Psychosoziale Gesundheit an Hochschulen Schwerpunkt Auszubildende

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1 Psychosoziale Gesundheit an Hochschulen Schwerpunkt Auszubildende Petra Cohnen Leitung der Berufsausbildungsabteilung Rotes Haus, Pontstraße 41 Abteilung 8.4 Dauer: ca. 20 Min. Abteilung 8.4, Berufsausbildung, Dezember 2006

2 Aktuelle Situation an der RWTH 717 Ausbildungsstellen, davon 198 im Verbund 29 verschiedene Ausbildungsberufe* 137 beteiligte Hochschuleinrichtungen* 263 Ausbilderinnen und Ausbilder * 240 Neueinstellungen pro Jahr 190 erfolgreiche Abschlussprüfungen pro Jahr *ohne Verbundausbildung

3 Ausbildungsberufe an der RWTH Aachen (Stand 10/2006) Gesamt (519 Auszubildende) 100% Sonstige Berufe * (36) 7% Techn. Zeichner/in (14) 3% Chemielaborant/in (35) 7% Elektroniker/in für Geräte und Systeme (36) 7% Fachinformatiker/in (33) 6% Mathem.-techn-Assisten/in / Informatik (IHK) (130) 25% Kaufleute für Bürokommunikation (42) 8% Industriemechaniker/in (193) 37% Ausbildungsberuf (Anzahl der Auszubildenden) % *sonstige Berufe: Arzthelfer/in; Baustoffprüfer/in; Beton- und Stahlbetonbauer/in, Buchbinder/in; Büropraktiker/in, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste; Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Kurier- Express- und Postdienstleistungen, Fotomedienlaborant/in; Gärtner/in; Kfz-Mechatroniker/in; Medizinische/r Fachangestellte/r, Physiklaborant/in; Textillaborant/in; Tischler/in; Verfahrensmechaniker/in, Werker/in im Gartenbau; Werkstoffprüfer/in

4 Organisation der Berufsausbildung Die Auszubildenden erhalten: eine breit angelegte Ausbildung eine Grundausbildung je nach Ausbildungsberuf Kurse je nach Ausbildungsberuf (Kleingruppen) individuelle Unterstützung bei Lern- oder Bildungsdefiziten (MuSoKa=Muss-, Soll- und Kann- Aufgaben) Betriebsschulunterricht gezielte Vorbereitung auf Prüfungen

5 Organisation der Berufsausbildung Intensive Zusammenarbeit mit: den Ausbildern/innen der Hochschuleinrichtungen dem Personalrat, den Arbeitskreisen und Ausschüssen der Schwerbehindertenvertretung dem Hochschularzt/der Sozialberatung der Gleichstellungsbeauftragten den dualen Partnern (Berufskollegs) den Kammern (Prüfungsausschüsse) Betrieben der Region (Realitätserfahrung, Praktika) dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bei der Neuordnung von Berufen

6 Erwartungen an die /den Auszubildende/n sich Neuem gegenüber öffnen Lern- und Leistungsbereitschaft, Engagement Einhaltung von Regelungen (Pünktlichkeit, Berichtsheft..) Sozialverhalten/Integration in die Gruppe Flexibilität bei unterschiedlichen Aufgaben Selbstständigkeit Fragen stellen Motivation das Ausbildungsziel zu erreichen

7 Nach der Schulzeit beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das bedeutet für den Azubi in seiner persönlichen und sozialen Situation:? Unsicherheit? Arbeitsalltag Orientierungsprobleme? Stress? Belastung? Umstellung? Veränderung

8 Neues für die Schulabgänger/innen Ganzer Arbeitstag (8 Stunden) Ernstcharakter der Situation fremdbestimmter / kontrollierter Tagesablauf neue Lernsituation (Learning by doing) diverse formelle und informelle Verhaltensregeln vertraute Klassengemeinschaft fehlt Kontrollsituation durch Mitarbeiter, Vorgesetzte Neue Wohnung ungewohnte Alterszusammenstellung (Arbeiten mit Erwachsenen) Zum Teil: Umzug in fremde Stadt neuer Status selbst erwachsen zu sein Umgang mit Geld Lebenshaltung

9 Instabilität eines Auszubildenden kann zu Fehlverhalten führen: Unregelmäßiger Schulbesuch Verspätungen Unentschuldigtes Fehlen Lernschwierigkeiten/Überforderung Mangelnde Arbeitsleistung Häufige Erkrankungen

