Cyclooxygenase-Hemmer Aspirin & Co. Seminar der Biochemie II Sebastian Gabriel

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Cyclooxygenase-Hemmer Aspirin & Co. Seminar der Biochemie II Sebastian Gabriel"

Transkript

1 Cyclooxygenase-Hemmer Aspirin & Co. Seminar der Biochemie II Sebastian Gabriel

2 Inhalt 1. Arachidonsäure und ihre Derivate 2. COX-Hemmer 3. Aus der Roten Liste...

3 Inhalt 1. Arachidonsäure und ihre Derivate 1.1. Biosynthese der Arachidonsäure-Derivate 1.2. Prostaglandine und Thromboxan Zelluläre Wirkungen Wirkungen auf glatte Muskulatur, Magen-Darm Wirkung auf Entzündung und Schmerz 2. COX-Hemmer 3. Aus der Roten Liste...

4 1. Arachidonsäure und ihre Derivate - Ausgangsstoff aller Eikosanoide: membranständige Arachidonsäure - Arachidonsäure ist eine mehrfach ungesättige ω-6-fettsäure - Freisetzung durch zytosolische Phospholipase cpla 2 aus Membran-Glyceriden bei Bedarf

5 1.1. Biosynthese der Arachidonsäure-Derviate

6 1.1. Biosynthese der Arachidonsäure-Derivate (2) - Zwei relevante Isoformen der COX: COX-1, COX-2 - COX-1: + konstitutiv in den meisten Geweben exprimiert + essenziell für Homöostase und Funktion von Magen und Nieren - COX-2: + bei Entzündungsreaktionen vermehrt gebildet + u.a. für Nierenentwicklung- und homöostase von Bedeutung

7 1.2. Prostaglandine und Thromboxan - PG binden an viele verschiedene G-Protein-gekoppelte Rezeptoren -PGE 2 bindet an vier verschiedene Rezeptoren, die die Adenylatcyclase aktivieren, inhibieren oder die Ca 2+ - Konzentration erhöhen. (Antagonistische Reaktionen!) - Zusätzlich intrazelluläre Rezeptoren vorhanden -> Transskription bestimmter Gene wird reguliert -PGD 2 stimuliert Chemotaxis von Leukozyten

8 Zelluläre Wirkungen -PGE 1, PGE 2 und PGI 2 : vasodilatierend -> RR -PGE 2 und PGI 2 : renale Durchblutung -> Diurese - Endotheliales PGI 2 und thrombozytäres TXA 2 haben antagonistische Effekte: -PGI 2 : vasodilatierend, hemmt Thrombozytenaggregation -TXA 2 : vasokonstriktorisch, fördert Thromboaggregation sowie Entleerung der Thrombozytengranula

9 Glatte Muskulatur, Magen-Darm-Trakt -PGD 2, PGF 2 und TXA 2 : Kontraktion der Bronchialmuskulatur - vor allem COX-1-abhängig gebildete PGE, PGI: + hemmen HCl-Sekretion der Belegzellen im Magen, + fördern Schleim und HCO 3- -Sekretion + wirken in der Magen-Mucosa lokal vasodilatierend + fördern Regeneration des Darmepithels

10 Entzündung und Schmerz - PG (mit anderen Entzündungsmediatoren): Vasodilatation, Kapillarpermeabilität (Schwellung), Fieber, Schmerzempfindlichkeit (Allodynie/Hyperalgesie) - PG (insbesondere PGD) wirken chemotaktisch auf Leukozyten -> Förderung der lokalen Entzündung

11 Entzündung und Schmerz (2) - PG lösen Schmerzen nicht direkt aus! - PGE und PGI fördern Nozizeption auf verschiedenen Ebenen: + Sensibilierung peripherer Schmerzrezeptoren + Hemmung glycinerger Interneurone im RM + Herabsetzen der Erregungsschwelle in schmerzverarbeitenden Neuronen im Gehirn

12 Entzündung und Schmerz (3) - PG stark lipophil -> membrangängig -> Blut-Hirn-Schranken-gängig - PGE bindet an PGE3-Rezeptor, der hauptsächlich im OVLT des Hypothalamus exprimiert ist (Zentrum der Körpertemp-Regulation) - Stimulation von OVLT-Neuronen -> Körpertemp-Anstieg -> Fieber

13 Inhalt 1. Arachidonsäure und ihre Derivate 2. COX-Hemmer 2.1. Wirkungsweise 2.2. Nebenwirkungen 3. Aus der Roten Liste...

14 2. COX-Hemmer - Hemmstoffe der Cyclooxygenase finden seit vielen Jahren Anwendung - Klinisch oft als NSAP (nicht-steroidale Antiphlogistika) bezeichnet - Bekannte Vertreter: Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Celecoxib...

15 2.1. Wirkungsweise - Durch Hemmung von COX-1 und COX-2 wirken NSAPs + analgetisch (schmerzlindernd) + antipyretisch (fiebersenkend) + antiphlogistisch (entzündungshemmend) + Thrombozytenaggregations-hemmend - Bindungstasche für Arachidonsäure der COX wird sterisch blockiert - irreversibel

16 2.1. Wirkungsweise (2) - Beispiel: Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS-ratiopharm, Herz- ASS, ASS Hexal, Aspisol...) - Acetylgruppe wird auf einen Serinrest (Ser513 bei COX-1, Ser530 bei COX-2) übertragen -> Blockade des aktiven Zentrums -> irreversible Hemmung des Enzyms - COX wird neu synthetisiert -> aaa-wirkung hält nur Stunden an

17 2.1. Wirkungsweise (3) - Thrombozytenaggregations-Hemmung beruht auf demselben Mechanismus (Blockade der TXA-Synthese) - Thrombozyten sind kernlos -> keine Proteinbiosynthese - Thrombozytenaggregations-hemmende Wirkung besteht länger (>Tage): neue Thrombozyten müssen im Knochenmark synthetisiert werden

