3 Überblick über die Glücksspielangebote. 3.1 Glücksspielmarkt PRAXISHANDBUCH GLÜCKSSPIEL

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "3 Überblick über die Glücksspielangebote. 3.1 Glücksspielmarkt PRAXISHANDBUCH GLÜCKSSPIEL"

Transkript

1 3 Überblick über die Glücksspielangebote 3.1 Glücksspielmarkt Mit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) am wurde die Veranstaltung von Glücksspielen neu geregelt. Nur öffentlich veranstaltete und konzessionierte terrestrische Glücksspiele waren vom grundsätzlichen Verbot der Glücksspiele ausgenommen. Die Gesetzgebungshoheit im Einzelnen war dabei Sache der Bundesländer jedes hatte eigene Ausführungsgesetze zum GlüStV. Seit 1. Juli 2012 gilt nun nicht zuletzt als Folge der europäischen Rechtsprechung und der Mahnung des EuGH, den deutschen Glücksspielmarkt kohärent und systematisch zu regulieren der erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag (Erster GlüÄndStV), welcher dem staatlichen Monopol zumindest teilweise ein Ende setzt: Insgesamt sollen für einen Zeitraum von 7 Jahren (Experimentierklausel) 20 Lizenzen für die Veranstaltung von Sportwetten an private Anbieter vergeben werden. Zudem dürfen Lotto und Sportwetten unter bestimmten Voraussetzungen im Internet vermittelt werden. Die Öffnung des Marktes betrifft nur den Bereich der Sportwetten, andere Produkte wie Casinospiele oder Poker bleiben hingegen für Privatunternehmen weiterhin tabu. Ob eine Beschränkung auf genau 20 Lizenzen mit dem EU-Recht auf Dienstleistungsfreiheit vereinbar ist, wird von Rechtsexperten stark angezweifelt. Es wird daher mit Klagen der abgewiesenen Bewerber vor dem EUGH gerechnet. Zudem galt in Schleswig-Holstein zwischenzeitlich ein eigenes Glücksspielgesetz: das Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels. Es war von Ende 2011 bis Anfang 2013 in Kraft, dann ist auch Schleswig-Holstein dem Ersten GlüÄndStV beigetreten. Auf Grund des Glücksspielgesetzes wurden in diesem Zeitraum bereits über 20 Konzessionen an private Anbieter von Sportwetten vergeben, außerdem verschiedene Lizenzen für Online-Casinos und Online-Poker. Diese Glücksspiele sind in den restlichen 15 Bundesländern verboten. Was mit diesen Lizenzen nach der Frist von fünf Jahren geschieht, für die sie zunächst gelten, ist derzeit unklar. Der Glücksspielmarkt in Deutschland umfasst derzeit im Überblick folgende Angebote: Tabelle 1: Glücksspielangebote Legal Gegenwärtig nicht erlaubt Produkte des Deutschen Lotto-Toto-Blocks: Lottoannahmestelle Produkte des Deutschen Lotto-Toto-Blocks: Internet Fernsehlotterie (z.b. Aktion Mensch) Gemeinsame Klassenlotterie GKL (früher NKL, SKL) Roulette: großes Spiel in Spielbanken Roulette: außerhalb Spielbank ohne Internet Roulette: Internet (außer in Schleswig-Holstein) Poker, Black Jack: großes Spiel in Spielbanken Poker, Black Jack: außerhalb Spielbank ohne Internet und ohne private Spielrunden Poker, Black Jack: Internet (außer in Schleswig- Holstein) Sportwetten (ohne Pferdewetten): Lottoannahmestellen, 20 konzessionierte private Sportwetten: nicht konzessionierte private Anbieter II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.1

2 Anbieter Sportwetten (ohne Pferdewetten): Internet 1 Pferdewetten: Rennbahn (Totalisator) Pferdewetten: Buchmacher Pferdewetten: Internet 2 Automatenspiel: kleines Spiel in Spielbanken Geldspielgeräte: Spielhallen oder Gaststätten Gewinnspiele in Fernsehen oder Rundfunk Gewinnspielsendungen in Fernsehen oder Hörfunk 3.2 Angebote und Anbieter Lotterien Lotto Bayern ist die staatliche Lotterieverwaltung in Bayern und als Wirtschaftsunternehmen des Freistaates rechtlich im Geschäftsbereich des Staatsministeriums der Finanzen angesiedelt. Der Deutsche Lotto- und Totoblock wiederum ist die Vereinigung der Lottogesellschaften der einzelnen Bundesländer, mit deren Hilfe beispielsweise bundesweit einheitliche Gewinnzahlen und Quoten vereinbart worden sind. Die genauen Modalitäten des Lotteriewesens leiten sich aus dem Ersten GlüÄndStV und den jeweils dazugehörigen Ausführungsgesetzen der Länder bzw. dem Rennwett- und Lotteriegesetz ab. Lotto Bayern vertreibt seine Produkte in ca Annahmestellen und im Internet. Zu den Produkten von Lotto Bayern gehören Lotto 6aus49, Eurojackpot, Glücksspirale, Keno, Toto, Sofortlotterien bzw. Rubbellose (Bayernlos, Extra Gehalt, RubbelLOS, diridari). Die Spielteilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Den größten Bekanntheitsgrad unter den deutschen Lotterien genießt das Zahlenlotto ( 6aus49 ), es ist gleichzeitig das populärste der Lotteriespiele (Meyer & Bachmann, 2005). Seit dem 3. Juli 2013 findet die Ziehung der Lottozahlen nicht mehr im Fernsehen, sondern jeweils mittwochs ab 18:25 Uhr und samstags ab 19:25 Uhr live im Internet unter statt. Videos der Ziehungen können auch zu einem späteren Zeitpunkt noch abgerufen werden. Die theoretische Gewinnwahrscheinlichkeit für einen Sechser mit Superzahl liegt bei ca. 1:140 Mio. Das Zahlenlotto ist ein Angebot des Deutschen Lotto- und Totoblocks und damit staatlich bzw. staatlich getragen. Die Klassenlotterien NKL und SKL haben in Deutschland seit langem Tradition: Sie finden als sogenannte Nummernlotterien statt, d.h. der Spieler kauft ein Los, das eine bestimmte Nummer trägt. In der Ziehung werden dann Gewinnzahlen gezogen. Stimmen Losnummer und Gewinnzahl überein, wird ein darauf entfallender Gewinn erzielt. Seit dem Ersten GlüÄndStV sind die beiden Klassenlotte- 1 Bei vorliegender Konzession legal 2 Bei behördlicher Genehmigung legal II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.2

3 rien NKL und SKL zu einer gemeinsamen Klassenlotterie, der GKL (Gemeinsame Klassenlotterie der Länder) zusammengeschlossen und damit in einer Gesellschaft vereint. Die beiden bekanntesten und bundesweit veranstalteten Privatlotterien sind die Fernsehlotterien Deutsche Fernsehlotterie (früher ARD-Fernsehlotterie Ein Platz an der Sonne ) und Aktion Mensch. Hierbei handelt es sich um sogenannte Wohlfahrts- oder Soziallotterien, die der Genehmigung jedes einzelnen Bundeslandes bedürfen. Auch sie sind als Nummernlotterien organisiert. Als Gewinne werden Geldpreise, Sachpreise (Häuser, Autos), Reisen oder monatliche Sofortrenten bzw. ein Haushaltsgeld ausgespielt. Weiterhin existiert z.b. das Prämien- und Gewinnsparen. Bei letzteren wird die Teilnahme an einer Lotterie mit dem Erbringen gewisser Sparleistungen verknüpft. Spielbanken In Bayern betreibt der Freistaat unter dem Dach der Staatlichen Lotterieverwaltung in München aufgrund der Spielbankerlaubnis des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom / in der Fassung vom die Spielbanken Bad Füssing, Bad Kissingen, Bad Kötzting, Bad Reichenhall, Bad Steben, Bad Wiessee, Feuchtwangen, Garmisch-Partenkirchen und Lindau. Die einzelnen Spielbanken werden als kaufmännisch eingerichtete Staatsbetriebe gemäß Art. 26 Abs. 1 Bayerische Haushaltsordnung geführt. Sie sind rechtlich unselbständige, organisatorisch abgesonderte Teile der Staatsverwaltung. Hierbei stellt die Staatliche Lotterieverwaltung im vertikalen Behördenaufbau des Freistaates Bayern eine Mittelbehörde dar. Unter dem Dach dieser Mittelbehörde übt die Abteilung Bayerische Spielbanken einerseits die Funktion einer zentralen Spielbankleitung aus, andererseits beaufsichtigt sie die neun Bayerischen Spielbanken. In den Spielbanken werden Glücksspiele mit hohen Gewinnchancen, aber gleichzeitig auch hohen Verlustrisiken angeboten. In den einzelnen Spielbanken gibt es verschiedene Spielarten. Dabei ist zwischen großem und kleinem Spiel zu unterscheiden: Tabelle 2: Großes und kleines Spiel in Spielbanken, Großes Spiel Roulette Kartenspiele Französisches Roulette American Roulette Black Jack Poker (Bavarian Stud Poker, Seven Card Stud Poker, Texas Hold em, Bavarian Texas Hold em) Kleines Spiel / Automatenspiel Slotmachines Video-Slots Pokerautomaten Multi-Roulette Multi-Keno Jackpotautomaten Automatenjackpots: o o o o Auto-Jackpot Poker-Jackpot Haus-Jackpot Bayern-Jackpot (vernetzt bayernweit 36 Spielautomaten) Die Teilnahme am Spiel ist grundsätzlich erst ab 21 Jahren erlaubt. Der Besuch der Spielbanken ist jedoch schon ab 18 Jahren in Begleitung einer Person über 21 Jahren möglich, wenn gewährleistet II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.3

