Kapitel 3. Koordinatensysteme
|
|
|
- Manuela Böhmer
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Kapitel 3 Koordinatensysteme Bisher haben wir uns bei der Beschreibung von Vektoren auf das kartesische Koordinatensystem konzentriert. Für viele physikalische Anwendungen sind aber kartesische Koordinaten ungeeignet, weil sie der Symmetrie des Problems nicht angepasst sind. Beispielsweise ist es nicht sinnvoll, die Bewegung eines Massepunktes auf einer Kreisbahn mit Radius R in zweidimensionalen kartesischen Koordinaten zu beschreiben. Der Grund dafür ist, dass bei der Bewegung auf einem Kreis niemals alle Koordinaten durchlaufen werden können, sondern eine Zwangsbedingung vorliegt. In unserem Fall sind the Koordinaten durch die Bedingung x 2 + y 2 = R 2 miteinander verknüpft. Damit sind x und y nicht unabhängig voneinander, und es ist sinnvoll, ein neues Koordinatensystem einzuführen, das die Zwangsbedingung automatisch erfüllt. Wir werden spezielle Koordinatensysteme kennenlernen sowie allgemeine Aussagen zu Koordinatentransformationen machen. Wir beschreiben eine allgemeine Koordinatentransformation von kartesischen Koordinaten (x y z) zu einem neuen Satz von Koordinaten (u v w) in drei Dimensionen durch x = x(u v w) y = y(u v w) z = z(u v w). (3.1) Damit wird der Ortsvektor eine Funktion der transformierten Variablen r = r(u v w). Wir nehmen zusätzlich an, dass diese Transformation mit Ausnahme isolierter Punkte eindeutig ist. Welche das sind, wird bei der Wahl des Koordinatensystems klar. Gleichzeitig fordern wir, dass auch die Umkehrtransformationen im selben Sinne eindeutig sind, dass also die Gleichungen u = u(x y z), v = v(x y z) und w = w(x y z) auflösbar sind. Hält man zwei der drei Koordinaten fest und variiert nur die dritte, so erhält man die 53
2 sogenannten Koordinatenlinien. Wenn also u 0, v 0 und w 0 feste Werte für die Koordinaten sind, dann definieren die Gleichungen r = r(u v 0 w 0 ) r = r(u 0 v w 0 ) r = r(u 0 v 0 w) (3.2) die u-, v- und w-koordinatenlinien. Für alle weiteren Betrachtungen wollen wir zusätzlich festlegen, dass die Tangenten an die Koordinatenlinien in jedem Punkt senkrecht zueinander stehen. In diesem Fall handelt es sich bei dem Koordinatensystem un ein krummliniges orthogonales Koordinatensystem. Wir wollen nun die Einheitsvektoren in den neuen Koordinaten konstruieren. Dazu bilden wir das totale Differential dr = e x dx + e y dy + e z dz (3.3) und schreiben mithilfe der Transformation (3.1) die totalen Differentiale um in dx = x u du + x v dv + x w dw dy = y u du + y v dv + y w dw Eingesetzt in (3.3) und umsortiert ergibt sich dz = z u du + z v dv + z w dw. (3.4) dr = (x u e x + y u e y + z u e z ) du + (x v e x + y v e y + z v e z ) dv + (x w e x + y w e y + z w e z ) dw. (3.5) Die Terme in Klammern wollen wir nun mit den Basisvektoren in Richtung der jeweiligen Variablen identifizieren, die es noch zu normieren gilt, um Einheitsvektoren zu bekommen. Definieren wir h u = x 2 u + y 2 u + z 2 u = r/u und analog h v und h w, so wird das totale Differential (3.3) dr = h u e u du + h v e v dv + h w e w dw (3.6) wobei die Einheitsvektoren e u = 1 h u (x u e x + y u e y + z u e z ) = 1 h u r u e v = 1 h v (x v e x + y v e y + z v e z ) = 1 h v r v e w = 1 h w (x w e x + y w e y + z w e z ) = 1 h w r w (3.7) 54
3 lauten. Aus dieser Definition wird auch klar, dass die so definierten Einheitsvektoren die Tangenteneinheitsvektoren an die Koordinatenlinien darstellen. Wählt man die Koordinaten (u v w) auch noch so, dass die Einheitsvektoren ein Rechtssystem bilden, so definieren die Vektoren e u, e v und e w ein lokales rechtshändiges Koordinatensystem. Es gibt allerdings einen bedeutenden Unterschied zwischen diesem neuen Tripel und dem kartesischen Tripel i, j und k. Die kartesischen Vektoren zeigen an jedem Raumpunkt in dieselbe Richtung, während sich die Richtung von e u, e v und e w im Allgemeinen von Punkt zu Punkt ändert, da die Koordinatenlinien meist gebogen sind (krummlinige Koordinaten). 3.1 Spezielle Koordinatensysteme In der Physik werden eine handvoll verschiedene Koordinatensysteme benutzt, die den jeweiligen Gegebenheiten angepasst sind. Wir stellen die wichtigsten Koordinatensysteme hier kurz vor und studieren ihre wichtigsten Eigenschaften Kartesische Koordinaten Die kartesischen Koordinaten sind uns schon bei der Definition von Vektoren begegnet. Der Vollständigkeit halber werden sie aber hier noch einmal angeführt, um die Unterschiede zu den nächsten Koordinatensystemen herauszustellen. Die kartesischen Koordinaten (wir behandeln zweidimensionale und dreidimensionale Koordinaten simultan) sind rechtwinklige und raumfeste Koordinaten. Der Ortsvektor eines Massenpunktes wird dann beschrieben durch r(t) = x(t)i + y(t)j + z(t)k (3.8) wobei raumfest meint, dass die Basisvektoren i, j und k zu jedem Zeitpunkt t dieselbe Richtung haben (siehe Abb. 3.1). Der Geschwindigkeitsvektor berechnet sich nach den üblichen Differentiationsregeln zu v(t) = dr(t) ṙ(t) = ẋ(t)i + ẏ(t)j + ż(t)k (3.9) dt der Vektor der Beschleunigung wird dann a(t) = v(t) = r(t) = ẍ(t)i + ÿ(t)j + z(t)k. (3.10) 55
4 y i j r x Abbildung 3.1: Zweidimensionales kartesisches Koordinatensystem mit einem Ortsvektor r(t), der eine Bahnkurve durchläuft. Die Basisvektoren i und j zeigen für alle Werte von t in dieselbe Richtung Ebene Polarkoordinaten Anstelle der zweidimensionalen kartesischen Koordinaten können andere Koordinaten eingeführt werden, die die Position eines Punktes in der Ebene eindeutig beschreiben. Ein Beispiel für solche Koordinaten sind die ebenen Polarkoordinaten, bei denen nicht die Verschiebung entlang der x-achse und y-achse gemessen wird, sondern der Abstand des Punktes vom Koordinatenursprung und der Winkel ϕ, den der dazugehörige Verbindungsvektor zu einer festen Achse, beispielsweise der x-achse, einnimmt (siehe Abb. 3.2). Die Transformation von ( ϕ) zu (x y) geschieht über die Beziehungen x = cos ϕ y = sin ϕ (3.11) wie man leicht aus der Abbildung 3.2 abliest. Umgekehrt erhält man Das totale Differential (3.3) lautet hier = x 2 + y 2 ϕ = arctan y x. (3.12) dr = (cos ϕe x + sin ϕe y )d + ( sin ϕe x + cos ϕe y )dϕ (3.13) Die Basisvektoren in dem System der ebenen Polarkoordinaten sind demnach e = cos ϕe x + sin ϕe y e ϕ = sin ϕe x + cos ϕe y (3.14) 56
