FAgsF 37. Stephen Makinya. Die politische Regulierung internationaler Finanzmärkte - eine wirtschaftsethische Reflexion

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "FAgsF 37. Stephen Makinya. Die politische Regulierung internationaler Finanzmärkte - eine wirtschaftsethische Reflexion"

Transkript

1 FAgsF 37 Stephen Makinya Die politische Regulierung internationaler Finanzmärkte - eine wirtschaftsethische Reflexion Gefördert durch die Volkswagen-Stiftung Frankfurt am Main, Januar 2003

2 2

3 Inhaltsverzeichnis Einführung Einwände gegen eine wirtschaftsethische Reflexion Selbstreferenz sozialer Systeme Niklas Luhmann: Warnung vor Moral Systemtheoretische Anschlussfähigkeit einer ethischen Reflexion Ökonomische Vernunft Das spieltheoretische Paradigma Offene Flanken des spieltheoretischen Paradigmas Spieltheoretische Anschlussfähigkeit einer ethischen Reflexion Der moralische Gesichtspunkt als Prüfstein allgemein verbindlicher Normen Partikuläre Orientierungen des guten Lebens Normative Grundsätze internationaler Finanzmärkte Gerechtigkeit als Fairness Der Gleichheitsgrundsatz Eingrenzung von Informations- und Machtasymmetrien Eingrenzung von Asymmetrien der Risikoverteilung Respekt vor eigenständigen Lebens- und Entwicklungsstilen Ziele der politischen Regulierung internationaler Finanzmärkte Stabilisierung bzw. Effizienz des Finanzsystems Ausschaltung negativer Externalitäten Begrenzung von Systemrisiken des Finanzsektors Förderung der Beteiligung schwacher Marktteilnehmer Förderung einer umfassenden und nachhaltigen Entwicklung Akteure der Regulierung internationaler Finanzmärkte

4 4.1 Grenzen der politischen Regulierung Die Globalisierung Grenzen nationalstaatlicher Regulierung Allgemeine Grenzen der Regulierung Öffentliche Akteure der Regulierung Aufsichtsbehörden Basler Ausschuss für Bankenaufsicht Das Financial Stability Forum (FSF) Private Akteure der Regulierung Die Großbanken Die Gruppe der Dreißig und das Internationale Finanzinstitut Rating-Agenturen Globales Kooperations-Netzwerk ( Global-Policy-Network ) Theoretische Grundlage Literatur

5 Einführung Das Plädoyer zugunsten einer Regulierung der internationalen Finanzmärkte ist allgemein mit der Hoffnung verbunden, diese dadurch zu stabilisieren. Über das Ziel sind sich die meisten Ökonomen mittlerweile einig, wenngleich die Frage des Wie damit nicht beantwortet ist. Die Finanzmärkte zu stabilisieren wird als notwendig erachtet, weil offensichtlich nur so das ökonomische Prinzip der Effizienz 1 gewährleistet werden kann. Die umfangreiche Literatur, die sich mit der Regulierung internationaler Finanzmärkte aus der Perspektive der Effizienz beschäftigt, ist ein Indikator der (unbestritten) zentralen Bedeutung dieser Kategorie für jede wirtschaftliche Aktivität. Das Gewicht der Effizienz-Kategorie berechtigt jedoch nicht zu der Annahme, dass die Reflexion aus anderen Perspektiven, etwa der Ethik 2, überflüssig oder zweitrangig wäre. Die folgenden Reflexionen thematisieren die politische Regulierung internationaler Finanzmärkte aus der ethischen Perspektive. Im ersten Kapitel wird das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Moral bzw. zwischen ökonomischer Analyse und ethischer Reflexion bestimmt. Gegenüber einem weit verbreiteten Vorbehalt von Wirtschaftswissenschaftlern und Vertretern der Systemtheorie wird begründet, dass ethische Reflexionen an sozioökonomische Analysen - sowohl in der systemtheoretischen als auch in der spielund entscheidungstheoretischen Spielart - anschlussfähig sind. Die ökonomische Analyse kann die ethische Analyse ebensowenig ersetzen wie die ethische Analyse die ökonomische. Vielmehr sind beide aufeinander bezogen - jedoch nicht im Sinne einer Unterordnung, sondern im Sinn einer Kohärenz von Fachwissen und ethischem Urteil. 1 Ökonomische Effizienz bedeutet im Allgemeinen, einen bestimmten Output mit einem Minimum an Input zu erzielen. Oder vorhandene knappe Ressourcen werden so verwendet, dass der Grad der Zielerreichung möglichst hoch ist. Effizienz der Finanzmärkte lässt sich im Sinn der Allokationsoder Pareto-Effizienz definieren. Im Bereich der Finanzmärkte überwiegt derzeit jedoch die Deutung von Effizienz im Sinne einer Informations-Effizienz" (Vgl. Frömmel 2001). 2 Ethik als Fachdisziplin ist die methodisch gesicherte Reflexion moralischen Handelns (d.h. eines Handelns, das normativen Regeln folgt). 5

6 Im zweiten Kapitel werden normative Grundsätze entwickelt, welche helfen sollen, die Handlungsregeln kollektiver Akteure auf den Finanzmärkten auf ihre Fairness hin zu überprüfen. Zu diesen gehören einerseits die Eingrenzung von Asymmetrien der Information, der Macht und der Risikoverteilung sowie andererseits der Respekt vor eigenständigen Lebens- und Entwicklungsstilen. Das dritte Kapitel geht der Frage nach, welche Ziele mit der Regulierung verfolgt werden sollen. Die Stabilisierung des internationalen Finanzsystems, die im Vordergrund der ökonomischen Analyse steht, wird zwar bejaht, aber aus ethischer Sicht und aus der Sicht der Schwellen- und Entwicklungsländer durch zwei weitere Ziele, nämlich die Förderung der Beteiligung schwacher Marktteilnehmer und die Förderung der Entwicklungschancen von Entwicklungsländern ergänzt. Das vierte Kapitel reflektiert konkrete Akteure der Regulierung. Die Ausführungen werden insbesondere auf internationale Regulierungsregime eingehen und diese auf ihre politische Legitimation, Repräsentativität und Durchsetzungsmöglichkeit hin überprüfen. Die Grenzen bisheriger politischer Regulierung eröffnen den Horizont für ein flexibles und kooperatives Regulierungsmodell, in dem private und öffentliche Akteure gemeinsam die Regulierungsaufgaben zu lösen versuchen. Die Chancen und Gefahren sowie die theoretische Grundlage dieser Kooperationsarrangements (auch global-policy-network genannt) werden dann herausgearbeitet. 6

7 1. Einwände gegen eine wirtschaftsethische Reflexion Bevor wir eine ethische Reflexion internationaler Finanzmärkte vornehmen, müssen wir zunächst das Verhältnis zwischen ethischer Reflexion und ökonomischer bzw. sozialwissenschaftlicher Analyse bestimmen. Denn trotz des Ethik-Booms der 80er Jahre gibt es genügend Stimmen derer, die den Nutzen einer ethischen Reflexion über die ökonomische Analyse hinaus in Frage stellen, ja für störend 3 oder überflüssig 4 halten. Die systematischen Einwände gegen eine ethische Reflexion der Strukturen und Regeln ökonomischen Handelns speisen sich aus zwei Quellen: Zum einen wird der Einwand generell durch die Beobachtung charakteristischer Merkmale moderner Gesellschaften begründet: Der Theorie sozialer Systeme zufolge sind moderne Gesellschaften durch funktional ausdifferenzierte Teilsysteme gekennzeichnet. Aufgrund ihrer Selbstreferenz sind diese Teilsysteme gegen einen Einfluss bzw. die Determination durch die Umwelt oder andere Teilsysteme abgeschirmt. Daher ist der Einfluss moralischer Kommunikation - und damit der ethischen Reflexion prinzipiell in Frage gestellt. Die Legitimation ethischer Reflexion konnte - so wird argumentiert - in vormodernen Gesellschaften dadurch gerechtfertigt werden, dass diese Gesellschaften durch eine allgemein anerkannte Moral zusammengehalten wurden. Diese Voraussetzung ist in den modernen Gesellschaften mehr oder weniger hinfällig geworden, weil in ihnen pluralistische, zum Teil gegensätzliche moralische Lebensentwürfe existieren. Damit ist die Legitimation einer ethischen Reflexion, die das Handeln der Menschen bzw. die gesellschaftlichen Strukturen/Regeln in modernen Gesellschaften normativ beurteilen und als allgemein verbindlich erklären will, einer prinzipiellen Kritik unterzogen. Der zweite Einwand wird speziell in Bezug auf das Wirtschaftssystem erhoben: Das Wirtschaftssystem steuert sich ausschließlich durch die Funktionscodes von Zahlen / Nichtzahlen. Daher genügt eine ökonomische Analyse, um die 3 Vgl. Luhmann

8 wirtschaftlichen Vorgänge zu verstehen. Dieser These zufolge ist eine ethische Reflexion insofern überflüssig, als sie nichts Neues über die ökonomische Analyse hinaus anzubieten vermag. Das ökonomisch Vernünftige ist nämlich letztlich mit dem ethisch Gebotenen identisch, wenn bei einer ökonomischen Entscheidung möglichst viele Folgen und Nebenwirkungen berücksichtigt werden. 5 In den folgenden Abschnitten wird überprüft, ob diese Einwände zutreffen oder ob doch eine ethische Reflexion system- und wirtschaftstheoretisch anschlussfähig und dadurch in der Lage ist, das wirtschaftliche Handeln auf den Finanzmärkten ethisch zu beurteilen. 1.1 Selbstreferenz sozialer Systeme Es war Max Weber, der zuerst die Anschlussunfähigkeit einer ethischen Reflexion an andere gesellschaftliche Sphären theoretisch erfasste. Durch seine Thesen von der Objektivität sozialwissenschaftlicher Erkenntnis und der Wertfreiheit soziologischer und ökonomischer Wissenschaften 6 sowie in seiner Darlegung der Politik als Beruf 7 begründete er den Dualismus zwischen Tatsachen- und Werturteilen, empirischen und normativen Wissenschaften sowie zwischen Ethik und Politik. 4 Vgl. Homann Vgl. Ebd. 6 Weber Weber

