b 20 Labor bericht Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose Stand: M a i 2 013

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "b 20 Labor bericht Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose Stand: M a i 2 013"

Transkript

1 b 20 w w w. b i o s c i e n t i a. d e Labor bericht Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose Stand: M a i 2 013

2 Die Lyme-Borreliose ist eine infektiöse Multisystemerkrankung, die sich am häufigsten an Haut, Gelenken und Nervensystem manifestiert. Erreger sind Schraubenbakterien der Gattung Borrelia, die durch Schildzecken übertragen werden. Zecken sind gebietsabhängig zu 5 35 % infiziert, wobei adulte Zecken im Durchschnitt zu 20 %, Nymphen zu 10 % und Larven nur zu etwa 1 % Borrelien aufweisen. Nach dem Stich einer Borrelien-infizierten Zecke ist in 0,3 1,4 % mit einer klinischen Manifestation zu rechnen, während in 2,6 5,6 % eine Serokonversion (inapparente Infektion) auftritt. Borrelienspezifische Antikörper finden sich je nach Region und Altersgruppe in Deutschland bei 5 25 % der gesunden Personen. Erreger und Infektionsweg Klinik Der Begriff der Lyme-Borreliose geht auf die Stadt Lyme in Connecticut/USA zurück, in der Mitte der 70er Jahre gehäuft Kinder mit rheu matischen Beschwerden beobachtet wurden. Der Schweizer Zeckenforscher Willy Burgdorfer entdeckte als auslösendes Agens 1982 eine Borrelienspezies, die ihm zu Ehren als Borrelia burgdorferi bezeichnet wurde. Borrelien sind Gram-negative, etwa µm lange, 0,2 0,25 µm breite, gewundene und bewegliche Bakterien, die wie die Erreger der Syphilis und der Leptospirose zu den Spirochäten gezählt werden. Die Lyme-Borreliose ist eine entzündliche Multisystemerkrankung, die durch eine Infektion mit verschiedenen Spezies des Genus Borrelia verursacht wird, die zum Komplex B. burgdorferi sensu lato gehören. Die Erkrankung ist in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel endemisch verbreitet und tritt in Höhenlagen unter 1000 m in Europa flächendeckend auf. In Nordamerika wird die Lyme-Borreliose nur durch die Spezies B. burgdorferi sensu stricto ausgelöst, während in Europa die mit Hautmanifestationen bzw. neurologischer Symptomatik assoziierten Spezies B. afzelii und B. garinii, seltener B. burgdorferi sensu stricto sowie in Einzelfällen B. spielmannii, B. valaisiana, B. lusitaniae und B. bisetti gefunden werden. Die Übertragung der Lyme-Borreliose erfolgt in der Regel durch den Stich einer Zecke (in Deutschland durch den Holzbock, Ixodes ricinus), sehr selten durch den Stich fliegender Insekten wie Stechmücken oder Bremsen. Das Infektionsrisiko für den Menschen steigt mit zunehmender Saugdauer der Zecke; bei nur kurzzeitigem Anhaften (< 8 h) ist die Gefahr einer Borrelieninfektion gering. Die Zecke muss in der Regel Stunden Blut saugen, um Borrelien zu übertragen. Der natürliche Verlauf der Lyme-Borreliose (d. h. ohne antibiotische Therapie) kann sehr variabel sein. Die klinischen Bilder werden in Früh- (Stadium 1 und 2) sowie Spätmanifestationen (Stadium 3) eingeteilt. Die Lyme-Borreliose kann in jedem Stadium erstmalig symptomatisch werden und muss nicht zwangsläufig alle Folgestadien durchlaufen. Grundsätzlich kann jedes der klinischen Bilder isoliert, aber auch in unterschiedlichen Kombinationen auftreten. In den meisten Fällen ist die Infektion selbstlimitierend. Auf der anderen Seiten hat B. burgdorferi sensu lato eine ausgeprägte Fähigkeit selbst nach antibiotischer Therapie im Gewebe zu persistieren, wobei klinische Symptome fehlen können. Frühmanifestationen finden sich gehäuft von Frühsommer bis Herbst, Spätmanifestationen treten dagegen ganzjährig auf. Die häufigste Frühmanifestation und Leitsymptom der Lyme-Borreliose ist das Erythema (chronicum) migrans (Stadium 1). Gelegentlich kommt es wenige Tage bis Wochen nach der Borrelieninfektion zu Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Muskel- und Gliederschmerzen, subfebrilen Temperaturen oder Nachtschweiß. Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich (das Erythema migrans tritt nur in etwa 50 % der akuten Neuroborreliosefälle auf) kann eine Ausbreitung der Borrelien in andere Organe, am häufigsten in das ZNS, die Gelenke oder den Herzmuskel, folgen (Stadium 2). In seltenen Fällen kommt es nach Monaten bis Jahren zu einer späten bzw. chronischen Manifestation mit Beteiligung der Haut, des Nervensystems und der Gelenke (Stadium 3). Seltener sind andere Organe betroffene wie z. B. die Augen (Uveitis, Panophthalmitis, retinale Blutungen, Keratitis), die Muskulatur (Myositis, Enthesopathie) oder die Leber (Hepatitis). 1

3 Die Entität eines Post-Lyme-Disease-Syndroms mit unspezifischen Beschwerden ist nicht belegt. Aufgrund der hohen Prävalenz positiver Borrelienserologien in Endemiegebieten und der Häufigkeit unspezifischer Symptome ist eine entsprechende Koinzidenz vorgezeichnet. Gegen einen kausalen Zusammenhang sprechen sowohl klinische Verlaufsuntersuchungen als auch epidemiologische Studien, die darauf hinweisen, dass unspezifische Beschwerden nach einer Lyme-Borreliose nicht häufiger auftreten als bei Kontrollpersonen bzw. nach anderen Erkrankungen. Manifestationen Notwendige Hauptkriterien Unterstützende Kriterien Erythema (chronicum) migrans Sich vergrößernder, rötlicher oder bläulich-roter Fleck, häufig mit zentraler Abblassung; Rand deutlich abgesetzt, intensiver gefärbt aber nicht merklich erhaben; um die Inokulationsstelle lokalisiert oder (selten) disseminiert Zeckenstich in der Regel an gleicher Stelle vorausgehend Borrelien- Lymphozytom (seltene Manifestation) Schmerzlose bläulich-rote Knoten oder Plaques, gewöhnlich an Ohrläppchen, Ohrmuschel, Brustwarze oder Skrotum lokalisiert (häufiger bei Kindern insbesondere am Ohr als bei Erwachsenen Gleichzeitig bestehendes oder vorangegangenes Erythema (chronicum) migrans Acrodermatitis chronica atrophicans Lange bestehende rote oder bläulich-rote Hautveränderung, gewöhnlich an den Streckseiten von Extremitäten. Anfänglich teigige Hautschwellungen, die später atrophieren. Über Knochenvorsprüngen Hautindurationen möglich. Lyme-Karditis Akut einsetzender AV-Block (II. III. Grades), Rhythmusstörungen, manchmal Myokarditis oder Pankarditis. (Eine Zeckenexposition wird vorausgesetzt unabhängig davon ob ein Zeckenstich nachweislich vorausgegangen ist) Gleichzeitig bestehendes oder vorangegangenes Erythema (chronicum) migrans Frühe Neuroborreliose Schmerzhafte Meningo-Radikuloneuritis mit oder ohne Fazialislähmung oder Lähmung anderer Hirnnerven (Garin-Bujadoux-Bannwarth-Syndrom). Bei Kindern meist Meningitis, isolierte einseitige (manchmal beidseitige) Fazialis-Lähmung oder Lähmung anderer Hirnnerven Chronische Neuroborreliose (sehr selten) Lange bestehende Enzephalitis, Meningoenzephalitis, Enzephalomyelitis, Radikulomyelitis Lyme-Arthritis 1. Wiederkehrende, kurze Attacken von objektiver Gelenkschwellung in einem oder wenigen großen Gelenken, gelegentlich zu chronischer Arthritis führend und Vorgeschichte einer anderen Manifestation der Lyme-Borreliose während des vorausgegangenen Jahres und Ausschluss anderer Ursachen der klinischen Symptomatik oder 2. Wiederkehrende, kurze Attacken von objektiver Gelenkschwellung in einem oder wenigen großen Gelenken, gelegentlich zu chronischer Arthritis führend ohne Vorgeschichte einer gesicherten klinischen Manifestation der Lyme-Borreliose Tab.1 Klinische Kriterien für die Diagnose der Lyme-Borreliose unter Berücksichtigung der EUCALB clinical case definitions for Lyme borreliosis 2

