Zerebrale Mikroangiopathie und Demenz Differentialdiagnose, Klinik und Verlauf

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Zerebrale Mikroangiopathie und Demenz Differentialdiagnose, Klinik und Verlauf"

Transkript

1 Differentialdiagnose, Klinik und Verlauf Dr. Jan Lewerenz Klinik und Poliklinik für Neurologie Universitätklinikum Hamburg-Eppendorf

2 Zerebrale Mikroangiopathien: Zerebrale Mikroangiopathie und Demenz Subcortikale arteriosklerotische Encephalopathie (ähnlich: age-related white matter white matter changes, Leukoaraiose, Morbus Binswanger) Amyloidangiopathie Entzündliche/Immunmediierte Mikroangiopathien Ferner seltene monogentische Formen z.b.: CADASIL: Notch3-Gen, Mikroangiopathie, TIAs, lakunäre nfarkte, Migräne, kognitive Defizite HERNS: Chr. 3p21, Visusverlust, Neuropsychiatrische Symptome, subkortikale Demenz, Migräne, Proteinurie/Hämaturie Neonataler Porencephalus und Mikroangiopathie: Kollagen IV A-Mutation (van der Knaap.et al., Ann Neurol 2006)

3 Charakteristika der subcortikalen arteriosklerotischen Encephalopathie Arteriosklerose und Lipohyalinose der Perforatorarterien der Basalganglien und des hemisphäriellen Marklagers sowie deren Äste Mikroaneurysmen der betroffenen Arterien Multiple kleine Infarkte der Basalganglien und des Marklagers Areale mit Demyelinisierung des Marklagers Mikroblutungen der betroffenen Hirnareale Relative Verschonung des Kortex und der U-Fasern

4 Historisches 1894 : Makroskopische Erstbeschreibung als Encephalitis subcorticalis chronica progressiva (Binswanger, Berl Klin Wochenschr 1894) 1902 : Histologische Beschreibung durch Alois Alzheimer als Morbus Binswanger (Alzheimer, Allg Z Psychiatr Psych Med 1902) 1978: Caplan und Schoene beschreiben den Zusammenhang mit Hypertonus in 11 durch Autopsie diagnostizierten Patienten mit SAE (Caplan & Schoene, Neurology 1978) 1979: Erster CT-Befund (White matter low attenuation) bei SAE (Rosenberg et al, Neurology 1979) 1980: Zeumer at al. berichten CT-Veränderungen passend zu SAE in 15 von 605 Patienten (60-85 J.), von denen 6 das klinische Bild eines Morbus Binswanger aufweisen (1 Autopsie) (Zeumer et al., J Comput Assist Tomogr 1980

5 Wer bekommt einer SAE? Viele! Hauptrisikofaktor: Höheres Lebensalter (Geringe) Mikroangiopathische Läsionen in 95% der 60- bis 90- jährigen Kardiovaskuläre Risikofaktoren: Insbesondere Hypertonus im mittleren Lebensalter (de Leeuw et al., Brain 2002) Weniger: generelle RF für Atherosklerose (HLP, DM, Nikotin) Erhebliches hereditäres Risiko: Vererblichkeit 50-70% (Carmelli et al., Stroke 1998, Atwood et al., Stroke 2004) Komplexer Erbgang mit multiplen Genen (Atwood et al., Stroke 2004) Mögliche Risikogene (nicht generell akzeptiert): Angiotensinogen (Schmidt et al., Stroke 2001), ACE (Hassen et al., JNNP 2002), APOE4 (de Leeuw et al., Stroke 2004), Matrixmetalloproteinase 3 und 9 (Fornage et al., Hum Genet 2007)

6 Charakteristische klinische Symptome bei subkortikaler arteriosklerotischer Encephalopathie In der Regel eindrückliche klinische Symptome nur bei massiven MRT- Befund zu erwarten Kognitiv: Minimale kognitive Störung bis Demenz vom subkortikalem Typ (exekutive Funktionsstörungen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen) Neuropsychiatrisch: Antriebsminderung, Depression Neurologisch: Gangunsicherheit, imperativer Harndrang/Dranginkontinenz und Zeichen einer Pseudobulbärparalyse, Residualsymptome lakunärer Infarkte Natürlicher Verlauf: individuell variabel (bzw. unbekannt), Hauptprädiktor für eine Zunahme der Läsionen ist eine höhere Läsionslast

7 Mit subkortikaler arteriosklerotischer Encephalopathie assoziierte Erkrankungen: Systemische Folgen des zumeist vorhandenen arteriellen Hypertonus, wie Koronare Herzerkrankung Niereninsuffizienz Generalisierte Atherosklerose Folge: Deutlich erhöhte cerebro- und kardiovaskuläre Mortalität bei vaskulärer Demenz (VD) vs. AD Medianes Überleben VD 3.9 J, AD 7.1 J, Kontrollen 11 J. (Fitzpatrick et al. J Neurol Sci 2005)

8 Das Konzept der gemischten Demenz: Eine mäßige SAE kann die Schwelle für die klinische Manifestation einer Alzheimer-Pathologie herabsetzen Folge: Bei geringer bis mäßiger SAE + kortikales Demenzsyndrom (Aphasie, Apraxie, visuokonstruktive Störung, prominente Gedächtnisstörung): Gemischte Demenz bzw. Alzheimer-Demenz diagnostizieren Unterstützende Befunde der Diagnose AD bei (und trotz) SAE: Überproportionale Temporallappenatrophie im MRT AD-typische Liquorbefunde: Aβ 42/40, Tau

9 Therapie I: Antidementiva / Nootropika Keine Zulasssung für Acetylcholinesterase-Inhibitoren Memantine und für Demenz aufgrund einer SAE, jedoch Hinweise auf (eingeschränkte) Wirksamkeit (Alt)-Zulassung von Gingko-Präparaten, Nimodipin und weiteren Nootropika, die auf SAE anwendbar ist. Ebenfalls Hinweise auf Wirksamkeit Folge: Behandlungsversuch unter Kontrolle nach 3-6 Monaten vertretbar

