20. August 2015 WOCHENBAROMETER MARKTBERICHT VOLKSWIRTSCHAFT. Höhenangst

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1 MARKTBERICHT VOLKSWIRTSCHAFT WOCHENBAROMETER 20. August 2015 Höhenangst Es ist kaum eine Woche her, da hat China die internationalen Finanzmärkte mit der überraschenden Abwertung des Yuan in Turbulenzen gestürzt. Insbesondere die Aktienmärkte reagierten mit heftigen Verlusten. Zwar haben sich inzwischen die Wogen wieder geglättet, aber die Angst ist geblieben. Gründe dafür gibt es genug unter anderem die Überbewertung der Aktienmärkte. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise haben die Notenbanken durch die Öffnung der Geldschleusen die Aktienmärkte mit Liquidität überflutet. Angesichts historisch niedriger Zinsen blieb den Anlegern, die höhere Renditen erwirtschaften wollten, keine Wahl. Sie mussten ihr Geld in Dividendentiteln anlegen und trieben die Kurse in schwindelerregende Höhen. Allein der DAX kletterte von Anfang Januar bis Mitte April um mehr 25% auf über Punkte. Doch auf diesem hohen Niveau wird es für die Unternehmen immer schwieriger, den Gewinnerwartungen der Märkte gerecht zu werden. Die Sorgen der Investoren kommen nicht von ungefähr. Die globale Konjunktur wächst langsamer als erwartet. Sie wird wohl vorerst nicht mehr die Dynamik der Vorkrisenjahre entfalten können. Das liegt vor allem an China. Der über viele Jahre verlässliche Motor der Weltwirtschaft ist ins Stottern geraten und hat deutlich an Schwungkraft verloren. Aufgrund der schwächeren Konjunkturdaten nimmt nun die Skepsis gegenüber der Erreichbarkeit des offiziellen Wachstumsziels von 7,0% zu. Derzeit leiden die wichtigsten Rohstofflieferanten Chinas unter der stark gesunkenen Nachfrage. Hinzu kommt, dass dadurch nicht nur Preise von Eisen, Kohle oder Öl, sondern auch von vielen anderen Rohstoffen unter Druck geraten sind. Betroffen sind dadurch vor allem Schwellenländer wie Brasilien oder Russland, die besonders von Rohstoffexporten abhängig sind. Leidtragende sind ebenfalls die asiatischen Nachbarn, die wie Japan stark von der Entwicklung in China abhängig sind. Dennoch ist die Wachstumsschwäche von China und der gesamten Weltwirtschaft nur ein Grund von vielen für die Sorgen der Investoren. Nach Jahren immer weiter sinkender Anleiherenditen dürften die Zeiten niedriger Zinsen zu Ende gehen. Die baldige Leitzinswende in den USA wird nur der erste Schritt eines voraussichtlich langsamen Anpassungsprozesses sein. Das bleibt nicht ohne Folgen. Denn sichere Anlagen wie Staatsanleihen werden attraktiver. Gleichzeitig verlieren die Aktien ihren Glanz. Betroffen sind vor allem Unternehmen, deren globale Wachstumsstory erste Risse bekommen hat. Bestes Beispiel dafür sind die deutschen Automobilhersteller, die im Sommer in China kräftige Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Kein Wunder, dass jetzt bei den Investoren die Höhenangst grassiert. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 1

2 Rentenmärkte China verunsichert weiter die Märkte. Gewinner sind erneut Bundes- und US-Staatsanleihen. Deren Zinsen bleiben wegen der Nachfrage der risikoscheuen Anleger im Keller. Nach wie vor bewegt die Angst vor einer stärkeren Abkühlung der chinesischen Konjunktur die Finanzmärkte. Besonders verunsichert sind die Aktienmärkte (siehe Kommentar Seite 1). Sie stehen weiterhin unter Druck und treiben die Anlagegelder in die sicheren Häfen. Deshalb wurden erneut Bundesanleihen und US- Treasuries stark nachgefragt. Deren Renditen fielen im zehnjährigen Laufzeitsegment auf 0,60% bzw. 2,11%. Die Vorsicht der Investoren dürfte vorerst anhalten und einem Zinsanstieg vorerst entgegenstehen. USA: Staatsanleiherendite 10J. Laufzeit (in Prozent, p.a.) In der Eurozone haben das griechische Parlament und die Eurofinanzminister dem dritten Hilfspaket für Griechenland zugestimmt. Auch die deutschen und holländischen Parlamentarier gaben grünes Licht. So konnte die erste Kreditrate von 26 Mrd. Euro freigegeben werden. Unklar ist nach wie vor, ob sich der IWF, der bis zuletzt auf einem Schuldenschnitt beharrte, beteiligen wird. Indes verläuft die konjunkturelle Erholung in der Eurozone ungleichmäßig und weniger dynamisch als erwartet, wie es schon vergangene Woche an den Daten der Industrieproduktion abzulesen war. Das BIP stieg zwar im zweiten Quartal um 0,3% qoq, konnte aber die Prognosen (0,4%) nicht erfüllen. Enttäuscht hat vor allem Frankreich mit einer Nullnummer, aber Deutschland