Beispiel Agglomeration Luzern

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1 Universität Freiburg Departement Geowissenschaften Forschungsbereich Geographie Bachelorarbeit Landschaftsqualität die Bedeutung der landwirtschaftlichen Produktion für die Eigenart einer Landschaft und deren Wahrnehmung im Agglomerationsgebiet Beispiel Agglomeration Luzern September 2011 eingereicht bei Dr. Olivier Ejderyan eingereicht von Route de l Aurore Fribourg

2 Summary Hintergrund dieser Arbeit ist die Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems (WDZ), ein Bestandteil der Agrarpolitik In der WDZ ist unter anderem vorgesehen, Landwirten Beiträge für Landschaftsqualität auszuzahlen. Landschaftsqualität ist regionsspezifisch anders definierbar und lässt sich unter vielen Gesichtspunkten beurteilen. Sie bezieht sich auf die Eigenart einer Landschaft, wie sie sich über die Zeit im Raum manifestiert hat. In dieser Arbeit wird die Wahrnehmung der landwirtschaftlich geprägten Landschaft durch die Bevölkerung einer Agglomeration untersucht: Was zeichnet die heutige Kulturlandschaft im Agglomerationsgebiet von Luzern aus und wie wird sie durch die Bevölkerung der Siedlungsränder wahrgenommen und landschaftsästhetisch beurteilt? Als Untersuchungsort dient die Agglomeration Luzern. Als erster Schritt wurde das Untersuchungsgebiet in Hinsicht auf Strukturveränderungen in der Landwirtschaft statistisch beschrieben und anhand von Erkundungstouren ist die landschaftliche Eigenart erfasst worden. Im zweiten Teil haben Siedlungsbewohner der Agglomeration Landschaftsfotos gemacht, welche dann anhand von Indikatoren der Landschaftsästhetik verglichen und diskutiert wurden. Dabei hat sich herausgestellt, dass unter Landschaft mehrheitlich die Kulturlandschaft verstanden wird und viele Landschaftsfunktionen für den Bewohner von Bedeutung sind. Eine ästhetisch schöne Landschaft ist eine, in welcher alle Elemente lesbar sind und harmonisch zusammenwirken und wo Vielfalt das Bild für den Betrachter interessant macht. Regionale Eigenheiten der Kulturlandschaft spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Grosse, baumlose Grünflächen gelten als nicht schön, auch wenn sie regionaltypisch sind. Durch eine gute Fernsicht wird die Monotonie kompensiert und topografische Merkmale, z.b. typische Berge, oder Tiergeräusche sind für die Identifikation von Bedeutung. Daher gilt es für die Landwirtschaft, die Kulturflächen zu erhalten, die vielfältige Bodennutzung zu pflegen und grossflächige Spezialisierung zu vermeiden. Schlüsselwörter: Landschaft, Landwirtschaft, Landschaftsqualität, Agglomeration, Ästhetik 2

3 A. Inhaltsverzeichnis Summary... 2 A. Inhaltsverzeichnis... 3 B. Abbildungsverzeichnis... 5 C. Tabellenverzeichnis... 7 D. Abkürzungen Einleitung Ausgangslage Fragestellung Theoretischer Hintergrund Konzepte und Begriffe Landschaft Kulturlandschaft Landschaftsqualität und landschaftliche Eigenart Landschaftsästhetik und deren Beurteilung Agglomeration Luzern Methodik Aufzeigen der Entwicklung der landwirtschaftlichen Strukturen und Erfassen der landschaftlichen Eigenart im Agglomerationsgebiet Statistische Daten Erkundungstouren Erfassen des Landschaftsverständnisses durch Beurteilung von Fotos mithilfe von Landschaftsästhetik-Indikatoren Ergebnisse Landwirtschaftliche Strukturen und landschaftliche Eigenart im Agglomerationsgebiet von Luzern Kantonale Entwicklung im Agrarbereich seit Entwicklung der Agglomeration Luzern seit Landschaftliche Eigenart im Agglomerationsgebiet Erfassen des Landschaftsverständnisses von Leuten aus der Agglomeration Das Verständnis und die Bedeutung von Landschaft Rolle der Landschaft im Alltagsverhalten und Bezug zur Landwirtschaft

4 3.2.3 Landschaftsbild Präferenzurteile Eigenart sowie natur- und kulturgeschichtliche Identität einer Landschaft / Authentizität Mysteriosität und Faszination Lesbarkeit / Orientierung Heimatgefühl und Identität Bewertung von Gefahren für die Landschaft Ideen zur Landschaftsgestaltung Diskussion Landschaftliche Eigenart im Agglomerationsgebiet Rolle des Strukturwandels für die landschaftliche Eigenart Bedeutung von Landschaft und Rolle im Alltagsverhalten Wahrnehmung der landschaftlichen Eigenart im Untersuchungsgebiet Die Echtheit einer Landschaft Regionale Merkmale vs. Präferenzurteile und Identifikation/Heimatgefühl Mysteriosität und Faszination Entwicklung der Landschaft Beurteilung von Gefahren Landwirtschaft und Landschaftsgestaltung Bedeutung der Ergebnisse für die Agglomeration Luzern Bibliographie Literatur Interviews und informelle Gespräche Abbildungen Tabellen Anhang Interview-Leitfaden Codierungsbeispiel weitere Tabellen