10 Therapie II: Hypertonus Erfolgreiche antihypertensive Therapie in der Vorgeschichte: weniger WMLs (de Leeuw et al., Brain 2002) Aber... Alter >75J und niedriger Blutdruck: erhöhtes Demenzrisiko (Verghese et al. Neurology 2003) Orthostatische, postprandiale und nächtliche Hypotension: mehr Leukoaraioseherde (Kario et al, JACC 2002, Kohara et al., Hypertension 1999) Rationale Therapie: Einstellung auf hochnormale Werte (RR syst mmhg

11 Therapie III: Zerebrale Mikroangiopathie und Demenz Differentialdiagnose, Klinik und Verlauf Thrombozytenaggregationshemmung Im Rahmen einer vaskulären Sekundärprophylaxe indiziert Indikation bei reiner SAE ohne klinisch symptomatischen ischämischen Schlaganfall nicht untersucht, deshalb nicht empfohlen

Jüngere Menschen mit Demenz Medizinische Aspekte. in absoluten Zahlen. Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren in Deutschland: ca.

Jüngere Menschen mit Demenz Medizinische Aspekte. in absoluten Zahlen. Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren in Deutschland: ca. Prävalenz und Inzidenz präseniler en Jüngere Menschen mit Medizinische Aspekte Priv.Doz. Dr. med. Katharina Bürger Alzheimer Gedächtniszentrum Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie LudwigMaximiliansUniversität

Mehr

Von kardiovaskulären Risikofaktoren zu Demenz. Brennpunkt Demenz, Köln 06.11.2010

Von kardiovaskulären Risikofaktoren zu Demenz. Brennpunkt Demenz, Köln 06.11.2010 Von kardiovaskulären Risikofaktoren zu Demenz Brennpunkt Demenz, Köln 06.11.2010 Stationär Heime / Krankenhaus konsiliarisch tagesklinische Versorgung Gedächtnissprechstunden Memory Clinics Gerontopsychiatrische

Mehr

Präsenile Demenzen Thomas Duning Klinik für Allgemeine Neurologie Department für Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Präsenile Demenzen Thomas Duning Klinik für Allgemeine Neurologie Department für Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster Präsenile Demenzen Thomas Duning Klinik für Allgemeine Neurologie Department für Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster Präsenile Demenz = Definition Klassische Demenz vom Typ Alzheimer Präsenile

Mehr

Neue diagnostische Kriterien. Warum früh diagnostizieren? Wie sicher! - diagnostizieren?

Neue diagnostische Kriterien. Warum früh diagnostizieren? Wie sicher! - diagnostizieren? Neue diagnostische Kriterien Warum früh diagnostizieren? Wie sicher! - diagnostizieren? MS-Forum Buchholz 14.Juni 2008 Warum Früh? chronische Erkrankung bleibende Behinderungen Berufsunfähigkeit Psychische

Mehr

Pharmakologische Behandlung von psychotischen Symptomen und Delirien im Alter

Pharmakologische Behandlung von psychotischen Symptomen und Delirien im Alter Pharmakologische Behandlung von psychotischen Symptomen und Delirien im Alter Frank Jessen Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Uniklinik Köln Deutsches Zentrum für neurodegenerative

Mehr

Menschen mit Demenz - Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen

Menschen mit Demenz - Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen 5. Fachveranstaltung der STGAG/PKM und des Spitex Verbandes Thurgau am 14.05.2013 Menschen mit Demenz - Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen Dr. med. Jacques-Emmanuel Schaefer Demenz, eine Alterskrankheit...!?

Mehr

2. Kongress: Leben nach erworbener Hirnschädigung

2. Kongress: Leben nach erworbener Hirnschädigung 2. Kongress: Leben nach erworbener Hirnschädigung Hirngeschädigte - ein geeigneter Sammelbegriff, für wen und für wie viele? Andreas Kampfl Abteilung für Neurologie mit Stroke Unit Erworbene Hirnschädigung:

Mehr

3. Burgenländische PsySoMed Tagung 9. Oktober 2010, Eisenstadt

3. Burgenländische PsySoMed Tagung 9. Oktober 2010, Eisenstadt 3. Burgenländische PsySoMed Tagung 9. Oktober 2010, Eisenstadt Altern ist kein Schicksal? Zur Plastizität des alternden Gehirns unter besonderer Berücksichtigung der Demenzprävention Prof. Dr. med. Johannes

Mehr

Patienteninformation. MRI der dementiellen Erkrankungen. von Dr. med. Torsten Straube, Facharzt Neuroradiologie

Patienteninformation. MRI der dementiellen Erkrankungen. von Dr. med. Torsten Straube, Facharzt Neuroradiologie MRI der dementiellen Erkrankungen von Dr. med. Torsten Straube, Facharzt Neuroradiologie Die Diagnose einer Demenz wird in Zusammenschau von psychopathologischen und neurologischen Befunden sowie neuropsychologischen

Mehr

Leben nach erworbener Hirnschädigung

Leben nach erworbener Hirnschädigung Leben nach erworbener Hirnschädigung Akutbehandlung und Rehabilitation Prim. Univ. Prof. Dr. Andreas Kampfl Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried Abteilung für f Neurologie mit Stroke Unit Schlaganfall

Mehr

Demenz- eine Krankheit verstehen

Demenz- eine Krankheit verstehen Demenz- eine Krankheit verstehen Stefanie Auer ALZHEIMERHILFE Integra 2008 Alois Alzheimer (1864-1915) 1915) Neurologe, Psychiater 1901: Begegnung mit Auguste D. 1906: Vorstellung einer geistigen Erkrankung

Mehr

Was ist Demenz? AHG Hameln-Pyrmont Dr. M. Gogol KH Lindenbrunn Klinik für Geriatrie 19. September 2005

Was ist Demenz? AHG Hameln-Pyrmont Dr. M. Gogol KH Lindenbrunn Klinik für Geriatrie 19. September 2005 Wie ein einziger Tag Was ist Demenz? AHG Hameln-Pyrmont Dr. M. Gogol KH Lindenbrunn Klinik für Geriatrie 19. September 2005 Alois Alzheimer 1864-1915 "Wie heißen Sie?" "Auguste". "Familienname?" "Auguste".

