HAVELLAND KLINIKEN GmbH

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1 HAVELLAND KLINIKEN GmbH Nachhaltige Reduzierung psychischer Fehlbelastung bei Krankenpflegekräften und Medizinern durch Gesundheitsförderung Berufliche Belastung bewältigen Langfristige Befähigung psychische Fehlbelastung zu erkennen und zu reduzieren Reduzierung psychischer Fehlbelastung & Stärkung personaler Ressourcen Analyse von Belastung & Beanspruchung 1

2 Interessenlage HAVELLAND KLINIKEN GmbH Mitglied im DNGfK seit 2000 Gesundheitsförderung MA als dauerndes Thema Projektziele des Unternehmens: Zielgerichteter Ausbau der Aktivitäten Kommunikation und Implementierung des Themas Gesundheitsförderung Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gesundheits- und persönlichkeitsfördernde Arbeitsbedingungen mit der Notwendigkeit wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze verbinden Analysebereiche Arbeitssituation Belastung Arbeitsaufgabe Entscheidungsspielraum Komplexität Qualifikationsanforderung Arbeitsbedingungen Arbeitsmittel Arbeitsumgebung Arbeitsorganisation Organisation Führung Kommunikation Arbeitsperson Beanspruchung Leistungsvoraussetzungen & Copingstile Beanspruchungsfolgen Berufskrankheiten somatische & psychosomatische Symptome Fehlzeiten Unfälle Fehler Burnout bedingungsbezogen Intervention personbezogen 2

3 Ausgangssituation Krankenpflege als größte Berufsgruppe im Krankenhaus ist durch vielfältige physische und psychische Belastungen gekennzeichnet: hohe Belastungen durch körperliche Arbeit Umgang mit chemischen Gefahrstoffen ungünstige Arbeitszeitregelungen arbeitsbedingte psychische Belastungen 1. Projektteil Psychische Belastungen von Pflegekräften in ausgewählten Bereichen analysieren & reduzieren beteiligte Stationen: OP, Anästhesie, ITS, Pädiatrie, Gynäkologie, Notfallversorgung Projektleitung von April 2002 bis März 2003: zwei Vertreterinnen des Lehrstuhls für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Potsdam 3

4 1. Projektteil - Methodenklassen zur Analyse Tiefeninterviews Ganzschichtbeobachtungen SPA-S (Screening psychischer Arbeitsbelastungen-Situation); Metz & Rothe, 2001 schriftliche Mitarbeiterbefragungen SPA-P (Screening psychischer Arbeitsbelastungen- Person); Metz & Rothe, 2001 AVEM (Anforderungsbezogene Verhaltens- u. Erlebensmuster); Schaarschmidt & Fischer, 1996 SPA-W (Screening psychischer Arbeitsbelastungen-Wirkungen); Metz & Rothe, 2001 Gruppendiskussion/ Gesundheitszirkel 1. Projektteil - Psychische Beastungen Pflege Arbeitsbelastungen und Beanspruchungserleben - Screening psychischer Arbeitsbelastungen - Mitarbeiterbefragung (SPA-P) Analysebereiche Entscheidungsspielraum Komplexität/Variabilität Qualifikationsanforderungen Risikobehaftete Arbeitssituationen Belastungen durch Ausführungsbedingungen Soziale Beziehungen Beanspruchungserleben Belastungserleben 4

5 1. Projektteil - AVEM Pflege Arbeitsbezogenes Erleben und Verhalten Mitarbeiterbefragung 50 Anteil Mitarbeiter (Prozent) ,2 24,1 32,8 25,9 0 Muster G Muster S Risikomuster A Risikomuster B 2. Projektteil Belastungen im Ärztlichen Dienst (Nach Peter & Ulich, 2003, Herschbach 1991 und Stern, 1996 ) hoher Anteil administrativer Tätigkeiten ineffiziente Informationssysteme Schnittstellenprobleme zwischen Bereichen Zeitknappheit und Zeitdruck mangelndes Feedback von Kollegen zu lange Arbeitszeiten täglich und wöchentlich dadurch auch Einschränkung von Privatkontakten Miterleben von langem Krankheitsprozesses Unsicherheit, ob Patient wirklich Hilfe erfuhr Mangelnde Unterstützung durch Angehörige Klientenaversion erhöhte Suchtgefahr Burnout emotionale Erschöpfung Beanspruchungsfolgen Müdigkeit Reizbarkeit Rückenbeschwerden Muskelverspannungen Grübelei Innere Unruhe 5

6 Gemessene Belastungen Gesundheitliche Auswirkungen der Arbeitssituation Ärzte SPA-W Verspannungen Rücken/Kreuz Verspannungen Schultern/Nacken 2,61 2,57 Abgespanntheit 2,17 Durchschlafstörungen 2,09 Körperl.Erschöpfung 2,04 Kopfschmerzen 2,04 Müdigkeit Besorgtheit um Gesundheit 1,78 1, Psychische Belastungen Ärzte Arbeitsbelastungen und Beanspruchungserleben - Screening psychischer Arbeitsbelastungen - Mitarbeiterbefragung (SPA-P) Analysebereiche Entscheidungsspielraum Komplexität/ Variabilität Qualifikationsanforderungen Risikobehaftete Arbeitssituationen Belastungen durch Ausführungsbedingungen Soziale Beziehungen Beanspruchungserleben Belastungserleben 6

7 AVEM Ärzte 50 Gesundheitsfördernde und Gesundheitsgefährdende Verhaltens- und Erlebensweisen AVEM-Verteilung Anteil Mitarbeiter (Prozent) ,4 17,4 30,4 21,7 0 Muster G Muster S Risikomuster A Risikomuster B Ansätze der Gesundheitsförderung im Ärztlichen Bereich bedingungsbezogene Intervention personbezogene Intervention Gesundheitszirkel Arbeitszeit Entwicklung von Arbeitszeitmodellen Arbeitsorganisation/ -abläufe verschiedene Formen von job rotation Arbeitsräume/ -mittel Umgestaltung der Bereitschaftsdienstzimmer Weiterbildungsbereich Optimierung v.a. für junge Ärzte Kommunikation/ Kooperation Erarbeitung eines Leitbildes Führungskultur Gesundheitsmanagement Vernetzung klinikinterner Aktivitätsbereiche Stress- und Konfliktmanagement Kommunikation und Problemlösung Entspannungstechniken Auseinandersetzung mit Erwartungen 7

8 Ergebnis Ansätze betrieblicher Gesundheitsförderung bestätigt Belastungserleben/Verhaltensmuster bei Pflege und Ärztlichem Dienst nahezu identisch Umgesetzte Maßnahmen: Lufthansa Flight Training Burn out / Entspannungstechniken Umgang mit Gewalt / Sterben und Tod Kommunikation im Team / Konfliktlösung Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche Job Rotation Arbeitszeitmodelle Führungsgrundsätze und - leitlinien Ergebnis - Ziele kommunizieren - Teamgeist stärken - in Bewegung bleiben! 8

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