5 B. Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Landschaftsverständnis auf Grund von 4 Polen und 6 Dimensionen Abb. 2: Übersichtskarte Agglomeration Luzern Abb. 3: Landwirtschaftsbetrieb (Altmatt, Adligenswil) am Siedlungsrand mit Blick auf den See und in die Berge Abb. 4: Kirschbäume am Siedlungsrand in Meggen Abb. 5: Am Siedlungsrand von Adligenswil mit dem Lauf des Stubebachs Abb. 6: Landschaft im unebenen Gebiet auf über 600 m.ü.m. in Adligenswil Abb. 7: Maisfeld auf der Ebene von Talacheri in der Höhe auf 598 m.ü.m. in Adligenswil Abb. 8: Gerstenfeld in Adligenswil ein eher seltener Anblick, mit Blick auf Udligenswil Abb. 9: Blick an den Rooterberg - Bäume und kleinere Flächen am Hang, offene Flächen auf dem Talboden Abb. 10: der Radweg ermöglicht einen guten Blick an die Hänge Abb. 11: Obstbäume prägen die Hänge - Blick vom Radweg aus in der Nähe eines Betriebes Abb. 12: eine gemähte Grasfläche trennt Siedlungen voneinander ab Abb. 13: eine Mutterkuhherde weidet unterhalb von Gisikon Abb. 14: grossflächige Landwirtschaft dominiert die Ebene, ein Radweg führt durch das Gebiet Abb. 15: die Ron und der Wald als Abwechslung zu den Industriekomplexen mit Blick auf den Pilatus Abb. 16: Aussicht von Honau auf die Landwirtschaftsflächen Abb. 17: Blick vom Leisibach in Richtung Rooterberg Abb. 18 und Abb. 19: alte und neuere landwirtschaftliche Gebäude in Waltwil Abb. 20: Weide im Unterdorf in Emmen Abb. 21: gemähtes Feld und Landwirtschaftsbetrieb in unmittelbarer Nähe der Flugpiste Abb. 22: bewirtschaftete Flächen in Emmen, von der Flugplatzebene entfernt mit Blick in Richtung Luzern Abb. 23: Weide- und Grasland bei Neu Adlige mit Blick auf den Siedlungsrand von Rothenburg

6 Abb. 24 und Abb. 26: landwirtschaftliche Bauten, leer stehend oder genutzt, prägen den Strassenrand in Rothenburg Abb. 25: Sicht auf die vielfältige Nutzung des Littauerbodes Abb. 27: Einfahrt zu einem Betrieb: rechts der Gartenzaun, links ein typisches Haus Abb. 28: Obstgarten, der an einen Stall angrenzt Abb. 29: Wanderweg mit guter Fernsicht auf die Rigi, links im Bild der überbaute Sonneberg Abb. 30: offene Flächen und von Wald bestockte Hügel Abb. 31: Landwirtschaft in der Ebene und an der Sonnebergseite Abb. 32: Die LN im Chupferhammer mitten in Kriens Abb. 33: ein Landwirtschaftsbetrieb mitten im Siedlungsgebiet von Horw Abb. 34: Landwirtschaft dominiert die oberen Hangpartien, wo die Siedlungsausläufer nicht mehr hinreichen Abb. 35: Rebstöcke des Weinguts Rosenau auf der Horwer Halbinsel Abb. 36: Landwirtschaftsbetrieb mit Milchkühen auf der Horwer Halbinsel Abb. 37: Charakterisierendes Foto für die Stadt Luzern, das das Thema Urbanität vs. Landwirtschaft darstellt Abb. 38: der Littauerbode mit Blick in Richtung Malters Abb. 39: Horw am See, Blick Richtung Pilatus Abb. 40: Sicht auf die Stadt Luzern vom Dietschiberg aus Abb. 41: Sicht vom Sonneberg auf den Udelboden Abb. 42: Blick vom Dietschiberg aus in Richtung Rontal Abb. 43: Radweg am Fusse des Pilatus mit Blick Richtung Kriens Zentrum und Sonneberg Abb. 44: Weg zwischen zwei Waldstücken am Rande des Cholbewaldes Abb. 45: gemähte LN mit Blick auf die Rigi Abb. 46: Der Wald bei Sonnenuntergang auf dem Dietschiberg Abb. 47: Bild vom Littauerberg in Richtung Luzern Abb. 48: Landwirtschaftsbetrieb in Hügellage Abb. 49: Blick vom Bahndamm zwischen Buchrain und Root in Richtung Hinterleisibach Abb. 50: Radweg zwischen Kriens und Horw, Blick Richtung Horw

7 C. Tabellenverzeichnis Tab. 1: Zusammenstellung der Landschaftsästhetik-Indikatoren und Erläuterungen Tab. 2: Entwicklung der Betriebsstruktur im Kanton Luzern, ausgewählte Jahre (ohne Arbeitskräfte)20 Tab. 3: Feldobstbäume nach Arten seit 1951 im Kanton Luzern, ausgewählte Jahre Tab. 4: Zusammenstellung der Entwicklung der Betriebsstruktur in der Agglomeration Luzern Tab. 5: Übersicht über die LN im Agglomerationsgebiet im Jahr Tab. 6: Zusammenstellung Nutztiere im Agglomerationsgebiet Tab. 7: Bevölkerungsentwicklung Agglomeration, ausgewählte Jahre Tab. 8: Übersicht über die östlichen Agglomerationsgemeinden Tab. 9: Übersicht über die Rontalgemeinden Tab. 10: Übersicht über die nördlichen Agglomerationsgemeinden Tab. 11: Übersicht Gemeinden Horw und Kriens Tab. 12: Entwicklung der Tierhalter-Anzahl und des Nutztierbestandes im Kanton Luzern, ausgewählte Jahre Tab. 13: Bevölkerungsentwicklung der Agglomeration in absoluten Zahlen, ausgewählte Jahre Tab. 14: Obstanlagen Agglomeration im Jahr Tab. 15: Verteilung der Betriebsgrössen in den Agglomerationsgemeinden im Jahr Tab. 16: prozentualer Anteil der einzelnen Nutzflächenarten an der gesamten LN im Agglomerationsgebiet im Jahr

