichs ist jedoch für die Autoren eine Fehlentwicklung, die auf Dauer ihre Korrektur erfahren wird, da jede Gesellschaft unabhängige Gelehrtenkulturen und entsprechende Räume der moralischen und wissenschaftlichen Reflektion braucht. (ICA2)

49 48 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem [62-L] Gaiser, Birgit; Kühnen, Angela; Panke, Stefanie: Wissenschaftsmanagement im Web 2.0: Geschichte en blog, in: Wissenschaftsmanagement : Zeitschrift für Innovation, Jg. 15/2009, H. 5, S INHALT: "Die Entwicklung der Hochschulen von staatlichen Anstalten hin zu selbst verantwortlich agierenden Organisationen und die Entwicklung des stark interdisziplinären Berufsbildes des Wissenschaftsmanagers ziehen unweigerlich einen Culture Clash nach sich. Das Wissenschaftsmanagement in Deutschland muss sich erst den Ruf erarbeiten, zu positiven Mehrwerten beitragen zu können und nicht länger als Einschränkung der Freiheit von Forschung und Lehre wahrgenommen zu werden. Forschung und Lehre finden keineswegs im Elfenbeinturm statt, sondern sind wie jeder andere Berufszweig mit aktuellen Entwicklungen außerhalb des eigenen disziplinären Erfahrungshorizonts konfrontiert. Entsprechend muss sich das Wissenschaftsmanagement mit aktuellen technologischen Trends wie der Entwicklung von Web 2.0- Werkzeugen auseinandersetzen. Der vorliegende Beitrag zeigt zunächst die Bedingungen und Potenziale des Einsatzes von Web 2.0 im Wissenschaftsmanagement auf und verdeutlicht in einem zweiten Schritt das Postulierte anhand eines aktuellen Anwendungsbeispiels der Gerda Henkel Stiftung. Beschrieben wird die Entwicklung eines Portals mit Blogging- und Social- Networking-Komponenten, das eine publikumswirksame und zeitgemäße Darstellung der Arbeiten der Stiftung mit einer gleichzeitigen Professionalisierung der Stipendiatenbetreuung verbindet." (Autorenreferat) [63-F] Gerber, Sascha, Dipl.-Soz.-Wiss.; Gräf, Ilse-Dore; Kohrsmeyer, Maren, Dipl.-Soz.-Wiss.; Jochheim, Linda, Dipl.-Soz.-Wiss. (Bearbeitung); Heinze, Rolf G., Prof.Dr.; Wannöffel, Manfred, Dr.; Bogumil, Jörg, Prof.Dr.; Burgi, Martin, Prof.Dr. (Leitung): Neue Steuerung von Universitäten - Evaluierung von Governance-Reformen des deutschen Universitätssystems INHALT: Die seit Mitte der 1990er Jahre in Deutschland zu beobachtenden Hochschulreformen orientieren sich am New Public Management. Forschungslücken bestehen bezüglich des Umsetzungsstandes und den Auswirkungen der Reformen auf hochschulinterne Strukturen und Prozesse. Von besonderem Interesse sind hierbei Veränderungen der Entscheidungs-, Mitbestimmungs- und Partizipationskultur an Universitäten. Kontext/ Problemlage: Die Reformen des deutschen Hochschulsystems orientieren sich am Leitbild des New Public Management. Damit schließen sich diese Reformen einem Trend an, der sich weltweit in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Sektors beobachten lässt. Trotz zahlreicher Debatten konzeptioneller Natur gibt es einen großen Mangel an empirischen Studien zur Implementation neuer Steuerungsinstrumente und deren Auswirkungen auf die Performanz, also die Effizienz und Effektivität, aber auch die Fachkulturen und die Ausgestaltung der Partizipations- und Mitbestimmungskultur von Universitäten. Einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücken zu leisten ist erklärtes Ziel dieses Projekts. Fragestellung: Das Projekt ist als wissenschaftliche Evaluationsforschung angelegt. Untersuchungsleitende Fragestellungen sind: Welche neuen Steuerungsinstrumente wurden umgesetzt und wie stellt sich ihre Ausgestaltung dar? Welche Bestimmungsfaktoren erklären ihren Implementierungsstand? Welche Auswirkungen haben diese Instrumente auf die Performanz von Universitäten und der in ihnen beheimateten Fachkulturen? Welche Auswirkungen haben die neuen Steuerungsinstrumente auf die Mitbestimmungs- und Partizipationskultur an Universitäten? Das Projekt wird neben der Hans-Böckler- Stiftung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Im Zentrum des bei

50 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 49 der HBS angesiedelten Teilprojekts steht die Frage nach den Auswirkungen neuer Steuerungsinstrumente auf die Partizipations- und Entscheidungsprozesse in Universitäten. Weitere Informationen auf der Projekthomepage: METHODE: Die Untersuchung basiert sowohl auf standardisierten Umfragen als auch auf vertiefenden qualitativen Fallstudien. Im Rahmen der standardisierten Befragungen werden die Rektoren/ Präsidenten, Kanzler, Dekane, Hochschulräte, Personalratsvorsitzende (in Vollerhebungen) und Professoren (Teilerhebung) befragt. Dadurch soll ein möglichst umfassendes Bild über Hochschulreformen und deren Auswirkungen gewonnen werden. Die qualitativen Fallstudien an ausgewählten Universitäten basieren auf Dokumentenanalysen und Experteninterviews. Im Rahmen der Experteninterviews werden ebenfalls die Rektoren/ Präsidenten, Kanzler, Dekane, Hochschulräte, Personalratsvorsitzenden und Professoren befragt. Weiterhin werden Experteninterviews mit Vertretern anderer Statusgruppen, also Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und nichtwissenschaftlichem Personal, geführt. Dadurch wird es möglich, den Wandel der Partizipations- und Entscheidungsprozesse an Universitäten umfassend zu untersuchen. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Hans-Böckler-Stiftung INSTITUTION: Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft, Sektion Soziologie Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft (44780 Bochum); Universität Bochum, Gemeinsame Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum - IG Metall (44780 Bochum); Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft, Sektion Politikwissenschaft Lehrstuhl für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik (Universitätsstr. 150, Bochum); Universität Bochum, Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht (Universitätsstraße 150, Bochum) KONTAKT: Institution (Tel , [64-L] Globisch, Sabine: Innovationspotenziale effizient nutzen: öffentliche Forschungsförderung in Deutschland, in: Wissenschaftsmanagement : Zeitschrift für Innovation, Jg. 15/2009, H. 5, S INHALT: "In Deutschland existiert für die öffentliche Forschungsförderung ein eng verzahntes System an institutioneller und projektbezogener Förderung. Nachweise über die Wirksamkeit und den effizienten Einsatz öffentlicher Förderung werden durch die Wirkungsforschung erbracht. Vor dem Hintergrund eines rasanten technologischen Wandels, dem sich insbesondere die Gestalter von öffentlicher Forschungsförderung anpassen müssen, stellt sich die Frage, ob die gegebenen Marktpotenziale bisher überhaupt ausgeschöpft werden oder wie dieses erreicht werden kann." (Autorenreferat) [65-F] Hamann, Julian (Bearbeitung): Geisteswissenschaften und Humanities - zwischen nationalen Traditionen und globalem Modell? INHALT: Als disziplinäre Einheit haben deutsche Geisteswissenschaften und angloamerikanische Humanities eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Über ein Jahrhundert lang hatten sie eine dominante Stellung im Zentrum der Universität inne, von der aus definiert

51 50 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem werden konnte, was unter legitimer Forschung und Lehre zu verstehen ist. Die Verdrängung von dieser hegemonialen Position im universitären Feld in den vergangenen Jahrzehnten hat eine Vielzahl national geführter Krisendiskurse zur Folge. Ausgehend von dieser Entwicklung soll in dem Dissertationsprojekt untersucht werden, welchen Einfluss Prozesse des institutionellen Wandels in der Wissenschaft auf die nationalen Traditionen der deutschen Geisteswissenschaften auf der einen Seite sowie der britischen Humanities auf der anderen Seite haben. Vor dem Hintergrund einer breit angelegten historischen Perspektive wird davon ausgegangen, dass die jeweiligen nationalen Traditionen dem Anpassungsdruck eines globalen Modells der Bildungspolitik in unterschiedlichem Ausmaß entsprechen können. Die höhere Anschlussfähigkeit der britischen Humanities an das Globalmodell sorgt dafür, dass es im transnationalen Feld der Wissenschaft und Bildung zu einer Machtverschiebung zu ihren Gunsten kommt: Den transnationalen Orientierungspunkt für Geisteswissenschaften stellt nun nicht mehr die auf Humboldt aufbauende deutsche Tradition dar, sondern ein markt- und wettbewerbsorientiertes Modell der angloamerikanischen Humanities. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Bamberg, Fak. Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Graduiertenkolleg "Märkte und Sozialräume in Europa" (Lichtenhaidestr. 11, Bamberg) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , [66-F] Heublein, Ulrich, Dr.; Fuchs, Martin (Bearbeitung): Datenreport "Wissenschaft weltoffen" zur Internationalisierung deutscher Hochschulen INHALT: Für den DAAD hat HIS ein Konzept für einen Datenalmanach zur Internationalisierung entwickelt und unter dem Titel "Wissenschaft weltoffen - Daten und Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland" umgesetzt. "Wissenschaft weltoffen" besteht aus einem Report mit kommentierten Überblicksgrafiken und -tabellen, einem Internetauftritt mit zahlreichen vertiefenden Tabellen ohne Kommentierung und einer Servicestelle (Hotline) bei HIS, die Interessenten bei der Konzipierung eigener Auswertungsvorstellungen berät und diese durchführt. Die Datenbasis umfasst zum einen Informationen zu ausländischen Studierenden und Hochschulabsolventen sowie deutschen Studierenden im Ausland, die vom Statistischen Bundesamt bereitgestellt und von HIS ausgewertet werden. Zum anderen erhält HIS im Rahmen jährlicher Fortschreibungen Informationen von Deutschlandaufenthalten ausländischer Wissenschaftler und von Auslandsaufenthalten deutscher Wissenschaftler, die solche Aufenthalte direkt fördern. Darüber hinaus sollen künftig mit Informationen aus den Sozialerhebungen von DSW und HIS die wirtschaftliche Lage der ausländischen Studierenden beschrieben und mit Daten der OECD und EU die internationale Mobilität von Studierenden ausgewählter Staaten dargestellt werden. Im Sommer 2009 ist die Veröffentlichung der von dem DAAD finanzierten Fortschreibung für "Wissenschaft weltoffen 2009" geplant. Angesichts der verstärkten Bemühungen um die bessere Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und um deren Chancengleichheit wird HIS erstmals auf der Basis des Informationssystems Wissenschaft weltoffen einen gesonderten Datenreport zu der Situation der Bildungsinländer an den deutschen Hochschulen erstellen. Neben statistischen Auswertungen gehen auch Ergebnisse aus weiteren HIS-Untersuchungen zu den Bildungsinländern in diesen Bericht ein. Projekthomepage unter: VERÖFFENTLICHUNGEN: Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hrsg.): Wissenschaft weltoffen Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann, Deutscher Akademischer Austauschdienst

52 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 51 (Hrsg.): Wissenschaft weltoffen Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann, Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hrsg.): Wissenschaft weltoffen Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann, Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hrsg.): Wissenschaft weltoffen Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann, HIS: Ausländische Studentinnen und Wissenschaftlerinnen in Deutschland. Ausgewählte Ergebnisse aus Sonderauswertung von DAAD und HIS zur Jahresversammlung 2003 der HRK in Dresden am 5./6. Mai Hannover: Hochschul-Informations-System 2003, 54 S. (Download unter: ausl_studentinnen.pdf ).+++Griesbach, Heinz; Fuchs, Martin: Aktuelle Informationen zur Attraktivität des Hochschulstandortes Deutschland: "Wissenschaft weltoffen 2004". in: HIS- Kurzinformation A (ISSN ), 2004, H. 5, S (Download unter: pdf/pub_kia/kia pdf ).+++Minks, Karl-Heinz: Wo ist der Ingenieurnachwuchs? in: HIS-Kurzinformation (ISSN ), A5, 2004, S (Download unter: pdf/pub_kia/kia pdf ).+++Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hrsg.): Wissenschaft weltoffen Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann, Griesbach, Heinz: Wissenschaft weltoffen Eine von HIS und DAAD entwickelte Datenbasis zur Internationalisierung von Studium und Forschung. in: HIS-Kurzinformation A (ISSN ), 2002, H. 7, 44 S. (Download unter: Akademischer Austauschdienst (Hrsg.): Wissenschaft weltoffen. Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann, ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: Deutscher Akademischer Austauschdienst -DAAD- FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Heublein, Ulrich (Dr. Tel , Fax: , Fuchs, Martin (Tel , Fax: , [67-L] Hornbostel, Stefan: Research / Science / Development, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 108), Berlin 2009, 11 S. (Graue Literatur; INHALT: "As in other societal realms also in research, science, and development governments and parliaments increasingly have to legitimize their actions and want to base their future activities on informed decisions. Consequently, performance measures, benchmarking, comparative analysis, 'foresight studies' are increasingly asked for. Ranking, ratings and evaluations are introduced throughout the system supposedly providing on the one hand the requested transparency and at the same time acting as stimuli to improve the performance. However, to date central questions relating to the underlying methodologies and indicators used are unanswered. These questions concern the availability and appropriateness of the data, indicator construction and methodologies on the one hand, tackle issues as how to deal with effects due to disciplinary, sectoral, regional or national differences, and concern the intended and unintended effects of the instruments used. In the contribution these issues are described and discussed in more detail. In Germany so far infrastructural deficiencies e.g. the fragmentation of

53 52 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem research groups addressing those issues prevent adequately addressing the open research questions. Behind this background the two most important tasks identified are them the development of a decentralized data collection system enabling standard definitions and the development of a competitive research infrastructure." (author's abstract) [68-L] Jansen, Dorothea; Heidler, Richard; Görtz, Regina von: Ungleiche Chancen im Wissenschaftssystem: Artefakt oder Realität?, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61/2009, H. 3, S (Standort: USB Köln(38)- Haa00277-b; Kopie über den Literaturdienst erhältlich; kzfss/area=soz/id=7495) INHALT: "Der Artikel 'Herausbildung einer akademischen Elite? Zum Einfluss von Größe und Reputation von Universitäten auf Forschungsförderung' von Katrin Auspurg, Thomas Hinz und Jürgen Güdler (Heft 4/2008 dieser Zeitschrift) setzt sich kritisch mit der von Richard Münch vertretenen These der Monopolisierung von Forschungschancen im deutschen Wissenschaftssystem auseinander. In dem Beitrag wird allerdings für die Analyse ein zur Widerlegung von Münchs These wenig geeigneter Gegenstand gewählt, das DFG-Normalverfahren. Problematische Tendenzen für das Wissenschaftssystem, so unsere und Münchs Vermutung, gehen jedoch eher von koordinierten Programmen und der Exzellenzinitiative aus. Zudem gelingt es in dem Beitrag nicht, die Analyse in einen breiteren Kontext der Funktionen und Auswirkungen der wachsenden Rolle der Drittmittelförderung im Wissenschaftssystem zu stellen." (Autorenreferat) [69-L] Keller, Andreas; Staak, Sonja (Hrsg.): Innovation durch Partizipation: Steuerung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen im 21. Jahrhundert, (Materialien und Dokumente Hochschule und Forschung, 115), Bielefeld: Bertelsmann 2009, 206 S., ISBN: INHALT: "Steuerung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen im 21. Jahrhundert. Wer steuert die Wissenschaft wohin? Wie können die Organisations-, Leitungs- und Entscheidungsstrukturen zeitgemäß ausgestaltet werden? Und wie werden die an Forschung, Lehre und Studium beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studentinnen und Studenten beteiligt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der zweiten Wissenschaftskonferenz von der Hans-Böckler-Stiftung, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem Deutschen Studentenwerk. Die Ergebnisse der Konferenz fasst der vorliegende Tagungsband zusammen. Die Autorinnen und Autoren werfen einen Blick zurück auf die Auseinandersetzungen um die Demokratisierung der Hochschulen seit den 60er-Jahren, beleuchten die aktuellen Handlungsfelder der Mitbestimmung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen und lassen die verschiedenen Interessengruppen mit ihren jeweiligen Leitbildern zu Wort kommen." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Wolfgang Jäger, Hans-Böckler-Stiftung, Rolf Dobischat, Deutsches Studentenwerk: Vorworte (7-10); Andreas Keller und Sonja Staack: Einleitung (11-16); A. Der Muff von vierzig Jahren? Reflexionen zur Auseinandersetzung um die Demokratisierung der Hochschulen seit 1968: Wolfgang Nitsch: Hochschule in der Demokratie - Demokratie in der Hochschule: Zwischenbilanz eines uneingelösten Vermächtnisses (19-25); Peter Hauck-Scholz: Demokratie und Wissenschafts-

54 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 53 freiheit (27-33); Gisela Notz: Demokratisierung der Hochschulen: Reflexionen zum Beitrag der feministischen Hochschulfrauenbewegung (35-40); Peer Pasternack: Demokratisierung der Hochschulen: Der Beitrag der Reformbewegung 1989/1990 in der DDR (41-49); Jan Schröder: Zum Symbol "1968", zum Hochschulumbau und zur studentischen Protestkultur (51-56); B. Handlungsfelder der Mitbestimmung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen - Anforderungen an zeitgemäße Willensbildungs- und Entscheidungsstrukturen: Bärbel Rompeltien: Personalentwicklung und Personalmanagement an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen (59-63); Marianne Kriszio: Hochschulreform - zur Rolle der Frauenund Gleichstellungsbeauftragten in der aktuellen Hochschulentwicklung (65-69); Carmen Ludwig: Gewerkschaftliche Eckpunkte für Berufungsverfahren (71-78); Margret Bülow- Schramm und Konstantin Bender: Mitbestimmung im Feld Studienreform und Qualitätssicherung (79-84); Wilhelm Achelpöhler: Verfasste Studierendenschaft - ein alter Hut? (85-92); Achim Meyer auf der Heyde: Demokratisierung von Bildung und Wissenschaft durch Chancengleichheit beim Hochschulzugang und im Studium (93-99); C. Konzepte und Akteure. Wer steuert die Hochschulen wohin? Ingrid Lotz-Ahrens: "Das Nähere regelt die Grundordnung" - Chancen und Risiken der Organisationsautonomie von Hochschulen ( ); Wolfgang Eppler: Exzellente Forschung - exzellente Mitbestimmung? Zum Karlsruher Institut für Technologie ( ); Mathias Winde: Zur Steuerung deregulierter Hochschulen ( ); Barbara M. Kehm und Akiiki Babyesiza: Governance-Forschung - eine anwendungsorientierte Wissenschaft? ( ); Eberhard Hoffmann: Dienstleister für die "unternehmerische Hochschule"? Die Zukunft der Studentenwerke ( ); Manfred Wannöffel: Hochschulräte: Wer sitzt drin und welche Erwartungen können sie erfüllen? ( ); Uwe Schneidewind: Alle Macht den Räten? Gesellschaftliche Interessenvertretung in Hochschulräten - Warum die Organisation gesellschaftlicher Interessen in Hochschulen so schwer ist ( ); Achim Meyer auf der Heyde: Mit Hochschulräten näher an der Gesellschaft? ( ); D. Wissenschaft und Arbeitnehmerinteressen. Partizipation von Gewerkschaften in Hochschule und Forschung: Karin Bordasch und Lothar Letsche: Mitbestimmung des Personals an außerhochschulischen Forschungseinrichtungen ( ); Sebastian Sick: Mitbestimmung in Europa - Risiken und Chancen ( ); Claudia Schünemann: Die Arbeit der niedersächsischen Kooperationsstellen von Hochschulen und Gewerkschaften am Beispiel des Projekts ZAUBER ( ); Hanne Reiner: Gewerkschaften als Stakeholder im Bologna-Prozess am Beispiel der Akkreditierung ( ); E. Partizipatorische Hochschulsteuerung im 21. Jahrhundert: Wolf Jürgen Röder: Hochschule in der Demokratie - Demokratie in der Hochschule ; Eckpunkte eines gewerkschaftlichen Leitbilds für die demokratische und soziale Hochschule ( ); Andreas Keller: Wir können auch anders - Das neue wissenschaftspolitische Programm der Bildungsgewerkschaft GEW als Leitbild für eine alternative Hochschulreform ( ). [70-L] Kellermann, Paul; Boni, Manfred; Meyer-Renschhausen, Elisabeth (Hrsg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik: Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 240 S., ISBN: INHALT: Inhaltsverzeichnis: Konrad Paul Liessmann: Bologna: Die Leere des europäischen Hochschulraums (13-25); Reinhard Blomert, Elisabeth Meyer-Renschhausen: Kann man die Aufklärung kommerzialisieren? Die Hintergründe der neuen Rahmenbedingungen für die Universitäten (27-45); Paul Kellermann: Geschäft versus Wissenschaft, Ausbildung versus

55 54 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem Studium. Zur Instrumentalisierung von Hochschulbildung und Universität (47-64); Thomas Loer, Sascha Liebermann: Technokratisierung durch Selbstentmachtung: Anmerkungen zum Versagen der wissenschaftlichen Profession und eine alternative Antwort auf die Probleme der Hochschule heute (65-93); Burkard Sievers: Die psychotische Universität: Sozioanalytische Perspektive einer Organisation im verordneten Wandel (95-108); Manfred Boni: Gutes Geld für gute Wissenschaft? Über die Reform der Hochschulfinanzierung in Nordrhein-Westfalen ( ); Andrea Tönjes: Ausflug nach Formalistan. Ein Erfahrungsbericht aus der schönen neuen BA/ MA-Welt ( ); Manfred Prisching: Die Vermessung der wissenschaftlichen Landschaft ( ); Hartwig Brandl, Daniel Gunzer: ECTS: Die Workload- Problematik ( ); Max Preglau: "Bologna" in Theorie und Praxis - ein europäisches Projekt im Lichte lokaler Erfahrungen an der LFU Innsbruck ( ); Sabine Berghahn: Ausschluss der Elite. Hochschulreform als Exklusion erarbeiteter Kompetenz? ( ); Hans-Georg Müller: Wissenschaftlich Beschäftigte als Verlierer der Hochschulreformen. Die Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse des wissenschaftlichen Mittelbaus am Beispiel Nordrhein-Westfalens ( ); Uwe Fricke: Ausbeutung an Hochschulen. Zur Zukunft der Lehrbeauftragten ( ). [71-L] Knie, Andreas; Simon, Dagmar: Verlorenes Vertrauen?: auf der Suche nach neuen Governance-Formen in einer veränderten Wissenschaftslandschaft, in: Sebastian Botzem (Hrsg.) ; Jeanette Hofmann (Hrsg.) ; Sigrid Quack (Hrsg.) ; Gunnar Folke Schuppert (Hrsg.) ; Holger Straßheim (Hrsg.): Governance als Prozess : Koordinationsformen im Wandel, Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges., 2009, S INHALT: Es stellt sich nach Meinung der Autoren die Frage, warum das Vertrauen in das Delegationsprinzip des Wissenschaftssystems offenkundig nicht vorhanden ist und vielfältige Versuche gestartet werden, Kontroll- und Überwachungsinstrumente einzurichten. Die Autoren zeigen in ihrem Beitrag, dass das spannungsreiche Verhältnis zwischen organisierter Wissenschaft und staatlicher Politik dem besonderen Charakter der Wissenschaft als einem öffentlichen Gut geschuldet ist. Der Staat übernimmt dabei einerseits eine Schutzfunktion gegenüber den von der Wissenschaft beanspruchten Räumen, andererseits entwickelt er aber aufgrund des öffentlichen Charakters und der damit verbundenen umfangreichen Finanzierungen bei der Gestaltung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit ein hohes Interventionsinteresse. Dieses Spannungsverhältnis wird noch zusätzlich durch den Umstand belastet, das zwischen Wissenschaft, Politik und anderen gesellschaftlichen Teilbereichen eine immer stärkere Kopplung stattfindet, die neue und veränderte Interaktions- und Koordinationsarrangements hervorbringen. Diese Kopplungen entstehen aus der Notwendigkeit wechselseitiger Abhängigkeiten. Die engeren Wechselbeziehungen der Wissenschaft mit Wirtschaft, Medien und Politik werfen jedoch die Frage auf, welche Folgen für die notwendige Autonomie der Wissenschaft entstehen. Die Autoren beleuchten insbesondere die sich hieraus ergebenden Koordinationsleistungen und widersprüchlichen Governance-Modi. (ICI2) [72-F] König, Karsten, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Kreckel, Reinhard, Prof.Dr. (Leitung): Die Reform der staatlichen Hochschulsteuerung durch Kontraktmanagement und ihre Bedeutung für Mitbestimmung und Chancengleichheit an den Hochschulen

56 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 55 INHALT: Die Reform der staatlichen Hochschulverwaltung ist noch kaum erforscht. In diesem Projekt wird die Praxis der Hochschulverträge und Zielvereinbarungen zwischen Landesregierungen und Hochschulen untersucht und gezeigt, dass die Möglichkeiten kooperativer Steuerung nicht ausreichend genutzt werden. Kontext/ Problemlage: Die bisher für eher hierarchisch strukturierte Organisationszusammenhängen (Unternehmen, Verwaltungen) entwickelten neuen Steuerungsinstrumente werden seit wenigen Jahren auch auf die Expertenorganisation Hochschule übertragen: Die alte kameralistische Haushaltsführung wird durch so genannte Globalhaushalte und Budgetierung ersetzt. An die Stelle von staatlichen Anordnungen und Planungsvorgaben treten immer häufiger Kontrakte, Pakte, Verträge und Zielvereinbarungen als neue Formen der staatlichen Steuerung. Dabei fehlt bisher eine fundierte und kritische wissenschaftliche Begleitung. Insbesondere steht eine Analyse demokratischer und sozialer Aspekte dieser umfassenden Verwaltungsmodernisierung ebenso aus, wie eine generelle Einschätzung der möglichen Effekte des neuen Steuerungsinstrumentariums. Fragestellung: Anliegen des Projektes ist es, dieses Defizit abzubauen, um den HochschulakteurInnen auf staatlicher und institutioneller Ebene die für qualifiziertes Handeln erforderlichen empirischen Befunde zur Verfügung stellen zu können. Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt der Studie: Unter welchen Bedingungen und mit welchen Erwartungen wurden die Instrumente eingeführt? Welche Inhalte werden tatsächlich über Kontrakte gesteuert und wofür sind diese geeignet? Wie laufen die Verhandlungen zwischen Landesregierungen und Hochschulen ab und wie können diese weiterentwickelt werden? Wie werden die Inhalte der Vereinbarungen in den Hochschulen verankert und welche Möglichkeiten haben Personalvertretungen und Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragte, ihre Interessen in die Verhandlungen einzubringen? Darstellung der Ergebnisse: Vertragsförmige Vereinbarungen zwischen Landesregierungen und Hochschulen werden inzwischen in allen Bundesländern zur Hochschulsteuerung eingesetzt und ergänzen oder ersetzten andere Steuerungsverfahren. Die hohen Erwartungen an ein kooperatives Steuerungsinstrument können jedoch noch nicht überall erfüllt werden. Insbesondere drei wesentliche Probleme sind bisher nicht gelöst: Inhaltlich werden viele Vereinbarungen auf hochschulspezifische Entwicklungsziele ausgerichtet. Diese aber können nach der Theorie des kooperativen Staates (Arthur Benz) als "Tauschgeschäfte" eingestuft werden und sind daher auch über Wettbewerbe (wie zum Beispiel Ausschreibungen) effektiv zu steuern. Sowohl das Berichtswesen, als auch mögliche positive und negative Sanktionen auf den Grad der Zielerreichung sind bisher nicht ausreichend entwickelt. Es ist vielfach nicht gelungen, Ziele und Sanktionen nachvollziehbar zu verknüpfen. Schließlich sind kaum Verfahren entwickelt, mit denen die Verhandlungen für Interessengruppen und Hochschulangehörigen transparent gestaltet und für deren Beteiligung geöffnet werden könnten. Instrumente wie ein Schlichtungsverfahren sind bisher nicht vorgesehen. GEOGRAPHI- SCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Die Untersuchung basiert auf einer umfassenden Dokumentenanalyse und qualitativen Interviews mit den AkteurInnen der Verhandlungen. In zehn Bundesländern wurden Hochschulpakte, -verträge und Zielvereinbarungen, sowie die Landeshochschulgesetze analysiert und VertreterInnen der Landesregierungen und je einer Hochschule befragt. In vier dieser zehn Länder wurden darüber hinaus umfangreiche Interviews mit weiteren Hochschulangehörigen und politischen VertreterInnen durchgeführt. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: König, Karsten: Die Reform der staatlichen Hochschulsteuerung durch Kontraktmanagement und ihre Bedeutung für Mitbestimmung und Chancengleichheit an den Hochschulen. Vorläufiger Abschlussbericht. Wittenberg, 7. März 2007, 121 S. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Hans-Böckler-Stiftung

57 56 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem INSTITUTION: HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung Wittenberg e.v. an der Universität Halle-Wittenberg (Collegienstr. 62, Wittenberg) KONTAKT: Leiter ( Bearbeiter ( [73-L] Loer, Thomas; Liebermann, Sascha: Technokratisierung durch Selbstentmachtung: Anmerkungen zum Versagen der wissenschaftlichen Profession und eine alternative Antwort auf die Problemen der Hochschule heute, in: Paul Kellermann (Hrsg.) ; Manfred Boni (Hrsg.) ; Elisabeth Meyer- Renschhausen (Hrsg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik : Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die durch die Bologna Erklärung vorangetriebene Ablösung der Humboldtschen Universität trifft sie in ihrem Kern. War deren Leitwert Wissenschaft als zweckfreie Forschung und als Lehre, die in der Ausprägung eines Forscherhabitus ihr Fundament und ihr Ziel hatte, so wird gerade dies durch bürokratische und ökonomische Modelle beseitigt, da diese eine Ausrichtung der Universität an einem abstrakten Modell von Dienstleistung - sei es als chancengleichheitsorientierter Bereitstellung von Bildungsgütern, sei es als ökonomisch formierter Belieferung von "Kunden" mit Wissen und Bereitstellung von Zertifikaten für den Markt der Wissensarbeiter - bedeuten. Die Kritik an diesem Prozess speist sich jedoch für den Autor einerseits aus einem "nostalgischen Verhaftetsein an eben dem Humboldtschen Modell, andererseits aus einer antikapitalistischen Verve". Ein Einschlagen auf die "Ökonomisierung", wie es mittlerweile gang und gäbe ist, führt deshalb nicht weiter, weil es von der Beantwortung der Frage ablenkt, weshalb dieses Denken sich hat durchsetzen können, worin also die Kontinuität bei allen Veränderungen besteht. Eine zumindest besteht darin, dass die Universität wissenschaftsexternen Zwecken dienen soll. Die einlinige Kritik verfehlt eines vollständig: Was als "Ökonomisierung" kritisiert wird, ist vor allem Standardisierung - und diese ist auch für Unternehmen nur in eingeschränktem Maße hilfreich und förderlich. Triftiger ist es für den Autor, die Entwicklungen als Ausdruck eines Kontrolldenkens zu begreifen, das sich aus enormem Misstrauen gegen Individualität und Verantwortung und aus der Weigerung, solche Verantwortung zu übernehmen, speist. (ICA2) [74-L] Matthiesen, Ulf: KnowledgeScapes: a new conceptual approach and selected empirical findings from recent research on knowledge milieus and knowledge networks, in: DISP : Dokumente und Informationen zur Schweizerischen Orts-, Regional- und Landesplanung, Jg. 45/2009, H. 2 = H. 177, S INHALT: "The complex interplay between accelerating knowledge dynamics, heterogeneous spatial developments and conflict-driven transaction fields represents a core constellation of actual societal and spatial processes. Many interdependencies here are not yet too clearly understood, and verified causal explanations are scarce. In this article new research heuristics will be presented in order to make a step ahead in this foggy field. It addresses the co-evolutionary interrelations between knowledge, space, and milieu. With seven short argumentative steps, the conceptual outfit, major empirical findings and selected strategic and governance

58 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 57 consequences for knowledge-based urban-regional developments shall be sketched out." (author's abstract) [75-L] Mochmann, Ekkehard: e-science infrastructure for the social sciences, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 115), Berlin 2009, 17 S. (Graue Literatur; INHALT: "When the term 'e-science' became popular, it frequently was referred to as 'enhanced science' or 'electronic science'. More telling is the definition 'e-science is about global collaboration in key areas of science and the next generation of infrastructure that will enable it' (Taylor, 2001). The question arises to what extent can the social sciences profit from recent developments in e-science infrastructure? While computing, storage and network capacities so far were sufficient to accommodate and access social science data bases, new capacities and technologies support new types of research, e.g. linking and analysing transactional or audiovisual data. Increasingly collaborative working by researchers in distributed networks is efficiently supported and new resources are available for e-learning. Whether these new developments become transformative or just helpful will very much depend on whether their full potential is recognized and creatively integrated into new research designs by theoretically innovative scientists. Progress in e-science was very much linked to the vision of the Grid as 'a software infrastructure that enables flexible, secure, coordinated resource sharing among dynamic collections of individuals, institutions and resources' and virtually unlimited computing capacities (Foster et al. 2000). In the Social Sciences there has been considerable progress in using modern IT-technologies for multilingual access to virtual distributed research databases across Europe and beyond (e.g. NESSTAR, CESSDA - Portal), data portals for access to statistical offices and for linking access to data, literature, project, expert and other data bases (e.g. Digital Libraries, VASCODA/ SOWIPORT). Whether future developments will need GRID enabling of social science databases or can be further developed using WEB 2.0 support is currently an open question. The challenges here are seamless integration and interoperability of data bases, a requirement that is also stipulated by internationalisation and transdisciplinary research. This goes along with the need for standards and harmonisation of data and metadata. Progress powered by e-infrastructure is, among others, dependent on regulatory frameworks and human capital well trained in both, data science and research methods. It is also dependent on sufficient critical mass of the institutional infrastructure to efficiently support a dynamic research community that wants to 'take the lead without catching up'." (author's abstract) [76-L] Münch, Richard: Kein Kartell, kein Monopol, keine Oligarchie?, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61/2009, H. 3, S (Standort: USB Köln(38)-Haa00277-b; Kopie über den Literaturdienst erhältlich; kzfss/area=soz/id=7514) INHALT: "Im Kontext der Exzellenzinitiative zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an den deutschen Hochschulen ist eine Debatte über die Frage entbrannt, ob die Initiative schon

59 58 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem vorhandene Tendenzen zu Kartell-, Monopol- und Oligarchiestrukturen weiter verstärkt. Eine aktuelle Studie will nachweisen, dass sich solche Strukturen in der Einzelförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nicht zeigen. Dieser Befund ist jedoch nicht geeignet, um Entwarnung geben zu können. Als maßgebliche Faktoren, die Kartell-, Monopol- und Oligarchiestrukturen unterstützen, sind die systematische Verlagerung der Forschungsfinanzierung von der Grundausstattung zur Drittmitteleinwerbung und von der Einzelförderung zur Programm- und Institutionenförderung, zuletzt in Gestalt der Exzellenzinitiative, zu identifizieren. Genau diese entscheidenden Faktoren wurden in der Studie vollständig ausgeblendet. Dadurch gerät sie in die Bahnen einer Affirmationswissenschaft, was sich aus einer der freien Forschung abträglichen Interessenverflechtung von Forschung, Forschungsförderung und Forschungsevaluation erklärt, die eine Barriere der Erkenntnis bildet." (Autorenreferat) [77-L] Münch, Richard: Unternehmen Universität, in: Aus Politik und Zeitgeschichte : Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 2009, H. 45, S (www.bpb.de/files/5adktp.pdf) INHALT: "Die unternehmerische Universität entmachtet die akademische Gemeinschaft der Forschenden, Lehrenden und Lernenden. Sie bedroht die akademische Freiheit und unterwirft wissenschaftliches Wissen äußeren Interessen." (Autorenreferat) [78-L] Münch, Richard: Mit dem Hochschulrat in die Autonomie?: nichtintendierte Folgen der neuen Governance von Hochschulen, in: Perspektiven des Demokratischen Sozialismus : Zeitschrift für Gesellschaftsanalyse und Reformpolitik, Jg. 26/2009, H. 1, S (Standort: FES Bonn(Bo133)-X6424) INHALT: Der Beitrag versucht, das Verständnis des gegenwärtigen Umbaus der Hochschulen und ihrer Governance mit den Begriffen der Audit-Universität und der "unternehmerischen Universität" zu vertiefen. Dabei wird deutlich, dass ein latenter, unregulierter "akademischer Kapitalismus" die Möglichkeiten zu freier Forschung und Lehre an den Universitäten einzuschränken und die Wissensevolution zu schließen droht. In diesem Zusammenhang werden einige die gestalterischen Aufgaben und Risiken der Hochschulräte diskutiert. Die Kritischen Ausführungen des Autors zeigen, dass und wie im "Akademischen Kapitalismus" Wirtschaft und Wissenschaft in der "unternehmerischen Universität" so ineinander greifen, dass beide Seiten nahezu ununterscheidbar werden. Während Wirtschaftsunternehmen Wissen nutzen, um es in monetäres Kapital umzuwandeln, investieren Universitätsunternehmen monetäres Kapital, um jenes Wissen zu generieren, das wieder in die Akkumulation von monetärem Kapital eingespeist werden kann. Hochschulräte nehmen hierbei personell eine Brückenfunktion einnehmen. Als Aufsichtsorgane achten sie darauf, dass ihre Universität diesen zirkulären Prozess der Akkumulation von Wissen und monetärem Kapital erfolgreich betreibt. Je mehr ihnen schon durch die Repräsentanz von Wirtschaftsvertretern Managementdenken geläufig ist, umso energischer wird dieser Prozess vorangetrieben. (ICA2)

60 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 59 [79-L] Prisching, Manfred: Die Vermessung der wissenschaftlichen Landschaft, in: Paul Kellermann (Hrsg.) ; Manfred Boni (Hrsg.) ; Elisabeth Meyer-Renschhausen (Hrsg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik : Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Der Beitrag analysiert die neuen institutionellen Arrangements im Bereich der Bildungsinstitutionen, zögerlich in den Schulen eingeführt, radikaler an den Universitäten: New Public Management (NPM). Das heißt: Autonomisierung und Lokalisierung der Bildungseinrichtungen, Verlagerung von Entscheidungskompetenzen an einzelne Institutionen, Veränderung der Kontrollmethoden. Der neue Modus der Steuerung gilt als Antwort auf die Kritik an überreglementierten, unselbstständigen, bürokratisierten Institutionen: Übergang von der hierarchischen Logik zur Vertragslogik der Zielvereinbarungen, von der Inputsteuerung zur Outputsteuerung. Nach der Umstellung der Governance bezahlt der Staat für die von ihm bestellten Leistungen durch Globalbudgets und überlässt die konkrete Geldverwendung den Vertragspartnern. Er setzt die "Spielregeln", er bestimmt aber nicht die "Spielzüge". Die Leistungserbringer müssen sich an ihren "Kunden" orientieren und effiziente Serviceleistungen erbringen. Die Erreichung der Ziele ist zu evaluieren und hat Konsequenzen für die Folgeperiode; man braucht also aussagekräftige Informationssysteme und ein wirksames Controlling. Der Autor analysiert, dass diese Umstellung der Governance an Messung gebunden ist. Letztlich zielen diese "Evaluierungen" und "Qualitätssicherungen" auf Selektion: "survival of the fittest project". Der Autor resümiert (ironisch): "Fitness hat aber in der Evolutionstheorie immer geheißen: das angepassteste Exemplar - der Schmetterling in der richtigen Umgebungsfarbe. Wer an eine bestimmte Umgebung und ein bestimmtes Milieu angepasst ist, der hat Chancen zum Überleben und zur Projektgewährung. Von der Natur lernen wir, auch für den Wissenschaftsbetrieb: mehr angepasste Schmetterlinge." (ICA2) [80-L] Reeh, Klaus: Developing the research infrastructure for social and behavioral sciences in Germany and beyond: the European dimension, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 79), Berlin 2009, 11 S. (Graue Literatur; INHALT: The purpose of this report is to identify how to better meet the needs of scientists and take into account their concerns around the use of economic and social data at the European level without compromising or neglecting the legitimate needs and justified concerns of European policy makers." (author's abstract) [81-L] Rössel, Jörg; Otte, Gunnar: Status quo and future challenges for the research infrastructure in the field of culture, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 120), Berlin 2009, 16 S. (Graue Literatur; INHALT: "The term 'culture' is notorious for the multitude of its meanings. This expertise strictly focuses on culture in terms of the arts. We adopt a sociological as well as an economic per-

61 60 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem spective. Research questions are subdivided into three spheres of action: artistic production and its organization; the distribution and valuation of culture; and the consumption and reception of culture. The data requirements and the availability of adequate data vary substantively, depending on artistic branches (music, performing arts, etc.) and specific research questions. In order to make the empirical investigation of culture a flourishing field, we recommend the following improvements of the data infrastructure: firstly, comprehensive surveys of artists on the one hand and cultural consumption on the other hand should be carried out with the support of public funding; secondly, a national cultural statistic should be established, illuminating the size, impact and evolution of the cultural sector in comparative perspective; thirdly, the public availability of organization-level data as well as communal surveys on cultural production and consumption issues should be improved; fourthly, the transparency of existing data sources and their accessibility should be improved by archiving them centrally, e.g. at the ZA." (author's abstract) [82-L] Schmoch, Ulrich; Qu, Wan: Performance and structures of the German science system in an international comparison 2008, (Studien zum deutschen Innovationssystem, Nr ), Berlin 2009, 25 S. (Graue Literatur; INHALT: "The scientific capability of a country is an essential basis for its technological performance, which is why this topic has been regularly analyzed for many years in the context of reports on technological performance. The crucial contribution of science to technology development consists in educating highly skilled personnel whose quality depends to a considerable extent on the research capability. It goes without saying that the results of scientific research are also an essential foundation for technical development, whereby the connections between science and industry are frequently of an indirect nature and less obvious, particularly because in many cases a distinct time lag can be observed between activities in science and their impact on technology. Scientific performance is difficult to measure, especially as the structures in the individual disciplines frequently vary distinctly. Statistical analyses of publications by experts have proved to be meaningful, inasmuch as they are conducted with a meticulous regard for methodology. The analyses presented here refer not only to science areas with a close link to technology, but to the natural, life and engineering sciences as a whole. In this context, the number of publications and citations is analyzed as a performance indicator in an international comparison. Furthermore, publications of German enterprises, in particular small and medium-sized enterprises, are analysed in more detail. A special chapter is devoted to scientific publications of catching-up countries. The data for the analysis of scientific performance of Germany in an international comparison were provided in August 2008, the analysis of enterprises and catching-up countries were performed in October 2008." (excerpt) [83-F] Wilden, Anke (Bearbeitung); Groß, Thomas, Univ.-Prof.Dr. (Betreuung): Die rechtlichen Rahmenbedingungen der außeruniversitären Forschung - Bedarf es ein es allgemeinen Forschungsgesetzes? INHALT: Die außeruniversitäre Forschung ist in weiten Teilen nicht gesetzlich geregelt. Vielmehr spielen allgemeine Verwaltungsvorschriften oder Vereinbarungen eine Rolle. Dies betrifft neben der Forschungsförderung auch die Organisation der außeruniversitären For-

62 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.2 Wissenschaftssystem 61 schung. Ein allgemeines Forschungsorganisationsgesetz oder ein allgemeines Forschungsförderungsgesetz kennt die deutsche außeruniversitäre Forschung bisher nicht. In dem Dissertationsvorhaben soll zum einen der Frage nachgegangen werden, ob dieser Zustand den verfassungsrechtlichen Anforderungen der Wissenschaftsfreiheit (Art. 5 III 1 GG) genügt, oder ob es nicht vielmehr eines allgemeinen Forschungsgesetzes bedarf. Zum anderen soll auch die rechtspolitische Sicht beleuchtet werden, um so umfassend die Vor- und Nachteile einer gesetzlichen Regelung analysieren zu können. Ausgehend von der Frage, welche Bereiche der außeruniversitären Forschung einer gesetzlichen Regelung bedürfen, soll in einem ersten Teil die Organisation der außeruniversitären Forschung und in einem zweiten Teil die Forschungsförderung näher untersucht werden. Neuere Entwicklungen hin zu einem entsprechenden Gesetz werden in einem weiteren Teil behandelt. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Gießen, FB 01 Rechtswissenschaften, Professur für Öffentliches Recht, Rechtsvergleichung und Verwaltungswissenschaft (Licher Str. 64, Gießen) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , Forschung, Organisation; Hochschulen und Hochschulwesen/-system allgemein; Spinoff [84-L] Adomßent, Maik; Albrecht, Patrick; Barth, Matthias; Burandt, Simon; Franz-Balsen, Angela; Godemann, Jasmin; Rieckmann, Marco: Szenarienentwicklung für die "nachhaltige Hochschule": ein Beitrag für die Hochschulforschung?!, in: Die Hochschule : Journal für Wissenschaft und Bildung, Jg. 17/2009, H. 1, S (www.hof.uni-halle.de/journal/texte/08_1/dhs%201_2008.pdf) INHALT: In dem Beitrag wird das Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Sustainable University - Nachhaltige Entwicklung im Kontext universitärer Aufgabenstellungen" präsentiert. Der besondere Ansatz des Projekts liegt in der verknüpfenden Zusammenschau der Binnensicht (auf die eigene Institution) und der Systemanalyse (des Hochschulsystems, in das die Institution eingebettet ist) mit Hilfe eines eigens entwickelten Fallstudiendesigns. Die Darstellung fokussiert den Aspekt der zeitlichen Transformation der Fallstudie "Sustainable University" mit Hilfe der Entwicklung von Szenarien. Dabei geht es um die Beschreibung der verschiedenen Schritte der komplexen Methode der Szenarioentwicklung. Dies geschieht in der Intention, mit der Vorstellung eines integrativen empirisch-methodischen Ansatzes der Nachhaltigkeitsforschung deren Einsatzmöglichkeiten für die Hochschulforschung zur Diskussion zu stellen. Die Szenarien spannen den möglichen Raum für zukünftige Entwicklungen im deutschen Hochschulsystem auf. Für das Projekt "Sustainable University" bieten sie die Grundlage zur Beantwortung der Fragestellung, ob beziehungsweise in welchem Umfeld auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Hochschulen agieren können. Prinzipiell lässt sich abschätzen, dass die "Nachhaltige Hochschule" ihren Platz in der Zukunft finden kann. Auch wenn die Szenarien nicht genau so eintreten werden wie dargestellt, ermöglichen diese doch Fingerzeige im Hinblick auf kritische Faktoren, die es bei der Auswahl möglicher Zukunftsoptionen zu beachten gilt. (ICF2)

63 62 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung [85-F] Dees, Werner, Dipl.-Sozialwirt; Eisert, Peter (Bearbeitung); Botte, Alexander (Leitung): Innovative bibliometrische Verfahren zur kontinuierlichen Beobachtung der sozialwissenschaftlichen Forschungsproduktion INHALT: Das Projekt will methodische Herangehensweisen und technische Verfahren für ein indikatorengestütztes Monitoring der Erziehungswissenschaften entwickeln und erproben. Ziel ist es, die instrumentellen Voraussetzungen für Maßnahmen der Evaluation, Qualitätssicherung und Transparenz von Forschungsleistungen in der Erziehungswissenschaft (die methodisch auch auf andere Bereiche sozialwissenschaftlicher Forschung übertragbar sind) zu verbessern. Die Ergebnisse des Projekts sind sowohl für Forschungsförderung und wissenschaftliche Fachgesellschaften als auch für Studierende, Lehrende und Forschende sowie die breitere Fachöffentlichkeit von Nutzen. VERÖFFENTLICHUNGEN: Dees, Werner: Innovative scientometric methods for a continuous monitoring of research activities in educational science. in: Kretschmer, Hildrun; Havemann, Frank (eds.): Proceedings of WIS Fourth international Conference on Webometrics, Informetrics and Scientometrics & Ninth COLLNET Meeting, Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin: Gesellschaft für Wissenschaftsforschung Siehe unter: 2008/DeesWIS2008ism.pdf.+++Dees, Werner: Transparenz und Evaluierbarkeit des erziehungswissenschaftlichen Publikationsaufkommens. in: Erziehungswissenschaft, 19, 2008, 37, S Dees, Werner; Rittberger, Marc: Anforderungen an bibliographische Datenbanken in Hinblick auf szientometrische Analysen am Beispiel der FIS Bildung Literaturdatenbank. in: Kuhlen, Rainer (Hrsg.): Information: Droge, Ware oder Commons? Boizenburg: Hülsbusch 2009, S Dees, Werner: Assessing educational research publications. A multi-attributive approach. in: Larsen, Birger; Leta, Jacqueline (Hrsg.): Proceedings of ISSI the 12th International Conference of the International Society for Scientometrics and Informetrics. Vol. 2. Rio de Janeiro: BIREME/ PAHO/ WHO 2009, pp ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung -DIPF- (Schloßstr. 29, Frankfurt am Main) KONTAKT: Dees, Werner (Tel , [86-L] Eickelpasch, Alexander; Grenzmann, Christoph: Kurzexpertise zur Inanspruchnahme der Förderung von Forschung und Entwicklung, (Studien zum deutschen Innovationssystem, Nr ), Berlin 2009, IV, 34 S. (Graue Literatur; INHALT: "Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat das DIW Berlin und den Stifterver-band für die Wissenschaft (SV) beauftragt, eine Kurzexpertise über den finanziellen Umfang der Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) und Innovation zu erstellen. Ziel der Analyse ist es, einen quantitativen Überblick über den Umfang der öffentlichen Förderung zu erarbeiten. Dabei soll auch die Verfügbarkeit von Informationen über die Inanspruchnahme öffentlicher Mittel dokumentiert werden, die im Rahmen von Programmen zur Förderung von FuE und Innovation bereitgestellt werden. Im ersten Teil der Studie wird auf der Basis der beim Stifterverband geführten FuE-Statistik untersucht, welche Finanzierungsbeiträge der Staat zu Forschung und Entwicklung im Wirtschaftssektor leistet. Im zweiten Teil untersucht das DIW Berlin anhand verfügbarer Statistiken Struktur und Entwicklung

64 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung 63 der Ausgaben des Bundes zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Entwicklung und stellt diese ausgewählten Strukturmerkmalen im verarbeitenden Gewerbe gegenüber." (Textauszug) [87-F] Ganter, Markus, M.A. (Bearbeitung); Lessenich, Stephan, Prof.Dr. (Betreuung): Hochschulparadoxien. Die soziale Praxis der Bologna-Reform INHALT: keine Angaben ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Soziologie Arbeitsbereich Gesellschaftsvergleich (07737 Jena) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , [88-L] Halfmann, Jost; Schützenmeister, Falk (Hrsg.): Organisationen der Forschung: der Fall der Atmosphärenwissenschaft, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 274 S., ISBN: INHALT: "Der Band analysiert die Organisationen der Forschung. Dabei spielt Organisation in zwei Hinsichten eine Rolle. Einerseits konditionieren Organisationen Forschung, die Bewährungschancen für neues Wissen generiert, als Entscheidungsprozess. Zum anderen vermitteln Organisationen den Leistungstransfer zwischen Wissenschaft und Politik oder Wirtschaft. Dieser Band versammelt Beiträge zu beiden Themen mit besonderem Blick auf Klimaforschung und Klimapolitik." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Jost Halfmann, Falk Schützenmeister: Die Organisation wissenschaftlicher Entwicklung. Forschungspolitik und (inter-)disziplinäre Dynamik (8-29); Gabriele Gramelsberger: Simulation - Analyse der organisationellen Etablierungsbestrebungen der epistemischen Kultur des Simulierens am Beispiel der Klimamodellierung (30-52); Daniela Jacob: Organisation in Verbundprojekten: Konzeptionelle Darstellung anhand der Projekte ENIGMA und BALTIMOS aus dem Bereich der Klimaforschung (53-63); Jobst Conrad: Zur Wechselwirkung von Klimatheorie und Forschungsorganisation (64-91); Stefan Böschen: Kontexte der Forschung - Validierung von Wissen (92-119); Silke Beck: Von der Beratung zur Verhandlung - Der Fall IPCC ( ); Petra Hiller: "Grenzorganisationen" und funktionale Differenzierung ( ); Falk Schützenmeister: Offene Großforschung in der atmosphärischen Chemie? Befunde einer empirischen Studie ( ); Dagmar Simon: Exzellent? Organisiert? Interdisziplinär? Zur Organisation interdisziplinärer Klimaforschung in außeruniversitären Forschungseinrichtungen ( ); Beverly Crawford: Wann ist konsensuelle Wissenschaft "Politische Wissenschaft"? Drei Paradoxien autoritativen Assessments ( ); Verena Poloni: Das Intergoyernmental Panel an Climate Change (IPCC) als boundary organization ( ). [89-L] Halfmann, Jost; Schützenmeister, Falk: Die Organisation wissenschaftlicher Entwicklung: Forschungspolitik und (inter-)disziplinäre Dynamik, in: Jost Halfmann (Hrsg.) ; Falk Schützenmeister (Hrsg.): Organisationen der Forschung : der Fall der Atmosphärenwissenschaft, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S. 8-27

65 64 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung INHALT: Die im Sammelband "Organisationen der Forschung" - zu dem der vorliegende Aufsatz die Einleitung bildet - zusammengefassten Beiträge betrachten die Frage nach dem Organisieren von Forschung aus vier verschiedenen Perspektiven. (1) Aus einer empirischen Perspektive wird die Komplexität von Kollaborationen dargestellt, die auf Ressourcen angewiesen sind, die über sehr verschiedene Organisationen verteilt sind. (2) Es wird nach der Bedeutung des Organisationskonzepts für die Wissenschaftssoziologie gefragt, um (3) daran organisationssoziologische Fragestellungen anzuschließen. (4) Schließlich wird nach der Rolle von "boundary organizations" an der Grenze von Wissenschaft und Politik gefragt und gezeigt, dass "boundary work" oft selbst als ein politischer Prozess verstanden werden kann, der ohne Zweifel Rückwirkungen auf die Forschung hat. Ein Überblick über die entsprechenden Einzelbeiträge des Sammelbands schließt sich an. (ICE2) [90-F] Heidler, Richard, Dipl.-Soz.; Görtz, Regina von, M.A. (Bearbeitung); Jansen, Dorothea, Univ.-Prof.Dr.rer.soc. (Leitung): Organisationale, nationale und europäische Einflüsse auf die Netzwerkstrategie und Netzwerkfähigkeit von Forschungsgruppen (Teilprojekt P2 der Forschergruppe "Governance der Forschung") INHALT: Das Projekt wird wesentliche Beiträge zur aktuellen Reformdiskussion und zur Bewertung und Nachsteuerung der Reformen im deutschen Wissenschaftssystem liefern. 1. Bewertung von Reformmaßnahmen wie Netzwerkaufbau, Schwerpunktbildung, Orientierung auf Drittmitteleinwerbung. Das deutsche Forschungssystem steht seit Mitte der 1990er Jahre unter Reformdruck. Zunehmend beginnen Forschungsorganisationen sich als autonome Akteure zu verstehen. Ziel der Reformmaßnahmen ist es Effizienz und Effektivität des deutschen Forschungssystems zu erhöhen. Neben einer Stärkung von Organisationsleitungen ist auch ein zunehmender Wettbewerb um Drittmittel und eine Intensivierung der Vernetzungsbemühungen der Forscher sichtbar. Das Projekt untersucht die intendierten und unintendierten Effekte dieser Reformmaßnahmen und Entwicklungen. Das Projekt ist eine Fortsetzung von dem Projekt "Netzwerkstrategie und Netzwerkfähigkeit von Forschungsgruppen in Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen". Das Projekt ist ein Teilprojekt der ortsverteilten Forschergruppe "Governance der Forschung", deren Sprecherin Frau Prof.Dr. Jansen ist und deren Fortsetzung von der DFG im Juli 2006 bewilligt wurde. Es ist das Nachfolgeprojekt des Projektes "Netzwerkstrategie und Netzwerkfähigkeit von Forschungsgruppen in Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen". GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: In der zweiten Projektphase wird die Längsschnittanalyse der drei zentralen Variablenbündel interne und externe Governance, Performanzvariablen sowie Netzwerkstrukturen und Netzwerkstrategie fortgesetzt. Dazu werden jeweils 25 Forschungsgruppen aus der Astrophysik, der Nanowissenschaft und der Ökonomie befragt und interviewt. Neben Ego-zentrierten Netzwerken für die Netzwerkstrukturen werden auch bibliometrische Maße für die Performanzanalyse einbezogen. Die von forschungspolitischer Seite häufig vernachlässigten disziplinären Unterschiede in der Wissensproduktion, können durch solch einen Disziplinenvergleich herausgearbeitet werden. Das Projekt wird wesentliche Beiträge zur aktuellen Reformdiskussion und zur Bewertung und Nachsteuerung der Reformen im deutschen Wissenschaftssystem liefern. 1. Bewertung von Reformmaßnahmen wie Netzwerkaufbau, Schwerpunktbildung, Orientierung auf Drittmitteleinwerbung. Hier deutet sich an, dass der Nutzen derartiger Strategien in hohem Maße disziplin- und institutionenspezifisch ist, einheitliche

66 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung 65 Steuerungsinstrumente also fehl gehen müssen. 2. Die Untersuchung des verstärkten Drittmittelwettbewerbs und der Einführung der Leistungsorientierten Mittelvergabe lässt unintendierte Effekte sichtbar werden. Die übermäßige Finanzierung von Forschungsvorhaben über Drittmittel kann die Produktivität von Forschungsgruppen einschränken. Zudem verschlechtern der Drittmittelwettbewerb und die LoM die Möglichkeiten unkonventionelle Forschung durchzuführen. 3. Für die Nanowissenschaft zeigt sich, dass diese nur sehr partiell den theoretisch postulierten Charakteristika des "Mode 2" der Wissensproduktion entspricht. Nichtsdestotrotz orientiert sich dagegen die Forschungsförderung an den hier als performanzfördernd unterstellten Kriterien. Für den Effekt der oft geförderten Industriekooperationen lässt sich ein negativer Effekt jenseits eines disziplinspezifischen Schwellenwerts nachweisen. 4. Die Mehrdimensionalität des Forschungsoutputs (Wissensproduktion, Nachwuchsförderung, Infrastrukturleistungen und Wissens- und Technologietransfer) ist ein zentrales Element zum Verständnis des Wissenschaftssystems. Forscher spezialisieren sich reflexiv in diesen Dimensionen, durch einseitige Anreizmechanismen kann die funktionelle Balance auf der Ebene des gesamten Forschungssystems gefährdet werden. 5. Netzwerkstrukturen können je nach Disziplin unterschiedliche Effekte auf die Leistungsfähigkeit von Forschungsgruppen haben. Während in der Nanowissenschaft heterogene Netzwerke die strukturelle Löcher überwinden von Vorteil sind, sind es in der Astrophysik gerade die geschlossenen und stabilen Netzwerke. Untersuchungsdesign: Panel; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, standardisiert. Standardisierte Befragung, telefonisch; Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 75). Sekundäranalyse von Individualdaten. Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Datenerhebung durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Görtz, Regina von: Performance Budgeting im europäischen Hochschulsektor. in: Hill, Hermann (Hrsg.): Verwaltungsmodernisierung im europäischen Vergleich. Baden-Baden: Nomos 2010, S (im Erscheinen).+++Jansen, Dorothea: Von der Steuerung zur Governance. in: Hornbostel, Stefan; Knie, Andreas; Simon, Dagmar (Hrsg.): Handbuch "Wissenschaftspolitik". Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2010, S (im Erscheinen).+++Jansen, D.; Görtz, R. von; Heidler, R.: Knowledge production and the structure of collaboration networks in two scientific fields. in: Scientometrics, 2009 (in press). Online First, DOI /s Jansen, Dorothea (Hrsg.): Governance and performance in the German public research sector. Disciplinary differences. Dordrecht, Springer 2009 (forthcoming).+++jansen, D.; Görtz, R. von; Heidler, R.: Is nanoscience a mode-2 field? Disciplinary differences in modes of knowledge production. in: Jansen, Dorothea (ed.): Governance and performance in the German public research sector. Disciplinary differences. Dordrecht, Springer 2009, pp (forthcoming).+++jansen, D.: Governance of research, interdisciplinary differences and performance - an introduction to the research programme and the contributions. in: Jansen, Dorothea (ed.): Governance and performance in the German public research sector. Disciplinary differences. Dordrecht, Springer 2009, pp (forthcoming).+++jansen, Dorothea: Summary and conclusions. in: Jansen, Dorothea (ed.): Governance and performance in the German public research sector. Disciplinary differences. Dordrecht, Springer 2009, pp (forthcoming).+++görtz, Regina von; Heidler, Richard: Disciplinary differences in four research fields: the cases of astrophysics, nanoscience & -technology, medical biotechnology, and economics. Introduction. in: Jansen, Dorothea (ed.) Governance and Performance in the German Public Research Sector. Disciplinary differences, Dordrecht, Springer, (forthcoming).+++heidler, Richard; Görtz, Regina von; Barnekow, Karola: The research field of astrophysics. in: Jansen, Dorothea (ed.): Governance and performance in the German public research sector. Disciplinary differences. Dordrecht, Springer 2009, pp (forthcoming).+++jansen, D. (Hrsg.): Neue Gover-

67 66 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung nance für die Forschung - Tagungsband anlässlich der wissenschaftspolitischen Tagung der Forschergruppe "Governance der Forschung", Interdisziplinäre Schriften zur Wissenschaftsforschung, Bd. 5. Baden-Baden: Nomos Jansen, D.: Neue Governance für die Forschung - ein Überblick über die Beiträge zur Diskussion der Reformen im deutschen Wissenschaftssystem. in: Jansen, D. (Hrsg.): Neue Governance für die Forschung. Tagungsband anlässlich der wissenschaftspolitischen Tagung der Forschergruppe "Governance der Forschung". Berlin, März Interdisziplinäre Schriften zur Wissenschaftsforschung, Bd. 5. Baden-Baden: Nomos 2009, S Jansen, D.: Neue Governance im deutschen Forschungssystem. Umsetzung und Wirkungen auf der Arbeitsebene der Forschung. in: Jansen, D. (Hrsg.): Neue Governance für die Forschung. Tagungsband anlässlich der wissenschaftspolitischen Tagung der Forschergruppe "Governance der Forschung". Berlin, März Interdisziplinäre Schriften zur Wissenschaftsforschung, Bd. 5. Baden-Baden: Nomos 2009, S Schmoch, U.; Schubert, T.; Jansen, D.; Heidler, R.; Görtz, R. von: How to usei to measure scientific performance? A balanced approach. Research evaluation (forthcoming). ARBEITSPAPIERE: Jansen, D.: Competition for funding and effects on research and network strategies and performances of research groups. Villa Vigoni Tagung des Wissenschaftsmanagements 2007, Loveno di Menaggio (Como), Italien, Juli Jansen, D.: The changing governance of public research in Germany. Präsentation, 24th EGOS Colloquium "Upsetting Organizations", Universität Amsterdam, Niederlande, Juli Jansen, D.: Research networks - origins and consequences. First evidence from a study of astrophysics, nanotechnology and micro-economics in Germany. in: Albert, M.; Schmidtchen, D.; Voigt, S. (eds.): Scientific competition, conferences on new political economy, Bd. 25. Tübingen: Mohr Siebeck 2008, pp Görtz, R. von: Science policymakers' enthusiasm for collaborative research projects and the implications for the formation of research networks. Paper, 6th Conference on Applications of Social Network Analysis (ASNA 2009), Universität Zürich, Schweiz, August Jansen, D.; Görtz, R. von; Heidler, R.: Structural holes and knowledge production. Paper, 5th Conference on Applications of Social Network Analysis (ASNA 2008), Universität Zürich, Schweiz, September ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Sektion 01 Modernisierung in Staat und Verwaltung (Freiherr-vom-Stein-Str. 2, Speyer) KONTAKT: Heidler, Richard (Tel , Görtz, Regina von (Tel , [91-F] Heidler, Richard, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Jansen, Dorothea, Univ.-Prof.Dr.rer.soc. (Betreuung): Evolution und Struktur von Wissenschaftsnetzwerken am Beispiel der Astrophysik INHALT: Die zentrale Frage der Arbeit ist die Funktionsweise wissenschaftlicher Kooperationen. Dabei ist die Entstehung, Beibehaltung und Beendigung wissenschaftlicher Kooperationen auf der Mikroebene mit der Evolution einer Netzwerkstruktur auf der Makroebene verbunden. Die Wahrscheinlichkeit von Kooperationen ist beeinflusst durch strukturelle Einflussfaktoren, wie die Institution, das Land, die Verweildauer im Feld und die Reputation der jeweiligen Wissenschaftler, aber auch durch die lokale Netzwerkumgebung. Diese Einflussfaktoren werden für ein Co-Autoren-Netzwerk der 225 produktivsten Astrophysiker weltweit mit SIE-

68 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung 67 NA, einem Programm zur Modellierung der Evolution von Netzwerken, untersucht. Zentrale Anknüpfungspunkt wissenschaftlicher Kooperationen ist das Vorhandensein von Komplementaritäten, bzw. Ähnlichkeiten bezüglich wissenschaftlicher Fragestellung. Diese ergeben sich aus den epistemischen und kognitiven Strukturen der Disziplin und der sich herausbildenden Subdisziplinen die sich auf die Großstruktur des Netzwerkes (beispielsweise die Bildung von Großcliquen) auswirken. Dieser Prozess wird für das Co-Autorennetzwerk anhand von netzwerkanalytischen Methoden, der Analyse von Keywords und 15 qualitativen Interviews ausgewählter Forscher nachgezeichnet. ZEITRAUM: METHODE: Der theoretische Ansatz basiert auf der Mikroebene auf einer aus der bisherigen Forschung entwickelten Theorie wissenschaftlicher Kooperationen. Dieser Ansatz wird ergänzt durch theoretische Konzepte der sozialwissenschaftlichen Netzwerkanalyse, Theorien zum Einfluss wissenschaftlicher Reputation und wissenssoziologischen Überlegung zur Interdependenz kognitiver Strukturen und sozialer Strukturen innerhalb wissenschaftlicher Disziplinen. Methodisch wird ein triangulierender Ansatz gewählt der netzwerkanalytische und szientometrische Methoden mit qualitativen Methoden kombiniert. Untersuchungsdesign: Panel DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, standardisiert (Stichprobe: 225; Auswahlverfahren: Szientometrie). Aktenanalyse, offen (Stichprobe: ; Auswahlverfahren: Szientometrie). Qualitatives Interview (Stichprobe: 15 -von 225-; Auswahlverfahren: Netzwerkpos.). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Heidler, Richard; Görtz, Regina von; Barnekow, Karola: Astrophysics research in Germany. in: Jansen, Dorothea (ed.): Governance and performance in the German public research sector. Disciplinary differences. Dordrecht: Springer 2009 (forthcoming). ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Sektion 01 Modernisierung in Staat und Verwaltung (Freiherr-vom-Stein-Str. 2, Speyer) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , [92-F] Heinze, Rolf G., Prof.Dr. (Bearbeitung): Hochschulräte - eine neue Form der Steuerung von Hochschulen? INHALT: keine Angaben ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Hans-Böckler-Stiftung INSTITUTION: Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft, Sektion Soziologie Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft (44780 Bochum) KONTAKT: Institution (Tel , [93-F] Hesse, Friedrich W., Prof.Dr.Dr.; Fischer, Frank, Prof.Dr.; Schrader, Josef, Prof.Dr. (Bearbeitung): Integrationsprojekt innerhalb der Forschergruppe: Koordination und Integration innerhalb der Forschergruppe INHALT: Das Integrationsprojekt zielt darauf ab, das Potential einer interdisziplinär arbeitenden Forschergruppe auszuschöpfen. Die Literatur zu kollaborativem Lernen und Arbeiten betont

69 68 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung die Bedeutung einer solchen expliziten Unterstützung der Zusammenarbeit. Infolgedessen ist es eine wichtige Aufgabe des Integrationsprojekts, weiterhin einen Rahmen für die Interaktion der verschiedenen Einzelprojekte bereitzustellen und so ein Optimum an Nutzen aus wechselseitig vorhandener Expertise und interdisziplinärer Zusammenarbeit zu erreichen. Eine weitere Herausforderung ist die Bereitstellung gemeinsamer Forschungsausrüstung und die individuelle Unterstützung der Projekte bei deren Nutzung. Das Integrationsprojekt begreift sich als Schnittstelle zwischen der Forschergruppe, benachbarten Forschungsaktivitäten, der Wissenschaftsgemeinschaft und einem weiten Spektrum interessierter Gruppen. METHODE: Grundlage ist das PISA-Rahmenmodell (Baumert et al., 2001), sowie das von Oser und seiner Gruppe entwickelte interdisziplinäre Modell der Choreographie von Lehr-/ Lernprozessen (Elsässer 2000, Oser & Baeriswyl, 2000). ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Tübingen, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft Abt. Erwachsenenbildung, Weiterbildung (Münzgasse 11, Tübingen); Universität Tübingen, Fak. für Informations- und Kognitionswissenschaften, Psychologisches Institut Abt. Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie (Konrad Adenauer Str. 40, Tübingen); Universität München, Fak. für Psychologie und Pädagogik, Department Psychologie Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie (Leopoldstr. 13, München) [94-L] Kämper, Eckard; Brüggemann, Anne: Large Scale Studies in den deutschen Sozialwissenschaften: Stand und Perspektiven ; Bericht über einen Workshop der Deutschen Forschungsgemeinschaft, (Working Paper Series des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), No. 114), Berlin 2009, 10 S. (Graue Literatur; INHALT: Am 19. und 20. März 2009 trafen sich auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Förderorganisationen zu einem Workshop in der Geschäftsstelle der DFG in Bonn. Ziel der Veranstaltung waren die Perspektiven für die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Forschungsinfrastruktur in den deutschen Sozialwissenschaften mit besonderer Berücksichtigung des Beitrags großer langlaufender Studien zu einer solchen Infrastruktur. Es ging um die Identifizierung von Bedarfen und Instrumenten der Abstimmung zwischen den in jüngerer Zeit anlaufenden Studien sowie um die Identifizierung möglicher Maßnahmen, um diese Studien als Elemente einer Infrastruktur zu verankern und die Infrastruktur als Ganze entwicklungs- und zukunftsfähig zu gestalten. Die vorliegende Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionspunkte bezieht sich auf folgende Aspekte: Bedarf und Genese von großen sozialwissenschaftlichen Studien, Organisationsfragen, Bereitstellung und Nutzung der Daten, internationale Perspektiven sowie das Verhältnis zur Politik. (ICI2) [95-L] Lange, Stefan; Gläser, Jochen: Performanzsteigerung durch Selektivität?: erwartbare Effekte von Forschungsevaluationen an deutschen Universitäten im Lichte internationaler Erfahrungen, in: Der moderne Staat : Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management, Jg. 2/2009, H. 2, S