9 1.1.1 Niklas Luhmann: Warnung vor Moral Einen wichtigen zeitgenössischen Einwand gegen die ethische Reflexion liefert Luhmanns Theorie der sozialen Systeme. 8 Dieser Theorie zufolge sind moderne Gesellschaften im Unterschied zu vormodernen Gesellschaften durch die funktionale Differenzierung gesellschaftlicher Teilsysteme (Wirtschaft, Politik, Religion, Wissenschaft, Recht etc.) gekennzeichnet. 9 In Anknüpfung an das Autopoiesis-Konzept der chilenischen Biologen Maturana und Varela charakterisiert Luhmann soziale Systeme als autopoietische 10 Systeme. Diese sind durch drei Eigenschaften gekennzeichnet: sie besitzen erstens die Fähigkeit, sich selbst zu reproduzieren und zu erhalten. Sie sind zweitens operativ geschlossen und damit autonom, weil sie ausschließlich selbstreferentiell (auf sich selbst bezogen) operieren und weitere Operationen nur an die eigenen anschließen (z.b. das Nervensystem). Drittens sind sie materiell und energetisch offen, insofern sie die Austauschformen mit der Umwelt nicht von der Umwelt bestimmen lassen, sondern gemäß der eigenen Funktionslogik festlegen. 11 Bezogen auf unsere Thematik ist das Verhältnis von System und Systemumwelt von Bedeutung. Die Selbstreferenz und ausschließliche Selbststeuerung sozialer Systeme gemäß spezifischer binärer Codes übernehmen eine Art Filterfunktion für Inputs wie Outputs des entsprechenden Teilsystems. Das ökonomische System etwa operiert nach dem Code von Zahlen/Nicht-Zahlen und reagiert deswegen sensibel auf ökonomisch relevante Daten wie Geldmengenschwankungen oder Inflationsraten, nicht aber auf das gesunkene Selbstwertgefühl von Arbeitslosen. Das politische System dagegen operiert nach den Codes Machterhalt/Machtverlust und reagiert daher sensibel auf politisch relevante Daten wie Wahltermine, Wählerveränderungen oder die Entstehung 8 Vgl. Luhmann 1984; 1990; Zur Auseinandersetzung zwischen der Luhmannschen Theorie sozialer Systeme und Ethik vgl. Dabrock Vgl. Luhmann Maturana und Varela verwenden den Begriff Autopoiesis zur Bestimmung lebender Systeme. Darunter verstehen sie selbsterzeugende und selbsterhaltende Einheiten. (Kneer/Nassehi 1997, 56). 11 Vgl. Ebd. 9

10 neuer Akteure in der politischen Landschaft. Es reagiert jedoch schwerfällig auf objektiv drängende Probleme etwa der Umweltzerstörung oder der Verelendung ganzer Völker, weil diese nicht unmittelbar politische Relevanzkriterien ansprechen. 12 Das Verhältnis zwischen einem System und seiner Umwelt ist somit - betrachtet man die Idee der strukturellen Kopplung als letztlich systemimmanentes Phänomen - durch einen Ausschlusscharakter gekennzeichnet: Ein kausaler Durchgriff des Systems auf die Umwelt ist demnach ebenso ausgeschlossen wie eine Determinierung des Systems durch die Umwelt. 13 Welche Rolle weist die Theorie sozialer Systeme nun der Ethik als theoretischer Reflexion der Moral in funktional ausdifferenzierten Gesellschaften zu? Kann sie ihre traditionelle Rolle der gesamtgesellschaftlichen Integration wahrnehmen? Ist sie in der Lage, die operativ geschlossenen und selbstreferentiell steuernden sozialen Systeme überhaupt zu beeinflussen? Der Ethik-Boom der 80er Jahre wird dadurch erklärt, dass die Gesellschaft sich mit zunehmenden technischen und ökologischen Risiken konfrontiert sah, die überwiegend daraus entstanden sind, dass die einzelnen Teilsysteme ausschließlich der ihnen eigenen Rationalität folgten. Daraufhin wurde ein allgemeines, die gesellschaftlichen Teilsphären übergreifendes Moralsystem eingefordert. Mit einer solchen Forderung kann Luhmann sich jedoch nicht anfreunden. Denn seine Theorie schließt die Möglichkeit eines alle gesellschaftlichen Teilsysteme integrierenden Systems aus. Der Grund dafür liegt erstens in der Einzigartigkeit der Teilsysteme. Als polykontextual strukturierte Gesellschaften verfügen moderne Gesellschaften über eine irreduzible Vielfalt von Beobachtungsmöglichkeiten, die von keinem archimedischen Standpunkt miteinander überführt werden könnten. Damit entfällt die Möglichkeit einer moralischen Integration - und ebenso die einer politischen, wirtschaftlichen usw. Integration der Gesellschaft. 14 Die Kernaussage, die sich auf das Verhältnis eines Systems zu seiner Umwelt bezieht, klingt so: 12 Willke 1998, Luhmann 1989, Kneer/Nassehi 1997,

11 Selbstreferentiell steuernde Systeme sind generell immun gegen Interventionen von außen und damit moralisch indifferent. Aufgrund dieser prinzipiellen Indifferenz hält Luhmann zweitens den Einfluss der Moral nicht nur für ausgeschlossen, sondern sogar für schädlich. Eine solche Auffassung hängt mit Luhmanns Verständnis von Moral zusammen. Er sieht nämlich in ihr eine besondere Art von Kommunikation, die nach der binären Unterscheidung von gut/schlecht operiert. Die Besonderheit moralischer Kommunikation liegt darin, dass sich die Codewerte gut/schlecht nicht auf spezifische Eigenschaften (z.b. guter Spieler oder schlechtes Essen) beziehen, sondern zugleich Hinweise auf Achtung oder Missachtung der ganze(n) Person 15 mitführen. Da in moralischen Fragen die Person als Ganze auf dem Prüfstand steht, kommt es dazu, dass eine moralische Aufladung von Kommunikationen häufig in aggressive Auseinandersetzungen einmündet. Hierin erblickt Luhmann eine Hauptgefährdung, dass nämlich die Moral gesellschaftliche Konflikte erzeugt oder verschärft. Daher plädiert er für eine Redefinition der Aufgabe von Ethik: Die Ethik soll sich nicht, wie es bisher in der philosophischen Tradition geschah, mit der Begründung moralischer Urteile beschäftigen, sondern mit der Beschreibung und Prüfung moralischer Sachverhalte begnügen. Luhmann begründet den Verzicht auf Letzt-Begründung moralischer Urteile mit dem Hinweis auf die Divergenz moralischer Vorstellungen in pluralistischen Gesellschaften. Die Grenze der Verwendung moralischer Kommunikation in anderen Teilsystemen sieht Luhmann drittens darin, dass in modernen Gesellschaften trotz verbreiteter Verwendung des Moralcodes, Dissens auf der Ebene der Programme existiert: In pluralistischen Gesellschaften ist es nicht möglich, gesellschaftseinheitliche Moralprogramme auszumachen, die den moralischen Code anleiten könnten: Für den Moralgebrauch unserer Gesellschaft scheint nun bezeichnend zu sein, dass man auf der Ebene der Programme keinen Konsens mehr unterstellen kann jedenfalls nicht in den kritischen Fällen, in denen eine explizite Verwendung von 15 Luhmann 1990,

12 Moral als Form der Kommunikation sich allein lohnt. 16 Diese These verweist auf einen wichtigen Sachverhalt, nämlich daß die moderne, funktional ausdifferenzierte Gesellschaft durch moralische Kommunikation nicht integriert werden kann. 17 Zwar habe sich die Moral im Unterschied zu anderen Sphären nicht zu einem funktionalen Teilsystem ausdifferenziert und könne daher sich parasitär in jede Kommunikation in jedem Funktionssystem einspielen. 18 Man kann aber keinen der Funktionscodes anderer ausdifferenzierter Teilsysteme mit einem der beiden Moralcodes gleichsetzen. Orientiert sich etwa das politische System an der Unterscheidung Regierung/Opposition oder das Wissenschaftssystem an der Unterscheidung wahr/unwahr, so ist die Gleichsetzung dieser Codes mit den beiden Codes moralischer Kommunikation unzulässig: In keinem dieser Fälle können die beiden Werte dieser Codes mit den beiden Werten des Moralcodes kongruent gesetzt werden. Es darf gerade nicht dahin kommen, daß man die Regierung für strukturell gut, die Opposition für strukturell schlecht oder gar böse erklärt. [...] Die Funktionscodes müssen auf einer Ebene höherer Amoralität eingerichtet sein, weil sie ihre beiden Werte für alle Operationen des Systems zugänglich machen müssen. 19 Zusammenfassend lässt sich Folgendes konstatieren: Funktionscodes sind moralisch indifferent strukturiert, d.h. sie sind nicht an der Unterscheidung gut/schlecht ausgerichtet. Zwar können moralische Kommunikationen innerhalb der Funktionssysteme wieder vorkommen, die Art und Weise ihres Vorkommens richtet sich aber nicht nach einem gesellschaftlichen Metacode, sondern nach den Strukturbedingungen der jeweiligen Funktionssysteme. 20 Die vorausgehenden Überlegungen legen eine Schlussfolgerung nahe, dass die Ethik wenn überhaupt - eine äußert begrenzte Rolle spielen kann. Luhmann kritisiert die traditionellen Ethikkonzeptionen weil sie die Paradoxien 21 der 16 Luhmann 1991, Kneer/Nassehi 1997, Dabrock 2002, 23. Herv. dort. 19 Luhmann, f. 20 Luhmann 1989a, In soziologischer Sprache entstehen Paradoxien, wenn eine Beobachtung sich selbst beobachtet. Jeder binäre Code, auch der der Moral, führt bei einer Anwendung auf sich selbst zu Paradoxien. 12

