Entscheidungsanomalien. Kapitel 2

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Entscheidungsanomalien. Kapitel 2"

Transkript

1 Entscheidungsanomalien Kapitel 2 1

2 The standard theory of choices provides a set of conditions for rationality that may be necessary, but are hardly sufficient: they allow many foolish decisions to be called rational. (Daniel Kahneman, 1994) 2

3 Psychologie riskanter Entscheidungen 3

4 Risiko Individuen und Gruppen (Organisationen, Institutionen) treffen häufig Entscheidungen unter Risiko. Risiko 1 = Risiko 2 = Ereignisse mit möglichem negativen Ausgang oder Konsequenzen von Entscheidungen sind gut, neutral oder schlecht und nur mit bestimmter Wahrscheinlichkeit kann angeführt werden, welche Konsequenzen eintreten werden. Z.B. Wir wissen genau, dass wir einmal sterben werden; wir wissen aber nur mit welcher Wahrscheinlichkeit wir aufgrund ungesunder Lebensweise (Rauchen, trinken) sterben. 4

5 Risiko Um zu verstehen, wie Individuen und Gruppen entscheiden, ist es essenziell, die Wahrnehmung von Risiko, das Handeln von Menschen in riskanten Situationen und die Kommunikation über Risiko zu verstehen. 5

6 Risiko Voluntary Chronic Common Certain not fatal Known to exposed Immediate Known to science X-rays Nuclear power Involuntary Catastrophic Dread Certainly fatal Not known to exposed Delayed Not known to science Not controllable New Mean rating Controllable Jedes Risiko und jede Gefahr hat ein spezielles Eigenschaftsprofil, welches determiniert, wie Risiken wahrgenommen und akzeptiert werden (Paul Slovic). Old We need to have a concept of the risk or hazard in order to properly communiciate. 6

7 7

8 Risiko Zwei unterschiedliche Systeme der Verarbeitung von Information in Entscheidungssituationen: Intuitives System: Entwicklungsgeschichtlich alt, erfahrungsbezogen, führt schnell zu Bewertungen, funktioniert automatisch, natürlich und nonverbal Risiko als Emotion Analytisches System: Langsam, bewusst, verbal und rational Risiko als Ergebnis von Überlegungen 8

9 Duale Informationsverarbeitung Charakteristika des erfahrungsbezogenen, affektiven Systems und des analytischen Systems (Epstein, 1994) Erfahrungsbezogenes, affektives System Ganzheitlich, intuitiv Affektiv, Lust-/Unlust-orientiert Assoziative Verknüpfungen Verhalten aufgrund emotionsgeladener Erfahrungen Schnelle Verarbeitung Unmittelbar handlungsorientiert Selbstevident; erfahren heißt glauben Analytisches System Analytisch, logisch, Argumentorientiert Logische Verknüpfungen Verhalten aufgrund bewussten Abwägens von Vor- und Nachteilen Wirklichkeit wird in abstrakten Symbolen, Worten und Zahlen verarbeitet Langsame Verarbeitung Mittelbar handlungsorientiert Rechtfertigung von Entscheidungen und Handlungen über Logik und Evidenz 9

10 Risiko und Emotionen Gefühle Wahrscheinlichkeiten werden ignoriert bzw. geringe Wahrscheinlichkeiten werden übergewichtet Prices paid to avoid electric shock and $20 penalty % 99 % Probability Money Shock Die Bereitschaft dafür zu zahlen, elektrische Schocks zu vermeiden, ist von der Wahrscheinlichkeit elektrischen Schocks ausgesetzt zu sein kaum abhängig (Rottenstreich & Hsee: Money, Kisses, and Electric Shock: On the Affective Psychology Risk. Psychological Science, 2001) 10

11 Risiko und Emotionen Krebserregende Wirkung von Strahlen Viele Personen haben keine gute Einschätzung der schädlichen Wirkung von Chemikalien und Strahlen, weil die Gefahren zu sehr schocken. Die Konsequenzen werden übermäßig stark wahrgenommen, aber nicht die Wahrscheinlichkeit, mit der sie eintreten können. Hoch Krebsrisiko Laien Toxikologen Niedrig Gering Hoch Zeit der Bestrahlung Geringe Schädigungswahrscheinlichkeit Hohe Schädigungswahrscheinlichkeit 11

