Kooperation mit Telemedizinischen Versorgungszentren. Dipl.-Ing. Walter Schmid

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1 Kooperation mit Telemedizinischen Versorgungszentren Dipl.-Ing. Walter Schmid

2 Agenda 1. Medizinische Versorgungsstruktur in Deutschland 2. Bedeutung von Telemedizinischen Versorgungszentren 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum 4. Mögliche Kooperationsformen 5. Resümee 2

3 1. Medizinische Versorgungsstruktur Das übergeordnete Ziel des Gesundheitswesen in Deutschland Allen Menschen eine wohnortnahe, bedarfsgerechte und flächendeckende medizinische Versorgung zu bieten. 3

4 1. Medizinische Versorgungsstruktur Fakten Demografischer Wandel in der Bevölkerung. Im Jahre 2020 zu erwarten: = die Gruppe der über 60-Jährigen (d.h. 25 % - 36 % der Gesamtbevölkerung). mit dem Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt der Bedarf an Gesundheitsleistungen. Regionen in Deutschland, in denen je nach Fachrichtung nicht ausreichend Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung stehen. Ständige und konsequente Alterung der Struktur von Vertragsärztinnen und -ärzten Bundesweit. In Konsequenz immer weniger Ärzte. 4

5 1. Medizinische Versorgungsstruktur Vertragsärzte 60 Jahre oder älter zum jeweiligen Jahresende. Quelle: Bundesärztekammer 5

6 2. Bedeutung von Telemedizinischen Versorgungszentren Das übergeordnete Ziel des Gesundheitswesen in Deutschland Allen Menschen eine wohnortnahe, bedarfsgerechte und flächendeckende medizinische Versorgung zu bieten [ ] Lösung / Alternative Schaffung der Abhilfe durch das neue GKV-VStG*, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Einbringen von umfassenden Maßnahmen, die auch zukünftig eine gute und flächendeckende Versorgung gewährleisten sollen. Eine wichtige Rolle der Telemedizin (insbesondere Ausbau im ländlichen Raum). * Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung

7 2. Bedeutung von Telemedizinischen Versorgungszentren Telemedizin ermöglicht, unter Einsatz audiovisueller, moderner und vor allem sicherer Informations- sowie Kommunikationstechnologien trotz räumlicher Trennung - Diagnostik, Konsultation und medizinische Notfalldienste anzubieten. Im Bezug auf das neue GKV-VStG In den unterversorgten Regionen werden neue Versorgungsstrukturen jenseits der klassischen Praxismodelle organisiert. Eine leistungsgerechte Vergütung soll bewirken, dass sich die Bedingungen für Ärzte in strukturschwachen Gebieten wesentlich verbessern. 7

8 2. Bedeutung von Telemedizinischen Versorgungszentren Die Neuregelungen zielen vor allem auf folgende Bereiche bessere Versorgung für die Patienten (z.b. Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf). flexiblere Versorgungsstrukturen auf dem Land. Anreize für Ärzte in strukturschwachen Gebieten. gute Rahmenbedingungen für den Arztberuf. Die Förderung mobiler Versorgungskonzepte. Ausbau der Möglichkeiten der Delegation ärztlicher Leistungen und der Telemedizin. 8

9 2. Bedeutung von Telemedizinischen Versorgungszentren Die Optionen Möglichkeit, mit telemedizinischen Versorgungszentren zusammenzuarbeiten. Inanspruchnahme der Dienstleistungen von telemedizinischen Versorgungszentren als Bestandteil der medizinischen Grundversorgung in Deutschland. Bessere Vernetzung der Ärzte im niedergelassenen Sektor (insbesondere in den ländlichen Regionen). Klare und transparente Unterstützung der Arztpraxisbetriebe durch telemedizinische Versorgungszentren. 9

10 2. Bedeutung von Telemedizinischen Versorgungszentren Definition Ein Telemedizinisches Versorgungszentrum umfasst eine (zentrale) Plattform aller telemedizinischen Monitoring- und Betreuungssysteme sowie dienstleistungen, die in der Lage sind, transparent, hochqualitativ - mithilfe von eigenen Ärzten und qualifiziertem medizinischen Assistenzpersonal - Patienten, Ärzten und Kunden, rund um die Uhr / 365 Tagen im Jahr, zur Verfügung zu stehen. Das Telemedizinische (Versorguns)Zentrum der vitaphone GmbH Das erste weltweit - sowohl nach der Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO 9001 als auch nach den "VDE-Anwendungsempfehlungen für Telemonitoring" zertifizierte Zentrum. 10

11 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum 11

12 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum z. B. Herzinsuffizienz Telemed. Versorgungszentrum konfiguriert und stellt 1 Gerät bereit Arzt versorgt Patient mit 1 Gerät Arzt erhält einen Report 12

13 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum Bei Herzinsuffizienz können folgende Dienstleistungen durchgeführt werden: Konfiguration und Bereitstellung Versorgung der Patienten mit Geräten Work-/Casemanagement Notfallmanagement Diagnose-, Dokumenten-, Gerätemanagement Telefonische Betreuung (z.b. Coaching) Regelmäßiger Kontakt zu den behandelnden Ärzten Reporting an behandelnden Ärzten 13