13 Moralcodes ausgeblendet hätten. Diese Konzeptionen, so Luhmann, hätten die Moral stets für etwas Gutes gehalten. 22 Daher plädiert Luhmann für eine Ethik, die an soziologische Beobachtung anknüpft, und deren Aufgabe es ist, beide Seiten des Moralcodes (negative und positive Seite moralischer Kommunikation) zu reflektieren. Insbesondere würde eine solche Ethik offenlegen, dass moralische Kommunikation, die mit der Missachtung von Personen droht, Streit, Gewalt und Krieg provozieren kann. Angesichts dieser Sachlage ist die vielleicht vordringlichste Aufgabe der Ethik, vor Moral zu warnen Systemtheoretische Anschlussfähigkeit einer ethischen Reflexion Eine ethische Reflexion wird zweifellos die systemtheoretischen Erkenntnisse, insbesondere die Ausdifferenzierung moderner Gesellschaft in funktionale Teilsphären, ernst nehmen müssen. Aber sie muss die These der ausschließlichen Steuerung eines Systems durch seine Funktionscodes und die sich daraus ergebende Indifferenz gegenüber der Umwelt 24 nicht teilen, 25 denn die binäre Codierung (wird) durch Programme 26 relativiert. Diese stellen Kriterien bereit, ob der positive oder negative Codewert zutrifft. Sie liefern Zwecke und Verfahren, die den funktionalen Codewerten systemfremde Rahmenbedingungen setzen und das vorher ausgeschlossene Dritte über einen Umweg wieder einführen. 27 Am Beispiel der Teilsysteme Recht und Wissenschaft kann dieser Sachverhalt verdeutlicht werden: Systemfremde Rahmenbedingungen, in diesem Fall Gesetze, Man kann nicht entscheiden, ob die Unterscheidung von gut und schlecht ihrerseits gut oder nicht vielmehr schlecht ist. (Luhmann 1990, 27). 22 Vgl. Luhmann 1989a, Luhmann 1990, Zwar schließt die Theorie sozialer Systeme eine Steuerung im Sinne von Intervention nicht gänzlich aus (Vgl. Luhmann 1988, 346), ihr Akzent liegt jedoch eindeutig auf der Betonung der Unbeeinflussbarkeit und Selbststeuerung sozialer Systeme. 25 Ausführlich zu den vier Filtern der Theorie sozialer Systeme und deren Aufnahme in eine sozialethische Reflexion vgl. Hengsbach 2001, 44f. 26 Programme sind Kriterien, nach denen die Codierung systemischer Kommunikation geschaltet wird. 27 Hengsbach 2001,

14 bestimmen die Anwendung des positiven oder negativen Codewertes. In der Wissenschaft werden Forschungsprojekte durch systemfremde Bedingungen (z.b. die zur Verfügung gestellten Förderungsmittel) in eine bestimmte Richtung gelenkt, ohne dadurch den für die Wissenschaft spezifischen Code wahr/falsch außer Kraft zu setzen. 28 Diese Beobachtung entkräftet den Eindruck der Unbeeinflussbarkeit bzw. ausschließlichen Selbststeuerung sozialer Systeme, den die Theorie sozialer Systeme vermittelt, und eröffnet die Möglichkeit ethischer Reflexion. Und schließlich ist die Redefinition der Funktion der Ethik gegen kritische Anfragen nicht immun: Indem Luhmann der Ethik die Aufgabe zuweist, vor Moral zu warnen, weil die philosophische Tradition nur die positive Seite der beiden Moralcodes gelten ließe, begeht er den gleichen Fehler wie diejenigen, die er zu kritisieren meint. Eine Ethik, die eine solche Aufgabe übernähme, beschränkte sich wiederum auf nur eine Seite des Moralcodes. Sachgerecht wäre eine Ethik, die negative und positive Folgen moralischer Kommunikation zu reflektieren versucht. Und zuletzt: Wenn Luhmann unterstreicht, dass Moral durchaus nach den Strukturbedingungen der jeweiligen Funktionssysteme 29 in deren Programmen vorkommen kann, so ist damit noch längst nicht ausgemacht, dass diese Infektion durch Moral 30 nur negative Folgen haben kann, vor denen zu warnen wäre. Die Ethik kann womöglich einen kontrollierten Gebrauch der Moral empfehlen. 1.2 Ökonomische Vernunft Inspiriert durch die Einsichten der Theorie sozialer Systeme vertreten einige Wirtschaftstheoretiker die These, dass Wirtschaft ein moralfreier Raum sei, dass wirtschaftliches Handeln eigengesetzlich verlaufe, ökonomischen Sachzwängen unterliege und durch die ökonomische Vernunft bestimmt sei. Darüber hinaus stimme wirtschaftliches Handeln, sobald es die überschaubaren Handlungsfolgen 28 Vgl. ebd., 168, Anm Luhmann 1989, Ebd. 14

15 im Ganzen und auf Dauer berücksichtige, mit dem moralisch Gebotenen überein. Folgerichtig könne der Maßstab der Beurteilung nur der Erfolg, die Effizienz, das ökonomische Ergebnis sein. Daher betrachten radikale Markttheoretiker wie Friedrich Hayek auf dem Hintergrund der Selbststeuerung der Wirtschaft den Wettbewerb als ausreichendes Kriterium der ethischen Qualität der Ökonomie. Jegliche externe Intervention wird falls sie nicht der Sicherung des fairen Wettbewerbs oder dem Schutz des Eigentums und der Einhaltung der Verträge dient als Störung und Verzerrung der autonomen Funktionsweise der Ökonomie kritisiert. Die empirischen Belege scheinen diese Hypothese zu bestätigen und dadurch ihre Faszination zu erhöhen: Durch den Zusammenbruch der zentralistischen Planwirtschaften schien erwiesen, dass die Funktionsweise einer Ökonomie, die auf den Prinzipien der Selbstorganisation und Selbststeuerung beruht, gegenüber der politisch gesteuerten Ökonomie überlegen sei. Denn diese Selbststeuerung ermöglichte eine Eigendynamik, Innovativität und Produktivität moderner westlichen Ökonomien, die wohl erst heute aus dem Vergleich mit dem leidvollen Konkurs des Modells einer politisch abhängigen, sozialistischen Ökonomie adäquat eingeschätzt werden kann. 31 Insofern wirtschaftliche Entscheidungen dem Grundsatz ökonomischer Rationalität folgen, d.h. dem Faktum der Vernunft, können diese sich als moralfreies Handeln behaupten, oder in sich bereits moralische Qualität beanspruchen. Folgerichtig genügt eine Wirtschaftstheorie, um wirtschaftliches Handeln umfassend zu verstehen und zu deuten. In den Wirtschaftswissenschaften hat sich die Spieltheorie 32 als ein bewährtes Instrument etabliert, situationsbezogene und zielgerichtete Entscheidungen gesellschaftlicher Akteure zu analysieren. 33 Insofern die Spieltheorie als formale Sprache der ökonomischen Theorie 34 gilt, wollen wir das spieltheoretische Paradigma aufgreifen, deren offene Flanken aufzeigen und nach Anschlussmöglichkeiten einer ethischen Reflexion fragen Das spieltheoretische Paradigma 31 Willke 1998, 263). 32 Vgl. Holler/Illing 1993; Dixit/Nalebuff Vgl. Holler/Illig

16 Unter Spielen versteht man Handlungs- und Entscheidungsfelder mit unsicheren Erwartungen, da mehrere Beteiligten miteinander konkurrieren oder kooperieren. 35 In dieser Deutung sind vier wesentliche Elemente einer Spielsituation erkennbar: Zunächst sind es Spieler bzw. Akteure, die durch bestimmte Spielzüge ihre Ziele zu erreichen versuchen. Und schließlich ist jedes Spiel durch bestimmte Spielregeln (z.b. Teilnehmerzahl, Dauer und Ablauf des Spiels) und gegebene Spielergebnisse (Erwartungen) gekennzeichnet. Gesellschaftliche Spiele weisen folgende typische Merkmale auf: 36 Erstens müssen die Spieler entscheiden 37, das heißt aus der Vielfalt objektiv gleichrangiger und damit miteinander konkurrierender Handlungsmöglichkeiten eine einzige Handlungsalternative auswählen, die sich auf Grund eines subjektiven Werturteils als vorzugswürdig erweist. 38 Das Ergreifen einer Handlungsmöglichkeit vollzieht sich nicht in einem neutralen Raum, sondern wird im Horizont der Wertorientierung und des Lebensentwurfs des Handlungssubjekts getroffen. Warum man gerade diese Alternative und nicht eine andere auswählt (Auswahlkriterium), zeigt, dass die getroffene Entscheidung von der Wertorientierung und vom Lebensentwurf des Entscheidenden abhängt. Zweitens zeichnen sich gesellschaftliche Spiele durch ein Interesse 39 aus. Die am Spiel Beteiligten orientieren sich an den eigenen Interessen aber auch an denen der Mitspieler. Im Spiel treffen gleichgerichtete und gegensätzliche Interessenlagen aufeinander. Beim Zusammentreffen konkurrierender Interessen wird das dritte Kennzeichen gesellschaftlicher Spiele offenkundig, nämlich die 34 Ebd., Hengsbach 2001, Vgl. Hengsbach 2001, 46ff. 37 Der Entscheidungszwang ist in der Freiheit des Handelns begründet. Eine Entscheidung zu verweigern, kann nicht ohne faktischen Widerspruch geschehen. Denn selbst die Verweigerung ist eine Entscheidung. Ausführlich dazu Vgl. Lübbe Vgl. Hengsbach 2001, Interesse kann als eine elementare Triebfeder des Willens, die das Erkenntnisvermögen leitet und den Entscheidungsvorgang orientiert, [als] die vitale, psychische, geistige Anteilnahme des Menschen an sich selbst, an einem anderen oder an einer Sache (Hengsbach 2001,48) definiert werden. 16