18 2.2. Nebenwirkungen - Synthese ALLER Prostaglandine gehemmt -> auch COX-1- abhängig gebildetet PGI, PGE mit Schutzfunktion -> erhöhtes Risiko für Ulcus ventriculi bei längerer Einnahme - selektive COX-2-Inhibitoren schädigen die Magenwand wesentlich geringfügiger, dafür andere Nebenwirkungen (kardiovaskulär, Niere) - Konstriktion der Bronchialmuskulatur -> Auftreten von Asthma-Anfällen begünstigt

19 Inhalt 1. Arachidonsäure und ihre Derivate 2. COX-Hemmer 3. Aus der Roten Liste Aspirin 3.2. Paracetamol HEXAL 3.3. Voltaren

20 3.1. Aspirin

21 3.1. Aspirin (2)

22 3.2. Paracetamol

23 3.2. Paracetamol (2)

24 3.2. Diclofenac

25 3.2. Diclofenac (2)

26

Eicosanoide. 1. Arachidonsäure. 2. Phospholipase A 2. 3. Cyclooxygenase und ihre Produkte

Eicosanoide. 1. Arachidonsäure. 2. Phospholipase A 2. 3. Cyclooxygenase und ihre Produkte Eicosanoide 1. Arachidonsäure 2. Phospholipase A 2 3. Cyclooxygenase und ihre Produkte 3.1 Isoformen 3.2 Hemmstoffe der Cyclooxygenase 3.3 Prostaglandine und Thromboxane 4. Lipoxygenasen und ihre Produkte

Mehr

2.2.3 Systemische medikamentöse Schmerztherapie

2.2.3 Systemische medikamentöse Schmerztherapie 175 2.2.3 Systemische medikamentöse Schmerztherapie Friedemann Nauck und Lukas Radbruch Inhaltsübersicht Grundlagen Opioide Koanalgetika Praxis der medikamentösen Schmerztherapie Durchbruchschmerzen Schmerztherapie

Mehr

Zyklooxygenase-2-selektive Inhibitoren in der Therapie der Arthrose und der Rheumatoiden Arthritis

Zyklooxygenase-2-selektive Inhibitoren in der Therapie der Arthrose und der Rheumatoiden Arthritis AMB 2000, 34, 73 Zyklooxygenase-2-selektive Inhibitoren in der Therapie der Arthrose und der Rheumatoiden Arthritis Zusammenfassung: Die neuen COX-2-selektiven nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) Rofecoxib

Mehr

Forschungswerkstatt Herz Kreislauf 2007 Neue Daten zu Aspirin. Von Prof. Dr. Stefanie M. Bode Böger

Forschungswerkstatt Herz Kreislauf 2007 Neue Daten zu Aspirin. Von Prof. Dr. Stefanie M. Bode Böger Forschungswerkstatt Herz Kreislauf 2007 Neue Daten zu Aspirin Von Prof. Dr. Stefanie M. Bode Böger Köln (15. März 2007) - Das akute Koronarsyndrom (AKS) ist durch Angina pectoris Beschwerden und Ischämie-typische

Mehr

pharmasella Verkaufstraining Novartis Voltaren Novartis Voltaren /

pharmasella Verkaufstraining Novartis Voltaren Novartis Voltaren / pharmasella Verkaufstraining Novartis Voltaren Pharmasella a division of Creative-Channel Seite 1 von 12 Schmerzmittel in der Apotheke - Ein Update Eine alltägliche Situation in der Apotheke: Der Kunde

Mehr

ENTZÜNDUNG. Lokalisation und Beschränkung Reparation

ENTZÜNDUNG. Lokalisation und Beschränkung Reparation ENTZÜNDUNG Definition: Entzündung ist die Reaktion des Organismus auf die Einwirkung eines Reizes, dessen Intensität so groß ist, dass an seinem Wirkungsort eine Struktur- und Funktionsschädigung entsteht

Mehr

Entstehung und Verarbeitung von Schmerzen. aus: Aktories et al.: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie

Entstehung und Verarbeitung von Schmerzen. aus: Aktories et al.: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie Analgetika I apl. Prof. Dr. med. A. Lupp Institut für Pharmakologie und Toxikologie Universitätsklinikum Jena Drackendorfer Str. 1, 07747 Jena Tel.: (9)325678 oder -88 e-mail: Amelie.Lupp@med.uni-jena.de

Mehr

Antirheumatika eine Übersicht

Antirheumatika eine Übersicht Antirheumatika eine Übersicht Dieter Steinhilber Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt Rheumatische Erkrankungen u.a.: rheumatoide Arthritis Osteoarthrose chronische Polyarthritis

Mehr

Transduktion bei den Nozizeptoren

Transduktion bei den Nozizeptoren Transduktion bei den Nozizeptoren AB 2-1 Aufgabe 1 Beschriften Sie die Abbildung mit folgenden Begriffen: Fasern des Cytoskletts - Zellmembran - Natrium- Ionen - Einströmen von Natrium-Ionen, geschlossener

Mehr

Medikamentöse Schmerztherapie

Medikamentöse Schmerztherapie Medikamentöse Schmerztherapie E. Winter Schmerzzentrum Tutzing Winter 7/99 eigentliche Schmerzmittel Nicht-Opioide Opioide eigentliche Schmerzmittel Opioide Schwache Opioide Starke Opioide WHO-Stufenschema

Mehr

Analgetika sind Medikamente zur Behandlung von Schmerzen. Sie werden in Opioid-Analgetika und Nicht-Opioid-Analgetika unterteilt.

