Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Universität Essen. Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Universität Essen. Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner"

Transkript

1 Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner Optimierung von Rostverbrennungssystemen für Restabfälle unter sich verändernden Anforderungsprofilen Prof. Dr.-Ing. K. Görner, Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik, Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Leimkugelstraße Tel.: Fax: VDI Wissensforum - Ersatzbrennstoffen (Seminar 437) Oberhausen 1./13.1.1

2 VDI VDI Wissensforum Ersatzbrennstoffe (Seminar 437) 1./ Oberhausen Optimierung von Rostverbrennungssystemen für Restabfälle unter sich verändernden Anforderungsprofilen* Prof. Dr.-Ing. K. Görner LUAT Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik, * Dieser Beitrag ist in Farbe auf der Instituts-Homepage verfügbar unter Inhalt 1 Einführung... 1 Mathematisches Modell... 3 Systemanalyse Modellanlage Verschiedene Rostsysteme und Rostkühlung Vergleich verschiedener Feuerraumkonzepte Optimierung der Sekundärlufteindüsung Einfluss der Feuerraumauskleidung Korrosionsverhalten Zusammenfassung und Ausblick Literatur Einführung Bei Restmüllverbrennungsanlagen in Deutschland ist in den letzten Jahren eine signifikante Veränderung der Abfalleigenschaften zu beobachten. Dabei ist insbesondere der Anstieg des Heizwertes von entscheidender Bedeutung für den Anlagenbetrieb. Waren in der letzten Dekade sehr viele Anlagen auf einen sinkenden Heizwert vorbereitet worden, z.b. durch das Einbringen von besser wärmeisolierenden Feuerfestmaterialien, das weitere Auskleiden des Strahlraumes mit Keramiken oder bei Neuanlagen durch die Realisierung einer Gleichstromfeuerung mit weit heruntergezogener Zünddecke, so ist derzeit bei einem Heizwertband des Restmülls von oft deutlich über. kj/kg der gegenläufige Trend zu beobachten. Notwendig werden Eingriffe in die Anlage oder den Anlagenbetrieb durch sehr hohe Temperaturen in der Hauptverbrennungszone, die eine direkte Schädigung der Anlage, verstärkte Schlackeansätze an der Zünddecke und/oder den Seitenwänden und verstärkte Korrosion im gesamten Rauchgasweg zur Folge haben. Der Betreiber erwartet vor den durchzuführenden Umbaumaßnahmen oft einen Nachweis für den gewünschten Erfolg. Dies nicht nur, um die direkten Investitionskosten zu rechtfertigen, sondern auch, um die Einnahmenausfälle durch höhere Stillstandszeiten zu minimieren. Weitere Fragestellungen an eine Anlagensimulation ergeben sich aus dem Wunsch nach einer erhöhten Anlagenverfügbarkeit oder einer längeren Reisezeit, wobei diese in der Praxis oft durch verstärkte Verschmutzungserscheinungen in den konvektiven Zügen begrenzt wird. Nutzung von Abfällen - Ersatzbrennstoffe - Altholz,Tiermehl - Klärschlamm - SLF - MBA-Fraktionen - Abfallmanagement", 1

3 . Mathematisches Modell Das eingesetzte mathematische Modell basiert auf der Beschreibung der bei der Verbrennung relevanten Teilprozesse wie Strömung/Mischung, Reaktion und Energieaustausch (Strahlung, Konvektion und Leitung) innerhalb des betrachteten Raums und mit den Umfassungswänden (Feuerraum). Dabei werden diese Prozesse über ein System von partiellen Differentialgleichungen (Transportgleichungen) abgebildet und diese Gleichungen numerisch gelöst. Das Ergebnis einer solchen Berechnung ist die dreidimensionale Verteilung der Zustandsgrößen: Geschwindigkeit, Turbulenz (Mischung), Spezies (wie z.b. C x H y, CO, CO, H O, O, Partikel) und Temperaturen (Gasphase und Partikel). Einzelheiten zu den grundsätzlichen Ansätzen sind in [1] zu finden. Diese Vorgehensweise kann mit großem Erfolg auf die kontinuierliche Gasphase und auf eine stark verdünnte disperse Phase angewendet werden, also auf den Feuerraum, den Strahlraum, Leerzüge und m.e. auf konvektive Züge eines Dampferzeugers. Für diesen Teil der Anlagensimulation wird das Programmpaket FLUENT eingesetzt. Probleme bereiten diese Ansätze für die heterogene Phase, nämlich das Festbett (Müllbahn). Die wesentlichen Ursachen dafür sind in der breiten und meist kaum zu definierenden Partikelgrößenverteilung (Stückigkeit) des Mülls und seiner chemischen Zusammensetzung zu suchen. Selbst Größen wie der Heizwert lassen sich oft nur rückwärts und indirekt aus der Dampfleistung und den Dampfparametern (thermischer Output) bestimmen, da sich der Massendurchsatz über Zuteilergrößen (z.b. Hub und Hubfrequenz bei Stößelzuteilern) recht gut bestimmen lässt. Daher wurde am LUAT für die Müllbahn ein vereinfachtes, eindimensionales Modell entwickelt, mit dem sich das Wärmefreisetzungsprofil und die Speziesverteilung über der Müllbahn näherungsweise angeben lassen [,3]. Bild.1 zeigt exemplarisch verschiedene Wärmefreisetzungsprofile, wie sie bei unterschiedlichen Feuerraumgeometrien und Müllparametern zu erwarten sind. Müllaufgabe Hauptverbrennungszone Ausbrandzone Gleichstrom Mittelstrom Gegenstrom Rostlänge [m] Bild.1: Beispiele für verschiedene Wärmefreisetzungsprofile Natürlich muss ein solches Gesamtmodell auf seine Brauchbarkeit hin überprüft werden, d.h. die damit erzielten Ergebnisse müssen über einen Vergleich mit Messwerten aus realen Anlagen verglichen und damit validiert werden. Dies wurde in einer Reihe von Anlagen mit gutem Erfolg durchgeführt [, 3, 4, 5].

4 3 Systemanalyse 3.1 Modellanlage Aus einer Analyse von sechs nach obiger Methode untersuchten Anlagen wurde eine Modellanlage mit einem thermischen Input Q in = 4 MW th konzipiert (Brennstoff- und Anlagendaten sind in Tabelle 3.1 zusammengestellt). Bei konstanter thermischer Leistung wurden dann die drei Feuerraumkonzepte Gleich-, Mittel- und Gegenstromfeuerung analysiert. Anlage Luft Abfall PL/SL [m³h]x³ m [t/h] Hu [MJ/kg] c [kg/kg] h [kg/kg] o [kg/kg] Asche [kg/kg] Wasser [kg/kg] 1 55/17 16,7,4,4,1,3 83/4 17,7 11,33,3,17,1,33 3 5/1 13 1,34,4,9,,3 4 17/44 5 9,5,7,4,17,6,6 5 6 Modellanlage 9/31 3/ 7/ ,7,6,7,,3,3,16,13,17,34,3,6,19,6,7 Tab. 3.1: Brennstoff- und Anlagendaten der 6 Vergleichsanlagen und der Modellanlage Weitere Parameter sind das Ausmauerungsmaterial (vgl. Bild 3.1) bei dem SiC-Stampfmasse, SiC-Steine gekittet und SiC- Steine hinterlüftet mit einem Staubbelag untersucht wurden. Zusätzlich wurde ein Vergleich aller drei Feuerraumkonzepte mit und ohne Sekundärluftdüsenbalken durchgeführt. Wandaufbau SiC hinterlüftet + Belag SiC- Masse SiC gekittet Fläche Q [kw/m²] T [K] T [K] T [K] Bild 3.1: Daten zu den untersuchten Ausmauerungsmaterialien (die Variante mit SiC-Platten hinterlüftet mit einem dicken Ansatzbelag wurde als worst case-betrachtung für die Oberflächentemperatur hinzugefügt) 3