70 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung 69 INHALT: "Während der vergangenen drei Jahrzehnte hat sich die Bewertung der Performanz öffentlich alimentierter Forschung zu einem wichtigen Thema der Wissenschaftspolitik in den OECD-Ländern entwickelt. Viele Länder haben Forschungsevaluationssysteme eingeführt, um die Qualität der ForschungsOutputs an ihren Universitäten zu messen, zu beurteilen und in Rangskalen zu listen. Die entsprechenden Entwicklungen in Deutschland sind durch einen späten Beginn und ausgeprägte föderale Fragmentierung gekennzeichnet. Der Beitrag beschreibt zunächst die jüngsten deutschen Ansätze zur Einführung mehrerer Forschungsevaluationssysteme auf verschiedenen Politikebenen. Danach werden die Vorreiter-Evaluationssysteme Großbritanniens, der Niederlande und Australiens untersucht und mit Blick auf ihre Effekte auf Universitätsmanagement sowie Forschung und Lehre diskutiert. Dabei interessiert insbesondere die Frage, inwiefern intendierte und nicht-intendierte Effekte dieser Evaluationssysteme für die Einführung und aktuelle Entwicklung der deutschen Ansätze instruktiv sind. Es zeigt sich, dass die deutschen Systeme der Evaluation von Forschungsperformanz zahlreiche Ähnlichkeiten mit denen der Vorreiter-Länder haben und vor allem von den negativen und nicht-intendierten Effekten lernen können, die sich dort in einer über zwanzigjährigen Evaluationspraxis und deren Folgen gezeigt haben." (Autorenreferat) [96-L] Neidhardt, Friedhelm: Über Nachteile von Vorteilen: ein Kommentar zu Richard Münch: "Die Konstruktion soziologischer Exzellenz durch Forschungsrating", in: Soziale Welt 60, S , in: Soziale Welt : Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis, Jg. 60/2009, H. 3, S (Standort: USB Köln(38)-Haa00943; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: Die Bewertungsgruppe Soziologie, die für das Forschungsrating des Wissenschaftsrats verantwortlich war, formuliert ihr Verständnis vom Stellenwert der unternommenen Pilotstudie im Abschlussbericht des Wissenschaftsrats folgendermaßen: "Die Offenlegung nicht nur der ermittelten Befunde, sondern auch der dabei eingesetzten Methoden und der angefallenen Zwischenergebnisse dienen dem Zweck, das Forschungsrating für speziell Betroffene und allgemein Interessierte nachvollziehbar und kritisch diskutierbar zu machen. Die Pilotstudie sollte nur als erster Schritt einer Entwicklung verstanden werden, die die Bewertungsgruppe als unumkehrbar ansieht. "Rating" wird als Teil evaluativer Prozesse im Wissenschaftssystem nicht verschwinden. Die nachhaltige Qualität des Verfahrens und die Förderlichkeit ihrer Effekte werden davon abhängen, dass sie Teil eines Lernprozesse sind, an dem auch die Bewerteten mit ihren Fachgemeinschaften selbst kritisch mitwirken." Richard Münch, selber Mitglied der Bewertungsgruppe, hat dieses Postulat ernst genommen und legte zur "Konstruktion soziologischer Exzellenz durch Forschungsrating" eine Analyse vor, die die bisherigen Ansätze kritisch aufnimmt und mit aufwendigem Zahlenmaterial weiterführt. Im vorliegenden Kommentar werden Münchs Einwände zum Forschungsrating und dessen Zahlenbeispiele diskutiert und einige kritische Rückfragen gestellt. (ICI2) [97-F] Niedergassel, Benjamin, Dipl.-Biotechn. (Bearbeitung); Leker, Jens, Prof.Dr. (Betreuung): Knowledge sharing in collaborative R&D projects INHALT: 1. Welche Rolle spielen F&E-Kooperationen in der Biologie und Chemie? Die durchgeführten Literaturstudien und die Ergebnisse der großzahligen Befragung deuten übereinstimmend auf eine hohe Bedeutung von F&E-Kooperationen in der Biologie und der Chemie

71 70 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung hin. Während Kooperationen im Allgemeinen in der Biologie eine etwas stärkere Rolle zu spielen scheinen, sind Universitäts-Industrie-Kooperationen besonders in der Chemie bedeutsam. 2. Welche besonderen Eigenschaften hat Wissen in den Bereichen Chemie und Biologie? Während zunächst besonders explizites Wissen in der Biologie und Chemie wichtig erscheint, zeigt eine nähere Analyse, dass sowohl die kognitiven wie auch technischen Elemente taziten Wissens einen starken Einfluss auf den Prozess der Wissensgenerierung in der Chemie und Biologie haben. 3. Welches sind die wichtigsten positiven und negativen Einflussfaktoren auf den Wissenstransfer in F&E-Kooperationen akademischer Wissenschaftler? Unter Nutzung der sozialen Austauschtheorie als theoretischem Rahmen und durch Durchführung einer Meta-Analyse wurde eine Liste möglicher Einflussfaktoren erstellt. Diese Faktoren wurden in einer großzahligen empirischen Untersuchung einer statistischen Prüfung unterzogen. Dabei konnten sechs Faktoren, die einen positiven, und ein Faktor, der einen negativen Einfluss auf den Wissenstransfer ausübt, identifiziert werden. Im Besonderen trat in der Untersuchung der Grad der Neuigkeit als stärkster (pos.) Einflussfaktor hervor. Diese Neuigkeit muss allerdings in einem ausgeglichenen Verhältnis zur Wissensredundanz bei den beteiligten Kooperationspartnern stehen, um eine gemeinsame kognitive Basis zu gewährleisten. Des Weiteren scheint besonders die Qualität von Kooperationsbeziehungen entscheidend für den Wissenstransfer zu sein. Hier sind Faktoren wie Vertrauen, gegenseitige Abhängigkeit und Beziehungsnähe entscheidend. Zudem kann ein positiver Einfluss der Kommunikationsfrequenz auf den Wissenstransfer festgestellt werden. Im Gegensatz dazu übt ein hoher Grad impliziten Wissens einen negativen Einfluss aus. 4. Inwiefern werden diese Faktoren durch die unterschiedlichen Wissensdimensionen beeinflusst? Zur Beantwortung dieser Frage wurde ein potenzieller moderierender Effekt impliziten Wissens untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Quantität der Kommunikation besonders auf den Transfer expliziten Wissens wirkt, während die Qualität der Kommunikation besonders relevant für den Austausch impliziten Wissens ist. 5. Welche theoretischen und praktischen Implikationen ergeben sich aus den Forschungsergebnissen? Die durchgeführte Arbeit leistet in theoretischer Hinsicht wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung des Forschungsfeldes des Wissenstransfers und organisatorischen Lernens, sowie der Cluster- und Netzwerkforschung. In praktischer Hinsicht liefert die Arbeit Empfehlungen zur Verbesserung des Wissenstransfers in F&E-Kooperationen, die für akademische und industrielle Wissenschaftler ebenso bedeutsam sind wie für öffentliche Einrichtungen zur Wissenschaftsförderung. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Die Arbeit untersucht vor dem Hintergrund der sozialen Austauschtheorie in einer großzahligen Erhebung mittels multivariater Statistik den Wissenstransfer in F&E-Kooperationen universitärer Wissenschaftler. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWIN- NUNG: Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 600; Universitätsprofessoren in Deutschland in den Bereichen Chemie und Biologie; Auswahlverfahren: Versuch der Vollerhebung). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Niedergassel, B.; Leker, J.: Collaborative R&D projects: differences between university-university and university-industry partnerships. International Society for Professional Innovation Management Conference, Wien, Austria, Niedergassel, B.; Leker, J.: Tacit and explicit knowledge sharing in collaborative R&D projects. 18th International Conference on Management of Technology, Orlando, FL, USA, Niedergassel, B.; Leker, J.: Different dimensions of knowledge in cooperative R&D projects. R&D Management Conference, Ottawa, Canada, Niedergassel, B.; Leker, J.: Tacit vs. explicit - the role of different knowledge dimensions in colla-

72 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung 71 borative R&D projects. International Society for Professional Innovation Management Conference, Tours, France, ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität Münster, FB 12 Chemie und Pharmazie, Institut für betriebswirtschaftliches Management (Leonardo-Campus 1, Münster) KONTAKT: Große Kathöfer, David (Tel , [98-L] Schmücker, Stefanie: Hochschulranking in Deutschland: Methoden, Veränderungen und Kritik, Saarbrücken: VDM Verl. Dr. Müller 2008, 130 S., ISBN: INHALT: "Deutsche Hochschulen wurden lange Zeit als gleichrangige Institutionen ohne gravierende Unterschiede angesehen. Diese Situation hat sich jedoch nicht zuletzt durch die Exzellenzinitiative geändert, die bestehenden Unterschiede in der Qualität von Lehre und Forschung werden zunehmend wahrgenommen. Auch in der derzeitigen Diskussion um die Reform des deutschen Hochschulsystems taucht immer häufiger das Schlagwort Wettbewerb auf und die Forderung nach Einführung von Wettbewerbselementen tritt in den Vordergrund. Die Vielzahl von Leistungsanbietern und -möglichkeiten übersteigt allerdings die Informationsbeschaffungs- und Verarbeitungskapazitäten sowohl der Anbieter- als auch der Nachfragerseite. Daher sind Instrumente und Bewertungen notwendig, welche die Leistungen transparent machen. Die seit den 70er Jahren publizierten Hochschulrankings versuchen einen solchen Beitrag zu leisten. Ziel dieser Arbeit ist es, diese zu systematisieren und einen Teil der medienwirksamsten Rankings näher darzustellen sowie kritisch zu analysieren. Sind diese Rankings wirklich geeignet, die Transparenz und die Qualität im Bildungsbereich zu erhöhen?" (Autorenreferat) [99-F] Simon, Dagmar, Dr.; Schulz, Patricia, Dipl.-Pol. (Bearbeitung): Abgelehnte Cluster (Teilprojekt der Interdisziplinären Arbeitsgruppe "Exzellenzinitiative") INHALT: Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Exzellenzinitiative wird sich mit grundsätzlichen Fragen der Forschungsförderungspolitik der beiden "Exzellenz-Wellen" 2006 und 2007 und mit ihren intendierten und nicht intendierten Wirkungen auf das Universitätssystem beschäftigen. Die IAG umfasst fünf Arbeitsbereiche: Internationaler Vergleich (AB 1); Erfolgreiche Cluster (AB 2); Abgelehnte Cluster (AB 3); Dritte Förderlinie (AB 4); Evaluationspolitik (AB 5). In Kooperation mit der Jungen Akademie werden die Folgen für die Nachwuchsförderung untersucht. Die Gewinner und Verlierer der ersten und zweiten Runde der Exzellenzinitiative stehen fest und die Vorhaben der ersten Runde sind vor gut einem Jahr auf den Weg gebracht worden. Erste Beobachtungen dazu, wie die Ziele und Aufgaben vor allem der Graduiertenschulen und der Exzellenzcluster umgesetzt werden, welche (neuen) Herausforderungen und auch Problemlagen entstehen, sind möglich. Die beiden Förderrunden waren von einer breiten Debatte über die Ziele, Verfahren und Beurteilungskriterien für "Exzellenz" begleitet und es wurden Zweifel daran geäußert, dass die "Exzellenz" und die Innovativität eines Projekts ausschlaggebend war und nicht in erster Linie die Reputation der Antragsteller, die sich unter anderem in der bereits geförderten Programmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft wie Forschergruppen, Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereichen ausdrückt.

73 72 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung Eine weitere Annahme war, dass nur große Universitäten eine reale Chance auf Förderung hätten. Ein anderer Diskurs bezieht sich auf "lästige" Nebeneffekte der Exzellenzinitiative: beispielsweise der hohe Anteil von Managementaufgaben, unter anderem verursacht durch Größe der Cluster und der Graduiertenschulen, die zudem für Disziplinen wie die Geistesund auch Sozialwissenschaften mit Blick auf ihre Forschungsweise nicht adäquat seien. Dementsprechend wurden und werden Landesprogramme und Förderprogramme wie das vom Stifterverband als "Kompensation" initiiert; letzteres wendet sich unter dem Titel "Profil und Kooperationen explizit an kleine und mittlere Hochschulen. Hier finden sich einige "Verlierer" aus der ersten Runde als Antragsteller wieder. Eine erste Aufgabe bestünde daher darin zu sichten, welche "kompensatorischen" Programme von Ländern, Stiftungen oder Hochschulen aufgelegt wurden und welche Ziele diese Programme verfolgen. Diese Sichtung kann von WZB und dem ifq übernommen werden. Die breite Mobilisierung, die von der Exzellenzinitiative ausgelöst wurde, verbunden mit den nicht unerheblichen zeitlichen und finanziellen Vorinvestitionen, wirft insgesamt die Frage auf, wie die wissenschaftspolitischen Akteure mit der Nicht-Förderung einzelner Anträge oder insgesamt der Teilhabe an der Exzellenzinitiative umgehen. Einig sind sich alle Beobachter darin, dass die Wirkungen der Exzellenzinitiative weit über den Kreis der geförderten Einrichtungen hinausgehen. Welcher Art die Wirkung sein könnte, ist allerdings hochgradig umstritten. Die Diagnosen reichen von Frustration und dauerhaftem Verlust von Wettbewerbschancen zugunsten eines nicht mehr einholbaren Oligopols bis zur Vorstellung, die Verlierer könnten die eigentlichen Gewinner sein, weil sich jenseits starker öffentlicher Beobachtung, kurzer zeitlicher Taktung und daraus folgenden Restriktionen, die Chance eröffne, die von der Antragstellung ausgelöste Bewegung in längerfristige Strukturen zu gießen. Befürchtungen bestehen hinsichtlich langfristiger (insb. nach Auslaufen der Förderung durch die Exzellenzinitiative) Umschichtungen von Ressourcen innerhalb der Exzellenz-Universitäten zugunsten der geförderten Bereiche, Hoffnungen bestehen hinsichtlich eines politischen Willens zur Förderung der derzeit zwar zur Antragstellung in der Exzellenzinitiative aufgeforderten, aber letztlich nicht geförderten Einheiten. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Projektbeschreibung. Download unter: ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften INSTITUTION: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh Schwerpunkt Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik (Reichpietschufer 50, Berlin) KONTAKT: Simon, Dagmar (Dr. [100-L] Weingart, Peter: Die unwahrscheinliche Wiederbelebung der Akademien, in: Gegenworte : Hefte für den Disput über Wissen, 2009, H. 22, S INHALT: Der Verfasser argumentiert, dass Akademien Verknappungsmechanismen in einem besonderen Sinn sind. Sie sind die institutionelle Reaktion auf ein Grundparadox der Wissenschaftspolitik, für das sich auch ein Analogon in der Wissenschaftsförderung finden lässt. Das Paradox besteht in der unabschließbaren Überbietungsdynamik von Förderung der Wissenschaft und ihres damit bedingten Wachstums in der Breite einerseits und der Differenzierung und Fokussierung auf Exzellenz andererseits. In der Konjunktur der Preise drückt sich die nostalgische Sehnsucht nach den genialen, in der Forschung exzellenten, vor allem aber allein

74 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.3 Hochschule: Forschung 73 mit seiner/ihrer Leistung identifizierbaren Forscher/innen aus. Je mehr Förderung des Kollektivs, desto rascher das Wachstum der Wissenschaft in der Breite, desto rascher die Selbstentwertung der Wissenschaft und damit desto dringender die Differenzierung, die sich in der Förderung individueller Exzellenz niederschlägt. (ICF2) [101-F] Zündorf, Irmgard, Dr. (Bearbeitung): Hochschulkooperation und Wissenstransfer INHALT: Die Stelle für Hochschulkooperation und Wissenstransfer dient als Kommunikationsschnittstelle des ZZF mit Einrichtungen der angewandten Geschichtsforschung. Dazu zählt zum einen die Zusammenarbeit mit den Universitäten der Region. Dies betrifft vor allem den Studiengang Public History an der Freien Universität Berlin. Zum anderen dient die Stelle der Kooperation mit Museen und Gedenkstätten sowie allgemein mit Projekten, die sich der Vermittlung von Geschichte an ein breites Publik richten. Darüber hinaus ist die Stelle Ansprechpartner für die Stadt Potsdam und die Länder Berlin und Brandenburg in geschichtswissenschaftlichen und erinnerungskulturellen Fragen. ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Zentrum für Zeithistorische Forschung e.v. (Am Neuen Markt 1, Potsdam) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , Fax: , Hochschule: Lehre [102-F] Börensen, Christina, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Gensch, Kristina, Dipl.-Geogr. (Leitung): Wege zu mehr MINT-Absolventen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) INHALT: Um die Absolventenzahlen an bayerischen Hochschulen zu steigern, ist es notwendig, dass möglichst viele Studierende ihr Studium mit einem Hochschulabschluss beenden. Neueste Untersuchungen von HIS und eigene Untersuchungen haben ergeben, dass die Abbrecherund Schwundquoten vor allem in den technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen und auch in den neuen Bachelorstudiengängen hoch sind. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, das Thema Studienabbruch weiter zu verfolgen. Hochschulpolitisch betrachtet ist die Studienabbruchquote ein zentraler Indikator für die Ausbildungsleistung der Hochschulen. Aus wirtschaftspolitischer Sicht wirkt eine hohe Absolventenquote dem zunehmenden Mangel an Fachkräften aus naturwissenschaftlichen und technischen Fächern entgegen. Forschung zu den Ursachen des Studienabbruchs hat daher eine hohe Priorität. Das Projekt erprobt Maßnahmen zur Senkung der Abbrecherquote an zehn bayerischen Hochschulen und bietet dem IHF durch die wissenschaftliche Begleitung der geförderten Modellprojekte die Möglichkeit, die Initiativen der einzelnen Hochschulen gegen den Studienabbruch in MINT-Fächern zu evaluieren. Das Institut hat somit Gelegenheit, die Maßnahmen, die in einzelnen Studienphasen gegen den Studienabbruch erprobt werden, in engem Kontakt mit den Hochschulen zu betrachten und zu bewerten. Darüber hinaus werden mit diesem Projekt die wissenschaftlichen Arbeiten des IHF zum Studienabbruch fortgeführt. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bayern

75 74 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre METHODE: Die wissenschaftliche Begleitung des vbw-projekts erfolgt durch Dokumentation, Analyse und Bewertung der ausgewählten Modellprojekte. Da die Maßnahmen der beteiligten Hochschulen zur Senkung der Studienabbrecherquoten sehr heterogen sind, muss jedes Projekt einzeln betrachtet werden. Im Mittelpunkt steht daher neben der Dokumentation die kritische Überprüfung der Maßnahmen durch Auswertung der Ergebnisse der internen Evaluation der Projekte sowie durch qualitative Interviews mit den Projektbeteiligten. Daneben wird die Auswertung statistischer Daten zum Studienabbruch an den beteiligten Hochschulen fortgeführt. Dazu zählen Kohortenanalysen anhand der Daten aus CEUS sowie die Auswertung von Exmatrikuliertenzahlen der Hochschulen. Untersuchungsdesign: interne und externe Evaluation DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, standardisiert (10 Hochschulen werden gefördert und analysiert). Aktenanalyse, standardisiert (Analyse der Maßnahmen gegen Studienabbruch). Qualitatives Interview (Befragung der Projektkoordinatoren, der beteiligten Professoren, Mentoren, Tutoren). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Studienkohorten vor und nach Einsatz der Maßnahmen). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Zwischenbericht. Kostenlos IHF ( ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.v. FINANZIERER: Auftraggeber; Wissenschaftler INSTITUTION: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung -IHF- (Prinzregentenstr. 24, München) KONTAKT: Leiterin (Tel , [103-F] Briedis, Kolja; Fabian, Gregor (Bearbeitung): Absolventenpanel INHALT: Im Frühjahr 2009 haben die Vorbereitungen für das nächste Absolventenpanel begonnen. Seit 1989 wird jeder vierte Absolventenjahrgang mehrmals zum Studium und zum Werdegang befragt. Die erste Befragung findet ca. ein Jahr nach dem Examen statt. Sie richtet sich an Absolventinnen und Absolventen aller Fachrichtungen und Hochschularten und liefert bundesweit repräsentative Ergebnisse. Die Förderung des Projektes erfolgt durch das BMBF. Eine Besonderheit dieses Jahrgangs ist die zu erwartende hohe Zahl an Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen. Sie stellen voraussichtlich erstmalig in der Zeitreihe der HIS-Absolventenstudien einen wesentlichen Teil aller Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Dementsprechend werden diese Teilgruppen ebenfalls in die Untersuchung aufgenommen. Von besonderem Interesse ist der Vergleich mit den Absolventinnen und Absolventen traditioneller Studiengänge, z. B. hinsichtlich der Veränderungen des Studiums und der Werdegänge. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise erhält auch die Frage nach dem beruflichen Übergang und Verbleib ein besonderes Gewicht: Wie sehen die Berufschancen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen in dieser Situation aus und zu welchen Konditionen steigen sie in den Beruf ein? Gibt es einen Anstieg an Praktika nach dem Studium? Diese und weitere Fragen sollen mit der ersten Befragung beantwortet werden. Weitere Befragungen der Personen, die sich an der ersten Befragung beteiligen, sind für das Jahr 2014 und das Jahr 2019 geplant. Damit können dann auch die langfristigen Entwicklungen für diesen Absolventenjahrgang beobachtet und analysiert werden. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: keine Angaben DATENGEWINNUNG: Befragung.

76 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 75 ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Briedis, Kolja (Tel , Fax: , Fabian, Gregor (Tel , Fax: , [104-F] Bülow-Schramm, Margret, Prof. (Leitung): Milieuspezifische Bildungsbarrieren nach der Einführung von gestuften Studiengängen und Studiengebühren INHALT: Die Einführung von Studiengebühren und gestuften Studiengängen hat schwer überschaubare Folgen für den Zugang zur Hochschule. Wie sehen milieuspezifische Bildungsbarrieren für den Hochschulbesuch und im Studium derzeit aus, welche neuen Hindernisse oder auch Chancen sind mit der Studienreform der letzten Jahre vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Milieulandschaft entstanden? Kontext/ Problemlage: Die Veränderungen der letzten Jahre bringen vielfältige Problemlagen hervor: Stagnierende Bildungsexpansion und wachsende soziale Ungleichheit, die offenkundige Triebkraft des kulturellen Kapitals fürwachsende Heterogenität, die Transformation von Jugendlichkeit hin zum "unternehmerischen Selbst" seien als Aspekte des gesamtgesellschaftlichen Milieuwandels genannt. Der Wechsel von Bildung als öffentliches Gut zum Wissen als Kapital, Exzellenz- und andere Initiativen für mehr Leistung und Wettbewerb, Bologna-Prozess, Kampf um die Studienfinanzierung sind Aspekte des Wandels des Hochschulfeldes. Die Studierendenmilieuforschung hat sich als Ansatz entwickelt, der im Rahmen einer Theorie und Empirie des Studiums gleichzeitig gesamtgesellschaftliche Dynamiken von Ungleichheitskämpfen, die Transformationen des Hochschulfeldes und auf dieser Basis die Re-Konfiguration der Studierenden als soziale Gruppe analysiert. Fragestellung: Welche milieuspezifischen Bildungsbarrieren entstehen durch den Bologna-Prozess und die Studiengebühren neu? Werden alte Barrieren abgebaut oder transformiert? Wie können die Potentiale der jungen, aber beteiligungsschwachen Milieus für eine Hochschulausbildung erschlossen werden? Welche institutionellen und symbolischen Arrangements muss das Hochschulsystem entwickeln, um diese Milieus ansprechen zu können? In welchen Dimensionen wäre eine Veränderung der Universitäts- bzw. Hochschulkultur erforderlich und hätte das paradigmatischen Charakter für die gesamte Heterogenitätsdebatte? Darstellung der Ergebnisse: Zu beobachten ist eine unübersichtliche Umstrukturierung der Selektionsmechanismen, die sich mit Studiengebühren und Gestuften Studiengängen als objektive und subjektive Hindernisse bei den Übergängen ins tertiäre System und im Studium selber auswirken. Für die unteren, bildungsfernen Milieus entstehen andere Kosten, aber auch Chancen mit den Umstrukturierungen des Bologna-Prozesses und der angestrebten Exzellenzbildung als für die mittleren und oberen Milieus. Bei einer Analyse der Bildungsverläufe ist das Augenmerk sowohl auf die Schwelle des tertiären Systems bespielsweise an Kollegstufen und Abendgymnasien als auch auf die Hochschulen zu richten, etwa im Vergleich der Studierendenbiografien mit und ohne Studiengebühren, Gestuften Studiengängen, Zulassungsprüfungen bzw. als Rekonstruktion der Studienverläufe nach jeweiliger Ausformung des modularisierten Studiums (liberales vs. "Paukstudium" in neuen Studiengängen). Literaturbericht und ExpertInnenworkshop zeigten, dass die Milieuforschung als quantifizierbarer, gleichzeitig praxis- und biografiesensibler Ansatz im Rahmen einer integrativen Bildungsforschung weiterentwickelt werden muss.

77 76 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre METHODE: Ziel des Projekts war die Erstellung einer gründlichen Literaturrecherche und Literaturstudie im Sinne eines Forschungsmonitorings, mit dem zunächst einmal die schon vorliegenden Ansätze und Befunde auf die Fragestellungen hin ausrichtet werden. Parallel wurde eine durch die Max-Träger-Stiftung finanzierte empirische Exploration unternommen (fünf Fokusgruppen, zehn leitfadengestützte Interviews). Abschließend sind die Beobachtungen und Schlussfolgerungen in einem ExpertInnenworkshop diskutiert worden. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Köhler, Thomas; Bülow- Schramm, Margret: Milieuspezifische Bildungsbarrieren nach der Einführung von gestuften Studiengängen und Studiengebühren. Literaturstudie und empirische Exploration. Abschlussbericht. Hamburg, Teil I: "The winner takes it all...". Ergebnisse der Exploration. S. I, 1-9. Teil II: Literaturbericht. S. II, Teil III: Annotierte Literaturrecherche. S. III, Teil IV: Perspektiven der Milieuforschung. ExpertInnenworkshop. S. IV, 1-6. ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Max-Traeger-Stiftung; Hans-Böckler-Stiftung INSTITUTION: Universität Hamburg, Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung (Vogt-Kölln- Str. 30, Haus E, Hamburg) KONTAKT: Leiterin ( [105-F] Ceylan, Firat, M.A.; Fiehn, Janina, Dipl.-Päd. (Bearbeitung); Harteis, Christian, Priv.Doz. Dr.; Schworm, Silke, Dr. (Leitung); Harteis, Christian, Priv.Doz. Dr.; Schworm, Silke, Dr. (Betreuung): Professionelle Hochschullehre: die bedarfsgerechte Entwicklung zukunftsorientierter hochschuldidaktischer Kompetenz INHALT: Im Rahmen dieses Projektes soll erstens ein Modell hochschuldidaktischer Kompetenz und zweitens ein passendes Diagnoseverfahren zur Erhebung des Weiterbildungsbedarfes entwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, eine am Bedarf orientierte Aus- und Weiterbildung von Hochschullehrenden zu organisieren und deren Wirkung zu evaluieren. Im Einzelnen soll folgenden Fragestellungen nachgegangen werden: Was sind die zukünftig relevanten Kompetenzen, über die Lehrende an Hochschulen verfügen müssen, um dauerhaft Lehrperformanz auf hohem Niveau erbringen zu können? Wie können diese Kompetenzen diagnostisch differenziert erfasst werden? Wie wirken individuelle Merkmale und organisatorische Rahmenbedingungen auf die subjektive Bewertung der Bedeutung einzelner Aspekte hochschuldidaktischer Kompetenz? Wie lässt sich eine effektive und bedarfsorientierte hochschuldidaktische Ausbildung zum professionellen Hochschullehrenden organisieren? GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Zur Beantwortung der o.g. Fragestellungen soll zunächst eine Delphi-Studie durchgeführt werden. An der Untersuchung werden 30 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus dem Bereich Hochschuldidaktik teilnehmen. Über insgesamt vier Befragungsrunden hinweg wird in dieser Delphi-Studie ein zukunftsorientiertes Konzept hochschuldidaktischer Kompetenz erarbeitet. Darauf abgestimmt wird ein Diagnoseinstrument entwickelt und im Rahmen weiterer Studien validiert. Die Ergebnisse dieser Studien fließen direkt in das Weiterbildungsangebot des Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik der Universität Regensburg ein. Dort wird sowohl das Diagnoseinstrument zur Erhebung des Weiterbildungsbedarfs im praktischen Einsatz erprobt als auch ein bedarfsorientiertes Bildungsangebot realisiert. Die Wirkung dieses Bildungsangebots soll durch Lernerfolgs- und Transferuntersuchungen überprüft werden. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Aktenana-

78 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 77 lyse, offen (Literaturdatenbanken). Beobachtung, teilnehmend (Stichprobe: 20; Teilnehmer/ innen an hochschuldidaktischen Weiterbildungskursen; Auswahlverfahren: freiwillige Teilnahme). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 500; Dozenten und Professoren der Universitäten Regensburg, Eichstätt, Passau; Auswahlverfahren: Zufall). Delphi-Studie (Stichprobe: 30; Experten in der Hochschuldidaktik; Auswahlverfahren: bewusst). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: Universität Regensburg, Philosophische Fakultät 02 - Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft, Institut für Pädagogik Lehrstuhl für Pädagogik 03 Allgemeine Pädagogik, Lehr-Lern-Forschung (93040 Regensburg) KONTAKT: Harteis, Christian (Dr. Tel , [106-F] Krüger, Nina, Dipl. Psych.; et alii (Bearbeitung); Meinefeld, Werner, apl.-prof.dr. (Leitung): Lehrveranstaltungsbefragungen als Mittel der Evaluation akademischer Lehre - eine Evaluation gängiger Evaluationspraktiken INHALT: Lehrveranstaltungsbefragungen gehören mittlerweile zum gängigen Kanon der Maßnahmen zur Sicherung der Qualität akademischer Lehre. Ihre Aussagekraft ist aber durchaus umstritten. An der Philosophischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg wird die 'Evaluation der Lehre' über eine Online-Befragung der Studierenden vorgenommen. Im Rahmen eines Forschungsseminars wurde parallel dazu eine schriftliche Befragung der Studierenden in ausgewählten Veranstaltungen 'vor Ort' durchgeführt. Untersucht wurde v.a., ob eine Online-Befragung ein angemessenes Vorgehen für die Lehrevaluation darstellt, und ob lehrexterne Variablen einen Einfluss auf die Bewertung darstellen. Die Ergebnisse zeigen: die Online-Befragung kommt (vermutlich v.a. aufgrund einer viel zu geringen Beteiligung) zu irreführenden Ergebnissen; die Bewertung der Lehrveranstaltung hängt wesentlich auch von Faktoren ab, auf die die Lehrenden keinen Einfluss haben: Vorkenntnisse der Studierenden, Größe und Typ der Veranstaltung etc. - werden diese Faktoren nicht in der Interpretation der Bewertungen berücksichtigt, so spiegeln die Befragungsergebnisse nicht die tatsächliche Lehrleistung. Durchaus übliche 'Evaluations'-Praktiken erweisen sich damit als methodisch nicht vertretbar. ZEITRAUM: WS 2008/09 GEOGRAPHISCHER RAUM: Universität Erlangen-Nürnberg METHODE: Test auf Zuverlässigkeit gängiger methodischer Vorgehensweisen. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, online (Studierende an deutschen Universitäten; Auswahlverfahren: Selbstrekrutierung). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 1.528; Studierende an deutschen Hochschulen; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Meinefeld, W. et al.: Möglichkeiten und Grenzen einer Lehrevaluation. Eine Analyse am Beispiel der Lehrevaluation an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Vorläufige Ergebnisdarstellung. Erlangen, Juni 2009, 60 S. Download unter: ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

79 78 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre INSTITUTION: Universität Erlangen-Nürnberg, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Institut für Soziologie Prof.Dr. Meinefeld (Kochstr. 4, Erlangen) KONTAKT: Leiter (Tel , [107-F] Gensch, Kristina; Banschbach, Volker (Bearbeitung): Ergebnisse aus dem Monitoring zu den Auswirkungen und der Verwendung von Studienbeiträgen INHALT: Die Einführung von Studienbeiträgen stellt die Hochschulen vor eine komplexe und anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe, da diese zusätzlichen Mittel zur Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt werden müssen. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Sozialverträglichkeit nicht verletzt wird. Anders als Baden-Württemberg hat das Wissenschaftsministerium in Bayern keinen Beirat für ein Monitoring der Studienbeiträge konstituiert, sondern das IHF mit der Konzeption und Durchführung eines Monitorings beauftragt. Die Diskussion über die Einführung von Studienbeiträgen wurde politisch über einen längeren Zeitraum geführt. Seit dem Sommersemester 2007 werden auch in Bayern Studienbeiträge erhoben. Inwiefern diese Auswirkungen auf das Studierendenaufkommen und die soziale Zusammensetzung der Studierenden haben, ist bisher unklar. Die vom Wissenschaftsministerium in Bayern jährlich an den Hochschulen durchgeführten Erhebungen zur Verwendung der Studienbeiträge sowie zu den Befreiungstatbeständen decken diese Fragen nicht ab. Gleichwohl besteht an fundierten Informationen hierzu ein großes politisches und öffentliches Interesse. Die Ergebnisse des Monitorings zu den Auswirkungen und der Verwendung von Studienbeiträgen sollen im Rahmen einer Studie dargestellt werden. Dabei werden folgende Parameter berücksichtigt: Analyse der Entwicklung der Studierendenzahlen; Analyse der nationalen und internationalen Wanderungsbewegungen der Studierenden; Ermittlung der Sozialverträglichkeit der Studienbeiträge; Überblick über Formen der Studienfinanzierung; Verwendung der Studienbeiträge zur Verbesserung der Studienbedingungen; Integration der Studierenden in den Verteilungsprozess. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bayern METHODE: Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe DATENGEWINNUNG: Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Wanderungsbilanzen der Studierenden für Bayern, Studienanfänger, Studierende insgesamt, Absolventen Studierende in der Regelstudienzeit, Entwicklung der Studienberechtigtenzahlen, Entwicklung der Hochschulübergangsquoten -Erhebungszeit: ab WS 2003/04. BAFöG-Daten der sechs bayerischen Studentenwerke). Auswertung von Fragebögen. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung -IHF- (Prinzregentenstr. 24, München) KONTAKT: Gensch, Kristina (Tel , Fax: , [108-F] Hartmann, Ernst A., Prof.Dr.; Loroff, Claudia, Dipl. Inform. Dipl. Psych.; Minks, Karl- Heinz; Freitag, Walburga, Dr.; Stamm-Riemer, Ida (Bearbeitung); Buhr, Regina, Dr. (Leitung): Wissenschaftliche Begleitung der BMBF-Initiative "ANKOM - Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge"

80 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 79 INHALT: Entwicklung und Dissemination übertragbarer Verfahren zur Identifikation gleichwertiger Kompetenzen aus beruflicher Fortbildung und hochschulischen Studiengängen und deren Verallgemeinerung (s.a. ankom.his.de/begleitung/index.php ). ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: keine Angaben DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview; Standardisierte Befragung, face to face; Standardisierte Befragung, telefonisch; Sekundäranalyse von Individualdaten; Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Hartmann, E.A.; Stamm-Riemer, I.: Die BMBF-Initiative "Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge" - ein Beitrag zur Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems und zum Lebenslangen Lernen. in: Hochschule und Weiterbildung, 2006, 1, S Buhr, R.: Anrechnung ist machbar. Die wissenschaftliche Begleitung einer BMBF-Initiative. in: Weiterbildung, 2007, 6, S Minks, K.- H.: Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge - ein Weg aus der Sackgasse. in: HIS Magazin, 2007, 2, S Stamm-Riemer, I.; Loroff, C.: Bologna- Prozess als Chance für qualitätsgesicherte Anrechnungsmodelle. in: HIS Magazin, 2008, 2, S Stamm-Riemer, I.; Loroff, C.; Minks, K.H.; Freitag, W. (Hrsg.): Die Entwicklung von Anrechnungsmodellen - zu Äquivalenzpotenzialen von beruflicher und hochschulischer Bildung. HIS Forum Hochschule, 13/2008. Hannover 2008, 136 S.+++Buhr, R.; Freitag, W.; Hartmann, E.A.; Loroff, C.; Minks, K.-H.; Mucke, K.; Stamm-Riemer, I. (Hrsg.): Durchlässigkeit gestalten! Wege zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung. Münster u.a.: Waxmann ISBN ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: VDI-VDE Innovation + Technik GmbH (Steinplatz 1, Berlin); HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Leiterin (Tel , [109-F] Hartwig, Lydia, Dr. (Bearbeitung); Witte, Johanna, Dr. (Leitung): Das Zusammenspiel von hochschuleigenem Qualitätsmanagement und öffentlicher Kontrolle: Lehren aus einem internationalen Vergleich INHALT: Das Projekt zielt auf die Steigerung der Qualität der Lehre an deutschen Hochschulen durch die Verbesserung des Zusammenwirkens von hochschuleigenem Qualitätsmanagement und öffentlicher Kontrolle. Dazu werden wissenschaftlich fundierte Empfehlungen an die Hochschulen und Hochschulpolitik erarbeitet und ein Erfahrungsaustausch und Lernprozess zwischen deutschen Hochschulen und hochschulpolitischen Akteuren organisiert. Im Zentrum des Projekts steht das Zusammenspiel von interner und externer Qualitätssicherung, von hochschulischen Bemühungen um eine Sicherung und Entwicklung der Qualität von Studium und Lehre einerseits und dem staatlichen Anspruch auf Rechenschaft der Hochschulen andererseits. Zu diesem Zweck soll eine internationale Vergleichsstudie durchgeführt werden. Die Studie wird vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Bemühungen um die Ausgestaltung der Akkreditierung durchgeführt. Die behandelten Fragen reichen aber bewusst über die zugespitzte Frage nach "Programm- oder Systemakkreditierung" hinaus und stellen diese in den größeren Zusammenhang des Verhältnisses von staatlicher Steuerung und Hochschulautonomie. Dazu wird die theoretische Perspektive der Governance-Forschung eingenommen. Herzstück des Projekts sind qualitative Fallstudien zum Zusammenspiel interner und externer

81 80 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre Qualitätssicherung voraussichtlich in sechs Staaten (England, Niederlande, Schweiz, Norwegen, Schweden, USA). ZEITRAUM: ca GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, Niederlande, England, USA, Schweiz, Norwegen, Schweden METHODE: Governance-Forschung; qualitativ (Fallstudien, interviewbasiert). Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, offen; Qualitatives Interview, telefonisch; Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Projektskizze (im Internet). ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung -IHF- (Prinzregentenstr. 24, München) KONTAKT: Leiterin (Tel , [110-F] Heine, Christoph, Dr.; Willige, Janka; Özkilic, Murat; Bargel, Tino (Bearbeitung): Studienqualitätsmonitor (SQM) INHALT: Der Studienqualitätsmonitor (SQM) wird seit 2007 im jährlichen Rhythmus von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover und der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführt haben in der zweiten repräsentativen Online-Befragung knapp Studierende an mehr als 150 Hochschulen Auskunft zu den Studienbedingungen und zur Studienqualität an ihren Hochschulen gegeben. Die Ergebnisse werden im Vergleich mit den in 2007 erhobenen Daten darüber Aufschluss geben, wie sich die Studienbedingungen in Deutschland durch die Einführung von Studiengebühren und die Umstellung auf die Abschlüsse Bachelor und Master verändert haben. Die beteiligten Hochschulen haben Ende 2008 exklusiv die hochschulbezogenen Ergebnisse sowie die Vergleichszahlen auf Bundes- und Landesebene erhalten. Die bundesweiten Hauptergebnisse werden in Kürze auf dieser Website veröffentlicht. Derzeit wird der Studienqualitätsmonitor 2009 durchgeführt. Weitere Informationen abrufbar unter: VERÖFFENTLICHUNGEN: Heine, Christoph; Willich, Julia; Schneider, Heidrun; Sommer, Dieter: Studienqualität in Ost- und Westdeutschland. Eine Sekundäranalyse des Studienqualitätsmonitors 2008 (HIS:Projektbericht). Hannover: Hochschul-Informations-System 2009, 92 S. (Download unter: ). ARBEITSPAPIERE: Hochschul-Informations-System: Studienqualitätsmonitor Wasserstandsmeldungen zur Qualität der Hochschulausbildung. Pressemitteilung vom (Download unter: ).+++Bargel, Tino; Müßig-Trapp, Peter; Willige, Janka: Studienqualitätsmonitor Zusammenfassung. Hannover 2007, 11 S. (Download unter: ).+++Hochschul-Informations-System: Bachelor-Studierende etwas, Master-Studierende deutlich zufriedener! Pressemitteilung vom (Download unter: 238 ). ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover); Universität Konstanz, Geisteswissenschaftliche Sektion, FB Geschichte und Soziologie Arbeitsgruppe Hochschulforschung (78457 Konstanz) KONTAKT: Heine, Christoph (Dr. Tel Willige, Janka (Tel ,

82 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 81 Özkilic, Murat (Tel , Bargel, Tino (Tel , [111-F] Janssen, Jörg, M.A.; Hartig, Christine, M.A.; Sander, Tobias, Dr. (Bearbeitung); Müller- Benedict, Volker, Prof.Dr. (Leitung): Die Entwicklung fachlicher Differenzierung am Beispiel der pharmazeutisch-chemischen Hochschulausbildung, Deutsches Reich und Bundesrepublik Deutschland INHALT: Ein Ausgangspunkt war die Einrichtung des Fachs "Lebensmittelchemie" durch staatlichen Erlass Warum wurde dieses Fach als "Lebensmittelchemie" und nicht "Lebensmittelpharmazie" oder "Lebensmittelmedizin" eingerichtet, obwohl es zu der Zeit hauptsächlich von Apothekern und Veterinären ausgeübt wurde? Die Fragestellung ist also: Wovon hängt die fachliche Differenzierung und Zuordnung ab? Als mögliche Einflussfaktoren werden vornehmlich untersucht: die Art des Studiengangs (Staatsexamen, Diplom...), der Einfluss von wissenschaftlichem Fortschritt, der Einfluss des Arbeitsmarkts, sowohl über die Herausbildung von neuen Berufen als auch über den schwankenden Bedarf, der Einfluss der universitären Strukturen (Studien, Promotions- und Habilitationsordnungen, Fakultätstraditionen), der Einfluss der Berufsverbände und der Industrie, politische Einflussnahme von Seiten der Ministerien. Ziel ist u.a., Differenzierungsmöglichkeiten eines Studienfachs auf Grund bestimmter Merkmale einschätzen zu können, die Frage "industry-based-science" oder "science-based-industry" genauer beantworten zu können und den spezifischen Einfluss der deutschen "Lehre und Forschungs"-Struktur der Hochschulen auf fachliche Entwicklung eingrenzen zu können. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland METHODE: Grundlegend: Kritischer Rationalismus. Forschungsmethodisch: historisch-empirisch; Daten-gestützt; quantitativ; Hypothesen generierend und prüfend DATENGEWIN- NUNG: Aktenanalyse, offen (Stichprobe: 1.000; ausgewählte Universitäten und THs; Auswahlverfahren: bewusst). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Stichprobe: ca. 100; Herkunft der Daten: statistische Veröffentlichungen). ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Flensburg, Zentrum für Methodenlehre (Auf dem Campus 1, Flensburg) KONTAKT: Leiter (Tel , [112-F] Kunz, Alexa Maria, M.A.; Eichholz, Daniela, Dr. (Bearbeitung); Gothe, Kerstin, Prof.Dipl.-Ing.; Pfadenhauer, Michaela, Prof.Dr. (Leitung): My Campus Karlsruhe INHALT: Die Studie versteht sich als Beitrag zu der im weiten Forschungs- und Anwendungsbereich der Stadtsoziologie unumgänglichen interdisziplinären Zusammenarbeit von Soziologie und Stadtplanung. Die konzeptionelle Verortung in der Auseinandersetzung um den Begriff der "Wissensgesellschaft" sowie eine theoretische Reflexion zu Raumwahrnehmung und Raumkonstruktion werden dabei zum Anlass genommen, um über die Wahrnehmung eines Campus durch die Kultur-"Brille" von Studierenden nachzudenken: Wie wird der Campus gelebt und erlebt? Mit welchen Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen treten Studierende an diesen spezifischen "Lernort" heran? Was macht für sie einen Ort zu einem "guten" Ort bzw.

83 82 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre wie machen sie einen Ort zu einem "guten" Ort? Den konzeptionellen Rahmen der Studie bildet die Annahme, dass unter den Bedingungen einer "Wissensgesellschaft" veränderte Anforderungen an Lernorte entstehen, die auch - oder gerade - vor dem universitären Kontext nicht Halt machen. Da Universität in der Wissensgesellschaft bislang wenig im Hinblick auf räumliche Aspekte thematisiert wird, wurde im Rahmen der Studie die raumzeitliche Nutzung des Campus Karlsruhe Süd durch die Studierenden mit Hilfe des Diary-Verfahrens (Paper-Pencil) exploriert. Dabei beruhen sämtliche Überlegungen auf einem Raumverständnis, das sich nicht in der Betrachtung des geographisch-physischen Raumes erschöpft, sondern auch den sozial konstruierten Raum und dessen vielfältige Interdependenzen mit dem physischen Raum einbezieht. Das Forschungsdesign fokussiert daher individuelle wie intersubjektiv geteilte Campuswahrnehmungen und Raumkonstruktionen, um auf der Basis der ermittelten Potenziale und Defizite der räumlichen Gegebenheiten Empfehlungen formulieren zu können. Vor dem Hintergrund des projektierten Raumverständnisses konnten im Rahmen der explorativen Untersuchung differenzierte Ergebnisse zum einen zu divergenten Campusnutzer-Typen, zum anderen zu typenübergreifenden studentischen Bedürfnissen in Bezug auf die räumliche Situation des Campus Karlsruhe Süd andererseits gewonnen werden. Dabei sind die Bedürfnisse und Empfehlungen der Studienteilnehmer auch als aufschlussreiche Anhaltspunkte für die adäquate Gestaltung einer "Universität für die Wissensgesellschaft" zu verstehen, da diese Studierenden bereits ganz selbstverständlich unter Rahmenbedingungen leben, die sich seit den 1990er Jahren von einem vielfach propagierten Soll-Zustand immer mehr zu einem Ist- Zustand "Wissensgesellschaft" entwickelt haben. Von diesen Studierenden werden schon lange eine lebenslange Lernbereitschaft und -befähigung sowie der Erwerb von Schlüsselqualifikationen erwartet, und es ist davon auszugehen, dass sie ein "Gespür" dafür entwickelt haben, wie die Lern- und Arbeitsbedingungen idealerweise beschaffen sein sollten, damit ein zur Erfüllung wissensgesellschaftlicher Anforderungen hinreichendes Wissens- und Kompetenzrepertoire erlangt und erweitert werden kann. In diesem Sinne konnten auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse für den Campus Karlsruhe Süd planerische Handlungsempfehlungen formuliert werden. Abgerundet wurden die Ergebnisse durch die Darstellung von Best-Practice-Beispielen aus der nationalen und internationalen Hochschulplanung, in denen Aspekte und Themen bearbeitet wurden, die von den Studienteilnehmern für den Campus Karlsruhe als Problem benannt wurden. GEOGRAPHISCHER RAUM: Karlsruhe ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Institution; House of Competence (HoC) INSTITUTION: Universität Karlsruhe, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Medien- und Kulturwissenschaft -ISMK- Abt. 1 Soziologie Lehrstuhl für Soziologie unter besonderer Berücksichtigung des Kompetenzerwerbs (Schlossbezirk 12, Karlsruhe); Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fak. für Architektur, Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung Fachgebiet Regionalplanung und Bauen im ländlichen Raum (Englerstr. 11, Karlsruhe); Technische Universität Dortmund, Fak. 12 Erziehungswissenschaft und Soziologie, Institut für Soziologie Lehrstuhl für Soziologie der Geschlechterverhältnisse (Emil-Figge-Str. 50, Dortmund) KONTAKT: Pfadenhauer, Michaela (Prof.Dr. Tel , Gothe, Kerstin (Prof. Tel , Kunz, Alexa Maria ( Eichholz, Daniela (Dr.

84 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 83 [113-F] Liebeskind, Uta, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang, Prof.Dr. (Betreuung): Deutungsmuster universitärer Lehre in Deutschland und Frankreich INHALT: Die Universitäten Europas haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert; die Voraussetzungen für Forschung und Lehre scheinen rundum erneuert. Der Diskurs um diese Veränderungen, der in der (Hochschul-)Öffentlichkeit geführt wird, ist entsprechend intensiv und disparat. Die Hochschulforschung fokussiert derzeit vor allem die neuen Steuerungsprinzipien, nach denen Universitäten geführt werden, und im Diskurs liegt großes Gewicht auf den veränderten Vorzeichen für die universitäre Forschung. Aus soziologischer Sicht wenig beleuchtet ist bisher die universitäre Lehre. Die soziologische Hochschulforschung beschäftigte sich bislang vor allem mit den Bedingungen für Forschung und Wissensgenerierung, mit den Arbeitsbedingungen und Karrierewegen von ProfessorInnen und mit Fragen studentischer Lebensführung. Der soziologische Blick auf die Lehre, der in dieser Studie unternommen wird, schließt damit eine Lücke. Die Arbeit hat ein wissenssoziologisch abgeleitetes Konzept sozialer Deutungsmuster zur Basis. Gefragt wird: Welche Deutungen haben Lehrende von Funktion und Zielen der Lehre? Wie deuten sie ihre eigene Rolle in der Lehre, wie die der Studierenden? Wie deuten sie die Beziehung, die die Lehre zur Forschung hat? Ganz im Sinne wissenssoziologischer Theoriebildung ist davon auszugehen, dass die Deutungen von Lehre einen Einfluss haben auf deren alltägliche Ausgestaltung in der Lehrsituation einerseits und auf deren konzeptuelle und organisationale Ausgestaltung andererseits. Die Deutungen universitärer Lehre stehen damit also in einem Wechselverhältnis zur Beschaffenheit des universitären Bildungssystems insgesamt. Deutungsmuster sind in Zeiten des Wandels sehr gut greifbar, da veränderte Bedingungen bisherige Deutungen in Frage stellen können. Die Ergebnisse der Studie werden also erstens zeigen, welche Deutungen der Lehre in beiden betrachteten Ländern den vorgenommenen Reformen der Lehre zugrunde liegen. Darüber hinaus zeichnet sich ab, wie die Lehrenden die Erneuerung der Lehrbedingungen mit ihren Deutungen von Lehre in Einklang bringen, ob und wie sie ihre Lehrpraxis den veränderten Studienbedingungen anpassen werden. ZEITRAUM: (Interview-Phase) GEOGRA- PHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, Frankreich (nur Paris) METHODE: Die Studie ist vergleichend angelegt, denn die Lehre ist in Form des Bologna-Prozesses stärker als zuvor supranational gesetzten Reform-Impulsen ausgesetzt. Verglichen werden mit Frankreich und Deutschland zwei Kernländer Europas mit sehr verschiedenen Hochschulbildungssystemen. Die Datengrundlage des empirischen Projekts sind 27 Leitfaden-gestützte qualitative Interviews, in denen Lehrende ihre eigene Lehrpraxis beschreiben. Die konkreten Beschreibungen von Praxis erlauben es, die Deutung der eigenen Praxis zu rekonstruieren. Dies entspricht dem wissenssoziologischen Ansatz im Kern: Es kann auf diese Weise gezeigt werden, dass zwar die Bedingungen von Lehre in beiden betrachteten Ländern oft gleich sind, die Deutungen der Lehrsituation und damit die Ausrichtung der eigenen Lehrpraxis aber mitunter stark differieren. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWIN- NUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: 27; Universitätsprofessor/inn/en in Deutschland und Frankreich -Paris-, hier auch fest angestellte, nicht-professorale Lehrende; Auswahlverfahren: qualitatives Sampling-Verfahren). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität Siegen, FB 01 Sozialwissenschaften, Philosophie, Theologie, Geschichte, Geographie, Fach Soziologie Lehrstuhl für Soziologie, insb. empirische Sozialforschung (57068 Siegen) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel ,

85 84 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre [114-F] Scholz, Julia (Bearbeitung); Blossfeld, Hans-Peter, Prof.Dr. (Leitung): Nationales Bildungspanel INHALT: Das Nationale Bildungspanel für die Bundesrepublik Deutschland (National Educational Panel Study, NEPS) wird von einem interdisziplinär zusammengesetzten Exzellenznetzwerk unter der Leitung von Prof.Dr. Hans-Peter Blossfeld, Universität Bamberg, durchgeführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wissenschaftlich begutachtet. Das NEPS als Projekt im Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung Bamberg (INBIL) übernimmt die mit der Einrichtung, Koordination und Durchführung des Panels verbundenen Aufgaben. Ziel des Nationalen Bildungspanels ist es, Längsschnittdaten zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen in formalen, nicht-formalen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne zu erheben. Die NEPS-Daten werden der nationalen und internationalen Wissenschaft so rasch wie möglich zugänglich gemacht. Diese Daten werden ein reichhaltiges Analysepotential für verschiedene an Bildungs- und Ausbildungsprozessen interessierte Disziplinen (wie etwa Demografie, Erziehungswissenschaft, Ökonomie, Psychologie, Soziologie) bieten und die Grundlagen für eine verbesserte Bildungsberichterstattung und Politikberatung in Deutschland schaffen. Forschungsgegenstand: In modernen Wissensgesellschaften ist Bildung die zentrale Voraussetzung sowohl für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand als auch für die Bewältigung von neuen Anforderungen in einer sich rasch wandelnden, globalisierten Welt. Um mehr über Bildungserwerb und seine Folgen für individuelle Lebensverläufe zu erfahren, um zentrale Bildungsprozesse und -verläufe über die gesamte Lebensspanne zu beschreiben und zu analysieren, wird in Deutschland zukünftig das Nationale Bildungspanel durchgeführt. Zentrale Forschungsfragen dieser Studie sind, wie sich Kompetenzen im Lebenslauf entfalten, wie Kompetenzen Entscheidungsprozesse an verschiedenen kritischen Übergängen der Bildungskarriere beeinflussen (und umgekehrt), wie und in welchem Umfang Kompetenzen von Lerngelegenheiten in der Familie, der Gleichaltrigengruppe und der Gestaltung von Lehrund Lernprozessen in Kindergarten, Schule, Hochschule und Berufsausbildung sowie Weiterbildung beeinflusst werden. Zudem soll geklärt werden, welche Kompetenzen für das Erreichen von Bildungsabschlüssen, welche für lebenslanges Lernen und welche für ein erfolgreiches individuelles und gesellschaftliches Leben maßgeblich sind. Dazu ist es notwendig, dass Kompetenzentwicklungen nicht nur im Kindergarten oder im allgemeinbildenden Schulsystem, sondern auch in der beruflichen Ausbildung, im Studium und nach Verlassen des Bildungssystems gemessen werden. Das Nationale Bildungspanel wird die Grundlagen für die nationale Bildungsberichterstattung deutlich verbessern. Die Vorteile der Konzeptualisierung und Dokumentation von Bildungsprozessen im Lebenslauf wird mit jeder zusätzlichen Panelwelle deutlicher werden, sodass die Aussagekraft des Beschreibungs-, Erklärungs- und Veränderungswissen des NEPS schrittweise mit jeder Welle ansteigen wird. Umfangreiche Informationen unter: METHODE: Untersuchungsdesign: Panel DATENGEWINNUNG: Psychologischer Test; Standardisierte Befragung, face to face; Standardisierte Befragung, telefonisch; Standardisierte Befragung, schriftlich; Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: insg. ca ; 6 Startkohorten - Neugeborene, Kindergarten, 5. Klasse, 9. Klasse, Studienanfänger, Erwachsene; Auswahlverfahren: repräsentative Stichproben). Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut. VERÖFFENTLICHUNGEN: Blossfeld, H.-P.; Doll, J.; Schneider, T.: Bildungsprozesse im Lebenslauf - Grundzüge der zukünftigen Bildungspanelstudie für die Bundesrepublik Deutschland. in: Recht der Jugend und des Bildungswesens, 2008, 3, S Blossfeld, H.-P.;

86 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 85 Doll, J.; Schneider, T.: Die Nationale Bildungspanelstudie (NEPS). in: Böttcher, W.; Dicke, J.N.; Ziegler, H. (Hrsg.): Evidenzbasierte Bildung. Wirkungsevaluation in Bildungspolitik und pädagogischer Praxis. Münster: Waxmann 2009, S Blossfeld, H.-P.; Doll, J.; Schneider, T.: Die Längsschnittstudie Nationales Bildungspanel: Notwendigkeit, Grundzüge und Analysepotential. in: Pädagogische Rundschau, 63, 2009, S Blossfeld, H.- P.; Schneider, T.: Auf dem Weg zu einer verbesserten Bildungsforschung: das Nationale Bildungspanel (NEPS). in: Heimbach-Steins, M.; Kruip, G.; Kunze, A.B. (Hrsg.): Bildungsgerechtigkeit - interdisziplinäre Perspektiven. Bielefeld: wbv 2009, S Blossfeld, H.- P.; Schneider, T.: Das Nationale Bildungspanel (NEPS). Eine interdisziplinäre Längsschnittstudie zur Verbesserung der Bildungsforschung. in: SchulVerwaltung, Zeitschrift für Schulleitung und Schulaufsicht - Ausgabe Bayern, 31, 2009, 4, S Blossfeld, H.-P.; Schneider, T.; Doll, J.: Methodological advantages of panel studies: designing the new National Educational Panel Study (NEPS) in Germany. in: Journal for Educational Research online, 1, 2009, 2, pp Blossfeld, H.-P.; Schneider, T.; Maurice, J.v.: Grundzüge der neu gestarteten Längsschnittstudie Nationales Bildungspanel (NEPS). in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (eingereicht).+++blossfeld, H.-P.; Maurice, J.v.; Roßbach, H.-G.; Weinert, S.; Schneider, T.: Das Nationale Bildungspanel als neue Datenbasis für die Kindheits- und Jugendforschung. in: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung (eingereicht).+++blossfeld, H.-P.; Maurice, J.v.; Schneider, T.: Bildung im Fokus: Grundzüge des Nationalen Bildungspanels. in: MNU Primar, 1, 2009, S Blossfeld, H.-P.; Maurice, J.v.; Schneider, T.; Rässler, S.: Germany - National Educational Panel Study. in: The Survey Statistician (eingereicht).+++leuze, K.: Bildungswege besser verstehen: das Nationale Bildungspanel. in: Alfa-Forum - Zeitschrift für Alphabetisierung und Grundbildung, 71, 2009, S Leuze, K.: Das Nationale Bildungspanel. Besser als PISA dank Multi-Kohorten- Sequenz-Design. in: Internationale Politik, 64, 2009, 4, S Schaeper, H.: Das Nationale Bildungspanel: ein Leuchtturm der Bildungsforschung. in: HIS-Magazin, 2009, 3. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung FINANZIERER: Institution; Auftraggeber INSTITUTION: Universität Bamberg, Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung -INBIL- (96045 Bamberg) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [115-F] Schreiterer, Ulrich, Dr. (Bearbeitung); Allmendinger, Jutta, Prof.Ph.D.; Ulbricht, Lena (Leitung): Higher Education Institutions and Regions (city-region of Berlin, Germany) INHALT: Teilprojekt des OECD-Projekts "Higher Education Institutions and Regions", das sich mit der Region Berlin beschäftigt. Hochschulen tragen heutzutage beträchtlich zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung von Regionen bei. Das Projekt "Higher Education Institutions and Regions" der OECD geht der Frage nach, wie Hochschulen mit regionalen Akteuren vernetzt sind und welche wechselseitigen Einflüsse in den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaftsentwicklung und Innovation, Bildungslandschaft, Soziales, Kultur und Umwelt entstehen. Ziele der Studie sind u.a. neue Erkenntnisse über Hochschulen in der Entwicklung in einer Region, die Entwicklung und Stärkung von regionalen Partnerschaften zwischen Akteuren aus dem Bildungs- und Forschungsbereich sowie aus Politik, Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen und die Identifizierung individueller Anreize für regionales En-

87 86 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre gagement von Hochschulen. Weitere Informationen s. GEOGRAPHISCHER RAUM: Region Berlin ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Land Berlin Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung INSTITUTION: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh (Reichpietschufer 50, Berlin) KONTAKT: Bearbeiter ( [116-F] Schreiterer, Ulrich, Dr. (Leitung): Neue Governance-Modelle an Berliner Hochschulen: die Erprobungsklausel (Paragr. 7a) des BerlHG auf dem Prüfstand INHALT: Die Erprobungsklausel von Paragr. 7a des Berliner Hochschulgesetzes erlaubt es den Berliner Hochschulen, von zentralen Vorgaben hinsichtlich der Binnenorganisation, Entscheidungsorgane und Finanzierung sowie des Personalwesens abzuweichen und diese Bereiche in ihren Grundordnungen weitgehend eigenverantwortlich zu regeln. Seit 1998 haben alle staatlichen Hochschulen Berlins diesen Freiraum genutzt, mit unterschiedlichen Akzenten und Resultaten. Das Projekt untersuchte, welche Wege sie dabei beschritten und welche Erfahrungen sie mit ihren Reformsatzungen gesammelt haben, wie experimentierfreudig sie waren, ob die neuen Organisations- und Entscheidungsmodelle den Erwartungen an Transparenz, Legitimität, Partizipation und ausreichenden "checks and balances" genügen und wie die staatliche Administration und Politik das Ergebnis bewerten. GEOGRAPHISCHER RAUM: Berlin ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Land Berlin Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung INSTITUTION: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh (Reichpietschufer 50, Berlin) KONTAKT: Leiter ( [117-F] Wilkesmann, Uwe, Prof.Dr. (Bearbeitung): Unter welchen Bedingungen sind managerial governance und academic selfgovernance von Hochschulen auf der individuellen Ebene der Lehrenden handlungswirksam? INHALT: Seit einigen Jahren stehen Universitäten erneut unter großem Veränderungsdruck - so auch in Deutschland. Das Management von Universitäten verschiebt sich in Richtung unternehmensähnlicher Steuerungsinstrumente (managerial governance). Dieser Veränderungsprozess ist auf der Ebene zwischen Staat und Universitäten sowie innerhalb der Universitäten schon hinlänglich untersucht worden. Der eigentliche "Produktionsprozess" der Wissenschaft findet aber auf der personalen Ebene der Wissenschaftler/innen statt. Deshalb ist zu fragen, ob die neuen Steuerungsformen und Anreize der managerial governance auch handlungswirksam auf der personalen Ebene sind. Für den Bereich der Forschung liegen erste Untersuchungen vor. Der Bereich der Lehre ist aber noch vollständig unerforscht. In dem zu beantragenden Projekt soll deshalb der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen neue Steuerungsinstrumente für die Aufgabenerfüllung im Bereich der Lehre ausüben. Gefragt wird nach den intendierten und nicht intendierten Effekten von managerial governance und academic self-governance auf der individuellen Handlungsebene der Lehrenden. Sind Ziele in der Lehre auf der individuellen Ebene handlungswirksamer, wenn die Wissenschaftlerinnen und

88 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.4 Hochschule: Lehre 87 Wissenschaftler intrinsisch motiviert in "Einsamkeit und Freiheit" ihre persönlichen Ziele verfolgen (bei academic self-governance) oder wenn sie qua Zielvereinbarung oder Geldzuweisung für Sachmittel oder im individuellen Gehalt für Zielerreichung belohnt bzw. Zielverfehlung bestraft werden (bei managerial governance)? Macht es also auf der "Produktionsebene" der Lehre einen Unterschied, ob Universitäten in ihrer internen Steuerung eine stärkere Ausprägung bei der managerial governance oder bei der academic selfgovernance haben? Zur Beantwortung der Frage wird eine repräsentative Befragung unter deutschen Hochschullehrern/innen durchgeführt. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Technische Universität Dortmund, Zentrum für Weiterbildung -ZfW- Lehrstuhl für Organisationsforschung, Sozial- und Weiterbildungsmanagement (Hohe Str. 141, Dortmund) KONTAKT: Institution (Tel , Hochschule: Absolventen (Verbleib, Arbeitsmarkt, wissenschaftlicher Nachwuchs, akademische Berufsgruppen) [118-L] Buchholz, Kai; Gülker, Silke; Knie, Andreas; Simon, Dagmar: Attraktivität von Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft im internationalen Vergleich: wie erfolgreich sind die eingeleiteten wissenschaftspolitischen Initiativen und Programme?, (Studien zum deutschen Innovationssystem, Nr ), Berlin 2009, VI, 192 S. (Graue Literatur; INHALT: Die fortschreitende Globalisierung von Wissenschaft und Forschung ist mit einer wachsenden Mobilität des Forschungspersonals verbunden. Gleichzeitig hängt die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft wesentlich von der Verfügbarkeit von kreativem und innovationsbereitem Forschungs- und Wissenschaftspersonal ab. Aus nationaler Perspektive ist es von entscheidender Bedeutung, dauerhafte Wanderungsverluste (brain drain) zu vermeiden und stattdessen Wanderungsgewinne (brain gain) zu erzielen. Die Gestaltung der Attraktivität von Arbeitsplätzen in der Wissenschaft ist daher eine zentrale wissenschaftspolitische Aufgabe. Ziel der Studie ist, die Informationsgrundlage für diese Aufgabe zu verbessern. Länderstudien im internationalen Vergleich geben Aufschluss darüber, mit welchen Strukturen und Instrumenten außerhalb Deutschlands den spezifischen Anforderungen an attraktive Arbeitsplätze in der Wissenschaft begegnet wird. Mit den USA, Japan, Kanada, der Schweiz und Schweden insbesondere sind solche Länder ausgewählt worden, deren Innovations- und Wissenschaftssysteme im Diskurs vielfach als Referenz herangezogen werden. Anschließend werden neue wissenschaftspolitische Instrumente in Deutschland einer ersten und vorläufigen Prüfung daraufhin unterzogen, inwiefern sie zur Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität im deutschen Wissenschaftssystem beitragen können. (ICF2)

89 88 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen [119-L] Burkhardt, Anke; König, Karsten; Krempkow, René: "Dr. Unsichtbar" im Visier: Erwartungen an die Forschung zum wissenschaftlichen Nachwuchs, in: Die Hochschule : Journal für Wissenschaft und Bildung, Jg. 17/2009, H. 1, S (www.hof.uni-halle.de/journal/texte/08_1/dhs%201_2008.pdf) INHALT: Eingangs werden die Forschungsdesiderata benannt und damit aufgezeigt, in welche Richtung weitere Projekte geplant werden sollten. Anschließend werden gegenwärtig laufende Forschungsprojekte vorgestellt und die erwarteten Ergebnisse skizziert. Daraus ergibt sich ein Bild dessen, was in absehbarer Zeit bekannt sein könnte und wo auch dann noch Lücken zu erwarten sind. Es werden zwei Befunde hervorgehoben, die die Situation der Nachwuchswissenschaftler/-innen in Deutschland im internationalen Vergleich beschreiben: Sie sind - trotz Einführung der Juniorprofessur - mehrheitlich erstens vom Status her länger unselbstständig tätig und zweitens länger mit unsicheren Berufsperspektiven konfrontiert als ihre Kollegen in anderen Ländern. Insgesamt wird konstatiert, dass mit den begonnenen und geplanten Studien mehrere Aspekte (noch) unbearbeitet bleiben: Es gibt keine exakte Kenntnis über die Anzahl der Doktorand/-innen in Deutschland. Nach wie vor unbekannt ist, wie viele Doktorand/-innen auf etatisierten Mitarbeiterstellen, wie viele auf Drittmittelbasis und wie viele als wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt sind. Auch die Stipendienstatistik ist nicht wirklich aussagekräftig. Es gibt keine verlässliche Aussagen darüber, wie viele InhaberInnen von befristeten (und von unbefristeten) Mittelbaustellen an den Hochschulen und Forschungsinstituten promoviert (und eventuell auch habilitiert) sind, wie viele als Doktorand/-innen gelten, und wie viele einfach ohne Promotion tätig sind. Das Wissen über die zurzeit überall sprießende neue Kategorie der sog. Post docs ist bisher viel zu unpräzise. (ICF2) [120-F] Hoser, Nadine (Bearbeitung): Die Ausbreitungsdynamik von Nanotechnologie in Hochschullehre und Arbeitsmarkt in Deutschland und den USA. Vom Studium in die Beschäftigung: ein Vergleich deutscher und US-amerikanischer Studienverläufe und Erwerbsbiografien INHALT: Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern aufgrund von unterschiedlichen Innovationsdynamiken und (institutionellen) Kontexten in den USA sich moderne Technologien, wie z.b. die Nanotechnologie, schneller verbreiten als in Deutschland. Verschiedene Gründe sprechen hierfür, u.a. die Vorteile eines liberalen Marktsystems, wie es in den USA vorherrscht. Die Vorteile liegen in der Begünstigung von radikalen Innovationen, die zeitnaher und effektiver realisiert werden können als in einem koordinierten bzw. korporatistischen Marktsystem, wie es in Deutschland vorzufinden ist. Innovationen begünstigen weitere Forschung und neue Beschäftigungsfelder. Darauf aufbauend ist die Annahme, dass sich die Nanotechnologie in den USA früher und differenzierter entwickelte, was sich in einer höheren Anzahl an Instituten sowie in zahlreicheren und spezialisierten Departments, Lehrstühlen und Studiengängen manifestiert. Des Weiteren wird angenommen, dass in den USA die Umsetzung von Forschungsdurchbrüchen in etablierten, aber auch neuen Studiengängen leichter ist als in Deutschland, wo weniger Kooperationen mit Universitäten stattfinden, da außeruniversitäre Forschungseinrichtungen stark ausgeprägt sind (z.b. die Fraunhofer Institute).Die Forschungsfrage lautet weiter, inwiefern sich das "korporatistische" Deutschland von den "liberalen" USA unterscheidet und inwiefern der beobachtbare Wandel in Hochschullehre, Forschung und Beschäftigung im Feld der Nanotechnologie eine Annäherung Deutschlands an die USA impliziert. Um dieser Frage nachzugehen, müssen der Prozess

