Die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnsotik, Therapie und Nachsorge des Ovarialkarzinoms. Diagnostik

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1 Die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnsotik, Therapie und Nachsorge des Ovarialkarzinoms Diagnostik

2 Diagnostik: Zielsetzung und Fragestellungen Diagnostik (siehe Kapitel 3.3) Welche Symptome weisen auf ein Ovarialkarzinom hin? Welches ist die beste Methode für die Diagnostik eines Ovarialkarzinoms? Gibt es eine verlässliche präoperative Methode für die Vorhersagbarkeit einer kompletten Tumorresektion oder der Ausdehnung der Erkrankung? Welches ist die beste Methode für die Diagnostik eines Ovarialkarzinomrezidivs?

3 Diagnostik: Epidemiologischer Hintergrund RKI 2012

4 Diagnostik: Epidemiologischer Hintergrund Höchster Altersgradient aller Tumorentitäten! Altersgruppen RKI 2012 Gondos A et al. 2007

5 Diagnostik: Welche Symptome weisen auf ein Ovarialkarzinom hin?

6 Konsentierte und abgestimmte Empfehlungen und Statements Klinische Evidenz zu Symptomen und Zeichen für das Vorliegen eines OC: Fall-Kontroll-Studien meist retrospektiv erhebliches Bias-Risiko

7 Diagnostik: Anteil symptomfreier Patientinnen zum Diagnosezeitpunkt systematische Studien zur Symptomatik vor Diagnose OC Bankhead et al. BJOG 2005

8 Diagnostik: Anteil symptomfreier Patientinnen zum Diagnosezeitpunkt retrospektive Daten zur Symptomatik vor Diagnose OC anhand von Krankenakten Bankhead et al. BJOG 2005

9 Diagnostik: Symptome zum Diagnosezeitpunkt Daten aus Fall-Kontroll- Studien: abdominelle Schmerzen/ Beschwerden, wie Bauchumfangszunahme, Völlegefühl, Blähungen und auch Zunahme der Miktionsfrequenz sind gehäuft vor Diagnosestellung eines Ovarialkarzinoms Hintergrundtext S3-LL uncharakteristische Symptome insbesondere in Kombination und bei Patientinnen ab 50 LJ sollten weiter abgeklärt werden Hintergrundtext S3-LL Webb et al. BJOG 2004

10 Diagnostik: Symptome zum Diagnosezeitpunkt bei Früh- und fortgeschrittenen Stadien Bankhead et al. BJOG 2005 systematischer Review zu Symptomen beim OC Anteil asymptomatischer Patientinnen mit frühem oder fortgeschrittenem OC 1 Paper ohne Unterschied 26 mit Trend zu weniger asymptomatischen Patientinnen bei fortgeschrittenem OC davon 3 mit Signifikanz Häufiger bei fortgeschrittenem OC: - GIT-Symptome - Fatigue - Bauchumfangszunahme - Gewichtsveränderungen Häufiger bei Frühstadien des OC: - Miktionsbeschwerden -gynäkologische Symptome (nicht spezifiziert) - pelvine Raumforderungen Bankhead et al. BJOG 2005

11 Diagnostik: Welches ist die beste Methode für die Diagnostik eines Ovarialkarzinoms?

12 Diagnostik: Diagnostische Maßnahmen bei V.a. ovarielle Raumforderung

13 Diagnostik: Diagnostische Maßnahmen bei V.a. ovarielle Raumforderung Die transvaginale Sonographie hat bei der Diagnostik des Ovarialkarzinoms aufgrund der ubiquitären Verfügbarkeit die größte Bedeutung. Die Computertomographie (CT), die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) können bei speziellen Fragestellungen sowohl zur Ausdehnung als auch zur differentialdiagnostischen Abklärung eingesetzt werden, im direkten Vergleich zeigte sich hierbei für das PET/CT eine höhere Genauigkeit Hintergrundtext S3-LL

14 133 Pts. mit V.a. Ovarialkarzinom (basierend auf vorausgehenden US, CA 125 und klinischem Befund) Bildgebung innerhalb 4 Wochen vor OP PET/CT plus CT, MRT oder Doppler-US Grenzwertoptimierungskurve (ROC) zur Diskriminierung zwischen benigner/borderline versus maligner Ovarialtumor im Becken Nam et al. 2009

15 US >MRT US >KM-MRT US > CT US > Doppler US Kinkel et al. 2005

16 Diagnostik: Gibt es eine verlässliche präoperative Methode für die Vorhersagbarkeit einer kompletten Tumorresektion oder der Ausdehnung der Erkrankung?