4 ist, dass das Spielverbot eingehalten wird. Für den Zutritt in die Spielbanken ist die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises erforderlich. Poker Besondere Erwähnung verdient auf Grund der großen und in den letzten Jahren immer weiter wachsenden Beliebtheit Poker, v.a. in der Variante Texas Hold em. Besonders im Internet vollzieht sich in den letzten Jahren ein regelrechter Pokerboom. Dabei ist der deutsche der zweitgrößte Online- Pokermarkt weltweit; ca. 10% aller Spieler stammen aus Deutschland (Fiedler, 2012). Die enorme Vermarktung von Pokerturnieren als Sportereignisse und die massiven Werbekampagnen treiben den Boom weiter voran. Nicht alle Varianten von Poker sind dabei legal: Tabelle 3: Überblick legale und illegale Arten Poker zu spielen Poker Rechtlicher Status in Spielbanken legal (Mindestalter 21) außerhalb der Spielbank ohne Internet und ohne private Spielrunden Online (Trainingsmodus, kein Geldeinsatz) Online Geldeinsatz Pokerturniere im Fernsehen Spiel um Geld grundsätzlich illegal, allerdings existiert inzwischen in Bezug auf die Veranstaltung von Pokerturnieren mit Eintrittsgeldern (i.d.r. bis 15 ) und Sachpreisen eine sehr unübersichtliche Rechtslage sowie eine regional sehr unterschiedliche Verwaltungspraxis* legal illegal (außer Schleswig-Holstein) ohne Buy-In legal (Gewinne und Preise sind rein vom Veranstalter gesponsert) * vgl. bspw. VG Trier, Urteil vom K 592/08.TR, ZfWG 2009, S. 66 ff. Die Veranstaltung von Pokerturnieren, in denen nur Sachpreise mit geringem Wert (hier: im Wert von höchstens 60 ) als Gewinne ausgeschrieben werden und bei denen von den Teilnehmern anstelle eines Einsatzes, der in die Gewinne fließt, lediglich ein Unkostenbeitrag (hier: 15 ) erhoben wird, unterliegt dem gewerblichen Spielrecht und nicht dem Glücksspielstaatsvertrag. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom OVG 1 S : Das Pokerspiel ist ein überwiegend von nicht steuerbaren Zufallselementen abhängiges Glücksspiel; an diesem Charakter ändert sich auch nichts dadurch, wenn es im Rahmen eines Turniers gespielt wird. Öffentliche Pokerturniere sind nur unter der Voraussetzung zulässig, dass kein Einsatz geleistet wird. In der Rechtsprechung hat sich noch keine klare Linie herausgebildet, wie mit von privaten Anbietern veranstalteten Pokerturnieren zu verfahren ist. Entscheidendes Kriterium, ob ein unerlaubtes Glücksspiel vorliegt, das damit ordnungsbehördlich unterbunden werden kann bzw. unter Umständen sogar wegen Verstoßes gegen 284 StGB ein Einschreiten der Strafverfolgungsbehörden nach sich zieht, ist die Leistung eines erheblichen Einsatzes. Unter Beachtung folgender Rahmenbedingungen wird ein (privates) Pokerturnier von vielen Gerichten nicht als unerlaubtes Glücksspiel angesehen: kein Spielen um Geld, nur Sachpreise von geringem Wert (dieser wird jedoch von Gericht zu Gericht unterschiedlich beurteilt) kein Re-BuyIn (der Einsatz ist auf jeden Fall verloren) Unterbindung von verdecktem Spielen um Geld (Pflicht des Veranstalters) es darf nur ein Unkostenbeitrag von 15 von den Teilnehmern erhoben werden (Saalmiete, Personalkosten, Auslagen für die Herstellung von Spielmarken, Listen usw.; aber: auch ge II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.4

5 genteilige juristische Entscheidungen bzw. 30 bei mehrtägigem Turnier/ 15 je Runde/ Erlös kommt karitativen Zwecken zugute/ etc.) keine Verwendung des Unkostenbeitrags zur Beschaffung von Gewinnen einheitliche Anzahl von Spieljetons für jeden Teilnehmer, keine Nachkaufmöglichkeit ausschließlich gesponserte Preise gemäß 6 Jugendschutzgesetz: Anwesenheitsverbot von Personen unter 18 Jahren (Quelle: Aber: Unter Umständen kann ein privates Pokerturnier unter 33 d Gewerbeordnung (GewO) ( andere Spiele ) fallen und wegen fehlender Genehmigungsfähigkeit durch die zuständigen Ordnungsbehörden untersagt werden. Im Freundeskreis hingegen ist Pokern erlaubt: jedoch nur, wenn es nicht regelmäßig bzw. gewohnheitsmäßig betrieben wird. Sportwetten Nach dem Ersten GlüÄndStV gibt es seit Juli 2012 nun kein staatliches Sportwettenmonopol mehr: Zur besseren Erreichbarkeit der Ziele (insbesondere: Bekämpfung des Schwarzmarktes) ist das Veranstalten von Sportwetten zunächst für einen Zeitraum von sieben Jahren erlaubt (Experimentierklausel). Für die Veranstaltung von Sportwetten werden für diesen Zeitraum höchstens 20 Konzessionen vergeben, die Konzessionsabgabe beträgt dabei 5% des Spieleinsatzes. Livewetten sind während eines laufenden Sportereignisses nicht auf einzelne Vorgänge (Ereigniswette), sondern nur auf das Endergebnis zulässig. Die Konzession gilt sowohl für den stationären Vertrieb von Sportwetten in Wettannahmestellen als auch für die Vermittlung über das Internet. Pferdewetten Pferdewetten haben ihren Ursprung darin, dass sich seit Beginn des 19. Jh. in Deutschland Zuchtpferde einer Leistungsprüfung in Form von Rennen auf der Rennbahn unterziehen müssen. Der Wettabschluss ist auf der Rennbahn oder bei einem Buchmacher möglich. Auf der Rennbahn läuft die Wette nach dem Totalisatorprinzip, d.h. die Wettteilnehmer wetten untereinander und nicht gegen einen Buchmacher, wie es bei Sportwetten zu festen Quoten der Fall ist. Veranstalter dieser Wetten sind Pferderennvereine. Rechtsgrundlage für die Zulassung von Totalisatoren und Buchmachern ist das Rennwett- und Lotteriegesetz vom und dessen Ausführungsbestimmungen vom Das eigentliche Lotteriewesen ist nicht Gegenstand dieses Gesetzes, hierfür gelten 287 StGB und die weiteren Regelungen der Bundesländer. Seit 01. Juli 2012 unterliegen Pferdewetten nun ebenfalls in einigen Bereichen z.b. Werbung, Sozialkonzepte, Aufklärung dem Ersten GlüÄndStV. Neu ist, dass Pferdewetten nun (unter denselben Voraussetzungen wie Sportwetten) im Internet erlaubt werden können. Gewerbliches Geldgewinnspiel Geldgewinnspielgeräte Neben dem staatlich konzessionierten Glücksspiel wird das über die Gewerbeordnung bzw. Spielverordnung [vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erlassene Durchführungsvorschrift nach 33f GewO] regulierte gewerbliche Spiel veranstaltet. Weiterhin wurden Spielhallen 2012 mit in den Ersten GlüÄndStV aufgenommen, wodurch die Geldgewinnspielgeräte nun erstmals als Glücksspiel definiert sind. Trotzdem unterliegen sie nach wie vor der Zuständigkeit des Bundes (Spielverordnung). Spielhallen benötigen jedoch seitdem zusätzlich die Erlaubnis der zuständigen Behörde des jeweiligen Landes. Die Länder wiederum sehen unterschiedliche Beschränkungen für die Spielhallen vor. Grundsätzlich wird durch den Ersten GlüÄndStV ein Mindestabstand zwischen den Spielhallen vorgegeben, Mehrfachkonzessionen sind verboten und eine Gemeinde kann die Anzahl II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.5