4 Außerdem hat die Lyme-Borreliose, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine günstige Prognose. Entsprechend konnte gezeigt werden, dass diese unspezifischen Beschwerden nach behandelter akuter Lyme-Borreliose nicht auf eine erneute Antibiotikabehandlung ansprechen. Bei einem vermeintlichen Post-Lyme-Disease-Syndrome oder bei Verdacht auf eine chronische Lyme- Borreliose mit unspezifischen Beschwerden sollte in erster Linie eine ausführliche Differenzialdiagnostik erfolgen (DD depressive Störung, Autoimmunerkrankung, chronische Infektion anderer Ätiologie, andere internistische chronische Erkrankung, Alkohol- oder Drogenabusus). Manifestationen Notwendige Hauptkriterien Unterstützende Kriterien Erythema (chronicum) migrans Keine Kultureller oder Nuklein säure- Nachweis von B. burgdorferi aus einer Hautbiopsie, signifikanter Anstieg spezifischer Antikörper oder Nachweis spezifischer IgM-Antikörper Borrelien- Lymphozytom (seltene Manifestation) Nachweis von Antikörpern gegen B. burgdorferi im Serum (IgG- und/oder IgM) oder signifikanter Anstieg des IgG-Antikörpertiters gegen B. burgdorferi Histologischer Nachweis eines B-Zell-Pseudolymphoms Acrodermatitis chronica atrophicans Hohe Konzentration spezifischer IgG-Antikörper im Serum oder charakteristischer histologischer Befund und kultureller oder Nukleinsäure-Nachweis von B. burgdorferi aus einer Hautbiopsie Lyme-Karditis Nachweis von IgG- und IgM-Antikörpern gegen B. burgdorferi im Serum oder signifikanter Anstieg des IgG-Antikörpertiters gegen B. burgdorferi oder kultureller oder Nukleinsäure-Nachweis von B. burgdorferi aus einer Herzbiopsie Frühe Neuroborreliose Lymphozytäre Pleozytose im Liquor plus entweder Nachweis intrathekal gebildeter spezifischer Antikörper oder kultureller oder Nukleinsäure-Nachweis von B. burgdorferi aus Liquor Spezifische oligoklonale Banden im Liquor, signifikanter Anstieg spezifischer Antikörper im Serum Chronische Neuroborreliose (sehr selten) Lymphozytäre Pleozytose im Liquor und Nachweis intrathekal gebildeter sowie peripherer B. burgdorferi spezifischer Antikörper Spezifische oligoklonale Banden im Liquor Lyme-Arthritis 1. Hohe Konzentration spezifischer IgG-Antikörper im Serum oder nur zusammen mit dem klinischen Hauptkriterium 2: 2. Hohe Konzentration spezifischer IgG-Antikörper im Serum und kultureller oder Nukleinsäure-Nachweis von B. burgdorferi aus Synovialflüssigkeit und/oder Synovia Tab.2 Labordiagnostische Kriterien für die Diagnose der Lyme-Borreliose unter Berücksichtigung der EUCALB clinical case definitions for Lyme borreliosis 3

5 Diagnostik Die Lyme-Borreliose ist eine klinische Diagnose. Die Labordiagnostik ist indiziert bei allen klinischen Verdachtsbefunden, d. h. bei Vorliegen von Symptomen, die mit einer Borreliose assoziiert sein können. Je unspezifischer die Symptomatik ist, desto geringer ist der prädiktive Wert der labordiagnostischen Verfahren. Die Veranlassung einer Borrelien-Serologie bei (noch) asymptomatischen Patienten kann z. B. bei einem Zeckenstich im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit oder bei einer aus der Anamnese bekannten Borrelien-Infektion zur Bestimmung der Ausgangssituation zum Vergleich mit einer nach 4 Wochen durchgeführten Verlaufskontrolle erwogen werden. Der Kontakt mit Borrelien wird üblicherweise indirekt durch den Nachweis spezifischer IgG- und IgM-Antikörper im Patientenserum bestätigt. Im Rahmen einer vom Robert Koch-Institut, der Deutschen Gesellschaft für Mikrobiologie und Hygiene und dem Center of Disease Control empfohlenen Zweistufenstrategie wird als Suchtest zunächst ein Enzymimmunoassay mit hoher Sensitivität eingesetzt. Positive und grenzwertige Reaktionen sollten mittels Immunoblot (hohe Spezifität) bestätigt werden. Durch die Verwendung immundominanter, rekombinanter Antigene wie dem VLsE-Antigen und DbpA wurde die Sensitivität und Spezifität des Antikörpernachweises in den letzten Jahren deutlich verbessert. Bei diagnostisch unklaren Fällen (z. B. bei Immundefizienz, in atypische Hautläsionen, im Liquor bei Verdacht auf Neuroborreliose ohne Nachweis intrathekaler Antikörper oder im Gelenkpunktat bei Verdacht auf Lyme-Arthritis) kann jedoch auch der aufwändigere direkte Erregernachweis mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder Anzucht erfolgen. Folgende Punkte sind bei der Interpretation von Enzymimmunoassay und Immunoblot zu beachten: In den ersten 2 Wochen nach Infektion fällt der Nachweis spezifischer Antikörper trotz möglicherweise schon bestehender Symptomatik im Allgemeinen negativ aus. Die Sensitivität eines positiven Antikörpernachweises steigt abhängig vom klinischen Erkrankungsstadium an: Stadium 1: % Stadium 2: % Stadium 3: % In den Stadien 1 und 2 sind bei kurzer Krankheitsdauer zunächst Antikörper der Klasse IgM, bei längerer Krankheitsdauer Antikörper der Klasse IgG vor herrschend. Im Stadium 3 findet man in der Regel nur noch Borrelien-spezifische IgG-Antikörper, ein zusätzlicher Nachweis von IgM-spezifischen Antikörpern schließt das Sta dium 3 jedoch nicht aus. Ein isolierter IgM-Befund spricht gegen das Stadium 3. Bei Reinfektionen dominiert die IgG-Antwort während die IgM-Antwort sehr variabel ist. Die Höhe der Antikörpertiter korreliert weder mit der Schwere noch mit der Dauer der Erkrankung! Falsch-positive IgM-Antikörperbefunde sind im Rahmen einer polyklonalen Stimulation z. B. im Rahmen einer aktiven EBV-, CMV-, oder HSV-Infektion zu beobachten. Auch Antikörper gegen Treponemen können zu einer falsch-positiven Borrelienserologie führen. Im Immunoblot finden sich als Ausdruck der zunächst oligoklonalen Immunantwort initial nur wenige Banden, in fortgeschrittenen Stadien dann ein breitgefächertes Bandenmuster. Für die Auswertung wurden Interpretationskriterien für Ganzzell- Lysat-Immunoblots wie für Immunoblots mit rekombinanten Antigenen von der DIN und der Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie festgelegt. Bei früh einsetzender Therapie kann die Bildung von spezifischen Antikörpern vollständig unterdrückt werden. Andererseits können bereits gebildete Antikörper (auch IgM-Antikörper) nach sanierender antibiotischer Therapie zum Teil über Jahre persistieren. Da zudem die individuellen Titerverläufe beträchtlichen Schwankungen unterliegen, kann der Erfolg einer antibiotischen Therapie nur klinisch, nie serologisch beurteilt werden. 4

6 1. Stufe Suchtest: IgG- und IgM-ELISA (Verdacht auf Neuroborreliose: Tagesgleich entnommenes Liquor/Serum-Paar zur Beurteilung von IgG- und IgM-Antikörperspezifitätsindizes, Blut/Liquorschrankenstörung und Pleozytose) positiv grenzwertig negativ 2. Stufe Bestätigungstest: IgG- und IgM-Immunoblot Negativer serologischer Befund positiv grenzwertig negativ Bei kurzer Krankheitsdauer serologische Verlaufskontrolle positiver serologischer Befund grenzwertiger serologischer Befund negativer serologischer Befund Hauptkriterium Labor erfüllt Bei weiter bestehendem klinischen Verdacht: serologische Verlaufskontrolle zusätzliche serologische Verfahren Abb. 1 Stufendiagnostik Borreliose 5