blieb ebenfalls mit einem Plus von 0,4% etwas hinter den Erwartungen (0,5%) zurück. In den nächsten Tagen werden die vorlaufenden Indikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und die gesamte Eurozone und der ifo-geschäftsklimaindex zeigen, ob die Wirtschaft der Eurozone wieder etwas mehr Fahrt aufnehmen wird. Deutlich besser sieht es in den Vereinigten Staaten aus. Die Industrieproduktion legte im Juli deutlicher als erwartet um 0,6% mom zu, allerdings nicht zuletzt aufgrund der Abwärtsrevision des Vormonatswertes. Das auf hohem Niveau etwas nachgebende Verbrauchervertrauen der Uni Michigan konnte das gute Konjunkturbild nicht trüben. Der Anstieg des NAHB Housing Market Index bestätigte den Aufwärtstrend am Immobilienmarkt. Die Verbraucherpreisdaten wiesen im Juli wenig Bewegung auf. Die Inflationsrate kletterte lediglich von 0,1 auf 0,2%. Die Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) verharrte bei 1,8%. Obwohl damit das offizielle Inflationsziel der Fed von 2,0% nur knapp verfehlt wird, lassen dennoch die Spekulationen über eine Verschiebung der Leitzinserhöhung von diesem ins nächste Jahr nicht nach. Die jüngsten Minutes (Protokoll der Fed-Sitzung) beinhalten allerdings keine Indizien dafür. Wir gehen nach wie vor von einem Zinsschritt im kommenden Monat aus. Für eine frühzeitige Straffung der Geldpolitik sollten nächste Woche positive Daten des S&P/Case-Shiller Hauspreisindex und die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter sprechen. Deutschland: Staatsanleiherendite 10J. Laufzeit (in Prozent, p.a.) Wochenveränderung der Peripheriespreads gegenüber Bundesanleihen* (aktuelle Spreads in Klammern) Frankreich (34 bp) Belgien (35 bp) Irland (67 bp) Italien (119 bp) Spanien (137 bp) Portugal (187 bp) *Differenz generischer 10-J.-Renditen in Basispunkten Zinsstrukturkurven (oben: aktuelle Renditekurven von Bundesanleihen und US-Treasuries unten: jeweilige Renditeveränderung der Laufzeiten seit 13. August) in % Eine längerfristige Betrachtung der Rentenmärkte finden Sie in unserer monatlich erscheinenden Publikation Rententrends. Aus Sicht eines Euro-Investors können die Renditen ausländischer Anleihen wie US-Staatsanleihen infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Berichtswoche Beginn: , 08:00 Uhr Ende: , 10:00 Uhr in bp Deutschland USA HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 2

3 Devisenmärkte Der Euro behauptet sich gegenüber dem US-Dollar. Obwohl die Konjunktur in den USA besser läuft, stützen Spekulationen auf eine Verschiebung der Leitzinserhöhung der Fed den Euro. Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich in der Berichtswoche per Saldo wenig verändert. Aktueller Kurs ist 1,114. Dabei zeigte sich der Greenback von seiner starken Seite. Ursachen waren gute Wirtschaftsdaten aus den USA (wie die Industrieproduktion) und die enttäuschenden BIP-Zahlen aus der Eurozone. Zuletzt schickten die Märkte den Dollar wieder in den Keller, weil das aktuelle Fed-Protokoll auf klare Signale in Sachen Leitzinswende verzichtete. Nächste Woche rechnen wir mit guten Konjunkturmeldungen aus den USA und der Eurozone. Deshalb dürfte EUR/USD kurzfristig in einer Bandbreite zwischen 1,105 und 1,115 seitwärts tendieren. EUR/GBP veränderte sich ebenfalls wenig und rangiert momentan bei 0,71. Rückenwind erhielt der Sterling von den enttäuschenden BIP-Zahlen aus Frankreich und den britischen Inflationsdaten. Der Rückgang der Verbraucherpreise fiel mit 0,2% zwar etwas niedriger aus als erwartet (Konsens 0,3%), allerdings überraschte die britische Kerninflation mit einem Plus von 1,2%. Sie lag deutlich über dem prognostizierten Anstieg von 0,6%. Das im Inflationsbericht der Bank of England ausgewiesene Zielinflationsniveau von 2,0% wird damit greifbarer, und die Argumente für eine Zinswende in Großbritannien gewinnen an Gewicht. Aus diesem Grund sehen wir EUR/GBP in den nächsten Tagen mit Abwärtspotenzial in Richtung 0,70. USD/JPY trat in der Berichtsperiode auf der Stelle und notiert derzeit bei 124,0. Zunächst belasteten schwache Konjunkturdaten aus Japan den Yen. Die japanische Wirtschaft schloss das zweite Quartal 2015 mit einem Minus von 0,4% wie erwartet (Konsens -0,5 %) schlecht ab. Der Einbruch der Exporte um 4,4% und der Rückgang des privaten Konsums trüben die Perspektiven ein. Gerade die Erwartungen an den privaten Konsum als Wachstumsmotor der japanischen Wirtschaft sind hoch gewesen. Nun werden die Rufe nach einem neuen Konjunkturpaket