Mehr

Am liebsten geistig fit bis ins hohe Alter

Am liebsten geistig fit bis ins hohe Alter Am liebsten geistig fit bis ins hohe Alter Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter ist normal und führt

Mehr

Demenz: Diagnostik und Therapie im klinischen Alltag

Demenz: Diagnostik und Therapie im klinischen Alltag Demenz: Diagnostik und Therapie im klinischen Alltag Thomas Duning Klinik für Allgemeine Neurologie Department für Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster Therapie der Demenzerkrankungen MMST

Mehr

Geschlechtsperspektiven in der Medizin - Gesundheits- und fachpolitische Herausforderungen nach Erkenntnissen bei Diabetes

Geschlechtsperspektiven in der Medizin - Gesundheits- und fachpolitische Herausforderungen nach Erkenntnissen bei Diabetes fröhlich aber auch gesund? Geschlechtsperspektiven in der Medizin - Gesundheits- und fachpolitische Herausforderungen nach Erkenntnissen bei Diabetes Petra-Maria Schumm-Draeger Städtisches Klinikum München

Mehr

Gabriela Stoppe. Demenz. Diagnostik Beratung Therapie. Mit 13 Abbildungen und 2 Tabellen. Ernst Reinhardt Verlag München Basel

Gabriela Stoppe. Demenz. Diagnostik Beratung Therapie. Mit 13 Abbildungen und 2 Tabellen. Ernst Reinhardt Verlag München Basel Gabriela Stoppe Demenz Diagnostik Beratung Therapie Mit 13 Abbildungen und 2 Tabellen Ernst Reinhardt Verlag München Basel Prof. Dr. med. Gabriela Stoppe, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie,

Mehr

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed)

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed) Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata(ed) Definition Multiple Sklerose Chronisch entzündlich demyelinisierende Erkrankung des ZNS mit Entmarkungsherden an weißer Substanz von Gehirn und Rückenmark

Mehr

Demenz und kardiovaskuläre Risikofaktoren. Dirk Sander Benedictus-Krankenhaus Tutzing & Feldafing

Demenz und kardiovaskuläre Risikofaktoren. Dirk Sander Benedictus-Krankenhaus Tutzing & Feldafing Demenz und kardiovaskuläre Risikofaktoren Dirk Sander Benedictus-Krankenhaus Tutzing & Feldafing Demenz Der Begriff Demenz leitet sich aus dem Lateinischen Dementia ab und bedeutet Unvernunft Symptome

Mehr

Alzheimer Demenz. Demenz - Definition. - Neueste Forschungsergebnisse - Neuropathologie der Demenz n=1050. Alzheimer Krankheit: Neuropathologie

Alzheimer Demenz. Demenz - Definition. - Neueste Forschungsergebnisse - Neuropathologie der Demenz n=1050. Alzheimer Krankheit: Neuropathologie Demenz - Definition Alzheimer Demenz - Neueste Forschungsergebnisse - Beeinträchtigung von geistigen (kognitiven) Funktionen (z.b. Gedächtnis, Sprache, Orientierung) dadurch bedingte deutliche Beeinträchtigung

Mehr

Gliederung. 1. Biochemie 1.1. Synukleinopathien 1.2. Tauopathien 1.3. Amyloidopathien

Gliederung. 1. Biochemie 1.1. Synukleinopathien 1.2. Tauopathien 1.3. Amyloidopathien Gliederung 1. Biochemie 1.1. Synukleinopathien 1.2. Tauopathien 1.3. Amyloidopathien 2. Neurodengeneration 2.1. Aggregate 2.2. Klinische Einteilung 2.3. Pathologie 2.4. Ergebnisse 3. Bildgebung 3.1. M.

Mehr

Definition der Demenz. Alltagsrelevante Abnahme von Gedächtnis und anderen kognitiven Funktionen, die länger als 6 Monate besteht.

Definition der Demenz. Alltagsrelevante Abnahme von Gedächtnis und anderen kognitiven Funktionen, die länger als 6 Monate besteht. Definition der Demenz Alltagsrelevante Abnahme von Gedächtnis und anderen kognitiven Funktionen, die länger als 6 Monate besteht. Klinik der Demenz 1. Störung kognitiver Funktionen Gedächtnis ("er vergisst

Mehr

Demenz. Demenz...und wenn es nicht Alzheimer ist? Häufigkeit (%) von Demenzerkrankungen in der Bevölkerung. Delir. Depression

Demenz. Demenz...und wenn es nicht Alzheimer ist? Häufigkeit (%) von Demenzerkrankungen in der Bevölkerung. Delir. Depression ...und wenn es nicht Alzheimer ist? Nutritiv-toxisch Neurodegeneration Vaskuläre Erkrankungen Neoplastisch Zukunft Alter Gerontologica - 4.6.2004 Wiesbaden Empfehlungen für die Praxis Unterstützung für

Mehr

T ransiente I schämische A ttacke

T ransiente I schämische A ttacke T ransiente I schämische A ttacke Definition: TIA Eine TIA ist ein plötzlich auftretendes fokales neurologisches Defizit,

Mehr

Seltene Demenzen. Posteriore Corticale Atrophie. lic. phil. Gregor Steiger-Bächler 01-04-2011. Neuropsychologie-Basel

Seltene Demenzen. Posteriore Corticale Atrophie. lic. phil. Gregor Steiger-Bächler 01-04-2011. Neuropsychologie-Basel Seltene Demenzen Posteriore Corticale Atrophie lic. phil. Gregor Steiger-Bächler Posteriore corticale atrophie Merkmale: Schleichender Beginn, oft in der 5. oder 6. Dekade, langsam progredienter Verlauf