8 D. Abkürzungen a ARE BAFU BFS BLW BUWAL ha LN LUSTAT WDZ WSL Are = 100 Quadratmeter Bundesamt für Raumentwicklung Bundesamt für Umwelt Bundesamt für Statistik Bundesamt für Landwirtschaft Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft Hektare = 100 Aren Landwirtschaftliche Nutzfläche Statistik Luzern Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft 8

9 1. Einleitung 1.1 Ausgangslage Im Rahmen der Agrarpolitik , welche die Entwicklung im Agrarbereich massgebend steuert, werden die Direktzahlungen an die Landwirtschaft neu ausgerichtet. Nebst der Nahrungsmittel- Produktion besagt der Artikel 104 der Bundesverfassung, dass die Landwirtschaft einen wesentlichen Beitrag [leisten soll] zur ( ) Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft (SE 2011). Mit der WDZ wird der gemeinwirtschaftliche Aspekt der Landwirtschaft ins Zentrum gerückt, wobei der Bund Landwirten Landschaftsqualitätsbeiträge zur Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung vielfältiger Kulturlandschaften mit ihren spezifischen regionalen Eigenheiten (BLW 2010, S. 25) auszahlen will. Für das Aussehen einer Landschaft spielt nicht nur die Topographie eine zentrale Rolle, sondern auch der menschliche Einfluss in seinen unterschiedlichsten Formen (Roth et al. 2010). Dabei hat die landwirtschaftliche Produktion einen massgebenden gestalterischen Einfluss auf die Schweizer Landschaft, da ein Grossteil der Gesamtfläche des Landes Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) 1 ist (BFS 2001). Da sie verschiedenartig beeinflussbar sind, sind laut dem Leitbild Landschaft 2020 des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) vielfältige und attraktive Landschaften ( ) keine Selbstverständlichkeit (2003, S. 2). Landschaftsqualität bezieht sich auf die landschaftliche Eigenart, ein Nebeneinander von Natur und Kultur, welches die Landschaft einer Region einzigartig macht (Stalder 2010). Durch den Menschen und dessen Bezug zu seiner Umgebung wird Landschaft zu einem mit kulturellem Erbe gefüllter Raum, der sich langsam aber fortwährend verändert und somit das räumiiche Gedächtnis der Gesellschaft [ist] und für ihre Identität (BUWAL 2003, S. 12) und ihr Wohlbefinden grosse Bedeutung hat. Für die Definition von Landschaftsqualitätszielen und die darauf aufbauenden Massnahmen, welche durch die Beiträge abgeglichen werden sollen, gilt es also, die regionalen Eigenheiten zu erfassen um somit der Bedeutung von Landschaft gerecht zu werden. 1.2 Fragestellung Unter der Voraussetzung, dass regionaltypische Bewirtschaftungsformen ein zentrales Element der landschaftlichen Eigenart sind, ist das Ziel dieser Arbeit das Erfassen der landschaftlichen Eigenart in einer ausgewählten Region. Als Untersuchungsgebiet dienen die LN der Agglomeration Luzern. Dabei soll erfasst werden, inwiefern die Landwirtschaft bei der qualitativ hochwertigen Gestaltung von Siedlungsrändern mitwirken kann. Luzern eignet sich für eine solche Arbeit, da auf Grund der Dyna- 1 Die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst Wies- und Ackerland, Obst-, Reb- und Gartenbau sowie alpwirtschaftliche Nutzflächen (BFS 2001) 9

10 mik im Agglomerationsgebiet die Entwicklung einer langfristigen Siedlungs- und Landschaftsqualität zentral ist. Deshalb soll die erfasste Eigenart mit der Wahrnehmung und Beurteilung von (Kultur- )Landschaft von Menschen aus der Agglomeration verglichen werden. Von diesen Menschen die gewissermassen die passiven Nutzer der landwirtschaftlich geprägten Landschaft sind - sagt Stalder, dass sie Erwartungen an die Landschaft [stellen], [die] einer idealisierten Landschaftsvorstellung entsprechen, und sie mit dem Bild der ursprünglichen (Natur)Landschaft (2005, S. 45) assoziieren. Ob sich diese Annahme bestätigt, wird sich in der Beurteilung der Qualität einer Landschaft auf Grund von Indikatoren der Landschaftsästhetik zeigen, da diese zentral für die Beziehung vom Menschen zu seiner Umgebung sind (Roth et al. 2010). Die leitende Frage für diese Arbeit lautet daher: Was zeichnet die heutige Kulturlandschaft im Agglomerationsgebiet von Luzern aus und wie wird sie durch die Bevölkerung der Siedlungsränder wahrgenommen und landschaftsästhetisch beurteilt? Primäres Ziel der Arbeit ist, durch den Beschrieb und die Beurteilung der Landschaft Anhaltspunkte zu gewinnen, um Landschaftsqualitätsziele für die Region zu definieren, auf welche die Landwirtschaft Einfluss nehmen kann. Weiter leistet sie einen Beitrag dazu, die Landschaft bewusst wahrzunehmen, da die Leute, die sich am Experiment beteiligen, sich in ihrer Umgebung bewegen werden und über das Beobachtete nachdenken müssen etwas, was der Mensch im Alltag selten tut. Der einleitende Teil wird mit der Erklärung der wichtigsten Begriffe und deren Verwendung in der Arbeit abgeschlossen. Danach wird die Aufteilung der Arbeitsetappen und die dazugehörende Methodik erklärt. Die Resultate werden im 3. Teil ausführlich dargestellt und anschliessend diskutiert. Zuletzt wird zusammenfassend gesagt, was diese Resultate für die Agglomeration Luzern bedeuten. 1.3 Theoretischer Hintergrund Konzepte und Begriffe Landschaft Es gibt verschiedenste Landschaftsdefinitionen. John Wylie beschreibt in seinem Buch Landscape (2007) die Entwicklung des Landschaftsbegriffs im angelsächsischen Raum in den letzten 30 Jahren. Er geht davon aus, dass Landschaft Spannungen unterworfen ist, die sich in Unterschieden in der Auffassung des Landschaftsbegriffs widerspiegeln. Nachfolgend wird ein kleiner Überblick mit ausgewählten Ideen präsentiert. Die erste von Wylie beschriebene Phase der Landschaftsforschung wurde von Carl Sauer, W.G. Hoskins und J.B. Jackson geprägt. Für alle drei ist Landschaft a straightforward materiality and thereness, it is a palpable reality of objects and patterns that the eye can see (Wylie 2007, S. 43). In diesem Sinne ist sie immer etwas Externes, unabhängig vom Menschen Existierendes und Beobachtbares. Nach Sauer wird dieses bereits Vorhandene durch die ansässige Kultur verändert, woraus eine 10

