Anforderungsprofil für Regionale Entwicklungsleitbilder

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1 Anforderungsprofil für Regionale Entwicklungsleitbilder Vorbemerkung Mit Einführung der neuen Regionalstruktur in der Steiermark eröffnen sich große Chancen und Potentiale, in der Projektentwicklung Synergien aus den unterschiedlichsten Themenbereichen auszuloten, zu koordinieren und im Sinne der Lebensqualität in den Region optimal einzusetzen. Der neu eingerichtete Regionalvorstand als operatives Gremium der Regionalversammlung bedient sich dabei als federführende Institution der regionalen Entwicklung einer operativen Einheit (GmbH), um effizient und effektiv regionale Projektentwicklung zu betreiben. Integriert werden können dabei regionale Institutionen, Entwicklungsvereine etc. Als zentrales Arbeitsinstrument ist für die Region das Regionale Entwicklungsleitleitbild zu sehen. Auch bisher gab es Prozesse auf regionaler Ebene zur Erstellung von Leitbildern wobei die Regionsgröße, die inhaltlichen Schwerpunkte, die Prozesse selbst und viele weitere Aspekte stark variierten. Zudem waren bzw. sind für verschiedene Instrumente wie z.b. die LEADER Managementpläne (REP - Regionale Entwicklungspläne) sehr weitgehende Programmvorgaben bei der Erstellung zu beachten. Das vorliegende Anforderungsprofil ist für die regionale Ebene vorgesehen. Es sollen soweit als möglich innerregionale Prozesse integriert, Synergien genutzt und abgestimmte Ziele und Maßnahmen für alle räumlichen Ebenen erreicht werden. Inhalt: 1. Grundsätze für Regionale Entwicklungsleitbilder Struktur des Regionalen Leitbildes Strukturanalyse der Region im erweiterten Kontext Leitthemen zur Priorisierung von Entwicklungsmaßnahmen Leitprojekte als bestimmende Maßnahmen der Planungsperiode Regionale Struktur und Projektträger Evaluierung und Auditierung Prozess zur Erstellung des Leitbildes Rahmenbedingungen: Zeitrahmen, Dauer, Budget

2 1. Grundsätze für Regionale Entwicklungsleitbilder Mit der nun neuen Generation an regionalen Entwicklungsleitbildern, wie sie für alle 7 Regionen der Steiermark als Basis der Regionalentwicklung erarbeitet werden sollen, sind aus Sicht der fördernden Landesdienststelle Abteilung 7 Landes- und Gemeindeentwicklung folgende Grundsätze umzusetzen: - Die Leitbilder umfassen räumlich den gesamten Bereich der Regionen lt. Landesentwicklungsprogramm 2009 und integrieren räumliche und thematische Spezifika innerhalb der Regionen. Sie haben die Gegebenheiten sowohl in den Teilregionen, den Nachbarregionen als auch auf Landesebene zu berücksichtigen. Dies soll die optimale Nutzung der regionalen Entwicklungspotentiale ermöglichen (Effizienz) und kontraproduktive Entwicklungsabsichten vermeiden. - Im Leitbildprozess ist für die Entwicklungsleitlinien ein Planungshorizont von 20 Jahren heranzuziehen, wenngleich als konkretes Arbeitsergebnis ein Arbeitsprogramm für 6-7 Jahre erstellt werden soll. Dies orientiert sich an den Programmplanungsperioden der EU ( , etc.). Für die folgenden Programmplanungsperioden sind Evaluierungsergebnisse und Adaptierungen an jeweils geänderte Rahmenbedingungen heranzuziehen. - Die Entwicklungsplanung ist nicht sektoral inhaltlich beschränkt: es müssen alle relevanten Entwicklungstrends der Regionen berücksichtigt und entsprechende Strategien abgeleitet werden. Das Erstellen von Programmplanungsdokumenten der Regionen ist erst nachgereiht als Output der gesamten Entwicklungsplanung zu sehen, jedoch sind die Planungsvorgaben und EU-Strategien ein notwendiger Bezugsrahmen der Leitbilder. - Darüber hinaus soll die regionale Analyse sowie die räumliche Schwerpunktbildung in der Regionalentwicklung auch als einheitliche Basis für