Zahlen und Fakten der Betrieblichen Personalvorsorge in Liechtenstein

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1 Zahlen und Fakten der Betrieblichen Personalvorsorge in Liechtenstein Mario Gassner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, FMA Liechtenstein Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein, 14. November 2014, Vaduz Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 1

2 Agenda Grundlagen der betrieblichen Personalvorsorge in Liechtenstein Kennzahlen und Entwicklungen der betrieblichen Personalvorsorge Herausforderungen für die zweite Säule Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 2

3 Grundlagen der betrieblichen Vorsorge in Liechtenstein Dreisäulenkonzept: (i) staatliche Vorsorge AHV/IV, (ii) obligatorische betriebliche Vorsorge; (iii) ergänzende Selbstvorsorge Vorsorgeeinrichtungen sind rechtlich selbständige Einheiten, die vollumfänglich dem Gesetz über die betriebliche Personalvorsorge unterstehen Finanzierung im Kapitaldeckungsverfahren Versicherungsformen: (i) Leistungsprimat; (ii) Beitragsprimat Anzahl der im Leistungsprimat geführten Vorsorgeeinrichtungen hat abgenommen FMA übt Aufsicht über Vorsorgeeinrichtungen aus, Schwerpunkt ist die Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften Hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung: Kapitalvermögen etwa 95% des BIP, CHF pro Kopf Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 3

4 Meilensteine in der Entwicklung der Altersvorsorge in Liechtenstein (1) 1954 Einführung der AHV/IV (1. Säule) Obligatorische Versicherung für in Liechtenstein wohnende oder arbeitende Personen Ziel: Absicherung des Existenzminimums 1973 Aufbau freiwillige Vorsorge, insbesondere im Gewerbe-, Industrieund Finanzsektor 1974 gehören bereits 42,3% aller unselbständig Beschäftigten einschliesslich Grenzgänger einer betrieblichen Vorsorgeeinrichtung an 1984 liegt Versicherungsgrad bei 60% Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 4

5 Meilensteine in der Entwicklung der Altersvorsorge in Liechtenstein (2) 1989 Einführung obligatorische betriebliche Personalvorsorge (2. Säule); Generelle Versicherungspflicht für Arbeitnehmer; Überführung der Bestimmungen zur Personalfürsorge in das BPVG u. BPVV; BPVG wurde bewusst als Gesetz mit Mindestbestimmungen verfasst; Ziel: Obligatorische Leistungen aus der ersten und zweiten Säule sollen die Erhaltung des (angemessenen / gewohnten ) Lebensstandards ermöglichen 2006 Erste umfassende Revision des BPVG Verbesserung der Transparenz Verstärkung der Informationspflichten der Vorsorgeeinrichtungen an Versicherte und FMA Einführung der vollen Freizügigkeit Arbeitnehmer haben bei Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung auch Anspruch auf den überobligatorischen Teil des angesparten Kapitals Einführung eines Sicherheitsfonds Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 5

6 Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen / Aufteilung nach Stiftungsträgern Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 6

7 Entwicklung der Anzahl aktiv Versicherte versus Anzahl Rentenbezüger (Index 2007=100) Aktiv Versicherte Rentenbezüger Gesamt (Aktiv Versicherte + Rentenbezüger) Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 7

8 Anzahl der Versicherten nach Stiftungsträger Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 8

9 Anzahl aktiv Versicherte/Rentenbezüger nach Wohnsitz Anzahl Aktiv Versicherte (Gesamt: ; 2013) Anzahl Rentenbezüger (Gesamt: 4561; 2013) Übrige Länder 4% Schweiz 26% Fürstentum Liechtenstein 45% EWR ohne Fürstentum Liechtenstein 25% Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 9

10 Ausbezahlte reglementarische Leistungen der Vorsorgeeinrichtungen (Mio. CHF) Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 10

11 Auf Freizügigkeitskonten verwaltetes Kapital (Mio. CHF) Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 11

12 Anzahl der Freizügigkeitskonten 14'000 12'000 10'000 8'000 6'000 4'000 2' Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 12

13 Beitragseinnahmen der Vorsorgeeinrichtungen (Mio. CHF) Sonder- bzw. Zusatzbeiträge sowie Einlagen in Arbeitgeberreserven Arbeitnehmer-Beiträge Arbeitgeber-Beiträge Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 13

14 Durchschnittlicher Deckungsgrad 140% 120% 100% 80% 60% Maximum, Minimum, interquartile Verteilung, und Durchschnitt (Median, weisse Linie) Anmerkung: Deckungsgrad = Nettovermögen/(Vorsorgekapital + technische Rückstellungen) Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 14

15 Anlageallokation 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Anlagen beim Arbeitgeber Alternative Anlagen Immobilien Aktien und ähnliche Wertschriften Obligationen Forderungen auf festen Geldbetrag Liquide Mittel / Geldmarktanlagen Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 15

16 Durchschnittliche Anlagerendite Anlagerendite = Verhältnis der Erträge aus Vermögensanlagen zu den durchschnittlichen Vermögensanlagen. Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 16

17 Anlagetätigkeit nach Währungen (Mrd. CHF) CHF Fremdwährung Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 17

18 Zusammensetzung des Deckungskapitals (Mrd. CHF) Vosorgekapital aktiv Versicherte Technische Rückstellungen Vorsorgekapital Rentner Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 18

19 Aufteilung des Deckungskapitals nach Stiftungsträgern (Mrd. CHF) Sammelstiftungen Betriebseigen PVS Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 19

20 Zinssatz Vorsorgekapital aktiv Versicherte, obligatorischer Teil 6% 5% 4% 3% 2% 1% 0% Maximum, Minimum, interquartile Verteilung, und Durchschnitt (Median, weisse Linie) Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 20

21 Rentenumwandlungssatz, obligatorischer Teil 8% 7% 6% 5% Maximum, Minimum, interquartile Verteilung, und Durchschnitt (Median, weisse Linie) Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 21

22 Erwartete Entwicklung des Altersquotienten in Liechtenstein ( ) Verhältnis der über 64-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen. Quelle: Amt für Statistik Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 22

23 Herausforderungen und Risiken der betrieblichen Vorsorge Alterung der Gesellschaft; das Verhältnis der pensionierten Menschen zur wirtschaftlich aktiven Bevölkerung steigt an Kapitalgedeckte betriebliche Vorsorge ist grundsätzlich besser geeignet als das Umlageverfahren, mit dem demographischen Wandel umzugehen Risiken: Langlebigkeitsrisiko Umfeld niedriger Marktzinsen Langfristige Inflationsentwicklung Betriebliche Personalvorsorge in Liechtenstein I 14. November 2014 I 23

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