EU-Regionalförderung in Hessen nach 2013

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1 EU-Regionalförderung in Hessen nach 2013 Tagung des Europabüros FrankfurtRheinMain Zur Zukunft der Europäischen Strukturförderung Mai 2012 Frankfurt am Main Dr. Reinhard Cuny Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr

2 Die Ziele der EU-Strukturfonds Konvergenz (nur Regionen mit Entwicklungsrückstand) Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung ( RWB ) EFRE ESF Kohäsionsfonds EFRE ESF Europ. territoriale Zusammenarbeit ( Interreg ) EFRE Entwicklung des ländlichen Raums (sog. 2. Säule der Agrarpolitik) ELER Fischereiwirtschaft EFF Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 2

3 Hessen fällt unter das RWB-Ziel Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 3

4 Konzentration der EU-Kohäsionsmittel auf die schwächsten Regionen 16 % 65 % 84 % 35 % ohne Mittel für interregionale Zusammenarbeit und techn. Unterstützung Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 4

5 Auf Hessen entfallende EU-Mittel 2007 bis 2013 insgesamt Fischerei Konvergenz EU 282,9 Mrd. D 16, 1 Mrd. Ziel Reg. Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (RWB) Interreg EFRE EFRE ESF EFRE ESF 4,7 Mrd. Hessen Mio. 55,0 Mrd. 8,7 Mrd. 4,7 Mrd. 186 Mio. 851 Mio. ca Mio. Entwickl. Ländl. Raum ELER 96,3 Mrd. 9,1 Mrd. 251 Mio. EFF 3,8 Mrd. 155,9 Mio. ca. 0,4 Mio. Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 5

6 Dezentrale Abwicklung der EU-Fonds im Gegensatz zu anderen EU-Programmen Programme Strukturfonds und ländlicher Raum EU Andere EU-Programme (z.b. 7. Forschungsprog.) nationale Behörden (Landesbehörden) Projektanträge Projektanträge Zuwendungsempfänger (Private, Kommunen etc.) Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 6

7 Drei Operationelle EU-Programme für Hessen ESF = 186 Mio. Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 7

8 RWB-EFRE-Programm Hessen EFRE = 263 Mio. Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 8

9 Ganz Hessen ist EFRE-Fördergebiet, aber Vorrang für strukturschwächere Landesteile Vorranggebiete Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 9

10 Zweckbestimmung des EFRE Artikel 176 AEUV (ex-artikel 160 EGV) Aufgabe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ist es, durch Beteiligung an der Entwicklung und an der strukturellen Anpassung der rückständigen Gebiete und an der Umstellung der Industriegebiete mit rückläufiger Entwicklung zum Ausgleich der wichtigsten regionalen Ungleichgewichte in der Union beizutragen. Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 10

11 Thematische Konzentration: Drei Prioritätsachsen für das RWB-EFRE-Programm Prioritätsachse 1: Innovation und wissensbasierte Wirtschaft ( 104,8 Mio. EFRE) Prioritätsachse 2: Gründungsförderung und Förderung der betrieblichen Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von KMU (78,2 Mio. EFRE) Prioritätsachse 3: Ausbau spezifischer Entwicklungs-potenziale und Abbau regionaler Disparitäten (71,5 Mio. EFRE) mit jeweils mehreren Maßnahmenfeldern Querschnittsthemen: Chancengleichheit, Umweltschutz, städtische Dimension Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 11

12 Die wichtigsten Handlungsfelder im hessischen EFRE-Programm Innovation Anwendungsnahe F&E-Projekte Technologietrasfer Cluster-Netzwerke Ausbau der nichtstaatl. Berufsbildungszentren IKT-Ausstattung von Berufsschulen Pilotvorhaben Energieeffizienz u. erneuerbare Energ. Gründung u. KMU Beteiligungskapital für junge, innovative Unternehmen Investitionsdarlehen für KMU Lokale-Ökonomie- Programme von Städten Betriebsberatung Gründungsoffensiven Sonstige Maßnahmen Stadterneuerung Konversion Öffentl. touristische Infrastruktur Regionalmarketing Tourismusmarketing Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 12

13 Earmarking Innovation Gründung u. KMU Sonstige Maßnahmen Anwendungsnahe F&E-Projekte Cluster-Netzwerke Ausbau der nichtstaatl. Berufsbildungszentren IKT-Ausstattung von Berufsschulen Pilotvorhaben Energieeffizienz u. erneuerbare Energ. Beteiligungskapital für junge, innovative Unternehmen Investitionsdarlehen für KMU Lokale-Ökonomie- Programme von Städten Betriebsberatung Gründungsoffensiven Stadterneuerung Konversion Öffentl. touristische Infrastruktur Regionalmarketing Tourismusmarketing Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 13