5 3. Verschiedene Rostsysteme und Rostkühlung Der klassische Rostbelag besteht aus luftgekühlten Stäben (Bild 3. a und b). Dabei hat der Unterwind die Aufgaben der Kühlung des eigentlichen Roststabes und ist selbst Teil der Verbrennungsluft (Primärluft, Unterwind). Dadurch lassen sich diese beiden Funktionen nicht entkoppeln, d.h. wäre z.b. ein geringerer Primärluftanteil wünschenswert, so könnte dieser nicht realisiert werden, da sonst die Roststabkühlung nicht ausreichend wäre. Dieses Problem tritt gerade bei höheren Heizwerten auf, bei denen zur Temperaturabsenkung im Feuerraum eine Luftreduzierung dienen könnte. Abhilfe kann in diesem Zusammenhang der Einsatz eines wassergekühlten Rostbelages (Bild 3. c) schaffen. Zusätzlich wird dem Feuerraum durch den Kühlmittelstrom Energie entzogen und die Temperatur in Feuerraum damit im Mittel abgesenkt. Luftschlitze feste Reihe Untere Ausgangsstellung Max. Hub = 4 Primärluft bzw. Unterwind bewegliche Reihe feste Reihe Mittelstellung a) luftgekühlter Roststab Obere Endstellung Verteiler Sammler b) Bewegungsablauf beim Vorschubrost Daher werden derzeit in einigen Anlagen diesbezügliche Modifikationen durchgeführt, wobei entweder der gesamte Rostbelag ausgetauscht wird oder nur die thermisch besonders gefährdeten Bereiche. Betriebswirtschaftlich gesehen stellt ein wassergekühlter Rost eine erhebliche Investition dar und verursacht ebenfalls erhöhte Betriebs- und Instandhaltungskosten. Andererseits kann die Standzeit des Rostbelages etwa verdoppelt werden und es ergeben sich betriebliche Vorteile durch die größeren Freiheitsgrade bei der Verbrennungsluftverteilung. Bei der mathematischen Modellierung lässt sich die Wärmeextraktion aus dem Müllbett berücksichtigen und so das Temperaturfeld im Feuerraum auch für diesen Fall realitätsnah berechnen. Kühlwasserzufuhr Heißwasserrückfuhr c) wassergekühlter Roststab Bild 3.: Luftgekühlte Roststabreihe, Bewegungsablauf der Roststabreihen und wassergekühlter Roststab (Bauart Koch, [6]) 4

6 3.3 Vergleich verschiedener Feuerraumkonzepte Bei gleicher thermischer Leistung wurden grundlegende Eigenschaften der Gleich-, Gegenund Mittelstromfeuerung (Bild 3.3) untersucht. a) offener Feuerraum b) Gegenstromfeuerung c) Mittelstromfeuerung d) Gleichstromf. Bild 3.3: Verschiedene grundlegende Feuerraumgeometrien Dabei lag das Hauptaugenmerk auf den systemimanenten Unterschieden wie absolutes Temperaturniveau im Feuerraum, Gleichmäßigkeit der Anströmung der Nachbrennzone, absolutes CO-Niveau am Ende des Feuerraums und Gleichverteilung von CO und O am Eintritt und am Austritt der Nachbrennkammer. Da sich Feuerraumkonzept und Sekundärluftdüsenkonzept nicht unabhängig voneinander betrachten lässt, sind in Bild 3.4 einige Beispiele für ausgeführte Varianten dargestellt. Bild 3.4: Verschiedene Feuerraumgeometrien mit zugehörigen Sekundärlufteindüsungskonzepten In den folgenden Bildern sind nun einige charakteristische Ergebnisse für die Feuerraumkonzeptstudie dargestellt. Bild 3.5 zeigt dabei das Gesamtströmungsfeld, wobei hier speziell Partikeltrajektorien mit der Zusatzinformation Aufenthaltszeit der Partikel dargestellt sind. Bild 3.6 zeigt am Ende des Strahlzuges einer Mittelstromfeuerung beispielhaft die Sauerstoffkonzentrationsverteilungen für die drei Feuerraumkonzepte. 5

7 a) Gleichstromfeuerung b) Gegenstromfeuerung c) Mittelstromfeuerung Bild 3.5: Partikelflugbahnen für verschiedene Feuerraumgeometrien. Die Farbe der Partikelflugbahn beinhaltet zusätzlich die Information der Gesamtflugzeit. 15 a) Gleichstromfeuerung b) Gegenstromfeuerung c) Mittelstromfeuerung Bild 3.6: O -Konzentrationen am Ende des Strahlzugs [Massen-%] für verschiedene Feuerraumkonzepte 6

8 3.4 Optimierung der Sekundärluftkonzepte Die Sekundärlufteindüsung erfolgt normalerweise im engsten Querschnitt des Übergangs vom Feuerraum zum Strahlraum in jeweils einer Düsenreihe von der Vorder- und Rückwand aus (Bild 3.7 a). Weitere Varianten sind die tangentiale Eindüsung (Bauart von Roll, Bild 3.7 b) und der Einbau eines statischen Mischers (Bild 3.7 c). a) klassische Eindüsung b) tangentiale Eindüsung c) statischer Mischer von der Vorder- und zur Erzeugung einer mit zusätzlichen Rückwand Drallströmung Sekundärluftdüsen Bild 3.7: Verschiedene Sekundärlufteindüsungskonzepte Eine besondere Aufmerksamkeit bei Umbaumaßnahmen wird in neuerer Zeit den statischen Mischern geschenkt. Als Systemvarianten sind zu erwähnen: System Wuppertal, Temelli-Balken (Bild 3.8 a), System Bonn, Kümmel-Prisma (Bild 3.8 b) und System Schwandorf, Krüger-Dampfeindüsung (Bild 3.8 c). Der Temelli-Balken hat sich wegen der schwierigen konstruktiven Gestaltung des rotierenden Zylinders nicht durchgesetzt. Die Dampfeindüsung ist aus Kostengründen nur in besonderen Anwendungsfällen zum Einsatz gekommen. Bild 3.8: Statische Mischer und Dampfeindüsung a) Temelli b) Kümmel c) Krüger 7

9 Über eine Optimierung der vorhandenen Sekundärlufteindüsung wurde bereits an anderer Stelle berichtet [, 3]. Eine Verbesserung der Gesamtsituation durch Einbringung eines Sekundärluftdüsenbalkens (Bauart Kümmel / IBB Engineering, Kaarst) ist in Bild 3.9 b und 3. dargestellt. Der Düsenbalken hat zwei wesentliche Einflussmerkmale: - die Funktion eines statischen Mischers (Wirkung als Verdrängungskörper) und - durch die Möglichkeit zusätzlicher Luftdüsenreihen einzubringen, wird die notwendige Eindringtiefe je Einzelstrahl auf ca. 1/3 reduziert. 3 a) Ausgangssituation b) Kümmel-Balken c) Tangentialeindüsung Bild 3.9: Vergleich der Sauerstoffverteilung [Massen-%] bei verschiedenen Sekundärlufteindüsungskonzepten am Beispiel einer Mittelstromfeuerung Das Tangentialeindüsungskonzept führt zu Ergebnissen, die besser sind als die Ausgangssituation, aber nicht die Gleichmäßigkeit in der Verteilung liefern, wie eine statische Mischeinrichtung. Dabei sind gleichmäßig niedrige Sauerstoffkonzentrationen ein sicherer Indikator für einen weitgehenden Ausbrand. Als weiteres, wesentliches Ergebnis ist festzuhalten, dass das absolute CO-Niveau mit einem Düsenbalken ebenfalls deutlich niedriger liegt und insgesamt wesentlich ausgeglichener ist, d.h. CO-Strähnen werden weitgehend vermieden. Belegt werden kann diese Aussage mit Bild 3., in dem im linken Teilbild die CO-Verteilung am Beginn der Nachbrennzone ohne Düsenbalken (Bild 3. a) und rechts mit Düsenbalken (Bild 3. b) dargestellt ist. Ein niedriges CO-Niveau ist für das Korrosionsverhalten von großer Bedeutung (vgl. Abschnitt 3.6). 8

10 >475 a) ohne Düsenbalken b) mit Düsenbalken Farb-Skalierung dargestellte Schnittebene Bild 3.: CO-Verteilung [mg/m 3 N] für eine Gegenstromfeuerung am Eintritt in die Nachbrennzone 3 a) ohne Düsenbalken b) mit Düsenbalken Farb-Skalierung dargestellte Schnittebene Bild 3.11: Geschwindigkeitsverteilung u in [m/s] in der Nachbrennzone ohne (links) und mit (rechts) Verdrängungskörper (Sekundärluftdüsenbalken) Das ausgeglichene CO- und O -Profil ist durch die Vergleichmäßigung der Anströmung der Nachbrennzone zu erklären (Bild 3.11). Der Düsenbalken wirkt hier als Verdrängungskörper und erschließt durch weitere Düsenreihen zusätzliche Freiheitsgrade bei der Sekundärluftzufuhr. 9

11 3.5 Einfluss der Feuerraumauskleidung Feuerraumauskleidungen haben die beiden wesentlichen Funktionen des Korrosionsschutzes für die metallischen Werkstoffe und der thermischen Isolierung zur Einhaltung der Feuerraumtemperatur. Nach Bild 3.1 sind eine Reihe von Varianten im Einsatz. Cladding (Auftragsschweißung mit Nickel-Basis-Legierungen) wird dort eingesetzt, wo ein Korrosionsschutz erforderlich, aber gleichzeitig eine Wärmeabfuhr gewünscht ist. a) Verdampferrohr b) Cladding c) Bestiftung und Bestampfung mit Belagsschicht mit Belagsschicht mit Belagsschicht d) Verankerung und e) Platte gekittet f) Platte gekittet und Bestampfung mit Belagsschicht hinterlüftet mit Belagsschicht mit Belagsschicht Bild 3.1: Verschiedene Möglichkeiten des Wandaufbaus (blankes Rohr, gecladdetes Rohr, keramische Materialien) Durch die deutliche Verringerung der Wärmeextraktion (Bild 3.1, rechts) wird einerseits die Wärmetechnik des Dampferzeugers tangiert und andererseits die Gas- und Partikelphasentemperatur erhöht. 13 Bild 3.13: Temperaturverteilung (T in [ C]) in einem Längsschnitt einer Mittelstromfeuerung (links mit SiC-Steine gekittet, rechts mit SiC-Steinen hinterlüftet plus Staubbelag)

