Vorbereitung auf die Schule in der Kindertagesstätte Letschin Wie bereiten sich die Kinder auf die Schule vor? Bildung erst mit Schulbeginn?

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1 Vorbereitung auf die Schule in der Kindertagesstätte Letschin Wie bereiten sich die Kinder auf die Schule vor? Bildung erst mit Schulbeginn? Von Gitta Klemm Kita-Leiterin in Letschin

2 Kindertagesstättengesetz des Landes Brandenburg 3 Aufgaben und Ziele der Kindertagesstätte (1) Kindertagesstätten erfüllen einen eigenständigen alters- und entwicklungsadäquaten Bildungs- und Betreuungsauftrag. Sie ergänzen und unterstützen die Erziehung in der Familie und ermöglichen den Kindern Erfahrungen über den Familienrahmen hinaus. In Vorbereitung auf die Grundschule steht die sinnvolle Anleitung zum spielen und zum spielenden Lernen im Mittelpunkt. (2) Kindertagesstätten haben insbesondere die Aufgabe, 1. Die Entwicklung der Kinder durch ein ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebot zu fördern, 2. den Kindern Erlebnis-, Handlungs- und Erkenntnismöglichkeiten ausgehend von ihren Bedürfnissen in ihrem Lebensumfeld zu erschließen, 3. die Eigenverantwortlichkeit und Gemeinschaftsfähigkeit der Kinder zu stärken, u.a. durch eine alters- und entwicklungsgemäße Beteiligung an Entscheidungen in der Einrichtung, 4... bis 8...

3 Leitbild der Kindertagesstätte Kinderland Sonnenschein Letschin Kinder sind von Anfang an eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten. Sie sind Konstrukteure ihrer Entwicklung. In der pädagogischen Arbeit mit den Kindern unterstützen und begleiten wir alle Ebenen der Persönlichkeitsentwicklung wie den mathematisch naturwissenschaftlichen, sprachlichen, körperlichen, künstlerischen, sozialen Bereich und die Sinnesentwicklung. Kompetenzen der Autonomie und Solidarität sowie die Lebenssituationen der Kinder bestimmen ebenfalls das professionelle Handeln der Erzieherinnen. In der pädagogischen Arbeit mit den Kindern beziehen wir die Eltern als kompetente Partner mit ein. Das Infans Konzept dient der Umsetzung der Grundsätze der Elementaren Bildung und trägt dem Grundverständnis des KJHG Rechnung.

4 Kinder sind Konstrukteure ihrer Entwicklung Bildungsprozesse von Kindern kann man nicht strikt einteilen nach Lernen in der Familie, vorschulisches Lernen und Lernen in der Schule - Grundlagen des Lernens und der Entwicklung stehen dem Kind von Beginn an zur Verfügung - Das Kind nutzt sie um sich in die hineingeborene Welt zurecht zu finden - Das Kind macht von Geburt an eigene Erfahrungen und treibt somit seine Entwicklung voran - Das ist Selbstbildung Gerd Schäfer: Das Kind kann und muss nicht gebildet werden, es bildet sich selbst Jedoch darf das selbst bildende Kind nicht allein gelassen werden. Denn die Bildungsbewegung des Kindes muss beantwortet werden. (Neugier - Fragen) 90er Jahre, wurde im KJHG der Rechtsanspruch auf einen Kita Platz für alle Kinder ab 3 Jahre fest geschrieben und die Kindertagesstätte als Elementarstufe des gesamten Bildungssystems deklariert

5 Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen Alle Tätigkeiten die Kinder ausüben bedeuten für sie, Erfahrungen sammeln. 1. Welche Kompetenzen brauchen Kinder wenn sie in die Schule kommen? ( Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften ) Fähigkeiten und Fertigkeiten die unmittelbar mit Bildungsprozessen der Kinder zu tun haben und von Schule erwartet werden sind: - Kognitive Kompetenzen - Soziale Kompetenzen - Motorische Kompetenzen

6 Fähigkeiten und Fertigkeiten die von der Grundschule erwartet werden und mit den unmittelbaren Bildungsprozessen von Kindern zu tun haben. Aus Tina Kempf Staatsexamensarbeit Kognitive Kompetenzen - Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft - Aufmerksamkeit - Autonomie - Differenzierungs- und Wahrnehmungsfähigkeit - Gliederungsfähigkeit - Konzentration und Ausdauer - Logisch- Schlussfolgerndes Denken - Mathematische Grundfertigkeiten - Merkfähigkeit - Orientierungsfähigkeit - Sprachverhalten und Fähigkeit - Verkehrsverhalten - Wissen

