Arbeitsmarktökonomie

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1 Arbeitsmarktökonomie Arbeitsangebot Prof. Dr. Conny Wunsch 1 / 31

2 Überblick 1. Sozialleistungen 2. Kinderbetreuungskosten 3. Pendeln 4. Arbeitsangebot im Lebenszyklus 5. Arbeitsangebot im Haushaltskontext 2 / 31

3 Sozialleistungen 1. Arbeitslosenunterstützung: entfällt, sobald wieder gearbeitet wird 2. Sozialhilfe: bis zu einem bestimmten Einkommen wird die Unterstützung 1 : 1 gekürzt, danach entfällt sie ganz 3. Arbeitsanforderungen: nur Unterstützung, wenn mind. einige Stunden gearbeitet 4. proportionale Kürzung der Unterstützung bei Erwerbseinkommen 5. Arbeitsanreize zu Beginn und dann schrittweise Kürzung der Unterstützung 3 / 31

4 Wohlfahrtsfalle 4 / 31

5 Wohlfahrtsfalle (Ehrenberg/Smith 2014, S. 221) 5 / 31

6 Wohlfahrtsfalle (Ehrenberg/Smith 2014, S. 222) 6 / 31

7 Arbeitsanforderungen (Ehrenberg/Smith 2014, S. 224) 7 / 31

8 8 / 31

9 Earned Income Tax Credit (EITC) Saez, E. (2010): Do Tax Payers Bunch at Kink Points?, American Economic Journal: Economic Policy, 2, / 31

10 Earned Income Tax Credit (EITC) 10 / 31

11 Earned Income Tax Credit (EITC) 11 / 31

12 Earned Income Tax Credit (EITC) Saez, E. (2010): Do Tax Payers Bunch at Kink Points?, American Economic Journal: Economic Policy, 2, / 31

13 Kinderbetreuungskosten Fixkosten: unabhängig von der Anzahl der Arbeitsstunden Budgetgerade verschiebt sich parallel nach unten nur Einkommenseffekt Variable Kosten: Stundenlohn für Babysitter Nutzungsabhängige Krippen- oder Kindergartengebühren Budgetgerade dreht sich nach unten um den Ausstattungspunkt Einkommens- und Subsitutionseffekt 13 / 31

14 Subvention der Kinderbetreuung: Reduktion Stundenzahl 14 / 31

15 Subvention der Kinderbetreuung: Arbeitsaufnahme 15 / 31

16 Pendeln reduziert Zeitbudget, sobald Arbeit aufgenommen wird bereit zu einem niedrigeren Lohn zu arbeiten, wenn dafür kein Pendeln erforderlich Reservationslohn mit Pendeln höher als Reservationslohn ohne Pendeln Beispiel: Fahrzeit eine Stunde pro Weg = 2h insgesamt max(f) = 16, max(s) = 14 Lohn muss höher sein, damit Pendeln attraktiv 16 / 31

17 Pendeln 17 / 31

18 Arbeitsangebot im Lebenszyklus antizipierte Lohnänderungen über den Lebenszyklus intertemporale Substitution: dann arbeiten (extensiv) oder mehr arbeiten (intensiv), wenn Löhne höher (kein Einkommenseffekt) Einkommenseffekte spielen Rolle beim Vergleich von Personen mit unterschiedlichen Lohnniveaus über den gesamten Lebenszyklus 18 / 31

19 19 / 31

20 20 / 31

21 21 / 31

22 22 / 31

23 Ausscheiden aus dem Erwerbsleben Lebensnutzen: Lebenskonsum: R 1 U(C,R) = u(c(r)) a=0 ϕ a R 1 C(R) = a=0 β a w a + T a=r β a b(r) Optimalbedingung: U/ R U/ C = C (R) Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, wenn Grenzrate der Substitution zwischen Lebensarbeitszeit (Lebensfreizeit) und Lebenskonsum der Steigung der Lebensbudgetgerade entspricht 23 / 31

24 Ehrenberg/Smith 2014, S / 31

25 Arbeitsangebot im Haushaltskontext Nutzenfunktion: U = f(c,l f,l m ) = f(c,t h f,t h m ) Budgetrestriktion: C = w f h f + w m h m + V = w f (T L F ) + w m (T L m ) + V f... Frau m... Mann gemeinsame Nutzenfunktion und Haushaltsbudget 25 / 31

26 Arbeitsangebot im Haushaltskontext Optimalbedingungen: U/ L f U/ C = w f U/ L m U/ C = w m U/ L f U/ L m = w f w m individuelles Arbeitsangebot wie zuvor relatives Arbeitsangebot bestimmt vom relativen Lohnverhältnis 26 / 31

27 Arbeitsangebot im Haushaltskontext 27 / 31

28 Arbeitsangebot im Haushaltskontext 28 / 31

29 Arbeitsangebot im Haushaltskontext Nutzenfunktion: U = λ U f + (1 λ)u m = λ f(c,t h f ) + (1 λ)f(c,t h m ) Budgetrestriktion: C = w f h f + w m h m + V = w f (T L F ) + w m (T L m ) + V f... Frau m... Mann λ... Verhandlungsmacht der Frau gewichtetes Mittel der individuellen Nutzenfunktionen 29 / 31

30 Arbeitsangebot im Haushaltskontext Bütikofer, A. and M. Gerfin (2014): The economies of scale of living together and how they are shared: estimates based on a collective household model, Review of Economics of the Household, 12(2). 30 / 31

31 Arbeitsangebot im Haushaltskontext Gerfin, M. and R.E. Leu (2007): Evaluating the Cost-Effectiveness of In-Work Benefits: A Simulation Study for Switzerland, German Economic Review, 8(4), / 31

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