12 3.6 Korrosionsverhalten Korrosion ist ein stark temperaturabhängiger Prozess, der in einen Nieder- und Hochtemperaturbereich eingeteilt werden kann (vgl. Bild 3.14). relative Korrosion [-] elektr.-chem. Korrosion Korrosion unter Belägen Korrosion in der Gasphase Summe Temperatur [ C] Bild 3.14: Nieder- und Hochtemperaturkorrosion als Funktion der Temperatur [7] In diesem Zusammenhang sei nur auf die Hochtemperaturkorrosion eingegangen. Wesentliche Ursachen für einen korrosiven Angriff von metallischen Werkstoffen in Müllverbrennungsanlagen sind der Alkalichloridangriff in Rohrbelägen und der direkte und indirekte Cl-Angriff. Der Alkalichloridangriff ist auf eine mangelnde Sulphatisierung der Alkalichloride im Rauchgas bei Temperaturen über 7 C zurückzuführen. Das heißt, Korrosion in Abfallverbrennungsanlagen hat zwei grundsätzliche Ursachen: - direkter Chlorangriff und - Angriff durch geschmolzene Salze unter der Ascheschicht. Das erste Phänomen ist eine direkte Folge einer unvollständigen Sulphatisierung in der Gasphase. Dies tritt vor allem bei hohen Temperaturen auf und ist damit eine unmittelbare Folge des gewählten Feuerungs- bzw. Feuerraum-Konzepts. Die Sulphatisierungsreaktionen treten dann in der Ascheschicht ein und sehen wie folgt aus (beispielhaft; analoge Reaktionen gelten für K und Mg an Stelle von Na) [8]: NaCl + H O + SO 3 Na SO 4 + HCl NaCl + SO + O Na SO 4 + Cl HCl oder Chlor in statu nascendi ist dann in direkter Wandnähe verfügbar und führt damit zu einem unmittelbaren Angriff. Ein direkter CO-Angriff ist aufgrund des relativ niedrigen CO-Niveaus eher unwahrscheinlich. Jedoch erfolgt unter reduzierenden Bedingungen (Sauerstoffmangel und CO- Strähnen) eine Verschiebung der Aschezusammensetzung von Sulfaten zu Chloriden [9], und damit ergibt sich eine ähnliche Wirkung wie beim Alkalichloridangriff. Damit ist die Berechnung der rauchgasseitigen CO-Konzentration in Wandnähe von großem Interesse. Diese wandnahe Verteilung ist in Bild 3.15 für die verschiedenen Feuerraumkonzepte dargestellt. Hieraus ergibt sich insbesondere ein Handlungsbedarf in Bezug auf die Sekundärlufteindüsung. 11

13 Bei dem hier dargestellten Vergleich der drei unterschiedlichen Geometrien ohne Sekundärluftdüsenbalken ist die Variante Mittelstromfeuerung äußerst vorteilhaft, da sie bereits am engsten Querschnitt (Ende Feuerraum) ein sehr geringes, wandnahes CO- Niveau aufweist, das zudem durch einen Sekundärluftbalken noch weiter verringert werden kann. > a) Gleichstrom- b) Gegenstrom- c) Mittelstrom- Farbfeuerung feuerung feuerung skalierung Bild 3.15: Wandnahe CO-Konzentrationen ([mg/m 3 N]) bei verschiedenen Feuerraumkonzepten Hieraus ergibt sich, dass die Korrosion bei Abfallverbrennungsanlagen von den folgenden Einflussgrößen abhängt und damit über diese beeinflusst werden kann: Rostkühlung und damit Wärmeextraktion im Feuerraum mit direkter Wirkung auf das Temperaturniveau, Feuerraumkonzept und Sekundärlufteindüsungskonzept. Natürlich gibt es noch eine Reihe weiterer Einflussgrößen, die aber nicht direkt durch den Anlagenbetrieb beeinflussbar sind: Staubmenge, die absolut in den Strahlzug mitgerissen wird, Ascheerweichungsverhalten, Ascheansatzverhalten und Abreinigungsverhalten der Beläge. Insgesamt ist das Korrosionsverhalten noch nicht abschließend ganzheitlich verstanden und bedarf noch einer Reihe weiterer Untersuchungen, wobei die heterogene und zeitlich stark schwankende Zusammensetzung des Abfalls den größten Unsicherheitsfaktor in seiner Auswirkung auf die Zusammensetzung der Rauchgasatmosphäre darstellt. 1

14 Zusammenfassung und Ausblick Die Betreiber kommunaler Restabfallverbrennungsanlagen sind derzeit durch eine Reihe von Teilproblemen gefordert, Modifikationen an ihren Anlagen durchzuführen [siehe auch []. Für die Planung von Umbaumaßnahmen und die Optimierung des Anlagenbetriebs können in diesem Zusammenhang Simulationsrechnungen gewinnbringend eingesetzt werden. In der vorliegenden Arbeit konnte aufgezeigt werden, dass das Werkzeug Computersimulation (CFD computational fluid dynamics) geeignet ist, die verschiedenen Teilprozesse und ihr komplexes Zusammenwirken im Feuerraum und dem nachgeschalteten Dampferzeuger von Müllverbrennungsanlagen nachzubilden. Dies wurde anhand eines Vergleichs mit detaillierten Messungen an ausgeführten Anlagen nachgewiesen. Auf Basis eines solchen evaluierten Modells wurde dann eine Studie durchgeführt, die den Einfluss der Feuerraumgeometrie (Gleich-, Gegen- und Mittelstromfeuerung) und eines Sekundärluftdüsenbalkens an einer Modellanlage aufzeigt. Natürlich kann dieser Vergleich nur tendenzielle Ergebnisse liefern, da anlagenbedingte Unzulänglichkeiten jeweils durch individuelle Maßnahmen kompensiert werden können. Vor allem in diesem Bereich konnte der Einsatz eines Sekundärluftdüsenbalkens als sehr vorteilhaft nachgewiesen werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Studie war die Untersuchung des Einflusses der Feuerraumauskleidung auf das Korrosionsverhaltens. Hierbei kann insbesondere eine Minimierung der CO-Konzentration in Wandnähe zu einer deutlichen Minderung der Korrosionsneigung und auch der Ansatzbildung führen. In Ergänzung dieser Arbeiten wird am LUAT ebenfalls der Weg verfolgt, das Betriebsverhalten von Müllverbrennungsanlagen durch den Einsatz von neuronalen Netzen zu verbessern [11]. Untersuchungen zu Gesamtanlagenkonzepten und zum Verbleib von Schwermetallen und Spurenstoffen ([1], 13]) runden dieses gesamthafte Vorgehen ab. Literatur [1] Görner, K.: Technische Verbrennungssysteme. Springer Verlag, Berlin, 1991 [] Klasen, Th.; Görner, K.: Simulation und Optimierung einer Müllverbrennungsanlage. VDI- Tagung: Modellierung und Simulation von Dampferzeugern und Feuerungen, 1./ , Braunschweig (als pdf-datei verfügbar auf der Homepage [3] Klasen, Th.; Görner, K.: Numerical Calculation and Optimization of a Large Municipal Solid Waste Incineration Plant. nd Int. Symp. on Incineration and Flue Gas Treatment Technologies, , Sheffield (als pdf-datei verfügbar auf der Homepage [4] Görner, K.; Klasen, Th., Kümmel, J.: Numerische Berechnung und Optimierung der MVA Bonn, VDI- Tagung "Flammentag", 14./ , Dresden (als pdf-datei verfügbar auf der Homepage [5] erweiterte Fassung von [4], zu beziehen über IBB Eng. GmbH, An der Gümpgesbrücke Kaarst-Holzbüttgen [6] Koch AG: Rostbeläge für die thermische Abfallverwertung. Firmenprospekt 13