Mehr

Kognition, Bewegung und Demenz: Was wissen wir bis heute? Auguste Deter, 51

Kognition, Bewegung und Demenz: Was wissen wir bis heute? Auguste Deter, 51 Kognition, Bewegung und Demenz: Was wissen wir bis heute? Brigitte Stemmer Centre de Recherche, Institut universitaire de gériatrie de Montréal, Psychology, Brock University, St. Catharines, & McGill Center

Mehr

Programm Demenz-Prävention

Programm Demenz-Prävention Programm Demenz-Prävention Mehr Lebensqualität durch individuelle Maßnahmen im Frühstadium der Erkrankung Ministère de la Santé Villa Louvigny/Allée Marconi L-2120 Luxembourg Tel. 00352/ 27861312 info@demence.lu/info@demenz.lu

Mehr

Fall x: - weiblich, 37 Jahre. Symptome: - Visusminderung, Gangunsicherheit. Neurologischer Befund: - rechtsbetonte spastische Tetraparese - Gangataxie

Fall x: - weiblich, 37 Jahre. Symptome: - Visusminderung, Gangunsicherheit. Neurologischer Befund: - rechtsbetonte spastische Tetraparese - Gangataxie Fall x: - weiblich, 37 Jahre Symptome: - Visusminderung, Gangunsicherheit Neurologischer Befund: - rechtsbetonte spastische Tetraparese - Gangataxie Fall x: Liquorbefund: unauffällig mit 2 Leukos, keine

Mehr

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie Patientenseminar Herztransplantation Köln, 22. März 2010 Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie PD Dr. med. Jochen Müller-Ehmsen muller.ehmsen@uni-koeln.de Klinik III für Innere Medizin der

Mehr

Demenz. » Pathogenese» Symptome» Diagnostik» Therapie. Inhalt. Bild: Kurzlehrbuch Neurologie, Thieme. Demenz 2

Demenz. » Pathogenese» Symptome» Diagnostik» Therapie. Inhalt. Bild: Kurzlehrbuch Neurologie, Thieme. Demenz 2 Bild: Kurzlehrbuch Neurologie, Thieme Demenz 2 Demenz Inhalt» Pathogenese» Symptome» Diagnostik» Therapie Demenz 4 Demenz 3 Pathogenese: Definition» Erworbener Abbau kognitiver Fähigkeiten, die zu einer

Mehr

Nachgefragt! - Welche Perspektive haben Menschen nach einem schweren Schlaganfall?

Nachgefragt! - Welche Perspektive haben Menschen nach einem schweren Schlaganfall? Nachgefragt! - Welche Perspektive haben Menschen nach einem schweren Schlaganfall? Ergebnisse einer Nachbefragung von Patienten ein Jahr nach der Frührehabilitation Die Neurologische Frührehabilitation

Mehr

Psychiatrische Erkrankungen im Alter - Vaskuläre Demenzen. Brennpunkt Demenz 06. November 2010

Psychiatrische Erkrankungen im Alter - Vaskuläre Demenzen. Brennpunkt Demenz 06. November 2010 Psychiatrische Erkrankungen im Alter - Vaskuläre Demenzen Brennpunkt Demenz 06. November 2010 - Demenzen allgemein Demenzen 1,2 Mio. Demenzkranke, davon hptsl. Alzheimer-Kranke, vaskuläre Demenzen und

Mehr

Alzheimer-Demenz: Erkrankung mit vielen Gesichtern

Alzheimer-Demenz: Erkrankung mit vielen Gesichtern Alzheimer-Demenz: Erkrankung mit vielen Gesichtern Hamburg / Mainz (26. Juni 2007) - Der Verlauf der Alzheimer-Demenz ist nicht nur von kognitiven und funktionalen Beeinträchtigungen, sondern zunehmend

Mehr

Neuronale Bildgebung bei der Alzheimer Krankheit. Stefan J. Teipel

Neuronale Bildgebung bei der Alzheimer Krankheit. Stefan J. Teipel Neuronale Bildgebung bei der Alzheimer Krankheit Stefan J. Teipel Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Rostock Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Rostock

Mehr

Psychische Risiken des Alterns Wie altern wir gesund?

Psychische Risiken des Alterns Wie altern wir gesund? Psychische Risiken des Alterns Wie altern wir gesund? PD Dr. Peter Häussermann, Köln Gliederung Warum altern wir? Genetik Demographie Prävention von Alterungsprozessen Das sogenannte Altersparadoxon Modelle

Mehr

(Früh-)Diagnostik der Demenz. Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 20.11.

(Früh-)Diagnostik der Demenz. Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 20.11. (Früh-)Diagnostik der Demenz Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 20.11.2013 Altersspezifische Häufigkeit der Demenz 15%

Mehr

Depression im Alter. Dr. med. Ch. Alber Dr. med. M. Hafner

Depression im Alter. Dr. med. Ch. Alber Dr. med. M. Hafner Depression im Alter Dr. med. Ch. Alber Dr. med. M. Hafner Definition Depression (ICD 10) Hauptsymptome Gedrückte Stimmung, Freud-und Intressenlosigkeit, verminderter Antrieb und rasche Ermüdbarkeit Weitere

Mehr

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert.

