Wer macht in Hamburg Musik? Kuchar, Robin

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1 Wer macht in Hamburg Musik? Kuchar, Robin Publication date: 2009 Document Version Begutachtete Fassung (Peer reviewed) Link to publication Citation for pulished version (APA): Kuchar, R. (2009). Wer macht in Hamburg Musik?: Abschlussbericht der Markt- und Standortstudie zur Entwicklung eines Musikerzentrums in Barmbek-Süd. 97 S. Hamburg: CQ Creative Quartiere und Marketing. General rights Copyright and moral rights for the publications made accessible in the public portal are retained by the authors and/or other copyright owners and it is a condition of accessing publications that users recognise and abide by the legal requirements associated with these rights. Users may download and print one copy of any publication from the public portal for the purpose of private study or research. You may not further distribute the material or use it for any profit-making activity or commercial gain You may freely distribute the URL identifying the publication in the public portal? Take down policy If you believe that this document breaches copyright please contact us providing details, and we will remove access to the work immediately and investigate your claim. Download date: 19. Sep. 2017

2 Wer macht in Hamburg Musik? Abschlussbericht der Markt- und Standortstudie zur Entwicklung eines Musikerzentrums in Barmbek-Süd. vorgelegt im Oktober 2009 von: CQ Creative Quartiere und Marketing GmbH Budapester Straße Hamburg Auftraggeber: Kooperationspartner: 1 Bezirksamt Hamburg-Nord

3 2 Empirische Studie: Wer macht in Hamburg Musik? Abschlussbericht Inhalt 1 Einführung Struktur und Methodik der Studie Zeitliche Abfolge der Arbeiten Detaillierte Fragestellungen Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg Die Datenerhebung Ausgangsdatenbasis und Vorstudie über TNS-Infratest Datenrecherche Vorstudie über TNS-Infratest Entwicklung der Erhebungsinstrumente Der standardisierte Onlinefragebogen Der Interviewleitfaden Begründung der Stichprobe und Auswahl der Interviewpartner Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Datenerhebung Demografie und soziale Situation der Musiker/innen Teilstudie Planung Musikerzentrum Eigenschaften und Arbeitssituation der Musiker/innen in Hamburg Die Proberaumsituation in Hamburg Aspekte des Musikstandortes Hamburg Anhaltspunkte zum konzeptionellen Zuschnitt eines Musikerzentrums Quartiersbezogene Untersuchung Barmbek-Süd Interpretation der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen Planungsbezogene Aspekte zum Musikerzentrum Standortbewertung Barmbek-Süd Literatur- und Quellenverzeichnis Anhang Interviewleitfaden Fragenkatalog des Onlinefragebogens Impressum...96

4 3 1 Einführung Die vorliegende Studie Wer macht in Hamburg Musik? wurde im Auftrag des Bezirksamts Hamburg Nord und der Stiftung EuroMuzyQ Amsterdam durch die CQ Creative Quartiere und Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg im Zeitraum von März bis September 2009 angefertigt. Im Zuge der Umsetzung entsprechender Zielsetzungen des Quartiersentwicklungskonzepts für das Fördergebiet Dehnhaide/ Parkquartier Friedrichsberg im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd sollen die folgenden Darstellungen Aufschlüsse über die mögliche Errichtung eines Musikerzentrums am Standort Marschnerstraße/ Ecke Holsteinischer Kamp geben und gleichzeitig eine Situationsanalyse der Arbeits- und Lebensbedingungen Hamburger Musikerinnen und Musiker mit Fokus auf die gegenwärtigen Probebedingungen liefern. Mit dem Bau der Elbphilharmonie verfolgt die Freie und Hansestadt Hamburg das Ziel, sich zu einer Musikstadt mit internationaler Strahlkraft zu entwickeln. Allerdings dürfen bei aller globalen Ausrichtung die Wurzeln lokaler Musikproduktion und Musikkultur nicht unberücksichtigt bleiben. Weder die zu Beginn des Jahres von der Haspa Musikstiftung veröffentlichte Musikstudie noch der 2006 erschienene Kulturwirtschaftsbericht der Stadt lassen Rückschlüsse auf die Größe der Musikerpopulation in Hamburg sowie insbesondere die Bedingungen zu, unter denen die Musikerinnen und Musiker in Hamburg ihr alltägliches Leben bestreiten. Die Untersuchung in diesem Bereich auftretender lokaler Problemstellungen und möglicher Verbesserungsmöglichkeiten ist empirisch anhand eigens erhobener Daten bislang allein in der 2001 von Albrecht Schneider veröffentlichten Arbeit Musiker/innen Übungsbunker Szene-Clubs 1 realisiert worden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich aktiver Musikerinnen und Musiker in Hamburg sind daher als sehr lückenhaft zu bezeichnen. Ein Ziel der in den letzten Monaten durchgeführten Arbeiten liegt darin, diese Lücken mit der Durchführung einer empirischen Studie in einigen Teilbereichen zu schließen. Eine umfassende Analyse der Hamburger Musikszene ist damit gleichwohl noch nicht geleistet. Zu vielschichtig, zu ausdifferenziert und zu umfangreich stellt sich das musikalische Leben eines urbanen Zentrums wie Hamburg mit über eineinhalb Millionen dort ansässigen Menschen dar - eine detaillierte Abbildung der tatsächlichen Situation aller musikalischen Szenen und der ihnen zugehörigen Musikerinnen und Musiker würde einen weit höheren wissenschaftlichen Aufwand erfordern. Allerdings konnten im Rahmen von Wer macht in Hamburg Musik? erstmals genre- und szeneübergreifende Daten akquiriert werden, mit deren Hilfe Problemstellungen, Tendenzen und Einstellungen aus der 1 Vgl.: Schneider, Albrecht [Hrsg.] (2001): Musikerinnen, Übungsbunker, Szene-Clubs. Zur Infrastruktur der Popularmusik in Hamburg. Münster.

5 4 Perspektive der primär kreativ musikalisch Tätigen dargestellt werden können. Im Abgleich mit objektiv vorhandenen und recherchierten Bestandsdaten des musikalischen Lebens in Hamburg lässt sich im Rahmen der vorliegenden Projektstudie ein aussagekräftiges Bild der allgemeinen Lebensumstände, insbesondere der Probe- und Übungssituation von Musikerinnen und Musikern in Hamburg sowie deren Sichtweise auf lokale Aspekte und Entwicklungen zeichnen. Daneben dienen die erhobenen Daten als wertvolles Ausgangsmaterial für weitere Untersuchungen. Auf wissenschaftlicher Ebene fungiert die Studie als Startpunkt für eine weiter gehende universitäre Forschung der Leuphana Universität Lüneburg. Nachdem die vorliegende Arbeit durch ein Projektseminar im Fachbereich Kulturwissenschaften begleitet wurde, sollen vertiefende Studien in eine akademische Publikation zur lokalen Musikszene Hamburgs münden. Innerhalb dieses Berichts wird im Folgenden Bezug auf die vorliegenden Ergebnisse der Datenerhebung genommen. Zunächst wird der Fokus dabei auf den Ablauf sowie die Struktur der Studie gelegt. Neben der zeitlichen Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte wird die Entwicklung der Methodik der Untersuchung im Einzelnen dargestellt sowie die Kooperation und wissenschaftliche Begleitung seitens der Leuphana Universität erläutert. Den Abschluss dieses einführenden Kapitels bildet die Darlegung der Ergebnisse der Vorstudie, die zusammen mit den recherchierten Daten aus bereits durchgeführten Untersuchungen die Ausgangsdatenbasis darstellen. Die Ausführungen zur Datenerhebung beinhalten die methodischen Überlegungen zur Entwicklung der empirischen Instrumente. Neben einer Darstellung der Fragemethodik der quantitativen sowie qualitativen Erhebung wird weiterhin auf die Auswahl der Stichprobe und der Interviewpartner eingegangen. Die Resultate sowohl der quantitativen als auch der qualitativen Erhebung werden im darauf folgenden Kapitel vorgestellt. In thematisch abgegrenzten Abschnitten werden die Daten aus Fragebögen und Interviews zusammengefügt und mit Hilfe von Tabellen und Diagrammen dargestellt. Um der Aufgabenstellung der Studie gerecht zu werden, sind die thematischen Unterkapitel nach allgemeinen Aspekten der Situation Hamburger Musiker/innen, der Probesituation im Speziellen sowie der Bewertung des Musikstandortes Hamburg aufgeteilt. Eine gesonderte Betrachtung erfährt die Standortanalyse des Quartiers Barmbek-Süd, wo insbesondere auf die gegenwärtige Situation sowie auf zukünftiges Entwicklungspotenzial des Stadtteils eingegangen wird.

6 5 Als Abschluss dieses Berichts werden die Ergebnisse reflektiert und Handlungsempfehlungen abgegeben, sowohl was die Planung eines Musikerzentrums als auch die sonstige Quartiersentwicklung in Barmbek-Süd in musikalisch-kultureller Weise betrifft. 2 Struktur und Methodik der Studie Die Struktur der Studie Wer macht in Hamburg Musik ist geprägt von einer Teilung in zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Zum einen ist die Studie als planungsbezogene Untersuchung für das mögliche Musikerzentrum am Standort Marschnerstraße/ Holsteinischer Kamp zu verstehen. Diese erfordert eine detaillierte Analyse der Arbeits- und Probebedingungen von Musikerinnen und Musikern in Hamburg und bezieht sich auf das gesamte Stadtgebiet. Eine Erhebung der Anzahl von musikalisch aktiven Menschen in Hamburg und ihrer räumlichen Probesituation stellt dabei die Basis dar. Im weiteren sollen die allgemeine Attraktivität Hamburgs zum musikalisch kreativen Arbeiten sowie die Proberaumsituation der Stadt untersucht werden, um den Bedarf eines Musikerzentrums nicht nur auf der Ebene des Quartiers, sondern bezüglich der gesamten Stadt zu ermitteln. Zum anderen wird in einem zweiten, quartiersbezogenen Teil die Situation in Barmbek-Süd speziell beleuchtet. Im Fokus stehen an dieser Stelle die kulturelle Entwicklung des Stadtteils sowie die Bewertung Barmbeks hinsichtlich seines Entwicklungspotenzials als Standort kreativer Ökonomien und der damit verbundenen Ansiedlung kreativ Schaffender im Gebiet Dehnhaide/ Parkquartier Friedrichsberg. Die im ersten Teil der Analyse erfassten Daten des gegenwärtigen Lebens- und Arbeitsalltags von Musikern sind hier mit den Einschätzungen von Experten und der gegenwärtig gegebenen Situation in Barmbek-Süd in Bezug zu setzen. Im Folgenden sollen nun die grundlegenden Vorgehensweisen der Untersuchung erläutert werden. Neben strategischen Überlegungen zur Anlage der Studie geben die Ausführungen weiterhin Auskunft über die wissenschaftliche Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg sowie die methodische Erarbeitung der angewendeten Datenerhebungsverfahren. 2.1 Zeitliche Abfolge der Arbeiten Im Hinblick auf die Tragweite der zur Realisierung des Projekts Wer macht in Hamburg Musik? notwendigen Recherche-, Datenerhebungs- und Auswertungsarbeiten und dem

7 6 zeitlich stark komprimierten Bearbeitungszeitraum von maximal sieben Monaten 2 mussten schon während der Vorbereitungsphase Überlegungen angestellt werden, inwiefern sich eine fristgerechte Arbeitsweise einschließlich einer empirischen Datenerhebung konzeptionieren lässt. Die Lösung bildete zum einen die Durchführung einer Vorstudie zur Erlangung von Daten zur Gesamtpopulation musizierender Menschen in Hamburg und deren Übungssituation in einem ersten groben Rahmen schon zu Beginn der Recherche- und Ausgangsdatenakquise. Zum anderen wurde die Datenerhebung für beide Teile der Studie zusammen durchgeführt, was die Gleichartigkeit der Grundthematik ermöglichte. Grundsätzlich gliedert sich die Bearbeitungszeit in vier Arbeitsphasen. Die erste Phase von Anfang März bis Ende April wurde von der Recherche nach bereits vorhandenem Datenmaterial und ähnlich gelagerten Studien geprägt. Neben dem Zusammentragen verschiedener Daten über die musikalische Infrastruktur und das musikalische Leben in Hamburg aus Studien der Universität Hamburg, des Hans-Bredow Instituts, der Künstlersozialkasse, des Kulturwirtschaftsberichts der Stadt Hamburg, diversen Berichten über die soziale Stadtentwicklung im Quartier Barmbek-Süd, weiteren öffentlichen Stellen und Presseberichten sowie eingehender Beschäftigung mit theoretischen Arbeiten zur Bindung kreativen Potentials im urbanen Raum, Musiksoziologie und Musikproduktion, wurde die bereits angesprochene Vorstudie über das Meinungsforschungsinstitut TNS- Infratest in Auftrag gegeben. Parallel ist mit der Leuphana Universität Lüneburg ein begleitendes Projektseminar konzipiert worden. Mit der Interpretation der kumulierten Daten und der Auswertung der Vorstudie konnten zum Abschluss der Recherchephase erste wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, die im Rahmen der Konzeption der Erhebungsinstrumente zur Formulierung von Ausgangshypothesen und Präzisierung der Fragestellungen verarbeitet wurden. Die Folgemonate Mai und Juni wurden für die Konzeption und Operationalisierung der beiden empirischen Erhebungsinstrumente 'Onlinefragebogen' und 'Experteninterview' aufgewendet. In schrittweiser Weiterentwicklung wurden die Frageentwürfe für die standardisierte Online-Musiker/innen-Befragung optimiert. Die größte Schwierigkeit lag darin, die Kompabilität der Fragen und Antwortmöglichkeiten für ein möglichst breites musikalisches Spektrum sicherzustellen, da sich die Erhebung an Musikerinnen und Musiker sowohl aus dem populären wie auch dem artifiziellen, originär hochkulturellen Bereich wenden sollte. 3 Parallel wurde ein Interviewleitfaden für die qualitative Befragung von 2 Im wissenschaftlichen Bereich ist bei einem derartigen Studienprojekt von einer Bearbeitungszeit von mindestens 12 Monaten auszugehen. 3 Ausführliche Erläuterungen zu den Erhebungsinstrumenten und deren Konzeption finden sich in Kapitel 3.2.

8 7 Akteuren und Experten des musikalischen Lebens in Hamburg entwickelt. Den Abschluss dieser Arbeitsperiode bildeten die Onlineeinbindung des Fragebogens, Überlegungen zur Ermittlung der zu befragenden Stichprobe sowie die Auswahl der Interviewpartner für die Experteninterviews. In der Datenerhebungsphase im Juli/ August wurden die Experteninterviews sowie die Onlinebefragung Hamburger Musikerinnen und Musiker durchgeführt. Die Kontaktaufnahme zu Musikerinnen und Musikern erfolgte teilweise direkt über Kontaktrecherche und Verteiler von Musikinstitutionen und initiativen. Die Interviews wurden in eine schriftliche Form gebracht und parallel zur weiteren Datenerhebung inhaltlich ausgewertet. Eine intensive Auswertung der erhobenen Daten erfolgte ab Ende August bis weit in den Monat September. Daran anschließend ist der vorliegende Projektbericht verfasst worden. Während die Auftragsforschung für das Projektteam an dieser Stelle endet, werden an der Leuphana Universität Lüneburg die Untersuchungen im musiksoziologischen Bereich fortgesetzt. Um die Umstände dieser Weiterführung aufzuzeigen, wird weiter unten auf die bereits angesprochene Kooperation mit der Hochschule eingegangen. Zunächst sollen aber die detaillierten Fragestellungen der Studie erläutert werden. 2.2 Detaillierte Fragestellungen Anhand der bereits angestellten Teilung der Studie in die beiden Schwerpunkte Situation der Musikerinnen und Musiker in Hamburg, Musikstandort Hamburg und Bedingungen des musikalischen Schaffens in Hamburg einerseits sowie die Spezifizierung dieser Aspekte für das Quartier Barmbek-Süd andererseits wurden konkrete Fragestellungen entwickelt, die bei der Datenerhebung Anwendung finden sollten. In thematischer Ordnung handelt es sich dabei um folgende Fragen: Lebensumstände Hamburger Musiker/innen: - Wo leben Hamburger Musiker/innen? - In welcher sozialen Lage befinden sich Hamburger Musiker/innen? - In welchen Altersgruppen wird in Hamburg hauptsächlich musiziert? - Welchen Bildungsstand weisen Hamburger Musiker/innen auf? - Aus welchen Gründen wird musiziert? - Welche Rolle spielt die Musik allgemein im Leben von Musiker/innen? - Wie hoch ist der Anteil des Einkommens aus musikalischer Tätigkeit? - Wie wichtig ist der Kontakt zu anderen Musikerinnen und Musikern und welche Rolle spielt dieser?

9 8 Arbeits- und Probebedingungen von Musiker/innen: - Wieviel Zeit investieren die Musiker/innen zum Üben und Proben? - Unter welchen Bedingungen wird geprobt? - Wie wichtig sind bestimmte Ausstattungsmerkmale von Probe- und Übungsräumen? - Welche Einstellungen haben Musikerinnen und Musiker gegenüber Ihren Übungs- und Probegewohnheiten und -abläufen? - Inwiefern könnten sich die Musiker/innen die Nutzung eines Musikerzentrums vorstellen? - Wie gestaltet sich das Verhältnis von musikalischen Gruppen? - Wie stark sind Musiker/innen in anderen Kunstsparten aktiv? - Wie viele Instrumente werden durchschnittlich beherrscht und in welchem Alter werden diese erlernt? - Gibt es Einschränkungen der musikalischen Aktivität, z.b. durch Nebenjobs? Musikstandort Hamburg: - Wie viele Musiker gibt es in Hamburg? - Wie stark sind unterschiedliche Genres und Szenen in Hamburg repräsentiert? - Wie gestaltet sich die musikalische Infrastruktur in Hamburg? - Wie werden einzelne Aspekte des Hamburger Musiklebens aus Musikerperspektive beurteilt? - Wie werden die Arbeitsvoraussetzungen in Hamburg im Vergleich zu anderen Städten bewertet? - Welche Aspekte beeinflussen die musikalische Entfaltung in Hamburg in negativer Hinsicht? - Wie wird die weitere musikalische Zukunft in Hamburg bewertet? Quartier Barmbek-Süd: - Wie wird das Stadtviertel aus der Perspektive von Musiker/innen wahrgenommen? - Wieviele Musiker/innen leben in Barmbek? - Warum halten sich Musiker/innen in Barmbek auf? - Welche Musik- und Kulturinstitutionen gibt es in Barmbek? - Welches Entwicklungspotenzial wird Barmbek zugeschrieben? - Was sind die Herausforderungen für kreatives Gewerbe in Barmbek-Süd? Die Anzahl der Fragen macht bereits den großen Themenumfang deutlich, den die Studie Wer macht in Hamburg Musik? abdecken soll. Um das Projekt in dieser Tragweite realisieren zu können, wurde eine Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg vereinbart, deren Details im Folgenden erläutert werden sollen.

10 9 2.3 Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg Die Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg und die damit einhergehende wissenschaftliche Begleitung des Studienprojekts Wer macht in Hamburg Musik? ist insbesondere durch die Einbindung von Studierenden der Hochschule im Rahmen eines Projektseminars von Bedeutung. Ohne die aktive Mitarbeit der Seminarteilnehmerinnen und teilnehmer, die sowohl in die Erarbeitung der Erhebungsinstrumente als auch in die Datenerhebung integriert wurden, wäre die letztlich erzielte Datenmenge sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht nicht möglich gewesen. Darüber hinaus konnte die an die wissenschaftlichen Prinzipien der empirischen Sozialforschung angelehnte Erarbeitung der Erhebungsinstrumente eine hohe Qualität gewährleisten. Vor allem während des Operationalisierungsprozesses des Onlinefragebogens konnte auf mehrere Expertenratschläge auf musikwissenschaftlicher und empirisch methodischer Ebene zurückgegriffen werden, was sich für die in einigen Teilen nicht einfache Fragengestaltung als sehr hilfreich darstellt. Das begleitende Projektseminar mit dem Titel Hamburger Musikleben. Projektseminar zur Produktion und Distribution von Musik in Hamburg. wurde mit Beginn der Arbeiten von Dr. Christoph Behnke und der operativen Leitung konzipiert und durchgeführt. Die Studieninhalte der etwa 30 teilnehmenden Studierenden sind so angelegt worden, dass während des Sommersemesters 2009 im Zeitraum von in wöchentlichen Sitzungen die Methodik der Erhebungsinstrumente entwickelt wurde. Die hierfür notwendigen Grundlagen in theoretischer Hinsicht wurden in einem Theoriepropädeutikum gelegt, in dessen Rahmen Arbeiten in den Bereichen Musik- und Kulturproduktion, Creative Cities und Creative Industries, Musik und Kultur im urbanen Raum sowie thematisch ähnlich gelagerte Studien zur angestrebten Untersuchung abgehandelt wurden. In Kleingruppen entwickelten die Studierenden Gestaltungsentwürfe und Fragestellungen für die Erhebungsinstrumente, die im Plenum weiterentwickelt und bei Arbeitstreffen der Seminarleitung in ihre finale Form gebracht werden. Darüber hinaus wurden die Studierenden aktiv in die Erhebung der Daten eingebunden. Administrative Aufgaben im Rahmen der Onlinebefragung Hamburger Musikerinnen und Musiker spielten hier in gleicher Weise eine Rolle wie die Durchführung von Experteninterviews und Transkription der Audiomitschnitte.

11 10 3 Die Datenerhebung Die Akquise und Aufbereitung von relevanten Primärdaten für Wer macht in Hamburg Musik? steht bereits in der ersten Arbeitsphase der Studie im Vordergrund. Für die Vorbereitung der empirischen Erhebung muss eine Ausgangsdatenbasis erstellt werden, die zum einen den Überblick über schon bestehende Informationen zu den analysierten Themenbereichen ermöglicht, andererseits gleichzeitig die existierenden Lücken und die Fragestellung für die studieneigene Erhebung präzisiert. Die wichtigsten Ergebnisse sollen im nächsten Abschnitt vorgestellt werden, bevor im weiteren Verlauf die daraus vorgenommene Gestaltung der Erhebungsinstrumente aufgezeigt wird. 3.1 Ausgangsdatenbasis und Vorstudie über TNS-Infratest Datenrecherche Mit Beginn des Bearbeitungszeitraums startete eine intensive Recherche nach existierenden Primärdaten. Hierfür wurden verschiedenste Quellen von wissenschaftlichen Untersuchungen der Uni Hamburg, über Stadtentwicklungsberichte, Untersuchungen des Hans-Bredow-Instituts bis hin zu Statistischen Jahrbüchern musikalischer Institutionen und Artikeln aus der lokalen Presse herangezogen. Die Ergebnisse der Recherchen übertreffen sämtliche Erwartungen in puncto Anzahl und Diversität musikalischer Aktivitäten in Hamburg bei weitem. Allein die Zahl von Unternehmen im Bereich Musikwirtschaft wird mit über beziffert. Über den Landesmusikrat, dessen Mitglieder sich aus Institutionen und Initiativen der gesamten Breite musikalischer Sparten, von artifizieller Experimentalmusik, über Klassik, Jazz, Rock/Pop bis hin zum Akkordeonorchester und Musikzug, zusammensetzen, sind Musizierende in 4500 musikalischen Institutionen organisiert 5. In den öffentlichen musikalischen Bildungseinrichtungen wie Jugendmusikschule und Hochschule für Musik und Theater sind knapp Musiker/innen aktiv. Dazu kommen Schüler der über 80 privaten 4 Vgl. Musikwirtschaft Hamburg. Profile, Trends und Entwicklungschancen, Hans-Bredow-Institut, Vgl. 6 Vgl. Statistisches Jahrbuch der Musikschulen in Deutschland 2007; Haspa Musikstudie.

12 11 Musikschulen 7, wo allein in den größeren Einrichtungen wie College of Music, Yamaha Music Academy, Joop van den Ende Academy und Hamburger Konservatorium gut 4000 Musikschülerinnen und schüler unterrichtet werden. Hinzu kommt die gesamte freie, nicht organisierte Musikkultur, über deren Größe zu diesem Zeitpunkt nur gemutmaßt werden kann. Musik ist in Hamburg somit trotz des Verlusts der bedeutenden Unternehmen Universal, MTV u.a. in Richtung Berlin zu Beginn des Jahrzehnts ein gewichtiger gesellschaftlicher Faktor. Mit dem Konzept der Musikstadt Hamburg trägt auch die lokale Politik diesem Umstand Rechnung. Projekte wie der Beatles-Platz, das Musikhaus Karostar und die Elbphilharmonie zielen insbesondere auf eine nach außen strahlende Imagewirkung. Was allerdings die Summe öffentlicher Förderung von Musik angeht, sind seit 2002 sinkende Ausgaben zu verzeichnen. Lag der Anteil der Aufwendungen für Theater und Musikpflege 2002 noch bei 1,38% des Senatshaushalts, ist dieser bis 2007 auf 1,09% geschrumpft. Pro Kopf bedeutet dies einen Rückgang der Förderung von 68,20 EUR 2002 auf 60,50 EUR 2007, was einem Minus von 11,3% Prozent entspricht. 8 Informationen, inwiefern diese Entwicklungen die alltägliche Situation von Musiker/innen in Hamburg tangieren, lagen bislang nicht vor. Grundlegende Anhaltspunkte in Bezug auf die Bedingungen für Hamburger Musikerinnen und Musiker, zumindest was den populären Bereich angeht, liefern allerdings eine Erhebung der Universität Hamburg aus dem Jahre Aus der Befragung Hamburger Musiker/innen, vornehmlich aus dem Rock- /Popbereich, können auf fundierter Datenbasis Hypothesen formuliert werden, die in der späteren Erhebung überprüft werden sollen. Auf demographischer Ebene liegt aus den vorliegenden Daten die Vermutung nahe, dass in der Altersspanne von Jahren eine Häufung musikalisch aktiver Menschen zu erwarten sei. Des Weiteren kann für Musiker/innen von einem relativ niedrigen Einkommen ausgegangen werden, dem entgegen steht allerdings die Hypothese eines relativ hohen Bildungsniveaus der musikalisch Aktiven. Aus der Betrachtung der konkreten Arbeits- und Probebedingungen werden weitere Schlussfolgerungen möglich: Raum zum Musizieren, gerade was das Angebot von Proberäumen im gesamten Stadtgebiet angeht, ist knapp und teuer. Bereits 1999 lagen die Preise für Übungsräume im Schnitt bei DM pro Quadratmeter. Die dafür gebotene Qualität der oft in alten Bunkern gelegenen Räume ist in Bezug auf das Preisniveau als nicht angemessen zu bewerten. Generell scheint die Knappheit von Raum für Musiker, Künstler und andere Kreative ein tief greifendes Problem darzustellen. Sowohl in älteren 7 Quelle: Eigenrecherche 8 Vgl. Haspa Musikstudie Vgl. Schneider, Albrecht [Hrsg.]: Musikerinnen, Übungsbunker, Szene-Clubs. Zur Infrastruktur der Popularmusik in Hamburg.