11 Kulturlandschaft resultiert: culture is the agent, the natural area is the medium, the cultural landscape the result (Wylie 2007, S. 20). Im Unterschied zu Sauer und Hoskins sieht Jackson Menschen klar als alltägliche Teilnehmer in der Welt. Seine Landschaft ist eine that people inhabit and work in and ( ) produce through routine practice in an everyday sense (Wylie 2007, S. 43). In der nachfolgenden, neuen Kulturgeographie (späte 80er, frühe 90er Jahre) wurde Landschaft meist visuell definiert und man interessierte sich nicht dafür, was man darin sieht, sondern wie sie interpretiert werden kann, resp. wie Natur-Kultur-Beziehungen visualisiert werden können. Denis Cosgrove verwendet einen humanistischen Ansatz und sieht Landschaft, da sie durch ein Subjekt aus der Distanz visuell erfassbar ist, as a way of seeing (Wylie 2007, S. 58). Landschaft wird dabei als eine Repräsentation, ein visuelles Bild kultureller Bedeutungen, verstanden. Sie kann daher auch ein Schleier sein, durch den im landscape way of seeing die darunterliegende Realität verborgen bleibt 2. Weiter wurde versucht, Landschaft als Text zu verstehen. Wie in einer intertextuellen Kreation sind dabei die in der Landschaft versteckten kulturellen Codes und Bedeutungen ausfindig zu machen (Wylie 2007). Mitchell kritisiert die neue Kulturgeographie: cultural forms constitute an ideological realm (Wylie 2007, S. 101) und sollen deshalb nicht zur Erklärung von Phänomenen gebraucht werden, da sie rein als Idee existieren. Er fragt danach, was Landschaft als Instrument kultureller Macht tut und wie sie als kulturelle Praktik funktioniert. Für ihn befindet sich Landschaft, ein in Raum und Zeit dynamisches Medium, in einem fortwährenden Entstehungsprozess und ist a contentious, compromised product of society, shaped by power, coercion and collective resistance (Wylie 2007, S. 106), das sich im Alltäglichen findet. Zudem begann man in den 90er Jahren, sich mit Konzeptionen von Diskurs, Macht und Subjektivität in Bezug zu Landschaft zu beschäftigen. Ein Diskurs dient als Verständnis-Rahmen und will establish some behaviours and identities as normal, approved and even natural, while making others appear unusual, marginal or unnatural (Wylie 2007, S. 111). Daher wurde angenommen, dass Landschaft durch einen Landschaftsdiskurs entsteht und nicht bereits als ein externes Original mit essentiellen Qualitäten existiert. Zunehmend ersetzt die Diskussion von Landschaftspraktiken die Erforschung von Landschaftsrepräsentation: Landscape moves from a particular type of knowing (a way of seeing), to a specific mode of being (a seeing-with) (Wylie 2007, S. 152). Mit phänomenologischen Ansätzen wollten Forscher das Mensch-Erde-Verhältnis authentisch und auf holistische Weise darstellen. Die Landschaft wird dabei als eine Verknüpfung von materiellen Kräften verstanden, nicht als ein fernes Objekt. Phänomenologie beschreibt alltäglich gelebte Erfahrungen und ist die kritische Antwort auf Ansätze, bei welchen eine gegebene, träge Realität durch ein Subjekt aus der Distanz beobachtet wird. Für Mer- 2 Nach Bermingham entsprechen gemalte Landschaftsbilder beispielsweise dem Ausdruck einer sozialen Klasse 11

