Schweizerischer Verband für Wohnungswesen SVW Bern-Solothurn. Förderstelle Gemeinnütziger Wohnungsbau Kanton Bern informiert, berät, unterstützt

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1 Schweizerischer Verband für Wohnungswesen SVW Bern-Solothurn Förderstelle Gemeinnütziger Wohnungsbau Kanton Bern informiert, berät, unterstützt

2 Der Kanton Bern unterstützt den gemeinnützigen Wohnungsbau. Dienstleistungen der Förderstelle. Das Gesetz über die Förderung des preisgünstigen Mietwohnungsangebotes (PMG) ist seit Anfang 2011 in Kraft. Bis Ende 2014 können gemeinnützige Wohnbauträger Beiträge für die Schaffung und den Erhalt von Mietwohnungen erhalten. Damit will der Kanton einen Beitrag für die langfristige Sicherung von preisgünstigem Wohnraum leisten. Weiter ermöglicht das Gesetz die Unterstützung des Dachverbandes der gemeinnützigen Wohnbauträger SVW Bern-Solothurn für den Aufbau und den Betrieb der Förderstelle Gemeinnütziger Wohnungsbau Kanton Bern. Förderbeiträge helfen dann, wenn es am schwierigsten ist Die Beiträge des Kantons Bern stehen für strategische Planungen, Organisationsentwicklungen, Machbarkeitsstudien, Studienaufträge oder Vorprojekte zur Verfügung. Die Förderung setzt ein, wenn die Planungssicherheit am geringsten ist und die finanziellen Unsicherheiten am grössten sind: in der Startphase eines Projekts. Der Kanton Bern kann bis zu 50 Prozent der Projektkosten à fonds perdu übernehmen. Beratung durch die Förderstelle Die Förderstelle Gemeinnütziger Wohnungsbau Kanton Bern ist Anlaufstelle für Ihre Anliegen, seien es Fragen zum Fördergesetz PMG oder allgemeiner Art. Die Beratungen sind kostenlos. Wohnen ist ein menschliches Grundrecht. Mit dem PMG tragen wir dazu bei, dass alle Schichten, auch Familien mit Kindern ohne finanzielle Reserven, bezahlbaren Wohnraum finden. Andreas Rickenbacher, Regierungsrat Kanton Bern

3 Sind unsere vielen 3-Zimmer-Wohnungen mit kleinen Balkonen in Zukunft noch gefragt? Wer kann uns bei der Gründung einer Genossenschaft und dem Kauf einer Liegenschaft begleiten? Haben Sie sich folgende Fragen auch schon gestellt und wussten bis anhin keine Antwort darauf? Die Förderstelle Gemeinnütziger Wohnungsbau Kanton Bern steht Ihnen beratend zur Seite. Ist es sinnvoll, die Wohnungen für unsere langjährige Mieterschaft umzubauen, oder sollen wir stattdessen einen Neubau mit altersgerechten Wohnungen ins Auge fassen? Was können wir als Gemeinde für den preisgünstigen Wohnungsbau tun? Wir sind eine kleine Genossenschaft. Die Vorstandsarbeit ist aufwendig. Wäre eine Fusion mit einer anderen Genossenschaft die Lösung? Seit Jahren erneuern wir in unseren Liegenschaften immer dort, wo Bedarf besteht. Sind wir mit unserer Erneuerungsstrategie auf dem richtigen Weg? Könnte nicht eine Machbarkeitsstudie aufzeigen, wie unsere Genossenschaft mehr Familienwohnungen schaffen kann?

4 Der Kanton Bern unterstützt die Schaffung und den Erhalt von preisgünstigen und gemeinnützigen Mietwohnungen mit Beratung und Beiträgen.

