These der Erklärungslücke: In einem zu klärenden Sinne von Erklärung ist eine solche Erklärung im Fall von Bewusstseinsphänomenen

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1 1 Worum es geht: Erklärung der Eigenschaften eines Gegenstandes (Makrogegenstand) aufgrund seiner internen Struktur (Mirkostruktur). Voraussetzung: Es ist in gewöhnlichen Fällen im Prinzip möglich, die Eigenschaften eines Makrogegenstandes aus seiner Mikrostruktur zusammen mit einer Theorie über die Elemente der Mikrostruktur und ihrer Interaktion zu erklären. Beispiele unproblematischer Fälle: - Wasser kocht bei 100 Grad C. - Glas ist zerbrechlich - Der Getränkeautomat wirft eine Cola aus, wenn man 1 Franken einwirft und auf das Colaschild drückt. These der Erklärungslücke: In einem zu klärenden Sinne von Erklärung ist eine solche Erklärung im Fall von Bewusstseinsphänomenen nicht möglich. Beispiele problematischer Fälle: - Eine Person hat eine Blauempfindung, wenn sie den Himmel betrachtet - Ein Hund ist traurig, wenn er lange alleine ist. - Affen sind empfindungsfähige Wesen. - Die Evolution hat bewusstseinsfähige Wesen hervorgebracht.

2 2 Die These der Disanalogie: Sowohl in den problematischen als auch in den unproblematischen Fällen kann man eine Erklärung des Explanandums im Sinne des Hempel-Oppenheim-Schemas finden, d.h.: Man kann (im Prinzip) eine Theorie T formulieren und Vorbedingungen C angeben, sodass das zu Erklärende (das Explanandum E) aus T und C folgt. Dennoch besteht nach der These von Vertretern der Erklärungslücke ein wesentlicher Unterschied zwischen den genannten unproblematischen und den genannten problematischen Fällen: (D1) In gewöhnlichen Fällen ist es möglich, das Auftreten einer Eigenschaft E eines Makrogegenstandes G unter den Umständen U aufgrund seiner Mikrostruktur und einer Theorie T über die Elemente der Mikrostruktur und deren Interaktion in einer Weise zu erklären, welche verständlich macht, warum der Gegenstand unter den Umständen U die Eigenschaft E hat. (D2) Dagegen ist es nicht möglich, das Auftreten eines Bewusstseinsmerkmals E eines Organismus unter den Umständen U aufgrund seiner Mikrostruktur und einer Theorie T über die Elemente der Mikrostruktur und ihre Interaktion in einer Weise zu erklären, die verständlich macht, warum der Organismus unter den Umständen U die Eigenschaft E hat.

3 3 These über den Zusammenhang des Verstehens-warum und der kohärenten Denkbarkeit von Alternativen Eine Erklärung des Auftretens einer Eigenschaft E eines Makrogegenstandes G unter den Umständen U aufgrund seiner Mikrostruktur und einer Theorie T macht verständlich warum der Gegenstand unter den Umständen U die Eigenschaft E hat genau dann wenn gilt: (Bedingung des Verstehens BdV) Für eine Person, welche die Erklärung versteht ist kein kontrafaktischer Fall kohärent denkbar, in welchem die Theorie T wahr ist und ein Gegenstand mit der Mikrostruktur von G in den Umständen U die Eigenschaft E nicht hat. Reformulierung der These der Disanalogie aufgrund des genannten Zusammenhangs: (D1 ) In gewöhnlichen Fällen gibt es eine Erklärung des Auftretens einer Eigenschaft E eines Makrogegenstandes G unter den Umständen U aufgrund seiner Mikrostruktur und einer Theorie T über die Elemente der Mikrostruktur und ihre Interaktion, sodass gilt: wenn jemand die Erklärung versteht, so ist es für ihn kein kontrafaktischer Fall mehr denkbar, in welchem T wahr ist und ein Gegenstand mit der Mikrostruktur von G in den Umständen U die Eigenschaft E nicht hat. (D2 ) Dagegen gibt es keine Erklärung des Auftretens eines Bewusstseinsmerkmals eines Organismus O unter den Umständen U aufgrund seiner Mikrostruktur und einer Theorie T über die Elemente der Mikrostruktur und ihre Interaktion, für die gilt: wenn jemand die Erklärung versteht, so ist für ihn kein kontrafaktischer Fall mehr denkbar, in welchem T wahr ist und ein Organismus mit der Mikrostruktur von G in den Umständen U das Bewusstseinsmerkmal E nicht hat.

4 4 Meinungsverschiedenheit unter den Gegnern der These der Disanalogie (1a) Auch im Fall der Erklärung von Bewusstseinsmerkmalen wird verständlich, warum ein Organismus mit der fraglichen Mikrostruktur gegeben die relevanten Mikro-Naturgesetze das fragliche Merkmal hat. Auch in diesen Fällen liefert die Erklärung eine Einsicht in die Notwendigkeit des Auftretens des Bewusstseinsmerkmals gegeben die fragliche Mikrostruktur und die fraglichen Mikro-Gesetze. (1b) Auch in den in D1 genannten gewöhnlichen Fällen wird nicht verständlich, warum ein Makrogegenstand mit der fraglichen Mikrostruktur gegeben die relevanten Mikro- Naturgesetze das fragliche Merkmal hat. Auch in diesen Fällen liefert die Erklärung keine Einsicht in die Notwendigkeit des Auftretens des fraglichen Merkmals gegeben die fragliche Mikrostruktur und die fraglichen Mikro-Naturgesetze. Meinungsverschiedenheiten unter den Vertretern der These der Disanalogie Unterschiedlich beurteilt werden die folgenden Thesen: (1) Die Erklärungslücke im Bewusstseinsfall besteht aus prinzipiellen Gründen und wird auch künftig nicht überwunden. (2) Die Erklärungslücke spricht für eine dualistische Auffassung. (3) Die Disanalogie kann in einer mit dem Physikalismus verträglichen Weise erklärt werden. (4) Die Erklärungslücke zeigt, dass eine naturwissenschaftliche Erforschung des Bewusstseins unmöglich ist.