6 der Spielhallenerlaubnisse begrenzen. Weiterhin darf z.b. von der äußeren Gestaltung der Spielhalle keine Werbung ausgehen oder ein zusätzlicher Anreiz für den Spieltrieb geschaffen werden. Außerdem schreibt der Erste GlüÄndStV Sperrzeiten vor, die 3 Stunden nicht unterschreiten dürfen. Jeder Betreiber von Spielhallen muss darüber hinaus ein Sozialkonzept vorhalten und unterliegt gewissen Vorschriften zur Aufklärung der Spieler. Die genauen Details, z.b. wie groß der Abstand zwischen zwei Konzessionen sein muss oder wie lange die Sperrzeit genau zu sein hat, werden im jeweiligen Ausführungsgesetz des Landes zum Ersten GlüÄndStV geregelt. Zudem gibt es in verschiedenen Bundesländern zusätzlich Spielhallengesetze, die noch strengere Regelungen bezüglich der Spielhallen enthalten. Hessen und Baden-Württemberg schreiben darin inzwischen beispielsweise die Teilnahme an einer übergreifenden Sperrdatei vor. Auch für Geldspielgewinngeräte in Gaststätten gelten die generellen Regelungen des Ersten GlüÄndStV für Werbung, Sozialkonzepte und Information und Aufklärung, jedoch keine weiteren Einschränkungen. In Deutschland stehen derzeit etwas über Spielautomaten in Spielhallen, weitere finden sich in der Gastronomie (Trümper & Heimann, 2012). Bayernweit gibt es über Spielautomaten in Spielhallen. Bezüglich der Geldgewinnspielgeräte in der Gastronomie liegen für Bayern keine verlässlichen Zahlen vor. (Details zu den Rechtsvorschriften der Spielverordnung und dem gewerblichen Spiel befinden sich im vorherigen Kapitel 2 Rechtliche Grundlagen.) 3.3 Umsätze der Glücksspielangebote Die Umsätze auf dem deutschen Glücksspielmarkt (ohne Soziallotterien, Telefon-Gewinnspiele, Sportwetten und Online-Glücksspiele von privaten und ausländischen Anbietern) beliefen sich in 2011 auf 32,51 Mrd. Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 1 Mrd. Euro (Meyer, 2013). Alle Glücksspielsegmente (bis auf die Klassenlotterien) verzeichneten dabei Zuwächse. Auch im Bereich der gewerblichen Geldspielautomaten konnte das sechste Jahr in Folge ein Anstieg verbucht werden. Für den unregulierten Glücksspielmarkt der Online-Glücksspiele und Sportwetten sind für 2011 keine Angaben verfügbar. Die Anteile am Gesamtumsatz der Glücksspielanbieter teilten sich 2011 wie folgt auf (Abb. 1): II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.6

7 Klassenlotterie 1,4% Fernsehlotterie 1,9% 0,2% Pferdewetten 2011 Lotto- und Totoblock 20,5% Spielbanken 18,9% Geldspielautomaten 55,6% 1,5% Prämien- und Gewinnsparen Abbildung 1: Umsatzanteile am Gesamtumsatz der Glücksspielanbieter 2011 (Meyer, 2013) Den größten Umsatzanteil beanspruchen damit die gewerblichen Geldspielautomaten für sich (55,6%). Insgesamt stiegen die staatlichen Einnahmen aus Glücksspielen bis 2001 stetig an, um in den Folgejahren bis 2010 jeweils zurückzugehen; erst im Jahr 2011 war wieder ein leichter Anstieg zu beobachten (0,9%) (Abb. 2): 5 4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 Abbildung 2: Öffentliche Einnahmen aus Glücksspiel in Mrd., Meyer (2013) Im rechtlichen Sinne stellten gewerbliche Geldspielautomaten im Beobachtungszeitraum kein Glücksspiel dar, weshalb deren Betreiber keine entsprechenden Glücksspielabgaben entrichteten. Die Un II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.7

8 terhaltungsautomatenwirtschaft beziffert die Gesamtzahlungen der Branche an Steuern und Sozialabgaben im Jahr 2011 mit ca. 1,6 Mrd. Euro (Meyer, 2013). Literatur Fiedler, I (2012). Fachvortrag Deutscher Suchtkongress, Glücksspiele: Höher, schneller, weiter - online, Meyer, G (2013). Glücksspiel Zahlen und Fakten. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.v. (Hrsg.), Jahrbuch Sucht 2013 (S ). Lengerich: Pabst Science Publishers. Meyer, G & Bachmann, M (2005). Spielsucht. Ursachen und Therapie (2. Aufl.). Heidelberg: Springer. Trümper, J & Heimann, Ch (2012). Arbeitskreis gegen Spielsucht e.v.: (vom ) (vom ) (vom ) (vom ) (vom ) (vom ) (vom ) II Basiswissen Überblick Glücksspielangebot S.8

Basisschulung 2015 Grundlagen der Glücksspielsucht. 25.02.2015 Künstlerhaus im KunstKulturQuartier Nürnberg

Basisschulung 2015 Grundlagen der Glücksspielsucht. 25.02.2015 Künstlerhaus im KunstKulturQuartier Nürnberg Basisschulung 2015 Grundlagen der Glücksspielsucht 25.02.2015 Künstlerhaus im KunstKulturQuartier Nürnberg Programm 14:00 Begrüßung & Einführung Dipl.-Psych. U. Buchner Aufgaben und Struktur der Landesstelle

Mehr

Staatliches Glücksspielangebot in Bayern. 1. Einleitung. Pawel Sleczka, Carla Reitz, Barbara Braun & Ludwig Kraus. Kurzbericht, Juni 2014

Staatliches Glücksspielangebot in Bayern. 1. Einleitung. Pawel Sleczka, Carla Reitz, Barbara Braun & Ludwig Kraus. Kurzbericht, Juni 2014 Kurzbericht, Juni 2014 IFT Institut für Therapieforschung Parzivalstraße 25 80804 München www.ift.de Wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. Ludwig Kraus Staatliches Glücksspielangebot in Bayern Pawel Sleczka,

Mehr

Spielerschutz in Spielhallen, Spielcafes und Sportwettannahmestellen Aktueller Stand des Glücksspielmarktes

Spielerschutz in Spielhallen, Spielcafes und Sportwettannahmestellen Aktueller Stand des Glücksspielmarktes Spielerschutz in Spielhallen, Spielcafes und Sportwettannahmestellen Aktueller Stand des Glücksspielmarktes Fachtagung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz Jürgen Trümper Arbeitskreis

Mehr

Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten

Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten 1 Informationen zum Glücksspielen 1.1 Definition Glücksspiel Glücksspiele sind Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich

Mehr

Der deutsche Glücksspielmarkt: Eine Schätzung des nicht staatlich regulierten Marktvolumens

Der deutsche Glücksspielmarkt: Eine Schätzung des nicht staatlich regulierten Marktvolumens Die Universität Hohenheim erforscht das Glücksspiel Die Forschungsstelle Glücksspiel informiert (von Prof. Dr. Tilman Becker/Dietmar Barth) Der deutsche Glücksspielmarkt: Eine Schätzung des nicht staatlich

