Thesenpapier-Collage: Wandel der Bildungsberufe und Professionalisierungsstrategien Thematisches Monitoring europäischer Projekte

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1 Thesenpapier-Collage: Wandel der Bildungsberufe und Professionalisierungsstrategien Thematisches Monitoring europäischer Projekte Inhalt: 1. Entstehungszusammenhang dieses Papiers 2. Professionalisierung, Rollenwandel und zukünftige Bedarfe bei Bildungsberufen 3. Berufsfeld Bildung Herausforderungen beim Transfer europäischer Projektergebnisse zu Qualifikationen des Bildungspersonals und Forderungen aus Projektträgersicht 4. Ansatzpunkte und Perspektiven für den Transfer der Projektergebnisse zur Professionalisierung des Bildungspersonals Ideen und Forderungen der Projekte zur Professionalisierung der Bildungsberufe 1. Entstehungszusammenhang dieses Papiers In vier eintägigen Veranstaltungen von März 2011 bis Juni 2012 arbeiteten Bildungsexperten und Projektkoordinator/innen und Projektmitarbeiter/innen zusammen. Ziel der Zusammenarbeit war es die Vernetzung zwischen Projekten und Experten sowie die Verbreitung der Projektergebnisse zu verstärken. Der Austausch hatte vor allem den Zweck, den Transfer und die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse, die alle zum Rollenwandel der Bildungsberufe arbeiteten und Berufs- /Kompetenzprofile, Weiterbildungskonzepte entwickelten, im Bildungssystem und in der Bildungspraxis zu befördern. 1 von 10

2 Zentrale Fragestellung des Thematischen Monitoringprozesses war: Wie gezielt, verfahrenskompatibel und systematisierend - bezogen auf Ordnungs- und Akkreditierungsverfahren von Qualifikationen - sollten Projektergebnisse sein, um sie in der Bildungspraxis anzuwenden und im nationalen Bildungssystem zu verankern und damit so ein nachhaltiger Transfer der Projektergebnisse erreicht wird? Die Frage nach den Bedingungen der Professionalisierung der Qualifikationen des Bildungspersonals und den ordnungspolitischen Strukturen für Bildungsberufe, auf die die Projekte treffen, wenn sie ihre Projektergebnisse im Bildungssystem verankern wollen, zog sich daher wie ein roter Faden durch den Diskussionsprozess. Beim folgenden Thesenpapier handelt es sich um eine Collage, die sich zusammensetzt aus einem Brainstorming der Projekte zur Zukunft der Professionalisierung der Bildungsberufe, aus grundlegenden Verständigungen zum Thema Professionalisierung und Rollenwandel, aus Überlegungen und Ansatzpunkten zu Transferstrategien und Verankerung der Projekteergebnisse in Bildungssystem und praxis. Die folgende Thesenpapier-Collage versucht einige Eckpunkte sowie Gedanken, Ideen, Forderungen und Fragestellungen aus der Diskussion zur Professionalisierung der Bildungsberufe zusammenzutragen. Insofern wirft sie Schlaglichter auf den Arbeitsprozess im Thematischen Monitoring und kann für andere Projekte, die sich dem Thema Professionalisierung des Bildungspersonals widmen, als Orientierung und Anregung dienen. Die bildungspolitische Einordnung sowie die Themen und Referenzprojekte des Thematischen Monitorings können auf der NA-BIBB-Website nachgelesen werden. 