12 Risiko und Emotionen Affektheuristik: Zu intensive Gefühle verhindern rationale Entscheidungen; Wahrscheinlichkeiten werden ignoriert; der Fokus liegt auf den Konsequenzen einer Alternative Versicherungsmakler schildern Kunden die dramatischen Auswirkungen einer möglichen Katastrophe und lenken von der Wahrscheinlichkeit des Eintretens ab Immobilienmakler schildern die positiven Entwicklungen einer Anlage und reden kaum von den damit verbundenen Risiken, den Wahrscheinlichkeiten positiver oder negativer Ereignisse. 12

13 Sicherheit, Risiko, Ambiguität Entscheidungen werden getroffen unter: Sicherheit Risiko Konsequenzen sind mit Sicherheit bekannt Konsequenzen treten mit bekannten Wahrscheinlichkeiten ein Ambiguität Konsequenzen treten mit unbekannten Wahrscheinlichkeiten ein Unsicherheit Konsequenzen sind unbekannt 13

14 Entscheidungen unter Risiko (a) Alternative A bietet: Gewinn 44 ; p =.5; Verlust 55 ; p =.4; weder Gewinn noch Verlust 0 ; p =.1 (b) Alternative B bietet: Gewinn 36 ; p =.5; Verlust 60 ; p =.3; weder Gewinn noch Verlust 0 ; p =.2 Der Erwartungswert wird kaum berechnet. Je nachdem ob Gewinn oder Verlust im Fokus der Aufmerksamkeit steht, wird entschieden und je nachdem, ob die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes hoch sein oder die Verlustwahrscheinlichkeit minimiert werden soll, wird Alternative (a) oder (b) bevorzugt. 14

15 Ambiguitätsaversion Sichere Entscheidungssituationen werden gegenüber riskanten und riskante gegenüber ambivalenten bevorzugt. Ellsberg Paradoxon: Risiko versus Ambivalenz Urne mit 90 Kugeln 30 braunen Kugeln 60 blauen und grünen. 1a: Gewinn, falls ein brauner Ball gezogen wird; 2a: Gewinn, falls ein blauer Ball gezogen wird. 1b: Gewinn falls ein brauner oder grüner Ball gezogen wird. 2b: Gewinn falls ein blauer oder grüner Ball gezogen wird. 15

16 Entscheidungsmodelle (a) Normative Entscheidungsmodelle (b) Präskriptive Entscheidungsmodelle (c) Deskriptive Entscheidungsmodelle 16

17 Entscheidungsmodelle Entscheidungen mit ungewissem Ausgang werden in der Erwartungswerttheorie, Erwartungsnutzentheorie und Subjektiven Erwartungsnutzentheorie beschrieben. 17

18 Entscheidungsmodelle Erwartungswerttheorie Im 17. Jahrhundert überlegten Blaise Pascal und Pierre Fermat, wie im Casino gespielt werden muss, um den eigenen Gewinn zu maximieren. Aus Perspektive der Gewinnmaximierung zählen die Gewinnhöhe und die Gewinnwahrscheinlichkeit. Es muss also jenes Spiel gewählt werden, das den höchsten Gewinn bei höchster Gewinnwahrscheinlichkeit bietet: Erwartungswert = Gewinnhöhe x Gewinnwahrscheinlichkeit 18

19 Entscheidungsmodelle Erwartungsnutzen- und subjektive Erwartungsnutzentheorie Daniel Bernoulli brachte die Erwartungswerttheorie mit folgendem Spiel unter Bedrängnis (St. Petersburg Paradox): Eine Münze wird so oft geworfen, bis Zahl auftritt. Ein Spieler erhält 2 n Rubel, wobei n = 0, 1, 2,,3, die Anzahl der Münzwürfe mit Kopf angibt. Wenn beim ersten Wurf Zahl auftritt, wird 2 0 = 1 Rubel ausgezahlt; Wenn beim 3. Wurf Zahl auftritt, werden 2 3 = 8 Rubel ausgezahlt; Wenn beim 10. Wurf Zahl auftritt, werden 2 10 Rubel ausgezahlt; Erwartungswert = Gewinnhöhe x Gewinnwahrscheinlichkeit Nachdem der Erwartungswert unendlich hoch ist, müssten Spieler bereit sein, ihr gesamtes Vermögen in das Spiel zu investieren. Allerdings werden maximal einige Rubel investiert. Fazit = nicht der Erwartungswert ist ausschlaggebend, sondern der Nutzen des Gewinnes. Der Nutzenzuwachs nimmt aber mit zunehmendem Gewinn ab. Schließlich ist der Nutzen 19 subjektiv und nicht objektiv bestimmbar.

