WAS BESTIMMT DIE ERTRÄGE DER EMERGING MARKETS?

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1 Thomas Krämer Investment Product Specialist MFS Investment Management WAS BESTIMMT DIE ERTRÄGE DER EMERGING MARKETS? September 2013 MFS Institutional Advisors, Inc. Die hier dargestellten Meinungen sind die des Vortragenden und können sich jederzeit ändern. Sie dürfen weder als Anlageberatung oder Wertpapierempfehlung noch als Hinweis darauf verstanden werden, dass MFS für ein anderes Produkt eine bestimmte Transaktion plant

2 INHALT Chancen und Trends Sektorperspektiven Gesamtwirtschaftliche Risiken Fallstudien Ein brasilianischer Schuhhändler Ein malaysischer Gummihandschuhhersteller Ein türkischer Automobilhersteller und -zulieferer 1

3 ÜBERBLICK EINZELWERTAUSWAHL Die Streuung der Erträge in den Emerging Markets spricht für Chancen durch eine geschickte Einzelwertauswahl, insbesondere für langfristige Investoren. Die Länderzugehörigkeit verliert an Bedeutung. Die Sektorentwicklung und die relative Bewertung müssen berücksichtigt werden. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Aufsichtsrechtliche und politische Risiken Währungsrisiko (u.a. Fremdwährungsreserven, Leistungsbilanzsaldo, Schuldenstandsquote) Corporate Governance Liquidität und umlaufendes Volumen Internationale Branchentrends dürfen nicht vernachlässigt werden. Ziel ist, erfolgreiche und gut geführte Unternehmen zu finden, die angemessen bewertet sind. Alpha durch Einzelwertauswahl unter Berücksichtigung gesamtwirtschaftlicher Risikofaktoren 2

4 CHANCEN DURCH EINZELWERTAUSWAHL Differenz zwischen dem 10. und dem 90. Performanceperzentil S&P 500 MSCI EAFE MSCI EM (%) Größere Mehrwertchancen durch Einzelwertauswahl an den Emerging Markets Quellen: FactSet und SPAR. Stand 31. Dezember

5 CHANCEN DURCH EINZELWERTAUSWAHL Streuung der Gesamterträge des MSCI EM um ihren Mittelwert ( ) 150 Streuung des Mehrertrags um den Mittelwert (%) Tag 1D 1 Woche 1W 1 1M Monat 3 3M Monat 6 6M Monate 11Y Jahr 2 Jahre 2Y 3 Jahre 3Y 4 Jahre 4Y 5 Jahre 5Y Mehr Chancen durch eine langfristige Perspektive Quellen: FactSet und MFS Research. Daten vom 13. Dezember 2007 bis zum 31. Dezember

6 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE TRENDS Länder- und Branchenfaktoren in den Emerging Markets Standardabweichung (%) EM Länderfaktoren country factor EM Branchenfaktoren industry factor Abnehmende Bedeutung der Länderzugehörigkeit Quellen: MSCI Barra und MFS Research. Stand 30. Juni

7 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE TRENDS Emerging Markets und Industrieländer: Länderfaktor im Vergleich Standardabweichung (%) DM Länderfaktor country factor Industrieländer EM Länderfaktor country factor Emerging Markets Annäherung an den Länderfaktor der Industrieländer Quellen: MSCI Barra und MFS Research. Stand 30. Juni

8 SEKTORPERSPEKTIVEN Relative Gewichtungen des MSCI Emerging Markets ggü. dem MSCI World -10% Gesundheitswesen Health care Underweights Untergewichtung -4% Consumer cyclicals Zyklische Konsumgüter -15% -10% -5% 0% Telecom Telekommunikation 4% Overweights Übergewichtung Financial services Finanzen 6% 0% 2% 4% 6% 8% Mit einer naiven Allokation profitiert man möglicherweise nicht vom Wachstum Quelle: FactSet. Stand 28. Juni

9 SEKTORPERSPEKTIVEN KGV auf Basis der für die kommenden 12 Monate erwarteten Gewinne, MSCI EM relativ zum MSCI World 1,6 1,4 1,2 Consumer Konsumverbrauchsgüter staples Industrials Industrie 1,0 0,8 0,6 0,4 0, Die interessanteren Sektoren sind nicht mehr so günstig bewertet Quellen: FactSet und Kepler Cheuvreux. Stand 15. Juli