im Herbst 2015 immer lauter. Die Spekulation auf eine Verschiebung der Leitzinswende in den USA half dann dem Yen doch noch, den verlorenen Boden wieder gutzumachen. Anhaltend erfreuliche Konjunkturmeldungen aus den USA sollten jedoch schon in der kommenden Woche den Yen wieder belasten. Wir gehen aus diesem Grund bei USD/JPY wieder von Kursen jenseits der Marke von 124,5 aus. EUR/USD EUR/GBP 0,720 0,715 0,710 0,705 0,700 USD/JPY 124,5 124,0 123,5 EUR/CHF 1,090 1,080 Wechselkursbewegungen gegenüber dem EUR (Veränderungen seit dem Handelsbeginn 13. August) TRY RUB ZAR NOK CAD CHF SEK NZD PLN SGD 1,070 Eine längerfristige Betrachtung der Devisenmärkte finden Sie in unserer monatlich erscheinenden Publikation Rententrends. Berichtswoche Beginn: , 08:00 Uhr Ende: , 10:00 Uhr -8.0% -7.0% -6.0% -5.0% -4.0% -3.0% -2.0% -1.0% 0.0% 1.0% 2.0% HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 3

4 Kalender für die kommende Woche letzter Konsens- Zeit Land Veröffentlichung Zeitraum schätzung Wert Freitag, 21. August Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE GfK Konsumklima Sep :00 FR PMI verarbeitendes Gewerbe Aug 15 k.a :00 FR PMI Dienstleistungen Aug 15 k.a :30 GE PMI verarbeitendes Gewerbe Aug :30 GE PMI Dienstleistungen Aug :00 EC PMI verarbeitendes Gewerbe Aug :00 EC PMI Dienstleistungen Aug :00 EC Verbrauchervertrauensindex Aug Konjunkturdaten UK 10:30 UK Nettoverschuldung öff. Sektor (in Mrd. GBP) Jul Konjunkturdaten Schweiz 09:00 CH M3 Geldmengenwachstum (J/J, in %) Jul 15 k.a Redetermine 02:20 USA Fed-Redner: Kocherlakota Montag, 24. August Konjunkturdaten Eurozone 00:00 GE Importpreisindex Jul 15 k.a. / k.a / -1.4 Redetermine 21:55 USA Fed-Redner: Lockhart Dienstag, 25. August Konjunkturdaten USA 15:00 USA S&P/Case-Shiller Häuserpreisindex (J/J, in %) Jun 15 k.a :00 USA Verbrauchervertrauen Conference Board Aug :00 USA Richmond Fed Index Aug :00 USA Verkäufe neuer Häuser (in Tsd.) Jul Konjunkturdaten Eurozone 08:00 GE BIP-Schätzung (Q/Q / J/J, in %) Sep 15 k.a. / k.a. 0.4 / :00 GE privater Verbrauch (Q/Q, in %) Jun 15 k.a :00 GE Ifo Geschäftsklimaindex Aug 15 k.a. 108 Staatsanleihenauktionen 19:00 USA 2-Y ear Notes Mittwoch, 26. August Konjunkturdaten USA 14:30 USA Auftragseingänge langl. Wirtschaftsgüter (in %) Jul Konjunkturdaten Schweiz 08:00 CH UBS Konsumindikator Jul 15 k.a Donnerstag, 27. August Konjunkturdaten USA 14:30 USA US-BIP (Q/Q, annualisiert, in %) Q :30 USA Privater Konsum (Q/Q, annualisiert, in %) Q2 k.a :30 USA BIP-Deflator (Q/Q, annualisiert, in %) Q :00 USA Schwebende Hausverkäufe (M/M, in %) Jul 15 k.a Konjunkturdaten Eurozone 00:00 GE Einzelhandelsumsätze (M/M / J/J, in %) Jul 15 k.a. / k.a / :45 FR Geschäftsklimaindex Aug 15 k.a :00 EC M3-Geldmenge (J/J / 3-M-Durchschnitt, in %) Jul 15 k.a. / k.a. 5 / 5.1 Konjunkturdaten Schweiz 07 :45 CH BIP (Q/Q / J/J, in %) Q2 k.a. / k.a / 1.1 Freitag, 28. August Konjunkturdaten USA 14:30 USA Persönliche Einkommen (M/M, in %) Jul :30 USA Persönliche Ausgaben (M/M, in %) Jul :30 USA PCE Deflator (J/J, in %) Jul 15 k.a :30 USA PCE Deflator Kernrate (M/M / J/J, in %) Jul / k.a / :00 USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan Aug 15 k.a Konjunkturdaten Eurozone 09:00 GE Verbraucherpreise deutscher Bundesländer Aug 15 10:00 IT Geschäftsklimaindex Aug 15 k.a :00 IT Verbrauchervertrauensindex Aug 15 k.a :00 EC Industrievertrauensindex Aug 15 k.a :00 EC Wirtschaftsvertrauensindex Aug 15 k.a :00 EC Dienstleistungsvertrauensindex Aug 15 k.a :00 GE Verbraucherpreisindex (M/M / J/J, in %) Jul 15 k.a. / k.a. 0.2 / 0.2 Konjunkturdaten UK 00:00 UK Nationwide Häuserpreisindex (M/M / J/J, in %) Aug 15 k.a. / k.a. 0.4 / :05 UK GfK Konsumklima Aug 15 k.a. 4 10:30 UK BIP (Q/Q / J/J, in %) Q2 k.a. / k.a. 0.7 / :30 UK Privater Verbrauch (Q/Q, in %) Q2 k.a. 0.9 Konjunkturdaten Japan 01:30 JP Arbeitslosenquote (in %) Jul 15 k.a :50 JP Einzelhandelsumsätze (M/M / J/J, in %) Jul 15 k.a. / k.a. 1 / -0.6 Quelle: Bloomberg, HSH Nordbank HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 4

