Kapitalmarktresearch. Compliance. Kapitalmarktpanel, Januar Whitepaper für kapitalmarktrelevante. Hintergründe Thesen Meinungen Statistiken

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1 Kapitalmarktresearch Compliance Kapitalmarktpanel, Januar 2006 Whitepaper für kapitalmarktrelevante Hintergründe Thesen Meinungen Statistiken

2 Inhaltsverzeichnis Einleitung 3 1. Für wie geeignet halten Sie die neuen Kapitalmarktgesetze der Bundesregierung, um die Aktienkultur in Deutschland zu fördern? 4 2. Stehen die Zulassungsfolgepflichten (Internationale Rechnungslegung, Veröffentlichungspflichten, Kosten, Kapitalmarktgesetze) nach einem Börsengang für mittelständische Unternehmen, die nicht mehr als 100 Mio. EUR Eigenkapital über die Börse aufnehmen, noch in einem sinnvollen Verhältnis? 6 3. Welches Börsensegment würden Sie kleineren Mittelständlern (Emissionsvolumen < 100 Mio. EUR) emp fehlen unter Gesamtberücksichtigung von Zulassungsfolgepflichten, Investorenzugang und Kosten? 8 4. Welches Börsensegment würden Sie umgekehrt einem Unternehmen empfehlen, das ein Emissionsvolumen von mehr als 100 Mio. EUR plant? Wie stehen Sie zur Offenlegung der Vorstandsgehälter? 12 Profil cometis AG 14 Impressum 16 1

3 Einleitung Was ist das Kapitalmarktresearch von cometis? Das Kapitalmarktresearch der cometis AG stützt sich auf diverse Umfragen und Studien unter den Protagonisten des deutschen Kapitalmarktes. In der vorliegenden Ausgabe erhalten Sie eine Zusammenfassung der aktuellen Ergebnisse unseres Kapitalmarktpanels, das in Kooperation mit den VDI nachrichten konzipiert wurde, um zukünftige Trends an den Kapitalmärkten zu analysieren und mögliche Informationsdefizite aufzudecken. Teilnehmer dieses Panels sind die jeweiligen Verantwortlichen des Emissionsgeschäfts (Equity Capital Markets) namhafter deutscher und ausländischer Banken. Die Befragung wird in jedem Quartal durchgeführt, um einen regelmäßigen Eindruck zum aktuellen Stimmungsumfeld an den Börsen einzufangen und Meinungen zu Spezialthemen zu analysieren. In diesem Dokument präsentieren wir Ihnen die anonymisierten, teilweise unveröffentlichten Ergebnisse zu unseren Spezialthemen. 2 3

4 1. Für wie geeignet halten Sie die neuen Kapitalmarktgesetze der Bundesregierung, um die Aktienkultur in Deutschland zu fördern? Für wie geeignet halten Sie die neuen Kapitalmarktgesetze der Bundesregierung, um die Aktienkultur in Deutschland zu fördern? Zusammenfassung: Die befragten Experten konnten im Gros keine zureichende Förderung der Aktienkultur durch die neuen Kapitalmarktgesetze der Bundesregierung feststellen. Durchschnittliche Bewertungen zwischen 2,53 und 2,95 bei einem Bewertungsspiegel von 1 = sehr geeignet bis 4 = ungeeignet drücken dies aus. Den positivsten Einfluss sprechen die Befragten dem Anlegerschutzverbesserungsgesetz (An SVG) sowie dem Wertpapierprospektgesetz (WpPG) mit einer durchschnittlichen Bewertung von jeweils 2,53 zu. Das Kapital anleger-musterverfahrensgesetz (KapMuG) folgt an dritter Stelle mit ein em Durchschnitt von 2,58. Das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (2,68) sowie das Vorstandsvergütungs- Offenlegungsgesetz (2,95) bilden die Schlusslichter in der Bewertung. 2,53 2,53 2,58 2,68 2,95 Anlegerschutzverbesserungsgesetz (AnSVG) Wertpapierprospektgesetz (WpPG) Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG) 4 5

5 3. Stehen die Zulassungsfolgepflichten (Internationale Rechnungslegung, Veröffentlichungspflichten, Kosten, Kapitalmarktgesetze) nach einem Börsengang für mittelständische Unternehmen, die nicht mehr als 100 Mio. EUR Eigenkapital über die Börse aufnehmen, noch in einem sinnvollen Verhältnis? Stehen die Zulassungsfolgepflichten nach einem Börsengang für mittelständische Unternehmen noch in einem sinnvollen Verhältnis? Zusammenfassung: Unsere Befragten entschieden mehrheitlich (61 %), dass die Zulassungsfolgepflichten auch für kleinere mittelständische Unternehmen noch in einem sinnvollen Verhältnis stehen. 39 % der Teilnehmer votierten mit Nein. Sie begründeten dies mit zu hohen laufenden Kosten, einem hohen internen Organisationsaufwand und Unübersichtlichkeit, was zu der Gefahr führe, unbeabsichtigt Regelungen zu übersehen. Einige Teilnehmer empfinden die Folgepflichten als, Zitat, Bürokratie pur. Zudem gaben Einzelne an, dass der prozentuale Anteil der Kosten für die Zulassungsfolgepflichten einfach zu hoch ist, da der Anteil feststehender Kosten, die unabhängig vom Eigenkapital oder anderer Kennzahlen sind, vermutlich eher steigen wird. Nein: 37 % Ja: 63 % 6 7