5 y φ ρ e φ r e ρ x Abbildung 3.2: Ebene Polarkoordinaten ( ϕ) eines Vektors r mit den dazugehörigen Basisvektoren e und e ϕ. und die Streckungskoeffizienten h = 1 und h ϕ =. Die Basisvektoren sind genauso definiert, dass ihre Richtung gerade dem Vektor entspricht, der entsteht, wenn der Ortsvektor r in Richtung der Variablen bzw. ϕ verändert wird. Der Einheitsvektor e zeigt damit immer in Richtung des Ortsvektors r, der Einheitsvektor e ϕ hingegen senkrecht dazu in Richtung größer werdenden Winkels ϕ. Das heisst aber, dass die Einheitsvektoren bei der Bewegung entlang einer Trajektorie nicht konstant bleiben. Die Koordinatenlinien in ebenen Polarkoordinaten sind einfach zu bestimmen: Die -Koordinatenlinien sind Strahlen, die vom Koordinatenursprung ausgehen, die ϕ-koordinatenlinien konzentrische Kreise. Der Ortsvektor r lautet in ebenen Polarkoordinaten ganz einfach r = e (3.15) er hängt also überhaupt nicht von e ϕ ab. Als nächstes berechnen wir den Geschwindigkeitsvektor, der sich aus der Differentiation des Ortsvektors ergibt. Hier müssen wir aufpassen, da die Einheitsvektoren selbst von der Position auf der Bahnkurve, also von der Zeit t abhängen. Es ist also r(t) = (t)e (t). Die Geschwindigkeit ist somit ṙ = e + ė. (3.16) Um zu sehen, was die Zeitableitung des Einheitsvektors e ist, entwickeln wir beide Einheitsvektoren wieder nach den raumfesten kartesischen Einheitsvek- 57
6 toren, Gl. (3.14). Die Ableitung beider Einheitsvektoren nach t führt somit nach Anwendung der Kettenregel zu ė = ϕ ( sin ϕ e x + cos ϕ e y ) = ϕe ϕ ė ϕ = ϕ ( cos ϕ e x sin ϕ e y ) = ϕe. (3.17) Damit folgt für den Geschwindigkeitsvektor die Relation ṙ = e + ϕe ϕ. (3.18) Die Geschwindigkeit besteht nun aus zwei Komponenten, die von der Längenänderung des Ortsvektors ( ) bzw. von dessen Winkelveränderung ( ϕ) herrühren. Die letztere Komponente wird auch als Winkelgeschwindigkeit bezeichnet. Für Bewegungen auf einer Kreisbahn mit Radius = R gilt = 0 gilt dann für den Ortsvektor und die Geschwindigkeit r = Re und ṙ = R ϕe ϕ. In diesem Spezialfall werden also die Darstellungen dieser beiden Vektoren besonders einfach, ebene Polarkoordinaten sind an Kreisbewegungen angepasst. Der Vollständigkeit halber geben wir noch den Vektor der Beschleunigung in ebenen Polarkoordinaten an, die sich mithilfe der obigen Formeln leicht zu r = ϕ 2 e + ( ϕ + 2 ϕ) e ϕ (3.19) berechnen läßt. Für den Spezialfall der Bewegung auf einem Kreis bleibt r = R ϕ 2 e + R ϕe ϕ mit der Zentrifugalbeschleunigung R ϕ Zylinderkoordinaten In Anlehnung an die ebenen Polarkoordinaten werden im dreidimensionalen Raum die Zylinderkoordinaten eingeführt. Hier werden allerdings nicht alle drei Koordinaten transformiert. Die Transformationsregeln lauten hier mit den Umkehrtransformationen x = cos ϕ y = sin ϕ z = z (3.20) = x 2 + y 2 ϕ = arctan y z = z. (3.21) x Zylinderkoordinaten sind demnach ebene Polarkoordinaten mit einer auf der Polarebene senkrecht stehenden (kartesischen) z-achse. Alle Aussagen, die 58
7 wir über diese beiden Koordinatensysteme gemacht haben, gelten weiter als Kombination. Zum Beispiel ist die Darstellung des Ortsvektors in Zylinderkoordinaten r = e + zk e + ze z (3.22) und die Streckungskoeffizienten sind h = 1, h ϕ = und h z = 1. Analog gelten für den Geschwindigkeitsvektor und die Beschleunigung sowie ṙ = e + ϕe ϕ + że z (3.23) r = ϕ 2 e + ( ϕ + 2 ϕ) e ϕ + ze z. (3.24) Zylinderkoordinaten sind immer dann sinnvoll, wenn das physikalische Problem Zylindersymmetrie besitzt, das heisst, wenn eine ausgezeichnete Rotationsachse (die als z-achse gewählt wird) vorliegt Kugelkoordinaten Ein weiteres wichtiges Koordinatensystem, das sich für alle kugelsymmetrischen Probleme, wie zum Beispiel die Bewegung in einem Zentralkraftfeld wie dem Gravitationsfeld oder dem elektrischen Feld einer Punktladung, eignet, besteht aus sphärischen oder Kugelkoordinaten. Hier sind die Koordinaten eines Punktes gegeben durch seinen Abstand r vom Ursprung, also der Länge des dazugehörigen Vektors, und zwei Winkeln ϕ und Θ, die analog zur geografischen Positionsbestimmung die geografische Länge und Breite genannt werden. Die Transformationsregeln für den Übergang zwischen kartesischen und Kugelkoordinaten sind x = sin Θ cos ϕ y = sin Θ sin ϕ z = cos Θ (3.25) mit den Umkehrtransformationen = x 2 + y 2 + z 2 ϕ = arctan y x Θ = arctan x2 + y 2. (3.26) z Wie auch bei den ebenen Polarkoordinaten definiert der Ortsvektor einen der Einheitsvektoren über r = e. (3.27) 59
8 Den Geschwindigkeitsvektor erhält man wiederum durch Anwendung der Produktregel der Differentiation zu ṙ = e + ė. (3.28) An dieser Stelle benötigen wir die Basisvektoren der Kugelkoordinaten, die wir über die allgemeinen Regeln der Berechnung des totalen Differentials bestimmen. Im Einzelnen finden wir für die partiellen Ableitungen und die Normierungsfaktoren x = sin Θ cos ϕ y = sin Θ sin ϕ z = cos Θ h = 1 x Θ = cos Θ cos ϕ y Θ = cos Θ sin ϕ z Θ = sin Θ h Θ = x ϕ = sin Θ sin ϕ y ϕ = sin Θ cos ϕ z ϕ = 0 h ϕ = sin Θ. (3.29) Für die Einheitsvektoren finden wir dann nach Normierung e sin Θ cos ϕ sin Θ sin ϕ cos Θ e x e Θ = cos Θ cos ϕ cos Θ sin ϕ sin Θ e y. (3.30) e ϕ sin ϕ cos ϕ 0 e z Die Ableitungen dieser Einheitsvektoren ergibt die folgenden Relationen: ė = Θ e Θ + ϕ sin Θ e ϕ ė Θ = Θ e + ϕ cos Θ e ϕ ė ϕ = ϕ(sin Θ e + cos Θ e Θ ). (3.31) Damit folgt für die Geschwindigkeit in Kugelkoordinaten ṙ = e + Θ e Θ + ϕ e ϕ. (3.32) Der Vollständigkeit halber geben wir noch die Beschleunigung in Kugelkoordinaten an, die sich ebenfalls aus den obigen Beziehungen berechnet: r = ( Θ 2 ϕ 2 sin 2 Θ)e +(2 Θ + Θ ϕ 2 sin Θ cos Θ)e Θ +(2 ϕ sin Θ + ϕ sin Θ + 2 ϕ Θ)e ϕ. (3.33) Im Falle von konstanter geografischer Breite ϕ reduzieren sich die Kugelkoordinaten zu ebenen Polarkoordinaten ( Θ). Für konstanten Radius, also für die Bewegung auf einer Kugeloberfläche, wird die Beschleunigung zu r = ( Θ 2 + ϕ 2 sin 2 Θ)e + ( Θ ϕ 2 sin Θ cos Θ)e Θ + ( ϕ sin Θ + 2 ϕ Θ)e ϕ. 60