13 12 Untersuchungen wie der Musikeruntersuchung von David Siemsen , des Gutachtens zur Yamaha Music Academy als auch in aktuellen Arbeiten zum Thema Kreativität und Stadtentwicklung in Hamburg 12 wird der Mangel an adäquaten Räumen deutlich gemacht. Die vorliegende empirische Erhebung soll vor allem die Frage nach den Gründen des Mangels und nach den spezifischen Bedürfnissen von Musikerinnen und Musikern beantworten. Was die konkrete musikalische Tätigkeit anbelangt sind die Ergebnisse der 1999er Untersuchung ebenfalls auf den aktuellen Stand zu bringen. Die Ergebnisse der damaligen Erhebung bieten Interpretationsansätze: Während die Ausgaben für Instrumente und Zubehör schon vor 10 Jahren als relativ hoch zu bewerten ist, kann durch die Angaben der Musiker/innen angenommen werden, dass über 90% der Musiker/innen kein nennenswertes Einkommen durch die musikalische Tätigkeit generieren. Diese Vermutung gilt auch für die gegenwärtige Situation, da wissenschaftliche Arbeiten über die spezifischen Eigenheiten der Musik- und Kulturwirtschaft die Situation einer Winner-takes-all-Ökonomie in der Form bestätigen, dass in sämtlichen Kunstsparten lediglich ein kleiner Kreis internationaler Stars den größten Teil der Gewinne erzielt, während zum Einkommen der breiten Masse aktiver Künstlerinnen und Künstler eine riesige Kluft besteht. 13 Die Fragen, wie Musiker/innen mit diesen Gegebenheiten umgehen, wie sich Ihr alltägliches Leben gestaltet und was die Motive ihres Musizierens sind, sind in der empirischen Erhebung enthalten. In Bezug auf den quartiersbezogenen Teil der Studie zur Bewertung der Situation und des kulturell-kreativen Potenzials in Barmbek-Süd waren relevante Daten zur gegenwärtigen demografischen und gewerblichen Situation im Quartier zu sammeln. Zusätzlich konnte durch das Studium von Entwicklungsberichten der sozialen Stadtteilentwicklung in den betreffenden Gebieten Dehnhaide/ Parkquartier Friedrichsberg ein erster Eindruck gewonnen werden. Dabei wird eine sich in den nächsten Jahren abzeichnende Verjüngung des Stadtteils deutlich. Außerdem wurde eine Liste der relevanten Kultureinrichtungen im und in unmittelbarer Umgebung des Quartiers erstellt. Die Infrastruktur an Kultureinrichtungen mit den Stadtteilkulturzentren Kulturhaus Dehnhaide, Zinnschmelze, Goldbekhaus und ab Herbst 2009 mit dem neu errichteten Kulturzentrum Barmbek-Basch sowie mit den ansässigen Museen, Theatern und künstlerisch orientierten Hochschulen für Bildende Künste und Hamburg Media School ist grundsätzlich gut. Eine spezifische 10 Vgl. hierzu die Angaben in Schneider, Albrecht, Vgl. Institur für musikalische Bildung (1987): Gutachten zur Errichtung von Yamaha Popular Music Schools ind der Bundesrepublik Deutschland. 12 Vgl. Bareiss Valle, Karla: Städtekonkurrenz um Kreative Hamburgs Strategien zur Bindung der Kreativwirtschaft. 13 Vgl. Abbing, Hans: Why are artists poor? The Exceptional Economy of the Arts. Amsterdam.

14 13 musikalische Infrastruktur bilden unter anderem das Jugendmusikzentrum Trockendock, der Probebunker in der Humboldtstraße sowie die ansässigen Jugend- und Kirchenchöre. Dies lässt im Vergleich zu den Musikquartieren Schanze, Karoviertel und St. Pauli im Bezirk Mitte zunächst auf eine eher geringe Attraktivität des Viertels für Musiker/innen und Gewerbetreibende im musikalischen Bereich schließen. Die Ansiedlung einer privaten Musikschule sowie einer privaten Akademie für Musik- und Medienberufe im Winter/ Frühjahr 2009 machen allerdings darauf aufmerksam, dass im zu untersuchenden Gebiet durchaus Faktoren existieren, die sich für die Ansiedlung musik- und kulturnaher Unternehmen wie auch Musiker/innen als positiv erweisen. Welche dies sind, inwiefern sie im Bewusstsein der aktiven Musiker/innen vorhanden sind und ob sich dadurch eine Veränderung in der Wahrnehmung des Quartiers Barmbek-Süd ergibt, ist durch die empirische Erhebung heraus zu finden. Neben Primärdaten zur spezifischen Situation in Hamburg wurden zusätzlich thematisch angelehnte Studien gesichtet, um methodische Vorgehensweisen abzugleichen und bei der Entwicklung und Gestaltung der Erhebungsinstrumente weitere Ideen und Möglichkeiten einzubeziehen. Neben einer Untersuchung zur sozialen Situation von Künstlern in Wien und der schon angesprochenen Arbeit der Universität Hamburg wurden hierfür unter anderem Beiträge des Forschungszentrums für populäre Musik der Humboldt Universität Berlin sowie ein Fragebogen zur Proberaumsituation m Raum Stuttgart verwendet. Trotz der erheblichen Anzahl der recherchierten Daten können zu diesem Zeitpunkt keine Aussagen über die tatsächliche Anzahl musizierender Menschen sowie über die Struktur der Proberaum-situation Hamburger Musiker/innen getroffen werden. Entsprechende Erhebungen existierten für Hamburg bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Um eine allgemeine Datengrundlage zu erhalten, ist das Marktforschungsinstitut TNS-Infratest damit beauftragt worden, eine repräsentative Querschnittsbefragung der Hamburger Bevölkerung durchzuführen Vorstudie über TNS-Infratest Die Erhebung der Primärdaten zur Gesamtpopulation musizierender Menschen in Hamburg sowie zum Potenzial von Proberaumnutzern besteht aus zwei Fragen und ist im Rahmen von Telefoninterviews im Zeitraum vom durchgeführt worden.

15 14 Die erste Frage dient der Ermittlung des musizierenden Anteils der Hamburger Gesamtbevölkerung. Als Musizierende/r im Sinne der Untersuchung gilt jede/r, der/die einmal in der Woche mindestens eine Stunde mit konventionellen Instrumenten, der Stimme oder modernen digitalen Geräten Musik macht. Die zweite Frage, die lediglich an die Personen gestellt worden ist, die angaben, Musizierende/r zu sein, betrifft den Ort des Musizierens. Für beide Fragen sind vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben, in Frage 2 waren Mehrfachnennungen möglich. In Frage 1 sind neben nein, ich musiziere nicht die Angaben ja, allein, ja, mit 2-5 Personen und ja, mit mehr als 5 Personen möglich. Auf Frage 2 können die Befragten mit ausschließlich zu Hause, in Musikschulen zum Unterricht, in kostenfreien Räumen, in gemieteten Räumen oder sonstige antworten. Insgesamt wurden 408 Personen aus dem Stadtgebiet Hamburg ab 14 Jahren mit einer relativen Gleichverteilung sozio-demografischer Daten wie Geschlecht, Berufstätigkeit, Einkommen und Bildungsstand befragt. Die Untersuchung kann somit als repräsentativ für das Stadtgebiet Hamburg angesehen werden. Der Anteil der Hamburger Bevölkerung, der mindestens eine Stunde pro Woche musiziert, liegt laut der Angaben der Befragten bei 24,5%. Geht man von einer Einwohnerzahl Hamburgs von 1,75 Millionen aus, musizieren im Stadtgebiet Menschen. Als besonders aktiv zeigt sich dabei die Gruppe der Jährigen mit einem Musikeranteil von 40,2%. Mit steigendem Alter verringert sich die musikalische Aktivität. Des Weiteren zeigt die Untersuchung, dass über ein Drittel der Musizierenden nicht nur alleine, sondern in einer Gruppe mit zwei oder mehr Personen musiziert. In Bezug auf das Potenzial der Nutzer von Proberäumen für die musikalische Tätigkeit ergibt die Befragung, dass insgesamt 19% der Musizierenden (n=100) 14 einen Proberaum nutzen, was einer absoluten Zahl von n=gesamtzahl der Antworten für die jeweilige Frage.

16 15 entspricht. Gemietete Proberäume werden von 5,0% der Musiker benutzt, was einem absoluten Potential von Nutzern kostenpflichtiger Proberäume in Hamburg gleichkommt. Das monatlich verfügbare Einkommen hat laut den Angaben der Befragten keine bedeutenden Auswirkungen auf die Wahl des Probeortes. Bei Menschen, die in Gruppen musizieren sowie bei Personen, die in Haushalten mit mehr als einer Person leben, ist eine stärkere Nutzung von Proberäumen außerhalb der Privaträume festzustellen. Die ermittelten Primärdaten zeigen deutlich auf, dass der Kunst- und Kultursparte Musik in Hamburg eine bedeutende Stellung zukommt und in Hamburg von einem vielseitigen und aktiven musikalischen Leben auszugehen ist. Auf Basis dieser Primärdaten die Struktur des Hamburger Musiklebens zu erfassen, gegenwärtige Bedingungen und Bedürfnisse Hamburger Musikerinnen und Musiker aufzuzeigen, die latente Problematik um adäquate Räume näher zu erforschen sowie eine erstmalige Bewertung des Standorts Hamburg und des Stadtteils Barmbek-Süd aus der Perspektive der im Musikbereich Aktiven aufzuzeigen, sind die Aufgaben der zu konzipierenden empirischen Erhebung. 3.2 Entwicklung der Erhebungsinstrumente Die Entscheidung für die Kombination einer quantitativen Fragebogenuntersuchung unter Hamburger Musikerinnen und Musikern und einer parallel durchgeführten qualitativen Erhebung mittels standardisierter Interviews kommt auf Grund des zu untersuchenden Themenspektrums zu Stande. Der quantitative Teil ermöglicht einen möglichst breiten Blick auf Speilarten und Bedingungen der Musik sowie auf die Situation und die Einstellungen der Musizierenden in Hamburg. Die qualitativen Interviews bringen punktuell tiefer gehende Informationen zu Zusammenhängen und Entwicklungen der zentralen Fragestellungen der Studie ans Licht. Die Ergänzung der Instrumente durch die zusätzlichen Forschungsfragen seitens der Leuphana Universität lässt den Umfang der angewendeten Instrumente auf den ersten Blick als relativ groß erscheinen. 15 Bezogen auf den üblichen Umfang von Erhebungsinstrumenten in der empirischen Sozialforschung ist die Kalkulation der Bearbeitungszeit der Fragebögen sowie der benötigten Interviewzeit von circa 40 Minuten aber im durchschnittlichen Bereich anzusiedeln. 15 Vgl. Anhang 7.1, 7.2

17 Der standardisierte Onlinefragebogen Die Entwicklung und Operationalisierung von Fragestellungen für den standardisierten Onlinefragebogen auf Basis der Primärdaten ist im Zeitraum Mai-Juni erfolgt. Ziel der Fragebogenerhebung ist es gewesen, eine möglichst große Anzahl Hamburger Musikerinnen und Musiker über sämtliche Bereiche ihrer musikalischen Tätigkeit zu befragen, Informationen über die Bewertung Hamburgs und Barmbek-Süds als Musikstandort zu erlangen sowie allgemeine demografische Daten zu erheben. Im Operationalisierungsprozess wurden Korrekturen potenzieller Fehlerquellen vorgenommen, die einerseits während der wöchentlichen Seminarsitzungen, andererseits in der Arbeitsgruppe bestehend aus Seminarleitung und operativer Leitung stattfanden. Zur Überprüfung wurden zudem musikwissenschaftliche Experten des populären sowie des kunstmusikalischen Bereichs konsultiert. Da die spätere Stichprobe den gesamten musikalischen Bereich von Klassik über Pop bis Volksmusik abbildet, musste der Fragebogen so angelegt werden, dass die Fragen und die dazu gehörigen Antwortmöglichkeiten für Musiker/innen unabhängig von ihrem Professionalisierungsgrad und von ihrem musikalischen Betätigungsfeld relevant sind und ihrer Funktion gerecht werden. Der finale Fragebogen weist eine standardisierte Form auf und besteht aus zwölf thematisch geordneten Abschnitten. Diese umfassen zwei bis 20 Fragen und dienen zur besseren Übersicht während der Beantwortung. Der Fokus liegt dabei auf den zentralen Fragestellungen des Projekts: 1. Persönliches Musizieren Hier werden individuelle Aspekte des Musizierens abgefragt. So unter anderem die Beherrschung von Instrumenten, die Art der musikalischen Tätigkeit, die Motive des Musizierens, die Art der musikalischen Ausbildung, der Kontakt mit anderen Kunstsparten. 2. Fragen zur instrumentellen Ausstattung Dieser eher soziologische Abschnitt beschäftigt sich mit der individuellen Ausstattung sowie der Einstellung zu verschiedenen musikalischen Geräten und technologischen Entwicklungen.

18 17 3. Fragen zum gemeinsamen Musizieren In diesem Themenblock werden Fragen zum Musizieren in der Gruppe gestellt, um die relative Verteilung von Bands, Orchestern, Ensembles etc. einschätzen zu können. 4. Fragen zu Aktivitäten im kulturellen Bereich Die hier gestellten Fragen kultursoziologischer Färbung sollen Informationen zum Besuch kultureller Einrichtungen und deren Bewertung durch die Musiker/innen erbringen. 5. Fragen zum Musikgeschmack Zwei Künstlerlisten sollen Aufschlüsse über die musikalische Kompetenz der befragten Musiker/innen geben. 6. Fragen zum Proberaum Ausführliche Abfrage über die gegenwärtige Probesituation und planungsbezogene Aspekte des Musikerzentrums. 7. Fragen zu Auftritten Diese Fragen dienen zur Ermittlung der Aufführungsbedingungen der befragten Musiker/innen. 8. Aktivitäten außerhalb des Musizierens Innerhalb dieser Sequenz werden administrative Aspekte wie etwa Mitgliedschaft in Verwertungsgesellschaften, Nutzung des Internets und andere abgefragt. 9. Fragen zur Förderung der Musik Abfrage der Mitgliedschaft in Initiativen und Teilnahme an Wettbewerben. 10. Bewertung des Musikstandorts Hamburg Fragen zur Einstellung der Musiker/innen zum Musikstandort Hamburg. 11. Bewertung des Quartiers Barmbek-Süd Fragen zum Image des Quartiers, Abfrage dort bekannter Kultureinrichtungen, Fragen zur Bewertung des zukünftigen Potenzials. 12. Demografische Daten

19 18 Die vorgenommene Einteilung erlaubt die Erhebung detaillierter Datensätze, für die die Erhebungssoftware Limesurvey gewählt wurde. Die grundsätzliche Entscheidung zur Durchführung einer reinen Onlinebefragung und gegen eine Befragung per materiellem Fragebogen hat mehrere Gründe: Durch den Mangel an Studien über Zahl und Struktur der Musiker/innen in Hamburg gestaltet sich die Recherche und Kontaktaufnahme ohne die Nutzung des Internets als sehr schwierig. Im Gegenzug kann im gesamten Musikbereich eine Vielzahl von Internetpräsenzen mit einer einfachen Möglichkeit der Kontaktaufnahme recherchiert werden. So liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei Musiker/innen um eine überdurchschnittlich Internet affine Gruppe handelt. Zudem können bei einer Internetbefragung auch Mail-Adressverteiler einiger Initiativen und Verbände genutzt werden, was die Zahl der erreichbaren Musiker/innen um ein Vielfaches vergrößert. Ein großer Vorteil der Onlineerhebung ist zudem die wesentlich vereinfachte und beschleunigte Auswertung. Durch die Kompatibilität von Erhebungs- und Auswertungsprogrammen entfällt die mühselige Arbeit der Dateneingabe per Hand. Ein dritter Grund besteht in einer wesentlichen Kosteneinsparung, da beim Versenden der Fragebögen die Kopier- und Portokosten der analogen Befragungstechnik gänzlich entfallen. Nach Abschluss der Operationalisierungsphase ist die Onlineeinbindung realisiert und mit der Datenerhebung begonnen worden. Die Erhebungsphase dauerte vom bis zum In dieser Zeit wurden 362 verwertbare Datensätze eingesendet. Aufgrund dieser hohen Anzahl von auswertbaren Fällen ist von einer aussagekräftigen Datenbasis auszugehen Der Interviewleitfaden Parallel zum Onlinefragebogen ist der Leitfaden für die qualitativen Interviews mit Akteuren des Hamburger Musiklebens entwickelt worden. Im Zentrum stehen dabei fünf Kernthemen, die tiefer gehend untersucht werden sollen: 1. Stadt Hamburg Neben der allgemeinen Bewertung Hamburgs als kreativer Musikstandort geht es darum, die Situation konkret mit anderen Städten zu vergleichen und Zusammenhänge mit Konzepten wie der Musikstadt Hamburg zu erörtern.

20 19 2. Einschätzungen über die Hamburger Musikszene Neben Diversität und Größe der einzelnen Szenen in Hamburg sollen Probleme des musikalischen Lebens zur Sprache kommen. 3. Musiker Hier geht es darum, die Situation der Musiker/innen aus einer anderen Perspektive als ihrer eigenen zu erläutern und Zusammenhänge mit der Gesamtsituation in Hamburg herzustellen. 4. Proberaumsituation Neben Einschätzungen zur Versorgung mit Übungsräumen und zu spezifischen Bedürfnissen von Musiker/innen hinsichtlich Ihrer Probeorte kommt es in diesem Punkt um Einschätzungen der Experten zur Planung eines Musikerzentrums sowie dessen potenzieller Nutzung durch die Hamburger Musiker/innen. 5. Quartier Barmbek-Süd Neben der konkreten Bewertung des Standorts Barmbek-Süd im Hinblick auf ein mögliches Musikerzentrum werden in dieser Sequenz das Image des Stadtteils sowie besondere Herausforderungen für kulturelle und kreative Unternehmen in diesem Gebiet erfragt. Zudem sollen die Befragten Einschätzungen zum Entwicklungspotenzial des Quartiers geben, auch im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Entwicklungen in St. Pauli. Im Zeitraum vom bis zum sind 22 Interviews mit Experten des musikalischen Lebens in Hamburg geführt, aufgezeichnet und transkribiert worden Begründung der Stichprobe und Auswahl der Interviewpartner Die Auswahl der Stichproben für die Datenerhebung erfolgte für beide Erhebungsinstrumente nach unterschiedlichen Kriterien. Das Ziel der quantitativen Stichprobe liegt darin, eine möglichst weit gefächerte Abbildung der Situation Hamburger Musiker/innen über alle Sparten und Professionalisierungsgrade hinweg zu erhalten. Zur Ansprache der Befragten werden neben Adressverteilern musikalischer Initiativen und Institutionen wie Rockcity e.v., Jazzhaus e.v., Hochschule für Musik und Theater, Landesmusikrat Hamburg direkte Kontakte aus recherchierten Band- und Künstlerlisten verwendet. Zur Ansprache nicht organisierter Musiker werden neben Direktkontakten

21 20 Musikplattformen (bandnet) sowie soziale Netzwerke (myspace) im Internet genutzt. Durch die breite Streuung und die Nutzung der beschriebenen Mittler wird die Zufälligkeit der generierten Stichprobe gewahrt. Bei der qualitativen Datenerhebung ist Wert darauf gelegt worden, sowohl Akteure mit einem fundierten Gesamtüberblick über die musikalischen Verhältnisse in Hamburg als auch Experten in spezifischen Bereichen einzubeziehen. Wie bei der quantitativen Befragung ist auch hierbei darauf geachtet worden, die gesamte Breite des musikalischen Lebens abzubilden. Folgende Institutionen und Einzelpersonen sind im Erhebungszeitraum befragt worden: Rockbüro e.v. Kulturzentrum Kampnagel Popkurs, Originalton e.v. Landesmusikrat Hamburg Hanseplatte im Karostar popup Records Staatliche Jugendmusikschule Hamburg School of Music Frauenmusikzentrum e.v. Devil Duck Records Akademie Deutsche Pop Jazzclub im Stellwerk Rockcity e.v. Pingipung Records Verband für aktuelle Musik Hamburg e.v. Roger Behrens (Musikphilosoph) Dr. Wolf-Reinhard Kemper (Leuphana Univ. Lüneburg) Linda Schreiber (Musikerin) Florian Vossberg (Musiker und Produzent) Hochschule für Musik und Theater Kultupalast im Wasserwerk HipHop Academy. Die Auskunftsfreudigkeit der Interviewten ist rückblickend als sehr positiv zu bewerten. Auch Kritische Äußerungen zum Projekt sind zum größten Teil in konstruktiver Weise vorgetragen worden.

22 21 4 Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Datenerhebung Im Folgenden werden die Resultate der quantitativen und qualitativen Erhebungen im Einzelnen vorgestellt. Die Struktur der Präsentation erfolgt nach thematischen Gesichtspunkten und gliedert sich grob in die beiden Teile der Studie. Vom Allgemeinen zum Speziellen werden die Daten zur Demografie, zur Situation der Musiker und zur Standortbewertung Hamburgs erläutert. Da einige dieser Themen für die quartiersbezogene Untersuchung eine Voraussetzung bilden, erfolgt die Betrachtung der spezifischen Ergebnisse zu Barmbek-Süd im zweiten Teil. 4.1 Demografie und soziale Situation der Musiker/innen Zunächst soll auf Basis der demografischen Angaben der Befragten aus der Onlinestudie und der erhobenen Daten zu ihrer sozialen Situation ein grundlegendes Bild über die Struktur der Musiker/innen in Hamburg gezeichnet werden. Es beteiligten sich 362 Musiker/innen aktiv an der Befragung. Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmern liegt bei 67,3% Männern und 32,7% Frauen (n=254). Dies ist ein relativ hoher Frauenanteil im Vergleich zur Studie der Universität Hamburg von 1999, wo der weibliche Anteil der befragten Rock-/Popmusiker bei unter 10% lag. Die Angaben zum Alter der Befragten (n=255) bewegen sich in einer breiten Spannweite von 14 bis 70 Jahren, der Mittelwert liegt bei 35,62 Jahren. Der höhere Mittelwert im Vergleich zur Studie von Albrecht Schneider (26,61 Jahre) erklärt sich zum einen aus der Gestaltung als Gesamterhebung, zum anderen aus der genreübergreifenden Stichprobe. Deutlich wird eine relative Häufung im Bereich zwischen 20 und 30 Jahren, was die Daten aus der Vorstudie über TNS-Infratest bestätigt. Auch eine Abnahme der Anzahl aktiv Musizierender im Alter wird in der Grafik sichtbar. In puncto Familienstand geben die meisten Musiker/innen an, ledig zu sein (142). Verheiratet oder in einer Lebensgemeinschaft befinden sich 98 der Befragten, geschieden sind 15 und verwitwet eine/r. Der Rest der Befragten möchte hierzu keine Angabe machen.

23 22 Abb.1: Altersverteilung der Stichprobe (n=255) Der Bildungsstand der Stichprobe ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung relativ hoch. Knapp die Hälfte der Befragten (46,8%) gibt an, Hochschulabsolvent zu sein. Ohne studienbefähigenden Bildungsabschluss sind gerade einmal 15,3%, wenn man abgeschlossene Berufsausbildungen hinzuzählt. Ein Drittel der Befragten hat das Abitur abgelegt, aber (noch) keinen Studienabschluss. Abb.2 Bildungsniveau der Stichprobe Häufigkeit Gültige Prozente Gültig Hochschulabschluss ,8 Abitur 83 33,5 Mittlere Reife 17 6,9 Berufliche Ausbildung 15 6,0 Fachhochschulreife 11 4,4 Hauptschulabschluss 6 2,4 Gesamt ,0 Fehlend keine Angabe 114 Gesamt 362 Der Bildungsstand spiegelt sich allerdings nicht im Nettojahreseinkommen wider. Lediglich 14,2% der Befragten (n=219) geben an, mehr als EUR pro Jahr aus Erwerbstätigkeit zu verdienen. Ein weitaus größerer Anteil von 41,1% muss mit EUR oder weniger pro Jahr auskommen. Die restlichen Angaben verteilen sich im Bereich von

24 23 EUR jährlichen Jahreseinkommens: 17,8% verdienen im Jahr zwischen und EUR, 12,8% zwischen und EUR EUR jährliches Einkommen haben 9,1% der Befragten zu verzeichnen, EUR erzielen 5,0%. Hier besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen Bildungsstand und Einkommen. Betrachtet man den Vergleich zwischen gesamtem Jahreseinkommen und dem jährlichen Einkommen aus der musikalischen Tätigkeit, so wird deutlich, dass die These der winner takes all Ökonomie im Bereich der Musik zutrifft. Abb.3 Nettojahreseinkommen aus musikalischer Tätigkeit (n=223) Die Möglichkeiten, gut von der Musik leben zu können, tendieren mit Blick auf die Grafik gegen null. Es ist somit nicht verwunderlich, dass sich ein Großteil der Musiker mit Nebenund Gelegenheitsjobs finanziert, beziehungsweise die musikalische Tätigkeit als Hobby versteht. Dies wird auch von einer Vielzahl der Interviewpartner bestätigt. Das große Spektrum der angegebenen Einkünfte aus der Musik macht jedoch deutlich, dass in der Stichprobe sowohl Hobbymusiker als auch beruflich ambitionierte und etablierte Profimusiker vorhanden sind. Betrachtet man unter dieser Voraussetzung den sozialen Status der Befragten (n=239), so geht daraus hervor, dass der überwiegende Teil berufstätig ist (74,9%). Die zweite relevante Gruppe bilden die Studierenden mit 18,0 %. Die restlichen 7,1% der Stichprobe setzen sich aus Schüler/innen, Auszubildenden sowie Erwerbslosen (je 1,7%) zusammen, gefolgt von Zivildienstleitenden (1,1%) und Personen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten (0,8%). Die allgemeinen Motive zu musizieren sind ebenfalls zum größten Teil nicht finanzieller Natur. Das Motiv, mit Musik Geld zu verdienen, trifft lediglich für 16,3% (n=320) voll oder eher zu. Hauptsächlich ist die Musik für die meisten Befragten

25 24 ein inneres Bedürfnis (96,8%, n=344). Als Möglichkeit, kreativ zu sein, sehen 70,1% ihre musikalische Beschäftigung (n=321). Als reines oder eher als Freizeitvergnügen betrachten die Musik 36,2% (n=312). Zusammenfassend lässt sich feststellen: Die Musiker/innen in Hamburg verteilen sich über ein breites Alterspektrum. Im Durchschnitt verfügen sie über einen relativ hohen Bildungsstand, allerdings über ein eher mittleres bis geringes Einkommen. Von den Einkünften aus ihrer musikalischen Tätigkeit können die wenigsten Musiker/innen leben, daher sind die meisten Musiker/innen anderweitig berufstätig. Im Hinblick auf die Wohnorte der Musiker/innen lässt sich anhand Abb.4 (siehe S.25) zeigen, dass zwar im gesamten Stadtgebiet Hamburgs Musiker/innen zu finden sind, dass sie sich aber in einzelnen Stadtteilen häufen. Nach den Angaben von 222 der Befragten zu urteilen, sind Altona, Eimsbüttel und St. Pauli besonders beliebt. Dies erklärt sich aus der musikalischen Infrastruktur in diesen Gebieten und ist im Vorfeld nicht anders erwartet worden. Interessant gestaltet sich allerdings die Situation hinter den ersten Plätzen. Relativ gleichauf zeigen sich hier die Stadtteile Barmbek, Eppendorf und Winterhude, die alle im Bezirk Hamburg-Nord liegen und westliche Gebiete wie Ottensen, Bahrenfeld und Neustadt knapp hinter sich lassen.