10 SEKTORPERSPEKTIVEN KGV auf Basis der für die kommenden 12 Monate erwarteten Gewinne, MSCI EM relativ zum MSCI World 2,0 1,8 1,6 1,4 Health Gesundheit care Financials Finanzen Consumer Konsumgebrauchsgüter discretionary 1,2 1,0 0,8 0,6 0,4 0, Wichtig sind die relativen Sektorbewertungen Quellen: FactSet und Kepler Cheuvreux. Stand 15. Juli

11 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken dürfen nicht ignoriert werden Politische Stabilität Politik, Legitimität und Popularität der Regierung Demographie- und Sozialindikatoren Stabilität staatlicher Institutionen Weltpolitische Faktoren Innen- und außenpolitische Stabilität Langfristige Solvenz Staats- und Auslandsverschuldung Fiskalpolitik Unabhängigkeit der Notenbank und Geldpolitik Entwicklung des Außenhandels und der Auslandsinvestitionen Diversifikation und Struktur der Wirtschaft Internationale Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumspotenzial Kurzfristige Liquidität Fremdwährungsreserven Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten Kreditbedarf Leistungsbilanzsaldo Gesamtwirtschaftliche Faktoren mit direkten und indirekten Auswirkungen auf die Erträge Beispiel: Währungsentwicklung 10

12 FALLSTUDIE: EIN BRASILIANISCHER SCHUHHÄNDLER Die Bedeutung einer internationalen Branchenperspektive Nahrungs- und Genussmitteln Elektrotechnik und Möbeln Schuhen und Bekleidung Konsumelastizität der Nachfrage nach 1,0 1,7 3,3 5,4 1,0 1,9 4,4 10,1 1,0 Klassen 2,3 Klasse 5,4 Klasse 12,6 D/E C B Medikamenten 1,0 1,9 4,3 9,3 Klasse A Höchstes Wachstumspotenzial Hygieneartikeln 1,0 2,3 5,3 11,2 Geringes Einkommen Hohes Einkommen Chancen durch eine wachsende Mittelschicht Anteil der Einkommensklassen A, B und C dürfte von 45% im Jahr 2003 auf 72% im Jahr 2014 steigen. Der einzige brasilianische Schuh-Einzelhändler Beurteilung der Chancen unter Berücksichtigung der internationalen Sektorperspektiven Quelle: Geschäftsbericht April Klassen A, B: Monatseinkommen von mehr als Real; Klasse C: Monatseinkommen zwischen Real und Real; Klasse D: Monatseinkommen zwischen 768 Real und Real; Klasse E: Monatseinkommen unter 768 Real. 11

13 FALLSTUDIE: EIN MALAYSISCHER GUMMIHANDSCHUHHERSTELLER Lokale und internationale Nachfrage sind gleichermaßen wichtig Geschätzte Weltnachfrage nach Gummihandschuhen 180 Nachfrage nach Regionen 160 Milliarden Gummihandschuhe Durchschnittlich 8 bis 10% Wachstum p.a. Sonstige 32% USA 32,3% EU 35,7% % der Weltbevölkerung 11% der Weltbevölkerung Alterung der Bevölkerung Immer mehr Gesundheitsvorschriften, höhere Standards Basisartikel im Gesundheitswesen Wachsendes Hygienebewusstsein, insbesondere in den Emerging Markets Kenntnis der Gesundheitstrends in Industrieländern und Emerging Markets Quelle: Geschäftsbericht, 1. Juli Nachfragedaten bis 2013 (geschätzt). Nutzungsdaten von Abbildung des Gummihandschuhs von gokimco.com. 12

14 FALLSTUDIE: EIN TÜRKISCHER AUTOMOBILHERSTELLER UND -ZULIEFERER Sektor- und länderübergreifende Analyse der Wertschöpfungskette Dominante Position am Heimatmarkt Zielländer der Exporte nach Regionen (produzierte Einheiten) Großbritannien 26% Nordamerika 21% zugleich stark exportorientiert West- Europa 9% Sonstige 29% Deutschland 15% Als Investor muss man Zulieferer, Distributoren und die Lage in den Industrieländern kennen Quelle: Geschäftsbericht. Die Exportzahlen beziehen sich auf die produzierten Einheiten. Der gesamte Exporterlös betrug 3,2 Mrd. US-Dollar. Stand 31. Dezember

15 ZUSAMMENFASSUNG Die Streuung der Erträge an den Emerging Markets spricht für Chancen durch eine kluge Einzelwertauswahl, insbesondere für langfristige Investoren Die Länderzugehörigkeit verliert an Bedeutung Wichtig sind Sektorenentwicklung und relative Bewertung Um die Risiken zu steuern und Ideen zu entwickeln, muss man die gesamtwirtschaftlichen Faktoren kennen 14

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