Mehr

Sportwetten Erfahrungen aus Österreich

Sportwetten Erfahrungen aus Österreich Sportwetten Erfahrungen aus Österreich GD-Stv. DI Friedrich Stickler Symposium Glücksspiel 11. - 12. März 2010 Inhalte Glücksspiel und Wetten in Österreich Der österreichische Glücksspielmarkt Der Sportwettenmarkt

Mehr

Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten

Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten 1 Informationen zum Glücksspielen 1.1 Definition Glücksspiel 1.2 Glücksspielformen Glücksspiele sind Spiele, bei denen Gewinn und

Mehr

Der Markt für Sportwetten in Deutschland Ökonomische und Juristische Aspekte. Luca Rebeggiani 12. März 2009

Der Markt für Sportwetten in Deutschland Ökonomische und Juristische Aspekte. Luca Rebeggiani 12. März 2009 Der Markt für Sportwetten in Deutschland Ökonomische und Juristische Aspekte Luca Rebeggiani 12. März 2009 Einleitung Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielen kann (Friedrich Schiller) Zwei zentrale

Mehr

Glücksspielmarkt Deutschland 2015

Glücksspielmarkt Deutschland 2015 Glücksspielmarkt Deutschland 2015 Marktsituation Rahmenbedingungen Entwicklung 2005-2009 Prognosen bis 2015 Marktsegmente: Lotto, Casino, Automaten, Poker, Wetten Stationäre und Online-Vertriebswege Inhaltsverzeichnis

Mehr

Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten

Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten Glücksspielproblematik in Deutschland und Bayern: Zahlen, Daten, Fakten 1 Informationen zum Glücksspielen 1.1 Definition Glücksspiel Glücksspiele sind Spiele, bei denen Gewinn und Verlust ausschließlich

Mehr

Kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes: eine Bestandsaufnahme

Kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes: eine Bestandsaufnahme Kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes: eine Bestandsaufnahme A. Sicht der Vertragspartner (Werbeträger) I. Werbung/Sponsoring möglich, wenn Sportwettanbieter/Werbender legales Glücksspiel bewerben

Mehr

Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik

Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik - 44 - D. Pathologisches Glücksspiel I. Ausgangslage Spielen ist natürlicher und verbreiteter Bestandteil menschlichen Verhaltens nicht nur bei Kindern.

Mehr

Glücksspielmarkt Schleswig-Holstein 2015. Gutachten zu den möglichen Entwicklungen des Glücksspielmarktes in Schleswig-Holstein

Glücksspielmarkt Schleswig-Holstein 2015. Gutachten zu den möglichen Entwicklungen des Glücksspielmarktes in Schleswig-Holstein Glücksspielmarkt Schleswig-Holstein 2015 Gutachten zu den möglichen Entwicklungen des Glücksspielmarktes in Schleswig-Holstein Berlin, Mai 2010 Gutachten im Auftrag der Kanzlei Hambach und Hambach, München

Mehr

Automatenspiel. Spielregeln

Automatenspiel. Spielregeln Automatenspiel Spielregeln Willkommen...... in den Automatenspielsälen der en Bayern! Bei uns können Sie bereits ab 1 Cent Einsatz Ihr Glück versuchen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte

Mehr

Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, den 21. Januar 2014 I E 11 GS 2523 Telf.: 9(0)223 2653 Bearbeiter: Herr Pohlmann

Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, den 21. Januar 2014 I E 11 GS 2523 Telf.: 9(0)223 2653 Bearbeiter: Herr Pohlmann Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, den 21. Januar 2014 I E 11 GS 2523 Telf.: 9(0)223 2653 Bearbeiter: Herr Pohlmann Steffen.Pohlmann@seninnsport.berlin.de An den Vorsitzenden des Hauptausschusses

Mehr

Glücksspielmarkt Deutschland 2017. Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten in Deutschland Key Facts zur Studie

Glücksspielmarkt Deutschland 2017. Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten in Deutschland Key Facts zur Studie Glücksspielmarkt Deutschland 2017 Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten in Deutschland Key Facts zur Studie Glücksspielmarkt Deutschland 2017 Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten

Mehr

Glücksspielmarkt Deutschland 2017. Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten in Deutschland Key Facts zur Studie

Glücksspielmarkt Deutschland 2017. Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten in Deutschland Key Facts zur Studie Glücksspielmarkt Deutschland 2017 Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten in Deutschland Key Facts zur Studie Glücksspielmarkt Deutschland 2017 Marktliche Effekte der Regulierung von Sportwetten

Mehr

Sportwetten - Was kommt auf den Anbieter zu, wenn er eine Lizenz erhält?

Sportwetten - Was kommt auf den Anbieter zu, wenn er eine Lizenz erhält? Sportwetten - Was kommt auf den Anbieter zu, wenn er eine Lizenz erhält? Symposium 2014 Zwischenbilanz zum neuen Glücksspielstaatsvertrag Referat IV 36 - Glücksspielaufsicht IV 36 - Glücksspielaufsicht

Mehr

Einleitung. beitrat 1, fanden damit die lang währenden politischen Diskussionen um

Einleitung. beitrat 1, fanden damit die lang währenden politischen Diskussionen um Einleitung Am 1. Juli 2012 trat der Erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag in Kraft. Dem Staatsmonopol für Sportwetten wird darin (jedenfalls probeweise) der Rücken gekehrt und der Markt in Gestalt eines

Mehr

Automatisch verloren!

Automatisch verloren! Kontakt Automatisch verloren! Glücksspiel geht an die Substanz Fachinformationen zum Thema Glücksspiel für Beratungskräfte Kontakt Wenn das Spiel kein Spiel mehr ist Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen

Mehr

Erscheinungsformen des Glücksspiels und Prävention. Prof. Dr. Tilman Becker Forschungsstelle Glückspiel Universität Hohenheim

Erscheinungsformen des Glücksspiels und Prävention. Prof. Dr. Tilman Becker Forschungsstelle Glückspiel Universität Hohenheim Erscheinungsformen des Glücksspiels und Prävention Prof. Dr. Tilman Becker Forschungsstelle Glückspiel Universität Hohenheim Forschungsstelle Glücksspiel Universität Hohenheim: Naturwissenschaftliche,

Mehr

Arendts Anwälte. R e c h t s a n w a l t s k a n z l e i. Situation in Deutschland:

Arendts Anwälte. R e c h t s a n w a l t s k a n z l e i. Situation in Deutschland: R e c h t s a n w a l t s k a n z l e i A R E N D T S A N W Ä L T E, P o s t f a c h 1 1 2 4, 8 2 0 2 5 G r ü n w a l d Buchmacherkongress 2013 des Österreichischen Buchmacherverbandes am 8. November 2013

Mehr

Glücksspielmarkt Deutschland Key Facts zur Studie

Glücksspielmarkt Deutschland Key Facts zur Studie Glücksspielmarkt Deutschland Key Facts zur Studie April 2010 Glücksspielmarkt Deutschland 2015 Situation des Glücksspielmarktes in Deutschland - Key Facts/Executive Summary, 19.04.2010 - Berlin, April

Mehr

LOTTO.de Partnerprogramm Leitfaden für Publisher. Gemeinsam gewinnen.

