Was Schweizer Konsumenten wünschen und wir von Österreich lernen können

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1 Suisse Tier 2011 Was Schweizer Konsumenten wünschen und wir von Österreich lernen können Christian Guggisberg, Leiter Beschaffung Food, Coop Messe Luzern,

2 Konsumtrends 2

3 Was wollen die Kunden? Hohe Qualität und Glaubwürdigkeit Wettbewerbsfähige Preise Wenn möglich Schweizer Herkunft Generell: Nachfrage nach nachhaltig hergestellten Produkten nimmt zu. Über 60% der Konsumenten geben an, beim Lebensmittelkauf lokale Anbieter zu unterstützen. Sie sind auch bereit dazu, für umweltfreundliche Produkte einen Aufpreis zu bezahlen und Anbieter zu wählen, für die soziale Werte wichtig sind. (Quelle: Konsumententrends im Schweizer Detailhandel, HSG 2011) 3

4 51 % der Befragten bevorzugen Produkte aus der Region Aus der Region: Bevorzugt Eigenmarken aus der Region, sehr gerne Direktzahlung an den Bauern, erwartet durchschnittliche Preise Quelle: Studie Mehrpreisbereitschaft für Schweizer Nahrungsmittel, Coop, Link-Institut,

5 Bedürfnissegmente pro Warengruppe Aus der Region: Bevorzugt Eigenmarken aus der Region, sehr gerne Direktzahlung an den Bauern, erwartet durchschnittliche Preise 5

6 Sortimentsleistung von Coop 6

7 Tiefstpreislage Untere Preislage Preiswahrnehmung Mittlere Preislage Obere Preislage Premium Preislage Coop: Kundenfreundliche Sortimentsgestaltung Premium- Markenartikel Markenartikel Discount- Markenartikel C. Guggisberg, Suisse Coop Tier 2011, / Käsereitagung Luzern ZMP Luzern, November

8 Beispiel: regionale Bio Spezialitäten Regionale Spezialitäten aus über 30 Regionen Zutaten kommen aus der Region (verarbeitete: mind. 90%) Verarbeitung in der Region Wachsendes Sortiment mit über 100 Artikeln 8

9 Beispiel: Entlebucher Genuss Spezielles Entlebucher Sortiment ( Käse und Wurstwaren) in ausgewählten VST der VRE Zentral schweiz / Zürich Erkennbar durch Label "Echt Entlebuch" 9

10 Beispiel: Pro Montagna Coop hat im Februar 2007 die Kompetenzmarke Pro Montagna lanciert Das Sortiment umfasst heute rund 100 Produkte (Schwerpunkt Käse und Milch) Coop Pro Montagna nimmt nur Bergprodukte auf, welche effektiv auch in der Bergzone verarbeitet werden. pro verkauftes Pro Montagna-Produkt geht ein Betrag an die Patenschaft für Berggebiete. 10

11 Coop Umsatzbedeutung verschiedener Label im Bereich Milchprodukte (Jan. Okt. 2011) Qualité&Prix 34.3% Pro Montagna 1.6% Weight Watchers 2.3% Naturaplan 11.1% JaMaDu 0.1% Slow Food 0.1% Free From 1.0% Markenlos 4.7% Markenartikel 33.6% Fine Food 0.9% Markenartikel Discountmarkenartike Prix Garantie Fine Food Markenlos Free From JaMaDu Qualité&Prix Weight Watchers Naturaplan Pro Montagna Slow Food Discountmarkenartik Prix Garantie e 3.4% 7.0% 11

12 Naturaplan Umsatz Milchprodukte, Eier, Januar 2009 = 100% 120% 115% 110% 105% 100% Index Gesamtergebnis Naturaplan Linear (Naturaplan) 95% 90% 85% 12

13 Pro Montagna Umsatz Milchprodukte, Eier, Januar 2009 = 100% 155% 150% 145% 140% 135% 130% 125% 120% 115% 110% Index Gesamtergebnis Pro Montagna Linear (Pro Montagna) 105% 100% 95% 90% 85% 13

14 Slow Food Umsatz Milchprodukte, Eier, Januar 2009 = 100% 1300% 1100% 900% Index Gesamtergebnis 700% Slow Food Linear (Index Gesamtergebnis) 500% 300% 100% 14

15 Milchproduktion Österreich 15

16 Tonnen Milch in -Cent Entwicklung Milchmenge & Preis Österreich 3'500' '300' '100'000 2'900'000 2'700' '500'000 2'300'000 2'100'000 1'900'000 1'700'000 1'500'000 Quelle: Eurostat, KW : Bauernzeitung.at Milchlieferleistung in Tonnen Milchproduktion in Tonnen Preis

17 Milchproduktion Österreich Nachfrage nach Milchprodukten in der EU ist steigend Seit ca. 2 Jahren haben sich die Milchpreise wieder stabilisiert Qualitätsstrategie mit deutlich verbessertem Image der gesamten Milchbranche: Bio (ca. 15% der produzierten Milchmenge) + 6,5 Cts. Silofreie Heumilch (ca. 10 % der produzierten Milchmenge), + 2,5 Cts. Regionale Produkte/ Spezialitäten Wachsende Nachfrage im Inland sowie im Export Milchpreis mit ca. 40 Cts. auf gleichem Niveau wie in Bayern In Österreich wird seit über 10 Jahren auf den klaren und erklärbaren USP der silofreien Milcherzeugung gesetzt. 17

18 Was können wir von Österreich lernen? 18

19 Beispiel: Zusammenarbeit mit Tourismusregionen Zusammenarbeit wird bedeutend wichtiger Tourismus profitiert vom guten Image der Lebensmittel Regionale- und Bio-Artikel werden zunehmend auch von Gastronomiebetrieben als Differenzierungsmerkmal erkannt 19

20 Beispiel: "Bio vom Berg" (M-Preis) Tiroler Bioprodukte unter der Marke BIO vom BERG "Höchste Qualität aus lokaler Produktion" ist dabei die Maxime. 20

21 Beispiel: "zurück zum Ursprung" (Hofer) Regional definierte Herkunft, inkl. Umweltbilanz 21

22 Beispiel: "ja! Natürlich" (Billa/ Rewe Österreich) Die Halbfettmilch von Ja! Natürlich kommt aus der Region Nationalpark Hohe Tauern. Die teilentrahmte Milch mit nur 1,6 % Fett hat rund 25 % weniger Kalorien - bei vollem Geschmack. Das Naturjoghurt von Ja! Natürlich ist ein milder, cremiger Genuss aus der Region Nationalpark Hohe Tauern. 22

23 Fazit/ Lösungsansätze 23

24 Nachhaltige Lebensmittel (Bio, Bergprodukte, Regio, tierfreundlich) liegen auch langfristig im Trend! Bio Lebensmittel wie "Naturaplan" und "Bio Regio" weiter fördern Entwicklung/Förderung regionaler Spezialitäten -> "Pro Montagna" extensive Produktion ausdehnen -> Heumilch? Zusammenschluss von regionalen Verarbeitungsbetrieben -> Effizienz Zusammenschluss von Produzenten -> Senkung der Maschinen- und Gebäudekosten Zusammenarbeit mit Tourismusregionen 24

25 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 25

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