5 Übersicht Staatsanleiherenditen (Renditen in Prozent, Spreads ggü. Bunds in bp, Veränderungen jeweils in bp seit dem 13. August 2015 in Klammern) Benchmark Renditeaufschläge anderer Staatsanleihen der Eurozone ggü. Bunds Renditen weiterer Staatsanleihen Bundesanleihen Frankreich Italien Spanien Irland Portugal Griechenland Schweiz UK USA Japan Rendite Spread Spread Spread Spread Spread Spread Rendite Rendite Rendite Rendite 1J (-1 ) 6 (+1 ) 28 (+3) 11 (-2) (+4) 0.48 (-4) 0.39 (+4) 0.01 (0) 2J (+3) 8 (+1 ) 36 (+2) 38 (+2) 21 (-2) 61 (+1 ) 1153 (-347 ) (+1 ) 0.52 (-8) 0.67 (-2) 0.01 (0) 3J (+3) 10 (+1 ) 51 (0) 58 (+1 ) 22 (0) 77 (-1 ) (+3) 0.89 (-9) 0.99 (-4) 0.02 (0) 4J (0) 14 (+2) 64 (+1 ) 74 (+1 ) 22 (+2) 99 (+1 ) 1047 (-297 ) (0) 1.16 (-8) 0.04 (-3) 5J 0.01 (-1 ) 16 (+3) 79 (+4) 91 (0) 33 (+6) 121 (+2) (0) 1.36 (-6) 1.49 (-4) 0.08 (-2) 6J 0.08 (0) 18 (+1 ) 99 (+2) 122 (-1 ) 33 (+3) 145 (+3) (-1 ) 1.46 (-5) 0.09 (-3) 7J 0.20 (-1 ) 22 (+2) 110 (+4) 136 (0) 46 (+3) (-1 ) 1.62 (-5) 1.85 (-6) 0.14 (-2) 8J 0.31 (-3) 27 (+1 ) 123 (+4) 138 (+2) 59 (+5) 181 (+9) (-2) 1.72 (-5) 0.21 (-2) 9J 0.47 (-5) 26 (+2) 122 (+3) 139 (+4) 62 (+6) 177 (+1 0) (-1 ) 1.72 (-5) 0.21 (-2) 10J 0.60 (-4) 34 (+3) 119 (+1 ) 137 (+3) 67 (+9) 187 (+1 0) 871 (-80) (-3) 1.80 (-5) 2.12 (-5) 0.36 (-3) 30J 1.27 (-6) 58 (+1 ) 150 (+1 ) 166 (+8) 91 (+2) 209 (+9) 0.57 (-2) 2.50 (0) 2.80 (-5) 1.40 (-2) Quellen: Bloomberg und HSH Nordbank, Renditen vom , 10:00 Uhr Übersicht Wechselkurse (Veränderungen seit dem 13. August 2015 in Klammern) Hauptwährungspaare EUR-Wechselkurse USD-Wechselkurse EUR/USD (+0.1 %) EUR/DKK (0%) EUR/CA D (+1.3 %) USD/CA D (+1.1 %) EUR/GBP (-0.2 %) EUR/SEK (-1.2 %) EUR/A UD (+0.8 %) USD/A UD (+0.7 %) EUR/JPY (-0.3 %) EUR/NOK (+1.8 %) EUR/NZD (-0.1 %) USD/NZD (-0.2 %) EUR/CHF (-1.3 %) EUR/PLN (-0.1 %) EUR/ZA R (+1.4 %) USD/ZA R (+1.3 %) GBP/USD (+0.4 %) EUR/HUF (-0.1 %) EUR/RUB (+5.3 %) USD/CNY (-0.3 %) USD/JPY (-0.4 %) EUR/T RY (+6.8 %) EUR/KRW (+0.8 %) USD/RUB (+5.1 %) USD/CHF (-1.4 %) EUR/CZK (0%) EUR/CNY (-0.2 %) USD/SGD (+0.5 %) Quellen: Bloomberg und HSH Nordbank, Wechselkurse vom , 10:00 Uhr Prognosen der HSH Nordbank Zin ssä t ze USA :00 Uh r fed fu n ds (Zielzone) (%) Monat s-libor-usd (%) jä h rige St a a t sa n leih en (%) jä h rige St a a t sa n leih en (%) jä h rige St a a t sa n leih en (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) Eu rozone Tendersat z (%) Monat s-eu ribor (%) jäh rige Bu ndesanleih en (%) jä h rige Bu n desa n leih en (%) jä h rige Bu n desa n leih en (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) jä h rige Swa psa t z (%) Wech selku rse Eu ro/us-dolla r Eu ro/chf Eu ro/gbp US-Dolla r/yen Die Prognosen der HSH Nordbank werden monatlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eine ausführliche Darstellung der Prognosen und der Prognoseveränderung ist in der monatlich erscheinenden Publikation Rententrends enthalten. Aus Sicht eines Euro-Investors können die Renditen ausländischer Anleihen wie US-Staatsanleihen infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Hinweis: Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 5

6 Glossar ABS Annualisierte Rate Basispunkt Beigebook Benchmarkanleihe BIP Brexit Covered Bond Spread / Mindswap Covered Bonds CPI Credit Default Swap (CDS) Denominierte Wertpapiere Dovisch ELA-Kredite Euribor EONIA Exportquote EZB FED FOMC Forward Guidance Futures GfK- Konsumklimaindex Greenback Grexit Hard Bullet-Struktur Hawkisch HVPI ifo- Geschäftsklimaindex Ifo-Index Importquote Index der Universität of Michigan Investment-Grade ISIN ISM-Index IWF Jumbo- Anleihe Kerninflationsrate KOF- Konjunkturbarometer Konsumentenpreisindex Langfristtender (LTRO/TLTRO) Leitzins Asset Backed Securities (ABS) sind forderungsbesicherte Wertpapiere. Annualisierte Rate bezieht sich auf die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In Europa wird das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorquartal gemessen, indem das BIP eines Quartals mit dem BIP des Vorquartals verglichen wird. In den USA geschieht dies ebenfalls, die Rate wird dann aber annualisiert. D.h. es wird so getan, als ob das Wirtschaftswachstum vier Quartale hintereinander mit dieser Rate wächst. Rechnerisch geschieht dies mit der folgenden Formel: (1+Wachstumsrate) 4 Zinssatz-Einheit, 100 Basispunkte entsprechen einem Prozentpunkt. D.h. 25 Basispunkte sind 0,25 %. Basispunkte wird mit bp abgekürzt Ein Konjunkturbericht der 12 Zentralbankbezirke der USA. Benchmarkanleihen sind Anleihen deren Emissionsvolumen größer als 500 Milliarden Euro ist. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP; im Englischen gross domestic product (GDP)) ist eine wichtige Kennzahl der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie gibt den Gesamtwert der innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellten Güter, Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch an. Brexit ist ein Wortspiel (englisch: British Exit), das das mögliche Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union beschreibt (In Anlehnung an den Grexit). Spread ist der Zinsaufschlag auf einen Referenzzinssatz (Midswap). Covered Bonds sind gedeckte Schuldverschreibungen. Besondere Eigenschaft ist der zweifache Schutz der Anleger durch einerseits Haftung des ausgebenden Finanzinstituts (meist eine Bank) und andererseits Deckung durch einen speziellen Sicherheitenpool, häufig bestehend aus erstklassigen Hypotheken oder Anleihen des öffentlichen Sektors, auf die die Anleger bevorrechtigt zugreifen können. Deutsche Pfandbriefe (siehe Pfandbriefe) sind in diesem Sinne Covered Bonds. Jedoch sind Covered Bonds, die nicht aus Deutschland stammen und daher nicht unter das Pfandbriefgesetz fallen, keine Pfandbriefe. Der Begriff Covered Bond ist kein geschützter Begriff. "Consumer Price Index" (CPI) entspricht der Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen. Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Finanzkontrakt, den zwei Vertragspartner miteinander abschließen und mit dem Ausfallrisiken gehandelt werden. Der eine Vertragspartner, der sogenannte Sicherungsgeber, sichert die Auszahlung einer Versicherungssumme zu, wenn der dem Kontrakt zugrundeliegende Anleiheschuldner ausfällt. Für diese Absicherung zahlt der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber eine Prämie. Emmissionswährung in der das Wertpapier begeben wird. Eine dovische (dove engl. für Taube) Geldpolitik ist eine, in Hinblick auf Leitzinserhöhungen, sehr vorsichtige Geldpolitik. Notfallkredite der nationalen Notenbanken an den heimischen Bankensektor, die von der EZB genehmigt werden müssen. Die Euro Interbank Offered Rate ist der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft. Der EURIBOR ist für kurzfristige Kredite Verhandlungsbasis (Banken verlangen den jeweiligen EURIBOR + x Basispunkte) und gibt wichtige Informationen für die Anlage von Festgeldern, da er als Referenz für die Festsetzung des Festgeldzinses benutzt wird. Der Euro Overnight Index Average ist der Zinssatz, für den sich Banken auf dem Interbankenmarkt im Euroraum über Nacht gegenseitig Geld leihen können (kurzfristige unbesicherte Geldmarktkredite). Ausfuhren von Gütern und Diensten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Notenbank der Europäischen Währungsunion. Die Federal Reserve Bank (Fed) ist die Notenbank der USA. Das "Federal Open Market Commitee" (dt. Offenmarktausschuss) ist das Gremium der US-Notenbank, das die geld- und währungspolitischen Entscheidungen trifft. Forward Guidance ist die Bezeichnung der US-Notenbank Fed, um ihre zukünftige Geldpolitik zu kommunizieren. Futures sind börslich handelbare Terminkontrakte zwischen zwei Parteien. Im Gegensatz zu Optionen sind sie nicht nur halbseitig sondern sowohl für den Verkäufer (Verpflichtung zur Lieferung) als auch den Käufer (Verpflichtung zur Abnahme) verbindlich. Durch den Kontrakt wird das Underlying, die Menge, der Termin (fixer Zeitpunkt in der Zukunft) und der konkrete, bei Vertragsabschluss festgelegte, Preis geregelt. Index, der die Konsumneigung der privaten Haushalte widerspiegelt. Greenback ist eine alternative Bezeichnung für die US-Währung Dollar. Grexit ist ein Wortspiel (englisch für Greece und Exit), das das mögliche Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum behandelt. Anleihe mit festem Rückzahlungstermin (Standard) Eine hawkische (hawk engl. für Falke) Geldpolitik ist eine in Hinblick auf Leitzinserhöhungen eher aggressive Geldpolitik. Die Inflationsrate gemessen am HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) ist die offizielle Inflationsgröße der EZB. Ein monatlich veröffentlichter Indikator, der die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland widerspiegelt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex (kurz: Ifo-Index) ist ein Konjunkturindikator für Deutschland, der auf der Basis von rund 7000 Unternehmen vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung monatlich ermittelt wird und ein Frühindikator für die wirtschaftliche Ermittlung darstellt. Es gibt zahlreiche Unterindizes für einzelne Branchen. Importe von Gütern und Dienstleistungen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Der Index der Universität of Michigan ist ein Indikator für das Konsumklima der privaten Haushalte. Die Bewertung Investment -Grade wird von Rating-Agenturen für Unternehmen, Wertpapiere oder Kredite mit