LOTTO.de Partnerprogramm Leitfaden für Publisher. Gemeinsam gewinnen. LOTTO.de Partnerprogramm Leitfaden für Publisher Gemeinsam gewinnen. Herzlich Willkommen beim Partnerprogramm von LOTTO.de Mit dem Partner-Guide möchten wir Ihnen in kompakter Form die wichtigsten Eckpunkte

Mehr

Beratende Äußerung Glücksspiel

Beratende Äußerung Glücksspiel Beratende Äußerung Glücksspiel Staatliche Lotterien und Wetten verfassungskonform gestalten Januar 2011 RECHNUNGSHOF Inhaltsverzeichnis Seite 1 Ausgangslage 1 1.1 Rechtsgrundlagen für Glücksspiel 1 1.2

Mehr

GESETZENTWURF. LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN Drucksache 6/553 6. Wahlperiode 03.04.2012. der Landesregierung

GESETZENTWURF. LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN Drucksache 6/553 6. Wahlperiode 03.04.2012. der Landesregierung LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN Drucksache 6/553 6. Wahlperiode 03.04.2012 GESETZENTWURF der Landesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Änderung glücksspielrechtlicher Vorschriften A. Problem und Ziel Der

Mehr

Regulierungsansätze und deren Wirksamkeit

Regulierungsansätze und deren Wirksamkeit Regulierungsansätze und deren Wirksamkeit Prof. Dr. Tilman Becker Forschungsstelle Glücksspiel Universität Hohenheim 1 von 40 Regulierung Glücksspiel Deutschland: Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen

Mehr

Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG. Rechtsanwalt

Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG. Rechtsanwalt Rechtsanwalt Dr. Martin Bahr INTERNET-GEWINNSPIELE: GRUNDLEGENDE ÄNDERUNG DER RECHTSPRECHUNG - ANMERKUNG ZUR GAMBELLI-ENTSCHEIDUNG DES EUGH (URT. V. 06.11.2003 - AZ.: C-243/0) Kanzlei RA Dr. Bahr Sierichstr.

Mehr

Gesetzesänderungen im Glücksspielbereich formale Makulatur oder reale Auswirkung? Dr. Stefan Bolay

Gesetzesänderungen im Glücksspielbereich formale Makulatur oder reale Auswirkung? Dr. Stefan Bolay Gesetzesänderungen im Glücksspielbereich frmale Makulatur der reale Auswirkung? Dr. Stefan Blay I. Glücksspielbegriff und Abgrenzung 3 GlüStV Abs. 1: Ein Glücksspiel liegt vr, wenn im Rahmen eines Spiels

Mehr

INFO-BLATT FEBRUAR 2014

INFO-BLATT FEBRUAR 2014 Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2013 Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Hintergrund. Die Bundeszentrale für gesundheitliche

Mehr

Sportwettenrecht aktuell

Sportwettenrecht aktuell Sportwettenrecht aktuell Newsletter zum Recht der Sportwetten, Glücksspiele und Gewinnspiele Nr. 132 vom 8. Oktober 2015 Neuregelung des deutschen Glücksspiel- und Wettrechts? - Hessische Landesregierung

Mehr

Glücksspiele in Deutschland

Glücksspiele in Deutschland Universität Bremen Bremer Institut für Drogenforschung (BISDRO) Glücksspiele in Deutschland Eine repräsentative Untersuchung zur Teilhabe und Problemlage des Spielens um Geld Bremen, Dezember 2006 Heino

Mehr

Ludwig Kraus, Monika Sassen, Alexander Pabst & Gerhard Bühringer

Ludwig Kraus, Monika Sassen, Alexander Pabst & Gerhard Bühringer IFT Institut für Therapieforschung Parzivalstraße 25 80804 München www.ift.de Wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. Gerhard Bühringer November 2010 Ludwig Kraus, Monika Sassen, Alexander Pabst & Gerhard

Mehr

Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/2034. Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort

Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/2034. Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort Niedersächsischer Landtag 17. Wahlperiode Drucksache 17/2034 Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort Anfrage des Abgeordneten Heiner Schönecke (CDU), eingegangen am 07.08.2014 Was tut

Mehr

Leseprobe, mehr zum Buch unter ESV.info/978 3 503 09796 8. Ausführliche Checklisten

Leseprobe, mehr zum Buch unter ESV.info/978 3 503 09796 8. Ausführliche Checklisten 1. Glücksspiele Abgrenzung Glücksspiel vom Gewinnspiel Handelt es sich um ein Spiel oder eine Wette? 14, 111 f. Muss ein nicht unerheblicher, entgeltlicher Einsatz geleistet werden? 127 ff. Hängt der Gewinn

Mehr

Aktuelle Rechtsfragen zum Glücksspielstaatsvertrag

Aktuelle Rechtsfragen zum Glücksspielstaatsvertrag Aktuelle Rechtsfragen zum Glücksspielstaatsvertrag Stephanie Klestil, Universität Konstanz Überblick A. Einleitung B. Überblick über das deutsche Glücksspielrecht C. Hintergrund, Regelungsinhalte und Umsetzung

Mehr

Sportwetten im Entwurf des neuen

Sportwetten im Entwurf des neuen Sportwetten im Entwurf des neuen Glücksspielstaatsvertrages Auswirkungen der Regulierungsvorschläge aus suchtpräventiver Sicht Ingo Fiedler 01.09.11 Hintergrund: GlüÄndStV-E Hoheit der Bundesländer über

Mehr

2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten

2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten 2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten Gerhard Meyer Zusammenfassung Die Umsätze auf dem (legalen) deutschen Glücksspiel-Markt sind 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9% auf 33,4 Mrd. Euro gestiegen. Einen

Mehr

fdr Fachstelle GlücksSpielSucht Fachtag: Bilanz und Ausblick Prävention in der Spielhalle. Geht das? Erfurt, den 12. 10. 2011

fdr Fachstelle GlücksSpielSucht Fachtag: Bilanz und Ausblick Prävention in der Spielhalle. Geht das? Erfurt, den 12. 10. 2011 fdr Fachstelle GlücksSpielSucht Fachtag: Bilanz und Ausblick Prävention in der Spielhalle. Geht das? Erfurt, den 12. 10. 2011 Ilona Füchtenschnieder Prävention in der Spielhalle. Geht das? Wir werden sehen!

Mehr

AGENDA. der Markt für Sportwetten? ENTWICKLUNG REGULIERTE ANGEBOTE STATUS UNREGULIERTE ANGEBOTE SITUATION IM ONLINE-MARKT ENTWICKLUNGSSZENARIEN FAZIT

AGENDA. der Markt für Sportwetten? ENTWICKLUNG REGULIERTE ANGEBOTE STATUS UNREGULIERTE ANGEBOTE SITUATION IM ONLINE-MARKT ENTWICKLUNGSSZENARIEN FAZIT Wohin entwickelt sich der Markt für Sportwetten? Marktentwicklung und -potenziale im deutschen Sportwettenmarkt SpoBIS, Düsseldorf, 08. Februar 2011 GOLDMEDIA GmbH Strategy Consulting Prof. Dr. Klaus Goldhammer

Mehr

Stellungnahme der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig - Holstein (LSSH) zur Drucksache 17/2152

Stellungnahme der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig - Holstein (LSSH) zur Drucksache 17/2152 Stellungnahme der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig - Holstein e. V. (LSSH) zum Gesetzesentwurf zur Änderung des Spielbankengesetzes des Landes Schleswig-Holstein (Drucksache 17 / 2152) Schleswig-Holsteinischer

Mehr

Glücksspiel INFORMATIONSBLATT UNABHÄNGIG BLEIBEN!

Glücksspiel INFORMATIONSBLATT UNABHÄNGIG BLEIBEN! UNABHÄNGIG BLEIBEN! INFORMATIONSBLATT Glücksspiel Fachstelle für Suchtprävention Berlin ggmbh Mainzer Straße 23 10247 Berlin Tel.: 030-29 35 26 15 Fax: 030-29 35 26 16 E-Mail: info@berlin-suchtpraevention.de

Mehr

Glücksspiele & Glücksspielsucht. Landshut, 06.11.2012 Dipl.-Psych. Ursula Buchner

Glücksspiele & Glücksspielsucht. Landshut, 06.11.2012 Dipl.-Psych. Ursula Buchner Glücksspiele & Glücksspielsucht Landshut, 06.11.2012 Dipl.-Psych. Ursula Buchner Inhalt 1. Was sind Glücksspiele? 2. Wie wirken Glücksspiele? 3. Was ist Glücksspielsucht? 4. Wie entsteht Glücksspielsucht?

