Olaf Weddige Forschungszentrum Generationenverträge Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Entwicklung sozialer Sicherungssysteme

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1 Die Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme im Zeichen des demografischen Wandels Olaf Weddige Forschungszentrum Generationenverträge Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Kassel, 27. September 2005 Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Forschungszentrum Generationenverträge Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

2 Gliederung 1 Das Problem: Der doppelte Alterungsprozess 2 Das Instrument: Die Generationenbilanz 3 Die Folge: Fehlende Nachhaltigkeit 4 Die Lösung?: Der aktuelle Reformstand

3 Die demografische Entwicklung Hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist ein doppelter Alterungsprozess zu beobachten Seit Mitte der 70er Jahre beträgt die Geburtenziffer 1,4 Kinder je Frau Entwicklunbg Aufgrund des saozialer medizinisch-technischen SicherungssystemeEigenverantwortung Fortschritts ist die oder Lebenserwartung Solidarität? angestiegen und wird sich zukünftig weiter nach oben entwickeln lag die Lebenserwartung bei 74,8 (Männer) bzw. 80,8 Jahren (Frauen). Prognosen gehen von einer Steigerung der Lebenserwartung auf 81,1 bzw. 86,6 Jahren im Jahr 2050 aus Dieser Alterungsprozess sorgt für eine Steigerung des Durchschnittsalter und des Altersquotienten in Deutschland

4

5 Gesamtbevölkerung 82 Mio. 62 Mio. 76 Mio. Bevölkerungsimplosion bei den unter 60-Jährigen -13 Mio. + 7 Mio. Bevölkerungsexplosion bei den über 60-Jährigen 20 Mio

6 Zusammenfassend ist die deutsche Bevölkerungsentwicklung gekennzeichnet durch einen doppelten Alterungsprozess! Geringe Fertilität! Steigende Lebenserwartung Immer weniger Junge versorgen immer mehr Alte, die zugleich immer älter werden. Sinkende durchschnittliche Beitragseinnahmen, steigende durchschnittliche Leistungsausgaben.

7 1 Das Problem: Der doppelte Alterungsprozess 2 Das Instrument: Die Generationenbilanz 3 Die Folge: Fehlende Nachhaltigkeit 4 Die Lösung?: Der aktuelle Reformstand

8 ! Wozu brauchen wir die Generationenbilanz? Herkömmliche Indikatoren der Staatsverschuldung können intertemporale Effekte, wie z.b. die Folgen der demografischen Entwicklung nicht erfassen. Die Generationenbilanzierung hingegen ist ein langfristiges Analyseinstrument zur Beurteilung der Lastverschiebung auf zukünftige Generationen. Sie ist somit die ideale Ergänzung der herkömmlichen Indikatoren.

9 ! Wie funktioniert die Generationenbilanz? Auf der Grundlage von Makrodaten aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) und Mikrodaten aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), werden alle Zahlungsströme zwischen den Individuen und dem Staat abgebildet: Einnahmen Zahlungen der Individuen an den Staat (Steuern und Sozialabgaben) Zahlungen des Staates an die Individuen (Transfers) Ausgaben

10 Generationenbilanz des Status quo Basisjahr 2003, r =3%, g =1,5% Nettosteuerzahlung in Tausend Euro Alter

11 Generationenbilanz des Status quo Basisjahr 2003, r =3%, g =1,5% Nettosteuerzahlung in Tausend Euro Alter

12 1 Das Problem: Der doppelte Alterungsprozess 2 Das Instrument: Die Generationenbilanz 3 Die Folge: Fehlende Nachhaltigkeit 4 Die Lösung?: Der aktuelle Reformstand

13 Die Nachhaltigkeitslücke Die Nachhaltigkeitslücke entspricht dem Barwert aller zukünftigen Budgetdefizite, wenn die heutige Fiskalpolitik unverändert für die Zukunft beibehalten wird. Eine positive Nachhaltigkeitslücke verdeutlicht den dringenden Reformierungsbedarf der Sozialen Sicherungssysteme.