Analgetika sind Medikamente zur Behandlung von Schmerzen. Sie werden in Opioid-Analgetika und Nicht-Opioid-Analgetika unterteilt. Analgetika Analgetika sind Medikamente zur Behandlung von Schmerzen. Sie werden in Opioid-Analgetika und Nicht-Opioid-Analgetika unterteilt. Nicht-Opioid-Analgetika Es gibt drei große Gruppen von Nicht-Opioid-Analgetika:

Mehr

Hormone der Nebennierenrinde

Hormone der Nebennierenrinde Hormone der Nebennierenrinde 1. Glucocorticoide 1.1 Natürliche und synthetische Glucocorticoide 1.2 Biosynthese 1.3 Metabolismus 2. Regulation der Glucocorticoide 3. Wirkungen der Glucocorticoide 3.1 Antiinflammatorische

Mehr

Nonopioidanalgetika bei Kindern

Nonopioidanalgetika bei Kindern Nonopioidanalgetika bei Kindern Nonopioid - Analgetika Wirkungen: analgetisch: schmerzstillend antipyretisch: fiebersenkend antiphlogistisch: entzündungshemmend (spasmolytisch: krampflösend) Nonopioid

Mehr

Entzündungshemmung, Analgesie und Nebenwirkungen

Entzündungshemmung, Analgesie und Nebenwirkungen Antiphlogistika Entzündungshemmung, Analgesie und Nebenwirkungen 5.12.2015 Veterinärmedizinische Universität Wien Wirken Entzündungshemmend Schmerzstillend Fiebersenkend wirken sich günstig auf Allgemeinbefinden

Mehr

Therapie gegen Schmerzen: Schmerzmittel und andere Behandlungen

Therapie gegen Schmerzen: Schmerzmittel und andere Behandlungen Therapie gegen Schmerzen: Schmerzmittel und andere Behandlungen Schmerztherapie Was Schmerzen auslöst Neuropathische Schmerzen durch Chemotherapie Mukositiden, Dermatitiden, Plexopathien und Knochenschmerzen

Mehr

AKTUELLER AKTIONSARTIKEL

AKTUELLER AKTIONSARTIKEL -59% Paracetamol Hexal 500mg ** 20 Tabletten 0,99 : 2,40 Sie sparen 1,41 PZN 03 485 558 Paracetamol Bei Fieber und Schmerzen -37% Thomapyrin intensiv ** 20 Tabletten 4,99 : 7,97 Sie sparen 2,98 PZN 00

Mehr

Erkältet? Schnell ein Aspirin!? Positives und Gefahren. Bozen, 25. Oktober 2009

Erkältet? Schnell ein Aspirin!? Positives und Gefahren. Bozen, 25. Oktober 2009 Erkältet? Schnell ein Aspirin!? Positives und Gefahren. Bozen, 25. Oktober 2009 Eckhard Beubler Institut für Exp. & Klin. Pharmakologie Medizinische Universität Graz Arzneimittel Die willige Bereitschaft,

Mehr

Nicht-Opioid-Analgetika: NSAIDs: Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs. Glucocorticoid-Analoga

Nicht-Opioid-Analgetika: NSAIDs: Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs. Glucocorticoid-Analoga Nicht-Opioid-Analgetika: NSAIDs: Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs Glucocorticoid-Analoga PD Dr. Edith Hintermann pharmazentrum frankfurt Entstehung einer Entzündung Äussere oder innere schädigende

Mehr

Wiederholungsklausur zur Vorlesung Biochemie IV im SS 2000

Wiederholungsklausur zur Vorlesung Biochemie IV im SS 2000 Wiederholungsklausur zur Vorlesung Biochemie IV im SS 2000 am 15.11.2000 von 13.45 15.15 Uhr (insgesamt 100 Punkte, mindestens 50 erforderlich) Bitte Name, Matrikelnummer und Studienfach 1. Wie erfolgt

Mehr

ANALGESIE. Fall 1 53 jähriger Mann BWK-Fraktur. Wie wirken Nicht-Opioide? Nicht-Opioide - Um was geht es? Wie wirken Nicht-Opioide?

ANALGESIE. Fall 1 53 jähriger Mann BWK-Fraktur. Wie wirken Nicht-Opioide? Nicht-Opioide - Um was geht es? Wie wirken Nicht-Opioide? Nicht-Opioide - Um was geht es Wirksamkeit bei allen Stoffklassen gut belegt. Der differenzierte Einsatz der Nicht-Opioide richtet sich in erster Line nach dem individuellen Risikoprofil des Patienten

Mehr

Anhang III. Änderungen der entsprechenden Abschnitte der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und der Packungsbeilagen

Anhang III. Änderungen der entsprechenden Abschnitte der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und der Packungsbeilagen Anhang III Änderungen der entsprechenden Abschnitte der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und der Packungsbeilagen Anmerkung: Diese Änderungen der entsprechenden Abschnitte der Zusammenfassung

Mehr

NSAR Coxibe Clopidogrel

NSAR Coxibe Clopidogrel Antike (Weidenrinde) 1899 Patent (Bayer) COX-1 COX-2 NSAR Coxibe Clopidogrel Entzündung Fieber Gerinnung Acetylsalicylsäure Aspirin (ASS) 58 J, Adipositas, Oberbauchbeschwerden links, +/- schwarzer Stuhl,

Mehr

Dr. M. Looser, Chefarzt Stv., Spital Wil

Dr. M. Looser, Chefarzt Stv., Spital Wil Dr. M. Looser, Chefarzt Stv., Spital Wil Nicht-Opioide - Um was geht es? Wirksamkeit bei allen Stoffklassen gut belegt. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Der differenzierte Einsatz der Nicht-Opioide richtet

Mehr

Praxisorientierte Fortbildung

Praxisorientierte Fortbildung Praxisorientierte Fortbildung Im zweiten Teil der Ausführungen über Schmerzen wollen wir uns mit den verschiedenen Substanzklassen und ihren pharmakologischen Eigenschaften sowie über besondere Betrachtungen

Mehr

Blutdruckregulation. Herz-Kreislaufsystem / Blutdruckregulation

Blutdruckregulation. Herz-Kreislaufsystem / Blutdruckregulation Blutdruckregulation Nach funktionellen Gesichtspunkten unterscheidet man im kardiovaskulären System zwischen einem Hochdruck- und einem Niederdrucksystem. Während auf das Hochdrucksystem 15 % des Blutvolumens

Mehr

Therapie der rheumatoiden Arthritis

Therapie der rheumatoiden Arthritis Therapie der rheumatoiden Arthritis NSAIDs DMARDs Glucocoticoide Pathophysiologie Erstdiagnose Progression Methotrexat RA Pathogenese Genetische Entzündung Disposition Trauma Infektion Abnorme Antigenpräsentation

Mehr

Was ist Wirkstoffdesign?

