Methodenkonzept. der GRUNDSCHULE WARDENBURG
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- Daniela Meissner
- vor 9 Jahren
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1 Methodenkonzept der GRUNDSCHULE WARDENBURG
2 Methodenkonzept (Beschluss der Gesamtkonferenz vom ) In unserer Gesellschaft verändern sich die Ansprüche an Schule und Beruf. Wir brauchen motivierte, lernfreudige, flexible und lernfähige Menschen, die ihr Leben eigenverantwortlich und selbstständig gestalten können. In der Schule werden die Grundlagen für selbständiges, eigenverantwortliches Lernen, Denken und Handeln erworben. Zur optimalen Bewältigung dieser Lernsituationen sind unterschiedliche Lern und Arbeitsmethoden notwendig, die jedes Kind im Laufe der Grundschulzeit in Trainingssituationen kennen lernen sollte. Eine möglichst große Auswahl an Methoden setzt es in die Lage, sein Lernen selbstständig zu planen, zu organisieren und seinen Lernweg zu regulieren. (Lernen lernen von Anfang an, Bd. 1, S. 9) So ist es deshalb auch unbedingt notwendig, dass sich die Kinder im Laufe ihrer Grundschulzeit ein breites Repertoire an Techniken, Tipps, Tricks sowie Methoden- und Strategiewissen aneignen, damit sie selbstständig Wissen erwerben und damit verantwortungsbewusst umgehen können (vgl. Das Lernen lernen, Bd. 2). Körperliche, soziale, seelische und geistige Komponenten haben großen Einfluss auf das Lernen Lernblockaden treten immer dann auf, wenn eine oder mehrere Komponenten belastet oder gestört sind. Der Lehrer muss seine Schüler und deren Lernverhalten gut kennen und einschätzen können, damit er sie individuell fördern und fordern kann. Hierzu führen die Klassenlehrer die individuelle Lerndokumentation und schreiben bei Bedarf entsprechende Förderoder Forderpläne. Die Lernkompetenz der SchülerInnen umfasst mehrere Dimensionen, die gezielt trainiert werden, jedoch meist auch ineinander übergreifen (vgl. Stolzbacher in Grundschule Heft 2/2004, S. 10). Die Basis für alle Lernprozesse ist die Selbstkompetenz der SchülerInnen. Sie umfasst grundlegende Einstellungen, Werthaltungen und Motivationen, die das (Lern-) Handeln der Einzelnen beeinflussen. Es basiert auf Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Zum Selbstkonzept gehört auch die kritische Selbstwahrnehmung in Auseinandersetzung mit der Umwelt und der eigenen Person. Die Selbstkompetenz der SchülerInnen wird durch ein positives Schulund Klassenklima (z.b. durch einheitliche Klassenregeln sichtbar in jeder Klasse, Klassenrat, Evaluation durch Lüneburger Fragebogen), durch Erfolgserlebnisse im Unterricht (Würdigung und Lob, Ausstellung von Schülerarbeiten in der Schule, Berichte auf der Homepage) und einen fairen und motivierenden Umgang mit den Kindern gefördert (in den Leitgedanken fest verankert, zu Beginn des Schulprogramms ersichtlich).
