Social Media im Einsatz Anwendungen und

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1 FOCUS UMWELTBILDUNG 2012 Dialog mit dem Netz Social Media im Einsatz Anwendungen und Entwicklungsperspektiven Fachhochschule St. Pölten /415

2 Agenda Web 2.0 Das Massenphänomen Befunde zur Nutzung von Social Media: Digital Natives & Enterprise 2.0 Social Media im Einsatz 3 Nutzungsszenarien von Social Media: Publizieren, Reputationsmanagement & Online Kollaboration Zukunftsperspektiven Vom Web der Dokumente zum Web der Daten 2/ 38

3 Web 2.0: Das Massenphänomen 3/ 38

4 Web 2.0: Is it all about YOU? TIME Magazine 4/ 38

5 Web 2.0: Eine inkrementelle Entwicklung. <92 93 `94 `95 `96 `97 `98 `99 `00 `01 `02 `03 `04 `05 `06 `07 `08 `09 `10 `11 >12 Cloud Computing, Mobile Web Integrated Social Ecosystems (APIs) Social Networks, Social Music, Wikis, Search Engines, Peer-2-Peer, Blogs, Bullletin Board Systems, UseNet, IRC, <92 93 `94 `95 `96 `97 `98 `99 `00 `01 `02 `03 `04 `05 `06 `07 `08 `09 `10 `11 >12 5/ 38

6 Digital Natives: Die Web 2.0 Generation (1/2) Digital Natives: Personen, die nach 1970 geboren wurden Durchdringung Aktivitätsniveau Beliebteste Plattformen Grund für Abstinenz Trends 73% der unter 40 Jährigen nutzen Social Media 63% täglich in Sozialen Netzwerken online, aber deutlich weniger generieren aktiv Content (20% Blogs; 40% Twitter) 1) Videoportale 2) Wikipedia 3) Soziale Netzwerke 94% Alternativen vorhanden 76% keine Vorteile 73% Angst vor Datenmissbrauch - Alter der Social Media NutzerInnen steigt rapide - Videoportale auch bei älteren immer populärer - Zunehmende Habitualisierung durch Nutzwerterkenntnis - Aktive Nutzung (Bürgerjournalismus, User-Generated Content) weiterhin Nischenphänomen Quelle: ARD/ZDF Online Studie / 38

7 Digital Natives: Die Web 2.0 Generation (2/2) Digital Natives: Personen, die nach 1970 geboren wurden Medienausstattung (Q: JIM 2011) 96% der 14-Jährigen haben ein Handy 82% der 14-Jährigen haben einen MP3-Player/iPod 78% der 14-Jährigen haben einen Computer Medienverhalten Sozialisationseffekte: Nachhaltiger Mediennutzungswandel d (Q: Pellegrini et al. 2009) Enttraditionalisierung: Mediennutzung ist stärker anlass- und themengetrieben Zeitbudgetkonflikte durch Informationsüberlastung Konsumpragmatismus: Schärferer Selektion von Angeboten Format-, Stil- & Distributionsdiversifikation: Erreichbarkeit von jungen Zielgruppen wird schwieriger Markenaffinität (Q: DigitalSurgeons 2010) 90% der FB Nutzer haben kein Problem mit Werbung 40% der FB-Nutzer folgen einem Brand 20% der FB Nutzer haben aufgrund von Social Advertising bereits Käufe getätigt. Hohe Sensibilität gegenüber Authentizität / Glaubwürdigkeit einer Marke 7/ 38

8 Welche Social Media-Anwendungen nutzen Sie in Ihrem Unternehmen? Podcasts Sonstige 5,3 10,3 Untersuchungsdaten Erhebung durch: eresult - Research & Consulting Erhebungszeitraum: 2010 Anzahl der Befragten: 316 Unternehmen Region: Deutschland Firmenblogs 19,7 Microblogs 26,6 Video-/Fotoportale 27 Wikis 37,3 Soziale Netzwerke 74,3 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 Anteil der Unternehmen in % Quelle: ECC 8/ 38