weitere Planungen (z.b. Regionale Entwicklungsprogramme, Regionale Verkehrskonzepte etc.) herangezogen werden können. - Der Bezug zu Entwicklungstrends und strategien auf Landesebene ist umfassend herzustellen, einerseits um entsprechende Unterstützung für regionale Strategien zu finden (Integration in Landesstrategien) und andererseits nachfolgende konkrete Projektförderungen auf Landesebene zu ermöglichen. Leitprojekte, welche die regionale Entwicklung entscheidend gestalten sollen, sind bereits im Vorfeld mit relevanten Landesdienststellen zu diskutieren bzw. abzustimmen. - Der Leitbildprozess auf regionaler Ebene integriert die Entwicklungsplanungen für das LEADER-Programm Steiermark. Dabei ist grundsätzlich auf erfolgreiche Entwicklungen aufzubauen bzw. sind langfristig angelegte Strategien unter Beachtung von Vorgaben durch die EU-Kommission bestmöglich weiterzuführen. Dies erfordert innerhalb der Region eine inhaltliche Abstimmung bzw. eine räumliche Schwerpunktbildung. Die künftige LEADER-Gebietskulisse hat den inhaltlichen Zielen der Region bzw. des Entwicklungsleitbildes und den Anforderungen einer effizienten Abwicklungsstruktur zu folgen. Verantwortliche aus den LEADER-Regionen sind verpflichtend im Leitbildprozess zu beteiligen. - Neben der inhaltlichen Bearbeitung sind auch regionale Strukturen im Leitbildprozess anzusprechen. So können z.b. verschiedene Themenbereiche bzw. Institutionen in Hinblick 2

3 auf Synergien im Rahmen der Regions-GmbHs zusammengeführt werden. Dies umfasst auch die gebietsmäßige Abgrenzung der lokalen Aktionsgruppen des LEADER-Programmes bis hin zur personellen Besetzung der Gremien. - Die Erarbeitung sowie Endfassung der Leitbilder soll in den Regionen steiermarkweit einheitlich erfolgen, um Vergleichbarkeit und Koordination zwischen den Regionen und zur Landesebene herstellen zu können. Das umfasst vergleichbare Datengrundlagen zur Beurteilung der Ausgangslage (wie z.b. Regionsprofile) ebenso wie verpflichtende Prozessschritte zur Abstimmung mit Landesstrategien bzw. dienststellen und eine vorgegebene Gliederung und Gestaltung der Leitbilder. Dies ist aus Sicht der Landesebene eine Voraussetzung, um eine effiziente Unterstützung der regionalen Entwicklungspotentiale gewährleisten zu können. - In den Leitbildprozessen sind die regionalwirtschaftlichen Effekte explizit darzustellen und bei der Priorisierung von Maßnahmen (Leitprojekte) heranzuziehen. - Demographische Entwicklungen (Trends, Prognosen) müssen maßgeblich die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen und Priorisierungen bestimmen. Dabei sind unterschiedliche Bevölkerungsgruppen mit den jeweiligen Ansprüchen bestmöglich im Erstellungsprozess wie nachfolgend in der Umsetzung einzubeziehen. 2. Struktur des Regionalen Leitbildes Das Regionale Leitbild folgt grundsätzlich folgender Gliederung: 1. Strukturanalyse der Region im erweiterten Kontext 2. Leitthemen zur Priorisierung von Entwicklungsmaßnahmen 3. Leitprojekte als bestimmende Maßnahmen der Planungsperiode 4. Regionale Struktur und Projektträger 5. Evaluierungssystem inkl. Indikatorenauswahl Dazu ist eine kurze, allgemein verständliche Zusammenfassung zu erstellen. Gemäß 5 Abs. 2) Landesentwicklungsprogramm 2009 sind weiters Methodik und Projektablauf bei der Leitbilderstellung, beteiligte Institutionen / Personen sowie eine Evaluierung des Leitbildprozesses in Anhängen zu dokumentieren Strukturanalyse der Region im erweiterten Kontext Der Strukturanalyse kommt im gesamten Leitbildprozess eine tragende Rolle zu: einerseits sind hier die Potentiale und Defizite der Region herauszuarbeiten, andererseits muss aber auch die vergleichende Einordnung im Kontext der Steiermark sowie der anderen Regionen eine Bewertung der eigenen Stärken und Schwächen ermöglichen (empfohlene Methodik Innovationskompass ). Als regionalstatistische Basis für diese Analyse werden von der Abteilung 7 Landes- und Gemeindeentwicklung sogenannte Regionsprofile sowie ein korrespondierendes Steiermark-Profil zur Verfügung gestellt. Diese Regionsprofile sind in spezifischen Fragestellungen der Region zu vertiefen. Dabei soll intensiver Kontakt mit den zuständigen Landesdienststellen gepflegt werden, um einerseits 3