Was ist Wirkstoffdesign? Was ist Wirkstoffdesign? Eine Einführung für Nicht-Fachleute Arzneimittel hat vermutlich schon jeder von uns eingenommen. Vielleicht hat sich der eine oder andere dabei gefragt, was passiert eigentlich

Mehr

Schmerzmessung. Standardisiertes Schmerzinterview der DGS/DGSS (www.dgss.org.dokumente( Numerische. 10 Visuelle Analogskala

Schmerzmessung. Standardisiertes Schmerzinterview der DGS/DGSS (www.dgss.org.dokumente(  Numerische. 10 Visuelle Analogskala Schmerzmessung Standardisiertes Schmerzinterview der DGS/DGSS (www.dgss.org.dokumente( www.dgss.org.dokumente) Numerische rating skala: : NRS -0 0 Visuelle Analogskala Arbeitskreis A.M.A.D.E.U.S. Grundkurs

Mehr

Praktikum Biochemie B.Sc. Water Science WS Enzymregulation. Marinja Niggemann, Denise Schäfer

Praktikum Biochemie B.Sc. Water Science WS Enzymregulation. Marinja Niggemann, Denise Schäfer Praktikum Biochemie B.Sc. Water Science WS 2011 Enzymregulation Marinja Niggemann, Denise Schäfer Regulatorische Strategien 1. Allosterische Wechselwirkung 2. Proteolytische Aktivierung 3. Kovalente Modifikation

Mehr

Lipide. Prof. Dr. Albert Duschl

Lipide. Prof. Dr. Albert Duschl Lipide Prof. Dr. Albert Duschl Funktionen der Lipide Definition: Lipide sind ölige oder fettige Derivate von Kohlenwasserstoffen. Biologische Lipide sind - Energiespeicher - Membrankomponenten - Pigmente

Mehr

7. Arachidonsäurestoffwechsel: Prostaglandine

7. Arachidonsäurestoffwechsel: Prostaglandine 7. Arachidonsäurestoffwechsel: Prostaglandine Synthese von Prostaglandin (PG) Vorstufen Arachidonsäure wird durch Hydrolyse von Phospholipiden erzeugt Cyclischer und linearer Weg des Arachidonsäurestoffwechsels

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION Previcox 57 mg Kautabletten für Hunde Previcox 227 mg Kautabletten für Hunde

GEBRAUCHSINFORMATION Previcox 57 mg Kautabletten für Hunde Previcox 227 mg Kautabletten für Hunde GEBRAUCHSINFORMATION Previcox 57 mg Kautabletten für Hunde Previcox 227 mg Kautabletten für Hunde 1. NAME/FIRMA UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR

Mehr

Mechanismen und Regulation der HCl Sekretion im Magen und ihre pharmakologische Beeinflussung

Mechanismen und Regulation der HCl Sekretion im Magen und ihre pharmakologische Beeinflussung Mechanismen und Regulation der HCl Sekretion im Magen und ihre pharmakologische Beeinflussung Parietalzellen große Drüsenzellen in der Magenmucosa von Fundus und Corpus mit Eosin stark anfärbbar spalten

Mehr

Bagatellerkrankungen und -verletzungen

Bagatellerkrankungen und -verletzungen Bagatellerkrankungen und -verletzungen Thomas Wuerfel Themenuebersicht Schweigepflicht Hautverletzungen Blutgerinnung Husten, Schnupfen, Heiserkeit Kopf- und Zahnschmerz Analgetika

Mehr

Au Backe, mein Zahn! Schmerzmittel

Au Backe, mein Zahn! Schmerzmittel 1 Schmerzmittel Cornelia Bartels Ein ganz gewöhnlicher Freitag. MÜN- CHEN, 3:30 Uhr in der Wohnung von Herrn S. Langsam erhebt sich Herr S. aus dem Bett. Wie in Trance sucht er nach seinen Pantoffeln und

Mehr

Nozizeption. Pharmakologie Zahnmedizin III, J. Donnerer, A. Heinemann, Rheumatoide Erkrankungen. Analgetika. Schmerzmedikamenten-Klassen

Nozizeption. Pharmakologie Zahnmedizin III, J. Donnerer, A. Heinemann, Rheumatoide Erkrankungen. Analgetika. Schmerzmedikamenten-Klassen Analgetika Pharmakologie Zahnmedizin III, J. Donnerer, A. Heinemann, 2009 Rheumatoide Erkrankungen 7% Rheumatoide Arthritis entzündlich 38% Arthrose (Osteoarthrose) degenerativ; Hüft-, Kniegelenk, Rückenschmerzen

Mehr

Terminologische Interoperabilität bei Arzneimittelinformationen

Terminologische Interoperabilität bei Arzneimittelinformationen Terminologische Interoperabilität bei Arzneimittelinformationen Das klinische Arzneimittelsicherheits-System Erlangen (KLASSE) Manfred Criegee-Rieck MMI GmbH & Institut für f r Exp. und Klin.. Pharmakologie

Mehr

Hämostase - Blutgerinnung

Hämostase - Blutgerinnung Hämostase - Blutgerinnung 1 Überblick zur Blutgerinnung Schritte Primäre Hämostase (vorläufige Blutstillung) Sekundäre Hämostase (endgültige Blutstillung, Blutgerinnung) Dauer Sekunden bis wenige Minuten

Mehr

Grundlagen der Immunologie

Grundlagen der Immunologie Grundlagen der Immunologie 11. Vorlesung Zytokine und ihre Rezeptoren Fundamentale Eigenschaften der Zytokine Niedriges Molekulargewicht (10-40 kda) Glykoproteine werden von isolierten Zellen nach Aktivierung

Mehr

Einfluss von Acetylsalicylsäure auf die Ausschüttung endothelialer Progenitorzellen

Einfluss von Acetylsalicylsäure auf die Ausschüttung endothelialer Progenitorzellen Aus der Medizinischen Klinik II des St. Josef-Hospital Bochum -Universitätsklinikder Ruhr-Universität Bochum Direktor: Prof. Dr. med. A. Mügge Einfluss von Acetylsalicylsäure auf die Ausschüttung endothelialer

Mehr

Entstehung und Verarbeitung von Schmerzen. aus: Aktories et al.: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie

Entstehung und Verarbeitung von Schmerzen. aus: Aktories et al.: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie Analgetika Prof. Dr. med. Amelie Lupp Institut für Pharmakologie und Toxikologie Universitätsklinikum Jena Drackendorfer Str. 1, 07747 Jena Tel.: (9)325678 oder -88 e-mail: Amelie.Lupp@med.uni-jena.de

Mehr

Hämostase. Königin Viktoria mit ihrer Familie ( ) Komponenten: Blutgefäßwand Thrombozyten Gerinnungsfaktoren (Plasmaproteine)

Hämostase. Königin Viktoria mit ihrer Familie ( ) Komponenten: Blutgefäßwand Thrombozyten Gerinnungsfaktoren (Plasmaproteine) Hämostase Königin Viktoria mit ihrer Familie (1819 1901) Komponenten: Blutgefäßwand Thrombozyten Gerinnungsfaktoren (Plasmaproteine) prokoagulatorische Mechanismen antikoagulatorische Mechanismen 1 Pluripotente

Mehr

PACKUNGSBEILAGE EQUIOXX 8,2 mg/g Paste zum Eingeben bei Pferden

PACKUNGSBEILAGE EQUIOXX 8,2 mg/g Paste zum Eingeben bei Pferden PACKUNGSBEILAGE EQUIOXX 8,2 mg/g Paste zum Eingeben bei Pferden 1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST Zulassungsinhaber:

Mehr

Entstehung einer Entzündung. Analgetika/Antiphlogistika: NSAIDs: Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs & Glucocorticoide

Entstehung einer Entzündung. Analgetika/Antiphlogistika: NSAIDs: Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs & Glucocorticoide Analgetika/Antiphlogistika: Entstehung einer Entzündung Äussere oder innere schädigende Elemente NSAIDs: Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs & Glucocorticoide Angeborene Immunabwehr Dr. Edith Hintermann

Mehr

Besonders Ältere profitieren von Celebrex -Therapie

Besonders Ältere profitieren von Celebrex -Therapie Antiphlogistische Schmerztherapie Besonders Ältere profitieren von Celebrex -Therapie Bremen (21. November 2012) Bei der Behandlung von Rheumapatienten steht die Schmerzreduktion und der Erhalt der Alltagsfunktionen

Mehr

Schmerzerkennung, - diagnose und - quan5fizierung

Schmerzerkennung, - diagnose und - quan5fizierung Schmerzerkennung, - diagnose und - quan5fizierung Peter W Kronen DVM, Dr.med.vet, Dip ECVAA Isabelle Iff Dr.med.vet., DipECVAA CertVetAc(IVAS), LicAc (BAWMA), MRCVS Überweisungen an eine Schmerzklinik

Mehr

Kapitel 1. Einleitung

Kapitel 1. Einleitung 1 Kapitel 1. Einleitung Aufgrund ihrer weltweit hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten sind akute Leberentzündungen ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem. Dabei ist die Verbindung von akuter Entzündung

Mehr

Die Zünglein an der Waage

Die Zünglein an der Waage Die Zünglein an der Waage Eicosanoide und ihre Rolle bei physiologischen und pathophysiologischen Prozessen Wie entsteht Schmerz? Und wie kann man ihn lindern? Um diese Fragen beantworten zu können, untersuchen

Mehr

Die Rolle der Ernährung bei Gelenkerkrankungen. Professor Dr. Heinrich Kasper, Universität Würzburg

Die Rolle der Ernährung bei Gelenkerkrankungen. Professor Dr. Heinrich Kasper, Universität Würzburg Die Rolle der Ernährung bei Gelenkerkrankungen Professor Dr. Heinrich Kasper, Universität Würzburg Gesicherte und diskutierte Ansätze für eine Ernährungstherapie bei entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen

Mehr

Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie

Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie Mag. Dr. Sigrun Gundl Landesapotheke Salzburg Linz, 29.10.2010 1 Physiologie des Schmerzes Schmerz = Warnsignal Mechanische, thermische, chemische, elektrische

Mehr

Mach dir die Tage leichter.

Mach dir die Tage leichter. In der Regel schmerzfrei. Mach dir die Tage leichter. Dismenol. Deine Wahl bei Schmerzen. Was versteht man unter Der Regel? Regel ist der umgangssprachliche Ausdruck für die Menstruation oder monatliche

Mehr

Nichtopioidanalgetika ein Update

Nichtopioidanalgetika ein Update Nichtopioidanalgetika ein Update Gudrun Rumpold - Seitlinger Interdisziplinäre Schmerzambulanz Univ. Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Graz 7. Grazer Schmerztag, 29.9.2015 Nichtopioidanalgetika

Mehr

Abschlußklausur Spezielle Pharmakologie WS 2000/2001

Abschlußklausur Spezielle Pharmakologie WS 2000/2001 Abschlußklausur Spezielle Pharmakologie WS 2000/2001 Sitznummer: Name: Vorname: (bitte Angaben in Blockschrift) Geburtsdatum: Unterschrift: Bitte die jeweilige Antwort eindeutig durch Ankreuzen markieren:

Mehr

Klinik des pseudophaken zstoiden Makulaödem (PCMÖ) Zystoides Makulaödem bei Pseudophakie. PCMÖ - Pathogenese ZVV.

