Klausur zur Vorlesung VWL II Makroökonomik (SS 12) (von Prof. Dr. Jochen Michaelis)

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1 Fachbereich 07 Wirtschaftswissenschaften Klausur zur Vorlesung VWL II Makroökonomik (SS 12) (von Prof. Dr. Jochen Michaelis) Persönliche Angaben Name: Studiengang: Vorname: Matrikelnummer: Teilnahme an einem Tutorium? ja nein Punkteverteilung Aufgaben Bonus Punkte / 20 / 20 / 20 / 12 Gesamtpunktzahl Note Hinweise: Bitte tragen Sie zuerst Ihre persönlichen Angaben auf dem Deckblatt ein. Bitte prüfen Sie die Vollständigkeit. Die Klausur besteht aus 3 Aufgaben; der Klausurbogen umfasst 15 Seiten (einschl. Deckblatt). Lösen Sie auf keinen Fall die Heftung des Klausurbogens (dies wird als Täuschungsversuch gewertet). Sollten sich einzelne Blätter von alleine lösen, setzen Sie umgehend das Aufsichtspersonal davon in Kenntnis. Lesen Sie jede Aufgabe sorgfältig durch, bevor Sie die Lösung beginnen. Benutzen Sie zur Beantwortung den gekennzeichneten Bereich. Lösungen auf Extrablätter werden nicht bewertet! Alle Aufgaben sind gleichgewichtig (jeweils 20 Punkte). Bitte achten Sie auf eine lesbare Schrift. Unleserliche en können im Zweifelsfall nicht einer Bewertung zugeführt werden. Als Hilfsmittel sind nichtprogrammierbare Taschenrechner erlaubt. Unterschrift der/des Studierenden Seite 1

2 Aufgabe 1: Der Arbeitsmarkt In einer Ökonomie existieren zwei Produktionsfaktoren: hochqualifizierte Arbeit geringqualifizierte Arbeit N G. Die Produktionsfunktion sei gegeben durch: α β Y = ( N H ) ( NG ) α + β = 1 N H und a) Ermitteln Sie die Produktionselastizitäten der beiden Produktionsfaktoren! Seite 2

3 b) Der Reallohn für die Hochqualifizierten sei w H, der Reallohn für die Geringqualifizierten sei w G. Bestimmen Sie analytisch die Arbeitsnachfrage nach den Hochqualifizierten und den Geringqualifizierten! Erläutern Sie, warum die Nachfrage nach Geringqualifizierten ein negative Funktion von w G, aber eine positive Funktion von N H ist! Seite 3

4 c) Bestimmen Sie den Bruchteil des Einkommens, der an die hochqualifizierten Arbeiter geht! Seite 4

5 d) Angenommen, für beide Gruppen sei das Arbeitsangebot unabhängig vom jeweiligen Reallohn. Zeichnen Sie das Arbeitsmarktgleichgewicht für Hochqualifizierte und für Geringqualifizierte! Seite 5

6 e) Angenommen, die Politik sieht den Gleichgewichtslohn für Geringqualifizierte als zu niedrig an. Diskutieren Sie unter Verwendung der Zeichnungen in d) zwei Maßnahmen, die geeignet sind, den Reallohn w G zu erhöhen. Erläutern Sie die Rückwirkungen auf den jeweils anderen Arbeitsmarkt! Seite 6

7 (Fortsetzung) Seite 7

8 Aufgabe 2: AD-AS-Modell a1) Erläutern Sie, warum im π Y Diagramm die aggregierte Güternachfrage (AD- Kurve) eine negative Funktion der Inflationsrate ist! Was versteht man unter dem Taylor-Prinzip? a2) Nehmen Sie Stellung zu folgender Aussage: Wenn die Inflation steigt, dann kann ich mir von meinem Einkommen weniger Güter kaufen, dann muss die aggregierte Güternachfrage fallen. Seite 8

9 b) Erläutern Sie die Dynamik der kurzfristigen AS-Kurve, wenn die Outputlücke positiv ist! Seite 9

10 Beantworten Sie bitte entweder c) oder d)! c) Angenommen, die Zentralbank erhöht die von ihr angestrebte Ziel-Inflationsrate. Erläutern Sie die kurz- und langfristigen Auswirkungen im Rahmen des AD-AS- Modells. d) Angenommen, die Rohstoffpreise steigen transitorisch. Erläutern Sie die kurz- und langfristigen Auswirkungen im Rahmen des AD-AS-Modells. Wie kann die Stabilisierungspolitik eingreifen? Seite 10

11 (Fortsetzung) Seite 11

12 Aufgabe 3: Ersparnis und Investition in geschlossener und offener Volkswirtschaft a) Wie lautet die Bedingung für das Gütermarktgleichgewicht? - offene Volkswirtschaft ohne Staat - geschlossene Volkswirtschaft mit Staat - offene Volkswirtschaft mit Staat - geschlossene Volkswirtschaft ohne Staat b) Betrachten Sie eine kleine offene Volkwirtschaft mit perfektem Kapitalverkehr. Diese Volkswirtschaft hat ein Leistungsbilanzüberschuss. Ist der Weltmarktzins größer oder kleiner als der Realzins, der sich einstellen würde, wenn die Volkswirtschaft geschlossen wäre? Seite 12

13 c) Angenommen, eine Volkswirtschaft habe rosige Zukunftsaussichten. Die Haushalte erwarten für die Zukunft ein höheres Einkommen, die Unternehmen haben positive Gewinnerwartungen. Erläutern Sie unter Verwendung eines geeigneten Diagramms, warum in einer geschlossenen Volkswirtschaft primär mit einem Realzinsanstieg zu rechnen ist, in einer offenen Volkswirtschaft aber mit einem Leistungsbilanzdefizit! Seite 13

14 d) Auf Ben Bernanke geht die Hypothese zurück, wonach das amerikanische Leistungsbilanzdefizit in erster Linie das Resultat der übermäßigen Ersparnisbildung in China bzw. Südostasien sei ( global saving glut ). Erläutern Sie diese Hypothese! Hinweis: Wie reagiert bei einem Anstieg der weltweiten Ersparnis der Weltmarktzins? Seite 14

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