Mehr

23. Jahrestagung des Fachverbands Glücksspielsucht e.v. 01./02.12.2011 in Berlin

23. Jahrestagung des Fachverbands Glücksspielsucht e.v. 01./02.12.2011 in Berlin 23. Jahrestagung des Fachverbands Glücksspielsucht e.v. 01./02.12.2011 in Berlin Referentin: Meike Lukat Kriminalhauptkommissarin in Düsseldorf, NRW Stadtverordnete in Haan, NRW Schulungsmaßnahmen für

Mehr

Anlage zur Erläuterung Ergebnis der Anhörung der Suchtexperten

Anlage zur Erläuterung Ergebnis der Anhörung der Suchtexperten Anlage zur Erläuterung Ergebnis der Anhörung der Suchtexperten Cesare Guerreschi, Verantwortungsvolles Glücksspiel, Vortrag im Rahmen der GREF, 15.06.2006 (Guerreschi, 2006) Glücksspiel und problematische

Mehr

Die Doppelmühle. Überregulierung und illegale Anbieter. Friedrich Stickler, Präsident Europäische Lotterien

Die Doppelmühle. Überregulierung und illegale Anbieter. Friedrich Stickler, Präsident Europäische Lotterien Die Doppelmühle Überregulierung und illegale Anbieter Friedrich Stickler, Präsident Europäische Lotterien Die Doppelmühle Legale Anbieter im Nachteil wegen: Überregulierung der Legalen Anbieter Ineffizientes

Mehr

HSLU/Jörg Häfeli 18.03.2011

HSLU/Jörg Häfeli 18.03.2011 Glücksspielsucht in der Schweiz Markt, Gesetze, Verbreitung und Prävention Prof. Jörg Häfeli T direkt +41 41 367 48 47 joerg.haefeli@hslu.ch Luzern/Schweiz 18.03.2011 22. Zürcher Präventionstag Zürich,

Mehr

2006 2008 2010 Spielhallenkonzessionen 10.189 10.549 (+ 3,53 %) 12.240 (+ 16,03 %) Spielhallenstandorte 7.860 7.708 (- 1,93 %)

2006 2008 2010 Spielhallenkonzessionen 10.189 10.549 (+ 3,53 %) 12.240 (+ 16,03 %) Spielhallenstandorte 7.860 7.708 (- 1,93 %) Quelle: VDAI AKTUELLE UNTERSUCHUNG lkls ARBEITSKREISES GEGEN SPIELSUCHT E.V. "Angebotsstruktur der Spielhallen und Geldspielgeräte in Deutschland" (Stand: 01.01.2010) Der Arbeitskreis gegen Spielsucht

Mehr

Gesetzentwurf. Drucksache 16/17. LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode 01.06.2012. der Landesregierung

Gesetzentwurf. Drucksache 16/17. LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode 01.06.2012. der Landesregierung LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode Drucksache 16/17 01.06.2012 Gesetzentwurf der Landesregierung Gesetz zum Ersten Staatsvertrag zur Änderung des Staatsvertrags zum Glücksspielwesen in Deutschland

Mehr

Nutzung von (Online-) Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich Entwicklungen und Erkenntnisse

Nutzung von (Online-) Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich Entwicklungen und Erkenntnisse Nutzung von (Online-) Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich Entwicklungen und Erkenntnisse Matthias Rohrer mrohrer@jugendkultur.at Institut für Jugendkulturforschung / jugendkulturforschung.de

Mehr

Glücksspielverhalten und damit assoziierte Probleme in der Bevölkerung in Deutschland

Glücksspielverhalten und damit assoziierte Probleme in der Bevölkerung in Deutschland Glücksspielverhalten und damit assoziierte Probleme in der Bevölkerung in Deutschland Ergebnisse des vierten repräsentativen Surveys der 2013 und Trendanalysen Dr. Wolfgang Haß, Peter Lang (), Köln RehaUpdate

Mehr

Positionspapier Zukunft des Glücksspielstaatsvertrags

Positionspapier Zukunft des Glücksspielstaatsvertrags Positionspapier Zukunft des Glücksspielstaatsvertrags Herausgeber: Junge Union Bayern - Landessekretariat Franz Josef Strauß-Haus, Nymphenburger Straße 64, 80335 München Tel.: 0 89/12 43-2 42, -2 44, Fax:

Mehr

Der Markt für Glücksspiele und Wetten. Prof. Dr. Tilman Becker Universität Hohenheim

Der Markt für Glücksspiele und Wetten. Prof. Dr. Tilman Becker Universität Hohenheim Der Markt für Glücksspiele und Wetten Prof. Dr. Tilman Becker Universität Hohenheim Gliederung Monopol, Lizenzlösung oder Der Markt für Glücksspiel Anteile an Gesamtumsatz von 30 Mrd. 8% 2% 33% 47% Geldspielautomaten

Mehr

im Überblick Zahlen, Daten und Fakten

im Überblick Zahlen, Daten und Fakten im Überblick Zahlen, Daten und Fakten Stand: August 2013 LOTTO - unser Auftrag Geschäftsführer: Dr. jur. Heinz-Georg Sundermann Vorsitzender des Aufsichtsrates: Staatsminister Dr. Thomas Schäfer Gründungsjahr:

Mehr

Jugendliche und Glücksspiel ELTERNINFO

Jugendliche und Glücksspiel ELTERNINFO Jugendliche und Glücksspiel ELTERNINFO Spiel Glück Risiko?! Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und Jugendlichen. Im Spiel werden viele Fertigkeiten, Eigenschaften und Kompetenzen erlernt und erprobt.

Mehr

Glücksspiel und Geldwäsche

Glücksspiel und Geldwäsche 1 UHH IRdW Max-Brauer-Allee 60 D-22765 Hamburg Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Department Wirtschaftswissenschaften Institut für Recht der Wirtschaft Arbeitsbereich Glücksspiele Wissenschaftliche

Mehr

Der Markt für Glücksspiele und Wetten. Tilman Becker 1

Der Markt für Glücksspiele und Wetten. Tilman Becker 1 1 Der Markt für Glücksspiele und Wetten Tilman Becker 1 1 Einführung Der Markt für Glücksspiel ist ein bedeutender und expandierender Markt, vor allem im Bereich der Sportwetten. Der Umsatz auf dem Markt

Mehr

GESETZENTWURF. der Regierung des Saarlandes

GESETZENTWURF. der Regierung des Saarlandes LANDTAG DES SAARLANDES 15. Wahlperiode Drucksache 15/15 15.05.2012 GESETZENTWURF der Regierung des Saarlandes betr.: Gesetz zur Neuregelung des Glücksspielwesens im Saarland A. Problem und Ziel Die Länder

Mehr

2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten

2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten 2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten Gerhard Meyer Zusammenfassung Die Umsatzentwicklung auf dem Glücksspiel-Markt ist im Vergleich zum Vorjahr mit minus 2,8 % erneut rückläufig auf 26,7 Mrd. Euro. Unter

Mehr

Landtag von Baden-Württemberg. Kleine Anfrage. Antwort. Drucksache 15 / 4470 12. 12. 2013. 15. Wahlperiode

Landtag von Baden-Württemberg. Kleine Anfrage. Antwort. Drucksache 15 / 4470 12. 12. 2013. 15. Wahlperiode Landtag von Baden-Württemberg 15. Wahlperiode Drucksache 15 / 4470 12. 12. 2013 Kleine Anfrage der Abg. Dr. Friedrich Bullinger und Dr. Ulrich Goll FDP/DVP und Antwort des Innenministeriums Situation des

Mehr

Zu Suchtprävention, Jugendschutz, Konsumenten- bzw. Spielerschutz Zu Frage 8:

Zu Suchtprävention, Jugendschutz, Konsumenten- bzw. Spielerschutz Zu Frage 8: DEUTSCHE HAUPTSTELLE FÜR SUCHTFRAGEN E.V. 59003 Hamm, Postfach 1369 59065 Hamm, Westenwall 4 Tel. (0 23 81) 90 15-0 Telefax (0 23 81) 90 15-30 Internet: http://www.dhs.de email: koeppe@dhs.de Stellungnahme

Mehr

Arendts Anwälte. R e c h t s a n w a l t s k a n z l e i. Rechtssache Ince (C-336/14):

Arendts Anwälte. R e c h t s a n w a l t s k a n z l e i. Rechtssache Ince (C-336/14): R e c h t s a n w a l t s k a n z l e i A R E N D T S A N W Ä L T E, P o s t f a c h 1 1 2 4, 8 2 0 2 5 G r ü n w a l d Buchmacherkongress 2014 des Österreichischen Buchmacherverbandes am 17. Oktober 2014