20 Normatives Entscheidungsmodell Laut Modell homo oeconomicus sind Menschen bestrebt, ihren Gewinn zu maximieren. Das heißt, dass (.) exakt gerechnet werden kann (Information wird adäquat verarbeitet), (.) nicht kooperiert wird, (.) Fairness und Gerechtigkeit nicht berücksichtigt werden. 20

21 Ökonomie: Subjectiv-Expected- Utility-Model (SEU) Urteile und Entscheidungen Rationalität und Nutzenmaximierung Eine Person oder Gruppe ist sich darüber bewusst, dass sie eine Entscheidung trifft oder ein Urteil abgibt und die Person oder Gruppe ist identifizierbar Alle Alternativen sind im Voraus festgelegt und bekannt Die Konsequenzen der Alternativen sind bekannt und können bewertet werden Die Bewertung geschieht anhand beständiger Ziele Konsequenzen treten mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten auf und diese sind bekannt Die Relevanz von Informationen kann beurteilt werden und falls die Information nicht ausreicht, können weitere Information gesammelt werden 21

22 Entscheidungen: Psychologie Tatsächlich sind Menschen nicht immer in der Lage, komplexe Informationen bestmöglich zu verarbeiten ( Kognitiver Geizhals ) Komplexe Entscheidungen werden durch Heuristiken abgekürzt (Motivations- und Zeitmangel) Nicht immer kann angenommen werden, dass Entscheidungen konsistent getroffen werden und Ziele stabil bleiben (Framing Effekte, Aussichten auf Verlust oder Gewinn, etc.) 22

23 Entscheidungen in der Spieltheorie Wie beeinflussen der materielle Nutzen, Fairness- oder Gerechtigkeitsüberlegungen Entscheidungen? Diktatorspiel Ultimatumspiel Diktatorische Aufteilung von 100 seitens Partner A; (Akzeptanz oder Ablehnung seitens Partner B) Henrich, Boyd, Bowles, Camerer, Fehr, Gintis & McElreath (2001) führten 2001 ein Ultimatum-Experiment auf 5 Kontinenten bei 15 kleinen Gesellschaften und Stämmen durch: Die Angebote variierten von mindestens 26% bei den Machiguenga in Peru bis 58% bei den Lamelara in Indonesien. In Europa und Nordamerika liegt der durchschnittliche Betrag bei ca. 44%. 23

24 24

25 Entscheidungen in der Spieltheorie Gefangenendilemma + B - A Gefangene kooperieren; gestehen - Gefangene defektieren; leugnen Gefangenendilemma + B - A Gefangene kooperieren; gestehen - Gefangene defektieren; leugnen 25

26 Erfolgreiche Strategien im Gefangenendilemma (Axelrod, 2000) Tit-for-tat-Strategie: Wie du mir so ich dir! Tit-for-tat-plus-one Strategie: Um die Kooperationswilligkeit zu fördern, wird bei einmaligem Verrat seitens des Partners eine zweite Chance geboten und mit Kooperation geantwortet. Jede weitere Defektion wird mit Defektion beantwortet. 26

27 Entscheidungsanomalien Aus Hamlet Prinz von Dänemark von William Shakespeare (Akt II, Szene 2) Hamlet: Welch ein Meisterwerk ist der Mensch! wie edel durch Vernunft! wie unbegrenzt an Fähigkeiten! in Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig, im Handeln wie ähnlich einem Engel! im Begreifen wie ähnlich einem Gott! die Zierde der Welt! Limitierte Informationsverarbeitungskapazität Zeitbeschränkung und Urteilsheuristiken Prospect-Theorie und Framing-Effekte Besitz-Effekt Sunk costs Mentale Buchführung 27

28 Entscheidungsanomalien Optische Täuschungen

29 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (1) Die Wirklichkeit wird subjektiv konstruiert und interpretiert Schätzung Durchmesser von Münzen Optische Täuschungen 29

30 Entscheidungsanomalien Optische Täuschungen 30

31 31

32 32

33 33

34 34

35 35

36 36

37 37

38 38

39 39

40 40

41 Man lege drei Streichhölzer so um, dass es drei gleich große Felder gibt. 41

42 Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Informationen 1. Stellen sie sich vor, sie spielen im Lotto 6 aus 45 mit. Welche der beiden Zahlenreihen A oder B wird eher einen Treffer landen? A: B: Bei einer universitären Veranstaltung nehmen 100 Studierende teil. Davon belegen 20 Betriebswirtschaftslehre, Spezialgebiet Marketing; 80 sind in Psychologie inskribiert. Während der Veranstaltung läutet ein Handy. Eine Studentin nimmt ihre Aktentasche und die Jacke ihres modischen Hosenanzuges und verlässt den Raum. Handelt es sich dabei eher: A: Um eine Studentin der Betriebswirtschaftslehre B: Eine Studentin der Psychologie C: Beide Möglichkeiten sind gleich wahrscheinlich 3. In Mailand gibt es 10,000 Ferraris und 99,000 Autos anderer Marken. Von den Ferraris sind 90 Prozent rot, von den anderen Autos sind nur 30 Prozent rot. Sie stehen an einer Kreuzung und sehen ein rotes Auto mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeifahren. Wie wahrscheinlich ist es, dass es sich um einen Ferrari handelt? A: Etwa 3 Prozent B: Etwa 0.03 Prozent C: Etwa 10 Prozent 42