Klinik des pseudophaken zstoiden Makulaödem (PCMÖ) Zystoides Makulaödem bei Pseudophakie. PCMÖ - Pathogenese ZVV. Zystoides Makulaödem Pseudophakie Klinik des pseudophaken zstoiden Makulaödem (PCMÖ) J Hillenkamp OP 3-12 Wochen Klinik für Ophthalmologie Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel manchmal:

Mehr

Versuch: Nachweis von Salicylsäure

Versuch: Nachweis von Salicylsäure Philipps-Universität Marburg 11.02.2008 Organisches Grundpraktikum (LA) Katrin Hohmann Assistent: Ralph Wieneke Leitung: Dr. Ph. Reiß WS 2007/08 Gruppe 12, Farb- und Wirkstoffe Versuch: Nachweis von Salicylsäure

Mehr

Glocken-Apotheke Unterlüß Gesa Tietjens (Apothekerin) Schmerzmittel. Starke Schmerzmittel. Schmerzpflaster. Schwache Schmerzmittel

Glocken-Apotheke Unterlüß Gesa Tietjens (Apothekerin) Schmerzmittel. Starke Schmerzmittel. Schmerzpflaster. Schwache Schmerzmittel Glocken-Apotheke Unterlüß Gesa Tietjens (Apothekerin) Schmerzmittel Starke Schmerzmittel Schmerzpflaster Schwache Schmerzmittel 30.08.2011 GT 1 Starke Schmerzmittel = Opioid-Analgetika Morphin MST-Mundipharma,

Mehr

Grundlagen der Physiologie. Torsten E. Wieden Schmerzzentrum Celle 2008. des Schmerzes

Grundlagen der Physiologie. Torsten E. Wieden Schmerzzentrum Celle 2008. des Schmerzes Grundlagen der Physiologie Torsten E. Wieden Schmerzzentrum Celle 2008 des Schmerzes Grundlagen Schmerzverarbeitung Ein Sinnesreiz wird von einem Rezeptor aufgenommen Nachgeordnete neuronale Strukturen

Mehr

Kompetenzfeld Allergie. Immunologische Grundlagen der Allergie

Kompetenzfeld Allergie. Immunologische Grundlagen der Allergie Kompetenzfeld Allergie Immunologische Grundlagen der Allergie O. Utermöhlen Inst. Med. Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene Definitionen Allergie (Pirquet) Veränderte, d.h. gesteigerte oder verminderte

Mehr

Doping im Breitensport 2014

Doping im Breitensport 2014 Doping im Breitensport 2014 Dr. med. Robert Margerie Gesund bewegen. Doping - Definition Versuch der Leistungssteigerung durch Anwendung von Substanzen der verbotenen Wirkstoffgruppen oder durch Anwendung

Mehr

Danilon Equidos 1,5 g Granulat für Pferde und Ponys

Danilon Equidos 1,5 g Granulat für Pferde und Ponys Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angabe Gebrauchsinformation Danilon Equidos 1,5 g Granulat für Pferde und Ponys Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich, des

Mehr

Tauchen und Schmerzmittel. Tauchen wir ein in die Welt der Medikamente

Tauchen und Schmerzmittel. Tauchen wir ein in die Welt der Medikamente Tauchen wir ein in die Welt der Medikamente Was ist Schmerz? Schmerz ist ein unangenehmes, heftiges Sinnes- und Gefühlserlebnis (Symptom), welches mit Gewebeschädigungen (Ursache) verbunden ist. Schmerzempfindung

Mehr

Abbildungen Schandry, 2006 Quelle: www.ich-bin-einradfahrer.de Abbildungen Schandry, 2006 Informationsvermittlung im Körper Pioniere der Neurowissenschaften: Santiago Ramón y Cajal (1852-1934) Camillo

Mehr

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics)

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics) 1 Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics) 1. Bezeichnung des Tierarzneimittels: METAPYRIN 500 mg/ml Injektionslösung für Pferde,

Mehr

Entwicklungs /gewebespezifische Genexpression. Coexpression funktional überlappender Gene

Entwicklungs /gewebespezifische Genexpression. Coexpression funktional überlappender Gene Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Konzepte: Entwicklungs /gewebespezifische Genexpression Coexpression funktional überlappender Gene Positive Genregulation Negative Genregulation cis /trans Regulation

Mehr

(Patho)Physiologie von Verdauung und Resorption

(Patho)Physiologie von Verdauung und Resorption (Patho)Physiologie von Verdauung und Resorption Gliederung Funktionelle Anatomie - Aufbau des Magens und der Magenschleimhaut Mechanismen der Magensaftbildung & der Magenschleimhaut - Mechanismen der Protonensekretion

Mehr

GOLD INDUCED CYTOKINES

GOLD INDUCED CYTOKINES GOLD INDUCED CYTOKINES BACKGROUND / INTRO Altersbedingte degenerative Veränderungen können in einem Spätstadium zu Zerstörung und Funktionseinbuße der betroffenen Gewebestrukturen führen - Entwicklungsstörungen,

Mehr

Mefenaminsäure 2-(2,3-Dimethylanilino)benzoesäure,

Mefenaminsäure 2-(2,3-Dimethylanilino)benzoesäure, Mefenaminsäure 2-(2,3-Dimethylanilino)benzoesäure, Peter Bützer Inhalt 1 Chemische Charakterisierung... 1 2 Markennamen... 2 3 Galenische Form, Wirkstoffmenge pro Dosis... 2 4 Wirkung... 2 5 Indikationen/Anwendungen...

Mehr

1 Was ist Asthma? Funktion und Aufbau der Lunge

1 Was ist Asthma? Funktion und Aufbau der Lunge Kapitel 1 1 1 Was ist Asthma? Funktion und Aufbau der Lunge Die wichtigste Aufgabe der Lunge ist die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid (verbrauchter Luft). Am günstigsten ist es,

Mehr

Ulcus-Therapeutika. Behandlung der Reflux-Krankheit. Dr. L. Köles

Ulcus-Therapeutika. Behandlung der Reflux-Krankheit. Dr. L. Köles Ulcus-Therapeutika. Behandlung der Reflux-Krankheit 2015 Dr. L. Köles koles.laszlo@med.semmelweis-univ.hu www.semmelweispharma.com Therapie von Magen- und Duodenalulzera Ein Magen- oder Duodenalgeschwür

Mehr

- Immunsuppressiva - ein kleiner Überblick. Pneumologie Allergologie Dr. med C. v. Mallinckrodt

- Immunsuppressiva - ein kleiner Überblick. Pneumologie Allergologie Dr. med C. v. Mallinckrodt - Immunsuppressiva - ein kleiner Überblick Pneumologie Allergologie Dr. med C. v. Mallinckrodt 1. Einleitung: Die meisten Studien beziehen sich auf Nieren Leber oder Pankreastransplantationen und weniger

Mehr

Paracetamol (Acetaminophen)