17 Machtverhältnisse 40, die ebenso die Entscheidung der Spieler beeinflussen. Schließlich sind gesellschaftliche Spiele durch das Moment der Unsicherheit (bzw. Unberechenbarkeit) gekennzeichnet. Jedes Handlungssubjekt trifft eine Entscheidung unter unsicheren Bedingungen, weil das Ergebnis nicht nur von den eigenen Interessen und Handlungsstrategie, sondern auch von den Entscheidungen und Handlungsstrategien anderer Mitspieler abhängt. Gesellschaftliche Spiele können in zwei Kategorien unterteilt werden: Kooperative und nicht-kooperative Spiele. Nicht-kooperative Spiele (auch Kampfspiele genannt) sind jene, in denen die Spieler ausschließlich ihrem eigenen Nutzen folgen und ihre Interessen strikt entgegengesetzt sind. 41 Zur Illustration dessen, welches Ergebnis erzielt wird, wenn die Spieler kooperieren oder nicht kooperieren, bietet sich das Gefangendilemma-Spiel 42 an: Das Gefangendilemma zeigt, dass bei einem nicht-kooperativen Arrangement, jeder Spieler zu einer dominanten 43 Entscheidungsregel greift, die zu einer individuell vorteilhaften Lösung des Dilemmas führen soll. Das führt jedoch zu einem Ergebnis, welches für beide Beteiligten keine optimale Lösung ist. Die individuell vernünftige, vom Eigeninteresse geleitete Entscheidungsregel führt zu einem Ergebnis, dass bei kooperativem Verhalten für beide hätte besser ausfallen können. Da die Spieler indessen weder die Möglichkeit haben, sich zu verständigen, noch bindende Absprachen über die Wahl ihrer Entscheidungsregel zu treffen, verfehlen sie die für beide vorteilhafteste Lösung der einjährigen Haftstrafe, zu der sie verurteilt worden wären, wenn sie beide geleugnet hätten. Die individuelle Rationalität, nämlich die Gefängnisjahre für den Einzelnen zu 40 Im Gegensatz zu Max Weber, der Macht subjektiv-theoretisch als jede Chance innerhalb einer sozialen Beziehung, den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht (Weber, 1964, 38) definiert, halte ich die strukturalistische Deutung der Macht als ein Bündel von Kräfteverhältnissen,...die durch den Zusammenprall von Entscheidungssubjekten [entstehen], die miteinander konkurrieren und ein Handlungsfeld organisieren (Hengsbach 2001, 49) als für unsere Thematik geeigneter. Ausführlich zu strukturalistische Machttheorie siehe: Foucault Hengsbach 2001, Vgl. Luce/Raiffa 1957, 95. Für die deutsche Darstellung des Gefangendilemmas siehe Holler/Illig 1993, 3f. 43 Dominant, weil keiner der beiden Spieler einen Anreiz hat, sie zu ändern, solange der andere an seiner Entscheidungsregel festhält. (Hengsbach 2001,54). 17

18 verringern, weicht von der kollektiven Rationalität ab, nämlich die Haftstrafe für beide zu minimieren. 44 Wenn nicht-kooperative Spiele eindeutig zu Ergebnissen führen, die für alle beteiligten Spieler schlechter sind als die Ergebnisse der Spiele unter kooperativen Bedingungen, so kann man fragen, wie das nicht-kooperative Verhalten in kooperatives Verhalten überführt werden kann. Dass kooperative Entscheidungsregeln in einer Welt eigeninteressierter Individuen sich ohne weiteres behaupten können, ist zunächst nicht selbstverständlich. Fehlt etwa eine zentrale Durchsetzungs- und Kontrollinstanz, so ist nicht auszuschließen, dass vom Eigeninteresse geleitete Individuen hinreichend Anreize finden, um nicht zu kooperieren und den Gegenspieler zum eigenen Vorteil auszubeuten. Robert Axelrod 45 hat die Bedingungen ermittelt, unter denen kooperatives Handeln Stabilität erlangen kann. Diese Bedingungen fasst Friedhelm Hengsbach in fünf Punkten zusammen: Die Spieler müssen erstens an der Kooperation interessiert sein und Kooperation erwarten. Sie müssen sich zweitens am Grundsatz einer behutsamen Gegenseitigkeit orientieren. Sie müssen drittens einen weiten Zeithorizont gelten lassen. Sie müssen viertens in der Lage und darin interessiert sein, ihre Gegenspieler wiederzuerkennen. Und sie müssen fünftens die Vorteile der Kooperation in einer Kosten-Nutzen-Kalkulation abwägen. 46 Es ist nun unwahrscheinlich, dass alle diese Bedingungen gleichzeitig auftreten. In Abwesenheit einer Strafinstanz steht die Kooperationsbereitschaft in Konkurrenz zu der Versuchung, den Gegenspieler doch im Eigeninteresse auszubeuten. Ferner wird der Zeithorizont des Spiels durch die begrenzte Lebenserwartung der Spieler eingeengt. Schließlich unterliegt die Bewertung der Kooperationsergebnisse dem individuellen Urteil sowie individueller Präferenzen einzelner Spieler. Aus diesen Gründen stehen die Stabilitätsbedingungen kooperativen Verhaltens noch auf einem schwankenden Fundament. So ist in 44 Hengsbach 2001, Vgl. Axelrod 1995, VIII. 46 Hengsbach 2001, 58, Herv. dort. 18

19 einem weiteren Schritt zu fragen, wie die Stabilität kooperativen Handelns gezielt herbeigeführt werden könnten. Offenkundig besteht das Hauptproblem kooperativer Spiele darin, dass die Spieler nicht wissen können, wie die Gegenspieler reagieren werden. Dieser unsichere Faktor lässt sich dadurch beseitigen, dass die Spieler Verträge abschließen. Dadurch werden die unsichere(n) Erwartungen vertraglich in sichere Erwartungen 47 überführt. Der Preis für diese Vereinbarung ist die Bindung des eigenen Handelns an feste Regeln sowie die Bereitschaft, sie einzuhalten. Akzeptieren alle Vertragspartner die Vereinbarung und verpflichten sich dazu, sie einzuhalten, so haben alle davon einen Nutzen: die Verlässlichkeit ihrer Handlungserwartungen ist gewährleistet. So erweist sich die Selbstbindung im eigenen Eigeninteresse als vorteilhaft für alle. Die Anziehungskraft vertraglicher Kooperation scheint darin zu liegen, dass die Eigeninteressen der Kooperationspartner nicht ausgeschaltet werden. Die vereinbarten Kooperations- und Spielregeln werden gerade nicht als Instrumente, die das Eigeninteresse einengen erlebt, sondern als Nebenbedingungen einer Kalkulation, die den individuellen Nutzen mit den Kosten eines knappen Gutes, das nicht zum Nulltarif zu haben ist, vergleicht. 48 Auch eine äußere Kontrollinstanz, die kooperatives Handeln gegen den Widerstand der Beteiligten durchsetzen müsste, (wäre) überflüssig, weil die positive Synthese individueller und kollektiver Rationalität von innen her erfolgen (kann), indem die überschaubaren Folgen und die konkret Betroffenen berücksichtigt werden. Die vertragliche Kooperation könnte sich als Resultat eines durch Versuch und Irrtum markierten Lernprozesses erweisen, der eigeninteressiertes Handeln gleitend in verbindlich geregeltes Handeln überführt, indem er die Reichweite der Nutzen- Kosten-Kalkulation zunehmend vergrößert Offene Flanken des spieltheoretischen Paradigmas 47 Ebd, Hengsbach 2001, Ebd. 19

20 Trotz dieser Vorteile, die eine vertragliche Kooperation im Gegensatz zu nichtkooperativen Spielen aufzuweisen vermag, gibt es offene Flanken, die auch die Stabilität vertraglicher Kooperation gefährden können. Erstens ist nicht geklärt, warum freiwillige Vereinbarungen verbindlich sein sollen, wenn vorher nicht eine allgemein anerkannte Regel vereinbart wird, welche die unbedingte Einhaltung von Verträgen festlegt. Zweitens ist anzumerken, dass auch dann, wenn es eine solche Regel geben würde, noch nicht garantiert wäre, dass die Geltung der Kooperationsregeln Bestand hätte, wenn etwa einzelne Spieler durch Trittbrettfahren die Kooperation verweigern. Mit anderen Worten: Die Einhaltung der Verträge setzt eine Sanktionsinstanz voraus. Der dritte Kritikpunkt, der die Stabilität der Kooperation gefährden kann, betrifft die Frage der Verteilung: Wenn zuvor keine allgemein anerkannte Verteilungsregel getroffen wurde, nach der Kooperationsgewinne konkret zu verteilen sind, so besteht die Gefahr der Aufkündigung der Kooperation, wenn die konkrete Verteilung der Kooperationsvorteile in Frage gestellt wird. Viertens garantiert allein die Zustimmung zu einem Vertrag durch die Beteiligten lange noch nicht seine Fairness. Denn es nicht auszuschließen, dass die asymmetrischen Machtverhältnisse eines nicht-kooperativen Gleichgewichts bzw. der vorvertraglichen Situation in den Kooperationsvertrag hineinreichen. 50 Sollte dies der Fall sein, dann verwandelt sich der Kooperationsvertrag in einen Unterwerfungs- oder gar Sklavereivertrag. 51 Und fünftens ist es nicht ausgeschlossen, dass die Kooperationspartner sich zulasten unbeteiligter Dritter oder zum Schaden der Allgemeinheit verständigen und den Kreis der Beteiligten gegen Einflüsse von außen abschirmen. 52 Als offene Flanke spieltheoretischer Analysen bleibt festzuhalten: Der Kooperationsvertrag, der sich an dem ökonomischen Nutzen-Kosten-Kalkül der Vertragspartner orientiert, enthält keinen neutralen Beurteilungsmaßstab, gemäß dem sich die Grenzkosten und Grenzerträge der Vereinbarung objektiv kalkulieren ließen. Weder das wohlverstandene Eigeninteresse noch die Verlässlichkeit der Erwartungen noch 50 Hengsbach 2001, Ebd., 60f. 52 Ebd.,