26 25

27 Teilstudie Planung Musikerzentrum Die planungsbezogene Teilstudie bezieht sich auf die Arbeitsbedingungen Hamburger Musiker/innen sowie auf die Bewertungen Hamburgs als Musikstadt im Allgemeinen. Eine besondere Rolle spielt die Betrachtung der Probesituation Hamburger Musiker/innen, die als Hintergrund für die Detailplanung des Musikerzentrums von wesentlicher Bedeutung ist. Hinweise auf den konzeptionellen Zuschnitt des Zentrums liefern daneben spezifischere Untersuchungen nach musikalischen Genres, Gruppenaktivitäten und soziodemografischen Aspekten Eigenschaften und Arbeitssituation der Musiker/innen in Hamburg Die Betrachtung der Ergebnisse bezüglich der Eigenschaften und der Arbeitssituation der Hamburger Musiker/innen umfassen zum Beispiel Fragen nach gespielten Instrumenten, Motiven des Musizierens, investierter Zeit, dem Musizieren in Gruppen sowie weiteren Spezifika rund um die musikalische Tätigkeit. Einen ersten Überblick über die verschiedenen Musiker/innentypen in Hamburg bieten die Angaben zu gespielten Instrumenten und zu den Genres, in denen sich die Musiker/innen selbst aktiv sehen. Als Instrumente werden in der Befragung auch neuartige, technologische Entwicklungen wie Computer oder DJ-Ausrüstung gesehen. Wie die Grafik zeigt, ist die

28 27 Gitarre 16 das am weitesten verbreitete Hauptinstrument der Hamburger Musiker/innen. Knapp dahinter rangiert die Stimme an zweiter Stelle. Erstaunlich ist, dass das Schlagzeug den dritten Platz einnimmt und noch vor Klavier und Geige liegt. Die Angaben über das Alter, in dem das gegenwärtige Hauptinstrument erlernt wurde, differieren stark. Während ein Drittel der Musiker bereits im Alter bis zehn Jahre mit dem Erlernen des heutigen Hauptinstruments beginnt, fängt ein anderes Drittel damit im Alter zwischen 11 und 15 Jahren an. Bemerkens ist auch, dass 20% erst mit dem Erreichen des 16. und 10% mit der Vollendung des 20. Lebensjahres das Spielen ihres Instruments erlernen. Abb.6: Alter des Erlernens des Hauptinstruments (n=353) Gültige Häufigkeit Prozent Prozente Gültig unter 5 Jahre 14 3,9 4, Jahre ,8 30, Jahre ,4 34, Jahre 71 19,6 20,1 über 20 Jahre 39 10,8 11,0 Gesamt ,5 100,0 Fehlend 0 9 2,5 Gesamt ,0 Ein beeindruckendes Ergebnis zeigt der Blick auf die Musiker, die mehr als ein Instrument beherrschen: 84,5% der Musiker geben an, ein zweites Instrument spielen zu können. Mit großem Abstand rangieren hier Gitarre und Klavier gemeinsam an der Spitze. Die Frage der Beherrschung eines dritten Instruments bejahen über die Hälfte (56,4%), ein viertes Instrument wird von knapp einem Drittel (32,3%) der Stichprobe beherrscht. Fünf Instrumente spielen zu können, sagen immerhin noch 13,3%. Die Angaben zum Alter des Erlernens der weiteren Instrumente gehen in die Höhe, je weiter das Instrument in der Rangfolge nach hinten fällt. Informationen über den Perfektionsgrad beim Spielen der Instrumente können über die Frage nach einer institutionellen Ausbildung der Musiker/innen gewonnen werden (n=362). 33,7% der Befragten sagen an dieser Stelle aus, keine institutionelle Ausbildung an ihrem Instrument erhalten zu haben. Unterricht an einer öffentlichen Musikschule erhielten nach eigener Aussage der Musiker/innen 24,9%, Privatunterricht bekamen 40,1%. Ein sehr hoher Anteil von 30,9% hat zur Erlernung des Musizierens eine höhere Ausbildung an einer Universität, Hochschule, Akademie oder an einem Konservatorium durchlaufen. Die mittleren musikalischen Fähigkeiten der Stichprobe können somit als relativ hoch eingeschätzt werden. 16 Es wurde bei der Auswertung kein Unterschied zwischen Akustik- und E-Gitarre gemacht. Ebenso wurden die Tasteninstrumente Klavier und Keyboard sowie die verschiedenen Arten der Flöte hier zusammengefasst.

29 28 Was das musikalische Betätigungsfeld der Befragten angeht, wurde zum einen nach der genauen Tätigkeit mit Musik gefragt, zum anderen konnten die Musiker/innen drei Genres angeben, in denen sie musikalisch aktiv sind. Bei der Frage zur musikalischen Betätigung konnten die Musiker/innen unter sieben verschiedenen Bereichen wählen und ebenso mehrfach antworten. Außerdem war die Angabe Sonstiges möglich (Vgl. Abb.7). Abb.7: Musikalische Tätigkeiten (n=362) (Mehrfachantworten möglich) Instrumentalspiel/ Gesang Komposition Arrangement/ Instrumentation Studio-produktion DJing Häufigk eit Prozent , , , ,2 35 9,7 Diriigat/ Chorleitung 29 8,0 Das Hauptbetätigungsfeld der Stichprobe ist das Musizieren mit Instrumentalspiel oder Gesang. Immerhin knapp die Hälfte der Musiker/innen gibt an, selbst zu komponieren. An Arrangement und Instrumentation, also der Ausgestaltung neu komponierter Stücke, sind 40,6% der Musiker beteiligt. Mit der Studioproduktion beschäftigt sich über ein Drittel (36,2%) der Befragten. Dass neben dem eigenen Musizieren auch der Konsum und die Verarbeitung bereits existierenden Materials eine Rolle spielt, zeigt der Anteil der Musiker, die auch als DJs auftreten. Die Aufgabe der Leitung eines Chores, Ensembles oder Orchesters wird von 8,0% der Befragten übernommen. Neben der musikalischen Tätigkeit geben knapp die Hälfte der Stichprobe (45,9%) an, im musiknahen Bereich wie zum Beispiel Unterricht, Musikmanagement, Veranstaltungsgeschäft und weiteren dem musikalischen Prozess vorund nachgelagerten Feldern tätig zu sein. Um die musikalische Vielfalt der Stichprobe zu messen, wurden die Musiker/innen in einer weiteren Frage dazu aufgefordert, anzugeben, auf welche musikalischen Genres sich ihre Aktivitäten erstrecken. Jede/r hatte dabei die Möglichkeit, bis zu drei unterschiedliche genaue Stilbezeichnungen anzugeben. Diese sind bei der Auswertung zu 23 musikalischen Oberkategorien zusammengefasst worden, die bei weitem nicht ausgereicht hätten, jede einzelne Nennung zu umgreifen, aber bei der großen Varianz der Angaben einen groben Überblick ermöglichen. Die meist genannten Spielarten lassen sich so der Oberkategorie des Rock (195 Nennungen) zuordnen, wo neben Hardrock, Metal und Punk auch Indie-Rock dazugezählt werden. Die Stile der so genannten Alten

30 29 Musik, sämtliche klassische Epochen sowie moderne Klassik und Oper sind ebenfalls sehr stark vertreten (155 Nennungen). Auf den Plätzen drei bis fünf versammeln sich Pop (95 Nennungen), die Spielarten des Jazz (76 Nennungen) sowie die verschiedenen Ausprägungen der elektronischen Tanzmusik (64). Da bei der Auswertung die Berücksichtigung von Hybridisierungen und Stilmischungen nicht möglich ist, kann das gezeichnete Bild nicht die tatsächlichen Verhältnisse der von der Stichprobe produzierten Musik darstellen. Die Übersicht dient vielmehr dem Zweck, die Breite der Erhebung zu dokumentieren. Eine Frage, die sich an die Aufteilung der Befragten auf verschiedene Stilrichtungen anlehnt, betrifft die Kommunikation zwischen den Musiker/innen. Zwei Fragen in der Erhebung gehen auf dieses Thema ein. Dabei wurde zunächst nach der Art des Kontaktes zwischen Musiker/innen gefragt; anschließend sollten die Studienteilnehmer angeben, wie wichtig ihnen der Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen anderer bzw. der eigenen Genres ist. Die Ergebnisse an dieser Stelle zeigen, das gegenseitiger Kontakt zwischen Musikern eine sehr große Rolle spielt. Zwei Drittel der Befragten musizieren oft oder täglich mit anderen Musiker/innen, annähernd 60% der Musiker/innen tauschen sich oft oder täglich mit anderen aus. Den Kontakt zu Künstlern im gleichen Genre empfinden 90% als wichtig oder sehr wichtig, für über die Hälfte (56,4%) stellt sich der Kontakt zu Musiker/innen aus fremden Genres ebenfalls als wichtig oder sehr

31 30 wichtig dar Es ist daher nicht verwunderlich, dass Musiker/innen nur in wenigen Fällen ausschließlich alleine musizieren. Auf die Frage, ob die befragten Musiker/innen in einer musikalischen Gruppe jeglicher Art aktiv sind, antworten 85,9% mit ja (n=331). Abb. 9 zeigt die relative Verteilung der musikalischen Gruppenaktivität der Hamburger Musiker/-innen, wobei Mehrfachnennungen möglich sind. Abb.9 Verteilung der musikalischen Gruppen (n=311) Mehrfachnennungen möglich , Prozent ,65 24, Band Orchester Ensemble Elektronikprojekt 11,25 8,68 Bigband 7,40 3,22 2,57 2,25 Chor Tanzkapelle Trommler-/Pfeifferkorps Percussiongruppe Wie sich den Angaben der Befragten entnehmen lässt, spielt hier die Kategorie Band eine zentrale Rolle. Aber auch andere Organisationsformen wie Orchester, Ensembles bis hin zu Elektronikprojekten sind in Hamburg von Bedeutung. In Bezug auf die Mitarbeit in mehreren Gruppen und die Kontinuität ihres Bestehens zeigt sich ebenfalls eine lebhafte Situation. Für die letzten 3 Jahre konnte hier ein Mittelwert über die Mitgliedschaft in 4,02 (n=307) Gruppen je Musiker ermittelt werden, aktuell wirkt jede/r der Künstler/innen in durchschnittlich 1,93 (n=307) Erscheinungsformen des gemeinsamen Musizierens mit. Die Spannbreite der Angaben ist allerdings enorm und reicht von einem bis hin zu dreißig verschiedenen Projekten in den letzten drei Jahren. Grundsätzlich kann anhand der Ergebnisse davon ausgegangen werden, dass die Musiker/innen im Bereich des gemeinsamen Musizierens sehr umtriebig sind. Was die Kontinuität der einzelnen Gruppen (n=288) betrifft, ist festzustellen, dass zwei Drittel der Gruppen, denen die Musiker der Stichprobe angehören,

32 31 seit 2004 oder länger bestehen. Immerhin schon zwei bis vier Jahre sind weitere 18,1% aktiv. Im Jahr 2008 wurden nach den erhobenen Daten 9,0% der Gruppen gegründet, der Anteil der sehr jungen Projekte mit Etablierung seit Anfang 2009 liegt bei 5,2%. Der leicht erhöhte Anteil der jungen Gruppierungen liegt daran, dass sich Projekte im Laufe der Zeit wieder auflösen und nur die noch existierenden Gruppen in die Zählung Eingang finden. Generell ist eher von einer gewissen Kontinuität und einem mehrjährigen Bestehen musikalischer Gruppen auszugehen. Die Anzahl der Mitglieder korrespondiert mit der Verteilung der Gruppenart. Über die Hälfte aller Gruppen besteht nach Angaben der Musiker aus zwei bis fünf Mitgliedern. Eine weitere, wenn auch kleinere Häufung ergibt sich bei vermuteten Orchestern im Bereich von 60 bis 80 Mitgliedern. Ansonsten verteilen sich die Gruppengrößen von sechs bis 260 Mitglieder ohne nennenswerte Häufungen. Abb.10 Häufigkeitsverteilung der Musizierintensität in der Gruppe (n=298) Anzahl Wochenstunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente ,1 5, ,4 17, ,9 18, ,8 10, ,5 12, ,7 9, ,5 3, ,4 7, ,8 1, ,5 6, ,4 1, ,8 1, ,4 1, ,3 0, ,3 0, ,1 1, ,6 0, ,3 0, ,3 0, ,3 0,3 Gesamt ,3 100,0 In Anbetracht der sehr umfangreichen musikalischen Tätigkeiten mit der Beherrschung mehrerer Instrumente sowie der überwiegenden Aktivität in musikalischen Gruppen ist die Betrachtung der aufgewendeten Zeit für verschiedene Tätigkeiten sehr interessant. Im Rahmen der Erhebung wurden die Musiker gebeten, anzugeben, wie viele Stunden sie durchschnittlich pro Woche in die von ihnen ausgeübten Tätigkeiten investieren. Im Schnitt entfallen hier auf die primär musikalisch-kreative Tätigkeit (n=340) 13,79 Stunden, wobei 6,01 Stunden (n=298) dem Musizieren in Gruppen gewidmet werden. Für organisatorisch-

33 32 administrative Tätigkeiten im musikalischen Bereich werden im Mittel 6,5 Wochenstunden aufgewendet (n=247). Mit musiknahen Tätigkeiten beschäftigen sich die Musiker durchschnittlich 11,26 Stunden (n=218), musikferne Tätigkeiten wie Arbeit, Studium, Schule haben ein durchschnittliches Volumen von 29,34 Stunden wöchentlich. Auch bei diesen Angaben bestehen große Varianzen und somit hohe statistische Standardabweichungen, da durch die unterschiedlichen Professionalisierungsgrade die Gewichtung der Tätigkeiten stark verteilt ist. Die Häufigkeitsverteilung der Musizierintensität in der Gruppe in Abb.10 spiegelt dies deutlich wieder. Zwei Drittel (64,1%) der Angaben bewegen sich hier unter dem Mittelwert. Nur etwa 10% der Befragten üben mehr als 10 Stunden wöchentlich. Diese Tatsache lässt erneut auf den relativ geringen Anteil der Berufsmusiker an der Grundgesamtheit schließen. Insgesamt findet aber auch über die Breite eine intensive Beschäftigung mit der Musik statt, berücksichtigt man, dass die musikalische Tätigkeit in den meisten Fällen neben einer Hauptbeschäftigung mit Erwerbsarbeit stattfindet. Bemerkenswert ist daher die Tatsache, dass ein Drittel (33,2%) der Befragten neben der Musik auch in anderen künstlerischen Bereichen tätig ist (n=310). Zumindest zu einer Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Sparten ist es bei knapp zwei Dritteln (64,0%) der Befragten bereits gekommen (n=322). Die Aktivitäten der Musiker beschränken sich somit nicht nur auf eine Kultursparte, sondern es finden neben einem regen Austausch innerhalb des vielschichtigen musikalischen Lebens in weiten Teilen auch Verknüpfungen und Überschneidungen mit anderen kulturellen Bereichen statt. Einen weiteren wichtigen Teilbereich der Untersuchung bilden die Fragen nach den Voraussetzungen des Musizierens, insbesondere nach der individuellen instrumentalen Abb.11: Wert des musikalischen Equipments in Euro (n=342) Gültige Häufigkeit Prozent Prozente < ,1 1, ,1 1, ,4 6, ,0 8, ,5 22, ,8 14, ,7 13, ,4 13,2 > ,4 18,4 Gesamt ,5 100,0 Keine Angabe 20 5,5 Gesamt ,0

34 33 Ausstattung. Hier konnten die Musiker bis zu fünf unterschiedliche Instrumente und Geräte angeben, die sich zum Musizieren in ihrem Besitz befinden. Zusammengefasst lässt sich die durchschnittliche individuelle Ausstattung nach deren geschätztem Wert beschreiben. Wie aus der Tabelle Abb.11 hervorgeht, investieren die Musiker erhebliche Summen in ihre instrumentale Ausstattung. Etwa 60% der Befragten geben an dieser Stelle an, schon mehr als EUR in Instrumente und Geräte zum Musizieren gesteckt zu haben. Der Anteil an Künstlern, deren Ausstattungswert sich auf bis zu 500 EUR beziffert, ist verschwindend gering (3,5%). Knapp die Hälfte (47,6%) gibt in einer weiteren Frage an, regelmäßig in die Ausstattung zu investieren (n=313). Die jährlichen Ausgaben für musikalisches Equipment sind dementsprechend hoch, wie Abb.12 zeigt: Abb.12 Ausgaben für musikalisches Equipment, Noten pro Jahr (n=333) Gültige Häufigkeit Prozent Prozente Gültig Bis 50 EUR 31 8,6 9, EUR 42 11,6 12, EUR 53 14,6 15, EUR 72 19,9 21, EUR 62 17,1 18, EUR 29 8,0 8, EUR 23 6,4 6, EUR 13 3,6 3, EUR 3,8,9 über EUR 5 1,4 1,5 Gesamt ,0 100,0 Fehlend ,0 Gesamt ,0 Zu den laufenden Investitionen in die Ausstattung kommen weitere Ausgaben für den Besuch von Musikveranstaltungen und den Kauf von Tonträgern, die sich jeweils für etwa die Hälfte der Befragten im Bereich von Euro bewegen. Bei der Ausstattung spielen neue technologische Entwicklungen und die allgemeine Tendenz zur Digitalisierung eine wichtige Rolle. 65,8% der Befragten (n=322) geben hierzu an, beim Musizieren elektrische, elektronische und digitale Geräte zu verwenden. Die Nutzung des Computers ist ebenfalls weit verbreitet. Eine Mehrheit von 76,1% bei n=285 verwendet einen Computer zur Musikproduktion. Die Verteilung der Typen PC und MAC stellt sich dabei als paritätisch dar. Auf der Ebene der qualitativen Datenerhebung werden die dargestellten Ergebnisse der Onlinebefragung bestätigt. Insbesondere die Aussagen zu den in der Breite geringen

35 34 Einkünften aus der musikalischen Tätigkeit werden hier mit der anhaltenden Krise der Schallplattenindustrie seit Beginn der 2000er Jahre begründet. Andererseits wird gerade in der fortschreitenden Digitalisierung eine Chance für Musiker gesehen, unabhängig von der Musikwirtschaft den Endverbraucher zu erreichen Die Proberaumsituation in Hamburg Die in diesem Abschnitt dargestellten Ergebnisse liefern einen Überblick über die Versorgung mit Übungsräumen und über deren Zustand sowie über die grundlegenden Bedürfnisse und Einstellungen der Musiker/innen bezüglich dieses Themas. Einschätzungen über die Gesamtsituation und deren Gründe werden hauptsächlich im Rahmen der qualitativen Erhebung abgefragt. Informationen über Zustand und Wichtigkeit von Ausstattungsmerkmalen kommen in beiden Erhebungsformen vor. Gleiches gilt für die Frage nach bestimmten Einstellungen von Musikern gegenüber Aspekten von Proberäumen sowie der Bewertung eines neu zu errichtenden Musikerzentrums. In der elementaren Frage nach einer ausreichenden Versorgung mit Proberäumen muss die Situation in Hamburg als problematisch bewertet werden. Auf dem freien Markt sind in Hamburg nach Expertenschätzungen des Rockbüro e.v. etwa 350 Proberäume bekannt. Hinzu kommen Übungsräume in Musikschulen und Jugendzentren sowie für musikalische Zwecke genutzte Gemeinde- und Schulräume. Wie die Interviews mit verschiedenen Musikerinitiativen und Einzelmusiker/innen zeigen, herrscht in sämtlichen musikalischen Bereichen ein Mangel an adäquaten Probemöglichkeiten. Während es zahlreiche Gruppen, insbesondere im Bereich der Laienorchester und Chöre, gibt, die auf Grund einer Änderung der Arbeitszeitenregelung für Hausmeister an öffentlichen Schulen in Hamburg nach 16 Uhr keine Räume mehr nutzen können, herrscht selbst an musikalischen Bildungsinstitutionen wie der Hochschule für Musik und Kultur eine räumliche Notlage. Die dort verfügbaren 24 Übungsräume sind nach Einschätzung der Experten für die Anzahl von 750 Studierenden derart unangemessen, dass man dort bereits Überlegungen anstellt, Grünflächen für das Aufstellen von Übungscontainern zu opfern. Im großen Bereich der populären Bands kommt in den Gesprächen ebenfalls ein Mangel an Proberäumen zum Ausdruck, der insbesondere die Stadtgebiete betrifft, in denen der Großteil der Musiker wohnt. Im Gespräch mit der Initiative Rockcity e.v. wurde deutlich, dass die Übungsraumsituation mit der generellen Knappheit an Räumen für Künstler und Musiker in Hamburg einhergeht. Durch den ständigen Wegfall vorhandener Räume, zum Beispiel durch den Abriss bislang genutzter Bunkeranlagen, gibt es in diesem Bereich natürlich Handlungsbedarf. Bereits frühere

36 35 Studien, wie die bereits mehrfach angeführte empirische Untersuchung der Universität Hamburg von 1999, gehen ebenfalls von einer Unterversorgung mit Proberäumen aus. 17 In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erfahren, welche Art von Räumlichkeiten von den Hamburger Musiker/innen für Probezwecke tatsächlich genutzt werden. Aus den Antworten geht hervor, dass gerade einmal ein Fünftel der Musiker (20,6%) ausschließlich in ihren Privaträumen übt. Einen Proberaum in einem ehemals gewerblich genutzten Gebäudekomplex oder einen Bunkerraum nutzt knapp die Hälfte der Musiker aus der erhobenen Stichprobe (49,0%). Einen weiteren recht großen Anteil macht die Nutzung von Räumen in Musikschulen oder anderen Bildungsinstitutionen aus (37,8%). Einen eigens zum Proben ausgebauten Schuppen oder Kellerraum (6,4%) sowie eine Probebühne (6,7%) nutzen nur einige wenige der Befragten. In Bezug auf die Größe der genutzten Proberäume fallen die Angaben sehr unterschiedlich aus. Die Angaben in der Onlinebefragung reichen hier von m². Die Errechnung des 17 Vgl. Schneider, Albrecht [Hrsg.]: Musikerinnen, Übungsbunker, Szene-Clubs. Zur Infrastruktur der Popularmusik in Hamburg. Münster

37 36 Mittelwerts (67,64m²) aller Angaben macht ob der Unterschiedlichkeit der Größenbedürfnisse wenig Sinn, was die statistische Standardabweichung von 138,01 eindrucksvoll belegt. Erkenntnisreicher stellt sich die Betrachtung der Häufigkeiten (Vgl. Abb. 13) dar. Insbesondere im Bereich von 20, 25 und 30m² Proberaumgröße lässt sich eine signifikante Häufung erkennen. Zudem wird deutlich, dass alle Proberaumgrößen für Musiker relevant zu sein scheinen. Abb.13 Größe des Proberaums (n=229) Die Kosten für einen Proberaum sind im Durchschnitt recht hoch. 150 der befragten Musiker (n=229) geben an, für ihren Proberaum Mietzahlungen zu leisten. Die Höhe der Mieten beträgt im Mittel 275,75 EUR pro Monat. Die Angaben der Befragten variieren allerdings auch hier stark und liegen innerhalb eines Spektrums von 25 bis 2000 EUR. Mit den Informationen aus den Experteninterviews lassen sich diese Zahlen hinreichend interpretieren. Einige Musikinitiativen, wie zum Beispiel das Frauenmusikzentrum, bieten eine Proberaumnutzung in deren eigenen Räumen von bis zu neun Stunden pro Woche für eine monatliche Gebühr von 45 EUR an. Initiativen wie diese ermöglichen allerdings nur einer geringen Zahl von Musikern kostengünstiges Proben. Die Preise der frei vermieteten Räume liegen deutlich höher und betragen für einen 20-25m² großen Raum je nach Lage zwischen 260 und 400 EUR monatlich. Luxuriös ausgestattete Räume, teils mit vorhandenem Tonstudio, werden von Profimusiker/innen genutzt und sind preislich den höchsten Regionen der Angaben zuzuordnen. Die hohen Kosten führen oft dazu, dass sich mehrere Musiker/innen oder Gruppen Proberäume teilen. Die häufigsten Modelle bestehen

38 37 hier aus zwei (26,2%), drei (27,7%) oder vier (12,3%) Mietparteien. Die Zahl der Künstler/innen, die sich einen Übungsraum teilen, ist in einigen Fällen sogar noch höher, was die Flexibilität naturgemäß einschränkt. Nur ein Fünftel der Musiker/innen gab an, einen Raum allein zu nutzen (n=150). In Bezug auf die Nutzungszeiten und die Nutzungsintensität der Proberäume lassen sich aus der Befragung ebenfalls Erkenntnisse ableiten. Wie Abb.15 zeigt, nutzt die Mehrheit der Musiker/innen ihren Proberaum ein- bis zwei Mal pro Woche. Die Angaben aus den qualitativen Interviews decken diese Angaben. Da viele Räume von mehreren Parteien genutzt werden, ist häufigeres Proben oft auch gar nicht möglich. Abb.14 Nutzung des Proberaums pro Woche (n=211) Häufigkeit Prozent Gültige Prozente ,8 46, ,4 24, ,5 9, ,8 4, ,9 6, ,4 2, ,5 4, ,6 0, ,3 0, ,3 0,5 Gesamt ,3 100,0 keine Angabe ,7 Gesamt ,0 Die durchschnittliche Proberaumnutzung beträgt 8,91 Stunden pro Woche. Im Median, der Extremwerte geringer gewichtet, wurden 5,0 Stunden errechnet. Auch hier zeigt sich erneut eine große Varianz von 1-80 Stunden Nutzungsintensität. Die Terminierung der Proben ist bei vielen Musiker/innen mit festen, regelmäßigen Zeiten (67,9%) klar geregelt (n=221). Ein Viertel der Befragten hält die Aussage, dass die Übungstermine kurzfristig und unregelmäßig anberaumt werden, für voll (11,7%) oder eher (15,0%) zutreffend (n=214). Weitere die Organisation der Proben betreffende Informationen liefert die Frage nach der Vorbereitung des Raums. Bei knapp der Hälfte der Musiker (43,2%) sind vor jeder Probe Vorbereitungen im Übungsraum notwendig, die das Equipment sowie den Aufbau von Zubehör wie Notenständer etc. betreffen. In Bezug auf die einzelnen Ausstattungsmerkmale zeigt sich ebenfalls eine große Spannweite in der Qualität der Hamburger Proberäume. Während im Rahmen der

39 38 qualitativen Erhebung insbesondere die Vertreter von Musikinstitutionen das Qualitätsniveau der Räume mit Hinblick auf die vielen Räume in Bunkern oder verlassenen Gewerbeflächen als eher niedrig bezeichnen, gestalten sich bei der Bewertung durch die Musiker bei der Befragungen die Ergebnisse gemischt. Bei der Onlinebefragung, in der die Musiker einzelne Aspekte in einer Skala von 1, was sehr gut bedeutet, bis 5, mangelhaft, bewerten konnten, zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Bewertung von bestimmten Merkmalen des Raums wie Größe, Heizung, Lüftung, Schalldämmung, Akustik und sanitären Einrichtungen weist eine relative Gleichverteilung zwischen eher positiven, eher negativen und Angaben zum grundsätzlichen Vorhandensein aus. Deutliche Diskrepanzen zeigen sich bei der Betrachtung der Erreichbarkeit beziehungsweise Verkehrsanbindung des Proberaums. Abb. 15 Erreichbarkeit/ Verkehrsanbindung des Raumes Häufigkeit Prozent nicht vorhanden 56 23,6 1 - sehr gut 80 33, , , ,2 5 - mangelhaft 5 2,1 Gesamt ,0 Wie die Tabelle zeigt, empfinden über 50% der Befragten die Erreichbarkeit ihres Raums als gut oder sehr gut. Ein Viertel der Befragten beschreibt diese allerdings als mangelhaft oder nicht vorhanden. Diese Häufigkeitsverteilung hängt mit der räumlichen Verteilung der Proberäume im Stadtgebiet zusammen. Viele Räume liegen an den Stadträndern, Räume in Wohnnähe sind Mangelware. Ein weiteres Problemfeld betrifft die Sicherheit. Vor allem Bunkerräume sind nicht ausreichend gegen Einbruch gesichert, die interviewten Musiker/innen berichten von regelmäßigen Diebstählen. So ist es nicht verwunderlich, dass 42,2% die Sicherheit ihrer Proberäume als nicht ausreichend oder nicht vorhanden bewerten (n=239). Eine als ausreichend angesehene Versicherung für Instrumente und Equipment im Proberaum ist gerade einmal bei knapp einem Fünftel der Proberäume (18,6%) vorhanden. Die Ausstattung mit musikalischem Equipment wie Gesangsanlage oder Aufnahmeausrüstung ist nur in den wenigsten Fällen vorhanden. Die spezifischen Bedürfnisse der Musiker und die wichtigsten Standortfaktoren für Proberäume werden ebenfalls erfragt. Hier kristallisieren sich die Faktoren Preis,

40 39 Erreichbarkeit und Sicherheit als entscheidend heraus. Weiterhin werden Aspekte wie Akustik, Möglichkeit der Nutzung am Wochenende sowie an Sonn- und Feiertagen und ausreichende Heizung und Lüftung von jeweils etwa 80% der Musiker als wichtig oder sehr wichtig eingeschätzt. Uneins sind sich die Musiker/innen über die Atmosphäre, die im Proberaum vorherrschen sollte. Abb.16 Einstellung zur Atmosphäre im Proberaum 1 Während für etwa 70% der Befragten sich die Atmosphäre eher funktional im Sinne eines Arbeitsraumes darstellen sollte (Abb. 16), hat etwa ein Fünftel das Bedürfnis nach einer eher intimen Atmosphäre (Abb.17) ihrer Räume. Die verschiedenen Bedürfnisse werden im Rahmen der qualitativen Untersuchung ebenfalls deutlich. Musiker/innen und Vertreter der Initiativen, insbesondere im populären Musikbereich, sehen heimelige Gefühle im Proberaum als fördernd für die musikalische Produktivität an. Vor allem für akustische und nicht elektrisch verstärkte Spielarten von Musik wird ein besonderes Interesse an funktionalen Räumen beschrieben, die vor allem eine adäquate Akustik bieten. Im weiteren Verlauf werden Fragen behandelt, die thematisch mit dem Proberaum und der Konzeption des bestehenden Modellprojekts des Musikerzentrums in Amsterdam verbunden sind. Diese betreffen die Möglichkeit zum Einlagern von Instrumenten und Zubehör, eine stundenweise Vermietung von Proberäumen sowie Zusatzangebote wie Café, Imbiss, Büros und Tonstudio.