9 Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihren Social Media Aktivitäten? Inwieweit haben Sie dieses Ziel bereits erreicht? Skalenwerte 4 Untersuchungsdaten t 3,51 3,47 3,47 3,5 3,28 3,23 Erhebung durch: eresult - Research & Consulting 3 2,79 2,75 2,58 Erhebungszeitraum: ,37 2,4 2,382,41 2,5 Anzahl der Befragten: 316 Unternehmen 2 Region: Deutschland 1,5 1 0,5 0 Imageverbesserung Interaktion mit Kunden Erhöhung der Kundenbindung Neukundeng gewinnung Umsatzs zsteigerung Produktoptimierung Bedeutung Zielerreichung 9/ 38

10 Haben sich Ihre Social Media Aktivitäten für Ihr Unternehmen bisher gelohnt? 50 45,2 45 in % 40 g ,5 15, ,4 0 Untersuchungsdaten Erhebung durch: BVDW Erhebungszeitraum: 2011 Anzahl der Befragten: 188 Unternehmen Region: Deutschland Überhaupt nicht gelohnt Eher nicht gelohnt Mittelmäß ig gelohnt Eher gelohnt Voll und ganz gelohnt Anteil der Unternehmen in % 10 / 38

11 Was hat Sie bisher von der Nutzung von Social Media Diensten in Ihrem Unternehmen abgehalten? Untersuchungsdaten Erhebung durch: StepStone Solutions, HRM.de, HRM-Austria.at, der personal manager Erhebungszeitraum: 2010 Anzahl der Befragten: 353 Personaler Region: Deutschland Zu wenig Manpower dafür Wir hatten keine Zeit uns darum zu kümmern Fehlendes Wissen zur Durchführung Es sind arbeitsrechtliche Bedenken vorhanden Wir haben abgewartet was andere machen Es sind ethische Bedenken vorhanden 11 / 38

12 Tim O Reilys Web 2.0 Design Patterns 1. Nischenbewirtschaftung (The Long Tail) 2. Nutzer generieren Wert (Users Add Value) 3. Netzwerkeffekte (Network Effects by Default) 4. Offene Lizenzmodelle (Some Rights Reserved) 5. Mut zur Unvollständigkeit (The Perpetual Beta) 6. Divide et Impera! (Cooperate, Don't Control) 7. Plattformübergreifende Systeme (Software Above the Level of a Single Device) 8. Daten sind Rohstoff (Data is the Next Intel Inside) 12 / 38

13 Web 1.0: Web of Documents Wenige große Sites konzentrieren den Großteil des Internet-Traffics auf sich (80-20-Regel). YAHOO! EBAY Google AMAZON BING 13 / 38

14 Viele kleine Sites clustern Nischeninteressen (80-20-Regel bleibt erhalten, aber auf geringerem Niveau). Web 2.0: Social Web 14 / 38

15 Web Web 2.0 Massen- und Nischenbewirtschaftung ergänzen sich gegenseitig. 15 / 38

16 Social Media im Einsatz 16 / 38

17 Das Web 2.0 Ökosystem Kommunizieren Social Networks Blogs Publizieren Selektieren Bookmarking (Geo-)Tagging Cloud Services Kollaborieren 17 / 38

18 Steckbrief: Blogs Dynamische Sammlung anti-chronologisch organisierter Text- / Bild- / Video- Sammlungen, meist mit persönlichem/subjektivem i (Meinungs-) Bezug. Public Relations & Meinungsjournalismus: News, Text- & Bildreportagen, Stellungnahmen, Kommentare, Hobbyismus, Humoristisches, Video- & Fotoalben, Definition Einsatz- gebiet Wordpress.com YouTube.com Blogger.com Vimeo.com Anbieter Typepad.com FlickR.com Squarespace.com Piccasa.google.com 18 / 38