14 Stilisierte Zusammensetzung der Nachhaltigkeitslücke im Status quo Basisjahr 2003, Zinssatz 3,0%, BIP-Wachstum 1,5% in Prozent des BIP Entwicklunbg saozialer SicherungssystemeEigenverantwortung 197.6oder Solidarität? GKV GPV GRV davon explizite Staatsschuld davon implizite Staatschuld

15 1 Das Problem: Der doppelte Alterungsprozess 2 Das Instrument: Die Generationenbilanz 3 Die Folge: Fehlende Nachhaltigkeit 4 Die Lösung?: Der aktuelle Reformstand

16 Die Lösung?: Die aktuellen Vorschläge zur Reform der Sozialen Sicherungssysteme I. Die gesetzliche Rentenversicherung II. Die gesetzliche Krankenversicherung III. Die gesetzliche Pflegeversicherung

17 Altersspezifische Beiträge und Leistungen der GRV Euro Alte r Beiträge Leistungen

18 Entwicklung der Rentenzahlung eines 72jährigen bei Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors im Vergleich zum Status quo 100% Rentenhöhe in Prozent (Status quo=100%) 95% 90% 85% 80% Jahr Rentenhöhe im Status quo Rentenhöhe bei Nachhaltigkeitsfaktor

19 Beitragssatzentwicklung der GRV im Status quo Basisjahr 2003, r =3%, g=1,5% Beitragssatz in Prozent Jahr ohne Nachhaltigkeitsfaktor mit Nachhaltigkeitsfaktor (Status quo)

20 Nachhaltigkeitslücken vor und nach Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors (Status quo) und bei Verlängerung der Lebensarbeitszeit um 2 Jahre Basisjahr 2003, r =3%, g =1,5% in Prozent des BIP Entwicklunbg saozialer SicherungssystemeEigenverantwortung oder Solidarität? vor Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors nach Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors (Status Quo) Verlängerung der Lebensarbeitszeit um 2 Jahre von davon explizite Staatsschuld (61.9% des BIP) davon implizite Staatschuld

21 Riester-Rente Drei-Säulen-Modell GRV (ca. 82%) bav (ca. 5%) pav (ca. 13%)

22 Die Lösung!: Zur Reform der GRV Zwischenfazit (I):! Die Rente wird zukünftig ein deutlich geringeres Niveau haben! Der Nachhaltigkeitsfaktor allein kann die Finanzierung aber nicht sichern, es braucht weitere Reformen ("Lebensarbeitszeit)! Die Stärkung der privaten und betrieblichen Altersversorgung ist zwingend, um ein angemessenes Versorgungsniveau im Alter zu gewährleisten

23 Die Lösung?: Die aktuellen Vorschläge zur Reform der Sozialen Sicherungssysteme I. Die gesetzliche Rentenversicherung II. Die gesetzliche Krankenversicherung III. Die gesetzliche Pflegeversicherung

24 Altersspezifische Beiträge und Leistungen der GKV Euro Alter Beiträge Leistungen

25 400 Nachhaltigkeitslücken des gesamten fiskalischen Sektors mit und ohne Kostendruck in der GKV Basisjahr 2003, r=3%, g=1,5% 340.4% 300 Prozent des BIP % % 197.6% Impl. Schuld GKV % 74.1 % Impl. Schuld GKV bei Kostendruck 100 Impl. Schuld restliches System 61.6 % Impl. Schuld restliches 61.6 % System 0 Status quo (ohne Kostendruck) Status quo (mit Kostendruck) davon explizite Staatschuld (61.9 Prozent des BIP) davon implizite Schuld restliches System davon implizite Schuld der GKV NHL

