Pathologisches Kaufen eine Suchterkrankung? Astrid Müller Klinik für Psychosomatik & Psychotherapie

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1 Pathologisches Kaufen eine Suchterkrankung? Astrid Müller Klinik für Psychosomatik & Psychotherapie

2 Welche Variablen spielen eine Rolle?

3 Psychische Komorbidität (n=171) Lebenszeitprävalenz Fast 90% hatten mindestens noch eine andere frühere oder aktuelle psychische Störung, zumeist Depression (74%) oder Angststörung (57%) Derzeitige Prävalenz 50% hatten mindestens noch eine weitere aktuelle psychische Störung, meistens eine Angststörung (40%) Müller, Mitchell, Black et al., Psychiatry Research 2010;178:

4 Zwanghaftes Horten 2 / 3 der Patienten mit PK horten die Dinge zwanghaft 1,2 ZH war negativer Prädiktor für Therapieerfolg bei KVT für PK 3 1 Müller et al., Behav Res Ther 2007; 2 Frost et al., J Anxiety Disord 2009; 3 Müller et al., J Clin Psychiatry 2008

5 Alter ( ) und materielle Werteorientierung ( ) als Prädiktoren für PK ALTER Pathologisches Kaufen Materielle Einstellungen Dittmar, Br J Psychol 2005

6 Materielle Werteorientierung ( ), Selbstkontrolle ( ) und Impulsivität ( ) als Prädiktoren für PK bei Studentinnen Impulsivität Willentliche Kontrolle Pathologisches Kaufen Materielle Einstellungen n=286 Studentinnen Müller, Claes et al., Pers Individ Dif 2011

7 Impulsivität ( ) als Prädiktor für PK bei Patientinnen Impulsivität Willentliche Kontrolle Pathologisches Kaufen Materielle Einstellungen N=55 Patientinnen

8 A Neurological Study of Compulsive Buying Behaviour Kaufsüchtige zeigen ein verstärktes Wollen des Produkts Kaufsüchtige zeigen ein geringeres Verlustempfinden für Geld Raab, Elger, Neuner, & Weber, J Consum Policy 2011; 34:

9 Kaufen zur Emotionsregulation? VORHER WÄHREND NACHHER Spannung Erregung Unruhe Vergnügen Befriedigung Entspannung Reue Schuldgefühle Selbstvorwürfe

10 Positive and Negative Affect Scale (PANAS; Watson et al., 1988)

11 Daily Stress Inventory (DSI; Brantley & Jones, 1989)

12 Within-day analyses: negative affect PANAS_NEG 18 17, , , , Hours relative to CB episode Müller, Mitchell, Crosby, Cao, Claes & de Zwaan (under review)

13 Negative Verstärkung PANAS_NEG 18 17, , , , Hours relative to CB episode Escape von internalen neg. Stimuli Aufmerksamkeitsshift auf externale Stimuli Selbstregulationskapazität Kaufattacke Kein Wiederanstieg neg. Emotionen

14 Within-day analyses: positive affect PANAS_POS Hours relative to CB episode Müller, Mitchell, Crosby, Cao, Claes & de Zwaan (under review)

15 PANAS_POS Hours relative to CB episode PK weniger belohnungssuchend als erwartet? Kaufsüchtige bevorzugen Aktivitäten, die pos. Arousal auslösen low-arousal affect states wie z.b. relieved wurden mglw. eher negativ als positiv interpretiert PANAS-Items entsprechen nicht den für Kaufsüchtige typischen pos. Emotionen (z.b., excited, fevered, thrilled )

16 Inner satisfaction from the good price deal? Kaufsüchtige Konsumentinnen kennen sich besser mit Preisen aus sind markenbewusster (Prestige) kaufen eher on sale Kukar-Kinney et al., EMAC 40 th Conference, 2011

17 Pathologisches Kaufen - Kaufsucht - Compulsive Buying Impulsive Buying

18 Welche Variablen spielen (nachweislich) eine Rolle? Persönlichkeit Alter Geschlecht impulsiv zwanghaft antisozial Pathologisches Kaufen Psychische Komorbidität Depression Angst zwanghaftes Horten Umwelt Bezahlmodi Warenangebot Warenverfügbarkeit Werbung Konsumorientierung Materielle Einstellungen Preisorientierung Markenorientierung Geldmanagement

19 PK als Zwangsstörung Compulsive Buying Intrusive, unkontrollierbare Gedanken ans Einkaufen Abzugrenzen von repetitiven Zwangsritualen zwangsgedanken (PK nicht Ich-dyston)

20 PK als nicht stoffgebundene Sucht Craving Kontrollverlust Beibehaltung des VH trotz negativer Konsequenzen 1-5 Abgrenzung: Rauscherleben Entzugserscheinungen vs. Auslösesymptomatik Keine organischen und zentralnervösen Veränderungen Belohnungssuchendes VH??? 1 Marcks, Br J Addict 1990, 2 Potenza, Addiction 2006; 3 Grüsser et al., Nervenarzt 2007; 4 Brewer & Potenza, Biochem Pharmacol 2008; 5 Croissant, Psychiatr Prax 2009

21 PK als Impulskontrollstörung Spannungsbogen Unangemessenheit der Verhaltensmuster Starker Handlungsdrang, Impulsdurchbrüche Fehlen einer vernünftigen Handlungsmotivation Unfähigkeit zur Unterdrückung oder zum adäquaten Umgang mit den Impulsen Verhalten trotz schädlicher Konsequenzen Du Toit et al., Compr Psychiatry 2001; Dell Osso et al., Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci, 2006; Black, Dialogues Clin Neurosci. 2010

22 Disruptive, Impulse Control, and Conduct Disorders - Oppositional Defiant Disorders - Pyromania - Kleptomania - Intermittent Explosive Disorder - Other Specified Disruptive or Impulse Control Disorder - Unspecified Disruptive or Impulse Control Disorder - Conduct Disorder - Dyssocial Personality Disorder ( )

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