19 Steckbrief: Social Networks Definition Webplattformen zur Selbstdarstellung von Individuen, Gruppen oder Organisationen, deren Funktionsumfang auf die Generierung und Steuerung von Aufmerksamkeit und Reputation optimiert ist. Einsatzgebiet Ad-Hoc-Kommunikation & Aufmerksamkeitssteuerung: News, gebiet Statusmeldungen, Kommentare, Chat, Schwarzes Brett, Social Search, Foren Facebook.com 43things.com Plus.google.com Researchgate.com Anbieter Twitter.com Foursquare.com LinkedIn.com Xing.com 19 / 38

20 Steckbrief: Social Bookmarking / Tagging Definition Webplattformen zum Sammeln, Verwalten, Kommentieren und Teilen von Web-Ressourcen (http-links). Einsatz- gebiet ( g ) Semantisches Annotieren: Schlagworte (#tags), Adressierungen Geo- Daten (LongLat) Del.icio.us Facebook.com Reddit.com Plus.google.com Anbieter Yelp.com LinkdeIn.com Digg.com Twitter.com 20 / 38

21 Steckbrief: Cloud Services Definition Einsatz- gebiet Cloud-Anwendungen zur Unterstützung von Online-Kollaboration Informations-, Prozess- & Projektmanagement: Gemeinsame Dokumenterstellung & -verwaltung, Termin- & Eventplanung, Online Meetings, Online Storage & Monitoring, i Docs.google.com (Office Software) Doodle.com (Terminplaner Tool) Anbieter Wikidot.com (Wiki Software) Dropbox.com (Online Storage) Bit.ly (URL Shortener) GoToWebinar.com (Online Seminare / Konferenzen) Eventbride.com (Eventplanung & -verwaltung) Alerts.google.com & Google Analytics (Online Monitoring) 21 / 38

22 Komplementäre Funktionsprinzipien von Social Media Publizieren Kommuni- Selektieren Kollaborie- zieren ren Blogs ++ + ~ ~ Social Networks Soc. Bookmarking / Geo- & #Tagging ~ ~ ++ + Cloud Services + ~ ~ / 38

23 Szenario 1: Content publizieren Kommunizieren Publizieren Selektieren Kollaborieren 23 / 38

24 Szenario 1: Content publizieren Social Media erweitert den Lebens- & Wirkungszyklus von Kommunikationskampagnen k Atten ntion Feeds & Alerts Blogs & Social Bookmarking Social Networks (Twitter, Facebook, Google+ etc.) Buzz Teaser Awareness Monitoring & Evaluation Time 24 / 38

25 Szenario 2: Reputation Management Kommunizieren Publizieren Selektieren Kollaborieren 25 / 38

26 Szenario 2: Reputation Management Social Media ermöglicht die gezielte Steuerung der Außenwahrnehmung Themenführerschaft in der Community Erhöhte Sichtbarkeit Image-Gestaltung Social Media Verkaufsförderung Proaktive Kommunikation Kommunikationsanlässe Vertrauensbewirtschaftung Konsumenten- loyalität 26 / 38

27 Szenario 3: Online Kollaborieren Kommunizieren Publizieren Selektieren Kollaborieren 27 / 38

28 Szenario 3: Online Kollaborieren Kulturwandel (Self-Service, Dynamische Produkt- & Serviceangebote) Participation Policy (Ad-hoc Teams, Bereichsübergreifende Kooperationen) Applikationsdesign (Flexibilität, Usability, Interoperabilität) 28 / 38

29 Social Media Strategie-Modelle Der Einsatz von Social Media und darauf aufbauende Geschäftsmodelle unterscheidet sich je nach Anwendungskontext Social Media Ressourcen Management 1a) Innerhalb eines Profit Centers 1) Interne Nutzung 1b) Zwischen Profit Centers 2a) Geschlossene B2B- Umgebung 2) Externe Nutzung 2b) Offene B2B- / B2C- Umgebung Nutzungskontext Individuelle Vereinbarung Individuelle Vereinbarung Freemium Services Premium Services (Flat Rate / Tiered Pricing) Business & Licensing Modelle 29 / 38

