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1 Ev. Akademie Tutzing Wert und Inwertsetzung biologischer Vielfalt April 2010 Über was informieren uns Märkte? Verhältnis ökonomischer zu ökonomischen Werten

2 Intro - story

3

4 Inhalt I. Märkte, Ökonomik und ökonomische Werte II. Ökologische Werte III. Ökologie trift auf Ökonomik IV. Zusammenfassung

5 Märkte wie Ökonomen sie sehen charakterischtische Merkmale: Handel Tauschwerte/Preise effiziente Allokation gehandelt werden homogene Güter und Dienstleistungen; quantifizierbare Mengen Preise: zeit- und ortsspezifisch beziehen sich auf Mengen Annahmen (Auswahl): vollständige Information keine Transaktionskosten

6

7 Ökonomik: Standard Annahmen über die Akteure Vollständige Information Kalkulierende Handlungen, Rationalität Pläne werden ausgeführt Wollen ist situationsunabhängig Sind emotinslos Weder gierig, noch neidisch, euphorisch oder fröhlich

8 Ökonomik uneinheitliches Verständnis der Disziplin Wissenschaft, die sich mit der Verwendung von Gütern beschäftigt, die knapp sind UND der Bedürfnissbefriedigung dienen VERSUS Vielfalt der Ökonomiken Verhaltensökonomik Finanzökonomik Heterodoxe Ökonomik (z.b. ökologische Ökonomik, Evolutionsökonomik, etc.) usw.

9

10 Was steckt hinter dem Preis (ZB)? Der Nutzen =erwartete Bedürfnisbefriedigung aus dem Gut aus Perspektive der Käufer (Kalkulationen) Subjektive Werte Alles erlaubt Knappheit - Preise/Erhältlichkeit von Substituten Launen Handlung, die aber Bedürfnisse nicht befriedigen müssen! (predictable irrational)! Erwartung bzgl. der Erwartung (des Nutzens) durch andere oder erwarteter zukünftiger Preisanstieg (Spekulation)!

11

12 Grenzengebiete und Spannungsfelder - jenseits von Märken & Idealannahmen externe Effekte Normen, anderen Institutionen, Planung illegale Märkte... und fließende Übergänge

13

14 Worüber uns Märkte nicht informieren können (das heisst nicht, dass Öknomen über solche Fragen nicht nachdenken dürften) ihren eigenen Rahmen Anfangsverteilung von Rechten Fragen der Gerechtigkeit

15 Zusammenfassung Teil I Preise informieren über Knappheit und Nutzen, aber nicht nur darüber. Unsere Interpretation von Preisen ist stark geprägt vom Menschenbild; davon gibt es eine Vielfalt innerhalb der Ökonomik(en). Märkte sorgen in der Theorie für Effizienz (oft auch in der Praxis), aber es gibt zahlreiche aktuelle Beispiele für fehlende Bedürfnisbefriedigungseffekte durch Märkte.

16 Wert mögliche Bedeutungen Tauschwert, 'Nutzen' (ökon) Wichtigkeit, Relevanz (soz) Eigenschaft eines 'Dinges' einer Sache zu dienen oder Effekte auszulösen (ökol) Prinzipien oder Standards (phil/eth) Quelle: The Oxford English Dictionary

17 ökologischer Wert Eigenschaft eines 'Dinges' einer Sache zu dienen oder Effekte auszulösen z.b. Funktion einer Art/Gruppe in der Nahrungskette eines Sees

18 Ökologischer Wert: wer hat welche Funktion im System Ausschnitt aus dem Nahrungsnetz in einem See

19 Charkteristika von ökologischen Systemen Komplexität & Redundanz Positive und negative Rückkopplung Zeit lücken zwischen störenden Aktivitäten und Reaktionen ökol. Systeme thresholds : Verhältnis von Störung und Impact NICHT linear Eigendynamik Natürliche Systeme = schwer abgrenzbar ==> Wissenschaftliche Unsicherheit und fundamentale Unwissenheit über funktionale

20 complexity Vereinfachtes Nahrungsnetz des nord-west Atlantiks Quelle: ifaw.org Int. Marine Mammal Assoc.

21 Systemdynamik, Komplexität, Redundanz... und Nutzen Was ist der Nutzen einer großen Froschpopulation für den Fangerfolg bei Karpfen?

22 Ökonomisch Bewertung von BD und ödl? $

23 Was ist der ökonomische Wert von BD oder wird es sein? Sicher nicht der objektiv-ökologisch -funktionale Wert von bestimmten Mengen von BD ausgedrückt in. Ergebnis der Launen von Händler? Subjektive Einschätzung der potentiellen Käufer über den Nutzen einer Menge BD? Wie spielen hier Wissenschaft und subjektive Werte ineinander? Ausdruck der Erwartung der Erwartungen anderer? Wie spielen hier ökolog. Erkenntnisse hinein?

24 Herausforderungen für Bestimmung ökonomischer Werte für BD Man kennt das Gut ziemlich schlecht Operationalisierungsschwierigkeiten von was wollen wir eigentlich den ökonomischen Wert wissen, von Mengenveränderungen (von Arten, Genen, Ökosystemen, Funktionen)? Wie drücken wir Funktionen quantitativ aus? Welche Einheiten messen wir? Es gibt schier unendlich viele Märkte (erinnere Homogenität); Qualität und Quantität variieren Die Genauigkeit des ökonom. Wertes ist nur so hoch, wie die Kenntnis, die man über das Gut hat

25 Zusammenfassung Hinter Preise stecken: Subjektive Erwartungen über Befriedigung 'realer'/ persönlicher Bedürfnisse Subj. Erwartungen über die Erwartungen anderer Knappheiten: erwartete und reale Preise können uns nicht informieren über: Objektiv-ökologische Werte von BD Es entstehen keine Märkte, weil zu viele Güter und zu komplexe Güter Achtung mit unerwünschten Nebeneffekten

26 Besten Dank für Ihre und Eure Aufmerksamkeit

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