10 Der Ausbildungsbetrieb bietet: Ansprechpartner/innen Unterstützung Hilfen Eingliederung des Azubis in den Arbeitsalltag Ziel dieser Angebote: Sicherheit Gesundheit Zufriedenheit Erfolg

11 BAZ (Berufsausbildungszentrum) Präventionsgespräche Sozialpädagogisches Seminar (Wegimont) Betriebsschule Hochschularzt Ausbilder/in Auszubildende/r Berufsschule Abteilung 8.4 Sozialberatung JAV / PR

12 Sozialpädagogisches Seminar (findet in Wegimont (Belgien) statt) 2 Tage Berufgruppe/n max. 20 Teilnehmer/innen Sozialpädagoge Johannes Hoven, Sozialberatung Leiter/in des jeweiligen Berufsausbildungszentrums Vertreter/innen der JAV/PR Inhalt Reflexion des ersten Ausbildungsjahres Umgang mit Konflikten Sucht kommt nicht von Drogen, Probleme und Fragen zu Drogen, Schulden, usw.

13 BAZ (Berufsausbildungszentrum) Präventionsgespräche Sozialpädagogisches Seminar (Wegimont) Betriebsschule Hochschularzt Ausbilder/in Auszubildende/r Berufsschule Abteilung 8.4 Sozialberatung JAV / PR

14 Sozialberatung Sozialpädagoge Johannes Hoven und seit dem zusätzlich Frau Dipl. Pädagogin Eva Senner Ursachen psychischer Belastungen erkennen Vertrauensverhältnis aufbauen und Hilfestellung geben Beratung / Lösungsansätze bei Problemen mit Kollegen/innen (Konfliktfähigkeit) privaten Problemen Schulden Drogen Überforderung (zu Hohe Ansprüche) etc.

15 BAZ (Berufsausbildungszentrum) Präventionsgespräche Sozialpädagogisches Seminar (Wegimont) Betriebsschule Hochschularzt Ausbilder/in Auszubildende/r Berufsschule Abteilung 8.4 Sozialberatung JAV / PR

16 Präventionsgespräche gem. 84 Abs. 2 SGB IX sollen weitere Erkrankungen verhindern und die Gesundheit stabilisieren bzw. erhalten: Eingeführt auch für Auszubildende Freiwilliges Angebot Erkenntnis, dass Fehlzeiten auffallen und Sensibilisierung des Auszubildenden im Hinblick auf das spätere Arbeitsleben Hilfsangebote (Folgegespräche, Hochschularzt, Sozialberatung, evtl. Umsetzung, Wiederholung Lehrjahr, evtl. Wechsel des Ausbildungsberufes) Absolute Vertraulichkeit

17 BAZ (Berufsausbildungszentrum) Präventionsgespräche Sozialpädagogisches Seminar (Wegimont) Betriebsschule Hochschularzt Ausbilder/in Auszubildende/r Berufsschule Abteilung 8.4 Sozialberatung JAV / PR

18 Berufsschule Führung der blauen Nachweiskarte Führung der Anwesenheitskarte Kontrolle durch den/die Ausbilder/in Zwei Verstöße z.b. unentschuldigtes Fehlen, Zuspätkommen Meldung per Fax an die Abteilung 8.4, Weiterleitung an Ausbilder/in Aktionen des/der Ausbilders/in Gespräch mit Vermerk über das Fehlverhalten Im Wiederholungsfall - externe Stelle - Ermahnung - Abmahnung

19 Ergebnisse (Erfahrungswerte) Organische Gesundheitsstörungen stehen im Hintergrund Fehlende Unterstützung zu Hause Die immer komplexer werdenden Ausbildungsordnungen führen leicht zu Überforderung Kurse und Unterricht in Kleingruppen zur individuellen Unterstützung ist unverzichtbar (MuSoKa) Konfliktfähigkeit der Auszubildenden durch Beibehaltung der bisherigen Angebote unterstützen und fördern Vertrauensverhältnis aufbauen (Fördern und Fordern)

20 Die Anzahl der vorzeitig ausgeschiedenen Auszubildenden ohne Berufsabschluss: Deutschland: im Zeitraum : etwa zwischen 15% und 30% RWTH: im Zeitraum : ,9 % zwischen 5,9% und 8,3% ,3 % (ohne Verbund 6,63 %) ,3 % (ohne Verbund 4,23 %) (siehe Grafik) (siehe Grafik)

21 Anteil der ausgeschiedenen Auszubildenden ohne Abschluss im Zeitraum / RWTH : 35 RWTH Aachen RWTH % RWTH Verbund % Gesamt %

22 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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