Mehr

WS 4: Glück im Spiel?! Kooperation mit Glücksspielanbietern zwischen Schulterschluss und Grenzziehung Marita Junker, Beratungsund Behandlungsstelle

WS 4: Glück im Spiel?! Kooperation mit Glücksspielanbietern zwischen Schulterschluss und Grenzziehung Marita Junker, Beratungsund Behandlungsstelle WS 4: Glück im Spiel?! Kooperation mit Glücksspielanbietern zwischen Schulterschluss und Grenzziehung Marita Junker, Beratungsund Behandlungsstelle Die Boje Barmbek, Hamburg Zielsetzung der Anbieter Zielsetzung

Mehr

2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen Rechtsanwältin Dr. Christina Brugger, Zürich

2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen Rechtsanwältin Dr. Christina Brugger, Zürich 2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen Rechtsanwältin Dr. Christina Brugger, Zürich Das Glücksspielrecht ist einem ständigen Wandel unterworfen und betrifft als sog. Querschnittsmaterie unterschiedlichste Rechtsbereiche

Mehr

2.6 Glücksspiel Zahlen und Fakten

2.6 Glücksspiel Zahlen und Fakten 2.6 Glücksspiel Zahlen und Fakten Gerhard Meyer Zusammenfassung Die Umsätze auf dem deutschen Glücksspiel-Markt sind in 2008 um 11 % auf 24,9 Mrd. Euro gesunken. Die staatlich konzessionierten Glücksspielanbieter

Mehr

International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens

International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Wirtschaftswissenschaftliche Studie Stand: September 2014 Von: Goldmedia GmbH Strategy Consulting Oranienburger Str. 27 10117 Berlin-Mitte Tel.

Mehr

Gesetz zur Neuregelung des Glücksspielrechts. Vom. Der Senat verkündet das nachstehende, von der Bürgerschaft (Landtag) beschlossene Gesetz: Artikel 1

Gesetz zur Neuregelung des Glücksspielrechts. Vom. Der Senat verkündet das nachstehende, von der Bürgerschaft (Landtag) beschlossene Gesetz: Artikel 1 Gesetz zur Neuregelung des Glücksspielrechts Vom Der Senat verkündet das nachstehende, von der Bürgerschaft (Landtag) beschlossene Gesetz: Inhaltsverzeichnis Artikel 1 Bremisches Glücksspielgesetz (BremGlüG)

Mehr

Der Einfluss neuer Medien auf die Glücksspielindustrie Das neue Geschäftsfeld der Peer-to-Peer-Wetten. Diplomarbeit

Der Einfluss neuer Medien auf die Glücksspielindustrie Das neue Geschäftsfeld der Peer-to-Peer-Wetten. Diplomarbeit Der Einfluss neuer Medien auf die Glücksspielindustrie Das neue Geschäftsfeld der Peer-to-Peer-Wetten Diplomarbeit eingereicht bei PD Dr. Hans-Dieter Groffmann Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere

Mehr

Glücksspiel in Österreich

Glücksspiel in Österreich Glücksspiel in Österreich Hubert Poppe Facharzt für Psychiatrie, Oberarzt Anton Proksch Institut Wien Abteilung 2 Leitender Oberarzt der Suchtberatung Wr. Neustadt Koordinator des Bereichs Internetsucht/Spielsucht

Mehr

Lotto Voll- und Teil-Systeme

Lotto Voll- und Teil-Systeme Lotto Voll und TeilSysteme Spielteilnahme ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Nähere Informationen unter www.lottorlp.de. Hotline der BZgA: 0800 1 372 700 (kostenlos und anonym). INHALT SystemLotto

Mehr

Vorbemerkung der Fragesteller DerEntwurfeinesStaatsvertrageszumGlücksspielwesenwurde trotzvielseitigerkritik,u.a.vondereuropäischenkommission

Vorbemerkung der Fragesteller DerEntwurfeinesStaatsvertrageszumGlücksspielwesenwurde trotzvielseitigerkritik,u.a.vondereuropäischenkommission Deutscher Bundestag Drucksache 16/6551 16. Wahlperiode 02. 10. 2007 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Detlef Parr, Joachim Günther (Plauen), Miriam Gruß, weiterer Abgeordneter

Mehr

Werberichtlinie gemäß 5 Abs. 4 Satz 1 GlüStV vom 7. Dezember 2012. Erster Teil Allgemeine Vorschriften

Werberichtlinie gemäß 5 Abs. 4 Satz 1 GlüStV vom 7. Dezember 2012. Erster Teil Allgemeine Vorschriften Werberichtlinie gemäß 5 Abs. 4 Satz 1 GlüStV vom 7. Dezember 2012 Erster Teil Allgemeine Vorschriften 1 Anwendungsbereich (1) Die Länder konkretisieren mit der Werberichtlinie Art und Umfang der gemäß

Mehr

Die Novelle des Glücksspielgesetzes Das Kleine Glücksspiel aus ökonomischer Sicht

Die Novelle des Glücksspielgesetzes Das Kleine Glücksspiel aus ökonomischer Sicht Die Novelle des Glücksspielgesetzes Das Kleine Glücksspiel aus ökonomischer Sicht Prof. Bernhard Felderer, Günther Grohall, Hermann Kuschej 29. Juni 2010 Das Glücksspiel im Überblick Normalerweise Freizeitvergnügen.

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV AG) - Drs. 16/1566

Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV AG) - Drs. 16/1566 Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein Staatssekretär An den Vorsitzenden des Innen- und Rechtsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtages Herrn Werner Kalinka, MdL Landeshaus 24105 Kiel

Mehr

Jugendliche und Glücksspiel ELTERNINFO

Jugendliche und Glücksspiel ELTERNINFO Jugendliche und Glücksspiel ELTERNINFO Spiel Glück Risiko?! Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und Jugendlichen. Im Spiel werden viele Fertigkeiten, Eigenschaften und Kompetenzen erlernt und erprobt.

Mehr

Studienpräsentation: Nutzung von (Online-) Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich

Studienpräsentation: Nutzung von (Online-) Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich Studienpräsentation: Nutzung von (Online-) Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich Matthias Rohrer mrohrer@jugendkultur.at Institut für Jugendkulturforschung, Alserbachstr.18/7.OG,

Mehr

Amtsblatt des Saarlandes

Amtsblatt des Saarlandes Amtsblatt des Saarlandes Herausgegeben vom Chef der Staatskanzlei Teil I 2012 Ausgegeben zu Saarbrücken, 28. Juni 2012 Nr. 15 Inhalt Seite A. Amtliche Texte Gesetz Nr. 1772 zur Neuregelung des Glücksspielwesens

Mehr

Glücksspielsucht Beratung und Prävention

Glücksspielsucht Beratung und Prävention Glücksspielsucht Beratung und Prävention Landesdrogenkonferenz Workshop 3 Verschuldung und Sucht umfassende Unterstützung als Chance Zahlen und Fakten zum Thema pathologisches Spielverhalten 0,19% - 0,64%

Mehr

Staatsvertrag. zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag GlüStV)

Staatsvertrag. zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag GlüStV) Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag GlüStV) Das Land Baden-Württemberg, der Freistaat Bayern, das Land Berlin, das Land Brandenburg, die Freie Hansestadt Bremen,

Mehr

2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten

2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten 2.5 Glücksspiel Zahlen und Fakten Gerhard Meyer Zusammenfassung Die Umsatzentwicklung auf dem Glücksspiel-Markt ist in 2002 erstmals seit der Einbeziehung der neuen Bundesländer mit 1,7 % rückläufig. Die

Mehr

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern & Fakten zur Glücksspielsucht. Andreas Czerny, Dezember 2009

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern & Fakten zur Glücksspielsucht. Andreas Czerny, Dezember 2009 Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern & Fakten zur Glücksspielsucht Andreas Czerny, Dezember 2009 Gliederung I. Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern Juristischer Hintergrund, Kooperationspartner,

Mehr

Berichte aus der Volkswirtschaft. Dietmar Barth. Die Ökonomie von Sportwetten. Effizienzanalyse von Wettquoten

Berichte aus der Volkswirtschaft. Dietmar Barth. Die Ökonomie von Sportwetten. Effizienzanalyse von Wettquoten Berichte aus der Volkswirtschaft Dietmar Barth Die Ökonomie von Sportwetten Effizienzanalyse von Wettquoten D100 (Diss. Universität Hohenheim) Shaker Verlag Aachen 2012 Inhaltsverzeichnis Verzeichnis der

Mehr

Glücksspiel im Internet Eine unterschätzte Gefahrenquelle für Jugendliche und eine neue Herausforderung für den Jugendschutz.