4 vorhandene Daten und Materialien zu nutzen und andererseits entsprechend abgestimmte Aussagen den weiteren Arbeitsschritten zugrunde legen zu können. Dies gilt in besonderem Maße auch der Interpretation und Bewertung der regionalen Charakteristika. Erst die Einordnung in den Landes-Kontext erlaubt eine Bewertung, welche in späterer Folge zu einer umsetzungsorientierten Priorisierung von Themen, Maßnahmen und Projekten führen muss. Eine resultierende Darstellung von Stärken und Schwächen ist insbesondere in Form von Risiko- bzw. Chancenketten zu erarbeiten. D.h. positive und negative Wirkungsketten oder Spiralen sollen auf entsprechende Eingriffsmöglichkeiten hin untersucht werden, um Trends besonders wirksam und effizient an geeigneter Stelle gezielt fördern oder auch unterbrechen zu können. Als wichtiger Input sind dabei heranzuziehen: - Evaluierungsergebnisse der bisherigen Entwicklungsprozesse (inkl. Umsetzung der EU- Programme seit 1995) - Analyse der Akteure und Netzwerke hinsichtlich der Potentiale zur weiteren Beteiligung an Umsetzungsmaßnahmen. Als Ergebnis sind leicht verständliche, graphisch aufbereitete Darstellungen mit den wichtigsten Stärken und Schwächen zu erarbeiten Leitthemen zur Priorisierung von Entwicklungsmaßnahmen Dieses inhaltliche Herzstück des gesamten Leitbildes ist im gesamten Kontext der Regionalentwicklung zu erarbeiten. Einerseits müssen die zukünftigen Themen auf der Stärken- Schwächen-Analyse sowie den bisherigen Entwicklungen aufsetzen (nach entsprechenden Erfahrungswerten fortführen oder auch mit geringerer Priorität versehen), andererseits aber auch in den Kontext der EU-Prioritäten mit den entsprechenden Förderprogrammen und in die Landesstrategien eingepasst werden. Zu beachten ist hier, dass das gesamte Themenspektrum der Regionalen Entwicklung betrachtet werden soll. Der Fokus liegt also nicht auf den Programminhalten der einen oder anderen Förderschiene oder der am weitesten entwickelten Umsetzungsorganisation in der Region, sondern auf den Bedürfnissen der Bevölkerung in der Region, ihren Ansprüchen an Lebensqualität und Versorgungssicherheit, Anforderungen von Jugendlichen, Frauen und Männern an Bildungs- und Arbeitsplatzmöglichkeiten etc. Als wesentlicher Baustein dieses Kapitels ist eine räumlich - schematische Darstellung der beabsichtigten Entwicklung bzw. der Leitthemen, ein sogenanntes Strukturbild der Region, zu erarbeiten. Dies bedeutet, dass auch die Diskussion in der Region geführt werden muss, wo entsprechende thematische Schwerpunkte (z.b. Tourismus, Kultur, bestimmte Wirtschaftszweige wie Holzwirtschaft etc.) und Leitprojekte (s.u.) festgemacht werden können. Dies ist sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Akteurs- und Netzwerkebene zu betrachten. In Diskussion und Abstimmung mit den zuständigen Landesdienststellen können so zukünftige Projekte genauer definiert werden und für die 4