90 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen 89 der Ausbreitung der Nanotechnologie sowohl in den USA als auch in Deutschland skizziert werden und die relevanten Vergleichskriterien herausgearbeitet werden. Wesentliche Phasen sind hierbei die Expansion von Innovationen und wissenschaftlichen Erkenntnissen der Nanotechnologieforschung in die Hochschullehre und schließlich die Veränderung des Beschäftigungssystems - bestehend aus Unternehmen, Start-Ups und Forschungsinstitutionen - infolge von Forschungsdurchbrüchen in der Nanotechnologie und der Einführung neuer Studienprogramme. Daran anschließend interessiert, wie ForscherInnen im Bereich Nanotechnologie ihre beruflichen Aussichten einschätzen, ob als Berufsfeld eher die (universitäre) Forschung oder die Industrie, in Frage kommen, und welche Berufsbiografien sich bei AbsolventInnen von Nanotechnologie-affinen Studiengängen abzeichnen. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, USA ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Bamberg, Fak. Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Graduiertenkolleg "Märkte und Sozialräume in Europa" (Lichtenhaidestr. 11, Bamberg) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [121-F] Kreiml, Thomas; Denkmayr, Eva (Bearbeitung); Mosberger, Brigitte (Leitung): Berufsfindung und Beschäftigungschancen von UniversitätsabsolventInnen in der Privatwirtschaft INHALT: Bestimmte Studienrichtungen in Österreich weisen spezifische Arbeitsmarkt- und Einstiegsprobleme für die AbsolventInnen auf. Ziel des Projekts ist es, Aufschluss über Probleme, Strategien und Zugangswege in den Arbeitsmarkt von AkademikerInnen zu erhalten. Der Fokus der Studie liegt dabei auf dem privatwirtschaftlichen Sektor und dem halböffentlichen Bereich. Schwerpunktmäßig werden in methodischer Anlehnung an das Vorgängerprojekt (AkademikerInnen I) vier Studienrichtungen mit humanmedizinischem, rechtswissenschaftlichem sowie geisteswissenschaftliche Hintergrund herausgegriffen. Die ausgewählten Studienrichtungen sind in besonderem Maße arbeitsmarktrelevant, nicht zuletzt weil sie - über Österreich verteilt - eine sehr große Anzahl an Studierenden und AbsolventInnen aufweisen; im Einzelnen: Veterinärmedizin, Rechtswissenschaft, ÜbersetzerIn/ Dolmetsch (Translationswissenschaften), Geschichte. GEOGRAPHISCHER RAUM: Österreich METHODE: Die Studie wird eine telefonische Befragung von 340 UniversitätsabsolventInnen umfassen, deren akademischer Abschluss mindestens zwei und höchstens fünf Jahre zurückliegt. Zusätzlich werden ExpertInnen aus der Privatwirtschaft, aus den Standesvertretungen und Berufsorganisationen, aus dem universitären Bereich und aus dem AMS zu den Themenschwerpunkten "Berufseinstieg und berufliche Stabilisierung", "Einkommen und Aufstiegschancen" sowie zu typischen Karrierechancen und Trends befragt. In einem dritten Teil sollen aktuelle auf die Arbeitsmarktsituation von UniversitätsabsolventInnen bezogene Studien und Arbeiten, zugängliche Statistiken und Trendanalysen eingearbeitet werden. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Arbeitsmarktservice Österreich FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschung (Einwanggasse 12, 1140 Wien, Österreich) [122-F] Kriwy, Peter, Dr. (Bearbeitung): Befragung von Soziologie BA Studierenden in Kiel

91 90 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen INHALT: Die Studierenden im ersten Semester des BA Studiengangs der Soziologie in Kiel füllen einen ausführlichen Fragebogen zu Beginn ihres Studiums aus. Es folgen kleinere Wiederholungsbefragungen im 3. und 5. Semester. Die gewonnenen Informationen helfen die Belange, Wünsche und Zukunftspläne der Studierenden zu verstehen und sind zudem hilfreich bei der Planung von Lehrveranstaltungen und bei Kapazitätseinschätzungen bezüglich Abschlussarbeiten. ZEITRAUM: seit 2007 GEOGRAPHISCHER RAUM: Kiel METHODE: Quantitative empirische Sozialforschung. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: , ; Auswahlverfahren: total). ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität Kiel, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften Abt. Soziologie (Westring 400, Kiel) KONTAKT: Bearbeiter ( [123-F] Middendorff, Elke, Dr. (Bearbeitung): Das soziale Profil in der Begabtenförderung Ergebnisse einer Online-Befragung unter allen Geförderten der elf Begabtenförderungswerke im Oktober 2008 INHALT: Die Studie unter den Geförderten der elf vom BMBF unterstützten Begabtenförderungswerke befasst sich mit der sozialen Zusammensetzung der ausgewählten Stipendiat/innen, ihrem Studienalltag und ihren Lebensverhältnissen. Dazu gehören Merkmale der sozialen Herkunft, des Bildungsweges, des Studiengangs, des bisherigen Studienverlaufs einschließlich studienbezogener Auslandsaufenthalte ebenso wie die Fragen der Studienfinanzierung und der Erwerbstätigkeit neben dem Studium. Als empirische Grundlage für die Analyse diente eine Online-Vollerhebung unter allen etwa Geförderten der Begabtenförderungswerke, die im Oktober 2008 durchgeführt wurde. Getrennt nach Geförderten in der Studien-/Grundförderung und solchen in der Promotions-/Graduiertenförderung präsentiert der vorliegende Bericht die zentralen Ergebnisse dieser Befragung. Die Online-Befragung im Rahmen dieses Projektes wurde eng an die 18. Sozialerhebung des DSW angelehnt, damit deren Daten als Referenz zur Einordnung und Bewertung der Befunde herangezogen werden können. ZEITRAUM: 2008 VERÖFFENTLICHUNGEN: Middendorff, Elke; Isserstedt, Wolfgang; Kandulla, Maren: Das soziale Profil in der Begabtenförderung. Ergebnisse einer Online-Befragung unter allen Geförderten der elf Begabtenförderungswerke im Oktober 2008 (HIS:Projektbericht). Hannover: Hochschul-Informations-System 2009, 176 S. (Download unter: Bericht.pdf ). ART: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , Fax: ,

92 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen 91 [124-L] Pichler, Edith: Geisteswissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund im Beruf am Beispiel des wissenschaftlichen Standorts Berlin: einige Fakten und "Diskurse", (COMCAD Working Papers, No. 51), (Conference "Migration(s) and Development(s) - Transformation of Paradigms, Organisations and Gender", 2008), Bielefeld 2008, 20 S. (Graue Literatur; INHALT: "Im Kontext der Untersuchung stellte sich die Frage, welche Rolle das kulturelle Kapital und das Habitus für die soziale Mobilität von Personen mit Migrationshintergrund spielt, und inwieweit es ihnen gelingt, zu den sogenannten Werteliten bzw. Exzellenzen zu gehören. Als ein Indikator dieses Prozesses gilt u.a. ihr möglicher Zugang als Wissenschaftler in die universitären Einrichtungen. In diesem Zusammenhang war von Interesse herauszufinden, zu welchen Migrantentypen diese Werteliten gehören: Sind sie Nachkommen der sogenannten 'Gastarbeitergeneration' oder Angehörige der neuen 'postmodernen' Migrantentypen; oder gehören sie vorwiegend zu den akademischen Mobilen, die von den verschiedenen akademischen/ wissenschaftlichen Austauschprogrammen profitieren. Sind diese Exzellenzen immer noch eher ein Bespiel für eine räumliche Mobilität in einem transnationalem Kontext oder sind sie zunehmend auch ein Zeichen von vertikalen und sozialen Mobilitätsprozessen innerhalb der alteingesessenen Communities?" (Autorenreferat) [125-F] Reimer, Maike, Dr.; Falk, Susanne, Dr. (Bearbeitung): Bayerisches Absolventenpanel (BAP) INHALT: Die zunehmende Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor und der strukturelle Wandel von Arbeitsmärkten haben veränderte Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Akademikern geschaffen. Für Bildungspolitiker und Hochschulforscher stellt sich die Frage, ob angehende Akademiker in angemessener Weise für die Wissensgesellschaft gerüstet sind und mit welchem Erfolg sie unter unsicheren Bedingungen Berufskarrieren realisieren. Fragen dieser Art können nur empirisch über so genannte Absolventenstudien beantwortet werden, in denen Absolventen ihren Studienverlauf und die im Studium vermittelten Kompetenzen bewerten sowie ihren bisherigen Berufsverlauf rekonstruieren. In Anbetracht des gestiegenen Bewusstseins für die Qualität von Studium und Lehre und des zunehmenden Wettbewerbs zwischen den Hochschulen wächst das Interesse der Hochschulen am Arbeitsmarktund Berufserfolg ihrer Absolventen. Aktualität erlangen Absolventenstudien darüber hinaus aufgrund der bereits begonnenen und bis zum Jahr 2010 zu vollendenden Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge. Mit einer Absolventenstudie kann die Bedeutung dieser neuen Abschlüsse für den Arbeitsmarkt- und Berufserfolg von Absolventen untersucht werden. Im Jahr 2005 hat Bayern als erstes Bundesland Hochschulabsolventen aller Fächergruppen zu ihrem Studium, Berufseinstieg und beruflichen Werdegang befragt und mit dem Bayerischen Absolventenpanel den Grundstein für eine repräsentative und langfristig angelegte Absolventenstudie gelegt. Das IHF verfolgt dabei den Aufbau einer Längsschnittstudie, bei der nicht nur in regelmäßigen Abständen neue Abschlussjahrgänge befragt werden, sondern jeder Absolventenjahrgang in Abständen von einigen Jahren erneut befragt wird. So entsteht ein Instrument, mit dem die gegenwärtigen Entwicklungen im Hochschulbereich begleitet, bewertet und Absolventenbefragungen in Bayern mittels eines standardisierten Vorgehens koordiniert werden können. Projektstand und Planung: Bisher wurden zwei Erhebungen durchgeführt: Die Befragung des Absolventenjahrganges 2004 im Winter 2005/06 und des Absolventen-

93 92 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen jahrganges 2006 im Winter 2007/08. Fachspezifische und hochschulspezifische Auswertrungen wurden veröffentlicht. Im Winter 2009/2010 wird der Abschlussjahrgang 2004 erneut befragt, um die berufliche Entwicklung jenseits der ersten Beschäftigungsverhältnisse zu ermitteln. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bayern METHODE: Bislang liegen in Deutschland Informationen über den Übergang von Hochschulabsolventen in den Arbeitsmarkt und die weitere berufliche Laufbahn nicht repräsentativ auf Länder- und Hochschulebene vor. Bayern hat deshalb als erstes Bundesland eine landesweit repräsentative und langfristig angelegte Absolventenstudie für eine breite Auswahl an Fächern ins Leben gerufen: das Bayerische Absolventenpanel (BAP). Dieser Langzeitstudie wird am Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) in Zusammenarbeit mit den bayerischen Hochschulen durchgeführt und stellt jeweils aktuelle Informationen über die Ausbildungsqualität bayerischer Hochschulen und den Berufserfolg bayerischer Hochschulabsolventen bereit. Am BAP nehmen teil: a) jeweils ein vollständiger Absolventenjahrgang (Vollerhebung), b) Absolventen aller bayerischen Universitäten und staatlichen Fachhochschulen, c) Diplom- und Magisterabsolventen aller Fächergruppen; ab 2007 zusätzlich: Rechtswissenschaften (erste Staatsprüfung) und ab 2011 Bachelor- und Masterabsolventen aller Fächergruppen. Jeder Absolventenjahrgang wird insgesamt drei Mal befragt: ein bis zwei Jahre nach Abschluss, fünf bis sechs Jahre und neun bis zehn Jahre nach Studienabschluss. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen neue Absolventenjahrgänge befragt (Kohortendesign). Das BAP beruht auf standardisierten schriftlichen Befragungen, (sowohl auf Papier als auch online). Fragebögen und Erinnerungsschreiben werden von den teilnehmenden Hochschulen verschickt (Adressmittelungsverfahren); unzustellbare Adressen werden durch Mitarbeiter des IHF recherchiert. Für Folgebefragungen werden die Teilnehmer um die Angabe ihrer Adresse gebeten sowie um eine Einverständniserklärung, sie erneut anschreiben zu dürfen. Für den Absolventenjahrgang 2004 wurde mit Teilnehmern eine Netto-Rücklaufquote von 36,9% erzielt. Für den Jahrgang 2006 beträgt die Teilnehmerzahl und ergibt eine Rücklaufquote von 36,8%. Die Repräsentativität hinsichtlich Alter, Geschlecht, Studiendauer und Abschlussnote ist für beide Erhebungswellen sehr zufrieden stellend. Das BAP wird überwiegend vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung (IHF) finanziert. Bei der Verschickung der Fragebögen für die Erstbefragung übernehmen die teilnehmenden Hochschulen die Portokosten. Untersuchungsdesign: Panel DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, schriftlich; Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: Welle 1-; Bayerische Hochschulabsolventen ausgewählter Jahrgänge aus allen Fächergruppen; Auswahlverfahren: total. Stichprobe: Welle 2-; Bayerische Hochschulabsolventen ausgewählter Jahrgänge aus allen Fächergruppen; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Falk, Susanne; Reimer, Maike: Das Bayerische Absolventenpanel. in: HRK (Hrsg.): Potentiale von Absolventenstudien für die Hochschulentwicklung. Dokumentation einer Veranstaltung der HRK in Kooperation mit dem INCHER-Kassel und dem Arbeitsbereich Absolventenforschung der FU Berlin am 18. und 19. Mai 2006 an der Universität Kassel. Bonn 2007, S Sarcletti, Andreas: Humankapital und Praktika. Die Bedeutung des Kompetenzerwerbs in Praktika für den Berufseinstieg bei Universitätsabsolventen der Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre. in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2007, H Reimer, Maike: Wie können Absolventenstudien zum Qualitätsmanagement an Hochschulen beitragen? Erfahrungen des Bayerischen Absolventenpanels. in: Qualität in der Wissenschaft, 2008, 3, S ARBEITSPAPIERE: Falk, Susanne; Hafner, Kurt; Reimer, Maike: Generation Praktikum: Realität oder neue Interpretation des Berufseinstiegs von Hochschulabsolventen? Manuskript. München: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulfor-

94 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen 93 schung und Hochschulplanung Reimer, Maike; Hartwig, Lydia; Falk, Susanne: Panel studies on higher education graduates as contribution to quality assurance. Konferenzpapier für das 29th Annual EAIR Forum 26 to 29 August 2007 Innsbruck, Austria Umfangreiche Liste zu Vorträgen und Qualifikationsarbeiten bitte beim Institut anfordern. ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung -IHF- (Prinzregentenstr. 24, München) KONTAKT: Institution (Tel , Fax: , [126-F] Ruhle, Sascha, Dipl.-Ökon.; Rothenstein, Jens, Dipl.-Ökon.; Mühlbauer, Daniel (Bearbeitung); Grünhagen, Marc, Dr. (Leitung): Gründungsneigung der Studierenden der Schumpeter School of Business and Economics (Arbeitstitel) INHALT: keine Angaben METHODE: Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 335; Studenten des Fachbereichs B - Schumpeter School of Business and Economics). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution; Wissenschaftler INSTITUTION: Universität Wuppertal, FB B Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics, Lehrstuhl für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung (Gaußstr. 20, Wuppertal); Universität Wuppertal, FB B Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics, Lehrstuhl BWL, insb. Personalmanagement und Organisation (42097 Wuppertal) KONTAKT: Ruhle, Sascha (Tel , [127-F] Vowe, Gerhard, Prof.Dr.; Dohle, Marco, Dipl.-Med.Wiss. (Bearbeitung): Absolventenstudie - wo sind die Bachelorabsolventen und wie sehen sie ihr Studium? INHALT: Im Rahmen des Projektes wurde eine Befragung von Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudienganges Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt. In dem Studiengang werden Soziologie, Politikwissenschaft sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft kombiniert. Er wurde bereits 1999 eingerichtet, so dass 2002 die ersten Absolventen die Universität verließen. Damit zählt er zu den Bachelorstudiengängen mit der längsten Erfahrung in Deutschland. In der Studie konnten vier Absolventenjahrgänge befragt werden. Die Befragung sollte klären, wo die Absolventen heute sind und wie sie im Nachhinein ihr Studium sehen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hälfte der Absolventen gegenwärtig beruflich tätig ist, etwas mehr als ein weiteres Drittel sich in einem Masterstudium befinden und etwas über 10% in einer Übergangssituation sind oder alternative Tätigkeiten ausüben. Insgesamt sind die Absolventen mit dem Studium zufrieden. Sie empfinden das Studium überwiegend als nützlich für ihre jetzige Tätigkeit. Mehr als die Hälfte würde sich erneut für das Studium in Düsseldorf entscheiden. VERÖFFENTLICHUNGEN: Dohle, Marco; Vowe, Gerhard: Wo sind die Bachelorabsolventen heute und wie sehen sie ihr Studium? Ergebnisse einer Befragung von Absolventinnen und

95 94 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.5 Hochschule: Absolventen Absolventen des BA-Studiengangs Sozialwissenschaften an der Universität Düsseldorf. in: Soziologie, 36, 2007, 2, S ARBEITSPAPIERE: Vowe, Gerhard; Dohle, Marco: Akzeptiert der Markt sozialwissenschaftliche Bachelor-Absolventen? Ergebnisse einer Befragung von Absolventen des BA-Studiengangs Sozialwissenschaften in Düsseldorf. Vortrag auf der Messe "Job or Master", Düsseldorf, 3. November ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Düsseldorf, Philosophische Fakultät, Sozialwissenschaftliches Institut Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft I (Universitätsstr. 1, Düsseldorf) KONTAKT: Vowe, Gerhard (Prof.Dr. Tel , Fax: , Wissenschaft/Technik und Frau [128-F] Bechler, Ramona, M.A.; Frotscher, Miriam; Frank, Carolin; Herm, Christian (Bearbeitung); Schötz, Susanne, Prof.Dr.; Koch, Sonja, Dr.phil.; Schober, Brigitte, Dr.; Küllchen, Hildegard, Dr. (Leitung): Geschichte der Frauen- und Mädchenbildung - Geschichte des Frauenstudiums an der TU Dresden INHALT: Im Jahre 1906 endete in Sachsen der Jahrhunderte währende Ausschluss von Frauen aus akademischer Bildung - sie erhielten nun die Berechtigung zum Studium an der Universität Leipzig. Ein reichliches Jahr später, am 1. November 1907, durfte sich schließlich auch die erste Frau an der Technischen Hochschule Dresden einschreiben. Die am 6./7. November 2007 an der TU Dresden durchgeführte wissenschaftliche Tagung "Frauen in der Wissenschaft - Stieftöchter der Alma Mater?" nahm diese Zäsur zum Anlass, um die langen und wechselvollen Wege von Frauen in Wissenschaft und Lehre mit Blick auf aktuelle Problemlagen und Herausforderungen zu diskutieren. Dabei interessierten ebenso Ausgrenzungsmechanismen wie diejenigen Bedingungen und Faktoren, die es Frauen ermöglichten, zu Bildung und Ausbildung, zu Gelehrtheit und Akzeptanz in den Wissenschaften zu unterschiedlichen Zeiten zu gelangen. Die Tagung besaß eine historische und eine aktuelle Dimension - sie suchte dezidiert die epochenübergreifende Perspektive, um die historische Genese ungleicher Teilhabe von Frauen und Männern in der Wissenschaft zu verdeutlichen. Sie thematisierte zunächst die Entstehung der Universität als Männerwelt und das Wirken gelehrter Frauen im Spätmittelalter bzw. in der Frühen Neuzeit, beleuchtete dann den mächtigen Bewegungsschub zur Zulassung von Frauen zu akademischer Bildung und zu akademischen Berufen im 19. Jh. und interessierte sich schließlich für die Veränderung der Wissenschaften durch den Eintritt von Frauen sowie für die Stratifikation der Geschlechter im universitären Raum des 20. und 21. Jahrhundert. Ihr besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung weiblicher Teilhabe an der TU Dresden. Dabei fanden einerseits hervorragende Wissenschaftlerinnen und Absolventinnen Würdigung, andererseits wurden aber auch existierende Problemlagen analysiert und diskutiert. Die Tagung wandte sich zugleich an Studierende und Lehrende von Universitäten und zielte darüber hinaus auch auf die an Geschlechtergerechtigkeit interessierte außeruniversitäre Öffentlichkeit ab. Es war ihr Anliegen, im fächer- und generationsübergreifenden Dialog Barrieren und Perspektiven von Frauen im System der Wissenschaften zu erörtern, damit Genderkompetenz zu fördern und letztendlich Impulse zur Vorantreibung der Gleichstellung

96 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau 95 der Geschlechter an den Universitäten zu vermitteln. Im Jahr 2008 wurden durch SHK ergänzende Recherchen sowie Materialauswertungen fortgesetzt und die Publikation der Tagungsbeiträge vorbereitet. Der Tagungsband soll 2009 erscheinen. GEOGRAPHISCHER RAUM: Dresden ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Freistaat Sachsen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst; Deutscher Akademikerinnenbund e.v. -DAB-; Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband Sachsen; Hans-Böckler- Stiftung INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichte Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (01062 Dresden); Technische Universität Dresden, Referat Gleichstellung von Frau und Mann (Weberplatz 5, Dresden) KONTAKT: Bechler, Ramona (Tel , [129-F] Bothur, Stefanie, Dipl.-Kff. (Bearbeitung); Rottkord, Hiltrud, Dipl.-Soz.Wiss. (Leitung): Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern: Folgeprojekt - Analyse von Best-Practice-Beispielen INHALT: Das Projekt ist im Anschluss an das im Jahr 2008 abgeschlossene Projekt "Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern" durchgeführt worden. In der ersten Projektphase 2008 ist über eine systematische Analyse des vorhandenen Datenmaterials die Ist-Situation von Frauen in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studienbereichen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und den EU-Ländern aufgeschlüsselt worden. Es konnte eine Reihe vorbildhafter Hochschulen mit hohen Frauenanteilen in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern identifiziert werden, u.a. die Technische Universität Berlin, die Technische Universität Dortmund, die Fachhochschule Köln, die Fachhochschule Ostwestfalen-Lippe, die Fachhochschule Niederrhein und die Bergische Universität Wuppertal als Hochschulen mit "guten" Studentinnenquoten. In Dänemark und der Slowakei konnten u. a. Frauenanteile an den Studierenden in den Fächern Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe recherchiert werden, die deutlich über den Studentinnenquoten in Deutschland liegen. Ebenso sind die Frauenanteile an den Studierenden in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften u.a. in Italien und Portugal höher als in Deutschland. In dem Folgeprojekt 2009 geht es um eine "Analyse von Best-Practice-Beispielen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und ausgewählten EU-Ländern". Wie schaffen es einzelne Hochschulen oder europäische Länder, verstärkt Frauen für ein Studium in den Natur- und Ingenieurwissenschaften anzusprechen und erfolgreich zu rekrutieren? Welche Erfolgsmodelle haben die identifizierten Universitäten und Fachhochschulen? Welche Praxis-Beispiele können auf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen übertragen werden? Und, mit welchen Maßnahmen und Genderkompetenzen schaffen es Hochschulen in der Europäischen Union, einen wesentlich höheren Anteil an Studentinnen in diesen Studienbereichen zu erreichen als deutsche Universitäten und Fachhochschulen? Ziel war es, vorbildhafte Maßnahmen und Konzepte zur Steigerung der Studentinnenquote in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zu identifizieren. Dazu wurden an deutschen und europäischen Hochschulen Fachgespräche mit Hochschulvertreterinnen und -vertretern geführt, bewährte Maßnahmen genauer hinterfragt, Praxismodelle bewertet und auf ihre Übertragbarkeit überprüft. Folgende ausgewählte Maßnahmen aus der Praxis für die Praxis sprechen Frauen an und werden als besonders zielgerichtet, effektiv und nachhaltig be-

97 96 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau wertet (ein Auszug): 1. Ein breit angelegtes Studium generale in "Mathematik und Naturwissenschaften": Die Fächer Chemie, Mathematik und Physik werden in den ersten Semestern parallel studiert und erprobt. Erst dann erfolgt die Spezialisierung in einem Studienfach mit Bachelor-Abschluss (TU-Berlin). 2. Ein zweijähriges Basisstudium im Bereich "Bauingenieurwesen": Dieses Basisstudium ist fächerübergreifend ausgerichtet (Technische Universität Bratislava). 3. Das Dortmunder Modell Bauwesen: Hier wird ein projektorientiertes und interdisziplinäres Studium im Bereich Bauingenieurwesen und Architektur in den ersten Semestern ermöglicht (TU Dortmund). 4. Die Erweiterung ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studiengänge mit Fächern wie Ethik, Soziologie, Betriebswirtschaft etc.: Die Studieninhalte müssen mit Blick auf ihre gesellschaftliche Relevanz überprüft und in diesem Sinne interdisziplinär ausgerichtet werden (TU Berlin). 5. Das Pedagogical Aalborg Model an der Aalborg Universität in Dänemark: Es wird ein Studium in festen "mixed teams" und in kontinuierlichem Austausch zwischen den Studentinnen und Studenten ermöglicht. Projektlabors oder Workshops mit "Teaching assistants" sind ebenso innovative Ansätze, um Lehre ansprechend zu gestalten (Bergische Universität Wuppertal). Insgesamt muss die Qualität der Lehre in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studienbereichen einer Reform unterzogen und gegendert werden. 6. Qualifiziertes Mentoring in der Studieneingangs- und Studienabschlussphase: Das Mentoring erfolgt nach verbindlichen Standards. Dazu gehören u.a. professionelle Schulungen der MentorInnen zum Umgang und Austausch mit den Mentees, zu aktuellen Diskussionen in der Genderforschung oder zur didaktischen Aufbereitung von Wissensinhalten (TU Berlin). 7. Bilinguale Studienfachangebote und starke Kooperationen mit Unternehmen im Ausland: Internationale Kooperationen der Hochschulen mit der Wirtschaft ermöglichen Studienprojekte oder Bachelor-Arbeiten im Ausland und erleichtern den Berufseinstieg und die Karrieremöglichkeiten für Frauen (FH Niederrhein). GEOGRAPHISCHER RAUM: Europäische Union METHODE: In den entsprechenden Fakultäten und Fachbereichen der ausgewählten Hochschulen wurden insgesamt 14 leitfadengestützte Interviews mit Professorinnen, Dekan/innen, Gleichstellungsbeauftragten und einer Rektorin geführt. In den Ländern Italien, Portugal, Slowakei und Dänemark wurden zunächst Hochschulen mit "guten" Studentinnenquoten in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern recherchiert. Dann wurden vorbildhafte Hochschulen angeschrieben und mit den Ansprechpartner/-innen Kontakt aufgenommen. Die Auswahl der Hochschulen erfolgte nicht nach repräsentativen Kriterien. Die Ergebnisse der Recherchen und der leitfadengestützten Interviews wurden ausgewertet. Daraus sind handlungspolitische Empfehlungen abgeleitet worden. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, face to face (Stichprobe: 14; Expert/-innen aus der Hochschulpraxis). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Studium, Berufseinstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU- Ländern: Folgeprojekt - Analyse von Best-Practice-Beispielen. Abschlussbericht. Intern. Projektdokumentation, Okt ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Land Nordrhein-Westfalen Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration FINANZIERER: Auftraggeber; Wissenschaftler INSTITUTION: Küpper Sozialforschung & Consulting GmbH Institut für Organisationsentwicklung und Personalmanagement (Theodor-Heuss-Ring 24, Köln) KONTAKT: Leiterin (Tel ,

98 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau 97 [130-F] Felt, Ulrike, Univ.-Prof.Dr.; Wöhrer, Veronika; Sigl, Lisa, Mag.; Cervinkova, Alice; Saldova, Katerina; Lorenz-Meyer, Dagmar, Ph.D.; Stöckelová, Tereza, M.A.; Gorska, Magdalena, B.A.; Repik, Veronika; Matonoha, Jan, M.A.; Ahlbeck-Rehn, Jutta, Ph.D.; Poutanen, Seppo, Ph.D.; Melin, Harri, Prof.; Kovalainen, Anne, Prof.; Farkasova, Etela, Ph.D.; Szapuova, Mariana, Ph.D.; Kiczkova, Zuzana, Ph.D.; Meszarosova-Lampl, Zuzana; Kobova, Lubica; Pafkova, Katarina; Kerr, Anne, Prof.; Garforth, Lisa, Ph.D.; Meyer, Morgan, Ph.D.; Rees, Amanda, Ph.D. (Bearbeitung); Linkova, Marcela; Henderson, Laura, B.A. (Leitung): KNOWledge, INstitutions and Gender: an East-West comparative study (KNOWING) INHALT: Das Projekt untersucht die Rolle von Gender in der Produktion von Wissenskontexten und -kulturen aus einer Ost-West-Perspektive in den wissenschaftlichen Feldern Soziologie und Biologie. Es ist an einer Schnittstelle von feministischer Philosophie und sozialwissenschaftlicher Wissenschaftsforschung angesiedelt und baut auf Konzepten beider Forschungsbereiche auf. Während Wissenschaftskritik und Konzepte von situiertem Wissen in einem westlichen Euro-Amerikanischen Kontext entwickelt wurden, blieben traditionelle Annahmen zur Wissensproduktion in post-sozialistischen Ländern großteils unhinterfragt. Die Abwesenheit lokaler Untersuchungen von Wissenskontexten verhindert derzeit eine effektive Implementierung von Geschlechtergerechtigkeit in der Forschungsregion Europa. Mittels Methodentriangulation (Fragebögen, Leitfadeninterviews, Diskursanalyse, Beobachtungen und Fokusgruppen) sollen Theorie und zielführende Maßnahmen gender-sensibler Politik entwickelt werden. Die empirische Forschung wird gleichzeitig in fünf Partnerländern innerhalb der EU durchgeführt. Projektverlauf: 1. Analyse bereits existierender statistischer Daten zweier ausgewählter akademischer Forschungseinrichtungen pro Land im Kontext nationaler Strukturen, 2. Analyse von Fragebögen zu den Lebensläufen der Mitglieder dieser Institutionen im Hinblick auf demographische und auf die Karriere bezogene Informationen, 3. Diskursanalyse relevanter wissenschaftlicher und wissenschaftspolitischer Dokumente, 4. gezielte teilnehmende Beobachtung von Forschungspraktiken in den ausgewählten Institutionen, 5. Tiefeninterviews mit WissenschaftlerInnen in unterschiedlichen Positionen innerhalb der Institutionen, 6. wiederholte Fokusgruppeninterviews, Dieser Mix an Methoden ermöglicht eine umfassende Kontextualisierung und ein besseres Verständnis besonders relevanter Themenbereiche. Das Projekt mündet in einer vergleichenden und kulturenübergreifenden Analyse. Ein vergleichender Abschlussbericht fasst nationale Spezifika von Forschungspraktiken und die Rolle von Geschlecht in Wissenskontexten zusammen, identifiziert potenzielle Unterschiede auf Grund divergierender politischer Geschichten in Ost- und Westeuropa und erarbeitet Empfehlungen für die Förderung von Gleichberechtigung der Geschlechter und die Einbeziehung junger ForscherInnen in die Wissenschaft. Die Erkenntnisse dieses Berichts werden auf nationaler und EU-Ebene öffentlich gemacht, um Wissenschaftspolitiken zu beeinflussen und die Etablierung von feministischer Wissenschaftsforschung anzuregen und zu fördern. Projektziele: a) Untersuchung der Produktion von Wissenskontexten und -kulturen, einschließlich des Gender-Aspekts aus einer Ost-West-Perspektive, b) Identifizierung struktureller und institutionalisierter Praktiken und Prozessen - inklusive der Standards für Exzellenz - die eine gleichberechtigte Teilnahme von Frauen in der Wissenschaft hemmen oder fördern, c) Förderung von feministischer Wissenschaftsforschung in den Partnerländern, besonders in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, d) Einfluss auf Strategien für höhere Bildung, Forschung und Entwicklung auf nationaler und EU-Ebene um die Gleichstellung der Geschlechter und die Integration junger ForscherInnen zu verbessern. Weitere Informationen unter cas.cz/ abrufbar. GEOGRAPHISCHER RAUM: Österreich, Tschechische Republik, Finnland, Slowakische Republik und Großbritannien

99 98 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau ART: BEGINN: ENDE: FINANZIERER: Europäische Kommission INSTITUTION: Universität Wien, Fak. für Sozialwissenschaften, Institut für Wissenschaftsforschung (Sensengasse 8-10, 1090 Wien, Österreich) KONTAKT: Felt, Ulrike (Prof.Dr. Tel , Wöhrer, Veronika (Tel , Sigl, Lisa (Tel , [131-F] Gräßle, Kathrin, Dr. (Bearbeitung); Schlüter, Anne, Prof.Dr. (Betreuung): Studienwahl mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Frauen und deren Bedarf an Hochschulorientierungsangeboten INHALT: Analyse der Studienwahlprozesse mathematisch interessierter Schülerinnen; Schlussfolgerungen auf deren Bedarf an Hochschulorientierungsangeboten. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: westliches Ruhrgebiet METHODE: Der Studienwahlprozess wird als Übergang im Sinne der Berufswahltheorie von Ludger Bußhoff aufgefasst. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: 10; Schülerinnen der 13. Klasse von Gymnasien und Gesamtschulen im westlichen Ruhrgebiet mit Mathematik-Leistungskurs oder fachverwandten Leistungskursfächern). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Gräßle, Kathrin: Frau Dr. Ing. Wege ebnen für Frauen in technische Studiengänge (Frauen- und Genderforschung in der Erziehungswissenschaft, Bd. 9). Zugl.: Duisburg, Essen, Univ., Diss., Opladen: B. Budrich 2009, 199 S. ISBN ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler INSTITUTION: Universität Duisburg-Essen Campus Essen, Fak. für Bildungswissenschaften, Institut für Berufs- und Weiterbildung Fachgebiet Erwachsenenbildung, Bildungsberatung (45117 Essen) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [132-L] Groß, Dominik (Hrsg.): Gender schafft Wissen - Wissenschaft Gender: geschlechtsspezifische Unterscheidungen und Rollenzuschreibungen im Wandel der Zeit, (Studien des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte, Bd. 4), Kassel: Kassel Univ. Press 2009, 341 S., ISBN: INHALT: "Der vorliegende Buchband beruht in wesentlichen Teilen auf den Referaten und Diskussionsbeiträgen des Aachener 'Tags der Wissenschaftsgeschichte', der sich im Juni 2008 unter dem Motto 'Gender schafft Wissen - Wissenschaft Gender?' mit historischen, gegenwärtigen und künftigen Rollen von Frauen in den Wissenschaften beschäftigte. Die vom 'Aachener Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte (AKWG)' in Kooperation mit dem Rektorat und der Stabstelle 'Integration Team - Human Resources, Gender and Diversity Management (IGaD)' der RWTH Aachen veranstaltete Tagung verfolgte das Ziel, durch die Einbeziehung der historischen Perspektive das aktuelle Verhältnis von Gender und Wissenschaft besser beschreiben, verstehen und hinterfragen zu können. Dabei gingen die Veranstalter von der Annahme aus, dass gerade der Blick in die Vergangenheit maßgeblich dazu beitragen kann,

100 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau 99 langfristige Entwicklungstendenzen herauszuarbeiten und Kontinuitätslinien wie auch Diskontinuitäten bzw. Brüche deutlicher hervortreten zu lassen. Der Band verfolgt dementsprechend das Ziel, sowohl den Umgang mit als auch die Bedeutung von Frauen in den Wissenschaften - in den Forschungsschwerpunkten der RWTH Aachen, aber auch darüber hinaus - zu verdeutlichen, Orientierungswissen bereit zu stellen und Ergebnisse zu liefern, die für anstehende Förderinitiativen nutzbar gemacht werden können. Inhaltlich geht es in den Beiträgen dieses Bandes um geschlechtsspezifische Unterschiede bzw. Unterscheidungen sowie um genderbezügliche Rollenzuschreibungen, wobei das Gros der Autoren explizit die Wissenschaft als Bezugsgröße bzw. als Anwendungsfeld gewählt hat." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Christine Roll: Frauen in der Wissenschaft(sgeschichte): Eine Einführung (19-36); Walter Oberschelp: Die geschlechtsspezifische Ausrichtung mathematischer Schulbücher im Nationalsozialismus (37-60); Anika Schleinzer: "Die Freude der Kinder" - Spurensuche nach frühen Modellen von Baukästen als geschlechtsneutralen Artefakten technischen Spielzeugs (61-78); Ute Habel: Emotionen und Geschlecht: Verhalten, Erleben und neuronale Korrelate (79-96); David Engels: Zwischen Philosophie und Religion: Weibliche Intellektuelle in Spätantike und Islam (97-124); Monika Fick: Henrietta Mahlow und Marie Curie. Naturwissenschaftlerinnen im Roman der Gegenwart. (Martin Kluger: Die Gehilfin und Per 0 lov Enquist: Das Buch von Blanche und Marie)( ); Catarina Caetano Da Rosa: Von der Kreativität der Gedanken - Helene Metzger-Bruhls Briefwechsel mit Otto Neurath ( ); Catarina Caetano De Rosa: Der Briefwechsel zwischen Helene Metzger-Bruhl und Otto Neurath ( ); Gereon Schäfer, Tobias Fischer, Dominik Groß: Die Entwicklung der zahnärztlichen Profession im wiedervereinigten Deutschland in genderspezifischer Perspektive ( ). Teil 1: Chancen und Karrierewege im Geschlechtervergleich ( ); Dominik Groß, Gereon Schäfer: Die Entwicklung der zahnärztlichen Profession im wiedervereinigten Deutschland in genderspezifischer Perspektive ( ). Teil 2: Erklärungsversuche, Initiativen und Perspektiven ( ); Rebecca Belvederesi-Kochs: "An intellectual guerilla movement": Frauen in den British Cultural Studies ( ); Tatjana Grützmann: Geburtenkontrolle und Geburtspraktiken in der Autonomen Region Tibet. Tibeterinnen zwischen Tradition und Moderne ( ); Dagmar Schmitz: Entscheidungsfreiheit oder Entscheidungszwang? Die Rolle der Schwangeren in der Pränataldiagnostik ( ); Tobias Fischer: Genderspezifische Diskriminierung in der Reproduktionsmedizin? Das Beispiel Anonyme Samenspende ( ); Andreas Kopytto, Michaela Thal: Gender in der Wissenschaft(sgeschichte). Eine Auswahlbibliographie ( ). [133-F] Jüttemann, Michaela, M.A. (Bearbeitung); Hofmeister, Heather, Prof.Ph.D. (Betreuung): Determinanten der geschlechtsspezifischen Segregation an Universitäten INHALT: Das wissenschaftliche Personal an deutschen Universitäten ist segregiert nach Geschlecht. Dies belegen die neuesten Daten für das Jahr 2008: Zum einen zeigt sich horizontale Segregation auf Ebene der Professuren (Professorinnenanteil z.b. in Sprach- und Kulturwissenschaften 29,8%, in Ingenieurwissenschaften 8,0%) als auch auf Ebene der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen (Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen in Sprach- und Kulturwissenschaften 54,4%, in Ingenieurwissenschaften 19,5%). Zum anderen lässt sich vertikale Segregation beobachten: Während 26,3% der C2/W1-Professuren weiblich besetzt sind, sinkt dieser Anteil mit steigender Besoldungsgruppe und Position der Professur. So liegt der Frauenanteil für C3/W2-Professuren bei 19,9% und für C4/W3-Professuren bei 12,5% (Daten des Statistischen Bundesamtes, eigene Berechnungen). Es gibt zahlreiche theoretische und empirische

101 100 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau Beiträge zur Untersuchung der Unterrepräsentanz oder der Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft, zu geschlechtsspezifischen Karriereverläufen u.a. sowie zur Geschlechtersegregation in Organisationen. Es ist jedoch bislang keine Studie verfügbar, die systematisch die relevanten potentiellen Determinanten der Geschlechtersegregation an Universitäten untersucht. Diesen Beitrag wird diese Studie leisten. Es werden die Frage beantworten, welche Faktoren ausschlaggebend sind für die differentielle Segregation an Universitäten in Deutschland. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Die Studie steht vor dem theoretischen Hintergrund der Theorie der Gendered Organizations (Acker 1990; Kanter 1993) sowie der Segregationsforschung (Anker 1997). Mit Hilfe von angebots- und nachfragetheoretischen Ansätzen (Hinz 2004) sollen die sog. Push- & Pull-Effekte (Upgem 2008) auf ihren Beitrag zur Geschlechtersegregation an Universitäten untersucht werden. Die Argumentationslinie entspricht einem kumulativen Erklärungsmodell mit der Annahme, dass die Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft (und differentiell an einzelnen Universitäten) monokausal nicht angemessen erklärt werden kann (Lind 2004: 128). Auf Basis des Forschungsstands sowie der Ergebnisse einer qualitativen Vorstudie (ExpertInnen-Interviews mit Gleichstellungsbeauftragten an der RWTH Aachen) wurde ein Modell zur umfassenden Untersuchung der Determinanten der Geschlechtersegregation an Universitäten entwickelt. Bis April 2010 werden Daten von ca. 30 deutschen Universitäten erhoben, darunter die TU9 und exzellenzgeförderte Universitäten, sowie entsprechende Vergleichsuniversitäten. Dabei werden mit der vorgenommenen Operationalisierung u.a. folgende Konstrukte abgedeckt: horizontale und vertikale Segregation, Struktur und fachliche Ausrichtung, Gleichstellungsförderung, Praktiken bei der Durchführung von Berufungsverfahren, externe Rahmenbedingungen, wie z.b. Standort oder ein möglicher Fachkräftemangel. Diese Daten werden auf Ebene der Universitäten sowie der Fächergruppen (nach Systematik des Statistischen Bundesamtes) erhoben. Die Analyse der Determinanten horizontaler und vertikaler Segregationseffekte auf Ebene der Professuren sowie der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen erfolgt mit Hilfe von Mehrebenenmodellen. Hierzu werden theoriegestützt entwickelte Hypothesen mittels HLM inferenzstatistisch überprüft. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 40 -geplant-; Universitäten; Auswahlverfahren: bewusst). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Stichprobe: 440 -geplant-; Fächergruppen an Universitäten, Bereitstellung ausgewählter Daten durch die beteiligten Universitäten; Auswahlverfahren: bewusst). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Technische Hochschule Aachen, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie Lehr- und Forschungsgebiet Gender- und Lebenslaufforschung (Theaterplatz 14, Aachen) KONTAKT: Breuer-Glasner, Lis (Tel , [134-F] Krämer, Christiane (Bearbeitung): Verankerung von Genderaspekten in der Lehre INHALT: Das Projekt hat die Integration von Genderaspekten in die Fachgebiete und Lehrveranstaltungen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin zum Ziel. Hierzu wird ein Expertinnenpool aufgebaut, über den alle Lehrenden Expertinnen und Experten aus Wissen-

102 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau 101 schaft und Unternehmenspraxis zu Genderthemen in ihre Lehrveranstaltung einladen können. In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe werden weitere implizite Genderinhalte erarbeitet, die dann in Lehrpaketen (Genderpackages) zur Verfügung gestellt werden. Ergänzend werden Weiterbildungsveranstaltungen zu geschlechtergerechter Sprache, Didaktik und Medienarbeit angeboten. Die Ergebnisse des Projektes sollen einer breiten Fachöffentlichkeit bekannt gemacht und die Vernetzung mit anderen Hochschulen zu Genderaspekten in der Lehre ausgebaut werden. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung (Badensche Str , Berlin) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [135-F] Kugele, Kordula, M.A. (Bearbeitung); Busolt, Ulrike, Prof.Dr. (Leitung): Effizienz und Innovativität von homogenen und heterogenen Erfinder/innen-Teams in Forschung und Entwicklung INHALT: Die Studie soll der Frage nachgehen, ob und wie sich geschlechtshomogene und -heterogene Teams in Forschung und Entwicklung in ihrer Arbeitsweise und Effizienz unterscheiden. Inwieweit beeinflussen Organisationsstrukturen in Forschung und Entwicklung die innovative Kompetenz und Erfindungsleistung von Teams? Die in der Studie gewonnenen Erkenntnisse sollen genutzt werden, um Strategien und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Forschung und Entwicklung fördern. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: 1. Qualitative Einzelinterviews mit Erfindern und Erfinderinnen von Gruppenpatenten unterschiedlicher Zusammensetzung zur Hypothesengenerierung; 2. quantitative Befragung mit Erfindern und Erfinderinnen von Gruppenpatenten per Online-Survey zur Überprüfung der Hypothesen; 3. Aufbreitung der statistischen Ergebnisse des Vorgängerprojekts ESGI (European Studies on Gender Aspects of Inventions) für Deutschland. Erweiterung der statistischen Auswertung um die Jahre Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: 21; Erfinder und Erfinderinnen; Auswahlverfahren: Zufall). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 400; Erfinder und Erfinderinnen; Auswahlverfahren: Zufall). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Herkunft der Daten: PATSTAT Patentdatenbank des europäischen Patentamts; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit -Europäischer Sozialfonds- FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Fachhochschule Furtwangen Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fak. Maschinenbau und Verfahrenstechnik (Jakob-Kienzle-Str. 17, Villingen-Schwenningen) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [136-F] Küllchen, Hildegard, Dr.; Schober, Brigitte, Dr. (Leitung): Entwicklung und Erprobung eines Potenzialassessments für junge Frauen am Übergang Schule-Hochschule (taste MINT)

103 102 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau INHALT: Ziel des Vorhabens ist es, mehr junge Frauen zur Aufnahme eines Studiums in den sog. MINT-Fächern zu motivieren. Mittelfristig soll damit dem Mangel an Akademiker/innen in Deutschland, der insbesondere für technische Erwerbsbereiche prognostiziert wird, begegnet werden. Den Hochschulen wird ein neues Instrument der Talente-Ermittlung und -Gewinnung zur Verfügung gestellt, das einer verbesserten Orientierung für Abiturientinnen im Übergang von der Schule zur Hochschule dient. Taste MINT soll beitragen zur passgenaueren, motivierenden und potenzialorientierten Auswahl von jungen Frauen für technische und mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer an den Hochschulen und damit die Erhöhung des Frauenanteils in diesen Fächern unterstützen. Durch die frühzeitige Potenzialklärung soll es die Zahl der Studienabbrüche senken und junge Frauen langfristig an die gewählten MINT- Fächer und die sich nach dem Studium eröffneten technischen Erwerbsbereiche binden. Durch verstärkte Fachöffentlichkeit über gendergerechte Formen der Unterstützung und Förderung von weiblichen Talenten für die MINT-Fächer soll taste MINT Hochschulen und Beratungsorganisationen mit einem konkreten Instrument für die verstärkte Förderung und Auswahl junger Frauen motivieren und ein anerkannter Baustein im Übergangsmanagement zwischen Schule und Hochschule werden. Externe Kooperationspartner: LIFE e.v. Berlin; Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit e.v. Bielefeld; RWTH Aachen; Freie Universität Berlin; Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Referat Gleichstellung von Frau und Mann (Weberplatz 5, Dresden) KONTAKT: Schober, Brigitte (Dr. Tel , Küllchen, Hildegard (Dr. Tel , [137-F] Roßmann, Simon; Achatz, Juliane; Kleinert, Corinna, Dr. (Bearbeitung); Fuchs, Stefan (Leitung): Women in Innovation, Science and Technology (WIST) INHALT: WIST is an international research project funded by the European Commission's 6th Framework Programme for Science and Society. The research covers an 18 months period and work began in September Women's role in the interface professions between science and the economy is increasingly salient to achieve European objectives of enhancing the utilization of science in the economy. Four countries, Finland, Germany, Romania and the UK will construct some of the first measures of women's participation and career advancement in TIE (Transfer, Incubation and Entrepreneurship) professions. The scientists have designed a staged series of research tasks, integrating qualitative and quantitative approaches, to produce valid statistics that can then be utilized on a broader scale. These indicators will complement and enhance existing measures of women's participation in the SET professions. The objectives of WIST are: 1. What is the rate and level of participation of women in transfer, incubation and entrepreneurship (TIE) organizations in the four countries? 2. Are differences due to structural and organisational factors, gender issues or a combination? 3. How does the position of women in traditional organisations such as academia and industry compare to those of women in the TIE professions? 4. Is there any difference in the position of women in TIE across the countries? Why? Target: The project takes as its objective the extension of statistical data to be more inclusive of women in S&T to apply to the role of women in technolo-

104 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau 103 gy transfer and related S&T interface fields as well as research and scientific decision making. GEOGRAPHISCHER RAUM: Finnland, Bundesrepublik Deutschland, Rumänien, Großbritannien METHODE: analysis of documents; statistical analysis of secondary data on the country level (Germany); case studies of TIE organisations; qualitative interviews with TIE professionals ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Europäische Kommission FINAN- ZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit -IAB- (Regensburger Str. 104, Nürnberg) KONTAKT: Institution (Tel , [138-F] Samjeske, Kathrin, M.A.; Strupp, Julia, M.A.; Tibes, Anja, M.A. (Bearbeitung): Women in Construction Scientific Research - WOMEN-CORE INHALT: The overall objective of the WOMEN-CORE project is strengthening women scientists' participation in 'construction research' in Europe by means of: enhancing the knowledge of women and their influence in construction research, identification of main research areas attractive from women's perspective, identification and assessment of gender-specific needs of R&D in construction sector, exploring new opportunities and anticipating tendencies for empowering women in construction research, providing recommendations for empowering women in construction research, disseminating results and establishing a network of women scientists in construction. The following main measurable scientific and technical results are expected: a) assessment of the state of the art of qualitative data and the state of the art (availability and accuracy) of quantitative data on women in construction research, mapping construction research; b) potential supply of high-qualified women, assessment on women participation in construction research EU funded projects, women participation in patents, women participation in publication and citation; c) results of the surveys to about 1000 organisations and about 8000 scientists, 40 biographical case studies of women in construction research, 15 institutional construction case studies, assessment on new patterns of women as patent originators, impact of gender on success in peer review acceptance, assessment of mentoring programmes and networking experiences in construction research; d) driving forces and trends of gender (in)equality in construction research, development of new gender indicators in construction research, assessment of the possibilities of establishing a mentoring programme in construction research, database of possible mentors for construction research, set of recommendations for women in construction research; e) Web site consultation of about visitors, an international conference with about 300 attendants and 12 national seminars with about 1500 persons, a European Network of Women Scientists in Construction. Project coordinator: Fundación Labein Tecnalia, Derio, Spain. Contractors: Fundació Centre d'iniciatives I Recerques Europees a la Mediterrània (CIREM), Barcelona, Spain; CEWS, Bonn, Germany; Czech Technical University, Prague, Czech Republic; Loughborough University, United Kingdom; Copenhagen Institute for Future Studies (CIFS), Denmark. Executive summary: s. GEO- GRAPHISCHER RAUM: Europa: Spanien, Bundesrepublik Deutschland, Tschechische Republik, Dänemark, Vereinigtes Königreich METHODE: More information: Untersuchungsdesign: Querschnitt DA- TENGEWINNUNG: Qualitatives Interview; Standardisierte Befragung, telefonisch; Standar-

105 104 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.6 Wissenschaft: Frau disierte Befragung, online; Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts; Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Results/ reports: s. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Generaldirektion Forschung INSTITUTION: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Fachinformation für die Sozialwissenschaften, Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung -CEWS- (Dreizehnmorgenweg 42, Bonn) KONTAKT: Samjeske, Kathrin (Tel , Wissenschaft/Technik und Lebenswelt (Verwendungsforschung, Experten/ Expertensysteme, Verwissenschaftlichung/ Technisierung, Alltag) [139-L] Dungs, Susanne; Gerber, Uwe; Mührel, Eric (Hrsg.): Biotechnologie in Kontexten der Sozial- und Gesundheitsberufe: professionelle Praxen - disziplinäre Nachbarschaften - gesellschaftliche Leitbilder, Frankfurt am Main: P. Lang 2009, 413 S., ISBN: INHALT: "Die Zunahme biotechnologischen Wissens und biomedizinischer Möglichkeiten von Diagnose und Therapie verändert das menschliche Leben und Zusammenleben. Die Sozialund Gesundheitsberufe sind dadurch mit grundsätzlich neuen Frage- und Problemstellungen konfrontiert, die die Herausbildung neuer theoretischer und praktischer Kompetenzen erfordern, z. B. neue Weisen von Beratung. Damit einhergehend bedarf es wissenschaftskritischer und ethischer, juristischer und sozial- und gesundheitswissenschaftlicher Initiativen, die im Sinne einer Anwaltschaft für das Menschliche die Widersprüche einer immer weiter reichenden Machbarkeitsideologie im Auge behalten." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Uwe Gerier: "Berate?" von Albrecht Genin (11-14); Susanne Dungs, Uzte Geier, Eric Mührel: Einführung. Biotechnologie in Kontexten der Sozial- und Gesundheitsberufe (15-32); Susanne Dungs: Soziale Arbeit zwischen aktivierender Sozialpolitik und determinierender Biopolitik. Einsprüche gegen die fortschreitende Zergliederung des Menschen (33-62); Dieter Schäfer: Genetische Beratung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs (63-82); Andrea zur Nieden: Die Verkörperung des genetischen Risikos. Gentests für Brust- und Eierstockkrebs aus der Sicht von 'Betroffenen' (83-98); Alexander Bogner: Wem hilft die genetische Beratung? (99-112); Iris Junker, Matthias Kettner: Wunscherfüllende Medizin, private Dienstleistungsmedizin und die Ausdifferenzierung der Arzt-Patient-Beziehung ( ); Armin Sohns: Bioethische Aspekte in der Frühforderung und Sozialpädiatrie ( ); Rouven Porz, Jackie Leach Scully: Entfremdung und Absurdität? Die prädiktive Gendiagnostik aus der Patientenperspektive ( ); Heribert Renn: Biopolitik und Behinderung. Behindertenrechtliche und -politische Aspekte aus der Sicht 'Betroffener' und ihrer Verbände ( ); Erika Feyerabend: Molekulargenetische Wahrheitssuche. Sozial- und gesundheitspolitische Auswirkungen humangenetischer Entwicklungen ( ); Ulrich Gebhard: Alltagsmythen und Alltagsphantasien. Wie sich durch die Biotechnik das Menschenbild verändert ( ); Christoph Rehmann-Sutter: Reproduktion und Regeneration. Wie Biotechnologien Fortpflanzung und Fami-

106 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.7 Wissenschaft: Lebenswelt 105 lien verändern ( ); Hans-Ulrich Dallmann: Reaktionen der Pflege auf den biomedizinischen Fortschritt. Die Funktion der Rede von Ganzheitlichkeit für die Positionierung der Pflege ( ); Anne Klein, Anne Waldsdmidt, Miguel Tameyo Kate: Bioethik im Alltag: die Online-Debatte "1000fragen.de" ( ); Hardy Frehe: Identifikationslogische Zuspitzung des Selbst-Monitorings durch Biotechnologien. Zur Selbstbeobachtung, zu spätmodernen Müllbeseitigungsanlagen und zum In-sich-Stehen ( ); Eric Mührel: Soziale Arbeit im Menschenpark. Zwei Briefe an die Freunde der humanistischen Professionen der Sozialen Arbeit ( ); Ueli Mäder: Neue Identität in der Risikogesellschaft ( ); Gerhard Gamm: Der unbestimmte Mensch. Die gebrochene Mitte des Selbst als irreduzible Lücke im Sein ( ); Lukas Ohly: Suggestive Dominanz. Eine gentechnologische Vision ( ); Christina Aus der Au: Ein neues Menschenbild der Neurowissenschaften? ( ); Uwe Gerber: Auf was und wen Sozialarbeitende achten sollten im Technik-Park ( ); Thomas Lemke: Der Wille zum Wissen. Genetische Risiken, mündige Subjekte und gefährliche Individuen ( ); Hiltrud Breyer: "Eine Eizelle zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten...". Die Aushöhlung der Werte in der Europäischen Union ( ). [140-L] Fichter-Wolf, Heidi: Hochschulmilieus in Grenzräumen: Impulsgeber einer Koevolution von Raum und Wissen, in: Ulf Matthiesen (Hrsg.) ; Gerhard Mahnken (Hrsg.): Das Wissen der Städte : neue stadtregionale Entwicklungsdynamiken im Kontext von Wissen, Milieus und Governance, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die Verfasserin skizziert Möglichkeiten und Grenzen der spezifischen "KnowledgeScapes" von Hochschulmilieus in Grenzräumen bei der Entwicklung einer hybriden Wissenslandschaft aus alltags- und sozialräumlicher Forschungsperspektive. Dabei wird angenommen, dass Hochschulmilieus besondere Voraussetzungen für eine Annäherung europäischer Wissenskulturen bieten, weil sie aufgrund ähnlicher wissensorientierter Berufspraktiken und damit verbundenem Lebensstil über eine gemeinsame Wissensbasis und ein geteiltes Milieuwissen verfügen. Die empirischen Befunde einer deutsch-polnischen sowie einer deutsch-dänischen Hochschulkooperation verdeutlichen einerseits den schwierigen Prozess einer Verständigung zwischen unterschiedlichen Wissenschafts- und Wissenskulturen; andererseits zeigt sich auch, dass durch das unmittelbare Aufeinandertreffen unterschiedlicher Wissenskulturen im Hochschulalltag Potenziale für Annäherungsprojekte bestehen und in Interaktionsprozessen Trennendes durch neue Lernarrangements überwunden werden kann. (ICE2) [141-L] Jakobs, Eva-Maria; Lehnen, Katrin; Ziefle, Martina: Alter und Technik: Studie zu Technikkonzepten, Techniknutzung und Technikbewertung älterer Menschen, (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft), Aachen: Apprimus Verl. 2008, 110 S., ISBN: INHALT: "Wer nutzergerechte Technik entwickeln will, muss die Bedürfnisse und Voraussetzungen der Nutzer kennen und ihre Kontextbedingungen. Die vorliegende Studie ist älteren Nutzern gewidmet. Sie erhebt, ob, wann und wie sich Alter, Geschlecht, Lebensgeschichte und Generationszugehörigkeit auf die Einstellung zu Technik, ihre Nutzung und Bewertung auswirken. Der Fokus richtet sich auf Alltagstechnik, drei spezielle Kapitel befassen sich mit der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK), Automobil

107 106 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.7 Wissenschaft: Lebenswelt und Fahrerassistenzsystemen sowie Medizintechnik und Personal Health Care Systemen. Die Studie ist Teil eines interdisziplinären Verbund-Projektes an der RWTH Aachen zum Zusammenhang von Alter, Kultur und Technik. Industrienationen zeigen weltweit einen dramatischen demographischen Wandel. Im Jahr 2050 wird u. a. ein Drittel der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union älter als 65 Jahre sein. Zu den Herausforderungen des demographischen Wandels gehören eine längere Erwerbstätigkeit und Lebenskonzepte, die älter werdenden Menschen soziale Partizipation, Mobilität und Selbständigkeit erlauben. Technik besitzt in diesem Kontext hohe Relevanz: Sie kann ältere Menschen in vielen Situationen unterstützen, vorausgesetzt, sie verstehen und akzeptieren sie und wollen sie nutzen. Die Datenbasis bilden leitfadengestützte Interviews mit Vertretern der Altersgruppen 55+, 65+ und 75+. Die Ergebnisse bieten einen reichen Einblick in die Motive, Ansprüche und Erwartungen, die die Sicht auf Technik, ihre Bewertung und Nutzung steuern. Sie zeigen, dass der Zugang zu Technik wie auch ihre Nutzung wesentlich durch alters-, lebens-, geschlechts- und generationsbezogene Faktoren beeinflusst wird." (Autorenreferat) [142-F] Universität Klagenfurt: Sozialpädagogik zwischen Wissenschaft und lebensweltorientierter Praxis INHALT: Das Projekt verfolgt das Ziel, die Entwicklungsgeschichte und den Institutionalisierungsprozess der Sozialpädagogik als wissenschaftliche Disziplin an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt herauszuarbeiten. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Klagenfurt (Universitätsstraße 65-67, 9020 Klagenfurt, Österreich) 3.8 Wissenschaft/Technik und Öffentlichkeit (Risiko, Sozialverträglichkeit, Akzeptanz; Wissenschaftsjournalismus) [143-F] Borzikowsky, Christoph, Dipl.-Psych.; Laurus, Rauha, Dipl.-Psych. (Bearbeitung); Simon, Bernd, Prof.Dr.; Wollschläger, Daniel, Dr.phil. (Leitung): Zur Rolle sozialer Kategorisierung beim Umgang von Laien mit fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz im Kontext des Internet (Teilprojekt im Rahmen des SPP 1409 "Wissenschaft und Öffentlichkeit: das Verständnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz") INHALT: Ziel des Projekts ist ein tieferes Verständnis der sozialpsychologischen Dimension des Umgangs von Laien mit wissenschaftlicher Evidenz. Wir vermuten, dass Laien soziale (Selbst-)Kategorisierungen heranziehen, um Ungewissheit reduzieren und Widersprüche sinnvoll interpretieren zu können. Insbesondere im Fall konfligierender Evidenzen erhält die Befundlage eine neue (inter)subjektive Ordnung und Übersichtlichkeit, wenn die widersprüchlichen Befunde unterschiedlichen gesellschaftlichen Lagern und assoziierten Expertengruppen zugeordnet und im Sinne eines zugrunde liegenden sozialen Konflikts interpretiert werden können. Als wenig reguliertes, aktiv genutztes Medium erhöht das Internet die Verfügbarkeit einer Vielzahl von ungesicherten und mit extremen Positionen verbundenen Infor-

108 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit 107 mationen und schafft so Raum für den verstärkten Einfluss sozialer Kategorisierung. Aufbauend auf der theoretischen Integration der Forschungen zu sozialer (Selbst-)Kategorisierung und zur Elaboration von sozialen und epistemischen Konflikten sind sechs experimentelle Untersuchungen zum Einfluss sozialer Kategorisierung auf den Umgang mit fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz im Kontext des Internet geplant. Neben "problematischen" Einflüssen auf die Qualität der Informationsverarbeitung (Informationssuche, Wahrnehmung, Elaboration und Bewertung) erforschen wir auch konstruktive Wirkungen sozialer Kategorisierung auf das Verständnis wissenschaftlicher Evidenz. GEOGRAPHISCHER RAUM: Kiel, Schleswig-Holstein, Bundesrepublik Deutschland METHODE: Experimentelle Laboruntersuchungen an PC-Arbeitsplätzen -Datenerhebung erfolgt rechnergestützt per spezieller Computer-Software (Authorware); Datenauswertung und Analyse erfolgt rechnergestützt mit dem statistischen Programmpaket SPSS. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Experiment (Stichprobe: 720; gesamte Menschheit; Auswahlverfahren: Zufall). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Kiel, Philosophische Fakultät, Institut für Psychologie Arbeitseinheit Sozialpsychologie und Politische Psychologie (Olshausenstr. 62, Kiel) KONTAKT: Borzikowsky, Christoph (Tel , [144-F] Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten Klagenfurt: Pro Vision - Wissenschaftskommunikation INHALT: keine Angaben ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten Klagenfurt, Graz und Wien Standort Wien Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung (Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Österreich) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , [145-F] Franzen, Martina, M.A. (Bearbeitung); Weingart, Peter, Prof.Dr. (Betreuung): Torwächter der Wissenschaft oder Einfallstor für die Massenmedien? Zur Rolle der Wissenschaftsjournale am Beispiel der Stammzellforschung INHALT: Die wissenschaftliche Publikation gilt als basales Element des wissenschaftlichen Kommunikationssystems. Während die Herstellung von Wissen strikten internen Kriterien genügen muss, entzieht sich die Darstellung von Wissen der wissenschaftlichen Kontrolle. Auf der Darstellungsebene ist die moderne Wissenschaft von technischen Verbreitungsmedien abhängig. Die Operationen des wissenschaftlichen Funktionssystems müssen sich demzufolge an den Selektionsentscheidungen von Organisationen - in dem hier vorliegenden Fall also an den redaktionellen Standards der Wissenschaftsjournale - orientieren. An dieser Stelle werden zwei Entscheidungen wirksam, die folgenreich für das Wissenschaftssystem sind: zum einen die Selbstselektion des Autors (gesteuert über die disziplinäre Ausrichtung und

109 108 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit den Impact Faktor des Journals) und zum anderen die redaktionelle Entscheidung seitens der Wissenschaftsjournale über die Annahme oder Ablehnung von Beiträgen. Neben der rein wissenschaftlichen Relevanz der eingereichten Manuskripte finden bei den Herausgeberentscheidungen auch weitere Kriterien Berücksichtigung, die nicht dem wissenschaftlichen Primärcode der Wahrheit verpflichtet sind, wie z.b. die Reputation des Autors, aber auch solche - so die These - die die massenmediale Anschlussfähigkeit des veröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisses ermöglichen, um den Marktwert des Journals zu steigern. Das Forschungsziel besteht darin, die Medialisierungstendenzen innerhalb des wissenschaftlichen Funktionssystems empirisch auf der Basis von naturwissenschaftlichen Publikationen sowie ihrer begleitenden Kommentierungen innerhalb der Wissenschaftsjournale zu erfassen und in ihren Konsequenzen für die Wissenschaftsdynamik zu analysieren. Fokussiert wird hierbei auf die Programmierungsleistungen von Wissenschaft in Bezug auf Nachrichtenwerte. Als Fallbeispiel dient die Stammzellforschung im Beobachtungszeitraum von Projekthomepage unter: ZEITRAUM: VERÖFFENTLICHUNGEN: Franzen, Martina: Torwächter der Wissenschaft oder Einfallstor für die Massenmedien? Zur Rolle von Science und Nature an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit. in: Stöckel, S. (Hrsg.): Verwissenschaftlichung der Gesellschaft - Vergesellschaftung der Wissenschaft. Wissenschaftszeitschriften im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart: Steiner (im Erscheinen). ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Bielefeld, Fak. für Soziologie, International Graduate School in Sociology -IGSS- (Postfach , Bielefeld); Universität Bielefeld, Graduiertenkolleg 724 "Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft: Wissenschaft in Anwendungs- und Beratungskontexten" (Postfach , Bielefeld) KONTAKT: Bearbeiterin ( [146-F] Kannenberg, Lis, Dipl.-Journ. (Bearbeitung); Wormer, Holger, Prof. (Betreuung): Vom Spartenghetto zum Schnellboot: die Integration der Wissenschaftsberichterstattung in unterschiedliche Redaktionsstrukturen deutscher Tageszeitungen und Auswirkungen auf die Art der ressortübergreifenden Berichterstattung INHALT: Gewünscht waren detailreiche Einblicke in die (ressortübergreifende) Arbeit ausgewählter Tageszeitungen mit Blick auf deren Wissenschaftsberichterstattung. Ausgangspunkt war dabei die Annahme, dass Wissenschaftsthemen oft nur geringe Präsenz in der Themenmischung einer Zeitung haben und die zuständigen Redakteure unzureichend in redaktionelle Prozesse eingebunden sind. Die Untersuchung hat gezeigt, dass innovative Redaktionsstrukturen (Newsdesk, Teambildung, moderne Konferenz- und Kommunikationslösungen) der Wissenschaftsberichterstattung neue Möglichkeiten eröffnen und ressortübergreifende Präsenz fördern. Allerdings müssen die Redakteure mit persönlichem Einsatz diese Werkzeuge nutzen. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Um sowohl Abläufe als auch Produkte und Einschätzungen zum Bereich der (ressortübergreifenden) Wissenschaftsberichterstattung sammeln und auswerten zu können, wurde eine Methodentriangulation gewählt, die als Feldforschung ein möglichst praxisnahes Bild vom Redaktionsalltag liefern sollte. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWIN- NUNG: Inhaltsanalyse, offen (Stichprobe: 20; ausgewählte Zeitungsartikel zu Themen der

110 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit 109 Wissenschaftsberichterstattung im Vergleich zwischen den drei untersuchten Tageszeitungen "Die Welt", "Rheinische Post" und "Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung"). Beobachtung, teilnehmend (Stichprobe: 3; jeweils vier Tage in den Mantelredaktionen/ Wissenschaftsressorts der drei untersuchten Tageszeitungen "Die Welt", "Rheinische Post" und "Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung"). Qualitatives Interview (Stichprobe: 9; jeweils ein Mitglied der Chefredaktion, ein "Blattmacher"/ Newsdesk-Redakteur und ein Mitglied des Wissenschaftsressorts der drei untersuchten Tageszeitungen "Die Welt", "Rheinische Post" und "Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung"). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Kannenberg, Lis: Vom Spartenghetto zum Schnellboot: die Integration der Wissenschaftsberichterstattung in unterschiedliche Redaktionsstrukturen und Auswirkungen auf die Art der ressortübergreifenden Berichterstattung. Zugl. Dortmund, Techn. Univ., Diplomarb. 2009, 113 S. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Initiative Wissenschaftsjournalismus an der TU Dortmund FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Technische Universität Dortmund, Fak. 15 Kulturwissenschaften, Institut für Journalistik (44221 Dortmund) KONTAKT: Betreuer (Tel , [147-F] Marty, Christoph, B.A. (Bearbeitung); Wormer, Holger, Prof. (Betreuung): Heiße Gespräche und tödliche Spritzen? Wissenschaftliche Unsicherheit im Medizinjournalismus INHALT: Darstellung wissenschaftlicher Unsicherheit im Medizinjournalismus, Identifikation von best-practice-beispielen, Checkliste zur Identifikation und journalistischen Umsetzung von fragiler/ konfligierender wissenschaftlicher Evidenz. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Inhaltsanalyse DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, standardisiert (Stichprobe: 150; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Verband deutscher Medizinjournalisten FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Technische Universität Dortmund, Fak. 15 Kulturwissenschaften, Institut für Journalistik (44221 Dortmund) KONTAKT: Betreuer (Tel ) [148-L] Milde, Jutta: Vermitteln und Verstehen: zur Verständlichkeit von Wissenschaftsfilmen im Fernsehen, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 307 S., ISBN: INHALT: "Jutta Milde befasst sich mit der Frage, inwieweit verschiedene Darstellungsvarianten von TV-Wissenschaftsfilmen die Verstehensleistungen der Rezipienten beeinflussen. Dazu entfaltet sie einen theoretischen Rahmen, der auf den Wirkungsvorstellungen des dynamischtransaktionalen Ansatzes basiert und Erkenntnisse der Journalismusforschung, der kognitiven Verstehenspsychologie und der Verständlichkeitsforschung integriert. Das daraus abgeleitete 'Verstehensmodell audio-visueller Wissenschaftsvermittlung' bildet die Grundlage der Analyse. Die Autorin zeigt, dass sich TV-Wissenschaftsfilme in verschiedene Typen von Vermittlungskonzepten unterscheiden lassen, welche die Verstehensleistungen in spezifischer Weise