41 40 Abb.17 Einstellung zum Proberaum 2 Die Möglichkeit zur Einlagerung von Instrumenten und Equipment im Proberaumkomplex wird von Musiker/innen überwiegend positiv gesehen. Über die Hälfte der Musiker/innen (55,3%) würde dieses Angebot nutzen, wenn die Sachen dort sicher sind. Der Möglichkeit einer stundenweisen Anmietung des Proberaums stehen die Musiker/innen kritisch gegenüber. Knapp die Hälfte (44,3%) schließt diese Option für sich aus. Die Zustimmung erfolgt unter der Voraussetzung einer Kostenersparnis gegenüber der gegenwärtigen Situation (16,5%) oder bei einer besseren Qualität des stundenweise gemieteten Raumes (14,8%, n=237). Aus den Interviews zu schließen ist der mehrheitliche Wunsch der nach einem eigenen Raum, der auf monatlicher Basis angemietet wird. Ein weiteres wichtiges Thema betrifft den Konsum von Zigaretten, Alkohol und anderen Rauschmitteln beim Musizieren. Nach Auffassung des ehemaligen Leiters des Kontaktstudiengangs Drogenkultur und recht an der Universität Hamburg gibt es im Musikbereich keinen höheren Drogenkonsum als in der Gesellschaft insgesamt. Die Verbindung von Drogen und Musik ist dem entsprechend mehr eine Mystifizierung als eine reale Abbildung des Alltags von Musiker/innen. Ein generelles Verbot jeglicher Rauschmittel im Proberaum, auch von Zigaretten und Alkohol, sehen die Musiker/innen unterschiedlich n=216). Für immerhin ein Fünftel (20,8%) stellt sich eine derartige Einschränkung als inakzeptabel dar. Als eher inakzeptabel werten diese Situation 7,9%. Für eine Mehrheit (59,3%) wäre ein Verbot kein Problem. Geteilter Meinung sind 12,0% der Befragten.

42 41 Die meist gewünschten Zusatzdienstleistungen entspringen vor allem den Konsum- und Kommunikationsbedürfnissen. Der Wunsch nach einem Imbiss oder Restaurant an erster und einer Bar oder Kneipe an dritter Stelle zeigt, dass Musiker/innen neben einem Arbeitsort auch eine Begegnungsstätte und Austauschplattform mit Kolleg/innen suchen (vgl. Abb.18) Abb.18 Dienstleistungen im oder in unmittelbarer Nähe zum Proberaumkomplex (n=237), 5 Nennungen möglich Dienstleistung Anzahl Nennungen Ansprechpartner & Hilfen für Grafik/ Promotion 13 Aufnahmemöglichkeit direkt im Proberaum/ Liveaufnahme 75 Auftrittsmöglichkeit 43 Ausleihmöglichkeit von Technik (PA, Lichtanlage, ) 30 Ausleihmöglichkeit von Instrumenten & Zubehör 26 Bar/ Kneipe 73 Einlagerungsmöglichkeit für Instrumente & Zubehör 70 Gemeinschaftsräume/Entspannungsbereich 62 Imbiss/Restaurant 114 Kiosk/ Supermarkt 9 Musikgeschäft 58 Tonstudio 19 Musikunterricht 11 Workshopangebote (z.b. Recht, Recording, Vermarktung, etc.) 13 Bemerkenswert ist das geringe Interesse an Unterrichts- und Workshopangeboten sowie an Unterstützung bei der Vermarktung von Musik. Als wünschenswertes Angebot wird Möglichkeit zum Kopieren von Noten genannt. Als Abschluss der Analyse der Proberaumsituation wurde in beiden Erhebungen die allgemeine Frage gestellt, ob ein Musikerzentrum entsprechend des Amsterdamer Konzepts genutzt werden würde. Im Rahmen der qualitativen Interviews wurden die Interviewpartner weiterhin darum gebeten, den Neubau von Proberäumen nach diesem Konzept in Barmbek- Süd zu bewerten. Die Resultate aus der Onlinebefragung zeigt Abb.19. Daraus ist zu entnehmen, dass etwa die Hälfte der Musiker/innen ein solches Zentrum entweder ohne besondere Voraussetzungen oder unter den Voraussetzungen einer Kostenersparnis oder einer erhöhten Raumqualität nutzen würde. Eine generelle Ablehnung bekunden lediglich 13,6%. Die Unentschlossenen, die das Zentrum vielleicht nutzen würden, bilden mit 30,8% einen großen Anteil. Auf der Ebene der quantitativen Erhebung ist somit von einer grundsätzlich eher positiven Haltung gegenüber einem neuen Musikerzentrum in Barmbek- Süd auszugehen.

43 42 Abb.19 Potentielle Nutzung des Musikerzentrums (n=221) 13,60% 5,43% 17,20% w ürde ich nutzen w ürde ich nutzen, w enn es nicht teurer ist als mein bisheriger Raum 30,80% 13,10% 19,90% w ürde ich nutzen, w enn dort alles vorhanden, w as ich zum Proben benötige w ürde ich vielleicht nutzen w ürde ich nicht nutzen sonstige Das Schwergewicht der Aussagen zu einem möglichen Erfolg eines Musikerzentrums liegt im qualitativen Teil auf einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis, einer professionellen Umsetzung und der Glaubwürdigkeit des Projekts. Warnungen betreffen vor allem ein mögliches negatives Image einer offensichtlich rein ökonomischen Strategie beim Betrieb eines derartigen Zentrums. Musiker/innen und Vertreter/innen musikalischer Institutionen finden die Idee positiv, betonen allerdings Voraussetzungen wie vor allem bezahlbare Mietpreise und konzeptionelle Merkmale wie beispielsweise die Ausgestaltung des Zentrums als Begegnungsstätte. Einzelne kritische Stimmen prognostizieren einen Mangel an kreativer Atmosphäre und die unvermeidbare Sterilität eines Neubaus. Auch auf die Fragwürdigkeit eines Neubaus im Hinblick auf den bestehenden Leerstand in Hamburg wird hingewiesen. Eine Beteiligung von Künstler/innen und Musiker/innen schon während der Konzeptionsphase, die einige der Interviewpartner anregen, könnte aber eine kritische Distanz und Skepsis von vorn herein mindern. Generell überwiegen die positiven Bemerkungen deutlich, auch der Standort Barmbek-Süd wird als gute Wahl angesehen. Mit dieser Frage schließt der Themenblock zur Proberaumsituation ab Aspekte des Musikstandortes Hamburg Bei den Untersuchungen zum Musikstandort geht es vor allem darum, eine generelle Bewertung der Situation aus der Perspektive der im musikalischen Leben Aktiven zu erhalten. Der Blick richtet sich auf die Bewertung des musikalischen Lebens, auf bestehende Strukturen sowie auf Besonderheiten und mögliche Schwächen des Musikstandortes Hamburg.

44 43 Das musikalische Leben in Hamburg ist aus Sicht der Akteure sehr lebendig und vital. In den Interviews werden ganz verschiedene in Hamburg etablierte Musikszenen beschrieben. Im populären Bereich wird von Szenen in allen denkbaren Spielarten berichtet. Besondere Bedeutung auf überregionaler Ebene wird vor allem der Hamburger Schule sowie dem Hamburger HipHop Ende der 1990er Jahre zugerechnet. Auf die Gegenwart bezogen werden allerdings in keinem musikalischen Genre national oder international bedeutende Hamburger Szenen identifiziert. Vielmehr zeigen die Gespräche mit den Akteuren des musikalischen Lebens, dass die Musikszenen in Hamburg einem stetigen Wandel unterliegen. Ein Großteil der Befragten sieht die Tendenz einer immer stärkeren Mischung von Szenen, so dass eine klare Abgrenzung kaum möglich ist. Das musikalische Leben findet vor allem in Altona, St. Pauli und in der Sternschanze statt. Die klassische Musik hat außerdem noch in der Neustadt eine bevorzugte Heimat. Ein Aufbrechen dieser örtlichen Fixierung und eine bessere Verteilung musikalischer Aktivitäten auf das gesamte Stadtgebiet halten die Vertreter/innen der befragten Institutionen für wünschenswert. Besonders am Wochenende zeigt sich in den Bereichen St. Pauli und Schanzenviertel ein Aufkommen, dass eine Vertreterin von Rockcity e.v. stets an eine Großdemo erinnert. Sowohl Musiker/innen als auch Vertreter/innen der Institutionen sind der Meinung, dass zukünftige Initiativen zur Förderung von Musik eher in umliegenden Gegenden als in den beschriebenen Zentren ansetzen sollten. Begründet wird dies unter anderem mit dem Wegfall von Freiräumen, dem Strukturwandel hin zu höherwertigen Nutzungen und den dadurch steigenden Mieten in den bei jungen Leuten populären Vierteln. Die Strukturen der institutionellen Förderung von Musik und der politischen Vertretung von Musiker/innen in Hamburg halten die Befragten in weiten Teilen für unzulänglich. Sowohl die Höhe der Fördermittel im Kulturhaushalt als auch die Repräsentation und Betreuung des Bereichs Musik in der zuständigen Behörde werden als unzureichend für eine Stadt angesehen, die sich zu einer internationalen Musikmetropole entwickeln will. Laut einer Vertreterin des Landesmusikrates sei kaum etwas ohne private Förderungen und idealistische Ehrenamtler möglich. Anträge auf Projektförderung bei der öffentlichen Verwaltung würden nur in den seltensten Fällen bewilligt. Innerhalb der quantitativen Untersuchungen befinden 72,1% der Musiker/innen, Hamburg tue eher wenig oder deutlich zu wenig im Bereich Musikförderung (n=258). Trotzdem werden die von der Politik propagierten Konzepte wie Musikstadt Hamburg und Talentstadt Hamburg grundsätzlich positiv gewertet. Vor allem wird die Tatsache, dass Musik nun im Bewusstsein der Verwaltung und Politik angekommen sei, als eine Verbesserung der strukturellen Ausgangslage angesehen. Bezüglich des 'Leuchtturmprojekts' Elbphilharmonie gehen die

45 44 Meinungen auseinander. Einerseits sind mit dem Bau der neuen Veranstaltungsstätte große Hoffnungen auf einen Bedeutungszuwachs der Musik in Hamburg verknüpft. Andererseits bestehen Zweifel daran, ob der musikalischen Basis und der lokalen Musikszene ein fester Platz innerhalb der neuen Institution zuteil wird. Die Beantwortung der Frage, inwiefern die Hamburger Musiker/innen durch die Elbphilharmonie einen großen Bedeutungszuwachs für Hamburg als internationale Musikstadt erwarten, fällt eher kritisch aus (vgl. Abb.20). Nur knapp ein Viertel (22,4%) geht davon aus, dass sich Hamburg durch das ehrgeizige Bauprojekt in der Spitze der internationalen Musikstädte etablieren kann. Etwas mehr als die Hälfte (54,3%) sieht dies als eher nicht oder nicht zutreffend. Abb.20 Bewertung der Aussage 'Durch den Bau der Elbphilharmonie wird Hamburg künftig in der ersten Liga der Musikstädte der Welt vertreten sein.' Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Trifft voll zu 12 3,3 4,7 Trifft eher zu 45 12,4 17,7 Teils teils 59 16,3 23,2 Trifft eher nicht zu 56 15,5 22,0 Trifft nicht zu 82 22,7 32,3 Gesamt ,2 100,0 keine Angabe ,8 Gesamt ,0 Bei den in Hamburg ansässigen Musikern ist dennoch insgesamt eine positive Bewertung des musikalischen Lebens in Hamburg festzustellen. Dies wird anhand der Ergebnisse aus Einstellungsfragen und eines Polaritätsprofils, in dem gegensätzliche Eigenschaften gegenüberstehen und auf einer Skala von eins bis drei in jede Richtung zu bewerten sind, festgestellt. Sowohl bezüglich der Vielseitigkeit als auch der Unterhaltsamkeit wird das Hamburger Musikleben eher positiv bewertet. Auch zwischen den Polen 'International- National' und 'Außeralltäglich-Gewöhnlich' urteilen die Musiker/innen eher wohlwollend. Abb.21 Bedeutung der Musikstadt Hamburg (n=254) Bewertung der Aussage: Hamburg ist die wichtigste Musikstadt Deutschlands. Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Trifft voll zu 11 3,0 4,3 Trifft eher zu 61 16,9 24,0 Teils teils 72 19,9 28,3 Trifft eher nicht zu 80 22,1 31,5 Trifft nicht zu 30 8,3 11,8 Gesamt ,2 100,0 Fehlend ,8 Gesamt ,0

46 45 Als wichtigste Musikstadt Deutschlands wird Hamburg allerdings nur von einer Minderheit gesehen (Vgl. Abb.21). Eindeutig ist das Votum der Musiker/innen nicht, die Experten halten jedoch insgesamt Berlin für die wichtigste deutsche Stadt im Bereich Musik. Grund dafür ist vor allem der Mangel an Plätzen, Freiräumen, Interimsräumen, nicht definierten Räumen in Hamburg, wie nach Aussage einer Musikinitiative deutlich wird. Neben der als zu niedrig angesehenen öffentlichen Förderung ist der mangelnde Raum offenbar die Hauptursache dafür, dass Musiker/innen sich in Hamburg nicht voll entfalten können. Zwar geben immerhin 39,2% der Musiker/innen an, dass es in Hamburg nichts gibt, was sie in ihrer musikalischen Entfaltung behindert (n=260), für jeweils knapp ein Drittel der Musiker stellen der Mangel an Proberäumen (31,5%) und der Mangel an Auftrittsmöglichkeiten (30,4%) aber einen wesentlichen Hinderungsgrund dar. Als weiterer auf die Produktivität negativ wirkender Faktor wird der Mangel an Austausch zwischen den Musiker/innen in Hamburg gesehen (16,5%). Auf den Mangel an Auftrittsmöglichkeiten wurde gerade in den qualitativen Gesprächen vermehrt hingewiesen. Ein Musiker bezeichnet die Auftrittsmöglichkeiten als in fast keiner Stadt so schlecht wie in Hamburg. Vor allem ein Mangel an kleinen Veranstaltungsorten, die als wichtig für den Aufbau und die Entwicklung von Musikern angesehen werden, ist in Hamburg zu verzeichnen. Als Grund dafür wird der wirtschaftliche Druck auf Veranstalter und Betreiber gesehen, die aus Kostengründen auf die Aufführung von Livemusik verzichten. Die Akteure des musikalischen Lebens vermissen ebenfalls auf medialer Ebene eine grundlegende Wertschätzung ihrer Arbeit. Kleinere lokale Musikprojekte finden sogar in der

47 46 Lokalpresse kaum Erwähnung. Der Informationsfluss über das musikalische Leben in der Stadt sei daher sehr eingeschränkt, was eine Vertreterin des Landesmusikrates anmerkt. Ob und in welcher Weise die Musiker/innen Konsequenzen aus den vorhandenen Behinderungen ihrer musikalischen Tätigkeit ziehen, wird anhand der Aussagen der Musiker/innen nach ihren zukünftigen Plänen deutlich. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass trotz der vorhandenen Probleme und Einschränkungen eine große Verbundenheit der Musiker/innen zu ihrer Stadt besteht. Hamburg schnellstmöglich verlassen wollen nur 5,2% der Befragten. Knapp zwei Drittel der Musiker/innen (64,1%) ziehen einen Wegzug gänzlich außer Betracht (n=232). Weitere Aufschlüsse ergibt ein Ranking der für die Musiker/innen national und international attraktivsten drei Städte zum Leben und Arbeiten. Bei der Auswertung wurden für die einzelnen Platzierungen drei Punkte für die erstgenannte, zwei Punkte für die zweitgenannte und ein Punkt für die drittgenannte Stadt vergeben. Wie das Ergebnis der für die Musiker/innen zwölf beliebtesten Städte in Abb.23 zeigt, bilden die deutschen Metropolen Berlin und mit etwas Abstand Hamburg deutlich die Spitze. Abb.23 Attraktivste Städte für Musiker (n=258) Punkte Amsterdam Berlin Hamburg Köln Leipzig London Los Angeles Mannheim München New York Stockolm Wien Neben der guten Position, die Hamburg bei dieser Einschätzung einnimmt, ist vor allem bemerkenswert, dass sich sechs deutsche Städte unter den Top Zwölf platzieren. Erstaunlich stellt sich auch der Abstand dar, der zwischen dem Zweitplatzierten Hamburg und dem Drittplatzierten New York liegt. Gründe für das gute Abschneiden Hamburgs liefern die Angaben der Interviewpartner, die der Stadt im Allgemeinen eine hohe Lebensqualität attestieren.

48 47 Zusammenfassend lassen sich die Ergebnisse zum Musikstandort Hamburg wie folgt charakterisieren: Hamburg bietet ein vielseitiges und lebendiges Musikleben. Die in Hamburg lebenden Musiker weisen eine Bindung zur Stadt auf. Schwächen der Stadt liegen vor allem im Bereich der musik- und kulturpolitischen Struktur und im Mangel von Räumen zu Probeund Aufführungszwecken. Diese Schwächen behindern die musikalische Produktivität und den Entwicklungsprozess eines Teils der Musiker/innen Anhaltspunkte zum konzeptionellen Zuschnitt eines Musikerzentrums In den bisherigen Ausführungen zu den planungsbezogenen Aspekten beziehen sich die Aussagen auf die Gesamtheit der erhobenen Daten. Ein detaillierteres Bild über die Bedürfnisse der Musiker/innen und relevanten Zielgruppen für das geplante Musikerzentrum ergeben isolierte Untersuchungen einzelner musikalischer Bereiche, unterschiedlicher Ausprägungen der musikalischen Gruppenaktivität sowie der Aufspaltung der Datenbasis nach soziodemografischen Gesichtspunkten. Diese sind als konkrete Anhaltspunkte für den konzeptionellen Zuschnitt des Musikerzentrums zu verstehen. Genrespezifische Planungsaspekte Die Betrachtung der Ergebnisse nach unterschiedlicher Genrezugehörigkeit bezieht sich auf die Angaben aus der quantitativen Musiker/innenbefragung. Im Wesentlichen können hier genauere Aussagen über die musikalischen Oberkategorien Rock/Pop (n=121), Klassik (n=110), Jazz (n=54) und Elektronik-/ Experimentalkünstler (n=54) in den Kategorien Musikalische Tätigkeit, Proberaum, Gruppenaktivität und Demografie gemacht werden. Rock/Pop Beginnend mit den Rock/Pop Musiker/innen lässt sich feststellen, dass die Vertreter/ innen dieses Bereichs einen Großteil ihrer Zeit nicht mit der Musik verbringen (können). Mit einem Anteil von 72,8% Berufstätigen und 19,8% Studierenden (n=81) nimmt die Zeit für Arbeit und Studium mit 30 Stunden pro Woche im Schnitt einen hohen Anteil ein. Musiziert wird in diesem Genre etwa 12 Stunden pro Woche, davon etwa 5 Stunden innerhalb musikalischer Gruppenaktivitäten. Interessant ist eine relative Häufung der Angaben im Bereich von zehn (17,4%) und 20 Stunden (17,4%), die wöchentlich zum Musizieren aufgewendet werden. Immerhin ein Viertel der Musiker/innen musiziert 20 oder mehr Stunden pro Woche. Die Nutzungsintensität eines Proberaums, der von 90% der Musiker/innen im Bereich Rock/Pop

49 48 genutzt wird und im Vergleich zu den anderen musikalischen Sparten in erhöhtem Maße ein Bunker- (31,4%) oder ein ehemals gewerblich genutzter Raum (33,1%) darstellt, liegt bei zwei Nutzungen und durchschnittlich 6,7 Stunden. Wie Abb. 23 zeigt, nutzen etwa die Hälfte der Musiker ihren Raum nur drei oder vier Stunden pro Woche. In puncto Größe und Miete für den Proberaum ist im Genre Rock/Pop von einer Häufung an Räumen zwischen 15 und 35m² (n=91) für Bands mit 3 bis 5 Mitgliedern auszugehen. Keiner der Befragten in diesem Bereich nutzt einen Raum, der größer als 85m² ist. Betrachtet man durchschnittliche Größe (28,96m²) und Miete (295,84 EUR) lässt sich für Hamburg ein Marktpreis von EUR pro Quadratmeter inklusive Nebenkosten ableiten, was die Angaben der größeren Proberaumanbieter in Hamburg belegen. Überhaupt lässt sich feststellen, dass im Rock/Pop Bereich die höchsten Mieten bezahlt werden und auch der Anteil der Musiker/innen, die für ihren Raum überhaupt Miete aufwenden, am größten ist. Dementsprechend ist die Anzahl derjenigen, die die Proberaummiete als zu hoch empfinden (34,7%) im Genre Rock/Pop so groß wie in keinem anderen der untersuchten musikalischen Bereiche. Gleiches gilt für das Modell der gemeinsamen Nutzung von Proberäumen: Zwei Drittel der Musiker/innen teilen sich den Raum mit einer, zwei oder drei weiteren Mitparteien, nur 14,7% nutzen den Raum alleine (n=75). Der Mietpreis ist daher ein entscheidendes Kriterium und günstige Mieten das wichtigste Bedürfnis für Rock/Pop Musiker/innen im Bezug auf ihren Proberaum (Vgl. Abb.25) Abb. 24 Wie viele Stunden nutzen Sie den Proberaum durchschnittlich pro Woche? (Rock/Pop Musiker/innen) Anzahl Stunden Häufigkeit Prozent Gültige Prozente 1 2 1,7 2, ,5 3, ,4 23, ,2 25, ,1 5, ,8 8, ,7 2, ,6 9, ,8 8, ,8 1, ,7 2, ,8 1, ,3 4, ,7 2, ,8 1,1 Gesamt 88 72,7 100,0 Fehlend ,3 Gesamt ,0

50 49 Abb. 25 Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Ausstattungsmerkmale eines Proberaums?[Höhe des Mietpreises] Skala Häufigkeit Prozent Gültige Prozente Kumulierte Prozente 1 sehr wichtig 55 45,5 58,5 58, ,9 37,2 95, ,3 4,3 100, ,0 0,0 100,0 5 unwichtig 0 0,0 0,0 100,0 Gesamt 94 77,7 100,0 Fehlend ,3 Gesamt ,0 Weitere wichtige Bedürfnisse sind die Nutzung an Wochenenden, Sonn- und Feiertagen (91,5%), Akustik (89,2%) und ausreichende Belüftung (84,9%). Das Vorhandensein einer P.A. Anlage halten 64,4% für wichtig oder sehr wichtig, das Vorhandensein von Recordingequipment 29,7% und die Bereitstellung von Verstärkern und Zubehör im Proberaum 45,6%. Tageslicht im Proberaum ist für 51,6% wichtig. Die Aspekte der Erreichbarkeit fallen für 80,9% als bedeutsam ins Gewicht, die ausreichende Anzahl vorhandener Parkplätze spielt für 53,4% eine übergeordnete Rolle. Bezüglich der Angaben zu Probegewohnheiten und Umständen bewegen sich die spezifischen Ergebnisse Rock/Pop im Bereich der Gesamtergebnisse. Überdurchschnittlich ist dagegen die Ablehnung eines generellen Rauch-, Alkohol- und Drogenverbots im Proberaum: Inakzeptabel empfinden dies 28,3% der Rock/Pop Musiker/innen, eher unakzeptabel 13,0%. Betrachtet man die Serviceangebote und Angebotsgestaltung in diesem Segment ist festzustellen, dass ein großer Anteil der im Rock/Pop Bereich Aktiven bereit zu einer Einlagerung von Instrumenten im Proberaumkomplex ist. Nur knapp 10% der Befragten benötigen ihre Ausrüstung zu Hause. Für etwa die Hälfte der Musiker/innen bedeutet eine Einlagerung eine Erleichterung der An- und Abreise zum Proberaum. Unter der Voraussetzung der Sicherheit sind 57,9% bereit, ihre Ausrüstung zwischen den Proben einzulagern. Ein Anteil von 27,9% würde dies allerdings nur tun, wenn damit keine Mehrkosten verbunden sind. Die Möglichkeit der stunden weisen Proberaumraummiete lehnen 44,6% ab. 14,0% könnten sich eine stundenweise Miete vorstellen, wenn der Raum nicht teurer als der bisherige Raum ist, für 13,2% spielt diesbezüglich die bessere Qualität des Raumes eine Rolle. Neben den in den Gesamtergebnissen herausgestellten Zusatzdienstleistungen in unmittelbarer Nähe zum Proberaum kommen im Bereich Rock/Pop die Angebote Aufnahmemöglichkeit im Raum (38,0%), Einlagerung von Instrumenten (33,9%) und Musikgeschäft (31,4%) als besonders wünschenswerte Angebote hinzu. Lediglich 14,8% liebäugeln mit einer Auftrittsmöglichkeit direkt am Proberaum, immerhin

