Fachliche Anforderungen an Interne Auditor/-innen

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1 Geltungsbereich und Ziele Die Regelungen und Hinweise in diesem Dokument gelten für den Bereich der Zertifizierung von Internen Auditoren Grundlage der Zertifizierungen ist die Erfüllung der fachlichen Anforderungen, die von ZertSozial erarbeitet wurden und die sich wiederum an QM-Konzepten und QM-Modellen und insbesondere den Vorgaben der ISO 19011, der ISO 9001 und der Trägergemeinschaft für Akkreditierung (TGA) vom orientieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrgänge und Weiterbildungen sollen mit diesen fachlichen Anforderungen eine Orientierung für ihr persönliches Lernen zu erhalten. Qualitätsexperten sollen in der Lage sein, den Qualitätskreis des Plan-Do-Check-Act wirkungsvoll zu erfüllen. Ziel des Zertifizierungssystems von ZertSozial ist daher, den Qualitätsexpert/inn/en ein Zertifikat zu verleihen, das ihre Kompetenzen bei der Gestaltung von QM-Systemen und ihre Qualifikation im QM-System einer Organisation bestätigt. Die fachlichen Anforderungen im Überblick Kriterium Ausbildung Gesamte Arbeitserfahrung Arbeitserfahrung auf dem Gebiet Qualitätsmanagement Theoretische Kenntnisse durch Fort- und Weiterbildung, Lehrgänge oder Schulung Auditerfahrung Interne nterne/r r Auditor/in Qualifizierter Berufs- oder Hochschulabschluss 2 Jahre Wenigstens 1 Jahr der gesamten 2 Jahre 64 UE Qualitätsmanagement 16 UE Qualitätsverbesserung 24 UE Qualitätsaudit Gesamt: 13 U-Tage 1 vollständiges Systemaudit und mindestens Tage (in der Regel 40 Zeitstunden) Auditerfahrung als auszubildender Interner Auditor. Das Audit soll innerhalb der letzten zwei Jahre abgeschlossen worden sein. Kennen und Verstehen Von Qualitätsbeauftragten werden Kenntnis und Verständnis der jeweiligen fachlichen Anforderungen erwartet. Kennen heißt: Über theoretische Kenntnisse verfügen und diese erläutern können Verstehen heißt: Theoretische Kenntnisse in verschiedenen Praxissituationen anwenden können; Voraussetzung für das "Verstehen" ist das "Kennen" Es ist ausreichend, wenn die Inhalte von z.b. Normen sinngemäß wiedergegeben und anwendungsspezifisch interpretiert werden können. Normentexte sollen nicht auswendig gelernt werden IntA-Fachliche Anforderungen.doc (November 2009) Seite 1 von

2 1. Qualitätsmanagement Grundlagen: ISO 9000:2000, ISO 9001:2008, ISO 9004:2000 ISO 19011:2002, Normenreihe IS= und Hinweise: Die Prüfungsinhalte zum Themenblock Qualitätsmanagement beziehen sich im Schwerpunkt auf die Anforderungen der ISO 9001:2000 sowie auf wesentliche Aussagen der ISO 9000:2000. Dabei ist es wichtig, dass die PrüfungsteilnehmerInnen ein Verständnis für den Umgang mit den Anforderungen der Norm besitzen; zu berücksichtigen sind hierbei auch die Aussagen und Beispiele aus ISO 9004:2000. Nachfolgend sind die Schwerpunkte innerhalb dieses Themenblocks aufgeführt: ISO 9000:2008 Grundsätze des Qualitätsmanagements (Abs. 0.2) Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme (Abs. 2.2) Ansatz für Qualitätsmanagementsysteme (Abs. 2.3) Prozessorientierter Ansatz (Abs. 2.4) Qualitätspolitik und Qualitätsziele (Abs. 2.) Rolle der obersten Leitung im Qualitätsmanagementsystem (Abs. 2.6) Nutzen der Dokumentation (Abs ) Arten der in Qualitätsmanagement verwendeten Dokumente (Abs ) Beurteilen von Prozessen im Qualitätsmanagementsystem (Abs ) Ständige Verbesserung (Abs. 2.9) Qualitätsmanagementsysteme und andere Schwerpunkte von Managementsystemen (Abs. 2.11) Beziehungen zwischen Qualitätsmanagementsystemen und Exzellenzmodellen (Abs. 2.12) Begriffe (Abs. 3) Grundlagen Umfassendes Qualitätsmanagement (TQM) Anwendung der Qualitätsmanagementgrundsätze aus ISO 9004:2000 (Abs. 4.3) Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien gemäß ISO 9004:2000 (Abs..2) Ziele und Struktur des EFQM-Modells Befähiger- und Ergebniskriterien des EFQM-Modells IntA-Fachliche Anforderungen.doc (November 2009) Seite 2 von