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert. 1. zu spät gehandelt 2. zu spät behandelt 3. zu ineffektiv therapiert Torsten Schwalm Häufige Koinzidenz, Problemstellung - gemeinsame pathogenetische Grundlagen - Diabetiker sind 3 x häufiger hyperton

Mehr

Demenz Diagnose und Therapie. PD Dr. Horst Gerhard Philippusstift Essen /KKE 2015

Demenz Diagnose und Therapie. PD Dr. Horst Gerhard Philippusstift Essen /KKE 2015 Demenz Diagnose und Therapie PD Dr. Horst Gerhard Philippusstift Essen /KKE 2015 Demenz Genauen Ursachen der Krankheit noch unklar Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten, denen der fortschreitende

Mehr

Der hypertensive Notfall

Der hypertensive Notfall Der hypertensive Notfall Update Kardiologie 2013 Stefan Brunner Medizinische Klinik und Poliklinik I Stefan Brunner Anamnese 62 jähriger Patient Angestellter Kreisverwaltungsreferat Anamnese Akut aufgetretene

Mehr

Kognitive Störung bei Parkinson: Warum wichtig für den Hausarzt

Kognitive Störung bei Parkinson: Warum wichtig für den Hausarzt Kognitive Störung bei Parkinson: Warum wichtig für den Hausarzt Stephan Bohlhalter Zentrum für Neurologie und Neurorehabilitation (ZNN) Luzerner Kantonsspital LUKS Frühlingszyklus, 15.3.2013 Parkinsonerkrankung

Mehr

DGPPN Kongress , Berlin Presse Round Table

DGPPN Kongress , Berlin Presse Round Table DGPPN Kongress 2009 24.11-28.11.09, Berlin Presse Round Table Psychische Störungen und Erkrankungen in der Lebensspanne. Neue Wege in Forschung und Versorgung Demenz: Herausforderung für unsere Gesellschaft.

Mehr

Erfolge und Limitationen in der Neurologie: praktische Erfahrungen in der Sekundärprophylaxe

Erfolge und Limitationen in der Neurologie: praktische Erfahrungen in der Sekundärprophylaxe Erfolge und Limitationen in der Neurologie: praktische Erfahrungen in der Sekundärprophylaxe Christian Opherk Neurologische Klinik und Poliklinik & Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung LMU München

Mehr

Die wichtigsten Formen der Demenz. B. Kopp

Die wichtigsten Formen der Demenz. B. Kopp Die wichtigsten Formen der Demenz B. Kopp Definition Syndromdefinition Demenz: Der Begriff Demenz bezeichnet ein klinisches Syndrom. ICD-10-Definition: Demenz (ICD-10-Code: F00-F03) ist ein Syndrom als

Mehr

Klinische Bildgebung bei Multiple Sklerose und anderen Infektionen des ZNS

Klinische Bildgebung bei Multiple Sklerose und anderen Infektionen des ZNS Klinische Bildgebung bei Multiple Sklerose und anderen Infektionen des ZNS Entzündungen des ZNS Mit Infektion Bakterien Viren Spirochäten Pilze Parasiten Ohne Infektion Multiple Sklerose Sarkoidose Vaskulitis

Mehr

Aktuelles zur Prävention der Demenz Sprache

Aktuelles zur Prävention der Demenz Sprache DEMENZ IM BLICK 5. Dezember 2014, Düsseldorf Neurodegeneration kognitiv relevanter Hirnareale Vergleich Alzheimerkrankheit /Gesundheit Aktuelles zur Prävention der Demenz Sprache Wolfgang Maier Utako Barnikol

Mehr

Hirnschäden des Menschen

Hirnschäden des Menschen Hirnschäden des Menschen Pinel (6. ed) Kapitel 10 www.neuro.psychologie.unisb.de/vorlesung VL8-14-05-08.ppt 1 Hirnschäden des Menschen Zwei Ziele: Verständnis normaler Funktionen Strategien zur Behandlung

Mehr

Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie

Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie Bad Münder 06. Juni 2007 Dr. Manfred Gogol Klinik für Geriatrie Indikation allgemein I Alle Erkrankungen die mit funktionellen

Mehr

MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz

MRT zur Früherkennung einer Alzheimer-Demenz MRT zur Früherkennung einer Alzheimer- Ergebnisbericht Recherche Datum der Suche: 10.08.2011 PICO-Fragestellung: Population: Personen ohne Alzheimer- (AD) Intervention: MRT zur Früherkennung von Alzheimer-

Mehr

WARUM FRAUEN GESÜNDER LEBEN & MÄNNER FRÜHER STERBEN. Inhalt

WARUM FRAUEN GESÜNDER LEBEN & MÄNNER FRÜHER STERBEN. Inhalt Inhalt 15 Zwei Gesundheitskulturen Männer sind anders, Frauen auch 16 Der Begriff Gender Medicine 18 Biologische Gegebenheiten 19 Frauen leben länger 21 Warum Frauen länger leben 22 Gesund oder krank?

Mehr

Dr. Martin Conzelmann 1

Dr. Martin Conzelmann 1 Demenz? Was ist Demenz und was kann man dagegen tun? Dr. Martin Conzelmann 17. Februar 2011 Erstbeschreibung einer Alzheimer- Demenz Am 25. November 1901 begegnete Alzheimer der Patientin, die ihn berühmt

Mehr

Neuropsychologische Differenzialdiagnose der Demenzen

Neuropsychologische Differenzialdiagnose der Demenzen Neuropsychologische Differenzialdiagnose der Demenzen Prof.Dr.Claus-W.Wallesch BDH-Klinik Elzach Die Verdachtsdiagnose einer Demenz wird meist vom Hausarzt gestellt. In der Praxis genügen Anamnese, klinische

Mehr

Tutorium Klinische Psychologie II. Spezielle Störungsbilder II: Demenzielle Störungen Eine Übersicht

Tutorium Klinische Psychologie II. Spezielle Störungsbilder II: Demenzielle Störungen Eine Übersicht Tutorium Klinische Psychologie II Spezielle Störungsbilder II: Demenzielle Störungen Eine Übersicht Demenzielle Störungen Eine Übersicht Anna Felnhofer anna.felnhofer@univie.ac.at Inhalt 1) Begriffliche

Mehr

Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen Durchblutungsstörungen Standard, Notwendiges, Überflüssiges Fragestellungen und Möglichkeiten der Bildgebung Akuter Schlaganfall im Lysefenster TIA, Ursachenabklärung Gefäßmißbildungen Demenz Blutungsausschluß

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

Vom UBO zur MS und andere Unklarheiten!