9 3.1.5 Vektordarstellung in krummlinigen Koordinaten Bevor wir zu den Darstellungen der Differentialoperatoren in krummlinigen Koordinaten kommen, schauen wir uns noch an, wie die Komponenten eines beliebigen Vektorfeldes in krummlinigen orthogonalen Koordinaten aussehen. In kartesischen Koordinaten haben wir unter anderem die Darstellung F(x y z) = F x (x y z)i + F y (x y z)j + F z (x y z)k (3.34) gewählt, was sich auch als F = (F x F y F z ) schreiben ließ. Es scheint nun natürlich, auch für die Komponentendarstellung in krummlinigen Koordinaten die Form F = (F u F v F w ) zu wählen. Allerdings haben wir gesehen, dass eine Parameterabhängigkeit nicht nur von den Vektorkomponenten, sonderen auch von den Basisvektoren getragen wird. Wir werden also die Schreibweise F(u v w) = F u (u v w)e u + F v (u v w)e v + F w (u v w)e w (3.35) bevorzugen. Die Komponenten erhält man wie folgt. Man schreibt zuerst die Komponenten F x, F y und F z in (3.34) in die neuen Koordinaten um. Dann berechnet man die Komponenten F u, F v und F w aus der Darstellung F u = F e u = F x i e u + F y j e u + F z k e u. (3.36) Wegen der Definition der Basisvektoren ist aber e u = (r/u)/h u und damit F u = 1 x F x h u u + F y y u + F z z. (3.37) u Als Beispiel betrachten wir wieder das Vektorfeld F 2 = ( y x 0) und schreiben es in Zylinderkoordinaten ( ϕ z) um. Dessen kartesische Komponenten lauten in Zylinderkoordinaten F x = y = sin ϕ, F y = x = cos ϕ und F z = 0. Die Vektorkomponenten in Zylinderkoordinaten werden somit F = 1 h (F x x + F y y + F z z ) = ( sin ϕ) cos ϕ + ( cos ϕ) sin ϕ = 0 F ϕ = 1 h ϕ (F x x ϕ + F y y ϕ + F z z ϕ ) = 1 [( sin ϕ)( sin ϕ) + ( cos ϕ)( cos ϕ)] = F z = 0. (3.38) Damit wird das Vektorfeld zu F 2 = e ϕ. 61
10 3.2 Darstellung der Differentialoperatoren Speziell in der Elektrodynamik, in der elektrische und magnetische (Vektor- )Felder berechnet werden müssen, ist es oft notwendig, die Differentialoperatoren Gradient, Divergenz und Rotation in ein anderes Koordinatensystem umzurechnen. Wie das angestellt wird, werden wir uns nun allgemein und in einigen Beispielen genauer ansehen Gradient in krummlinigen Koordinaten Wir erinnern uns, dass der Gradient eines skalaren Feldes f(x y z) ein Vektorfeld in der Richtung des stärksten Anstiegs von f darstellt. Mit dem totalen Differential ergab sich df(x y z) = (f(x y z)) dr (3.39) was als Definition des Gradienten herangezogen werden kann. In kartesischen Koordinaten wird der Gradient gegeben durch f(x y z) = f x e x + f y e y + f z e z (3.40) Aus der Formulierung (3.39) kann man sofort die Transformationsregeln für krummlinige Koordinaten ablesen. Dazu erinnern wir uns an das totale Differential dr in krummlinigen Koordinaten (u v w), Gl. (3.6), dr = h u e u du + h v e v dv + h w e w dw womit (3.39) geschrieben werden kann als df(u v w) = (f) u h u du + (f) v h v dv + (f) w h w dw. (3.41) Der Koeffizientenvergleich mit der Darstellung df(u v w) = f f f du + dv + dw (3.42) u v w liefert die Komponenten des Gradienten in krummlinigen Koordinaten als (f) u = 1 h u f u (f) v = 1 h v f v (f) w = 1 h w f w. (3.43) 62
11 Diese Komponenten sind also nichts anderes als die partiellen Ableitungen nach den neuen Koordinaten geteilt durch die jeweiligen Normierungsfaktoren. Daraus lässt sich auch sofort die Darstellung des Nablaoperators in krummlinigen Koordinaten ablesen. Da die Formel (3.43) für jedes beliebige skalare Feld f gilt, folgt für den Nablaoperator die Darstellung 1 e u h u u + 1 e v h v v + 1 e w h w w. (3.44) Wir betrachten im Folgenden die wichtigsten Koordinatensysteme im einzelnen. Gradient in ebenen Polarkoordinaten In ebenen Polarkoordinaten ( ϕ) sind die Normierungsfaktoren h = 1 und h ϕ =, so dass folgt: also ist (f) = f Gradient in Zylinderkoordinaten (f) ϕ = 1 f (3.45) ϕ f = f e + 1 f ϕ e ϕ. (3.46) In Zylinderkoordinaten ( ϕ z) sind die Normierungsfaktoren h = 1, h ϕ = und h z = 1, so dass folgt: und damit (f) = f Gradient in Kugelkoordinaten (f) ϕ = 1 f ϕ (f) z = f z (3.47) f = f e + 1 f ϕ e ϕ + f z e z. (3.48) In Kugelkoordinaten ( Θ ϕ) fanden wir für die Normierungsfaktoren h = 1, h Θ = und h ϕ = sin Θ, so dass folgt: (f) = f (f) Θ = 1 f Θ (f) 1 f ϕ = sin Θ ϕ 63 (3.49)
12 und damit f = f e + 1 f Θ e Θ + 1 f sin Θ ϕ e ϕ. (3.50) Divergenz in krummlinigen Koordinaten Die Divergenz eines Vektorfeldes F(x y z) haben wir in kartesischen Koordinaten wir folgt berechnet: F(x y z) = F x x + F y y + F z (3.51) z das heisst, das Ergebnis ist ein skalares Feld. In krummlinigen Koordinaten müssen wir sowohl die partiellen Ableitungen nach der Kettenregel umschreiben als auch die Komponenten des Vektorfeldes F. Zum Beispiel gelten für die partiellen Ableitungen die Regeln x = u x u + v x v + w x w. (3.52) Für die Komponenten des Vektorfeldes benutzt man die Darstellung in der Form F x = F e x mit der inversen Transformation für die Einheitsvektoren. Wir werden zunächst diese Methode benutzen, um die Divergenz sozusagen per Hand für die unterschiedlichen Koordinatensysteme auszurechnen. Zum Schluss betrachten wir noch eine allgemeine Formel, die aus der Integraldarstellung der Divergenz folgt. Divergenz in ebenen Polarkoordinaten In ebenen Polarkoordinaten ( ϕ) fanden wir für die Einheitsvektoren die Relationen (3.14), die wir invertieren zu e x = cos ϕe sin ϕe ϕ e y = sin ϕe + cos ϕe ϕ. (3.53) Damit erhalten wir für die Komponenten des Vektorfeldes F x = F e x = cos ϕf sin ϕf ϕ F y = F e y = sin ϕf + cos ϕf ϕ. (3.54) Wir stellen damit fest, dass sich die Komponenten eines Vektorfeldes genauso wie die Einheitsvektoren transformieren. Die partiellen Ableitungen finden 64
13 wir zu x = x + ϕ x ϕ = cos ϕ sin ϕ ϕ y = y + ϕ y ϕ = sin ϕ + cos ϕ ϕ. (3.55) Zusammengefasst findet man für die Divergenz in ebenen Polarkoordinaten F = cos ϕ sin ϕ (cos ϕf sin ϕf ϕ ) ϕ + sin ϕ + cos ϕ (sin ϕf + cos ϕf ϕ ) ϕ = F + 1 F + 1 F ϕ ϕ = 1 (F ) + 1 F ϕ ϕ. (3.56) Als Beispiel betrachten wir das Vektorfeld F = (x y), dessen Darstellung in Polarkoordinaten gerade F = e lautet. Nur dessen Komponente F ist von Null verschieden, so dass man als Ergebnis F = 2 erhält. Divergenz in Zylinderkoordinaten Da die Zylinderkoordinaten nichts anderes sind als ebene Polarkoordinaten mit einer angeklebten dritten Raumrichtung, können wir die Ergebnisse der Polarkoordinaten direkt übernehmen und finden Divergenz in Kugelkoordinaten F = 1 (F ) + 1 F ϕ ϕ + F z z. (3.57) In Kugelkoordinaten fanden wir für die Einheitsvektoren die Transformationsregeln (3.30), die es zu invertieren gilt. Das erreicht man ohne große Rechnung, indem man die Tatsache verwendet, dass die Einheitsvektoren in den (immer noch orthogonalen) krummlinigen Koordinaten durch eine Rotation aus den kartesischen Koordinaten hervorgehen. Das Inverse einer orthogonalen Matrix ist gerade gleich ihrer transponierten Matrix, deshalb können wir sofort anstelle (3.30) schreiben e x sin Θ cos ϕ cos Θ cos ϕ sin ϕ e y = sin Θ sin ϕ cos Θ sin ϕ cos ϕ e z cos Θ sin Θ 0 65 e e Θ e ϕ. (3.58)