Arzt und Patient im Spannungsfeld zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie und Politik

Arzt und Patient im Spannungsfeld zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie und Politik Arzt und Patient im Spannungsfeld zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie und Politik Prim. Univ.-Prof. Dr. Ch. Menzel Vorstand der Brustzentrum Salzburg Situation ist eine Katastrophe, allerdings: Eine Erhöhung

Mehr

Leitbild der Bertelsmann Stiftung. Für eine zukunftsfähige Gesellschaft. BertelsmannStiftung

Leitbild der Bertelsmann Stiftung. Für eine zukunftsfähige Gesellschaft. BertelsmannStiftung Leitbild der Bertelsmann Stiftung Für eine zukunftsfähige Gesellschaft BertelsmannStiftung Mission Statement Leitbild der Bertelsmann Stiftung Vorwort Die Bertelsmann Stiftung engagiert sich in der Tradition

Mehr

Die Beurteilung normativer Managementsysteme

Die Beurteilung normativer Managementsysteme Die Beurteilung normativer Managementsysteme Hanspeter Ischi, Leiter SAS 1. Ziel und Zweck Um die Vertrauenswürdigkeit von Zertifikaten, welche durch akkreditierte Zertifizierungsstellen ausgestellt werden,

Mehr

Das Zeitalter der Singularitäten

Das Zeitalter der Singularitäten Isolde Charim Das Zeitalter der Singularitäten Vortrag zum Gründungsakt des Gesellschaftsklimabündnis am 19. April 2013 im Parlament, Wien. Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Das ist ein

Mehr

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten:

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten: (1) Verschiedene Antworten: Soziale Tatsachen Emile Durkheim Interaktion (soziale Wechselwirkungen Georg Simmel) (soziales) Handeln Max Weber Gruppen Strukturen Soziale Systeme Fazit: Mikro- und Makro-Ebene

Mehr

Werte und Grundsätze des Berufskodexes für interkulturell Dolmetschende. Ethische Überlegungen: Was ist richtig? Wie soll ich mich verhalten?

Werte und Grundsätze des Berufskodexes für interkulturell Dolmetschende. Ethische Überlegungen: Was ist richtig? Wie soll ich mich verhalten? Werte und Grundsätze des Berufskodexes für interkulturell Dolmetschende Ethische Überlegungen: Was ist richtig? Wie soll ich mich verhalten? 1 Was ist «Moral»? «ETHIK» und «MORAL» Moralische Grundsätze

Mehr

20 Internationale Unternehmenskulturen und Interkulturalität

20 Internationale Unternehmenskulturen und Interkulturalität 20 Internationale Unternehmenskulturen und Interkulturalität Artefakte Auf der obersten Ebene befinden sich die Artefakte. Darunter fasst man jene Phänomene, die unmittelbar sicht-, hör- oder fühlbar sind.

Mehr

Die klassische Beschäftigungstheorie und -politik Deutsche Sparkassenzeitung, Nr. 65, 09.09.1977, Seite 2

Die klassische Beschäftigungstheorie und -politik Deutsche Sparkassenzeitung, Nr. 65, 09.09.1977, Seite 2 Deutsche Sparkassenzeitung, Nr. 65, 09.09.1977, Seite 2 1 Die Beseitigung der nach allgemeiner Ansicht zu hohen Arbeitslosigkeit ist heute das wirtschaftspolitische Problem Nummer eins. Um dieses Problem

Mehr

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Einleitung In diesem Aufsatz/dieser Abhandlung/dieser Arbeit werde ich... untersuchen/ermitteln/bewerten/analysieren... Um diese Frage zu beantworten, beginnen

Mehr

Beratung & Training > Verhandeln unter Druck. am 27. - 28. Oktober in Lautenbach. faszinatour ist zertifiziert nach ISO 9001

Beratung & Training > Verhandeln unter Druck. am 27. - 28. Oktober in Lautenbach. faszinatour ist zertifiziert nach ISO 9001 Erfolgreich verhandeln> Verhandeln unter Druck Workshop am 27. - 28. Oktober in Lautenbach faszinatour ist zertifiziert nach ISO 9001 12.10.2006 faszinatour GmbH > 1 Inhalt > 1. Modelle des Verhandelns

Mehr

Compliance. Grundsätze guter Unternehmensführung der Servicegesellschaft mbh für Mitglieder der IG Metall

Compliance. Grundsätze guter Unternehmensführung der Servicegesellschaft mbh für Mitglieder der IG Metall Compliance Grundsätze guter Unternehmensführung der Servicegesellschaft mbh für Mitglieder der IG Metall Inhaltsverzeichnis WAS BEDEUTET COMPLIANCE FÜR UNS? 2 UNSERE UNTERNEHMENSSTRATEGIE 2 WERTE UND PERSÖNLICHE

Mehr

Leopoldina Meeting. Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens. Bonn, 15.-16.6.2012. Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings

Leopoldina Meeting. Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens. Bonn, 15.-16.6.2012. Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings Leopoldina Meeting Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens Bonn, 15.-16.6.2012 Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings Die möglichen, zumeist negativ bewerteten Folgen eines Ereignisses für

Mehr

Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden

Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden S Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden Die Stabilität der Sparkassen angesichts der Finanzmarktkrise

Mehr

Informatik und Ethik

Informatik und Ethik Informatik und Ethik Ethik Ethik beschäftigt sich mit der Aufstellung von Kriterien für gutes und schlechtes Handeln und der Bewertung von Motiven und Folgen. Leitlinie dabei ist die menschliche Vernunft.

Mehr

Heidemarie Hanekop Neue Möglichkeiten für collective action mit vielen weltweit verteilten Akteuren: Vergemeinschaftung?

Heidemarie Hanekop Neue Möglichkeiten für collective action mit vielen weltweit verteilten Akteuren: Vergemeinschaftung? Heidemarie Hanekop SOFI Göttingen Vergemeinschaftung im Web 2.0? Neue Möglichkeiten für collective action mit sehr vielen weltweit verteilten Akteuren 1 Das Phänomen: Internetcommunities sind große und

Mehr

Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig. Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen. Fragen geht vor behaupten

Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig. Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen. Fragen geht vor behaupten Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen Wer geschickt die richtigen Fragen stellt, überzeugt seine Gesprächspartner. Doch was sind die richtigen

Mehr

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben 1. Einleitendes Kapitel 1.1.1 Einen Text einleiten und zum Thema hinführen In der vorliegenden Arbeit geht es um... Schwerpunkt dieser Arbeit ist...

Mehr

Wettbewerb und Emergenz

Wettbewerb und Emergenz Jörg Dötsch Wettbewerb und Emergenz Der Ansatz F.A. von Hayeks zwischen spontaner Ordnung und gestalteter Evolution Metropolis-Verlag Marburg 2013 Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die

Mehr

Führung und Personalpsychologie

Führung und Personalpsychologie Leseprobe Führung und Personalpsychologie Stefan Melchior Christina Neumann Friedemann W. Nerdinger4 Wissenschaftliche Weiterbildung Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Einleitung...5 1 Führung von

Mehr

Was ist wissenschaftlich?

Was ist wissenschaftlich? 1 Niklas Lenhard-Schramm (Westfälische Wilhelms Universität Münster) Was ist wissenschaftlich? Was ist wissenschaftlich? Eine Auseinandersetzung mit dieser Frage ist lohnenswert für jeden, der wissenschaftliches

Mehr

Systemische Therapie mit Paaren und Familien

Systemische Therapie mit Paaren und Familien Systemische Therapie mit Paaren und Familien Autor: K. Ludewig, in: M. Wirsching, P. Scheib: Paar und Familientherapie. Berlin 2002 (Springer) Seminar: Methodik und Praxis der Paar- und Familientherapie,

Mehr

Theorie der Gesellschaft Niklas Luhmann

Theorie der Gesellschaft Niklas Luhmann Theorie der Gesellschaft Niklas Luhmann Grundunterscheidung in drei Typen sozialer Systeme: Interaktionen Organisationen Gesellschaft Interaktionen + Organisationen = Bestandteile von Gesellschaft, die

Mehr

BME-Verhaltensrichtlinie. Code of Conduct. Erläuterungen

BME-Verhaltensrichtlinie. Code of Conduct. Erläuterungen BME-Verhaltensrichtlinie Code of Conduct Erläuterungen 2 BME-Verhaltensrichtlinie Code of Conduct Erläuterungen BME-Verhaltensrichtlinie (Code of Conduct) Der BME und seine Mitglieder erkennen ihre soziale

Mehr

Wir erbringen in christlicher Verantwortung soziale Dienste, insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderung.