2. Professionalisierung, Rollenwandel und zukünftige Bedarfe bei Bildungsberufen Im Folgenden sind die wichtigsten Diskussionspunkte zu Definition von Professionalisierung und Rollenwandel beim Bildungspersonal angesprochen und stichpunktartig zukünftige Bedarfe benannt. Eckpunkte einer Definition von Professionalisierung Professionalisierung ist die Entwicklung einer ausgeübten Tätigkeit zu einem Beruf, mit effizienzsteigernden, qualitätsverbessernden und standardisierenden Wirkungen. (Dr. Ulrich Blötz) Professionalisierung Berufsbild, Berufsprofil, Kompetenzprofil Qualifikationsstandards Curricula, Module, WB-Konzepte Zusatzqualifikationen Inhalte (Projekte) Berufsethos, Status Gestaltungs- /Entscheidungsfreiheit (Fach- /Berufsverbände) Bezahlung Akzeptanz Wertschätzung (Sozialpartner) A. Mohoric: TM Professionalisierung des Bildungspersonals, Bonn von 10

3 Die Qualität der Aus- und Weiterbildung steht und fällt mit der Qualität des Bildungspersonals, insofern sind die Qualifikationen und Qualifizierung des Bildungspersonals entscheidendes Ziel der Professionalisierung. Wege der Professionalisierung: Transparenz: gemeinsames Verständnis; Definition und Beschreibung von Qualifikationen, Berufsbildern, kompetenzorientierten Lerneinheiten und beruflicher Aus- und Weiterbildungscurricula zur Qualifizierung des Bildungspersonals Qualifikationsstandards: Zertifizierungs-/ Akkreditierungsstellen, Qualität Durchlässigkeit: Anerkennung, Anrechnung, Anschlussfähigkeit, Zugang, Entwicklungswege, Verzahnungsmöglichkeiten von Qualifikationen Der Stand der Professionalisierung in einzelnen Tätigkeitsfeldern des Bildungspersonals ist im Überblick auf der Homepage zu finden. Die Akzeptanz von geschaffenen Qualifikationen, Berufsprofilen und Fort- und Weiterbildungsangeboten ist marktabhängig Geregelte Qualifizierung ist die eine Seite, Akzeptanz ist die andere Seite der Professionalisierung. Anerkennungsprozesse sind dem Markt überlassen. Für Teilnehmende an Fort- und Weiterbildungsangeboten sind die Frage nach der Anerkennung und den Nutzen für die eigene berufliche Qualifikation entscheidend und bestimmen daher die Nachfrage. Ob sich eine Qualifikation einheitlich durchsetzt, wird die Entwicklung des Bedarfs (z.b. pädagogische Qualifizierung für Ausbilder bei Anstieg benachteiligter Jugendlicher in der Ausbildung), und die Reaktion des Qualifizierungssystems langfristig zeigen. Erst dann kann ein Berufsprofil seine Wirkung bezüglich Aufstiegsmöglichkeiten, Durchlässigkeit und entsprechender Bezahlung vollständig entfalten. Ein geschaffenes Qualifikationsprofil ist auch von der Akzeptanz und den Strukturen in den Unternehmen abhängig (z.b. Die Funktionsdifferenzierung bei Ausbildern hat eine ganz andere Weisungskompetenz zu Folge). D.h. die Verbreitung und das Schaffen von Angebot und Nachfrage in der Bildungspraxis/ im (Weiterbildungs-)markt und die Lobbyarbeit bezüglich Regelung und Verankerung im Bildungssystem sind entscheidend für die Professionalisierungsstrategie und den Transfer der Projektergebnisse. Der Rollenwandel des Bildungspersonals dauert an und bestimmt zukünftige Bedarfe. Die Rollen, Aufgaben und Anforderungen des Berufsbildungspersonals sind seit Jahren einem Veränderungsprozess unterworfen. Im Kompetenzrahmen für Bildungspersonal in der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung (Website) wurden die Eckpunkte der Anforderungen und neuen Bedingungen des Lernens und Lehrens auf europäischer Ebene zusammengefasst. Auslöser der Veränderungen ist die technische Entwicklung und damit einhergehend der organisatorische Wandel der Unternehmen sowie die Internationalisierung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts. Das Ziel der Wissensgesellschaft fordert Lebenslanges Lernen vom Kleinkindalter bis ins hohe Alter. Inklusion verlangt Bildungschancen und gleiche Teilhabe für alle Teilnehmenden. 3 von 10

