Universität Trier. FB IV Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. SS 2008 Veranstalterin: Dipl.-Wirt.-Inf. Ariane Gramm

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1 Universität Trier FB IV Wirtschafts- und Sozialwissenschaften SS 2008 Veranstalterin: Dipl.-Wirt.-Inf. Ariane Gramm Übung Wirtschaftsinformatik I Teil 2 Thema: Erläuterung der eepk Eingereicht am Eingereicht von Hai Ngoc Cu Christopher Guth Steffen Walter Matthias Gräf Daniel Müller

2 Inhaltsverzeichnis 1. Aufgabenstellung und Einführung... Fehler! Textmarke nicht definiert. 2. Definition... Fehler! Textmarke nicht definiert. 3. Elemente Anwendungsgebiete Beispiel als eepk... 3 Literaturverzeichnis... Fehler! Textmarke nicht definiert.

3 1. Aufgabenstellung und Einführung Worum handelt es sich bei einer eepk? Gehen Sie auf Ihre Anwendungsgebiete und Elemente ein. Formulieren Sie das folgende kurze Beispiel als eepk: In der Versandabteilung werden Bestellungen ausgeführt. Zunächst wird geprüft, ob die Ware auf Lager ist. Wenn nicht, wird sie nachbestellt und der Kunde benachrichtigt. Ansonsten wird die Ware dem Lager entnommen, verpackt und liegt zum Versand bereit. Sperrige Waren werden per Spedition geliefert, ansonsten werden die Pakete normal per Post verschickt. Vergessen Sie nicht die Benennung von Organisationseinheiten! 2. Definition Die eepk (erweiterte ereignisgesteuerte Prozesskette) ist eine der Methode der ARIS, der Architektur integrierter Informationssysteme. Das ARIS Konzept hilft dabei die Prozessmodellierung eines betrieblichen Informationssystems einfacher zu gestalten trägt dazu bei, dass dieses vollständig seinen Anforderungen vollständig gerecht wird. Die eepk stellt quasi den Standard für die Entwicklung von Prozessmodellen dar. Sie basiert auf der Petri-Netztheorie, einer formalen Methode zur Modellierung von Transformationsprozessen. Insgesamt kann man die eepk-methode auch als Variante des Bedingungs- und Ereignisnetzes sehen. Im Vergleich zu den Petri-Netzen besitzt die eepk jedoch keine so umfangreiche mathematisch-logische Fundierung und liefert ebenfalls noch keine hinreichenden Regeln für die Modellausführung. Die Verwendung der eepks konzentriert sich hauptsächlich auf die Darstellung von Geschäftsprozessen. Unter dem Strich kann die eepk als gerichteter Graph verstanden werden, der aus mehreren verschiedenen Elementen besteht. 1

4 3. Elemente Eines der Hauptelemente der eepk ist das Ereignis. Ein Ereignis (Darstellung gemäß Abbildung 1) bezeichnet das Eintreten eines neuen betriebsrelevanten Zustands, der den weiteren Ablauf des Geschäftsprozesses beeinflusst, allerdings besitzt das Ereignis selbst, keine Entscheidungskompetenz. Die Entscheidungskompetenzen über den weiteren Ablauf besitzen die sogenannten Funktionen. Ereignisse sind entweder Auslöser oder Ergebnisse jener Funktionen und verbrauchen weder Zeit noch Kosten. Als Funktionen (Abbildung 1) bezeichnet man die Aktivitäten die durch ein Ereignis ausgelöst wurden, um wiederum in einen weiteren Ereignis zu enden. "Auftrag annehmen" wäre beispielsweise eine Funktion, aus welcher das Ereignis, also der Zustand, "Auftrag angenommen" resultiert. Zusammenfassend kann man für die beiden Elemente sagen, dass Funktionen aktive Komponenten sind, und Ereignisse passive, welche den aktiven Komponenten zugeordnet werden. Durch die Zuordnung der Ereignisse zu Funktionen, die wiederum ein oder mehrere Ereignisse erzeugen können, erhält man einen zusammenhängenden Funktionsablauf. Weitere Elemente der eepk sind die sogenannten Verknüpfungsoperatoren, welche Funktion und Ereignis miteinander verbinden. Hierzu gehören die Antivalenz, die Disund die Konjunktion (Abbildung 1). Die Antivalenz, oft als "XOR" dargestellt, besagt, Abbildung 1: Quelle: 2

5 dass exakt nur einer der anschließend auftreten Fällte auftreten darf. In der Disjunktion ("OR") sind ein oder mehrere der folgenden Fälle denkbar, während bei der Konjunktion alle möglichen Fälle gleichzeitig auftreten müssen. Die Konjunktion wird meist als "AND" dargestellt. Ereignisse, Funktionen und Verknüpfungsoperatoren sind alles Elemente der normalen EPK. Die erweiterte EPK (eepk) beinhaltet zudem noch Informationsobjekte und Organisationseinheiten. Informationsobjekte sind die Daten, die Funktionen für ihre Ausführung benötigen (Input) und am Ende ihrer Ausführung erstellt haben (Output). Als Organisationseinheit (z.b. die Lagerverwaltung eines Systems) einer Funktion wird das Organ bezeichnet, welches die Funktion ausführt. Durch die Organisationseinheit wird zudem, die Gliederungsstruktur des betreffenden Unternehmens beschrieben. 4. Anwendungsbereiche Die Hauptanwendungsbereiche der eepk, die eine der Methode der ARIS (Architektur integrierter Informationssysteme) stellt, liegen wie bereits schon erwähnt vor allem im Bereich der Darstellung von Geschäftsprozessen. Des Weiteren findet die eepk Einsatz in der Prozessdokumentation von Softwareanbietern wie SAP, oder dient für die Erstellung von Prototypen bei der Softwareentwicklung. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Benutzung der eepk zur Definition und Kontrolle von sogenannten Workflows, den Verwaltungen von Arbeitsprozessen. 5. Beispiel als eepk In der Versandabteilung werden Bestellungen ausgeführt. Zunächst wird geprüft, ob die Ware auf Lager ist. Wenn nicht, wird sie nachbestellt und der Kunde benachrichtigt. Ansonsten wird die Ware dem Lager entnommen, verpackt und liegt zum Versand bereit. Sperrige Waren werden per Spedition geliefert, ansonsten werden die Pakete normal per Post verschickt. 3

6 eepk-modell: Bestellung eingegangen Lager Lagerbestand prüfen Lagerbestand XOR Ware im Lager vorhanden Ware nicht im Lager vorhanden AND Einkauf Ware bestellen Bestellung Ware bestellt Brief an Kunde Kundenbetreuung Kunden benachrichtigen Ware wird angenommen Bestellte Ware Waren angenommen Kunden benachrichtigt 4

7 Lager Ware verpacken Ware verpackt Versand Versandart prüfen XOR Versand per Post Versand per Spedition Versand Ware wird versendet Versendete Waren Ware versendet 5

8 Literaturverzeichnis Hans Robert Hansen/Gustaf Neumann: Wirtschaftsinformatik 1 - Grundlagen und Anwendungen, 9.Auflage Dr. Axel Kalenborn: ARIS, Stand: Informatik Universität Eichstätt Ingolstadt, Ereignisgesteuerte Prozessketten, Stand: Wiki der Fakultät Informatik-Wirtschaftsinformatik, Stichwort eepk, Stand

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