Wir erbringen in christlicher Verantwortung soziale Dienste, insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderung. Unser Leitbild Selbstverständnis Der Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn e. V. ist ein selbständiger Trägerverband der Alten- und Behindertenhilfe und versteht sich als Teil der Caritasarbeit

Mehr

Marktforschung. Prof. Dr. Fritz Unger. Oktober 2015

Marktforschung. Prof. Dr. Fritz Unger. Oktober 2015 Prof. Dr. Fritz Unger Marktforschung Oktober 2015 MASTER OF BUSINESS ADMINISTRATION IM FERNSTUDIENGANG BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Modul 1 Marketing 1.1 Marketing als marktorientierte Unternehmensführung

Mehr

Jörg Dötsch. Wettbewerb und Emergenz. Der Ansatz F.A. von Hayeks zwischen spontaner Ordnung und gestalteter Evolution

Jörg Dötsch. Wettbewerb und Emergenz. Der Ansatz F.A. von Hayeks zwischen spontaner Ordnung und gestalteter Evolution Jörg Dötsch Wettbewerb und Emergenz Der Ansatz F.A. von Hayeks zwischen spontaner Ordnung und gestalteter Evolution Metropolis-Verlag Marburg 2013 Inhalt Vorstellung des Problems 11 1. Hayeks Konzept der

Mehr

Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft?

Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? b) Kosiol und Gutenberg vertreten verschiedene Auffassungen, wie ein Betrieb zu kennzeichnen ist. Hat dies

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Die Theorie der Praxis. Die Welt ist so komplex, dass man sie mittels bloßer Wahrnehmung nicht erfassen kann.

Die Theorie der Praxis. Die Welt ist so komplex, dass man sie mittels bloßer Wahrnehmung nicht erfassen kann. Die Theorie der Praxis Die Welt ist so komplex, dass man sie mittels bloßer Wahrnehmung nicht erfassen kann. Beispiel: Am Rücken liegen Tausende von Nervenzellen und sagen dauernd: Da ist eine Stuhllehne.

Mehr

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation sentation zur Unterscheidung von psychischen und sozialen Systemen nach Niklas

Mehr

Sozial-Ökologische Forschung und Systemtransformation. Der Kern der SÖ-Modellansätze. Frankfurter Modell. Definition Sozial-Ökologie.

Sozial-Ökologische Forschung und Systemtransformation. Der Kern der SÖ-Modellansätze. Frankfurter Modell. Definition Sozial-Ökologie. Definition Sozial-Ökologie Sozial-Ökologische Forschung und Systemtransformation KH Simon, Kassel Unter sozialer Ökologie wird die Wissenschaft von den Beziehungen der Menschen zu ihrer jeweiligen natürlichen

Mehr

Gesellschaftliche Integration durch double interchanges und die kybernetische Kontrollhierarchie

Gesellschaftliche Integration durch double interchanges und die kybernetische Kontrollhierarchie Gesellschaftliche Integration durch double interchanges und die kybernetische Kontrollhierarchie Man könnte - und Parsons hat in dieser Richtung Einiges unternommen - mit Hilfe des AGIL-Schemas eine möglichst

Mehr

AWI-Seminar über Evaluierungsprozesse: Ansprüche und Umsetzung Wien, 20. Juni 2007

AWI-Seminar über Evaluierungsprozesse: Ansprüche und Umsetzung Wien, 20. Juni 2007 AWI-Seminar über Evaluierungsprozesse: Ansprüche und Umsetzung Wien, 20. Juni 2007 Stichworte und Quellenangaben zum Referat: Monitoring Nachhaltiger Entwicklung: Grundlagen, Bedürfnisfeldansatz und gute

Mehr

Führung und Gesundheit. Eine Qualifizierung für Führungskräfte im Krankenhaus

Führung und Gesundheit. Eine Qualifizierung für Führungskräfte im Krankenhaus Führung und Gesundheit Eine Qualifizierung für Führungskräfte im Krankenhaus Hintergrund Führungskräfte in Krankenhäusern stehen vielfältigen und neuen Anforderungen gegenüber, die sich aus ethischen,

Mehr

Medien, Formen und Erwartungen. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2011/12 PD Dr. phil. habil.

Medien, Formen und Erwartungen. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2011/12 PD Dr. phil. habil. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2011/12 PD Dr. phil. habil. Udo Thiedeke 1) Was interessiert die Soziologie? 2) Mediensoziologie oder Soziologie der Medien 3) Überblick 1)

Mehr

Grundannahmen von Systemtheorien

Grundannahmen von Systemtheorien Grundannahmen von Systemtheorien Die Wechselbeziehungen zwischen den Elementen sind nicht zufällig, sondern sind in einer bestimmten Weise geordnet. Die Ordnung der Beziehungen = Struktur Systeme tendieren

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

U R T E I L S A U S Z U G. In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 579 Nr. 1 des Gerichtsgesetzbuches, gestellt vom Kassationshof.

U R T E I L S A U S Z U G. In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 579 Nr. 1 des Gerichtsgesetzbuches, gestellt vom Kassationshof. ÜBERSETZUNG Geschäftsverzeichnisnr. 4500 Urteil Nr. 94/2009 vom 4. Juni 2009 U R T E I L S A U S Z U G In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 579 Nr. 1 des Gerichtsgesetzbuches, gestellt vom

Mehr

Soziale Kommunikation. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Sommersemester 2011 PD Dr. phil. habil. Udo Thiedeke. Kommunikationsprobleme

Soziale Kommunikation. Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Sommersemester 2011 PD Dr. phil. habil. Udo Thiedeke. Kommunikationsprobleme Vorlesung Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Sommersemester 2011 PD Dr. phil. habil. Udo Thiedeke Kommunikationsprobleme 1) Was ist Kommunikation? 2) Vom Austausch zur Unterscheidung 3) Zusammenfassung

Mehr

Reader : Copyshop Rotplombe Nr. 19

Reader : Copyshop Rotplombe Nr. 19 Reader : Copyshop Rotplombe Nr. 19 Online Texte: Homepage: http://www.unierfurt.de/internationalebeziehungen/ Passwort: EinführungPO Politische Ordnungen Staaten und Soveränität Dr. Andrea Ribeiro Hoffmann

Mehr

Patrick Zobrist, M.A. Sozialarbeiter, Dozent und Projektleiter Hochschule Luzern Soziale Arbeit

Patrick Zobrist, M.A. Sozialarbeiter, Dozent und Projektleiter Hochschule Luzern Soziale Arbeit Nationale Tagung vom 10. Dezember 2015 in Bern Wie kann man Zwang gut kommunizieren? Psychologische und soziologische Aspekte von Zwang und Macht praktische Folgerungen in der Arbeit mit Erwachsenen M.A.

Mehr

Merz-Führungsleitlinien. We care. Our research for your health.

Merz-Führungsleitlinien. We care. Our research for your health. Merz-Führungsleitlinien We care. Our research for your health. Vorwort Wir sind davon überzeugt, dass gute Führung ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg ist. Gute Führung bedeutet, die Mitarbeiterinnen

Mehr

Ablauf eines Mediationsverfahrens: Phasen und Schritte

Ablauf eines Mediationsverfahrens: Phasen und Schritte Ablauf eines Mediationsverfahrens: Phasen und Schritte Um einen effektiven und effizienten Austausch über die vielfältigen Bedürfnisse und Interessen der Beteiligten zu ermöglichen, ist es hilfreich, die

Mehr

U R T E I L S A U S Z U G

U R T E I L S A U S Z U G ÜBERSETZUNG Geschäftsverzeichnisnr. 3781 Urteil Nr. 125/2006 vom 28. Juli 2006 U R T E I L S A U S Z U G In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 42 1 Absatz 2 des Gesetzes vom 26. März 1999

Mehr

Beobachtung und fachliche Reflexion von Kindverhalten

Beobachtung und fachliche Reflexion von Kindverhalten Beobachtung und fachliche Reflexion von Kindverhalten In der öffentlichen Diskussion über Notwendigkeit und Richtung einer Reform der frühpädagogischen Praxis in Kindertageseinrichtungen stehen zurzeit

Mehr

Erklärung der MediatorInnen im Mediationszentrum Berlin e.v.

Erklärung der MediatorInnen im Mediationszentrum Berlin e.v. Erklärung der MediatorInnen im Mediationszentrum Berlin e.v. Bei unseren Mediationen im Rahmen des Mediationszentrum Berlin e.v. richten wir uns nach dem Europäischen Verhaltenskodex für MediatorInnen

Mehr

Inhaltsverzeichnis: Definitionen Informationssysteme als Kommunikationssystem Problemlösende Perspektiven Allgemeine System Annäherung Fazit

Inhaltsverzeichnis: Definitionen Informationssysteme als Kommunikationssystem Problemlösende Perspektiven Allgemeine System Annäherung Fazit Informationssysteme Inhaltsverzeichnis: Definitionen Informationssysteme als Kommunikationssystem Problemlösende Perspektiven Allgemeine System Annäherung Fazit Definitionen: Informationen Informationssysteme

Mehr

Führungsgrundsätze im Haus Graz

Führungsgrundsätze im Haus Graz ;) :) Führungsgrundsätze im Haus Graz 1.0 Präambel 2.0 Zweck und Verwendung Führungskräfte des Hauses Graz haben eine spezielle Verantwortung, weil ihre Arbeit und Entscheidungen wesentliche Rahmenbedingungen

Mehr

Social Supply Chain Management

Social Supply Chain Management Social Supply Chain Management Wettbewerbsvorteile durch Social Supply Chain Management aus ressourcenorientierter Sicht (Johannes Nußbaum) Abstract Der Druck, soziale Auswirkungen entlang der Supply Chain