14 Analog transformieren sich die Komponenten des Vektorfeldes F. Aus den Umkehrtransformationen der Kugelkoordinaten = x2 + y x 2 + y 2 + z 2 Θ = arctan 2 ϕ = arctan y (3.59) z x berechnet man die partiellen Ableitungen in ähnlicher Weise wie wir es zur Berechnung des totalen Differentials getan haben mit dem Ergebnis, dass x = sin Θ cos ϕ y = sin Θ sin ϕ z = cos Θ Θ x = 1 cos Θ cos ϕ Θ y = 1 cos Θ sin ϕ Θ z = 1 sin Θ ϕ x = 1 sin Θ sin ϕ ϕ y = 1 sin Θ cos ϕ ϕ z = 0. Die partiellen Ableitungen werden damit zu x = sin Θ cos ϕ + 1 y = sin Θ sin ϕ + 1 z cos Θ cos ϕ Θ 1 sin Θ sin ϕ ϕ cos Θ sin ϕ Θ + 1 sin Θ cos ϕ ϕ (3.60) = cos Θ 1 sin Θ Θ. (3.61) Fasst man alle Transformationen zusammen, so kann man zeigen, dass die Divergenz in Kugelkoordinaten als F = 1 2 ( 2 F ) + 1 (sin ΘF Θ ) + 1 ΘF ϕ sin Θ Θ sin Θ ϕ (3.62) geschrieben werden kann. Da die Kugelkoordinaten die angepassten Koordinaten für zentrosymmetrische Probleme sind, spielen sie in der Physik der Zentralkraftfelder, wie bei Coulombproblemen oder der Gravitation, eine besonders wichtige Rolle. Divergenz in allgemeinen krummlinigen orthogonalen Koordinaten Offensichtlich ist die Berechnung der Divergenz schon in den üblichen Koordinatensystemen recht aufwändig. Wir werden deshalb eine allgemeine Vorschrift zur Berechnung der Divergenz in beliebigen krummlinigen orthogonalen Koordinaten entwickeln. Dazu schreiben wir die Einheitsvektoren mithilfe 66
15 des Gradienten der Komponenten u, v und w in der Form e u = h u u e v = h v v e w = h w w. (3.63) Da die Einheitsvektoren ein Rechtssystem bilden sollen, kann man e u = e v e w = h v h w (v) (w) (3.64) schreiben. Damit wird aus der Divergenz der Komponenten F u e u (F u e u ) = [h v h w F u (v) (w)] (3.65) = h v h w F u [(v) (w)] + [(v) (w)] (h v h w F u ) wobei wir die Beziehung (ff) = f F + F f verwendet haben. Verwenden wir noch die Beziehung (F G) = G F F G, so wird verschwindet der erste Term wegen [(v) (w)] = (w) [ (v)] (v) [ (w)] = 0 (3.66) und der Tatsache, dass f 0 ist. Damit bleibt (F u e u ) = [(v) (w)] (h v h w F u ) = 1 e u (h v h w F u ) h v h w 1 = h u h v h w u (h vh w F u ). (3.67) Für die anderen beiden Komponenten können analoge Relationen hergeleitet werden. Zusammengefasst ergibt sich damit 1 F = h u h v h w u (h vh w F u ) + v (h uh w F v ) + w (h uh v F w ). (3.68) Rotation in krummlinigen Koordinaten Die Rotation hatten wir in kartesischen Koordinaten als dasjenige Vektorfeld definiert, das aus dem Vektorprodukt mit dem Nablaoperator entsteht, e x e y e z F(x y z) = x y z F x F y F z = ( y F z z F y )e x ( x F z z F x )e y + ( x F y y F x )e z. (3.69) 67
16 In dieser Schreibweise können wieder die Einheitsvektoren sowie die Komponenten des Vektorfeldes in die krummlinigen Koordinaten überführt werden. Da das schon bei der Berechnung der Divergenz sehr umständlich war, verwenden wir hier gleich die allgemeinen Transformationsregeln, die wir wie folgt herleiten. Wir starten mit der Rotation der Komponente F u e u, für die gilt (F u e u ) = (h u F u u) = h u F u u + (h u F u ) u = (h u F u ) u = (h u F u ) 1 h u e u (3.70) wobei wir die Beziehung (ff) = f F + (f) F verwendet haben sowie die Tatsache, dass f 0 ist. Den Gradienten (h u F u ) schreiben wir in Komponenten aus (h u F u ) = 1 e u h u u (h uf u ) + 1 e v h v v (h uf u ) + 1 e w h w w (h uf u ) (3.71) und bilden anschließend das Kreuzprodukt mit e u /h u. Danach bleibt 1 (F u e u ) = h v e v h u h v h w w (h uf u ) h w e w v (h uf u ) 1 h u e u h v e v h w e w = h u h v h w u v w h u F u 0 0 (3.72) Analog dazu berechnet man die Rotation der verbleibenden Komponenten. Nach Addition aller drei Beiträge bleibt als Endergebnis 1 h u e u h v e v h w e w F =. (3.73) h u h v h w u v w h u F u h v F v h w F w 68
17 Rotation in Zylinderkoordinaten In Zylinderkoordinaten fanden wir die Streckungskoeffizienten zu h = 1, h ϕ = und h z = 1. Damit wird (3.73) zu F = 1 e e ϕ e z ϕ z (3.74) F F ϕ F z 1 F z = ϕ F ϕ F e + z z F z 1 (F ϕ ) e ϕ + 1 F e z. ϕ Als Rechenbeispiel nehmen wir uns das Feld F 2 = ( y x 0) = e ϕ her, das uns schon häufiger begegnet ist. Es hat offensichtlich nur eine F ϕ - Komponente, so dass sofort folgt, dass F 2 = 2e z ist, was wir auch schon etwas umständlicher in kartesischen Koordinaten gefunden hatten. Rotation in Kugelkoordinaten In Kugelkoordinaten haben wir die Streckungskoeffizienten zu h = 1, h Θ = und h ϕ = sin Θ gefunden. Damit folgt nach Einsetzen in (3.73) und Ausrechnen der Determinante e e Θ sin Θe ϕ 1 F = 2 sin Θ Θ ϕ F F Θ sin ΘF ϕ 1 (sin ΘFϕ ) = F Θ 1 F e + sin Θ Θ ϕ sin Θ ϕ 1 (F ϕ ) e Θ + 1 (FΘ ) F e ϕ. (3.75) Θ Laplacian in krummlinigen Koordinaten Aus den Darstellungen für Gradient und Divergenz folgt sofort der Laplaceoperator Δ in krummlinigen orthogonalen Koordinaten. Dazu verwenden wir die Tatsache, dass wir den Laplaceoperator als Δ = schreiben können. Damit folgt sofort eu Δ = h u u + e v h v 69 v + e w h w. (3.76) w
18 Ersetzt man nun in (3.68) die Vektorkomponenten F u, F v und F w durch h 1 u /u, h 1 v /v und h 1 w /w, so erhält man 1 Δ = h u h v h w hv h w u h u + hu h w u v h v Laplaceoperator in Zylinderkoordinaten + hu h v v w h w w. (3.77) Mit den Streckungskoeffizienten h = 1, h ϕ = und h z = 1 finden wir Δ = ϕ z. (3.78) 2 Laplaceoperator in Kugelkoordinaten Mit den Streckungskoeffizienten h = 1, h Θ = und h ϕ = sin Θ für die Kugelkoordinaten finden wir Δ = sin Θ sin Θ Θ Θ 2 sin 2 Θ ϕ. (3.79) 2 Diese Darstellung wird unter anderem in der Quantenmechanik für die Lösung der Schrödingergleichung des Wasserstoffatoms verwendet. 70
3.4 Gradient, Divergenz, Rotation in anderen Koordinaten
3.3.5 Rechenregeln Für Skalarfelder f, g und Vektorfelder v, w gelten die Beziehungen fg) = f g + g f v w) = v ) w + w ) v + v w) + w v) f v) = f v + v f v w) = w v) v w) 3.5a) 3.5b) 3.5c) 3.5d) f) = div
Krummlinige Koordinaten
Krummlinige Koordinaten Einige Koordinatensysteme im R 3 haben wir bereits kennengelernt : x, x 2, x 3... kartesische Koordinaten r, φ, x 3... Zylinderkoordinaten r, φ, ϑ... Kugelkoordinaten Sind andere
Mathematischer Vorkurs für Physiker WS 2009/10
TU München Prof. Dr. P. Vogl, Dr. S. Schlicht Mathematischer Vorkurs für Physiker WS 2009/10 Vorlesung 2, Montag nachmittag Differentiation und Integration von Vektorfunktionen Der Ortsvektor: Man kann
ein geeignetes Koordinatensystem zu verwenden.