7 Neuroborreliose Borrelien-DNA-Nachweis in Zecken Der Verdacht auf eine Neuroborreliose wird durch das Vorliegen typischer klinischer Symptome gestellt und sollte durch die serologische Untersuchung eines tagesgleich entnommenen Liquor-/Serum-Paares und klinisch-chemische Laboruntersuchungen zum Nachweis einer Pleozytose und/oder einer Schrankenstörung untermauert werden. Entzündliche Liquorveränderungen sind bei jeder Neuroborreliose zu erwarten, wobei die Detektionsrate der intrathekalen Immunantwort ansteigend mit zunehmender Krankheitsdauer bei % liegt. In Ausnahmefällen (z. B. immunsupprimierte Patienten) kann die Infektion durch den kulturellen oder molekularen (PCR) Nachweis der Borrelien gesichert werden, wobei die Sensitivität dieser Verfahren bei der akuten Neuroborreliose nur bei % liegt. Bei kurzer Krankheitsdauer (oft noch seronegative Patienten) ist von einer höheren Sensitivität des Erregernachweises auszugehen als bei langer Krankheitsdauer. Die Sicherung der spezifischen intrathekalen Antikörpersynthese erfolgt durch Ermittlung des so genannten Antikörper-Spezi fitäts-index (ASI), der den erregerspezifischen Immunglobulinanteil am Gesamtimmunglobu lin in Liquor und Serum vergleicht. Dafür werden tagesgleich entnommene Liquor- und Serumproben benötigt. Die Konstellation einer positiven Borrelien-spezifischen intrathekalen Antikörperproduktion ohne Liquorpleozytose oder Blut-/Liquor-Schrankenstörung spricht für eine früher durchgemachte Neuroborreliose ohne aktuelle Krankheitsaktivität. Bei kurzer Krankheitsdauer oder isolierter Fazialisparese kann die intrathekale Immunantwort fehlen. Umgekehrt sind jedoch auch Fälle mit intrathekaler IgM- Synthese ohne systemische Antikörperproduktion beschrieben. Ein negativer Serumbefund schließt also eine Neuroborreliose nicht aus. Zur Prävention einer Borreliose gehört auch die abendliche Inspektion der Haut nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet für Zecken. Die mit Pinzette, einer Zeckenschlinge oder -karte entfernten Zecken lassen sich mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) auf ihren Borrelien-DNA-Gehalt untersuchen. Durch diese Untersuchung kann bereits direkt nach dem Zeckenstich das Risiko einer möglichen Infektion durch die fragliche Zecke abgeschätzt werden. Bei einem negativen Untersuchungsergebnis sollte man jedoch daran denken, dass bei bestehendem Verdacht einer Borrelieninfektion die sorgfältige klinische Beobachtung erforderlich ist, denn es können weitere unbemerkte Stiche durch andere Zecken stattgefunden haben. Insbesondere sollte bei einem positiven Testergebnis auf klinische Manifestationen in den kommenden Wochen geachtet werden. Eine Übertragung von Borrelien und die immunologische Auseinandersetzung des Körpers kann in der Regel nach 4 Wochen durch eine Verlaufskontrolle anhand einer Serokonversion festgestellt werden. In Hochendemiegebieten in den USA reduzierte eine Postexpositionsprophylaxe mit Doxycyclin (1 x 200 mg oral innerhalb von 72 Stunden nach Zeckenstich) die Inzidenz des Erythema (chronicum) migrans. Weitere Verfahren Der Antigennachweis aus Körperflüssigkeiten, die PCR aus Serum oder Urin, die komplementbindungsreaktion (mangelnde Sensitivität), der Lymphozytentransformationstest (LTT) oder der Visual Contrast Sensitivity Test (VCS-Test) werden weder von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie noch von der Expertenkommission Neuroborreliose befürwortet. Beim LTT wird die Stimulierbarkeit von Lymphozyten durch Borrelienantigene gemessen, wobei insbesondere Bedenken bezüglich der Spezifität dieses Tests (falsch-positive Befunde) bestehen. Im VCS-Test soll durch die Messung des Erkennens von Grautönen indirekt ein lipophiles Neurotoxin von Borrelien nachgewiesen werden. Weder eine Rationale noch ein Nutzen des VCS sind belegt. 6

8 Therapie Jede klinische Manifestation der Lyme-Borreliose sollte antibiotisch behandelt werden. Je früher die Therapie erfolgt, desto wahrscheinlicher werden Spätmanifestationen verhindert. Der klinische Therapieerfolg fällt in den frühen Stadien am deutlichsten aus, auch die Antikörpertiter sinken nach erfolgreicher Therapie bei Frühmanifestationen üblicherweise rascher als bei Spätmanifestationen. Tetrazykline sind bei Kindern unter 10 Jahren, sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Wenn möglich sollte Doxycyclin eingesetzt werden (Ausnahmen: Kinder unter 8 Jahren und Schwangere). Bei Vorliegen einer Allergie gegen Doxycyclin und Amoxicillin ist Cefuroximaxetil als Mittel der 3. Wahl und Erythromycin oder andere Makrolide als Mittel der 4. Wahl anzusehen. Frühe Manifestationen bei Kindern unter 8 Jahren z. B. Erythema (chronicum) migrans Ceftriaxon und Cefuroxim sollten mit Vorsicht im ersten Schwangerschaftsdrittel verabreicht werden. Mittel der Wahl sind hier Amoxicillin und Penicillin. Medikament Dosierung [mg] Gabe Dauer Die Dosierung sollte generell gewichtsadaptiert erfolgen. Langzeit- und Dauerbehandlungen mit Antibiotika sind nicht zu empfehlen. Amoxicillin 3 x 250 oder 50 pro kg in 3 Dosen oral Tage Bei Allergie gegen Amoxicillin: Frühe Manifestationen z. B. Erythema (chronicum) migrans (AV-Block Grad 1, P-R-Intervall > 0,3 Sekunden) Cefuroximaxetil 2 x 125 oral Tage Medikament Dosierung [mg] Gabe Dauer Erythromycin 3 x 250 oder 30 pro kg in 3 Dosen oral Tage Doxycyclin 2 x 100 oral Tage Amoxicillin 3 x 500 oral Tage Bei Vorliegen einer Allergie gegen Amoxicillin ist Cefuroximaxetil als Mittel der 2. Wahl und Erythromycin oder andere Makrolide als Mittel der 3. Wahl anzusehen. Bei Allergie gegen Doxycyclin oder Amoxicillin: Cefuroxi maxetil 2 x 500 oral Tage Erythromycin 4 x 250 oral Tage 7

9 Neurologische Manifestationen (Früh- und Spätsymptomatik) Arthritis Lyme-Karditis, höhergradiger AV-Block Acrodermatitis chronica atrophicans Medikament Dosierung [mg]/d Gabe Dauer Medikament Dosierung [mg]/d Gabe Dauer Ceftriaxon 1 x 2000 i. V Tage Doxycyclin 2 x 100 oral Tage Cefotaxim 3 x 2000 i. V Tage Amoxicillin 3 x 500 oral Tage Penicillin G 4 x 5 Mio E i. V Tage Ceftriaxon 1 x 2000 i. V Tage Bei Allergie gegen Cephalsporine oder gegen Penicillin: Cefotaxim 3 x 2000 i. V Tage Doxycyclin 3 x 100 oral Tage Penicillin G 4 x 5 Mio E i. V Tage Chronische Neuroborreliose: Dauer der i. V. Therapie 28 Tage Neurologische Manifestationen: Optimale Therapiedauer oder Dosierung für Doxycyclin unklar Höhergradiger AV-Block: Dauer der i. V. Therapie 28 Tage keine Therapie mit Doxycyclin Prophylaxe Vermeidung von Zeckenstichen durch geeignete Kleidung. Nach Aufenthalt in Endemiegebieten Absuchen des Körpers nach Zecken und ggf. rasches Entfernen der Zecken. In Deutschland keine routinemäßige Antibiotikaprophylaxe bei asymptomatischen Patienten nach Zeckenstich. (Für Einzelfälle kann eine Doxycyclingabe erwogen werden, z. B. bei multiplen Zeckenstichen, sehr ängstlichen Menschen oder nach Zeckenstich in Hochendemiegebieten). Beobachtung der Stichstelle auf Hautveränderungen über mehrere Wochen. 8

10 Literatur 1. DIN : (2005) Medizinische Mikrobiologie Serologische und molekularbiologische Diagnostik von Infektionskrankheiten Teil 44: Immunoblot (IB); Spezielle Anforderungen für den Nachweis von Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi 2. Dotevall, L., L. Hagberg: Successful oral doxycycline treatment of Lyme disease-associated facial palsy and meningitis. Clin Infect Dis. (1999) Mar;28 (3): Gerber, M. A., L. S. Zemel, E. D. Shapiro (1998): Lyme arthritis in children: clinical epidemiology and long-term outcomes. Pediatrics 102, Hammers-Berggren, S., K. Hansen, A. M. Lebech, M. Karlsson (1993): Borrelia burgdorferi-specific intrathecal antibody production in neuroborreliosis: a follow-up study. Neurology 43, Hansen, K., A. M. Lebech (1992): The clinical and epidemiological profile of Lyme neuroborreliosis in Denmark A prospective study of 187 patients with Borrelia burgdorferi specific intrathecal antibody production. Brain 115, Heininger, U., T. Zimmermann, C. Schoerner, V. Brade, K. Stehr (1993): Tick bite and Lyme borreliosis. An epidemiologic study in the Erlangen area. (German) Monatsschrift Kinderheilkunde 141, Hengge U.R., Tannapfel A., Tyring S.K., Erbel R., Arendt G., T. Ruzicka (2003): Lyme borreliosis. The Lancet Infectious Diseases 3, Hilton, E., A. Tramontano, J. DeVoti, S. K. Sood (1997): Temporal study of immunoglobin M seroreactivity to Borrelia burgdorferi in patients treated for Lyme borreliosis. J Clin Microbiol 35, Kaiser, R., A. Kern, D. Kampa, D. Neumann-Haefelin (1997): Prevalence of antibodies to Borrelia burgdorferi and tick-borne encephalitis virus in an endemic region in southern Germany. Zentralblatt für Bakteriologie 286, Kaiser, R., S. Rauer (1998): Analysis of the intrathecal immune response in neuroborreliosis to a sonicate antigen and three recombinant antigens of Borrelia burgdorferi sensu stricto. European J Clin Microbiol & Infect Dis 17, Kaiser, R. (2004): Verlauf der akuten und chronischen Neuroborreliose nach Behandlung mit Ceftriaxon. Nervenarzt 75, Kaiser, R. Kölmel H.W., Pfister H.W., Rauer S., B. Wilske (2003): Leitlinie Neuroborreliose Thieme-Verlag. 13. Kalish, R. A., R. F. Kaplan, E. Taylor, L. Jones-Woodward, K. Workman, A. C. Steere (2001): Evaluation of study patients with Lyme disease, year followup. J Infect Dis 183, Kamradt T., Krause A., Priem S., G.-R. Burmester (1998): Die Lyme-Arthritis Klinik, Diagnose und Therapie Dt. Ärztebl. 95, A Kaplan, R. F., R. P. Trevino, G. M. Johnson, L. Levy, R. Dornbush, L. T. Hu, J. Evans, A. Weinstein, C. H. Schmid, M. S. Klempner (2003): Cognitive function in post-treatment Lyme disease. Neurology 60, Karkkonen, K., S. H. Stiernstedt, M. Karlsson (2001): Follow-up of patients treated with oral doxycycline for Lyme neuroborreliosis. Scand J Infect Dis 33, Keller, T. L., J. J. Halperin, M. Whitman (1992): PCR detection of Borrelia burgdorferi DNA in cerebrospinal fluid of Lyme neuroborreliosis patients. Neurology 42, Klempner, M. S., L. T. Hu, J. Evans et al. (2001): Two controlled trials of antibiotic treatment in patients with persistent symptoms and a history of Lyme disease. N Engl J Medi 345, Maiwald, M., R. Oehme, O. March, T. N. Petney, P. Kimmig, K. Naser et al. (1998): Transmission risk of Borrelia burgdorferi sensu lato from Ixodes ricinus ticks to humans in southwest Germany. Epidemiology & Infection 21, Patel, R., K. L. Grogg, W. D. Edwards, A. J. Wright, N. M. Schwenk (2000): Death from inappropriate therapy for Lyme disease. Clinical Infectious Diseases 31, Paul, H., H. J. Gerth, R. Ackermann (1987): Infectiousness for humans of Ixodes ricinus containing Borrelia burgdorferi. Zentralblatt für Bakteriologie, Mikrobiologie und Hygiene - Series A, Medical Microbiology, Infectious Diseases, Virology, Parasitology 263, Pfister, H.-W., B. Wilske, K. Weber (1994): Lyme borreliosis: basic science and clinical aspects. Lancet 343, Reid, M. C., R. T. Schoen, J. Evans, J. C. Rosenberg, R. I. Horwitz (1998): The consequences of overdiagnosis and overtreatment of Lyme disease: an observational study. Ann Internal Med 128,