5 gesamte Periode entsprechende Projektpriorisierungen nachvollziehbarer gestaltet werden 1. Darüber hinaus wird diese Darstellung der Schwerpunkte innerhalb einer Region in der Diskussion über zukünftige Umsetzungsstrukturen wie z.b. Leader eine entscheidende Rolle spielen. Zur Begründung und genaueren Definition von Leitthemen in einer Region sind folgende weitere Aspekte integriert zu behandeln bzw. darzustellen: - Vorhandene Umsetzungsstrukturen, -partner und Netzwerke in der Region - Angaben zu Zielgrößen - Grundsätze zur Auditierung von Projekten(s. Kap. 2.5): mithilfe einer Auditierung soll beurteilt werden können, in wie weit Projekte / Vorhaben Beiträge zur Verwirklichung der thematischen Entwicklungsziele liefern können. Konsequenz daraus ist eine nachvollziehbare Priorisierung von Projektförderungen, um bei beschränkten Fördermitteln optimale regionale Wirkung erzielen zu können Leitprojekte als bestimmende Maßnahmen der Planungsperiode Leitprojekte können als sogenannte Zugpferde der Regionalentwicklung bezeichnet werden. Sie sind gekennzeichnet durch - einen besonders hohen Beitrag zur Erfüllung der Regionalen Entwicklungsziele - einen sektor- bzw. themenübergreifenden Ansatz - einer langfristigen bzw. nachhaltigen Wirkungsdauer - hohe Beteiligung nicht-öffentlicher Projektpartner - gesicherte Finanzierungsbasis Zur Sicherung einer planmäßigen Projektumsetzung sind im Zuge der Leitbilderstellung umfangreiche Abstimmungsgespräche mit relevanten Landesdienststellen bzw. Förderstellen durchzuführen. Wie im Zuge der Leitthemenidentifizierung sind auch bei Leitprojekten die Prioritäten relevanter Landesstrategien inhaltlich und in der Finanzierungsplanung entsprechend zu berücksichtigen. Für die Erarbeitung der LEADER Entwicklungspläne sind die definierten Leitprojekte mit entsprechenden Businessplänen zu unterlegen, in denen das erforderliche Budget inkl. vorhandener Eigenmittelanteile, die Projekt- sowie Projektträgerstruktur und die Meilensteinplanung inkl. STOP and GO Evaluierungssystem abgebildet wird Regionale Struktur und Projektträger Wie oben unter 2.2 dargelegt ist im Leitbildprozess ein weiter Rahmen der Regionsentwicklung zu betrachten. Wenn inhaltlich mehr als nur Projekte passend zu einzelnen Förderschienen entwickelt werden sollen, so sind auch strukturell die Leitlinien für ein effektives und effizientes Regionsmanagement im umfassenden Sinne zu setzen. Mit der Gründung von Regionalen Entwicklungsgesellschaften durch die jeweiligen Regionalvorstände entstehen hier neue, professionelle Organisationen, denen verschiedenste Aufgaben zugeordnet werden können. 1 Zugleich ist diese räumliche Darstellung eine Basis für die Überarbeitung der Regionalen Entwicklungsprogramme, wo nach entsprechenden Prioritäten Flächenvorsorge im regionalen Kontext getroffen werden kann. 5

6 Diese müssen wiederum auf etablierte Netzwerke und kompetente Projektträger in der Region zurückgreifen können. In der Entwicklungsarbeit der Region soll schließlich die Abwicklungsstruktur zur optimalen Umsetzung von Entwicklungszielen dienen. Adäquat zum vernetzten Denken der Regionalentwicklung sollten daher auch Strukturen mit verschiedenen Kompetenzen unter einem Dach zusammengefasst werden. Synergien sowohl in thematischer Hinsicht als auch in Hinblick auf Kosten der Managementinfrastruktur sind bestmöglich zu nutzen. Als Richtschnur ist hier das oben erwähnte Strukturbild der Region heranzuziehen. Beispiel: Ergeben sich für bestimmte Bereiche einer Region sehr eigenständige Entwicklungsthemen, könnten hier eigene Umsetzungsstrukturen durchaus sinnvoll eingerichtet werden (Leader). Sind die bedeutenden Themen generell auf Ebene der Region oder z.b. Leader-Regions-übergreifend angesiedelt, so wird die Konzentration der Managementstruktur bei der Regions-GmbH zielführend sein. Details zur Etablierung / Einführung der Strukturen werden im laufenden Prozess der GmbH- Gründungen ausgearbeitet. Darüber hinaus sind Lösungen zur effizienten