4 Rollenwandel und Professionalisierung Lernbegleitung Berufs- /Kompetenzprofil Beratung Berufsbild Zusatzqualifik ation Modul WB- Konzep t Organisationsentwicklung Arbeitsmarkt- Sozialkompetenzen A. Mohoric: TM Professionalisierung des Bildungspersonals, Bonn Tätigkeitsanforderungen des Bildungspersonals, zu denen die Projekte arbeiten, und mögliche (Teil-)Ziele der Projektprodukte Vom Bildungspersonal wird erwartet, dass es das Lernen ermöglicht, d.h. es ist heutzutage als Tutor, Berater, Lernbegleiter, Mentor, Coach im Lernprozess tätig. Damit gehen folgende Anforderungen einher: z.b. über das Wissen von Lernschwierigkeiten und besonderen Förderbedarf verfügen, die Fertigkeiten und Kompetenzen haben diese zu identifizieren und Beratungsmethoden Coaching-, Mentoring -Techniken anzuwenden. Im Mittelpunkt steht, das Selbstlernen der Auszubildenden zu befördern. Es vollzieht sich ein Paradigmenwechsel zu vernetztem Lernen und den Lehrenden als Partner und Moderatoren im Lernprozess. Organisational change Reforms and changing political priorities Internationalisation Technological development VET professionals: New roles & competence requirements Labour market development New target groups Changing paradigms of learning Cultural Changes Schaubild: Working context of VET professionals (vgl. Kompetenzrahmen für Berufsbildungspersonal - Volmari u.a.2009, S.20) 4 von 10

5 Aus Sicht der Projektträger ist ein Prozess des Umdenkens beim Bildungspersonal erforderlich, der gerade erst begonnen hat. Es vollzieht sich nur langsam ein verändertes Rollenverständnis weg vom Wissensvermittler hin zum Lernbegleiter. Mit (Bildungs-)Beratung und Lernbegleitung sind zwei Schwerpunkte benannt, die die Projekte bearbeiten. Desweiteren sind Berufs- oder Kompetenzprofile für Bildungspersonal in den verschiedenen Bildungsbereichen im Fokus der Projektarbeit, um die Professionalisierung von Tätigkeitsprofilen weiter voran zu bringen. Zur Veränderung der Tätigkeiten und der Vielfalt der Rollenanforderungen bedarf es zukünftig an weiterer Entwicklung von Qualifizierungen und Aufbau von neuen Qualifikationen beim Bildungspersonal. Angesichts von Autonomie, dem Anspruch nach Profilierung und Qualitätsentwicklung der Bildungseinrichtungen ist die Organisationsentwicklung zukünftig ein weites Feld, dessen Bedarf an Rollenund Kompetenzentwicklung beim Bildungspersonal noch lange nicht gedeckt ist, so die Auffassung der Diskussionsteilnehmenden. Auf europäischer Ebene werden Professionalisierungsbedarfe zum einen bei der Kompetenzentwicklung und neuen Tätigkeitsanforderungen des Berufsbildungspersonals zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit wahrgenommen und zum andern bei der Systematisierung des Bildungsbereichs durch die Entwicklung von Berufsprofilen und Berufslaufbahnen sowie deren Validierung und Zertifizierung für Erwachsenenbildungspersonal gesehen. Kompetenzentwicklung und Ausbau der Schlüsselqualifikationen beim Bildungspersonal werden als zukünftige Bedarfe angesehen. Selbststeuerungskompetenzen als Schlüsselkompetenz für alle Lernenden besonders wichtig, um die eigenen Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt flexibel anzuwenden und Lebenslanges Lernen zu praktizieren. Dies bedeutet beispielsweise Literacy und Unternehmergeist als globale Kompetenzen bzw. übergreifende Querschnitts-Kompetenzen