3 ISO 9001:2008 Die Anforderungen aus ISO 9001:2000 bilden eine wesentliche Basis für die Qualifizierungsprüfung. Kennen und Verstehen dieser Normanforderungen stellen eine Grundvoraussetzung für die Qualifizierungsprüfung dar. Kenntnis und Verständnis zu den Kernaussagen der einzelnen Unterkapitel werden ohne Verwendung von Hilfsmitteln vorausgesetzt. 4. Qualitätsmanagement 4.1 Allgemeine Anforderungen 4.2 Dokumentationsanforderungen. Verantwortung der Leitung.1 Verpflichtung der Leitung.2 Kundenorientierung.3 Qualitätspolitik.4 Planung. Verantwortung, Befugnis und Kommunikation.6 Managementbewertung 6 Management von Ressourcen 6.1 Bereitstellung von Ressourcen 6.2 Personelle Ressourcen 6.3 Infrastruktur 6.4 Arbeitsumgebung 7. Produkt- / Dienstleistungsrealisierung 7.1 Planung der Produktrealisierung (Dienstleistungserbringung) 7.2 Kundenbezogene Prozesse 7.3 Entwicklung 7.4 Beschaffung 7. Produktion und Dienstleistungserbringung 7.6 Lenkung von Überwachungs- und Messmitteln 8. Messung, Analyse und Verbesserung 8.1 Allgemeines 8.2 Überwachung und Messung 8.3 Lenkung fehlerhafter Produkte (Dienstleistungen) 8.4 Datenanalyse 8. Verbesserung ISO 9004:2000 sowie ISO 9000:2000 sind kein wesentlicher Bestandteil der Prüfung. Diese sollte von den TeilnehmerInnen zur Vorbereitung auf die Prüfung herangezogen werden, da sie u.a. wichtige Anregungen und Interpretationen zur Umsetzung der Anforderungen aus ISO 9001 beinhalten und entscheidend für das Verständnis zum Thema Qualitätsmanagement und Qualitätsverbesserung sind IntA-Fachliche Anforderungen.doc (November 2009) Seite 3 von

4 2. Qualitätsverbesserung Grundlagen: Methoden Qualitätssicherung / -verbesserung Nachfolgend sind die Schwerpunkte innerhalb dieses Themenblocks aufgeführt: Grundlagen Qualitätsverbesserung Grundlagen Qualitätsverbesserung Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen Funktion der obersten Leitung Qualitätsverbesserungsprojekte Methoden zur Qualitätsverbesserung Werkzeuge für nicht-numerische Daten Brainstorming Verwandtschaftsdiagramm Baumdiagramm Ursachen- und Wirkungsdiagramm Paarweiser Vergleich Portfolio Matrixdiagramm (nur L-Matrix) Benchmarking (Prinzip) Flussdiagramm Werkzeuge für numerische Daten Radardiagramm Fehlersammelkarte Kreis-/Kuchendiagramm Pareto-Diagramm (Prinzip) Korrelationsdiagramm Verlaufsdiagramm Histogramm 3. Qualitätsaudits Grundlagen: ISO 19011:2002 Hinweise: Bei diesem Themenblock werden Verständnis und umfassende Kenntnis zu den nachfolgenden Themen vorausgesetzt: Auditprinzipien (Abs. 4) Management eines Auditprogramms (Abs. ) Audittätigkeiten (Abs. 6) Qualifikation und Bewertung von Auditoren (Abs. 7) 4. Akkreditierung und Zertifizierung Hinsichtlich der Themen Akkreditierung von Zertifizierungsstellen und Zertifizierungsverfahren für Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9001 werden nur Grundkenntnisse gefordert IntA-Fachliche Anforderungen.doc (November 2009) Seite 4 von