17 Bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom kann die peritoneale und mesenteriale Aussaat mittels CT, MRT und Ultraschall nur eingeschränkt beurteilt werden. Hier sind indirekte Zeichen wie ein Aszites...als Hinweis anzusehen. Die FDG-PET erlaubt eine bessere Erkennung einer Peritonealkarzinose als rein morphologische Verfahren. In der Detektion von Lymphknotenmetastasen ist die FDG-PET der CT und der MRT überlegen Hintergrundtext S3-LL

18 PET /PET-CT 18 auswertbare Studien CT MRT Ying Yuan et al. 2011

19 123 Pts FIGO III/IV zytoredop durch Gyn-Onk präoperative CT s reviewed durch unabhängige Radiologen operatives Outcome verblindet Der letztlich niedrig positive prädiktive Wert legt nahe, dass die meisten der Patientinnen, die innerhalb der CT-Diagnostik ein suboptimales Ergebnis einer operativen Therapie zu erwarten haben, am Ende doch in den meisten Fällen einer optimalen Zytoreduktion bei der Operation zugeführt werden können. Hjintergrundtext S3-LL Gemer et al. 2009

20 Diagnostik: Welches ist die beste Methode für die Diagnostik eines Ovarialkarzinomrezidivs?

21 Konsentierte und abgestimmte Empfehlungen und Statements

22 Konsentierte und abgestimmte Empfehlungen und Statements

23 CT, PET bzw. PET/CT und MRT etabliert. 34 auswertbare Studien PET und PET/CT haben höchste diagnostische Güte Stellenwert insbesondere bei negativen CT oder MRT Die Sensitivität der PET/CT in der Rezidivdiagnostik beträgt ca. 90% Allerdings: keine Studienergebnisse zum Zusammenhang des Einsatzes der PET/ CT, die einen Einfluss auf patientenrelevante Outcomes wie Mortalität, Morbidität oder Lebensqualität (QoL) nachweisen. Hintergrundtext S3-LL Gu et al. 2009

24 IqWIG Darstellung und Bewertung von PET bzw. PET/CT beim OC (u.a.) 1.) Ermittlung des patientenrelevanten Nutzens 2.) Bewertung der diagnostischen und prognostischen Güte ad 1.) patientenrelevanter Nutzen nicht belegt ad 2.) bzgl. Primärdiagnostik und Restaging keine verlässliche Aussage zur Güte (zu wenige Studien) ad2.) Bei Rezidiverkennung eine bivariate Meta-Analyse pro PET aufgrund besserer Sensitivität. Diagnostische Güte bei CA 125neg oder unklarer konventioneller Bildgebung unklar (zu wenig zu heterogene Studien) Ob eine frühere oder genauere Diagnose zu einer Verbesserung patientenrelevanter Endpunkte führt, bleibt unklar; der Sinn im Hinblick auf die CA 125-Erfahrungen (Rustin-Studie) wird angezweifelt. Die Leitliniengruppe weicht von der Einschätzung des IQWiG in seinem FDG-PET bzw. -PET/ CT Abschlussbericht zum Ovarialkarzinom teilweise ab, da dort relevante Studien zum Teil nicht berücksichtigt wurden und von den Mitgliedern der Leitliniengruppe bei bestimmten klinischen Konstellationen klare Vorteile bei Durchführung der PET oder PET/CT für die betroffenen Patientinnen gesehen werden. Hjintergrundtext S3-LL

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