1.13 Koordinatensysteme (Anwendungen) Man ist immer bemüht, für die mathematische Beschreibung einer wissenschaftlichen Aufgabe ( Chemie, Biologie,Physik ) ein geeignetes Koordinatensystem zu verwenden.
Mathematischer Vorkurs für Physiker WS 2011/12 Vorlesung 3
TU München Prof. P. Vogl Mathematischer Vorkurs für Physiker WS 2011/12 Vorlesung 3 Differenziation und Integration von Vektorfunktionen Der Ortsvektor: Man kann einen Punkt P im Raum eindeutig durch die
2.3 Gekrümmte Oberflächen
2.3 Gekrümmte Oberflächen Jede Fläche im R 3 besitzt eine zweidimensionale Parameterdarstellung, so dass die Punkte der Fläche durch r(u, u 2 ) = x(u, u 2 )ê x + y(u, u 2 )ê y + z(u, u 2 )ê z beschrieben
1.4 Krummlinige Koordinaten I
15 1.4 Krummlinige Koordinaten I (A) Motivation zur Definition verschiedener Koordinatensysteme Oft ist es sinnvoll und zweckmäßig Koordinatensysteme zu verwenden, die sich an der Geometrie und/oder Symmetrie
1 Vektoralgebra (3D euklidischer Raum R 3 )
Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg WS 202/203 Vorlesung Elektrodynamik LAG PD Dr. Angelika Chassé) Vektoralgebra 3D euklidischer Raum R 3 ). Grundbegriffe = Vektordefinition
y (t) Wie berechnet sich die Ableitung von F aus den Ableitungen von x (t) und y (t)? Die Antwort gibt die erste Kettenregel
103 Differenzialrechnung 553 1035 Kettenregeln Die Kettenregel bei Funktionen einer Variablen erlaubt die Berechnung der Ableitung von verketteten Funktionen Je nach Verkettung gibt es bei Funktionen von
2.1 Ableitung eines Vektors nach einem Skalar
Kapitel 2 Differentiation von Feldern 2.1 Ableitung eines Vektors nach einem Skalar Wir betrachten einen Vektor im Raum, der sich zeitlich verändert, d.h. a(t). Für einen Zeitpunkt t + t gilt dann a =
I.1.3 b. (I.7a) I.1 Grundbegriffe der Newton schen Mechanik 9
I. Grundbegriffe der Newton schen Mechanik 9 I..3 b Arbeit einer Kraft Wird die Wirkung einer Kraft über ein Zeitintervall oder genauer über die Strecke, welche das mechanische System in diesem Zeitintervall
Fallender Stein auf rotierender Erde
Übungen zu Theoretische Physik I - Mechanik im Sommersemester 2013 Blatt 4 vom 13.05.13 Abgabe: 27. Mai Aufgabe 16 4 Punkte allender Stein auf rotierender Erde Wir lassen einen Stein der Masse m in einen
1.4 Gradient, Divergenz und Rotation
.4 Gradient, Divergenz und Rotation 5.4 Gradient, Divergenz und Rotation Die Begriffe Gradient, Divergenz und Rotation erfordern die partiellen Ableitung aus Abschnitt.. sowie das Konzept des Differentialoperators.
1 Mathematische Hilfsmittel
Mathematische Hilfsmittel. Vektoranalysis Wiederholung Vektor: Länge und Richtung Vektoraddition: A + B = B + A (A + B) + C = A + (B + C) kartesische Koordinaten: B A + B = i (a i + b i )e i A+B Multiplikation
Klassische Theoretische Physik I WS 2013/ Wegintegrale ( = 50 Punkte)
Karlsruher Institut für Technologie www.tkm.kit.edu/lehre/ Klassische Theoretische Physik I WS 213/214 Prof. Dr. J. Schmalian Blatt 2 Dr. P. P. Orth Abgabe und Besprechung 8.11.213 1. Wegintegrale 1 +
VIII.1.4 Magnetisches Feld induziert durch einfache Ladungsströme
V. Grundbegriffe und -ergebnisse der Magnetostatik 5 V..4 Magnetisches Feld induziert durch einfache Ladungsströme m Fall eines Ladungsstroms durch einen dünnen Draht vereinfacht sich das ntegral im Biot
2. Vorlesung Wintersemester
2. Vorlesung Wintersemester 1 Mechanik von Punktteilchen Ein Punktteilchen ist eine Abstraktion. In der Natur gibt es zwar Elementarteilchen (Elektronen, Neutrinos, usw.), von denen bisher keine Ausdehnung
2.3 Arbeit und Energie
38 KAPITEL. DYNAMIK EINES MASSENPUNKTES.3 Arbeit und Energie Wenn sich ein Massenpunkt in einem Kraftfeld bewegt so wird er entweder beschleunigt oder abgebremst. Man sagt auch an ihm wird vom Kraftfeld
1 = z = y + e. Nabla ist ein Vektor, der als Komponenten keine Zahlen sondern Differentiationsbefehle
Anmerkung zur Notation Im folgenden werden folgende Ausdrücke äquivalent benutzt: r = x y = x 1 x 2 z x 3 1 Der Vektoroperator Definition: := e x x + e y y + e z z = x y z. Nabla ist ein Vektor, der als
Theoretische Physik: Mechanik
Ferienkurs Theoretische Physik: Mechanik Sommer 2017 Vorlesung 1 (mit freundlicher Genehmigung von Merlin Mitschek und Verena Walbrecht) Technische Universität München 1 Fakultät für Physik Inhaltsverzeichnis
Technische Mechanik 3
Technische Mechanik 3 2. Kinematik eines Massenpunktes 2.1. Grundbegriffe, kartesische Koordinaten 2.2. Geradlinige Bewegung 2.3. Ebene Bewegung, Polarkoordinaten 2.4. räumliche Bewegung, natürliche Koordinaten
Prof. Dr. J. Schumacher Merkblatt zur Strömungsmechanik 1 Institut für Thermo- und Fluiddynamik Technische Universität Ilmenau
Prof. Dr. J. Schumacher Merkblatt zur Strömungsmechanik 1 Institut für Thermo- und Fluiddynamik Technische Universität Ilmenau Mathematische Grundlagen Mit den folgenden mathematischen Grundlagen sollten
2. VEKTORANALYSIS 2.1 Kurven Definition: Ein Weg ist eine stetige Abbildung aus einem Intervall I = [a; b] R in den R n : f : I R n
2. VEKTORANALYSIS 2.1 Kurven Definition: Ein Weg ist eine stetige Abbildung aus einem Intervall I = [a; b] R in den R n : f : I R n f ist in dem Fall ein Weg in R n. Das Bild f(t) des Weges wird als Kurve
Theoretische Physik 1, Mechanik
Theoretische Physik 1, Mechanik Harald Friedrich, Technische Universität München Sommersemester 2009 Mathematische Ergänzungen Vektoren und Tensoren Partielle Ableitungen, Nabla-Operator Physikalische
2. Räumliche Bewegung
2. Räumliche Bewegung Wenn die Bahn des Massenpunkts nicht bekannt ist, reicht die Angabe einer Koordinate nicht aus, um seinen Ort im Raum zu bestimmen. Es muss ein Ortsvektor angegeben werden. Prof.