11 24. Schulte-Spechtel, U., G. Lehnert, G. Liegl, V. Fingerle, C. Heimerl, B. J. Johnson, B. Wilske (2003): Significant improvement of the recombinant Borrelia-specific immunoglobulin G immunoblot test by addition of VlsE and a DbpA homologue derived from Borrelia garinii for diagnosis of early neuroborreliosis. J. Clin. Microbiol. 41, Seltzer, E. G., M. A. Gerber, M. L. Cartter, K. Freudigman, E. D. Shapiro (2000): Long-term outcomes of persons with Lyme disease. JAMA 283, Shadick, N. A., C. B. Phillips, O. Sangha, E. L. Logigian, R. F. Kaplan, E. A. Wright et al. (1999): Musculoskeletal and neurologic outcomes in patients with previously treated Lyme disease. Ann Internal Med 131, Stanek, G., H. Flamm, V. Groh, A. Hirschl, W. Kristoferitsch, R. Neumann, E. Schmutzhard, G. Wewalka (1986): Epidemiology of Borrelia Infections in Austria. Zbl. Bakt. Hyg. A. 263, Stanek, G., F. Strle (2003): Lyme borreliosis. Lancet 362, Steere, A. C., E. Taylor, G. L. McHugh, E. L. Logigian (1993): The overdiagnosis of Lyme disease. JAMA 269, Steere A.C. (2005): Borrelia burgdorferi (Lyme Disease, Lyme borreliosis). In Principles and practice of infectious disease. Mandell, G.L., Benett, J.E., and Dolan, R. (eds). Philadelphia: Churchill Livingstone, pp Tiller F.-W. (1997): Diagnostische Bibliothek Nr. 48 Borrelien Blackwell Wissenschafts-Verlag 33. Weber K: Aspects of Lyme Borreliosis in Europe. Eur J Clin Microbiol Infect Dis 2001; 20: Wilske, B., R. Steinhuber, H. Bergmeister, V. Fingerle, G. Schierz, V. Preac-Mursic, E. Vanek, B. Lorbeer (1987): Lyme-Borreliose in Süddeutschland. Epidemiologische Daten zum Auftreten von Erkrankungsfällen sowie zur Durchseuchung von Zecken (Ixodes ricinus) mit Borrelia burgdorferi. DMW 112, Wilske, B., L. Zöller, V. Brade, M. Eiffert, U. B. Göbel, G. Stanek, unter Mitarbeit von H. W. Pfister (2000): MIQ 12 Lyme-Borreliose. Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban & Fischer, München 36. Wilske, B. (2003): Diagnosis of Lyme Borreliosis in Europe. Vector Borne & Zoonotic Diseases 3 (4), Steere, A. C., J. Coburn, L. Glickstein (2004): The emergence of Lyme disease. J. Clin. Invest. 113,

12 Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH Regionallabors: Labor Berlin Lützowstraße 89/ Berlin Tel Fax Labor Freiburg Mülhauser Straße Freiburg Tel Fax Labor Ingelheim Konrad-Adenauer-Straße Ingelheim Tel Fax Labor Jena Orlaweg Jena Tel Fax Labor Karlsfeld Liebigstraße Karlsfeld Tel Fax Labor Mainz Wallstraße Mainz Tel Fax Labor Moers Zum Schürmannsgraben Moers Tel Fax /35 Bioscientia MVZ Saarbrücken GmbH Winterberg Saarbrücken Tel Fax Herausgeber Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH Konrad-Adenauer-Straße Ingelheim Verantwortlich PD Dr. med. Markus Nauck Autoren Dr. med. Matthias A.Horstkotte Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Dr. von Froreich - Bioscientia Medizinisches Labor, Hamburg PD Dr. med. Lütje J. Behnken Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Laboratoriumsmedizin Redaktion Nadja Franzen

«Lyme-Borrelien» Stefano Bassetti Medizinische Klinik

«Lyme-Borrelien» Stefano Bassetti Medizinische Klinik «Lyme-Borrelien» Stefano Bassetti Medizinische Klinik «Lyme-Borrelien»: Borrelia burgdorferi sensu lato 18 Spezies, 5-8 davon pathogen; Vektor: Ixodes Zecken Pathogene Borrelien Nord-Amerika: Nur Borrelia

Mehr

Lyme-Borreliose Krankheitserreger, Labordiagnostik, Prävention

Lyme-Borreliose Krankheitserreger, Labordiagnostik, Prävention Lyme-Borreliose Krankheitserreger, Labordiagnostik, Prävention Gerold Stanek Medizinische Universität Wien Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie Krankheitserreger in Europa B. afzelii B. garinii

Mehr

Knacknuss Neuroborreliose

Knacknuss Neuroborreliose Knacknuss Neuroborreliose Hausarzt-Fortbildung 29.03.2012 Dr. Franziska Marti Borreliose in der Schweiz Borrelia burgdorferi sensu lato - B. burgdorferi sensu stricto (USA) - B. afzelii (dermatotrop) -

Mehr

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff 1 Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff Es existiert nur eine einzige Studie über die Dauer intrathekaler Antikörper bei der Lyme-Borreliose im

Mehr

Archiv - alte Auflage. Neuroborreliose. Was gibt es Neues? Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

Archiv - alte Auflage. Neuroborreliose. Was gibt es Neues? Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick Neuroborreliose Was gibt es Neues? In einer Meta-Analyse von 8 europäischen Studien unterschiedlicher Evidenzklasse (2 Klasse-II-Studien, 6 Klasse-III- bzw. Klasse-IV-Studien) mit insgesamt mehr als 300

Mehr

Sachgerechte Interpretation von Borrelien-Antikörper-Immunoblots. Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG

Sachgerechte Interpretation von Borrelien-Antikörper-Immunoblots. Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG Sachgerechte Interpretation von Borrelien-Antikörper-Immunoblots Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG 1 Ixodes ricinus und Borrelia burgdorferi 2 Borrelia burgdorferi - Nomenklatur Borrelia burgdorferi

Mehr

KAPITEL Entzündliche und er r eger bedingte Kr ank heiten. Neuroborreliose

KAPITEL Entzündliche und er r eger bedingte Kr ank heiten. Neuroborreliose KAPITEL Entzündliche und er r eger bedingte Kr ank heiten Neuroborreliose Entw ick lungs s tufe: S1 Stand: September 2012 Gültig bis : 2015 AWMF-Regis ternum m er: 030/071 Clinical Pathw ay COI-Erklärung

Mehr

Borreliose. Borrelien und Arthritis. Erreger. Vektor (Europa) Gerrit Mohrmann. Labor Lademannbogen

Borreliose. Borrelien und Arthritis. Erreger. Vektor (Europa) Gerrit Mohrmann. Labor Lademannbogen Borrelien und Arthritis Gerrit Mohrmann Borreliose Erreger Borrelia burgdorferi s.l.-komplex (verschiedene Genospezies) Vektor (Europa) Ixodes ricinus (Holzbock) Gesichert humanpathogen B. garinii B. afzelii

