Management von Software Projekten INSO Forschungsgruppe Industrielle Software Leitung Prof. Grechenig VU 183.166 2h Sommer 09 www.inso.tuwien.ac.at
Agenda Quality Management Risk Management
Quality Management Übersicht Quality is the degree to which a set of inherent characteristics fulfill requirements Aktivitäten, die Qualitätsrichtlinien Ziele Verantwortlichkeiten definieren Durchgehende Prozessverbesserung Project Quality Management betrifft alle Projekte Produkt Qualitätsmaßnahmen vom Produkt abhänging
Quality Management Übersicht II Stakeholder Wünsche & Erwartungen als Anforderungen ausdrücken (Scope Management) Quality vs. Grade Qualität: Wie gut wurden die Anforderungen erreicht Grad: Welche techn. Eigenarten hat das Produkt (zb: Funktionsumfang) Precision vs. Accuracy Precision: Abweichungsgrad wiederholter Messungen Accuracy: Abweichung einer Messung vom echten Wert
Quality Management Übersicht III Kundenzufriedenheit Erwartungen verstehen, auswerten, definieren und managen Anforderungen (produzieren was festgelegt wurde) Anwendbarkeit (produzieren was benötigt wird) Fehler verhindern statt nachbessern Verantwortlickeit des Management Aber: Teilnahme des ganzen Teams Durchgehende Verbesserung Plan-do-check-act cycle
Quality Management Prozesse Quality Planning Identifizierung rel. Q-Forderungen und Plan zur Einhaltung Perform Quality Assurance Durchführung der Maßnahmen Perform Quality Control Kontrolle der Einhaltung und Beeinflussung der Qualitäts reduzierenden Faktoren
Quality Planning Identifizierung relevanter Qualitätsstandards Maßnahmen zur Erfüllung finden Läuft parallel zu anderen Planungsprozessen Gegenseitige Beeinflussung Inputs: Umweltfaktoren Organisationsrichtlinien Project Scope Statement
Quality Planning Tools & Techniken Kosten-Nutzen Analyse Höhere Qualität -> Höhere Produktivität Bis zu welchem Grad zahlt sich erhöhte Qualität aus? Benchmarking Vergleich geplanter Maßnahmen mit anderen Projekten Statistische Versuchsplanung (Design of Experiments) Identifizierung von Einflussgrößen mittels weniger Versuche / Simulationen Variierung mehrere Faktoren Verwendet stat. Modell als Basis
Quality Planning Tools & Techniken II Cost Of Quality: Investitionen, die Abweichungen von Anforderungen verhindern Bewertung der Einhaltung von Anforderungen Umarbeitung bei Abweichung Weitere Techniken Stark vom Produkt abhängig
Quality Planning Outputs Quality Management Plan Beschreibt, wie die Qualität eingehalten wird Qualitätsmetriken Checklisten Quality Baseline Listet Qualitätsziele auf Misst Qualität während des Projektverlaufs
Perform Quality Assurance Anwendung der geplanten Tätigkeiten Oft eigene Abteilung Quality Audits Strukturiertes Review der Projektaktivitäten Ziel: Identifizierung ineffizienter Richtlinien und Prozesse Outputs: Änderungswünsche Änderungsmaßnahmen Update des Project Management Plans
Quality Control Überwachung der Projektergebnisse Laufend durchgeführt Identifizierung Korrekturmaßnahmen Vorbeugende Maßnahmen Fehlerbehebungsmaßnahmen
Risk Management Risiken Identifizieren Analysieren Gegensteuern Überwachen Überarbeitet über Projektverlauf Ziel: Eintrittswahrscheinlichkeit von positiven Ereignissen erhöhen negativen Ereignissen verringern
Was ist ein Risiko? Ereignis oder Zustand Positiver oder Negativer Effekt zb auf Zeit, Kosten, Umfang, Qualität Betrifft mind. 1 Projektziel Hat mind. 1 Ursache Hat mind. 1 Auswirkung
Risiken Ursprung in Unsicherheit Bekannte Risiken Wurden identifiziert und analysiert Maßnahmen planbar Unbekannte Risiken Nicht im vorhinein planbar Allgemeine Reserven Bedrohung für Projekterfolg Nutzen gegenüberstellen Unterschiedlich wahrgenommen