hoher Bonität vergeben (Rating mindestens BBB). Jedes am Markt gehandelte Wertpapier hat eine ISIN (International Securities Identification Number oder Wertpapierkennnummer). Der ISM-Index ist ein Konjunkturindikator bzw. Geschäftsklimaindex für die USA, der auf der Basis einer Umfrage unter US-Unternehmen monatlich ermittelt wird. Er wird als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung angesehen. Es gibt den ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe und den ISM-Index für den Dienstleistungssektor. Der ISM wird vom Institute for Supply Management erstellt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist eine Organisation zur weltweiten wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Eine Jumboanleihe hat ein Emissionsvolumen von mindestens einer Milliarde Euro. Bei der Kerninflationsrate werden die Preisentwicklungen des Lebensmittel- und Energiesektor nicht berücksichtigt. Ein Indikator, der angibt, wie sich die schweizer Konjunktur in der nahen Zukunft entwickeln dürfte. Der Konsumentenpreisindex ("Consumer Price Index", CPI) entspricht der Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen. Der Langfristtender ist ein geldpolitisches Instrument der EZB bei dem die Notenbank den Geschäftsbanken Zentralbankgeld mit einer Laufzeit von drei oder mehr Monaten zur Verfügung stellt. Targeted- LTRO sind einem bestimmten Zweck zugeschrieben. Der Leitzins ist der Zinssatz, der von einer Zentralbank festgelegt und gesteuert wird. Je nach Zentralbank werden HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 6

7 Leveraged Loan Libor Makroprudenzielle Maßnahmen Minutes mom Mortgage REITS Nonfarm Payrolls Non-Investment Grade Partizipationsrate Peripheriespreads Pfandbrief PMI-Index QE-Programm qoq Rendite Renditekurve (Zinsstrukturkurve) Rezession Staatsanleiherendite Staatsanleiheauktionen Soft Bullet-Struktur Sovereign-Bonität Sterling Swap Tapering Troika US-Treasuries (Notes) yoy ytd ZEW-Index Zinsstrukturkurve Quelle: HSH Nordbank Zinssätze mit unterschiedlichen Laufzeiten gesteuert. Die US-Notenbank zielt beispielsweise auf den Übernachtzinssatz (Laufzeit: 1 Tag), die Europäische Zentralbank auf einen Geldmarktsatz mit einer Laufzeit von einer Wochen und die Schweizer Notenbank auf den Libor für Schweizer Franken mit einer Laufzeit von drei Monaten. Besonders riskante Kredite, die beispielsweise im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen vergeben werden. Die London Interbank Offered Rate (Libor) ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Der 3-Monats-Libor ist z.b. der Zinssatz heute für ein über drei Monate laufendes Geldmarktgeschäft. Der Libor gilt bei vielen Finanzmarktgeschäften als Referenzgröße für die Zielrendite. Man spricht dann z.b. von dem 3-Monats-LIBOR Basispunkten. Sollen die Finanzmarktstabilität erhöhen in dem verbindliche Regeln eingeführt werden (z.b. Eigenkapitalanforderungen für Banken) Sitzungsprotokoll von Notenbanken, z.b. der Bank of England oder der Federal Reserve Bank Veränderung von Finanz- und Konjunkturdaten gegenüber dem Vormonat (mom = month-on-month) Mortgage REITS sind ein handelbares Finanzierungsvehikel aus den USA, das anders als klassische Immobilien-REITS nicht in Immobilien-Aktien, sondern in Hypothekenverbriefungen investiert. Zeigen die Veränderung der saisonbereinigten Anzahl von neuen Stellen außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors innerhalb eines Monats in den USA. Die Bewertung Non-Investment Grade wird von Rating-Agenturen für Unternehmen, Wertpapiere oder Kredite mit niedriger Bonität vergeben (Rating maximal BB). Die Partizipationsrate ist ein Arbeitsmarktindikator. Sie ergibt sich aus dem Anteil der Erwerbstätigen aus der Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Peripheriespreads sind die Risikoaufschläge der Peripheriestaatsanleiherenditen gegenüber den Renditen deutscher Staatsanleihen mit der gleichen Laufzeit. Im Rahmen der Finanzmarktkrise innerhalb der Eurozone wird unterschieden zwischen der Peripherie (das sind die Länder, die von der Staatsschuldenkrise erfasst waren, wozu in der Regel Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien gezählt werden) und den Kernländern (das sind in der Regel Deutschland, Finnland, Niederlande und Österreich). Von einer Bank begebene Anleihe, die durch eine Realsicherheit besichert ist. Dem Investor bietet neben der Bonität der emittierenden Bank im Fall einer Insolvenz eine sogenannte Deckungsmasse