Glücksspiel im Internet Eine unterschätzte Gefahrenquelle für Jugendliche und eine neue Herausforderung für den Jugendschutz. Glücksspiel im Internet Eine unterschätzte Gefahrenquelle für Jugendliche und eine neue Herausforderung für den Jugendschutz. Zahlen/Daten/Fakten Es gibt im Internet ca. 3.000 Webseiten weltweit, die Glücksspielangebote

Mehr

30.06.2011 Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit Entgegennahme o. B.

30.06.2011 Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit Entgegennahme o. B. Geschäftsbereich Ressort / Stadtbetrieb Soziales, Jugend & Integration Ressort 201 - Ressort Soziales Antwort auf Anfragen Bearbeiter/in Telefon (0202) Fax (0202) E-Mail Datum: Claudia Hembach 563-4513

Mehr

Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht (2009-2011)

Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht (2009-2011) Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht (2009-2011) Dr. Jens Kalke, Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Christan Schütze, Harald Oechsler, PD Dr. Uwe Verthein Zentrum für interdisziplinäre

Mehr

Glücksspielsucht. Eine Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige. Bernd Mukian. von. Suchhilfezentrum Schleswig. Schleswig 2014 - 1 -

Glücksspielsucht. Eine Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige. Bernd Mukian. von. Suchhilfezentrum Schleswig. Schleswig 2014 - 1 - Glücksspielsucht Eine Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige von Bernd Mukian Suchhilfezentrum Schleswig Schleswig 2014-1 - - 2 - Ein besonderer und ausdrücklicher Dank gilt der Spielbank

Mehr

denkernzielendesglücksspielstaatsvertragesfestgehalten.diekernzielewerdenjedochneuakzentuiert.künftigsollfürdenbereichdersportwettenvom

denkernzielendesglücksspielstaatsvertragesfestgehalten.diekernzielewerdenjedochneuakzentuiert.künftigsollfürdenbereichdersportwettenvom Deutscher Bundestag Drucksache 17/8494 17. Wahlperiode 25. 01. 2012 Gesetzentwurf des Bundesrates Entwurf eines Gesetzes zur Besteuerung von Sportwetten A. Problem und Ziel MitdemErstenStaatsvertragzurÄnderungdesStaatsvertrageszumGlücksspielweseninDeutschland

Mehr

1. Aus dem international vergleichenden Gutachten abgeleitete Fragestellungen

1. Aus dem international vergleichenden Gutachten abgeleitete Fragestellungen Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zur strukturierten Anhörung zum Thema Zukunft des Glücksspielwesens in Deutschland 1. Aus dem international vergleichenden Gutachten

Mehr

LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 16. Wahlperiode. Gesetzentwurf. Drucksache 16/1179. der Landesregierung

LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 16. Wahlperiode. Gesetzentwurf. Drucksache 16/1179. der Landesregierung LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 16. Wahlperiode Drucksache 16/1179 24. 04. 2012 Gesetzentwurf der Landesregierung Landesgesetz zu dem Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag und dem Staatsvertrag über die Gründung

Mehr

HSLU/Jörg Häfeli 19.02.2010

HSLU/Jörg Häfeli 19.02.2010 Glücksspiele in der Schweiz Prävention, Früherkennung Prof. Jörg Häfeli T direkt +41 41 367 48 47 joerg.haefeli@hslu.ch Luzern/Schweiz 19. Februar 2010 Bündner Tagung Glücksspielsucht Der rote Faden -

Mehr

führte nicht zu einer Änderung der bisherigen Einschätzung. Diese Position kommt auch in dem 2009 vom Ausschuss

führte nicht zu einer Änderung der bisherigen Einschätzung. Diese Position kommt auch in dem 2009 vom Ausschuss Der deutsche Glücks- und Gewinnspielmarkt ist durch eine grundlegende institutionelle Trennung gekennzeichnet. Bei der Regulierung des Glücksspielmarkts werden ordnungs- und sozialpolitische Zielsetzungen

Mehr

HAMBURGISCHES GESETZ- UND VERORDNUNGSBLATT TEIL I

HAMBURGISCHES GESETZ- UND VERORDNUNGSBLATT TEIL I 235 HAMBURGISCHES GESETZ- UND VERORDNUNGSBLATT TEIL I HmbGVBl. Nr. 27 FREITAG, DEN 29. JUNI 2012 Tag Inhalt Seite 29. 6. 2012 Zweites Gesetz zur Neuregelung des Glücksspielwesens......................................

Mehr

Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht (2009-2011)

Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht (2009-2011) Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht (2009-2011) 2011) Dr. Jens Kalke, Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Christan Schütze, Harald Oechsler, PD Dr. Uwe Verthein Zentrum für f r interdisziplinäre

Mehr

Jugend und Glücksspiel. Jugend und Glücksspiel. Dossier. 1/2013 (Neuauflage) Der Spaß am Spielen... ... versus Gefährdungen

Jugend und Glücksspiel. Jugend und Glücksspiel. Dossier. 1/2013 (Neuauflage) Der Spaß am Spielen... ... versus Gefährdungen Dossier Jugend und Glücksspiel 1/2013 (Neuauflage) Jugend und Glücksspiel Der Spaß am Spielen... Spielen macht Spaß und ist für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unabdingbar. Eine besonders

Mehr

lottoniedersachsen.de

lottoniedersachsen.de W SW SO O Freitag 13 SEP AUG 24 N N NW NO W O S S 365 lottoniedersachsen.de GESCHÄFTSBERICHT Glück. Made in Niedersachsen. LOTTO Niedersachsen Geschäftsbericht 2013 3 Sehr geehrte Damen und Herren, LOTTO

Mehr

Kiel. Policy Brief. Ulrich Schmidt und Katharina Lima De Miranda. Nr. 44 März 2012

Kiel. Policy Brief. Ulrich Schmidt und Katharina Lima De Miranda. Nr. 44 März 2012 Kiel Policy Brief Regulierung des Glücksspiels in Deutschland: Das Glücksspielgesetz Schleswig-Holsteins und der Glücksspieländerungsstaatsvertrag aus ökonomischer Perspektive Ulrich Schmidt und Katharina

Mehr

Warten auf den Wettbewerb Deutschland im Jahr Zwei des neuen

Warten auf den Wettbewerb Deutschland im Jahr Zwei des neuen Warten auf den Wettbewerb Deutschland im Jahr Zwei des neuen Glücksspielstaatsvertrages Die Sicht der privaten Sportwettenanbieter Dr. Norman Albers (Deutscher Buchmacherverband Essen e.v.) Agenda Historischer

Mehr

Spielbogen Bitte bis zum 10.1.2010 zurücksenden

Spielbogen Bitte bis zum 10.1.2010 zurücksenden Bitte zurück an: FAX: 02303-89670 Arbeitskreis gegen Spielsucht e.v. Südring 31 59423 Unna Spielbogen Bitte bis zum 10.1.2010 zurücksenden Dieser Spielbogen ist kein reiner Wissenstest, sondern dient zur

Mehr

SwissGambleCare. Prävention und Hilfe in den schweizerischen Spielbanken

SwissGambleCare. Prävention und Hilfe in den schweizerischen Spielbanken SwissGambleCare Prävention und Hilfe in den schweizerischen Spielbanken Ist die Schweiz weiterhin eine Vorreiterin oder hat sich ihre Situation verschlechtert? Institut für interdisziplinäre Sucht- und

Mehr

Stand: 7. Dezember 2011. Erläuterungen. A. Allgemeines. I. Ausgangslage. 1. Geltendes Recht

Stand: 7. Dezember 2011. Erläuterungen. A. Allgemeines. I. Ausgangslage. 1. Geltendes Recht Erläuterungen A. Allgemeines I. Ausgangslage 1. Geltendes Recht Die Länder haben im Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag GlüStV), der am 1. Januar 2008 in Kraft getreten

Mehr