15 [7] Seier, J.; Albert, F.: Optimierung der energetischen Nutzung von Abfällen in Müllheizkraftwerken durch die Anwendung von Fremdüberhitzung. VDI-Bericht Nr. 139, 1998 [8] Husemann, R.U.: Korrosionserscheinungen und deren Reduzierung an Verdampfern und Überhitzern in kommunalen Müllverbrennungsanlagen. VGB Kraftwerkstechnik, 7(199)H., S [9] Born, M.; Seifert, P.: Thermodynamik der rauchgasseitigen Chlorkorrosion bei der Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen. Vortrag "Fuzzy Meeting", TU Bergakademie Freiberg, 7./8.4. [] Görner, K.: Waste Incineration State-of-the-Art and New Developpments. IFRF 13 th Members Conference, May 1 Noordwijkerhout, the Netherlands (als pdf-datei verfügbar auf der Homepage [11] Mühlhaus, R.; Görner, K.; Pollack, M.; Moll, W.; Pflipsen, K.: Neuronale Netze für die Prozessoptimierung. VDI-Tagung "Entwicklungslinien in der Energie- und Kraftwerkstechnik",./ , (als pdf-datei verfügbar auf der Homepage [1] Görner, K.: Einführung in die Abfalltechnik und fortschrittliche technische Entwicklungen. VDI-Fortschrittberichte, Reihe 15, Nr. 195, 1997, Düsseldorf (zu beziehen über LUAT, Uni, Leimkugelstr., ) [13] Gillmann, P.: Beiträge des Instituts für Umweltverfahrenstechnik zu aktuellen Problemen der Abfalltechnik. VDI-Fortschrittberichte, Reihe 15, Nr. 195,1997, Düsseldorf (zu beziehen über LUAT, Uni, Leimkugelstr., ) 14

Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner

Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner LUAT Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner Universität Essen Einfluss von Feuerraumgeometrie und - wandmaterial auf den Verbrennungsprozess sowie

Mehr

Publikation. Klasen, T., Görner, K., Auel, W., Sudau, B. VGB-PowerTech-Zeitschrift, Heft 7/2006

Publikation. Klasen, T., Görner, K., Auel, W., Sudau, B. VGB-PowerTech-Zeitschrift, Heft 7/2006 Publikation Klasen, T., Görner, K., Auel, W., Sudau, B. VGB-PowerTech-Zeitschrift, Heft 7/2006 MHW Bremen Müllverbrennung CFD-Simulation Betriebserfahrungen Optimierung des Müllheizkraftwerkes (MHW) Bremen

Mehr

Oxyfuel-Verbrennung Bilanzierung und Schadstoffbildung

Oxyfuel-Verbrennung Bilanzierung und Schadstoffbildung Oxyfuel-Verbrennung Bilanzierung und Schadstoffbildung Dipl.-Ing. R. Wilhelm, TU Dresden, Dresden; Dipl.-Ing. S. Weigl, TU Dresden, Dresden; Prof. Dr.-Ing. M. Beckmann, TU Dresden, Dresden; Kurzfassung

Mehr

Optimierung des MHW Bremen auf Basis von CFD-Simulationen und Betriebserfahrungen nach dem Umbau

Optimierung des MHW Bremen auf Basis von CFD-Simulationen und Betriebserfahrungen nach dem Umbau auf Basis von CFD-Simulationen und Betriebserfahrungen nach dem Umbau Dr.-Ing. T. Klasen 1), Prof. Dr.-Ing. K. Görner 2), Dipl.-Ing. W. Auel 3), Dipl.-Ing. B. Sudau 4) 1) Ingenieurbüro Thomas Klasen (Sipreu-Tec),

Mehr

Belagbildung und Korrosion in Dampferzeugern mit schwierigen Brennstoffen

Belagbildung und Korrosion in Dampferzeugern mit schwierigen Brennstoffen Belagbildung und Korrosion in Dampferzeugern mit schwierigen Brennstoffen Wolfgang Spiegel, Gabi Magel, Thomas Herzog, Wolfgang Müller, Werner Schmidl GmbH, Augsburg www.chemin.de 1 MVA Augsburg Kraftwerke

Mehr

Strömungsoptimierung von Feuerräumen mittels Experiment und Computational Fluid Dynamics (CFD)

Strömungsoptimierung von Feuerräumen mittels Experiment und Computational Fluid Dynamics (CFD) Zur Anzeige wird der QuickTime Dekompressor TIFF (LZW) benötigt. Strömungsoptimierung von Feuerräumen mittels Experiment und Computational Fluid Dynamics (CFD) Marc-André Baillifard Thomas Nussbaumer Hochschule

Mehr

Betriebsoptimierung von thermischen Abfall- Behandlungsanlagen durch CFD-Simulation

Betriebsoptimierung von thermischen Abfall- Behandlungsanlagen durch CFD-Simulation LUAT Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik 13. DVV-Kolloquium 3./4. September 00, Weimar Betriebsoptimierung von thermischen Abfall- Behandlungsanlagen durch CFD-Simulation - Modelle

Mehr

Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner

Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner LUAT Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner Universität Gesamthochschule Essen Erstellung und Validierung eines mathematischen Modells für die heterogene

Mehr

Technische Fachhochschule Berlin University of Applied Sciences

Technische Fachhochschule Berlin University of Applied Sciences Technische Fachhochschule Berlin University of Applied Sciences Fachbereich II Mathematik - Physik Chemie Masterarbeit von Dipl.-Ing. Ingrid Maus zur Erlangung des Grades Master of Computational Engineering

Mehr

Online-Messung der Hochtemperaturkorrosion von Kesselrohrwerkstoffen in industriellen Großfeuerungsanlagen

Online-Messung der Hochtemperaturkorrosion von Kesselrohrwerkstoffen in industriellen Großfeuerungsanlagen 22. Deutscher Flammentag, 21./22. Sept. 2005, TU Braunschweig Online-Messung der Hochtemperaturkorrosion von Kesselrohrwerkstoffen in industriellen Großfeuerungsanlagen Dipl.-Ing. D. Schettler *; Dr. rer.

Mehr

CheMin. Wärmeauskopplung in Strahlungszügen am Beispiel der Abfallverbrennung. -Messverfahren und Diagnose - Wärmeauskopplung in Strahlungszügen

CheMin. Wärmeauskopplung in Strahlungszügen am Beispiel der Abfallverbrennung. -Messverfahren und Diagnose - Wärmeauskopplung in Strahlungszügen Wärmeauskopplung in Strahlungszügen am Beispiel der Abfallverbrennung -Messverfahren und Diagnose - Wolfgang Spiegel GmbH 1 : Gutachten und Beratung an Kraftwerksstandorten, 2010 2 Struktur des Beitrags

Mehr

Numerische Simulation eines Rollenherdofens (ETA)

Numerische Simulation eines Rollenherdofens (ETA) 22. Deutscher Flammentag, 21./22. Sept. 2005, TU Braunschweig Numerische Simulation eines Rollenherdofens (ETA) Numerical simulation of a roller hearth furnace Dr.-Ing. R. Giese; Dr.-Ing. M. Flamme; Dipl.-Ing.

Mehr

steinhaus Projekt-Report Beispiele für den Einsatz von TeBIS bei der Abfallverwertung Augsburg GmbH

steinhaus Projekt-Report Beispiele für den Einsatz von TeBIS bei der Abfallverwertung Augsburg GmbH Beispiele für den Einsatz von TeBIS bei der Abfallverwertung Augsburg GmbH Die Abfallverwertung Augsburg GmbH (AVA) betreibt ein modernes Abfallentsorgungszentrum mit einem Abfallheizkraftwerk (225.000

Mehr

Vergleich und Adaption verschiedener Modellierungskonzepte zur numerischen Simulation von Wärmeübergangsphänomenen bei Motorbauteilen

Vergleich und Adaption verschiedener Modellierungskonzepte zur numerischen Simulation von Wärmeübergangsphänomenen bei Motorbauteilen Vergleich und Adaption verschiedener Modellierungskonzepte zur numerischen Simulation von Wärmeübergangsphänomenen bei Motorbauteilen DIPLOMARBEIT zur Erlangung des akademischen Grades DIPLOMINGENIEUR

Mehr

im Auftrag der Firma Schöck Bauteile GmbH Dr.-Ing. M. Kuhnhenne

im Auftrag der Firma Schöck Bauteile GmbH Dr.-Ing. M. Kuhnhenne Institut für Stahlbau und Lehrstuhl für Stahlbau und Leichtmetallbau Univ. Prof. Dr.-Ing. Markus Feldmann Mies-van-der-Rohe-Str. 1 D-52074 Aachen Tel.: +49-(0)241-8025177 Fax: +49-(0)241-8022140 Bestimmung

Mehr

Die Folien finden Sie ab Seite 229.

Die Folien finden Sie ab Seite 229. 3.2 Korrosion Tribologie Festigkeit SIC in industriellen Anwendungen Christoph Nitsche WACKER CERAMICS Kempten Die Folien finden Sie ab Seite 229. SiC Werkstoffe haben im chemischen Apparatebau wegen spezifischer

Mehr

Einleitung. Kapitel 1. 1.1 Hintergrund und Problemstellung

Einleitung. Kapitel 1. 1.1 Hintergrund und Problemstellung Kapitel 1 Einleitung 1.1 Hintergrund und Problemstellung Kohlebefeuerte Kraftwerksanlagen haben in den vergangenen Jahrzehnten vielfältige Entwicklungen und Verbesserungen erfahren. In den 1960er und 70er

Mehr

8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht

8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht 8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht 8.2-1 Stoffliches Gleichgewicht Beispiel Stickstoff Sauerstoff: Desweiteren

Mehr

FEE AG Vergasung von Biomasse St. Goar am Rhein / Pfalzfeld 2005-06-13 Können Computermodelle bei der Vergaserentwicklung helfen?