beim Bildungspersonal zu entwickeln. Insbesondere die sozialen Kompetenzen des Bildungspersonals sowie Projekt-, Sprach-, psychologische, interkulturelle Kompetenzen aber auch Medien- und Kommunikation-/ Präsentationskompetenzen sind nach wie vor zu stärken. Folgende Entwicklungen sind in Zukunft wichtig: Bildung als (Qualitäts-)Prozess zu planen und zu dokumentieren; kompetenzorientiertes Lernen umzusetzen; verschiedene Kompetenzmodelle einzuschätzen und informelle Kompetenzen zu erfassen sowie die eigenen Ressourcen, Stärken und Kompetenzen zu erkennen. 3. Berufsfeld Bildung Herausforderungen beim Transfer europäischer Projektergebnisse zu Qualifikationen des Bildungspersonals und Forderungen aus Projektträgersicht Das Berufsfeld Bildung umfasst sowohl sehr stark geordnete Bereiche mit klaren Berufsbildern als auch sehr ungeregelte Bereiche mit undefinierten Tätigkeitsprofilen. Insofern treffen die Projekte auf besondere Herausforderungen bei Transfer und Nachhaltigkeit ihrer Projektergebnisse. Als schwierig aber nicht aussichtslos, könnte die Haltung der Projekte bezeichnet werden, die sich mit europäischem Know How und Kreativität der Thematik stellen. Im Folgenden sind Ziele, Anknüpfungspunkte der Projekte und Handlungsbedarf bei Transparenz und Durchlässigkeit für Bildungsberufe und Qualifikationen des Bildungspersonals aus Projektträgersicht aufgelistet. 5 von 10

6 Ein Leitbild oder eine Landkarte der Bildungsberufe fehlt. Angesichts von Wissensgesellschaft und Lebenslangem Lernen ist Bildung zu einem boomenden Markt geworden. Marktwert, Wertschätzung und Anerkennung der Bildungsberufe und Tätigkeitsprofile fallen jedoch äußerst unterschiedlich aus. Das Spektrum der in der Bildung Tätigen bewegt sich vom hochdotierten Dozenten in (Inhouse)-Schulungen bei (Groß)Unternehmen und schlecht bezahlten Trainern bei Volkshochschulen und Weiterbildungsträgern, die in den Niedriglohnsektor fallen. Hintergrund dieser Problematik ist: Ein unüberschaubarer weitgehend ungeregelter Weiterbildungsmarkt Fort- und Weiterbildungen sind an Angebot und Nachfrage orientiert Die Erwachsenenbildung ringt um Professionalisierung für Tätigkeitsprofile wie Erwachsenenbildner/in, Trainer/in, Bildungs-Berater/in Lehreraus- und -weiterbildung ist bei den Ländern geregelt (Bildungs-Föderalismus) Die Berufsbildung begrenzt sich auf AEVO, Aus- und Weiterbildungspädagoge sowie Berufspädagoge (Bundesebene); die Ausbildungstätigkeit ausbildender Fachkräfte ist nach wie vor ein weitgehend unerforschtes Gebiet Landkarte Bildungsberufe Lehrer Ziele: Transparenz Durchlässigkeit Erwachsenenbildner Berufspädagoge EQR/ DQR Niveaus Ausbilder Coaching Lernbegleitung Professionalisierung A. Mohoric: TM Professionalisierung des Bildungspersonals, Bonn Leitbild der Bildungsberufe - Utopie oder Illusion? Eine einheitliche Erfassung der Bildungsberufe - unabhängig vom Bildungsbereich - ist wünschenswert. In Bezug auf die Bildungsberufe und Qualifikationen des Bildungspersonals dürfte es keine Trennung der Bildungsbereiche geben. Es sollte vielmehr die Sichtweise der Gleichwertigkeit der Tätigkeiten bestehen. Das Berufsfeld Bildung - die Berufe, Qualifikationen und Tätigkeitsprofile des Bildungspersonals könnte insgesamt zusammengeführt und systematisiert werden. Die Durchlässigkeit - der berufliche Wechsel zwischen den Bildungsbereichen und die Anerkennung der Abschlüsse ist zu verbessern, um so die horizontale Mobilität in den Bildungsberufen zu stärken. 6 von 10