43 4. Prüfen sie, ob folgende Aussage stimmt: Wenn ein Angestellter am Wochenende arbeitet, bekommt er einen Tag während der Woche frei. Jede der folgenden Karten enthält Informationen über vier Angestellte. Jede Karte steht für einen Angestellten. Auf der einen Seite steht, ob der jeweilige Angestellte am Wochenende gearbeitet hat, und auf der anderen Seite ob er unter der Woche einen freien Tag hatte. Sie können nun Karten umdrehen, um die Informationen auf der anderen Seite zu erhalten. Welche der Karte/n müssen sie zumindest umdrehen, um festzustellen, ob die Aussage stimmt. A arbeitete am Wochenende B bekam einen Tag frei C arbeitete nicht am Wochenende D bekam keinen Tag frei 5. Ein Polizist hält sie auf der Straße an, weil sie mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Da Weihnachtszeit ist, ist er besonders freundlich, lächelt sie an und schlägt ihnen zwei Optionen vor. Für welche entscheiden Sie sich? A: Sie zahlen 30 Euro Strafe sofort B: Der Polizist wirft eine Münze. Bei Kopf zahlen sie 60 Euro, bei Zahl wird die Strafe erlassen 6. Prüfen sie, ob folgende Aussage stimmt: Wenn auf der einen Seite der Karte ein D steht, ist auf der anderen Seite eine 3. Jede der folgenden Karten hat auf der einen Seite einen Buchstaben und auf der anderen Seite eine Zahl. Welche Karte/n müssen sie zumindest umdrehen, um festzustellen, ob die Aussage in stimmt? A: D B: E C: 3 D: 4 43

44 7. Sie betreten ein Geschäft und der Geschäftsleiter kommt freudestrahlend auf sie zu und erzählt ihnen, dass sie der tausendste Besucher des Geschäftes sind. Deshalb gewinnen sie ein Geschenk. Zwei Alternativen stehen zur Auswahl. Für welche entscheiden sie sich? A: Sie erhalten einen Einkaufsgutschein über 30 B: Der Geschäftsführer wirft eine Münze; bei Kopf erhalten sie 60; bei Zahl erhalten sie keinen Gutschein 8. Sie sind zu einer Quizshow eingeladen und haben die Wahl zwischen einem blauen, gelben und roten Kuvert. Zwei Kuverts sind leer, in einem befindet sich ein Gutschein über eine Karibikreise für zwei Personen. Sie entscheiden sich spontan für das gelbe Kuvert. Daraufhin zeigt Ihnen der Spielleiter den leeren Inhalt des roten Kuverts und stellt ihnen zur Auswahl. Wofür entscheiden sie sich? A: Weiterhin auf das gelbe Kuvert zu setzen oder B: zu wechseln und auf das blaue Kuvert zu setzen. Wofür entscheiden sie sich? 44

45 9. Herr Huber hat Tickets für zwei Lotterien gekauft. Er gewinnt daraufhin in der einen Lotterie 25, in der zweiten Lotterie 50. Nun kauft auch Herr Müller ein Ticket und gewinnt 75. Wer freut sich mehr über den Gewinn? A: Herr Huber B: Herr Müller C: beide gleich 10. Frau Wagner entdeckt, dass jemand bei ihrem Auto einen Parkschaden verursacht hat. Die Reparatur wird 200 kosten. Am selben Tag gewinnt Frau Wagner im Lotto 25. Frau Berger entdeckte ebenfalls einen Parkschaden an ihrem Fahrzeug und erfährt, dass die Reparatur 175 kosten wird. Wer ärgert sich an diesem Tag mehr? A: Frau Wagner B: Frau Berger C: Beide gleich 45

46 How many Fs do you see in the text below? FINISHED FILES ARE THE RE- SULT OF YEARS OF SCIENTIF- IC STUDY COMBINED WITH THE EXPERIENCE OF YEARS. 46