26 ! Zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung Wie kann die GKV wieder ein Generationenvertrag werden? Reform der Ausgabenseite Reform der Einnahmenseite Schmidt-Seehofer (GMG) Zukünftige Aufgabe! Rürup-Kommission und Vorschläge der Parteien

27 Das GMG als Lösung? Geplante Entlastung der Krankenkassen durch Einsparungen in Höhe von 23,1 Mrd. bis 2006 durch: Ausgrenzung von Leistungen wie z.b. Sterbegeld (2,5 Mrd. ) Einführung von Zuzahlungen (3,3 Mrd. ) Struktureffekte wie z.b. Ausweitung von Festbetragsregelungen (3 Mrd. ) Beiträge aus der Anrechnung weiterer Versorgungsbezüge (1,6 Mrd. ) Mehreinnahmen aus der Tabaksteuer (4,2 Mrd. ) Sonderbeitrag zur Finanzierung des Krankengeldes (5 Mrd. ) Sonderbeitrag Zahnersatz (3,5 Mrd. )

28 Gesundheitsprämie vs. Bürgerversicherung Bürgerversicherung (Nahles/Lauterbach)! Ausweitung des Versichertenkreises auf Selbstständige, Beamte und Freiberufler! Leistungskatalog bleibt unverändert erhalten. Solidarische Gesundheitsprämie (Merkel/Stoiber)! Beiträge entsprechend Leistungsfähigkeit:! auf Erwerbseinkommen bis zur bis-herigen Beitragsbemessungsgrenze! zusätzlich auf Kapitalerträge mit Freibeträgen! Erhalt der beitragsfreien Versicherung von Familienmitgliedern ohne Einkommen! Einheitliche Gesundheitsprämie in Höhe von 109 Euro für alle Ver-sicherten außer Kinder! Prämiensubvention, so dass max. 7% des Haushalteinkommens für Kopfpauschalen aufgewendet werden! Einfrieren des Arbeitgeberanteils der Beiträge bei 6,5%

29 Nachhaltigkeitslücken Kopfpauschale versus Bürgerversicherung (Struktureffekt) Kostendruck in der GKV, Basisjahr 2003, r=3%, g=1,5% % % % Prozent des BIP Impl. Schuld GKV bei Kostendruck Benchmark % Impl. Schuld restliches System Status quo (mit Kostendruck) Kopfpauschale (Status quo Budget) Bürgerversicherung zu Status quo Bedingungen davon explizite Staatschuld (61.9 Prozent des BIP) davon implizite Schuld

30 Zwischenfazit (II) :! Die Struktureffekte sowohl der Bürgerversicherung als auch der Gesundheitsprämie sind hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitswirkung eher gering, wobei das Gesundheitsprämiensystem etwas besser abschneidet.! D.h. ohne eine wirkliche Strukturreform im Gesundheitssektor (z.b. durch mehr Wettbewerb, Einführung von Selbstbehalten) ist eine Beibehaltung des Generationenvertrags Krankenversicherung unmöglich.! Insgesamt fehlt es an einem ganzheitlichen Konzept, um die Gesundheitsversorgung in Deutschland langfristig aufrecht erhalten zu können.

31 Ein Beispiel für ein ganzheitliches Konzept - Die Freiburger Agenda Nachhaltigkeitslücken der Komponenten der Freiburger Agenda Basisjahr 2003, r =3%, g =1,5% 300 Prozent des BIP Ohne Reform mit Kostendruck 1. schrittweise Ausgliederung von Zahnarztleistungen und Zahnersatz Selbstbehalt für ambulante Leistungen und Medikamente i.h.v 900 p.a Kostenreduzierung im Stationären Bereich um 1%

32 Die Lösung?: Die aktuellen Vorschläge zur Reform der Sozialen Sicherungssysteme I. Die gesetzliche Rentenversicherung II. Die gesetzliche Krankenversicherung III. Die gesetzliche Pflegeversicherung