7 Die europäischen Projekte sind insbesondere im Hinblick auf die Ordnungspolitik vom Bildungssystem anderer Länder inspiriert. Ein unkomplizierteres Herangehen und Denken in anderen Ländern, das weniger systemische als modulare Konzepte vorsieht, könnte Anregungen geben. Es wird daher gefordert, eine grundlegende Vereinheitlichung der Bildungsberufe zu entwickeln: Bildung als Ländersache ist eine Baustelle nationale Unterschiede und Barrieren in Europa abbauen berufliche Aus- und Weiterbildung für das Bildungspersonal zentral/ auf Bundesebene regeln mehr Wertschätzung und Akzeptanz von Betrieben/ Unternehmen Mehr Koordination des Berufsfelds Bildung ist notwendig. die Abgrenzung von Bildungs- und Beratungsrollen abstimmen Wissenschaft und Lehre etwa in der Lehrerausbildung koordinieren Lehrerausbildung auf Bundesebene vereinheitlichen Kommunikation mit Sozialpartnern verbessern Standards der Lernortkooperation verankern vom Konkurrenzgedanken zwischen Universität und Fachhochschule abkehren Mehr Mitbestimmungsrecht des Bildungspersonals in politisch relevanten Gremien Systematisierung, Bezug, Zuordnung Modul Integration (europäischer) Inhalte, Bildungswege/ Curricula der Qualifikationen des Bildungspersonals Berufsbild Zusatzqualifika tion WB- Konzept A. Mohoric: TM Professionalisierung des Bildungspersonals, Bonn Einheitliche Standards schaffen und Anerkennung herstellen - noch immer eine Herausforderung Im Weiterbildungsmarkt gibt es viele Ordnungs- und Zertifizierungsstellen. Laut Weiterbildungs- Monitor sind oftmals mehrere Zertifizierungen (Lehrgang und Einrichtung) je Bildungsangebot gefragt. Die AZWV - Anerkennung und Zulassungsverordnung Weiterbildung - ist dabei die gebräuchlichste bzw. die meistverwendete Zertifizierung. Mit ihren Anregungen aus dem Ausland, fordern die teilnehmenden Projektverantwortlichen: Eine zentrale Zertifizierungsanstalt bilden Vereinheitlichung der Weiterbildungsmöglichkeiten für Bildungspersonal 7 von 10

8 Wertigkeit von Fort-und Weiterbildungs-Zertifikaten verbessern Das informelle Lernen strategisch in Lernprozesse einbeziehen Eine zentrale Einrichtung zur Anerkennung der informell und non-formal erworbenen Kompetenzen schaffen Abschaffung des Berufsbeamtentums in Schulen und Bildungsverwaltungen Ordnungs-/Zertifizierungs-/ Akkreditierungsstellen Kammern Unternehmen Wirtschaftsverbände Qualifikationsstandards BIBB Landesinstitute Lehrerbildungsgesetze Berufs-/ Fachverbände AZWV Bundesagentur für Arbeit Universitäten, Fernunterrichtsschutzgesetz Weiterbildungs- Gesetze, Fortbildungs-/ Um- Schulungsordnung A. Mohoric: TM Professionalisierung des Bildungspersonals, Bonn Personalentwicklung, Fort- und Weiterbildung des Bildungspersonals braucht Anreize und Flexibilität. Anerkennung/ Einbezug personaler Kompetenzen Bildungs- Führerschein Gewährleistung von Fortbildung und Supervision Nebenberufstätigkeit stärken z.b. Lernurlaub Mehr Flexibilität innerhalb der Bildungstätigkeiten wie niedrige Einstiegsmöglichkeiten, Funktionsstellen auf Zeit, befristet als Lehrer zu arbeiten ohne bisherige Position aufgeben zu müssen, Trainer auf Zeit Anreize zur Weiterbildung schaffen, z.b. durch Entlastungsstunden konsequentes Miteinander praktizieren, z.b. durch offene Räume / pädagogische Architektur 4. Ansatzpunkte und Perspektiven für den Transfer der Projektergebnisse zur Professionalisierung des Bildungspersonals Welche Möglichkeiten bestehen für die Projekte, Ihre Produkte in Bildungssystem und -praxis zu verankern? Und wie entfalten solche Produkte ordnungspolitische Relevanz? - so die zentralen Fragen des Thematischen Monitorings. Im Folgenden sind die Handlungsmöglichkeiten für Transfer und Nachhaltigkeit sowie die Ideen der europäischen Projekte für die Professionalisierung der Qualifikationen des Bildungspersonals zu finden. 8 von 10