51 50 20,7% mit einem Technikverleih und für 12,4% wäre ein Verleih für Instrumente und Verstärker wichtig. Mit Blick auf die demografischen Daten ist im Bereich Rock/Pop von einer männlichen Dominanz auszugehen. Nur 16,1% (n=87) beträgt der weibliche Anteil der Musizierenden in diesem Segment. Weiterhin sind die Aktiven relativ jung. Der Mittelwert liegt mit 32,29 Jahren etwas unter dem Durchschnitt der Gesamtbefragung. Das Bildungsniveau bewegt sich ebenfalls etwas unter dem Gesamtmittel. Das Jahreseinkommen liegt im Bereich der festgestellten Gesamtergebnisse, in gleicher Weise verhält es sich mit dem Wert und den jährlichen Ausgaben für die musikalische Ausstattung. Auffälligstes demografisches Merkmal der Rock/Pop Musiker/innen ist der Wohnort. Besonders in diesem Genre ist eine in besonderem Maße herrschende Konzentration auf die Stadtteile St. Pauli, Altona und Eimsbüttel festzustellen. Klassik Im Feld der klassischen Musik ähnelt die Situation der Musizierintensität der im Rock/Pop Bereich. Im Mittel sind die hier betrachteten Musiker ebenfalls im Schnitt etwa 12 Stunden pro Woche tätig, davon werden im Rahmen einer Gruppe 5,4 Stunden zugebracht. Auch im Hinblick auf musikferne Tätigkeiten ist ein ähnlich hoher Anteil an Berufstätigen (83,8%) festzustellen. Im klassischen Bereich wird allerdings eine höhere Varianz der Ergebnisse bezüglich der musikalischen Tätigkeit deutlich. Neben einer relativen Häufung im Bereich von drei bis fünf Stunden wöchentlicher Musiziertätigkeit (gesamt 36,5%) sind 15% der Befragten 30 oder mehr Stunden pro Woche musikalisch aktiv. Dies lässt im Vergleich zum Rock/Pop Bereich auf eine stärkere Trennung von Laien und Profimusiker deuten. Diese Diskrepanz führt sich in der Nutzungsintensität von Proberäumen fort: Während 55,7% der Befragten ihren Proberaum nur einmal wöchentlich nutzen, hält knapp ein Viertel der klassischen Musiker/innen fünf oder mehr Proben pro Woche ab (n=61). Die Art der Räume, die dabei genutzt werden, unterscheiden sich fundamental vom Rock/Popbereich. Weder Bunkerräume (0,0%) noch ehemals gewerblich genutzte Räume (5,5%) spielen im Klassikbereich eine Rolle. Vielmehr werden Räume in Bildungsinstitutionen (39,1%), Kirchen oder Gemeinderäume (20,9%), Musikschulen (11,8%) oder Probebühnen (10,0%) genutzt. Überhaupt einen Proberaum nutzen jedoch über 80% der Klassiker/innen. Ein Grund dafür kann die Gruppenstruktur der klassischen Musik sein. 98,1% der Befragten sind in einer musikalischen Gruppe aktiv. Den größten Anteil nimmt dabei das Orchester ein, in dem 69,1% musizieren. Mitglied in einem Ensemble sind 41,8% und einem Chor gehören 14,6% an. Die Größe der Gruppen überschreitet die der Rock/Pop Formationen bei weitem, was sich in der Größe des Proberaums ausdrückt: 50% der genutzten Räum sind größer als 100m², eine relative Häufung ergibt sich bei Werten um 200m² (n=64). 7,8% der Angaben

52 51 bewegen sich bei m², der größte angegebene Raum lieg bei 1000m². Eine Auffälligkeit im Klassikbereich ergibt die Betrachtung der Miete für Proberäume. Nur 16,4% der Musiker/innen gibt an, überhaupt Miete für den Raum zu bezahlen. Die Spannweite der Miethöhe reicht von 45 bis 2000 EUR. Durchschnittlich lässt sich im Klassikbereich ein Quadratmeterpreis von 1,70 EUR ermitteln. Der Preis und die Art der Räum sprechen dafür, dass diese größtenteils nicht über den freien Markt angemietet werden. Die Ergebnisse zu den Proberaumbedürfnissen zeigen im Detail leichte Verschiebungen zum Rock/Pop Bereich. Als wichtigstes Merkmal eines Proberaums für klassische Musiker/innen zeigt sich die Erreichbarkeit, die 94,1% als sehr wichtig oder wichtig beurteilen. An zweiter Stelle mit 91,0% steht die Akustik. Auch der Mietpreis hat mit 87,8% eine große Bedeutung. Als notwendig wird auch das Vorhandensein von Tageslicht 71,9% beurteilt. Ausreichend Parkplätze sind für 54,0% von Nöten. Die Nutzung an Sonn- und Feiertagen ist weniger stark ausgeprägt als im Rock/Pop Bereich. Das Vorhandensein von Tonanlage, Verstärkern und Aufnahmegeräten spielt im Klassikbereich eine sehr geringe Rolle. Wenig problematisch wirkt sich ein generelles Verbot von Alkohol, Rauchen und Drogen im Proberaum aus. Nur fünf von 60 Befragten hält dies für inakzeptabel, während über 80% sich davon nicht beeinträchtigt fühlen. Im Bereich Service und Zusatzangebote wird in der Klassik die Einlagerungsmöglichkeit für Instrumente weniger positiv beurteilt. Ein Viertel der Musiker benötigt seine Ausrüstung auch zu Hause, einem Anteil von 8,2% der Befragten ist diese Art der Instrumentenverwahrung generell zu unsicher. Unter der Vorraussetzung der Sicherheit wäre eine Einlagerung für ein Viertel der Musiker/innen vorstellbar. Die stundenweise Anmietung von Proberäumen wird von 27,3% abgelehnt. Der Anteil der Unschlüssigen beträgt 13,6%. Unter den Bedingungen einer besseren Qualitäts (10,0%) oder einer damit verbundenen Kostenersparnis (10,0%) liegt die Quote der Nutzung eines stunden weisen Angebots relativ niedrig. Bezüglich der zusätzlichen Angebote und Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe zum Proberaum kommen für den Klassikbereich in weiten Teilen die Ergebnisse der Gesamtbetrachtung zum Tragen. Insgesamt verhalten sich die klassischen Musiker/innen mit ihren Wünschen allerdings etwas zurückhaltender als ihre Rock/Pop-Kollegen. Im Bereich der demografischen Daten ist besonders bei der Geschlechterverteilung ein differierendes Bild zum Rock/Popbereich deutlich. Der Anteil weiblicher Musiker überwiegt hier mit 53,2% leicht (n=79). Das Durchschnittsalter (39,64 Jahre) und das Bildungsniveau liegt etwas über dem Schnitt der Erhebung. Deutlich darüber liegen die Ergebnisse hinsichtlich einer institutionellen musikalischen Ausbildung, während die

53 52 Einkommenssituation der klassischen Musiker/innen im Bereich der Gesamtergebnisse liegt. Bei der Betrachtung der Wohnorte existiert eine Tendenz zu den Stadtteilen Altona und Eimsbüttel, eine derartige Konzentration wie im Rock/Pop Bereich ist allerdings nicht festzustellen. Jazz Die spezifischen Ergebnisse für die Jazzmusiker/innen sind zahlenmäßig wesentlich dünner als die für Rock/Pop und Klassikbereich. Daher muss die Auswertung der Ergebnisse bedächtiger erfolgen und die dargestellten Ergebnisse sollten eher als Tendenz denn als absolut realistisches Abbild der Situation gesehen werden. Der Zeitaufwand der Jazzer für die musikalische Tätigkeit gestaltet sich annähernd den Ergebnissen aus Klassik und Rock/Pop. Insgesamt ist bei einer relativ gleichmäßigen Verteilung der Häufigkeiten eine leicht höhere Musizierintensität als bei den zuvor betrachteten Genres zu konstatieren. Dies spiegelt sich auch bei der Proberaumnutzung für dieses Genre wieder, die sich im Mittel bei 2,6 Nutzungen und annähernd acht Stunden pro Woche bewegt (n=29). Die Gruppenaktivitäten im Jazz sind sehr stark ausgeprägt. Über 95% der Jazzer musizieren in Gruppen, die sich weitestgehend in Form von Bands (63,0%), Bigbands (37,0%) und Ensembles (31,5%) zusammensetzen. Die durchschnittliche Mitgliederzahl variiert dabei sehr stark. Relative Häufungen ergeben sich bei vier bis sechs Mitgliedern, Jazzgruppen können allerdings bis zu über 100 Mitglieder aufweisen (n=44). Die genutzten Proberäume sind vor allem in Bildungseinrichtungen (29,6%), ehemals gewerblichen Gebäudekomplexen (27,8%), Bunkern (16,7%), in Musikschulen (14,8%) und Kirchen oder Gemeinderäumen (11,1%) zu finden. Die Art der genutzten Räume verteilt sich grundsätzlich weniger eindeutig als es bei Klassik und Rock/Pop der Fall ist. Die Proberaumgrößen tendieren eher zu kleineren Räumen, je nach Gruppengröße finden sich auch einige wenige Räume von 100 oder mehr Quadratmetern in den Angaben der Jazzmusiker/innen. Der Anteil derer, die für ihren Raum Miete bezahlen, liegt laut den Ergebnissen bei knapp über 35%. Die Betrachtung des Größe-Preis Verhältnisses, das aufgrund der geringen Anzahl an Daten besonders vorsichtig bewertet werden muss, deutet auf einen Quadratmeterpreis von 6-7 EUR pro m² hin. Die Ansprüche und Bedürfnisse an den Proberaum unterscheiden sich von Klassik und Rock/Pop in einigen Details. Die am meisten mit sehr wichtig oder wichtig benannten Merkmale sind Akustik und die sonn- und feiertägliche Nutzung (je 94,1%), gefolgt von ausreichender Lüftung (91,2%). Harte Faktoren wie Mietpreis und Erreichbarkeit werden zu 87,9% beziehungsweise 82,4% als entscheidend bewertet. Ausreichend Parkplätze (37,5%)

54 53 und Tageslicht (41,2%) scheinen nicht die Merkmale erster Priorität zu sein. Für knapp die Hälfte der Jazzer (45,2%) ist das Vorhandensein einer P.A. Anlage bedeutend, das Bereistellen von Verstärkern (39,4%) und Aufnahmemöglichkeit (18,8%) sind weniger entscheidend. Die Einstellung zu einem generellen Alkohol-, Rauch- und Drogenverbot kommt dem Ergebnis der Gesamterhebung gleich. Zum Serviceangebot im Proberaum bezüglich einer Einlagerungsmöglichkeit für Instrumente und Equipment zeigen die Ergebnisse eine positive Einstellung. Zwar benötigen 16,7% der Befragten ihr Equipment auch zu Hause und würden daher auf die Einlagerung verzichten, aus Gründen der erleichterten An- und Abreise würden 37,0% von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Die Haltung gegenüber einer stundenweisen Anmietung eines Proberaums stellt sich mit 24,1% als weniger ablehnend als im Rock/Pop Bereich heraus (n=54). Für eine Entscheidung zur stundenweisen Miete ist für 16,7% die Qualität der ausschlaggebende Punkt. Der Preis entscheidet hier für 7,4% der Jazzer. Zusätzliche Dienstleistungen in unmittelbarer Umgebung zum Proberaum betreffend empfinden die Jazz- Musiker/innen neben den allgemein geltenden starken Wünschen nach einer Bar/Kneipe oder einem Imbiss/Restaurant die Möglichkeit für Aufnahmen (25,9%), die Einlagerungsmöglichkeit für Equipment (24,1%) und ein Musikgeschäft (13,0%) für besonders wünschenswert. Hinsichtlich der demografischen Daten ist im Jazz, ähnlich bei Rock/Pop, eine Mehrheit männlicher Musiker (75,0%) anzutreffen. Das Durchschnittsalter liegt bei den Jazzern im Schnitt der Gesamterhebung, die relative Verteilung der Angaben zum Alter sind gleichmäßig. Der Bildungsstand der Jazzmusiker/innen ist ebenfalls sehr hoch, die institutionelle musikalischen Ausbildung ähnlich hoch wie im Klassikbereich. Das Einkommen liegt wie bei den bisher betrachteten Genres im Bereich der Gesamterhebung. Das mit 30 Nennungen relativ dünne Ergebnis zum Wohnort der Jazzmusiker/innen zeigt ebenso wie im Klassikbereich eine leichte Tendenz zu Altona und Eimsbüttel. Elektronik/ Experimental Elektroniker und Experimentalisten stellen die jüngste Form musikalischer Aktivität im Vergleich der Genrespezifik dar. Wie bei der Betrachtung des Jazzbereichs ist hier im Vergleich zu Klassik und Rock/Pop eine weitaus geringere Fallanzahl (n=54) vorhanden, mit leichten Ungenauigkeiten der absoluten Zahlen ist daher zu rechnen, die Ableitung von Tendenzen ist jedoch sicher möglich.

55 54 Die Ergebnisse auf die Intensität der musikalischen Tätigkeit bezogen weisen in diesem Bereich auf die fleißigsten Musiker/innen hin. Im Schnitt 18 Stunden verbringen Elektroniker/ innen und Experimentalisten wöchentlich mit musizieren (n=54). Knapp die Hälfte der Zeit investieren sie in musikalische Gruppenaktivität (n=40). Bemerkenswert für diese Gruppe ist, dass sie im Vergleich mit Rock/Pop, Klassik und Jazz am wenigsten mit musikfernen Tätigkeiten zubringen (20 Stunden/Woche, n=37), obwohl der Anteil der Berufstätigen mit knapp 80% bei 18,9% Studierendenanteil auch hier sehr hoch ist. Die Nutzungsintensität von Proberäumen beträgt in dieser Sparte 6,5 Stunden (Medianwert)* 18 bei zwei wöchentlichen Proben. Mit 68,5% ist der Anteil der Musiker/innen, die überhaupt einen Proberaum nutzen, im Genrevergleich am niedrigsten. Auch die Anzahl der Gruppenmitglieder ist mit einer Häufung bei 2-4 Mitgliedern im Vergleich am kleinsten. Die Art der genutzten Räume sowie das Größe/ Preisverhältnis entsprechen weitestgehend den Bedingungen im Rock/Pop Bereich. Der durchschnittliche Mietpreis von EUR pro m² erscheint dabei 22,2% der Befragten zu hoch. Die Bedürfnisse im Elektronik/ Experimental Genre an den Proberaum (je n=29) unterliegen einigen Besonderheiten. Im Vergleich zu den weiteren betrachteten Genres sind die Bedürfnisse der Nutzung nachts (für 75,9% wichtig oder sehr wichtig), das Vorhandensein von Tonanlage (80,8%), Recordingequipment (57,7%) und Verstärkern und Zubehör (63,0%) überdurchschnittlich stark ausgeprägt. Als wichtigstes Merkmal stellt sich die Nutzung am Wochenende, Sonn- und Feiertags (93,1%) heraus. Die Merkmale Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze spielen für 86,2% beziehungsweise 44,8% eine wichtige Rolle. Akustik (75,9%) und Tageslicht (60,0%) liegen im Mittelfeld der Bedürfnisskala. Weit über dem Durchschnitt liegt in diesem Genre die Ablehnung eines generellen Alkohol-, Rauchund Drogenverbots im Proberaum: Für 40,7% ist eine derartige Einschränkung völlig inakzeptabel (n=27). Die Service- und Zusatzangebote betreffend bewerten die Elektroniker/innen die Einlagerungsmöglichkeit von Instrumenten ähnlich wie ihre Rock/Pop Kollegen. Der Sicherheitsaspekt überwiegt hier allerdings leicht den Komfort einer erleichterten An- und Abreise. Bei besserer Qualität würden 11,1% der Befragten in diesem Bereich einen Proberaum auch stundenweise mieten, bei einer Kostenersparnis wären 9,3% dazu bereit. Auf Ablehnung stößt dieses Angebot bei 33,3% der Befragten. Die Bewertung zusätzlicher Dienstleistungen am Proberaum folgt den Ergebnissen der Gesamterhebung. 18 An dieser Stelle wird der Medianwert angegeben, da bei n=26 für diese Frage die Ergebnisse variieren und die Maximalangabe von 80 Stunden den Mittelwert (12,85 Stunden) unrealistisch erscheinen lässt. Der Medianwert berücksichtigt Extremwerte und lässt daher eine realistischere Einschätzung zu.

56 55 Überdurchschnittlich ist einzig der Aspekt der Aufnahmemöglichkeit ausgeprägt, den 22,2% als besonders wünschenswert erachten. Die Betrachtung der demografischen Daten Alter und Geschlecht ähneln sehr stark dem Rock/Popbereich. 81,0% Männeranteil und ein Durchschnittsalter von 33,43 Jahren (n=42) verdeutlichen dies. Gleiches gilt für den Bildungsstand und auch in Bezug auf den Wohnort besteht im Elektronik/Experimentalbereich eine Konzentration in den Stadtteilen Altona, St. Pauli und Eimsbüttel. Überdurchschnittlich zeigt sich allerdings der Wert der musikalischen Ausstattung und das Ausgabeniveau für musikalisches Equipment, dass sich etwas höher als bei den anderen Genres darstellt, obwohl das Jahreseinkommen der Elektroniker/innen nicht höher als in anderen musikalischen Stilen ist. Für spezielle Bereiche wie zum Beispiel Punk, HipHop und Singer/Songwriter ebenso wie Theater/ Musicalmusik und Laienmusik erscheint die Fallanzahl von jeweils weniger als 20 zu gering, um eindeutige Aussagen zu treffen. Die einzelnen Ergebnisse dieser Bereiche lassen zudem keine signifikanten Besonderheiten erkennen. Gruppenspezifische Planungsaspekte Bei der gruppenspezifischen Untersuchung werden die Ergebnisse nach Art der Gruppenaktivität der Musiker analysiert. Der Fokus liegt hier auf besonderen Bedürfnissen von Einzelmusikern, Bands, Orchestern und Elektronikprojekten an die von ihnen genutzten Proberäume. Einzelmusiker Aufgrund der Tatsache, dass musikalische Gruppenaktivitäten bei den befragten Musiker/innen sehr stark ausgeprägt sind, repräsentieren die Solomusiker nur eine sehr kleine Gruppe (n=18). Die Intensität der musikalischen Tätigkeit verhält sich durchschnittlich, etwa die Hälfte der Gruppe gibt an, einen Proberaum zu nutzen. Nähere Angaben zu Bedürfnissen und Einstellungen sind nicht möglich, da die Fallanzahl von nur 7 Fällen für diese Gruppe zu gering ist. Größe und Miete des Proberaums bewegen sich tendenziell auf gleichem Niveau wie im Rock/Pop Bereich.

57 56 Bands Die Gruppe der in Bands aktiven Musiker ist mit 181 Fällen die größte der Stichprobe. Die Mitgliederstruktur bewegt sich im Schnitt wie im Rock/Pop Bereich bei drei bis sechs Mitgliedern, die Maximalangabe beträgt allerdings 120 Bandmitglieder. Die Aktivität von Bands liegt bei im Schnitt bei 6 Stunden pro Woche (n=176). Relative Häufungen ergeben sich im Bereich zwei Stunden (9,7%), drei Stunden (14,8%), vier und fünf Stunden (13,1 bzw. 16,5%). Sechs Stunden pro Woche investieren 11,9%, weitere Konzentrationen sind im Bereich von acht Stunden (10,2%) und 10 Stunden (8,0%) ersichtlich. Mehr als 20 Stunden sind gerade einmal 5% der Befragten aktiv. Die Intensität der Proberaumnutzung gestaltet sich ähnlich: Knapp die Hälfte der Bands probt lediglich einmal wöchentlich (42,1%). Zwei Proben pro Woche werden von etwa einem Drittel abgehalten, mehr als vier wöchentliche Proben verzeichnen nur etwa 10% der Gruppen. Die dafür meistgenutzten Räume befinden sich großteils in Bunkern oder ehemals gewerblich genutzten Gebäudekomplexen. Ähnlich zur Betrachtung der Rock/Pop Musiker sind bei den angegebenen Raumgrößen viele Nennungen im Bereich 20, 25 und 30m² festzustellen. Nur 10 Prozent der Bands nutzen Räume, die größer als 50m² sind, der größte von Bands aus der Stichprobe genutzte Raum wird mit 120m² angegeben. Aus den Angaben zu Größe und Mietpreis lässt sich ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis von etwa 11 EUR/m² ermitteln. Über ein Drittel (36,1%) der Bandmitglieder empfindet die Miete für ihren Raum überhöht. Die Bedürfnisse und Ansprüche an den Proberaum ähneln sehr stark den Ergebnissen für den Rock/Pop Bereich. Das sensible Thema eines generellen Rauschmittelverbots stellt für 38,8% eine Beeinträchtigung dar. Bezogen auf zusätzliche Angebote und Service ist der Zuspruch für eine Einlagerungsmöglichkeit von Instrumenten und Equipment bei Bands überdurchschnittlich hoch, während die Ablehnung einer stundenweisen Proberaummiete exakt im Bereich der Rock/Popmusiker/innen liegt. Hinsichtlicht zusätzlicher Dienstleistungen sticht der Wunsch nach Aufnahmemöglichkeiten im Proberaum heraus, der für Bands wichtiger als eine Bar oder Kneipe vor Ort erscheint. Orchester Bei der Analyse derjenigen Musiker/innen, die in Orchestern aktiv sind (n=86), wird erwartungsgemäß eine große Überschneidung mit den für das Klassik-Genre aufgeführten Merkmalen deutlich. Im Bereich der demografischen Daten wird daher auf die Ergebnisse zum Genre Klassik verwiesen. Die Intensität des Musizierens in der Gruppe fällt im Orchesterbereich im Vergleich zu Bands relativ gering aus: 34,5% der Befragten verbringt nur zwei Stunden wöchentlich mit dem Orchester, 29,8% sind hier drei Stunden pro Woche aktiv. Überhaupt musizieren nur knapp zehn Prozent der Stichprobe mehr als 10 Stunden

58 57 wöchentlich zusammen. Für die Proben nutzen 90% der Orchester einen Proberaum, der sich ähnlich der Werte im Klassikbereich sehr oft in einer Bildungsinstitution (50,0%) oder einem Kirchen- beziehungsweise Gemeinderaum (23,3%) befindet. Aufgrund der hohen Anzahl von Mitgliedern benötigen Orchester große Räume, eine relative Häufung der Nennungen ist im Bereich von 200m² festzustellen, die Angaben zur Raumgröße bewegen sich maximal bis zu 800m² und 1000m². Auffällig ist die geringe Anzahl der Musiker/innen (9 von 86), die Angaben zur Miete des Raumes machen. Es ist davon auszugehen, dass die Orchestermitglieder selbst nur in wenigen Fällen Mietzahlungen für ihren Proberaum leisten müssen. Bezogen auf die Kriterien eines Proberaums sticht vor allem der Wunsch nach Tageslicht heraus, der sich für 73,2% der Stichprobe als sehr wichtig oder wichtig darstellt. Im Vergleich zu den Bands ist das Vorhandensein von P.A. Anlage, Verstärkern und Aufnahmeequipment weitaus weniger wichtig. Trotzdem fallen für jede Probe überdurchschnittlich viele Vorbereitungen an, was das Aufbauen von Notenständern und das Verteilen von Noten angeht. Sensibel sind Orchester gegen potenzielle Störungen der Proben. Über 80% möchten während der Probezeit keinesfalls gestört werden. Dafür wird ein generelles Rauch-, Alkohol- und Drogenverbot im Proberaum von über 80% als akzeptabel bewertet. Die Aussagen über zusätzliche Angebote und Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe zum Proberaum weisen im Vergleich zu den Gesamtergebnissen auf fast keine Auffälligkeiten hin. Einzig die Tatsache, dass Orchestermusiker/innen ihre Instrumente im Vergleich der verschiedenen Gruppen überdurchschnittlich oft auch zu Hause benötigen und dadurch deren Einlagerungsmöglichkeit für diese Gruppe am wenigsten attraktiv erscheint, sticht in dieser Thematik heraus. Sehr ähnlich zum Orchester gestalten sich die Bedürfnisse und die Probesituation von Ensembles (n=75). Besonderheiten ergeben sich durch die Spannweite der Größe dieser musikalischen Gruppe, was ein sehr großes Spektrum genutzter Proberaumgrößen zwischen 10 und 800m² zur Folge hat. Ensembles arbeiten darüber hinaus viel stärker als Orchester mit anderen Kunstsparten zusammen. Elektronikprojekte Die Spitzenposition im Bereich spartenübergreifender Zusammenarbeit nehmen Elektronikprojekte ein, die zu 85,3,% in diese Richtung aktiv sind (n=35). Die Ergebnisse zur musikalischen Aktivität insgesamt decken sich mit den Aussagen zu Elektronik- und

59 58 Experimentalmusiker/innen im Allgemeinen. Die Probesituation ähnelt sehr stark den beschriebenen Sachverhalten im Abschnitt Bands. Trotz der relativ geringen Fallzahl für diese Gruppe sind aber einige Auffälligkeiten festzumachen, die vor allem in Details begründet liegen. Elektronikprojekte äußern ein im Vergleich zu den anderen Gruppen viel stärkeres Bedürfnis zur Nutzung des Proberaums bei Nacht. 82,6% der Befragten bewerten die Möglichkeit nächtlicher Nutzung als sehr wichtig oder wichtig (n=23). Auch das Vorhandensein von Recordingequipment wird von dieser Gruppe am stärksten gewünscht. Auf die relativ größte Ablehnung unter allen Gruppen stößt ein generelles Verbot von Zigaretten, Alkohol und Drogen im Proberaum. 35% erachten eine derartige Regel als inakzeptabel. Analog zu den Bedürfnissen äußern sich Elektronikprojekte zu zusätzlichen Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe zum Probestandort, in dem der Wunsch nach einer Aufnahmemöglichkeit neben den allgemein beliebten Angeboten verstärkt geäußert wird. Die genre- und gruppenspezifischen Ergebnisse machen vor allem auf einen Unterschied der Probesituation zwischen populärer und klassischer Musik deutlich. Die Verschiebungen beziehen sich dabei weniger auf die Bedürfnisse beim Proben, die eher in einzelnen Aspekten differieren, sondern vermehrt auf die Probeorte und die Art der genutzten Räume. Bemerkenswert ist eine sich für alle Genres geltende Ähnlichkeit, was das Einkommen, die Intensität der musikalischen Tätigkeit, den Bildungsstand und weitere die allgemeine Lebenssituation betreffende Daten angeht. Ob es hier im Hinblick auf Geschlecht oder sozioökonomische Aspekte bezogen zu Unterschieden kommt, thematisieren die folgenden Betrachtungen. Geschlechterspezifische Planungsaspekte Aus der Angabe des Geschlechts können aus der Untersuchung Gruppen von 83 weiblichen und 171 männlichen Musikern gebildet werden. Wie aus den vorangegangen Aussagen bereits ersichtlich wurde, liegt lediglich im klassischen Genre eine annähernde Parität zwischen aktiven Frauen und Männern vor. In allen anderen Bereichen dominiert der Anteil an musizierenden Männern deutlich. Die Musizierintensität betreffend sind keine geschlechterspezifischen Unterschiede zu erkennen. Anders im Bereich der musikalischen Gruppenaktivität: Die Gruppe der Frauen teilt sich gleichmäßig auf Bands, Orchester und Ensembles auf, während bei den Männern die Mitgliedschaft in Bands mit einem Anteil von 64,3% klar dominiert. Mit einer Quote von jeweils knapp 17% folgen Orchestermusiker und Ensemblemitglieder, in Elektronikprojekten sind 14,0% der Befragten Männer aktiv.