14 3. Dienstleistungen des vp Telemedizinischen Versorgungszentrums

15 3. Dienstleistungen eines ext. Telemedizinischen Versorgungszentrum Betriebstätte des Kunden (z. B. Krankenhaus) Telemedizinischen Service Center vitaphone Telemedizinischer Arbeitsplatz Cisco Gateway Voice / Telefonie /VPN Switch PSTN ISDN/S2M mind. 2 Mbits/s VPN Virtueller Domain Controller des Kunden (z. B. Krankenhaus) epa/efa

16 3. Dienstleistungen in Kooperation mit vp Telemedizinischen Versorgungszentrum Betriebstätte des Kunden (z. B. Krankenhaus) Telemedizinischen Service Center vitaphone Telemedizinischer Arbeitsplatz Cisco Gateway Voice / Telefonie /VPN Switch PSTN ISDN/S2M mind. 2 Mbits/s VPN Virtueller Domain Controller des Kunden (z. B. Krankenhaus) epa/efa

17 3. Dienstleistungen in Kooperation mit vp Telemedizinischen Versorgungszentrum Zugriff über Desktop oder Web-client

18 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum Telemedizinischer Dienstleister Gewährleistung von Bereitstellung der notwendigen Geräte, wie EKG, Blutdruck, Waage etc. für die Therapie und Diagnostik. Ständige Überprüfung und Wartung der Geräte durch einen technischen Service. Sicherung der regelmäßigen Datenübertragung der Patienten. Steigerung der Patienten Compliance. Zeitnahe und professionelle Lieferung der telemedizinischen Geräte an die Patienten. 18

19 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum Vorteile Das sehr persönlich ausgeprägte Betreuungskonzept aller Patienten baut gewisse soziale Bindungen zwischen Mitarbeitern des telemedizinischen Zentrums und der Patienten auf. Gewinn und effiziente Ergebnisse bei Compliance der Patienten. Jedes Betreuungskonzept aus Sicht des Telemedizinischen Versorgungszentrums von bestimmten Patienten wird individuell mit den betreuenden Ärzten besprochen und abgestimmt. Die Therapie- sowie Behandlungspfade werden professionell und leitliniengerecht vorbereitet und durchgeführt. 19

20 3. Dienstleistungen eines Telemedizinischen Versorgungszentrum Durchführung mittels einer hochmodernen ehealth-plattform Führung von elektronischer Patientendokumentation (elektronische Patienten Fallakten, Medikationspläne etc.). Überwachung des telemedizinische Monitoring. Dokumentation von Befunden. Auswertung biometrischer Daten. Weiterleitung an die behandelnden Ärzte. In Notfallsituationen wird in Zusammenarbeit mit Rettungsleitstellen, Ärzten und Kliniken - für das komplette Notfall-Management gesorgt. 20

21 4. Mögliche Kooperationsformen A. Für die Leistungserbringer in Form eines Ärztenetzes Lieferant vom breiten Spektrum an hoch modernen Hardware- sowie Softwarelösungen. Einbindung in die Ausgestaltung sowie Durchführung von IV-Verträgen. Unterstützung von Betreuung der Patienten. (vor allem für den ländlichen Raum ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung werden) Medizinische Kompetenz und Qualität rund um die Uhr. In Notfallsituationen wird in Zusammenarbeit mit Rettungsleitstellen, Ärzten und Kliniken für das das komplette Notfall-Management gesorgt. 21

22 4. Mögliche Kooperationsformen B. Für die Kliniken / Krankenhäuser Lieferant vom breiten Spektrum an hoch modernen Hardware- sowie Softwarelösungen. Ausstattung bestimmter Abteilungen in den einzelnen Krankenhäusern mit hoch moderner telemedizinischer Technik. Einbindung in die Ausgestaltung sowie Durchführung von IV-Verträgen. Unterstützung bei der nachstationären Betreuung sowie Therapie von Patienten. Ausgestaltung sowie Durchführung von klinischen Studien und/oder Modellvorhaben. Medizinische Kompetenz und Qualität rund um die Uhr. 22

23 4. Mögliche Kooperationsformen C. Für die Kostenträger Einbindung in die Ausgestaltung sowie Durchführung von IV-Verträgen. Ausgestaltung sowie Durchführung von klinischen Studien und/oder Modellvorhaben. Professionelle Ausgestaltung von Betreuungsprogrammen und systematischen Therapiepfaden nach aktuellen Leitlinien. 23

24 5. Resümee Telemedizinische Versorgungszentren Bieten ein ganzheitliches und hochqualitatives telemedizinisches Betreuungskonzept und stehen den Ärzten sowie Kliniken in der medizinischen Versorgung zur Seite. Garantieren eine konsequente Überwachung des chronisch Kranken. Ermöglichen durch lückenlose Datenerfassung eine optimierte Therapieführung. Standardisierte Befragungen fördern die Compliance und lassen Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig erkennen. Können einen Beitrag zur Kostenkontrolle leisten. 24

25 5. Resümee Seitens des Gesetzgebers Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz erhält der Bewertungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen die Aufgabe festzulegen, in welchem Umfang durch den Einheitlichen Bewertungsmaßstab definierte ärztliche Leistungen auch telemedizinisch erbracht werden können, und wie demzufolge der derzeitige EBM entsprechend anzupassen ist. Dieser Prüfauftrag umfasst auch die Klarstellung der Abrechnung der Kostenpauschalen (Portokosten) für den elektronischen Versand ärztlicher Unterlagen (Briefe) an andere Ärzte. Quelle: BMG 25

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