Paracetamol (Acetaminophen) Paracetamol (Acetaminophen) Anilinderivate Ben-u-ron, Paracetamol Stada, etc. antipyretisch, analgetisch, nur sehr gering antiphlogistisch allergische Hauterkrankungen, Kopfschmerzen, Bronchospasmus, Nieren-,

Mehr

Vorsicht Wechselwirkung! Arzneimittel sicher kombinieren. Dr. Jens Schmitz Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie Universität Würzburg

Vorsicht Wechselwirkung! Arzneimittel sicher kombinieren. Dr. Jens Schmitz Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie Universität Würzburg Vorsicht Wechselwirkung! Arzneimittel sicher kombinieren Dr. Jens Schmitz Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie Universität Würzburg Bei der Verwendung einer Kombination von zwei oder mehr Arzneistoffen

Mehr

Schmerztherapie 2015 Herausforderung für die Pflege. Andrea Tschopp MSc Palliativ Support GmbH

Schmerztherapie 2015 Herausforderung für die Pflege. Andrea Tschopp MSc Palliativ Support GmbH Schmerztherapie 2015 Herausforderung für die Pflege Andrea Tschopp MSc Palliativ Support GmbH Fakten Schmerzsituation 60 80% der 60 90 jährigen Menschen sind chronische Schmerzpatienten 50-80% der Bewohner

Mehr

Wechselwirkungen der Medikamente

Wechselwirkungen der Medikamente Wechselwirkungen der Medikamente 9. Bayerischer Selbsthilfekongress in Landshut am 25. Oktober 2013 Sonja Stipanitz, Landesbeauftragte für Selbsthilfegruppen Gliederung Was ist eine Wechselwirkung? Welche

Mehr

Inhaltsverzeichnis TEIL 1: Schmerz Physiologie und Pathophysiologie TEIL 2: Schmerztherapie TEIL 3: Arzneimittelabgabe und Beratung in der Apotheke

Inhaltsverzeichnis TEIL 1: Schmerz Physiologie und Pathophysiologie TEIL 2: Schmerztherapie TEIL 3: Arzneimittelabgabe und Beratung in der Apotheke im Rahmen der Selbstmedikation 1 Punkt für Apotheker/PTA Zertifiziert von der Apothekerkammer Inhaltsverzeichnis TEIL 1: Schmerz Physiologie und Pathophysiologie TEIL 2: TEIL 3: Arzneimittelabgabe und

Mehr

Von Menschen, Mäusen, Molekülen

Von Menschen, Mäusen, Molekülen Über medikamentöse Maßnahmen Ständig geistern Informationen über womöglich vorbeugend wirksame Ernährungsformen, Lebensmittel oder pflanzliche Extrakte durch die Presse. Manche Menschen schwören auf die

Mehr

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics)

Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics) Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics) 1. Bezeichnung des Tierarzneimittels: Nefotek 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder,

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER Strepsils 8,75 mg Lutschtabletten Wirkstoff: Flurbiprofen 8,75 mg Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen

Mehr

Recherche zum Produkt:

Recherche zum Produkt: Am Anfang meiner Versuche musste ich mich für ein mittel (Lebensmittel, Genussmittel oder Arzneimittel) entscheiden. In meinem Fall war es das Arzneimittel Mexalen. Recherche zum Produkt: Name: Herstellerfirma:

Mehr

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten

Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Übung 11 Genregulation bei Prokaryoten Konzepte: Differentielle Genexpression Positive Genregulation Negative Genregulation cis-/trans-regulation 1. Auf welchen Ebenen kann Genregulation stattfinden? Definition

Mehr

KONSENSLEITLINIEN DER IFSM UND AAFP Langzeitanwendung von NSAIDs bei Katzen

KONSENSLEITLINIEN DER IFSM UND AAFP Langzeitanwendung von NSAIDs bei Katzen Journal of Feline Medicine and Surgery (2010) 12, 521 538 doi:10.1016/j.jfms.2010.05.004 2010 veröffentlicht von Elsevier Ltd. im Auftrag von ISFM und AAFP SONDERARTIKEL KONSENSLEITLINIEN DER IFSM UND

Mehr

Asmaa Mebrad Caroline Mühlmann Gluconeogenese

Asmaa Mebrad Caroline Mühlmann Gluconeogenese Gluconeogenese Asmaa Mebrad Caroline Mühlmann 06.12.2004 Definition: wichtiger Stoffwechselweg, bei dem Glucose aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorstufen synthetisiert wird Ablauf bei längeren Hungerperioden dient

Mehr

2.1. Allgemeine Sinnesphysiologie

2.1. Allgemeine Sinnesphysiologie 2.1. Allgemeine Sinnesphysiologie Sender Licht Druck Schallwellen Sendecode Mechanorezeptor Selektiv - sensitiver Übersetzer Verstärker Empfänger neurales Signal Reiz Strukturelle Änderung der Membrankanäle

Mehr

Endspurt Klinik Skript 16: Pharmakologie

Endspurt Klinik Skript 16: Pharmakologie Endspurt Klinik Endspurt Klinik Skript 16: Pharmakologie 1. Auflage 2015. Buch. 157 S. Kartoniert ISBN 978 3 13 174551 4 Format (B x L): 21 x 28 cm Gewicht: 480 g Weitere Fachgebiete > Medizin > Sonstige

Mehr

Hilfe bei Rückenschmerzen - Ohne Medikamente. - Information für Ärzte und Therapeuten -

Hilfe bei Rückenschmerzen - Ohne Medikamente. - Information für Ärzte und Therapeuten - Hilfe bei Rückenschmerzen - Ohne Medikamente - Information für Ärzte und Therapeuten - Das Verfahren im bomedus Rückenband wurde seit 2012 mit dem Universitätsklinikum Bonn in klinischen Studien erforscht.

Mehr

Auswirkungen von chronischem Stress

Auswirkungen von chronischem Stress Auswirkungen von chronischem Stress PD Dr. rer. nat. Gabriele Flügge Deutsches Primatenzentrum, Göttingen Was ist Stress? Eine starke Belastung, die Gehirn und Körper aktiviert. Stress ist lebensnotwendig...