6 4. Welches Börsensegment würden Sie kleineren Mittelständlern (Emissionsvolumen < 100 Mio. EUR) unter Gesamtberücksichtigung von Zulassungsfolgepflichten, Investorenzugang und Kosten emp fehlen? Welches Börsensegment würden Sie kleineren Mittelständlern empfehlen? Zusammenfassung: 37 % unserer Panelteilnehmer empfehlen kleineren Mittelständlern das Listing im General Standard. Den Prime Standard halten 32 % für mittelständische Unternehmen mit einem Emissionsvolumen unter 100 Mio. EUR für geeignet. 21 % der Befragten votierten für den Entry Standard, M:access befanden 11 % für das bevorzugte Börsensegment. D.h. fast ein Drittel der Experten empfiehlt den kleineren Mittelständlern die weniger regulierten Segmente des Freiverkehrs. 37 % 32 % 21 % 11 % General Standard Prime Standard Entry Standard M:access 0 % Open Market (Freiverkehr) 0 % Gate M 0 % Ausländisches Börsensegment 8 9

7 5. Welches Börsensegment würden Sie umgekehrt einem Unternehmen empfehlen, das ein Emissionsvolumen von mehr als 100 Mio. EUR plant? Welches Börsensegment empfehlen Sie einem Unternehmen mit einem Emissionsvolumen von mehr als 100 Mio. EUR? Zusammenfassung: Die Umkehrfrage, welches Segment für Unternehmen mit einem Emissionsvolumen von über 100 Mio. EUR empfohlen wird, fällt eindeutig aus: 95 % der Panelteilnehmer empfehlen diesen Unternehmen den Prime Standard. Der General Standard ist mit 5 % weit abgeschlagen. Andere Segmente wie der Freiverkehr, der Entry Standard oder auch ausländische Börsensegmente kommen für die Experten in diesem Fall nicht in Betracht. Prime Standard: 95 % General Standard 5 % 10 11

8 6. Wie stehen Sie zur Offenlegung der Vorstandsgehälter? Wie stehen Sie zur Offenlegung der Vorstandsgehälter? Zusammenfassung: 63 % unserer Befragten positionieren sich neutral zu einer Offenlegung der Vorstandsgehälter. 32 % beurteilen eine Offenlegung positiv, 5 % haben dazu eine negative Einstellung. Obwohl in Frage 1 eine durchschnittliche Bewertung von 2,95 das schlechteste Ergebnis für die Offenlegung der Vorstandsgehälter darstellte, geben 63 % der Befragten nun an, neutral zur Offenlegung der Vorstandsgehälter zu stehen. D.h. die Experten halten das Gesetz nur bedingt förderlich für die Aktienkultur in Deutschland, allerdings stehen sie persönlich einer Offenlegung mehrheitlich neutral bzw. positiv gegenüber. Neutral: 63 % Negativ: 5 % Positiv: 32 % 12 13

9 cometis AG Anzeige Beratungskompetenz Profil IPO-Kommunikation Krisenkommunikation Kernkompetenz liegt in den Bereichen Investor- und Financial Media Relations Investor Relations Interne & Kundenkommunikation Seit mehr als acht Jahren eingespieltes, interdisziplinäres Team von rund 20 Mitarbeitern mit Erfahrung aus über 100 abgeschlossenen Kapitalmarktprojekten Financial Media Relations Online-Kommunikation Gewinner des Deutschen PR-Preises (Beste Investor Relations) M&A-Kommunikation Creditor Relations Kommunikation Corporate Publishing Geschäftsberichte Über 800 Investor Relations Abteilungen in Deutschland arbeiten mit mindestens drei unserer sechzehn Publikationen (Finanzkennzahlen, Corporate Finance, Medientraining) Unser Buch 100 Finanzkennzahlen wurde über mal verkauft und in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch übersetzt Private Equity Services Hauptversammlungen / Events Initiator und Betreiber von zusammen mit der DGAP / Equity Story (über 180 Kunden) Corporate Communication Coaching Gründung im Jahre 2000 Vorstand Michael Diegelmann, Henryk Deter, Ulrich Wiehle Sitz in Wiesbaden Partner in UK, Frankreich, USA, Kanada cometis AG Ansprechpartner Unter den Eichen Wiesbaden Tel.: Fax: Michael Diegelmann Henryk Deter Ulrich Wiehle 14 15

10 Impressum Weitere Publikationen Herausgeber cometis publishing GmbH & Co. KG Unter den Eichen Wiesbaden Tel.: Fax: Redaktion Michael Diegelmann, Henryk Deter, Ulrich Wiehle Redaktionsanschrift siehe Herausgeber Gesamtgestaltung Sara Heine, Doreen Blanke Anzeigen Preise auf Anfrage Erscheinungstermine quartalsweise Verkaufspreis 30,00 Euro / Exemplar Abonnementverwaltung siehe Herausgeber Druck Top Kopie GmbH, Frankfurt Haftung und Hinweise Artikeln, Empfehlungen und Tabellen liegen Quellen zugrunde, welche die Redaktion für verlässlich hält. Eine Garantie für die Richtigkeit kann allerdings nicht übernommen werden. Nachdruck 2008 cometis publishing GmbH & Co. KG, Wiesbaden. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Ohne schriftliche Genehmigung der cometis publishing GmbH & Co. KG ist es nicht gestattet, diese Zeitschrift oder Teile daraus auf fotomechanischem Wege (Fotokopie, Mikrokopie) zu vervielfältigen. Unter dieses Verbot fallen auch die Aufnahme in elektronische Datenbanken, Internet und die Vervielfältigung auf CD-ROM. ISBN zu bestellen unter: 16

11 Autoren cometis AG Michael Diegelmann Henryk Deter Ulrich Wiehle Unter den Eichen Wiesbaden Tel Fax

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