Verwaltung bei gleichzeitiger Projektbetreuung vor Ort zu erarbeiten (s. auch Kap. 2.5) 2.5. Evaluierung und Auditierung In der laufenden Programmplanungsperiode wurde in der Region Obersteiermark West ein beispielgebendes Verfahren zur objektivierten Projektbeurteilung etabliert. Mittels einer sog. Auditierung werden Projektvorhaben auf ihre Kompatibilität mit den Entwicklungszielen der Region hin bewertet. Anhand vorgegebener Kriterien erhalten Entscheidungsträger somit eine Grundlage für Priorisierungsentscheidungen. Aufgrund von positiven Evaluierungsergebnissen dieser Verfahren wird empfohlen, eine analoge Systematik in allen Regionen der Steiermark vorzusehen. Besondere Vorteile sind zusätzlich - Transparenz in der Entscheidungsfindung - Verbesserte Steuerungsmöglichkeit durch Projektüberblick und laufend aktuellen Umsetzungsstatus des Leitbildes - Frühzeitige Nutzung von innerregionalen Synergiepotentialen Weiters ist bereits im Zuge der Erstellung des Leitbildes zu definieren, anhand welcher Indikatoren Umsetzungserfolge in regelmäßigen Abständen abgebildet werden können. Hier sind sowohl fachlich-inhaltliche Methoden und Kriterien als auch finanzielle Kriterien zu berücksichtigen. Unabhängig davon sind Evaluierungsvorgaben aus diversen Förderprogrammen uneingeschränkt zu erfüllen. 6

7 3. Prozess zur Erstellung des Leitbildes Der Prozess zur Erstellung des Entwicklungsleitbildes ergibt sich aus den Vorgaben dieses Anforderungsprofils sowie aus den Rahmenbedingungen der jeweiligen Region. Vor Prozessbeginn, teilweise bereits im Zuge einer Förderantragstellung, sind folgende Eckpunkte zu definieren: - Darstellung bestehender Strategien und Leitbilder, Akteursanalyse und voraussichtliche Beteiligung am Leitbildprozess - Regionale Steuerungsgruppe zur Prüfung des Prozessfortschritts und inhaltlicher Qualitätssicherung - Abstimmungsmaßnahmen mit Akteuren außerhalb der Region (z.b. Landesdienststellen, Nachbarregionen) - Qualitätssicherung bei der Auswahl externer Berater (Vergabeverfahren, Auswahl-Jury etc.) Bei der Erstellung des Prozessdesigns ist die Integration der Bedürfnisse und Ansprüche aller Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Veränderungen in peripheren ländlichen Gebieten sind z.b die Interessen und Bedürfnisse von. Jugendlichen oder der älteren Bevölkerungsgruppen sowie von Frauen im Berufsleben (familienfreundliche Arbeitsplätze) fokusorientiert bzw. integriert im Entwicklungsleitbild abzubilden. 4. Rahmenbedingungen: Zeitrahmen, Dauer, Budget Aufgrund bisheriger Erfahrungen ist für die Erstellung eines Regionalen Entwicklungsleitbildes ein Zeitrahmen von mindestens 12 Monaten als jedenfalls erforderlich anzusehen. Aus den Rahmenbedingungen verschiedener Förderprogramme ist für die inhaltliche Bearbeitung ein voraussichtlicher Zeitrahmen bis Ende 2013 abzuleiten. Für die im Leitbildprozess integrierte Erstellung von Leader-Aktionsplänen (Voraussetzung für die Einreichung einer Leader-Aktionsgruppe) ist eine Fertigstellung voraussichtlich im ersten Quartal 2014 ausreichend Dieses Anforderungsprofil ist auf Basis der Erfahrung der aktuellen Programmperiode UND dem Wissensstand der aktuell vorliegenden Verordnungsentwürfe der EK für die Periode erstellt. Änderungen werden sich sofern überhaupt- auf Formvorlagen, eingrenzende Erläuterungen etc. beziehen und werden den Leitbildverantwortlichen sofort nach Vorliegen zur Kenntnis gebracht werden. Es wird hier nochmals betont, dass die Leitbilderstellung einen offenen dynamischen Prozess zur Grundlage haben muss, der die Bereitschaft der Akteure zur flexiblen und prozessorientierten Zusammenarbeit zur Voraussetzung hat. 7

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