Mehr

Definition... 1 Entstehung... 1 Häufigkeit... 2 Symptome... 2 Stadium I... 2 Stadium III... 3

Definition... 1 Entstehung... 1 Häufigkeit... 2 Symptome... 2 Stadium I... 2 Stadium III... 3 arztpraxis limmatplatz Definition... 1 Entstehung... 1 Häufigkeit... 2 Symptome... 2 Stadium I... 2 Stadium II... 3 Stadium III... 3 Diagnose... 3 Krankengeschichte und klinischer Befund... 3 Antikörpernachweis

Mehr

Zeckenmonster - Monsterzecken

Zeckenmonster - Monsterzecken Zeckenmonster - Monsterzecken Andrea Duppenthaler andrea.duppenthaler@insel.ch Lisa Kottanattu lisa.kottanattu@insel.ch Universitätsklinik für Kinderheilkunde Entwicklungszyklus Dauer: ca. 3 Jahre temperaturabhängig

Mehr

Borrelienerkrankungen

Borrelienerkrankungen Borrelienerkrankungen Dr. Bettina Tiemer Willy Burgdorfer Entdeckungs- geschichte Ixodes scapularis /ricinus Lyme in Connecticut Borrelia burgdorferi (1982) GERINNUNG TUMORMARKER BLUTGRUPPEN MEDIKAMENTEN

Mehr

Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.v. Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen

Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.v. Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen Klinisch gesteuerte rationale Borreliose-Diagnostik Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.v. Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen Einleitung Die Lyme-Borreliose

Mehr

Kasuistiken aus der Rheumatologie

Kasuistiken aus der Rheumatologie Fortbildung der SLÄK zur Lyme-Borreliose Dresden, 20.02.2013 Kasuistiken aus der Rheumatologie Dr. Christoph Lübbert Fachbereich Infektions- und Tropenmedizin Prof. Dr. Christoph Baerwald Sektion Rheumatologie

Mehr

Ariane Biebl

Ariane Biebl Ariane Biebl 16.3.2016 Neuroanatomie Kerngebiet des N.VII liegt am Boden der Rautengrube oberer und unterer Anteil des Kerngebietes oberer Kernanteil erhält Impulse durch korikobulbäre Bahnen BEIDER Hirnhälften,

Mehr

Lyme-Borreliose aktueller Kenntnisstand Roland Nau, Hans-Jürgen Christen, Helmut Eiffert

Lyme-Borreliose aktueller Kenntnisstand Roland Nau, Hans-Jürgen Christen, Helmut Eiffert Lyme-Borreliose aktueller Kenntnisstand Roland Nau, Hans-Jürgen Christen, Helmut Eiffert ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund: Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit

Mehr

Fachinformation synlab.vet. Borreliose. Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück

Fachinformation synlab.vet. Borreliose. Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück Borreliose Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück Borreliose Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück Sie sind wieder da die Zecken! Und mit ihnen kommen auch die Borrelien wieder. Wer

Mehr

Neuroborreliose: Vom Kind bis zum Greis

Neuroborreliose: Vom Kind bis zum Greis Neuroborreliose: Vom Kind bis zum Greis Dr. med. Sandra Bigi Sandra.Bigi@insel.ch Prof. Dr. med. Andrew Chan Andrew. Chan@insel.ch Silvia 13 Jahre September plötzlich akute Gesichtsasymmetrie Subfebril

Mehr

Vergleich Borrelia-ELISA unterschiedlicher Testhersteller mit Immunoblot: Hochspezifische, aber niedrig-sensitive Tesverfahren

Vergleich Borrelia-ELISA unterschiedlicher Testhersteller mit Immunoblot: Hochspezifische, aber niedrig-sensitive Tesverfahren Vergleich Borrelia-ELISA unterschiedlicher Testhersteller mit Immunoblot: Hochspezifische, aber niedrig-sensitive Tesverfahren Dr. med. Armin Schwarzbach Facharzt für Laboratoriumsmedizin Mitglied der

Mehr

Ausführliche Richtlinien zur mikrobiologischen Diagnostik der Lyme-Borreliose wurden von der

Ausführliche Richtlinien zur mikrobiologischen Diagnostik der Lyme-Borreliose wurden von der Diagnostik Ausführliche Richtlinien zur mikrobiologischen Diagnostik der Lyme-Borreliose wurden von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) publiziert. Untersuchungsmaterial Geignete

Mehr

Borreliose (Lyme-Krankheit)

Borreliose (Lyme-Krankheit) Inhaltsverzeichnis Erreger... 1 Vorkommen und Übertragung... 2 Reservoir... 2 Übertragung in Europa... 2 Inkubationszeit... 2 Dauer der Ansteckungsfähigkeit... 2 Klinische Manifestationen und Diagnosekriterien...

Mehr

Vortrag über Borreliose in der Schwangerschaft. Diana Kysela

Vortrag über Borreliose in der Schwangerschaft. Diana Kysela Vortrag über Borreliose in der Schwangerschaft Diana Kysela Definition Borrelien Borrelien sind schraubenförmige Bakterien und gehören zusammen mit den Treponemen und Leptospiren zur Familie der Spirochäten.

Mehr

Eine kritische Stellungnahme von W. Berghoff

Eine kritische Stellungnahme von W. Berghoff 1 21.8 Leitlinie Neuroborreliose der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Neuroborreliose, Entwicklungsstufe S1, Stand September 2012, gültig

Mehr

Serologie Lyme-Borreliose Stadium III

Serologie Lyme-Borreliose Stadium III Serologie Lyme-Borreliose Stadium III 1 In verschiedenen Meinungspublikationen wird behauptet, dass bei der Lyme- Borreliose im Stadium III (Spätstadium) grundsätzlich Antikörper nachweisbar seien, d.h.

Mehr

15. FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis) Tick-borne Encephalitis (TBE)

15. FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis) Tick-borne Encephalitis (TBE) 1 15. FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis) Tick-borne Encephalitis (TBE) Die FSME ist eine durch Viren hervorgerufene Erkrankung des zentralen Nervensystems. Entsprechend der Verbreitung werden drei

Mehr

Borrelia-Infektionen in Österreich 1984

Borrelia-Infektionen in Österreich 1984 Österr. Ges. f. Tropenmedizin u. Parasitologie, download unter www.biologiezentrum.at Mit. Österr. Ges. Tropenmed. Parasitol. 7 (1985) 55-62 Hygiene-Institut der Universität Wien (Vorstand: Prof. Dr. H.

Mehr

Jeder Zeckenstich ein Treffer? Aktuelles zur Diagnostik und Therapie der Borrelien- Infektion

Jeder Zeckenstich ein Treffer? Aktuelles zur Diagnostik und Therapie der Borrelien- Infektion 4. Püttlinger Rheuma-Symposium Jeder Zeckenstich ein Treffer? Aktuelles zur Diagnostik und Therapie der Borrelien- Infektion Prof. Dr. Andreas Krause Immanuel Krankenhaus Berlin Klinik für Innere Medizin

Mehr

Eine kritische Stellungnahme von W. Berghoff

Eine kritische Stellungnahme von W. Berghoff 1 Leitlinie Neuroborreliose der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Neuroborreliose, Entwicklungsstufe S1, Stand September 2012, gültig bis 2015)

Mehr

Chronische Borreliose- die verkannte Epidemie

Chronische Borreliose- die verkannte Epidemie die verkannte Epidemie Dr. med. Frank Riedel Facharzt für Allgemeinmedizin Experte für Biologische Medizin Karl-Marx-Str. 1, 15926 Luckau www.riedel-luckau.de 18. Gesundheitskongress der Ärztegesellschaft

Mehr

Infektiologie / Rheumatologie: Rationales Management der Lyme-Borreliose

Infektiologie / Rheumatologie: Rationales Management der Lyme-Borreliose Infektiologie / Rheumatologie: Rationales Management der Lyme-Borreliose Hans-Iko Huppertz Prof.-Hess-Kinderklinik Bremen hans-iko.huppertz@med.uni-goettingen.de Welche Aussage ist richtig? 1. Die Borreliose

Mehr

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG 1 Akute EBV-Primärinfektion Erster

Mehr

Bakterielle Infektionen des ZNS

Bakterielle Infektionen des ZNS Bakterielle Infektionen des ZNS Hans-Walter Pfister Neurologische Klinik, Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität, München Bremen 18.10.2007 DGN, 22.9.2010 Vorgehen bei Verdacht auf bakterielle

Mehr

Borreliose- Sinn und Unsinn der Labordiagnose PROF. DR.PAUL CULLEN HAUSÄRZTETAG MÜNSTERLAND

Borreliose- Sinn und Unsinn der Labordiagnose PROF. DR.PAUL CULLEN HAUSÄRZTETAG MÜNSTERLAND Borreliose- Sinn und Unsinn der Labordiagnose PROF. DR.PAUL CULLEN HAUSÄRZTETAG MÜNSTERLAND 10. 09.2016 Fazit Lyme-Borreliose Wird in weiten Kreisen der Bevölkerung, aber auch bei vielen Kollegen, als

Mehr

Zecken + Borrelien = Borreliose?