5 Anforderungen an die Auditdokumentation Die nachfolgenden Punkte sind bei der Erstellung der Auditdokumentation zu beachten. Inhalte Auditplan Auditziele Auditkriterien sowie relevante Referenzdokumente Auditumfang inkl. Angaben bzgl. der zu auditierenden Organisations-bzw. Funktionseinheiten und Prozesse Termine, Orte, Zeitpunkt und Dauer der Auditdurchführung vor Ort Zeitpunkt und Dauer der Besprechungen mit der Leitung der zu auditierenden Organisation Zeitpunkt und Dauer der Abstimmungsbesprechungen des Auditteams Rollen und Verantwortlichkeiten der Mitglieder des Auditteams sowie ggf. der Begleitpersonen Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen für besonders wichtige Teile des Audits Benennung des/der für das Audit verantwortlichen Ansprechpartner der zu auditierenden Organisation Sprache der Auditdurchführung und der Berichterstellung, falls erforderlich Inhalte/Themen des Auditberichts Ggf. erforderliche logistische Vorkehrungen [z.b. Reise, Einrichtungen vor Ort) Hinweis auf Vertraulichkeit Verweis auf mögliche Auditfolgemaßnahmen Prüfung und Freigabe durch den Auditauftraggeber Inhalte Auditprotokoll unter Verwendung der Arbeitsdokumente (z.b. Checklisten, Formulare) aufgezeichnete Auditnachweise klar und präzise dokumentierte und durch Nachweise belegte Auditfeststellungen, die auf Konformität mit oder Abweichungen von Auditkriterien bzw. auf Schwachstellen und Verbesserungspotenziale hinweisen Inhalte Auditbericht Zielsetzung des Audits Auditumfang inkl. Angaben bzgl. der auditierten Organisafions-/Funktionseinheiten und Prozesse sowie die Angabe des betrachteten Zeitraums Benennung des Auditauftraggebers Benennung des Leiters und der Mitglieder des Auditteams Termine und Orte der Audittätigkeiten vor Ort Auditkriterien Auditfeststellungen Auditschlussfolgerungen Empfehlungen für Verbesserungen, falls in den Auditzielen vorgesehen Vereinbarte Folgemaßnahmen, falls relevant Hinweis auf Vertraulichkeit Verteilerliste für den Auditbericht Bestätigung, dass die Auditziele innerhalb des Auditumfangs in Übereinstimmung mit dem Audifplan erreicht wurden, falls relevant Abweichungen gegenüber dem Auditplan (z.b. nicht auditierfe Bereiche oder sonstige Abweichungen gegenüber dem geplanten Auditumfang), falls relevant nicht beigelegte Meinungsverschiedenheiten zwischen Auditteam und auditierter Organisation, falls relevant Verweis bzw. Einzelheiten des Auditplans, falls erforderlich Liste der verantwortlichen Ansprechpartner der auditierten Organisation, falls erforderlich Zusammenfassung des Auditprozesses und Aufzeigen von Unsicherheiten bzw. aufgetretenen Hindernissen, die das Vertrauen in die Auditschlussfolgerungen verringern könnten, falls erforderlich IntA-Fachliche Anforderungen.doc (November 2009) Seite von

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