47 Können wir System 1 vertrauen? 47

48 48

49 49 Stare at the black lightbulb for at least 30 seconds

50 Optische Täuschung (Zugriff am , von 50

51 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (2) Exponentielles Wachstum Leben: Sekunden 10; Restzeit-Sonnenschein 10 Papierfalten: 0.1 mm stark Festigkeit 0.1 mm 5 x falten = 1.6 mm 10 x falten = 51.2 mm 15 x falten = mm [ 1.6 m] 20 x falten = mm [ 52.4 m] 25 x falten = mm [ m] 31 x falten = {über 100 km} Beispiel: Umweltpolitik 51

52 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (3) Wahrscheinlichkeiten (Monty Hall Dilemma; Ziegenproblem) 52

53 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung Nicht-lineares Wachstum, bedingte Wahrscheinlichkeiten (Monty Hall Dilemma; Ziegenproblem) und Melioration 53

54 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (4) Melioration Fundamentales Effektgesetz (operante Konditionierung): Die Wahrscheinlichkeit jenes Verhaltens, welches die höchste Verstärkung erfährt, steigt. Relatives Effektgesetz (matching law): Das Verhältnis der Wahl verschiedener Verhaltensalternativen ist proportional dem subjektiven Wert der Verstärkung dieser Alternativen und invers proportional der Zeit, die zwischen Verhalten und Verstärkung vergeht. 54

55 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (4) Melioration-Principle Menschen bevorzugen die momentane Besserstellung gegenüber der langfristigen Besserstellung und handeln inkonsitent (Herrenstein, 1992) Fallzeit in Sekunden Fallzeit Taste A Durchschnittliche Fallzeit relativ zu Betätigungen der Tasten A und B Fallzeit Taste B Relative Häufigkeit der Betätigung der Taste B Teilnehmer 55

56 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (5) Gefühle Bedauern (regret): Entscheidungen werden so getroffen, dass weder die Konsequenzen noch der Entscheidungsprozess bedauert wird. Affective forecasting: Vorhersage von Emotionen Impact bias: Dauer von Emotionen wird überschätzt Projection bias: Aktuelle Gefühle werden auch als dominierende Stimmung in der Zukunft angenommen. 56

57 Hypothetischer Zeitverlauf vorhergesagter und erlebter Emotionen (Wilson & Gilbert, 2003) Emotionale Intensität Zeitpunkt 1 Zeitpunkt 2 Zeitpunkt 3 Zeitpunkt 4 Erlebte Emotionen Prognostizierte Emotionen 57

58 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (6) Verzerrungen und Rationalisierungen Better-than-average effect: Überzogener Optimismus im Vergleich mit Anderen. Overconfidence bias: Übersteigertes Selbstvertrauen, das sich in systematischer Selbstüberschätzung in Bezug auf eigenes Wissen und eigene Bewertungen ausdrückt. Dieser Effekt tritt allgemein hauptsächlich bei Fragestellungen mit mittleren bis hohen Schwierigkeitsgraden auf. 58

59 Overconfidence: Ergebnis Hybris am Devisenmarkt (T. Oberlechner) Selbstbeurteilung von Devisenhändlern auf Skala 1-7: Durchschnitt M = 5.06 ¾ der Händler (73.6%) sehen sich als erfolgreicher als andere Händler 1/20 (4.5%) der Händler sieht sich als weniger erfolgreich als andere Händler Verhältnis überdurchschnittlicher zu unterdurchschnittlichen Händlern: 13,6 : 1 59

60 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (7) Prognosefehler und Rückschaufehler Spitzen-Ende-Regel : Nur Spitzen und Enden eines Ereignisses werden zur Beurteilung herangezogen. Hindsight bias (knew it all along bias): In der Rückschau überschätzen Menschen das, was sie über den Ausgang eines Ereignisses gewusst haben. Ursache für verzerrte Erinnerung: Schlechtes Erinnerungsvermögen und selbstwertdienliche Anpassung von Schätzungen. 60

61 Kreditnahme und Investitionsentscheidungen Vorschau Erleben während der Rückzahlung Rückschau Ψ t0 t1, 2, 3, tn Zeit 61 61