FEE AG Vergasung von Biomasse St. Goar am Rhein / Pfalzfeld 2005-06-13 Können Computermodelle bei der Vergaserentwicklung helfen? Können Computermodelle bei der Vergaserentwicklung helfen? Dr.-Ing. Andreas Hiller Dipl.-Ing. Ronald Wilhelm Dr.-Ing. Tobias Zschunke (Vortragender) u.a. Anfrage an den Sender Jerewan: Können Computermodelle

Mehr

Institut für Computational Engineering ICE. N ä h e r d ra n a m S ys t e m d e r Te c h n i k d e r Z u ku n f t. w w w. n t b.

Institut für Computational Engineering ICE. N ä h e r d ra n a m S ys t e m d e r Te c h n i k d e r Z u ku n f t. w w w. n t b. Institut für Computational Engineering ICE N ä h e r d ra n a m S ys t e m d e r Te c h n i k d e r Z u ku n f t w w w. n t b. c h Rechnen Sie mit uns Foto: ESA Das Institut für Computational Engineering

Mehr

Strömungsoptimierung einer Vorschubrostfeuerung mit CFD und PIV"!!! Martin Kiener! Thomas Nussbaumer!! Hochschule Luzern Technik & Architektur!

Strömungsoptimierung einer Vorschubrostfeuerung mit CFD und PIV!!! Martin Kiener! Thomas Nussbaumer!! Hochschule Luzern Technik & Architektur! Strömungsoptimierung einer Vorschubrostfeuerung mit CFD und PIV" Martin Kiener Thomas Nussbaumer Hochschule Luzern Technik & Architektur Titel-Folie Kapitel 2 1. Einleitung 2. Zielsetzung 3. Strömungsoptimierung

Mehr

Perspektiven und Synergien

Perspektiven und Synergien Perspektiven und Synergien Prof. Dr.-Ing. Klaus Görner Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Universität Duisburg-Essen Flexible Kraftwerke für die Energiewende 3. November 2015, Berlin

Mehr

Wirkungsgradsteigerung. von Kohlekraftwerken. mit Hilfe von CFD-Simulationen. der Luft- und Rauchgaskanäle. in bestehenden Anlagen

Wirkungsgradsteigerung. von Kohlekraftwerken. mit Hilfe von CFD-Simulationen. der Luft- und Rauchgaskanäle. in bestehenden Anlagen Wirkungsgradsteigerung von Kohlekraftwerken mit Hilfe von CFD-Simulationen der Luft- und Rauchgaskanäle in bestehenden Anlagen Dipl. Ing. Daniel Depta Dresden, 13.10.2010 Inhaltsverzeichnis 1. Beschreibung

Mehr

Einsatz von CFD für das Rapidprototyping von Fahrzeugzuheizern

Einsatz von CFD für das Rapidprototyping von Fahrzeugzuheizern Einsatz von CFD für das Rapidprototyping von Fahrzeugzuheizern Dipl.-Ing. Melanie Grote 1, Dr.-Ing. Klaus Lucka 1, Prof. Dr.-Ing. Heinrich Köhne 1, Dipl.-Ing. Günther Eberspach 2, Dr.-rer. nat. Bruno Lindl

Mehr

6. Tag: Chemisches Gleichgewicht und Reaktionskinetik

6. Tag: Chemisches Gleichgewicht und Reaktionskinetik 6. Tag: Chemisches Gleichgewicht und Reaktionskinetik 1 6. Tag: Chemisches Gleichgewicht und Reaktionskinetik 1. Das chemische Gleichgewicht Eine chemische Reaktion läuft in beiden Richtungen ab. Wenn

Mehr

Probleme beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen in kleinen dezentralen Anlagen

Probleme beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen in kleinen dezentralen Anlagen LUAT Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner Probleme beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen in kleinen dezentralen Anlagen Dipl.-Ing. K. Schroer Dr.-Ing.

Mehr

Begriffsbestimmung CRISP-DM-Modell Betriebswirtschaftliche Einsatzgebiete des Data Mining Web Mining und Text Mining

Begriffsbestimmung CRISP-DM-Modell Betriebswirtschaftliche Einsatzgebiete des Data Mining Web Mining und Text Mining Gliederung 1. Einführung 2. Grundlagen Data Mining Begriffsbestimmung CRISP-DM-Modell Betriebswirtschaftliche Einsatzgebiete des Data Mining Web Mining und Text Mining 3. Ausgewählte Methoden des Data

Mehr

Ermittlung umformtechnischer Kennwerte FKZ: 033R027A. Ressourceneffiziente Formgebungsverfahren für Titan und hochwarmfeste Legierungen

Ermittlung umformtechnischer Kennwerte FKZ: 033R027A. Ressourceneffiziente Formgebungsverfahren für Titan und hochwarmfeste Legierungen Arbeitspapier Ermittlung umformtechnischer Kennwerte FKZ: 033R027A Ressourceneffiziente Formgebungsverfahren für Titan und hochwarmfeste Legierungen Koordination Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Motivation und Zielsetzung der Untersuchung

1 Einleitung. 1.1 Motivation und Zielsetzung der Untersuchung 1 Einleitung 1.1 Motivation und Zielsetzung der Untersuchung Obgleich Tourenplanungsprobleme zu den am häufigsten untersuchten Problemstellungen des Operations Research zählen, konzentriert sich der Großteil

Mehr

Pufferspeicher sind auch in Niedrigenergiehäusern zur Effizienzsteigerung erforderlich

Pufferspeicher sind auch in Niedrigenergiehäusern zur Effizienzsteigerung erforderlich Pufferspeicher sind auch in Niedrigenergiehäusern zur Effizienzsteigerung erforderlich Dipl.-Ing.(FH) Renate ATZINGER, 2003 Alternative Energiequellen wie die Sonne oder biogene Brennstoffe sind auf Grund

Mehr

1. Dynamische Energiesysteme

1. Dynamische Energiesysteme Optimierung thermischer Solaranlagen durch Simulation Dr.-Ing. Gerhard Valentin Dr. Valentin EnergieSoftware GmbH www.valentin.de Solar Energy, Tagung für Architekten und Ingenieure 1. Dynamische Energiesysteme

Mehr

Simulation von räumlich verteilten kontinuierlichen Modellen

Simulation von räumlich verteilten kontinuierlichen Modellen Vorlesungsreihe Simulation betrieblicher Prozesse Simulation von räumlich verteilten kontinuierlichen Modellen Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiedemann email: wiedem@informatik.htw-dresden.de HOCHSCHULE FÜR TECHNIK

Mehr

Verteilungsmodelle. Verteilungsfunktion und Dichte von T

Verteilungsmodelle. Verteilungsfunktion und Dichte von T Verteilungsmodelle Verteilungsfunktion und Dichte von T Survivalfunktion von T Hazardrate von T Beziehungen zwischen F(t), S(t), f(t) und h(t) Vorüberlegung zu Lebensdauerverteilungen Die Exponentialverteilung

Mehr

5. Numerische Ergebnisse 58. 5.3. Füllgas Argon

5. Numerische Ergebnisse 58. 5.3. Füllgas Argon 5. Numerische Ergebnisse 58 5.3. Füllgas Argon Argon wird als Füllgas für Verglasungen sehr häufig eingesetzt. Die physikalischen Eigenschaften dynamische Zähigkeit und Wärmeleitfähigkeit dieses Edelgases

Mehr

Nichtlineare Optimierung ohne Nebenbedingungen

Nichtlineare Optimierung ohne Nebenbedingungen Kapitel 2 Nichtlineare Optimierung ohne Nebenbedingungen In diesem Abschnitt sollen im wesentlichen Verfahren zur Bestimmung des Minimums von nichtglatten Funktionen in einer Variablen im Detail vorgestellt

Mehr

CFD-Simulation von Biomasse-Rostfeuerungen Stand der Technik und aktuelle Weiterentwicklungen

CFD-Simulation von Biomasse-Rostfeuerungen Stand der Technik und aktuelle Weiterentwicklungen CFD-Simulation von Biomasse-Rostfeuerungen Stand der Technik und aktuelle Weiterentwicklungen Dipl.-Ing. Dr. Robert Scharler Dipl.-Ing. Dr. Martin Forstner Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ingwald Obernberger BIOS

Mehr

Einfluß von Wind bei Maximalfolgenmessungen

Einfluß von Wind bei Maximalfolgenmessungen 1 von 5 05.02.2010 11:10 Der Einfluß von Wind bei Maximalfolgenmessungen M. KOB, M. VORLÄNDER Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig 1 Einleitung Die Maximalfolgenmeßtechnik ist eine spezielle

Mehr

Numerische Simulation eines biomassegefeuerten. Abbildung von Verschlackung. Fachtagung Prozesssimulation in der Energietechnik, 10.09.

