BETRIEBLICHES PERSONALWESEN

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1 BETRIEBLICHES PERSONALWESEN Winter 2009/2010 Vorlesung 2. Personalplanung 2.1 Aufgaben der Personalplanung 2.2 Bestimmung des Personalbedarfes 2.3 Planungsmethoden des Personalbedarfes 2.4 Möglichkeiten der Personalanpassung Dipl.-Ing. oec. Tobias Hauser

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4 Unternehmungsexterne Faktoren Auswirkungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Branchenentwicklung und Marktstrukturveränderungen Entwicklung staatlicher Einflüsse Veränderungen im Sozial- und Arbeitsrecht Tarifentwicklungen Technologische Veränderungen Absatzmöglichkeiten der Unternehmung Arbeitszeit und Einsatzbedingungen der Arbeitskräfte Gestaltung der Produkttechnologie Unternehmungsinterne Faktoren Auswirkungen Geplante Absatzmenge Geplante Produktionsmittel und -methoden Arbeits- und Unternehmungsorganisation Durchschnittliche Leistung der eingesetzten Arbeitskräfte Arbeitszeit- und Urlaubsregelung Fehlzeiten Fluktuation Interessen und Bedürfnisse der Arbeitnehmer Quantitativer und qualitativer Personal- (einsatz-)-bedarf Notwendigkeit zur Schaffung eines Ersatzbzw. Reservepotentials Einfluß auf die Leistungsbereitschaft Bild: Einfluß auf den Personalbedarf

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6 Bruttopersonalbedarf = Einsatzbedarf + Reservebedarf Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf - Istbestand je Personalkategorie Ersatzbedarf = Voraussichtliche Abgänge - Voraussichtliche Zugänge Neubedarf = Ersatzbedarf + Zusatzbedarf (= Nettopersonalbedarf ) Bild: Arten des Personalbedarfs

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15 Legende: mit PB = Personalbedarf m i = Durschnittl. Menge der Tätigkeiten der Kategorie i je Monat t i = Durschnittl. Zeit (in Std.) je Tätigkeitskategorie i t v = Zeit für Tätigkeiten, für die keine Zeitaufnahmen vorliegen T = Tariflich vertragliche Arbeitszeit pro Person/ Monat f NVZ = Notwendiger Verteilzeitfaktor f TVZ = Tatsächlicher Verteilzeitfaktor 1) 2) 3) 4) Bild: Beispiellösung zur Rosenkranzformel

16 Ausgangsinformationen: Pro Tag sind 480 Stück eines Produktes zu fertigen Zur Herstellung eines Stückes werden 10 Minuten benötigt Eine Arbeitskraft arbeitet 8 Stunden am Tag Berechnung des Personalbedarfes: 1. Ermitteln des Arbeitsbedarfes pro Erzeugnismengeneinheit (Kennzahl) pro Stück 10 Minuten = 1 : 10 = 0,1 2. Ermitteln der Erzeugnismenge aus der Produktionsplanung 480 Stück pro Tag 3. Ermitteln der notwendigen Arbeitskapazität Erzeugnismenge : Kennzahl 480 : 0,1 = 4800 Min. 4. Ermitteln des Personaleinsatzbedarfes Arbeitskapazität : verfügbare Arbeitszeit 4800 : 480 = 10 Arbeitskräfte 5. Ermitteln des Bruttopersonalbedarfes Personaleinsatzbedarf + Reservebedarf Bild: Beispiel für die Ermittlung des Personalbedarfes mit Hilfe der Kennzahlenmethode

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18 Lösung: Monatlicher Zeitaufwand: Angebote: 400 x 120 min Fakturierung: 250 x Beratung: 600 x Total Monatliche Arbeitszeit: Vertraglich: 4 x 40 x /. übrig. Adminis. 0,4 x /. Krankheit+Url. 24 x /. Erholung 20 x 1,5 x verfügbare AZ: 2520 A.) BPB: / 2520 = 28,17 Mitarbeiter (incl. Reservebedarf) Dilemma: Bestand nahe am Bedarf => Gefahr von Problemen bei saisonalen und koinjunkturellen Schwankungen. Ggf. muß dann mit Sainsonkräften gearbeitet werden. B.) Probleme der Datenerfassung Vernachlässigung qualitativer Aspekte Keine Berücksichtigung der Unterschiedlichkeit von Mitarbeitern (Produktivität) Nur für einfache, klar abgrenzbare Tätigkeiten Wie gesehen: Keine Berücksichtigung von Schwankungen. Bild: Lösung Beispielaufgabe Personalbemessung

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24 Personalanpassung Ebene der Unternehmungsplanung Erweiterte Lagerhaltung Produktdiversifikation Veränderung der Arbeitsorganisation Zurückstellung von Rationalisierungsinvestitionen Ohne Entlassung Quantitativ - Einstellungsstopp - Aufhebungsvertrag - Vorzeitige Pensionierung - Abbau von Leiharbeit - Überführung in Selbständigkeit Zeitliche - Abbau von Mehrarbeit - Kurzarbeit - Reduzierung der Arbeitszeit - Urlaubsplanung Innerhalb des Personalbereiches Qualitativ - Fortbildung, Umschulung, Arbeitsgestaltung Örtlich - Versetzung, Umsetzung Mit Entlassung Einzelkündigung Massenentlassung Bild: Maßnahmen der Personalanpassung

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