12 leau-ponty ist der menschliche Körper zur Wissensgewinnung notwendig, da er als Voraussetzung gilt, mit Objekten eine Beziehung einzugehen: Merleau-Ponty offers an original conception of embodied vision as an enlacement or intertwining of self and landscape (Wylie 2007, S. 152). Auch für Tim Ingold ist die angenommene Unauflöslichkeit von Verbindungen zwischen Personen und Landschaft fundamental: der Mensch ist immersed from the start, like other creatures, in an active, practical and perceptual engagement with constituents of the dwelling world (Wylie 2007, S. 158), stellt er fest. An der Phänomenologie wurde kritisiert, dass sie stark subjektbezogen und deshalb nicht objektiv ist, da unbeachtet bleibt, wie die Individualität durch soziale, historische und weitere Kontexte beeinflusst wird. Daher entstanden neue Strömungen, die für die Beschreibung von Leben erweiterte Kontexte einbezogen. Richard Schein deutet auf die Dynamik innerhalb von Landschaften hin: "landscapes are ( ) continually under scrutiny, at once manipulable and manipulated, always subject to change, and everywhere implicated in the ongoing formulation of social life (Wylie 2007, S. 190). Um der zunehmenden Beschleunigung des Lebens in der Welt in der Forschung gerecht zu werden, muss der Raum und Landschaft in einem neuen Licht beurteilt werden. Die Welt wird als etwas Komplexeres wahrgenommen. Denkt man den Raum relational, ist er das Produkt von practices, trajectories [and] interrelatedness (Wylie 2007, S. 199). In der Actor-Network-Theory (ANT) von Bruno Latour ist die Trennung von Natur und Kultur unzulässig, da auch nicht-humane Entitäten Einfluss (auf Menschen) haben können. Netzwerke sind die Hauptakteure und jedes Objekt ist ein Resultat von Netzwerk-Beziehungen. Die Relationen dazwischen existieren fundamental und gestalten die Räume. Wylie selbst stellt fest, dass man, um die Entwicklungen und die Dynamik in der heutigen Welt nachvollziehen zu können, verschiedene Ansätze weiterentwickeln und miteinander kombinieren muss. Er sagt zusammenfassend: landscape is that with which we see: Landscape is not just a way of seeing, a projection of cultural meaning. Nor ( ) is landscape simply something seen, a mute, external field. ( ) Landscape might best be described in terms of the entwined materialities and sensibilities with which we act and sense. (Wylie 2007, S. 215). Unter diesem Hintergrund wird verständlich, dass Landschaft nicht einfach zu erfassen ist und die Verflechtung unterschiedlicher Beziehungen auch in dieser Arbeit nicht unterschätzt werden darf. Daher wird eine integrative Betrachtungsweise benötigt, die die Natur- und Kulturbedingtheit der Landschaft gleichermaßen (Meier et al. 2010, S. 214) berücksichtigt. Der Mensch soll als Gestalter der Landschaft wahrgenommen werden. Weiter soll die Zeitlichkeit in der Definition erkennbar sein, da sich Landschaft über einen langen Zeitraum kontinuierlich verändert. Die Landschafts-Definition des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) erfüllt diese Bedingungen. Gleichzeitig stellt sie für die Thema- 12

13 tik einen Rahmen dar, der in ähnlichen Kontexten bereits verwendet wurde. Die wichtigsten Punkte der Definition lauten: Landschaften bilden räumlich die gelebte und erlebte Umwelt des Menschen, welche ihm als Individuum sowie der Gesellschaft die Erfüllung physischer und psychischer Bedürfnisse ermöglicht Sie sind Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen, vielfältiger Erholungs- und Identifikationsraum sowie räumlicher Ausdruck des kulturellen Erbes Landschaften sind dynamische Wirkungsgefüge und entwickeln sich aufgrund natürlicher Faktoren ( ) im Zusammenspiel mit der menschlichen Nutzung und Gestaltung (Stremlow 2008, S. 5) In dieser Definition gilt auch die bebaute Umwelt klar als Teil der Landschaft. Weiter sind darin die vielfältigen Ansprüche an eine Landschaft erkennbar, welche sich durch verschiedene Landschaftsfunktionen unterscheiden lassen: Unterstützungs-, Produktions-, Regulations- und kulturelle Funktion (Wissen 2011, S. 2). Welche Funktion vorherrscht, hängt von der individuellen Beurteilung ab. Besonders für die den Siedlungsrand bewohnenden Leute dient die landwirtschaftlich geprägte Landschaft der Naherholung und ist daher eher Konsumgut, für die Landwirtschaft überwiegt die Produktionsfunktion. Je nach Sichtweise ist Landschaft also unterschiedlich erfassbar. Das BAFU stellt dar, wie Landschaften auf Grund von 4 Polen und 6 Landschaftsdimensionen zu verstehen sind: Abb. 1: Landschaftsverständnis auf Grund von 4 Polen und 6 Dimensionen In dieser Darstellung werden alle Dimensionen erfasst, die die Wahrnehmung beeinflussen. Darauf nicht ersichtlich, aber jeder Dimension zu Grunde liegend, ist der zeitliche Aspekt. Die Schnittmenge der verschiedenen Dimensionen macht eine Landschaft schlussendlich aus. Bei der subjektiven Bewertung von Landschaft in dieser Arbeit werden die ästhetische und die identifikatorische Dimension wichtig sein, die körperliche und sinnliche spielt bei der Wahrnehmung ebenfalls mit. Bei der ästhetischen Dimension stehen auf die schöne Landschaft bezogene Werte und Erwartungen im Fokus, 13