7 Soziale Kompetenzen - Akzeptanz - Empathie - Integrations- und Gruppenfähigkeit - Kommunikationsfähigkeit - Konfliktfähigkeit - Kontaktfähigkeit - Kooperationsbereitschaft - Regelbewusstsein - Verantwortungsbewusstsein Motorische Kompetenzen - Feinmotorik - Grobmotorik

8 Wer ist an der Kompetenzentwicklung von Kindern beteiligt? Kinder lernen besonders intensiv, wenn sie im eigenen Handeln auf Probleme und Aufgaben stoßen und durch eigenes Handeln auch eine Lösung finden. Sie lernen ganzheitlich. Im Elternhaus In der Kindertagesstätte Rahmenplan Grundsätze der elementaren Bildung - Körper Bewegung Gesundheit - Sprache Kommunikation Schriftkultur - Darstellen und Gestalten - Mathematik und Naturwissenschaft - Soziales Lernen Umsetzung erfolgt nach dem Infans- Konzept Selbstbildung

9 Die Praxis in der Kindertagesstätte Was brauchen Kinder? - Räume - Erwachsene Dialog, Interaktion, Themen zumuten - Kinder brauchen Kinder

10 Im mathematisch naturwissenschaftlichen Bereich Klara, 4 Jahre Nachdem Klara die runden Holzplättchen nach Farben sortiert hatte, legt sie damit geometrische Formen und benennt sie. Dreieck und Viereck

11 Gleichzeitig macht Klara Erfahrungen in der Feinmotorik und bei der Wahrnehmung mit den Augen. Wobei sie anschließend Auge- Hand- Koordination entwickelt und sagt Vierecke alles Vierecke Sie zeigt ihre Kenntnisse über geometrische Formen und versucht sie darzustellen

12 Marlon: 3.6Jahre Entdeckt heute vorhandenes Konstruktionsmaterial für sich und startet sein Vorhaben.

13 Er setzt Konstruktionsmaterial aneinander./ koordiniert Hierbei wendet er bisher gemachte Erfahrungen an. Er benennt sein Werk eine Bohrmaschine Feinmotorik, Phantasie, Erfahrungen aus dem Familienalltag, Ich-Kompetenz usw. finden Anwendung und Entwickeln sich weiter. Er zeigt Zufriedenheit

14 Darstellen und Gestalten Jasmin, ist kreativ tätig. Sie hat sich verschiedene Materialien bereit gestellt und möchte die Becher mit buntem Papier gestalten. Sie hat keine Vorlage und nutzt ihre eigene Phantasie und Kreativität. (Feinmotorik in verschiedenen Techniken)

15 Gemeinsam, aus sehr unterschiedlichen Materialien eine standfeste Bude bauen und anschließend diese auch gemeinsam bespielen und das im demokratischen Miteinander, verlangt von allen Beteiligten umfassende Fähigkeiten. zb. Eigensinn, Gemeinsinn: Planung, Absprachen tätigen, Kompromisse eingehen, Materialkenntnisse

16 Die Kinder machen Erfahrungen mit physikalischen Gesetzen. zb. Statik, entwickeln Lösungsstrategien durch Versuch und Irrtum usw.

17 Simon, 3.4 Jahre und Tobias 4.8 Jahre, sammeln gemeinsam unterschiedliche Erfahrungen mit dem Material Holz. Simon schult seine Treffsicherheit, Tobias erprobt den Mechanismus der Zange, Ausdauer und Konzentration ersichtlich

18 Das Aneinanderreihen vieler Schlaufen bereitet Erik 6 Jahre Freude. Außer das er seine Feinmotorik entwickelt, arbeitet er hoch konzentriert und ausdauernd. (Hände waren geschwitzt)

19 Körper Bewegung Gesundheit Klettern, Rutschen, Springen, Hüpfen, Balancieren usw. schulen nicht nur die Grobmotorik sondern entwickelt auch die Sinnestätigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit und beeinflussen die Gefühle.

20 Musik Im Musikbereich finden sich Kinder mit gleichen Interessen. Sie lernen Instrumente kennen und nutzen sie. Sie können noch keine Melodien spielen haben aber Freude und Spaß am gemeinsamen Tätigsein.

21 Musik hat viele Facetten. Beim Bändertanz wird besonders das Rhythmusgefühl angesprochen. Lea und Laetizia lassen die Bänder in vielfältiger Weise nach ihren Empfindungen und ihrem Gehör tanzen. Musik spricht auch bei den Kindern zugleich das Denken,Fühlen und Handeln an.

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