62 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung (8) Home bias Die Portfoliotheorie belegt, dass die Asset Allocation, also die Verteilung der Geldanlage auf verschiedene (von einander statistisch unabhängige) Anlageklassen zu einer Erhöhung der Rendite bei gleichem Risiko führt. Aus diesem Grund wäre theoretisch eine Verteilung der Anlagesumme im Portfolio auf eine Vielzahl von nationalen Märkten sinnvoll. In der Praxis beobachtet man jedoch, dass die Anleger ihre Anlagen weitaus überproportional auf dem jeweiligen Heimatmarkt anlegen. Diesen Effekt nennt man Home Bias. Dieser Effekt wurde erstmals durch French und Poterba (1991) sowie Tesar und Werner (1995) beschrieben. Gründe: Als Gründe für den Home Bias werden im wesentlichen 3 Aspekte angeführt: Transaktionskosten: Eine Geldanlage im Ausland ist mit höheren Transaktionskosten verbunden. Diese zu vermeiden, erhöht die Rendite der Geldanlage. Informationsdefizite: Während der Anleger über die Unternehmen am Heimatmarkt relativ gut informiert ist und die Chancen und Risiken gut einschätzen kann, fehlen ihm diese Informationen bei Anlagen auf ausländischen Märkten. Wechselkursrisiken: Da die Rendite des Anlegers neben der Rendite der Anlage selbst durch die Änderung des Wechselkurses bestimmt wird, erscheint eine Anlage im gleichen Währungsraum risikofreier. 62

63 Einstellungen und Erwartungen Devisenhändler kleiner Handelslokationen beurteilen Heimatwährung systematisch positiver als andere Händler: 6 Einstellungsprofile ATS Austria Germany Switzerland U.K. Positive Einstellungen gegenüber der Währung gehen mit der Erwartung künftiger Wertsteigerung einher (T. Oberlechner). 63

64 Hindsight-Bias: ( I knew it all along-effekt ) Fischhoff (1975): VPn lasen einen Text über den Krieg (1814) zwischen Briten und Gurkas (indischer Bergstamm) und einen von 4 möglichen Kriegsausgängen: VG 1: Briten gewannen den Krieg VG 2: Gurkas gewannen den Krieg VG 3: Waffenstillstand mit Friedensabkommen VG 4: Waffenstillstand ohne Friedensabkommen KG 0: Mögliche vier Kriegsausgänge Jede Gruppe schrieb jenem Ausgang die höchste Wahrscheinlichkeit zu, welcher in ihrer Geschichte als der tatsächliche Kriegsausgang beschrieben worden war. 64

65 Rückschaufehler in Abhängigkeit vom Prognose- und Erinnerungszeitpunkt, von der Information über wirtschaftliche Entwicklungen, die nach der Währungsumstellung 1999 eingetreten waren beziehungsweise nicht eingetreten waren. Die Werte wurden so standardisiert, dass die Prognosen jeweils den Wert = 0 haben und die Erinnerungen direkt darauf bezogen werden können (aus Hoelzl, Kirchler, & Rodler, 2002, S. 440). Veränderung in der subjektiven Wahrscheinlichkeitsmessung Experimentalgruppe Kontrollgruppe Zeitpunkt 1 Zeitpunkt 2 Zeitpunkt 1 Zeitpunkt 2 Konstante Information Inkonstante Information Fehlende Information 65

66 Entscheidungsanomalien Limitierte Informationsverarbeitung Rückwärtsinduktion Kooperation in endlichen Spielen (Fairness macht sich nicht bezahlt im Ultimatumspiel und am experimentellen Arbeitsmarkt) 2/3 des Mittelwerts der von einer Gruppe von Personen gewählten Zahlen von 0 bis

67 Heuristiken Verfügbarkeitsheuristik Repräsentativitätsheuristik Anker-/Anpassungsheuristik 67

68 Zeitbeschränkung und Urteilsheuristiken Heuristiken sind Entscheidungshilfen in komplexen Entscheidungssituationen unter Zeitdruck Heuristiken sind Faustregeln, mit dem Vorteil, Entscheidungen anhand einiger Eckdaten "treffen zu können 68

69 Verfügbarkeitsheuristik Bei der Schätzung der Häufigkeiten oder Auftrittswahrscheinlichkeiten eines oder mehrerer Ereignisse werden die Urteile auf Basis der Leichtigkeit, mit der einzelne Informationen aus dem Gedächtnis abgerufen werden oder generiert werden können, gebildet. 69