14 die identifikatorische thematisiert Zugehörigkeit und die damit verbundenen Gefühle (Stremlov 2008) Kulturlandschaft Carl Sauer zu Folge ist jede Landschaft eine Kulturlandschaft, da sie durch eine (menschliche) Lebensart geprägt wird. Traditionellerweise wird jedoch hauptsächlich die landwirtschaftlich geprägte Landschaft als Kulturlandschaft verstanden, da der Terminus Kulturlandschaft als Prädikatsbegriff auf solche Räume bezogen [wurde], in denen traditionelle Nutzungsstrukturen überwiegen (Gailing und Röhring 2008, S. 5). Diese Art von Verständnis von Kulturlandschaft ist problematisch, da neue, resp. intensivierte, Agrarlandschaften aus der Definition herausfallen würden. In dieser Arbeit wird der Begriff Kulturlandschaft im Sinne von LN verstanden, die der Produktion von Nahrungsmitteln, der Erholung und der räumlichen Identifikation (BUWAL 2003, S. 4) dient. Auch der Bund verfolgt auf Grund dieses Verständnisses auf der Ebene der Förderung der Kulturlandschaft zwei Ziele: die Landschaftsvielfalt zu fördern und Flächen offenzuhalten, und vor allem die LN zu sichern (BLW 2010) Landschaftsqualität und landschaftliche Eigenart Landschaftsqualität wird oft mit landschaftlicher Eigenart und Authentizität einer Landschaft verknüpft. Die landschaftliche Eigenart entsteht durch eine Kombination aus physischen und wahrgenommenen Aspekten 3 und ist regionstypisch (Stalder 2010). Die Landschaftsqualitätsbeiträge sollen eingesetzt werden, damit eine Landschaft ihre Besonderheiten und somit ihre landschaftliche Eigenart bewahrt, da sie dadurch für den Bewohner identitätsstiftend wird. Die Banalisierung der Landschaft (ebd., S. 16), die Vorstellung, dass überall alles möglich ist, bedeutet Authentizitätsverlust und soll vermieden werden. Aus diesem Grund ergeben sich für jedes Gebiet eigene Qualitätsziele. Um die landschaftliche Eigenart zu erfassen müssen natur- und kulturräumliche Aspekte identifiziert und deren Zusammenwirken beobachtet werden (Stalder 2010). Das Besondere eines Raumes basiert nicht auf den einzelnen Objekten oder Gebäuden, sondern in ihrer je eigenen Form der Anordnung in Bezug zur Topografie (Fotografisches Archiv 2008, S. 19). Ob etwas authentisch wirkt, hängt zudem vom Auge des Betrachters ab. Für die Wahrnehmung einer Landschaft und deren Eigenart sind Wörter wie Identität, Heimat, Geborgenheit, Erlebnis, Ästhetik u.a. von Bedeutung (Stalder 2010). 3 Die wahrgenommenen Aspekte beinhalten emotionale, sinnliche und kulturelle Konnotationen und gesellschaftliche Werte 14

15 1.3.4 Landschaftsästhetik und deren Beurteilung Im Rahmen des Projekts Landschaftsmonitoring Schweiz hat die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) 35 Indikatoren geprüft, die in verschiedene Themenbereiche gegliedert sind und anhand derer die Entwicklung der Schweizer Landschaft aufgezeigt werden soll (WSL 2006). Einer dieser Themenbereiche ist die Landschaftsästhetik. Ästhetik bezieht sich auf die Wahrnehmung der schönen Landschaft. Da Landschaftsästhetik als Form der Wahrnehmung und Bewertung von Landschaft ( ) ein sehr umfassendes Konstrukt (ebd., S. 15) ist, wurde folgender Indikatorenkatalog erarbeitet (Tab. 1): Indikator Landschaftsbild: Präferenzurteile Eigenart sowie naturund kulturgeschichtliche Identität einer Landschaft; Authentizität Vielfalt; Kohärenz Mysteriosität Lesbarkeit Faszination Erläuterung Dieser Indikator dient zur eigentlichen ästhetischen Beurteilung der Landschaft Authentizität als Teilaspekt von der Eigenart drückt sich durch die Echtheit einer Landschaft aus. Ob eine Landschaft als echt erlebt wird, hängt davon ab, wie die Landschaftselemente ins landschaftliche Gesamtbild passen und wie angemessen deren Form und Funktion ist Kohärenz dient als qualitative Ergänzung zur Vielzahl der Elemente. Sie soll beschreiben, wie sich die unterschiedlichen Elemente in einer Landschaft zu einem grossen Ganzen zusammenfügen Beschreibt die Möglichkeit, sich in einer Landschaft zurechtzufinden. Das Erfassen und Verstehen einer Landschaft stehen im Zentrum Tab. 1: Zusammenstellung der Landschaftsästhetik-Indikatoren und Erläuterungen Anhand dieses Katalogs erfolgt die Bewertung von Landschaft in dieser Arbeit. Diese Bewertung ist subjektiv und hängt mit lebenssituations und personenbezogenen Faktoren, sowie ökonomischen und ökologischen Interessen der Einzelperson zusammen (WSL 2006) Agglomeration Luzern Dem BFS zufolge ist eine Agglomeration ein zusammenhängendes Gebiet mehrerer Gemeinden mit insgesamt mindestens 20'000 Einwohnern (Schuler et al. 2005, S. 149). Weiter zeichnet sich eine Agglomeration durch eine Kernzone aus, die aus der Kerngemeinde und weiteren funktional dazugehörenden Gemeinden besteht. In diesen Gemeinden müssen min Arbeitsplätze vorhanden sein und min. 85 % der Erwerbstätigen in der Gemeinde selbst arbeiten (ebd.). Für weitere, nicht zur Kernzone gehörende Gemeinden, müssen drei der folgenden fünf Kriterien, definiert durch Schwellenwerte, erfüllt sein: 1. baulicher Zusammenhang mit Kernstadt 2. hohe kombinierte Bevölkerungs- und Arbeitsplatzdichte 3. überdurchschnittliche Bevölkerungsentwicklung 4. tiefer Landwirtschaftsanteil 5. starke Pendlerverflechtung mit der Kernzone der Agglomeration (ebd., S. 78) 15

16 Basierend auf dieser Definition besteht die Agglomeration Luzern aus den Gemeinden Emmen, Rothenburg, Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau, Horw, Kriens, Littau, Luzern, Meggen, Root und Udligenswil (LUSTAT 2011) 4. Abb. 2: Übersichtskarte Agglomeration Luzern 4 Weiter werden Küssnacht am Rigi und Hergiswil (NW) zur Agglomeration Luzern gezählt (Schuler et al. 2005). Auf Grund der Einteilung der Datenerhebungsgebiete und der Datenlage werden diese beiden Gemeinden in der Arbeit jedoch nicht berücksichtigt. 16