9 Vergleiche und Verknüpfungen zwischen Berufsbildung und Erwachsenenbildung hinsichtlich der Weiterentwicklung von Bildungsberufen werden als anregend und nützlich erlebt. Erwachsenenbildung der VHS und berufliche Aus- und Weiterbildung bei Bildungsträgern weisen auf sehr ähnliche berufliche Situationen des Bildungspersonals hin: wuchernde Anforderungen aber wenig geregelte Berufsprofile, Anerkennung und Bezahlung. Vor dem Hintergrund, dass das Bildungspersonal die Bildungsbereiche wechselt und Fort- und Weiterbildungen aus demselben vielfältigen Angebotsmarkt wahrnimmt und sich weiterqualifiziert, wurden die europäischen Projekte aus LEO- NARDO DA VINCI und GRUNDTVIG zum Wandel der Bildungsberufe im thematischen Monitoring zusammengeführt. In beiden Bildungsbereichen sind Professionalisierungsbestrebungen im Gange. Die Themen der Professionalisierung/ des Rollenwandels weisen Parallelen auf wie z.b. Beratung, Lernbegleitung, Vernetzung/ Kooperation Bildungsmanagement der Akteure, Zielgruppenansätze. Während die Berufsbildung eher am Berufsprofil oder Modul und dessen Ordnung/ Regelung (Bsp. Berufspädagoge; Workplace Tutor) arbeitet, setzt die Erwachsenenbildung eher an der Kompetenzerfassung von Tätigkeitsbereichen (Bsp. Erwachsenenbildner und Managementaufgaben) an; d.h. zum einen werden lernergebnisorientierte Kompetenzen definiert, zum andern werden vorhandene Kompetenzen erfasst und strukturiert. Die Kompetenzerfassung als Portfolio-Instrument zur Selbstevaluation stieß auf Interesse für die Personalentwicklung von Lehrkräften an beruflichen Schulen. Statt der angewandten Würdigungsberichte könnte ein Kompetenzportfolio zur Standardisierung bei der Bewertung und Dokumentation von vorhandenen Kompetenzen beitragen. Lobby und Marketing sind gefordert, um den Bildungsberufen mehr Anerkennung und Wertschätzung zu verschaffen Was im Allgemeinen gilt, ist auch für die Projektarbeit nützlich. Auf der Projektebene kann Lobbyarbeit und Vernetzung sowie Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung verstärkt werden, damit Projektergebnisse in Bildungspraxis und Bildungssystem ankommen. Der gemeinsame Diskussionsprozess zeigte, wie wichtig gerade für das Thema Professionalisierung die entsprechende Lobbyarbeit und Vernetzung mit den relevanten Akteuren ist. Zum einen sind die relevanten Zertifizierungsstellen für das eigene Produkt bspw. ein Weiterbildungskonzept entscheidend. Zum andern ist die Verankerung des Weiterbildungskonzepts als Modul in der Lehrerausbildung, dem Studium der Berufspädagogik oder Erwachsenenbildung, Sozialpädagogik an der (Fach)Hochschule vielversprechend. Eine Forderung der Projekte ist es, durch Marketing die Wertigkeit/ Wertschätzung der Bildungsberufe zu befördern. Bei einem Weiterbildungskonzept als Projektprodukt ist die Frage, in welchen Bereichen bei Unternehmen, am Landesinstitut, bei Kammerbildungsträgern diese Weiterbildung angeboten werden kann. Für die dazugehörenden Materialien und Handbücher, die oftmals in den Projekten entwickelt werden, bedeutet es Marketingstrategien über die Projekt-Website hinaus - zu entwickeln, wie das Material auch bei Verlagen, in Fach-Medien und auf Lernplattformen von berufsfachlichen Netzwerken eingebunden wird. Letztlich könnte mehr Produkt-Branding und Vermarktung der einzelnen Projektergebnisse praktiziert werden, damit Projektergebnisse in der Bildungspraxis Anwendung finden. (vgl. auch Checkliste für die Projektarbeit) 9 von 10

