Im Visier: Die Europäische Zentralbank Nutzen und Kosten der Geldpolitik der EZB

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1 Im Visier: Die Europäische Zentralbank Nutzen und Kosten der Geldpolitik der EZB Europa-Union Landesverband Bremen e.v. Bremen, 12. September 2016 Prof. Dr. André W. Heinemann Universität Bremen

2 Zum Mandat der Europäischen Zentralbank (EZB) Art. 13 EUV Art. 127 AEUV (1) Das vorrangige Ziel des Europäischen Systems der Zentralbanken (im Folgenden ESZB ) ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union, um zur Verwirklichung der in Artikel 3 des Vertrags über die Europäische Union festgelegten Ziele der Union beizutragen. Das ESZB handelt im Einklang mit dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb, wodurch ein effizienter Einsatz der Ressourcen gefördert wird, und hält sich dabei an die in Artikel 119 genannten Grundsätze. (2) Die grundlegenden Aufgaben des ESZB bestehen darin, die Geldpolitik der Union festzulegen und auszuführen, Devisengeschäfte im Einklang mit Artikel 219 durchzuführen, die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten, das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern. 1

3 Zum Mandat der Europäischen Zentralbank (EZB) SATZUNG DES EUROPÄISCHEN SYSTEMS DER ZENTRALBANKEN UND DER EUROPÄISCHEN ZENTRALBANK Art. 2: Nach Artikel 105 Absatz 1 dieses Vertrags ist es das vorrangige Ziel des ESZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Gemeinschaft, um zur Verwirklichung der in Artikel 2 dieses Vertrags festgelegten Ziele der Gemeinschaft beizutragen. Das ESZB handelt im Einklang mit dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb, wodurch ein effizienter Einsatz der Ressourcen gefördert wird, und hält sich dabei an die in Artikel 4 dieses Vertrags genannten Grundsätze. 1

4 Anteil der EWU-Mitgliedstaaten am EWU-BIP Quelle: Deutsche Bundesbank. 2

5 Öffentliche Verschuldung der EWU-Mitgliedstaaten Quelle: Deutsche Bundesbank. 3

6 Geldmengenentwicklung im EURO-Raum Quelle: Deutsche Bundesbank. 4

7 Geldmengenentwicklung im EURO-Raum Quelle: Deutsche Bundesbank. 5

8 Deutschland und der Leistungsbilanzsaldo Quelle: Deutsche Bundesbank. 6

9 Deutschland und der Leistungsbilanzsaldo Quelle: Deutsche Bundesbank. 7

10 Liquiditätsbedarf und Überschussliquidität Quelle: Deutsche Bundesbank. 8

11 percentage Abteilung III: EZB-Zinssätze 1999 bis ,00 Deposite rate Main refinancing rate Marginal lending rate 5,00 4,00 3,00 2,00 1,00 0,00-1,00 0,25 0,00-0,40 Quelle: Deutsche Bundesbank, Zinsstatistik; Eigene Darstellung. 9

12 Veränderung zum Vorjahr in % Abteilung III: Verbraucherpreisindex (VPI) in Deutschland 7,0 6,0 5,0 4,0 3,0 2,0 1,0 0,4 0,0-1, Quelle: Statistisches Bundesamt; Eigene Darstellung. 10

13 1997M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M07 Monthly data (annual rate of change) in % Abteilung III: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) im EURO-Raum 5,0 All-items HICP Overall index excluding energy 4,0 3,0 2,0 0,9 1,0 0,2 0,0-1,0 Quelle: Eurostat; Eigene Darstellung. 11

14 1997M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M M07 Veränderung zum Vorjahr in % Abteilung III: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) im EURO-Raum 5,0 4,0 3,0 2,0 1,0 0,2 0,0-1,0 Quelle: Eurostat; Eigene Darstellung. 12

15 Jährliche Veränderungsrate des Jahresdurchschnitts in % Abteilung III: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) im EURO-Raum 3,5 3,3 3,0 2,5 2,1 2,3 2,2 2,1 2,1 2,2 2,2 2,1 2,7 2,5 2,0 1,5 1,6 1,4 1,1 1,0 0,5 0,3 0,4 0, ,0 Quelle: Eurostat; Eigene Darstellung. 13

16 Inflation und Inflationserwartungen im EURO-Raum Quelle: Deutsche Bundesbank. 14

17 Negative Realzinsen kein neues Phänomen Quelle: Deutsche Bundesbank (2014). 15

18 Thank you very much for your attention!

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