Mehr

Forderungen für eine jugendgerechte Netzpolitik

Forderungen für eine jugendgerechte Netzpolitik aej-mitgliederversammlung 2013 Beschluss Nr.05/2013 Forderungen für eine jugendgerechte Netzpolitik Unsere Gesellschaft wird derzeit durch die Möglichkeiten vernetzter Datenverarbeitung vielfältig und

Mehr

2.6 Die Leistungsrechnung

2.6 Die Leistungsrechnung - Auszug aus dem Handbuch der Standard-KLR des Bundes, 999 publiziert im Rahmen des Online-Verwaltungslexikons olev.de, Online-Quelle: http://www.olev.de/l/leist-rechn.pdf - 2.6 In diesem Kapitel wird

Mehr

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Mensch, unabhängig von religiöser, gesellschaftlicher und ethnischer Zugehörigkeit.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Mensch, unabhängig von religiöser, gesellschaftlicher und ethnischer Zugehörigkeit. I. Leitbild Selbstverständnis Selbstverständnis Aus der Notversorgung für Bergleute gewachsen, haben wir uns zu einem modernen und zukunftsorientierten Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen für

Mehr

Bedeutung von Arbeit und Arbeitsmotivation 31-10-06

Bedeutung von Arbeit und Arbeitsmotivation 31-10-06 Bedeutung von Arbeit und Arbeitsmotivation 31-10-06 Themen der heutigen Stunde: Stellenwert und Funktionen von Arbeit Ansprüche an Arbeit Inhaltskonzepte der Arbeitsmotivation Bedürfnishierarchie von Maslow

Mehr

Dicke Luft im Lehrerzimmer

Dicke Luft im Lehrerzimmer Schulmanagement konkret Dicke Luft im Lehrerzimmer Konfliktmanagement für Schulleitungen von Heiner Wichterich, Walter F Neubauer, Prof. Dr. Rudolf Knapp 1. Auflage Dicke Luft im Lehrerzimmer Wichterich

Mehr

INFO-Post 8/2013 RABER & COLL. Vertragliche Wettbewerbsverbote zwischen Unternehmern. Rechtsanwälte

INFO-Post 8/2013 RABER & COLL. Vertragliche Wettbewerbsverbote zwischen Unternehmern. Rechtsanwälte RABER & COLL. Rechtsanwälte INFO-Post Gerhart-Hauptmann-Straße 6 99096 Erfurt Telefon: (0361) 43 05 63 7 E-Mail: recht@raberundcoll.de Telefax: (0361) 43 05 63 99 www.raberundcoll.de 8/2013 Vertragliche

Mehr

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung A im S t u d i e n z u P o l i t i k u n d W i s s e n s c h a f t Thilo Harth Das Internet als Herausforderung politischer Bildung WOCHEN SCHAU VERLAG Inhalt Votwort 1 1 Einleitung 3 Das Internet ist

Mehr

Wir wollen führend sein in allem was wir tun.

Wir wollen führend sein in allem was wir tun. Unser Leitbild Wir wollen führend sein in allem was wir tun. Vorwort Wir wollen eines der weltweit besten Unternehmen für Spezialchemie sein. Die Stärkung unserer Unternehmenskultur und unsere gemeinsamen

Mehr

Durchsetzung von Sekundärzielen

Durchsetzung von Sekundärzielen Neues Tariftreue- und Vergabegesetz NRW Durchsetzung von Sekundärzielen Rechtsanwalt Dr. Stefan Gesterkamp Baumeister, Münster Einführung Ziele des EU-Vergaberechts ( 97 ff. GWB): freier Verkehr von Waren

Mehr

ISCC 103 Qualitätsmanagement. Qualitätsmanagement ISCC 11-01-14 V 1.16 11-01-14

ISCC 103 Qualitätsmanagement. Qualitätsmanagement ISCC 11-01-14 V 1.16 11-01-14 ISCC 103 Qualitätsmanagement Qualitätsmanagement ISCC 11-01-14 V 1.16 11-01-14 Copyright-Vermerk ISCC 2010 Dieses Dokument von ISCC ist urheberrechtlich geschützt. Es ist auf der ISCC Internetseite oder

Mehr

Weltgesellschaft und die Semantik der Nation

Weltgesellschaft und die Semantik der Nation Florian Eichenmüller Weltgesellschaft und die Semantik der Nation Zum Zusammenhang von politischer Struktur und kollektiver Identität in Zeiten der Globalisierung Mit einem Vorwort von Ilse Lenz 2011 Der

Mehr

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz eines Vorgehensmodells zur Auswahl von CRM-Systemen D I P L O M A R B E I T zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

I. Einleitung: Kann der Gottesglaube vernünftig sein?

I. Einleitung: Kann der Gottesglaube vernünftig sein? I. Einleitung: Kann der Gottesglaube vernünftig sein? In seiner Hausmitteilung vom 20. 12. 1997 schreibt Der Spiegel: «Unbestreitbar bleibt, daß die großen Kirchen in einer Zeit, in der alle Welt den Verlust

Mehr

F E R N U N I V E R S I T Ä T I N H A G E N

F E R N U N I V E R S I T Ä T I N H A G E N F E R N U N I V E R S I T Ä T I N H A G E N FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT Matrikelnummer: Name: Vorname: MODULKLAUSUR: TERMIN: 03.09.2012 PRÜFER: Block A Aufgabe 1 (Wahl) 2 (Wahl) maximale Punktzahl

Mehr

Arbeitszeitflexibilisierung für Betriebe oder Zeitsouveränität für Beschäftigte. Fair statt Prekär

Arbeitszeitflexibilisierung für Betriebe oder Zeitsouveränität für Beschäftigte. Fair statt Prekär Arbeitszeitflexibilisierung für Betriebe oder Zeitsouveränität für Beschäftigte Einführung In den Betrieben werden wir mit dem Thema auf eine irritierende Art und Weise konfrontiert: Die Menschen arbeiten

Mehr

Prüfungsbericht. IDEAL Lebensversicherung a.g. Berlin

Prüfungsbericht. IDEAL Lebensversicherung a.g. Berlin Prüfungsbericht IDEAL Lebensversicherung a.g. Berlin Prüfungsbericht zur Angemessenheit des Compliance-Management- Systems der IDEAL Lebensversicherung a.g. zur Umsetzung geeigneter Grundsätze und Maßnahmen

Mehr

7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis

7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis Einführung in das Studium der Management- und Wirtschaftswissenschaften WS 2013/14 7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung Professur

Mehr

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22.

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22. Time Out Platzierungen Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker Sperrfrist bis Montag, 22. Mai 2006 14 Uhr 2 1. Auftrag vom 7. April 2006

Mehr

Es gilt das gesprochene Wort. Anrede

Es gilt das gesprochene Wort. Anrede Sperrfrist: 28. November 2007, 13.00 Uhr Es gilt das gesprochene Wort Statement des Staatssekretärs im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Karl Freller, anlässlich des Pressegesprächs

Mehr

In: Widerspruch Nr. 27 Philosophie und Alltag (1995), S. 26-30 Autoren: Andreas Edmüller/Thomas Wilhelm Artikel

In: Widerspruch Nr. 27 Philosophie und Alltag (1995), S. 26-30 Autoren: Andreas Edmüller/Thomas Wilhelm Artikel In: Widerspruch Nr. 27 Philosophie und Alltag (1995), S. 26-30 Autoren: Andreas Edmüller/Thomas Wilhelm Artikel Andreas Edmüller Thomas Wilhelm Projekt Philosophie Überzeugen durch Argumente Projekt Philosophie

Mehr

Systemisch Denken Systemische Supervision

Systemisch Denken Systemische Supervision Jürg Hartmann 8500 Frauenfeld, im Jahr 2010 Beratung, Coaching & Supervision Wellenbergstr. 39 Tel. 052 720 10 42 praxis.hartmann@bluewin.ch www.hartmann-coaching.ch Systemisch Denken Systemische Supervision

Mehr

Frieder Nake: Information und Daten

Frieder Nake: Information und Daten Frieder Nake: Information und Daten Mit Grundlagen der Zeichentheorie nach Morris Seminar 31120: Information Philosophische und informationswissenschaftliche Perspektiven, SS 2004 Frieder Nake: Information

Mehr

U R T E I L S A U S Z U G. In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 2276ter des Zivilgesetzbuches, gestellt vom Appellationshof Mons.

U R T E I L S A U S Z U G. In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 2276ter des Zivilgesetzbuches, gestellt vom Appellationshof Mons. ÜBERSETZUNG Geschäftsverzeichnisnr. 5082 Urteil Nr. 163/2011 vom 20. Oktober 2011 U R T E I L S A U S Z U G In Sachen: Präjudizielle Frage in Bezug auf Artikel 2276ter des Zivilgesetzbuches, gestellt vom

Mehr

Förderkriterien des CHANGE e.v.