70 Verfügbarkeitsheuristik (1) Liste 1 Franz Hofer Josef Kranz Madlene Olbright Hermann Brandler Agatha Christie Bertha von Suttner Friedrich Müller Johannes Binder Maria Callas Catherine Deneuve Romy Schneider Mario Dermatt Gerhard Fritz Wolfgang Mairhofer Sharon Stone Isabel Allende Elizabeth Taylor Sebastian Knapp Bernhard Ortner Leonhard Werda Marilyn Monroe Editha Gruberowa Ingeborg Bachmann Elfriede Jelinek Werner Molner Claudia Schiffer Gerhard Grün Agnes Baltsa Josef Huber Georg Kette Karl Wagner Christine Nöstlinger Annemarie Moser Pröll Gerhard Thaler Horst Schuler Claudia Cardinale Hermann Hinterhuber Wolfgang Oberlechner Uschi Glas Liste 2 Berta Huber Thomas Klestil Arnold Schwarzenegger Jasmin Grandl Billy Wilder Hermine Foreer Rosa Mair Toni Sailer Tony Blair Rita Gruber Maria Turner Konrad Adenauer Max Frisch Frieda Dermatt Ida Rederlechner Sabine Miksit Wolfgang A. Mozart Friedrich Dürnmatt Berta Zuegg Linda Mayer Antonia Jankoschek Erika Binder Jacqueline Moser Friedrich von Schiller Helmuth Kohl Johann Sebastian Bach Karin Wagner Kathrin Lindner Frank Zappa Franz Josef Strauss Theresia Stoll Herta Obermair Bill Clinton Franz Klammer Johann W. von Goethe Ida Hertz Robert Stolz Veronika Zepke Jack Nicholson 70

71 Todesursachen in der Schweiz,

72 Verfügbarkeitsheuristik (2) Beispiel: P Buchstabe k am Wortanfang oder an 3. Stelle von Worten? Subjektive Schätzung: k häufiger am Wortanfang Objektive Häufigkeit: k dreimal häufiger an 3. Stelle 72

73 Verfügbarkeitsheuristik (3) Gruppierung von 10 Personen zu Subgruppen von 2 Personen Subgruppen von 3 Personen Subgruppen von 8 Personen n! / (n-r) * r! 10! / ( 10 2 )! * 2! = 10*9*8*...*1 / (8*7*...*1) * 2*1 = 45 10! / ( 10 3 )! * 3! = 10*9*8*...*1 / (7*6*...*1) * 3*2*1 = ! / ( 10 8 )! * 8! = 10*9*8*...*1 / (2*1) * 8*7*...*1 = 45 73

74 Verfügbarkeitsheuristik (4) Stimmungskongruenz-Hypothese: Eine Person erinnert Ereignisse besser, wenn sie in ähnlicher Stimmung ist, wie sie beim Erleben der Ereignisse war. Stimmungskongruenz: Erinnerung von Wortlisten in positivem oder negativem Gefühlszustand (Bower, 1981) Stimmung = Information-Heuristik: 20 Cents Experiment (Schwarz & Clore, 1983) 74

75 Repräsentativitätsheuristik Übereinstimmung oder Ähnlichkeit zwischen einer Stichprobe und einer Grundgesamtheit, einem Element und einer Klasse oder Kategorie, einer Handlung und einer handelnden Person, einer Wirkung und einer Ursache. Allgemeiner: Übereinstimmung zwischen Ergebnis und Modell, Element und Prototyp. 75

76 Repräsentativitätsheuristik (1) Menschen ignorieren in ihren Urteilen und Entscheidungen häufig Stichprobenzusammensetzung und wesentliche Merkmale der Grundgesamtheit. Beispiel: 100 Personen: 70 Juristen, 30 Ingenieure P Ingenieur, wenn Person X Verheiratet 2 Kinder 34 Jahre alt hohe Fähigkeiten und hohes Engagement im Beruf Hobby: Flugzeuge P Ingenieur, wenn Person Y Verheiratet 2 Kinder 34 Jahre alt hohe Fähigkeiten und hohes Engagement im Beruf Antwort: Ingenieur, weil Flugzeuge als Hobby beschrieben sind. Antwort: 50 % Ingenieur und nicht 30 %, wie in der Stichprobe gegeben. 76

77 Repräsentativitätsheuristik (2a) 1 Wahrscheinlichkeit 0,8 0,6 0,4 Geschätzte Prozentwerte 0, % 5-15% 15-25% 25-35% 35-45% 45-55% 55-65% 65-75% 75-85% 85-95% % N = 10 N = 100 N =

78 Repräsentativitätsheuristik (2b) 1 0,8 Wahrscheinlichkeit 0,6 0,4 Korrekte Prozentwerte 0, % 5-15% 15-25% 25-35% 35-45% 45-55% 55-65% 65-75% 75-85% 85-95% % N = 10 N = 100 N =