Mehr

Acetylsalicylsäure Synthese, qualitative bzw. quantitative Analyse und Vergleich mit einem stärker wirksamen Analgetikum

Acetylsalicylsäure Synthese, qualitative bzw. quantitative Analyse und Vergleich mit einem stärker wirksamen Analgetikum Leitner Andreas, 8.b Acetylsalicylsäure Synthese, qualitative bzw. quantitative Analyse und Vergleich mit einem stärker wirksamen Analgetikum Einleitung Heutzutage werden jährlich mehr als 44 000 Tonnen

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Anwender. Cyprostol - Tabletten Wirkstoff: Misoprostol

Gebrauchsinformation: Information für Anwender. Cyprostol - Tabletten Wirkstoff: Misoprostol 1 Gebrauchsinformation: Information für Anwender Cyprostol - Tabletten Wirkstoff: Misoprostol Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen,

Mehr

Weihrauch und Tumore

Weihrauch und Tumore Weihrauch und Tumore Der Weihrauch ist entzündungshemmend, immunmodulierend und tumorhemmend bzw. reparierend. Er ist z.b. ähnlich stark wie Cortison, hat aber keine Nebenwirkungen. Hauptwirkstoff sind

Mehr

Therapie chronischer Schmerzen: Update 1

Therapie chronischer Schmerzen: Update 1 Therapie chronischer Schmerzen: Update 1 Teil 1: Einführung, Einteilung von Schmerzen und Therapie mit Nicht-Opiat-Analgetika Helmut Gerber a, Patrick Willimann b, Christoph Konrad a a Klinik für Anästhesie,

Mehr

Praktische Schmerztherapie bei Nierenpatienten. Vortragender: OA Dr. Albert Fürnschlief Landesklinikum Amstetten/ Innere Medizin

Praktische Schmerztherapie bei Nierenpatienten. Vortragender: OA Dr. Albert Fürnschlief Landesklinikum Amstetten/ Innere Medizin Praktische Schmerztherapie bei Nierenpatienten Vortragender: OA Dr. Albert Fürnschlief Landesklinikum Amstetten/ Innere Medizin ... aus internistischer Sicht... soll Wissen für eine sinnvolle Analgetikatherapie

Mehr

G-Protein gekoppelte Rezeptoren. Prof. Dr. Albert Duschl

G-Protein gekoppelte Rezeptoren. Prof. Dr. Albert Duschl G-Protein gekoppelte Rezeptoren Prof. Dr. Albert Duschl Rezeptoren Rezeptoren können intrazellulär vorliegen, wie die Steroidrezeptoren aber die meisten Rezeptoren sind Transmembranproteine der Plasmamembran

Mehr

Wird Ihr Leben von schwerem Asthma beherrscht? Ein Patienten-Leitfaden zur bronchialen Thermoplastie

Wird Ihr Leben von schwerem Asthma beherrscht? Ein Patienten-Leitfaden zur bronchialen Thermoplastie Wird Ihr Leben von schwerem Asthma beherrscht? Ein Patienten-Leitfaden zur bronchialen Thermoplastie Wird Ihr Leben von schwerem Asthma beherrscht? Es gibt ein neues innovatives Verfahren, das eine Lebensveränderung

Mehr

Das Rauchen verursachte in meiner Untersuchung eine dramatische Konzentrationssteigerung von Norharman und eine etwas geringere

Das Rauchen verursachte in meiner Untersuchung eine dramatische Konzentrationssteigerung von Norharman und eine etwas geringere 5. Fazit Es ist beachtenswert, dass sowohl Harman (3,6 µg/g gerauchtem Tabak) als auch Norharman (12,6 µg/g gerauchtem Tabak) im Zigarettenrauch in hohen Konzentrationen vorkommen (Poindexter, 1962). Harman

Mehr

Entwicklung und Optimierung von in vitro Testverfahren zur Evaluierung von antiinflammatorisch wirkenden Arzneistoffen

Entwicklung und Optimierung von in vitro Testverfahren zur Evaluierung von antiinflammatorisch wirkenden Arzneistoffen Entwicklung und Optimierung von in vitro Testverfahren zur Evaluierung von antiinflammatorisch wirkenden Arzneistoffen DISSERTATION der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Eberhard-Karls-Universität

Mehr

Bei schmerzhaften Entzündungen im Mund und Rachen

Bei schmerzhaften Entzündungen im Mund und Rachen Bei schmerzhaften Entzündungen im Mund und Rachen Eine Entzündung ist an sich keine Krankheit, sondern die Reaktion des Gewebes auf eine Schädigung von außen oder innen, wie z.b. Verletzungen oder Infektionen

Mehr

Einfluß des Cyclooxygenase-2-Inhibitors NS-398

Einfluß des Cyclooxygenase-2-Inhibitors NS-398 Aus dem Institut für Pathologie der Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin DISSERTATION Einfluß des Cyclooxygenase-2-Inhibitors NS-398 auf Proliferation und Apoptose von Ovarialkarzinomzellinien

Mehr

Aromapflege bei Schmerzen. Schulung vor Ort / 16.04.2015

Aromapflege bei Schmerzen. Schulung vor Ort / 16.04.2015 Aromapflege bei Schmerzen Schulung vor Ort / 16.04.2015 Aromapflege bei Schmerzen Aromapflege allgemein Anwendungen Analgetische Wirkung der ätherischen Öle Schmerzmischungen Fazit 2 Aromapflege bei Schmerzen

Mehr

Ödeme, Hypertonie und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAID - Behandlung berichtet.

Ödeme, Hypertonie und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAID - Behandlung berichtet. Alle rezeptpflichtigen nicht-selektiven NSAIDs zur systemischen Anwendung Für alle Präparate ohne fixes Dosierungsschema: 4.2. Dosierung, Art und Dauer der Anwendung 4.3. Gegenanzeigen Schwere Herzinsuffizienz

Mehr

Opioide & Opioidrezeptoren

Opioide & Opioidrezeptoren Opioide & Opioidrezeptoren Geschichte des Opiums: Opium ist ein getrockneter Milchsaft, der aus den Samenkapseln des Schlafmohnes gewonnen wird. Dazu wird die Samenkapsel angeritzt, der austretende Saft

Mehr