Förderkriterien des CHANGE e.v. Förderkriterien des CHANGE e.v. Wer/Was wird von CHANGE e.v. gefördert? Der gemeinnützige Verein CHANGE Chancen.Nachhaltig.Gestalten e.v. fördert Initiativen und Projekte, die Bildungs- und Lebenschancen

Mehr

Theorie qualitativen Denkens

Theorie qualitativen Denkens Theorie qualitativen Denkens Vorbetrachtungen - vor den 70er Jahren standen vor allem quantitative Forschungen im Mittelpunkt - qualitative Wende in den 70er Jahren in der BRD - seit dem setzt sich qualitatives

Mehr

Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann

Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann Geisteswissenschaft Andrea Müller Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann Studienarbeit DIE SOZIALE KONSTRUKTION DER WIRKLICHKEIT NACH PETER L. BERGER UND THOMAS

Mehr

Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter

Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter Verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen im Handyzeitalter LV: 18.92 Empirische Forschungsmethoden in praktischer Anwendung Leiterin: Mag. Dr. Gunhild Sagmeister Inhaltsverzeichnis 1. Fragestellung/Erkenntnisinteresse

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: These, Begründung, Beispiel - überzeugend argumentieren. Sprache zielgerichtet einsetzen (Klasse 5/6) Das komplette Material finden

Mehr

20 2 Begriffsabgrenzung (Werte, Tugend, Moral und Ethik)

20 2 Begriffsabgrenzung (Werte, Tugend, Moral und Ethik) 20 2 Begriffsabgrenzung (Werte, Tugend, Moral und Ethik) werden. Im Rahmen der sozialen Integration stellen sich dem Individuum unter anderem folgende Fragen: 23 Unter welchen Menschen fühle ich mich zu

Mehr

Konzeption einer Optimierung der Reputationsmessung

Konzeption einer Optimierung der Reputationsmessung nachweisen; für das Wissen konnte kein signifikanter Effekt nachgewiesen werden (2009, 219). Dazu ist jedoch zu bemerken, dass die in der vorliegenden Arbeit verwendeten Messmodelle attribut-bezogen operationalisiert

Mehr

Bilder der Organisation. Sichtweisen auf und Methaphern von Organisation

Bilder der Organisation. Sichtweisen auf und Methaphern von Organisation Bilder der Organisation Sichtweisen auf und Methaphern von Organisation 1. Die Organisation als Maschine Am häufigsten, oft unbewusst gebrauchte Metapher von Organisation ist die der Maschine, gestaltet

Mehr

Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Präambel Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eines der wichtigsten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Anliegen, das sowohl die Familien als

Mehr

ÜBER DIE ANWENDUNG DER GRUNDSÄTZE DER SUBSIDIARITÄT UND DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT

ÜBER DIE ANWENDUNG DER GRUNDSÄTZE DER SUBSIDIARITÄT UND DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT PROTOKOLL (Nr. 2) ÜBER DIE ANWENDUNG DER GRUNDSÄTZE DER SUBSIDIARITÄT UND DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DIE HOHEN VERTRAGSPARTEIEN IN DEM WUNSCH sicherzustellen, dass die Entscheidungen in der Union so bürgernah

Mehr

Kommunikationsstörungen

Kommunikationsstörungen Kommunikationsstörungen Kommunikationsstörungen werden häufig durch folgende Annahmen des Sprechers verursacht: die Empfängerin hat die Mitteilung so verstanden wie der Sender dies gemeint hat. komische

Mehr

SWARCO VERHALTENSKODEX

SWARCO VERHALTENSKODEX SWARCO VERHALTENSKODEX Seite 1 von 5 SWARCO Verhaltenskodex/aktualisiert Oktober 2008 Verstöße gegen Gesetze können verheerende und dauerhafte Auswirkungen auf das Unternehmen und die darin involvierten

Mehr

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis Hessen Wie wir uns verstehen Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis 2 Selbstverständnis Diakonie Hessen Diakonie Hessen Selbstverständnis 3 Wie wir uns verstehen

Mehr

Mitteilung der Kommission. Muster für eine Erklärung über die zur Einstufung als KMU erforderlichen Angaben (2003/C 118/03)

Mitteilung der Kommission. Muster für eine Erklärung über die zur Einstufung als KMU erforderlichen Angaben (2003/C 118/03) 20.5.2003 Amtsblatt der Europäischen Union C 118/5 Mitteilung der Kommission Muster für eine Erklärung über die zur Einstufung als KMU erforderlichen Angaben (2003/C 118/03) Durch diese Mitteilung soll

Mehr

Interkulturelles Projektmanagement in internationalen Projekten am Beispiel von afghanischen Mitarbeitern. Bachelorarbeit

Interkulturelles Projektmanagement in internationalen Projekten am Beispiel von afghanischen Mitarbeitern. Bachelorarbeit Interkulturelles Projektmanagement in internationalen Projekten am Beispiel von afghanischen Mitarbeitern Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades,,Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang

Mehr

Einleitung und Gang der Untersuchung

Einleitung und Gang der Untersuchung Einleitung und Gang der Untersuchung I. Einleitung Europäische Agenturen erfüllen immer mehr Aufgaben und sind ein Bestandteil des Institutionengefüges der Europäischen Union (EU), der nicht mehr wegzudenken

Mehr

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Überwachung am Arbeitsplatz als Seiteneffekt von Software

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Überwachung am Arbeitsplatz als Seiteneffekt von Software Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Überwachung am Arbeitsplatz als Seiteneffekt von Software Bremen, 10. Oktober 2013 Nachtrag zur Vita Ich berate seit 1982 Betriebs- und Personalräte in allen Fragen

Mehr

DE 1 DE EUROPÄISCHER VERHALTENSKODEX FÜR MEDIATOREN

DE 1 DE EUROPÄISCHER VERHALTENSKODEX FÜR MEDIATOREN DE DE DE EUROPÄISCHER VERHALTENSKODEX FÜR MEDIATOREN Der vorliegende Verhaltenskodex stellt Grundsätze auf, zu deren Einhaltung einzelne Mediatoren sich freiwillig und eigenverantwortlich verpflichten

Mehr

Um zu einer sinnerfüllten Existenz zu gelangen bedarf es der Erfüllung von drei vorangehenden Bedingungen (Grundmotivationen 1 )

Um zu einer sinnerfüllten Existenz zu gelangen bedarf es der Erfüllung von drei vorangehenden Bedingungen (Grundmotivationen 1 ) In der Existenzanalyse und Logotherapie geht es um ein Ganzwerden des Menschen um zu einer erfüllten Existenz zu gelangen. Die Existenzanalyse hat das Ziel, den Menschen zu befähigen, mit innerer Zustimmung

Mehr

Qualitätsanalyse NRW an Evangelischen Schulen. Präambel

Qualitätsanalyse NRW an Evangelischen Schulen. Präambel Qualitätsanalyse NRW an Evangelischen Schulen Präambel Evangelische Schulen verstehen sich als öffentliche Schulen, indem sie sich an der gesellschaftlichen Gesamtverantwortung für Kinder und Jugendliche

Mehr

W I R T S C H A F T S W I S S E N S C H A F T E N W S

W I R T S C H A F T S W I S S E N S C H A F T E N W S ESS 1 W I R T S C H A F T S W I S S E N S C H A F T E N W S 2 0 1 3 / 2 0 1 4 Franziska Bassen, M.Sc. VWL Wiss. Mitarbeiter Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie Franziska.Bassen@uni-erfurt.de

Mehr

Familien Support Bern West Ausbildungsmatrix Seite 1 von 5

Familien Support Bern West Ausbildungsmatrix Seite 1 von 5 Ausbildungsmatrix Seite 1 von 5 AUSBILDUNGSMATRIX (=ALLGEMEINE LERN- UND AUSBILDUNGSZIELE) 1. Wissenskompetenz Praktikantin Studierende berufsbegleitend- - - Vollzeit-Studierende in Studienmitte 1.1. Organisationswissen

Mehr

Mitarbeiter und ihre Leistungen richtig beurteilen

Mitarbeiter und ihre Leistungen richtig beurteilen Mitarbeiter und ihre Leistungen richtig beurteilen Immer, wenn Menschen aufeinandertreffen, findet eine Beurteilung statt. Dabei gründet sich unsere Meinung über Andere oft auf den ersten Eindruck. In

Mehr

Das Krankenversicherungswesen der Schweiz Entwicklung, Herausforderungen und Lösungsansätze

Das Krankenversicherungswesen der Schweiz Entwicklung, Herausforderungen und Lösungsansätze Institut für Banking & Finance Prof. Dr. Alexander F. Wagner Das Krankenversicherungswesen der Schweiz Entwicklung, Herausforderungen und Lösungsansätze Bachelorarbeit Erstellt von: Rafael Amrein Matrikelnummer:

Mehr

BAUSTEIN 3 / THEMENEINHEIT 1 Mediation als Methode der Konfliktlösung

BAUSTEIN 3 / THEMENEINHEIT 1 Mediation als Methode der Konfliktlösung BAUSTEIN 3 / THEMENEINHEIT 1 Mediation als Methode der Konfliktlösung KURZE BESCHREIBUNG DER AKTIVITÄTEN In dieser Themeneinheit erwerben die Teilnehmer/innen grundlegende Fähigkeiten der Mediation als

Mehr

«Die ICF ist ein Klassifikationsinstrument. Sie kann nicht ohne weiteres zur Entwicklungs-, Hilfe- oder Förderplanung eingesetzt werden.

«Die ICF ist ein Klassifikationsinstrument. Sie kann nicht ohne weiteres zur Entwicklungs-, Hilfe- oder Förderplanung eingesetzt werden. 24 «Die ICF ist ein Klassifikationsinstrument. Sie kann nicht ohne weiteres zur Entwicklungs-, Hilfe- oder Förderplanung eingesetzt werden.» 4Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung

Mehr

Testfragen PRINCE2 Foundation

Testfragen PRINCE2 Foundation Testfragen PRINCE2 Foundation Multiple Choice Prüfungsdauer: 20 Minuten Hinweise zur Prüfung 1. Sie sollten versuchen, alle 25 Fragen zu beantworten. 2. Zur Beantwortung der Fragen stehen Ihnen 20 Minuten

Mehr

Motivieren durch Erwartungen

Motivieren durch Erwartungen 1.3 Motivieren durch Erwartungen Handlungssituation Sie stellen fest, dass eine Mitarbeiterin in der Probezeit sich bei einem Projekt stark anstrengt. Nachdem Sie sie gut beurteilt haben und sie eine Festanstellung

Mehr