Numerische Simulation eines biomassegefeuerten. Abbildung von Verschlackung. Fachtagung Prozesssimulation in der Energietechnik, 10.09. Fachtagung Prozesssimulation in der Energietechnik, 10.09.2014 Numerische Simulation eines biomassegefeuerten Kraftwerkskessels zur Abbildung von Verschlackung Thomas Plankenbühler, M.Sc. Dipl.-Ing. Dominik

Mehr

Anhand des bereits hergeleiteten Models erstellen wir nun mit der Formel

Anhand des bereits hergeleiteten Models erstellen wir nun mit der Formel Ausarbeitung zum Proseminar Finanzmathematische Modelle und Simulationen bei Raphael Kruse und Prof. Dr. Wolf-Jürgen Beyn zum Thema Simulation des Anlagenpreismodels von Simon Uphus im WS 09/10 Zusammenfassung

Mehr

Energieeffizienz thermischer Anlagen und von Abfallverwertungssystemen

Energieeffizienz thermischer Anlagen und von Abfallverwertungssystemen Energieeffizienz thermischer Anlagen und von Abfallverwertungssystemen Obwohl bei MBA mit der heizwertreichen Fraktion nur eine Teilmenge energetisch verwertet wird, können... höhere Energieanteile in

Mehr

CFD * in der Gebäudetechnik

CFD * in der Gebäudetechnik CFD * in der Gebäudetechnik * CFD = Computational Fluid Dynamics Innenraumströmung Systemoptimierung Weitwurfdüsen Anordnung von Weitwurfdüsen in einer Mehrzweckhalle Reinraumtechnik Schadstoffausbreitung

Mehr

CFD Modellierung von Verbrennung und Strahlungswärmeübergang in stationären Flammen

CFD Modellierung von Verbrennung und Strahlungswärmeübergang in stationären Flammen 14. DVV Kolloquium Kleinindustrielle Feuerungsanlagen: Aktueller Stand und Zukünftige Herausforderungen CFD Modellierung von Verbrennung und Strahlungswärmeübergang in stationären Flammen R. Tatschl,,

Mehr

Bewertung des Drei-Säulen-Konzeptes zur Prüfung sicherheitstechnisch wichtiger Armaturen

Bewertung des Drei-Säulen-Konzeptes zur Prüfung sicherheitstechnisch wichtiger Armaturen RSK - STELLUNGNAHME 16.12.2010 (431.Sitzung) Bewertung des Drei-Säulen-Konzeptes zur Prüfung sicherheitstechnisch wichtiger Armaturen 1 Veranlassung Aufgrund von verschiedenen Befunden an sicherheitstechnisch

Mehr

Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner. Entstaubung, Entstickung und Trockensorption in einem

Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner. Entstaubung, Entstickung und Trockensorption in einem LUAT Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. K. Görner Universität Essen Entstaubung, Entstickung und Trockensorption in einem H. Cramer Universität Essen,

Mehr

Thomas Höhne. Kühlmittelvermischung in Druckwasserreaktoren. Vergleich von Kuhlmittelströmung und -vermischung in einem skalierten Modell des

Thomas Höhne. Kühlmittelvermischung in Druckwasserreaktoren. Vergleich von Kuhlmittelströmung und -vermischung in einem skalierten Modell des FZRm21O Februar 1998 Thomas Höhne Kühlmittelvermischung in Druckwasserreaktoren Vergleich von Kuhlmittelströmung und -vermischung in einem skalierten Modell des D WR Konvoi mit den Vorgängen im Originalreaktor

Mehr

Protokoll Physikalisch-Chemisches Praktikum für Fortgeschrittene

Protokoll Physikalisch-Chemisches Praktikum für Fortgeschrittene K. B. Datum des Praktikumstags: 4.12.2007 Matthias Ernst Protokoll-Datum: 8.12.2007 Gruppe 11 Assistent: T. Bentz Testat: AK-Versuch: Modellierung von verbrennungsrelevanten Prozessen Aufgabenstellung

Mehr

1.1 Ausgangssituation 1

1.1 Ausgangssituation 1 1.1 Ausgangssituation 1 1 Einleitung 1.1 Ausgangssituation Das produzierende Gewerbe hat maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. 2012 erwirtschafteten 209.370 Unternehmen

Mehr

Untersuchung der DurchstrÄmung eines Radialventilators mit nicht rotationssymmetrischen Laufrad

Untersuchung der DurchstrÄmung eines Radialventilators mit nicht rotationssymmetrischen Laufrad Untersuchung der DurchstrÄmung eines Radialventilators mit nicht rotationssymmetrischen Laufrad Albert Jeckel, Alexander Fischer, Ludwig Berger CFD Schuck Ingenieurgesellschaft mbh, D-89518 Heidenheim

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Caching von Webanwendungen. 1.1.1 Clientseites Caching

1 Einleitung. 1.1 Caching von Webanwendungen. 1.1.1 Clientseites Caching 1.1 Caching von Webanwendungen In den vergangenen Jahren hat sich das Webumfeld sehr verändert. Nicht nur eine zunehmend größere Zahl an Benutzern sondern auch die Anforderungen in Bezug auf dynamischere

Mehr

Schutzmaßnahmen an Betonoberflächen Merkblatt Oberflächenvergütung von Beton Veröffentlichung Kurzfassung des Merkblattes

Schutzmaßnahmen an Betonoberflächen Merkblatt Oberflächenvergütung von Beton Veröffentlichung Kurzfassung des Merkblattes Kolloquium 2008 Forschung und Entwicklung für Zement und Beton Schutzmaßnahmen an Betonoberflächen Merkblatt Oberflächenvergütung von Beton Veröffentlichung Kurzfassung des Merkblattes DI Florian Petscharnig

Mehr

Thermodynamik. Grundlagen und technische Anwendungen

Thermodynamik. Grundlagen und technische Anwendungen Springer-Lehrbuch Thermodynamik. Grundlagen und technische Anwendungen Band 2: Mehrstoffsysteme und chemische Reaktionen Bearbeitet von Peter Stephan, Karlheinz Schaber, Karl Stephan, Franz Mayinger Neuausgabe

Mehr

Computerviren, Waldbrände und Seuchen - ein stochastisches Modell für die Reichweite einer Epidemie

Computerviren, Waldbrände und Seuchen - ein stochastisches Modell für die Reichweite einer Epidemie Computerviren, Waldbrände und Seuchen - ein stochastisches für die Reichweite einer Epidemie Universität Hildesheim Schüler-Universität der Universität Hildesheim, 21.06.2012 Warum Mathematik? Fragen zum

Mehr

Kopplung von Prozesssimulation und CFD zur detaillierten Darstellung eines super-überkritischen Steinkohlekraftwerks

Kopplung von Prozesssimulation und CFD zur detaillierten Darstellung eines super-überkritischen Steinkohlekraftwerks Kopplung von Prozesssimulation und CFD zur detaillierten Darstellung eines super-überkritischen Steinkohlekraftwerks Dipl.-Ing. (FH) Christian Schuhbauer, M.Sc. Michael Angerer, B.Sc. Agenda 1. Einleitung

Mehr

Lineare Gleichungssysteme

Lineare Gleichungssysteme Brückenkurs Mathematik TU Dresden 2015 Lineare Gleichungssysteme Schwerpunkte: Modellbildung geometrische Interpretation Lösungsmethoden Prof. Dr. F. Schuricht TU Dresden, Fachbereich Mathematik auf der

Mehr

Risikomanagement für IT-Projekte: Vergleich von Risiken und Methoden

Risikomanagement für IT-Projekte: Vergleich von Risiken und Methoden Sperrvermerk Risikomanagement für IT-Projekte: Vergleich von Risiken und Methoden Bachelorarbeit Zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftswissenschaft

Mehr

Thermische Nutzung von Biomassen und Abfällen im Projekt MARS

Thermische Nutzung von Biomassen und Abfällen im Projekt MARS Titel Thermische Nutzung von Biomassen Abfällen im Projekt MARS Prof. Dr.-Ing. habil. University of Duisburg-Essen Germany Folie 1 Kolloquim 18.-20.11..2004 Inhalt Einführung MARS -Anlage Experimentelle

Mehr

Ihr zuverlässiger Partner für: Thermische Energieanlagen Umwelttechnik Anlagen- / Sondermaschinenbau Beratung / Planung / Ausführung / Überwachung

Ihr zuverlässiger Partner für: Thermische Energieanlagen Umwelttechnik Anlagen- / Sondermaschinenbau Beratung / Planung / Ausführung / Überwachung Firmenpräsentation Ihr zuverlässiger Partner für: Thermische Energieanlagen Umwelttechnik Anlagen- / Sondermaschinenbau Beratung / Planung / Ausführung / Überwachung Firma envipa engineering Gründungjahr:

Mehr

thermomaxx Thermoölanlagen für flüssige und gasförmige

thermomaxx Thermoölanlagen für flüssige und gasförmige thermomaxx Thermoölanlagen für flüssige und gasförmige Brennstoffe Das Rezept gegen steigende Energiepreise: thermomaxx Erhitzer! Die variablen Einsatzmöglichkeiten von Thermoöl-Anlagen bieten vielfältige

Mehr

Extrema von Funktionen in zwei Variablen

Extrema von Funktionen in zwei Variablen Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Universität Basel Mathematik für Ökonomen 1 Dr. Thomas Zehrt Extrema von Funktionen in zwei Variablen Literatur: Gauglhofer, M. und Müller, H.: Mathematik für Ökonomen,

Mehr

Numerische Berechnung der Strömungs- und Temperaturverhältnisse. rippengekühlten Elektromotor

Numerische Berechnung der Strömungs- und Temperaturverhältnisse. rippengekühlten Elektromotor Numerische Berechnung der Strömungs- und Temperaturverhältnisse in einem rippengekühlten Elektromotor Dipl.-Ing. Matthias Föse AEM ANHALTISCHE ELEKTROMOTORENWERK DESSAU GmbH m.foese@aem-dessau.de Dipl.-Ing.