5 Beispiele aus der Praxis. Studienauftrag Baugenossenschaft Mettlenweg in Biel Eine Machbarkeitsstudie der Baugenossenschaft zeigt: Die Wohnungen ihrer Siedlung Narzissenweg sind heute zu klein für Familien und eine Sanierung ist zu teuer. Die langfristig günstigste Lösung: ein Ersatzneubau, der sich ebenfalls fürs Familienwohnen eignet. Dank der um 25 Prozent erhöhten Ausnutzung können grössere Wohnungen gebaut werden. Entsprechend mehr Personen werden in der Siedlung Platz finden. Als qualitätssicherndes Verfahren wird eine Studie in Auftrag gegeben, die zur Hälfte mit Förderbeiträgen finanziert wird. Zustandsanalyse Wohnbaugenossenschaft Lanzgut in Thun Genossenschaften tun viel für den laufenden Unterhalt ihrer Wohnungen. Stehen jedoch grössere Sanierungen an, braucht es professionell erarbeitete Grundlagen. Im Rahmen einer Zustandsanalyse lässt der Vorstand der Genossenschaft Lanzgut den baulichen Zustand der Liegenschaften erfassen. Für das Hochhaus werden verschiedene Szenarien (Sanierung, Erweiterung, langfristige Planung eines Neubaus) geprüft. Damit will der Vorstand sicherstellen, dass auch langfristig preisgünstige Mietwohnungen angeboten werden können. Die Förderstelle berät den Vorstand. Der Kanton Bern finanziert die Studie zu 50 Prozent. Organisationsentwicklung Wohnbaugenossenschaft Rossfeld in Bern Anfang 2011 erfahren die Bewohnerinnen und Bewohner von 42 Mietwohnungen, dass die Pensionskasse von Roll ihre Liegenschaften verkaufen will. Nach Verhandlungen erklärt sich die Pensionskasse bereit, die Häuser den Mieterinnen und Mietern zu überlassen. Sie wenden sich an die Förderstelle und bitten um Hilfe bei der Organisationsentwicklung. Ein Förderbeitrag des Kantons ermöglicht die professionelle Unterstützung bei der Gründung der Genossenschaft und beim Kauf der Liegenschaften. Ende 2011 wird der Kaufvertrag unterschrieben. Vorprojekt Genossenschaft Wohnpark Riedtwilstrasse in Wynigen Kooperationen von Gemeinden und Genossenschaften haben in der Schweiz eine lange Tradition. Das zahlt sich auch für die Gemeinde Wynigen aus. Die Stimmberechtigten beschliessen 2011, ein Grundstück im Dorfkern zu erwerben und der Genossenschaft Wohnpark Riedtwilstrasse im Baurecht abzugeben. Darauf wird die Genossenschaft 22 preisgünstige, barrierefreie Wohnungen im Minergie-Standard erstellen. Das Vorprojekt der Genossenschaft wird durch Fördergelder des Kantons mitgetragen. Die ersten Wohnungen werden 2013 bezugsbereit sein.

6 Das Wichtigste auf einen Blick. Vertreten Sie einen gemeinnützigen Wohnbauträger? Tragen Sie sich mit der Idee, eine Wohnbaugenossenschaft zu gründen? Besitzen Sie Bauland? Interessieren Sie sich für Möglichkeiten finanzieller Unterstützung? Vertreten Sie eine Gemeinde? Dann nutzen Sie die Chancen, die das Gesetz zur Förderung des preisgünstigen Mietwohnungsangebotes bietet. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Die Förderstelle will den gemeinnützigen Wohnungsbau im Kanton Bern voranbringen, ist Ansprechpartnerin, wenn es um das Gesetz zur Förderung des preisgünstigen Mietwohnungsbaus geht, informiert Sie über die bestehenden Möglichkeiten für eine finanzielle Unterstützung führt persönliche und kostenlose Beratungen vor Ort durch, gibt Hilfestellungen bei Fragen zu Förderanträgen, nimmt auf Anfrage an Vorstandssitzungen, Informationsveranstaltungen oder Generalversammlungen teil. Die Förderstelle bietet weitere Dienstleistungen für Genossenschaften, Gemeinden, Behörden und Private an: Untersuchungen, Konzepte und Studien Erarbeiten von Entscheidungsgrundlagen für Vorstände Erfahrungsaustausch mit anderen Wohnbauträgern oder mit Planenden Moderation von Workshops und Tagungen für Verwaltungen und Kommissionen Begleitung von Architekturverfahren Organisation von öffentlichen Veranstaltungen oder Führungen zum gemeinnützigen Wohnungsbau Kontakt Daniel Blumer, Leiter der Förderstelle Telefon oder Adresse Förderstelle Gemeinnütziger Wohnungsbau Kanton Bern Elfenauweg 73, Postfach Bern 15 Die Förderstelle wird durch den Kanton Bern und den Regionalverband Bern- Solothurn des Schweizerischen Verbands für Wohnungswesen (SVW) finanziert. Mehr Angaben zum Gesetz über die Förderung des preisgünstigen Mietwohnungsangebotes (PMG) finden Sie auf der Website der Förderstelle. Hier finden Sie auch weiterführende Angaben oder Merkblätter. Fotos: Alexander Gempeler (Siedlung Burgunder, BE)

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