Betriebsorganisation / Krankenhausorganisation

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1 1 Betriebsorganisation / Krankenhausorganisation Betriebliche Geschehen nach bestimmter Ordnung regeln Organisation = Prozess der Entwicklung dieser Ordnung = Gesamtheit aller Regeln: Betriebsleitung alle nachgeordneten Organe = Aufgabe der Betriebsleitung = Produktionsfaktoren: Arbeit Betriebsmittel Werkstoffe auch der dispositive Faktor an der Erstellung der Betriebsleistung Betriebsorganisation = derivater Produktionsfaktor, da aus dem obersten Direktionsrecht der Geschäftsbzw. Betriebsleitung abgeleitet wird. Wechselbeziehung Planung der Organisation Organisation der Planung

2 2 (Permanente Wechselbeziehung im Betriebsalltag, tiefe Eingriffe bei Änderungen) Organisation = Gesamte betriebliche Tätigkeit ist betroffen Organisation von : Absatz Anlagewirtschaft Fertigung Forschung Kontrolle Materialwirtschaft Personalwesen Planung Rechnungswesen Revision Transportwesen Marketing Im geordneten Betrieb laufen alle betrieblichen Tatbestände nach Regelungen ab. Regelungen: > ein für alle mal, wenn sich Vorgänge gleich wiederholen > Betriebsangehörigen haben wenig Entscheidungsfreiheit > Gleichartigkeit, Regelmäßigkeit und Wiederholbarkeit bedingen grundsätzlich allgemeine Regelungen > umfassende Regelungen nehmen dem Mitarbeiter verantwortungsbewusste Entscheidungen ab (alles wird von oben bestimmt) > Mit abnehmender Tendenz zur Veränderlichkeit nimmt der Umfang an allgemeinen Regelungen zu.

3 3 Vorteil: Vereinfachung der betrieblichen Führungsaufgaben Führungsorgane sind entlastet und frei für andere Aufgaben Nachteil: Dort, wo die allgemeine Regelung nicht das Optimale darstellt, führen häufig schematisierte Abläufe zum Betriebsergebnis. Hier wären spezielle Regelungen sinnvoller Die Organisationsstruktur Organisationslehre bei Trennung in : Aufbauorganisation / Ablauforganistation Aufbauorganisation: Beziehungszusammenhang zwischen Stelle, Instanz, Abteilung, Betriebsstätte Ablauforganisation: Ordnung der Arbeitsprozesse Grundsätzlich: > Aufbauorganisation befasst sich mit Fragen der Institution > Ablauforganisation mit den Arbeits- und Bewegungsabläufen Merke:

4 4 Aufbau- und Ablauforganisation bilden die formelle Organisationsstruktur des Betriebes. In der Praxis entwickelt sich unbewusst die informelle Organisationsstruktur unterliegt zeitlichen Veränderungen Entstehung durch menschliche Eigenheiten(Sympathie, Antipathie, Status, Mitabeiterinteressen) Ausdruck im Betriebsklima a.) formelle Organisationsstruktur b.) informelle Organisationsstruktur Vorteilhafte Auswirkungen Nachteilhafte Auswirkungen Die Betriebsleitung muss dies erkennen!! = Vorteile fördern = Nachteile verhindern (Personalpolitik) Aufgabe der Aufbauorganisation: Ausgehend vom Unternehmensziel unter Beachtung des erwerbswirtschaftlichen Prinzips; eine Aufspaltung in : Teilaufgaben / Einzelaufgaben sinnvolle arbeitsteilige Gliederung und Ordnung der betrieblichen Handlungsprozesse

5 5 1.) = Analyse bzw. Zerlegung der betrieblichen Gesamtaufgabe. (Aufgabenanalyse) Die Betriebsleitung muss dies erkennen!! = Vorteile fördern = Nachteile verhindern (Personalpolitik) Aufgabe der Aufbauorganisation: Ausgehend vom Unternehmensziel unter Beachtung des erwerbswirtschaftlichen Prinzips; eine Aufspaltung in : Teilaufgaben / Einzelaufgaben sinnvolle arbeitsteilige Gliederung und Ordnung der betrieblichen Handlungsprozesse 1.) = Analyse bzw. Zerlegung der betrieblichen Gesamtaufgabe. (Aufgabenanalyse) 1.2. Verrichtunganalyse: Aufgabe wird zu ihrer Erfüllung notwendiger Verrichtungen zerlegt.