11. Vorlesung Wintersemester
11. Vorlesung Wintersemester 1 Ableitungen vektorieller Felder Mit Resultat Skalar: die Divergenz diva = A = A + A y y + A z z (1) Mit Resultat Vektor: die Rotation (engl. curl): ( rota = A Az = y A y
Sei Φ(x, y, z) ein skalares Feld, also eine Funktion, deren Wert in jedem Raumpunkt definiert ist.
Beim Differenzieren von Vektoren im Zusammenhang mit den Kreisbewegungen haben wir bereits gesehen, dass ein Vektor als dreiwertige Funktion a(x, y, z) aufgefasst werden kann, die an jedem Punkt im dreidimensionalen
Helmuts Kochrezept Nummer 5:
Helmuts Kochrezept Nummer : Lokale Koordinatentransformation von Vektorfedern Version 2, 19.03.2018) Dieses Kochrezept erklärt Dir, wie du ein Vektorfeld von einem orthonormalen Koordinatensystem z.b.
V5.1 Definition eines Koordinatensystems Ein Koordinatensystem ist eine "glatte" Abbildung von Vektoren auf Koordinaten
V5 Krummlinige Koordinatensysteme Übersicht / Vorschau: Motivation: Symmetrien des Systems ausnutzen, um Beschreibung zu vereinfachen! Beispiel Stromdurchflossener Leiter: Stärke des Magnetfelds hängt
Vektoren - Die Basis
Vektoren - Die Basis Motivation (Als Vereinfachung - der Schreibarbeit - wählen wir meistens Vektoren in R 2.) Eigentlich ist ja Alles klar! Für einen Vektor a gilt a = ( a x a y )! Am Ende werden wir
2. Räumliche Bewegung
2. Räumliche Bewegung Prof. Dr. Wandinger 1. Kinematik des Punktes TM 3 1.2-1 2. Räumliche Bewegung Wenn die Bahn des Punkts nicht bekannt ist, reicht die Angabe einer Koordinate nicht aus, um seinen Ort
JoachimlRisius. Vektorrechnung. Koordinaten, Vektoren, Matrizen, Tensoren und Grundlagen der Vektoranalysis. VOGEL-VERU^G
JoachimlRisius Vektorrechnung Koordinaten, Vektoren, Matrizen, Tensoren und Grundlagen der Vektoranalysis. VOGEL-VERU^G Inhaltsverzeichnis 1. Darstellung von Punkten durch Koordinatensysteme 11 1.1. Die
2. Räumliche Bewegung
2. Räumliche Bewegung Prof. Dr. Wandinger 1. Kinematik des Punktes TM 3 1.2-1 2. Räumliche Bewegung Wenn die Bahn des Punkts nicht bekannt ist, reicht die Angabe einer Koordinate nicht aus, um seinen Ort
Vorlesung Mathematik für Ingenieure 2 (Sommersemester 2009)
1 Vorlesung Mathematik für Ingenieure 2 (Sommersemester 2009) Kapitel 10: Differenzialrechnung R n R m Volker Kaibel Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Version vom 27. März 2009) Differenzialrechnung
Lineare Algebra. Mathematik II für Chemiker. Daniel Gerth
Lineare Algebra Mathematik II für Chemiker Daniel Gerth Überblick Lineare Algebra Dieses Kapitel erklärt: Was man unter Vektoren versteht Wie man einfache geometrische Sachverhalte beschreibt Was man unter
Ausgewählte Mathematische Hilfsmittel Formelsammlung zu Physik I. Uwe Thiele
Ausgewählte Mathematische Hilfsmittel Formelsammlung zu Physik I Uwe Thiele Institut für Theoretische Physik Westfälische Wilhelms-Universität Münster Version vom 5. April 2015 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Zylinderkoordinaten 1 E1. Ma 2 Lubov Vassilevskaya
Zylinderkoordinaten E E E3 Berechnung in beliebigen krummlinigen Koordinaten Die Koordinaten sind durch die Beziehungen definiert: x x u, v, w, y y u, v, w, z z u, v, w Für sie sollen stetige partielle
Kapitel 2. Kinematik des Massenpunktes. 2.1 Einleitung. 2.2 Massenpunkt. 2.3 Ortsvektor
Kapitel 2 Kinematik des Massenpunktes 2.1 Einleitung In diesem Kapitel behandeln wir die Bewegung von einem oder mehreren Körpern im Raum. Wir unterscheiden dabei zwischen Kinematik und Dynamik. Die Kinematik
Ableitungen von skalaren Feldern Der Gradient
Ableitungen von skalaren Feldern Der Gradient In der letzten Vorlesung haben wir das zu einem konservativen Kraftfeld zugehörige Potential V ( r) = F ( s) d s + V ( r0 ) kennengelernt und als potentielle
Mathematische Einführung
Lehrstuhl für Technische Elektrophysik Technische Universität München Übungen zu "Elektrizitätslehre" (Prof. Wachutka) Mathematische Einführung Die vorliegende Einführung in die Mathematik zur Vorlesung
Mathematische Kurven sind uns aus den verschiedensten Zusammenhängen vertraut. Wir stellen hier kurz die wichtigsten Begriffe zusammen.