111 110 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit determinieren. Allerdings ist ihr Einfluss begrenzt, da die Vermittlungskonzepte nur selten zu einer weiterführenden aktiven Auseinandersetzung mit den Medienthemen anregen." (Autorenreferat) [149-L] Rödder, Simone: Wahrhaft sichtbar: Humangenomforscher in der Öffentlichkeit, (Wissenschafts- und Technikforschung, Bd. 1), Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges. 2009, 276 S., ISBN: INHALT: "Wissenschaftler sehen sich zunehmend mit der Erwartung konfrontiert, außerhalb der Wissenschaft sichtbar zu sein. Am Fall der Humangenomforschung, deren Sequenzen und Stars in den vergangenen Jahren hohe Medienaufmerksamkeit zuteil wurde, zeigt die Studie, wie diese Sichtbarkeit Wissenschaft und Wissenschaftler verändert. Anhand von Interviews mit 55 Humangenomforschern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA zeichnet die Autorin die Ambivalenz von Wissenschaftlern den Erwartungen gegenüber nach, identifiziert Regeln angemessener Sichtbarkeit und analysiert die Bedeutung symbolischer Forschung. Das Ergebnis der Sichtbarkeitsfolgenabschätzung: Auch wenn sich eine Öffentlichkeitsorientierung unter Wissenschaftlern findet, bestehen sie dennoch auf dem Primat epistemischer Kriterien für ihre Forschung. Als Geeks, Missionare, Anwälte des Wissens und öffentliche Wissenschaftler entwickeln sie typspezifische Strategien, außerwissenschaftliche Öffentlichkeiten als Publika der Wissenschaft einzubeziehen, ohne dass die Prominenz einzelner Wissenschaftler die Reputationsautonomie der Fachkollegen bedroht. Damit belegt der Fall Humangenomforschung die anhaltende normative Stabilität der Differenzierungsthese." (Autorenreferat) [150-F] Schäfer, Franka, M.A. (Bearbeitung); Hoffmeister, Dieter, apl.-prof.dr. (Betreuung): Kritische Diskursanalyse des wissenschaftlichen Armutsdiskurses in Deutschland INHALT: Inwieweit beeinflussen die dem wissenschaftlichen Diskurs zu Armut in Deutschland zu Grunde liegenden Deutungsmuster/ Wissensordnungen die Forschungspraxis der Armutsforschung? ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland METHODE: Foucault/ Diskurstheorie/ Archäologie/ Genealogie; meth. Forschungsstil der Grounded Theory nach Strauss DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler; Graduiertenförderung des FB 06 INSTITUTION: Universität Münster, FB 06 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie (Scharnhorststr. 121, Münster) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [151-F] Schreiber, Pia, Dipl.-Journ. (Bearbeitung); Dernbach, Beatrice, Prof.Dr.; Scholl, Armin, Priv.-Doz. Dr. (Betreuung): Wissenschaftskommunikation für Kinder

112 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit 111 INHALT: Wie kann Wissenschaftskommunikation funktionieren? Inwieweit muss man die aktuellen Projekte hinterfragen? These soll hierbei sein: Wissenschaftskommunikation für Kinder geschieht viel zu oft "aus dem Bauch heraus" und nicht auf Grundlage von wissenschaftlichen Untersuchungen. Dadurch wird eine große Chance vertan. Doch wie sieht kindgerechte Wissenschaftskommunikation aus? Es gibt nur einige Untersuchungen zur Effizienz der aktuellen Wissenschaftskommunikation für Kinder. Der Großteil der Publikationen ist jedoch rein deskriptiv und stellt rückblickend dar, wie eine Veranstaltung gelaufen ist, wie viel Spaß die Kinder hatten und welche Professoren gesprochen haben. Diese Berichte erregen zwar Interesse, bewegen aber selten zur Optimierung der Praxis. Mittlerweile gibt es zudem Befragungen von Kindern, die zum Beispiel eine Kinder-Uni besucht haben. Kaum ein Bericht befragt allerdings die Kommunikatoren nach ihrer Methode. Wie bereiten sie sich auf die jungen Lernwilligen vor? Wie passen sie Stoff, Sprache, Unterrichtsablauf an den Kinderkopf an? Gibt es eine einheitliche Methode? Gibt es gar Kommunikatoren, die sich aus der Pädagogik bedienen und sich mit der Psychologie von Kindern auseinandersetzen? Oder gibt es doch vorwiegend die Aus-dem-Bauch-heraus-Wissenschaftskommunikation? Hands-on-Science ganz ohne wirkliches Understanding also? Ziel der Dissertation ist es, ein idealtypisches Konzept für Wissenschaftskommunikation für Kinder aufzustellen, anhand dessen bestehende Projekte optimiert und zukünftige entwickelt werden können. ZEITRAUM: GEO- GRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Anhand von Untersuchungen unterschiedlicher Projekte, in denen Wissenschaft Kindern einer noch festzulegenden Altersgruppe näher gebracht werden soll, werden unter Einbeziehung pädagogischer Forschungsergebnisse Prozesse und Methoden gelungener Wissenschaftskommunikation für Kinder heraus gearbeitet. Geplant ist ein Feldversuch, in dem Wissenschaftler zunächst ohne pädagogische Schulung für eine Gruppe von Kindern eine Lehrveranstaltung geben und schließlich nach einer pädagogischen Schulung die gleiche Lehrveranstaltung methodisch modifiziert noch einmal vor einer vergleichbaren Gruppe von Kindern geben. Begleitet werden soll dieser Feldversuch durch Fragebögen an die Kinder und den Wissenschaftler jeweils vor und nach der Veranstaltung. Dieses Projekt hat gerade einen Prepretest durchlaufen, der nun ausgewertet werden muss. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Hochschule Bremen, Fak. Gesellschaftswissenschaften (Neustadtswall 30, Bremen) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [152-F] Schreiber, Pia, Dipl.-Journ. (Bearbeitung); Dernbach, Beatrice, Prof.Dr. (Leitung): Wissenschaft kommuniziert - Evaluation öffentlicher Aufmerksamkeitsstrategien INHALT: Seit vielen Jahren gibt es eine steigende Zahl von Initiativen, Kampagnen und Projekten, um Wissenschaft publik und populär zu machen. Unter dem Motto: Public Understanding of Science and Humanities (PUSH) sind auf vielen Ebenen vielfältige Formen entwickelt worden, um wissenschaftliche Studien, Methoden und Ergebnisse an die Öffentlichkeit zu vermitteln: die Wissenschaftsjahre, "Stadt der Wissenschaft", Hands-on-Science-Projekte wie im Freizeitpark Rust, Kinder-Unis bzw. Kids Colleges usw. Aber nicht nur auf dieser Metaebene des Gesamtsystems Wissenschaft ist Kommunikation elementar, sondern auch auf der Ebene der wissenschaftlichen Einrichtungen und der Ebene des einzelnen Wissenschaftlers. Institutionen wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen organisieren Tage der offenen Tür für Jung und Alt, nicht zuletzt um die staatlichen und damit aus Steuern finanzierten In-

113 112 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit vestitionen zu rechtfertigen. Wissenschaftler publizieren oder treten vermehrt in populären Massenmedien auf, um sich und ihre Forschung darzustellen. Es gibt Wissenschaftspreise, die nicht nur die eigentliche wissenschaftliche Arbeit, sondern inzwischen auch deren öffentliche Darstellung belohnen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen auf den Ebenen des Wissenschaftssystems, der wissenschaftlichen Einrichtungen und der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen bzw. deren Vertreter zeigen, welche Kommunikationsstrategien zur Generierung von öffentlicher Aufmerksamkeit entwickelt und welche Ergebnisse damit erzielt worden sind. Diese Analyse wird zudem die Stärken und Schwächen des Gesamtkatalogs an Maßnahmen bzw. einzelner Maßnahmen zeigen. Auf dieser Basis kann ein idealtypisches Modell für Wissenschaftskommunikation entwickelt werden, das - gemessen an Chancen und Risiken - umsetzbare Kommunikationsstrategien für das Gesamtsystem Wissenschaft und einzelne Institutionen aufzeigt. Derzeit befindet sich die Forschungsgruppe in der Abschlussphase eines Teilprojekts: In den vergangenen Monaten wurden Internetauftritte von wissenschaftlichen Institutionen und Projekten anhand von Kategorien wie Zielgruppe, Gestaltungselemente und Aktivierungselemente analysiert. Die ersten Ergebnisse wurden zusammengefasst und werden auf einer Tagung vorgestellt. Das nächste Teilprojekt ist in Planung: Es soll nun der Blick auf den einzelnen Wissenschaftler gerichtet werden. Im Rahmen von Face-to-face-Interviews mit bspw. DFG-Communicator-Preisträgern soll eine Evaluation der Aufmerksamkeitsstrategien von Wissenschaftlern erfolgen. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: In dem Forschungsprojekt sollen diese Aufmerksamkeitsstrategien dargestellt und evaluiert werden. Es gilt zunächst, die vorhandenen Daten zu sammeln und auszuwerten. Ziel ist einerseits, eine Übersicht über einen Großteil der Projekte zu gewinnen und andererseits, die Initiativen zu typologisieren, auf der Basis der Kriterien Zielgruppe, erreichtes Publikum, Botschaften, Instrumente u.ä. Auf der Metaebene der wissenschaftlichen Institutionen (wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen) soll zunächst gezeigt werden, ob und wie sich die Öffentlichkeitsarbeit verändert hat. So ist anzunehmen, dass sich v.a. die Außendarstellung über eigene Maßnahmen (z.b. Kids' College, Tag der offenen Tür etc.) sowie über die Berichterstattung in Medien (interne wie externe) professionalisiert hat. Nach einer Analyse von Internetauftritten von wissenschaftlichen Institutionen und Projekten nach einem Kategoriensystem folgen in einem nächsten Schritt Face-to-face-Interviews mit einzelnen Wissenschaftlern. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: FuE-Projekt der HS Bremen INSTITUTION: Hochschule Bremen, Fak. Gesellschaftswissenschaften (Neustadtswall 30, Bremen) KONTAKT: Leiterin (Tel , [153-F] Schützenmeister, Falk, M.A.; Conrad, Jobst, Priv.Doz. Dr.; Poloni, Verena, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Halfmann, Jost, Prof.Dr. (Leitung): Problemorientierte Forschung und wissenschaftliche Dynamik: das Beispiel der Klimaforschung INHALT: In dem Projekt wird das dynamische Verhältnis von disziplinär verfasster Wissenschaft und interdisziplinärer Forschung unter den zeitgenössischen Bedingungen der "Politisierung von Wissenschaft" an einem prominenten Fallbeispiel untersucht. Die atmosphärischen Chemie konnte im Zuge der Erforschung der anthropogenen Zerstörung der Ozonschicht als eine

114 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit 113 wichtige Subdisziplin der Klimaforschung etabliert werden. In einer empirischen Studie soll die Hypothese geprüft werden, dass gerade der externe Problembezug und die damit verbundene politisch motivierte Nachfrage nach wissenschaftlichem Wissen Institutionalisierungschancen für die Entstehung einer neuen Disziplin, der Klimaforschung, boten. Im Mittelpunkt der Untersuchung sollen Schließ ungsprozesse als die Beendigung von Kontroversen und die sich aus ihnen ergebenden Anschlussmöglichkeiten für die Weiterentwicklung des Forschungsfeldes stehen. Im Rahmen des Projektes soll auch gezeigt werden, dass erfolgreiche Forschungspolitik vor allem in der Herstellung von strukturellen Kopplungen (Projekte, Organisationen) zwischen den Disziplinen aber auch mit der Umwelt des Wissenschaftssystems und somit in der Motivierung von Variationen besteht. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Schützenmeister, Falk: Online-Befragung von Klimaforschern. Dresden Conrad, Jobst: Disziplinäre Verankerungen theoretischer Erklärungen in der Ozonforschung. Dresden Poloni, Verena: Boundary Organizations in der Klimaforschung. Dresden Schützenmeister, Falk.: Forschungsorganisationen. Dresden ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie Professur für Techniksoziologie (01062 Dresden) KONTAKT: Leiter (Tel , Fax: , [154-F] Stopka, Katja, Dr. (Bearbeitung): Rettung des Authentischen und/ oder Emotionalisierung von Geschichte? Zeitgeschichte und Geschichtskultur im Fokus des World Wide Web INHALT: Der Nutzen einer umfassenden Digitalisierung von historisch relevanten Wissensbeständen wird innerhalb der Geschichts- und Kulturwissenschaften kontrovers diskutiert. So steht der Furcht vor einem "Verschwinden der Materialität und Realität" die Auffassung einer "Rettung des Authentischen" mithilfe ausgefeilter Speicher-, Simulations- und Übertragungstechniken gegenüber. Gleichzeitig wird vor einer den wissenschaftlichen Anspruch vermeintlich gefährdenden Entdifferenzierung und damit verbunden einer verstärkten Emotionalisierung und Emphatisierung der Geschichte gewarnt. Denn wo die Schrift als dominantes Reflexionsmedium wie als Quelle ihre Vorherrschaft einbüßt und nunmehr im Verbund mit audiovisuellen Medien/ Quellen, aber auch in Konkurrenz zu ihnen eingesetzt wird und darüber hinaus ein Übergang von linearen zu hypermedial strukturierten Prozessen und Wissenslogiken zu beobachten ist, verschieben sich Wahrnehmungsmuster ebenso wie Reflexions- und Analysetechniken. In diesem Kontext ist zu fragen, wie die Akteure (Historiker, Archivare, Dokumentare und Bibliothekare) mit dem Universalmedium umzugehen gedenken, wie sich ihre Aufgaben bei der Strukturierung und Sicherung der Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit von Wissen gestalten und wie die digitalen Betriebssysteme die Art des Erinnerns und des wissenschaftlichen Zugriffs bestimmen. Entscheidend in diesem Zusammenhang sind ebenfalls Fragen nach den Ambivalenzen, Antagonismen und Interferenzen und damit verbunden nach einem Wandel bzw. Prozess von Perzeptions- und Interpretationsweisen. Anhand exemplarischer Untersuchungen von digitalisierten Archivbeständen sowie ihrer Rezeption und ihrer Diskussion werden diese Thesen bzw. Debatten um den Transformationsprozess von Wissensordnungen und Wissenslogiken analysiert und überprüft.

115 114 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.8 Wissenschaft: Öffentlichkeit ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Zentrum für Zeithistorische Forschung e.v. (Am Neuen Markt 1, Potsdam) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , Fax: , [155-F] Wittwer, Jörg, Dr.; Wahl, Natalie, Dipl.-Psych. (Bearbeitung); Wittwer, Jörg, Dr. (Betreuung): Kohärenzeinflüsse bei der Beurteilung wissenschaftlicher Erklärungen mit konfligierendem Zustand INHALT: Bewertungsprozesse von Laien bei der Beurteilung von wissenschaftlichen Erklärungen im Internet; Überprüfung der normativen Theorie von Thagard zur Bewertung von Erklärungen. Projekt im DFG-Schwerpunktprogramm "Wissenschaft und Öffentlichkeit". METHODE: Kognitionspsychologische Theorien zur Verarbeitung und Bewertung von Informationen; experimentelle Untersuchung mit Manipulation von unabhängigen Variablen. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Experiment (Stichprobe: 3 Experimente à 300 Probanden; Studierende im 1. Semester; Auswahlverfahren: anfallend). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik -IPN- an der Universität Kiel Abt. Erziehungswissenschaft (Olshausenstr. 62, Kiel) KONTAKT: Betreuer (Tel , Wissenschaft/Technik und Gesellschaft [156-L] Albrecht, Richard: "Weltmacht Habermas": mikroempirische Untersuchung zur Habermas-Rezeption in der deutsch(sprachigen) Netzenzyklopädie Wikipedia, in: Tönnies-Forum : Rundbrief der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft e.v. für ihre Mitglieder und Freunde, Jg. 18/2009, H. 2, S INHALT: In seiner mikroempirischen Untersuchung über die Habermassche Rezeption in der freien Online-Enzyklopädie "Wikipedia" zeigt der Verfasser den Stellenwert, den Habermas bei den mehr als Autoren, die regelmäßig an der deutschsprachigen Ausgabe mitarbeiten, genießt. Seine Kritik, die anregend wirken soll, beschäftigt sich mit einer besonderen medialen Habermas-Rezeption, die auch auf ein diesen "Habermas-Diskurs" bestimmendes und höchst auffälliges unegales Verhältnis verweist: So sehr dieser Autor andere Autoren öffentlich kritisierte - so wenig war er selbst bisher Kritikobjekt anderer. Untersucht wird aus handlungsbezogen-subjektwissenschaftlicher Perspektive am Beispiel der Habermas-Darstellung im deutschsprachigen Netzlexikon Wikipedia das Ergebnis eines seit etwa dreieinhalb Jahrzehnten ablaufenden gesellschaftlichen Prozesses 'verstörter Vergesellschaftung'. Dieser Transformations-, Verwandlungs- und Veränderungsprozess von Aufklärung in ihr obskurantisches Gegenteil bedeutet neben nachhaltigen Sprach- und Denkverlusten vor allem Weltund Orientierungsverluste. (ICF2)

116 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft 115 [157-L] Bango, Jenö: Sozialarbeitswissenschaft in der postmodernen Wissensgesellschaft, in: Bernd Birgmeier (Hrsg.) ; Eric Mührel (Hrsg.): Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n) : Positionen, Kontroversen, Perspektiven, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Der Verfasser legt eine Skizze des bisherigen Wegs der sozialarbeiterischen Wissens zur Sozialarbeitswissenschaft vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, welches Wissen die Sozialarbeit in der postmodernen Wissensgesellschaft fasst. Das Vertrauen in Wissenschaftssysteme ersetzt in Moderne und Postmoderne immer mehr das Vertrauen in Glaubenssysteme oder Kultursysteme. Der Verfasser beschreibt und kommentiert die allgemeinen Merkmale des Wissenschaftssystems und der Wissensbasis der Sozialarbeitswissenschaft. Ausgehend von konstruktivistischen und systemtheoretischen Prämissen fordert er dazu auf, Werte, Normen und Regeln in der Sozialarbeitswissenschaft neu zu formulieren. Die Polyvalenz- und Differenzorientierung der Sozialarbeitswissenschaft, ihre Aufnahmefähigkeit und Verarbeitungsmöglichkeit von und für Paradoxa, Tautologien und Widersprüche erlauben ihr, die aus der Zentrumslosigkeit und Re-regionalisierung gegebenen neuen Komplexitäten im postglobalen Kontext erfolgreich zu reduzieren. (ICE2) [158-F] Becker, Jörg, Dr.ing. (Bearbeitung); Schluchter, Wolf, Prof.Dr. (Leitung): Umweltuniversität INHALT: Umweltfragen sollen ein Querschnittsthema für die Forschungs- und Lehrangebote werden. Dazu liefern die verschiedenen Institute und Lehrstühle Beiträge, je nach ihrer Ausrichtung. Beteiligt sind alle Akteure der Universität. Sie entwickeln gemeinsam ein Querschnittsprojekt: die "energieautonome Universität", dem Lehrforschungsprojekte angegliedert sind. Insgesamt entwickelt die Universität Wissen und Informationen zur ökologisch-zukunftsfähigen Ausrichtung der Energieregion Lausitz und setzt sie in Experimenten um, in die auch die Bürgerinnen und Bürger der Region einbezogen sind. ZEITRAUM: 2009 bis 2012 GEOGRAPHISCHER RAUM: Cottbus METHODE: Der Ansatz folgt der Entwicklung partizipativer Strukturen in der Universität und der Region. Zugrunde liegt das TRIPLEX-Konzept, in dem die verschiedenen Akteursebenen zusammenwirken: Bürger, Experten, Entscheider. DATENGEWINNUNG: Experiment (Stichprobe: 1.000; Studierende, Lehrpersonal, Bürgerinnen und Bürger; Auswahlverfahren: Beteiligungsinteresse). Dokumentenanalyse, offen (Stichprobe: 50; Auswahlverfahren: Dokumente). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 2.000; Studierende, Lehrpersonal, Verwaltungspersonal; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution; Wissenschaftler INSTITUTION: Technische Universität Cottbus, Humanökologisches Zentrum (Postfach , Cottbus) KONTAKT: Leiter (Tel , [159-F] Bolte, Annegret, Dr.; Dunkel, Wolfgang, Dr.; Pfeiffer, Sabine, M.A.; Porschen, Stephanie, Dr.; Sevsay, Nese, Dr. (Bearbeitung); Böhle, Fritz, Prof.Dr. (Leitung): Grenzen der wissenschaftlich-technischen Beherrschung und "anderes Wissen" - Umbrüche im gesellschaftlichen Umgang mit sinnlicher Erfahrung (Teilprojekt A3)

117 116 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft INHALT: Das Teilprojekt befasst sich mit der Frage in welcher Weise im Prozess reflexiver Modernisierung neben wissenschaftlichem Wissen andere Formen von Wissen - und hier speziell das im praktischen Handeln gewonnene Erfahrungswissen - eine neue Bedeutung erhalten. Im Mittelpunkt stehen dabei Entwicklungen im Umgang mit Erfahrungswissen im Bereich von Arbeit, Technik und Ökonomie, da hier in der Ersten Moderne der Anspruch neuzeitlicher Wissenschaft auf praktische Nützlichkeit und das Programm der Verwissenschaftlichung der gesellschaftlichen Praxis seinen paradigmatischen Ausdruck fanden. Nachdem in der ersten Phase des Projekts ein Wandel im Umgang mit Erfahrungswissen festgestellt wurde und in der zweiten Phase die Entstehung neuer Grenzziehungen innerhalb des Erfahrungswissens beschrieben worden sind, werden sich die Arbeiten in der dritten Projektphase auf die Folgen dieser Entwicklungen richten. Diesen Folgen wird in drei Forschungsschwerpunkten nachgegangen: Quer zu unterschiedlichen Praxisfeldern soll auf einer theoretisch-konzeptuellen Ebene untersucht werden, in welcher Weise im Verständnis des Arbeitshandelns bisher Ausgegrenztes sowohl einbezogen als auch kategorial neu bestimmt wird und die soziologische Analyse dieser Veränderungen eine theoretisch-konzeptuelle Neubestimmung instrumentellen Handelns und seiner Abgrenzung gegenüber anderen Handlungsformen erfordert (Forschungsschwerpunkt I). Zum zweiten soll untersucht werden, in welcher Weise sich mit Veränderungen im Umgang mit Erfahrungswissen eine Auflösung und Verschiebung von Herrschaftsstrukturen verbindet (Forschungsschwerpunkt II). Des weiteren wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise sich aus Veränderungen im Umgang mit Erfahrungswissen und der konzeptuellen Neubestimmung instrumentellen Handelns eine neue Sicht auf nicht-westliche Arbeitskulturen und unterschiedliche Pfade der Modernisierung ergibt und hieraus (umgekehrt) wiederum Anregungen für die Neubestimmung gewonnen werden können (Forschungsschwerpunkt III). Mit diesem Forschungsprogramm sollen für die Theorie der reflexiven Modernisierung Beiträge erzielt werden zur Rolle von Arbeit im Prozess der reflexiven Modernisierung (unter Bezug auf die Kategorie des Arbeitshandelns), zum Formwandel von Herrschaft (unter Bezug auf die Organisation und Steuerung von Arbeit und die Entstehung neuer gesellschaftlicher Konfliktfelder) sowie zur Entwicklung einer kosmopolitischen Soziologie (unter Bezug auf die Rolle von Arbeit im Kontext unterschiedlicher Pfade der Modernisierung). METHODE: Hinsichtlich der Methoden werden sowohl theoretisch-konzeptionell wie auch empirisch ausgerichtete Vorgehensweisen gewählt. Die theoretisch-konzeptionellen Arbeiten konzentrieren sich auf zwei Schwerpunkte: 1. Ausarbeitung konzeptueller Grundlagen für die empirische Identifikation und Analyse unterschiedlicher Strategien reflexiver Modernisierung. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei auf der Spezifizierung und Operationalisierung der allgemeinen Merkmale objektivierenden und subjektivierenden Handelns unter Bezug auf die zuvor ausgeführten Untersuchungsfelder. 2. Ein zweiter Schwerpunkt der theoretisch-konzeptuellen Arbeiten richtet sich auf die Frage, in welcher Weise die Ausgrenzung von Erfahrungswissen im Arbeitsbereich in der ersten Moderne nicht nur auf der Optimierung ökonomischer und technischer Effizienz beruht, sondern auch eine wesentliche Grundlage für die Etablierung und Legitimation von Herrschaftsstrukturen sowie sozialer Ungleichheit ist. Diese konzeptuellen Arbeiten werden teils vorgängig zu, teils parallel und verschränkt mit den im folgenden dargestellten empirischen Untersuchungen durchgeführt und haben hinsichtlich des methodischen Vorgehens vier Schwerpunkte; es sind dies: 1. Fallstudien in Betrieben sowie technischen Instituten, Ausbildungseinrichtungen u.ä., in denen im Verlauf der kommenden Untersuchungsphase Veränderungen stattfinden, die sich explizit wie implizit auf einen neuen Umgang mit Erfahrungswissen richten. 2. Sekundäranalysen empirischer Erhebungen: In den beiden neuen Untersuchungsfeldern, Wissensmanagement und Professiona-

118 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft 117 lisierung personenbezogener Dienstleistungen, sollen empirische Untersuchungen, die unter anderen Fragestellungen durchgeführt wurden und werden, einer auf die Fragestellungen des Projektes ausgerichteten Sekundäranalyse unterzogen werden. 3. Beobachtung und Sekundärauswertung von Dokumentationen und anderweitigen Untersuchungen, in denen sich Umbrüche im Umgang mit Erfahrungswissen abzeichnen. Damit soll auch weiterhin eine möglichst große Bandbreite von für unsere Fragestellung relevanten Entwicklungen im Blick behalten wie auch zusätzlich zu den Ergebnissen der ersten Untersuchungsphase aufgedeckt werden. 4. Vergleich der untersuchten Praxisfelder und die Identifizierung übergreifender Entwicklungen: Die Entwicklungen in der Praxis wie auch deren wissenschaftliche Reflexion vollziehen sich bislang stark in wechselseitig wertgehend voneinander abgeschotteten disziplinären Grenzen. Es ist daher im Rahmen der Arbeiten des SFB eine besondere Aufgabe, die unterschiedlichen Entwicklungslinien in einer übergreifenden Perspektive zu beurteilen und danach zu fragen, in welcher Weise sich in der Heterogenität der konkreten Entwicklungen allgemeine und generalisierbare Entwicklungstendenzen eines neuen Umgangs mit Erfahrungswissen und damit letztlich eines neuen Verständnisses von Arbeit insgesamt abzeichnen. VERÖFFENTLICHUNGEN: Böhle, F. u.a.: Die Bewältigung des Unplanbaren. in: Personalwirtschaft, Jg. 32, 2005, H. 12, S Boes, A. u.a.: Einleitung: Neuer Wein und neue Schläuche. in: Boes, A. u.a. (Hrsg.): Informationsarbeit neu verstehen - Methoden zur Erfassung informatisierter Arbeit. München: ISF München Forschungsberichte 2005, S Bolte, A. u.a.: Zwischen Kundenanforderungen und Entwicklungsinteressen. in: FIfF Kommunikation, Jg. 22, 2005, H. 4, S Porschen, S.; Bolte, A. (Hrsg.): Zugänge zu kooperativer Arbeit - Analysen zum Kooperationshandeln in Arbeitssituationen. Buch und Multimedia-CD. München: ISF Dunkel, W.: Erfahrungswissen in der Pflege. in: Bollinger, H. u.a. (Hrsg.): Gesundheitsberufe im Wandel - Soziologische Beobachtungen und Interpretationen. Frankfurt a.m.: Mabuse 2005, S Pfeiffer, S. u.a.: IT - Weiterbildung mit System? in: FIfF-Kommunikation. Mitteilungsblatt des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.v., Jg. 21, H Porschen, S.: Die Geschichtenerzähler. in: Personalwirtschaft, Jg. 32, 2005, H. 12, S Porschen, S.; Böhle, F.: Geschichten-Erzählen im Arbeitsalltag: Story Telling und erfahrungsgeleitete Kooperation. in: Reinmann, G. (Hrsg.): Erfahrungswissen erzählbar machen. Theorie - Methoden - Kontexte. Papst Verl (i.e.).+++pfeiffer, S.: "Information reflexiv? Ein industriesoziologisches Konzept trifft auf die Theorie reflexiver Modernisierung". in: Soziale Welt, Sonderheft "Reflexive Modernisierung" (i.e.).+++dies.: Arbeit und ihr Vermögen. Arbeitsvermögen als Schlüssel zu einer konsequent dialektischen Analyse von (informatisierter) Arbeit. Eingereicht bei: KZfSS.+++Dies.: Die Nebenfolgen des vergessenen diaklektischen Blicks. in: Böschen, S.; Kratzer, N.; May, S. (Hrsg.): Modernen - Nebenfolgen eines erfolgreichen Mythos? (i.e.).+++bolte, A.: Die Organisation des Informellen. Manuskript. Veröffentlichung in Vorbereitung für Pfeiffer, S.: Wissen, Information und lebendige Arbeit in der Wissensökonomie. Reanimation der Dialektik von Gebrauchs- und Tauschwert und Implikationen für die Arbeits- und Industriesoziologie. in: Moldaschl, M. (Hrsg.): Wissen und Innovation - Beiträge zur Ökonomie der Wissensgesellschaft. Tagungsband zur gemeinsamen Tagung des Arbeitskreises Politische Ökonomie (AKPÖ), der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie sowie der Sektion Wirtschaftssoziologie der DGS. Marburg: Metropolis Verl (i.e.).+++dunkel, W.: Arbeit am Menschen und Arbeit am Gegenstand: Interaktionsarbeit im Friseurhandwerk. in: Böhle, F.; Glaser, J. (Hrsg.): Arbeit in der Interaktion - Interaktion als Arbeit. Arbeitsorganisation und Gestaltung von Interaktionsarbeit in der Dienstleistung (im Erscheinen).+++Böhle, F.; Weishaupt, S.: Kundenorientierung bei direkten personenbezogenen Dienstleistungen. in: Moldaschl, M. (Hrsg.): Kundenorientierung und

119 118 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft Dienstleistungsmentalität (i.e.).+++böhle, F.; Pfeiffer, S.; Sevsay-Tegethoff, N. (Hrsg.): Die Bewältigung des Unplanbaren: fachübergreifendes erfahrungsgeleitetes Arbeiten und Lernen. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss ISBN Böhle, F.; Dunkel, W.; Pfeiffer, S.; Porschen S.; Woicke, P.: Der gesellschaftliche Umgang mit Erfahrungswissen: von der Ausgrenzung zu neuen Grenzziehungen. in: Beck, U.; Lau, C. (Hrsg.): Entgrenzung und Entscheidung: was ist neu an der Theorie reflexiver Modernisierung? Edition Zweite Moderne. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004, S ISBN Böhle, F.: Die Bewältigung des Unplanbaren als neue Herausforderung in der Arbeitswelt: die Unplanbarkeit betrieblicher Prozesse und erfahrungsgeleitetes Arbeiten. in: Böhle, F.; Pfeiffer, S.; Sevsay-Tegethoff, N. (Hrsg.): Die Bewältigung des Unplanbaren: fachübergreifendes erfahrungsgeleitetes Arbeiten und Lernen. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2004, S ISBN Umfangreiche Literaturliste bitte beim Institut anfordern. ARBEIT- SPAPIERE: Dunkel, W.; Rieder, K.: Dienstleistungsarbeit und Geschlecht: das Konzept "Working Gender". Vortrag im Rahmen der 6. wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie, Innsbruck Dunkel, W.: Erfahrungswissen in der Pflege: Basis einer Professionalisierung jenseits von Verwissenschaftlichung? Workshop "The Professionalization of Everyone?" Gesundheitsberufe im Wandel. Fulda: Arbeitskreis "Professionelles Handeln" Ders.: Professionelle Autonomie versus Ko-Produktion in der Dienstleistungsbeziehung: die Übertragung von Handlungsrechten. Vortrag auf dem Workshop "Wissensberufe im Umbruch". Bremen: Institut Arbeit - Beruf - Bildung; Univ.; Arbeitnehmerkammer Bremen Ders.: Professionelles Handeln in der Altenpflege: Handlungsautonomie versus Ko-Produktion. Vortrag beim Arbeitskreis "Professionelles Handeln": Anregung zur Selbstreflexion: der Beitrag der soziologischen Professionalisierungsforschung zur Professionalisierung sozialer, pädagogischer und pflegerischer Berufe. Saarbrücken: Kath. Hochsch. für Soziale Arbeit Böhle, F.: Erfahrungswissen als neue Herausforderung für die berufliche Bildung. Manuskript. Augsburg, München Ders.: Was hat Zugang zu Bildungsprozessen? Anregungen zu einer kritischen Reflexion der bildungspolitischen Beurteilung menschlicher Fähigkeiten aus der Sicht der Arbeitssoziologie. Manuskript. Augsburg, München Cali, S.; Sevsay, N.: Die Thematisierung von Erfahrungswissen in der Berufs- und arbeitssoziologischen Diskussion. Diplomarbeit. Augsburg Drexel, I.: Neue Konzepte des Lernens im und für den Betrieb - Diskurse, betriebliche Realitäten und gesellschaftliche Perspektiven. Manuskript. München Drexel, I.: Praxisnahe Studiengänge in Europa - auf der Suche nach Erfahrungswissen? Das Beispiel Italien und Deutschland. Manuskript. München Drexel, I.: New pathways towards tertiary degrees in Europe. Manuskript. München Grüter, B.: Mensch-Maschine-Interaktion. Über die Rolle von Erfahrung beim Gebrauch von Maschinen und Medien und über die Strategien der Gestaltung. Manuskript. München Porschen, St.: Der kreative Akt des Ingenieurs: Konstruktion und der Einsatz neuer Konstruktionstechnologien. Diplomarbeit. München Porschen, St.: Computergestützte erfahrungsgeleitete Arbeit als Konzept für den Werkzeugmaschinenbau: Diskussionsstand und Tendenzen. Arbeitsbericht. München Sevsay, N.: Die Thematisierung von Erfahrungswissen in der neueren Diskussion beruflicher Bildung. Arbeitsbericht. Augsburg ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: SFB 536 Reflexive Modernisierung (Prinzregentenstr. 7, München); Universität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Extraordinariat für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt (Universitätsstr. 16, Augsburg); Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.v. -ISF München- (Jakob-Klar-Str. 9, München)

120 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft 119 KONTAKT: Leiter (Tel , Fax: , [160-L] Dollinger, Bernd: Reflexive Sozialpädagogik: Struktur und Wandel sozialpädagogischen Wissens, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2008, 265 S., ISBN: INHALT: "Vor dem Hintergrund vielfältiger historischer und theoretischer Reflexionen geht dieses Buch den Grundfragen sozialpädagogischen Wissens nach. Wie kann dieses Wissen bestimmt werden, wenn es sich doch in einem Prozess dauerhafter Veränderung befindet? Im Zentrum steht die kontextabhängige Verschiebung und Veränderung von Sozialpädagogik. Sie kann nicht als feste Größe, sondern nur als variable Wissensstruktur in kulturellem Zusammenhang interpretiert werden. Um dies zu rekonstruieren, wird ein analytisches Konzept als 'reflexive Sozialpädagogik' vorgelegt." (Autorenreferat) [161-L] Franz, Hans-Werner: Social science production or social innovation by social production of science?, in: Steffen Roth (Hrsg.): Non-technological and non-economic innovations : contributions to a theory of robust innovation, Frankfurt am Main: P. Lang, 2009, S INHALT: "At the beginning of the 21st century and the emerging knowledge society social science seems to run into a very difficult situation. On the one hand, there is a growing demand for social knowledge in the different spheres of society. On the other hand, social science itself is undergoing a deep crisis. The traditional academic ways of knowledge production and dissemination do no longer work in a satisfactory way. As a result a deep irritation about the efficiency and social importance of social science can be stated. Therefore, new modes of producing social science characterised by a more social process of science production are becoming the two faces of an increasingly relevant type of professional scientific work of social scientists. 'Mode 2' has been a label tagged to this newly emerging type of knowledge production by Gibbons, Nowotny et al. mostly referring to natural or engineerial sciences. The author shows that 'social science production' is a specific type of social knowledge production by social intervention based on a growing set of methods and tools. Their common denominator is the propelling of the self-reflection capacities of social actors, thus, enhancing the democratic potential of civil society. The paper provides a self-reflective discussion of new modes of innovation in the field of organisational development and networking. It includes a brief case study showing how sfs (Sozialforschungsstelle Dortmund), a German public research institute now forming part of the Dortmund University of Technology, has been developing functional characteristics of effectiveness and efficiency of a company by working with private companies and numerous public institutions, eventually understanding itself as a competence network in a network of networks." (author's abstract)

121 120 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft [162-L] Hildenbrand, Bruno; Bohler, Karl Friedrich; Engelstädter, Anna; Franzheld, Tobias; Schierbaum, Anja; Schmidt, Marcel: Wissenstransfer als Balanceakt: Beziehungen zwischen den Teilprojekten des Sonderforschungsbereichs 580 und der untersuchten gesellschaftlichen Praxis, in: Mitteilungen / SFB 580, 2009, H. 34, 98 S. (www.sfb580.uni-jena.de/typo3/uploads/tx_publicationlist/sfbheft34.pdf) INHALT: Inhaltsverzeichnis: Everhard Holtmann: Vorwort: Grundlagenforschung und Praxisbezug - kein widerspruchsvolles Verhältnis (S. 6-7); Beziehungen zwischen den Teilprojekten des Sonderforschungsbereichs 580 und der untersuchten gesellschaftlichen Praxis. Die Ergebnisse in der Übersicht (S. 8-9); Vorstellung des Transferprojekts im SFB 580 (S ); 2 Eine Skizze der Diskussion um das Verhältnis von Sozialwissenschaften und gesellschaftlicher Praxis (S ); Die Transferpraxis im SFB 580: 1. Eine Übersicht über die in den Projektanträgen formulierte Transferpraxis: Praxisrelevanz ja, aber die Transferwege bleiben unexpliziert (S. 22); 2. Große Bedeutung und große Vielfalt des Wissenstransfers zwischen Forschung und gesellschaftlicher Praxis im SFB 580: Ergebnisse der Interviewanalyse (S ); 3. Praxisverständnis und Wege des Wissenstransfers im SFB 580 (S ); 4. Zusammenfassung der Ergebnisse zur Transferpraxis im SFB 580 (S ); Epilog (S. 82). [163-F] Kohl, Wolfgang, Dr.rer.nat.; Raschi, Antonio, Dr.; Goedhart, Martin, Prof.; Strömgren, Monika, Dr. (Bearbeitung); Schallies, Michael, Prof.Dr. (Leitung): Teacher - Scientist - Partnerships (TSP): a tool for professional development. A Comenius 2.1. action (training of school education staff) INHALT: Das Fachwissen der Lehrer und die Schaffung kontextorientierter Lernumfelder für die Schüler gelten als zentrale Faktoren für den Aufbau von Wissenschaftsverständnis. Im Projekt werden Partnerschaften zwischen Lehrern und Naturwissenschaftlern aufgebaut und Lehrer gemeinsam mit ihren Schülern in ein reales Forschungsumfeld eingebunden. Hierfür ist ein eingeführtes Netz von Forschungseinrichtungen in ganz Europa aktiviert, das sich mit der Bilanzierung von Kohlendioxidemissionen und dem Klimawandel befasst. Zielgruppen sind Lehrkräfte naturwissenschaftlicher Fächer an Sekundarschulen sowie deren Schüler. Lehrund Lernaktivitäten werden gemeinsam in einem Bottom-up-Konzept gestaltet, in dessen Mittelpunkt die Verbesserung der Fähigkeit der Lehrkräfte, externes Lernen als Instrument zur Entwicklung einzusetzen, der Lernerfolg der Schüler sowie die Fähigkeit der Naturwissenschaftler, mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren, stehen. Konkrete Ergebnisse sind Module für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, die in die verschiedenen einzelstaatlichen Bildungssysteme integriert werden können und auf bewährten Verfahren aufbauen. Die Projektarbeiten sind als fortlaufender, iterativer Prozess über einen Dreijahreszeitraum angelegt. Die Lernprozesse und -ergebnisse werden einer qualitativen und quantitativen Auswertung unterzogen. METHODE: Presently, traditional science teaching is ineffective to prepare students adequately for life's complexity in a science and technology based society. Teachers' professional knowledge and empowering contextual learning environments for students seem to be key factors for improvement. The researchers propose a systemic approach. They will start by building a partnership between teachers and scientists, and integrating both teachers and students in authentic research environments. For this purpose they have activated a well established network of research institutes all over Europe, working on carbon dioxide and climate change.

122 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft 121 Institutions of higher education in teacher development and local schools have agreed to establish local projects with research institutes. Target groups are science teachers and their students in secondary schools. Teaching and learning activities are agreed upon in a bottom-up approach, focused on improving teachers' abilities to use external learning as a tool for development, student learning and scientist abilities to communicate with the public. Outputs will be modules for in-service and pre-service teacher training that could be integrated into the various national education systems, based on best practice. Work is organised as an iterative ongoing process for 3 years. Learning processes and outcomes are analyzed by qualitative and quantitative means. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Schallies, M.: (TSP) Teacher, scientist, partnerships: a tool for professional development. The 20th International Conference on Chemical Education. August ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Pädagogische Hochschule Heidelberg, Fak. III Natur- und Gesellschaftswissenschaften, Interdisziplinäres Institut Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft (Czernyring 22/10, Heidelberg) KONTAKT: Leiter (Tel , Fax: , [164-L] Kumar, Anand: Sociology and the challenge of socializing globalization, in: Boike Rehbein (Hrsg.) ; Klaus-W. West (Hrsg.) ; Hermann Schwengel (Adressat): Globale Rekonfigurationen von Arbeit und Kommunikation : Festschrift zum 60. Geburtstag von Hermann Schwengel, Konstanz: UVK Verl.-Ges., 2009, S INHALT: Angesichts der Bedeutung von Globalisierungstendenzen für alle Gesellschaften ruft der Verfasser zu einer Neuorientierung der Soziologie auf und zur Entwicklung von Antworten auf Fragen und Probleme der Globalisierung. Damit sind zwei Ebenen angesprochen. Erstens muss eine allgemeine Soziologie der Globalisierung entwickelt werden und zweitens müssen postkoloniale Gesellschaften eine Soziologie ausbilden, die zugleich auf die spezifischen Probleme des jeweiligen Nationalstaats reagiert und dessen Rolle in Globalisierungsprozessen analysiert. Der Verfasser illustriert dies an spezifischen Problemen Indiens, insbesondere am Multikulturalismus. (ICE2) [165-L] Meier, Frank: Die Universität als Akteur: zum institutionellen Wandel der Hochschulorganisation, (VS research : Organization & Public Management), Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 284 S., ISBN: INHALT: Universitäten entwickeln sich gegenwärtig zu handlungsfähigen Akteuren. Dabei wird ein gesellschaftliches Modell der "normalen" Organisation auch zum einflussreichen Leitbild der Universität, das als ein Akteurmodell rekonstruiert werden kann. Auf diese These bringt die Dissertation den Transformationsprozess, der hinter vielen Reformen nicht nur im deutschen Hochschulsystem steht. Dies verweist zum einen auf den institutionellen Wandel der Hochschulorganisation mit all seinen praktischen Implikationen, zum anderen auf ein Grund-

123 122 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft lagenproblem der allgemeinen Soziologie: Inwieweit können Organisationen überhaupt instruktiv als Akteure, also als verantwortliche Handlungsträger verstanden und konzipiert werden? Analysiert wird die engere Anbindung an ökonomische Umwelten sowie eine verstärkte eigene ökonomische Orientierung der Hochschulen und Prozesse der Internationalisierung oder Globalisierung im Hochschulbereich. Die Akteurkonzeption, die der Autor vorschlägt und für seine Untersuchung nutzt, eröffnet insgesamt neue Perspektiven für die theoriegeleitete Analyse der Hochschule, aber auch anderer Typen von Organisationen. (ICA2) [166-L] Peters, Bettina; Licht, Georg; Crass, Dirk; Kladroba, Andreas: Soziale Erträge der FuE-Tätigkeit in Deutschland: Endbericht, (Studien zum deutschen Innovationssystem, Nr ), Mannheim 2009, 176 S. (Graue Literatur; INHALT: Viele Länder sehen in einer Erhöhung der Investitionen in Bildung, Forschung, Entwicklung und Innovation eine Möglichkeit, das Potenzialwachstum zu erhöhen. Ein zentrales Merkmal von FuE-Aktivitäten ist jedoch die im Allgemeinen unvollständige Aneigenbarkeit der Erträge aus diesen Tätigkeiten durch das die FuE-Kosten tragende Unternehmen. Denn von der Innovationstätigkeit profitiert nicht nur das innovierende, sondern auch andere Unternehmen in Form von Wissensspillovern. Diese positiven externen Erträge führen dazu, dass die Unternehmen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht zu wenig in FuE investieren, und sie liefern damit ein zentrales Argument für die staatliche Förderung der FuE-Tätigkeit der Unternehmen. Die vorliegende Studie widmet sich der Frage nach der Höhe der privaten Erträge und sozialen Zusatzerträge aus der FuE-Tätigkeit der Unternehmen in Deutschland im Zeitraum Neben einer umfassenden Analyse zum aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur wird eine neue Datenbasis geschaffen, auf deren Basis aktuelle Schätzungen von privaten und sozialen Ertragsraten von FuE in deutschen Unternehmen durchgeführt werden können. Ausgangspunkt der empirischen Analyse stellen die Unternehmensdaten der FuE-Erhebung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft dar, die durch ausgewählte Daten aus den ZEW-Unternehmensdatenbanken (Amadeus, EPO) sowie Daten des Statistischen Bundesamtes ergänzt werden. (ICI2) [167-L] Sorg, Richard: Welches Wissenschaftsverständnis braucht die Sozialarbeitswissenschaft?, in: Bernd Birgmeier (Hrsg.) ; Eric Mührel (Hrsg.): Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n) : Positionen, Kontroversen, Perspektiven, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Über den allgemeinen Wissenschaftsbegriff hinaus gibt es diverse Ansätze für die Konkretisierung der Wissenschaftsproblematik in der Sozialarbeit. Vor allem die "Zürcher Schule" um Silvia Staub-Bernasconi und Werner Olbrecht hat einen tragfähigen Ansatz erarbeitet, der von einer materialistischen, aber nicht reduktionistischen Grundlage ausgeht. Auf dieser Basis schlägt der Verfasser vor, ein Verständnis von Wissenschaft zu präferieren, das vorwiegend durch einen ontologisch materialistischen und epistemologisch realistischen Ansatz bestimmt ist. Eine erneute kritische Rezeption und Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Traditionen und ihren Befunden, die durch die materialistische und dialektische Herangehensweise enttarnt würden, bieten seines Erachtens eine wichtige Quelle für grundlegende Herangehensweisen an die wissenschaftliche Erschließung der Wirklichkeit. (ICE2)

124 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft 123 [168-L] Streeck, Wolfgang: Von der gesteuerten Demokratie zum selbststeuernden Kapitalismus: die Sozialwissenschaften in der Liberalisierung, in: WestEnd : neue Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. 6/2009, H. 1, S INHALT: Im Beitrag wird die These vertreten, dass gerade für die sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung Zweckfreiheit als regulative Norm kein Zeichen von Reife ist, sondern ein Missverständnis. Dies vor allem, weil sie die den Sozialwissenschaften eigentümliche Verschränkung von Theorie und Gegenstand außer Acht lässt. Aussagen über die Konstitution der sozialen Welt sind nämlich immer auch Aussagen darüber, welche Rolle planendes, zielgerichtetes Handeln - wie man heute sagt: agency - in ihr spielt oder spielen könnte. Solches Handeln, wenn es auf soziale Ordnungen als solche bezogen ist, nennt man Politik. Soweit die Theorien ihm Einfluss auf gesellschaftliche Zustände zubilligen, messen sie diesen auch dem zu, was die beteiligten Akteure über deren Kausalzusammenhänge zu wissen meinen. Da dieses Wissen durch Sozialwissenschaft erweitert und verbessert werden kann, ist das, was man als Sozialwissenschaftler tut, Teil desselben Wirkungszusammenhangs, der Gegenstand der Untersuchungen ist. Indem Sozialwissenschaft immer auch Aussagen über den Status von intentionalem politischen Handeln in der wirklichen Welt macht, beschreibt sie ihre eigene Rolle gleich mit: Jede Theorie über die soziale Welt ist dann auch eine Theorie über den möglichen Nutzer und praktischen Nutzen, wenn nicht die tatsächliche Nutzung, der Theorie selbst. Eine Gesellschaftstheorie, die soziale Integration als die unentbehrliche nichtrationalisierbare Voraussetzung rationalen Handelns anerkennt, die sie ist, wird unvermeidlich advokatarisch: Sie wird zum Interessenvertreter der sozialen Lebenswelt gegen eine unbegrenzte Expansion des Marktes. Ist sie dann noch "wertfreie" Wissenschaft? Die Frage scheint deshalb falsch gestellt, so der Verfasser, weil jede Sozialwissenschaft insofern immer auch advokatorisch ist, als ihre Resultate unweigerlich in einen gesellschaftlichen Handlungszusammenhang einfließen, in dem sie gar nicht anders können als orientierende Wirkungen zu entfalten. Nirgends ist das deutlicher als in der Ökonomie, deren angeblich rein formale Modelle im gesellschaftlichen Selbstverständnis als rhetorische Normalisierung des rationalen Egoismus und als dringliche Empfehlung einer allgemeinen nutzentheoretischen Durchrechnung der menschlichen Lebensverhältnisse ankommen. (ICF2) [169-F] Wemmer, Kathrin (Bearbeitung); Hübinger, Gangolf, Prof.Dr. (Leitung): Die "Verwissenschaftlichung des Sozialen". Wissenstransfer zwischen Schweden und Deutschland (Teilprojekt im Rahmen des DFG-SPP "Wissenschaft, Politik und Gesellschaft - Deutschland im internationalen Zusammenhang im späten 19. und 20. Jahrhundert") INHALT: Mit Schweden und Deutschland nimmt das Forschungsprojekt zwei europäische Staaten in den Blick, für deren jeweiligen Weg in die Moderne aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher, politischer und kultureller Voraussetzungen durchaus Differenzen auszumachen sind. Schweden entwickelte sich dabei von einem eher unbedeutenden, lange agrarisch geprägten Staat mit spät einsetzender Industrialisierung zu einem weithin als vorbildlich angesehenen modernen Wohlfahrtsstaat. Die Weichen für diese Entwicklung wurden um 1900 gestellt, einer Zeit, die durch alle Lebensbereiche umfassende Verwissenschaftlichungsprozesse gekennzeichnet ist. Das bereits weiter entwickelte Kaiserreich diente dabei für Schweden in vielen Bereichen als Vorbild, jedoch ist auch umgekehrt ein deutsches Interesse am nördli-

125 124 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/1 3.9 Wissenschaft: Gesellschaft chen Nachbarstaat nachzuweisen. Das Projekt widmet sich speziell dem Wissenstransfer auf dem Gebiet der Sozialreform, wobei nach einem breiteren Ansatz in der ersten Projektphase nun verstärkt Netzwerke akademischer Sozialreformer und -Wissenschaftler im Mittelpunkt stehen sollen, um Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufzuzeigen. Dabei wird der Schwerpunkt auf dem Transfer von Schweden nach Deutschland liegen, um exzeptionell den Beitrag eines kleinen Landes zur europäischen Moderne zu untersuchen. Zugleich sind im Kontext dieses exemplarischen Falls generelle Muster des Wissenschaftstransfers in der europäischen Öffentlichkeit aufzuzeigen. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Schweden, Deutschland ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Europa-Universität Viadrina, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Professur für Vergleichende Kulturgeschichte der Neuzeit, insb. philosophische Grundlagen der Kulturwissenschaften (Postfach 1786, Frankfurt an der Oder) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , Fax: , [170-L] Wiesenthal, Helmut: Transformation oder Wandel?: Impressionen aus (fast) zwei Jahrzehnten Transformationsforschung ; Beitrag zur Sprechertagung der sozial- und geisteswissenschaftlichen Sonderforschungsbereiche, in Wittenberg, in: Mitteilungen / SFB 580, 2009, H. 31, S (www.sfb580.uni-jena.de/typo3/uploads/tx_publicationlist/sfbheft31.pdf) INHALT: In dem Beitrag werden Impressionen vermittelt, die sich nach der Meinung des Verfassers bei gleichzeitiger Betrachtung des deutschen Transformationsfalls und seiner osteuropäischen Pendants aufdrängen. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nachgegangen, ob und ggf. welche neuen Erkenntnisse die Transformationsforschung gebracht hat und was aus ihnen für einige soziologische Grundannahmen folgt. Und schließlich wird geprüft, ob diese Erkenntnisse für die Bewältigung ähnlich anspruchsvoller Projekte nutzbar sein könnten. Es wird argumentiert, dass die Antworten auf die Frage, ob sich in den postsozialistischen Ländern eine einheitliche oder differenzierte Typik des Kapitalismus herausgebildet hat, diffus sind. Während für das erste Jahrzehnt ein relativ einheitlicher Pfad der Marktliberalisierung konstatiert wird, werden nun in jüngst publizierten Studien auf der Spur der "Varieties of Capitalism"-Forschung mehrere, auch von westlichen Vorbildern abweichende Spielarten des Kapitalismus identifiziert. Es wird immer deutlicher, dass die postsozialistische Transformation nicht das Ende tief greifender Anpassungsprozesse in Europa darstellt, sondern nur ihren besonders markanten Auftakt. Während der nächsten Periode beschleunigten sozialen Wandels, die als Folge des Aufstiegs der sog. "emerging economies" und des abnehmenden Gewichts Europas in der Weltwirtschaft zu erwarten ist, werden die europäischen Wohlfahrtsstaaten nicht mehr als Vorbild und Entwicklungshelfer dienen können, sondern selbst Objekt und Subjekt tief greifender Anpassungsprozesse sein. (ICF2)

126 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft Wissenschaft/Technik und Wirtschaft (Industrieforschung/ FuE, außeruniversitäre Forschung; Innovation; großtechnische Systeme) [171-L] Berghahn, Sabine: Ausschluss der Elite: Hochschulreform als Exklusion erarbeiteter Kompetenz?, in: Paul Kellermann (Hrsg.) ; Manfred Boni (Hrsg.) ; Elisabeth Meyer-Renschhausen (Hrsg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik : Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die "Verbetriebswirtschaftlichung" im Management öffentlicher Einrichtungen und der bereits verwirklichten "Hochschulreform durch Wettbewerb" lassen für den Autor erkennen, "wohin die Reise geht". Eines gilt für den Autor als sicher: Demokratischer wird es nicht werden, und die "Autonomie", d. h. der Gestaltungs- und Selbstbestimmungsspielraum der einzelnen WissenschaftlerInnen wird nicht größer, sondern kleiner. Nur wer zu den privilegierten Netzwerken und zur "Forschungsexzellenz" gezählt wird, darf auf Ressourcen und Unterstützung rechnen; die anderen haben sich "klaglos und unter vermutlich eher kärglichen Bedingungen der massenhaften Ausbildung der Studierenden zu widmen". Der Beitrag vollzieht zunächst den Verlauf der vergangenen rot-grünen Hochschulreform nach. Dabei wird insbesondere die rechtliche Seite betrachtet, da die "Jahrhundertreform" von Rot-Grün von 2002 zeigt, dass in der deutschen Hochschulpolitik die "fatale Neigung" existiert, "immer wieder relativ unreflektiert auf scheinbar neue, modische Züge aufzuspringen, ohne dass die entscheidenden Mängel des Systems wirklich behoben werden". (ICA2) [172-F] Görtz, Regina von, B.A. M.A. (Bearbeitung); Jansen, Dorothea, Univ.-Prof.Dr.rer.soc. (Betreuung): Governance von Forschungsnetzwerken INHALT: Netzwerke haben in der Forschungspolitik derzeit Konjunktur. Wissenschaftler sollen sich nicht nur untereinander und über Institutionsgrenzen hinweg vernetzen, sondern auch stärker mit Unternehmen und anderen gesellschaftlichen Akteuren interagieren. Erklärtes Ziel ist, über solche Netzwerke das Wissenschaftssystem wettbewerbsfähiger zu machen und Innovationen anzustoßen. Gründung und Förderung von Forschungsnetzwerken sind daher mittlerweile Bestandteil vieler Förderprogramme. Auch viele Forschungsorganisationen haben diese Ideen aufgenommen und versuchen ihre Wissenschaftler zu vermehrten Kooperationen anzuregen. Vernetzung in den Wissenschaften ist jedoch nicht neu und unterliegt nicht nur einer externen Steuerung. Auch wissenschaftsbezogene Mechanismen im Rahmen der intellektuellen Selbststeuerung der Fachgemeinschaften veranlassen Wissenschaftler dazu, miteinander zu arbeiten. Die Wahl der Kooperationspartner erfolgt hier allerdings nicht nach denselben Regeln, wie sie derzeit von Forschungspolitik und Forschungsorganisationen aufgestellt werden. In der geplanten Arbeit sollen die verschiedenen Governancemechanismen genauer herausgearbeitet und analysiert werden, die auf die Netzwerkbildung von Forschungsgruppen einwirken. Bislang ist unklar, welchen Einfluss Forschungsförderung und Forschungsorganisationen auf die Netzwerke von Forschungsgruppen haben und was für For-

127 126 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft schungsnetzwerke mit welchen Formen der Governance einhergehen. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Die oben skizzierten Fragen werden empirisch im Rahmen einer Panelstudie, in der der Output, die Netzwerke und die Mechanismen der Netzwerkbildung von Forschungsgruppen aus drei akademischen Feldern (Astrophysik, Nanowissenschaft und Ökonomie) zu mehreren Zeitpunkten erhoben wurden, untersucht. Untersuchungsdesing: Panel; Querschnitt DA- TENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, standardisiert; Qualitatives Interview; Standardisierte Befragung, telefonisch; Standardisierte Befragung, schriftlich; Sekundäranalyse von Individualdaten; Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Stichprobe: 75; Auswahlverfahren: Zufall). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Görtz, Regina von: Science policymakers' enthusiasm for collaborative research projects and the implications for the formation of research networks. Paper, 6th Conference on Applications of Social Network Analysis (ASNA 2009), Universität Zürich, Schweiz, August ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Lehrstuhl für Soziologie der Organisation (Postfach 1409, Speyer) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [173-F] Große Kathöfer, David, MScBM (Bearbeitung); Leker, Jens, Prof.Dr. (Betreuung): Wissenstransfer in der Hochschule INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 487; Universitätsprofessoren der Fachrichtung Physik und Ingenieurwesen; Auswahlverfahren: Versuch der Vollerhebung). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität Münster, FB 12 Chemie und Pharmazie, Institut für betriebswirtschaftliches Management (Leonardo-Campus 1, Münster) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , [174-L] Hafner, Kurt A.: Forschungscluster in Bayern: eine erste Bestandsaufnahme, in: Beiträge zur Hochschulforschung, Jg. 31/2009, H. 2, S (Standort: USB Köln(38)-EWA Z 2516; Kopie über den Literaturdienst erhältlich; localhost/c:/dokumente%20und%20einstellungen/sr/lokale %20Einstellungen/Anwendungsdaten/Opera/Opera/profile/cache4/temporary_download/2-2009_ Hafner.pdf) INHALT: "Der Artikel untersucht die Vernetzung von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen untereinander sowie mit der Wirtschaft in Bayern. Dabei ist es zweckmäßig, zwischen Clustern, die sich innerhalb der Wissenschaft gebildet haben und denen, die als strategische Allianz zwischen Wissenschaft und Wirtschaft initiiert worden sind, zu unterscheiden. In dem Aufsatz werden Daten unterschiedlicher Förderprogramme für deren regionale Identifikation ausgewertet. Im Fall der Vernetzung von Hoch schulen und Forschungs-

128 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft 127 einrichtungen können regionale Netzwerkbildungen in Fachgebieten mit vergleichsweise niedriger Komplexität oder schwacher Ausdifferenzierung beobachtet werden. Im Fall der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft können vor allem in High-Tech-Branchen sowie bei produktionsorientierten Technologien regionale Cluster identifiziert werden. Sämtliche Untersuchungen zeigen eine Dominanz der Stadtregion München als sichtbares Ergebnis der regionalen Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft." (Autorenreferat) [175-F] Heine, Christoph, Dr. (Bearbeitung)HIS Hochschul-Informations-System GmbH: Technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands - Indikatorensystem zur Ausbildung im Hochschulbereich INHALT: Auf Initiative des BMBF wird die Entwicklung der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands regelmäßig einer ökonomischen Bewertung unterzogen. Grundlage des jährlichen Gesamtberichts ist die Zusammenstellung, die Fortschreibung und der Vergleich eines Bündels an Maßzahlen aus einer ganzen Reihe von hierfür relevanten Bereichen im internationalen Vergleich. Zusammen mit dem Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim verantwortet HIS innerhalb dieses Verbundprojekts die Indikatoren-Berichterstattung für den Bereich "Ausbildung im Hochschulbereich" für die Zeiträume 2002 bis 2004 und 2005 bis Die Integration dieser Thematik in die Berichterstattung zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands erfolgt vor dem Hintergrund, dass die ausreichende Verfügbarkeit von hochqualifizierten, akademisch ausgebildeten Arbeitskräften zunehmend zum Schlüsselfaktor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit - sowohl auf der Ebene von Unternehmen als auch im gesamtwirtschaftlichen Kontext - wird. Das Ziel des Projekts besteht darin, ein integriertes System von Input- und Output-Indikatoren der hochschulischen Humankapitalbildung im Zeitverlauf und im internationalen Vergleich zu erstellen, um in diesem zentralen Aspekt der technologischen Leistungsfähigkeit ein umfassendes Bild zu gewinnen sowie Aufschlüsse über mobilisierbare Potenziale und zukünftige Herausforderungen zu erhalten. Die Kennziffern decken - soweit verfügbar auch in international vergleichender Perspektive - folgende Aspekte ab: 1. Studienberechtigte, Studienanfänger, ausländische Studienanfänger, Studierende; Bildungsbeteiligungsquoten; 2. Studienwahl, Fächerstrukturquote; 3. Studiendauer, Studienerfolg, Studienabbruch und Schwund, Betreuungsrelationen, Auslastung von Studienplätzen; 4. Hochschulabsolventen, Akademikerbesatz, Akademikerarbeitslosigkeit, Berufseinmündung von Hochschulabsolventen, Absolventenprognose; 5. Hochschulfinanzierung, Bildungsausgaben pro Studierender, Studienanfänger, Absolvent, Studium. ZEITRAUM: VERÖFFENTLICHUNGEN: Egeln, Jürgen; Eckert, Thomas; Heine, Christoph; Kerst, Christian; Weitz, Brigitta: Indikatoren zur Ausbildung im Hochschulbereich. Bericht im Rahmen des Berichtssystems zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands. in: HIS-Kurzinformation A (ISSN ), 2004, H. 3, 41 S. (Download unter: kia pdf ).+++Griesbach, Heinz; Heine, Christoph; Heublein, Ulrich; Kerst, Christian; Leszczensky, Michael; Middendorff, Elke; Minks, Karl-Heinz; Weitz, Brigitta; Egeln, Jürgen; Eckert, Thomas; Rieping, Hanno: Indikatoren zur Ausbildung im Hochschulbereich. Bericht für 2003 im Rahmen des Berichtssystems zur Technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands. in: HIS-Kurzinformation A (ISSN ), 2003, H. 3, 55 S. (Download unter: ). ART: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung FINANZIERER: Auftraggeber

129 128 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover); Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH -ZEW- (Postfach , Mannheim) KONTAKT: Heine, Christoph (Dr. Tel , Fax: , [176-F] Heinze, Rolf G., Prof.Dr. (Bearbeitung): Gründungsdynamik im Medizinsektor? Einflussmöglichkeiten von Hochschulen und regionalen Netzwerkinitiativen INHALT: keine Angaben ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Hans-Böckler-Stiftung INSTITUTION: Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft, Sektion Soziologie Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft (44780 Bochum) KONTAKT: Institution (Tel , [177-F] Hoffmann, Esther (Bearbeitung); Siebenhüner, Bernd, Dr. (Leitung): Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit (GELENA). Analyse, praktische Erprobung und theoretische Reflexion partizipativer Lernprozesse in Wissenschaft, Organisations- und Produktentwicklung am Beispiel Klimaschutz (im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunktes Sozial-ökologische Forschung) INHALT: Die globalen Klimaänderungen verdeutlichen die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft. Um die erforderlichen Veränderungen in Produktions- und Konsummustern anzustoßen und zu gestalten, bedarf es, angesichts der Begrenzungen staatlicher Regelungs- und Eingriffsmöglichkeiten, umfassender Lernprozesse bei allen gesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt konzentriert sich auf zwei gesellschaftliche Lernsysteme: Wissenschaft und Wirtschaft unter besonderer Berücksichtigung von Unternehmen. Eine zentrale Bedeutung kommt partizipativen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen zu, da sie es ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven, Interessen und problembezogenes Wissen zu integrieren und in wechselseitigen Lernprozessen Problemlösungen zu entwickeln. Die Untersuchung partizipativer Lernprozesse erfolgt im Projekt am Beispiel der Produktentwicklung in Unternehmen unter Einbeziehung von Nutzer/innen und Klimaforscher/innen. Hierbei können durch das Zusammenbringen von technischem Fachwissen aus den Unternehmen, kontextgebundenem Anwendungswissen der Nutzer/innen und wissenschaftlichem Fachwissen der Klimaforschung Produktinnovationen und Verhaltensänderungen ausgelöst werden, die zur Erschließung ökologischer und klimarelevanter Entlastungspotenziale führen. Um die Berücksichtigung von Umwelt- und Klimafolgen zu ermöglichen, werden im Projekt wissenschaftliche Analysen und Klimamodelle in die partizipativen Entwicklungsprozesse einbezogen. Damit sollen zugleich partizipative Prozesse in der Klimaforschung angeregt werden, die zu einer stärkeren Problemorientierung der Wissenschaft führen. Partizipative Produktentwicklung soll zudem die innerbetriebliche Organisationsentwicklung und die Öffnung des Unternehmens für externe Stakeholder fördern. Die notwendigen intra- und interorganisationalen Voraussetzungen für eine sozial-ökologische Unternehmenspolitik sollen sowohl empirisch als auch theoretisch analysiert werden. Für die Erfassung und Analyse der

130 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft 129 Veränderungsprozesse konzentrieren wir uns auf evolutionsökonomische und lerntheoretische Zugänge. Der konzeptionelle Rahmen wird im Projekt durch Fallstudien in Unternehmen aus drei klimarelevanten Bedürfnisfeldern (Mobilität, Bauen und Wohnen, Information und Kommunikation) überprüft. Ergänzend werden Fallstudien zum Unternehmensumfeld, zu Akteursstrukturen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen durchgeführt. Zur Vorbereitung partizipativer Produktentwicklungsprozesse werden bestehende Partizipationsmethoden analysiert, bewertet und zu einer für partizipative Produktentwicklung geeigneten Methode weiterentwickelt. Diese wird im Projekt in drei konkreten Produktentwicklungsverfahren unter Einbeziehung von Unternehmen, Nutzer/innen und Klimaforscher/innen praktisch erprobt, wissenschaftlich ausgewertet und in einem Leitfaden dargestellt. Das Projekt soll über fünf Jahre am Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung durchgeführt werden. METHODE: Für die Erfassung und Analyse der Veränderungsprozesse konzentrieren wir uns auf institutionentheoretische, evolutionsökonomische und lerntheoretische Zugänge. Mit diesen Konzepten sollen sowohl intentionale als auch nichtintentionale Aspekte von Wandlungsvorgängen abgebildet werden. Dieser konzeptionelle Rahmen wird im Projekt durch Fallstudien in neun Unternehmen aus drei klimarelevanten Bedürfnisfeldern (Mobilität, Bauen und Wohnen, Information und Kommunikation) überprüft. Ergänzend werden Fallstudien zum Unternehmensumfeld, zu Akteursstrukturen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen durchgeführt. Weiter werden bestehende Partizipationsmethoden analysiert, bewertet und zu einer für partizipative Produktentwicklung geeigneten Methode weiterentwickelt. Diese wird im Projekt in einem konkreten Produktentwicklungsverfahren unter Einbeziehung von Unternehmen, Nutzerinnen und Klimaforscherinnen praktisch erprobt, wissenschaftlich ausgewertet und in einem Leitfaden für Produktentwicklerinnen dargestellt. Untersuchungsdesign: Fallstudien DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: 44; ExpertInnen in 3 Bedürfnisfeldern, Personen aus 6 Unternehmen). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Siebenhüner, Bernd; Arnold, Marlen; Hoffmann, Esther; Behrens, Torsten; Heerwart, Sebastian; Beschorner, Thomas: Organisationales Lernen und Nachhaltigkeit - Prozesse, Auswirkungen und Einflussfaktoren in sechs Unternehmensfallstudien. Marburg: Metropolis-Verl. ISBN Hoffmann, Esther; Siebenhüner, Bernd; Beschorner, Thomas; Arnold, Marlen; Behrens, Torsten; Barth, Volker; Vogelpohl, Karin (Hrsg.): Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit. Marburg, Metropolis-Verl. 2007, 331 S. ISBN Arnold, Marlen: Strategiewechsel für eine nachhaltige Entwicklung - Prozesse, Einflussfaktoren und Praxisbeispiele. Marburg, Metropolis-Verl. 2007, 534 S. ISBN ARBEITSPAPIERE: Behrens, T.; Universität Oldenburg, Fak. 02 Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Institut für BWL und Wirtschaftspädagogik Nachwuchsforschungsgruppe Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit -GELENA- (Hrsg.): Nachhaltigkeitsmarketing. GELENA-Diskussionspapier, Nr Oldenburg, Berlin ISBN Standort: E.; Thierfelder, B.; Kuhn, J.; Barth, V.; Universität Oldenburg, Fak. 02 Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Institut für BWL und Wirtschaftspädagogik Nachwuchsforschungsgruppe Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit -GELENA- (Hrsg.): Nachhaltigkeit im Bedürfnisfeld Bauen und Wohnen. GELENA- Diskussionspapiere, Nr Oldenburg, Berlin ISBN Standort: H.; Universität Oldenburg, Fak. 02 Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Institut für BWL und Wirtschaftspädagogik Nachwuchsforschungsgruppe Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit -GELENA- (Hrsg.): Stakeholderdialoge und Unternehmenserfolg. GELENA-Diskussionspa-

131 130 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft piere, Nr Oldenburg, Berlin ISBN X. Standort: ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: Universität Oldenburg, Fak. 02 Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Institut für BWL und Wirtschaftspädagogik Forschungsgruppe Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit -GELENA- (Postfach 2503, Oldenburg); Institut für ökologische Wirtschaftsforschung -IÖW- ggmbh (Potsdamer Str. 105, Berlin) KONTAKT: Leiter ( Bearbeiterin (Tel , Fax: , [178-F] Hundt, Christian, Dipl.-Geogr.; Stockinger, Dennis, Dipl.-Geogr. (Bearbeitung); Sternberg, Rolf, Prof.Dr. (Leitung): Wissenschaftliche Begleitforschung zum Programm "Junge Innovatoren" INHALT: Das Programm "Junge Innovatoren" soll Wissenschaftlern aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei dem Vorhaben unterstützen, sich mit einer innovativen Idee in Baden-Württemberg selbständig zu machen. Die wissenschaftliche Begleitforschung evaluiert die Zielerreichung des Programms und ermittelt die Erfolgsfaktoren der jungen Innovatoren. GEOGRAPHISCHER RAUM: Baden-Württemberg METHODE: Untersuchungsdesign: Panel DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 200). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Land Baden-Württemberg Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Universität Hannover, Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Wirtschaftsund Kulturgeographie (Schneiderberg 50, Hannover) KONTAKT: Leiter (Tel , [179-L] Kunzmann, Klaus R.: The strategic dimensions of knowledge industries in urban development, in: DISP : Dokumente und Informationen zur Schweizerischen Orts-, Regional- und Landesplanung, Jg. 45/2009, H. 2 = H. 177, S INHALT: "After the gradual demise of traditional industries in the last quarter of the loth century, knowledge industries have become the new hope for cities, policy-makers and city development agencies. Though there is much rhetoric about the importance of knowledge industries and knowledge workers in a city, in practice, there are few strategic visions for the development of knowledge spaces. Given the complex spatial logic of knowledge industries, and the great number of stakeholders in planning and related decision-making processes with quite different interests, developing local knowledge industries requires special expertise. This paper addresses six dimensions of developing knowledge spaces in a city and explores the multiple challenges policy-makers are facing when merging city development with knowledge development." (author's abstract)