60 59 In der Probesituation unterscheiden sich Frauen und Männer etwas beim Probeort. Die von Musikerinnen meistgenutzten Proberäume befinden sich in Bildungs- oder Gemeindeeinrichtungen, bei den Männern liegen hier Bunkerraum und ehemals gewerblich genutzte Räume an der Spitze. Die Quote derjenigen Musikerinnen und Musiker, die überhaupt einen Proberaum nutzen, ist geschlechterunabhängig und liegt bei knapp über 80%. Bei den Anforderungen und Bedürfnissen an einen Proberaum sind nur wenige Details auffällig. Die Aspekte Erreichbarkeit, Tageslicht und Sanitäre Anlagen besitzen für Musikerinnen eine deutlich größere Wichtigkeit als für ihre männlichen Kollegen, für die wiederum die Akustik sowie ausreichend Parkplätze wichtiger erscheinen als für Frauen. Ein weiterer geschlechterspezifischer Unterschied liegt in der Akzeptanz eines generellen Verbots von Zigaretten, Alkohol und Drogen: 38,4% der männlichen Befragten lehnt dies eher oder gänzlich ab, in der Gruppe der weiblichen Musiker stößt ein solches Verbot nur bei einem Anteil von 9,8% auf Widerstand. Im Bereich der Service- und Zusatzangebote sind keine signifikanten Unterschiede zu erkennen. Einzig der Anteil der Musikerinnen, die ihr Instrument zu Hause benötigen und aus diesem Grund nicht im Proberaum einlagern würden, liegt mit 25,3% deutlich höher als bei den männlichen Kollegen (16,4%). Individuelle Merkmale wie der Wert der musikalischen Ausstattung, das Einkommen sowie die musikbezogenen Ausgaben verhalten sich bei Musikerinnen und Musikern sehr ähnlich. In den weiteren demografischen Daten herrscht ebenso weitgehende Gleichförmigkeit der Ergebnisse. Beim Wohnort herrscht eine wie in der Gesamtbetrachtung erwähnte Konzentration auf die Stadtteile Altona, St.Pauli und Eimsbüttel. Bei den weiblichen Musikern ist zusätzlich der Stadtteil Eppendorf sehr beliebt. Sozioökonomische Planungsaspekte Die Aufteilung der Stichprobe nach sozioökonomischen Gesichtspunkten soll Aufschlüsse über mögliche Verschiedenartigkeiten der Ergebnisse nach der Einkommensstruktur der Musiker/innen geben. Hierzu wird im Folgenden die Gruppe der Musiker/innen mit einem jährlichen Einkommen von bis zu EUR (n=90) mit dem Anteil der Befragten verglichen, die über EUR (n=62) jährliches Nettoeinkommen erzielen, da hier, falls vorhanden, die größten Diskrepanzen zu erwarten sind. Der Blick auf den Zeitaufwand für musikalische und musikferne Tätigkeiten macht deutlich, dass die besser verdienenden Musiker/innen in der Regel 40 Stunden pro Woche in Erwerbsarbeit investieren, während die Gruppe der sozial schwächeren hierfür nur 25 Stunden aufwendet. Trotzdem unterscheidet sich die musikalische Aktivität beider Gruppen

61 60 nur leicht. Hier verbringt die Gruppe der finanziell schlechter Gestellten eine Stunde pro Woche mehr (13,5 Stunden) als ihre besser verdienenden Kollegen (12,5). Die Quote der Musiker/innen, die einen Proberaum nutzen, liegt mit 82,2% bei den sozial Bessergestellten beziehungsweise 83,9% bei den sozial Schwächeren in einem annähernd gleichen Bereich. Leichte Unterschiede ergeben sich bei der Nutzungsintensität der Räume. Während die sozial schwächeren Musiker/innen im Median ihren Raum eher zweimal pro Woche nutzen, proben ihre finanziell besser gestellten Kollegen eher nur einmal pro Woche. Dagegen leisten sich die Besserverdienenden etwas größere Räume und geben durchschnittlich EUR mehr im Monat für Proberaummiete aus als die Gruppe der weniger gut Verdienenden. Bei der Art der genutzten Räume fällt auf, dass die sozial besser gestellten Musiker relativ gesehen häufiger Räume in Bildungsinstitutionen zur Probe nutzen (25,8%), bei den Geringverdienern hingegen Bunkerräume die stärkste Nutzung (28,9%) erfahren. Die Verteilung musikalischer Gruppenaktivität beider Gruppen erklärt diese Tendenz: In der Gruppe der gut verdienenden Musiker/innen verteilen sich die Akteure zu 43,5% auf Bands, 37,1% auf Ensembles und zu 35,5% auf Orchester. Elektronikprojekte machen noch 12,9% aus, während Chor (9,7%) und Bigband (6,5%) eine relativ geringe aktive Mitgliedschaft erfahren. In der Gruppe der sozial schwächeren Musiker/innen dominiert eindeutig die Band mit einem Anteil von 61,9% daran partizipierender Akteure, während Ensemble (18,9%) und Orchester (21,1%) eine deutlich geringere Rolle spielen. In Elektronikprojekten sind 10,0% der Befragten aktiv, an Chöre beteiligen sich 6,7%, während die Form der Bigband mit 12,2% eine wesentlich größere Rolle spielt als bei den ökonomisch stärkeren Musiker/innen. Bezogen auf die Bedürfnisse und Anforderungen an den Proberaum unterscheidet sich einzig das Merkmal ausreichender Parkplätze deutlich. Von den sozial schwächeren Musiker/innen bewerten diesen Aspekt nur 35,9% als wichtig oder sehr wichtig. Dagegen ist es für 60,8% der Besserverdienenden wichtig, eine entspannte Parkplatzsituation am Proberaum vorzufinden. Im Bereich Service und zusätzliche Angebote wird vor allem bei der Frage nach einer stundenweisen Miete des Proberaums ein Unterschied deutlich. Zwar ist die Ablehnung gegenüber einer solchen Möglichkeit mit anteilig 40,3% bei den finanziell Bessergestellten und 43,3% bei den weniger gut verdienenden Musiker/innen recht hoch, die positive Bewertung der stundenweisen Proberaummiete wird aber in der Gruppe der Besserverdienenden von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von 22,6% hinsichtlich einer verbesserten Raumqualität vorgenommen. Bezogen auf eine Kostenersparnis würden 17,7% der gut verdienenden Musiker/innen eine derartige Möglichkeit nutzen. In der Gruppe der finanziell Schwächeren sind diese Bewertungen mit 15,6% und 10,0% ausgeprägt. Der Aspekt zusätzlicher Dienstleistungen am Proberaum weist auf keine signifikanten Unterschiede der Bedürfnisse hin. Leichte Verschiebungen gibt es bei den

62 61 einkommensstärkeren Musiker/innen hin zu dem Wunsch einer Auftrittsmöglichkeit (21,0%) und zur Ausleihmöglichkeit von Instrumenten und Zubehör (12,9%). Bei den sozialschwächeren Musiker/innen werden neben den in allen Betrachtungen relevanten Angeboten Kneipe/Bar, Imbiss/Restaurant, Aufnahmemöglichkeit und Einlagerungsmöglichkeit für Instrumente besonders der Wunsch nach Gemeinschaftsräumen (30,0%) und einem Musikgeschäft (25,6%) deutlich. Bezogen auf die weiteren demografischen Daten und die musikbezogenen Ausgaben der Musiker/innen beider Gruppen ergibt sich eine im Voraus zu erwartende Situation. Im Geschlechtervergleich ist der Frauenanteil unter den einkommensstärkeren Musiker/innen mit 21,0% niedriger als im Bereich der Geringverdienenden (35,2%). Der soziale Status der Besserverdienenden setzt sich aus 96,8% Berufstätigen und 3,2% Studierenden zusammen. Der Bildungsstand dieser Gruppe weist einen Anteil von 56,5% Hochschulabsolventen, 19,4% Abiturienten und 9,7% Realschulabgängern auf. Bei den sozial schwächeren Musiker/innen ist der Anteil von Hochschulabsolventen mit 32,9% geringer, die Quote der Abiturienten zeigt sich mit 52,9% allerdings deutlich höher. Der soziale Status dieser Gruppe macht darauf aufmerksam, dass sich ein Großteil der hier Vertretenen noch in der Ausbildung befindet (51,3%). Die Studierenden nehmen davon mit 38,8% den größten Teil ein, berufstätig sind 46,3% der Befragten. Daraus geht ebenso ein geringerer Altersdurchschnitt der Geringverdiener mit 29,8 Jahren gegenüber der Gruppe der Besserverdiener mit 41,5 Jahren. Im Bereich der Wohnorte der Musiker/innen wird bei den sozial Schwächeren eine deutliche Konzentration in den Stadtteilen St. Pauli und Eimsbüttel ersichtlich. Die sozial besser abgesicherten Musiker/innen wohnen eher im gesamten Stadtgebiet verteilt, wobei es hier zu Konzentrationstendenzen in Altona und Eimsbüttel kommt. Den Wert der musikalischen Ausrüstung sowie die musikbezogenen Ausgaben betreffend unterscheiden sich die Gruppen lediglich bei den Spitzenwerten. Im mittleren Bereich des Ausstattungswertes zwischen und EUR Gesamtwert liegen je etwa 40% der Angaben. Ein deutlicher Unterschied lässt sich nur im Bereich von über Gesamtwert erkennen, den 8,0% der Geringverdiener gegenüber 21,7% der Besserverdiener für ihre Ausrüstung angeben. Gleiches gilt für die jährlichen Ausgaben für Instrumente und Equipment. Mit der sozioökonomischen Betrachtung ist die Untersuchung spezifischer Ergebnisse zur Ableitung konkreter konzeptioneller Aspekte für das geplante Musiker/innenzentrum

63 62 abgeschlossen. Auf sich hieraus erschließende Handlungsempfehlungen wird weiter unten noch eingegangen. 4.3 Quartiersbezogene Untersuchung Barmbek-Süd Die quartiersbezogene Analyse Barmbek-Süds zeigt auf, inwieweit sich dieser Stadtteil für die Ansiedlung eines Musikerzentrums eignet. Zum einen bestand die Aufgabe darin, relevante Informationen über das Erscheinungsbild des Stadtteils in der Wahrnehmung der Befragten zu erhalten sowie Gründe zu erfahren, die Menschen in den Stadtteil ziehen oder ziehen könnten. Zum anderen schlossen sich eine Recherche der Einrichtungen mit Musikbezug sowie eine Analyse bezüglich ihrer Bekanntheit und Nutzung durch die Stichprobe daran an. Besonders bei der qualitativen Erhebung wurde auf tiefer gehende Standortmerkmale sowie Entwicklungspotenziale eingegangen. Eine Bewertung möglicher Problemstellungen und Herausforderungen hinsichtlich der Ansiedlung von kulturellem und kreativem Gewerbe bildete den Abschluss der Erhebung. Die Angaben zum Wohnort machen auf eine gewisse Bedeutung des Stadtteils Barmbek als Quartier für Musiker aufmerksam. Betrachtet man die relative Verteilung der Stichprobe, so wohnen 5,5% der Hamburger Musiker/innen in Barmbek (n=222). In absoluten Zahlen kann zumindest für Barmbek-Süd auf Grundlage der Vorstudie ein Richtwert von knapp Musizierenden errechnet werden. Die Basis stellt die Einwohnerzahl des Gesamtstadtteils Barmbek-Süd von ca dar, die auf die von TNS-Infratest ermittelte Musikerquote für ganz Hamburg von 24,5% bezogen wird. Nach dieser Methode wäre im Quartier Dehnhaide/ Parkquartier Friedrichsberg mit einer Einwohnerzahl von von etwa 740 Musizierenden auszugehen. Neben der Möglichkeit, dort zu wohnen, geben die Musiker/innen der quantitativen Stichprobe verschiedene Gründe an, aus denen sie sich in Barmbek-Süd aufhalten. Der Hauptgrund ist der Besuch von Freunden und Bekannten (18,2%). An zweiter Stelle steht der Besuch kultureller Einrichtungen (13,0%). Zum Einkaufen und für Freizeitaktivitäten wird das Viertel von 7,2% beziehungsweise 7,5% der Befragten besucht. Immerhin 6,9% der Musiker/innen kommen nach Barmbek-Süd, um dort zu musizieren. Einen Arbeitsplatz haben 4,4% der Befragten dort. Tatsächlich nie in Barmbek-Süd halten sich laut der Erhebung 40,6% der Musiker auf. 19 Stand September 2007.

64 63 Das Bild des Stadtteils wird von den Befragten als eher unauffällig und unspektakulär beschrieben. Die Musiker/innen hatten die Möglichkeit, ihre Einschätzungen innerhalb eines Polaritätsprofils abzugeben, in dem gegensätzliche Antwortmöglichkeiten für verschiedene Merkmale des Quartiers abgefragt wurden. Tatsächlich bewegen sich die Charakterisierungen in großen Teilen im eher neutralen Bereich. Besonders die Bewertung der Begriffspaare Gemütlich-Unbehaglich und Sicher-Gefährlich weisen mit je etwa einem Drittel neutraler Antworten eine relative Gleichverteilung zu den beiden Polen auf. Leichte Tendenzen ergeben sich bei der Beantwortung der Fragen nach Alt-Jung, Altmodisch- Modern und Spießig-Flippig hin zu den Eigenschaften alt, altmodisch und spießig. Abb. 26 Polaritätsprofil Teuer-Günstig (n=172) Allerdings liegt auch hier jeweils die Zahl der neutralen Antworten am höchsten. Die eindeutigste Beurteilung findet sich in den Zuschreibungen Langweilig-Unterhaltsam wieder, wo bei gut 20% neutraler Antworten etwa 60% eher in Richtung langweilig tendieren. Eine deutliche Tendenz ist auch bei der Gegenüberstellung der Merkmale Teuer-Günstig feststellbar (vgl. Abb.26). Knapp über die Hälfte der Befragten hält das Quartier Barmbek- Süd für eher günstig. Diese Bewertung findet sich auch in einer Vielzahl der Interviews wieder. Divergent zeigen sich die Charakterisierungen zu den Polen Ruhig-Laut und Zentral-Außerhalb. Zum Thema Lautstärke des Viertels ist ein Ausschlag in Richtung Ruhig bei 48,32% der Angaben der Fall. Bei einem Anteil von 18,33% neutraler Antworten zeigt sich letztlich ein leichter Ausschlag zum positiven Merkmal Ruhig (Tendenz Laut

65 64 43,33%). Sehr uneinig sind sich die Musiker/innen auch bei der Zuschreibung der Eigenschaft Zentral oder außerhalb (vgl. Abb.27). Abb.27 Polaritätsprofil Zentral-Außerhalb (n=184) Die Verteilung hin zu den Polen zeigt sich in den Ausprägungen 2 und 3 nahezu identisch. Lediglich bei den Bewertungen der mildesten Stufe ist eine leichte Tendenz in Richtung Außerhalb sichtbar. Nichtsdestotrotz wird der Stadtteil Barmbek-Süd von über der Hälfte der Befragten als nicht außerhalb bewertet. Die Aussagen zur Lage des Quartiers im Zuge der qualitativen Erhebung lassen eine klare Tendenz hin zu einer eher zentralen Lage erkennen. Ein Grund, warum dies bei der breiten Masse nicht im Bewusstsein verankert ist, könnte sein, dass der Stadtteil auf der falschen Seite der Alster liegt, so die Vermutung einer Vertreterin einer Musikinitiative. In den Interviews wird einer steigende Attraktivität des Quartiers für junge Menschen prognostiziert, die auch an den dort vergleichsweise günstigen Mieten liegt. Viele der Interviewten assoziieren Barmbek-Süd direkt mit dort oder in unmittelbarer Nähe vorhandenen Kultureinrichtungen wie dem Museum der Arbeit, der Zinnschmelze, dem Barmbek-Basch, der Kampnagel Kulturfabrik und der HfBK. Bezüglich der spezifischen musikalischen Infrastruktur in Barmbek-Süd sind Recherchen nach musikwirtschaftlichen Unternehmen im Stadtteil angestellt worden. Das Ergebnis bleibt allerdings dürftig. Neben vier Bildungseinrichtungen im Bereich Musik sind noch drei weitere relevante Unternehmen angesiedelt. Ein Interview mit dem Leiter einer neu angesiedelten privaten Akademie erbrachte Informationen über die Existenz von Tonstudios und

66 65 Produzenten in Barmbek. Die Ansiedlung der Akademie wurde dort vor allem wegen der günstigen Miete sowie der als sehr gut bewerteten Erreichbarkeit realisiert. Inwiefern die kulturellen Einrichtungen im Stadtteil oder in dessen unmittelbarer Nähe bei den Musiker/innen bekannt sind, beziehungsweise in welchem Maße sie von ihnen genutzt werden, klärt eine weitere Frage. Die Ergebnisse zeigen eine breite Spannweite über unterschiedliche Bekanntheits- und Nutzungsgrade der Kultureinrichtungen vor Ort. 20 Bekannteste Institution des dortigen Umfeldes ist die Internationale Kulturfabrik Kampnagel mit einem Bekanntheitsgrad von 97,4%. Den mehr oder weniger regelmäßigen Besuch der Einrichtung geben 69,7% der Stichprobe an. An zweiter Stelle liegt das Ernst Deutsch Theater, das von knapp einem Viertel (23,9%) genutzt und bei 81,8% bekannt ist. Auf den weiteren Rängen folgen das Goldbekhaus (bekannt:75,1% / genutzt: 28,2%), die Hochschule für Bildende Künste (74,8/19,9%) und das Museum für Arbeit (74,8%/27,2%). Immer noch über der Hälfte der Musiker sind English Theatre (65,3%/17,8%), Zinnschmelze (64,7%/14,2%), Alabama Kino (59,7%/10,7%) und Trockendock (55,9%/9,2%) ein Begriff. Wenig bekannt sind die Musikschulen und die Akademie Deutsche Pop (28,2%/0%) sowie die Trommelschule Djembé (10,9%/0%). Relativ unbekannt sind das Theater an der Marschnerstraße (26,3%/3,2%), die Geschichtswerkstatt (25,8%/0%), die Kulturbühne Bugenhagen (24,6%/4,8%) und das Kulturhaus Dehnhaide (21,9%/2,1%). Eine weitere zu bewertende Adresse war die zum Zeitpunkt der Untersuchung gerade eröffnete Szene-Bar Freundlich & Kompetent, in der regelmäßig Konzerte stattfinden. Im Umfeld des Kulturzentrums Kampnagel gelegen, ist diese nach Aussage der Vertreterin von Kampnagel coolste Kneipe in der Gegend bei 27,4% der Musiker/innen bekannt und wird von 12,4% genutzt. Ob dies den Beginn einer Entwicklung der Gegend zum jungen Szeneviertel markiert, ist noch offen. Die Intendantin der Kampnagelfabrik erwartet jedenfalls weiterhin einen verstärkten Zuzug junger Menschen in die Gebiete Barmbek-Süd/ Winterhude. Eine Entwicklung Barmbek-Süds zu einem der angesagtesten Viertel Hamburgs traut dem Stadtteil in der zugehörigen Frage nur ein kleiner Anteil von 10,8% eher zu (n=158). Weitere abgefragte Einschätzungen zum Stadtteil in der Onlinebefragung beziehen sich auf konkrete Einstellungen zum Viertel: 57,4% der Musiker/innen bewerten Barmbek-Süd als eher langweiliges Viertel (n=169). Auf die Behauptung Barmbek-Süd ist ein für Musiker interessantes Viertel reagieren nur 11,3% mit Zustimmung. Eine Attraktivität durch die günstigen Mieten sehen 42,3% der Musiker (n=149). Wenn sie die Wahl hätten, würden immerhin 19,4% der Befragten eher nach Barmbek ziehen. 20 Bei der Erhebung wurden auch einige Einrichtungen (Kampnagel, Goldbekhaus, Freundlich & Kompetent) einbezogen, die im benachbarten Stadtteil Winterhude angesiedelt sind. Die Begründung liegt darin, dass diese Einrichtungen in unmittelbarer Nähe zum Quartier Barmbek-Süd liegen und daher bei der Standortbewertung eine Rolle spielen.

67 66 Die Bewertungen des Quartiers Barmbek-Süd sowohl durch die Musiker/innen als auch durch die Expert/innen weisen insgesamt eher positive Tendenzen auf. Die teilweise vorsichtigen und neutralen Charakterisierungen des Stadtteils seitens der Musiker/innen sind auf die relative Unbekanntheit des Stadtteils zurückzuführen. Das Bild eines in weiten Teilen aus Backsteinarchitektur bestehenden, unauffälligen Viertels herrscht hier noch vor. Wie der Leiter einer dort ansässigen Akademie bemerkt, sei der Stadtteil noch nicht wirklich so groß in Erscheinung getreten für kreative Menschen und bislang noch keine prädestinierte Musikerecke. Was die Untersuchung der Standortfaktoren und des Potenzials für kreative Betriebe betrifft, ließen sich im Rahmen der qualitativen Erhebung sowohl Vor- als auch Nachteile ermitteln. Eine generell gute Voraussetzung für die Ansiedlung von kreativem Gewerbe liegt in der Verfügbarkeit von Raum zu relativ günstigen Mietpreisen. Der sich momentan abzeichnende Zustrom jüngerer Menschen erhöht zudem die Zahl potenzieller Kunden vor Ort. Positiv bewerten die Befragten auch die Nähe von kreativ orientierten Hochschulen wie der HfBK und der Hamburg Media School. In einigen Interviews sprechen die Akteure diesbezüglich von einem Kunsthochschul- und Medienstandort Barmbek. Die günstige Lage und die schnelle Erreichbarkeit werden ebenso als klarer Standortvorteil gesehen. Probleme und Nachteile identifizieren die Interviewpartner vor allem im Bereich der gegenwärtigen Infrastruktur sowie in der architektonischen Gestaltung des Stadtteils. Im Gegensatz zu den als Kreativzentren gesehenen Quartieren St. Pauli, Altona und Eimsbüttel merken die Leiter zweier Kulturinitiativen an, dass Barmbek-Süd über keinen klar definierten Ortskern verfüge. Ein weiterer Nachteil sei die dort noch zu verrichtende Pionierarbeit bei der Schaffung eines kreativen Umfeldes. Das bisher eher unauffällige Erscheinungsbild erfordert nach Ansicht einiger Befragter außerdem einen höheren Aufwand an Werbung und Marketing, um Unternehmen und Quartier ins Gespräch zu bringen. Einer der Interviewten spricht davon, dass eine erfolgreiche Etablierung einzig an der Inszenierung hinge. Die Schwierigkeit, Menschen anzuziehen, die einerseits die Zielgruppe der Kreativen darstellen, andererseits aber bislang nicht oder nur selten nach Barmbek-Süd kommen, wird somit als größte Herausforderung angesehen. Mit den vorgenommenen Betrachtungen der Ergebnisse zum Standort Barmbek-Süd ist die Vorstellung der Ergebnisse aus der quantitativen und qualitativen Datenerhebung abgeschlossen.

68 67 5 Interpretation der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen Mit der Interpretation der erhobenen Daten und den daraus abzuleitenden Empfehlungen zur möglichen Realisierung des geplanten Musikerzentrums sowie zum Kreativstandort Barmbek-Süd wird die Studie 'Wer macht in Hamburg Musik?' abgeschlossen. Dabei wird zunächst auf die planungsbezogenen Aspekte des Musikerzentrums eingegangen, bevor die quartiersspezifischen Gesichtspunkte abschließend bewertet werden. In die folgenden Ausführungen werden unter anderem einige Ideen und Hinweise aus den qualitativen Interviews integriert, die in der Präsentation der Ergebnisse zu weit geführt hätten, für die zu ziehenden Rückschlüsse allerdings von Bedeutung sind. 5.1 Planungsbezogene Aspekte zum Musikerzentrum Um den grundsätzlichen Bedarf bezüglich eines Musikerzentrums zu ermitteln, wurden Daten zur Situation von Musiker/innen in sozialer und arbeitsorganisatorischer Hinsicht, zur Proberaumsituation in Hamburg allgemein sowie zu den Ansprüchen von Musiker/innen an ihren Raum erhoben. Zudem wurden die Aktiven des Musiklebens nach ihrer Einschätzung des Musikstandorts Hamburg gefragt. Zusammengefasst lassen sich die Ergebnisse wie folgt beschreiben: Musiker/innen verfügen einerseits über einen überdurchschnittlich hohen Bildungsstand, andererseits über ein unterdurchschnittliches Einkommen. Für die meisten Musiker/innen ist es nicht möglich, von ihrer musikalischen Tätigkeit zu leben. Im Gegensatz dazu investieren Musiker/innen erhebliche Summen in Instrumente, musikalische Ausrüstung sowie in Miete für Proberäume. In Bezug auf die Proberäume wird ein Mangel vor allem an kostengünstigen und wohnnahen Übungsgelegenheiten deutlich. Dies bestätigt sich bei der Bewertung des Standorts Hamburg durch die Musiker/innen, die in der allgemeinen Knappheit von Probe- und Aufführungsräumen die größte Beeinträchtigung für ihre musikalische Entfaltung sehen. Andererseits wird die Stadt als sehr attraktiv für Musiker/innen bewertet, was eine stabile Entwicklung ihrer Anzahl erwarten lässt. Die Schaffung neuer Proberäume für Musizierende ist schon allein aus diesem Grund wünschenswert. Die Befürwortung der Errichtung eines Musikerzentrums nach dem Vorbild des Modellprojekts in Amsterdam hängt für die Befragten allerdings von einer Vielzahl weiterer Faktoren ab. Zum einen müssen die zentralen Standortfaktoren Preis, günstige Verkehrsanbindung und Sicherheit gegeben sein. In Anbetracht des beträchtlichen Werts von Instrumenten und musikalischer Ausrüstung muss ein Proberaumzentrum ausreichend gegen Einbruch geschützt sein. In einem Neubau ist dies sicherlich leichter zu realisieren als

69 68 in alten Bunkern. Die Verkehrsanbindung ist durch die unmittelbare Nähe zum U-Bahnhof Hamburger Straße sehr gut. Besonders die geänderte Führung der Linie U3, die seit Juli 2009 ringförmig um die Alster verläuft, schafft einen direkten Anschluss an die Innenstadt und an die Stadtteile St. Pauli und Sternschanze. Die Erreichbarkeit per PKW ist ebenfalls gut. Ausreichend Parkplätze sind notwendig, eine Laderampe wäre wünschenswert. Bei der Preisgestaltung ist die prekäre soziale Lage vieler Musiker zu berücksichtigen. Die Belastung durch die Proberaummiete kann im Hinblick auf das relativ niedrige Einkommen sowie die hohen Kosten für Instrumente und Zubehör nicht höher ausfallen als sie bereits jetzt ist. Die Einschätzung der Experten liegt hier bei einer Maximalbelastung der Musiker/innen von EUR pro Monat. Die Resultate der Interviews zeigen deutlich, dass der/die durchschnittliche Musiker/in auf eine gehobene Ausstattung eher verzichtet, wenn dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Zwar unterscheiden sich die Professionalisierungsgrade hinsichtlich ihrer Bedürfnisse kaum, sicher ist nach Aussagen der Interviewpartner jedoch die Tatsache, dass etablierte Profimusiker sich die Erfüllung aller Bedürfnisse im Gegensatz zur breiten Masse eher leisten können und dies auch tun. Die große Varianz der benötigten Raumgrößen macht eine breite Angebotsgestaltung notwendig. Mit Hinblick auf die vorhandenen Aktivitäten der Musiker/innen in anderen Kunstsparten scheint die Überlegung einer zusätzlichen Variabilität der Raumnutzung überlegenswert. Vorsicht und Fingerspitzengefühl erfordert das bei den Musiker/innen sensible Thema der Atmosphäre. Eine steril und kalt anmutende Architektur könnte hier für Ablehnung sorgen. Gestaltungsmöglichkeiten für die Musiker/innen oder die Beteiligung von potenziellen Nutzern an der Planung könnten Sympathien, Akzeptanz und ein positives Image schaffen. Um ein positives Image und eine überregionale Anziehungskraft erzeugen zu können, sind zwei weitere Voraussetzungen zu beachten: Glaubwürdigkeit und professionelle Umsetzung. Durch die sich abzeichnende Situation in den gegenwärtigen Kreativquartieren, wo es zu Gentrifizierungsprozessen kommt, 21 ist von einer Sensibilisierung der Musiker in Bezug auf das Eingreifen marktökonomischer Kräfte in ihr Arbeits- und Lebensumfeld auszugehen. In der Kommunikation des geplanten Zentrums nach außen darf daher nicht der Eindruck erweckt werden, der spätere Betreiber sei kultur- und szenefern und rein wirtschaftlich orientiert. Die Umsetzung sollte möglichst mit Akteuren geschehen, die einen Bezug zur Hamburger Musikszene besitzen und von dieser als respektabler Partner angesehen werden. Weiterhin darf die Errichtung des Zentrums kein Argument zur mittelfristigen Schließung anderer Probemöglichkeiten, wie zum Beispiel dem in der Nähe liegenden 21 Vgl. hier insbesondere die Ansiedlung von Einzelhandelsketten und Anstieg der Mieten. Besonders aktuell zeigen sich die Besetzung des Gängeviertels sowie der Konflikt um das Frappant Gebäude in der Großen Bergstraße in Altona.

