Emotionale Intelligenz

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1. Was ist Emotionale Intelligenz Definition nach David Goleman, 1998 Das ist die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen. 1990 Salovey und Mayer beschrieben zum ersten Mal den Begriff der Emotionalen Intelligenz mit der Form der Sozialintelligenz. 1995 Daniel Goleman, langjähriger Redakteur der Zeitschrift Psychology today und der New York Times, prägte mit seinem Bestseller Buch Emotionale Intelligenz (1995) einen völlig neuen Begriff, der als Ergänzung zum bisher bekannten IQ dienen soll. Dennoch sind seine Theorien in Fachkreisen umstritten. Während der IQ die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen beschreibt, soll die Emotionale Intelligenz zeigen, wie Menschen ihre Fähigkeiten und den Verstand einzusetzen wissen. Nach Goleman ist die Emotionale Intelligenz in fünf Bereiche augeteilt.

1. Was ist Emotionale Intelligenz 1. Selbstbewusstheit das Erkennen und Verstehen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive und Ziele, aber auch das Bewusstsein über die persönlichen Stärken und Schwächen. 2. Selbstmotivation immer wieder Leistungsbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit aus sich selbst heraus entwickeln zu können 3. Selbststeuerung negative Emotionen und Impulse selbständig kontrollieren Gewissenhaftigkeit Vertrauenswürdigkeit Flexibilität 4. Soziale Kompetenz Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Beziehungen aufzubauen, gutes Beziehungs und Konfliktmanagement. Teamfähigkeit 5. Empathie Fähigkeit, emotionale Befindlichkeiten anderer Menschen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren

1. Was ist Emotionale Intelligenz In diesem Sinne ist Emotionale Intelligenz eine übergeordnete Fähigkeit, die sich -fördernd oder behindernd- auf alle anderen Fähigkeiten auswirkt. Nach Goleman sei die Emotionale Intelligenz erlernbar. Beispiel: Wie geht es Euch, wenn Ihr nervös in eine Prüfung geht, wenn Ihr vor Angst wie gelähmt seid? Nutzt Ihr dann noch all Euer Wissen, all die Intelligenz etwas, wenn Ihr diese Angst nicht in den Griff bekommt?

2. Emotionale Intelligenz im Beruf Empirische Befunde zeigen, dass sich die meisten erfolgreichen Topmanager und Wirtschaftsführer in einem entscheidenden Punkt gleichen: Sie haben eine ausgeprägte gute Emotionale Intelligenz. Auffallend ist, dass emotionale Intelligenz umso entscheidender wird, je höher die Unternehmensebene im Topmanagement ist. Im Topmanagement ist zu 90 Prozent die emotionale Kompetenz entscheidend. Ohne eine entwickelte Emotionale Intelligenz wird auch der klügste Kopf mit guten IQ keine große Führungspersönlichkeit. Emotionale Intelligenz ist von hoher Bedeutung bei Einstellungsgesprächen / Tests.

3. Emotionale Intelligenz in der Forschung Andere Vorgehensweise als bei herkömmlichen Intelligenztests Probanden sind zum Teil psychisch Kranke: Depressive, Schizophrene, sogar Autisten Die Empathie unterscheidet sich zum Teil erheblich von denen gesunder Kandidaten Schizophrene neigen dazu, überdurchschnittlich viel über Motive und Handlungen anderer nachzudenken Autisten können sich überhaupt nicht in ihre Mitmenschen einfühlen

In den sechziger Jahren von den Psychologen Walter Mischel durchgeführt Untersuchung von Emotionen und Impulsen bei bei vierjährigen Kindern aus einer gehobenen Bildungsschicht Den Kindern wurde der Vorschlag unterbreitet, entweder einen Marshmallow sofort zu bekommen oder aber, wenn sie ca. 15-20 Minuten bis zur Rückkehr des Experimentleiters in den Versuchsraum aushalten würden, zur Belohnung sogar zwei Marshmallows zu erhalten. 12-14 Jahre später wurde deutlich, als man dieselben Kinder nunmehr als Jugendliche untersuchte. Diejenigen, die mit vier Jahren der Versuchung widerstanden hatten, zeigten jetzt als Jugendliche größere soziale Kompetenz: -> sie waren selbstbewusst, durchsetzungsfähig und besser in der Lage mit Drucksituationen, Stress und Frustration umzugehen. Die Gruppe der Kinder, die nach dem Bonbon gegriffen hatte, zeigte dagegen die Tendenz, diese Vorzüge weniger ausgeprägt zu besitzen; ihre Verhaltensweisen zeigten eher eine gegenläufige Richtung -> sie waren druckempfindlich, weniger kontaktfreudig und mit ihrem eigenen Selbstbild unzufrieden.

5. Kritik an der Emotionalen Intelligenz Die Psychologen Moshe Zeidner und Richard D. Roberts untersuchten unter 224 britischen Managern Zusammenhänge zwischen Emotionaler Intelligenz und den beruflichen Fähigkeiten der Probanden. Sie konnten keine Kohärenz wie in anderen Untersuchungen feststellen. Sie halten die Emotionale Intelligenz für ein nicht geeignetes Auswahlkriterium im Berufsleben. Die Emotionale Intelligenz bietet keinen Quotienten wie der IQ. Der IQ lässt sich durch einen bestimmten Wert (60-130) einordnen. Bei der Emotionalen Intelligenz ist der Wert eher Auslegungssache. Man kann die Emotionale Intelligenz also nicht eindeutig messen. Es ist empirisch bewiesen, dass Personen mit hohen IQ in den meisten Fällen gleichzeitig eine hohe Emotionale Intelligenz besitzen.

Es ist empirisch bewiesen, dass Personen mit hohen IQ in den meisten Fällen gleichzeitig eine hohe Emotionale Intelligenz besitzen Also doch?: Hoher Intelligenz Quotient = persönlicher und beruflicher Erfolg?

http://www.jobfinder.at/karriere_news.php?druck=1&artikelid=644&sessid=a9cdef1c4e85c83c223f9eae02ddb7 f7 http://www.zeitzuleben.de/inhalte/be/erfolgsmethoden/eq_1_was.html http://www.12manage.com/methods_goleman_emotional_intelligence_de.html http://de.wikipedia.org/wiki/emotionale_intelligenz http://beat.doebe.li/bibliothek/pd00968.html http://www.planet-wissen.de/pw/artikel,,,,,,,a8e13c089f0615a7e0340003ba04da2c,,,,,,,,,,,,,,,.html http://emotions.psychologie.uni-sb.de/vorlesung/emo_intell/emo_iq.html http://www.workshopwelt.de/blog/2006/06/06/erfolgreicher-durch-emotionale-intelligenz/ D. Goleman, 1995, Emotionale Intelligenz

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!