132 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft 131 [180-L] Kurz, Constanze; Wolf, Harald: Kleiner Grenzverkehr: BiowissenschaftlerInnen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, (SOFI Arbeitspapier, Nr. 4), Göttingen 2009, 50 S. (Graue Literatur; INHALT: "Im Rahmen einer Politik der 'Ökonomisierung' von Wissenschaft und einer neuen Stufe der Verwissenschaftlichung der Industrie sollen gerade für die Biowissenschaften und die von ihnen ausgehenden biotechnologischen Innovationen neue Wissenstransfer- und Wissensverwertungschancen erschlossen werden. Die damit verbundene engere Kopplung von Wissenschaft und Wirtschaft schafft neue institutionelle Arrangements und stellt traditionelle wissenschaftliche Normen in Frage. Auf Basis empirischer Befunde aus dem Projekt 'Wissens- und Innovationstransfer von der Hochschule in die Wirtschaft - Arbeits- und Berufsorientierungen von Biowissenschaftlern' zeichnet das Working Paper diese institutionellen Neuarrangements nach und stellt ausführlich die Arbeitsbedingungen, Transferaktivitäten, beruflichen Motivationen und Leitorientierungen von BiowissenschaftlerInnen dar, die an Universitäten tätig sind (differenziert nach 'Arrivierten' und 'Aspiranten'). Deutlich wird, dass die neue Konstellation einer engeren Kopplung - anders, als bisweilen angenommen - nicht die Orientierung am Leitbild eines 'unternehmerischen Wissenschaftlers' befördert, sondern eine neuerliche Akzentuierung der Figur des Wissenschaftsmanagers, der im 'kleinen Grenzverkehr' zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zunehmend Aufgaben des 'Grenzmanagements' übernehmen muss. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die zu beobachtende 'Instrumentalisierung' der Transferaktivitäten für akademisch-wissenschaftliche Zielsetzungen auch in Zukunft noch gelingen kann und ob sich nicht langfristig doch die Gewichte zugunsten oberflächlicher Anwendungsorientierung verschieben - was mit absehbar negativen Folgen für sowohl wissenschaftliche als auch wirtschaftliche Innovationsfähigkeit einhergehen würde." (Autorenreferat) [181-L] Legler, Harald; Krawczyk, Olaf: FuE-Aktivitäten in Wirtschaft und Staat im internationalen Vergleich, (Studien zum deutschen Innovationssystem, Nr ), Hannover 2009, 118, 18 S. (Graue Literatur; INHALT: Im Kontext eines internationalen Vergleichs wird die These vertreten, dass für Deutschland vor allem die mittelfristige Wachstumsunsicherheit im Inland problematisch ist: Je schwächer die Wachstums- und damit die Ertragserwartungen ausfallen, desto eher wird auf FuE-Projekte verzichtet, werden Projekte storniert, abgebrochen oder hinausgezögert. Insbesondere Klein- und Mittelunternehmen sowie Dienstleistungsunternehmen, die häufig kleinräumig und national agieren, sind hier anfälliger als exportierende Großunternehmen, die sich am Weltmarkt orientieren können. Sie sind vor allem auf Innovationsimpulse eines dynamischen Binnenmarktes angewiesen. Eine besondere Herausforderung stellt die Krise auf den internationalen Finanzmärkten dar. Sie wird über ihre Auswirkungen auf die "Realwirtschaft" die Rezession verstärken und damit die Betriebsüberschüsse, die die Unternehmen typischer Weise für die Innovationsfinanzierung verwenden, noch weiter verknappen. Ertragsbedingte Engpässe dürften die wesentlichen Effekte ausmachen. Die Kreditklemme bei den Banken selbst dürfte eher die weniger forschungsintensive Industrie und dort vor allem Prozessinnovationen einschränken. Die Gründung von technologieorientierten Unternehmen sowie Forschungsprojekte im Bereich der Spitzentechnologie hängen eher von der Verfügbarkeit von

133 132 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Wirtschaft Beteiligungs- und Wagniskapital und von öffentlichen Fördermitteln ab. Finanzielle Verknappungen an dieser Stelle zu verhindern, ist eine wesentliche Aufgabe der öffentlichen Hand. (ICF2) [182-L] Münch, Richard: Globale Eliten, lokale Autoritäten: Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey & Co., (Edition Suhrkamp, 2560), Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009, 266 S., ISBN: INHALT: Der Strukturwandel der Herrschaft zwischen nationalen Traditionen und transnationalem Veränderungsdruck, zwischen lokaler Praxis und globalem Wissen, lokalen Autoritäten und globalen Eliten wird in diesem Buch in zwei Studien untersucht. Die erste Studie widmet sich dem Wandel des deutschen Bildungssystems unter dem globalen Regime der Humankapital-Produktion, wie es von Programme for International Student Assessment (PISA), der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und vom europäischen Bologna-Prozess verkörpert wird. Die zweite Studie beschäftigt sich mit dem Wandel des deutschen Universitätssystems unter dem Regime des sich global ausbreitenden akademischen Kapitalismus unternehmerischer Universitäten, der angeleitet wird von Unternehmensberatungen wie McKinsey oder Boston Consulting Group (BCG). (ICE2) 3.11 Wissenschaft/Technik und Arbeitsmarkt/Beruf [183-F] Abele-Brehm, Andrea E., Prof.Dr.; Spurk, Daniel (Bearbeitung): Berufsverläufe in der Mathematik INHALT: Das Projekt untersucht Berufsverläufe von Frauen und Männern in der Mathematik unter historiographischer und sozialpsychologischer Perspektive. Im sozialpsychologischen Ansatz wird eine prospektive Längsschnittstudie mit Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Faches Mathematik (Diplom und Lehramt) von 40 deutschen Universitäten durchgeführt. Die MATHE-Studie verfolgt mehrere Zielsetzungen. Erstens werden die Berufsverläufe von Mathematikerinnen und Mathematikern dokumentiert. Dabei werden auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen beschrieben. Zweitens sollen Determinanten unterschiedlicher Berufsverläufe analysiert werden, wiederum unter Berücksichtigung der geschlechtervergleichenden Perspektive. Dabei wird insbesondere das Zusammenspiel psychologischer (individueller) und struktureller (externer) Merkmale untersucht. Dies ist im Modell der Lebensplanung in Beruf und Privatleben (BELA-M; Abele, 2002) enthalten. Das längsschnittliche Design der Studie ermöglicht es weiterhin, auch Rückwirkungen der beruflichen Verläufe auf psychologische Merkmale zu betrachten. Drittens verfolgt die Studie eine anwendungsbezogene, praktische Fragestellung: Wo liegen die Hindernisse erfolgreicher Berufskarrieren, insbesondere für Frauen, und welche Empfehlungen für Veränderungen lassen sich daraus ableiten? Ein weiteres Anliegen liegt in der Klärung der Prädiktoren und Korrelaten von Work- Life-Balance. ZEITRAUM: ab 1998 GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: In einer prospektiven Längsschnittstudie werden Berufsverläufe in der Mathematik mit besonderer Berücksichtigung des Geschlechtsvergleichs untersucht. Eine repräsentative

134 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf 133 Stichprobe (N=1.091) von Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 1998/99 (Diplom und Lehramt) wurde unmittelbar nach ihrem Hochschulabschluss befragt, die zweite Befragung erfolgte zwischen März und Mai 2001, die dritte im Herbst 2003, die 4. Befragung fand im Januar 2006 statt und die 5. Befragung von Mai bis August DATENGEWINNUNG: Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Abele, A.E.; Schute, M.; Andrä, M.S.: Ingenieurin vs. Pädagoge. Berufliche Werthaltungen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen als Resultat interessenspezifischer Selektions- und fachspezifischer Sozialisationseffekte. in: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 1999, S Abele, A.E.; Neunzert, H.; Tobies, R.; Krüsken, J.: Frauen und Männer in der Mathematik - früher und heute. in: Mitteilungen der Deutschen Vereinigung für Mathematik, 2001, 2, S Abele, A.E.: The dynamics of masculine-agentic and feminine-communal traits: findings from a prospective study. in: Journal of Personality and Social Psychology, 2003, 85, pp Abele, A.E.; Stief, M.; Krüsken, J.: Persönliche Ziele von Mathematikern beim Berufseinstieg: ein Vergleich offener und geschlossener Erhebungsmethoden. in: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 2004, Nr. 16, S Abele, A.E.; Candova, A.: Prädiktoren des Belastungserlebens im Lehrerberuf. Befunde einer 4-jährigen Längsschnittstudie. in: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 2007, Nr. 21, S ARBEITSPAPIERE: Liste bitte beim Institut anfordern. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Volkswagen Stiftung INSTITUTION: Universität Erlangen-Nürnberg, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Institut für Psychologie Lehrstuhl Sozialpsychologie (Bismarckstr. 6, Erlangen) KONTAKT: Abele-Brehm, Andrea (Prof.Dr. Tel , Fax: , [184-F] Currle, Edda, Dipl.-Pol. (Bearbeitung); Heckmann, Friedrich, Prof.Dr. (Leitung): Brain Gain? Migrations- und Karrierewege ausländischer Spitzenforscher in Bayern (Projekt im bayerischen Forschungsverbund "Migration und Wissen - ForMig") INHALT: keine Angaben ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Bayern METHODE: Die Analyse von Migrationsprozessen fokussiert allgemein auf die Migrationsentscheidung und ihre Bedingungen, auf Migrationswege (soziale, rechtliche), sowie auf Aspekte des Aufenthalts und der Tätigkeit im Einwanderungsland. Bei der Zielgruppe des Projekts interessieren vor allem Rekrutierungsbedingungen, Migrationswege, Aufenthaltsdauer sowie Bedingungen und Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit in den Instituten. Als theoretische Orientierungen, aus denen sich nach der explorativen Forschungsphase die Hypothesen der Hauptuntersuchung entwickeln lassen, werden auf Grundannahmen der neoklassischen Migrationstheorie, auf die Theorie des Transnationalismus und die Theorie der Bedeutung von Netzwerken für Migrationsentscheidungen und Migrationswege zurückgegriffen. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Gruppendiskussion (Stichprobe: 2 à 8-12 Teilnehmer; deutsche und ausländische Spitzenforscher an Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten in Bayern; Auswahlverfahren: Zufall). Qualitatives Interview (Stichprobe: 20; Leitungspersonal der Max-Planck- und Fraunhofer-Institute in Bayern sowie ausländische Spitzenforscher an Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten in Bayern; Auswahlverfahren: Zufall). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 400; ausländische Spitzenforscher an Max-

135 134 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf Planck- und Fraunhofer-Instituten in Bayern; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Freistaat Bayern Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: europäisches forum für migrationsstudien -efms- Institut an der Universität Bamberg (Katharinenstr. 1, Bamberg) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [185-F] Gross, Christiane, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Jungbauer-Gans, Monika, Prof.Dr.rer.pol. (Leitung); Jungbauer-Gans, Monika, Prof.Dr.rer.pol. (Betreuung): Karrierewege von Habilitierten INHALT: Das zentrale Erkenntnisinteresse dieses DFG-Projektes ist die Analyse der Erfolgsfaktoren von Wissenschaftskarrieren. Untersucht werden dabei die abgeschlossenen Habilitationsverfahren der Jahre in den Fächern Soziologie, Rechtswissenschaften, Mathematik und Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau). Das Erfolgskriterium ist die Erstberufung auf eine Professur oder eine äquivalente Position in außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Dieses Kriterium kann in zwei abhängige Variablen untergliedert werden: a) Berufung vs. Nicht-Berufung und b) Zeitdauer zwischen Habilitation und Berufung. Als Determinanten des Erfolgs sollen individuelle Faktoren untersucht werden wie wissenschaftliche Leistung (Veröffentlichungen etc.), soziales Kapital (Koautorenschaft, Mitgliedschaft in Verbänden, Größe der Institution, bei der die Personen angestellt waren) und soziale Herkunft (Bildung und Beruf der Eltern) sowie strukturelle Faktoren wie die Angebots- und Nachfragestruktur des entsprechenden Zeitraums im Kohortenvergleich. Das Ziel ist einerseits, die Erfolgsfaktoren für Wissenschaftskarrieren zu identifizieren. Andererseits sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Disziplinen herausgearbeitet werden. Im Vorfeld wurden qualitative Experteninterviews mit Vertretern der besagten Fachrichtungen durchgeführt. Die Resultate dieser qualitativen Vorstufe gingen in die Vorbereitungen der quantitativen Hauptuntersuchung ein. ZEITRAUM: 1985 bis 2005 GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland METHODE: Theoretischer Ansatz: Rational Choice (Humankapitalansatz, Signaling und Screening, Diskriminierungstheorien); Netzwerktheorie und Sozialkapital (u.a. strength of weak ties, strukturelle Autonomie, Rangprestige und implizites Wissen); soziale Reproduktion (Transformation von Kapitalformen, wiss. Feld und symbolische Macht). Methodischer Ansatz: Ereignisdatenanalyse. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 716 Fälle; Habilitierte der Fächer Soziologie, Mathematik und Jura; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Gross, Christiane; Jungbauer-Gans, Monika; Kriwy, Peter: Die Bedeutung meritokratischer und sozialer Kriterien für wissenschaftliche Karrieren - Ergebnisse von Expertengesprächen in ausgewählten Disziplinen, Beiträge zur Hochschulforschung 2008 (im Erscheinen).+++Gross, Christiane; Jungbauer-Gans, Monika: Wird man so tatsächlich Prof? Anmerkungen zum Forumsbeitrag von Plümper und Schimmelfennig. in: Politische Vierteljahresschrift, 48, 2007, 3, S ARBEITSPAPIERE: Jungbauer-Gans, Monika; Gross, Christiane: Women in science. An empirical study of scientific careers in law, mathematics and sociology. Paper presented at the 1. ISA Forum, Barcelona, September 2008.

136 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf 135 ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Kiel, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften Abt. Soziologie (Westring 400, Kiel) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [186-F] Haase, Claudia M., Dr. (Bearbeitung); Silbereisen, Rainer K., Prof.Dr.; Heckhausen, Jutta, Prof.Dr. (Betreuung): Entwicklungsgestaltung beim Übergang vom Studium in den Beruf INHALT: (How) can individuals bring about adaptation in their development themselves? This was the starting question for the present project on agency and adaptive development in the transition from university to work. A 4-wave longitudinal study with 523 German university graduates was conducted starting at graduation and continuing until one year after graduation. Graduates were selected from four fields of study with favorable (i.e., medicine, psychology) and unfavorable (i.e., architecture, humanities) employment prospects. Data were analyzed using latent growth curve modeling. The findings demonstrated changes in all constructs under investigation, supporting a plasticity perspective on human development (e.g., Baltes, 1987) and defying accounts that personality is "set like plaster" (cf. Costa & McCrae, 1994) or that well-being is fixed to a set point (cf. Lykken & Tellegen, 1996). Moreover, the observed changes were not random, but could be systematically predicted. Supporting major premises of the action-phase model of developmental regulation (Heckhausen, 1999) it was found that engaging with work goals promoted subjective and psychological well-being as well as subjective and objective aspects of work adaptation. Work-related goal engagement in turn was promoted by a learning goal orientation (e.g., "want to broaden my horizon") whereas a status goal orientation (e.g., "want high social status") did not further goal engagement. These findings held across different fields of study, suggesting that agency made a difference across low- and high-opportunity contexts. METHODE: Untersuchungsdesign: Mikrosequentielle Längsschnittstudie DATENGEWIN- NUNG: Standardisierte Befragung (Stichprobe: n=523). Qualitative Interviews (Stichprobe: n=15; Absolventen deutscher Hochschulen). Feldarbeit durch Mitarbeiter/innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Haase, C.M.; Silbereisen, R.K.; Heckhausen, J.: Goal adjustment profiles and well-being trajectories during a life-span transition. in: Salewski, C. (Chair): Adaptive goal adjustment and well-being. Symposium, International Congress of Psychology, Berlin, Germany Haase, C.M.: Agency and adaptive development in the transition from university to work: A longitudinal study. Zugl. Jena, Univ., Diss Jena (Download under: nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv: ).+++Haase, C.M.: Life goals, control striving, and positive development during the transition from college to work. in: Heckhausen, J.: Agency in the transition from school to work and college. Invited symposium conducted at the annual European Conference for Developmental Psychology. Jena Haase, C.M.: Intrinsische Motivation, Zielengagement und adaptive Entwicklungsverläufe beim Übergang vom Studium in den Beruf. Presented at the third meeting of Studies in Developmental Science. Erlangen Haase, C.M.; Heckhausen, J.: Achievement - not power, affiliation, money - motivation spurs goal engagement and control before the school-to-work transition. Poster presented at the biennial meeting of the Society for Research on Adolescence. San Francisco, CA Haase, C.M.: Entwicklungsgestaltung an beruflichen Lebensübergängen. Presented at the second meeting of Studies in De-

137 136 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf velopmental Science. Jena Haase, C.M.: Ansichten, Zufriedenheit und Richtungen nach dem Studium. Presented at the first meeting of Studies in Developmental Science. Halle Haase, C.M.: Entwicklungsgestaltung an einem beruflichen Wendepunkt. Scholarship proposal funded by the German National Academic Foundation Haase, C.M.: Agency in the transition from university to work. Presented at the first conference of the Center for Applied Developmental Science. Weimar ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Studienstiftung des deutschen Volkes INSTITUTION: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Psychologie Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie (Am Steiger 3, Haus 1, Jena); Friedrich-Schiller-Universität Jena, Center for Applied Developmental Science (Semmelweisstr. 12, Jena) KONTAKT: Bearbeiterin ( [187-L] Kemp, Wolfgang: Gruppentexte: ein kritischer Blick auf Sammelband und Forschergruppe, in: Merkur : deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, Jg. 63/2009, H. 11 = H. 726, S (Standort: USB Köln(38)-AP4481; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: Der Autor beschäftigt sich mit dem Format "Sammelband" in der wissenschaftlichen Publikationslandschaft. Er zeigt anhand von Beispielen, dass in den letzten Jahrzehnten ein grundlegender Wandel erfolgte und sich die Umweltbedingungen für alle Wissenschaftler/innen, vor allem für die jungen, dramatisch geändert haben. Der so genannte "Impact Factor", das heißt der Reputationseffekt von Sammelband- und Katalogpublikationen, hat mit dem von Zeitschriftenaufsätzen gleichgezogen. Der Sammelband ist der große Attraktor des geistes- und sozialwissenschaftlichen Schaffens; er ist wie der kunsthistorische Ausstellungskatalog im Sammelbandformat eine Neuschöpfung des Zeitraums nach Was man zuvor an kollektiven Veröffentlichungen kannte - die Festschrift, den Reader und die Anthologie - wurde nun anders strukturiert. Mit der Urform Festschrift und mit dem Katalog hat der Sammelband gemeinsam, dass er anders als das Buch und der Zeitschriftenaufsatz durch einen Anlass, in der Regel eine Tagung, motiviert ist. Inzwischen sind aber die Verlage dazu übergegangen, Sammelbände auch selbst zu finanzieren oder ohne Tagungsanlass für sie Drittmittel einzuwerben. Das Format "Sammelband" kann also mittlerweile von sich selbst leben. (ICI2) [188-F] Lödermann, Anna, Dipl.-Päd.; Scharrer, Katharina, Dipl.-Päd. (Bearbeitung); Macha, Hildegard, Prof.Dr. (Leitung): Studie Beschäftigungsfähigkeit an Universitäten INHALT: a) Unternehmensbefragung (in Kooperation mit der IHK Schwaben): Kompetenzanforderungen an Universitäts-Absolventen, Beschäftigungsfelder und -positionen. b) Studierendenbefragung: Kompetenzentwicklung im Studium, berufsvorbereitende Maßnahmen, berufliche Wünsche und Erwartungen an den Arbeitgeber. ZEITRAUM: GEOGRAPHI- SCHER RAUM: Raum Schwaben, Augsburg METHODE: Quantitative (vor allem deskriptive) Empirische Sozialforschung (Fragebogenstudie). Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung,

138 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf 137 schriftlich (Stichprobe: ca. 300; Unternehmen im Raum Augsburg; Auswahlverfahren: geschichtet); Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: ca ; Bachelor- und Masterstudenten der Universität Augsburg; Auswahlverfahren: geschichtet). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit -Europäischer Sozialfonds-; Universität Augsburg FINAN- ZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Universität Augsburg, Gender Zentrum Augsburg (Universitätsstr. 10, Augsburg) KONTAKT: Projektteam (Tel , [189-F] Lünstroth, Pia, Dipl.-Wirtsch.-Math. (Bearbeitung); Sadowski, Dieter, Prof.Dr.Dr.h.c. (Betreuung): Auf der Suche nach dem Besten? Strategische Entscheidungen in Berufungskommissionen INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: modell-theoretische Analyse ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität Trier, FB IV Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik und Wirtschaftsinformatik, Fach BWL Professur Services Administration und Management (54286 Trier) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [190-F] Lünstroth, Pia, Dipl.-Wirtsch.-Math. (Bearbeitung); Sadowski, Dieter, Prof.Dr.Dr.h.c. (Betreuung): Stufenmodell oder Leistungspunkte? Die Vergabe besonderer Leistungsbezüge an deutschen Universitäten INHALT: Ein Kernpunkt der Reform der Professorenbesoldung ist die leistungsabhängige Entlohnung der Hochschullehrer mittels besonderer Leistungszulagen. Bei den Vergabeverfahren für diese variablen Gehaltsbestandteile gehen die Universitäten verschiedene Wege: Es existieren Stufen- und Leistungspunkte-Modelle. Dieser Beitrag zeigt, dass die Vergabe der besonderen Leistungsbezüge auf Universitätsebene als relatives Leistungsturnier betrachtet werden kann und argumentiert, dass die Vergabeverfahren als unterschiedliche Turnier-Typen (U-Typ und J-Typ) modelliert werden können. Es wird gezeigt, welches Vergabeverfahren unter welchen Voraussetzungen (u.a. Größe der Universität, Anzahl der Professoren, Konkurrenzsituation) vorteilhaft ist. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland METHODE: formal-theoretisch; kurze empirische Überprüfung mit Daten des Statistischen Bundesamtes zur Besoldungsstruktur von 60 deutschen Universitäten VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Lünstroth, P.: Stufenmodell oder Leistungspunkte? Die Vergabe besonderer Leistungsbezüge an deutschen Universitäten. IAAEG Discussion Paper, No. 04/2009. Trier 2009, 25 S. Download unter: iaaeg.de/images/ documents/iaaeg%20discussion%20paper% pdf. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

139 138 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf INSTITUTION: Universität Trier, FB IV Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik und Wirtschaftsinformatik, Fach BWL Professur Services Administration und Management (54286 Trier) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [191-F] Minks, Karl-Heinz (Bearbeitung): Bedarfsabfrage deutscher und ausländischer Doktoranden hinsichtlich der qualitativen Internationalisierung der Doktorandenausbildung an ausgewählten deutschen Hochschulen INHALT: Die gemeinsam von der HIS GmbH und dem Pilotzentrum Internationales Doktorandenforum durchgeführte Bedarfsabfrage verfolgt das Ziel, den Betreuungs- und Qualifizierungsbedarf des internationalen wissenschaftlichen Nachwuchses im Promotionskontext deutscher Hochschulen zu ermitteln und auf dieser Grundlage bedarfsgerechte Angebote für den (internationalen) wissenschaftlichen Nachwuchs zu konzipieren. Neben der Ermittlung von Zusammenhängen zwischen dem institutionellen Kontext der Promotion und dem Beratungsund Betreuungsangebot, der Zufriedenheit der Doktoranden mit den fachlichen und überfachlichen Qualifizierungsangeboten und dem Bedarf fremdsprachlicher sowie interkultureller Kompetenz im Promotionskontext liegt ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchung auf der Bedarfsabfrage ausländischer Doktoranden. Hier wird den Fragen nachgegangen, aus welcher Motivation heraus sich ausländische Studierende für ein Studium in Deutschland entscheiden, welche administrativen, soziokulturellen und fachlichen Schwierigkeiten mit der Promotion in Deutschland verbunden sind bzw. waren und inwiefern ausländische Doktoranden nach der Promotion ihren Karriereweg in Deutschland, ihrem Heimatland oder einem anderen Land planen. Die Ergebnisse sollen nicht zuletzt dazu dienen, den Promotionsstandort Deutschland auch international attraktiver zu gestalten. Das Projekt wurde im Oktober 2006 begonnen und endete im Februar 2009 mit der Übergabe des abschließenden Projektberichts an den Auftraggeber, das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Auswertung der gewonnenen Daten erfolgte durch das Pilotzentrum Internationales Doktorandenforum. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , Fax: , [192-L] Müller, Hans-Georg: Wissenschaftlich Beschäftigte als Verlierer der Hochschulreformen: die Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse des wissenschaftlichen Mittelbaus am Beispiel Nordrhein- Westfalens, in: Paul Kellermann (Hrsg.) ; Manfred Boni (Hrsg.) ; Elisabeth Meyer-Renschhausen (Hrsg.): Zur Kritik europäischer Hochschulpolitik : Forschung und Lehre unter Kuratel betriebswirtschaftlicher Denkmuster, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Der Beitrag zeigt, dass der Umbau der Hochschulen nach ausschließlich ökonomischen Prinzipien und der Abbau von Arbeitnehmerrechten den Arbeitsplatz Hochschule zunehmend unattraktiv machen. In vielen Bereichen können bereits jetzt Stellen für wissenschaftlich Beschäftigte nicht mehr besetzt werden. Der wissenschaftliche Nachwuchs erhält bessere Angebote im außerwissenschaftlichen Bereich oder an ausländischen Hochschulen. Auch presse-

140 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf 139 wirksame Rückholprogramme für qualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland helfen hier nicht weiter. Dringend erforderlich ist vielmehr an den Hochschulen eine Kultur der Personalentwicklung, die das qualifizierte Personal fördert und unterstützt und ihre wissenschaftliche Weiterqualifizierung sicherstellt. Dazu bedarf es vor allem auch eines gesetzlichen Rahmens, der Hochschulen wieder attraktiv für junge Forscher macht. Befristete Verträge müssen mit ausreichender Laufzeit versehen und eine ausreichende Anzahl unbefristeter Verträge unterhalb der Professur bereitgestellt werden. Schließlich kann die Attraktivität des Arbeitsplatzes Hochschule wieder verbessert werden durch angemessene Arbeitnehmerrechte und Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Die Gesetzesnovellen der letzten Jahre in NRW haben - so das Fazit des Autors - diese Ziele verfehlt und die Leistungsfähigkeit der Hochschulen geschwächt. (ICA2) [193-F] Neuhaus, Birgit, Prof.Dr. (Bearbeitung): Einstellungen taiwanesischer und deutscher Jugendlicher gegenüber Naturwissenschaften INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Taiwan, Bundesrepublik Deutschland ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Duisburg-Essen Campus Essen, Fak. für Biologie und Geographie, Institut für Biologie Fachgruppe Didaktik der Biologie (45117 Essen) KONTAKT: Bearbeiterin ( [194-F] Samjeske, Kathrin (Bearbeitung); Lind, Inken, Dr. (Leitung): Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft (BAWIE) INHALT: Das Projekt zielt auf die Erfassung der zugrundeliegenden individuellen Entscheidungsprozesse und organisationalen Strukturen an deutschen Universitäten, die eine Verbindung von wissenschaftlicher Karriere und Familienverantwortung begünstigen oder behindern. Aus den Analysen sollen Empfehlungen für Handlungsansätze im Bereich Hochschulpolitik abgeleitet werden. Projekthomepage unter: ZEITRAUM: aktuelle Bestandsaufnahme GEOGRAPHISCHER RAUM: bundesweite Erhebung an deutschen Universitäten METHODE: Mixed-method-design; quantitativ: großangelegte Online-Erhebung an 19 Universitäten aus dem gesamten Bundesgebiet bezüglich des wissenschaftlichen Personals (Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit und ohne Kinder aller Karrierestufen); qualitativ: vertiefende Telefoninterviews. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 8.700; Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit und ohne Kinder aller Karrierestufen an 19 Universitäten aus dem Bundesgebiet). Qualitatives Interview (Stichprobe: 70; vertiefende Interviews mit Teilstichprobe der Wissenschaftler/innen und anschließender inhaltsanalytischer Auswertung). Feldarbeit durch Mitarbeiter/- innen des Projekts; Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut. VERÖFFENTLICHUNGEN: Lind, Inken: Aufgeschobene Kinderwünsche, eingeschränkte Perspektiven? Zur Vereinbarkeit von Wissenschaft und Elternschaft - Ergebnisse einer aktuellen Studie. in: Forschung & Lehre (ISSN ), 2008, H. 11, S (Download unter: ).+++Lind, Inken; Banavas, Tanja: Balancierung von Hochschulkarriere und Elternschaft - ein Überblick. in: Deutscher Hochschullehrerinnenbund e.v. (Hrsg.): Hochschulkarriere mit Familie - wie geht das? Öffentli-

141 140 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf ches Kolloquium am 19. Januar 2008, Univ. Mannheim. Berlin 2008, 13 S. (Download unter: ).+++Lind, Inken: Ursachen der Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen - Individuelle Entscheidungen oder Strukturelle Barrieren? in: Wissenschaftsrat (Hrsg.): Exzellenz in Wissenschaft und Forschung. Neue Wege in der Gleichstellungspolitik. Dokumentation der Tagung am 28./ 29. November 2006 in Köln. Köln: Wissenschaftsrat 2007, S ISBN ARBEITSPAPIE- RE: Weitere Berichte und Ergebnisse aus dem Projekt können auf der Projekthomepage unter nachgelesen werden. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Bildung und Forschung FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Fachinformation für die Sozialwissenschaften, Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung -CEWS- (Dreizehnmorgenweg 42, Bonn) KONTAKT: Samjeske, Kathrin (Tel , [195-F] Schreyer, Franziska, Dr. (Leitung): Arbeitsmarkt und Beschäftigung von Frauen aus geschlechtsuntypischen Fächern INHALT: Das Projekt erweitert den empirischen Forschungsstand zu Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit von Frauen mit geschlechtsuntypischer Studienfachwahl. Als entsprechende "Männerfächer" (Frauenanteil an den Studierenden unter 25%) werden die Fächer Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik sowie Physik (ohne Lehramt) definiert. Die Untersuchung konzentriert sich auf die alten Bundesländer seit den 80er Jahren; daneben werden aber auch die neuen Bundesländer in den Blick genommen. Basis der empirischen Arbeit sind im Schwerpunkt amtliche Statistiken (Hochschulstatistik, Mikrozensus, Arbeitslosenstatistik). Ziel: Die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion um Geschlecht und Technik konzentriert sich auf Sozialisation und Bildung. Das IAB-Projekt fokussiert dagegen auf die Arbeitswelt. Es erweitert den empirischen Forschungsstand zu Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit von Akademikerinnen aus technischnaturwissenschaftlichen Fächern und zeigt politischen Handlungsbedarf auf. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Schwerpunkt alte Bundesländer, aber auch neue Bundesländer METHODE: Im Schwerpunkt quantitative Methoden, ergänzt durch offene Leitfadeninterviews. Erhebung: im Schwerpunkt Sekundäranalyse amtlicher Statistiken, ergänzt durch offene Leitfadeninterviews. VERÖFFENTLICHUNGEN: Plicht, Hannelore; Schreyer, Franziska: Ingenieurinnen und Informatikerinnen. Frauen aus technischen Fächern - Vorteile - Nachteile. in: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit, 2002, Nr. 26, S (Download unter: doku.iab.de/ibv/2002/ibv2602_2071.pdf ). ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesagentur für Arbeit INSTITUTION: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit -IAB- (Regensburger Str. 104, Nürnberg) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel ,

142 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf 141 [196-F] Selent, Petra; Schürmann, Ramona, Dr.; Heusgen, Kirsten; Möller, Christina (Bearbeitung); Metz-Göckel, Sigrid, Prof.Dr. (Leitung): Wissen- oder Elternschaft? Kinderlosigkeit und Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen in Deutschland INHALT: Fragestellung: Zusammenhänge zwischen den Beschäftigungsbedingungen des wissenschaftlichen Personals an den Universitäten und Fachhochschulen, Geschlecht, Alter, Statusgruppe und Elternschaft/ Kinderlosigkeit. Auswertung der beim Statistischen Bundesamt vorliegenden Daten des wissenschaftlichen Personals (Hochschulpersonalstatistik, Professorenschaft und wissenschaftlicher Mittelbau) für das gesamte Bundesgebiet sowie der Personaldaten der Bezügestellen für acht ausgewählte Bundesländer (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen). ZEITRAUM: 1998 (2003) und 2006 GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland (insbesondere BW, BE, BB, NI, NW, RP, SN, TH) METHODE: Sekundärdatenanalyse nach Geschlecht und Statusgruppe. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe DATENGEWINNUNG: Sekundäranalyse von Individualdaten; Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Stichprobe: ca ; Herkunft der Daten: Hochschulpersonalstatistik und Personaldaten der Bezügestellen der Länder/ Hochschulen; Auswahlverfahren: total). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Wissenschaftlicher Nachwuchs ohne Nachwuchs? Zwischenergebnisse des Projekts "Wissen- oder Elternschaft? Kinderlosigkeit und Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen in Deutschland". Oktober ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: Technische Universität Dortmund, Hochschuldidaktisches Zentrum (44221 Dortmund) KONTAKT: Petra Selent (Tel , [197-F] Stößel, Ulrich, Dr. (Leitung): Arbeit und Gesundheit am Arbeitsplatz Hochschule INHALT: Ermittlung gesundheitlicher Belastungen und Beanspruchungen einerseits und Ressourcen einer gesundheits- und leistungsförderlichen Berufstätigkeit in der Universität Freiburg andererseits. GEOGRAPHISCHER RAUM: Freiburg METHODE: Aufbauend auf das Job-Demand-Control-Modell (Karasek/ Theorell) und das 'Effort-Reward-Imbalance-Modell (Siegrist) sollen die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und Gesundheit untersucht werden. Die Ergebnisse sollen Anhaltspunkte für strukturelle und personale Präventionsangebote liefern. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe DA- TENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 330; wissenschaftliche, technische und Verwaltungsbeschäftigte der Universität Freiburg -ohne Klinikum-; Auswahlverfahren: total). Wiederholungsbefragung geplant in 'Paper-Pencil-Form'. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Arbeitskreis Betriebl. Gesundheitsmanagement der Univ. Freiburg FINANZIERER: Institution; Auftraggeber INSTITUTION: Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Abteilung für Medizinische Soziologie (Hebelstr. 29, Freiburg im Breisgau) KONTAKT: Leiter (Tel ,

143 142 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf [198-F] Unger, Birgit, Dipl.-Kff. (Bearbeitung); Pull, Kerstin, Prof.Dr. (Betreuung): Auswirkungen der Zusammensetzung von DFG-Graduiertenkollegs auf die Forschungsperformance (Teilprojekt P7 der Forschergruppe "Governance der Forschung") INHALT: Der Zusammenhang zwischen der Heterogenität und der Performance von Arbeitsgruppen wird in der personalwirtschaftlichen Literatur zunehmend diskutiert. Ein allgemein beachtetes theoretisches Modell gibt es jedoch genauso wenig wie übereinstimmende empirische Evidenz. Im vorliegenden Forschungsprojekt werden 86 DFG-Graduiertenkollegs untersucht hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihres Forschungsoutputs. Theoretisch stützt sich das Projekt auf den personalökonomischen Ansatz von Lazear (1999), mit dessen Hilfe sich die Argumente aus den existierenden soziologischen und sozialpsychologischen Theorien integrieren lassen. Auf Basis dieses Ansatzes werden für das spezifische Anwendungsfeld der Forschernachwuchsgruppen Hypothesen zum Einfluss von Heterogenität auf die Forschungsperformance der Gruppen sowie zu den Determinanten dieses Zusammenhangs abgeleitet. Die empirische Überprüfung erfolgt anhand eines originären Datensatzes zu 86 DFGgeförderten Graduiertenkollegs. Die deskriptiven Auswertungen zeigen eine deutliche Streuung bezüglich Heterogenität und Performance zwischen den verschiedenen Kollegs und auch zwischen den Fachdisziplinen (Geistes- und Sozialwissenschaften vs. Natur- und Lebenswissenschaften). Die Ergebnisse der Regressionsschätzungen geben Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Heterogenität in Kollegs und deren Forschungsperformance, wobei verschiedene Typen von Heterogenität in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen - wie theoretisch vorhergesagt - unterschiedlich wirken. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland und Kooperationen deutscher Kollegs mit europäischen Partnern (Universitäten, Forschungsinstitute METHODE: Theoretischer Ansatz zur Produktivität heterogener Teams basiert auf dem Aufsaz von Lazear (1999) zu multikulturellen Teams (Lazear, E.P.: Globalization and the market for team mates. in: The Economic Journal, Vol 109, 1999, pp. C15-C40): Überlegung, dass dem potentiellen Nutzen aus Heterogenität, der in der Verfügbarkeit disjunkten relevanten Wissens besteht, Kosten einer erschwerten Kommunikation gegenüberstehen. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen (Arbeits- und Ergebnisberichte der 86 Graduiertenkollegs, deren 2. Förderperiode endet zwischen 06/05 und 09/07-; Auswahlverfahren: total). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 125; Träger der DFG-Graduiertenkollegs der Stichprobe, ein Träger pro GK-Standort); Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: ca ; Kollegiaten der DFG-Graduiertenkollegs der Stichprobe; Auswahlverfahren: total). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Daten zu Kollegiaten der 86 Graduiertenkollegs, deren 2. Förderperiode endet zwischen 06/05 und 09/07-; Auswahlverfahren: alle. Herkunft der Daten: DFG). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Unger, Birgit; Kerstin Pull; Uschi Backes-Gellner: The performance of German research training groups in different disciplinary fields: an empirical assessment. in: Jansen, D. (ed.): Governance and performance in the German public research sector: disciplinary differences. Springer: Dordrecht (forthcoming).+++pull, Kerstin; Birgit Unger: Heterogenität und Performanz von Forschernachwuchsgruppen. Ein Beitrag zur Leistungssteuerung in Non-Profit-Organisationen. in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis (ISSN ), Vol. 61, 2009, H. 1, S Pull, Kerstin; Birgit Unger (2008): Die Publikationsaktivität von DFG-Graduiertenkollegs und der Einfluss nationaler und fachlicher Heterogenität. in: Hochschulmanagement (ISSN ), Vol. 3, 2008, H. 3, S ARBEITSPAPIERE: Working Paper-Reihe der Univ. Zürich, Inst. für Strategie und Business Economics. WP No. 99.

144 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf 143 ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Tübingen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Fachrichtung BWL Lehrstuhl für Personal und Organisation (Nauklerstr. 47, Tübingen) KONTAKT: Bearbeiterin ( Institution -Sekretariat- (Tel ) [199-L] Vogel, Ulrike: Wissenschaftskarriere, Geschlecht und Fachkultur im sozialen Feld der Hochschule: methodologische Herausforderungen, in: Brigitte Aulenbacher (Hrsg.) ; Birgit Riegraf (Hrsg.): Erkenntnis und Methode : Geschlechterforschung in Zeiten des Umbruchs, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die Verfasserin reflektiert Konzeptionen von Bourdieu, die den analytischen Rahmen einer Untersuchung aus dem Jahr 2004 zu Karrieren von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Hochschule bildeten. Die Ergebnisse der Untersuchung werden vorgestellt, um dann methodologische Voraussetzungen sowie Intention und Reichweite von Kategorien Bourdieus - auch in ihrer Rezeption in Deutschland - nachzuzeichnen. Hier geht es insbesondere um Bourdieus Konzeption zur Bestimmung sozialer Unsicherheit. Befunde zum Wissenschaftssystem der Hochschule erweisen sich als im Rahmen der Konzeptionen Bourdieus integrierbar, wenn man mit den männlich geprägten Traditionen der Universität und ihren Fachkulturen auch die häuslichen Hintergründe betrachtet. Für Frauen ergibt sich ein gespaltener Geschlechtshabitus zwischen ihrer Berufs- und Familienorientierung. (ICE2) [200-F] Völk, Daniel; Netz, Nicolai; Minks, Karl-Heinz (Bearbeitung): Erhebung und Typisierung berufs- und ausbildungsbegleitender Studienangebote INHALT: Auf Deutschland kommt nach Aussagen der Prognoseforschung ein gravierender Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften zu. Vor allem demographisch bedingt wird der Zufluss von Studienaspirant/innen über die klassischen Zugangswege zur Hochschule in absehbarer Zeit sinken. In der Folge werden neben grundständigen Studiengängen zunehmend berufsbegleitende Studienangebote an Bedeutung gewinnen, die es erlauben, Arbeit, Studium und ggf. Familie miteinander zu vereinbaren. Derartige Studienangebote bergen das Potential, die in Deutschland traditionell voneinander abgeschotteten Systeme der Hochschul- und der Berufsbildung durchlässiger zu gestalten und somit zur sozialen Balance im Sinne der Lissabon Agenda beizutragen. Als Maßnahme der langfristig angelegten Personalentwicklung werden Betriebe nicht nur auf berufsbegleitende, sondern verstärkt auch auf ausbildungsbegleitende Studienangebote zurückgreifen. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die sogenannten dualen Studiengänge als berufliche Erstausbildung an Attraktivität gewinnen. Durch die Verzahnung von theoretischem Wissen und beruflicher Praxis sollen duale Studiengänge Studierende in einem frühen Stadium ihres Werdegangs auf die Bedürfnisse der Wirtschaft vorbereiten. Berufs- und ausbildungsbegleitende Studienangebote könnten zu einem entscheidenden Instrument werden, um die soziale, wirtschaftliche und technologische Anschlussfähigkeit von Beschäftigten sowie zeitweise aus dem Beruf Ausgeschiedenen zu gewährleisten und deren innovative Potentiale zu erschließen. Derzeit steht das Wissen über solche Studienangebote allerdings nur fragmentarisch zur Verfügung. Bisher liegt keine umfassende und systematische

145 144 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Arbeitsmarkt/Beruf Erfassung des Angebots an berufs- und ausbildungsbegleitender Hochschulweiterbildung vor. Dies gilt für das Angebot von Hochschulen ebenso wie für jenes von außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Berufsakademien und dualen Hochschulen. Vor diesem Hintergrund führt HIS eine Erhebung und Typisierung berufs- und ausbildungsbegleitender Studienangebote deutscher Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Berufsakademien durch. Die Erfassung der Angebote erfolgt über ein Datenbanksystem, welches ermöglicht, die Angebote nach den wichtigsten Erhebungsmerkmalen (z.b. den Inhalten der Studienangebote, Fachrichtungen, Zielgruppen, Zugangsvoraussetzungen, ggf. Kosten, Lehr- und Lernformen, Organisations- und Kooperationsstrukturen etc.) zu analysieren und zu typisieren. Zur Erfassung der dualen Studiengänge findet eine enge Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) statt. Die Erhebung der Studienangebote wird auf drei Wegen durchgeführt: Zunächst werden mittels einer umfassenden Internetrecherche die wichtigsten Merkmale der Studienangebote erfasst. In einem zweiten Schritt werden durch eine Online- Befragung Merkmale erhoben, die nicht im Internet zugänglich sind. Drittens werden die bereits vorhandenen Datenbanken zu Weiterbildungsangeboten in geeignetem Maße in die Erhebung einbezogen. Um die Vollständigkeit und Richtigkeit der erfassten Daten zu gewährleisten, werden diese in einer abschließenden Validitätsprüfung den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Berufsakademien zum Abgleich zugesendet. Ein essentieller Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung einer Typisierung berufs- und ausbildungsbegleitender Studienangebote auf der Basis des erhobenen und statistisch aufbereiteten Datenmaterials. Die Typisierung dient dem Zweck, das zum Teil relativ unübersichtliche Angebotsspektrum zu systematisieren. Auf diesem Weg sollen auch theoretisch sinnvolle, aber bisher in der Praxis kaum verbreitete innovative Studienmodelle ausfindig gemacht werden. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Qualitätsdimensionen für berufs- und ausbildungsbegleitende Studienangebote zu definieren. Damit wird eine Grundlage für die Entwicklung von Evaluationsverfahren für derartige Studienangebote geschaffen. Weitere Informationen sind unter abrufbar. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Völk, Daniel (Tel , Fax: , Netz, Nicolai (Tel , Fax: , Minks, Karl-Heinz (Tel , Fax: , Wissenschaft/Technik und Politik (Wissenschafts-, Forschungs-, Technologie-, Hochschulpolitik; Wissenschafts- und Techniksteuerung, Technologietransfer, internationale Beziehungen) [201-L] Barlösius, Eva: "Forschen mit Gespür für politische Umsetzung": Position, interne Strukturierung und Nomos der Ressortforschung, in: Der moderne Staat : Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management, Jg. 2/2009, H. 2, S

146 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 145 INHALT: "Die Ressortforschungseinrichtungen zählen zu einer Gruppe von wissenschaftlichen Instituten, die zu zwei sozialen Felder gehört: Sie sind sowohl Teil des wissenschaftlichen wie auch des politisch-administrativen Feldes. Obwohl es sich bei ihnen zumeist um sehr große und machtvolle Institute handelt - einige von ihnen haben hoheitliche Aufgaben zu erfüllen -, gibt es nur sehr wenige wissenschaftssoziologische Studien über sie. Der Aufsatz beginnt mit einer strukturellen Analyse der Position und der internen Strukturierung der Ressortforschungseinrichtungen. Ihre Position wird wesentlich durch zwei formal garantierte Zugriffssicherungen bestimmt: rechtliche Regelungen und durch das Verfahren, nach dem die Forschungsagenda aufgestellt wird. Die interne Strukturierung informiert darüber, ob und inwieweit die Ressortforschungseinrichtungen für sich das Recht beanspruchen können, die Instanzen der internen Kontrolle und der Selbstausrichtung selbst zu bestimmen. An die strukturelle Analyse schließt sich eine relationale Analyse von drei Sichtweisen (ministerielle Sicht, die Sicht der Ressortforschung und die Sicht des wissenschaftlichen Feldes) darüber an, was 'gute Leistungen' der Ressortforschung sind. Diese Analyse ermöglicht es, zu untersuchen, ob die Ressortforschung einen eigenen Nomos ausgebildet hat, von dem sich ihre Eigenarten herleiten." (Autorenreferat) [202-L] Brown, Mark B.: Federal advisory committees in the United States: a survey of the political and administrative landscape, in: Justus Lentsch (Hrsg.) ; Peter Weingart (Hrsg.): Scientific advice to policy making : international comparison, Opladen: B. Budrich, 2009, S INHALT: Der Verfasser analysiert ein normatives Konzept, das die Aktivitäten von Beratungsinstitutionen in den USA reglementiert (The US-american Federal Advisory Committee Act - FACA). Er untersucht die Interpretation und die Implementierung seiner Vorschriften durch die Verfahrensweisen einzelner Agenturen und Beratungsinstitutionen und stellt fest, dass dadurch sowohl eine wissenschaftliche Untermauerung politischer Entscheidungen als auch eine Politisierung der Wissenschaft zustande kommen kann. Dies hängt davon ab, ob die Vertreter der Beratungsinstitutionen als Experten mit Fachkompetenz oder als Vertreter politischer Interessen und/oder Instanzen wahrgenommen werden. Diese These wird mit Hilfe einzelner Beispiele verdeutlicht. Als Schutz vor der politischen Instrumentalisierung der Wissenschaft plädiert er für eine Selektionspolitik, die durch Aufwertung der beruflichen und moralischen Kriterien gekennzeichnet ist. (ICF2) [203-L] Cedeno, Humberto: Chronologie der Tendenzen in der Atompolitik von Argentinien und Brasilien, in: Michael Staack (Hrsg.): Die Zukunft der nuklearen Ordnung, Bremen: Ed. Temmen, 2009, S INHALT: Bis in die 1960er Jahre hatten alle Regierungen Brasiliens die Politik der Entwicklung der Atomenergie erweitert. Um 1965 hatte die Regierung bereits zwei weitere Reaktoren mit angereichtem Uran aus den USA aufgebaut. Beide Länder waren besorgt über Argentiniens Nuklearentwicklung gründete Präsident Ernesto Beckmann Geisel wegen der im Land wachsenden Energienot das staatliche Nuklearunternehmen NUCLEBRAS. So sollte Brasilien acht Nuklearreaktoren und eine Urananreicherungsanlage aus Westdeutschland bekommen. Im Jahr 2000 ist das Nuklearabkommen mit Deutschland trotz des Widerstandes der Grünen Partei erneuert worden. Die neue Links-Regierung des Gewerkschaftsführers Lula da

147 146 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik Silva befürwortete die Kernenergie. In Argentinien verstärkte sich in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg der Einfluss des Präsidenten General Juan Domingo Peron begann die Entwicklung der argentinischen Atomindustrie. Peron befürchtete ständig einen Dritten Weltkrieg zwischen dem Westen und den kommunistischen Ländern und strebte daher nach einer Unabhängigkeit gegenüber beiden Seiten. Nach 1955 machte die nationale Atomindustrie beständig weitere Fortschritte, so dass Argentinien sich in den 1960er Jahren weigerte, dem lateinamerikanischen Nichtverbreitungs-Abkommen beizutreten. Einen neuen Aufschwung erfuhr der argentinische Nuklearsektor 2003 unter der Regierung des links orientierten Präsidenten Nestor Kirchner. So wurde 2006 der Aufbau einer weiteren Nuklearanlage ATUCHA II wieder aufgenommen. Es ist geplant, dass diese Anlage 2010 fertig gestellt wird. (ICF2) [204-L] Crawford, Beverly: Wann ist konsensuelle Wissenschaft "Politische Wissenschaft?": drei Paradoxien autoritativen Assessments, in: Jost Halfmann (Hrsg.) ; Falk Schützenmeister (Hrsg.): Organisationen der Forschung : der Fall der Atmosphärenwissenschaft, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: In der globalen Umweltpolitik besteht ein Bedarf an autoritativem Wissen, um Entscheidungsprozesse zu legitimieren. Zur Autorisierung von Wissen im politischen Prozess gibt es im Wesentlichen zwei politische Strategien: die big tent Strategien und die des bestimmenden Monopols. Im Fall der Klimaforschung ist zunächst in den USA das Ziel der Politik gewesen, über eine lead agency, die NASA, eine möglichst große Anzahl von Experten zur Generierung von Assessments zusammen zu bringen, die das Ausmaß der anthropogenen Ozonzerstörung abschätzen sollte. Das von der NASA entwickelte Verfahren wurde für die Einschätzung des globalen Klimawandels und seiner Folgen übernommen und später im Rahmen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) weiterentwickelt. Die beiden Ziele der politischen Einflussnahme und des organisatorischen Überlebens haben diese Assessments auf eine Weise geprägt, die das Risiko einer Verzerrung wissenschaftlicher Ergebnisse für politische Zwecke in sich birgt. Das Streben nach einem breiten wissenschaftlichen Konsens, der für die autoritativen Assessments nötig ist, kann der wissenschaftlichen Methode zuwider laufen. (ICE2) [205-L] Demortain, David: Standards of scientific advice: risk analysis and the formation of the European food safety authority, in: Justus Lentsch (Hrsg.) ; Peter Weingart (Hrsg.): Scientific advice to policy making : international comparison, Opladen: B. Budrich, 2009, S INHALT: Der Verfasser argumentiert, dass die Risikoanalyse einen institutionellen Standard darstellt. Solche Standards schaffen einen gemeinsamen, wissenschaftlich fundierten Rahmen und eine Vision diesbezüglich, wie regulatorische Aktivitäten organisiert und durchgeführt werden sollen. Sie reglementieren zugleich den Kompetenzbereich der wissenschaftlichen Berater. Diese Überlegungen werden anhand der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit verdeutlicht. Dabei werden die einzelnen Schritte der Implementierung des wissenschaftlichen Wissens in eine konkrete organisatorische Lösung wie diese Behörde nachgezeichnet. Die Risikoanalyse ist als institutionalisiertes Verbindungsglied zwischen der Gründung der Behörde und den notwendigen Regula-

148 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 147 toren anerkannt worden. Sie ist in der Lage gewesen, eine solche Wirkung zu erzielen, weil sie die physische Trennung zwischen der wissenschaftlichen Kompetenz und der organisatorischen Umsetzung der gewonnenen Forschungsergebnisse gewährleistet. (ICF) [206-F] Drescher, Ina (Bearbeitung): Wissenserzeugung zwischen Wissenschaft und Politik: ein Vergleich gewerkschaftsnaher Forschungsinstitute in Frankreich, Großbritannien und Deutschland INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Frankreich, Großbritannien, Deutschland ART: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft (44780 Bochum) [207-L] Drescher, Ina: Wissenserzeugung zwischen Wissenschaft und Politik: eine Vergleich gewerkschaftsnaher Forschungsinstitute in Frankreich, Großbritannien und Deutschland, Bochum 2008, IX, 400 S. (Graue Literatur; nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz: ) INHALT: "In der Arbeit werden gewerkschaftsnahe Forschungsinstitute in Frankreich, England und Deutschland vergleichend untersucht. Die Studie basiert auf 39 Experteninterviews mit Wissenschaftlern und Gewerkschaftern, teilnehmender Beobachtung und Dokumentenanalysen. Die Institute sind intermediäre Organisationen zwischen Wissenschaft und Politik. Wissenschaftliche Glaubwürdigkeit ist zentral, um politische Vereinnahmung zu verhindern. Die Forschungsthemen werden weitgehend autonom ausgewählt. Es lassen sich drei Formen gewerkschaftsnaher Forschungsinstitute herausarbeiten, die sich organisatorisch und in ihrem Selbstverständnis unterscheiden (Pfadabhängigkeit). In Bezug auf die Themenwahl, die Personalrekrutierung und die Zunahme der Öffentlichkeitsarbeit zeigt sich eine Konvergenz. Die Institute sind keine Advocacy Think Tanks im Sinne von Kampagnenagenturen, sondern verstehen sich als Forschungsinstitute. Sie können als Pioniere einer kontextorientierten Forschung betrachtet werden." (Autorenreferat) [208-L] Falk, Svenja; Römmele, Andrea: Der Markt für Politikberatung, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 133 S., ISBN: INHALT: Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen die Professionalisierungstendenzen der Beratung im politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Es wird betont, dass in der öffentlichen Diskussion der Unterschied zwischen Politikberatung und Lobbyismus hervorgehoben wird, um die Wissenschaftlichkeit der Beratungsaktivitäten in den Vordergrund zu stellen. Im Allgemeinen wird das Phänomen mit der Einflussnahme auf die politische Entscheidungsfindung gleichgesetzt. Bezug nehmend auf empirische Forschungsergebnisse wird verdeutlicht, dass Politikberatung ein Faktor im politischen System ist, den man unter keinen Umständen unterschätzen darf. Seine Einflusskanäle sind oft informell, es gibt kein formalisiertes Ausbildungsmuster mit dem Berufsziel "Politikberater". Anhand von Expertenmeinungen wird argumentiert, dass Beratung in der Politik zentral ist und bleiben wird. Im Prozess

149 148 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik der Deregulierung wird sich der Markt vermutlich weiter verändern und es bleibt abzuwarten, wie er sich nach der Konsolidierung darstellen wird. Es steht fest, dass an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft etwas entstanden ist, das nicht nur der Politik selbst, sondern auch ambitionierten Beratern große Möglichkeiten eröffnet. Deshalb ist zu erwarten, dass sowohl das Angebot als auch die Nachfrage auf dem Gebiet wachsen werden. (ICF) [209-L] Fiedeler, Ulrich; Nentwich, Michael: Begleitforschung: zur Klärung eines politischen Begriffs, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 2, S (www.itas.fzk.de/tatup/092/fine09a.pdf) INHALT: "Begleitforschung ist ein mehrdeutiger und umstrittener Begriff. In diesem Beitrag wird zunächst die Vielfalt seiner Verwendung dargestellt. Darauf aufbauend wird hier argumentiert, dass der Begriff nur aus dem politischen Zusammenhang, nicht jedoch nach innerwissenschaftlichen Kriterien bestimmbar ist. Es handelt sich um einen relationalen Begriff, der auf das Verhältnis zwischen den Aufwendungen für die Technologieentwicklung auf der einen Seite und jenen gesellschaftlich geforderten Forschungsaktivitäten, die die Technologieentwicklung begleiten, auf der anderen Seite abzielt. Trotz praktischer Schwierigkeiten ist es freilich unerlässlich, von Fall zu Fall zu entscheiden, ob eine Studie der Begleitforschung zugeschrieben werden kann oder nicht, da kein formales Kriterium (etwa die Finanzierungsquelle) ausreicht. Weiters werden Vorschläge für eine systematische Einschränkung des Begriffs gemacht. Der Diskussionsbeitrag schließt mit einem Plädoyer für eine differenzierte Begriffsverwendung." (Autorenreferat) [210-F] Fischer, Karin, Dr.; Mirowski, Philip, Prof.; Fischer, Frank, Prof. (Bearbeitung); Plehwe, Dieter, Dr.phil. (Leitung): Transnationale Gemeinschaft und Diskurskoalitionen: vergleichende Untersuchung neoliberaler Netzwerke von Intellektuellen und Think Tanks INHALT: Der weltweite Einfluss neoliberaler Netzwerke von Intellektuellen und Think Tanks wird im Rahmen des Projektes vergleichend anhand von spezifischen Themenfeldern (z.b. Entwicklungspolitik, Umweltpolitik) vertiefend erforscht. Rekonstruiert wird die längerfristige und andauernde Evolution neoliberaler Kräfte in Wissenschaft, Medien, Politik und Beratung sowie deren Finanzierung z.b. durch Unternehmen, Verbände und Stiftungen. Methodisch steht die historisch-soziale Netzwerkanalyse der Mont Pèlerin Society neoliberaler Intellektueller sowie mit dieser verbundener Think-Tank-Netzwerke im Zentrum der Analyse. Theoretisch konzeptionell zielt die Forschung auf die Weiterentwicklung von Ansätzen zur akteurszentrierten Erforschung des Zusammenhangs von Wissen und Macht im Globalisierungsprozess. Nach der Bestimmung von komplexen Akteurszusammenhängen als Denkkollektiv und Weltanschauungsgemeinschaft steht die Frage der Bildung von transnationalen Diskurskoalitionen im Vordergrund des Forschungsinteresses. VERÖFFENTLICHUNGEN: Plehwe, Dieter: The making of a comprehensive discourse community. in: Djelic, Marie Laure; Quack, Sigrid (eds.): Transnational communities and the regulation of business. Cambridge Univ. Press 2009 (forthcoming).+++miroswki, Phil; Plehwe, Dieter (eds.): The road from Mont Pèlerin. The making of the neoliberal thought collective. Cambridge, MA: Harvard Univ. Press Plehwe, Dieter; Walpen, Bernhard; Neunhöffer, Gisela (Hrsg.): Neoliberal hegemony: a global critique. London: Routledge 2006.

150 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 149 ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh Schwerpunkt Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik Abt. Internationalisierung und Organisation (Reichpietschufer 50, Berlin) KONTAKT: Leiter (Tel , [211-F] Flink, Tim; Puschmann, Christine (Bearbeitung); Allmendinger, Jutta, Prof.Ph.D.; Schreiterer, Ulrich, Dr. (Leitung): Aufgabenkritische Analyse der deutschen Außenwissenschaftspolitik INHALT: Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung gewinnt die Außenwissenschaftspolitik eine besondere Bedeutung. Die Frage ist, ob die derzeitigen Ressourcen, Strukturen und Praktiken der deutschen Wissenschaftsvertretungen den neuen Aufgaben und veränderten Anforderungen gerecht werden und wie sie sich gegenüber denen anderer führender Industrienationen ausnehmen. Im Zentrum der Untersuchung standen die Aktivitäten, Ausstattung und Strukturen der Wissenschaftsreferate in den deutschen Auslandsvertretungen in Brasilien, China, Korea, Russland und USA im Vergleich zu denen von Frankreich, Japan, UK und den USA sowie ggf. der Schweiz als Referenzländern. Strukturen und Ressourcen wurden am Aufgaben-Portfolio gespiegelt und einer SWOT-Analyse unterzogen, um best practices, Akteurskonstellationen und Gestaltungsoptionen auf dem Feld der Technologie- und Wissenschaftspolitik zu identifizieren. ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung und Forschung INSTITUTION: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh (Reichpietschufer 50, Berlin) KONTAKT: Giesecke, Johannes (Dr. [212-L] Geffroy, Laurent; Piriou, Odile; Zimmermann, Bénédicte: Scientific expertise in policy-making: the case of work policy in France, in: Justus Lentsch (Hrsg.) ; Peter Weingart (Hrsg.): Scientific advice to policy making : international comparison, Opladen: B. Budrich, 2009, S INHALT: Die Verfasser gehen davon aus, dass zwischen der wissenschaftlichen Expertise und der Demokratie eine ambivalente Beziehung besteht. Als Instrument des aufgeklärten Regierens steht die wissenschaftliche Expertise in einem Spannungsverhältnis zum demokratischen Ideal der Partizipation, da sie eine Dominanz der Experten in der Entscheidungsfindung impliziert. Ziel des Beitrags ist es, diese Spannung im Bereich der Arbeitspolitik empirisch zu erfassen und zu verifizieren. Auf der Grundlage von Interviews und Dokumentenanalysen unterscheiden die Autoren drei Dimensionen der wissenschaftlichen Expertise im Bereich der Arbeitspolitik: die Institutionen, die den Auftrag an die Experten erteilen, die Experten selbst und die diversen Muster der Anwendung der Expertise. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung der spezifischen französischen Tradition auf diesem Gebiet arbeiten die Autoren diese Dimensionen der Expertise aus. Zum Schluss werden die Möglichkeiten zur Entwicklung von Qualitätsstandards für solche Expertisen zur Diskussion gestellt. (ICF)

151 150 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik [213-L] Hiller, Petra: "Grenzorganisationen" und funktionale Differenzierung, in: Jost Halfmann (Hrsg.) ; Falk Schützenmeister (Hrsg.): Organisationen der Forschung : der Fall der Atmosphärenwissenschaft, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die Verfasserin kritisiert das Konzept der "Grenzorganisation", das im Bereich der Großforschung und besonders der Klimaforschung bei der Beschreibung des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik beliebt ist. Organisationen sind, wie gezeigt wird, nicht zur Bearbeitung von Grenzen zwischen Funktionssystemen geeignet; sie sind aber sehr wohl in der Lage, verschiedene Funktionsreferenzen in ihren Operationen zu bedienen. Leistungserwartungen ihrer Umwelt, etwa in Bezug auf entscheidungsrelevantes Wissen für die Politik, begegnen Wissenschaftsorganisationen durch interne Differenzierung, die die Generierung und Evaluierung von wissenschaftlich gültigem Wissen und von Beratungswissen sachlich und sozial trennt, aber auch als Leistung verfügbar macht. Die Verfasserin zeigt dies am Beispiel des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Abschließend wird unter Rückgriff auf den Begriff der strukturellen Kopplung diskutiert, ob Beratung als Form oder als Organisation Funktionen der strukturellen Kopplung von Wissenschaft und Politik übernehmen kann. (ICE2) [214-L] Hoed, Paul den; Keizer, Anne-Greet: The scientific council for government policy: between science, policy and more, in: Justus Lentsch (Hrsg.) ; Peter Weingart (Hrsg.): Scientific advice to policy making : international comparison, Opladen: B. Budrich, 2009, S INHALT: Die Verfasser führen die Etablierung des wissenschaftlichen Rats für Regierungspolitik auf den Zusammenschluss zwischen Politikern und Sozialwissenschaftlern zurück, der auf der Überzeugung aufgewachsen ist, dass durch diese Institution die öffentliche Politik eine (sozial-) wissenschaftliche Begründung gewinnen kann. Die Sozialwissenschaft ist in diesem Sinne immer willkommen gewesen bei der Untermauerung der Planungsambitionen in der niederländischen Politik. Zugleich hat sich eine Vorstellung durchgesetzt, der zufolge zwischen Wissenschaft und Politik ein Spannungsverhältnis vorhanden ist, das auf den unterschiedlichen Handlungslogiken der beiden Bereiche basiert. Dieses Spannungsverhältnis begleitet alle Aktivitäten dieser Institution. Die Verfasser analysieren die Muster des Umgangs mit diesem Spannungsverhältnis in den einzelnen Entwicklungsphasen des wissenschaftlichen Rats für Regierungspolitik und stellen die Frage zur Diskussion, ob diese Geschichte Anregungen für andere Länder bieten kann. (ICF) [215-L] Holtmann, Everhard: Transition, Transformation, Posttransformation: zur Heuristik des Systemwandels in longitudinaler Perspektive, in: Mitteilungen / SFB 580, 2009, H. 31, S (www.sfb580.uni-jena.de/typo3/uploads/tx_publicationlist/sfbheft31.pdf) INHALT: Systemumbrüche stellen aus Sicht ihrer theoretischen Verarbeitung durch die Wissenschaft veritable Paradigmenwechsel dar, die das Institutionengefüge ebenso wie persönliche Erfahrungswerte und Verhaltenssicherheiten umpflügen. Die moderne Wissenschaftssprache hat für die Benennung derartiger Zäsuren seit geraumer Zeit mehrfach das Präfix "post" ver-

152 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 151 wendet. Die Erträge der vorangehenden Transformationsphase bilden den institutionellen Sockel der nachfolgenden Phase der Posttransformation. In dieser bleiben die Errungenschaften jener fortan im Sinne der Hegel schen Dialektik 'aufgehoben': Sie werden einesteils aufbewahrt und inkludiert als stabilisierende Elemente der neuen Ordnung. Zugleich aber werden sie auch neuerlich infrage gestellt, weil sie aus sich selbst heraus Folgeprobleme freisetzen, die wiederum zu Lösungen führen, die ihrerseits wiederholt "suboptimal" ausfallen, aber jedenfalls bereits transformierte Strukturen ein weiteres Mal verändern bzw. abwandeln können. Der Verfasser präsentiert ein dreistufiges Verlaufsschema des Systemwandels, dessen Phasen als Transition, Transformation und Posttransformation bezeichnet werden. Die Transition ist ein symbolischer und zeitlich dramatisierter Akt des Übergangs von der Autokratie zur Demokratie. Die Transformation ist die Ersetzung grundlegender Strukturen, Funktionen, Integrationsmechanismen, Personalbestände und Handlungsmuster. Die Posttransformation ist die neue Normallage der Institutionenordnung und Konsolidierung: Sie ist durch Verfahrensroutinen, dichtere Formalisierung von Aufgaben, Minderung von Handlungsunsicherheit dank der Möglichkeit besserer Folgenabschätzung gekennzeichnet. (ICF2) [216-L] Joye-Cagnard, Frédéric: La 'logistique de la connaissance' comme outil de construction de la politique de la science on Suisse ( , in: Traverse : Zeitschrift für Geschichte, Jg. 16/2009, H. 3, S (Standort: USB Köln(38)-24A6639; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: "Seit Anfang der 1990er-Jahre wird die Rolle der Wissenschaftspolitik gleichgesetzt mit der Bewirtschaftung von Wissensökonomien. Diese Engführung äußerte sich in der Schweiz im Ausbau bundesstaatlicher Instrumente zur Finanzierung und Steuerung von Forschung und Lehre. Mit peer review-verfahren oder Leistungsvereinbarungen, die auf das new public management zurückgehen, werden seither die Leistungen der Universitäten und der wissenschaftlichen Forschung evaluiert. Diese Verfahren und Instrumente sind Teil einer Logistik des Wissens, die auf ökonomische Produktivität ausgerichtet ist. Der Artikel untersucht die Anfänge dieser Entwicklung einer zunehmenden Kontrolle im Bereich der Wissensproduktion vor dem Hintergrund einer sich konsolidierenden bundesstaatlichen Forschungspolitik in den 1960er- und 70er-Jahren." (Autorenreferat) [217-L] Kusche, Isabel: Politikberatung und die Herstellung von Entscheidungssicherheit im politischen System, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2008, 292 S., ISBN: INHALT: Auf dem Hintergrund, wie Soziologie und Politikwissenschaft Politikberatung bisher thematisiert haben, wendet sich die Dissertation gegen die gewöhnlich nicht diskutierte Vorannahmen, die unterstellen, dass Politikberatung nur als wissenschaftliche Politikberatung von größerem Interesse ist oder man von bestimmten Institutionen einfach weiß, dass sie Politikberatung betreiben, und sich daher darauf konzentrieren kann, ihre Funktionsweise, Mängel und Potenziale zu beschreiben. All dies setzt bereits eine klare Vorstellung voraus, was Politikberatung ist. Tatsächlich findet sich zum Begriff der Politikberatung, abgelöst von allen Attributen und institutionellen Spezifikationen, aber kaum etwas in der Literatur. Hier setzt die Arbeit an, indem sie die beiden Aspekte in den Blick nimmt, die mit dem Begriff selbst als grundlegend benannt werden: zum einen der Umstand, dass es um Beratung geht, d.