17 2. Methodik Durch die verschiedenen angesprochenen Bereiche ergibt sich folgende Aufteilung der Arbeit: 1. Aufzeigen der Entwicklung der landwirtschaftlichen Strukturen und Erfassen der landschaftlichen Eigenart im Agglomerationsgebiet von Luzern 2. Erfassen des Landschaftsverständnisses von Leuten aus der Agglomeration durch die Beurteilung von Fotos mithilfe von Landschaftsästhetik-Indikatoren 2.1 Aufzeigen der Entwicklung der landwirtschaftlichen Strukturen und Erfassen der landschaftlichen Eigenart im Agglomerationsgebiet In diesem Teil soll das Untersuchungsgebiet in Bezug auf die Entwicklung in der Landwirtschaft näher beschrieben und durch die Ergebnisse eigener Beobachtungen in unterschiedliche Landschaftsgebiete unterteilt werden Statistische Daten Im ersten Schritt steht die Auswertung von statistischen Daten bezüglich der Entwicklung der Betriebs und Agrarstrukturen für den Zeitraum ab 1950 bis heute im Zentrum. Damit soll die Entwicklung im Agrarbereich in der Untersuchungsregion und deren Auswirkungen auf das Landschaftsbild nachvollzogen werden. Weiter lässt sich ein erstes Bild über die Landschaftselemente gewinnen, welche das Gebiet geprägt haben und/oder prägen Erkundungstouren Eigene Begehungen des Gebiets sind unerlässlich. Diese erfolgen zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Es geht darum, das Gebiet in seiner Gesamtheit selber zu erleben und Besonderheiten zu protokollieren und fotografisch festzuhalten, um die Eigenart bildlich zugänglich zu machen 5. Für das Protokollieren wird mit der Karte von Luzern (Massstab 1:25'000) gearbeitet. Die Begehungsrouten werden zufällig gewählt und liegen in gut erreichbarer Distanz vom Siedlungsrand. Gewisse, auf der Karte als Landwirtschaftsbetriebe identifizierbare Gebäude werden angepeilt und in Bezug auf ihre Strukturen begutachtet. Teil dieser Erkundungstouren sind auch informelle Gespräche, bei denen Menschen, die sich gerade im Gebiet befinden, nach Veränderungen in der Land(wirt)schaft gefragt werden. 5 Fotos sind auch für die weiteren Arbeitsetappen zentral und stellen einen wichtigen Teil des Datenmaterials dar. 17

18 2.2 Erfassen des Landschaftsverständnisses durch Beurteilung von Fotos mithilfe von Landschaftsästhetik-Indikatoren Um jemandem Zugang zu einer unbekannten Landschaft zu verschaffen eignet sich die zweidimensionale Abbildung des Raumes auf einer Fotografie besser als eine wörtliche Beschreibung. Die Fotografie ermöglicht eine Darstellung jener Aspekte, welche für die sinnliche Wahrnehmung und damit für die Atmosphäre von Räumen bedeutsam sind (Fotografisches Archiv 2008, S. 11). Fotos können auch eine vergangene Wirklichkeit abbilden, die heute nicht mehr zugänglich ist 6. Dadurch können sie, wie Gillian Rose in ihrem Buch über Visual Methodologies sagt, achieve something that methods relying only on speech and writing cannot (2007, S. 238). Aus diesen Gründen werden im Agglomerationsgebiet wohnhafte Personen aufgefordert, Landschaft zu fotografieren 7. Die Landschaftswahrnehmung wird somit durch ein partizipatives Experiment erfasst. Die gemachten Fotos werden in einem weiteren Schritt diskutiert. Gillian Rose nennt die Arbeit mit Fotos als Datenmaterial für ein darauf basierendes Interview Photo Elicitation (ebd.). Das Interview erlaubt interviewees to reflect on things [e.g. aspects of their lives] they do not usually think about (ebd., S ). Damit soll ersichtlich werden, wie die Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und was sie darüber denken. Rose unterscheidet mehrere Arbeitsschritte, an welchen sich folgende Arbeitsabfolge orientiert (ebd.): 1) in einem Gespräch wird der fotografierenden Person die Thematik erklärt, resp. was für Fragen mit den Fotos beantwortet werden sollen die Fotos sollen Aufschluss darüber geben, was in der landwirtschaftlich geprägten Umgebung im Agglomerationsgebiet von Luzern als ästhetisch schön und identitätsstiftend angesehen wird 2) der/die Fotografierende bekommt eine Kamera and some guidance about what sort of photographs to take and how many (ebd., S. 241) fotografiert werden soll die Landschaft, die der Person gefällt, wo sie sich zu Hause fühlt und sich gerne aufhält. Im Fokus steht die landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Die Fotos sollen das unmittelbar Erfassbare abbilden. Gemacht werden sechs Fotos im Hoch- oder Querformat. 3) Jede Fotografie wird lokalisiert und mit Stichworten oder einigen Sätzen dokumentiert. Dies ist wichtig, um eine Idee der Gedanken und Gefühle, als das Foto gemacht wurde, zu erhalten 6 Worte können dies nur bedingt, da sich ihre Bedeutungen im Laufe der Zeit verändern. Deshalb wäre es eine spezielle Herausforderung, von altem Geschriebenem auf Sichtbares zu schliessen und sich dies vorzustellen. Bei einer Fotografie entfällt dieser Interpretationsprozess. 7 An die teilnehmenden Personen werden keine anderen Bedingungen ausser der Ansässigkeit im Gebiet gestellt. Das Alter wie auch das Geschlecht und die berufliche Tätigkeit spielen keine Rolle. 18