Zecken + Borrelien = Borreliose? Zecken + Borrelien = Borreliose? Aktuelles zur Epidemiologie, Diagnostik und Therapie Prof. Dr. med. habil. H.-J. Hagedorn Wissenschaftlicher Berater - Labor Krone Bad Salzuflen Mai 2011 Ixodidae (Schildzecken)

Mehr

FSME * -Vorsorge? Na selbstverständlich. Denn FSME kann ursächlich nicht behandelt werden. Mit FSME-Verbreitungskarte für Deutschland und Europa

FSME * -Vorsorge? Na selbstverständlich. Denn FSME kann ursächlich nicht behandelt werden. Mit FSME-Verbreitungskarte für Deutschland und Europa FSME * -Vorsorge? Na selbstverständlich. Denn FSME kann ursächlich nicht behandelt werden. Mit FSME-Verbreitungskarte für Deutschland und Europa *Frühsommer-Meningoenzephalitis zecken.de zeckenschule.de

Mehr

KAPITEL Entzündliche und er r eger bedingte Kr ank heiten. Neuroborreliose

KAPITEL Entzündliche und er r eger bedingte Kr ank heiten. Neuroborreliose KAPITEL Entzündliche und er r eger bedingte Kr ank heiten Neuroborreliose Entw ick lungs s tufe: S1 Stand: September 2012 Gültig bis : 2015 AWMF-Regis ternum m er: 030/071 Clinical Pathw ay COI-Erklärung

Mehr

Ixodes ricinus ( Holzbock )

Ixodes ricinus ( Holzbock ) Borreliose Definition Bakterielle Infektionserkrankung, welche durch Borrelia burgdorferi und einige andere Borrelienarten verursacht und durch Zecken übertragen wird. Die Erkrankung kann die Haut, die

Mehr

Lyme Borreliose Prophylaxe: Wie funktioniert der Impfstoff und wie sinnvoll ist die Impfung

Lyme Borreliose Prophylaxe: Wie funktioniert der Impfstoff und wie sinnvoll ist die Impfung Bild: H.D.Volz Fotolia.com Lyme-Borreliose-Prophylaxe: Wie funktioniert der Impfstoff und wie sinnvoll ist die Impfung Prof. Dr. Reinhard K. Straubinger, Ph.D. Lehrstuhl für Bakteriologie und Mykologie

Mehr

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik : Klinik Leitsymptome Meningitis Enzephalitis Abszess Meningismus Kopfschmerzen Fieber Veränderungen der Bewusstseinslage Reizsymptome (Epilepsie) Fokus, periphere neurologische Defizite Hirnlokales Psychosyndrom

Mehr

1 von 5 18.06.2004 13:04 Ratgeber Infektionskrankheiten Im Rahmen dieser Reihe präsentiert das Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit den Nationalen Referenzzentren, Konsiliarlaboratorien und weiteren

Mehr

Technische Einflüsse auf serologische Ergebnisse

Technische Einflüsse auf serologische Ergebnisse Borreliose-Serologie Copyright: Uta Everth 1 Die Lyme Borreliose gewinnt zunehmend an Bedeutung. Geschätzte Erkrankungshäufigkeiten für Zentral-Europa gehen bis zu 237/100.000 Einwohner und in einigen

Mehr

Diagnostik der Lyme-Borreliose

Diagnostik der Lyme-Borreliose Diagnostik der Lyme-Borreliose Volker Fingerle und Bettina Wilske Max von Pettenkofer-Institut, LMU München Nationales Referenzzentrum für Borrelien D 80336 München, Pettenkofer-Strasse 9a Korrespondenzadresse:

Mehr

Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)

Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt. Erreger Das die

Mehr

Häufigkeit und mögliche klinische Relevanz von Koinfektionen mit Borrelien und Anaplasma phagocytophilum.

Häufigkeit und mögliche klinische Relevanz von Koinfektionen mit Borrelien und Anaplasma phagocytophilum. Häufigkeit und mögliche klinische Relevanz von Koinfektionen mit Borrelien und Anaplasma phagocytophilum. Kurzdarstellung Die sichere Diagnose einer Borrelieninfektion stellt die Laboratoriumsmedizin trotz

Mehr

Fallstricke bei Diagnose und Therapie

Fallstricke bei Diagnose und Therapie Foto: mauritius images LYME-BORRELIOSE Fallstricke bei Diagnose und Therapie Die Durchführung mikrobiologischer oder serologischer Tests ohne klare klinische Fragestellung beziehungsweise bei unspezifischen

Mehr

Vereinigung Zürcher Internisten; Symposium 2013 7. Februar 2013, World Trade Center, Zürich

Vereinigung Zürcher Internisten; Symposium 2013 7. Februar 2013, World Trade Center, Zürich Vereinigung Zürcher Internisten; Symposium 2013 7. Februar 2013, World Trade Center, Zürich Borreliose Helen Kovari, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene (helen.kovari@usz.ch) Zeckenstich

Mehr

MITTEILUNGEN DES BERUFSVERBANDES DER ÄRZTE FÜR MIKROBIOLOGIE UND INFEKTIONSEPIDEMIOLOGIE E.V. 15. Jahrgang, Heft 6 Dezember 2005. ...

MITTEILUNGEN DES BERUFSVERBANDES DER ÄRZTE FÜR MIKROBIOLOGIE UND INFEKTIONSEPIDEMIOLOGIE E.V. 15. Jahrgang, Heft 6 Dezember 2005. ... DER MIKROBIOLOGE MITTEILUNGEN DES BERUFSVERBANDES DER ÄRZTE FÜR MIKROBIOLOGIE UND INFEKTIONSEPIDEMIOLOGIE E.V. 15. Jahrgang, Heft 6 Dezember 2005... Seite EDITORIAL... 205 VERANSTALTUNGSHINWEIS 15. Frühjahrstagung

Mehr

Enterovirus/Parechovirus Infektionen. Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg

Enterovirus/Parechovirus Infektionen. Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg Enterovirus/Parechovirus Infektionen Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg Virologie Beide gehören zur Familie der PICORNAVIRIDAE Enteroviren werden traditionell unterteilt in: Poliovirus 1 3 Echoviren

Mehr

Clinical Infectious Diseases 2017;65(10): Journal Club vom 22. Januar 2018 Stefan Erb

Clinical Infectious Diseases 2017;65(10): Journal Club vom 22. Januar 2018 Stefan Erb Clinical Infectious Diseases 2017;65(10):1689 94 Journal Club vom 22. Januar 2018 Stefan Erb Hintergrund Unklar ob persistierende unspezifische/atypische Beschwerden nach möglicherweise unbemerkter Lyme-Borreliose

Mehr

Wenn die Zecken wieder zuschlagen

Wenn die Zecken wieder zuschlagen Abbildung 1: Elektronenmikroskopische Aufnahme der Mundwerkzeuge einer Ixodes-ricinus-Larve Wenn die Zecken wieder zuschlagen Als wahre Multisystemkrankheit beschäftigt die nahezu alle medizinischen Fachdisziplinen.

Mehr

Impressum. Zarenga GmbH, Bonn Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, Bonn. Alle Rechte sind vorbehalten.

Impressum. Zarenga GmbH, Bonn Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, Bonn. Alle Rechte sind vorbehalten. BORRELIOSE RATGEBER Impressum Zarenga GmbH, Bonn 2015 Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, 53227 Bonn Alle Rechte sind vorbehalten. Dieses Buch, einschließlich seiner einzelnen Teile ist urheberrechtlich geschützt.

Mehr

Häufigkeit der Lyme-Borreliose in der Bundesrepublik Deutschland

Häufigkeit der Lyme-Borreliose in der Bundesrepublik Deutschland 1 Häufigkeit der Lyme-Borreliose in der Bundesrepublik Deutschland Die Häufigkeit einer Erkrankung wird durch die Inzidenz und Prävalenz definiert. Inzidenz ist die Anzahl von Neuerkrankungen in einem

Mehr

Strategien zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Lyme-Borreliose

Strategien zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Lyme-Borreliose Strategien zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Lyme-Borreliose Fortbildungsveranstaltung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst 26. - 28. März 2003 Berlin Bedeutung der Lyme-Borreliose der Erreger

Mehr

DIE AUFGABE DES NATIONALEN REFERENZZENTRUMS FÜR ZECKENÜBERTRAGENE KRANKHEITEN

DIE AUFGABE DES NATIONALEN REFERENZZENTRUMS FÜR ZECKENÜBERTRAGENE KRANKHEITEN DIE AUFGABE DES NATIONALEN REFERENZZENTRUMS FÜR ZECKENÜBERTRAGENE KRANKHEITEN 1. EINFÜHRUNG Zeckenübertragene Krankheiten Die von Zecken übertragenen Krankheiten, bilden ein echtes Gesundheitsproblem in

Mehr

Borreliose wann abklären, wann therapieren?