153 152 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik h. um eine spezifische Art von Kommunikation, die sich von anderen unterscheidet; zum anderen, dass es zentral um Politik, das politische System geht, wenn von Politikberatung die Rede ist. Angestrebt wird somit nicht eine soziologische Theorie der Beratung, d. h. eine Bestimmung der Rolle, die Beratung in der modernen Gesellschaft generell ausfüllt. Die Systemtheorie wird dazu als Grundlage gewählt, weil sie es erlaubt, das politische System und andere gesellschaftliche Bereiche mit den gleichen Theoriemitteln zu beschreiben und so maßgeblich darauf abzielt, "scheinbar Unvergleichbares vergleichbar zu machen" (Luhmann). (ICA2) [218-L] Lentsch, Justus; Weingart, Peter (Hrsg.): Scientific advice to policy making: international comparison, Opladen: B. Budrich 2009, 164 S., ISBN: INHALT: "Anhand von Fallstudien aus den Niederlanden, Frankreich, der Europäischen Ebene und den USA gibt dieser herausgegebene Band aus vergleichender Perspektive einen Überblick über die institutionellen Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Politikberatung. An einigen relevanten Aspekten - u. a. Ausgewogenheit und Unabhängigkeit des Rates - wird beleuchtet, wie die Strukturen eines politischen Systems und der Typus von Politikberatung zusammenhängen." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Justus Lentsch, Peter Weingart: Scientific Advice to Policy Making in Comparative Perspective: Technocracy Revisited - Introduction (7-16); Mark B. Brown: Federal Advisory Committees in the United States: A Survey of the Political and Administrative Landscape (17-40); Willem Halffmann: Measuring the Stakes: The Dutch Planning Bureaus (41-66); Paul den Hoed, Anne-Greet Keizer: The Scientific Council for Government Policy: Between Science, Policy and More (67-82); Laurent Geffroy, Odile Piriou, Bénédicte Zimmermann: Scientific Expertise in Policy-Making. The Case of Work Policy in France (83-116); Pierre-Benoit Joly: Beyond the French 'Technocratic Regime'? Transformations of the Use of Scientific Expertise for Public Decisions ( ); David Demortain: Standards of Scientific Advice. Risk Analysis and the Formation of the European Food Safety Authority ( ). [219-L] Lentsch, Justus; Weingart, Peter: Scientific advice to policy making in comparative perspective: technocracy revisited, in: Justus Lentsch (Hrsg.) ; Peter Weingart (Hrsg.): Scientific advice to policy making : international comparison, Opladen: B. Budrich, 2009, S INHALT: Die wissenschaftliche Politikberatung spielt eine Schlüsselrolle in der demokratischen Regierungspraxis. Sie stellt eine wichtige Vermittlungsinstanz zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen und den Organisationen der Zivilgesellschaft bei Entwicklung und Implementierung der öffentlichen Politik dar. Die Verfasser argumentieren, dass die Effizienz der Politikberatung sehr stark davon abhängt, in welchem Ausmaß und wie ein Gleichgewicht zwischen der Rationalität der Wissenschaft und der Vertretung politisierter Interessen gewährleistet werden kann. Es werden unterschiedliche länderspezifische Lösungsmuster dieses Problems diagnostiziert. Der Vergleich zwischen diesen Mustern wird als ein Lernprozess interpretiert, durch den die einzelnen Lösungen verbessert werden können. In diesem Kontext sollen auch die jeweiligen technokratischen Idealvorstellungen im Rahmen der natio-

154 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 153 nalen politischen Kulturen kritisch überprüft werden. Abschließend werden die einzelnen Beiträge des Bandes präsentiert. (ICF) [220-F] Leszczensky, Michael, Dr. (Bearbeitung): Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands. Studie zum deutschen Innovationssystem INHALT: Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), eingerichtet von der Bundesregierung, leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt regelmäßig Gutachten zu Forschung, Innovation und zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Ein zentraler Bestandteil der Gutachten sind Optimierungsvorschläge für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik. Die Gutachten stützen sich auf die im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation erarbeiteten "Studien zum deutschen Innovationssystem", welche unter Herausgeberschaft der Expertenkommission veröffentlicht werden. HIS verantwortet innerhalb dieses Studiensystems als Konsortialführer die Berichterstattung für den Bereich "Bildung". Die Integration dieser Thematik in die Berichterstattung zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands erfolgt vor dem Hintergrund, dass die ausreichende Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften zunehmend zum Schlüsselfaktor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit - sowohl auf der Ebene von Unternehmen als auch im gesamtwirtschaftlichen Kontext - wird. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf den sektoralen Strukturwandel und die Wissensintensivierung der Wirtschaft, welche mit veränderten Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitskräfte einhergehen. Das Ziel des Projekts besteht darin, in Kooperation mit Experten aus weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen eine integrierte indikatorbasierte Studie zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, zur Hochschulbildung, zum gesellschaftlich verfügbaren Bildungsniveau sowie zu den entsprechenden wirtschaftlich und gesellschaftlich nachgefragten Qualifikationen zu erstellen. Hierbei sollen die Kennziffern einen zeitlichen und - soweit verfügbar - auch einen internationalen Vergleich ermöglichen. Die Studie umfasst folgende Bereiche, welche jeweils von einem Konsortialpartner hauptverantwortlich erarbeitet werden: a) Wissensintensivierung und Qualifikationserfordernisse der Wirtschaft (Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung, Hannover); b) Bildungs- und Qualifikationsstrukturen der Bevölkerung (Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, Karlsruhe); c) Hochschulbildung und Qualifikation (HIS Hochschul-Informations-System GmbH, Hannover); d) Der Beitrag des Berufsbildungssystems (Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn); e) Weiterbildung und Lebenslanges Lernen (Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn/ HIS Hochschul-Informations-System GmbH, Hannover). GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: HIS Hochschul-Informations-System GmbH (Goseriede 9, Hannover) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , Fax: , [221-L] Mols, Manfred: Politik als Wissenschaft: zur Definition, Entwicklung und Standortbestimmung einer Disziplin, in: Hans-Joachim Lauth (Hrsg.) ; Christian Wagner (Hrsg.): Politikwissenschaft: eine Einführung, Paderborn: Schöningh, 2009, S

155 154 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik INHALT: Die vorliegende Einführung in das Lehrbuch, das sich vorwiegend an Studienanfänger richtet, nimmt einleitend eine Begriffsbestimmung von Politik und Politikwissenschaft vor. Im zweiten Abschnitt werden Grundfragen und Voraussetzungen politikwissenschaftlichen Denkens herausgearbeitet. Diese umfassen den Ausgangspunkt politikwissenschaftlichen Arbeitens sowie die Einflussfaktoren auf den politikwissenschaftlichen Auswahl- und Arbeitsprozess. Es folgen ein Abriss der Wissenschaftsgeschichte des Faches seit der Antike sowie ein Überblick über die Entwicklung der modernen Politikwissenschaft in Deutschland und den USA seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach der Beschreibung einzelner Strömungen und Schulen und der Erstellung eines Profils von Politikwissenschaft zeigt der Beitrag einerseits einige Gefahren der Zersplitterung auf, andererseits benennt er Kooperationsmöglichkeiten und Überschneidungen mit Nachbardisziplinen. Abschließend werden einige bleibende Fragestellungen, zum Beispiel die nach der Beurteilung sozialer Gerechtigkeit im globalen Maßstab, in Kürze beleuchtet. (ICC2) [222-L] Porsche-Ludwig, Markus: Die gemeinsame Tradition von Politikwissenschaft und Staatsrecht: Implikationen für die Verwaltungswissenschaft, in: Recht und Politik : Vierteljahreshefte für Rechts- und Verwaltungspolitik, Jg. 45/2009, H. 3, S (Standort: USB Köln(38)-XF98; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: Historisch betrachtet entstammt die heutige deutsche Politikwissenschaft einer Traditionslinie, die eng mit der des Öffentlichen Rechts, respektive des Staatsrechts, verbunden ist. Dies hängt u.a. damit zusammen, dass die Bereiche von Recht und Politik in der altständischen Gesellschaft nicht getrennte Bereiche waren, sondern politisches Handeln als nicht ablösbar vom rechten Tun überhaupt aufgefasst wurde. Der vorliegende Beitrag rekonstruiert wissenschaftsgeschichtlich die Traditionslinien, Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Disziplinen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beerbt das Rechtsfach "Staatslehre" die ältere Lehre der Politik, während die sich gleichzeitig herausbildende Verwaltungswissenschaft an die Politischen Wissenschaften oder Staatswissenschaften anknüpft. Die Traditionslinie wird durch Max Webers Staatssoziologie und Georg Jellineks "Allgemeine Staatslehre" bis hin zur Staatslehre als Politische Wissenschaft (Hermann Heller) fortgesetzt, wenngleich unterschiedliche Konjunkturen das Verhältnis prägen. Dieser Faden wird im Gründungsprozess der deutschen Politikwissenschaft nach 1945 wieder aufgenommen, jedoch ging nun die Traditionslinie sukzessive verloren, auch der Rechtswissenschaft gelingt eine Anknüpfung an diese Traditionslinie heute nicht mehr. (ICA2) [223-L] Rilling, Rainer: Eine neue "left bank" der Intellektuellen?, in: "Die letzte Schlacht gewinnen wir!" : 40 Jahre Bilanz und Perspektiven, Hamburg: VSA-Verl., 2008, S INHALT: Was wir in der linken Publizistik und anderswo bestenfalls lesen können, ist: Wissenschaftliche Erkenntnisse dienen den Interessen der arbeitenden Klassen, weil und insofern sie wahr sind. Sodann folgen immer Hinweise auf den notorischen Absentismus der Arbeiterklasse und die hoffnungslose Unzeitgemäßheit des Interessenbegriffs und/oder auch die ebenso sinnfreie Referenz jeglicher Bezüge der Wahrheit. Wir könnten uns aber auch an eine Umformulierung machen. Wir könnten Wissenschaft nicht als speziellen Wissenstypus, sondern

156 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 155 als soziales System und Bereich gesellschaftlicher Arbeit betrachten und den dort dominanten Formen der Produktions-, Aneignungs- und Herrschaftsverhältnissen nachgehen. Wir könnten auch einfach nach der Nützlichkeit des Wissens für die Durchsetzung der eingangs erwähnten und anderer Interessen fragen, nach der politisch-sozialen, kulturellen Passfähigkeit dieses Wissens, nach seiner Parteigemäßheit oder Parteilichkeit. Für die Linke galt Parteilichkeit der Kritik - und noch viel mehr. Deswegen ist es wichtig, dass die Linke in Europa zur Kenntnis nimmt, dass unter den kapitalistischen Ländern einzig in der politischen Kultur der USA die Rede vom "public intellectual" dominiert und die Forderung nach einer "public science", welche die "professional science", die "policy science" und die "critical science" ergänzen müsse, nunmehr etwa zum Programm der American Sociological Association geworden ist. (ICB2) [224-L] Schophaus, Malte: Der Kampf um die Köpfe: wissenschaftliche Expertise und Protestpolitik bei Attac, (Wissenschafts- und Technikforschung, Bd. 2), Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges. 2009, 255 S., ISBN: INHALT: "Regierungspolitik greift zunehmend auf wissenschaftliche Beratung zurück. Anhand der globalisierungskritischen Bewegungsorganisation Attac wird gezeigt, inwiefern Wissenschaft und Expertise auch für Nichtregierungspolitik eine zentrale Rolle spielen. Attac stellt den 'Kampf um die Köpfe' gleichberechtigt neben den Protest auf der Straße. Die Studie führt erstmals Erkenntnisse der Wissenschafts- und der Bewegungsforschung zusammen und legt empirisch dar, dass wissenschaftliche Expertise eine wichtige Ressource zur Aufklärung und Legitimation darstellt und Attac zudem eine verwissenschaftlichte Identitätsformation aufweist. Ein die Rahmenbedingungen der Wissensgesellschaft berücksichtigender Protest wird hier als 'adaptiver Protest' konzipiert." (Autorenreferat) [225-F] Stenico, Mauro (Bearbeitung); Mazzolini, Renato G., Prof.Dr.; Fahrmeir, Andreas, Prof.Dr. (Betreuung): Die Big-Bang-Theorie im öffentlichen Raum ( ) INHALT: Wie können die politische Kommunikation und eine abstrakte wissenschaftliche Theorie in Beziehung gesetzt werden? An Hand einer der wichtigsten und bekanntesten Theorien über den Kosmos - der Urknalltheorie - lässt sich die Rolle der Politik (Hineinwirken von Ideologien, Geldervergabe, Forschungssteuerung) im Bereich der Wissenschaft analysieren. Die politische Kommunikation umfasst verschiedene Elemente, denn sie setzt sich aus folgenden drei Ebenen zusammen: 1. Instrumentelle Kommunikation, das heißt, die Erweiterung der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit mittels Technikeinsatz (zum Beispiel Satelliten, die zur Suche nach Beweisen für das Urknall-Modell verwendet werden). Auf dieser ersten Ebene ist die Rolle der Politik fundamental: Sicherlich ist sie ab dem Moment involviert, ab dem es um die Vergabe von Forschungsgeldern geht. Denn die Politik hat die Macht, die Richtung der Forschungsfinanzierung und der wissenschaftlichen Forschung zu bestimmen. 2. Experten-Kommunikation, das heißt, die Kommunikation unter wissenschaftlichen Fachleuten eines bestimmten Gebiets. Hier sind wissenschaftliche Fachzeitschriften und fachliche Autoritäten relevant. Beispielsweise sei daran erinnert, dass Einsteins Autorität über lange Zeit dazu beitrug, die Urknalltheorie an den Rand zu drängen und lächerlich zu machen. 3. Kommunikation zwischen Experten (Wissenschaft) und Öffentlichkeit (Gesellschaft allge-

157 156 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik mein). Wie reagieren die Menschen, wenn ihnen ein wissenschaftliches Novum (Theorie, Entdeckung, Erfindung...) präsentiert wird? Die Urknalltheorie hat die Reaktionen des Vatikans (Pius XII), von Regierungen und politischen Regimen (beispielsweise der Sowjetunion, die aus ideologischen Gründen die Urknalltheorie ablehnte) und Gläubigen aller Religionen (die Urknalltheorie als möglicher Beleg für die Schöpfung?) hervorgerufen. ZEITRAUM: ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Frankfurt, Internationales Graduiertenkolleg "Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert" (Grüneburgplatz 1, Frankfurt am Main); Universität Frankfurt, FB 08 Philosophie und Geschichtswissenschaften, Historisches Seminar (60629 Frankfurt am Main) KONTAKT: Bearbeiter ( [226-F] Streeck, Wolfgang, Prof.Dr.Dr.h.c. (Leitung): Sozialwissenschaftliche Theorie und politische Praxis INHALT: Gegenstand des Langzeitprojekts ist das Verhältnis von Theorie und Praxis in den Sozialwissenschaften unter den gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Dabei geht es insbesondere um die Spannung zwischen dem unvermeidlichen Handlungsbezug jeder Gesellschaftstheorie einerseits und dem langen Weg zu ihrer tatsächlichen Wirksamkeit, also ihrer "Anwendung" oder "Umsetzung", andererseits. Das Projekt dient auch der Reflexion der Erfahrungen von Sozialwissenschaftlern in der wissenschaftlichen Politikberatung und der Erkundung der Möglichkeiten und Grenzen derselben. Geplant sind zunächst eine unregelmäßige Folge von Vorträgen und Artikeln sowie ein Workshop mit Sozialwissenschaftlern und Praktikern. Von besonderem historischem Interesse erscheint die Entwicklung der Soziologie und der Politikwissenschaft in Deutschland während des Aufbaus einer demokratischen Gesellschaftsordnung in der unmittelbaren Nachkriegszeit. ZEITRAUM: unmittelbare Nachkriegszeit GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (Paulstr. 3, Köln) KONTAKT: Redaktion (Tel , Fax: , [227-L] Streeck, Wolfgang: Man weiß es nicht genau: vom Nutzen der Sozialwissenschaften für die Politik, (MPIfG Working Paper, 09/11), Köln 2009, 26 S. (Graue Literatur; INHALT: "Das Papier ist die erweiterte Fassung eines Beitrags zu einer Ringvorlesung über Wissenschaftliche Politikberatung an der Universität Göttingen im Sommersemester Es untersucht, was speziell die Sozialwissenschaften zur Beratung der Politik beitragen können. Nomothetische Theorien, die unter Wissenschaftlern oft als höchstes Ziel der Forschung gelten und das größte Prestige versprechen, scheinen für die politische Praxis am wenigsten nützlich. Erklärungen vergangener Ereignisse sind für die Politik in der Regel nicht interessant; Vorhersagen sind in den Sozialwissenschaften kaum möglich; und der technische Einsatz sozialwissenschaftlicher Theorien zur Veränderung sozialen Verhaltens oder sozialer Verhältnisse ist und bleibt eine Utopie. Die deskriptive Erfassung der sozialen Realität durch

158 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 157 Zählen, Messen und Beobachten kann dagegen von erheblichem gesellschaftlichem Nutzen sein. Und obwohl sozialwissenschaftliche Forschung niemals die Intuition des erfahrenen Praktikers ersetzen oder dem Politiker die Last verantwortlicher Entscheidungen unter Risiko abnehmen kann, kann sie ihm helfen, die Erfahrungen der Vergangenheit und die Möglichkeiten der Zukunft besser zu überschauen und sich von in der Gegenwart mächtigen Mythen über das, was tatsächlich, möglich und unmöglich ist, frei zu machen. Schließlich können die Sozialwissenschaften, diesmal auch und vor allem ihre stärker theoretischen Ausprägungen, auch längerfristig die politische Praxis beeinflussen, indem ihre scheinbar nur akademischen Diskussionen die kulturelle Selbstbeschreibung der Gesellschaft und mit ihr das Weltverständnis künftiger Generationen von Wählern und Entscheidungsträgern in nicht zu unterschätzender Weise prägen." (Autorenreferat) [228-L] Sus, Monika: Außenpolitik und ihre Beratung durch Think Tanks als Ergebnis der politischen Kultur am Beispiel von Deutschland und Polen, in: Jürgen Elvert (Hrsg.) ; Sylvain Schirmann (Hrsg.): Zeiten im Wandel : Deutschland im Europa des 20. Jh. ; Kontinuität, Entwicklungen und Brüche, Brüssel: P.I.E. Lang, 2008, S INHALT: Infolge der wachsenden Interdependenz ist die Außenpolitik keine reine "Außen"-Politik mehr. Sie beeinflusst immer mehr auch die innenpolitischen Verhältnisse. Die Autorin spricht hier von eine "vergesellschaften" Außenpolitik. Ausgehend von einer zunehmenden Unübersichtlichkeit globaler Zusammenhänge und der Entwicklung hin zu einer medial geprägten Wissens- und Informationsgesellschaft ist die Außenpolitik zunehmend auf professionelle Unterstützung angewiesen. Eine der Formen der professionellen Unterstützung ist die Politikberatung. Der Bedarf der Politiker nach einer qualifizierten Beratung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Bei der externen Politikberatung in der Außenpolitik spielen die Think Tanks die größte Rolle. Think Tanks sind hiermit eines der wichtigsten Instrumente der politischen Beratung, weil sie außerhalb der politischen Strukturen verankert sind und dadurch unabhängig agieren können. Der vorliegende Beitrag beschreibt die zunehmende Anzahl der Institute, Methodenvielfalt und die Orientierung der Forschungsinstitute auf die Adressaten (Politik und immer stärker auch die Öffentlichkeit) in Deutschland und Polen. Die Quantität der Angebote ist in Polen deutlich niedriger als in Deutschland. Der Beitrag versucht diese Kluft zwischen der polnischen und deutschen Beratungsszene zu erklären. (ICA2) [229-F] Vollnhals, Clemens, Dr.; Widera, Thomas, Dr. (Bearbeitung): Archäologie im politischen Diskurs. Ethnische Interpretationen prähistorischer Bodendenkmale in Sachsen, Böhmen und Schlesien zwischen 1918 und 1989 INHALT: Das Gemeinschaftsprojekt von Hannah-Arendt-Institut und Landesamt für Archäologie Sachsen ( ) wendet sich ideologischen Grundlagen der Herrschaftsausübung zu und untersucht die Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Formulierung politischer Ziele. Erkenntnisleitend ist die Frage nach den nationalen Stereotypen der Vergangenheit sowie nach den heute in der Bundesrepublik und bei unseren polnischen und tschechischen Nachbarn gültigen Vorgeschichtsbildern. Das Projekt analysiert somit die Wirkungsgeschichte historischer Narrative. Dies erfordert interdisziplinäre Fragestellungen und die eng verzahnte Kooperation von Zeitge-

159 158 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik schichte und Ur- und Frühgeschichte. Archäologen gründeten auf Bodenfunden Voraussetzungen und Annahmen, die zu einer Beschreibung ethnisch definierter Bevölkerungsgruppen auf der Basis archäologisch überlieferter Sachkultur zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Räumen führten. Das axiomatisch gebrauchte Paradigma der ethnischen Deutung spielte bei der Bewertung von Volks- und Kulturlandschaften seit Beginn des Denkens in nationalstaatlichen Kategorien - und nicht erst zur Zeit des Nationalsozialismus - eine entscheidende Rolle. Ethnische Interpretationen der Ur- und Frühgeschichte waren eine Schnittstelle im geisteswissenschaftlichen Diskurs, an denen sich auch Landesgeschichte, Volks- und Rassenkunde sowie Geographie beteiligten. Versuchten Archäologen wie die Vertreter anderer Wissenschaftsressorts, von revisionistischen Strömungen der Politik zu profitieren und der eigenen Disziplin insgesamt und besonders in den Grenzregionen wachsende Geltung zu verschaffen? Welchen Einfluss hatten deutsche Archäologen und Historiker? Und wo sind die Unterschiede zwischen der Anbiederung an den revisionistischen Zeitgeist, der Beteiligung an einer multidisziplinären und hoch politisierten "Volkstumsforschung" und den defensiven Antworten auf die wissenschaftspolitischen Aktivitäten in den Nationalstaaten des östlichen Mitteleuropas, die nach dem Ersten Weltkrieg neu entstanden waren? Die besondere Funktion der historischen Länder Schlesien, Böhmen und Sachsen bei der Erforschung von "deutscher Ostkolonisation" und "slawischer Siedlung" besteht in ihrer mitteleuropäischen Grenzlage. Entlang der politischen Grenzen gewannen regionale Identitäten, ihre Schnittmengen, Überschichtungen und Abstoßungen schärfere Konturen als im binnenländischen Milieu. Das Projekt erforscht am Beispiel ausgewählter Segmente ur- und frühgeschichtswissenschaftlicher Forschung die Zwecke und Ziele einer ideologischen Instrumentalisierung der Archäologie in dieser mitteleuropäischen Grenzregion im Spannungsfeld von wissenschaftlichen Fachinteressen und politischen Absichten. ZEITRAUM: GEOGRAPHISCHER RAUM: Sachsen, Böhmen, Schlesien ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.v. an der Technischen Universität Dresden (01062 Dresden) KONTAKT: Vollnhals, Clemens (Dr. Tel , Widera, Thomas (Dr. Tel , [230-L] Wagner, Gert G.: Die Wirtschaftswissenschaften wurden von der Politik alleingelassen, in: Vorgänge : Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, Jg. 48/2009, H. 2 = H. 186, S (Standort: USB Köln(38)-XG2258; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: Jetzt wird gern, so der Verfasser, auf die Wirtschaftswissenschaften geschimpft, die voll und ganz versagt hätten. Das ist insofern richtig, da das akademische De-Regulierungskonzept, insbesondere auf den Finanzmärkten, gescheitert ist. Aber nur auf die Ökonomen zu zeigen, greift zu kurz. Denn nahezu weltweit hat die politische Klasse auf Privatisierung und Deregulierung gesetzt. Und wissenschaftliche Disziplinen, die sich mit denselben Gegenstandsbereichen wie die Volkswirtschaftslehre beschäftigen, etwa Politik- und Verwaltungswissenschaft, haben mit ihren Bedenken intellektuell nicht überzeugt. Die Dominanz des De- Regulierungs-Mainstreams hat schließlich die Politiker dazu verführt, dass sie im Hinblick auf die Finanzmärkte zu leichtsinnig wurden. Das Ergebnis der "Modernisierung" auf breiter Front ist nun in der Tat grotesk, da in der globalen Finanzkrise der Staat weltweit kurzfristig

160 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Wissenschaft: Politik 159 im Wirtschaftsleben eine stärkere Rolle spielen muss als jemals zuvor. Zur Revitalisierung der eigenständigen Rolle des Staates in der sozialen Marktwirtschaft gehört, so die These, dass das pauschale Beschimpfen von Politikern und der "politischen Klasse" aufhört. Als Staatsbürger kann man nur hoffen, dass die Politik aus der Defensive herausfindet. Es würde der Gesellschaft gut tun. Aber das muss die Politik schon selbst leisten. (ICF2) [231-L] Welzel, Christian: Wissenschaftstheoretische und methodische Grundlagen, in: Hans-Joachim Lauth (Hrsg.) ; Christian Wagner (Hrsg.): Politikwissenschaft: eine Einführung, Paderborn: Schöningh, 2009, S INHALT: Der Verfasser illustriert im vorliegenden Beitrag eines Lehrbuchs über Politikwissenschaft die theoretischen Grundlagen und methodischen Ansätzen der unterschiedlichen Wissenschaftsverständnisse. Er stellt innerhalb der wissenschaftstheoretischen Debatte verstehend-rekonstruierende Denkschulen erklärend-analytischen Positionen gegenüber. Den ersteren ordnet er normativ-ontologische und historisch-dialektische Ansätze zu, den letzteren empirisch-positivistische Ansätze. Im zweiten Teil stellt er die zentralen Methodenlogiken in Bezug auf qualitative und quantitative Variablen innerhalb der empirisch-analytischen Politikwissenschaft vor. Zur Sprache kommen deterministische Variablenlogik, probabilistische Variablenlogik sowie kausale Variablenlogik. Im dritten Teil führt der Autor in Kürze in die empirische Forschungspraxis ein, indem er die Operationalisierung des Untersuchungsplans, die möglichen Informationsquellen die Erhebungsverfahren sowie die Analyseverfahren erläutert. Abschließend weist der Verfasser auf die Bedeutung der World Values Surveys für die zukünftige Theoriebildung hin. (ICC) 3.13 Technikgenese, -entwicklung, -folgen [232-L] Beier, Katharina: Zwischen Beharren und Umdenken: die Herausforderung des politischen Liberalismus durch die moderne Biomedizin, (Campus Forschung, Bd. 937), Frankfurt am Main: Campus Verl. 2009, 420 S., ISBN: INHALT: Ausgangspunkt der Studie ist die Beobachtung, dass die gegenwärtigen Fortschritte im Bereich der Biomedizin ein neues Ausmaß an gesellschaftlichen Konflikten erzeugen, die für liberale Gesellschaften nicht allein regelungspraktische Probleme aufwerfen. Darüber hinaus bedroht die gentechnische Revolution den normativen Bestandskern liberaler Demokratien, indem sie bislang anerkannte liberale Basistheoreme, die das Zusammenleben in modernen pluralen Gesellschaften leiten, grundlegend in Frage stellt. Die moderne Biomedizin nötigt folglich zu einer fundamentalen Reflexion der normativen Voraussetzungen liberal-demokratischer Ordnungen. Vor diesem Hintergrund beansprucht die vorliegende Arbeit die Frage zu klären, welche konkreten Konsequenzen die moderne Bio- und Reproduktionsmedizin als ein praktisches Politikfeld für die politische Theorie des Liberalismus als Reflexionsform moderner, liberal-demokratischer Gesellschaften zeitigt. Um ihre normativen Voraussetzungen nicht dem gentechnischen Fortschritt zu opfern - so lautet die zentrale These -, sind Liberale zu einer Transformation ihrer Theorien gezwungen, die sich von bisherigen Wandlungspro-

161 160 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen zessen des liberalen Theorieparadigmas unterscheidet. Die Herausforderungen werden am Beispiel biopolitischen Konzeptionen von H. Tristram Engelhardt, Allen Buchanan, Ronald Dworkin, Jürgen Habermas und Peter Singer diskutiert. (ICA2) [233-L] Beyerer, Jürgen: Sicherheitstechnik, Sicherheitssysteme und Sicherheitsforschung: aktuelle Herausforderungen, in: Rolf Stober (Hrsg.): Sicherheitsgewerbe und Sicherheitstechnik : von der Personalisierung zur Technisierung; Ergebnisse des 9. Hamburger Sicherheitsgewerberechtstages, Köln: Heymanns, 2009, S INHALT: Sicherheit und insbesondere Security wurde national und international zu einem expliziten Thema der Forschungsförderung. Zukünftige F?rderprogramme sollten aber auch längerfristige und ungewissere Forschungsvorhaben umfassen, wie dies heute schon in den USA geschieht. So gibt es dort Programme, die speziell so genannte High Risk - High Pay-off Technologien und den kontinuierlichen Betrieb systematischen Vorausdenkens fördern. Speziell was den zweiten Aspekt betrifft, muss man auch noch in der heiklen Frage Klarheit schaffen, ob und welche Themen nur unter Verschluss beforscht werden sollen, um nicht durch die Bloßlegung von Schwachstellen und der Veröffentlichung möglicher Angriffszenarien potenzielle Angreifer ungewollt anzuleiten. Für den Bau leistungsfähiger Sicherheitssysteme spielt zunehmend auch die Standardisierung eine wichtige Rolle. Viele Technologien und Teilsysteme haben heute noch propriet?re Schnittstellen, die eine Kombination mit anderen Systemen erschweren. Ziel müssen hier offene Standards sein, die es erlauben, herstellerunabhängig die besten Komponenten für Teilaufgaben in ein System integrieren zu können. Ein Hemmnis für den sich progressiv entwickelnden Markt von Sicherheitstechnologien und - systemen ist auch das Fehlen geeigneter Geschäftsmodelle, die für alle Stakeholder Vorteile bieten. So kann die Möglichkeit, sich kostengünstig gegen bestimmte Gefahren versichern zu können, durchaus davon abhalten, in eine vermeintlich weniger günstige Sicherheitstechnologie zu investieren. Intelligente Geschäftsmodelle könnten hier helfen, für alle Beteiligten sinnvolle und wirtschaftliche Lösungen zu bieten. Problematisch in diesem Zusammenhang ist auch die föderalismusbedingte Zersplitterung des Beschaffungsmarktes bei deutschen Polizeibehörden, Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen. Diese verhindert oftmals das Zustandekommen kritischer Massen, die notwendig sind, um zukunftsgerichtete Beschaffungsvorhaben mit erheblichem Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu initiieren und zu finanzieren. Das Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung beinhaltet u. a. szenarienorientierte Förderschwerpunkte, die eine Zusammenarbeit von Bedarfsträgern, Forschungseinrichtungen und Bedarfsdeckern verlangen und so der letztgenannten Problematik gezielt entgegenwirken. (ICF2) [234-L] Blancke, Stephan: Intelligence und das Monitoring von Nuklearaktivitäten, in: Michael Staack (Hrsg.): Die Zukunft der nuklearen Ordnung, Bremen: Ed. Temmen, 2009, S INHALT: In der Studie werden umfangreiche technische Methoden dargestellt, die eine weitgehende Kontrolle von konventionellen Nukleartests, ebenso wie von anderen Aktivitäten, die Nuklearmaterial produzieren und zu entsprechenden Abstrahlungen führen, erlauben. Forschung und Entwicklung im Geheimen sind langfristig nicht mehr realisierbar. Heute stellen

162 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 161 Einzelpersonen und abgeschottete Netzwerke die große Bedrohung im Bereich des Einsatzes von Nuklearmaterial dar, mit der sich Geheimdienste befassen müssen. Schon früh hat es sich gezeigt, dass es hier zum einen um jene Personen handelt, die z. B. aus ideologischen Gründen Forschungsergebnisse an Außenstehende weitergeben. Zum anderen gibt es jenen Personenkreis, der mit Nuklearmaterial handelt und dabei entweder politische oder finanzielle Absichten verfolgt. Immer wieder gelingt es Einzelpersonen, unbemerkt von den Geheimdiensten mit Informationen aus dem Nuklearbereich oder Nuklearmaterial selbst Handel zu betreiben. In der Vergangenheit hatte das in erster Linie sicherheitspolitische Verwerfungen zur Folge, jedoch hat sich heute angesichts der terroristischen Bedrohung eine andere Risikolage gebildet. Die Bemühungen in dieser Hinsicht stellen ein Wettrennen zwischen zwei Organisationsformen dar: Den Geheimdiensten, die nicht auf eine ausreichende internationale Kooperation zurückgreifen können und häufig durch politische Vorgaben getrennt und gebremst sind, und auf der anderen Seite terroristische Gruppierungen, die international vernetzt sind und die zunehmend mit weltanschaulich völlig fremden, oft auch kriminellen Gruppierungen kooperieren, um an ihr jeweiliges Ziel zu gelangen. Das Risikopotenzial stellt weniger die Produktion neuer Nuklearmaterialien dar, sondern vielmehr die Erreichbarkeit bereits vorhandener Substanzen und Techniken. (ICF2) [235-L] Bora, Alfons; Mölders, Marc: Im Schutz der Disziplinen: Technikfolgenabschätzung in der Lehre zwischen Multi- und Transdisziplinarität, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 3, S (www.itas.fzk.de/tatup/093/bomo09a.pdf) INHALT: "Der Beitrag fasst die wesentlichen Ergebnisse unserer Studie 'Technikfolgenabschätzung (TA) in der Lehre. Eine Studie zum Angebot TA-relevanter Themen an deutschsprachigen Hochschulen' zusammen. Besonderes Augenmerk kam dabei der Frage zu, inwiefern die Lehre der TA Rückschlüsse auf deren viel diskutierte Trans- bzw. Multidisziplinarität zulässt. Die empirisch fundierte These dazu lautet, dass die (lehrende) Wissenschaft das disziplinenübergreifende Themenspektrum der TA vorwiegend mit ihren bewährten Mitteln verarbeitet: mit ihren Disziplinen und weniger - wie es die Befürworter von Entdifferenzierungstendenzen gerade am Beispiel der TA postulieren - mit der Herausbildung transdisziplinärer Strukturen." (Autorenreferat) [236-L] Böschen, Stefan: Kontexte der Forschung - Validierung von Wissen, in: Jost Halfmann (Hrsg.) ; Falk Schützenmeister (Hrsg.): Organisationen der Forschung : der Fall der Atmosphärenwissenschaft, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: In einem ersten Schritt geht es um die Präzisierung und Konkretisierung von neuen Randbedingungen bei der Erzeugung von Risikowissen am Beispiel der Geschichte der Fluor- Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKWs) und der Ozongefährdungshypothese. Es wird vorgeschlagen, diese Prozesse unter der Perspektive von Gestaltungsöffentlichkeiten zu beobachten. Diese lassen sich als themenzentrierte Verschränkungen von Akteurnetzwerken und diskursiven Strukturierungen verstehen, die im Spannungs- und Konfliktfeld von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit gesellschaftliche Such- und Lernprozesse anleiten und institutionell stabilisieren. Eine Fallstudie zum chemiepolitischen Feld zeigt die Wechsel-

163 162 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen wirkungen zwischen politischen und wissenschaftlichen Strategien zur Lösung von Wissenskonflikten unter Bedingungen von Nichtwissen. Betrachtet man die ökologische Chemie - sie soll das risikorelevante Wissen über Umweltchemikalien erzeugen - als Wissenskultur, dann fällt die innere Zerklüftung auf, die das erzeugte Wissen nur bedingt für die Unterstützung von Politikprozessen tauglich gemacht hat. In der Untersuchung des chemiepolitischen Feldes verdeutlicht sich einerseits die große Dynamik, die durch Innovationen einer spezifischen Richtung in der ökologischen Chemie - gebündelt als hazard assessment - ausgelöst wurden. Andererseits limitierte die wachsende ökonomische Ausrichtung den Raum des Diskurses. Gleichwohl ergab sich ein neues Geflecht an institutionellen und organisationalen Kristallisationen, die als nichtwissens-orientierte Strukturierung des chemiepolitischen Feldes interpretiert werden können. Abschließend werden wissenspolitische Perspektiven benannt, die zur systematischen Konzeption und Etablierung von Validierungskontexten beitragen können. (ICE2) [237-L] Breitbarth, Tim: Gesellschaftlicher Diskurs über Risiken moderner Technik: eine Fallstudie zur Mobilfunktechnologie in Deutschland, München: Meidenbauer 2009, 103 S., ISBN: INHALT: "Seit den sechziger Jahren beschleunigen der modernen Technologie zugeschriebene Unglücke den Verfall gesamtgesellschaftlicher Fortschritts- und Technikgläubigkeit. In derart verunsicherten, postmodernen Gesellschaften ist ein anhaltender Diskurs entstanden, der aus technisch-ökologischen Risiken politisierte Entscheidungsszenarien macht. Mit Hilfe der Risikosoziologie und Systemtheorie analysiert der Autor diesen Transformationsprozess am Beispiel des Diskurses um den Mobilfunk in Deutschland. Die maßgeblichen Akteure werden ermittelt, die Verhandlungsarena beleuchtet und die politische Risikoregulierung beschrieben. Die reichhaltige, fallbezogene Bestandsaufnahme des Risikodiskurses in diesem Buch, das auch Beispiele aus der Pharma- und Baustoffindustrie beinhaltet, fungiert als wichtiges Anschauungsmaterial für Leser, die an der Beschaffenheit moderner Risikophänomene und ihrer gesellschaftlichen Behandlung interessiert sind." (Autorenreferat) [238-L] Büscher, Christian: Converging Technologies und NBIC als Gegenstand von Wissenspolitik?, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 2, S (www.itas.fzk.de/tatup/092/bues09a.pdf) INHALT: "Seit einigen Jahren werden die wissenschaftspolitischen Themen der 'Converging Technologies' (CT) und NBIC (Convergence of Nano-, Bio-, Information Technology and Cognitive Sciences) in sozialwissenschaftlichen und philosophischen Disziplinen diskutiert. Der vorliegende Artikel präsentiert einige Ergebnisse und Interpretationen zu diesem Themenkomplex, die in dem EU-geförderten sozialwissenschaftlichen Projekt 'Knowledge NBIC' generiert wurden. In diesem Artikel werden CT und NBIC mit dem Begriff der 'Wissenspolitik' in Verbindung gebracht und es wird gefragt, welche Aspekte dieser Themen Gegenstand von Politik sein könnten (z.b. bestimmte Formen der 'Wissensproduktion') und inwieweit politische 'Zugriffe' möglich erscheinen (z.b. durch das Formulieren von 'Förderbedingungen')." (Autorenreferat)

164 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 163 [239-L] Clausen, Jens: Ethische Aspekte konvergierender Technologien: das Beispiel Gehirn-Computer- Schnittstellen, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 2, S (www.itas.fzk.de/tatup/092/clau09a.pdf) INHALT: "Im Forschungsfeld Gehirn-Computer-Schnittstellen konvergieren so unterschiedliche Technologien wie Mikroelektronik, Nano-, Informations- und Biotechnologie. Die ethischen Fragen bei der Erforschung und Anwendung von konvergierenden Technologien stellen sich bei den Gehirn-Computer-Schnittstellen auf mindestens vier unterschiedlichen Ebenen: der Ebene des Individuums, der Ebene der Gesellschaft, der Ebene des Menschenbildes und der Ebene der Forschungsethik." (Autorenreferat) [240-L] Coenen, Christopher: Zauberwort Konvergenz, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 2, S (www.itas.fzk.de/tatup/092/coen09a.pdf) INHALT: "Viel heiße Luft, konzeptionelle Unklarheit, eine bedenkliche ideologische Schlagseite und politische Irrelevanz: So lässt sich pointiert zusammenfassen, wie eine geballte Kritik seit Mitte dieses Jahrzehnts den Diskurs zu 'Converging Technologies' (CT) - und speziell die Ideen der ersten, zur Jahrtausendwende in den USA gestarteten CT-Initiative - charakterisiert hat. Dennoch erweist sich das neue Konvergenzkonzept als erstaunlich vital. In einer weitgehend von seiner technikvisionären Aufladung gereinigten Version hat es sich in einigen Bereichen der EU-Forschungspolitik etabliert, in verschiedenen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen erfolgte eine Öffnung hin zum 'CT-Diskurs', und auch in Aktivitäten zur öffentlichen Vermittlung oder Diskussion von Naturwissenschaft und Technik gewinnt der Begriff der Konvergenz an Bedeutung. Die Herausforderungen, die sich hier für die sozialund geisteswissenschaftliche Begleitforschung und die Technikfolgenabschätzung (TA) ergeben haben, sind vielfältig. Vorrangig erscheint derzeit jedoch, ein klareres Bild von diesem sich ausweitenden Diskurs zu erlangen und eine Position kritischer Distanz zurückzugewinnen." (Autorenreferat) [241-L] Collins, Harry M.; Pinch, Trevor J.: Auf den Start reduziert: das Challenger-Unglück, in: Christian Kassung (Hrsg.): Die Unordnung der Dinge : eine Wissens- und Mediengeschichte des Unfalls, Bielefeld: transcript Verl., 2009, S INHALT: Der Beitrag kommentiert hauptsächlich die Beschreibung, die von der Soziologin Diane Vaughan 1996 in ihrem Buch "The Challenger launch decision" gegeben wird. Ihre Darstellung des Unglücks - vor dem Columbia-Unglück geschrieben - erwies sich in vielfacher Hinsicht als geradezu prophetisch, besonders weil sie sich gegen die allgemeine Sicht wendet, dass eiskalte Manager die Ingenieure überstimmt hätten. Sie zeichnet ein viel komplexeres Bild von den technischen und organisatorischen Strukturen der NASA, welche sich auch nach dem Challenger-Unglück kaum änderten. Die Autoren vertreten die Ansicht, dass ein Experiment wie das Space Shuttle nicht mit einer störungsfreien und deshalb sicheren Technologie verwechselt werden darf - Technologie als widerspenstiger Golem verweist immer darauf, dass Unfälle passieren werden. Die Ausführungen zeigen, dass die Risiken der Gummiringe

165 164 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen nicht aufgrund von wirtschaftlichen oder politischen Einflüssen unterschätzt wurden. Sie wurden vielmehr ignoriert, weil alle an der verhängnisvollen Telefonkonferenz beteiligten Ingenieure und Manager darin übereinstimmten, dass es keinen erkennbaren Grund gab, in der besagten Nacht nicht zu starten, und zwar auf Basis der im Voraus erhobenen Daten und der praktizierten Sicherheitsvorkehrungen. Die Autoren resümieren: "Hinterher ist man immer klüger und so sehen wir heute, dass sie sich geirrt haben. Aber zur fraglichen Zeit wurde eine vernünftige Entscheidung getroffen, und zwar entsprechend des verfügbaren technologischen Wissens". (ICA2) [242-F] Eisewicht, Paul, Dipl.-Soz.; Grenz, Tilo, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Pfadenhauer, Michaela, Prof.Dr. (Leitung): Gemeinschaft durch Technik INHALT: Im akademischen Diskurs über Modernisierungschancen und Risiken ist lange Zeit kaum registriert worden, dass Individualisierung als zentraler Modernisierungseffekt nicht nur die Ablösung aus vorgängigen biographiedeterminierenden Verbindlichkeiten, sondern auch Neu- bzw. Wieder-Einbindung - allerdings kein Reembedding in quasi-natürliche sozialmoralische Milieus, sondern Vergemeinschaftung einem posttraditionalen Modus entsprechend - impliziert. Im Fokus des geplanten Teilprojekts stehen jene posttraditionalen Gemeinschaften, die sich um Marken bzw. Markenprodukte herum ausbilden. Im Zentrum solcher Markengemeinschaften stehen augenfällig häufig hoch entwickelte technische Artefakte, denen eine besondere Wertschätzung zuteil wird. Der empirisch gestützten These zufolge sind es häufig Kompetenzgesichtspunkte, die eine Kontaktaufnahme mit anderen evozieren, wobei aus dem Wissensaustausch und der dabei mitlaufenden gegenseitigen Verständigung über Haltung und Gesinnung sukzessive eine Bindung unter den daran Partizipierenden erwächst, die sich allmählich als "Gleichgesinnte" erkennen. In einer analytischen Annäherung sollen die gemeinschaftskonstituierenden Prozesse konsequent mit der dabei permanent vollzogenen "Kultivierung" des im Zentrum stehenden (apparate-)technischen Objekts verknüpft werden. Im Anschluss daran lassen sich verallgemeinerbare Potentiale gegenwartsgesellschaftlicher Technikzugänge sowohl am Einzelfall als auch übergreifend-vergleichend diagnostizieren. Damit steht die Bedeutung der Markengemeinschaft als Seismograph technisch-sozialer Transformations- und Innovationsleistung im Zentrum des Erkenntnisinteresses des Teilprojektes. Für die empirische Zuwendung bilden die Erkenntnisse aus dem Forschungsfeld Szenen die Folie zur Untersuchung der Konstitutionsbedingungen, Verbindlichkeits- und Verpflichtungsgrade, von Selektivität und Exklusivität sowie der hier symptomatischen Bereitstellung von Erlebnis- und Selbststilisierungsräumen in Markengemeinschaften. In drei ethnographischen Fallstudien sollen zwei bestehende und eine im Entstehen begriffene Markengemeinschaft untersucht und für eine Generalisierung der Erkenntnisse miteinander verglichen werden. Dem Erkenntnisinteresse an der Binnenperspektive, d.h. der typischen Perspektive der beteiligten Akteure entsprechend, wird dabei die aufgrund ihrer mundartphänomenologischen Fundierung besonders geeignete Methode der lebensweltanalytischen Ethnographie eingesetzt. Aufgrund der Strukturtypik des in Frage stehenden Phänomens muss dieses methodische Verfahren durch das der Multi-sited Ethnography und möglicherweise auch das der Virtual Ethnography ersetzt werden, was eine methodologisch-methodische Weiterentwicklung der Ethnographie impliziert. Ergänzend hierzu wird das auf ethnographischen Feldzugängen basierende, als "Gespräch auf gleicher Augenhöhe" konzipierte Instrument des Experteninterviews zum Einsatz gebracht werden.

166 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 165 ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Medien- und Kulturwissenschaft -ISMK- Abt. 1 Soziologie Lehrstuhl für Soziologie unter besonderer Berücksichtigung des Kompetenzerwerbs (Schlossbezirk 12, Karlsruhe) KONTAKT: Eisewicht, Paul ( Grenz, Tilo [243-L] Gammel, Stefan; Lösch, Andreas; Nordmann, Alfred (Hrsg.): Jenseits von Regulierung: zum politischen Umgang mit der Nanotechnologie, Heidelberg: Akad. Verl.-Ges. AKA 2009, XVII, 186 S., ISBN: INHALT: "Eine Zukunftstechnologie kündigt sich mit neuen Materialien und Produktionsmethoden an. Nanopartikel verbessern den Sonnenschutz, Nano-Kohlenstoffröhrchen treiben die Halbleitertechnik voran, analytische und diagnostische Methoden befördern den medizinischen Fortschritt, kratzfreie Lacke und schaltbarer Leim werden für bessere Autos entwickelt, Nanotextilien weisen Schmutz ab und knittern nicht. Überall sollen Nanotechnologien eingreifen und entsprechend dringend wird ihre Regulierung gefordert. Wie aber soll das gehen? In die alten Regularien fügen sich die neuen Technologien nicht, aber kann es überhaupt eine übergeordnete Regulierungsinstanz für die Vielzahl nanotechnologischer Entwicklungen geben? Hier ist ein origineller Zugang gefragt, der von einer genauen Analyse der Nanoforschung, ihrer Geschichte und Methoden, ihrer Diskurse und Visionen ausgeht. Das Buch präsentiert einen entsprechenden Vorschlag und rückt die Frage der Regulierbarkeit der Nanotechnologien in einen größeren Zusammenhang." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Andreas Lösch, Stefan Gammel, Alfred Nordmann: Observieren - Sondieren - Regulieren. Zur gesellschaftlichen Einbettung nanotechnologischer Entwicklungsprozesse (16-93); Teil 2: Matthew Kearnes, Arie Rip: The Emerging Governance Landscape of Nanotechnology (97-121); Alfred Nordmann: Philosophie der NanoTechnoWissenschaft ( ); Ingrid Ott, Christian Papilloud: Converging Institutions. Shaping Relationships Between Nanotechnologies, Economy and Society ( ); Mario Kaiser: Die Abschätzung der Zukunft. Technikfolgenabschätzung, Ethik, Think Tanks und die Aneignung von Zukünften ( ). [244-L] Gentsch, Jessica: Parteienkommunikation in der "Reflexiven Moderne": eine Untersuchung parteipolitischer Diskursstrategien parlamentarischer Gentechnikpolitik, Berlin: Wiss. Verl. Berlin 2009, 300 S., ISBN: INHALT: "Die gegenwärtige Ausdifferenzierung des Parteiensystems in Deutschland deutet darauf hin, dass neue gesellschaftliche Problemlagen neue parteipolitische Formationen erzeugen und die tradierte gesellschaftliche Integrationskraft der etablierten Parteien in Frage stellen. Die Arbeit untersucht am Beispiel der parlamentarischen Debatten zur so genannten roten Gentechnologie in der 14. und 15. Wahlperiode, inwieweit durch den technologischen Fortschritt neue Risiken entstanden sind, ob sich durch diese innerhalb der Parteien in den letzten Jahren eine neue Konfliktlinie abzeichnet und wie sich die Parteien argumentativ mit Blick auf Technologierisiken neuen Herausforderungen stellen. Dabei stehen die Begründungen und der Versuch der Parteien, unterschiedliche Interessen und Werte zu integrieren, im Vor-

167 166 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen dergrund der Betrachtung. Mittels einer quantitativen und qualitativen Deutungsrahmenanalyse werden die einzelnen Argumentationsprofile der Parteien beschrieben, strukturiert und systematisiert und so wird der Frage nachgegangen, welche interessens- und wertgetragenen Konflikte dominieren." (Autorenreferat) [245-F] Golchikova, Irina; Hagen, Lutz M., Prof.Dr.rer.pol.habil. (Bearbeitung); Hagen, Lutz M., Prof.Dr.rer.pol.habil. (Leitung): Technikberichterstattung in den Massenmedien INHALT: Analysen zum Wesen, zur Entstehung und Wirkung von Medienberichterstattung über Forschung und Technik, insbesondere auf das Technikwissen in der Bevölkerung. METHODE: repräsentative Befragung; Inhaltsanalyse; Sekundärdatenauswertung ART: BEGINN: ENDE: FINANZIERER: Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren -IZFP- Saarbrücken INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Kommunikationswissenschaft Professur für Kommunikationswissenschaft II (01062 Dresden) [246-L] Gramelsberger, Gabriele: Computerexperimente: zum Wandel der Wissenschaft im Zeitalter des Computers, Bielefeld: transcript Verl. 2010, 313 S., ISBN: INHALT: Die in die Computer implementierte Logik des Zeichengebrauchs hat sich mittlerweile weltweit durchgesetzt und prägt die Organisation von Arbeitsvorgängen, Kommunikationsbedingungen und Denkweisen. Diese Prägung und die sich daraus ergebenden Folgen für die Wissenschaft zu studieren, ist Thema dieses Buches. Dabei ist aus wissenschaftsphilosophischer Perspektive vor allem der Wandel der Wissenschaft in Computational Sciences interessant. Dieser Wandel zeigt sich in der zunehmenden Verwendung des Computers als in-silico Experimentalsystem und in der Durchführung von Computerexperimenten, auch Simulationen genannt. Diese Verwendungsweisen findet man mittlerweile in allen Disziplinen. Nirgends zeigt sich der Einfluss des Computers auf die Wissenschaft deutlicher als in den Computerexperimenten, denn er geht mit einer neuen Form der Wissensproduktion einher, welche die klassischen Methoden der Naturwissenschaften - Theorie, Experiment, Beobachtung, Messung erweitert. Die Folgen dieses Wandels wissenschaftlicher Wissensproduktion wirken sich zunehmend auf Gesellschaft und Alltag in Form neuer Technologien und Prognostiken aus. Prominentestes Es sind genau diese Disziplinen, die in den aktuellen Wandel der Wissenschaften im Zeitalter des Computers involviert sind. Von daher stehen die Epistemik und Praktik wissenschaftlicher Simulationen, am Beispiel der Klimamodellierung, im Mittelpunkt dieser Untersuchung. Die Studie gliedert sich in drei Teile: I. Die Rekonstruktion des historischen Kontexts der Computerexperimente, II. eine Computerlaborstudie zur Klimamodellierung in Deutschland und III. die philosophische Verortung der Computerexperimente und des Wandels wissenschaftlicher Wissensproduktion. Während in der historischen Rekonstruktion zahlreiche Wissenschaftler ihrer Zeit in Form von Zitaten zu Wort kommen, zeichnet die Computerlaborstudie anhand von Interviewausschnitten und Materialien ein Bild der aktuellen Forschungspraktiken in den Computational Sciences. Die abschließende philosophische Diskussion wiederum lässt die wissenschaftsphilosophischen und -theoretischen Einord-

168 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 167 nungsversuche der Simulation als neue Methode Revue passieren und fügt dieser eine eigene Verortung hinzu. (ICF2) [247-F] Grötzbach, Jochen, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Hofmeister, Heather, Prof.Ph.D. (Betreuung): Technikakzeptanz und Techniktransfer als Mittel zur Milderung sozial-ökologischer Konflikte im Modernisierungsprozess INHALT: Ausgehend davon, dass der Klimawandel nicht mehr vollständig vermeidbar aber durchaus beherrschbar ist, rücken technische Problemlösungen sowie differenzierte regionale und kulturelle Konzepte in den Blickpunkt. Die Dissertation baut auf den theoretischen Grundlagen Émile Durkheims auf und betrachtet die soziale, kulturelle und technische Modernisierung sowie die kulturelle und natürliche Evolution unter den Zusammenhängen zwischen Bevölkerungswachstum, Arbeitsteilung, sozialem Wandel, technischer Entwicklung und Anpassungsfähigkeiten von Gesellschaften. Technische Errungenschaften können soziale Ungleichheiten sowohl erhöhen als auch verringern. Ebenso verhält es sich mit ihrer Wirkung auf den fortschreitenden Klimawandel. Akzeptanz, Zugang, rationale Auswahl und Transfer von Technik sind somit entscheidend für die langfristigen ökonomischen, sozialen und vor allem ökologischen Folgen bzw. Kosten. Oft scheitert ein viel versprechender Techniktransfer aufgrund unterschiedlicher kultureller Erfahrungen und Erwartungen der Projektpartner, unzureichender Kommunikation oder nicht an die kulturelle und soziale Situation angepasster Kooperationsformen. Ziel der Arbeit ist es, diese Zusammenhänge sowie mögliche Lösungsstrategien anhand einer einfachen und fast überall sinnvoll implementierbaren Technik zur Reduzierung von sozial-ökologischen Problemen zu veranschaulichen. GEOGRAPHISCHER RAUM: Südamerika (Bolivien, Peru), Afrika (Ghana, evtl. Tansania) METHODE: Aufbauend auf Modernisierungstheorie Émile Durkheims qualitative Interviews (problemorientiert, Critical Incidents) mit Experten und Projektarbeitern mit interkulturellen Erfahrungen in Südamerika und Afrika bezüglich des Techniktransfers von Solarlampensystemen. DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: 10-15; Konzentration auf Bolivien/ Peru und Ghana -evtl. auch Tansania-; Auswahlverfahren: Quota, bzw. total). ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Technische Hochschule Aachen, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie Lehr- und Forschungsgebiet Gender- und Lebenslaufforschung (Theaterplatz 14, Aachen) KONTAKT: Breuer-Glasner, Lis (Tel , [248-F] Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften -IFK-: Simulation. Zur Technikgeschichte wissenschaftlichen Wissens seit 1945 INHALT: Ob in Physik, Chemie oder Biologie, ob in Elektrotechnik, Maschinenbau oder Raumfahrt, ob in Rüstungs-, Gen- oder Klimaforschung, ob in Politik, Ökonomie oder Soziologie, ob in Neurologie oder Nanotechnologie: Man vermag kaum mehr einen Forschungsbereich zu nennen, der nicht essenziell von Verfahren und Simulation abhängig wäre. Bereits in den 1960er-Jahren verglich J. C. R. Licklider deshalb ihre Bedeutung mit der des Buchdrucks. Innerhalb einer medien- und technikorientierten Archäologie unserer Gegenwart gilt es daher zu

169 168 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen rekonstruieren, wie sich zahlreiche Wissenschaften (sei es implizit oder explizit) in Computerwissenschaften verwandelt haben. Dabei ist die Computersimulation von der wesentlich älteren "Modellierung" (beispielsweise ideales Gas, schwarzer Körper, vollkommener Markt usw.), mit der sie bis heute systematisch tief verbunden ist, als neue Qualität zu unterscheiden - insbesondere hinsichtlich der Fragen von Verzeitlichung, Bildlichkeit und Kontingenz. Innerhalb einer Entwicklung vom "computer-as-tool" zum "computer-as-nature" (Galison) erscheinen erkenntnistheoretische, wissenshistorische und wissensschaftssystematische Herausforderungen, die von den Geisteswissenschaften (und selbst von der Wissenschaftsgeschichte) bislang weitgehend ignoriert wurden. Das Forschungsprojekt widmet sich daher der Bedeutung und Reichweite der Simulation für die Konstitution wissenschaftlichen Wissens in den letzten 50 Jahren. Dabei geht es einerseits um historische Fallstudien, die an exemplarischen Konstellationen den Zusammenhang von ästhetisch-technischen Dispositiven und wissenschaftlichem Wissen veranschaulichen (Modellierungsansätze, Progammiersprachen, Qualitätssprünge etc.). Andererseits soll die kulturhistorische Reichweite und erkenntnistheoretische Bedeutung der Simulation für die Genese "postmoderner" Wissenschaften abgesteckt werden. Als Leitfragen dienen dazu die veränderten Verhältnisse von Theorie und Experiment, Gesetz und Regel, Beweis und Demonstration, Operationalität und Sichtbarkeit sowie Faktizität und Fiktionalität. ZEITRAUM: seit 1945 ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften -IFK- (Reichsratsstr. 17, 1010 Wien, Österreich) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , Fax: , [249-L] Kassung, Christian (Hrsg.): Die Unordnung der Dinge: eine Wissens- und Mediengeschichte des Unfalls, Bielefeld: transcript Verl. 2009, 473 S., ISBN: INHALT: "Wer auf das 20. Jahrhundert zurückschaut, der sieht sich konfrontiert mit einer erstaunlichen Regelmäßigkeit von Unfällen und Katastrophen. Mal mehr, mal weniger häufig, mal lokal begrenzt und dann von globaler Prominenz: Unfälle gelten einerseits als das Paradigma des Unvorhersehbaren und Zerstörerischen. Andererseits lernen Kulturen offensichtlich so regelmäßig aus den Störungen ihres technischen Fortschritts, dass sich die Frage nach einem Zusammenhang von Unfall und Wissensgeschichte geradezu aufdrängt. Ist unsere kulturelle Ordnung paradoxerweise deshalb stabil, weil es Unfälle gibt?" (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Paul Virilio: Der integrale Unfall (7-8); Burkhardt Wolf: Schiffbruch mit Beobachter (19-48); Esther Fischer-Homberger: Der Eisenbahnunfall von 1842 auf der Paris- Versailles-Linie (49-88); Matthias Bickenbach: Robert Musil und die neuen Gesetze des Autounfalls (89-116); Christoph Asendorf: "A lot of things can be masked" ( ); Christian Kassung: Der Untergang der Kursk und die Wissensgeschichte der seismischen Forensik ( ); Harry Collins, Trevor J. Pinch: Auf den Start reduziert: Das Challenger-Unglück ( ); Peter Glasner: Entgleisungen im deutschen Kaiserreich ( ); Bernd Stiegler: Katastrophen und ihre Bilder ( ); Wolfgang Hagen: "M. G. Y. - What is the matter with you?" ( ); Albert Kümmel-Schnur: "Immer Erklärungen. Sprechen. Das muss aufhören!" ( ); Jörg Potthast: Papier, Bleistift & Bildschirm ( ); Wolfgang Coy: Unsichtbar wird der Fehler, wenn sich alle daran gewöhnt haben ( ); Olaf Briese:

170 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 169 Die Aporie des Größten Anzunehmenden Unfalls ( ); Nicolas Pethes: Accidental Experiments ( ); Ulrike Brunotte: Unfall-Wissen ( ); Benno Wagner: Kafkas Poetik des Unfalls ( ); Thomas Macho: Unfall oder Selbstmord? ( ). [250-L] Krech, Hans: Iran Der innenpolitische Machtkampf um das Atomprogramm im Spiegel der iranischen Presse, in: Michael Staack (Hrsg.): Die Zukunft der nuklearen Ordnung, Bremen: Ed. Temmen, 2009, S INHALT: Der Verfasser zeigt, dass der islamistische Radikal-Reformer Mahmud Ahmadinezad überraschend die Präsidentschaftswahlen 2005 in Iran mit populistischen Wahlkampfslogans gewonnen hat. Er versprach Jobs für die Arbeitslosen und Druck auf die USA und die EU, um die Aufhebung der US-Sanktionen zu erzwingen. Aus dem Programm zum Fertigbau des Atomkraftwerkes in Busher wurde eine verdeckte Drohung zur Entwicklung iranischer Atomwaffen. Zudem drohte Präsident Ahmadinezad mehrfach aus innenpolitischen Gründen für die Mobilisierung seiner Anhänger mit der "Auslöschung" Israels und leugnete den Holocaust. Vor diesem Hintergrund sind Anfang 2007 Pläne Israels bekannt worden, die iranischen Atomanlagen mit Luftangriffen zerstören zu wollen. Es wird argumentiert, dass diese Informationen für innenpolitische Zwecke instrumentalisiert worden sind. In diesem Kontext werden die wirtschaftlichen, arbeits- und sozialpolitischen, militärischen und politischen Rahmenbedingungen für das Nuklearprogramm Irans untersucht. Anschließend werden diverse Facetten des Nuklearprogramms in der Berichterstattung der iranischen Presse thematisiert. (ICF2) [251-L] Lemke, Thomas: Die Genetifizierung der Medizin: Dimensionen, Entwicklungsdynamiken und Folgen, in: Widerspruch : Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 29/2009, H. 56, S (Standort: FES Bonn(Bo133)-X3504) INHALT: Um die Interaktionsdynamik zwischen medizinischen und genetischen Forschungsergebnissen und Praktiken auf der einen und soziokulturellen Prozessen auf der anderen Seite erfassen zu können, wird häufig auf den Begriff der Genetifizierung zurückgegriffen. Der Neologismus dient in der sozialwissenschaftlichen Literatur und in der öffentlichen Debatte als ein (kritisches) Analyseinstrument. um eine (medizinische) Perspektive zu untersuchen, die in Genen eine Art Programm für die Entwicklung und Steuerung des Organismus sieht und die Genetik als das zentrale konzeptionelle Modell zur Erklärung menschlichen Lebens und Verhaltens, von Gesundheit und Krankheit, Normalität und Abweichung betrachtet. In der Studie wird die "Genetifizierung" der Medizin als Ensemble von drei analytisch voneinander zu unterscheidenden Prozess-Ebenen analysiert: 1. der konzeptionell-theoretischen Ebene (die epistemische Ordnung von Krankheiten nach molekulargenetischen "Ursachen" statt nach ihrem klinischen Erscheinungsbild), 2. der medizinisch-praktischen Ebene (Einsatz genetischen Wissens und gentechnologischer Verfahren für Diagnose, Prävention und Therapie von Krankheiten) und 3. der politisch- institutionellen Ebene (Rekurs auf genetische Faktoren in der Gesundheitspolitik und -aufklärung sowie im Rahmen von Public Health-Strategien). Es wird argumentiert, dass sich mit der Genetifizierung der Medizin ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit abzeichnet. Krankheit erscheint hier vor allem als ein

171 170 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen "Fehler" oder "Defekt" im genetischen Make-up eines Individuums oder als Folge einer Kombination genetischer Dispositionen mit anderen Risikofaktoren. Ziel des neuen Paradigmas ist die Prävention von Gesundheitsgefahren durch die möglichst exakte Voraussage individueller Krankheitsrisiken. Diese "prädiktive Medizin" nimmt Entwicklungstrends der präventiven Medizin auf und zielt ebenso wie diese auf die Überwachung gesunder Individuen und Populationen. Allerdings lässt sich auch eine Reihe von Differenzen beobachten. Die beiden medizinischen Rationalitäten unterscheiden sich hinsichtlich des Risikotyps, der Körperreferenz, des Interventionsmodus' und des Zurechnungsmodells. (ICF2) [252-L] Lösch, Andreas; Gammel, Stefan; Nordmann, Alfred: Observieren - Sortieren - Regulieren: zur gesellschaftlichen Einbettung nanotechnologischer Entwicklungsprozesse (Bestandsaufnahmen und Modellentwurf), in: Stefan Gammel (Hrsg.) ; Andreas Lösch (Hrsg.) ; Alfred Nordmann (Hrsg.): Jenseits von Regulierung: zum politischen Umgang mit der Nanotechnologie, Heidelberg: Akad. Verl.-Ges. AKA, 2009, S INHALT: Die Unbestimmtheit des Gegenstandes "Nanotechnologie" und entsprechend umfassende Sicherheitsansprüche an Produkte und Verfahren machen Anpassungen gesetzlicher Regularien nach Meinung der Autoren nahezu unmöglich. Den systematischen Defiziten gesetzlicher Regulierung wird zwar versucht, durch "weiche" Maßnahmen - wie die permanente Observation der Entwicklungen, industrielle Selbstregulierung durch "Codes of Conduct" und Legitimation stiftende Multi-Stakeholder-Dialoge - zu begegnen. Doch diese Maßnahmen können die Herausforderungen der Nanotechnologie alleine nicht in angemessener Form bewältigen, denn sie verabschieden sich von den Prinzipien klassisch-gesetzlicher Regulierung und bedeuten damit auch einen Rückzug von den Möglichkeiten der Intervention. Die Option des Eingriffs in die Entwicklungsprozesse ist jedoch für einen verantwortlichen und gesellschaftlich abgefederten Umgang mit den Unsicherheiten des neuen Technologiefeldes unverzichtbar. Diese Tatsachen machen ein reflexives Urteilsverfahren als kollektiven Lernprozess und Bürgervertrauen stiftende Maßnahme erforderlich. Die vorliegende Studie entwirft hierzu das institutionelle Modell einer "Raster-Sonden-Agentur", die eine Lerngemeinschaft aus Experten aller relevanten Felder der Gesellschaft, z. B. Wissenschaften, Industrie, Gewerkschaften, Kirchen, NGOs und Konsumenten, beinhaltet und welche unter Offenlegung bestehender Wissensgrenzen zu Urteilen über ausgewählte nanotechnologische Produkte, Prozesse oder Diskursphänomene kommen soll. (ICI2) [253-L] Marton, Attila: Self-referential technology and the growth of information: from techniques to technology to the technology of technology, in: Soziale Systeme : Zeitschrift für soziologische Theorie, Jg. 15/2009, H. 1, S (Standort: USB Köln(38)-M XG 07784; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: "Dieser Artikel ist ein Versuch, Technologie selbst als ein Gebiet soziologischer Forschung zu erarbeiten. Bis jetzt wurde Technologie zumeist als ein nicht-soziales Artefakt gehandhabt und nur ihr Einfluss auf die moderne Gesellschaft war für Sozialforscher von Interesse. Diese herkömmliche Sichtweise basiert auf der Cartesianischen Subjekt/ Objekt Dichotomie in der Form Gesellschaft/ Technologie. Gegenwärtige technologische Entwicklungen jedoch widerlegen diesen sozialwissenschaftlichen Zugang. Technologie ist am Sprung zur

172 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 171 operationalen Schließung, zum re-entry und somit zur Selbstreferentialität. Eine systemtheoretische Herangehensweise an Technologie, als funktionierende Simplifizierung und Containment, könnte sich als viabler Ausgangspunkt herausstellen, um eine abstraktere und akkuratere Konzeptualisierung von Technologie zu erreichen. In den letzten Abschnitten wird die Arbeit von Kallinikos über 'Information Growth', ein Versuch Technologie als ein systemisches und paradoxes Konzept zu beobachten, vorgestellt. Schlussendlich schlägt der Artikel eine neue Herangehensweise an den Technologiebegriff vor, welcher auf folgenden drei Bausteinen beruht: 1. eine operationale und nicht artefaktbasierte Definition der Technologie, 2. die Ausdifferenzierung der Technologie als historische Entwicklung und 3. das re-entry der Technologie in der Form der Technologie zweiter Ordnung." (Autorenreferat) [254-L] Nowotny, Helga; Testa, Giuseppe: Die gläsernen Gene: die Erfindung des Individuums im molekularen Zeitalter, (edition unseld, 16), Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009, 159 S., ISBN: INHALT: Den Lebenswissenschaften ist, so die Verfasser, eines gemeinsam: Sie schaffen nicht nur neue Entitäten, die unerprobte Wege durch andere Organismen und Körper finden, sondern sie machen auch sichtbar, was vorher nicht zu sehen war. Aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgeholt (und in einen anderen versetzt), verleitet die neue Sichtbarkeit dazu, diesen Lebensformen einen eigenen, essenziellen Status zuzuschreiben. So werden sie - fälschlicherweise - als Agenten angesehen, die selbst handeln können. Am Beispiel des Sportdopings wird gezeigt, wie im Namen einer fiktiven Natürlichkeit sowie einer fiktiven Gleichheit eine letzten Endes illusionäre Reinigung des (natürlichen) Lebens angestrebt wird. Dafür sind nicht zuletzt die Errungenschaften der Molekulargenetik der letzten zwei Jahrzehnte ausschlaggebend, die zur kritischen Überprüfung und Revidierung des Begriffes und der Funktion von Genen geführt haben. Was und wer zu wem gehört, sind Fragen über Identität, Eigentum und Zugehörigkeit, die sich quer durch alle Begegnungen mit der Biotechnologie ziehen. Zwei Aspekte von umstrittener Zugehörigkeit werden in diesem Kontext untersucht. Der erste behandelt umstrittene Abstammungslinien, die eine unvermutete Spannung zwischen Person und Gemeinschaft sichtbar machen. Der zweite Aspekt betrifft Fragen nach den Eigentumsrechten an Genen und anderen Entitäten. Was wem gehört, entscheidet auch darüber, wer zu wem gehört. Für die Gesellschaft stellt sich die Frage, in welcher Weise die molekular erzeugten Lebensformen in die bestehende soziale Ordnung zu integrieren sind. Was aus der Fülle des wissenschaftlich-technischen Potenzials soll, was kann verwirklicht werden? Drei Diskurse liefern darauf partielle und widersprüchliche Antworten: der Innovationsdiskurs, der Risikodiskurs und der Wertediskurs. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Verfasser jene Humantechniken, deren Aufgabe es ist, die soziale Ordnung zu stabilisieren, die durch die Angebote der Lebenswissenschaften aus den Fugen zu geraten droht. Es geht darum, die neu erzeugten Lebensformen und andere biologische Entitäten so in die Gesellschaft zu integrieren, dass eine akzeptable Koexistenz zwischen den Menschen und den von ihnen geschaffenen Artefakten möglich wird. Abschließend wird eine Synthese zur Diskussion gestellt, die im Vermessen des Verhältnisses dreier Bezugspunkte zueinander, einer Art Triangulation, besteht. Sie soll den Blick auf eine mögliche Gestaltung der Zukunft freigeben. Da ist erstens eine zunehmend global agierende Wissenschaft. Die zweite Beobachtung gilt den Erfahrungen der Individuen und der Frage, was es für sie bedeutet, sich in freiwilligen wie unfreiwilligen Zusammenschlüssen auf der molekularen Ebene wiederzufinden. Im dritten Bezugspunkt befinden sich die Institutionen. Ihre Aufgabe ist es, soziale Praktiken, deren offizieller Status

