MOTIVATION UND LEISTUNG
INHALT 1. Was ist Motivation 2. Wie kann Motivation gefördert werden 3. Tätigkeiten & Aufgaben motivierend gestalten 4. Ziele setzen und Motivation erhöhen 5. Erfolg und Misserfolg 6. Sie als Berufsbildende können motivieren 7. Was die Motivation mindern kann 2
WAS IST MOTIVATION (1) Diskutieren Sie in Kleingruppen was Sie unter Motivation verstehen (5 ) Quelle: www.paradisi.de Quelle: www.iis.fraunhofer.de 3
SIE DÜRFEN DIE DISKUSSION BEENDEN 4
WAS IST MOTIVATION (2) Motivation gibt Antwort auf die Frage Warum, bzw. Wozu des menschlichen Verhaltens Motivation erklärt die Richtung, Intensität und Ausdauer menschlichen Verhaltens Richtung: Entscheidung für ein bestimmtes Verhalten Intensität: betrifft die aufgewendete Energie Ausdauer: beschreibt die Hartnäckigkeit, mit der ein Ziel verfolgt wird 5
WAS IST MOTIVATION (3) Sind nicht beide Lernenden hoch motiviert? (Richtung, Intensität, Ausdauer) Quelle: www.paradisi.de Quelle: www.iis.fraunhofer.de 6
WAS IST MOTIVATION (4) Was Sie als Berufsbildende gerne möchten ist eine hohe Arbeitsmotivation bei den Lernenden Es lohnt sich, in die Motivation zu investieren, denn Die Produktion steigt Das Arbeitsergebnis ist besser Die Arbeitszufriedenheit ist grösser 7
WAS IST MOTIVATION (5) Wie lässt sich also die Motivation der Lernenden im Betrieb erhöhen? Motivation Blick auf die Mitarbeitenden (Lernende) Blick auf die (Arbeits)situation 8
WAS IST MOTIVATION MIT BLICK AUF MITARBEITENDE (LERNENDE) (6) Überdauernde Vorlieben (Handlungsziele) einer Person werden Motive genannt Macht: wichtig, sich in der Beeinflussung anderer Menschen wichtig und stark zu fühlen Leistung: wichtig, sich beim Lösen schwieriger Aufgaben immer wieder als kompetent und tüchtig zu erleben Sozialer Anschluss: wichtig, von anderen gemocht zu werden 9
WAS IST MOTIVATION MIT BLICK AUF DIE SITUATION (7) Anreize können Motive anregen Welche Anreize im Betrieb wirken und welche Auswirkungen haben sie? Kontextfaktoren: Gehalt, Führung durch den Vorgesetzten, Arbeitsbedingungen, Sicherheit Kontentfaktoren: Anerkennung, Verantwortung übernehmen, Gefühl, sich bei der Arbeit entfalten zu können 10
WAS IST MOTIVATION (8) MOTIVATION Persönlichkeitsmerkmale Situationsmerkmale Motive 11
WIE KANN MOTIVATION GEFÖRDERT WERDEN? Die Tätigkeiten und Aufgaben können motivierend gestaltet werden Ziele erhöhen die Motivation und verbessern die Leistung 12
TÄTIGKEITEN & AUFGABEN MOTIVIEREND GESTALTEN (1) 5 Tätigkeitsmerkmale Anforderungsvielfalt Ganzheitlichkeit Bedeutsamkeit Autonomie Rückmeldung 13
TÄTIGKEITEN & AUFGABEN MOTIVIEREND GESTALTEN (2) Auswirkungen dieser Tätigkeitsmerkmale sind: Hohe Arbeitszufriedenheit Intrinsische Arbeitsmotivation Qualität der Arbeitsleistung Weniger Abwesenheit und Fluktuation 14
TÄTIGKEITEN & AUFGABEN MOTIVIEREND GESTALTEN (3) (5 ) Überlegen Sie sich, wie Sie in Ihrem Betrieb die Aufgaben und Tätigkeiten gestalten. Gibt es möglicherweise Aufgaben und Tätigkeiten, bei denen Sie einige der Merkmale bereits berücksichtigen? Ganzheitlichkeit Rückmeldung Aufgabe Anforderungsvielfalt Autonomie Bedeutsamkeit 15
SIE DÜRFEN DIE DISKUSSION BEENDEN 16
ZIELE SETZEN UND MOTIVATION ERHÖHEN (1) Schwierige, herausfordernde Ziele führen zu besseren Leistungen als mittlere oder leicht zu erreichende. Präzise und spezifische Ziele führen zu besseren Leistungen als allgemeine, vage Ziele. 17
