Reportage Aus Zwei wird Eins Als der Platz mit der Zeit zu eng wurde, beschloss die Familie, ihr Haus mit einen Anbau aus Massivholz zu vergrössern. Aus zwei Häusern wurde eines und zwar eines, das sich sehen lassen darf. Von Andrea Hurschler (Text) und Thomas Hämmerli (Fotos) _Haus und Wohnen 05 3_Haus und Wohnen 05
Foto gross) Das Grundstück ist jetzt optimal ausgenutzt. ) Der Anbau trägt das Herkunftszeichen «Schweizer Holz». ) Alter und neuer Trakt bilden ein harmonisches Ganzes. 3) Durch den Umbau konnte man im vertrauten Quartier bleiben. 4) Auch der Aussenbereich wird gut genutzt. 3 4 4_Haus und Wohnen 05 5_Haus und Wohnen 05
Foto gross) Fast wie draussen fühlt mach sich im Esszimmer (links). ) Die Lounge kann mit einer Verglasung geschlossen werden. ) Gedeckter Sitzplatz mit Aussenküche und Pizzaofen. 6_Haus und Wohnen 05 7_Haus und Wohnen 05
Foto gross) Die Küche liegt im alten Teil des Hauses. ) Für die Kinder ist der Pool das Highlight des Hauses. ) Die Galerie bietet Ausbaumöglichkeiten für später. 3) Das frühere Esszimmer wurde zum Wohnzimmer. 4) Alle schätzen die neue Geräumigkeit. 3 4 8_Haus und Wohnen 05 9_Haus und Wohnen 05
) Auf der Galerie ist Platz für ein weiteres Zimmer. ) Die Treppe und der ganze neue Hausteil sind mit rustikalen Eichenböden ausgelegt. 3) Eine geräumige Ankleide erleichtert den Alltag. 4+5) Das wohnliche Elternbad mit Mosaikwänden liegt gleich neben dem Schlafzimmer. 6) Ruhezone. 4 5 6 3 0_Haus und Wohnen 05 _Haus und Wohnen 05
+) Jedem Kind ein eigenes Zimmer, das war ein guter Grund für den Umbau. > «Wegen den engen Platzverhältnissen wollten wir ursprünglich wegziehen und neu bauen», erzählen die Bauherren, welche das erste Haus noch als kinderloses Paar bauten, inzwischen aber viermal Nachwuchs bekommen haben. «Doch irgendwie kamen wir nicht vom Quartier weg, so dass die Idee des Anbaus entstand», erzählen sie weiter. Als Inhaber des Architekturunternehmens Unica wusste der Bauherr schliesslich, was möglich war und inwieweit die Platzverhältnisse auf dem Grundstück ausgereizt werden können. Ökologischer Bau aus Schweizer Holz Und ausgereizt hat er das Grundstück. «Jeden Zentimeter haben wir genutzt, ja schon fast jeden Millimeter.» Nicht nur die vier Kinder sollten je ihr eigenes Zimmer bekommen, sondern auch die Eltern hatten gewisse Be dürfnisse. So war ihnen unter anderem der Aussenbereich sehr wichtig, ein Homeoffice für den Mann sollte Platz haben und der ökologische Gedanke durfte nicht zu kurz kommen. So sind 85 Prozent des Anbaus aus Schweizer Holz gebaut, das ganze Haus erhielt das Label «Herkunftszeichen Schweizer Holz» zugesprochen. Zwei Kompromisse mussten sie beim Anbau eingehen: Einerseits konnte der neue Teil im Obergeschoss nicht ebenerdig angebaut werden, so dass ein Tritt Neu und Alt trennt. Anderseits musste ein Teil des Rasens für den Umbau geopfert werden. Sitzplatz mit Aussenküche Doch wer die Umgebung sieht, glaubt den Bauherren schnell, dass dem fehlenden Rasen niemand nachtrauert. Besonderes Highlight für die Kinder ist natürlich der Pool. Die Eltern schwärmen stattdessen von der Lounge und dem Aussensitzplatz. Die Lounge kann mit einer nicht isolierten Verglasung geschlossen werden. Gedeckt ist auch der mit viel Naturstein ausgebaute Sitzplatz. Mit einer Aussenküche und einem Pizza ofen bildet er im Sommer den Lebensmittelpunkt. Dank der Überdachung kann die Familie auch bei Regenwetter draussen sein, im Gegenzug ist es an sehr heissen Tagen trotzdem noch erträglich. «Für uns ist der Aussenbereich sehr wertvoll, denn im Sommer sind wir oft draussen.» Galerie als Ausbaumöglichkeit Fast wie draussen fühlt man sich aber auch im Esszimmer, das auf drei Seiten von rahmenlosen Fenstern umgeben ist und an die offene Küche grenzt. Die Küche, die im alten Teil des Hauses liegt, wurde leicht umgebaut und aus dem früheren Esszimmer wurde das heutige Wohnzimmer. Im Obergeschoss, wo alle Zimmer sowie das Homeoffice sind, bildet ein Hauswirtschaftsraum den Übergang vom alten in den neuen Bereich. Die Galerie kann zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen und zu einem zusätzlichen Zimmer umgebaut werden, denn noch teilen sich die zwei Kleinsten ein Zimmer. Das Elternschlafzimmer hat, wie der ganze neue Hausteil einen Parkettboden aus gedämpfter rustikaler Eiche. Besonders grosszügig gehalten wurde die dazugehörende Ankleide. Zusätzlich zum bestehenden Bad kam das mit Mosaik verkleidete Elternbad. Die Qualitäten dieses wohnlich eingerichteten Bades haben auch die Kinder entdeckt: «Sie haben es inzwischen schon in Beschlag genommen», lacht die Bauherrin. Nicht nur optisch haben sich die zwei Bauten also gut aneinandergefügt, auch das familiäre Leben verteilt sich selbstverständlich darüber: Aus Zwei wurde Eins. < Inserat / _Haus und Wohnen 05 3_Haus und Wohnen 05
85.5 m Reportage Aus Zwei wird Eins Erdgeschoss Obergeschoss - Konstruktion Massivholz-Wände, Fundament bestehende Garage aus Beton, Aussenwände: Holzschalung Lärche, hinterlüftet, Wärmedämmung 4 cm, Massivholz-Mauer 0,5 cm, Gipsplatte, Abrieb 0,7 mm. Innenwände: Massivholzwand, Gipsplatte, Abrieb. Bodenaufbau: Wärmedämmung, Unterlagsboden mit Bodenheizung. Dach Flachdach mit Gefällsisolation, Extensivbegrünung. Innenausbau Bodenbeläge: Parkett, Nasszelle Gussbelag. Wandbeläge: Zimmer Abrieb 0,7 cm/tapete, Nasszelle Mosaik Bisazza. Fenster: Holz/Metall. Haustechnik Wärmepumpe aus bestehendem Haus. Inserat / Allgemeine Angaben Bruttogeschossfläche Anbau 08 m² Baujahr 04 Bauzeit 7 Monate Architektur Unica Architektur AG Christian Meyer 456 Biberist Tel. 03 675 69 6 www.unica.ch Andere wichtige Unternehmen Holzbau: Haudenschild AG, Niederbipp «Wir sind der erfahrene Partner im Massivholzbau. Lassen Sie sich von uns begeistern.» Aus der Website des Architekturunternehmens www.unica.ch 4_Haus und Wohnen 05 5_Haus und Wohnen 05