10.1. Ebene Kurven Mathematische Kurven sind uns aus den verschiedensten Zusammenhängen vertraut. Wir stellen hier kurz die wichtigsten Begriffe zusammen. Parameterdarstellungen einer Kurve sind stetige
Integralrechnung für GLET
Freitagsrunden Tech Talk November 2, 2012 1 Grundlagen Rechenregeln für Integrale 2 Mehrdimensionale Integrale Flächenintegrale Volumenintegrale Lösbar? 3 Kugel- und Zylinderkoordinaten Kugelkoordinaten
Lineare Algebra: Theorie und Anwendungen
Lineare Algebra: Theorie und Anwendungen Sommersemester 2012 Bernhard Burgeth Universität des Saarlandes c 2010 2012, Bernhard Burgeth 1 VEKTOREN IN DER EBENE UND IM RAUM 2 1 Vektoren in der Ebene und
2.2 Kollineare und koplanare Vektoren
. Kollineare und koplanare Vektoren Wie wir schon gelernt haben, können wir einen Vektor durch Multiplikation mit einem Skalar verlängern oder verkürzen. In Abbildung 9 haben u und v die gleiche Richtung,
1 Krummlinige Koordinatensysteme
1 Krummlinige Koordinatensysteme 1.1 Ebene Polarkoordinaten Ebene Polarkoordinaten sind für zweidimensionale rotationssymmetrische Probleme geeignet. Die Länge der gedachten Verbindungslinie eines Punktes
Mathematische Grundlagen für die Vorlesung. Differentialgeometrie
Mathematische Grundlagen für die Vorlesung Differentialgeometrie Dr. Gabriele Link 13.10.2010 In diesem Text sammeln wir die nötigen mathematischen Grundlagen, die wir in der Vorlesung Differentialgeometrie
Einleitung 2. 1 Koordinatensysteme 2. 2 Lineare Abbildungen 4. 3 Literaturverzeichnis 7
Sonja Hunscha - Koordinatensysteme 1 Inhalt Einleitung 2 1 Koordinatensysteme 2 1.1 Kartesisches Koordinatensystem 2 1.2 Polarkoordinaten 3 1.3 Zusammenhang zwischen kartesischen und Polarkoordinaten 3
Vektoren, Vektorräume
Vektoren, Vektorräume Roman Wienands Sommersemester 2010 Mathematisches Institut der Universität zu Köln Roman Wienands (Universität zu Köln) Mathematik II für Studierende der Chemie Sommersemester 2010
1 Vorlesungen: und Vektor Rechnung: 1.Teil
1 Vorlesungen: 4.10.005 und 31.10.005 Vektor Rechnung: 1.Teil Einige in der Physik auftretende Messgrößen sind durch eine einzige Zahl bestimmt: Temperatur T K Dichte kg/m 3 Leistung P Watt = J/s = kg
1 Fraktale Eigenschaften der Koch-Kurve
Anhang Inhaltsverzeichnis Fraktale Eigenschaften der Koch-Kurve iii. Einführung.................................. iii.2 Defintion.................................... iii.3 Gesamtlänge der Koch-Kurve........................
Vorlesung Mathematik für Ingenieure II (Sommersemester 2008)
Vorlesung Mathematik für Ingenieure II (Sommersemester 8) Kapitel : Differenzialrechnung R n R m Volker Kaibel Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Version vom 8. Mai 8) Differenzialrechnung R R 4
7.4. Gradient, Niveau und Tangentialebenen
7.4. Gradient Niveau und Tangentialebenen Wieder sei f eine differenzierbare Funktion von einer Teilmenge A der Ebene R -dimensionalen Raumes R n ) nach R. (oder des n Der Anstieg von f in einem Punkt
Teil 8. Vektoranalysis
Teil 8 Vektoranalysis 5 6 8. kalar- und Vektorfelder kalarfeld alternative chreibweisen: U = U(x, y, z) = U( r) R 3 P U(P ) R Visualisierung durch Niveaumengen oder Einschränkungen auf achsenparallele
Kinematik des Massenpunktes
Technische Mechanik II Kinematik des Massenpunktes Prof. Dr.-Ing. Ulrike Zwiers, M.Sc. Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau Hochschule Bochum WS 2009/2010 Übersicht 1. Kinematik des Massenpunktes Eindimensionale
Transformation Allgemeines Die Lage eines Punktes kann durch einen Ortsvektor (ausgehend vom Ursprung des Koordinatensystems
Transformation - 1 1. Allgemeines 2. Zwei durch eine Translation verknüpfte gleichartige Basissysteme 3. Zwei durch eine Translation verknüpfte verschiedenartige Basissysteme (noch gleiche Orientierung)
Übungsblatt
Übungsblatt 3 3.5.27 ) Die folgenden vier Matrizen bilden eine Darstellung der Gruppe C 4 : E =, A =, B =, C = Zeigen Sie einige Gruppeneigenschaften: a) Abgeschlossenheit: Berechnen Sie alle möglichen
1 Ableitungen. Definition: Eine Kurve ist eine Abbildung γ : I R R n, γ besteht also aus seinen Komponentenfunktionen. a 1 + tx 1. eine Kurve.
1 Ableitungen Definition: Eine Kurve ist eine Abbildung γ : I R R n, γ besteht also aus seinen Komponentenfunktionen γ 1 (t) γ(t) = γ n (t) Bild(γ) = {γ(t) t I} heißt auch die Spur der Kurve Beispiel:1)
Abb. 5.10: Funktion und Tangentialebene im Punkt ( ) ( ) ( ) 3.) Die Zahlenwerte und in Gleichung (Def. 5.11) berechnen sich durch ( ) ( )
Abb. 5.0: Funktion und Tangentialebene im Punkt Aus der totalen Differenzierbarkeit folgt sowohl die partielle Differenzierbarkeit als auch die Stetigkeit von : Satz 5.2: Folgerungen der totalen Differenzierbarkeit
Symmetrie von Naturgesetzen - Galilei-Transformationen und die Invarianz der Newton schen Gesetze
Symmetrie von Naturgesetzen - Galilei-Transformationen und die Invarianz der Newton schen Gesetze Symmetrie (Physik) (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie) Symmetrie ist ein grundlegendes Konzept der
Koordinatensysteme der Erde
Koordinatensysteme der Erde Es gibt verschiedene Arten, die Position eines Punktes auf der Oberfläche einer Kugel (manchmal auch Sphäre genannt) darzustellen, jede hat ihre Vor-und Nachteile und ist für
5.2 Drehimpuls, Drehmoment und Trägheitstensor
186 KAPITEL 5. STARRE KÖRPER 5. Drehimpuls, Drehmoment und Trägheitstensor Wie wir im vorhergehenden Abschnitt gesehen haben, besitzt ein starrer Körper 3 Freiheitsgrade zur Beschreibung seiner Position
Transformation - 3. Für "übliche" Anwendungen in der Geometrie ist es sinnvoll, bei Transformationen eine gleiche
Transformation - 3 Wiederholung und spezielle Angaben im Zusammenhang mit Kreis-Berechnungen 1. Problemstellung Im Zusammenhang mit der Berechnung von Schnittflächen kann es sinnvoll sein, die Berechnung
1. Vektoralgebra 1.0 Einführung Vektoren Ein Vektor ist eine Größe, welche sowohl einen Zahlenwert (Betrag) als auch eine Richtung hat.
1. Vektoralgebra 1.0 Einführung Vektoren Ein Vektor ist eine Größe, welche sowohl einen Zahlenwert (Betrag) als auch eine Richtung hat. übliche Beispiele: Ort r = r( x; y; z; t ) Kraft F Geschwindigkeit
3 Vektoren im Koordinatensystem
Stiftsschule Engelberg PAM Schuljahr 7/8 Vektoren im Koordinatensystem. Vektoren in Dimensionen Wir verwenden ein orthonormiertes System: Ursprung (Nullpunkt O x- und y-achse stehen senkrecht (orthogonal
2.4 Gradient Euklidischer Isomorphismus: Vektorfelder 1-Formen
2.4 Gradient Für eine differenzierbare Funktion f : X R kennen wir bereits das Differenzial df. Ist der Differenzvektorraum V des affinen Raums X mit der geometrischen Struktur eines Euklidischen Skalarprodukts
Mehrdimensionale Integralrechnung 2
Mehrdimensionale Integralrechnung Quiz Wir wollen die Dynamik zweier Teilchen beschreiben, die über ein hoch elastisches Seil verbunden sind und sich wild im Raum bewegen! Ein Kollege schlägt dazu vor
1 Definition und Konstruktion vektorwertiger Funktionen und Funktionen mehrerer Variabler
Zusammenfassung Kapitel IV: Funktionen mehrerer Veränderlicher und vektorwertige Funktionen 1 Definition und Konstruktion vektorwertiger Funktionen und Funktionen mehrerer Variabler Definition vektorwertige
Betrachtet man einen starren Körper so stellt man insgesamt sechs Freiheitsgrade der Bewegung
Die Mechanik besteht aus drei Teilgebieten: Kinetik: Bewegungsvorgänge (Translation, Rotation) Statik: Zusammensetzung und Gleichgewicht von Kräften Dynamik: Kräfte als Ursache von Bewegungen Die Mechanik
2.3.4 Drehungen in drei Dimensionen
2.3.4 Drehungen in drei Dimensionen Wir verallgemeinern die bisherigen Betrachtungen nun auf den dreidimensionalen Fall. Für Drehungen des Koordinatensystems um die Koordinatenachsen ergibt sich 1 x 1
Vektorrechnung. 10. August Inhaltsverzeichnis. 1 Vektoren 2. 2 Grundlegende Rechenoperationen mit Vektoren 3. 3 Geometrie der Vektoren 5
Vektorrechnung 0. August 07 Inhaltsverzeichnis Vektoren Grundlegende Rechenoperationen mit Vektoren 3 3 Geometrie der Vektoren 5 4 Das Kreuzprodukt 9 Vektoren Die reellen Zahlen R können wir uns als eine
Länge, Skalarprodukt, Vektorprodukt
Länge, Skalarprodukt, Vektorprodukt Jörn Loviscach Versionsstand: 20. April 2009, 19:39 1 Überblick Ein Vektorraum muss nur eine Minimalausstattung an Rechenoperationen besitzen: die Addition zweier Vektoren
1.3. DAS COULOMBSCHE GESETZ, ELEKTROSTATISCHES FELD 9
8 KAPITEL. ELEKTROSTATIK.3 Das Coulombsche Gesetz, elektrostatisches Feld Zur Einführung verschiedener Grundbegriffe betrachten wir zunächst einmal die Kraft, die zwischen zwei Ladungen q an der Position
1 Die drei Bewegungsgleichungen
1 Die drei Bewegungsgleichungen Unbeschleunigte Bewegung, a = 0: Hier gibt es nur eine Formel, nämlich die für den Weg, s. (i) s = s 0 + v t s ist der zurückgelegte Weg, s 0 der Ort, an dem sich der Körper
einer Raumkurve, wobei t als Zeitparameter interpretiert wird. w( t ) beschreibt also den kinematischen Kurvendurchlauf (κ ι ν ε µ α = Bewegung).