Mehr

1 Aufgabe: Absorption von Laserstrahlung

1 Aufgabe: Absorption von Laserstrahlung 1 Aufgabe: Absorption von Laserstrahlung Werkstoff n R n i Glas 1,5 0,0 Aluminium (300 K) 25,3 90,0 Aluminium (730 K) 36,2 48,0 Aluminium (930 K) 33,5 41,9 Kupfer 11,0 50,0 Gold 12,0 54,7 Baustahl (570

Mehr

In: Thomé-Kozmiensky, K. J. und Beckmann, M. (Hrsg.): Energie aus Abfall, Band 9. Neuruppin: TK Verlag, 2012, S. 373-390

In: Thomé-Kozmiensky, K. J. und Beckmann, M. (Hrsg.): Energie aus Abfall, Band 9. Neuruppin: TK Verlag, 2012, S. 373-390 Magel, G.; Molitor, D.; Bratzdrum, C.; Koch, M.; Aleßio, H.-P. (2012): Wie kommt die Wärme ins Rohr? Korrosion ist oftmals ein Symptom hoher Wärmestromdichte. In: Thomé-Kozmiensky, K. J. und Beckmann,

Mehr

Statische Versuchsplanung (DoE - Design of Experiments)

Statische Versuchsplanung (DoE - Design of Experiments) Statische Versuchsplanung (DoE - Design of Experiments) Übersicht Bei der statistischen Versuchsplanung wird die Wirkung von Steuerparametern unter dem Einfluss von Störparametern untersucht. Mit Hilfe

Mehr

Crashkurs Säure-Base

Crashkurs Säure-Base Crashkurs Säure-Base Was sind Säuren und Basen? Welche Eigenschaften haben sie?` Wie reagieren sie mit Wasser? Wie reagieren sie miteinander? Wie sind die Unterschiede in der Stärke definiert? Was ist

Mehr

RPT. a) Nennen Sie die verschiedenen Arten von Modelltypen und ihr Abstraktions- und Detaillierungsgrad, sowie die Funktionalitäten.

RPT. a) Nennen Sie die verschiedenen Arten von Modelltypen und ihr Abstraktions- und Detaillierungsgrad, sowie die Funktionalitäten. Kapitel 1 Aufgabe 1 a) Nennen Sie die verschiedenen Arten von Modelltypen und ihr Abstraktions- und Detaillierungsgrad, sowie die Funktionalitäten. b) In welchem Stadium der Produktentwicklung wird welcher

Mehr

Unternehmenserfolge planen und Innovationsfähigkeit verbessern mit dem Business Check nach VDI-Richtlinie 4506

Unternehmenserfolge planen und Innovationsfähigkeit verbessern mit dem Business Check nach VDI-Richtlinie 4506 Unternehmenserfolge planen und Innovationsfähigkeit verbessern mit dem Business Check nach VDI-Richtlinie 4506 (veröffentlicht in der Technik in Bayern, Ausgabe 04/2009, Juli/August 2009) Zusammenfassung

Mehr

Bilanzgleichung der i-ten Komponente eines Systems mit r Reaktionen

Bilanzgleichung der i-ten Komponente eines Systems mit r Reaktionen 3.5 Die chemische Produktionsdichte Bilanzgleichung der i-ten Komponente eines Systems mit r Reaktionen und mit folgt Die rechte Seite der Gleichung wird als chemische Produktionsdichte bezeichnet: Sie

Mehr

Untersuchungen zum korrelationsbasierten Transitionsmodell in ANSYS CFD

Untersuchungen zum korrelationsbasierten Transitionsmodell in ANSYS CFD Masterarbeit Studiendepartment Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau Untersuchungen zum korrelationsbasierten Transitionsmodell in ANSYS CFD Michael Fehrs 04. Oktober 2011 VI Inhaltsverzeichnis Kurzreferat Aufgabenstellung

Mehr

Rieter Meltblown ... . Spitzentechnologie... für. innovative... Produkte... mit.. überlegener... Kostenstruktur

Rieter Meltblown ... . Spitzentechnologie... für. innovative... Produkte... mit.. überlegener... Kostenstruktur Rieter Meltblown. Spitzentechnologie....... für. innovative.... Produkte............. mit.. überlegener.... Kostenstruktur................... September... 2007. Joachim.. Bauer.................. Inhalt

Mehr

Insiderwissen 2013. Hintergrund

Insiderwissen 2013. Hintergrund Insiderwissen 213 XING EVENTS mit der Eventmanagement-Software für Online Eventregistrierung &Ticketing amiando, hat es sich erneut zur Aufgabe gemacht zu analysieren, wie Eventveranstalter ihre Veranstaltungen

Mehr

Elektrolyte. (aus: Goldenberg, SOL)

Elektrolyte. (aus: Goldenberg, SOL) Elektrolyte Elektrolyte leiten in wässriger Lösung Strom. Zu den Elektrolyten zählen Säuren, Basen und Salze, denn diese alle liegen in wässriger Lösung zumindest teilweise in Ionenform vor. Das Ostwaldsche

Mehr

Tabelle 1.1 Entwicklung der Bauelementeabmessungen bis 2020 [1] Jahr 2000 2002 2003 2004 2007 2009 2012 2015 2020 25 2 1,5 1 0,5 0,25 0,125 0,08 0,04

Tabelle 1.1 Entwicklung der Bauelementeabmessungen bis 2020 [1] Jahr 2000 2002 2003 2004 2007 2009 2012 2015 2020 25 2 1,5 1 0,5 0,25 0,125 0,08 0,04 1 Einleitung Elektronische Bauelemente und Baugruppen sind sehr empfindlich gegenüber elektrostatischen Auf- und Entladevorgänge. Dabei gilt dies für alle aktiven elektronischen Bauelemente und Baugruppen

Mehr

FB IV Mathematik Universität Trier. Präsentation von Nadja Wecker

FB IV Mathematik Universität Trier. Präsentation von Nadja Wecker FB IV Mathematik Universität Trier Präsentation von Nadja Wecker 1) Einführung Beispiele 2) Mathematische Darstellung 3) Numerischer Fluss für Diffusionsgleichung 4) Konvergenz 5) CFL-Bedingung 6) Zusammenfassung

Mehr

Entwicklung optimaler Turbinen für Kleinwasserkraftwerke

Entwicklung optimaler Turbinen für Kleinwasserkraftwerke Entwicklung optimaler Turbinen für Kleinwasserkraftwerke R. Schilling, S. Thum, A. Gantner, M. Hutter Lehrstuhl für Fluidmechanik TU München 16. Internationales Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke Luzern/CH

Mehr

Fachhochschule Konstanz

Fachhochschule Konstanz Fachhochschule Konstanz Konzeptstudien zur Optimierung von Temperaturverteilung und Wärmeübergang in polymeren Solarabsorbern mittels FEM-Simulation Hannes Franke Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen

Mehr

6 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

6 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick 437 6 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick Immer wieder scheitern Projekte zur Software-Gestaltung im Öffentlichen Dienst bzw. sie laufen nicht wie geplant ab. Dies ist für sich genommen nicht weiter

Mehr

Ausarbeitung des Seminarvortrags zum Thema

Ausarbeitung des Seminarvortrags zum Thema Ausarbeitung des Seminarvortrags zum Thema Anlagepreisbewegung zum Seminar Finanzmathematische Modelle und Simulationen bei Raphael Kruse und Prof. Dr. Wolf-Jürgen Beyn von Imke Meyer im W9/10 Anlagepreisbewegung

Mehr

2.6 Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik

2.6 Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik 2.6 Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist ein Satz über die Eigenschaften von Maschinen die Wärmeenergie Q in mechanische Energie E verwandeln. Diese Maschinen