Borreliose wann abklären, wann therapieren? wann abklären, wann therapieren? Köln, 13. Juni 2015 C. Doberauer Klinik für Innere Medizin Epidemiologie Häufigste durch Zecken als Vektor übertragene Infektionskrankheit in der nördlichen Hemisphäre

Mehr

Sozialausschuss-Sitzung am TOP 7 Borreliose in Schleswig-Holstein, Antrag der Fraktion der FDP

Sozialausschuss-Sitzung am TOP 7 Borreliose in Schleswig-Holstein, Antrag der Fraktion der FDP Sozialausschuss-Sitzung am 16.05.2013 TOP 7 Borreliose in Schleswig-Holstein, Antrag der Fraktion der FDP Sachstand: Für die Lyme-Borreliose besteht keine bundesweite Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz

Mehr

Infektserologie: wann und wie? Dr. med. Katia Boggian Dr. med. Christine Gutmann Klinik Infektiologie/Spitalhygiene

Infektserologie: wann und wie? Dr. med. Katia Boggian Dr. med. Christine Gutmann Klinik Infektiologie/Spitalhygiene Infektserologie: wann und wie? Dr. med. Katia Boggian Dr. med. Christine Gutmann Klinik Infektiologie/Spitalhygiene Fall 1 21-jährige bis dato gesunde Frau Fieber Bilaterale cervikale Lymphadenopathie

Mehr

7. Literaturverzeichnis

7. Literaturverzeichnis 83 7. Literaturverzeichnis (1) Stanek G. et al.: European Lyme borreliosis. Ann. NY Acad. Sci. 539 (1988), 274-82 (2) Wilske B., Steinhuber R. et al.: Lyme-Borreliose in Süddeutschland. Dtsch. med. Wschr.

Mehr

Chronische Lyme-Borreliose mit Erregernachweis von Walter Berghoff

Chronische Lyme-Borreliose mit Erregernachweis von Walter Berghoff 1 Chronische Lyme-Borreliose mit Erregernachweis von Walter Berghoff Die vorliegende Studie bezieht sich auf Patienten mit chronischer Lyme-Borreliose, bei denen im Verlauf der Krankheit der Erreger Borrelia

Mehr

Zuverlässigkeit von Antikörpernachweisen

Zuverlässigkeit von Antikörpernachweisen Zuverlässigkeit von Antikörpernachweisen Jeder der sich näher mit der Zuverlässigkeit der serologischen Antikörpertests beschäftigt stößt schnell auf die Problematik mit unterschiedlichen, widersprüchlichen

Mehr

Konsensuspapiere. Diagnostik. kann über eine Schrankenstörung hinaus. während eine intrathekale Antikörperproduktion

Konsensuspapiere. Diagnostik. kann über eine Schrankenstörung hinaus. während eine intrathekale Antikörperproduktion Konsensuspapiere Monatsschr Kinderheilkd 2011 159:368 372 DOI 10.1007/s00112-010-2372-4 Online publiziert: 12. März 2011 Springer-Verlag 2011 Redaktion S. Wirth, Wuppertal A. Borkhardt, Düsseldorf H.-J.

Mehr

Das Krankheitsbild der Borreliose - Gibt es weitere Übertragungswege?

Das Krankheitsbild der Borreliose - Gibt es weitere Übertragungswege? Medizin Volker Haverkamp Das Krankheitsbild der Borreliose - Gibt es weitere Übertragungswege? Examensarbeit Abgabetermin: 2.12.2002 (Universität Hamburg) Inhaltsangabe 1. Einleitung S. 1 2. Namensgebung,

Mehr

Abklärung und Therapie der Lyme-Borreliose bei Erwachsenen und Kindern

Abklärung und Therapie der Lyme-Borreliose bei Erwachsenen und Kindern Abklärung und Therapie der Lyme-Borreliose bei Erwachsenen und Kindern Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie Teil 1: Epidemiologie und Diagnostik J. Evison a, C. Aebi a, P. Francioli

Mehr

Falldefinitionen zur Übermittlung von Erkrankungs- und Todesfällen sowie von Erreger-Nachweisen von Mumps, Pertussis, Röteln und Varizellen

Falldefinitionen zur Übermittlung von Erkrankungs- und Todesfällen sowie von Erreger-Nachweisen von Mumps, Pertussis, Röteln und Varizellen Falldefinitionen zur von Erkrankungs- und Todesfällen sowie von Erreger-Nachweisen von Mumps, Pertussis, Röteln und Varizellen Anmerkung: Ein vorangestelltes Dreieck ( ) kennzeichnet wiederholt verwendete

Mehr

... zu HIV*: * Human Immunodeficiency Virus (menschliches Immunschwäche-Virus)

... zu HIV*: * Human Immunodeficiency Virus (menschliches Immunschwäche-Virus) Testverfahren... Stand August 2012... zu HIV*: * Human Immunodeficiency Virus (menschliches Immunschwäche-Virus) Der Antikörpernachweis (die Nachweismethode): Gegen viele Bestandteile des HIV bildet das

Mehr

Urteile OLG München und OLG Köln aus 2013 zur Problematik der Lyme-Borreliose. Eine kritische Stellungnahme von Walter Berghoff

Urteile OLG München und OLG Köln aus 2013 zur Problematik der Lyme-Borreliose. Eine kritische Stellungnahme von Walter Berghoff 1 Urteile OLG München und OLG Köln aus 2013 zur Problematik der Lyme-Borreliose Eine kritische Stellungnahme von Walter Berghoff OLG München: Urteil vom 17.05.2013 25 U 2548/12 Im vorliegenden Fall handelt

Mehr

21.7 IDSA-Leitlinien, kritische Stellungnahme

21.7 IDSA-Leitlinien, kritische Stellungnahme 1 21.7 IDSA-Leitlinien, kritische Stellungnahme Die Leitlinien der IDSA (Infectious Disease Society of America) (78) sind wesentliche Basis für die zahlreichen Leitlinien von Fachgesellschaften und sonstigen

Mehr

Herzlich willkommen zum Vortrag. Zecken & Borreliose Die unterschätzte Gefahr

Herzlich willkommen zum Vortrag. Zecken & Borreliose Die unterschätzte Gefahr Herzlich willkommen zum Vortrag Zecken & Borreliose Die unterschätzte Gefahr Deutsches Grünes Kreuz e.v. 2006 Borreliose Die unterschätzte Gefahr man kann sich überall in Deutschland mit Borrelien infizieren.

Mehr

Eine Fallstudie zur Prävalenz von Borrelien in Zecken nach gehäuftem Vorkommen von Lyme-Borreliose bei Mitarbeitern von Forstämtern in Niedersachsen

Eine Fallstudie zur Prävalenz von Borrelien in Zecken nach gehäuftem Vorkommen von Lyme-Borreliose bei Mitarbeitern von Forstämtern in Niedersachsen Eine Fallstudie zur Prävalenz von Borrelien in Zecken nach gehäuftem Vorkommen von Lyme-Borreliose bei Mitarbeitern von Forstämtern in Niedersachsen Martin Runge*, Sabine Baumann, Ingola von Keyserlingk,

Mehr

Artikel Deutsches Ärzteblatt Heft 5, 30.01.09 Lyme-Borreliose Aktueller Kenntnisstand R. Nau, HJ Christen, H Eiffert

Artikel Deutsches Ärzteblatt Heft 5, 30.01.09 Lyme-Borreliose Aktueller Kenntnisstand R. Nau, HJ Christen, H Eiffert 1 Artikel Deutsches Ärzteblatt Heft 5, 30.01.09 Lyme-Borreliose Aktueller Kenntnisstand R. Nau, HJ Christen, H Eiffert Kritische Stellungnahme von W. Berghoff Das Deutsche Ärzteblatt ist das entscheidende

Mehr

Was man nicht erklären kann, sieht man gern als Borreliose an

Was man nicht erklären kann, sieht man gern als Borreliose an Vermeintliche und echte Folgen eines Zeckenstichs Was man nicht erklären kann, sieht man gern als Borreliose an Allzu oft wird die Borreliose als Erklärung für alle Übel dieser Welt verwendet und oft auch

Mehr

DISSERTATION. Epidemiologische Studie zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie der Lyme Borreliose in Deutschland

DISSERTATION. Epidemiologische Studie zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie der Lyme Borreliose in Deutschland Aus der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Medizinischen Fakultät der Charité Universitätsmedizin Berlin DISSERTATION Epidemiologische Studie zur Symptomatik,

Mehr

Hepatitis E Harald H. Kessler, Dosch-Symposium, Velden, Juni 2015

Hepatitis E Harald H. Kessler, Dosch-Symposium, Velden, Juni 2015 Hepatitis E Fallpräsentation (1) 39-jähriger Patient mit Hodgkin-Lymphom Therapie: Response Adjusted Therapy AVBD (Doxyrubuicin, Vincristin, Bleomycin, Dacarbizin) Progression Salvage-Therapie Ifosfamid,

Mehr

Der Problematik liegen drei Publikationen zu Grunde:

Der Problematik liegen drei Publikationen zu Grunde: 1 Diagnostische Wertigkeit des Lymphozytentransformationstests (LTT) bei Lyme-Borreliose Kontroverse von Baehr, 2014 und Dessau et al, 2014 von W. Berghoff Der Problematik liegen drei Publikationen zu

Mehr

LYME BORRELIOSE: IMMUNOLOGISCHE REAKTION

LYME BORRELIOSE: IMMUNOLOGISCHE REAKTION 17. Berner Infektiologie Symposium 16. Berner Immunologie Tag den 20. November 2014 LYME BORRELIOSE: IMMUNOLOGISCHE REAKTION Reto Lienhard, FAMH, CNRT Borrelia, La Chaux-de-Fonds Zielen Serologie für Lyme