30 Zwischenfazit: Tipps für den Web 2.0 Start Keine Angst: Probieren geht über Studieren! Bauen Sie sich ein Ökosystem: z.b. Blog + Facebook + Twitter + De.licio.us Geduld: Es dauert bis zu 6 Monaten, bis Sie in einer Online- Community etabliert sind. Streben Sie Themenführerschaft in Ihrer Community an! Exklusiver Content mit hoher Aktualität. Regelmäßige Updates des Contents (mind. 2 3 x pro Woche) Klar verständliche und einfach zu lesende Texte Einbetten von Social Wigdets auf jeder Seite / jedem Post Nutzen Sie Monotoring-Tools (z.b. Google Alerts, Google Analytics) Aufwände: Je nach Strategie zwischen 2 10 Stunden/Woche Privacy: Zuerst denken, dann posten! Nutzen Sie Verfallsdaten für Ihre Einträge. 30 / 38

31 Zukunftsperspektiven? NICHTLUSTIG Joscha Sauer & Matthias Vogel GbR 31 / 38

32 Web x.0 Entwicklungsperspektiven t e Das WWW entwickelt sich von einem Web of Documents zu einem Web of Data. D.h. die nächste Generation des WWW ist semantisch, plattformübergreifend und hoch interoperabel! Grad de er Konnektivitä ät ch gering g ho Web 3.0 (Semantic Web / Web of Data) Web 1.0 (Web 1.0 /Web of Documents) Web x.0 (Meta-Web) Web 2.0 (Social Web) gering hoch Grad der Interaktivität Source: CC by Steve Wheeler, University of Plymouth, /38

33 Offene Daten in der Linked Data Cloud: Hunderte Mrd. Fakten über die Welt (http://richard.cyganiak.de/2007/10/lod/) 33 / 38

34 Linked (Open) Data Cloud am Bsp. Wikipedia Core Facts Entities: 3.64 million Compressed data: 107 GB Ontology Classes: 366 Ontology Properties: 772 Data properties: 902 Ontology Instances: 1.83 million RDF Triples: 1 billion triples of core data set: 385 million Wikipedia categories: 740,000 YAGO categories: 2.9 million Multilingual 97 different languages 665 million triples from other language editions 15 prototypical localized DBpedia editions (ca, de, el, es, fr, ga, hr, hu, it, nl, pl, pt, ru, sl, tr) By Domain 416,000 persons 526,000 places 106,000 music albums 60,000 films 17,500 video games 169,000 organisations 183,000 species 5,400 diseases 34 / 38

35 Wozu ein Web of Data? Moderated / Faceted Search Komplexe Abfragen Navigation & Browsing Orientierung in Dokumenten Similarity Search (Recommender Systems) Learning (Q&A-Machines) Beziehungen verstehen Fakten statt Dokumenten finden Dossiers & Trends Mashing Up Information Sentiment Detection Befindlichkeiten feststellen 35 / 38

36 Reegle.info Eine Semantic Web Suchmaschine für erneuerbare Energien data.reegle.info/ gle.info/ 36 / 38

37 Conclusio & Ausblick Social Media ist in der Breite angekommen und führt zur Herausbildung von Daten-Ökosysteme t Social Media is here to stay! (Generationenwandel, Sozialisationseffekte, Habitualisierung) Eine erfolgreiche Social Media Strategie benötigt Zeit & Kontinuität um ihr Wirkung zu entfalten Die Entwicklung von einem Web of Documents zu einem Web of Data hat bereits begonnen. Nutzung von netzbasierten Daten & Metadatenkompetenz werden zu Core Assett für Unternehmen Möglichkeiten der technik-gestützten Content-Versionierung steigen, korrespondierende Geschäftsmodelle sind noch unausgereift Pros: großes ökonomisches und gesellschaftliches Potential Cons: Institutionelle Vulnerabilität, Expropriationsgefahr, Konzentrationsaffinität, Kontroll-Architektur 37 / 38

38 Annex: Nützliche Videos für interne Schulungen Anwendung Web Link Wikis Weblogs RSS Feeds Cloud Computing com/video/cloud-computing Social Software Wikis Social Bookmarking Social Media Social Networking Microblogging 38 / 38

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