5 5 Erklärungsschema: Explanandum: Der Gegenstand G hat die Eigenschaft E unter den Umständen U. Explanans: (1) Theorie T (über die Elemente der Mikrostruktur von G und ihre Interaktion) (2) G hat die Mikrostruktur S (3) Für alle x gilt: Ex genau dann wenn Px. Hierbei ist (3) ein Brückengesetz: E ist ein Prädikat der Alltagssprache, P ist ein Prädikat einer definitorischen Erweiterung der Sprache der Theorie T bei Ergänzung funktionaler Begriffe. Aus (1) folgt: (4) Für alle x: Hat x die Mikrostruktur S und befindet sich x in den Umständen U, so hat x die Eigenschaft E. (5) Befindet sich G in den Umständen U, so hat G die Eigenschaft E. (aus (2), (3) und (4)). Unproblematisches Beispiel: G: konkrete Menge Wasser; E: die Eigenschaft zu kochen; U: die fragliche Menge Wasser wird auf 100 Grad C erhitzt. P: die Eigenschaft von Wasser zu kochen, beschrieben in physikalischer Terminologie (d.h. Beschreibung der Bewegung und Anordnung der Teile der Wassermenge.) Problematisches Beispiel: G: Hans; E: die Eigenschaft Schmerz zu empfinden; U: ein schwerer Gegenstand fällt auf den großen Zeh von Hans; P: eine physikalische Eigenschaft, welche Personen genau dann zukommt, wenn sie Schmerzen haben; Beispiel: X befindet sich in einem internen Zustand mit der kausalen Rolle R.

6 6 3. Rekonstruktion der Standarderklärung für die fragliche Disanalogie Die Disanalogie betrifft den status des Brückengesetzes (3): These 1: In gewöhnlichen Fällen der Erklärung der Eigenschaft E eines Gegenstandes G unter den Umständen U nach dem obigen Schema gilt: Wer die Theorie T akzeptiert, muss das Brückengesetz als wissenschaftliche Neudefinition von E akzeptieren. These 2: Wird dagegen das Auftreten eines Bewusstseinsmerkmals bei einem Organismus G unter den Umständen U nach dem obigen Schema erklärt, so gilt: Wer die Theorie T akzeptiert, kann dennoch das Brückengesetz (3) nicht als wissenschaftliche Neudefinition von E akzeptieren. 4. Ungelöste Probleme der Standarderklärung (P1) Weshalb ist das jeweils in Frage stehende Brückengesetz in den gewöhnlichen Fällen als wissenschaftliche Neudefinition akzeptabel, im Bewusstseinsfall dagegen nicht? (P2) Weshalb ist die Akzeptanz des Brückengesetzes als wissenschaftliche Neudefinition nicht nur hinreichend, sondern sogar notwendig dafür, dass die Erklärungslücke geschlossen werden kann?

7 7 5. Vorschlag einer Antwort auf diese Fragen (MNR) zur: Eine wissenschaftliche Neudefinition des Prädikates P1 durch das Prädikat P2 aufgrund einer Theorie T ist genau dann akzeptabel, wenn Folgendes eine begriffliche Wahrheit ist: (B) Ist die Theorie T (in der realen Welt wahr), so sind P1 und P2 in allen möglichen kontrafaktischen Umständen, in denen T wahr ist, ebenfalls koextensional. Behauptung: Diese Bedingung B gilt in den unproblematischen Fällen aber nicht in den problematischen Fällen. Beispiele: Es ist eine begriffliche Wahrheit, dass gilt: Falls unsere mikrophysikalische Theorie über die Zusammensetzung von Flüssigkeiten und die Interaktion der Partikel, aus denen sie bestehen, wahr ist, dann fallen alle Flüssigkeiten in kontrafaktischen Umständen, in denen T ebenfalls wahr ist, unter den Begriff des Kochens, welche unter die physikalische Beschreibung P fallen. Es ist keine begriffliche Wahrheit, dass gilt: Falls unsere mikrophysikalische Theorie über die Zusammensetzung von Gehirnen und die Interaktion von Nervenzellen. wahr ist, so fallen alle Personen in kontrafaktischen Umständen, in denen diese Theorie ebenfalls wahr ist, unter den Begriff hat eine Blauempfindung genau dann wenn sie unter den Begriff fallen hat ein Gehirn, das sich in einem Zustand mit der kausalen Rolle R befindet. Zu P2: Die oben genannte Bedingung BdV des Verstehens ist genau dann erfüllt, wenn (B) eine begriffliche Wahrheit ist.

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