10 Zertifizierung/ Akkreditierung von Weiterbildungskonzepten für Bildungspersonal als ein Instrument der Professionalisierung Bei den Teilnehmenden im Thematischen Monitoring besteht die Auffassung, dass Zertifikate ein Qualitätssiegel verleihen sowie im Weiterbildungsmarkt zur Mindestanforderung gehören und so zur Marktpositionierung beitragen. Diese geprüften Konzepte mit Zertifikat können somit Eingang in berufliche Aus- und Weiterbildungsordnungen finden und leisten so konkrete Beiträge zur Professionalisierung der Bildungsberufe. Um einer Anerkennung bei einer Zertifizierungs- bzw. Akkreditierungsstelle standzuhalten, unterliegt ein Weiterbildungskonzept entsprechenden Qualitätskriterien sowie einer systematischen Darstellung und ist damit Qualifikationsstandards verpflichtet. Einordnung der Qualifikationen des Bildungspersonals im europäischen und deutschen Qualifikationsrahmen (EQR/ DQR) als Chance für mehr Transparenz und Durchlässigkeit der Bildungsberufe Bei neu zu entwickelnden Weiterbildungskonzepten besteht die Aussicht, dass ein Professionalisierungsschub durch die Zuordnung zu einer Niveaustufe erzielt wird und die Lerneinheiten dann entsprechend ausformuliert werden. Die Akteure im ungeregelten Feld der Weiterbildung sehen hierin eine Chance die Profile des Bildungspersonals zu systematisieren, welches in der Erwachsenenbildung tätig ist. Die Herausforderungen für die Produkte und die Projektarbeit liegen dabei in der detaillierten, spezifischen und konkreten Beschreibung der Lernergebnisse und der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses sowie der Entwicklung von Bewertungsinstrumenten. (vgl. Artikel Wandel d. Bildungsberufe) Europäischer Bildungsraum und europäische Zielsetzungen stimmen hoffungsfroh und können durchaus einen Schub bei der Professionalisierung der Bildungsberufe auf nationaler Ebene auslösen. Die europäischen Projekte zur Weiterentwicklung der Qualifikationen des Bildungspersonals spielen dabei als Mittler zwischen den Bildungssystemen in Europa eine wichtige Rolle und liefern mit ihren Projektergebnissen interessante Impulse für die Professionalisierung. Europäische Strategie 2020 für Bildungspersonal vorbildliche Verfahrensweisen und Leitlinien für die veränderlichen beruflichen Profile des Bildungspersonals entwickeln; eine hohe Qualifikation des Bildungspersonals über verschiedene Entwicklungswege und damit Transparenz und Durchlässigkeit absichern; die Zuordnung der entsprechenden Qualifikationen zum nationalen Qualifikationsrahmen (DQR) und europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) sicherstellen; informelles und non-formales Lernen sowie Konzepte und Methoden des Erwachsenenlernens integrieren und eine kontinuierliche professionelle Entwicklung/ Personalentwicklung als Bestandteil der europäischen und nationalen Qualitätssicherung (European Quality Assurance in Vocational Education and Training EQAVET/ DEQAVET) gewährleisten. Landesinstitute, Weimar, Andrea Mohoric 10 von 10

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