173 172 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen noch umstritten oder nicht festgelegt ist, so zu stabilisieren, dass ein pluralistisches Zusammenleben möglich wird. (ICF2) [255-L] Ott, Ingrid; Papilloud, Christian: Converging institutions: shaping relationships between nanotechnologies, economy and society, in: Stefan Gammel (Hrsg.) ; Andreas Lösch (Hrsg.) ; Alfred Nordmann (Hrsg.): Jenseits von Regulierung: zum politischen Umgang mit der Nanotechnologie, Heidelberg: Akad. Verl.- Ges. AKA, 2009, S INHALT: "Nanotechnologies are technologies applied to a molecular level, which can be embedded in materials including human cells and atoms of mineral, chemical, or physical substrates. Nanotechnologies have been used in attempts to foster interactions between a multitude of products, production processes, and social actors. Just like bio, Info, and cognitive science, nanotechnologies belong to the so called converging technologies, which are expected to change main societal paths toward a more functional and coarser mesh. However, research, development, and diffusion of converging technologies depends on the adaptability of existing economic structures and on the social acceptance of products and services augmented by nanotechnologies. Because of these characteristics, extemalities and the risk of systemic divergences caused by potentially non-controllable or unwanted interactions between sectors, actors, and environments may arise and disturb the efficiency of the innovation process. Converging institutions, however, aim to manage these market imperfections and social risks in the long run." (author's abstract) [256-F] Papilloud, Christian, Jun.-Prof.Dr. (Bearbeitung): Cultural Technologies within a Technological Culture. On the Hybrid Construction of Social Life INHALT: In the cultural and social sciences, the contemporary discourses on identity largely take place within the scope of the debates on the death of the Subject inaugurated by the critical contemporary readings of the structuralist tradition after WW-II, particularly the related work of the French philosopher and social scientist Michel Foucault. Today, this kind of interpretation is a commonplace within the sociology of identity, which is impossible to circumvent. It is reinforced by its convergence and its complementarities with the critical theses against modern colonialism, arid the security stake in the industrialized countries underlines by the recent public policy research. In this concert of harmonised voices not only in the field of the scientific disciplines, but also on an international level, one often misses to consider the other facet of the coin, namely: the rebuilt of identity. The book which the researchers propose introduced this problematics considering the word "rebuilt" not as a metaphorical one, but as an ensemble of operations related to the intervention of technology in the life of the individuals and in society, with which one makes identity without pun, i.e. where the identity becomes a field of experimentations, where one reparameters its resources, pre-defines and prefabricates its limits. If social sciences will undoubtedly live still for a time in the probabilistic ideal of individuals and societies considered as achievements of some few possibles among a world of other ones, the reflexion conducted on the experimentation of identity pragmatises the prospect. The technological instrumentation seen as a new cultural layer within modern societies, and their products distributed in the public as current human consumption goods become to-

174 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 173 day the agents of a world of possibles which are embedded in our daily life. These possibles are more or less technologically contextual\ zed, predefined, pre-directed, pre-registered. Thus, their world is not more a metaphysical one, but the world of the conditions favouring the rebuilt of identity, which becomes its experimental plan. The description and the analysis of the conditioning of these possibles are the first stake of each contribution presented in this book by various specialists coming from Germany, England, Canada, France and the United States. Each contribution provides a thought on this topic from its particular point of view, which can be differentiated according to three complementary levels of the analysis on identity that they support, namely the anthropological level, the psychosocial and the social-political one. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Lüneburg, Fak. I Bildungs-, Kultur- und Sozialwissenschaften (Scharnhorststr. 1, Lüneburg) KONTAKT: Institution -Sekretariat- (Tel , [257-L] Potthast, Jörg: Papier, Bleistift & Bildschirm, in: Christian Kassung (Hrsg.): Die Unordnung der Dinge : eine Wissens- und Mediengeschichte des Unfalls, Bielefeld: transcript Verl., 2009, S INHALT: Die Medialität technischer Medien bleibt im Normalbetrieb verborgen oder wird im Unfall offenbar. Bei Pannen und Störfällen zeigt sich nicht bloß die Medialität des Mediums. Es zeigt sich zugleich, dass die Unterstellung medialer Konvergenz im technischen Alltag unhaltbar ist. Der vorliegende Beitrag geht am Beispiel der Flugsicherung folgenden Fragen nach: Wie erklärt sich der verlässliche Betrieb technischer Systeme, in denen die Differenz der Medien (Radar, Rechner, Papier und Bleistift) fortbesteht? Wie werden technische Abläufe, die sich auf unterschiedliche mediale Träger verteilen, aufeinander abgestimmt? Und warum koexistieren in den Zentren der Flugsicherung Radarbildschirm, Papier und Bleistift? Die Ausführungen zeigen, dass notwendige Abweichungen von der Regel dazu beitragen, Betriebsabläufe auf hochgradig verlässliche Weise zu gewährleisten. Tolerierte Regelverletzungen, die sich im Alltagsbetrieb zwangsläufig einstellen, stiften ihrerseits praktische Regeln. Das führt dazu, dass sich Unfälle ereignen, obwohl sich alle Beteiligten regelkonform verhalten haben - aber eben in Bezug auf alternative Regelbestände: Auf der einen Seite Unfälle, für deren Erklärung keine Regelverstöße ausgemacht werden können; auf der anderen Seite ein stabiler Normalbetrieb, der nur mit Hilfe von Regelverletzungen aufrecht erhalten werden kann. Diese Paradoxie begründet ein praxistheoretisches Forschungsprogramm: "Working in practice but not in theory". (ICA2) [258-L] Prinz, Aloys; Steenge, Albert E.; Isegrei, Nina (Hrsg.): New technologies, networks and governance structures, (Wirtschaft: Forschung und Wissenschaft, Bd. 24), Berlin: Lit Verl. 2009, 144 S., ISBN: INHALT: "This volume contains a selection of papers on new technologies, networks and governance structures presented at the Rothenberge Seminar 2007, a joint venture of the School of Management and Governance of the University of Twente, the Institute of Public Economics of the Westfälische Wilhelms-Universität Münster and the Faculty of Economics and Business of the University of Groningen. Each paper explores a specific aspect of newly emerging

175 174 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen technologies. The contributions range from a discussion of new conceptualizations of procuring knowledge to problems generated by targeted governmental policies including weapons production, strategies in adopting new technologies, regulation in environmental issues, the origin of rail transport in the Prussian Rhine Province, and a discussion of the work of the American-Canadian urban theorist Jane Jacobs." (author's abstract): Contracts: Daniele Schiliro: Knowledge, learning, networks and performance of firms in knowledge-based economics (5-30); Gülay Günlük Senesen: Assessing the role of arms production in the economy: the case of Turkey (31-52); Yoram Krozer, Andries Nentjes: Does self-regulation as governance structure in environmental protection spur innovation in clean technology? (53-81); Wilbert Grevers, Frans de Vries, Edwin Woerdman: Tactical responses of producers to innovation policy; transitions in need of governance (82-101); Martin W. Holtermann: The introduction of rail transport in the Prussian Rhine Province: a transaction cost economic history ( ); Pierre Desrochers, Gert-Jan Hospers: Jane Jacobs and the economy of cities ( ). [259-L] Rosahl, Steffen: Mehr als normal: verstehen wir die Enhancement-Debatte?, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 2, S (www.itas.fzk.de/tatup/092/rosa09a.pdf) INHALT: "Der Nachmensch - ein mit Implantaten verstärkter Homo sapiens, dessen körperliche und geistige Fähigkeiten alles bisher menschlich Erreichbare übersteigen - erregt die Fantasie der Öffentlichkeit. Von den Einen gefürchtet, von den Anderen herbeigesehnt scheint er derzeit mehr Fiktion als wissenschaftliche Realität. Wenn die Entwicklung auf dem Gebiet neuroelektronischer Implantate linear verläuft, dann ist ein 'Enhancement' mit Implantaten derzeit noch nicht abzusehen. Doch Linearität ist nicht immer die Regel und die sozialen und ökonomischen Dimensionen einer solchen Entwicklung wären derart massiv, dass die ethische Diskussion darüber schon heute weder zu unterlassen noch aufzuschieben ist." (Autorenreferat) [260-L] Rösch, Olga (Hrsg.): Technik und Kultur, (Wildauer Schriftenreihe : Interkulturelle Kommunikation, Bd. 6), (Tagung "Technik und Kultur", 2008), Berlin: Verl. News & Media 2008, 256 S., ISBN: INHALT: Inhaltsverzeichnis: Alexander Thomas, Stefan Kammhuber: Kultur und Technik im Zeitalter der Globalisierung (18-30); Klaus Wiegerling: Wirkung, Geltung und Funktion der Technik - Zum Verhältnis von Technik und Kultur (31-47); Annely Rothkegel: Wissenssysteme und ihre konzeptuellen Transformationen in der Experten/Nichtexperten-Kommunikation: Technikkommunikation in kultureller Perspektive (48-60); Gerhard Banse, Robert Hauser: Technik und Kultur. Das Beispiel Sicherheit und Sicherheitskultur(en) (61-83); Jasmin Mahadevan: Globale Ingenieurskultur - Mythos oder Realität? Eine narrative Annäherung an die technische Community of Practice am Beispiel deutsch-indischer Kooperationen (84-102); Bettina Strewe: Wie kommt die "Cajtnot" nach Südosteuropa? Beobachtungen zum Zusammenhang von Computerkommunikation und Kulturstandards am Beispiel ausgewählter Länder ( ); Pia Quaet-Faslem: Produktgestaltung für internationale Märkte - zwischen Ignoranz und Klischees? ( ); Yvonne-Gabriele Schoper: Kulturelle Unterschiede im Qualitätsverständnis - dargestellt am Beispiel von technischen Produkten ( ); Kerstin

176 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 175 Röse: Mensch-Maschine-Interaktion in Zeiten des globalen Wandels: Gestaltungsaspekte internationaler IT-Produkte ( ); Rüdiger Heimgärtner, Lutz-Wolfgang Tiede: Technik und Kultur: Interkulturelle Erfahrungen bei der Produktentwicklung für China ( ); Marc Hermeking: Kulturelle Kommunikationsstile in der Mensch-Maschine-Interaktion: Einflüsse auf technische Bedienungsanleitungen und Internet-Webseiten ( ); Bernd Eylert: Mobilfunk und Gesellschaft - Welche Interdependenzen bestehen zwischen beiden Gebieten? ( ); Michael Bongards, Siegfried Stumpf, Rainer Leenen: Interkulturelle Bezüge im Studium der Ingenieurwissenschaften -Erfahrungen und Konsequenzen am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln ( ); Burghilde Wieneke-Toutaoui: Frauen in Ingenieurberufen: EU, Deutschland und Südkorea im Vergleich ( ); Alois Wierlacher, Günter-Ulrich Tolkiehn, Olga Rösch: Gründung des Arbeitskreises "Technik und Kultur" ( ). [261-L] Schaper-Rinkel, Petra: Risiko Nanotechnologie, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 55/2010, H. 1, S (Standort: UB Bonn(5)-Z59/69; USB Köln(38)-FHM XE00157; Kopie über den Literaturdienst erhältlich) INHALT: Die Nanotechnologie-Forschungsförderung wurde in den 90er Jahren in einem exklusiven Zirkel von Vertretern aus Industrie, Technikwissenschaften und Ministerien vorbereitet. Da transdisziplinäre Wissensformen, mittels derer beispielsweise das Vorsorgeprinzip von vornherein hätte konkretisiert werden können, nicht in die Forschungsprogrammatik einbezogen waren, müssen Regularien im Nachhinein entwickelt werden. Diese Reparaturarbeiten im Nanokosmos, die insbesondere Regularien für nicht-gebundene Nanopartikel in Kosmetik und Lebensmitteln entwickeln helfen sollen, sind zwar zentral für eine "verantwortungsvolle Entwicklung", kommen jedoch ein weiteres Mal viel zu spät. Diese Entwicklung könnte sich wiederholen: Denn in Bälde könnten qualitativ neuartige Nanotechnologien entwickelt werden. Im Wettlauf der Zukunftstechnologien wird die Staffel rasant weitergegeben, denn dem Nano-Hype folgte die Diskussion über konvergierende Technologien. Jetzt steht die Debatte über synthetische Biologie an. Nur wenn es gelingt, gesellschaftliche Kernfragen (wie beispielsweise den Umgang mit dem Klimawandel) von vornherein in die vermeintlich nur technischen Fragestellungen neuer Forschungsgebiete zu integrieren, wird eine wirksame Governance der Risiken von Zukunftstechnologien möglich. Nur dann werden sich Zukunftstechnologien auf gesellschaftliche Erfordernisse ausrichten lassen. (ICF2) [262-L] Schmidt, Jan C.: Interdisziplinäre Technikbildung: ein programmatischer Entwurf, in: Technikfolgenabschätzung : Theorie und Praxis, Jg. 18/2009, Nr. 3, S (www.itas.fzk.de/tatup/093/schm09a.pdf) INHALT: "Mit der 'Interdisziplinären Technikbildung' wird in programmatischer Perspektive ein neuer Begriff vorgeschlagen. Er soll die Diskussion über interdisziplinäre Studienmodule in der technik-, natur- und informationswissenschaftlichen Hochschullehre stützen und stärken. Interdisziplinäre Technikbildung zielt (in Ergänzung zur jeweiligen Fachkompetenz) auf die Entwicklung von Sach-, Handlungs- und Urteilsbildungskompetenz über die Bedingungen, Wirkungen und Folgen von Technik und Wissenschaft in unseren spätmodernen Wissensge-

177 176 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen sellschaften. In diesem Sinne umfasst und bedarf Interdisziplinäre Technikbildung der TA. Im Folgenden wird das an der Hochschule Darmstadt erarbeitete Rahmenkonzept der Interdisziplinären Technikbildung skizziert." (Autorenreferat) [263-F] Sellke, Piet, M.A.; Schröter, Regina (Bearbeitung); Renn, Ortwin, Prof.Dr.Dr.h.c. (Leitung): Development and application of a standardized methodology for the PROspective SUstaInability assessment of TEchnologies INHALT: The objectives of this WP are a) to review the existing research and literature in the fields of technology assessment, foresight, sustainability indicators, social indicators and quality of life indicators; b) to generate a concept of social sustainability that is comprehensive, consistent and inclusive and allows a coherent transformation into an operational list of measurable indicators with the sub goals: 1. to delineate from such a concept a list of social indicators that relate to both social sustainability and technology development; 2. to integrate the findings of technology assessment, technology foresight, social life-cycle assessment, social indicators and social sustainability studies into one coherent and consistent perspective; c) to select quantitative indicators whenever possible and additional qualitative indicators where needed with the sub goals: 1. to develop special methodological tools for operationalizing indicators directed towards assessing the social and institutional conditions responsible for social well-being and equitable opportunities; 2. to provide protocols for measuring those indicators that demand input from stakeholders or the general public (survey and participatory approaches); 3. to develop additional indicators for different types of technologies and countries; d) to address the special problems of complexity, uncertainty and ambiguity in designing and measuring social indicators. METHODE: Normativ-funktionalistischer Forschungsansatz: der Theorieansatz, der es ermöglicht, in einem Konzept von Nachhaltigkeit sowohl ökologische und soziale Tatbestände, aber auch normative Urteile z.b. im Hinblick auf Lebensqualität oder Gerechtigkeit zu berücksichtigen. Diese können mit Hilfe von Indikatoren festgestellt werden und in eine Lebens-Zyklus- Analyse einfließen, welche die Folgen von Großtechnologien abschätzbar machen soll. Der Forschungsansatz ist insofern als moderat-realistisch einzustufen. DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen. Gruppendiskussion. Qualitatives Interview. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Europäische Kommission FINAN- ZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: DIALOGIK gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbh (Lerchenstr. 22, Stuttgart) KONTAKT: Sellke, Piet (Tel , [264-F] Spector, J. Michael, Ph.D. (Bearbeitung); Ifenthaler, Dirk, Dr.; Pirnay-Dummer, Pablo, Dr. (Leitung): Highly Integrated Model Assessment Technology and Tools (HIMATT) INHALT: Effective and efficient measurement of the development of skill and knowledge, especially in domains of human activity that involve complex and challenging problems, is important with regard to workplace and academic performance. However, there has been little

178 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 177 progress in the area of practical measurement and assessment, due in part to the lack of automated tools that are appropriate for assessing the acquisition and development of complex cognitive skills. In the last two years, an international team of researchers has developed and validated an integrated set of assessment tools called HIMATT (Highly Integrated Model Assessment Technology and Tools) which addresses this deficiency. HIMATT is Web-based and has been shown to scale up for practical use in educational and workplace settings, unlike many of the research tools developed solely to study basic issues in human learning and performance. In this paper, The researchers describes the functions of HIMATT and demonstrate several applications for its use. Additionally, we present two studies on the quality and usability of HIMATT. We conclude with research suggestions for the use of HIMATT and for its further development. METHODE: Empirisch, quantitativ. Technologische Studien, Interventionsforschung, Design- Experimente, Validierungsstudien. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt DA- TENGEWINNUNG: Aktenanalyse, standardisiert (Stichprobe: ; Unternehmensdokumente; Auswahlverfahren: total). Experiment (Stichprobe: 47; Studierende; Auswahlverfahren: quasi). VERÖFFENTLICHUNGEN: Ifenthaler, D.; Pirnay-Dummer, P.: Assessment of knowledge: do graphical notes and texts represent different things? Proceedings of the AECT, Louisville, KY, USA Pirnay-Dummer, P.; Ifenthaler, D.; Spector, J.M.: Highly integrated model assessment technology and tools. Educational Technology Research and Development, doi: /s Pirnay-Dummer, P.: Complete structure comparison. in: Ifenthaler, D.; Pirnay-Dummer, P.; Spector, J.M. (eds.): Computer-based diagnostics and systematic analysis of knowledge. New York: Springer (in press).+++pirnay-dummer, P.; Ifenthaler, D.: Automated knowledge visualization and assessment. in: Ifenthaler, D.; Pirnay- Dummer, P.; Spector, J.M. (eds.): Computer-based diagnostics and systematic analysis of knowledge. New York: Springer (in press).+++schlomske, N.; Pirnay-Dummer, P.: Model based assessment of learning dependent change within a two semester class. in: Educational Technology Research and Development, 57, 2009, 6, pp ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Institution; Wissenschaftler INSTITUTION: Universität Freiburg, Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät, Institut für Erziehungswissenschaft Abt. Lernforschung und Instructional Design (Rempartstr. 11, Freiburg im Breisgau) KONTAKT: Pirnay-Dummer, Pablo ( Dr. Tel , [265-F] Werle, Raymund, Dr.; Dolata, Ulrich, PD Dr. (Bearbeitung): Bringing technology back in: Sozioökonomische und institutionelle Auswirkungen von Technik INHALT: Seit den 1980er-Jahren liegt der Schwerpunkt der sozialwissenschaftlichen Technikforschung auf Untersuchungen zur sozialen Genese und Gestaltung von Technik. In diesem Projekt wird demgegenüber die andere, im vorherrschenden Sozialkonstruktivismus übersehene Seite der "Ko-Konstruktion" von Technik und Gesellschaft thematisiert. Im Mittelpunkt stehen die mit ihrer Entstehung und Durchsetzung einhergehenden sozioökonomischen und institutionellen Wirkungen neuer Techniken. Untersucht wird der Einfluss verschiedener Techniken auf sektorale und institutionelle Strukturen sowie deren Anpassung oder Widerständig-

179 178 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen keit gegenüber dem technischen Wandel. Zentrale und miteinander interagierende Variablen, die die Dynamiken und die Muster des Wandels prägen, sind die Eingriffstiefe (neuer) Techniken einerseits sowie die Verarbeitungs- und Anpassungsfähigkeit der betroffenen Sektoren andererseits. Das Projekt verfolgt konzeptionelle und theoretische Ziele und soll die theorieorientierte Debatte zu Prozessen soziotechnischen Wandels stimulieren. METHODE: In einem zweitägigen Autoren-Workshop am Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung im März 2006 wurde der Einfluss von Technik auf sozioökonomische und institutionelle Strukturen bzw. die Wechselwirkung zwischen diesen und der Technik an Fallbeispielen aus verschiedenen Technikfeldern empirisch analysiert und in technologieübergreifend vergleichender Perspektive theorieorientiert diskutiert. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Fritz Thyssen Stiftung INSTITUTION: Universität Bremen, Forschungszentrum Nachhaltigkeit -artec- (Postfach , Bremen); Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (Paulstr. 3, Köln) KONTAKT: Dolata, Ulrich (Dr. od. Werle, Raymund [266-F] Witt, Nadine, M.A.; Trevisan, Bianka, M.A.; Schweikardt, Christoph, Priv.-Doz. Dr.; Altenbach, Fabian, Dipl.-Ing.; Minwegen, Andreas, Dipl.-Ing.; Arning, Katrin, Dr.phil. (Bearbeitung); Hofmeister, Heather, Prof.Ph.D. (Leitung): "HUMIC" - Akzeptanzbewertung als integraler Bestandteil von Entwicklung und Ausbau komplexer technischer Systeme. Am Beispiel Mobilfunk INHALT: Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung von Prozessen der Spezifikation, der Entwicklung, der Ausbauplanung, des Aufbaus und Ausbaus komplexer technischer Systeme durch die Integration von Akzeptanz als prozessimmanenter Faktor. Prozesse dieser Art erstrecken sich über große Zeiträume und erfordern hohe Investitionen. Die Bewertung komplexer technischer Systeme ist fragil, sie hängt ab von wahrgenommenen oder zugeschriebenen Eigenschaften und ihrer Bewertung durch Individuen und soziale Systeme. Im Projekt wird geprüft, wo (Prozessschritte) und wie (Verfahren und Methoden) im Prozess der Systementwicklung und -umsetzung Akzeptanzaspekte berücksichtigt werden sollten. Die Grundannahme ist, dass Akzeptanz modelliert werden kann als Funktion objektbezogener wie nicht-objektbezogener Parameter und ihrer Bewertung durch Instanzen (Nutzer, Nichtnutzer, gesellschaftliche Systeme). Die Entwicklung erfolgt exemplarisch für Mobilfunksysteme, das Modell soll grundsätzlich auf andere komplexe technische Systeme übertragbar sein. METHODE: Die Verschränkung von Ingenieurwissenschaften und Humanities ergibt sich in zweifacher Weise: Die Humanities entwickeln in Kooperation mit den Ingenieurwissenschaften ein integratives Bewertungsmodell für komplexe technische Systeme unter Einbeziehung technischer Systemeigenschaften (sowie Methoden ihrer Erhebung und Relationierung). Ziel ist die Entwicklung von Ansätzen, die mit verschiedenen, auf einander abgestimmten Methoden Bewertungen komplexer technischer Systeme erfassen. Die Ansätze berücksichtigen unterschiedliche Betrachtungsebenen in ihrer Wechselwirkung (soziale, kulturelle, individuenwie gruppenbezogene, aber auch technische und ökonomische Größen) wie auch verschiedene Perspektiven (Nutzer vs. Nichtnutzer, Zielgruppen vs. Betreiber oder Entscheider) und daran gebundene Konflikte. Die Ingenieurwissenschaften modifizieren Prozesse der technischen Systementwicklung und -umsetzung unter Einbeziehung des Bewertungsmodells mit-

180 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Technikgenese, -entwicklung, -folgen 179 tels mathematischer Modellierung und Simulation (von Akzeptanzurteilen und -verhalten über der Zeit). Die Modifikation erfolgt iterativ. Die Lösungsansätze werden exemplarisch an einem Anwendungsbeispiel aus dem Bereich Mobilfunksysteme erprobt. DATENGEWIN- NUNG: Standardisierte Befragung, online; Gruppendiskussion; Qualitatives Interview. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Technische Hochschule Aachen, Human Technology Centre -HumTec- (Theaterplatz 14, Aachen) KONTAKT: Breuer-Glasner, Lis (Tel , [267-L] Wolf, Miriam: Ethische Kontroverse - demokratische Mitwirkung: Bio- und Gentechnologie als Thema der politischen Bildung, (Tutzinger Schriften zur politischen Bildung), Schwalbach am Taunus: Wochenschau Verl. 2009, 124 S., ISBN: INHALT: Dass die Genforschung geeignet ist, unsere Welt grundlegend zu verändern, hat sie seit der Entdeckung der DNA-Struktur durch Watson und Crick im Jahr 1953 bereits auf verschiedenste Weise beeindruckend gezeigt. Zwar überfordert häufig der wissenschaftlich-technische Fortschritt die Gesellschaft der Laien mit Fragen, Entscheidungen und Konflikten. Doch eines haben nahezu alle Menschen, Laien wie Experten, gemeinsam, ganz gleich, wie sie die Auswirkungen der Genforschung beurteilen: Die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung sind für viele nicht durchschaubar, nicht nachvollziehbar und unerklärlich, liegen außerhalb der eigenen Alltagswirklichkeit. Das Buch zeichnet vor diesem Hintergrund die Grundlinien der Debatte nach, die sich rund um den Kompromiss über den Import embryonaler Stammzellen im Jahr 2002 und danach zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft entsponnen hat, erläutert deren Argumentationsweisen und zeigt, dass politische Bildung gerade in bioethischen Fragen zur Urteilsbildung beitragen muss. Bei dem Thema handelt sich um eine grundlegende politische Kontroverse, die weder rechtlich noch (natur-) wissenschaftlich noch durch eine von allen geteilte Moral entschieden werden kann. Weiterhin ist es bei Fragen um die Grundlagen unseres Lebens und um unser Selbstverständnis als Menschen unabdingbar, die demokratische Teilhabe durch politische Bildung zu garantieren bzw. herbeizuführen. (ICA2) 3.14 Transformation; internationale Wissenschaftsbeziehungen, -reformen und Vergleiche; Internationalisierung, Globalisierung [268-L] Alexander von Humboldt-Stiftung (Hrsg.): Deutsch-Chilenische Forschungszusammenarbeit: Tradition und Zukunft, (Diskussionspapiere der Alexander von Humboldt-Stiftung, Nr. 14), Bonn 2009, 137 S. (Graue Literatur;

181 180 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation INHALT: Wolfgang Frühwald: Einführung zum Humboldt-Kolloquium in Chile (5-8); Álvaro Rojas Marin: Die chilenisch-deutsche Wissenschaftskooperation: eine tragfähige Basis für eine vielversprechende Zukunft (9-11); Klaus Bodemer: Die deutsch-chilenische Wissenschaftskooperation - keine Sonderrolle aber wichtige Impulse für eine Neubelebung (12-17); Dirk Schories: Im Zeichen von Wirtschaftskrise und Umweltproblemen gewinnt wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Chile an Bedeutung (18-22); Reinhard Babel: Der lange Marsch der Pinguine oder Das Beben am Ende der Welt. Bildungsreform in Chile - ein Balanceakt zwischen Eliteförderung und sozialer Gerechtigkeit (23-25); Ingo Hahn: Von soliden Menschen und verrückter Geographie. Deutsch-chilenische Kooperation in Wissenschaft und Forschung (26-27); Karsten Berg: Gemeinsames Forschen ist Zukunftssicherung (28-29); Hans-Peter Bähr: Kooperation mit brasilianischen Universitäten im Fach Geodäsie - was ist auf Chile übertragbar? (30-35); Peter Birle: Neue Impulse für die Sozialwissenschaftliche Forschungskooperation zwischen Deutschland und Chile (36-38); Jaime Couso: Deutsch-chilenische Hochschulkooperation im Bereich Rechtswissenschaft (39-42); Servet Martinez, Alejandro Maass, Heinrich Matzinger: Wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Wahrscheinlichkeiten und Bioinformatik der Universidad de Chile und der Universität Bielefeld (43-44); Bernabé L. Rivas: Polymere mit der Fähigkeit zur Abtrennung umweltverschmutzender Metalle (45-49); Joaquin Garcia-Huidobro, Orlando Poblete: Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten. Sechs Maßnahmen, um die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chilenischen Universitäten zu beleben (50-53); Michaela Zimmermann: Die Max-Planck-Gesellschaft in Chile (54-56); Wolfgang Bongers: Der DAAD in Chile: Kooperationen und Projektionen (57-61); Victor Martinez: Empfehlung von Richtlinien für eine Forschungszusammenarbeit Chile-Deutschland am Beispiel der Universität Karlsruhe (TH) (62-64); Lorenzo Cubillos-Osorio: Ursprung, Entwicklung und Gegenwart des Humboldt-Clubs in Chile (65-68). [269-F] Centre Marc Bloch Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften: Wissenschaftliche Kontroversen in deutsch-französischer Perspektive: Vergleich, Beziehungen, Wissenskonzepte INHALT: Im Jahr 2008 hat die Forschungsgruppe METEC (Methoden, Theorien, Fallbeispiele/ Méthodes, théories et études de cas) ein umfassendes Forschungsprogramm entwickelt und ein Forschungsnetzwerk geschaffen, um sich dem Thema der wissenschaftlichen Kontroversen zu widmen. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, auf der Grundlage soziologischer und geschichtlicher Analyse von Beispielen aus dem französischen und deutschen Kontext wissenschaftliche Kontroversen in der Vielfalt ihrer Erscheinungsformen zu untersuchen. Im Vordergrund steht dabei die Analyse der erkenntnistheoretischen, historischen und sozialen Implikationen wissenschaftlicher Kontroversen in ihrer nationalen und transnationalen Tragweite. Die Untersuchung wird auf drei Ebenen vorgenommen: Kontroversen in ihrer nationalen Ausprägung und in transnationalen Zusammenhängen; konstitutiver Charakter der Kontroversen in der Wissenschaftskultur und Formen des Ablaufs der Kontroversen; disziplinäre Sensibilität für Kontroversen sowie ihre sozialen, institutionellen und subjektiven Auswirkungen. Bei der Durchsicht der Forschungsliteratur fiel zudem auf, dass transnationale, vergleichende Fragestellungen weitgehend fehlen. Demgegenüber verspricht gerade die konsequente Befolgung des transnationalen Ansatzes, hier v.a. in Bezug auf Frankreich und Deutschland, einen bedeutenden Erkenntnisgewinn. Dank dieser methodischen Option wird der Fokus vom abstrakten und universellen Modell der wissenschaftlichen Kontroverse, das die Forschung

182 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation 181 zur Zeit dominiert, auf die Rekonstruktion von nationalen Streitkulturen verschoben, die durch historische Ver- und Entflechtungsprozesse entstanden sind und von denen einige im Hinblick auf die longue durée analysiert werden. ART: BEGINN: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Centre Marc Bloch Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften (Schiffbauerdamm 19, Berlin) [270-L] Dippner, Anett: Die Entdeckung der kommunikativen Vernunft: Habermas und die Rezeption der Frankfurter Schule in China, in: Sociologia Internationalis : Internationale Zeitschrift für Soziologie, Kommunikations- und Kulturforschung, Bd. 46/2008, H. 2, S (Standort: USB Köln(38)-XG219; Kopie über den Literaturdienst erhältlich; INHALT: "Nach dem Ende der maoistischen Vorherrschaft eröffnete sich in China mit Beginn der Reformperiode für die Wissenschaft ein neues Forschungsgebiet: die Rezeption westlicher Theorien. Seit den späten 1970er und 1980er Jahren stießen insbesondere die Schriften der Frankfurter Schule auf verstärktes Interesse, um damit politische Entwicklungen und neuere gesellschaftliche Phänomene zu erklären. Die Rezeption der als 'westlicher Neomarxismus' verstandenen kritischen Theorie erfolgte jedoch sehr selektiv: Während Horkheimer und Adorno vor allem vor den Hintergrund ihrer Kulturkritik gelesen werden, steht bei der intensiven Beschäftigung mit Habermas primär das Konzept der Öffentlichkeit in der Moderne im Vordergrund. Dadurch ist Habermas' Denken von der Aussicht bedroht, zu einem argumentativen Baustein für den chinesischen Wissenschaftsdiskurses instrumentalisiert zu werden, der dessen Potenzial einzig im Hinblick auf regionale Verwertbarkeit ausschöpft." (Autorenreferat) [271-F] Ewert, Stefan (Bearbeitung): Hochschulintegration im Ostseeraum: Hochschulpolitik in Mecklenburg-Vorpommern, Estland, Lettland und Litauen und die Bedeutung der "Wissenschaftsgesellschaft Ostseeraum" für die Hochschulentwicklung INHALT: Mittels des Instrumentariums der Hochschul-Internationalisierungsforschung wird untersucht, inwieweit im Hochschulbereich tatsächlich eine verstärkte Vernetzung des Ostseeraums i.s.e. Wissensgesellschaft OSTSEE festzustellen ist. GEOGRAPHISCHER RAUM: Mecklenburg-Vorpommern, Estland, Lettland, Litauen METHODE: Theoretischer Ausgangspunkt der These einer Wissensgesellschaft Ostsee ist die konstruktivistische Idee des region buildings. Der Ansatz wird für den Ostseeraum mittels quantitativer (und teilweise qualitativer) Methoden überprüft. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen. Qualitatives Interview (Stichprobe: ca. 10; hochschulpolitische Akteure -Ministerien u.a.-; Auswahlverfahren: tota). Standardisierte Befragung, face to face (Stichprobe: ca. 40; International Offices der Hochschulen im Untersuchungsgebiet; Auswahlverfahren: total -alle Hochschulen mit mehr als VZ-Studenten 2006/07-). Sekundäranalyse von Individualdaten (Herkunft der Daten: Austauschstatistiken -Erasmus, andere Programme-). Sekundäranalyse von Aggregatdaten

183 182 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation (Herkunft der Daten: UNESCO-Statistiken zu studentischer Mobilität). Feldarbeit durch den Bearbeiter des Projekts. ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität Greifswald, Graduiertenkolleg 619 "Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum" (Domstr. 9a, Greifswald); Universität Greifswald, Philosophische Fakultät, Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft (Baderstr. 6-7, Greifswald) KONTAKT: Bearbeiter ( [272-L] Fuest, Veronika: German-African research co-operation: practices, problems and policies, in: Afrika Spectrum : Zeitschrift für gegenwartsbezogene Afrikaforschung, Jg. 42/2007, H. 3, S (Standort: USB Köln(38)-XA347; Kopie über den Literaturdienst erhältlich; d=/openaccess/afrikaspectrum/2007_3/giga_as_2007_3_fuest.pdf) INHALT: "This paper provides some insights into the policies, practices and problems of German-African co-operation in research projects conducted in Africa. Differences in interests, knowledge domains and competences, in economic, social and political situations, a lack of awareness thereof, power imbalances and a lack of management skills can severely impede a fruitful co-operation. These factors are compounded by institutional constraints in the German academic sector. Germany seems to be conspicuously absent as a participant in international debates and (development) policies of research co-operation between countries of the North and the South. Research funding policies are at great variance with the complex realities particularly in African countries. A critical analysis of policies and practices of research co-operation elsewhere could contribute to a revision of some of the current policies of research funding organizations in Germany." (author's abstract) [273-F] Gerke, Solvay, Prof.Dr.; Laube, Wolfram, Dr.; Op de Hipt, Felix; Aryeetey, Ernest, Prof.; Owusu, George, Dr.; Ahiadeke, Clement, Dr.; Asante, Felix Ankomah, Dr. (Bearbeitung): The program for development studies at the University of Ghana, Legon INHALT: Funded by the German Academic Exchange Service (DAAD) ZEF and the Institute of Statistical, Social and Economic Research (ISSER) cooperate to establish and run the Program for Development Studies at the University of Ghana (UG). The program is part of the Ghanaian-German Center for Development Studies and Health Research at the University of Ghana that also involves the cooperation of the School for Public Health (UG) and the Section for Tropical Medicine of the University of Heidelberg. Given the profile of ISSER and the expertise of ZEF, the cooperation of both institutes raises high expectations with regard to the quality of teaching and the quality of scientific research. The program enhances the teaching and research capacities at ISSER in order to train future policy makers and development practitioners from Ghana and other African countries. It will also provide fresh university graduates from Africa with the opportunity to extend their education on the continent. The program focuses on Development Studies as Ghana and other African countries are still confronted with important problems with regard to their social, economic, and political development. The establishment of the Center of Excellence will build on five pillars: 1. Ph.D program; 2.

184 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation 183 staff development at ISSER; 3. enhanced research infrastructure at ISSER; 4. development of joint research projects; 5. academic exchange and networking. Future perspectives: In the initial phase of the establishment of the Center of Excellence, ZEF's continuous support in curriculum development, the preparation of teaching materials, actual lecturing and student tutoring is meant to guarantee the quality of teaching and research. The expansion and enhancement of research infrastructure such as ISSER's library and the computer lab as well as the establishment of a PhD research group, will contribute to an inspiring academic atmosphere. PhD candidates, who are recruited among top-quality students in Africa, but who often also come from government institutions and research institutes, are not only undergoing sound academic teaching in the area of Development Studies, but are also exposed to training modules targeting their leadership and management skills. Members of ISSER staff, whose capacities will be continuously developed through the participation in capacity building courses in Ghana and Germany, will provide training in areas such as proposal development, project planning, fund-raising and financial management and will enhance the presentation and writing skills of the students. This will ensure that the Ghanaian-German Center for Development Studies not only provides excellence in academic training, but also prepares candidates for their roles as future leaders in the development of their countries. GEOGRAPHISCHER RAUM: Ghana, Legon ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Deutscher Akademischer Austauschdienst -DAAD- INSTITUTION: Universität Bonn, Zentrum für Entwicklungsforschung -ZEF- (Walter-Flex-Str. 3, Bonn) KONTAKT: Laube, Wolfram (Dr. Tel ); Op de Hipt, Felix (Tel ) [274-F] Hilgert, Christian (Bearbeitung): Globalisierungsprobleme deutscher Universitäten. Gesellschaftliche Differenz und organisatorische Einheit von Wissenschaft und Erziehung INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Bielefeld, Fak. für Soziologie, Institut für Weltgesellschaft Graduiertenkolleg 844 "Weltgesellschaft - die Herstellung und Repräsentation von Globalität" (Postfach , Bielefeld) KONTAKT: Bearbeiter (Tel , [275-F] Hüsing, Tobias; Schroeder, Ralph; Meyer, Eric; Kertcher, Zack (Bearbeitung); Barjak, Franz; Robinson, Simon (Leitung): The role of e-infrastructures in the creation of global virtual research communities INHALT: The study will examine the role of e-infrastructure in the creation of global virtual research communities in order to identify the types of e-infrastructure and the modes of development most effective in supporting productive research in Europe. Based on this new understanding, it will provide recommendations to the Commission on how e-infrastructure development can best be promoted through EU policy, including how the necessary resources might be mobilised particularly from the private sector. The study analytical objectives are reached through extensive new empirical work, on which the subsequent policy recommendati-

185 184 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation ons, including a roadmap for action, can be most solidly based. Not least, the study provides a first contribution to policy implementation by raising awareness of recommended action and the new roadmap. Analytical work in the study: 1. explores to what extent e-infrastructures link researchers globally and reduce the effect of geographical distance on research collaboration and other cooperation in academia, i.e. to what extent they contribute to the establishment of global virtual research communities. In particular, it looks at the way e-infrastructures can reduce disadvantages of researchers in peripheral regions and developing countries. 2. analyses the organisational structures and coordination mechanisms of e-infrastructures, their key players in the interaction with the researcher communities, the relevant regulatory and policy aspects and the support they receive by funding and other external bodies. 3. investigates how researchers use e-infrastructures and assesses in detail the benefits and costs for global virtual research communities, where they accrue and to what extent they influence effective adoption and productive use. Policy-related work in the study includes: 4. drafting a roadmap for future policy action suited to maximising benefits of e-infrastructures in the establishment and effective work of virtual research communities. Construction of the roadmap will take into account empirical results, and analysis of current policy, making full reference to work by ESFRI on European requirements for research infrastructure generally, and in particular to the ESFRI roadmap series. 5. wide dissemination of the agreed roadmap and its validation in close interaction with researchers and other key stakeholders - funding bodies, research foundations and councils, ministries, NRENs, computing centres etc. As our concern involves both e-infrastructure providers and their respective virtual research communities, questions to be addressed in this project include: What kinds of e-infrastructures are successful and less successful in anticipating and catering to the needs of virtual research communities? How well do e-infrastructure providers define, consult, plan for, engage with and overcome bottlenecks in scaling up to match growth in their user community, and coordinate with other complementary tools and resources to maintain a unique profile while also integrating with other synergetic efforts? How do e-infrastructures implement a strategy to ensure that they make an essential contribution to their community of beneficiaries? What kinds of instruments do e-infrastructures need to gauge and adjust their provisions on an ongoing basis in order to cater to their communities? This project will gather data, including detailed interviews with users and providers from around the world and from a variety of e-infrastructures and research communities. The data will be used to build an analytical model of e-infrastructure success in productive research communities, indicators to reflect success, scenarios of future development and a roadmap to help coordinate future policy and public sector action. We will share our findings with e-infrastructure policy-making bodies such as e-irg, EGI, ES- FRI coordinators, and the Commission. A further target audience for dissemination is the groups who develop e-infrastructures and those who are actively affected by or contribute to them. This includes researchers on e-infrastructure projects (ESFRI, but also other EU and global e-infrastructure projects), research administrators (including those coordinating networks), national research organizations, funding bodies, Grid and National Research and Education Networks (NRENs) and groups of researcher who are considering using or gaining access to e-infrastructures, or who are impacted by them. METHODE: case studies and survey ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Europäische Union FINANZIE- RER: Auftraggeber INSTITUTION: Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Wirtschaft -HSW- (Riggenbachstr. 16, 4600 Olten, Schweiz); empirica Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung mbh (Oxfordstr. 2, Bonn)

186 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation 185 KONTAKT: Leiter ( [276-L] Jochimsen, Maren; Mühlenbruch, Brigitte: Gender balance as a precondition - requirements for a strong scientific culture in the European research area, in: Anke Lipinsky (Hrsg.): Encouragement to advance - supporting women in European science careers, Bielefeld: Kleine, 2009, S INHALT: "Starting from the concept of the European Research Area (ERA) and current EU women and science policies, this edition starts with deliberations on central questions of European research policy. In doing so, gender balance is understood as a precondition for achieving the goals of the Lisbon Agenda and requirements and prominent characteristics of a gender-balanced scientific culture in the European Research Area are outlined. The authors argue that fundamental requirements in this regard comprehend inclusiveness and transparency and emphasize the importance of an adequate evaluation of scientific quality, the social dimension of scientific recognition and diversity and innovation for excellent science in Europe in this context." (excerpt) [277-L] Joly, Pierre-Benoit: Beyond the French 'Technocratic regime'?: transformations of the use of scientific expertise for public decisions, in: Justus Lentsch (Hrsg.) ; Peter Weingart (Hrsg.): Scientific advice to policy making : international comparison, Opladen: B. Budrich, 2009, S INHALT: Der Verfasser untersucht die gegenwärtigen Entwicklungstrends der wissenschaftlichen Expertise in Frankreich. Dabei geht er der Frage nach, wie die Rollen der Produktion von kognitiven Ressourcen und politischen Ressourcen verteilt sind. Im Kontext der Auseinandersetzung mit dem französischen 'technokratischen Modells' diagnostiziert er eine Traditionalisierung, die durch bestimmte ideologische (mythische) Vorstellungen verfestigt wird. Seinen Ansatz wendet er auf die Geschichte der Reformen an, rekonstruiert ihre allgemeine Philosophie und stellt fest, dass sie kein neues System bezüglich des Umgangs mit dem wissenschaftlichen Wissen im Bereich der Politik generiert haben. Diese Tatsache führt er auf die Beständigkeit des technokratischen Modells und auf das mangelnde Interesse, alternative Modelle zu entwickeln, zurück. (ICF) [278-F] Kanzler, Steffen; Große Kathöfer, David; Kirchner, Martin (Bearbeitung); Leker, Jens, Prof.Dr. (Leitung): Intercultural research cooperation and innovation networks (sub-project Z2) INHALT: Im Mittelpunkt des Projektes Z2 stehen die Identifizierung von Erfolgsfaktoren und -barrieren in interkulturellen Forschungskooperationen sowie von 'Best Practices' in zwei verschiedenen Systemen (Deutschland, China), die einen effektiven und effizienten Transfer von Forschungsergebnissen aus der Grundlagenforschung in die angewandte Forschung ermöglichen. Die Ergebnisse sollen helfen, den Erfolg künftiger interkultureller Kooperationsprojekte zu verbessern sowie Implikationen für die zukünftige Forschungspolitik liefern. GEOGRA- PHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, China

187 186 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation METHODE: Kulturelle Einflüsse auf Wissenstransferprozesse; longitudinaler Ansatz, Triangulation von qualitativen und quantitativen Methoden (Interviews, Fragebögen). Untersuchungsdesign: Panel; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Experiment (Stichprobe: N=30; Doktoranden des SFB Projektes). Standardisierte Befragung, face to face (Stichprobe: N=9; Professoren des SFB). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: N=11; Professoren des SFB). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: N=61; Professoren und Doktoranden des SFB). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Kanzler, S.; Kirchner, M.; Leker, J.: Opening up the innovation process - a longitudinal research approach investigating the first Chinese-German research collaboration in Nanoscience. Konferenzbeitrag zur XX ISPIM (International Society for Professional Innovation Management) Conference: The Future of Innovation, Wien, Österreich, ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Universität Münster, FB 12 Chemie und Pharmazie, Institut für betriebswirtschaftliches Management (Leonardo-Campus 1, Münster); Universität Münster, SFB- Transregio 61 "Multilevel Molecular Assemblies: Structure, Dynamics and Function" (Wilhelm-Klemm-Str. 10, Münster) KONTAKT: Institution, Sekretariat (Tel , Fax: , [279-F] Karlsruher Institut für Technologie -KIT-: Euro-mediterrane Medienpartnerschaften. Kulturgrenzen überschreitende Kooperationen in mediengestützter Forschung und Lehre INHALT: Die Medienpartnerschaften des Studienzentrums Multimedia (SZM) sind im Kontext von Internationalisierung und Globalisierung verortet. Der Maghreb ist eine Nachbarregion Europas. Sie ist durchaus geprägt von der traditionellen brassage des cultures im Mittelmeerraum und doch eingebettet in die arabisch-islamische Welt. Mit dieser Welt müssen neue Formen des interkulturellen Dialogs und der Kooperation gefunden werden. Dazu soll auf Hochschulebene das Projekt beitragen. In Partnerschaft deutscher, tunesischer, französischer und marokkanischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen soll erforscht werden, wie Neue Medien zur Information sowie in Kulturgrenzen überschreitender Lehre und beruflicher Weiterbildung eingesetzt werden können, so dass zwischen Europa und den Maghreb-Ländern ein neuer 'euro-mediterraner' Wissensraum entsteht. Zugleich kann damit auch kulturbedingten Konflikten vorgebeugt werden. Das Projekt fördert durch die Vermittlung von trans- und interkultureller Kommunikationskompetenz zugleich das Verhältnis von Bürger und Staat in der Wissensgesellschaft. Projektpartner: Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der TH Karlsruhe, Hochschule der Medien Stuttgart (Deutschland); Université de Sousse, Faculté des Lettres der La Manouba -Tunis- (Tunesien); Université Abdelmalek Essaâdi -Tanger- Tétouan- (Marokko); Université de Picardie Jules Verne -Amiens- (Frankreich). GEOGRA- PHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, Tunesien, Marokko, Frankreich ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Medien- und Kulturwissenschaft -ISMK- Abt. 2 Multimediale Wissenschaftskommunikation und Medienkulturwissenschaft (Schlossbezirk 12, Karlsruhe)

188 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation 187 KONTAKT: Institution (Tel , [280-L] Kühnhardt, Ludger; Mayer, Tilman (Hrsg.): Die Gestaltung der Globalität: neue Anfragen an die Geisteswissenschaften, (ZEI Discussion Paper, C 195), Bonn 2009, 67 S., ISBN: (Graue Literatur; INHALT: Inhaltsverzeichnis: Ludger Kühnhardt: Die Gestaltung der Globalität. Eine neue Fragestellung für die Geistes- und Kulturwissenschaften (5-12); Wolfram Hogrebe: Plädoyer für eine moderne Theorie der Weltgeschichte (13-18); Volker Ladenthin: Erziehungswissenschaftliche Bemerkungen zur Globalisierung (19-28); Anne-Marie Bonnet: Kunstgeschichte und Europas Beitrag zur Globalität (29-32); Sabine Sielke: Globalität: die Perspektive der Nordamerikastudien (33-40); Marion Gymnich: Das Phänomen der Globalität aus anglistischer Perspektive (41-48); Dieter Sturma: Ausdruck und Abbildung: Gegensätze in der Gestaltung der Globalität aus philosophischer Sicht (49-58); Theo Kobusch: Globalität und die philosophische Idee der Weltverantwortung (59-62); Tilman Mayer: Umgang der Politischen Wissenschaft mit dem Strukturmerkmal Globalität (63-67). [281-F] Morisse-Schilbach, Melanie, Dr. (Bearbeitung): Wissen(schaft) und i(i)nternationale Beziehungen: epistemische Gemeinschaften und darüber hinaus INHALT: The efficiency of advanced training measures was examined to quality standards in the care regarding their conversion in practice. ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Politikwissenschaft Lehrstuhl Internationale Politik (01062 Dresden) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [282-F] Rehbein, Boike, Priv.Doz. Dr. (Leitung): Projektbezogener Personenaustausch des DAAD "Ayurveda in India and Germany" mit der Jawaharlal Nehru University INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Indien, Bundesrepublik Deutschland ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität Freiburg, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie (79098 Freiburg im Breisgau) KONTAKT: Leiter (Tel , [283-F] Ruffert, Matthias, Univ.-Prof.Dr.; Rentzsch, Katrin; Steinecke, Sebastian; Mühlisch, Jana (Bearbeitung): Elemente eines transnationalen Wissenschaftsrechts

189 188 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation INHALT: Der Skandal um den koreanischen Stammzellenforscher Hwang Woo-Suk hat die weltweite grenzüberschreitende Verflechtung der Wissenschaftslandschaft eindrucksvoll illustriert. Im methodischen Rahmen, der sich in der Rechtswissenschaft für die Analyse globaler, transnationaler Problemkonstellationen jenseits der internationalen Staatenkooperation herausgebildet hat und der das politikwissenschaftliche Konzept der global governance rezipiert, sind die mit dieser Verflechtung verbundenen Rechtsprobleme bislang kaum aufgearbeitet worden. Das Projekt soll auf dieser Basis einen Beitrag zur Entwicklung eines (die bereits näher untersuchte europäische Ebene übersteigenden) transnationalen Wissenschaftsrechts leisten. Ausgehend hiervon wird zunächst die menschenrechtliche Basis (Forschungsfreiheit), sodann die forschungsbezogene Normsetzung durch transnational handelnde Akteure sowie das organisatorisch-vertragliche Kooperationsgefüge zwischen diesen Akteuren (u.a. Universitäten, Forschungsförderungseinrichtungen, Unternehmen) rechtswissenschaftlich untersucht. Hieraus werden Schlussfolgerungen für das Öffentliche Recht unter Globalisierungsbedingungen gezogen. ZEITRAUM: METHODE: Eine Analyse internationalrechtlicher Regelungen, die Umbruch und Expansion der Wissenschaft aufgreift, fehlt bislang. Sie wird auch nicht in der neueren Völkerrechtslehre unternommen, die unter den Stichworten Governance und Transnationalität den globalisierungsbedingten Wandel des Völkerrechts und seine Verflechtungen mit anderen Rechtsschichten (Europarecht, nationales öffentliches Recht) aufzugreifen versucht. Das geplante Projekt zielt darauf ab, auf solider sozialwissenschaftlicher Basis die Lücke in der rechtswissenschaftlichen Forschung zu schließen und Elemente eines transnationalen Wissenschaftsrechts unter Rückgriff auf den Governance-Ansatz in Sozial- wie Rechtswissenschaft zu entwickeln. Insoweit werden die auf den nationalen und europäischen Forschungsraum bezogenen Konzepte weiterentwickelt. Dabei ist insbesondere die Funktion des Völkerrechts bei der Steuerung der transnationalen Netzwerke im Wissenschaftssektor zu klären. Schließlich werden Rückwirkungen auf die Struktur transnationaler Rechtsbeziehungen untersucht; das Wissenschaftsrecht dient insoweit als Referenzgebiet. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen (Stichprobe: 300; Auswahlverfahren: bewusst). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft INSTITUTION: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht (07737 Jena) KONTAKT: Ruffert, Matthias (Prof.Dr. Tel , [284-L] Saß, Karl Ulrich: Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit mit Afrika, in: Aus Politik und Zeitgeschichte : Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 2009, H. 34/35, S (www.bpb.de/files/n1opx6.pdf) INHALT: Die Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit widmeten sich in Afrika bislang nur selten der Förderung von höherer Bildung und Forschung. Hingegen hatte man schon in kolonialer Zeit in Form von christlichen Schulen und Kolonialschulen ein großes Augenmerk auf die Vermittlung grundlegender schulischer Bildung gerichtet. Dieser Trend setzte sich in der postkolonialen Entwicklungszusammenarbeit fort: Sowohl internationale wie auch nationale Akteure konzentrierten ihre Aktivitäten bislang hauptsächlich auf die primäre Bildung. Die sekundäre, weiterführende Schulbildung sowie die tertiäre, universitäre Bildung galten

190 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation 189 indes als wenig relevant für wirtschaftliche Entwicklung. Bis heute spielt grundlegende Schulbildung die zentrale Rolle im Bildungsteil des entwicklungspolitischen Maßnahmenkatalogs. Entwicklungspolitische Maßnahmen, die Wissenschaft und Forschung in Afrika zugute kommen, waren nur punktuell zu beobachten und wurzeln zumeist in anders gelagerten Schwerpunkten der Entwicklungszusammenarbeit. Es wird argumentiert, dass Afrika im Fokus intensivierter Kooperationsformen von entwicklungs- und wissenschaftspolitischen bzw. wissenschaftlichen Akteuren stehen sollte. An der Schnittstelle zwischen den beiden Politikfeldern bietet sich eine einmalige Gelegenheit, um Lösungsstrategien für eine wissenschaftliche, langfristige und nachhaltige Bewältigung spezifisch afrikanischer bzw. globaler Probleme in ihrer afrikanischen Ausprägung zu erarbeiten. In dem Maße, in dem Entwicklungszusammenarbeit "als Teil globaler Struktur- und Friedenspolitik" verstanden wird, ist es erforderlich, Problemstellungen jenseits von Wissenschaftspolitik und traditioneller Entwicklungspolitik systematisch zu berücksichtigen. Wenn es dabei gelingt, den Koordinationserfordernissenzwischen den einzelnen Politikfeldern gerecht zu werden und entwicklungspolitische Zielsetzungen in den Strategien der Wissenschaftlich- Technologischen Zusammenarbeit (und darüber hinaus) zu verankern, könnte hierin eine große Zukunftschance für Afrika und seine Gesellschaften liegen. (ICF2) [285-F] Schiller, Daniel, Dr.; Intarakumnerd, Patarapong, Dr. (Bearbeitung); Lee, Keun, Prof.Dr. (Leitung): Promoting effective modes of university-industry linkages and their evolution for economic catch-up in Asia INHALT: There are diverse modes of university-industry linkages (UlLs), and UlLs in each country take a certain mode depending upon several country- or sector-specific factors and institutions. Those factors include: 1. R&D and absorption capacity of firms, 2. R&D and academic capacity of universities, 3. R&D capacity of public research institutes, 4. willingness or incentives for universities/ PRIs, 5. sector-specific factors (sectoral innovation systems, technological regimes), and 6. country- and region-specific factors (national and regional innovation Systems). First, the researchers will describe the position of UlLs in the twelve countries and how they evolved over time as a starting point to understand the role of universities for technological change in developing countries. Second, they will try to explain the reasons for the recent state of UlLs and its evolution by examining several determinants. The determinants will be sought in terms of university, firm level, sectoral, and institutional factors. Third, they will explore the question of how UlLs could be pursued to a larger extent and more efficiently in the whole economy and how to reach such improvements starting from the current position. A further aspect is the role of universities to initiate regional economic development in peripheral regions. The researchers expect to draw lessons from the identified successes and failures for other developing countries. Project funded under the Research on Knowledge Systems (RoKS) Competition 2006 "Developmental Universities: A Changing Role for Universities in the South" by the Innovation, Technology, and Society (ITS) Program Initiative of the International Development Research Centre (IDRC), Canada. GEO- GRAPHISCHER RAUM: Asia: Thailand, China, Korea, Malaysia, India METHODE: During this research projects a similar methodology is applied in all countries which allows to compare the results among the twelve participating countries from three continents, namely Thailand, China, India, Malaysia, and Korea in Asia, Brazil, Mexico, Argentina, and Costa Rica in Latin America, and South Africa, Uganda, and Nigeria in Africa. The

191 190 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation researchers conduct interviews, case studies, quantitative and qualitative analysis using data from firm and university surveys. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: ca. 30; Experten in Thailand). Standardisierte Befragung, face to face (Stichprobe: 72; Professoren an thailändischen Hochschulen). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: ca ; Unternehmen in Thailand). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts; Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut. VERÖFFENTLICHUNGEN: Intarakumnerd, I., Schiller, D.: University-industry linkages in Thailand: successes, failures and lessons learned for other developing countries. in: Seoul Journal of Economics 2009 (forthcoming).+++schiller, D.; Mildahn, B.; Revilla Diez, J.: Barriers against the transfer of knowledge between universities and industry in newly-industrialised countries: an analysis of university-industry linkages in Thailand. in: Varga, A. (Ed.): Universities, knowledge transfer and regional development. Cheltenham: Elgar 2009, pp Schiller, D.; Brimble, P.: Capacity building for university-industry linkages in developing countries: the case of the Thai higher education development project. in: Science, Technology & Society, 14, 2009, 1, pp Liefner, I.; Schiller, D.: Academic capabilities in developing countries - a conceptual framework with empirical illustrations from Thailand. in: Research Policy, 37, 2008, 2, pp ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: International Development Research Center -IDRC- INSTITUTION: Universität Hannover, Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Wirtschaftsund Kulturgeographie (Schneiderberg 50, Hannover) KONTAKT: Schiller, Daniel (Dr. Tel , [286-F] Schützenmeister, Falk, M.A. (Bearbeitung); Halfmann, Jost, Prof.Dr.; Crawford, Beverly, Prof.Ph.D. (Leitung): Forschungsmanager: eine vergleichende Studie zur Wissenschaftsorganisation in Deutschland und den USA INHALT: The comparative study focuses on the role of formal organizations in climate research and microbiology by studying the role of research managers in Germany and the U.S. The necessity to organize research evolved from the need to coordinate the increasing societal demands that confront science. With the appearance of large-scale research, a new managerial role evolved, which differs significantly from the classical role of scientists working at the laboratory bench. The research project is meant to identify the challenges to the system of higher education in preparing scientists for their role as research managers. Different from the common assessment that formal organization and freedom of research contradict each other, the main hypothesis guiding the project is that research managers do boundary work by supplying science with the necessary resources from other realms of society. The leading assumption of the project is that different types of research management - compared in terms of goals, hierarchy, degree of formalization, and cooperation - are formed mainly by five factors: 1. the societal environment shaped by different research policies and R&D systems; 2. the different cultures of scientific disciplines, which include certain cognitive, methodological, and ethical rules of doing good science; 3. the demand for cooperation between disciplines and research organizations; 4. the size of the projects being managed; and 5. the specific professional roles of scientists within different institutional settings such as university, or publicly funded large-scale research. This hypothesis will be tested via 20 to 30 in-depths interviews with leading research managers in Germany, California and Washington, DC. The pro-

192 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation 191 ject has two main goals: First, the results will be presented in a comprehensive research article; and second, the identification of the main issues of a comparative in-depth research proposal on science organization. GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, USA ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Stiftung Deutsch-Amerikanische Wissenschaftsbeziehungen FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie Professur für Techniksoziologie (01062 Dresden) KONTAKT: Leiter ( [287-F] Semmet, Tobias, Dipl.-Pol. (Bearbeitung); Jansen, Dorothea, Univ.-Prof.Dr. (Betreuung): Zwischen Kooperation und Wettbewerb. Muster und Pfade des Integrationsprozesses im Politikfeld Forschung in der Europäischen Union INHALT: Innerhalb der EU ist das Politikfeld Forschung seit dem Europäischen Rat von Lissabon durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet, im Vergleich zu anderen Politikfeldern jedoch nur gering integriert. Dies überrascht, weil einerseits der Handlungsbedarf in diesem Politikfeld schon seit den 1960er Jahren bekannt ist. Andererseits postuliert vor allem die neofunktionalistische Integrationstheorie, dass Integration gerade in technokratisch geprägten Politikfeldern stattfindet. Jedoch hat ein spill-over in das Politikfeld Forschung bis dato kaum stattgefunden. Wie kann dieses Puzzle erklärt werden? Die Empirie zeigt, dass Forschung von wichtiger strategischer Bedeutung für die Position eines Staates im internationalen System sein kann, Im Zentrum der Arbeit steht daher folgende These: Wissenschaft und Technologie sind als Quellen von Wohlstand, Macht und Prestige zu betrachten. Entsprechend groß ist das Autonomiestreben der Staaten in diesem Politikfeld und entsprechend gering fällt das Maß an Integration im Rahmen der EU aus. Findet Kooperation statt, so geschieht dies primär im intergovernmentalen Rahmen, oft sogar außerhalb der EU-Strukturen. Ziel der Untersuchung ist es: a) den Forschungsstand im Bereich der Sozialwissenschaften aufzuarbeiten; b) den Integrationsprozess nachzuzeichnen; c) das institutionelle Design im Politikfeld zu analysieren; d) zu prüfen, ob der Neo-Institutionalismus ein adäquates Theoriemodell zur Erfassung der Präferenzen der Akteure, des Spielraums der supranationalen Institutionen sowie der Interaktion zwischen Prinzipalen (Mitgliedstaaten) und Agenten (EU-Kommission) im Politikfeld ist. Die Bundesrepublik Deutschland soll hierbei als Fallbeispiel dienen. ZEITRAUM: 1950 bis heute GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland, EU, Europa METHODE: Dem Projekt wird das Theoriemodell des Neo-Institutionalismus in den Sozialwissenschaften zu Grunde gelegt. Der Schwerpunkt wird dabei auf dem historischen Institutionalismus liegen. Ziel der Arbeit ist es nicht, die Validität des Theoriemodells systematisch zu testen. Vielmehr wird der historische Institutionalismus als Forschungsheuristik in einem allgemein als deduktiv verstandenen Ansatz zur Anwendung kommen. Die Theorie soll Hinweise bieten, worauf der Fokus bei der Analyse der sozialen Wirklichkeit zu richten ist. Sie dient als relativ lockeres Erklärungsmuster, um die Korrelation von Variablen generell zu beschreiben. Erhoben wird das Feld auf dem Policy-Level, das heißt auf der Ebene von EU-Kommission, Europäischem Rat, Ministerrat und Regierungen. Als Beispiel wird die Bundesrepublik dienen. Vorgesehen ist eine inhaltsanalytische Auswertung von Dokumenten der Institutionen Kommission, Europäischer Rat, Ministerrat, Bundesregierung, Bundesrat. Die Analysedimensionen sind hierbei Integrationswillen (+/-), Grad der Integrationsbereitschaft (stark, neutral, negativ) und Form der Integration (intergovernmental vs supranational). Die Auswertung der

193 192 sofid Wissenschafts- und Technikforschung 2010/ Transformation Dokumente wird EDV-gestützt erfolgen. Abgestützt wird die qualitative Dokumentenanalyse durch Hintergrundgespräche mit Experten im Politikfeld. DATENGEWINNUNG: Expertengespräch. Qualitative Inhaltsanalyse. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung INSTITUTION: Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Lehrstuhl für Soziologie der Organisation (Postfach 1409, Speyer) KONTAKT: Bearbeiter (Tel ,

194 Register 193 Hinweise zur Registerbenutzung Sachregister Grundlage für das Sachregister sind die Schlagwörter, die zur gezielten Suche der Literatur- bzw. Forschungsnachweise in unseren Datenbanken SOFIS und SOLIS vergeben wurden. Um eine differenzierte Suche zu ermöglichen, werden dabei nicht nur die Haupt-, sondern auch Nebenaspekte der Arbeiten verschlagwortet. Bei einem maschinell erstellten Verzeichnis wie dem obigen Sachregister führt das zwangsläufig zu einem Nebeneinander von wesentlichen und eher marginalen Eintragungen. Manche Begriffe machen erst in Verbindung mit anderen Sinn oder wechseln ihren Sinn in Abhängigkeit vom jeweiligen Zusammenhang. Solche Zusammenhänge gehen aber bei einem einstufigen Register typischerweise verloren. Vermeintliche Fehleintragungen gehen fast immer aufs Konto eines dieser beiden Effekte, die sich bei der maschinellen Registererstellung grundsätzlich nicht vermeiden lassen. Personenregister Aufgeführt sind bei Literaturnachweisen: alle aktiv an dem Werk beteiligten Personen; bei Forschungsnachweisen: alle als Leiter, Betreuer oder wissenschaftliche Mitarbeiter ( Autoren ) eines Projekts angegebenen Personen. Institutionenregister Aufgeführt sind nur die forschenden Institutionen. Institutionelle Auftraggeber, Finanzierer, Förderer oder dergleichen sind zwar in den Forschungsnachweisen selbst aufgeführt, nicht jedoch im Register. Sortierung Die Sortierung folgt den lexikalischen Regeln, d.h. Umlaute werden wie der Grundbuchstabe sortiert. Numerische Angaben (z.b. 19. Jahrhundert ) sind ganz ans Ende sortiert, also hinter Buchstabe Z. Nummerierung Alle in den Registern angegebenen Zahlen beziehen sich auf die laufenden Nummern der Literatur- und Forschungsnachweise.