3 Die Sachkompetenz zielt auf den Erwerb sachlicher Kenntnisse und Einsichten in verschieden Fachgebieten und auf deren Anwendung in fächerübergreifenden Zusammenhängen (u.a. ersichtlich im schuleigenen Arbeitsplan Deutsch, die Fächer für passende fächerübergreifende Arbeit sind direkt farbig vermerkt und anhand der Tabellendarstellung schnell ersichtlich). Die Sachkompetenz wird überwiegend im Fachunterricht vermittelt. Die Methodenkompetenz ermöglicht die eigene Tätigkeit (z.b. das eigene Lernen) bewusst, zielorientiert, ökonomisch und kreativ zu gestalten und dabei auf ein Repertoire geeigneter Methoden zurückzugreifen. Wie in den Zielsetzungen für das Schuljahr 2013/2014 wieder vereinbart, soll dieser Rückgriff z.b. in der festgelegten Anzahl von zu bearbeitenden Tages- und Wochenplänen erfolgen (s. Punkt 24 in den Zielsetzungen für das Schuljahr 2013/2014 Beispiel für die Methodenkompetenz: Eigenorganisation, Zeiteinteilung, eigenständig einen Partner finden, Selbstkontrolle etc.). Die Methoden und Arbeitstechniken werden in verschiedenen Fachbereichen gezielt geübt, angewendet und reflektiert. Diese prozessbezogenen Kompetenzen müssen regelmäßig auch in allen folgenden Klassenstufen geübt und vertieft werden. Diese sind ebenfalls im o.g. schuleigenen Arbeitsplan Deutsch (rot markiert) ersichtlich. (Tabelle Elementare Lern- und Arbeitstechniken) Die Sozialkompetenz befähigt dazu, in wechselnden sozialen Situationen, bei unterschiedlichen Aufgaben und Problemen die eigenen bzw. übergeordneten Ziele erfolgreich in Einklang mit anderen Beteiligten zu verfolgen. Im Zentrum steht das Verantwortungsbewusstsein für sich selbst und andere, solidarisches Handeln, Kooperations- und Konfliktfähigkeit (Im Sportunterricht werden im Erfahrungs- und Lernfeld Spielen z.b durch Sportspiele und Mannschaftswahl Solidarität, Rücksicht und im Ergebnis Frustrationstoleranz gefordert, geschult und besprochen. Siehe dazu schuleigener Arbeitsplan Sport.). Ebenso wie die Methodenkompetenz müssen die einzelnen Bereiche der Sozialkompetenz in den verschiedenen Fachbereichen regelmäßig geübt, angewendet und reflektiert werden. Unterstützt werden einige Aspekte der Sozialkompetenz durch Klassenverträge, den Klassen-/Schülerrat und die Streitschlichter (siehe schuleigenes Konzept der Streitschlichter). Seit dem Schuljahr 2012/2013 nehmen die zweiten Klassen verbindlich an einem Sozialtraining Handwerkszeug für Kinder und Eltern (Veranstalter Evangelische Familienbildungsstätte Oldenburg) teil (Punkt 12 in den Zielsetzungen für 2013/2014). (Tabelle Elementare Gesprächs- und Kooperationsmethoden)
4 Elementare Lern- und Arbeitstechniken Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Ausschneiden, Falten, Kleben etc. Mit Lineal arbeiten/unterstreichen Heftseiten übersichtlich gestalten Arbeitsplatz in Ordnung halten Arbeitsmaterial sorgsam nutzen Hausaufgabenheft genau führen Im Inhaltsverzeichnis nachschlagen Ein Inhaltsverzeichnis erstellen In Büchern gezielt nachschlagen Wesentliches finden/markieren Gesuchte Fakten rasch erlesen Begriffe/Bilder gezielt zuordnen Passende Überschriften finden Tabellen/Schaubilder zeichnen Gedächtnislandkarten erstellen Fragen zum Lernstoff entwickeln Frage-Antwort-Karten erstellen Mit Lernkartei gezielt arbeiten Unter Anleitung Plakate gestalten Selbstständig Plakate erstellen Nach Stichpunkten Text schreiben Arbeitszeit geschickt einteilen Zielstrebig planen und arbeiten Selbstkontrolle im Tages- /Wochenplan Die Bibliothek der Schule nutzen (Versuchs-)Ablauf protokollieren Zu Wahlthemen Referat anfertigen Mit Geodreieck zeichnen und messen
5 Elementare Gesprächs- und Kooperationsmethoden Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Gängige Melderegeln beachten Gehörtes wiedergeben können Laut und deutlich sprechen Zusammenhängend erzählen Vollständige Sätze verwenden Nach Satzmustern sprechen Einen kleinen Vortrag halten Vor der Klasse erzählen Überzeugend argumentieren Eigene Meinung begründen Mitschüler gezielt befragen Im Stuhlkreis aktiv mitmachen Das Wort gezielt weitergeben Gesprächsleitung übernehmen Gesprächspartner anschauen Andere Schüler ausreden lassen Bei Bedarf gezielt nachfragen Beim gestellten Thema bleiben Außenseiter mit einbeziehen Regelverstöße offen ansprechen Das Losverfahren akzeptieren Den Gruppenmitgliedern helfen Andere Vorschläge und Ideen zulassen Auf zügige Partnerarbeit achten Auf zügige Gruppenarbeit achten Die Arbeit in der Gruppe aufteilen Als Regelbeobachter fungieren Im Konfliktfall geschickt vermitteln Ergebnisse kooperativ präsentieren Literatur: Heinz Klippert / Frank Müller, Methodenlernen in der Grundschule, Weinheim 2003 Andreas Langer, Jedes Kind kann Lernen lernen, München 2005 Gabriele Cwik / Willi Risters, Lernen lernen von Anfang an, Band 1 und 2, Berlin 2005
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