6 Objektanalyse: Zergliederung nach einzelnen Objekten z.b.: Teilaufgaben an Rohmaterial an Einbaumaterial am Endprodukt 1.4. Sachmittelanalyse: Was ist für die Durchführung erforderlich? z.b.: Werkzeug / Instrumentarium / EDV 1.5. Ranganalyse: Alle Teilaufgaben werden in ein Rangverhältnis eingeordnet z.b.: (leitende Teilaufgabe / ausführende Teilaufgabe) 1.6. Phasenanalyse: Alle Teilaufgaben werden noch sachlicher Zuordnung in die Planung / Realisation / Kontrolle eingeordnet 1.7. Zweckbeziehungsanalyse:

7 7 Alle Aufgaben werden nach ihrem Zweck eingeordnet primäre Aufgaben sekundäre Aufgaben (z.b.: helfen die Erfüllung der primären Aufgaben zu sichern) 2.1 Stellenbildung: Arbeitsteilige Einheiten (Stellen, die zusammen mit ihren Verknüpfungen die Organisationsstruktur bilden) Zusammenfassung von Teilaufgaben zum Arbeits- und Aufgabenbereich Nachteil: Monotonie (Leistungswille) a.) b.) Stellenaufgabe / Abstrakte noch zu suchende Person Kenntniskombination des bereits bekannten zukünftigen Stelleninhabers. Stellenplan / Stellenbeschreibung Kompetenz - Verantwortung (ausdrücklich zugeteilte Rechte und Befugnisse) Instanzen- und Abteilungsbildung Unterscheidungsmerkmale in : Leitungsaufgabe und Ausführungsarbeiten. Dezentralisation - benötigt mehrere Zentralisation wenig Fachkräfte

8 8 Fachkräfte Ergebnis der Aufgabensynthese und Aufgabenanalyse: die Stellengliederung des Betriebes bzw.:, welche Stellen müssen geschaffen werden welche Beziehungen zueinander bestehen Aufgabengefüge: Leitungssystem (hierarchisches Gefüge / Über- und Unterordnung) Dienstweg, Einliniensystem, Befehle Kommunikationssystem (nach Maßgabe des Leitungssystems eigenes Kommunikationssystem) Arbeitssystem (welche Stelle ist mit welchen Objekten befasst) Kontrollsystem (Kontrolle / Prüfung / Revision) (Controlling / Steuerung) (Wirtschaftsprüfung und Jahresabschlüsse) Planungssystem (Entwicklung / Marketing) Vorteile: Spezialisierung höherer Output kurze Einarbeitungszeiten

9 9 geringe Qualifikation erforderlich schnelle Reproduzierbarkeit Verbesserung / Optimierung des Handlings Nachteile: Hohe Fluktuation / Kompetenzüberschreitung durch Verlassen der Organisation, Psychische Belastung, Krankenstand Arbeit wenig attraktiv; in Zeiten der Vollbeschäftigung hohes Lohnniveau sinkende Konzentration / Fehlerrate ist hoch, Koordinationsaufwand (Humanisierung der Arbeit) Bsp.: Verrichtungsspezialisierung Objektspezialisierung in großen Betrieben gliedert sich die Spezialisierung auf Abteilungen, Betriebsbereiche... Delegation von Entscheidungs- und Weisungsbefugnis entlastet Unternehmensleitung die Organigramm

10 10 > Abteilungsbildung nach Funktionen (VWA MA) Krankenhaus-Leitung Verwaltung Pflege Ärzte Wirtschaft > Abteilungsbildung nach Produktgruppen Krankenhausleitung Chirurgie Innere Gynäkolgie Orthopädie > Abteilungsbildung nach Dienstleistungssparten Krankenhausleitung Erstdiagnosen Pflege Intervention Nachsorge > Abteilungsbildung nach Unternehmenssparten Krankenhausleitung Krankenhaus Seniorenzentrum Rehabilitation Ambulante Pflege

11 11 > Abteilungsbildung nach Kundengruppen Krankenhausleitung Ambulante Patienten Op- Vorstationäre Patienten Stationäre Patienten Nachstationäre Patienten > Abteilungsbildung nach Regionen Krankenhausleitung Saarland Rheinland-Pfalz Bayern Hessen Im Krankenhausbereich überwiegt die Organistaion nach Produktgruppen

12 12 Überschneidungen durch interdisziplinäre Krankenhausleistungen Keine direkte Kommunikation mit der Unternehmensleitung Instanzen / Stellen mit besonderen Rechten und Pflichten > Entscheidungsbefugnisse > Verantwortungspflichten Lean Management führt zum Abbau dieser Instanzen Koordination > Aus der Spezialisierung resultiert Koordinationsaufwand > Koordination durch : Weisungen Programme

13 13 Pläne Abstimmung

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