195

196 Personenregister 195 Personenregister A Abele-Brehm, Andrea E. 183 Achatz, Juliane 137 Adamski, Jens 33 Adomßent, Maik 84 Ahiadeke, Clement 273 Ahlbeck-Rehn, Jutta 130 Albrecht, Kathrin 59 Albrecht, Patrick 84 Albrecht, Richard 156 Allansdottir, Agnes 11 Allmendinger, Jutta 115, 211 Allum, Nick 11 Altenbach, Fabian 266 Andresen, Suse 39 Arning, Katrin 266 Aryeetey, Ernest 273 Asante, Felix Ankomah 273 B Baecker, Dirk 59 Bango, Jenö 157 Banschbach, Volker 107 Bargel, Tino 110 Barjak, Franz 275 Barlösius, Eva 201 Barth, Matthias 84 Bechler, Ramona 128 Becker, Jörg 158 Beier, Katharina 232 Berghahn, Sabine 171 Bertilsson, Thora Margareta 1 Besio, Cristina 60 Beyerer, Jürgen 233 Birgmeier, Bernd 20 Blancke, Stephan 234 Blomert, Reinhard 61 Blossfeld, Hans-Peter 114 Bogner, Alexander 12 Bogumil, Jörg 63 Böhle, Fritz 159 Bohler, Karl Friedrich 162 Bolte, Annegret 159 Boni, Manfred 70 Bora, Alfons 235 Börensen, Christina 102 Borzikowsky, Christoph 143 Böschen, Stefan 236 Bothur, Stefanie 129 Botte, Alexander 85 Breitbarth, Tim 237 Briedis, Kolja 103 Brink, Marieke van den 34 Brouns, Margo 34 Brown, Mark B. 202 Brüggemann, Anne 94 Brunkhorst, Hauke 21 Buchholz, Kai 118 Buhr, Regina 108 Bülow-Schramm, Margret 104 Burandt, Simon 84 Burgi, Martin 63 Burkhardt, Anke 119 Büscher, Christian 238 Busolt, Ulrike 135 C Cedeno, Humberto 203 Cervinkova, Alice 130 Ceylan, Firat 105 Clausen, Jens 239 Coenen, Christopher 240 Collins, Harry M. 241 Conrad, Jobst 153 Crass, Dirk 166 Crawford, Beverly 204, 286 Currle, Edda 184 D Deecke, Klara 22 Dees, Werner 85 Demortain, David 205 Denkmayr, Eva 121 Dernbach, Beatrice 151, 152 Dippner, Anett 270 Dohle, Marco 127 Dolata, Ulrich 265 Dollinger, Bernd 160 Dossenbach, Daniel 39 Drescher, Ina 206, 207

197 196 Personenregister Dungs, Susanne 139 Dunkel, Wolfgang 159 Dyk, Silke van 23 E Eichholz, Daniela 112 Eickelpasch, Alexander 86 Eisert, Peter 85 Eisewicht, Paul 242 Engelstädter, Anna 162 Eßbach, Wolfgang 24 Ewert, Stefan 271 F Fabian, Gregor 103 Fahrmeir, Andreas 225 Falk, Susanne 125 Falk, Svenja 208 Farkasova, Etela 130 Fechner, Rolf 35 Felt, Ulrike 130 Fichter-Wolf, Heidi 140 Fiedeler, Ulrich 209 Fiehn, Janina 105 Fischer, Frank 93, 210 Fischer, Joachim 25 Fischer, Karin 210 Fischler, Claude 11 Flink, Tim 211 Frank, Carolin 128 Franz, Hans-Werner 161 Franz-Balsen, Angela 84 Franzen, Martina 145 Franzheld, Tobias 162 Freitag, Walburga 108 Frotscher, Miriam 128 Fuchs, Martin 66 Fuchs, Stefan 137 Fuest, Veronika 272 G Gaiser, Birgit 62 Gammel, Stefan 243, 252 Ganter, Markus 87 Garforth, Lisa 130 Gaskell, George 11 Geffroy, Laurent 212 Gensch, Kristina 102, 107 Gentsch, Jessica 244 Gerber, Sascha 63 Gerber, Uwe 139 Gerke, Solvay 273 Gläser, Jochen 95 Globisch, Sabine 64 Godemann, Jasmin 84 Goedhart, Martin 163 Golchikova, Irina 245 Gorska, Magdalena 130 Görtz, Regina von 68, 90, 172 Gosepath, Stephan 15 Gothe, Kerstin 112 Gräf, Ilse-Dore 63 Gramelsberger, Gabriele 246 Gräßle, Kathrin 131 Grenz, Tilo 242 Grenzmann, Christoph 86 Gross, Christiane 185 Groß, Dominik 132 Groß, Thomas 83 Große Kathöfer, David 173, 278 Grötzbach, Jochen 247 Grünhagen, Marc 126 Gülker, Silke 118 H Haase, Claudia M. 186 Hafner, Kurt A. 174 Hagen, Lutz M. 245 Halfmann, Jost 88, 89, 153, 286 Hamann, Julian 65 Hampel, Jürgen 11 Hardtwig, Wolfgang 36, 37 Harteis, Christian 105 Hartig, Christine 111 Hartmann, Ernst A. 108 Hartung, Uwe 57 Hartwig, Lydia 109 Heckhausen, Jutta 186 Heckmann, Friedrich 184 Heidler, Richard 68, 90, 91 Heine, Christoph 110, 175 Heinze, Rolf G. 63, 92, 176 Henderson, Laura 130 Hennefeld, Vera 38 Herm, Christian 128 Hesse, Christian 39 Hesse, Friedrich W. 93 Heublein, Ulrich 66

198 Personenregister 197 Heusgen, Kirsten 196 Hildenbrand, Bruno 162 Hilgert, Christian 274 Hiller, Petra 213 Hoed, Paul den 214 Hoffmann, Esther 177 Hoffmann, Petra 32 Hoffmeister, Dieter 150 Hofmeister, Heather 133, 247, 266 Holtmann, Everhard 215 Hornbostel, Stefan 67 Hoser, Nadine 120 Hoßfeld, Uwe 27 Hübinger, Gangolf 169 Hundt, Christian 178 Hüsing, Tobias 275 I Ifenthaler, Dirk 264 Intarakumnerd, Patarapong 285 Isegrei, Nina 258 J Jakobs, Eva-Maria 141 Jansen, Dorothea 68, 90, 91, 172, 287 Janssen, Jörg 111 Joas, Hans 40 Jochheim, Linda 63 Jochimsen, Maren 276 Joly, Pierre-Benoit 277 Joye-Cagnard, Frédéric 216 Jung, Thomas 41 Jungbauer-Gans, Monika 185 Jüttemann, Michaela 133 K Kämper, Eckard 94 Kändler, Wolfram C. 39 Kannenberg, Lis 146 Kanzler, Steffen 278 Kassung, Christian 249 Keizer, Anne-Greet 214 Keller, Andreas 69 Keller, Simone 57 Keller, Thomas 24 Kellermann, Paul 70 Kemp, Wolfgang 187 Kerr, Anne 130 Kertcher, Zack 275 Kiczkova, Zuzana 130 Kirchner, Martin 278 Kladroba, Andreas 166 Klein, Anne 13 Klein, Eckart 15 Kleinert, Corinna 137 Klingemann, Carsten 26 Knie, Andreas 71, 118 Kobova, Lubica 130 Koch, Sonja 128 Kohl, Wolfgang 163 Kohrsmeyer, Maren 63 König, Karsten 72, 119 Kopp, Susanne 42 Korte, Miguel Tamayo 13 Kovalainen, Anne 130 Krämer, Christiane 134 Krawczyk, Olaf 181 Krech, Hans 250 Kreckel, Reinhard 72 Kreiml, Thomas 121 Krempkow, René 119 Kriwy, Peter 122 Kröll, Friedhelm 2 Krüger, Nina 106 Kugele, Kordula 135 Kühnen, Angela 62 Kühnhardt, Ludger 280 Küllchen, Hildegard 128, 136 Kumar, Anand 164 Kunz, Alexa Maria 112 Kunzmann, Klaus R. 179 Kurt, Ronald 3 Kurz, Constanze 180 Kusche, Isabel 217 L Lange, Stefan 95 Laube, Wolfram 273 Laurus, Rauha 143 Lee, Keun 285 Legler, Harald 181 Lehnen, Katrin 141 Leker, Jens 97, 173, 278 Lemke, Thomas 251 Lentsch, Justus 218, 219 Lessenich, Stephan 23, 87 Leszczensky, Michael 220 Licht, Georg 166

199 198 Personenregister Liebermann, Sascha 73 Liebeskind, Uta 113 Lind, Inken 194 Lindemann, Gesa 4 Linkova, Marcela 130 Lob-Hüdepohl, Andreas 14 Lödermann, Anna 188 Loer, Thomas 73 Lorenz-Meyer, Dagmar 130 Loroff, Claudia 108 Lösch, Andreas 243, 252 Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang 113 Lünstroth, Pia 189, 190 M Macha, Hildegard 188 Markert, Michael 27 Marton, Attila 253 Marty, Christoph 147 Matonoha, Jan 130 Matthiesen, Ulf 74 Mayer, Tilman 280 Mayntz, Renate 56 Mazzolini, Renato G. 225 Meidl, Christian N. 5 Meier, Frank 165 Meinefeld, Werner 106 Mejlgaard, Niels 11 Melin, Harri 130 Menke, Christoph 15 Meszarosova-Lampl, Zuzana 130 Metz-Göckel, Sigrid 196 Meyer, Ahlrich 43 Meyer, Eric 275 Meyer, Morgan 130 Meyer-Renschhausen, Elisabeth 61, 70 Michl, Susanne 28 Middendorff, Elke 123 Milde, Jutta 148 Minks, Karl-Heinz 108, 191, 200 Minwegen, Andreas 266 Mirowski, Philip 210 Mochmann, Ekkehard 75 Mohr, Arno 44 Mölders, Marc 235 Möller, Christina 196 Mols, Manfred 221 Moraw, Peter 39 Morisse-Schilbach, Melanie 281 Mosberger, Brigitte 121 Mühlbauer, Daniel 126 Mühlenbruch, Brigitte 276 Mühlisch, Jana 283 Mührel, Eric 20, 139 Müller, Hans-Georg 192 Müller-Benedict, Volker 111 Müller-Doohm, Stefan 41, 45 Münch, Richard 76, 77, 78, 182 N Neidhardt, Friedhelm 96 Nentwich, Michael 209 Neser, Yilmaz 11 Netz, Nicolai 200 Neuhaus, Birgit 193 Niedergassel, Benjamin 97 Nohlen, Dieter 44 Nordmann, Alfred 243, 252 Nowotny, Helga 254 O Oellers, Claudia 16 Op de Hipt, Felix 273 Ott, Ingrid 255 Otte, Gunnar 81 Owusu, George 273 Özkilic, Murat 110 P Pafkova, Katarina 130 Panke, Stefanie 62 Papilloud, Christian 255, 256 Paquez, Anne-Sophie 17 Peters, Bettina 166 Pfadenhauer, Michaela 112, 242 Pfeiffer, Sabine 159 Pichler, Edith 124 Pinch, Trevor J. 241 Piriou, Odile 212 Pirnay-Dummer, Pablo 264 Plehwe, Dieter 210 Pöhl, Friedrich 46 Pollmann, Arndt 15 Poloni, Verena 153 Porsche-Ludwig, Markus 222 Porschen, Stephanie 159 Potthast, Jörg 257 Poutanen, Seppo 130

200 Personenregister 199 Prinz, Aloys 258 Prisching, Manfred 79 Pull, Kerstin 42, 198 Puschmann, Christine 211 Q Qu, Wan 82 R Raab, Dieter 38 Raschi, Antonio 163 Raulet, Gérard 47 Reeh, Klaus 80 Rees, Amanda 130 Rehbein, Boike 6, 7, 282 Reimer, Maike 125 Renn, Ortwin 263 Rentzsch, Katrin 283 Repik, Veronika 130 Revuelta, Gemma 11 Rieckmann, Marco 84 Rilling, Rainer 223 Robinson, Simon 275 Rödder, Simone 149 Römmele, Andrea 208 Rosahl, Steffen 259 Rösch, Felix 48 Rösch, Olga 260 Rösgen, Petra 29 Rössel, Jörg 81 Roßmann, Simon 137 Rothenstein, Jens 126 Rottkord, Hiltrud 129 Ruffert, Matthias 283 Ruhle, Sascha 126 S Saalmann, Gernot 6 Sadowski, Dieter 189, 190 Saldova, Katerina 130 Samjeske, Kathrin 138, 194 Sander, Tobias 111 Saß, Karl Ulrich 284 Schäfer, Franka 150 Schale, Frank 49 Schallies, Michael 163 Schaper-Rinkel, Petra 261 Scharrer, Katharina 188 Schenke, Hanna 38 Schielke, Sabine 8 Schierbaum, Anja 162 Schiller, Daniel 285 Schluchter, Wolf 158 Schlüter, Anne 131 Schmidt, Jan C. 262 Schmidt, Marcel 162 Schmoch, Ulrich 82 Schmücker, Stefanie 98 Schober, Brigitte 128, 136 Scholl, Armin 151 Scholz, Julia 114 Schophaus, Malte 224 Schötz, Susanne 128 Schrader, Josef 93 Schrage, Dominik 30 Schreiber, Pia 151, 152 Schreiterer, Ulrich 115, 116, 211 Schreyer, Franziska 195 Schroeder, Ralph 275 Schröter, Regina 263 Schulz, Patricia 99 Schulz, Peter J. 57 Schulz, Tobias 50 Schürmann, Ramona 196 Schurz, Gerhard 58 Schützenmeister, Falk 88, 89, 153, 286 Schweikardt, Christoph 266 Schwinges, Rainer C. 39 Schworm, Silke 105 Searle, John R. 9 Selent, Petra 196 Sellke, Piet 263 Semmet, Tobias 287 Sevsay, Nese 159 Siebenhüner, Bernd 177 Sigl, Lisa 130 Silbereisen, Rainer K. 186 Simon, Bernd 143 Simon, Dagmar 71, 99, 118 Sorg, Richard 167 Spector, J. Michael 264 Spurk, Daniel 183 Staak, Sonja 69 Stamm-Riemer, Ida 108 Steenge, Albert E. 258 Steinecke, Sebastian 283 Stenico, Mauro 225 Sternberg, Rolf 178

201 200 Personenregister Stöckelová, Tereza 130 Stockinger, Dennis 178 Stockmann, Reinhard 38 Stopka, Katja 154 Stößel, Ulrich 197 Streeck, Wolfgang 168, 226, 227 Strömgren, Monika 163 Strupp, Julia 138 Sukale, Michael 51 Suntrup, Jan Christoph 52 Sus, Monika 228 Szapuova, Mariana 130 T Tenfelde, Klaus 33 Testa, Giuseppe 254 Tibes, Anja 138 Tilg, Bernhard 46 Torgersen, Helge 11 Trevisan, Bianka 266 U Ulbricht, Lena 115 Unger, Birgit 198 Wiesenthal, Helmut 170 Wilden, Anke 83 Wilkesmann, Uwe 117 Willige, Janka 110 Witt, Nadine 266 Witte, Johanna 109 Wittwer, Jörg 155 Wobbe, Theresa 32 Wöhrer, Veronika 130 Wolbring, Gregor 10 Wolf, Harald 180 Wolf, Miriam 267 Wollschläger, Daniel 143 Wormer, Holger 146, 147 Z Zdiara, Kevin 55 Ziefle, Martina 141 Ziegler, Christian 45 Zimmermann, Bénédicte 212 Zündorf, Irmgard 101 V Veyne, Paul 53 Vogel, Ulrike 199 Voit, Hartmut 31 Völk, Daniel 200 Vollnhals, Clemens 229 Vowe, Gerhard 127 W Wagner, Frank 39 Wagner, Gert G. 230 Wagner, Wolfgang 11 Wahl, Natalie 155 Waldschmidt, Anne 13 Wannöffel, Manfred 63 Waslander, Sietske 34 Weber, Karsten 19 Wegner, Eva 16 Wehrs, Nikolai 54 Weingart, Peter 100, 145, 218, 219 Welzel, Christian 231 Wemmer, Kathrin 169 Werle, Raymund 265 Widera, Thomas 229

202 Sachregister 201 Sachregister A abhängig Beschäftigter 120 Abiturientin 136 Absolvent 66, 103, 121, 125, 127, 175, 183, 186, 188 Abwanderung 192 abweichendes Verhalten 257 Adorno, T. 41, 45 Afrika 247, 272, 273, 279, 284 Afrika südlich der Sahara 247, 273 agenda setting function 57 Akademie 32, 100 Akademiker 39, 66, 103, 121, 125, 169, 175, 192, 199 Akkumulation 77 Akteur 4, 74, 165, 208, 233, 237, 284 Aktualität 100 Akzeptanz 17, 232, 247, 266 Allgemeinmedizin 147 Alltag 13, 50, 140, 141, 254 Alltagskultur 112 alte Bundesländer 185 Alter 141 alter Mensch 141 Alternative 73 altersspezifische Faktoren 196 Analyseverfahren 4, 19 analytische Wissenschaftstheorie 231 Andenraum 247, 268 angewandte Wissenschaft 78, 138, 201, 228 anglophones Afrika 247, 273 Anreizsystem 117 Anthropologie 24, 35, 37, 46, 47 Antike 132 Antirassismus 46 Anwendung 74, 201, 235, 263 Apel, K. 1 arabische Länder 279 Arbeitgeber 188 Arbeitnehmer 120 Arbeitsbedingungen 100, 184, 197 Arbeitsbereich 26 Arbeitsgruppe 198 Arbeitskultur 159 Arbeitsleistung 190, 197 Arbeitslosigkeit 195 Arbeitsmarkt 120, 195 Arbeitsplatz 197 Arbeitspolitik 212, 218, 250 Arbeitsprozess 146 Arbeitsteilung 212, 277 Arbeitsvertrag 192 Archäologie 53, 229 Archiv 154 Arendt, H. 41 Argentinien 203 Armut 150 Arzt-Patient-Beziehung 28, 139, 251 Asien 118, 164, 181, 193, 211, 250, 260, 270, 278, 282, 285 Astrologie 91 Atomwaffensperrvertrag 203 Attac 224 audiovisuelle Medien 154 Aufmerksamkeit 152 Auftragsforschung 207 Ausbildung 50, 64, 111, 114, 175, 220, 273 Ausbildungsförderung 123 Ausland 42, 66 Ausländer 66, 191 Auslandstätigkeit 42, 66 Außenpolitik 228 Außenwirtschaft 211 außeruniversitäre Forschung 26, 83, 88, 97, 174, 207 Australien 95 Auswirkung 59, 63, 95 Authentizität 154 Automatisierung 174 Autonomie 19, 61, 71, 73, 78 Autopoiesis 60, 237 Autor 91 B Bachelor 70, 103, 110, 122, 127 Baden-Württemberg 44, 112, 178, 188, 197 Baltikum 271

203 202 Sachregister Bedarf 177, 191 Bedrohung 250 Befragung 19, 106 Begabtenförderung 123 Begabung 136 Begleitstudium 200 Behinderung 139 Benachteiligung 133 Benchmarking 78, 211 Beobachtung 8 Berater 202, 212, 219 Beratung 100, 139, 201, 202, 212, 217 Berichterstattung 98, 146, 152, 245 Beruf 45, 108, 119, 124 berufliche Integration 103, 124, 125 beruflicher Aufstieg 119 berufliche Selbständigkeit 119 berufliches Selbstverständnis 45, 119 berufliche Weiterbildung 103, 200 Berufsakademie 200 Berufsaussicht 192 Berufsausübung 45 Berufsbild 45, 62 Berufsbildung 114, 200 Berufseinmündung 103, 121, 125, 127, 129, 186 Berufserfahrung 103 Berufserfolg 125, 183, 186 Berufsethos 45 Berufsfindung 121 Berufsmobilität 184 Berufsnachwuchs 198 Berufsorientierung 131, 199 Berufsverlauf 103, 125, 127, 183, 184, 185, 194 Berufsvorbereitung 188 Berufswunsch 188 Berufungsverfahren 185, 189 Beschäftigung 120, 195 Beschäftigungsbedingungen 192, 196 Beschäftigungsfähigkeit 188 Beschäftigungspolitik 192 Beschäftigungssituation 70, 129, 192 Besoldung 190 Best Practice 129, 147, 278 Betreuung 62 Betrieb 177 Betriebsgründung 178 Betriebswirtschaftslehre 126 Beurteilung 252 Bevölkerung 11, 245 Bewertung 96, 98, 106, 127, 141, 155, 264, 266 Bilanz 79 Bild 148 Bildung 114, 115, 128, 140, 182, 220, 262, 274, 284 Bildungsabschluss 191 Bildungsangebot 200, 284 Bildungsbedarf 105 Bildungsbeteiligung 104, 175 Bildungschance 104, 284 Bildungspolitik 54, 61, 69, 71, 77, 171 Bildungsreform 54, 268 Bildungstheorie 55 Bildungsverhalten 114 Bildungsverlauf 104, 114, 123, 127 Bildungswesen 98, 114, 182 Bindung 242 Biochemie 254 Bioethik 8, 13, 139, 232, 254, 267 Biographie 39, 51, 53 Biologie 56, 97, 130, 268 Biologismus 35 Biomedizin 12, 13, 139 Biopolitik 139 Biotechnik 17, 97, 139, 174, 232, 239, 267 Biowissenschaft 17, 18, 180 Böhmen 229 Bolivien 247 Bologna-Prozess 59, 61, 69, 70, 73, 87, 104, 165, 171, 182 Bourdieu, P. 41, 199, 201 Brain Drain 184 Brasilien 203, 211, 268 Bundesministerium 201 Bundesregierung 171, 211 Bündnis 90/ Die Grünen 244 Bürger 51, 158, 230 Bürgerbeteiligung 252 C Cassirer, E. 40 CDU 244 Chancengleichheit 69, 72, 73, 135 Chemie 50, 88, 97, 111, 153, 236 Chemieberuf 111 chemische Industrie 97, 236

204 Sachregister 203 Chile 268 China 211, 260, 270, 278, 285 Cluster-Analyse 174 Computer 75, 141, 246, 248 computerunterstütztes Lernen 279 computervermittelte Kommunikation 260 CSU 244 Curriculum 59 D DAAD 282 Dänemark 138, 140 Daten 66, 67, 94, 96 Datenaufbereitung 19 Datenbank 67, 75, 259 Datendokumentation 19 Datengewinnung 19, 67, 80 Datenqualität 19 Datenschutz 19 DDR 31, 36, 50, 170 DDR-Forschung 170 Definition 251 Demokratie 43, 44, 51, 168, 219 Demokratieverständnis 51, 168 Demokratisierung 69, 219 Deregulierung 61, 230 Derrida, J. 9 Deutsche Gesellschaft für Soziologie 23 Deutscher 66 deutscher Sprachraum 235 Deutsches Kaiserreich 51 Deutung 6, 113, 150 DFG 68, 76, 94, 198 Diagnostik 251 Differenzierung 32, 111, 212, 222, 251 Diffusion 120 Digitalisierung 154, 275 direkte Demokratie 44 Diskriminierung 132 Diskurs 43, 53, 65, 150, 210, 230, 232, 237, 244, 254, 267 Diskursanalyse 244 Diskussion 269 Dokument 154 Dolmetscher 121 Drittes Reich 23, 26, 234 E EDV 249 Effektivität 42, 63, 95 Ehefrau 51 Eignungstest 136 Einfluss 51, 84, 156, 208, 250 Einstellungsbildung 193 Eisenbahn 249 elektronische Medien 75 Elektrotechnik 195 Elite 68, 70, 171, 182, 189 Elternschaft 194, 196 Emanzipation 32 Embryo 17, 267 Emergenz 4, 56 Emigration 45, 49 Emotionalität 28, 131, 154 Empathie 154 Empirie 8 empirische Forschung 29 empirische Sozialforschung 29, 80, 94, 231 Empirismus 231 Empowerment 138 Energie 203 Energieerzeugung 203 Energiepolitik 203 Energietechnik 203 Energieträger 203 Energieversorgung 203 Energiewirtschaft 203 Engagement 41, 45, 52, 186 Enquete 267 Entscheidung 179, 189 Entscheidungsfindung 179, 208, 217 Entscheidungshilfe 208, 217 Entscheidungsprozess 63, 194, 237 Entstaatlichung 61 Entwicklungsförderung 272, 273, 284 Entwicklungsgebiet 272 Entwicklungshilfe 272, 284 Entwicklungshilfepolitik 284 Entwicklungsland 164, 203, 211, 247, 250, 260, 268, 270, 273, 278, 279, 282, 285 Entwicklungspolitik 210 Erbkrankheit 251 Erfahrung 43, 45, 159, 214, 219, 226, 254 Erfolg-Misserfolg 183 Erfolgskontrolle 64 Erhebungsmethode 67, 96, 106

205 204 Sachregister Erinnerung 43 Erkenntnisinteresse 56, 231 Erkenntnistheorie 1, 2, 5, 9, 20, 48, 53 Erklärung 2, 6, 7, 56, 155 Erwerbstätiger 120 Erwerbstätigkeit 123, 195 Erziehung 274 Erziehungswissenschaft 85 Estland 271 Ethik 7, 11, 12, 13, 14, 17, 18, 19, 46, 239, 240, 259, 261, 262, 267 Ethnizität 229 Ethnologie 9, 24 EU 11, 44, 61, 69, 70, 73, 98, 129, 130, 138, 165, 171, 174, 205, 218, 287 EU-Politik 205, 287 Europa 38, 75, 80, 82, 129, 170, 279, 287 europäische Identität 44 europäische Institution 218 europäische Integration 287 Europäische Kommission 287 Europäisierung 90, 219 Evaluation 64, 68, 73, 78, 79, 85, 95, 98, 106, 216, 246, 276 Evolution 74, 277, 285 Evolutionstheorie 2 Exil 45 Existenzialismus 52 Exklusion 171 Experiment 246 Experte 12, 212, 217, 228, 262 F Fachbereich 12 fachliche Kommunikation 144, 145, 225 Fachliteratur 85, 145, 187 Fachrichtung 200 Fachwissen 155, 160, 177, 262 Falsifikation 1 Familie 25, 29 Familie-Beruf 32, 183, 194, 196, 199 FDP 244 Fehler 241, 249, 257 Feldforschung 46 Feminismus 1, 9 Fernsehen 57, 148 Fernsehsendung 148 Film 148 Finanzierung 70, 86, 90, 210 Finnland 130, 137, 181 Flexibilität 60, 168 Flughafen 257 Folgen 154, 251 Förderung 64, 76, 83, 123, 172, 174, 261, 285 Forschungsansatz 5, 9, 40, 43, 67, 74, 75, 80, 81, 84, 170, 201, 251 Forschungsdefizit 25, 119 Forschungseinrichtung 16, 33, 60, 64, 69, 90, 100, 120, 161, 162, 163, 174, 201, 206, 207, 284 Forschungsergebnis 97, 162 Forschungsfreiheit 83, 283 Forschungsgegenstand 19, 81, 170, 227 Forschungspersonal 90, 282 Forschungsplanung 94 Forschungspolitik 64, 68, 76, 86, 89, 90, 99, 153, 166, 172, 216, 220, 276, 287 Forschungspraxis 19, 57, 67, 75, 80, 82, 94, 100, 150, 231 Forschungsprojekt 93, 161, 246, 278 Forschungsprozess 18, 27 Forschungsschwerpunkt 162, 170, 269 Forschungsstand 85, 170, 233, 287 Forschungsumsetzung 19 Forschung und Entwicklung 64, 67, 79, 82, 84, 86, 97, 135, 138, 166, 171, 181, 233, 272, 284 Fortschritt 270 Foucault, M. 41, 53 Framing-Ansatz 57 Frankfurter Schule 45, 156, 270 frankophones Afrika 279 Frankreich 17, 24, 52, 53, 57, 113, 149, 181, 206, 207, 211, 212, 218, 269, 277, 279 Frau 124, 128, 129, 130, 131, 132, 133, 135, 136, 137, 138, 183, 195, 199, 260, 276 Frauenbild 32 Frauenerwerbstätigkeit 124, 137, 195 Frauenförderung 32, 136, 276 Freiheit 40, 77 Fremdheit 3, 6 Fromm, E. 270 frühe Neuzeit 128 Führungsposition 189 funktionale Differenzierung 88, 213, 217

206 Sachregister 205 G Gadamer, H. 1, 3, 7 Geburt 132 Gedenkstätte 101 Gefährdung 147 Gehalt 190 Geheimdienst 234 Geisteswissenschaft 65, 124, 174, 187, 280 Gemeinschaft 242, 254, 275 Gender Mainstreaming 130 Genetik 139, 251 Genforschung 18, 149 Gentechnologie 148, 232, 244, 254, 267 Geschichtsbild 31, 229 Geschichtsphilosophie 24 Geschichtsschreibung 36 Geschichtsunterricht 31 Geschichtswissenschaft 24, 36, 50, 101, 121, 154, 229 Geschlecht 32, 34, 132, 199 Geschlechterforschung 134 Geschlechterpolitik 32 geschlechtsspezifische Faktoren 32, 129, 130, 132, 133, 134, 141, 183, 196 Gesellschaft 10, 18, 39, 64, 177, 217, 237, 253, 255, 256, 265, 270 Gesellschaftskritik 45 Gesellschaftsordnung 4, 226 Gesellschaftspolitik 14 Gesellschaftstheorie 35, 168, 226, 237, 270 Gesetz 83, 202 gesetzliche Regelung 83, 252 Gespräch 147 Gesundheit 147, 197 gesundheitliche Folgen 197 Gesundheitsberuf 139 Gesundheitspolitik 139 Gesundheitsvorsorge 282 Gesundheitswesen 64, 176 GEW 69 Gewaltenteilung 25 Gewerkschaft 69, 206, 207 Ghana 247, 273 Glaubwürdigkeit 207 Gleichberechtigung 34, 137, 276 Gleichgewichtsmodell 8 Gleichstellung 32, 34, 129, 130 Global Governance 56, 283 Globalisierung 56, 164, 165, 211, 274, 275, 280, 283 Global Player 74 Governance 10, 63, 71, 74, 78, 90, 109, 116, 168, 172, 208, 230, 258 Gramsci, A. 41 grenzüberschreitende Zusammenarbeit 74, 140 Großbritannien 16, 65, 95, 109, 130, 137, 138, 149, 181, 206, 207, 211 Grundgesetz 15 Grundlagenforschung 18, 235 Grundrecht 244 Gruppe 29, 172, 187 Gutachten 228 H Habermas, J. 1, 7, 8, 41, 156, 232, 270 Habilitation 119, 185 Habitus 124, 199 Handlung 4, 56, 159, 168, 262, 265 Handlungsfähigkeit 165, 262 Handlungstheorie 2, 4, 6, 20, 165 Harmonisierung 87 Hartz-Reform 217 Hegel, G. 21 Heidegger, M. 53 Heimat 45 Hermeneutik 2, 3, 6, 7, 40, 231 Herrschaft 159, 182, 223, 277 Heterogenität 198 Heuristik 170 Hierarchie 119, 212 historische Sozialforschung 25, 33 Historisierung 47 Historismus 21, 24 hoch Qualifizierter 138, 175 Hochschulbildung 82, 111, 113, 128, 134, 284 Hochschuldidaktik 105 Hochschule 22, 29, 31, 32, 36, 39, 50, 54, 59, 60, 61, 63, 66, 69, 71, 72, 73, 74, 77, 78, 79, 84, 87, 90, 92, 95, 98, 101, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 119, 120, 124, 125, 126, 129, 133, 134, 140, 158, 165, 171, 173,

207 206 Sachregister 174, 175, 176, 178, 179, 183, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 196, 197, 199, 200, 216, 235, 262, 268, 271, 272, 273, 274, 276, 279, 282, 284, 285 Hochschulforschung 68, 76, 84, 99, 113, 119, 179, 235, 272 Hochschullehrer 34, 54, 106, 113, 119, 133, 173, 185, 190 Hochschullehrerin 34 Hochschulpolitik 69, 70, 72, 73, 77, 79, 98, 109, 119, 165, 171, 179, 192, 194, 271, 284 Hochschulrecht 171 Hochschulverwaltung 92, 119 Hochschulwesen 44, 59, 87, 99, 119 Horkheimer, M. 47 Humanismus 270 Humankapital 182 Humanwissenschaft 19, 53 Humboldt, W. 73 I Ideengeschichte 9, 40 Identifikation 254 Identität 3, 256 Identitätsbildung 254, 256 Ideologie 50, 51, 219, 270, 277 Illegalität 234 Implementation 62, 63, 205 Indien 164 Indikator 85, 175 Individualisierung 6 Individuum 254, 256 Industrie 64, 97, 203, 255, 285 Industrieanlage 203 Industrieforschung 82, 203 Informatik 136, 195, 268 Information 233, 253 Informationsgewinnung 19 Informationssystem 66 Informationstechnologie 19, 141, 174, 233, 239, 275 Informationsverarbeitung 143 Informationsvermittlung 101, 151 Informationswissenschaft 262 Infrastruktur 67, 75, 80, 81, 94, 233, 275 Ingenieur 195, 241, 260 Ingenieurwissenschaft 10, 129, 173, 185, 233 Innenpolitik 250 Innovation 25, 60, 69, 100, 115, 118, 161, 166, 178, 181, 243, 255, 258, 261, 285 Innovationsfähigkeit 118, 181 Innovationspolitik 118, 181, 220 Innovationspotential 64, 100, 118, 135 Innovationsträger 118 Institution 2, 100, 161, 202, 205, 212, 214, 215, 218, 254, 255, 272 Institutionalisierung 25, 26, 29, 153, 205, 214, 215, 218, 228, 252, 272 Institutionalismus 56, 165, 287 institutionelle Faktoren 64, 130, 286, 287 institutioneller Wandel 65, 215, 265 Instrumentalisierung 25, 31, 202, 229 Integration 84, 93, 134, 146, 179, 271 Intellektueller 41, 45, 51, 52, 210, 223, 270 Interaktion 6 Interdependenz 150 interdisziplinäre Forschung 153, 235, 262 Interdisziplinarität 93, 221, 235, 238, 262 Interesse 131, 223, 272 Interessengruppe 202 Interessenlage 205, 223, 272 Interessenorientierung 205 Interessenpolitik 76, 223 Interessenvertretung 69, 72 interkulturelle Faktoren 278 interkulturelle Kommunikation 3, 6, 279 internationale Beziehungen 21, 44, 48, 269, 281 internationale Organisation 88 internationale Politik 21, 48, 88, 204 internationaler Vergleich 57, 77, 95, 98, 109, 113, 120, 129, 137, 175, 193, 206, 207, 210, 278, 286 internationales Abkommen 276 internationales Recht 21, 283 internationale Verflechtung 283 internationale Zusammenarbeit 268, 278 Internationalisierung 66, 191, 211, 234, 271 Internet 13, 19, 62, 75, 141, 143, 154, 155, 156, 260, 275 Interpretation 6, 218 Intervention 71, 168

208 Sachregister 207 Interview 19 Investition 166 Iran 250 Islam 132 islamische Gesellschaft 250 Islamismus 250 Israel 250 IT-Branche 260 J Japan 118, 181, 211 Jaspers, K. 41 Journalismus 146, 147, 148 Jude 55 Judenverfolgung 43 Jugendlicher 193 Jurist 12, 39 K Kalter Krieg 234 Kanada 118, 181 Kant, I. 21, 53 Kapital 77 Kapitalismus 70, 78, 168, 170, 182 Karriere 32, 114, 119, 125, 183, 184, 185, 194 Katastrophe 249 Kategorie 143 Kausalität 155 Kennzahl 174 Kernenergie 203 Kernkraftwerk 203 Kernwaffe 234, 250 Kind 132, 151 Kindergarten 114 Kinderlosigkeit 196 Kleinbetrieb 181 Klimaschutz 88, 177 Klimawandel 88, 153, 163, 204, 247 kognitive Fähigkeit 163 Kolleg 198 Kommerzialisierung 61, 70, 208 Kommission 12, 189, 267 kommunale Selbstverwaltung 116 Kommunikation 3, 6, 7, 100, 151, 152, 156, 217, 244 Kommunikationstechnologie 141, 275 Kommunikationswissenschaft 57 kommunikatives Handeln 2, 7, 156 Kompetenzverteilung 205 Komplexität 228 Konflikt 143, 244 Konfrontationspolitik 250 Konsens 88, 204 Konservatismus 43, 47, 51, 54 Konstruktion 25, 138, 216 Konstruktivismus 5, 9, 48, 57, 157, 265 Konsum 30, 81, 177 Konsumforschung 30 Konsumgesellschaft 30 Konsumverhalten 30 Kontingenz 249 Kontinuität 23 Kontrolle 109, 186, 234 Konvergenz 10, 238, 240 Kooperation 72, 91, 93, 97, 101, 115, 120, 163, 172, 210, 234, 268, 272, 278, 279, 286 Koordination 93, 100 Korporatismus 120 korporativer Akteur 165 Kosten 247 Kosten-Nutzen-Analyse 78 Kraftfahrzeug 141 Krankheit 148, 251 Kreativität 254 Kriegsgefangener 29 Krise 44 Kritischer Rationalismus 1, 5 Kritische Theorie 5 Kuhn, T. 1 Kultur 2, 37, 46, 74, 81, 246, 256, 260, 270 Kulturangebot 81 Kulturanthropologie 24, 37, 46 kulturelle Faktoren 55, 57, 160 kulturelles Kapital 124 Kulturgeschichte 39 Kulturlandschaft 81 Kulturrelativismus 5 Kulturwissenschaft 81, 154, 280 Kundenorientierung 61, 73 Künstler 45 Kunstwerk 6 L Laie 143, 155 Landesregierung 72

209 208 Sachregister Längsschnittuntersuchung 215 Lateinamerika 203, 211, 247, 268 Leben 232 Lebensbedingungen 123 Lebenslauf 55 Lebensqualität 118 Lebensstil 140 Lebenswelt 142, 156 Legitimation 9, 43, 51, 100, 224, 277 Legitimität 35 Lehrbuch 29 Lehre 29, 77, 95, 106, 235 Lehrer 163 Lehrerbildung 105, 163 Lehrmethode 151, 163 Lehrveranstaltung 36, 50 Leistungsbewertung 106, 190, 216 Leistungsfähigkeit 175, 220 Leistungsprinzip 70 Leitbild 33, 139, 238 Lernen 163, 249, 257, 264 Lerninhalt 27 Lernprozess 163, 177, 219 Lettland 271 Liberalismus 41, 168 Linguistik 6, 7 Litauen 271 Literatur 43 Lobby 208 Logik 1, 231 Lohn 190 lokale Faktoren 32, 179 lokale Kommunikation 179 Loyalität 212 Luftfahrzeug 249 Luhmann, N. 41, 165, 237 M Macht 2, 13, 51, 53, 159, 201, 277 Machtkampf 250 Magazinsendung 148 Makroebene 12 Malaysia 285 Management 59, 62, 63, 74, 78, 109, 117, 219, 241, 272, 277, 286 Manager 241, 286 Männerberuf 195 Marcuse, H. 270 Markenartikel 242 Markt 168, 230, 255, 261 Marktforschung 30 Marktorientierung 61 Marokko 279 Marxismus 270 Marxismus-Leninismus 50 Maschinenbau 195 Massengesellschaft 25 Massenmedien 25, 29, 30, 145, 217, 245, 249 Master 103, 110 Materialismus 167 Mathematik 102, 129, 131, 136, 183, 185 Mathematisierung 246 Mecklenburg-Vorpommern 271 Medien 98, 149, 156, 208, 210 Mediengeschichte 249 Mediengesellschaft 208, 228 Medienkompetenz 279 Medizin 15, 28, 147, 148, 176, 232 Medizintechnik 141 Meinungsforschung 30 Mensch 149, 259 Menschenbild 15, 41, 139, 239 Menschenrechte 15, 40 Menschenwürde 15 Menschheit 35, 270 menschliches Versagen 257 Mensch-Maschine-System 233, 239, 260 Mentoring 138 Methode 1, 3, 4, 6, 7, 19, 56, 248 Methodenforschung 85, 231 Methodik 75, 96 Methodologie 3, 5, 6, 20, 199, 231, 263 Migrant 66, 184 Migration 124, 184 Mikroelektronik 239 Mikropolitik 12 Militanz 250 Militär 234 Militärpolitik 234 Ministerium 201 Mitbestimmung 63, 69, 72, 177 Mittelalter 128 Mittelmeerraum 279 Mobilfunk 237, 266 Mobilität 66, 119, 141 Mobiltelefon 141, 260 Modellentwicklung 246

210 Sachregister 209 Moderne 25, 120 Modernisierung 25, 159, 168, 247 Monopolisierung 68, 76 Moral 14, 19, 51 moralisches Urteil 261 Motiv 184 Motivation 118, 136, 186 multikulturelle Gesellschaft 164 Münch, R. 237 Museum 101 Musik 6 Mythologie 277 Mythos 43 N Nachfragestruktur 185 nachhaltige Entwicklung 84, 263 Nachhaltigkeit 84 Nachkriegszeit 29, 36, 43, 52, 226, 234 Nachwuchsförderung 38, 198 Nahost 250 Name 242 Nanotechnologie 90, 120, 239, 243, 252, 255, 261 nationale Entwicklung 65 Nationalität 229 Nationalsozialismus 23, 26, 45, 49, 132 Nationalstaat 164 Natur 35 Naturrecht 49 Naturwissenschaft 10, 17, 27, 35, 53, 82, 129, 131, 136, 174, 193, 232 Naturwissenschaftler 91, 195 naturwissenschaftlicher Unterricht 163 Neoinstitutionalismus 287 Neoliberalismus 61, 78, 171, 210, 230 Neomarxismus 156 Netzwerk 33, 54, 74, 90, 91, 115, 163, 169, 172, 185, 252, 258, 269, 275, 281 neue Medien 279 neue Technologie 13, 120, 237, 243, 255, 258, 265 New Economy 120 nichtstaatliche Organisation 224 Niederlande 34, 95, 109, 181, 214, 218 Nietzsche, F. 53 Nordafrika 279 Nordamerika 16, 37, 55, 65, 77, 82, 109, 118, 120, 149, 181, 202, 204, 211, 218, 221, 241, 286 Nordkorea 285 Nord-Süd-Beziehungen 272 Norm 2, 202, 218 Normativität 40 Norwegen 109 Nutzen 227 Nutzung 141, 168, 203 O Observation 252 OECD 181, 182 öffentliche Aufgaben 59, 181 öffentliche Förderung 64, 86, 181 öffentliche Kommunikation 45, 51, 152, 225 öffentlicher Raum 254 öffentliches Gut 71 öffentliches Recht 222 öffentliche Verwaltung 72 Öffentlichkeit 14, 31, 45, 52, 149, 156, 208, 228, 232, 236, 267, 270 Öffentlichkeitsarbeit 152, 224 Ökologie 158, 236 Ökonomie 64, 90, 159 ökonomische Entwicklung 115, 250, 285 ökonomische Theorie 22 Ökonomisierung 70, 73, 77, 78, 79, 165, 171, 180, 192, 216 Ökoprodukt 177 Online-Medien 75 Ontologie 41 Opportunismus 41 Opposition 45 Organisation 59, 60, 83, 88, 89, 92, 116, 161, 162, 165, 168, 202, 205, 212, 213, 214, 219, 230, 233, 272, 286 Organisationen 88, 89, 172, 204, 213 Organisationsanalyse 165 Organisationsentwicklung 69, 265 Organisationssoziologie 60 Organisationsstruktur 59, 135, 194 organisatorischer Wandel 59 organisierte Kriminalität 234 Organtransplantation 148 Ostasien 118, 181, 193, 211, 260, 270, 278, 285 Österreich 12, 57, 121, 130, 235

211 210 Sachregister Osteuropa 170 Osteuropaforschung 170 Ostpreußen 22 Ostseeraum 271 Ost-West-Beziehungen 234 Ost-West-Vergleich 130 P pädagogische Faktoren 151 pädagogisches Konzept 151 pädagogische Theorie 160 Paradigma 5, 44, 58 Partei 44, 244 Parteiensystem 44 Parteilichkeit 223 Parteipolitik 244 Partizipation 69, 84, 158, 242, 267 Pazifischer Raum 95 PDS 244 Peirce, C. 1 Personal 117 Personalbeurteilung 34 Personaleinstellung 34 Personalentwicklung 69, 192 Personalführung 117 Perspektive 25, 94, 208, 246, 269 Peru 247 Phänomenologie 2, 5 pharmazeutische Industrie 237, 251 pharmazeutischer Beruf 111 Pharmazie 111 Philosophie 1, 43, 47, 48, 53, 55, 56, 156, 282 Physik 90, 91, 173, 174, 195 PISA-Studie 182 Planung 122, 218 Planungskonzeption 218 Pluralismus 14, 49, 55, 162, 170 Polen 74, 140, 228, 229 Politik 31, 40, 44, 47, 51, 64, 88, 204, 206, 210, 212, 213, 214, 227, 229, 230, 237, 244, 250, 270, 272 Politikberatung 88, 100, 201, 204, 207, 208, 209, 213, 214, 217, 218, 219, 227, 228 Politiker 48, 214, 230 Politikfeld 214, 287 Politikwissenschaft 21, 44, 221, 222, 226, 231 politische Bewegung 224 politische Bildung 267 politische Entscheidung 202, 208, 214, 217, 218, 219, 228, 277 politische Entwicklung 169 politische Ethik 52 politische Kommunikation 217, 225, 244 politische Kontrolle 73 politische Kultur 14, 223, 228 politische Linke 223 politische Meinung 14 politische Philosophie 52 politischer Einfluss 229 politischer Wandel 54 politisches System 217, 237 politische Steuerung 69, 71, 72, 73, 79, 243 politische Strategie 189 politische Theorie 44, 49, 55, 221, 232 Politisierung 45, 153, 202, 204 Pommern 22 Popularität 270 Populismus 250 Portal 62 Positivismus 2, 21, 47, 49, 231 Positivismusstreit 5, 7 postkoloniale Gesellschaft 164 postkommunistische Gesellschaft 25, 170, 215 Postmoderne 157 postsozialistisches Land 25, 74, 130, 137, 138, 140, 170, 211, 215, 228, 229, 271 Poststrukturalismus 53 Präferenz 179 Pragmatik 8 Pragmatismus 1, 2, 55 Praktikum 103 Präsident 250 Präsidentschaftswahl 250 Prävention 251 Praxis 51, 87, 159, 162 Praxisbezug 26, 162, 201 Presse 98 Privatisierung 61, 77, 230 Privatsphäre 19 Privatwirtschaft 121 Problem 274 Problembewusstsein 201

212 Sachregister 211 Problemlösen 247 Produktgestaltung 177, 260 Produktion 81, 130, 161, 177 Produktionsfaktor 171 Produktionsprozess 255 Professionalisierung 20, 26, 95, 202, 208, 228, 246 Programmentwicklung 246 Projektgruppe 162, 198 Proletariat 53 Promotion 119, 120, 123, 191, 198 Protest 52, 224 Protestbewegung 224 Prozess 252 psychische Faktoren 186 Psychoanalyse 270 psychophysische Belastung 197 Publikation 29, 96, 145, 187 Publizistik 57 publizistische Vielfalt 187 Q Qualifikation 108, 220, 273 Qualifikationsanforderungen 188, 220 qualitative Methode 231 Qualitätskontrolle 70, 79, 84 Qualitätssicherung 69, 73, 78, 79, 85, 95, 96, 109 quantitative Methode 231 R Rahmenbedingung 83, 118, 250 Ranking 78, 95, 96, 98 Rasse 46 Rassismus 35 Rationalismus 47 Rationalität 43, 56, 219 Raum 112 Raumfahrt 241, 249 Rawls, J. 8 Recht 283 rechtliche Faktoren 83 Rechtstheorie 49 Rechtswissenschaft 121, 185, 222, 268 Redakteur 146 Redaktion 146 reflexive Modernisierung 159, 244 Reflexivität 41, 43, 160 Reform 59, 63, 72, 79, 87, 104, 169 Reformpolitik 61, 69, 70, 73, 78, 90, 165, 171, 192 Regierung 202, 203, 208, 214, 244 Regierungspolitik 202, 203 Region 158 regionale Entwicklung 115 regionale Verflechtung 176 Regulierung 237, 243, 252, 255 Relativismus 9 Relevanz 12 Religion 14, 55 religiöse Faktoren 14, 250 religiöse Gruppe 250 Religiosität 14 Reproduktion 254 Reproduktionsmedizin 132, 232, 254 Reputation 91 Ressortprinzip 201 Ressourcen 212, 233, 277 Rezension 35 Rezeption 23, 81, 156, 270 Rezipient 148 Rezipientenforschung 148 Risiko 147, 205, 233, 234, 236, 237, 241, 251, 255, 261 Risikoabschätzung 205, 218, 261 Risikoforschung 205, 235 Risikogesellschaft 139 Rolle 161, 286 Rollenbild 43 Rollenverständnis 230 Rollenwandel 230 Rollenzuschreibung 132 Romantik 3 Routine 257 Rückstellung 284 Rumänien 137 Russland 211 Rüstung 234 S Sachsen 128, 229 Säkularisierung 14 Sartre, J. 41 Scheler, M. 47 schichtspezifische Faktoren 104 Schifffahrt 249 Schlesien 229 Schleswig-Holstein 122

213 212 Sachregister Schmitt, C. 41 Schriftsteller 52 Schulbildung 284 Schulbuch 27, 132 Schuld 241 Schule 31, 114 Schülerin 131 Schütz, A. 48 Schwangerschaft 132 Schweden 109, 118, 181 Schweiz 12, 109, 118, 211, 216, 235 Scientific Community 91, 149, 152, 172 Scientometrie 85 Sekundarstufe I 163 Sekundarstufe II 163 Selbständigkeit 178 Selbstdarstellung 43 Selbsteinschätzung 251 Selbstmord 249 Selbstreferenz 253 Selbstverständnis 6, 41, 43, 207 Selektion 84, 104, 185 Selektionsverfahren 145 Semantik 60 Sicherheit 131, 147, 233, 257, 260 Sicherheitsbewusstsein 233 Sicherheitsingenieur 233, 257 Simmel, G. 48 Simulation 88, 248 Sinn 2, 3, 6 Situationsanalyse 6 Skandinavien 57 Slowakei 130 Sozialarbeit 20, 139, 157 Sozialarbeitswissenschaft 20, 157, 167 Sozialberuf 139 soziale Beziehungen 4 soziale Differenzierung 20 soziale Distanz 41, 51 soziale Entwicklung 59, 256 soziale Faktoren 18, 87, 166, 266, 274, 276, 286 soziale Folgen 265 soziale Herkunft 123 soziale Indikatoren 263 soziale Kosten 247 soziale Krise 160 soziale Marktwirtschaft 230 soziale Mobilität 124 soziale Norm 28 soziale Position 45 sozialer Konflikt 143, 232 sozialer Prozess 242 sozialer Raum 74, 140, 199, 254 sozialer Status 196 sozialer Wandel 54, 132, 160, 215 soziale Sicherung 25 soziales Milieu 104, 140 soziales Netzwerk 57, 62, 210 soziales Problem 20 soziales System 4, 60, 165 soziale Ungleichheit 104 Sozialforschung 33, 161 Sozialisation 30 sozialistischer Staat 50 Sozialkapital 185 Sozialpädagogik 142, 160 Sozialpolitik 14, 44, 169, 250 Sozialpsychologie 29 sozialpsychologische Faktoren 183 Sozialstruktur 30, 91, 160 Sozialtechnologie 26 Sozialwirtschaft 268 Sozialwissenschaft 2, 5, 6, 7, 16, 48, 53, 56, 57, 75, 80, 82, 94, 127, 156, 161, 162, 168, 174, 187, 214, 222, 226, 227, 235, 280, 287 Sozialwissenschaftler 161, 226 soziokulturelle Situation 28 Soziologe 51 Soziologie 1, 23, 26, 30, 35, 68, 76, 96, 122, 130, 164, 185, 226 soziologische Theorie 1, 4, 25, 35, 56, 60, 160, 165, 217, 227, 237, 253 sozioökonomische Entwicklung 242, 265 sozioökonomische Lage 192 soziotechnisches System 265 Spanien 138 SPD 244 Spielzeug 132 Sprache 3, 7, 46, 148 Sprachgebrauch 43 Sprechen 120 Staat 230, 270 staatliche Einflussnahme 168, 181, 230 staatliche Lenkung 71 Staatsapparat 168 Staatsfunktion 168

214 Sachregister 213 Staatsphilosophie 221 Staatsrecht 21, 222 Staatswissenschaft 222 Stadtentwicklung 74, 179 Stammzellenforschung 17, 145, 148, 267 Standardisierung 73, 79, 205, 219, 254, 263 Standort 175 Steuerung 63, 92, 109, 116, 117, 168 Steuerungsprozess 90 Stiftung 62 Stipendium 62, 123 strategische Planung 179 strategisches Management 179, 211 Strukturalismus 53 Strukturanalyse 53 strukturelle Kopplung 60, 71, 213 Strukturfunktionalismus 2 Strukturwandel 160, 235 Student 59, 62, 66, 106, 107, 112, 121, 123, 125, 126, 183, 186 Studentenbewegung 54 Studentenzahl 107 Studentin 129 Studienabbruch 102 Studienabschluss 103, 110, 220 Studienanfänger 175 Studienbedingung 110 Studienberatung 136 Studiengang 101, 122, 123, 127 Studiengebühr 104, 107, 110 Studiensituation 107, 129 Studienverlauf 103, 123, 125 Studienwahl 131, 136, 175 Studium 66, 70, 73, 79, 102, 104, 107, 108, 110, 111, 120, 122, 123, 125, 127, 129, 134, 175, 186, 200 Subjekt 13 Südamerika 203, 211, 247, 268 Südasien 164, 282 Südkorea 181, 211, 285 Südostasien 285 Südosteuropa 38 Symbol 9, 246 Systemanalyse 215, 233 Systematik 58 Systemtheorie 4, 20, 25, 60, 157, 165, 237, 253 Szenario 84, 233 T Tabu 17 Tageszeitung 146 Taiwan 193 Taxonomie 251 Team 135 Technik 10, 102, 131, 136, 141, 159, 241, 242, 245, 247, 260, 262, 265 Techniker 241 Technikfolgen 232, 241, 249, 255, 259, 267 Technikgenese 265 Technikgeschichte 249 Techniksoziologie 237, 249, 253 technische Ausbildung 82 technische Ausstattung 234 technische Bildung 82, 262 technische Entwicklung 62, 82, 234, 253, 258, 265, 266 technischer Fortschritt 232, 243, 249 technischer Wandel 265 Technokratie 70, 73, 218, 219, 277 Technologie 11, 64, 82, 120, 137, 175, 203, 220, 238, 239, 240, 253, 256, 258, 261, 263, 264, 265 Technologiepolitik 243 Technologietransfer 247 Teilnehmer 198 Telekommunikation 57 Terrorismus 234 Textanalyse 148, 244 Thailand 285 Theologe 39 Theologie 14 Theoriebildung 20, 58, 280 Theorie-Praxis 1, 142, 226, 235, 257 Therapeut 28 Therapie 148, 251 Think Tank 210, 228 Tibet 132 Tiermedizin 121 Tönnies, F. 35 Tradition 9, 65, 277 transatlantische Beziehungen 37 Transfer 162 Transformation 25, 74, 95, 156, 170, 177, 215, 219 Transkulturalität 279

215 214 Sachregister transnationale Beziehungen 57, 210, 283 Transparenz 85, 98 Transzendentalphilosophie 7, 40 Trend 84, 251 Troeltsch, E. 40 Tschechische Republik 130, 138 Tschechoslowakei 229 Tunesien 279 Typologie 74, 200, 215 U Übergangsgesellschaft 215 UdSSR-Nachfolgestaat 211, 271 Umwelt 158, 177, 235, 261 Umweltfaktoren 247 Umweltforschung 153 Umweltmanagement 177 Umweltpolitik 88, 204 Unfall 241, 249, 257 Universalismus 9, 53 Unternehmen 77, 82, 120, 166, 177 Unternehmensberater 208 Unternehmensberatung 182 Unternehmensgründung 126, 176, 178 Unternehmer 230 Unterricht 59, 105, 109, 113, 134 Unterrichtsmaterial 163 Unterrichtspraxis 113 Urbanität 179 Ursache 133, 241 Urteilsbildung 262 USA 16, 37, 55, 65, 77, 82, 109, 118, 120, 149, 181, 202, 204, 211, 218, 221, 241, 286 Utilitarismus 232 V Validierung 236 Veränderungskompetenz 84 Veranstaltung 152 Verantwortung 241 Verbrauchererziehung 30 Verbraucherpolitik 30 Verfassungsrecht 21, 83 Verflechtung 57, 285 Vergangenheitsbewältigung 23, 43 vergleichende Forschung 98, 170, 215, 219 vergleichende Politikwissenschaft 44 Verhaltensänderung 177 Verhaltenstheorie 2 Verhaltenswissenschaft 80 Verhandlung 72 Verkehrssystem 249 Verkehrsunfall 249 Verlag 187 Vernetzung 38, 74, 138, 172, 174, 275 Vernunft 47, 270 Verständnis 7 Verstehen 2, 3, 6, 7, 148 vertikale Mobilität 124 Vertrauen 28, 71 Verwaltung 22, 44, 72 Verwaltungswissenschaft 222 Verwertungsgesellschaft 261 Verwissenschaftlichung 20, 169, 180 Video 233 Volkswirtschaftslehre 22, 126 Volkswirtschaftstheorie 22 W Wachstum 253 Wähler 208 Wahlsystem 44 Wahrheit 9, 53, 156, 223 Wahrnehmung 112, 149, 154 Web Weber, M. 41, 51 Website 260 Weimarer Republik 23, 24, 48, 49 Weiterbildung 105, 114, 220 Weltanschauung 14, 48 Weltbild 48 Weltordnung 280 Weltpolitik 228 Weltraum 225 Werkzeug 264 Wert 139 Wertfreiheit 51, 73 Wertorientierung 14, 16, 232, 244, 254 Wertsystem 14 Werturteil 231 Werturteilsstreit 7 Westafrika 247, 273 westliche Welt 40 Wettbewerb 61, 70, 74, 77, 78, 179, 203 Wettbewerbsbedingungen 100 Wettbewerbsfähigkeit 61, 73, 77, 118, 171,

216 Sachregister , 220 Widerstand 52 Wiederaufbau 38 Wirkung 245 Wirkungsforschung 265 Wirtschaft 137, 166, 174, 180, 181, 255, 258 wirtschaftliche Lage 66 Wirtschaftsliberalismus 22, 120 Wirtschaftsordnung 120 Wirtschaftspolitik 22 Wirtschaftssoziologie 30 Wirtschaftswissenschaft 22, 168, 230 Wirtschaftswissenschaftler 42 Wissen 1, 12, 13, 53, 74, 88, 97, 130, 132, 139, 140, 154, 157, 158, 159, 160, 161, 167, 171, 177, 179, 180, 201, 206, 216, 223, 236, 238, 245, 248, 249, 251, 260, 281 Wissenschaftler 42, 46, 48, 66, 91, 97, 117, 118, 119, 124, 133, 149, 161, 163, 171, 172, 178, 183, 184, 185, 187, 192, 194, 196, 198, 199, 201, 229 Wissenschaftlerin 138, 194 wissenschaftliche Arbeit 42, 82, 118, 149, 154, 205, 221, 223, 246 wissenschaftliche Begleitung 209, 240 wissenschaftliche Beratung 202, 212, 214, 217, 218, 219, 224, 277 wissenschaftliche Institution 16, 33, 82, 90, 119, 152, 179, 202, 207, 212 wissenschaftlicher Fortschritt 284 wissenschaftlicher Mitarbeiter 33, 70, 119, 171, 192 Wissenschaftlichkeit 9, 214, 221 Wissenschaftsanwendung 25, 82, 179, 202, 205, 212, 213, 214, 218, 230, 251, 263, 277, 284 Wissenschaftsbetrieb 82, 149, 179 Wissenschaftsdisziplin 12, 33, 153, 160, 235, 286 Wissenschaftsethik 12, 16, 17 Wissenschaftsgeschichte 23, 29, 39, 44, 132 Wissenschaftspolitik 32, 38, 68, 71, 76, 82, 99, 100, 211, 225, 238, 261, 276, 283, 284, 287 Wissenschaftsrat 64, 95, 96 Wissenschaftssoziologie 60, 89 Wissenschaftstheorie 1, 2, 5, 8, 9, 20, 49, 58, 167, 231 Wissenschaftsverständnis 16, 20, 157, 167, 227 Wissensgesellschaft 20, 112, 157, 161, 224, 228, 249, 271 Wissensmanagement 62, 64, 90 Wissenssoziologie 161 Wissenstransfer 24, 37, 82, 91, 97, 101, 151, 152, 159, 162, 169, 173, 180, 278 Wittgenstein, L. 1 Wohlbefinden 186 Wohlfahrtsstaat 169, 217 Wohlfahrtsverband 230 Z Zahnarzt 132 Zeitfaktor 185 Zeitgeist 43 Zeitschrift 29, 98, 145 Zeitung 146 Zeitungswissenschaft 57 Zielsetzung 126 Zielvereinbarung 72 Zivilgesellschaft 25 Zukunftsfähigkeit 84, 94 Zuverlässigkeit 154 Zweckrationalität 159 Zweiter Weltkrieg 234 Zwischenkriegszeit Jahrhundert Jahrhundert Jahrhundert Jahrhundert Jahrhundert 21, 22, Jahrhundert 21, 22, 28, 128, 169, Jahrhundert 21, 28, 35, 128, 169, 221, Jahrhundert 128

217

218 Institutionenregister 217 Institutionenregister abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschung 121 Bayerische Akademie der Wissenschaften, Historische Kommission 39 Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung -IHF- 102, 107, 109, 125 Centre Marc Bloch Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften 269 Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Lehrstuhl für Soziologie der Organisation 172, 287 Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Sektion 01 Modernisierung in Staat und Verwaltung 90, 91 Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung -DIPF- 85 DIALOGIK gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbh 263 empirica Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung mbh 275 europäisches forum für migrationsstudien -efms- Institut an der Universität Bamberg 184 Europa-Universität Viadrina, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Professur für Vergleichende Kulturgeschichte der Neuzeit, insb. philosophische Grundlagen der Kulturwissenschaften 169 Fachhochschule Furtwangen Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fak. Maschinenbau und Verfahrenstechnik 135 Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Wirtschaft -HSW- 275 Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten Klagenfurt, Graz und Wien Standort Wien Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung 144 Friedrich-Schiller-Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Arbeitsgruppe Biologiedidaktik 27 Friedrich-Schiller-Universität Jena, Center for Applied Developmental Science 186 Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Psychologie Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie 186 Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Soziologie Arbeitsbereich Gesellschaftsvergleich 23, 87 Friedrich-Schiller-Universität Jena, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht 283 GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Fachinformation für die Sozialwissenschaften, Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung -CEWS- 138, 194

219 218 Institutionenregister Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.v. an der Technischen Universität Dresden 229 HIS Hochschul-Informations-System GmbH 66, 103, 108, 110, 123, 175, 191, 200, 220 Hochschule Bremen, Fak. Gesellschaftswissenschaften 151, 152 Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung 134 HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung Wittenberg e.v. an der Universität Halle-Wittenberg 72 Humboldt-Universität Berlin, Philosophische Fakultät I, Institut für Geschichtswissenschaften Lehrstuhl für Neuere Geschichte, insb. 19. Jahrhundert 36, 37 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit -IAB- 137, 195 Institut für ökologische Wirtschaftsforschung -IÖW- ggmbh 177 Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.v. -ISF München- 159 Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften -IFK- 248 Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fak. für Architektur, Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung Fachgebiet Regionalplanung und Bauen im ländlichen Raum 112 Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Medien- und Kulturwissenschaft -ISMK- Abt. 1 Soziologie Lehrstuhl für Soziologie unter besonderer Berücksichtigung des Kompetenzerwerbs 242 Karlsruher Institut für Technologie -KIT-, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Medien- und Kulturwissenschaft -ISMK- Abt. 2 Multimediale Wissenschaftskommunikation und Medienkulturwissenschaft 279 Küpper Sozialforschung & Consulting GmbH Institut für Organisationsentwicklung und Personalmanagement 129 Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik -IPN- an der Universität Kiel Abt. Erziehungswissenschaft 155 Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Forschungsbereich Geschichte der Gefühle 28 Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung 226, 265 Pädagogische Hochschule Heidelberg, Fak. III Natur- und Gesellschaftswissenschaften, Interdisziplinäres Institut Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft 163 SFB 536 Reflexive Modernisierung 159 Technische Hochschule Aachen, Human Technology Centre -HumTec- 266 Technische Hochschule Aachen, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie Lehr- und Forschungsgebiet Gender- und Lebenslaufforschung 133, 247 Technische Universität Cottbus, Humanökologisches Zentrum 158 Technische Universität Dortmund, Fak. 12 Erziehungswissenschaft und Soziologie, Institut für Soziologie Lehrstuhl für Soziologie der Geschlechterverhältnisse 112

220 Institutionenregister 219 Technische Universität Dortmund, Fak. 15 Kulturwissenschaften, Institut für Journalistik 146, 147 Technische Universität Dortmund, Hochschuldidaktisches Zentrum 196 Technische Universität Dortmund, Zentrum für Weiterbildung -ZfW- Lehrstuhl für Organisationsforschung, Sozial- und Weiterbildungsmanagement 117 Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichte Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte und Didaktik der Geschichte 31 Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichte Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte 128 Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Kommunikationswissenschaft Professur für Kommunikationswissenschaft II 245 Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Politikwissenschaft Lehrstuhl Internationale Politik 281 Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie Professur für Techniksoziologie 153, 286 Technische Universität Dresden, Referat Gleichstellung von Frau und Mann 128, 136 Universität Augsburg, Gender Zentrum Augsburg 188 Universität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Extraordinariat für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt 159 Universität Bamberg, Fak. Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Graduiertenkolleg "Märkte und Sozialräume in Europa" 65, 120 Universität Bamberg, Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung -INBIL- 114 Universität Bern, Philosophisch-Historische Fakultät, Historisches Institut Abt. Mittelalterliche Geschichte 39 Universität Bielefeld, Fak. für Soziologie, Institut für Weltgesellschaft Graduiertenkolleg 844 "Weltgesellschaft - die Herstellung und Repräsentation von Globalität" 274 Universität Bielefeld, Fak. für Soziologie, International Graduate School in Sociology -IGSS- 145 Universität Bielefeld, Graduiertenkolleg 724 "Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft: Wissenschaft in Anwendungs- und Beratungskontexten" 145 Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft 206 Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft, Sektion Politikwissenschaft Lehrstuhl für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik 63 Universität Bochum, Fak. für Sozialwissenschaft, Sektion Soziologie Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft 63, 92, 176 Universität Bochum, Gemeinsame Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum - IG Metall 63 Universität Bochum, Institut für soziale Bewegungen -ISB- 33

221 220 Institutionenregister Universität Bochum, Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht 63 Universität Bonn, Zentrum für Entwicklungsforschung -ZEF- 273 Universität Bremen, Forschungszentrum Nachhaltigkeit -artec- 265 Universität des Saarlandes, Fak. 05 Empirische Humanwissenschaften, CEval - Centrum für Evaluation 38 Universität Duisburg-Essen Campus Essen, Fak. für Bildungswissenschaften, Institut für Berufsund Weiterbildung Fachgebiet Erwachsenenbildung, Bildungsberatung 131 Universität Duisburg-Essen Campus Essen, Fak. für Biologie und Geographie, Institut für Biologie Fachgruppe Didaktik der Biologie 193 Universität Düsseldorf, Philosophische Fakultät, Philosophisches Institut 58 Universität Düsseldorf, Philosophische Fakultät, Sozialwissenschaftliches Institut Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft I 127 Universität Erfurt, Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien 55 Universität Erlangen-Nürnberg, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Institut für Psychologie Lehrstuhl Sozialpsychologie 183 Universität Erlangen-Nürnberg, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Institut für Soziologie Prof.Dr. Meinefeld 106 Universität Flensburg, Zentrum für Methodenlehre 111 Universität Frankfurt, FB 08 Philosophie und Geschichtswissenschaften, Historisches Seminar 225 Universität Frankfurt, Internationales Graduiertenkolleg "Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert" 225 Universität Freiburg, Frankreich-Zentrum 24 Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Abteilung für Medizinische Soziologie 197 Universität Freiburg, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie 282 Universität Freiburg, Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät, Institut für Erziehungswissenschaft Abt. Lernforschung und Instructional Design 264 Universität Gießen, FB 01 Rechtswissenschaften, Professur für Öffentliches Recht, Rechtsvergleichung und Verwaltungswissenschaft 83 Universität Gießen, FB 04 Geschichts- und Kulturwissenschaften, Historisches Institut 39 Universität Greifswald, Graduiertenkolleg 619 "Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum" 22, 271 Universität Greifswald, Philosophische Fakultät, Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft 271 Universität Hamburg, Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung 104 Universität Hannover, Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie 178, 285

222 Institutionenregister 221 Universität Karlsruhe, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Medien- und Kulturwissenschaft -ISMK- Abt. 1 Soziologie Lehrstuhl für Soziologie unter besonderer Berücksichtigung des Kompetenzerwerbs 112 Universität Kiel, Philosophische Fakultät, Institut für Psychologie Arbeitseinheit Sozialpsychologie und Politische Psychologie 143 Universität Kiel, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften Abt. Soziologie 122, 185 Universität Klagenfurt 142 Universität Konstanz, Geisteswissenschaftliche Sektion, FB Geschichte und Soziologie Arbeitsgruppe Hochschulforschung 110 Universität Lüneburg, Fak. I Bildungs-, Kultur- und Sozialwissenschaften 256 Universität München, Fak. für Psychologie und Pädagogik, Department Psychologie Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie 93 Universität Münster, FB 06 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie 150 Universität Münster, FB 12 Chemie und Pharmazie, Institut für betriebswirtschaftliches Management 97, 173, 278 Universität Münster, SFB-Transregio 61 "Multilevel Molecular Assemblies: Structure, Dynamics and Function" 278 Universität Oldenburg, Fak. 02 Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Institut für BWL und Wirtschaftspädagogik Forschungsgruppe Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit -GELENA- 177 Universität Osnabrück, FB 01 Sozialwissenschaften, Fachgebiet Methodologische Grundlagen der Sozialwissenschaften 26 Universität Potsdam, MenschenRechtsZentrum 15 Universität Regensburg, Philosophische Fakultät 02 - Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft, Institut für Pädagogik Lehrstuhl für Pädagogik 03 Allgemeine Pädagogik, Lehr- Lern-Forschung 105 Universität Siegen, FB 01 Sozialwissenschaften, Philosophie, Theologie, Geschichte, Geographie, Fach Soziologie Lehrstuhl für Soziologie, insb. empirische Sozialforschung 113 Universität Stuttgart, Fak. 10 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Institut für Sozialwissenschaften Abt. V Technik- und Umweltsoziologie 11 Universität Trier, FB IV Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik und Wirtschaftsinformatik, Fach BWL Professur Services Administration und Management 189, 190 Universität Tübingen, Fak. für Informations- und Kognitionswissenschaften, Psychologisches Institut Abt. Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie 93 Universität Tübingen, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft Abt. Erwachsenenbildung, Weiterbildung 93

223 222 Institutionenregister Universität Tübingen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Fachrichtung BWL Lehrstuhl für Personal und Organisation 42, 198 Universität Wien, Fak. für Sozialwissenschaften, Institut für Wissenschaftsforschung 18, 130 Universität Wuppertal, FB B Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics, Lehrstuhl BWL, insb. Personalmanagement und Organisation 126 Universität Wuppertal, FB B Wirtschaftswissenschaft - Schumpeter School of Business and Economics, Lehrstuhl für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung 126 VDI-VDE Innovation + Technik GmbH 108 Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh 115, 116, 211 Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh Schwerpunkt Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik Abt. Internationalisierung und Organisation 210 Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh Schwerpunkt Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik 99 Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH -ZEW- 175 Zentrum für Zeithistorische Forschung e.v. 50, 54, 101, 154 Zeppelin University Hochschule zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik, Department communication & cultural management, Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse 59

224 ANHANG

225

226 Hinweise 225 Hinweise zur Originalbeschaffung von Literatur Die in der Datenbank SOLIS nachgewiesene Graue Literatur enthält nahezu vollständig einen Bibliotheksstandort zur Erleichterung der Ausleihe; dies gilt auch für einen Teil (40%) der nachgewiesenen Verlagsliteratur. In SOLIS nachgewiesene Zeitschriftenaufsätze sind zu über 60% mit einem Standortvermerk versehen. Beschaffung von Literatur über den Deutschen Leihverkehr Die Standortvermerke in SOLIS (Kürzel, Ort und Sigel der besitzenden Bibliothek sowie Signatur der Arbeit) beziehen sich auf Bibliotheken, die dem normalen Fernleihverkehr angeschlossen sind. Sollte die gewünschte Arbeit bei Ihrer örtlichen Bibliothek nicht vorhanden sein, ersparen Ihnen die Standortvermerke für die Fernleihe ( Direktbestellung ) den u.u. sehr zeitraubenden Weg über das Bibliothekenleitsystem. Elektronische Bestellungen sind ebenfalls möglich, z.b. über subito - einen bundesweiten Dokumentlieferdienst der deutschen Bibliotheken für Aufsätze und Bücher. Literaturdienst der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln Aufsätze aus Zeitschriften, die für SOLIS ausgewertet werden und in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln vorhanden sind, können über den Kölner Literaturdienst (KÖLI) als Kopie bestellt werden. Diese Aufsätze enthalten den Standortvermerk UuStB Koeln(38) - Signatur der Zeitschrift sowie einen Hinweis auf den Kopierdienst. Die Bestellung kann mit gelber Post, per Fax oder elektronisch erfolgen Kosten für den Postversand bis zu je 20 Kopien pro Aufsatz betragen 8,- Euro, für Hochschulangehörige 4,- Euro (bei Normalbestellung mit einer Lieferzeit von i.d.r. sieben Tagen); gegen Aufpreis ist eine Eilbestellung (Bearbeitungszeit: ein Arbeitstag) oder auch eine Lieferung per Fax möglich. Zur Benutzung der Forschungsnachweise Die Inhalte der Forschungsnachweise beruhen auf den Angaben der Forscher selbst. Richten Sie deshalb bitte Anfragen jeglicher Art direkt an die genannte Forschungseinrichtung oder an den/die Wissenschaftler(in). Das gilt auch für Anfragen wegen veröffentlichter oder unveröffentlichter Literatur, die im Forschungsnachweis genannt ist.

227

228 Dienstleistungsangebot der Abteilung Fachinformation für die Sozialwissenschaften Das Dienstleistungsangebot der Abteilung Fachinformation dient der Verbreitung, Förderung und Fundierung sozialwissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie dem Wissensaustausch auf nationaler wie internationaler Ebene. Gleichzeitig macht die Fachinformation die sozialwissenschaftliche Forschung des deutschsprachigen Raumes international sichtbar. Zentrale Aktivitäten sind Aufbereitung, Bereitstellung und Transfer von Wissen durch: Konzeption, Aufbau und Pflege von Datenbanken und Serviceangeboten zu Forschungsstrukturen, -aktivitäten und -ergebnissen in den Sozialwissenschaften im deutschsprachigen und östlichen europäischen Forschungsraum und zu wissenschaftsbezogenen chancengleichheitsrelevanten Themen im deutschsprachigen, europäischen und internationalen Rahmen Aufbau von und Beteiligung an kooperativen Informationssystemen (Portalen, Themenschwerpunkten, Kommunikationsplattformen und Netzwerken) zur Unterstützung der Wissenschaftskommunikation, insbesondere auf ost-westeuropäischer Ebene und zu wissenschaftsbezogenen chancengleichheitsrelevanten Themen Kontinuierlicher Ausbau der Vernetzung von Informationsangeboten und Services durch Erweiterung und Einbeziehung kompetenter Partner auf nationaler wie internationaler Ebene Erstellung servicebasierter Publikationen und Informationsdienste zu ausgewählten Themen in Kooperation mit der Wissenschaft Nationales Referenzzentrum für das Politikfeld Gleichstellung in der Wissenschaft gegenüber Wissenschaftsorganisationen, Bundes- und Landesministerien, Politik und Medien in Bezug auf Konzept- und Programmentwicklung, Monitoring und Evaluation von Politiken und Maßnahmen Basisprodukte der Abteilung sind Informationen über Forschungsstrukturen, -aktivitäten und -ergebnisse, die in Datenbanken aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Neben den nachfolgend skizzierten Datenbanken zu sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten und Publikationen werden Datenbanken mit Informationen zu nationalen und internationalen sozialwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen, Zeitschriften, Netzwerken, Veranstaltungen und Internetquellen aufgebaut und gepflegt. Sie sind Bestandteil einer von GESIS entwickelten und zur Verfügung gestellten integrierten Suche, die weitere internationale Informationssammlungen und solche externer Partner mit einbezieht. Datenbanken Die von der Abteilung Fachinformation produzierten Datenbanken SOLIS und SOFIS bilden die Grundlage für den sozialwissenschaftlichen Fachinformationsdienst sofid. SOFIS (Forschungsinformationssystem Sozialwissenschaften) Inhalt: SOFIS informiert über laufende, geplante und abgeschlossene Forschungsarbeiten der letzten zehn Jahre aus der Bundesrepublik Deutschland, aus Österreich und der Schweiz. Die

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