ZIELE SETZEN UND MOTIVATION ERHÖHEN (2) Beispiele: Ziel 1: Geben Sie ihr Bestes! Ziel 2: Erledigen Sie diese Aufgabe! Ziel 3: Packen Sie in den nächsten 15 Minuten 20 Briefe ein. Ziel 4: Stellen Sie in den nächsten 2 Tagen die Rechnungen für die Bestellungen der Firma XY zusammen. 18
ZIELE SETZEN UND MOTIVATION ERHÖHEN (3) Damit die verbesserte Leistung auch eintritt, müssen folgende Rahmenbedingungen gegeben sein: Zielbindung Selbstwirksamkeit Rückmeldung Komplexität der Arbeitsaufgabe 19
ERFOLG UND MISSERFOLG (1) Wie sich Erfolg und Misserfolg auswirken, hängt davon ab, welche Ursachen man für das eigene Abschneiden verantwortlich macht (Zuschreibung) Die Zuschreibungen sind unterschiedlich 20
ERFOLG UND MISSERFOLG (2) 21
ERFOLG UND MISSERFOLG (3) Auch Berufsbildende beurteilen Lernende Vorurteile können dazu führen, dass Berufsbildende die Gründe für Misserfolg bei den Lernenden suchen Urteilen Sie nicht zu schnell Holen Sie sich u.u. weitere Informationen oder suchen Sie das Gespräch 22
SIE ALS BERUFSBILDENDE KÖNNEN MOTIVIEREN (1) (5 ) Sehen Sie sich die folgenden Videosequenzen an Welche Faktoren wirken auf Sie motivierend? Welche Faktoren wirken auf Sie eher demotivierend? Erinnern Sie sich an Ihre Ausbildungszeit. Hatten Sie eine(n) motivierende(n) Berufsbildner/in? Wenn ja, was zeichnete ihn/sie aus? Wenn nein, weshalb wirkte er/sie auf Sie demotivierend? 23
SIE ALS BERUFSBILDENDE KÖNNEN MOTIVIEREN (2) Video 1 https://youtu.be/i-fle9n45l0 Video 2 https://youtu.be/fvxpz_1d4qa 24
SIE DÜRFEN DIE DISKUSSION BEENDEN 25
WAS DIE MOTIVATION MINDERN KANN BESONDERHEIT JUGENDALTER (1) Adoleszenz beginnt mit dem Einsetzen der Pubertät (i.d.r. zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr und dauert bis 20 oder länger) Körperliche sichtbare Veränderungen Selbstwert 26
WAS DIE MOTIVATION MINDERN KANN BESONDERHEIT JUGENDALTER (2) Entwicklungsaufgaben (Beispiele) Aufbau intimer Beziehungen Entwicklung einer Identität Aufbau einer Zukunftsperspektive Autonomie Normative Entwicklungsaufgaben sind besser zu bewältigen, da sie vorhersehbar sind Kritische Lebensereignisse sind schwerer zu bewältigen (Tod, Scheidung, ) 27
DIE ZEIT DER AUSBILDUNG IST EINE HERAUSFORDERUNG für die Lernenden, aber auch für Sie als Berufsbildende! 28
NEHMEN SIE FOLGENDES MIT NACH HAUSE Motivation zu verstehen ist komplex Es gibt viele Gründe für Motivation und Demotivation Motivation hat Einfluss auf die Leistung Up s und Down s gehören in der Ausbildung dazu Beobachten Sie über längere Zeit ein (verändertes) Verhalten, welches Sie beunruhigt, suchen Sie möglichst frühzeitig das Gespräch 29
BESTEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT. FRAGEN? 30
LITERATUR Aamodt, S., & Wang, S. (2012). Welcome to your child s brain. Die Entwicklung des kindlichen Gehirns von der Zeugung bis zur Reifung. München: Verlag C.H. Beck ohg. Flammer, A., & Alsaker, F.D. (2002). Entwicklungspsychologie der Adoleszenz. Die Erschliessung innerer und äusserer Welten im Jugendalter. 1. Auflage. Bern: Verlag Hans Huber. Gesundheitsförderung Schweiz. www. Companion-web.ch. Nerdinger, W.F., Blickle, G., & Schaper, N. (2014). Arbeits- und Organisationspsychologie. 3. Auflage. Heidelberg: Springer. Rheinberg, F. (2002). Motivation. 4. überarbeitete Auflage. Stuttgart: W. Kohlhammer GmbH. 31