70 69 Probebunker in der Humboldtstraße sein. Der Mangel an Proberäumen ist langfristig nicht mit dem Austausch vorhandener Räume sondern nur mit der zusätzlichen Schaffung neuer Angebote zum bisherigen Bestand zu lösen. Die Sensibilität der gegenwärtigen Situation erfordert daher eine höchst kompetente und professionelle Umsetzung. Neben der konzeptionellen Kompetenz ist ganzheitliches Denken und die Fähigkeit zur schnellen Verarbeitung neuer Erkenntnisse und Bedürfnisse gefragt. Wenn zu den positiven Grundvoraussetzungen bezüglich der Standortfaktoren und der potenziellen Nutzer/innen auch die weiteren Voraussetzungen erfüllt werden, ist die Errichtung eines Musikerzentrums am Standort Marschnerstraße / Ecke Holsteinischer Kamp aus der Perspektive dieser Studie eindeutig zu empfehlen. Die zustimmenden Äußerungen der Musiker/innen zur potenziellen Nutzung eines Musikerzentrums an diesem Standort belegen diese Einschätzung exemplarisch. Die Betrachtung spezifischer Ergebnisse zu konzeptionellen Aspekten des Musikerzentrums zeigt die Verschiedenartigkeit von Situation und Bedürfnissen der unterschiedlichen musikalischen Genres und Gruppen und macht deutlich, dass eine breite Angebotserstellung für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts notwendig erscheint. Neben allen Verschiedenartigkeiten, vor allem zwischen klassischem und populärem Musikbereich, lassen sich eindeutige Tendenzen feststellen. Besonders in den Genres Rock/Pop und Elektronik sind vorhandene Probemöglichkeiten zu teuer. Die Art der hier genutzten Proberäume lässt jedoch ein besonders großes Potenzial für ein Musikerzentrum erkennen. Für den Klassikbereich ist dies noch zu prüfen, insbesondere die Organisationsstruktur von Orchestern und Ensembles macht darauf aufmerksam, dass diese oft kostenfrei oder sehr günstig Räume zur Verfügung gestellt bekommen. Nach sozioökonomischen Faktoren ist ebenfalls eine unterschiedliche Angebotserstellung für verschiedene Einkommen zu generieren, da sich die Vermutung einer höheren Ausgabenbereitschaft bei besser verdienenden Musiker/innen bestätigt. In Bezug auf die Bedeutung des Standortes Barmbek-Süd könnte die Verwirklichung des Vorhabens durchaus weitere Effekte haben, was die folgenden Bewertungen zur quartiersbezogenen Standortanalyse zeigen.

71 Standortbewertung Barmbek-Süd Die Resultate der Erhebung zum Quartier Barmbek-Süd zeigen eine sich abzeichnende Verbesserung der Voraussetzungen für die Ansiedlung kulturellen und kreativen Gewerbes. Die Verfügbarkeit von Räumen und das relativ niedrige Mietniveau kommen den Bedürfnissen der meist eher jungen und mit kleinem Budget ausgestatteten Unternehmer/innen entgegen. Die vermehrt ins Bewusstsein tretende eher zentrale und leicht erreichbare Lage des Stadtteils und der relevante Zuzug junger Menschen verstärken den Eindruck einer positiven Entwicklung. Der einsetzende Wandel lässt sich sehr gut an dem erwähnten Beispiel der ersten coolen Bar im Bereich Kampnagel verdeutlichen. Der Vorteil des Standorts im Nachbarstadtteil Winterhude geht mit der gemessenen Bekanntheit und der Nutzung der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel einher. Wie die Ergebnisse zeigen, gibt es in Barmbek-Süd bislang keine Institution, die eine derartige Strahlkraft erzeugen kann. Vernetzungsmöglichkeiten sind mit HfBK und Hamburg Media School in unmittelbarer Nähe jedoch vorhanden. Die größten Probleme ergeben sich laut der Ergebnisbetrachtung in der bisherigen Unauffälligkeit sowie der eher schwachen Infrastruktur an kreativem Gewerbe. Hierdurch würden sowohl Pionierarbeiten wie auch ein hoher Werbe- und Marketingaufwand erforderlich. Die Hauptaufgabe der Entwicklung des Gebiets muss daher in der Unterstützung und der Ansiedlung kreativen Gewerbes und in der offensiven Kommunikation der Standortvorteile liegen. Ein Anfang für eine Belebung könnte dabei eine konzentrierte Initiative in Richtung Bars und Clubkultur sein. Laut einem der Experten sei es wichtig, mehrere Alternativen zu schaffen, um die Menschen dorthin zu ziehen. Die Leiterin eines Kulturzentrums bewertet das Potenzial Barmbek-Süds als derartig hoch, dass dort eine Art neue Schanze entstehen könne. Problem sei nur, das Viertel klarer zu definieren und einen Ausgangspunkt zu schaffen: Man müsse dort eine Rote Flora hinsetzen. Ein erster Schritt könnte die Realisierung des Projekts Musikerzentrum an dieser Stelle sein. Neben einer deutlich gesteigerten Aufmerksamkeit wäre für das Quartier zudem eine erhöhte Nachfrage an vor- und nachgelagertem Gewerbe zu erwarten. Durch die geäußerten Dienstleistungswünsche der Musiker/innen in direkter Umgebung zum Proberaum wären ständig potenzielle Gäste für Cafés und Aufführungsstätten aus dem gesamten Stadtgebiet vor Ort. Es könnte so ein Kreislauf in Gang gebracht werden, in dessen Folge die Ansiedlung kreativ Gewerbetreibender in der direkten Umgebung sehr attraktiv werden könnte. Bei einer

72 71 entsprechend positiven Entwicklung könnte die entstehende Kreativzelle die Anziehungskraft des Quartiers insgesamt deutlich steigern. Die Entwicklung eines kreativen Gewerbes ist in vielen Fällen ein mehrjähriger Prozess, bis sich ein gewisses Maß an Rentabilität einstellt. Dafür wird zudem in vielen Fällen ein großes Maß an Freiraum benötigt. Es gilt somit, keinen Druck auf die Unternehmer/innen auszuüben und ihnen eine Chance auf mehrjährige Entwicklung einzuräumen. Eine Existenzförderung, wie beispielsweise im Musikhaus Karostar, durch die Förderung von Miete und Abmilderung des wirtschaftlichen Risikos, wäre ebenfalls eine sinnvolle Überlegung. Die Gründung einer Interessenvertretung der im Kreativbereich Aktiven für das Quartier und die umliegenden Gebiete (vgl. Clubkombinat o.ä.) könnte für den Austausch unter den Kreativen und gemeinsamer Werbe- und Marketingaktivitäten ebenfalls förderlich sein. Eine Empfehlung für die kreative Entwicklung des Quartiers ist es daher, einen Impuls zu setzen, der als Ausgangspunkt für die beschriebene Entwicklung dienen kann. Bei richtiger Umsetzung könnte das ein Musikerzentrum am Standort Marschner Straße/ Ecke Holsteinischer Kamp sein. Eine möglichst zeitnahe Umsetzung des Projekts ist zu anzuraten, da andere Stadtteile wie etwa Hamm, Rothenburgsort oder Wilhelmsburg ebenfalls gute Voraussetzungen für die Entwicklung zum Kreativquartier mitbringen.

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75 74 7 Anhang 7.1 Interviewleitfaden I. Einleitende persönliche Fragen zu Tätigkeitsbereich etc. des Gesprächspartners Was ist Ihre Funktion im musikalischen Leben, wie lange üben Sie diese Tätigkeit schon aus? Wie würden Sie Ihren Werdegang in musikalischer Hinsicht beschreiben? Was ist das besondere an Ihrer Tätigkeit? II. Bereich kreative Stadtentwicklung Stadt Hamburg: Ist Hamburg Ihrer Meinung nach eine kreative Musikstadt? Welches Bild haben Sie von möglichen Stärken und Schwächen hat Hamburgs im Bereich Musik im Vergleich zu anderen deutschen Städten? Welche Teile der Stadt sehen Sie als besonders attraktiv für Musiker? Können Konzepte wie Musikstadt Hamburg oder Talentstadt Hamburg zur Gewinnung und Bindung kreativer Kräfte im Musikbereich in Hamburg beitragen? Inwiefern? (Welche Gründe/ Standortfaktoren veranlassen Sie, Ihr kreatives Unternehmen in Hamburg zu führen/ warum würden Sie sich eher in Berlin ansiedeln?) III. Hamburger Musikleben Einschätzung der Hamburger Musikszene Welche Szenen (Rock/Pop/Klassik/Jazz/ ) gibt es in Hamburg Ihrer Meinung nach und wie groß schätzen Sie die verschiedenen Bereiche ein? In welcher Weise unterscheiden sich die verschiedenen Szenen, inwiefern beobachten Sie eine starke gegenseitige Abgrenzung? In welchen Stadtteilen verorten Sie die verschiedenen Musikszenen Hamburgs? (Fühlen Sie sich selbst einer Szene zugehörig?) Haben Sie in den letzten Jahren bemerkenswerte Veränderungen in der Hamburger Musikszene beobachtet? Wenn ja, welche? Schränkt die Schließung von Aufführungsorten (Stichwort Clubsterben, z.b. Tanzhalle oder Schilleroper) den Freiraum musikalischer Szenen ein? Warum? Musiker Wie bewerten Sie die Situation für Musiker in Hamburg in kreativer, sozialer und ökonomischer Hinsicht? Was benötigen Musiker? Was bietet Hamburg und was fehlt möglicherweise? Gibt es bestimmte typische Verhaltensmuster Hamburger Musiker? Wenn ja, welche? Haben sich die anhaltenden Veränderungen innerhalb der Musikindustrie (Krise der Plattenindustrie, Digitalisierung) auf die kreative Arbeitsweise von Musikern ausgewirkt? Welche Aspekte spielen hier eine besondere Rolle? Gibt es dadurch Verhaltensänderungen beim Musizieren, wie möglicherweise Tendenzen hin zu einer Hobbymentalität des Musizierens zu Gunsten des Ziels, Berufsmusiker oder Rock-/Popstar zu werden? Welche Bedeutung haben semiprofessionelle Musiker (gegenüber Berufsmusikern) (Definition: Musiker, die innerhalb einer Szene etabliert sind, unter professionellen Bedingungen - Management und/oder Agentur und/oder Plattenvertrag - arbeiten, aber keine nennenswerten Einnahmen/ Lebensunterhalt aus der Musik erzielen bzw. hauptberuflich andersweitig tätig sind) für die Entstehung neuer Musik und den Zusammenhalt von Musikszenen? In welchem Genre/ Szene sehen sie momentan die meiste Bewegung/ Dynamik? Aktuell startet in Deutschland und in Hamburg das Jeki (Jedem Kind ein Instrument) Projekt der Kulturstiftung des Bundes. Ist dadurch mit einem potentiellen Anstieg der Zahl Musizierender zu rechnen? Gibt es nicht schon zu viele Musiker (insbesondere wenn man den semiprofessionellen Bereich betrachtet, wo Einnahmen aus Veröffentlichungen und Auftrittsgagen immer weiter sinken)? Proberaumsituation Wie schätzen Sie die Versorgung Hamburgs mit Übungsräumen ein? Welche Gründe sehen Sie in einer möglichen Über-/ Unterversorgung?

76 75 Wo sehen Sie die größten Probleme im Bereich der Übungsräume für Musiker in Hamburg? Wie könnte man die Proberaumsituation in Hamburg möglichst nachhaltig verbessern? In welcher Weise bewerten Musiker Proberäume? Was sind harte, was weiche Standortfaktoren? Wie verhalten sich die Standortfaktoren von Proberäumen zueinander? Was sind Voraussetzungen des Probestandorts? Gibt es besondere Vorlieben/Mentalitäten bestimmter Szenen, beispielsweise Bevorzugung bestimmter Arten von Räumen wie Übungsbunkern o.ä.? Was halten Sie von der Möglichkeit, Proberäume in Form eines Neubaus einzurichten, die auf die Bedürfnisse von Musikern verschiedener Bereiche zugeschnitten sind? Aus welchen Gründen würden Musiker Ihrer Meinung nach ein solches Probeangebot nutzen oder möglicherweise auch ablehnen? In welcher Weise sollte eine derartige Möglichkeit entstehen? Warum wäre ein Karostar für Musiker, sprich eine moderne, bedürfnisgerechte und bezahlbare Probemöglichkeit, wünschenswert? Hätten Sie eine Idee für den optimalen Standort einer solchen Einrichtung? Quartier Barmbek-Süd: Was für ein Bild haben Sie vom Stadtteil Barmbek-Süd? Warum halten Sie sich in Barmbek Süd auf? Wie beurteilen Sie den Standort Barmbek-Süd, gibt es besondere Vor-/Nachteile für kulturelle und kreative Betriebe oder besondere Herausforderungen, auf die man sich hier einstellen muss? Wie beurteilen Sie die Integration von kulturellen und kreativen Einrichtungen in den Stadtteil? Wie gestaltet sich die Situation zur Bevölkerung des Viertels? Nutzen die Anwohner das Angebot? Gibt es spezielle Probleme mit Bewohnern des Stadtteils (Beschwerden, Ruhestörung o.ä.)? Welche kulturellen/kreativen/musikalischen Einrichtungen spielen in Barmbek-Süd eine Rolle? Welches Potential/ zukünftige Entwicklungschancen sehen Sie in Barmbek-Süd in musikalisch/ kreativer Hinsicht? 7.2 Fragenkatalog des Onlinefragebogens Fragebogen Hamburger Musikleben Liebe Musikerin, lieber Musiker in Hamburg, haben Sie vielen Dank für Ihre Bereitschaft, sich an der Online-Befragung zum Hamburger Musikleben zu beteiligen. Zentraler Bestandteil unserer wissenschaftlichen Studie ist die Befragung einer ausgewählten Stichprobe von Musiker/innen, mit der wir u.a. herausfinden möchten, wie die Bedingungen musikalischer Produktion in Hamburg sind (z.b. die Proberaumsituation), in welcher sozialen Lage sich Hamburger Musiker/innen allgemein und bezogen auf Ihre musikalische Tätigkeit befinden. Ein Frageteil bezieht sich auf mögliche Initiativen zur Gründung eines Musikzentrums. Nicht zuletzt soll die Befragung im Ergebnis einen Überblick zu musikalischen Genres und Szenen in Hamburg ermöglichen. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, kommt es auf jeden einzelnen beantworteten Fragebogen an. Ihre Beteiligung ist deshalb von besonderer Bedeutung! Da vergleichbare Untersuchungen bisher selten in dieser Form sogar noch nie - durchgeführt worden sind, ist dieser Fragebogen recht ausführlich angelegt und es bedarf etwas Zeit, um ihn auszufüllen. Wir glauben aber, dass Sie die Fragen interessant finden werden und unterrichten Sie gern über die Ergebnisse der Studie (Ergebnisse werden online publiziert). Für die interne musikwissenschaftliche Forschung wäre es eine Bereicherung, wenn Sie uns eine Hörprobe Ihres musikalischen Schaffens zur Verfügung stellen würden. Am Ende des Fragebogens werden wir Sie auf diese Möglichkeit nochmals hinweisen. Die Befragung erfolgt völlig anonym. Wir bitten Sie, den ausgefüllten Fragebogen in den nächsten beiden Wochen online abzusenden. Als kleines Dankeschön für Ihre Mitarbeit verlosen wir unter allen Teilnehmer/innen der Studie 3 Gutscheine bei Justmusic im Wert von je 100 Euro. Das Forschungsprojekt zum Hamburger Musikleben findet im Rahmen eines Projektseminars an der Leuphana Universität Lüneburg statt und wird in Zusammenarbeit mit Creative Quartiere (Hamburg) realisiert. Mit bestem Dank für Ihre Mühe und freundlichen Grüßen Dr. Christoph Behnke (Institut für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste, Leuphana Universität Lüneburg) Robin Kuchar M.A. (Creative Quartiere Hamburg im Auftrag des Bezirksamts Hamburg Nord) Jan Sieber (Projektmitarbeiter Leuphana Universität Lüneburg)

77 76 I. Fragen zu Ihrer musikalischen Tätigkeit 1. Welche Instrumente spielen/ nutzen Sie (alle Arten akustischer, elektrisch verstärkter, elektronischer und digitaler Instrumente, DJ, sowie Stimme) und in welchem Alter haben Sie das Instrument/die Instrumente erlernt? Hauptinstrument: (eintragen) < 5 Jahre 5-10 Jahre Jahre Jahre > 21 Jahre Weitere Instrumente: (eintragen) 2. In welchem bzw. welchen der folgenden Tätigkeitsbereiche waren Sie im letzten Jahr aktiv und wenn ja, in welcher Form waren Sie beschäftigt? (Mehrfachnennungen möglich) musikalische Tätigkeiten ausschließlich selbstständig ausschließlich angestellt selbstständig und angestellt Weder noch (z.b. Hobbymusiker/in) Musiknahe Tätigkeiten (z.b. Lehrtätigkeit oder journalistische Tätigkeit im Kunst- und Kulturbereich, Musikmanagement, Musiktherapie o.ä.) Genaue Angabe: ausschließlich selbstständig ausschließlich angestellt selbstständig und angestellt Weder noch Musikferne Tätigkeiten (z.b. Beruf, Ausbildung, Studium, Gelegenheitsjobs) genaue Angabe: ausschließlich selbstständig ausschließlich angestellt selbstständig und angestellt Weder noch 3. Besonders interessiert uns natürlich Ihre MUSIKALISCHE TÄTIGKEIT. In welchem Arbeitsfeld bzw. welchen Arbeitsfeldern sind Sie in Ihrer musikalischen Tätigkeit aktiv? (Mehrfachnennungen möglich) Komposition Instrumentalspiel, Gesang Arrangement/ Instrumentation Dirigat/ Chorleitung Korrepetition/ Probe Studioproduktion Tontechnik (Tonmeister/in o.ä.) DJ Sonstiges: 4. Wir möchten Sie bitten, möglichst genau anzugeben, in welchen Genres und Spielarten Sie in den letzten 3 Jahren musikalisch aktiv waren. (Beispiele für Genres und Spielarten sind Indiegitarrenpop, Musique Concrète, Death Metal, Wiener Klassik, Free Jazz, Elektropunk und vieles mehr) keine Angabe

78 77 5. Von welchen Genres/ Spielarten wird Ihre musikalische Tätigkeit am stärksten beeinflusst? Bitte geben Sie Ihre 3 wichtigsten Einflüsse an: Kommt es vor, dass Sie als Musiker/in mit Künstlern/ Künstlerinnen aus anderen Bereichen zusammenarbeiten? O nein O wenn ja, in welchen Bereichen Theater, Schauspiel Bildende Kunst Angewandte Kunst (Design, Grafik, Mode) Tanz (-theater), Ballett Film Medienkunst Literatur Sonstiges: häufig gelegentlich selten 7. Sind Sie neben der Musik in anderen Bereichen künstlerisch aktiv? O nein O wenn ja, in welchen Bereichen: Theater, Schauspiel Bildende Kunst Angewandte Kunst (Design, Grafik, Mode) Tanz (-theater), Ballett Film Medienkunst Literatur Sonstiges häufig gelegentlich selten 8. Warum machen Sie Musik? Musik ist für mich reines Freizeitvergnügen Ich musiziere hauptsächlich, um Geld zu verdienen Es geht mir vor allem darum, kreativ zu sein Musizieren ist mir ein inneres Bedürfnis Es ist das, was ich am besten kann Hat sich so ergeben Musik liegt mir im Blut Musik lässt mich die Sorgen meines Alltags vergessen Ich möchte andere Menschen mit meiner Musik glücklich machen Trifft voll zu Trifft eher zu Teils teil Trifft eher nicht zu Trifft nicht zu

79 78 9. Welche Rolle spielte bzw. spielt Musik in Ihrer Familie? Sehr wichtig o o o o o unwichtig Klassik o o o o o Rock/Pop o o o o o Jazz o o o o o Sonstiges: o o o o o 10. Waren bzw. sind Ihre Eltern künstlerisch tätig? Vater Mutter Ja, professionell privat O O O O Nein O O Wenn musikalisch aktiv, welches Instrument: : 11. Haben Sie für Ihre musikalische Tätigkeit eine institutionelle Ausbildung durchlaufen? (Mehrfachnennungen möglich) Nein, institutionelle Ausbildung Öffentliche Musikschule keine O O Bitte nennen Sie die Fach-, Studienrichtung Haben Sie einen formalen Abschluss (akademischer Grad, Diplom o.ä.) erworben? O ja, und zwar: O nein Privatschule, Privatunterricht Universität, Hochschule für Musik, Akademie, Konservatorium Sonstiges (bitte näher anführen O O O O ja, und zwar: O nein O ja, und zwar: O nein O ja, und zwar: O nein 12. Können Sie vom Blatt (prima vista) spielen? O ja, eher ja Wenn nein, eher nein O würde ich gern lernen O kein Interesse daran 13. Wie viele Stunden pro Woche investierten Sie während des letzten Jahres in folgende Tätigkeiten? Bei starken Schwankungen schätzen Sie bitte einen Durchschnittswert. Circa Stunden Musikalische Tätigkeiten Summe der Tätigkeiten, Arbeiten und Aktivitäten, die für Ihr künstlerisches Schaffen relevant und notwendig sind Summe Wochenstunden Kreativ-produktive Arbeit (z.b. konzipieren, produzieren, üben) Stunden Administrativ-organisatorische Arbeit (z.b. verwalten, abrechnen) Stunden

80 79 Musiknahe Tätigkeiten Tätigkeiten im inhaltlichen Umfeld von Musik, z.b. Lehrtätigkeit oder journalistische Tätigkeit im Musikbereich, Musikmanagement, Musiktherapie, o.ä. Musikferne Tätigkeiten (z.b. Arbeits-, Studien-, Schulzeit pro Woche) Stunden Stunden 14. Gibt es Personen in Ihrem persönlichen Umfeld, die in der Musikbranche berufstätig sind? O nein O ja, eine O ja, 2 5 O ja, 6 10 O ja, mehr als Wie gestaltet sich Ihr Kontakt zu anderen Musikern/ Musikerinnen? Täglich Oft manchmal selten nie gemeinsames Musizieren Gemeinsame Auftritte Equipment leihen Erfahrungsaustausch 16. Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zu anderen Musikern/ Musikerinnen? Sehr wichtig unwichtig aus anderem Genre aus gleichem Genre 17. Wie würden Sie Ihre derzeitige Position innerhalb Ihres musikalischen Bereichs einschätzen? Sind Sie O gut etabliert O eher etabliert O wenig etabliert O nicht etabliert O weiß nicht 18. Wie hoch (in Euro) schätzen Sie den Wert Ihres derzeitigen musikalischen Equipments (Instrumente, Verstärker, Zubehör) ungefähr? < über Wie hoch belaufen sich Ihre Ausgaben für folgende Bereiche ca. pro Jahr? Betrag Euro Bis Über in Besuche Musikveranstaltungen vontonträger musikalisches (Schallplatten, Equipment, Noten CD, digitale Formate)

81 Die Digitalisierung hat den Musikmarkt in den letzten 10 Jahren grundlegend verändert. In diesem Zusammenhang wird auch über die Frage des geistigen Eigentums an Musiktiteln debattiert. Sind Ihnen folgende Modelle zur Umgestaltung des Urheberrechts bekannt? Wie stehen Sie zu diesen Modellen? Bekannt, Bekannt, schätze ich schätze ich nicht Creative Commons Copyleft Digital Rights Management (DRM) Musikflatrate 21. Wie wichtig schätzen Sie die folgenden Faktoren für die Wertschätzung Ihrer eigenen musikalischen Tätigkeit ein? Sehr wichtig Eher wichtig Teils, teils Weniger wichtig Gar nicht wichtig Qualität der künstlerischen Arbeit Innovationskraft des künstlerischen Schaffens Aktive Öffentlichkeitsarbeit, Marketing Präsenz der musikalischen Tätigkeit im Internet Pflege von sozialen Netzwerken/ Kontakten Hohe Anzahl von Aufführungen Präsenz der musikalischen Tätigkeit in Radio und Fernsehen Betreuung durch eine Agentur, Musikmanager/in Internationale Präsenz Arbeitsmittelpunkt im urbanen Raum Sonstiges (bitte näher anführen) 22. Was zeichnet einen/ eine Künstler/in (nicht nur Musiker/in) aus? Abschluss einer künstlerischen Ausbildung Von der Kunst leben zu können Regelmäßig künstlerisch tätig zu sein Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gegenwart sich in der Kunst persönlich zu verwirklichen bzw. auszudrücken Neue Denk-, Seh- und Hörweisen zu initiieren Ja Eher ja Unentschiede n Eher nein nein