größere Sicherheit. Gemäß dem deutschen Pfandbriefgesetz kann man unterscheiden in Hypothekenpfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Immobilienkredite), Öffentlicher Pfandbrief (Deckung durch Kredite und Anleihen an die öffentliche Hand), Schiffspfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Schiffskredite) und Flugzeugpfandbrief (Deckung durch hypothekarisch besicherte Flugzeugkredite). Das deutsche Pfandbriefgesetz legt bestimmte Bedingungen fest, durch die die Qualität der Deckungs-Vermögenswerte sichergestellt werden sollen. Pfandbriefähnliche Anleihen aus anderen Ländern werden im Allgemeinen Covered Bonds genannt. Siehe dazu auch Covered Bonds. Der PMI-Index ist ein Konjunkturindikator bzw. ein Geschäftsklimaindex. PMI steht für Purchasing Manager Index und wird von dem Unternehmen Markit für zahlreiche Länder und Regionen insbesondere für die beiden Sektoren Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor auf der Basis einer Umfrage unter Einkaufsmanagern erstellt. Die PMI-Indizes werden als wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes oder einer Region angesehen. Quantitative Easing (QE) ist eine extreme Form der expansiven Geldpolitik. Die Zentralbank kauft dabei direkt Wertpapiere wie Staatsanleihen, um Zentralbankgeld zur Verfügung zu stellen und Zinsen niedrig zu halten. Veränderung von Finanz- und Konjunkturdaten gegenüber dem Vorquartal (qoq = quarter-on-quarter) Ganz allgemein gibt die Rendite das Verhältnis von Auszahlungen zu den Einzahlungen einer Kapitalanlage an und wird meist in Prozent und pro Jahr angegeben. In der Regel beziehen sich die Research-Publikationen auf Anleiherenditen, die sich laufend ändern können und vom Kupon und vom Wertpapierkurs abhängen. Die Rendite und der Kurs einer Anleihe bewegen sich bei einer Anleihe mit einem festen Kupon umgekehrt zueinander. Die Renditekurve (auch: Zinsstrukturkurve) zeigt an, welche Renditen für Anleihen verschiedener (Rest-)Laufzeiten eines Emittenten (z.b. der Bundesrepublik Deutschland) gezahlt werden. Eine Renditekurve wird steiler, wenn ein Anstieg der Zinssätze erwartet wird. Investoren werden sich für kürzere Laufzeiten entscheiden und nicht Wertpapiere mit einer längeren Laufzeit kaufen, die daraufhin eher unattraktive Zinssätze aufweisen. Eine Rezession ist ein wirtschaftlicher Abschwung. Ein Land befindet sich in einer Rezession, wenn dessen Bruttoinlandsprodukt zwei aufeinanderfolgende Quartale gesunken ist. Rendite einer Staatsanleihe (siehe Rendite). Staaten wie die USA und Deutschland versteigern Staatsanleihen im Rahmen von Staatsanleiheauktionen. Die Termine für diese Auktionen stehen im Regelfall bereits mehrere Monate vorher fest. Anleihe mit Option des Emittenten auf Verschiebung des Rückzahlungstermins Bonität eines Staates Sterling ist eine verkürzte Schreibweise der britischen Währung Pfund Sterling. Ein Austausch zukünftiger Zahlungsströme, bei der jede Partei die Zahlungsverbindlichkeiten der anderen übernimmt. Zielsetzung ist die Ausnutzung von komparativen Vorteilen. (Arbitrage). Häufige Formen sind Zins- und Währungsswaps. Ein Zins-Swapsatz ist ein Zinssatz, der sich im Rahmen eines derartigen Tauschgeschäftes ergibt. Der fünfjährige Euro-Swapsatz ergibt sich aus dem Tausch des zukünftigen variablen Zahlungsstroms, der in der Regel auf der Basis des Drei-Monats-Euribors festgestellt wird, gegen einen festen Zinssatz. Letzterer ist der Euro Zins-Swapsatz. Tapering bezeichnet die Reduktion von Anleiheankäufen durch die Notenbank über einen längeren Zeitraum. Institution aus Europäischer Kommission, EZB und IWF zur Überwachung der Hilfsprogramme für Krisenländer. Staatsanleihen, die von der US-Zentralregierung emittiert werden und eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu zehn Jahren Laufzeit haben. US-Bills haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und US-Bonds von mehr als zehn Jahren. Veränderung gegenüber dem gleichen Tag/Monat/Zeitraum des Vorjahres (yoy = year-on-year) Veränderung vom Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt Der ZEW-Index ist ein Konjunkturindex des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Der Indikator gibt die Differenz zwischen positiven und negativen Konjunkturerwartungen auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder. Siehe Renditestrukturkurve HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 7