Vom UBO zur MS und andere Unklarheiten! Vom UBO zur MS und andere Unklarheiten! Was kommt zuerst was kann man sparen? G. Schuierer Zentrum Neuroradiologie Regensburg Vom UBO zur MS und andere Unklarheiten! Differentialdiagnose von fokalen Marklagerläsionen

Mehr

Experten-Statement. Prof. Dr. med. Frank Jessen

Experten-Statement. Prof. Dr. med. Frank Jessen Experten-Statement Prof. Dr. med. Frank Jessen Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Köln, Mitglied der Leitlinien-Steuerungsgruppe und Leitlinienkoordination

Mehr

Interventionelle Behandlung der Aortenklappenstenose

Interventionelle Behandlung der Aortenklappenstenose Innovationsgipfel 07.05.2009 Interventionelle Behandlung der Aortenklappenstenose Prof. Dr. H. Drexler Aortenstenose Aortenstenose: Verengung des Auslassventils der linken Herzkammer Aortenstenose Aortenstenose

Mehr

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik : Klinik Leitsymptome Meningitis Enzephalitis Abszess Meningismus Kopfschmerzen Fieber Veränderungen der Bewusstseinslage Reizsymptome (Epilepsie) Fokus, periphere neurologische Defizite Hirnlokales Psychosyndrom

Mehr

Koronare Herzerkrankung - Diagnostik - Nicht-invasiv und Invasiv

Koronare Herzerkrankung - Diagnostik - Nicht-invasiv und Invasiv - - Nicht-invasiv und Invasiv 13. Mai 2014 Univ.-Prof. Dr. med. Johannes Waltenberger Professor für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie Direktor der Klinik für Kardiologie Leiter des Departments

Mehr

Neuartige Telemedizin-Plattform zur flächendeckenden leitliniengerechten Versorgung von Menschen mit beginnender Demenz in der Metropolregion Hamburg

Neuartige Telemedizin-Plattform zur flächendeckenden leitliniengerechten Versorgung von Menschen mit beginnender Demenz in der Metropolregion Hamburg Neuartige Telemedizin-Plattform zur flächendeckenden leitliniengerechten Versorgung von Menschen mit beginnender Demenz in der Metropolregion Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und jung

Mehr

Akuter Kopfschmerz. Matthias Bußmeyer. Klinik für Neurologie. und klinische Neurophysiologie

Akuter Kopfschmerz. Matthias Bußmeyer. Klinik für Neurologie. und klinische Neurophysiologie und klinische Neurophysiologie Akuter Kopfschmerz Matthias Bußmeyer Klinikum Vest Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen Paracelsus Klinik Marl M. Bußmeyer: Akuter Kopfschmerz 1 Was sagen die Experten?

Mehr

Vereinbarung zur Umsetzung einer Screening-Maßnahme. nach 7 Abs. 2 der Anlage 4 des Hausarztvertrages. 2. PAVK-Screening (01.01.2012-30.06.

Vereinbarung zur Umsetzung einer Screening-Maßnahme. nach 7 Abs. 2 der Anlage 4 des Hausarztvertrages. 2. PAVK-Screening (01.01.2012-30.06. Vereinbarung zur Umsetzung einer Screening-Maßnahme nach 7 Abs. 2 der Anlage 4 des Hausarztvertrages 2. PAVK-Screening (01.01.2012-30.06.2012) zwischen der AOK Sachsen-Anhalt (AOK) und dem Hausärzteverband

Mehr

Aus der Praxis für die Praxis - vom Leitsymptom zur Diagnose

Aus der Praxis für die Praxis - vom Leitsymptom zur Diagnose Aus der Praxis für die Praxis - vom Leitsymptom zur Diagnose Kopfschmerzen, Thoraxschmerzen, Rückenschmerzen, Extremitätenschmerzen Die Pathologie erkennen - Fallstricke vermeiden. Dr. Uwe Diedrich 4.

Mehr

Aktuelles zur Therapie der MS

Aktuelles zur Therapie der MS KLINIKEN LANDKREIS SIGMARINGEN GmbH AKADEMISCHES LEHRKRANKENHAUS DER UNIVERSITÄT TÜBINGEN Aktuelles zur Therapie der MS PD Dr. med. Oliver Neuhaus Chefarzt Abteilung Neurologie Was ist Multiple Sklerose?

Mehr

Apoptosemechanismen und neurodegenerative Erkrankungen

Apoptosemechanismen und neurodegenerative Erkrankungen Apoptosemechanismen und neurodegenerative Erkrankungen Die Alzheimer Demenz Dr. Claudia Götz Übersicht Die Alzheimer Demenz Die Entdeckung der Krankheit Charakteristika der Alzheimer Krankheit Alzheimer

Mehr

CCTA-Technik. Dual-Source / Dual-Energy. Bedeutung der Koronar-CT-Angiographie (CCTA) für die Diagnostik des akuten Koronarsyndroms

CCTA-Technik. Dual-Source / Dual-Energy. Bedeutung der Koronar-CT-Angiographie (CCTA) für die Diagnostik des akuten Koronarsyndroms Bedeutung der Koronar-CT-Angiographie (CCTA) für die Diagnostik des akuten Koronarsyndroms 10. Symposium Zentrale Notaufnahme, Hamburg J. Grüttner Zentrale Notaufnahme Universitätsmedizin Mannheim CCTA-Technik

Mehr

Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer

Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer Dr. Ludger Dinkelborg - Piramal Imaging - Düsseldorf 24 June 2014 Übersicht Einführung in die molekulare Bildgebung Morbus Alzheimer (MA) als Herausforderung

Mehr

Medikamentöse Therapie der Carotisstenose. Peter A. Ringleb Neurologische Klinik

Medikamentöse Therapie der Carotisstenose. Peter A. Ringleb Neurologische Klinik Medikamentöse Therapie der Carotisstenose Peter A. Ringleb Neurologische Klinik Interessensanzeige Prof. Dr. Peter A. Ringleb Professor für Vaskuläre Neurologie und Leiter der Sektion Vaskuläre Neurologie

Mehr

Demenzerkrankungen. Thomas Schulze. Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

