Systematische Personalgewinnung in kleinen und mittleren Bauunternehmen

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1 Systematische Personalgewinnung in kleinen Offensive gutes Bauen Auftaktveranstaltung Messe BAU, 16. Januar 2013, München Dipl.-Ing. Thomas Murauer, Geschäftsführer Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) BZB, 2013

2 Die Unternehmenssicht. 2

3 Bisherige Erfahrungen mit Lehrstellenbewerbern Schwerwiegende fachliche Defizite in Deutsch und Mathematik Oft fehlen Selbstständigkeit, Einsatzwille, Kommunikationsfähigkeit Häufig wird weiterer Schulbesuch erwogen ( Warteschleife ), Berufswahl nur Verlegenheitslösung. Geeignete Bewerber sind zunehmend schwerer für die Bauberufe zu motivieren. Das Berufsbild der Bewerber ist häufig unrealistisch. Die Möglichkeiten der Weiterbildung sind oftmals unbekannt. 3

4 Anforderungen an Lehrstellenbewerber Es zählen nur noch die Besten! Je höher der Schulabschluss, desto größer die Chancen. Test der Bewerber in Theorie und Praxis Betriebe nutzen zunehmend objektive (Fremd-) Beurteilung zur Absicherung der Einstellung. Verifizierung des Tests durch Praktikum im Betrieb Passt der neue ins Team? Verzicht auf die Besetzung des Ausbildungsplatzes, wenn kein geeigneter Bewerber zu finden ist. Erste Betriebe beginnen, Lehrstellen in Bauberufen gezielt auch mit Bewerberinnen zu besetzen. 4

5 Anforderungen der Unternehmen an Lehrlinge Zuverlässigkeit 94 % Lesen, Schreiben, Rechnen 91 % Teamfähigkeit 87 % Leistungsbereitschaft 85 % Höflichkeit / Freundlichkeit 78 % Verantwortungsbewusstsein 75 % Selbstständigkeit 65 % Ausdauer / Belastbarkeit 60 % Kritikfähigkeit 48 % 5 Medienkompetenz 9%

6 Die Sicht der Lehrlinge. 6

7 Systematische Ausbildung Personalgewinnung in kleinen Schulbildung der Lehrlinge 1. Ausbildungsjahr 2012/ Förderschule HS Klasse 9 HS Klasse 10 A HS Klasse 10 B, Mittlere Reife (FOS) Gym. Oberstufe 7 0

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12 Fazit : Mehr als 50% der Handwerksbetriebe haben Probleme, geeignete Lehrlinge zu finden! 1/3 der Betriebe berichtet über eine fehlende Nachfrage nach seinen Ausbildungsangeboten! 58% der Betriebe gehen davon aus, dass sich die Suche nach jugendlichen Auszubildenden verschärfen wird!...aber jährlich gibt es in Deutschland noch Schüler ohne Schulabschluss! 12

13 Die Bauwirtschaft Eine Branche im Wandel. 13

14 Systematische Ausbildung Personalgewinnung in kleinen 14 Wandel in der Bauwirtschaft Zunahme der Komplexität der Arbeitstätigkeiten auf Baustellen Veränderte Arbeitstechniken und Materialien Lebenslanges und selbstständiges Lernen Einsatz von Computern und Informationssystemen bei Planung und Steuerung von Bauprozessen Flexibilität aller Bauprozesse Präzises Arbeiten unter hohem Zeit- & Kostendruck Zunehmende Internationalisierung und Absenkung von Zugangsbeschränkungen Gestiegene Qualitätsanforderungen der Kunden

15 Wandel in der Bauwirtschaft BZB, 2013

16 Wandel in der Bauwirtschaft 16

17 Wandel in der Kommunikation WLAN in vielen Einrichtungen Internet- und nutzung sind üblich 17

18 Wandel in der Kommunikation

19 Wie gewinnt das Baugewerbe zukünftig den branchenübergreifenden Wettbewerb um Auszubildende? 19

20 Systematische Ausbildung Personalgewinnung in kleinen Optimierung der Berufsausbildung Steigerung der Attraktivität durch Imagegewinne Ausweitung von Auslandpraktika zur Förderung der Mobilität Bereicherung der Ausbildung durch IT-Kompetenz Förderung des Wissenserwerbs durch neue Medien Initiierung von lebenslangem Lernen und Sprachenkompetenz Unterstützung des Erwerbs von Soft Skills Darstellung der Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten 20

21 Systematische Ausbildung Personalgewinnung in kleinen Marketing in der Berufswahlorientierung - I Intensivierung der Arbeitskreise Schule Wirtschaft Frühzeitiger Kontakt zwischen Schülern, Eltern und Baubetrieben Akquisition von zusätzlichen Ausbildungsplätzen Girlsday, Ausbildungscamp, Baujobcasting als Praxistests Forcierung von Wettbewerben auf allen Ebenen 21

22 Systematische Ausbildung Personalgewinnung in kleinen Marketing in der Berufswahlorientierung - II Berufsorientierung in mehreren Berufen Bewerbungstraining zur Sensibilisierung der Schüler Schulprojekte unter Einbindung von Eltern, Schülern, Lehrern und Betrieben Realistische Vorstellung von Berufen in der Schule: Vermittlung von Authentizität z.b. durch Unternehmer, Führungskräfte oder Personen, die Ihren beruf lieben. Attraktivität und Möglichkeiten der Berufe aufzeigen. Die Sprache und Plattformen der Jugendlichen nutzen! 22

23 Einsatz neuer Medien im Unterricht 23

24 Systematische Ausbildung Personalgewinnung in kleinen Angebot der BZB für Schüler und Betriebe Umfassender Kompetenzcheck und Auswahl von Bewerbern Berufsvorbereitende Praktika in den Bauberufen Soziale und fachliche Unterstützung während der Ausbildung Signifikante Reduzierung der Abbrecherquote Kostenersparnis, Zeit- und Qualitätsgewinn bei der Bewerberauswahl speziell für Kleinstbetriebe Dienstleistungsgedanken leben 24

25 Zusammenfassung Personalgewinnung & Qualifizierung ist Teamarbeit. Das Image ist wichtig für die Berufswahl. Bereitschaft neue Wege zu gehen ist unerlässlich. Der bewährte Dreiklang zwischen Betrieb, Berufsschule & ÜLU sichert qualifizierte Fachkräfte durch eine solide Ausbildung. Die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, speziell im Baugewerbe müssen besser kommuniziert werden. Betriebspraktika und Berufsorientierung sollten Standard für alle Schülerinnen und Schüler werden. Eine kontinuierliche Qualifizierung zur Sicherung einer ausreichenden Qualität ist unerlässlich! 25

26 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! noch Fragen??? Für weitere Fragen stehe ich Ihnen auch später gerne zur Verfügung: Tel

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