Mehr

COMTES700 auf dem Weg zum 700 C Kraftwerk

COMTES700 auf dem Weg zum 700 C Kraftwerk COMTES700 auf dem Weg zum 700 C Kraftwerk E.ON Energie AG Helmut Tschaffon RWE Power AG Dr. Johannes Ewers VGB PowerTech e.v. Christian Stolzenberger Notwendigkeit der Kraftwerkserneuerung in Europa Anlass:

Mehr

Non-Deterministische CFD Simulationen in FINE /Turbo

Non-Deterministische CFD Simulationen in FINE /Turbo Non-Deterministische CFD Simulationen in FINE /Turbo Dipl.-Ing. (FH) Peter Thiel Dr.-Ing. Thomas Hildebrandt NUMECA Ingenieurbüro NUMECA, a New Wave in Fluid Dynamics Überblick 1. Motivation: Warum non-deterministische

Mehr

B-Bäume I. Algorithmen und Datenstrukturen 220 DATABASE SYSTEMS GROUP

B-Bäume I. Algorithmen und Datenstrukturen 220 DATABASE SYSTEMS GROUP B-Bäume I Annahme: Sei die Anzahl der Objekte und damit der Datensätze. Das Datenvolumen ist zu groß, um im Hauptspeicher gehalten zu werden, z.b. 10. Datensätze auf externen Speicher auslagern, z.b. Festplatte

Mehr

Kleines Wasserlexikon

Kleines Wasserlexikon Kleines Wasserlexikon Lösung von Kohlenstoffdioxid. Kohlenstoffdioxid CO 2 ist leicht wasserlöslich und geht mit manchen Inhaltsstoffen des Wassers auch chemische Reaktionen ein. In einem ersten Schritt

Mehr

Güte von Tests. die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art bei der Testentscheidung, nämlich. falsch ist. Darauf haben wir bereits im Kapitel über

Güte von Tests. die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art bei der Testentscheidung, nämlich. falsch ist. Darauf haben wir bereits im Kapitel über Güte von s Grundlegendes zum Konzept der Güte Ableitung der Gütefunktion des Gauss im Einstichprobenproblem Grafische Darstellung der Gütefunktionen des Gauss im Einstichprobenproblem Ableitung der Gütefunktion

Mehr

Theorie und Empirie der Kaufkraftparität (23.5.)

Theorie und Empirie der Kaufkraftparität (23.5.) Theorie und Empirie der Kaufkraftparität (23.5.) Text: Taylor, A., Taylor M. (2004): The Purchasing Power Debate, NBER Working Paper No. 10607 (June 2004) Fragen: 1. Beschreiben Sie in ein, zwei Sätzen,

Mehr

Simulation von CO 2 -Schneestrahldüsen

Simulation von CO 2 -Schneestrahldüsen Simulation von CO 2 -Schneestrahldüsen Clemens Buske Dr. Volker Kassera CFD Consultants GmbH Sprollstraße 10/1 D-72108 Rottenburg Tel.: 07472 988688-18 www.cfdconsultants.de - Folie 1 / 33 - Überblick

Mehr

Praktikum Physik. Protokoll zum Versuch 1: Viskosität. Durchgeführt am 26.01.2012. Gruppe X

Praktikum Physik. Protokoll zum Versuch 1: Viskosität. Durchgeführt am 26.01.2012. Gruppe X Praktikum Physik Protokoll zum Versuch 1: Viskosität Durchgeführt am 26.01.2012 Gruppe X Name 1 und Name 2 (abc.xyz@uni-ulm.de) (abc.xyz@uni-ulm.de) Betreuerin: Wir bestätigen hiermit, dass wir das Protokoll

Mehr

Dr. G. Hensel Die Führung des Lanzeitsicherheitsnachweises für die Schachtanlage Asse

Dr. G. Hensel Die Führung des Lanzeitsicherheitsnachweises für die Schachtanlage Asse Dr. G. Hensel Die Führung des Lanzeitsicherheitsnachweises für die Schachtanlage Asse Die eingelagerten radioaktiven Abfälle müssen nach der Schließung der Schachtanlage Asse gefahrlos von der Biosphäre

Mehr

Vom Kundenwert zum Unternehmenswert

Vom Kundenwert zum Unternehmenswert Zukunftsorientierte Analyse von Kundendaten Vom Kundenwert zum Unternehmenswert von Werner Maier Der Autor Dipl.-Ing. Werner Maier ist Geschäftsführender Gesellschafter der Wertsteigerungs-GmbH in Hamberg.

Mehr

Maschinenbau Erneuerbare Energien. Bachelorarbeit. Numerische Simulation zur Umströmung einer Photovoltaikanlage. Irmela Blaschke

Maschinenbau Erneuerbare Energien. Bachelorarbeit. Numerische Simulation zur Umströmung einer Photovoltaikanlage. Irmela Blaschke Beuth Hochschule für Technik Berlin University of Applied Sciences Fachbereich VIII Maschinenbau Erneuerbare Energien CFX Berlin Software GmbH Karl-Marx-Allee 90 10243 Berlin Bachelorarbeit Numerische

Mehr

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 9 Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 1 Inhalt Die Beschäftigung mit der menschlichen Persönlichkeit spielt in unserem Alltag eine zentrale Rolle. Wir greifen auf das globale Konzept Persönlichkeit

Mehr

Ergebnisse der NOVIBEL-Kundenzufriedenheitsanalyse 2002

Ergebnisse der NOVIBEL-Kundenzufriedenheitsanalyse 2002 Ergebnisse der NOVIBEL-Kundenzufriedenheitsanalyse 2002 1. Grundlagen zum Verständnis der Befragung NOVIBEL führt die Kundenzufriedenheitsanalyse seit dem Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl

Mehr

Ergebnisbericht des Ausschusses Krankenversicherung. Sensitivitätsanalysen zur Beitragsbefreiung im Leistungsfall bei Pflegezusatzversicherungen

Ergebnisbericht des Ausschusses Krankenversicherung. Sensitivitätsanalysen zur Beitragsbefreiung im Leistungsfall bei Pflegezusatzversicherungen Ergebnisbericht des Ausschusses Krankenversicherung Sensitivitätsanalysen zur Beitragsbefreiung im Leistungsfall bei Pflegezusatzversicherungen Köln, 03.03.2015 Präambel Die Arbeitsgruppe Beitragsbefreiung

Mehr

Die EnEV 2014. Top-5-Änderungen der EnEV 2014 im Vergleich zur EnEV 2009. Zweite Verordnung zur Änderung der Energieeinsparung

Die EnEV 2014. Top-5-Änderungen der EnEV 2014 im Vergleich zur EnEV 2009. Zweite Verordnung zur Änderung der Energieeinsparung Mai 2014 Detaillierte Wärmebrücken Kundeninfo Zweite Verordnung zur Änderung der Energieeinsparung Die EnEV 2014 Der neue Standard für energieeffizientes Bauen. Ab dem 1.5.2014 sorgt die neue EnEV 2014

Mehr

9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz

9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz 9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz Dr. Antje Kiesel Institut für Angewandte Mathematik WS 2011/2012 Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz Wenn wir die Standardabweichung σ nicht kennen,

Mehr

Der Blick des Sachverständigen nach 29 a BImSchG auf den (un)sicheren Anlagenbetrieb

Der Blick des Sachverständigen nach 29 a BImSchG auf den (un)sicheren Anlagenbetrieb Der Blick des Sachverständigen nach 29 a BImSchG auf den (un)sicheren Anlagenbetrieb Dr. Ralph Semmler Genehmigung und Überwachung von Biogas- und Tierhaltungsanlagen, 10.11.2015, RP-Kassel Schwerpunkte

Mehr

"Zeitlicher Zusammenhang von Schadenshäufigkeit und Windgeschwindigkeit"

Zeitlicher Zusammenhang von Schadenshäufigkeit und Windgeschwindigkeit 22. FGW-Workshop am 06. Mai 1997 "Einfluß der Witterung auf Windenergieanlagen" am Institut für Meteorologie, Leipzig Dipl.-Ing. Berthold Hahn, Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.v., Kassel

Mehr

8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht

8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht 8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht 8.2-1 Stoffliches Gleichgewicht Beispiel Stickstoff Sauerstoff: Desweiteren

Mehr

Data Mining-Projekte

Data Mining-Projekte Data Mining-Projekte Data Mining-Projekte Data Mining stellt normalerweise kein ei nmaliges Projekt dar, welches Erkenntnisse liefert, die dann nur einmal verwendet werden, sondern es soll gewöhnlich ein

Mehr

A Vortex Particle Method for Smoke, Fire, and Explosions

A Vortex Particle Method for Smoke, Fire, and Explosions Hauptseminar WS 05/06 Graphische Datenverarbeitung A Vortex Particle Method for Smoke, Fire, and Explosions ( Ein Wirbel-Partikel Ansatz für Rauch, Feuer und Explosionen ) Martin Petrasch Inhalt 1. Überblick

Mehr