10.4. Raumkurven Kinematik Wir betrachten eine zweimal differenzierbare Parameterdarstellung w( t) x( t ) y( t ) z( t ) einer Raumkurve, wobei t als Zeitparameter interpretiert wird. w( t ) beschreibt
Vorlesung: Analysis II für Ingenieure. Wintersemester 07/08. Michael Karow. Themen: Koordinatensysteme, klassische Differentialoperatoren
Vorlesung: Analsis II für Ingenieure Wintersemester 07/08 Michael Karow Themen: Koordinatenssteme, klassische Differentialoperatoren Polarkoordinaten = cos() = sin() = 2 + 2 =(,) tan() = für 0. Winkel
3.3. Drehungen und Spiegelungen
3.3. Drehungen und Spiegelungen Drehungen und Spiegelungen in der Ebene Die Multiplikation einer komplexen Zahl z = x + i y (aufgefaßt als Punkt oder Ortsvektor der Ebene) mit der Zahl w = e ( ) = i φ
& sind die Vektorkomponenten von und sind die Vektorkoordinaten von. A x. a) Der Betrag eines Vektors
Einführu hnung Was ist ein Vektor? In Bereichen der Naturwissenschaften treten Größen auf, die nicht nur durch eine Zahlenangabe dargestellt werden können, wie Kraft oder Geschwindigkeit. Zur vollständigen
3. Die Divergenz und die Quellen des elektrischen Feldes
3. Die Divergenz und die Quellen des elektrischen Feldes Das Gauß sche Gesetz V E d f = ɛ Q in = ɛ V ρ el dv stellte eine beachtliche Verbindung her zwischen dem elektrischen Feld E und seinen Quellen,
Blatt 1. Kinematik- Lösungsvorschlag
Fakultät für Physik der LMU München Lehrstuhl für Kosmologie, Prof. Dr. V. Mukhanov Übungen zu Klassischer Mechanik (T1) im SoSe 011 Blatt 1. Kinematik- Lösungsvorschlag Aufgabe 1.1. Schraubenlinie Die
Klassische Theoretische Physik II (Theorie B) Sommersemester 2016
Karlsruher Institut für Technologie Institut für Theorie der Kondensierten Materie Klassische Theoretische Physik II (Theorie B) Sommersemester 216 Prof. Dr. Alexander Mirlin Musterlösung: Blatt 9. PD
Theoretische Physik: Mechanik
Ferienkurs Theoretische Physik: Mechanik Sommer 2016 Vorlesung 1 (mit freundlicher Genehmigung von Verena Walbrecht) Technische Universität München 1 Fakultät für Physik Inhaltsverzeichnis 1 Mathematische
Divergenz, Rotation und Laplace-Operator
6 Divergenz, Rotation und Laplace-Operator... Stokes besaß einen sehr wichtigen prägenden Einfluss auf die folgenden Generationen von Cambridge-Studenten, unter ihnen auch Maxwell. Zusammen mit Green,
Klassische Theoretische Physik I WS 2013/ Kronecker und Levi-Civita Symbole ( = 50 Punkte)
Karlsruher Institut für Technologie www.tkm.kit.edu/lehre/ Klassische Theoretische Physik I WS 2013/2014 Prof. Dr. J. Schmalian Blatt 4 Dr. P. P. Orth Abgabe und Besprechung 22.11.2013 1. Kronecker und
KAPITEL VIII. Elektrostatik. VIII.1 Elektrisches Potential. VIII.1.1 Skalarpotential. VIII.1.2 Poisson-Gleichung
KAPITEL III Elektrostatik Hier fehlt die obligatorische Einleitung... Im stationären Fall vereinfachen sich die Maxwell Gauß und die Maxwell Faraday-Gleichungen für die elektrische Feldstärke E( r) die
3. Kreisbewegung. Punkte auf einem Rad Zahnräder, Getriebe Drehkran Turbinen, Hubschrauberrotor
3. Kreisbewegung Ein wichtiger technischer Sonderfall ist die Bewegung auf einer Kreisbahn. Dabei hat der Massenpunkt zu jedem Zeitpunkt den gleichen Abstand vom Kreismittelpunkt. Beispiele: Punkte auf
6 Vektoranalysis Kurven
6 Vektoranalysis Kurven Zoltán Zomotor Versionsstand: 31. Juli 2014, 13:51 Die nummerierten Felder bitte mithilfe der Videos ausfüllen: http://www.z5z6.de This work is based on the works of Jörn Loviscach
TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Prof Dr M Keyl M Kech TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Zentrum Mathematik Mathematik für Physiker 3 (Analysis 2) MA923 http://wwwm5matumde/allgemeines/ma923_26s Sommersem 26 Probeklausur (4726) Krümmung
(a) Transformation auf die generalisierten Koordinaten (= Kugelkoordinaten): ẏ = l cos(θ) θ sin(ϕ) + l sin(θ) cos(ϕ) ϕ.
Karlsruher Institut für Technologie Institut für Theorie der Kondensierten Materie Theoretische Physik B - Lösungen SS 10 Prof. Dr. Aleander Shnirman Blatt 5 Dr. Boris Narozhny, Dr. Holger Schmidt 11.05.010
10. und 11. Vorlesung Sommersemester
10. und 11. Vorlesung Sommersemester 1 Die Legendre-Transformation 1.1 Noch einmal mit mehr Details Diese Ableitung wirkt einfach, ist aber in dieser Form sicher nicht so leicht verständlich. Deswegen
Physik I Einführung in die Physik Mechanik
Physik I Einführung in die Physik Mechanik Winter 15/16, Prof. Thomas Müller, IEKP, KIT Aufgabenblatt ; Übung am 11.November (Mittwoch) 1. Sportwagen (a) Jeder Summand muss die Einheit m s haben, daher
Vektoren. Kapitel 3. 3.1 Skalare, Vektoren, Tensoren. 3.2 Vektoren
Kapitel 3 Vektoren 31 Skalare, Vektoren, Tensoren Viele physikalische Größen lassen sich bei bekannter Maßeinheit durch Angabe ihres Betrages als reelle Zahl vollständig angeben Solche Größen nennt man