Demenzerkrankungen. Thomas Schulze. Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus Demenzerkrankungen Thomas Schulze Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus Ablauf 1. Definition der Demenz 2. Erscheinungsformen der Demenz 3. Häufigkeit von Demenzerkrankungen

Mehr

Bipolar affektive Erkrankung

Bipolar affektive Erkrankung Bipolar affektive Erkrankung Dr. med. univ. et scient med. Eva Reininghaus Inhalt Allgemeines Diagnostik und Klinik Verlauf Ursachen Therapie 1 Bipolar affektive Störung VanGogh: Sternennacht. Entstanden

Mehr

Hypertonie: Ernährungsmedizinische Aspekte

Hypertonie: Ernährungsmedizinische Aspekte Hypertonie: Ernährungsmedizinische Aspekte G. Bönner Kliniken Baden / Lazariterhof MEDIAN Kliniken Bad Krozingen Ther 1 Zusatzrisiken Keine Risikofaktoren 1-2 Risikofaktoren mind. 3 Risikofaktoren oder

Mehr

Prinzipien der topischen Diagnostik

Prinzipien der topischen Diagnostik Prinzipien der topischen Diagnostik 1 Unterschiede zu anderen medizinischen Gebieten Indirekte, schlussfolgernde Untersuchungsweise Organ nicht direkt zugänglich 2 Prinzip: Genaues Erfassen der Symptome

Mehr

Max. Sauerstoffaufnahme im Altersgang

Max. Sauerstoffaufnahme im Altersgang Max. Sauerstoffaufnahme im Altersgang Motorische Hauptbeanspruchungsformen im Alter Anteil chronischer Erkrankungen an den Gesamtkosten in Abhängigkeit vom Alter AOK Bundesverband, Bonn, 2002 Prävalenz

Mehr

Epidemiologie Risikofaktoren... 17

Epidemiologie Risikofaktoren... 17 Inhalt Abk"urzungen........................................... 10 Vorwort 11 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 2 2.1 2.2 2.3 3 3.1 3.2 3.3 3.4 Epidemiologie.................................... 12 Epidemiologie der Demenz

Mehr

Aktuelle Behandlungsprinzipien der Alzheimer-Demenz

Aktuelle Behandlungsprinzipien der Alzheimer-Demenz Aktuelle Behandlungsprinzipien der Alzheimer-Demenz Alexander Kurz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Klinikum rechts der Isar Technische Universität München Alzheimer: Ein neurodegenerativer Prozess

Mehr

Die Bewertung von erhöhten Troponin- Werten bei terminaler Niereninsuffizienz

Die Bewertung von erhöhten Troponin- Werten bei terminaler Niereninsuffizienz Die Bewertung von erhöhten Troponin- Werten bei terminaler Niereninsuffizienz Fallvorstellung Station 84 - Nephrologie 18.11.08 Dr. med. Ferruh Artunc 1 Der Fall 61-jährige Dialysepatientin stellt sich

Mehr

Hashimoto-Autoimmunthyreopathie und Depression

Hashimoto-Autoimmunthyreopathie und Depression Hashimoto-Autoimmunthyreopathie und Depression Dominikus Bönsch Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg Arzt-Patientenseminar 11.12.2006 14.12.06 Vorwort After

Mehr

Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter

Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter Bürgerforum Altenpflege am 09.11.2015 Dr. med. Irmgard Paikert-Schmid kbo Isar-Amper-Klinikum München Ost Psychische Störungen im Alter

Mehr

Der Diabetes liegt mir am Herzen

Der Diabetes liegt mir am Herzen Der Diabetes liegt mir am Herzen Priv.Doz. Dr. med. Frank Muders Fachärztliche Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin und Kardiologie, Ärztehaus Weiden Diabetikeradern altern schneller Gefäßwandveränderungen

Mehr

Freiheitsbeschränkung durch Medikation. C. Miller

Freiheitsbeschränkung durch Medikation. C. Miller Freiheitsbeschränkung durch Medikation C. Miller Aufgabe des HeimAufG Schutz der persönlichen Freiheit von Menschen, die aufgrund des Alters, einer Behinderung oder einer Krankheit der Pflege oder Betreuung

Mehr

Demenzkampagne Rheinland-Pfalz

Demenzkampagne Rheinland-Pfalz Demenzkampagne Rheinland-Pfalz 1 Abgrenzung zum normalen Altern Vergessen gehört ebenso zum Leben wie erinnern. Beim Altern lassen alle Körperfunktionen nach, auch das Gedächtnis bekommt Lücken. Aber nicht

Mehr

Codierung nach ICD-10 F00: Alzheimer Demenz

Codierung nach ICD-10 F00: Alzheimer Demenz F00: Alzheimer Demenz : Gleichmäßig, schleichend, progredient: Gedächtnisstörung Orientierungsstörungen Wortfindungsstörungen Einschränkungen in der Lebensführung = GOL Patient klagt nicht über Vergesslichkeit!

Mehr

Neuropsychologische Untersuchung... 15 Primitivreflexe und Instinktbewegungen 19

Neuropsychologische Untersuchung... 15 Primitivreflexe und Instinktbewegungen 19 Neurologische Diagnostik... 1 Klinische Untersuchung... 1 Inspektion... 1 Nervenreizungszeichen... 1 Meningismuszeichen... 2 Hirnnervenuntersuchung... 3 Motorik und Reflexe... 4 Koordinationsprüfung...