19 4) Das auf den Fotos basierende Interview stellt den wichtigsten Schritt in Rose s Arbeitsabfolge dar, denn it is only through interviewing that the information carried by a photo can be accessed by the researcher (2007, S. 240). Das Interview beinhaltet erstens die Beschreibung der Fotos, damit verständlich wird, warum sie gemacht wurden. Im zweiten Schritt wird auf die Landschaftsästhetik- Indikatoren und auf Landschaftsveränderungen Bezug genommen. Vom WSL wurden für jeden Indikator Fragen vorgeschlagen, die für dessen Erfassung zentral sind (2006). Die Interviewfragen orientieren sich daran (siehe Anhang 7.1). Die Landschaftsveränderungen betreffend hat Philipp Stalder in seiner Masterarbeit auf verschiedene Gefahren für die Landschaft hingewiesen, von welchen die Interviewpartner hauptsächlich folgende beurteilten: Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung Ausdehnung der Städte, Bau- und Industriegebiete Zunehmende Zerschneidung durch Strassen mit Hartbelägen und Bahntrassen (Stalder 2005, S. 38) 5) die Interviews werden mit einer Digitalkamera aufgezeichnet (Tonaufnahme), transkribiert und anhand eigens gegebenen Codes ausgewertet (siehe Anhang 7.2) 6) Die transkribierten Dokumente beziehen sich immer auf die dazugehörenden Fotos. Mit Hilfe der Codes können die einzelnen Interviews wie auch die Fotos miteinander verglichen werden. Die Codes sind Schlagwörter, die sich am Interviewleitfaden orientieren, oder Bildnummern. Sie geben Aufschluss darüber, wie häufig und ausführlich ein Foto oder ein Thema diskutiert wurde. Die Fotos werden nach Bildtyp, Besprechungs-Häufigkeit oder nach den Codes, die bei ihrer Besprechung genannt wurden, grob in Gruppen eingeteilt. Damit wird ersichtlich, welche Fotos für welches Thema (z.b. Landschaftspräferenz oder Mysteriosität) charakteristisch sind und ob zwischen den Interviews in dieser Hinsicht Übereinstimmungen bestehen. Weiter lässt sich durch die Codes beim Interviewvergleich schnell erkennen, ob gewisse Wörter, resp. Landschaftselemente, in einem ähnlichen Zusammenhang thematisiert wurden oder nicht. Die Erkenntnisse werden im Resultate-Teil dargestellt, dessen Reihenfolge sich am Interviewleitfaden orientiert. 19

20 3. Ergebnisse 3.1 Landwirtschaftliche Strukturen und landschaftliche Eigenart im Agglomerationsgebiet von Luzern Für den Überblick über die Strukturveränderungen im Untersuchungsgebiet werden zu Beginn zum Vergleich die Daten auf Kantonsebene vorgestellt. Erste regionsspezifische Unterschiede, die für die Eigenart der Landschaft von Bedeutung sind, sollen so ersichtlich werden. Ferner werden die Resultate der Begehungen und spezifischere Zahlen aus den Agglomerationsgemeinden präsentiert Kantonale Entwicklung im Agrarbereich seit 1950 Gesamtschweizerisch sind zwischen 1985 und 1996 fast ein Viertel aller Landwirtschaftsbetriebe eingegangen und die Betriebsgrössen der weiter bestehenden nahmen zu: vorab an den Vorzugslagen im Mittelland hat der Trend zur Rationalisierung und Intensivierung die Agrarlandschaft in den letzten Jahrzehnten stark umgestaltet (2001, S. 18), stellt das Bundesamt für Statistik (BFS) fest. Der Kanton Luzern bestätigt dieses Bild (Tab. 2). Landwirtschaftsbetriebe Betriebe mit einer Nutzfläche von... ha Mittlere Nutzfläche in ha Total davon Haupt- 0 - <5 5 - < < Pro Betrieb Pro Haupt- erwerbs- erwerbs- Jahr betriebe betrieb '864 8'605 2'894 3'039 3' '255 7'741 2'400 2'782 2'979 1' '418 6'763 2'042 2'133 3'033 1' '826 6'201 1'772 1'541 3'022 1' '171 5' '452 2' '523 4' '196 2'575 1' '146 3' '027 2'299 1' Tab. 2: Entwicklung der Betriebsstruktur im Kanton Luzern, ausgewählte Jahre (ohne Arbeitskräfte) Innerhalb von 55 Jahren hat sich die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe um die Hälfte verringert, während die mittlere Nutzfläche pro Betrieb zunahm. Vor allem Kleinbetriebe verschwanden. So sind beispielsweise 1996 von 1772 Betrieben mit weniger als 5 ha im Jahr 1985 nur noch 867 übrig 8. Hinzu kommt eine starke Abnahme der Beschäftigtenzahl: arbeiteten 1955 noch 40'394 Leute im ersten Sektor, davon 76 % Vollzeitbeschäftigte, sind es 2009 nur noch 14'384, wovon lediglich 42 % vollzeitbeschäftigt sind (Tab. 2). Diese Abnahme widerspiegelt sich in der Zunahme des Anteils an Nebenerwerbsbetrieben an der Gesamtbetriebsanzahl und bedeutet, dass weniger Leute vollends in der Landwirtschaft tätig sind. 8 Durch eine neue Erhebungsmethode sind die Zahlen nur beschränkt vergleichbar: bis 1990 wurden die Grössenklassen nach Kulturfläche (LN, Wald und Sömmerungsweiden) eingeteilt, ab 1996 wird aber nur noch die LN beachtet. Dies erklärt die starke Abnahme an Grossbetrieben (+20 ha), da Wald und Sömmerungsweiden nicht mehr mitgezählt werden. 20

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