14 Cluster-Förderung Gesundheitswirtschaft Nordhessen Industriecluster Optik, Elektronik, Mechanik Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 14 CLEO Erneuerbare Energien Odenwald

15 Vorbereitung der Programmperiode hat bereits begonnen Juni Dez Dez Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 15

16 Komplizierte Verordnungsarchitektur Allgemeine Verordnung, Teile 1, 2 und 4 gilt für EFRE, ESF, KF, ELER und EMFF Teil 3 gilt nur für EFRE, ESF und KF Ziel Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Ziel Europäische territoriale Zusammenarbeit CEF-VO GF-VO EFRE-VO ETZ-VO ELER-VO SC-VO ESF-VO KF-VO EMFF-VO EVTZ-VO Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 16

17 Die Ziele der GSR-Fonds Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Weniger entwickelte Regionen Übergangsregionen Stärker entwickelte Regionen EFRE ESF Kohäsionsfonds Europ. territoriale Zusammenarbeit ( Interreg ) EFRE Entwicklung des ländlichen Raums (sog. 2. Säule der Agrarpolitik) ELER Fischereiwirtschaft EMFF Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 17

18 Drei Gebietskategorien in Europa Hessen = stärker entwickelte Region Pro-Kopf-BIP* < 75 % des EUDurchschnitts % > 90 % *Index EU27 = 100 Kanarische Inseln Guyana La Réunion Guadeloupe/ Martinique Madeira Azoren Malta Weniger entwickelte Regionen Übergangsregionen Stärker entwickelte Regionen EuroGeographics Association for the administrative boundaries Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 18

19 Budgetvorschlag der Kommission für die Kohäsionspolitik Mrd. Euro in konstanten Preisen von 2011 Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 19

20 Wie bisher: Mittelkonzentration auf die weniger entwickelten Regionen Europas Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 20 Ziel Investitionen für Wachstum und Beschäftigung

21 Stellungnahmen der Länder Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 21

22 Position der deutschen Länder zum Legislativpaket Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 22 Übergangsregelungen für ehemals schwache Regionen Förderung auch in starken Regionen Thematische Konzentration auf Europa 2020 ja, aber flexible Gestaltung der Programme nach regionalem Bedarf (keine Quoten) Mehr Verwaltungsvereinfachung, statt neuer Anforderungen Delegation von Mittelkontingenten an lokale Ebene nur optional Leistungsreserve innerhalb Programm Gegen zentrale Administration von Connecting Europe

23 Noch ist nichts endgültig! Entscheidende Frage: Wo wird gekürzt? Budgetvorschlag der Kommission Mrd. = 1,05 % des BNE der EU (zzgl. Entwicklungshilfe u. ä. aber tats. = 1,11 %) Forderung Deutschlands und anderer Mitgliedstaaten Maximal 1,0 % des BNE der EU Bund plädiert für überproportionale Kürzung bei den Ausgaben für Kohäsionspolitik und dort bei den Ausgaben für die stärker entwickelten Regionen Bundesländer sind gegen überproportionale Kürzung bei Kohäsionspolitik Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 23

24 Thematische Konzentration im EFRE (EFRE-Verordnung) 1. Forschung, techn. Entwicklung und Innovation 2. Informations- und Kommunikationstechnologien 3. Wettbewerbsfähigkeit KMU 4. Verringerung CO 2 -Emissionen 5. Anpassung an Klimawandel, Risikoprävention 6. Umweltschutz u. Ressourceneffizienz 7. Nachhaltigkeit im Verkehr 8. Beschäftigung, Mobilität der Arbeitskräfte 9. Soziale Eingliederung, Bekämpfung der Armut 10.Bildung, Kompetenzen, lebenslanges Lernen 11.Institutionelle Kapazitäten Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 24

25 Erste Überlegungen für das neue EFRE-Programm Vier thematische Prioritätsachsen Beachte: Je mehr Achsen, umso weniger finanzielle Flexibilität Innerhalb der Prioritätsachsen Konzentration auf die wichtigsten Maßnahmenfelder Starke Ausrichtung auf Europa-2020-Strategie Fortführung und Ausweitung des revolvierenden Mitteleinsatzes EFRE-Darlehen, Finanzinstrumente (Darlehensfonds, Risikokapitalfonds) Einbindung der Wirtschafts-, Sozial- und Regionalpartner in die Programmaufstellung EFRE-Begleitausschuss, Info-Veranstaltungen Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 25