82 Was macht das Leben lebenswert? Was ist Ihnen besonders wichtig, was weniger? sehr wichtig o o o o o unwichtig Kinder zu haben viel Geld zu verdienen einen festen religiösen Glauben zu haben ein Vaterland zu haben Lektüre von Romanen Fernsehen politisches Engagement soziales Engagement Einbindung in Partnerbeziehung Arbeit Anerkennung durch Andere Abwechslung/ Unterhaltung zu haben Einkaufsbummel/ Shopping Kontakt mit fremden Kulturen zu haben gut zu essen, gut zu trinken eigenes Haus/ Eigentumswohnung Auto bewusste bzw. ausgewählte Kleidung Auslandsreisen Fachliteratur zu lesen sich mit Kunst auseinander zu setzen o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o II. Fragen zur instrumentalen Ausstattung 24. Welche Instrumente/ welches Equipment (auch digitales Instrumentarium, Effekte, Recordingzubehör, Mikrofone etc.) besitzen Sie zur Zeit? Bitte tragen Sie wenn möglich auch die Marken- und Modellbezeichnungen ein. Instrument/ Equipment Marke/ Modell 25. Welche Computer nutzen Sie für die/ den Apple PC weder noch Musikproduktion Persönlichen Gebrauch Beruflichen Bereich 26. Bitte bewerten Sie folgende Aussagen zur Verwendung elektrischer, elektronischer und digitaler Geräte in Ihrer Musik. Ich nutze keine derartigen Geräte O (weiter bei Frage 27) Trifft voll zu Digitale Geräte sind für den Sound meiner Musik unverzichtbar. Ich investiere stets in die neuesten technischen Entwicklungen, um möglichst immer auf dem aktuellsten technischen Stand zu sein. Digitale Geräte können wenn sie klassische Instrumente simulieren kein authentisches Gefühl beim Musizieren herstellen Ich bastele selber noch an der Technik herum, um sie zu modifizieren und Neues zu schaffen. Ich lege viel Wert auf die Marke und das Herstellungsland. Viel wichtiger als die technische Ausstattung sind die spielerischen Fähigkeiten. Laptop Performer/innen sind als Musiker/innen nicht wirklich ernst zu nehmen. trifft eher zu teils/t eils trifft eher nicht zu trifft nicht zu

83 82 III. Fragen zum gemeinsamen Musizieren 27. Sind Sie innerhalb einer Gruppe musikalisch aktiv? (Unter dem Begriff Gruppe verstehen wir sämtliche Formen des Musizierens, die mit mehr als einer Person durchgeführt werden wie Band, Chor, Ensemble, Orchester, Projekt, Duo, usw.) O nein (weiter bei Frage ) ja, in O einer Band O einem Ensemble O einem Orchester O einem Chor O einer Bigband O einem Elektronikprojekt O einer Percussiongruppe (Schlagwerk, Sambagruppe o.ä.) O einer Tanzkapelle O einem Musikzug / Trommler- und Pfeifferkorps O sonstiges: 28. In wie vielen Gruppen waren Sie in den letzten 3 Jahren musikalisch tätig und in wie vielen sind Sie momentan aktiv? In den letzten 3 Jahren >10 Momentan >3 29. Seit wann existiert die Gruppe, in der Sie hauptsächlich spielen? Jahr der Gründung: 30. Wie viele Mitglieder hat diese Gruppe? Anzahl angeben: 31. Welche Instrumente werden in dieser Gruppe verwendet? ( Mehrfachnennung möglich) Akkordeon Keyboard E-Bass Klavier E-Gitarre Orgel Blechblasinstrumente (Trompete, Plattenspieler/Mixer Posaune, Tuba, Horn) Percussion (Conga, Tamburin etc.) Cembalo Sampler Drummachine Schlagzeug/ Trommeln Effektgeräte Schlagwerk (Pauke, Becken) Traditionelle Instrumente (Didgeridoo, Sequencer Banjo, Alphorn, Balalaika, Sitar Djembe Software/ Computer etc.) Streichinstrumente (Geige, Bratsche, Gesang Cello, Kontrabass) Gitarre Synthesizer Holzblasinstrumente (Oboe, Fagott, Zupfinstrumente (Harfe, Zither, etc.) Saxophon, Klarinette, Flöte) Sonstiges: 32. Wie viel Zeit investieren Sie durchschnittlich pro Woche für das Musizieren in der Gruppe? Stunden angeben:

84 83 IV. Fragen zu Ihren Aktivitäten im kulturellen Bereich 33. Welche der folgenden Hamburger Kulturinstitutionen haben Sie in den letzten 12 Monaten als Gast besucht? Nicht besucht 1-3mal besucht häufiger besucht Hamburger Kunsthalle Deichtorhallen Kunstverein Hamburg Hamburger Staatsoper Deutsches Schauspielhaus Thalia Theater Kampnagel 34. Welche Medien benutzen Sie um Musik zu hören? Radio (häufigsten Sender angeben) Internetradio (häufigsten Namen angeben) CD ipod Sonstige MP3 Player/ Computer Internet (Streams/ Podcasts/Musikportale) Schallplatte Kassette Musik DVD Musikfernsehen Sonstiges: Sehr häufig (täglic h) häufig gelegen tlich selten nie 35. Bitte bewerten Sie die folgenden Aussagen zum Kauf von Instrumenten und Equipment: o ich kaufe keine Instrumente oder Equipment (weiter mit Frage.) Ich kaufe nie Instrumente/Equipment, welche/ welches ich nicht selbst ausgiebig getestet habe. Ich weiß genau, welches Equipment mir noch fehlt und kaufe sehr gezielt ein Trifft voll zu Trifft eher zu teils/teil s Trifft eher nicht zu Trifft nicht zu Wenn ich in einen Musikladen gehe, komme ich meistens mit ganz anderen Dingen heraus als ursprünglich geplant. Ich gehe nur in Fachgeschäfte, in denen ich auch gebrauchte Instrumente/ Equipment bekomme

85 Welche drei Hamburger Aufführungsorte für Musik und Musikclubs haben Sie in den letzten 2 Jahren als Gast am häufigsten besucht? o kein Besuch Nennen Sie drei Konzerte, die Sie in den letzten 12 Monaten in Hamburg oder anderswo als Zuhörer/in besucht haben. Versuchen Sie die Konzerte, die Ihnen am besten gefallen haben, in ein Ranking zu bringen. O kein Konzertbesuch V. Fragen zu Ihrem Musikgeschmack 38. Die Musik des 20. Jahrhunderts ist sehr unterschiedliche Wege gegangen. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind nur wenige Musiker/innen, Ensembles, Orchester und Bands allgemein bekannt. Wir haben mehrere Namen von Musiker/innen des 20. Jahrhunderts zusammengestellt und würden gerne wissen, a) ob einige dieser Musiker/innen Ihnen bekannt sind, b) ob Sie die Musiker/innen, die Sie kennen, schätzen oder weniger schätzen. bekannt schätze sie/ihn eher eher nicht Advanced Chemistry Alexander Skrjabin Ali Farka Touré Arnold Schönberg B.B. King Bernd Alois Zimmermann Billie Holiday Black Sabbath Blake Baxter Blind Guardian Carl Orff Charlie Parker Chet Baker Cream Curtis Mayfield Cybotron DJ Kool Herc Eddi Cochran Edgar Varèse Einstürzende Neubauten Etta James Ferruccio Busoni Grandmaster Flash György Ligeti Hanns Eisler Herbie Hancock

86 85 Holger Czukay Jean Sibelius John Cage John Cale Johnny Cash Joy Division King Tubby Luigi Nono Miles Davis Nirvana Olivier Messiaen Ornette Coleman Ottorino Respighi Peter Tosh Pierre Schaeffer Pink Floyd Robert Johnson Talking Heads The Clash The Mothers of Invention The Residents William Grant Still 39. Die gegenwärtige Musiklandschaft ist in seiner stilistischen Vielfalt kaum zu überblicken. In der folgenden Namensliste finden Sie Musiker/innen, Komponisten/innen, Bands, Ensembles aus verschiedensten Bereichen, von denen wir gern wissen möchten, a) ob Ihnen einige dieser Musiker/innen bekannt sind, b) ob Sie die Musiker/innen, die Sie kennen, schätzen oder weniger schätzen bekannt schätze sie/ihn eher eher nicht Anthrax Aphex Twin Arto Lindsay Arvo Pärt Beenie Man Cassandra Wilson Daft Punk David Murray Death Cab for Cutie Eminem Erykah Badu Four Tet Hans Werner Henze I-Fire Jimi Tenor Lambchop Le Tigre Lil Wayne Linkin Park Manu Chao Marilyn Crispell Mark Medlock Merzbow Nils Landgren Oasis P.J. Harvey Papoose Patrice Pearl Jam Pierre Boulez Placebo Prince Radiohead Sage Francis

87 86 Sido Sigur Rós Sonic Youth Steve Reich Terry Riley The Busters The Notwist The Streets Tiefschwarz Till Brönner Wir sind Helden Wolfgang Michael Rihm Youssou N`Dour VI. Fragen zu Ihrem Proberaum 40. Musizieren und üben Sie ausschließlich in Privaträumen? O Ja O Nein 41. Nutzen Sie zum Musizieren und Üben einen Proberaum außerhalb Ihrer Privaträume? O Nein, weiter mit Frage O wenn ja, wo befindet sich der Raum? (Mehrfachnennungen möglich) Ich nutze. eine Garage, Schuppen oder Keller. einen Proberaum in ehemals gewerblich genutztem Gebäudekomplex einen Bunkerraum einen Raum einer Bildungsinstitution (Schule/ Universität) einen Raum in der Musikschule eine Probebühne einen Raum in einem soziokulturellen Zentrum/ Jugendzentrum einen Gemeinderaum, Kirche sonstiges: Die weiteren Fragen beziehen sich auf den Raum, der am häufigsten von Ihnen genutzt wird. 42. Wie groß ist Ihr Proberaum? Ca. m2 43. Wie hoch ist die monatlich Miete einschließlich Nebenkosten für den Raum insgesamt? Angabe in : Mietfrei Empfinden Sie die Miete.. O zu hoch? O dem Raum angemessen? O zu niedrig? 44. Wie viele Parteien teilen sich den Raum? Anzahl: nicht bekannt

88 Wie oft nutzen Sie den Raum durchschnittlich pro Woche? Probenanzahl pro Woche angeben: Insgesamt durchschnittlich Stunden pro Woche. 46. Welche Ausstattung besitzt der Raum und wie beurteilen Sie den Zustand im Einzelnen? nicht vorhanden / sehr gut o o o o o mangelhaft Akustik Größe Heizung Lagerplatz für Instrumente/Equipment Lüftung Sanitäre Einrichtungen Schalldämmung Sicherheitsvorkehrungen gegen Einbruch/Diebstahl Technische Grundausstattung des Raumes PA-Anlage Klavier/ Flügel Drumset Verstärker Recordingequipment Verkehrsanbindung/ Erreichbarkeit Versicherung für Instrumente/Equipment Gibt es festgelegte Nutzungzeiten? O Ja O Nein Kann der Raum auch an Wochenenden und Feiertagen genutzt werden? O Ja O Nein Muss eine Nachtruhe eingehalten werden? O Ja, ab Uhr O Nein 47. Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Ausstattungsmerkmale eines Proberaums? sehr wichtig o o o o o unwichtig ausreichend Parkplätze günstige Verkehrsanbindung (Nähe U/S-Bahn, Bus) Heizung Lüftungsanlage Akustik Höhe des Mietpreises Sanitäre Einrichtungen Sitzgelegenheiten (Sofas, Sessel o.ä.) Tageslicht uneingeschränkte Nutzungszeiten Nutzung des Raums in der Nacht Nutzung des Raums an Wochenenden/ Sonntagen Vorhandensein einer P.A. Vorhandensein von Recordingequipment Vorhandensein von Verstärkern und Zubehör (Kabel, Notenständer, etc) sonstiges

89 Bitte geben Sie an, inwiefern die folgenden Aussagen auf Ihre Probegewohnheiten oder Probeumstände zutreffen Die interne Organisation ist nicht immer einfach. Probetermine finden meist unregelmäßig und kurzfristig statt. Ich habe Probetermine, die regelmäßig eingehalten werden. Für die Proben fallen oft Vorbereitungen (Noten ausdrucken und Verteilen, Equipmentaufbau, o.ä.) an. Der Raum, in dem die Proben stattfinden, muss vor jeder Probe vorbereitet (Equipment-, Notenständer-, Tonanlagenaufbau, etc.) werden. Im Proberaum treffe ich mich oft außerhalb der eigenen Probezeiten mit anderen Musikern. Trifft voll zu Trifft eher zu Teils teil Trifft eher nicht zu Trifft nicht zu Weiß nicht 49. Würden Sie in einem Proberaumkomplex Instrumente und Equipment einlagern, wenn es dazu eine Möglichkeit gäbe? (Mehrfachnennung möglich) ja, erleichtert mir An- und Abreise. ja, wenn es sicher ist. ja, aber nur wenn meine Sachen dort versichert sind. ja, aber nur wenn es nichts kostet. nein, ist mir generell zu unsicher. nein, ich benötige mein Equipment auch zu Hause weiß nicht 50. Würden Sie einen Proberaum auch stundenweise mieten? (Mehrfachnennungen möglich) ja, aber nur wenn der Raum qualitativ besser als mein jetziger Raum ist. ja, wenn der Raum nicht teurer als mein jetziger Raum ist. ja, aber nur wenn ich auch Instrumente/ Equipment sicher einlagern kann nein weiß nicht 51. Bitte bewerten Sie die folgenden Aussagen zur Proberaumsituation. Der Proberaum muss ausschließlich funktional sein bezüglich Akustik, Ausstattung und Größe. Ein Proberaum ist für mich wie ein zweites Wohnzimmer. Ein Proberaum sollte nur von einer Gruppe/ einem/r Musiker/in genutzt werden. Während meiner Probezeit möchte ich unter keinen Umständen gestört werden. Ein generelles Alkohol-, Rauch- und Drogenverbot im Proberaum ist für mich inakzeptabel. Ja Eher ja Unentschiede n Eher nein nein 52. Wie wichtig wären Ihnen folgende Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Proberaum? Nennen Sie bitte fünf Dienstleistungen, die Ihnen am wichtigsten sind.(5 Nennungen möglich) Ansprechpartner & Hilfen für Grafik/ Promotion/ Recht etc. Aufnahmemöglichkeit direkt im Proberaum/ Liveaufnahme Auftrittsmöglichkeit Ausleihmöglichkeit von Technik (PA, Lichtanlage, ) Ausleihmöglichkeit von Instrumenten & Zubehör

90 89 Bar/ Kneipe Einlagerungsmöglichkeit für Instrumente & Zubehör Gemeinschaftsräume/Entspannungsbereich Imbiss/Restaurant Musikgeschäft Tonstudio Musikunterricht Workshopangebote (z.b. Recht, Recording, Vermarktung) Sonstiges: 53. In Amsterdam wurde Ende Mai ein neuartiges Proberaumzentrum ( Musyq ) eröffnet. Musiker/innen aus allen Bereichen sollen dort optimale Probebedingungen vorfinden. Zusätzlich sind einige der in Frage 52 beschriebenen Angebote realisiert. Wie bewerten Sie die Idee, auch in Hamburg ein solches Zentrum zu bauen? Ein solches Zentrum. würde ich nutzen. würde ich nutzen, wenn es nicht teurer als mein bisheriger Proberaum wäre. würde ich nutzen, wenn ich dort alles vorfinde, was für meine Proben wichtig ist. würde ich vielleicht nutzen. würde ich nicht nutzen. sonstiges VII. Fragen zu Ihren Auftritten 54. Wie viele öffentliche Konzerte spielen Sie im Jahr? Anzahl: 55. In welchem Rahmen finden Ihre Auftritte statt? O Hamburg O Norddeutschland (Umkreis ca. 250km von Hamburg) O bundesweit O international 56. Wie viel Gage in Euro erhalten Sie persönlich durchschnittlich pro Auftritt? durchschnittliche Gage in EURO: 57. Durch wen werden Ihre Konzerttermine organisiert? (Mehrfachnennungen möglich) O durch mich selbst O durch andere Musiker/innen, mit denen ich zusammen musiziere O durch einen Agent/ eine Agentin oder eine Agentur O durch einen Manager/ eine Managerin O durch ein Label O durch einen Verlag O durch Freunde/ Bekannte/ Verwandte O durch eine Musikerinitiative, und zwar: O durch sonstiges: 58. Wie wichtig sind Ihnen bei eigenen Auftritten sehr wichtig Akustik des Raumes Atmosphäre Bühnenshow Choreographie besondere Kleidung Beleuchtung Effekte (Video, Pyrotechnik etc.) räumliche Nähe zum Publikum sonstiges: unwichtig

91 90 VIII. Fragen zu Aktivitäten außerhalb des Musizierens 59. Haben Sie einen Verlagsvertrag bzw. einen Plattenvertrag/ Vertrieb für Ihre Musik? weder noch ja, einen Verlagsvertrag ja, bei einem Independent Label ohne Vertriebspartner ja, bei einem Independent Label mit Vertriebspartner ja, bei einem Major Label sonstiges: 60. In welcher Form nutzen Sie das Internet im Rahmen ihrer musikalischen Tätigkeit? (Mehrfachnennungen möglich) nutze ich nicht. Präsentation durch eigene Website Präsentation über Netzwerke wie Myspace, LastFM o.ä. als Vertriebsweg für meine Musik zur Auftrittsvermittlung zum Kontakt mit Initiativen/ Netzwerken zum Kontakt mit anderen Musiker/innen sonstiges: 61. Lesen Sie Musikzeitschriften bzw. Zeitschriften mit Musikbezug? O Ich lese keine Musikzeitschriften O ja, ich lese Sind Sie bei der Künstlersozialkasse (KSK) versichert? O ja O wenn nein, wie sind Sie krankenversichert: O gesetzlich O privat O nicht versichert 63. Sind Sie Mitglied einer Verwertungsgesellschaft für Ihre Urheber/ Leistungsschutzrechte? (Mehrfachnennungen möglich) O nein O GEMA O GVL O VG Wort O Sonstige: IX. Fragen zur Förderung Ihrer Musik 64. Wurden Sie im Rahmen von Musikwettbewerben als Preisträger/in nominiert? O nein wenn ja, bitte angeben:

92 Kennen Sie/ sind Sie Mitglied eines Vereins, Landesverbands oder einer anderen Musikinitiative? Kenne ich/ Kenne ich/ kenne ich nicht bin Mitglied bin kein Mitglied DRMV (Deutscher Rock-/Popmusikerverband) DTKV (Deutscher TonkünstlerVerband) Jazzhaus Landesmusikrat Rockcity Rockbüro VamH (Verband für aktuelle Musik Hamburg) VDKC (Verband deutscher Konzertchöre) sonstige: X. Fragen zum Musikstandort Barmbek-Süd Kartographische Information: 66. Zu welchen Gelegenheiten halten Sie sich in Barmbek-Süd auf? (Mehrfachnennungen möglich) Ich halte mich nie in Barmbek-Süd auf. zum Arbeiten. zur Schule/Ausbildung zum Einkaufen zur Freizeitbeschäftigung allgemein um Freunde/ Bekannte zu besuchen um kulturelle Einrichtungen zu besuchen zum Musizieren zum Studieren Sonstiges: 67. Wie würden Sie den Stadtteil Barmbek-Süd spontan charakterisieren? Ruhig laut Langweilig unterhaltsam Alt jung Spießig flippig Sicher gefährlich Teuer günstig gemütlich unbehaglich Altmodisch modern Zugebaut grün Zentral Außerhalb Kreativ uninspiriert 68. Bitte bewerten Sie die folgenden Aussagen zum Stadtteil Barmbek-Süd Barmbek-Süd ist ein für Musiker/innen interessantes Viertel. Barmbek-Süd ist langweilig ja Eher ja Eher nein nein Weiß nicht Hätte ich die Wahl, würde ich nicht nach Barmbek- Süd ziehen. Barmbek-Süd ist für mich ausschließlich wegen der günstigen Mieten interessant. Barmbek-Süd wird sich in den nächsten Jahren zu einem der angesagtesten Vierteln in Hamburg entwickeln.

93 Welche der folgenden kulturellen Einrichtungen und Angebote in Barmbek-Süd kennen und nutzen Sie? (Mehrfachnennungen möglich) kenne ich/nutze ich kenne ich/nutze ich nicht kenne ich nicht Alabama Kino Djembé Trommelschule English Theatre Ernst Deutsch Theater Freundlich und Kompetent Geschichtswerkstatt Kampnagel Kulturbühne Bugenhagen Kulturhaus Dehnhaide Museum der Arbeit Theater an der Marschnerstraße Trockendock UCI Kino Zinnschmelze Akademie Deutsche Pop HfBK (Hochschule für Bildende Künste) YoP Year of Performance Sonstiges: XI. Fragen zum Musikstandort Hamburg 70. Wie empfinden Sie das Musikleben in Hamburg? Positiv negativ zeitgemäß überholt flippig spießig außeralltäglich gewöhnlich langweilig unterhaltsam international regional einseitig vielseitig subkulturell mainstream kooperativ konkurrent dynamisch stagnierend bedeutend unbedeutend 71. Hindert Sie in Hamburg etwas daran, sich musikalisch zu entfalten? (Mehrfachnennungen möglich) nein mangelnder Austausch zwischen den Musikern/ Musikerinnen uninspirierendes Umfeld Mangel an Proberäumen zu große Konkurrenz um Plattenverträge zu große Konkurrenz um Auftrittsmöglichkeiten Mangel an festen Engagements zu große Konkurrenz unter den Musikern/ Musikerinnen sonstiges: 72. Welche 3 Städte (auch international) bieten für Sie als Musiker/in die besten Entfaltungsmöglichkeiten? Versuchen Sie, die Städte in ein Ranking zu bringen Wie bewerten Sie folgende Aussagen über Hamburg als Musikstadt? Ja Eher ja Eher nein nein Weiß nicht Hamburg ist die wichtigste Musikstadt Deutschlands. Hamburg war noch nie der wichtigste Musikstandort in Deutschland. Hamburg tut zu wenig im Bereich Musikförderung. Hamburg bietet eine lebendige Konzertlandschaft mit einzigartigem Angebot. Durch den Bau der neuen Elbphilharmonie wird Hamburg zukünftig in der 1. Liga der Musikstädte weltweit vertreten sein Die Hamburger Musiker/innen profitieren vom Bau der Elbphilharmonie

94 93 XII. Fragen zu Ihren demografischen Daten 74. Alter: Jahre 75. Geschlecht: weiblich männlich 76. Wohnort: Stadtteil: PLZ: 77. Familienstand: ledig verheiratet Lebensgemeinschaft geschieden verwitwet Kinder (bis 18 Jahre), Anzahl: 78. Ich bin zur Zeit (Bitte Zutreffendes ankreuzen und ausfüllen) Schüler/in: Hauptschule Realschule Gymnasium Gesamtschule Sonstige: Zivildienstleistender FSJler/in Wehrdienstleistende/r Auszubildende/r zur/m Branche: Student/in: Studienrichtung: Hochschule, Universität: berufstätig erwerbslos 79. Welche schulische und/ oder berufliche Ausbildung haben Sie, Ihr/e (Ehe-)Partner/in bzw. Ihre Eltern abgeschlossen? Sie selbst Vater Mutter (Ehe-)Partner/in Hauptschulabschluss Mittlere Reife Fachhochschulreife Abitur Hochschulabschluss Studienrichtungen: Berufliche Ausbildung Beruf, Branche Keine 80. Welche beruflichen Tätigkeiten üben Sie zurzeit aus? (Bitte genau angeben, also z. B. Lehrer/in für Deutsch und Musik )

95 Persönliches Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Falls kein eigenes Einkommen, weiter mit Frage 82 Wie hoch war im letzten Kalenderjahr a) Ihr persönliches Jahreseinkommen (netto) aus Erwerbstätigkeit insgesamt? b) Ihr persönliches Jahreseinkommen (netto) ausschließlich aus musikalischer Tätigkeit? Nettoeinkommen = Einkommen aus Erwerbstätigkeit (inklusive Preise, Stipendien, Prämien, Tantiemen) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen a) persönliches Jahreseinkommen (netto) insgesamt b) persönliches Jahreseinkommen (netto) aus musikalischer Tätigkeit Kein eigenes Einkommen O Kein eigenes Einkommen O EURO O EUR O EURO O EURO O EURO O EURO O EURO O EURO O EURO O EURO O zu EURO O EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O bis EURO O EURO und mehr O EURO und mehr O 82. Wenn Sie kein eigenes Einkommen haben, wie viel Geld steht Ihnen monatlich zur Verfügung (z.b. durch Ausbildungsförderung, Taschengeld o.ä.)? < > Wie sehen Sie Ihre Zukunft als Musiker/in in Hamburg? Ich werde Hamburg möglichst bald verlassen. Ich kann mir einen Verbleib in Hamburg nur unter der Bedingung vorstellen, dass sich meine Proberaumssituation verbessert. Hamburg bietet mir alles, was ich für meine musikalische Tätigkeit brauche. Egal was kommt, ich werde mich in Hamburg schon durchschlagen. Der Wohnort ist für meine musikalische Tätigkeit völlig unerheblich. Ich sehe meine musikalische Zukunft in Berlin. Trifft voll zu Trifft eher zu Teils teil Trifft eher nicht zu Trifft nicht zu Weiß nicht

96 Musikalisches Material Aus musikwissenschaftlicher Perspektive wäre es für unsere Studie von großem Gewinn, Hörproben der befragten Musiker/innen in die Forschung mit einzubeziehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie uns diese Möglichkeit bieten und unter dem folgenden Link eine Hörprobe ihrer Musik zur Verfügung stellen. Selbstverständlich werden wir ihre Musik ausschließlich für interne musikwissenschaftliche Forschung verwenden. O Ja, Link: O nein 85. Raum für Anmerkungen Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Mitarbeit!! An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, an der Verlosung der 3 Gutscheine bei. im Wert von je 100 Euro teilzunehmen. Bitte geben Sie dazu Ihre adresse an. Die Adresse wird getrennt vom Fragebogen übermittelt und nur zur Auslosung der Gewinner/innen benutzt. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt.

97 96 8 Impressum Studie Wer macht in Hamburg Musik? vorgelegt von: Creative Quartiere und Marketing GmbH Budapester Straße Hamburg Fon: Fax: im Auftrag von: Bezirksamt Hamburg-Nord Bezirksamt Hamburg-Nord Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung Technisches Rathaus Hamburg-Nord Kümmellstraße Hamburg EuroMuzyQ Atlantisplein NL-Amsterdam Projektleitung: Uwe Doll, Geschäftsführender Gesellschafter Creative Quartiere und Marketing GmbH Frank Lemloh, Geschäftsführender Gesellschafter Creative Quartiere und Marketing GmbH Operative Leitung und Autor: Robin Kuchar, M.A. Angewandte Kulturwissenschaften Wissenschaftliche Begleitung: Abteilung Soziologie der Künste und Kultur, Kultur in der Stadt des Instituts für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste der Leuphana Universität Lüneburg Seminarleitung des Projektseminars: Prof. Dr. Volker Kirchberg (Theoriepropädeutikum) Dr. Christoph Behnke (Projektseminar) Projektmitarbeiter/innen: MA Saskia Kunz (Creative Quartiere und Marketing GmbH) Jan Sieber (Wissenschaftliche Hilfskraft und Tutor an der Leuphana Universität) Alle teilnehmenden Studierenden am begleitenden Projektseminar an der Leuphana Universität Erstellungszeitraum:

98 97 Wir danken für die freundliche Unterstützung: Leuphana Universität Lüneburg, Abteilung Kulturforschung: Soziologie der Künste und Kultur, Kultur in der Stadt des Instituts für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste, namentlich Prof. Dr. Volker Kirchberg und Dr.Christoph Behnke Allen Studierenden aus dem Projektseminars Hamburger Musikleben an der Leuphana Universität Lüneburg im Sommersemester 2009 Justmusic für die gestifteten Gutscheine der Verlosung im Rahmen der Onlinestudie Sowie ganz besonders allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Onlinebefragung und Interviewpartnern.

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