33 7000 Altersspezifische Beiträge und Leistungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung Betrag in Euro Alter Pflegebeiträge Pflegeleistungen

34 80,0 Nachhaltigkeitslücke der GPV im Status quo mit und ohne Kostendruck Basisjahr 2003, r=3%, g=1,5% 70,0 Prozent des BIP 60,0 50,0 40,0 30,0 32,1 61,5 20,0 10,0 0,0 Szenario ohne Kostendruck Szenario mit Kostendruck

35 Reformüberlegungen GPV Ausgabenseite Einnahmenseite! Ausweitung der Leistungen für Demenzkranke!Bürgerversicherung vs. Teilkapitaldeckung! Angleichung der ambulanten und stationären Pflegesachleistungen

36 Bürgerversicherung vs. Teilkapitaldeckung Bürgerversicherung (Nahles/Lauterbach) Teilkapitaldeckung (Stewens)! analog GKV! alle im Jahr 2006 unter 60jährigen: private kapitalgedeckte Pflichtzusatzversicherung

37 Lauterbach/Nahles Einnahmeseite: Bürgerversicherung Ausweitung des Versichertenkreises um Beamte, Freiberufler und Selbständige Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze Entwicklunbg Erweiterung saozialer der Beitragsbemessungsgrundlage SicherungssystemeEigenverantwortung um weitere oder Einkommensarten Solidarität? Ausgabenseite: Ausweitung der Leistung für Demenzkranke in Form eines zusätzlichen Betreuungsaufwandes von 30 Min. täglich Erhöhung der ambulanten Sachleistungen in den Stufen 1 und 2 Stufe 1: Stufe 2:

38 Einfriermodell (CSU/Stewens) Einnahmeseite: Teilkapitaldeckung nur alle im Jahr 2006 unter 60jährigen: private kapitalgedeckte Pflichtzusatzversicherung (Prämie pro Person und Monat: 4 + 0,47 jährliche Erhöhung) Ausgabenseite: Ausweitung der Leistung für Demenzkranke in Form eines zusätzlichen Betreuungsaufwandes von 30 Min. täglich Angleichung der ambulanten und stationären Pflegesachleistungen ambulant stationär Stufe 1: Stufe 2: Stufe 3: Einfrieren der Leistungen der GPV + Zusatzversicherung: jährlich dynamisierte Leistungen, die alle 5 Jahre realisiert werden

39 Nachhaltigkeitslücken in der GPV im Status quo und unter den Reformkonzepten von Lauterbach/Nahles und Stewens Basisjahr 2003, Zinssatz 3,0%, BIP-Wachstum 1,5% Prozent des BIP Stewens 0 Status quo Lauterbach/Nahles

40 Zwischenfazit (III):! Angesichts der bereits existierenden Finanzierungsprobleme sollte von jeglicher Leistungsausweitung abgesehen werden! Nur ein frühestmögliches Handeln ermöglicht eine für alle Generationen tragbare Umsetzung von Reformmaßnahmen, da die GPV in verstärktem Maße von der demographischen Entwicklung abhängt private Pflegeversicherungspflicht (flankiert mit bedürftigkeitsgeprüfter Sozialhilferegelung)

41 Eigenverantwortung oder Solidarität? - Die Herausforderungen für die Sozialsysteme im Zeichen des demographischen Wandels! Teilfundierung des Umlagesystems durch mehr private Vorsorge in allen Sicherungssystemen, d.h.: Konsequente Weiterentwicklung und Förderung der privaten und betrieblichen Alterssicherung Reduzierung des Leistungskatalogs in der gesetzlichen Krankenversicherung und Absicherung der entsprechenden Gesundheitsrisiken auf privater (oder betrieblicher?) Ebene Abschaffung der umlagefinanzierten Pflegeversicherung bei vollständiger Absicherung des Pflegerisikos durch eine kapitalgedeckte Rücklagenbildung

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