8 IMPRESSUM HSH NORDBANK AG HAMBURG: Gerhart-Hauptmann-Platz 50, Hamburg, Telefon , Fax KIEL: Martensdamm 6, Kiel, Telefon , Fax REDAKTION UND VERSAND Volkswirtschaft Dr. Cyrus de la Rubia Sintje Boie Stefan Gäde Chefvolkswirt Analystin Analyst Tel.: Tel.: Tel.: Redaktionsschuss dieser Ausgabe: 20. August 2015 WEITERE ANSPRECHPARTNER DER HSH NORDBANK Sparkassen, Banken und öffentliche Kunden Nord Florian Böge Tel.: Jörg Fangmeier Tel.: Nico Hamm Tel.: Ingo Kiesler Tel.: Brigitte Kiesling Tel.: Philipp Morszeck Tel.: Thomas Schmidt Tel.: Helge Strack Tel.: Jan Vassel Tel.: Christian Wiedner Tel.: Sparkassen, Banken und öffentliche Kunden Süd Thorsten Aberle Tel.: Thomas Benthien Tel.: Nicole Chatenay Tel.: Sebastian Evers Tel.: Frank Jesse Tel.: Sebastian Lang Tel.: Thorsten Rieper Tel.: Bodo Stadler Tel.: Steffen Wildner Tel.: Versicherungen, Versorgungswerke und Fonds Philipp Andrews Tel.: Dr. Julka Deimling Tel.: Dr. Bernd Kemmler Tel.: Anja Kunze Tel.: Tobias Linde Tel.: Dr. Bernd Nolte Tel.: Holger Pudimat Tel.: Corporate Sales Kristin Ehrhorn Tel.: Stefan Masannek Tel.: Debt Solutions Maik Laske Tel.: Klaus-Timm Voss Tel.: Jan Eibich Tel.: Christian Schanze Tel.: Claas Behrens Tel.: Disclaimer Die in dieser Publikation enthaltenen Marktinformationen sind zu allgemeinen Informationszwecken erstellt worden und ausschließlich zur Information bestimmt. Sie ersetzen weder eigene Marktrecherchen noch sonstige rechtliche, steuerliche oder finanzielle Information oder Beratung. Es handelt sich hierbei nicht um eine Kauf- oder Verkaufsaufforderung. Die HSH Nordbank AG weist darauf hin, dass die dargestellten Marktinformationen nur für Anleger mit eigener wirtschaftlicher Erfahrung, die die Risiken und Chancen des/der hier dargestellten Marktes/Märkte abschätzen können und sich umfassend aus verschiedenen Quellen informieren, bestimmt sind. Die in dieser Publikation enthaltenen Aussagen und Angaben basieren auf Informationen, die die HSH Nordbank AG gründlich recherchiert bzw. aus allgemein zugänglichen, von der HSH Nordbank AG nicht überprüfbaren Quellen, die sie für verlässlich erachtet, bezogen hat: Die HSH Nordbank AG hält die verwendeten Quellen zwar für verlässlich, kann deren Zuverlässigkeit jedoch nicht mit letzter Gewissheit überprüfen. Die einzelnen Informationen aus diesen Quellen konnten nur auf Plausibilität überprüft werden, eine Kontrolle der sachlichen Richtigkeit fand nicht statt. Zudem enthält diese Publikation Schätzungen und Prognosen, die auf zahlreichen Annahmen und subjektiven Bewertungen sowohl der HSH Nordbank AG als auch anderer Quellen beruhen und lediglich unverbindliche Auffassungen über Märkte und Produkte zum Zeitpunkt der Herausgabe darstellen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung übernehmen die HSH Nordbank AG und ihre Mitarbeiter und Organe keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen und Prognosen. Dieses Dokument kann nur gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in den jeweiligen Ländern verteilt werden, und Personen, die im Besitz dieses Dokuments sind, sollten sich über die anwendbaren lokalen Bestimmungen informieren. Diese Unterlagen enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentliche Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Weder die HSH Nordbank AG noch ihre Organe oder Mitarbeiter können für Verluste haftbar gemacht werden, die durch die Nutzung dieser Publikation oder ihrer Inhalte oder sonst im Zusammenhang mit dieser Publikation entstanden sind. Die HSH Nordbank AG weist darauf hin, dass eine Weitergabe der vorliegenden Materialien an Dritte nicht zulässig ist. Schäden, die der HSH Nordbank AG aus der unerlaubten Weitergabe dieser Materialien an Dritte entstehen, hat der Weitergebende in voller Höhe zu ersetzen. Von Ansprüchen Dritter, die auf der unerlaubten Weitergabe dieser Materialien beruhen, und damit im Zusammenhang stehenden Rechtsverteidigungskosten hat er die HSH Nordbank AG freizuhalten. Dies gilt insbesondere auch für eine Weitergabe dieser Publikation oder von Informationen daraus an U.S. Personen oder Personen in Großbritannien. Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung. Diese Werbemitteilung genügt nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegt nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen Die HSH Nordbank unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Marie-Curie-Str , Frankfurt am Main. HSH NORDBANK.DE WOCHENBAROMETER 20. August 2015 SEITE 8

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