Risk Management - Prozesse Risk Management Planning Risk Identification Qualitative Risk Analysis Quantitative Risk Analysis Risk Response Planning Risk Monitoring & Control
Risk Management Planning Wie wird mit Risiken umgegangen? Beeinflusst Erfolg der restlichen Prozesse Umfang des Risikomanagements Resourcen und Zeit für Risikomanagement Frühe Umsetzung Planning Meetings & Analysis
Risk Management Planning Outputs Risk Management Plan Definiert verwendete Techniken & Werkzeuge Verantwortlichkeiten Budgetierung Zeitplanung Risiko Kategorien (zb: RBS) Wahrscheinlichkeiten & Auswirkungen (Kategorisierung) Berichtformatierung
Risk Breakdown Structure
Beispiel Auswirkungen
Risk Identification Welche Risiken können das Projekt beeinflussen? Iterativer Prozess Beteiligte Personen Projektmanager Projektteam Risiko Management Team (falls vorhanden) Kunde / Benutzer Experten (alle anderen)
Risk Identification Techniken Documentation Review Information Gathering Brainstorming Delphi Methode Interviews Ursachen Identifizierung Checklisten Analyse der getroffenen Annahmen
Risk Register Erstellt bei der Identifizierung Updates in allen Risikoprozessen Liste aller identifizierten Risiken Ursachen Annahmen Liste möglicher Maßnahmen Update der Risikokategorien
Qualitative Risk Analysis Priorisierung der Risiken Basierend auf Eintrittswahrscheinlichkeit Auswirkungen Weitere Faktoren (Zeitplan, Risikotoleranz, Qualität, etc.) Meist schnell und kosteneffektiv
Qualitative Risk Analysis Techniken Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen Experteneinschätzung Interviews, Meetings, etc. Wahrscheinlichkeits / Auswirkung Matrix Klassifizierung in hohes / mittleres / niedriges Risiko Möglich für unterschiedliche Ziele Risk Register Updates Ranking / Prioritäten Kategorisierung (zb: nach RBS, WBS, ) Dringende Risiken Watchlists
Wahrscheinlichkeits / Auswirkung Matrix
Quantitative Risk Analysis Genauere Analyse hoch priorisierter Risiken Mögliche Projektauswirkungen Welches Risiko soll die meiste Aufmerksamkeit erhalten? Entscheidungen für unsichere Situationen Wieviel kostet/bringt ein Risiko, falls es eintritt?
Quantitative Risk Analysis Techniken Datensammlung & -darstellung Interviews (worst / best / average case) Wahrscheinlichkeitsverteilungen Sensitivitätsanalyse Auswirkungsgrad einer Unsicherheit Entscheidungsbäume Projekt Modellierung und Simulation häufig mittels Monte Carlo Methode
Entscheidungsbäume Beispiel
Risk Response Planning Optionen und Handlungen Verantwortliche(r) für jede Risk Response Gereiht nach Priorität Negative Risiken Vermeidung: nicht immer möglich Abwälzen: zb Versicherungen, Pönalzahlungen, etc. Verringerung: Eintrittswahrscheinlichkeit oder Auswirkungen Frühere Reaktion meist effektiver
Risk Response Planning II Positive Risiken Verwerten: Eintritt forcieren Teilen: Wenn Dritter die Gelegenheit besser nutzen kann Verbessern: Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Auswirkungen erhöhen Akzeptieren: wenn Änderungen zu aufwendig oder nicht möglich sind Reserve einplanen
Risk Monitoring & Control Neue Risiken identifizieren, analysieren und planen Watchlist im Auge behalten Bestehende Risiken reevaluieren Risk Responses ausführen und überwachen Ziele Annahmen noch korrekt Risiken geändert Korrekte Maßnahmen befolgt Reserven angepasst
Risk Monitoring & Control Techniken Reevaluierung der Risiken Mittels vorgestellter Prozesse Regelmäßig, nicht nur on-demand Risk Audits Überprüfung der Effektivität der Maßnahmen Trend Analysen Leistungsmessung Analyse der Reserve Status Meetings
MSP SOMMER 09 - INSO Danke für Ihre Aufmerksamkeit!