26 Erste Überlegungen für das neue EFRE-Programm Prioritätsachsen des Programms 1. Stärkung von Forschung, technischer Entwicklung und Innovation (ca. 30 %) 2. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU (ca. 30 %) 3. Verringerung der CO 2 -Emissionen in allen Bereichen der Wirtschaft (ca. 20 %) 4. Sonstige Maßnahmen zur Erhöhung von regionalem Wachstum und Beschäftigung (ca. 16 %) 5. Technische Hilfe (ca. 4 %) Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 26

27 Denkbare Maßnahmenfelder im hessischen EFRE-Programm Innovation KMU CO 2 -Minderung Sonstige Maßnahmen Ausbau F&E- Infrastruktur Anwendungsnahe F&E-Projekte Technolgietransfer Cluster-Netzwerke Ausbau der nichtstaatl. Berufsbildungszentren Beteiligungskapital für innov. KMU (revolv.) Innovationsberatung Betriebliche KMU- Investitionen (Darlehen) Mikrofinanzierung; lokale Ökonomie; Ausgründungen aus Hochschulen (Darlehen) Gründungs- und Betriebsberatung Gründerzentren, Inkubatoren Angew. Energieforschung; Pilotund Demo.anlagen Energieeffizienz- Investitionen von KMU (Darlehen) Energet. Modern. öffentl. Gebäude u. denkmalgesch. Bausubstanz (Darlehen) Komm. Energieund Klimaschutzkonzepte Energieberatung und Akzeptanzmaßnahmen Stadterneuerung (Darlehen) Konversion (Darlehen) Touristische Infrastruktur Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 27

28 4-stufige Programmierung 1. GSR - Gemeinsamer Strategischer Rahmen (Art. 10 ff. AVO) - EU-Ebene 2. PV - Partnerschaftsvereinbarung (Art. 13 ff. AVO) - Nationale Ebene 3. OP Operationelle Programme (Art. 23 ff. AVO) - Regionale Ebene 4. - Strategien für lokale Entwicklung (Art. 28 ff. AVO); - Integrierte territoriale Investitionspläne (Art. 99 AVO) (Lokale Ebene) Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 28

29 INTERREG IV Europäische territoriale Zusammenarbeit INTERREG IV A - Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (Hessen nicht beteiligt) INTERREG IV B Transnationale territoriale Zusammenarbeit Hessen beteiligt am Programm für Nord-West-Europa Innovation Umwelt Erreichbarkeit Transnationale Gemeinschaften Zentrale Verwaltungsbehörde = Regionalrat Nord-Pas-de-Calais, Lille, INTERREG IV C - Interregionale Zusammenarbeit Innovation und Wissenschaft Umwelt und Gefahrenprävention Zentrale Verwaltungsbehörde = Regionalrat Nord-Pas-de-Calais, Lille, Beratungsbüro in Rostock Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 29

30 INTERREG V Europäische territoriale Zusammenarbeit Ziel Europäische territoriale Zusammenarbeit Wie bisher drei Ausrichtungen 1. Grenzübergreifende Zusammenarbeit 73 % der Mittel = 8,6 Mrd. 2. Transnationale Zusammenarbeit 21 % der Mittel = 2,4 Mrd. ) 3. Interregionale Zusammenarbeit 6 % der Mittel = 0,7 Mrd. Spezielle Verordnung ( ETZ-Verordnung ) EU-weit 11,7 Mrd. EFRE-Mittel Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 30

31 Zeitplan Kommission Okt Verordnungsentwürfe Frühjahr 2012 Gemeinsamer Strategischer Rahmen 2012 Konsultation 2013 Verabschiedung Finanzplanung und Verordnungen 2013 Abschluss der Partnerschaftsvereinbarungen mit den MS Hessen 2012 Begleitung des legislativen Verfahrens (über BR und BMWi) 2012/2013 Mitarbeit an Partnerschaftsvereinbarung (BMWi, 16 Länder) 2012/2013 Aufstellung der hessischen Programm für EFRE, ESF und ELER (inkl. Ex-ante Evaluation und SUP) Mitte 2013 (jedoch frühestens nach Verabschiedung der Verordnungen) Einreichung der Programme Anfang 2014 Genehmigung der Programme Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 31

32 Wiesbaden, 8. Mai 2012; Folie Nr. 32

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