Mehr

Die Labordiagnose der Virushepatitis

Die Labordiagnose der Virushepatitis Seite 1 von 6 Die Labordiagnose der Virushepatitis Die primär hepatotropen Erreger HepatitisAVirus (HAV) HepatitisBVirus (HBV) HepatitisCVirus (HCV) HepatitisDVirus (HDV) (HepatitisDeltaVirus) HepatitisEVirus

Mehr

Unerkannt und unbehandelt- Chronische Borreliose Die verkannte Volkskrankheit

Unerkannt und unbehandelt- Chronische Borreliose Die verkannte Volkskrankheit Unerkannt und unbehandelt- Chronische Borreliose Die verkannte Volkskrankheit Dr. med. Frank Riedel Facharzt für Allgemeinmedizin Experte für Biologische Medizin Chronische Borreliose- Epidemie ungeahnten

Mehr

Werte für Menschen, Tiere und Umwelt. Borreliose. Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück synlab.vet Fachinformation

Werte für Menschen, Tiere und Umwelt. Borreliose. Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück synlab.vet Fachinformation Werte für Menschen, Tiere und Umwelt Borreliose Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück synlab.vet Fachinformation Borreliose Mit den Zecken kehren auch die Borrelien zurück Sie sind wieder da

Mehr

Liquor- und Punktatdiagnostik Inhaltsverzeichnis

Liquor- und Punktatdiagnostik Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Liquordiagnostik...2 Albumin...2 Chlorid...2 Gesamteiweiß...2 Glucose...2 Immunglobulin A...2 Immunglobulin G...2 Immunglobulin M...2 Lactat...2 NSE...3 TPHA...3 Zellzahl / Zellart...3

Mehr

Inhalt. Die Zecke 05. Die Borreliose 06. Die FSME 07

Inhalt. Die Zecke 05. Die Borreliose 06. Die FSME 07 Vorsicht, Zecken! Inhalt Die Zecke 05 Die Borreliose 06 Die FSME 07 Massnahmen 08/09 Vor Zeckenstichen schützen Übertragung von Erregern vermeiden Impfen Arzt aufsuchen Versicherung informieren Vorsicht,

Mehr

West-Nil-Virus und Hepatitis E-Virus: durch Bluttransfusion übertragbare Viren

West-Nil-Virus und Hepatitis E-Virus: durch Bluttransfusion übertragbare Viren West-Nil-Virus und Hepatitis E-Virus: durch Bluttransfusion übertragbare Viren 100 nm HEV, Abb.: Center of Disease Control and Prevention WNV, Abb.: Dr. H. Gelderblohm, RKI Institut für Transfusionsmedizin

Mehr

Die bekannte, die verkannte und die unbekannte Borreliose

Die bekannte, die verkannte und die unbekannte Borreliose Die bekannte, die verkannte und die unbekannte Borreliose Deutsche Borreliose-Gesellschaft Hamburg, 14. April 2013 Laboratoriumsmedizin MVZ Kassel Eine wichtige Studie... Schmidt-Samoa C, Djukic M, Jung

Mehr

IIFTundELISAinder serologischen Diagnose der Lyme-Borreliose

IIFTundELISAinder serologischen Diagnose der Lyme-Borreliose Mitt. Österr. Ges. Tropenmed. Parasitol. (6) 6 HygieneInstitut der Universität Wien (Vorstand: Prof. Dr. H. Flamm) () Neurologische Abteilung des WilhelminenSpitals der Stadt Wien (Vorstand: Prof. Dr.

Mehr

Chronische Borreliose- eine Multisystemerkrankung. Dr. med. Frank Riedel Facharzt für Allgemeinmedizin Experte für Biologische Medizin

Chronische Borreliose- eine Multisystemerkrankung. Dr. med. Frank Riedel Facharzt für Allgemeinmedizin Experte für Biologische Medizin eine Multisystemerkrankung Dr. med. Frank Riedel Facharzt für Allgemeinmedizin Experte für Biologische Medizin eine Multisystemerkrankung Symptome der chronischen Borreliose zeigen große Ähnlichkeit mit

Mehr

Borrelia burgdorferi-igg-antikörperprävalenz bei Waldarbeitern und Rotwildfarmern Neuseelands

Borrelia burgdorferi-igg-antikörperprävalenz bei Waldarbeitern und Rotwildfarmern Neuseelands Mitt. Österr. Ges. Tropenmed. Parasitol. 17 (1995) 177-182 Abteilung Allgemeine Hygiene und Umwelthygiene (Ehem. Leiter: Prof. Dr. med. W. Bommer) im Zentrum Umwelt- und Arbeitsmedizin des Fachbereichs

Mehr

Querschnittsbereich Epidemiologie, Med. Biometrie und Med. Informatik Diagnose und Prognose SS 10 Übung 3

Querschnittsbereich Epidemiologie, Med. Biometrie und Med. Informatik Diagnose und Prognose SS 10 Übung 3 Informationsblatt zur Lyme-Borreliose Lyme-Borreliose Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch eine bestimmte Bakterienart (Borrelia burgdorferi) verursacht und durch Zecken übertragen

Mehr

Gibt es eine Überdiagnostik bei der Borreliose?

Gibt es eine Überdiagnostik bei der Borreliose? Gibt es eine Überdiagnostik bei der Borreliose? Georg Hagemann HELIOS Kliniken Berlin-Buch Jahrestagung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie 7. Oktober 2010 Klinische Stadien der Borreliose

Mehr

RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik

RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik Therese Popow-Kraupp Respiratory Syncytial Virus (RSV) Häufigste Ursache von Infektionen der Atemwege bei Kleinkindern In Europa:

Mehr

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Johannes Liese Pädiatrische Infektiologie und Immunologie / Universitäts-Kinderklinik Würzburg Kinderklinik und Poliklinik Direktor: Prof.

Mehr

Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie

Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie AWMF-Registernummer: 030/071 Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie Neuroborreliose [ Entwicklungsstufe: S3 Federführend: Prof. Dr. Sebastian Rauer Koordinator PD Dr. Stephan Kastenbauer

Mehr

LYME-ARTHRITIS

LYME-ARTHRITIS www.pediatric-rheumathology.printo.it LYME-ARTHRITIS Was ist das? Die Lyme-Arthritis ist eine der Erkrankungen, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst wird. Alle Erkrankungen, die von diesem

Mehr

Zecken. Bedrohung für den Imker

Zecken. Bedrohung für den Imker Zecken Bedrohung für den Imker Bild: Zecken.de Die sechs häufigsten Irrtümer über Zecken Nach wie vor kursieren viele falsche Vorstellungen von Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten.. 1.

Mehr

Liquordiagnostik bei Lyme-Neuroborreliose und chronischer Lyme-Borreliose mit Encephalopathie von Walter Berghoff

Liquordiagnostik bei Lyme-Neuroborreliose und chronischer Lyme-Borreliose mit Encephalopathie von Walter Berghoff Liquordiagnostik bei Lyme-Neuroborreliose und chronischer Lyme-Borreliose mit Encephalopathie von Walter Berghoff 1 Produktion, Zirkulation und Resorption des Liquor cerebrospinalis sind in Tabelle 1 dargestellt.

Mehr

rmedizinisch elevante Serologie er Lyme-Borreliose n Europa: erzeitiger Stand, robleme und Ausblick eterinärmedizinisch

rmedizinisch elevante Serologie er Lyme-Borreliose n Europa: erzeitiger Stand, robleme und Ausblick eterinärmedizinisch eterinärmedizinisch rmedizinisch elevante Serologie er Lyme-Borreliose n Europa: erzeitiger Stand, robleme und Ausblick Veterinärmedizinische Fakultät Institut für Immunologie Biotechnologisch-Biomedizinisches

Mehr

Zentralinstitut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Eberhard Wieland

Zentralinstitut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Eberhard Wieland LabTOPs Wissenswertes aus der Laboratoriumsmedizin Ausgabe 6 Juli 2009 Redaktion Elke Schernikau Labordiagnostik der Lyme-Borreliose Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung

Mehr

Häufigkeit der Lyme-Borreliose in der Bundesrepublik Deutschland Stand 2011

Häufigkeit der Lyme-Borreliose in der Bundesrepublik Deutschland Stand 2011 1 Häufigkeit der Lyme-Borreliose in der Bundesrepublik Deutschland Stand 2011 Die Häufigkeit einer Erkrankung wird durch die Inzidenz und Prävalenz definiert. Inzidenz ist die Anzahl von Neuerkrankungen

Mehr

12.10 Polyneuropathie bei LNB

12.10 Polyneuropathie bei LNB 1 12.10 Polyneuropathie bei LNB Die Polyneuropathie ist (nach Erfahrung des Verfassers) eine häufige Manifestation der Lyme-Neuroborreliose. Studien über die Häufigkeit liegen nicht vor. Überhaupt ist

Mehr

evademecum Antikörpernachweis / Serologie

evademecum Antikörpernachweis / Serologie evademecum Antikörpernachweis / Serologie 1. Einfachbestimmungen 2. Messunsicherheit bei quantitativen Bestimmungen 3. Bestimmung von IgG-, IgM- und IgA-Antikörpern 4. Methoden der Serologie 5. Liquor-Diagnostik

Mehr