Mehr

Autonomie trotzt Multimorbidität

Autonomie trotzt Multimorbidität Autonomie trotzt Multimorbidität Sektion Gerontopsychiatrie, Psychiatrie II, Universität Ulm Abteilung für Akutgeriatrie und Gerontopsychiatrie BKH Günzburg matthias.riepe@uni-ulm.de Agenda Alter und Multimorbidität

Mehr

Alzheimer Ihre Gesundheit - Unser Thema ist ein Service Ihrer niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern

Alzheimer Ihre Gesundheit - Unser Thema ist ein Service Ihrer niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern Patienteninformation Alzheimer Ihre Gesundheit - Unser Thema ist ein Service Ihrer niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern Meine Reise zum Sonnenuntergang des Lebens so begann der wohl prominenteste

Mehr

Indikationen zur gefäßeröffnenden DEUTSCHE. Behandlung der Carotisstenose

Indikationen zur gefäßeröffnenden DEUTSCHE. Behandlung der Carotisstenose Indikationen zur gefäßeröffnenden Behandlung der Carotisstenose Christoph M. Kosinski Schlaganfall Subtypen und Häufigkeit sonstige 5% Hämorrhagischer Schlaganfall 15% Ischämischer Schlaganfall 85% kryptogen

Mehr

Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters

Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters J. Bufler Neurologische Klinik des ISK Wasserburg Präsentation, Stand November 2008, Martin Spuckti Seite 1 Vier Giganten der Geriatrie

Mehr

Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica

Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica M. Matiello, MD, H.J. Kim, MD, PhD, W. Kim, MD, D.G. Brum, MD, A.A. Barreira, MD, D.J. Kingsbury, MD, G.T. Plant, MD, T. Adoni, MD und B.G. Weinshenker,

Mehr

Risikofaktoren für f r das Ausscheiden aus einem Disease Management Programm Befunde aus dem DMP Diabetes mellitus Typ 2 in der Region Nordrhein

Risikofaktoren für f r das Ausscheiden aus einem Disease Management Programm Befunde aus dem DMP Diabetes mellitus Typ 2 in der Region Nordrhein Risikofaktoren für f r das Ausscheiden aus einem Disease Management Programm Befunde aus dem DMP Diabetes mellitus Typ 2 in der Region Nordrhein Bernd Hagen, Lutz Altenhofen, Jens Kretschmann, Sabine Groos,

Mehr

FAKTEN. Migräne. von Stefan Evers. 1. Auflage. Thieme 2006. Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 13 143631 3

FAKTEN. Migräne. von Stefan Evers. 1. Auflage. Thieme 2006. Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 13 143631 3 FAKTEN. Migräne von Stefan Evers 1. Auflage Thieme 2006 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 13 143631 3 schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG 2 Klinik

Mehr

Klinische Besonderheiten alter und hochaltriger Patienten einer geriatrischen Schlaganfalleinheit der Jahre 2007 bis 2009

Klinische Besonderheiten alter und hochaltriger Patienten einer geriatrischen Schlaganfalleinheit der Jahre 2007 bis 2009 Klinische Besonderheiten alter und hochaltriger Patienten einer geriatrischen Schlaganfalleinheit der Jahre 2007 bis 2009 Epidemiologie und Prämorbidität Der Vortrag enthält Teile der Dissertation des

Mehr

Neuropsychologische Differenzialdiagnostik bei Demenz

Neuropsychologische Differenzialdiagnostik bei Demenz Neuropsychologische Differenzialdiagnostik bei Demenz Fortbildung DGN-Kongress Mannheim AG Kognitive Neurologie Dr. Anne Ebert Allgemeine Differenzialdiagnosen bei Demenz: Vorbestehende Intelligenzminderung

Mehr

Positionsbestimmung: Wo stehen wir in puncto Demenzforschung?

Positionsbestimmung: Wo stehen wir in puncto Demenzforschung? Positionsbestimmung: Wo stehen wir in puncto Demenzforschung? Eske Christiane Gertje, M. Sc. Universitätsklinik für Neurologie, European Medical School Oldenburg Groningen Inhalt 1. Demenz in der Gesellschaft

Mehr

Einsamkeit: Ein Risikofaktor für Lebensqualität und Gesundheit?

Einsamkeit: Ein Risikofaktor für Lebensqualität und Gesundheit? Einsamkeit: Ein Risikofaktor für Lebensqualität und Gesundheit? Prof. Dr. Gerhard W. Eschweiler Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen Gesundheitskonferenz Böblingen 15.5.2013 Wunsch

Mehr

Medizin des Alterns und des Alten Menschen

Medizin des Alterns und des Alten Menschen Medizin des Alterns und des Alten Menschen Teil II: Neurogeriatrische Krankheitsbilder H.F. Durwen Priv.-Doz. Dr. Herbert F. Durwen Klinik für Akut-Geriatrie St. Martinus-Krankenhaus Gladbacher Str. 26

Mehr

Die Geschichte der Gerontopsychiatrie ist relativ kurz,

Die Geschichte der Gerontopsychiatrie ist relativ kurz, Was ist GERONTOPSYCHIATRIE heute? M. E. Kalousek, G. Psota Die Geschichte der Gerontopsychiatrie ist relativ kurz, d. h. die Gerontopsychiatrie ist ein junges Spezialfach der Medizin. Nicht zufällig existiert

Mehr

Wirbelsäulen-OP gelungen - Patient blind. Anästhesie-Kongress SIGA / FISA 26. April 2014 KKL Luzern

Wirbelsäulen-OP gelungen - Patient blind. Anästhesie-Kongress SIGA / FISA 26. April 2014 KKL Luzern Wirbelsäulen-OP gelungen - Patient blind Anästhesie-Kongress SIGA / FISA 26. April 2014 KKL Luzern Fallbericht 73-jähriger Mann Vorgeschichte: o Diabetes mellitus Typ II o Arterielle Hypertonie o Generalisierte

Mehr

Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen:

Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen: BASG / AGES Institut LCM Traisengasse 5, A-1200 Wien Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen: 06.11.2014 Veronika Iro REGA +43 (0) 505 55 36247 pv-implementation@ages.at

Mehr

Aktuelles zur Diagnose und Therapie von Alzheimer und anderen Demenzformen

Aktuelles zur Diagnose und Therapie von Alzheimer und anderen Demenzformen Aktuelles zur Diagnose und Therapie von Alzheimer und anderen Demenzformen Alexander Kurz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Technische Universität München Hintergrund Nervenzelluntergang ist häufigste

Mehr

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Epidemiologie Prävalenz: 0,3-0,7 / 1000 Einwohner Alter: 20.-40. Lebensjahr; unter

Mehr