79 Repräsentativitätsheuristik (3) Prototyp für Zufall Lotto 6 aus 45 Los 1: Los 2:

80 Anker-/ Anpassungsheuristik Häufigkeits- und Wahrscheinlichkeitsschätzungen werden oft mit einem Ausgangswert (Anker) begonnen, der durch die Problemformulierung oder durch eine andere Person oder ein Ereignis vorgegeben ist. Im Laufe der Urteilsbildung werden Berechnungen und Schätzungen durchgeführt und Urteile an den Anker angepasst. 80

81 Anker- / Anpassungsheuristik (1) 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 * 1 = 1 * 2 * 3 * 4 * 5 * 6 * 7 * 8 = Md (1) = Md (2) = 512 Resultat =

82 Anker- / Anpassungsheuristik (2) UNO-Mitgliedsstaaten in Afrika (über 45 %) (unter 25 %) 82

83 Anker- / Anpassungsheuristik (3) Auch Experten unterliegen der Anker-/ Anpassungsheuristik Aktueller Marktwert eines Hauses: $ Ankerpreis in Prospekt $ oder $ Preisschätzung Studierende $ $ Makler $ $

84 Fast and Frugal Heuristics Gigerenzer, Todd, & ABC Research Group (1999): Menschen wenden in Entscheidungssituationen Heuristiken an, weil die Anwendung von Heuristiken Fähigkeiten nutzt, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben und die von Menschen erlernt wurden. Sie werden meist angewandt, ohne bewusst zu überlegen, welche Heuristik in einer bestimmten Situation erfolgreich ist. Mit den schnellen und sparsamen Heuristiken können die klassischen Normen der Rationalität verletzt werden. Deshalb werden diese Heuristiken als a-rational bezeichnet, aber sie lassen häufiger korrekte Entscheidungen und Prognosen zu als Überlegungen, die auf dem aufwändigen klassischen Modell der Rationalität basieren. 84

85 Fast and Frugal Heuristics Rekognitions-Heuristik: Wenn Menschen eines von zwei Objekten kennen und das andere nicht, dann ziehen sie oft den Schluss, das erkannte Objekt habe den höheren Wert. Gigerenzer und Mitarbeiter testeten amerikanische und deutsche Studierende und deren Kenntnisse über die amerikanische Geographie, indem sie fragten, welche Stadt größer sei, San Diego oder San Antonio. Von den amerikanischen Studierenden gaben 62 Prozent die korrekte Antwort, während alle deutschen Studierenden wussten, dass San Diego mehr Einwohner hat als San Antonio. Die deutschen Studierenden hatten häufiger von San Diego gehört als von San Antonio und zogen den Schluss, das wiederkannte Objekt sei wichtiger und auch größer. Die amerikanischen Studierenden wussten zu viel und waren verunsichert. Weniger bringt oft mehr. Die Rekognitions-Heuristik kann, wie Gigerenzer betont, zu einem kontra-intuitiven Effekt führen, dem Less-is-more Effekt. 85

86 Fast and Frugal Heuristics Rekognitions-Heuristik: In einer weiteren Studie sollten türkische und britische Studierende den Ausgang von 32 Fußballspielen in England vorhersagen. Obwohl die englischen Studierenden sehr viel über die Fußballclubs wussten, während die türkischen so gut wie keine Informationen hatten, waren die Prognosen der Engländer mit 65.6 Prozent korrekten Tipps nicht viel besser als die der Türken, die 62.5 Prozent Treffer landeten. Die türkischen Studierenden hatten die Rekognitions-Heuristik verwendet. Nachdem die Fußballclubs gewöhnlich nach den Namen der Städte, aus denen sie kommen, benannt sind und die türkischen Studierenden berühmte Städte kannten und weniger berühmte nicht, schlossen sie von der Bekanntheit der Städte auf deren Wichtigkeit und in weiterer Folge auf die Qualität der Mannschaften. Die partielle Unwissenheit führte zu valider Information (Goldstein & Gigerenzer, 2002; Hoffrage & Reimer, 2004). 86

Die Wirtschaft und ihre Psychologie

Die Wirtschaft und ihre Psychologie Die Wirtschaft und ihre Psychologie Erich Kirchler Erste Bank Journalisten Akademie 2011 23. März 2011 Aus: Kirchler, E. 2011. Wirtschaftspsychologie: Individuum, Gruppen, Märkte, Staat. Göttingen: Hogrefe.

Mehr

Überblick: Entscheidungstheoretische Konzepte Seminar Online-Optimierung Diana Balbus

Überblick: Entscheidungstheoretische Konzepte Seminar Online-Optimierung Diana Balbus Überblick: Entscheidungstheoretische Konzepte Seminar Online-Optimierung Diana Balbus Einleitung Ein Online-Algorithmus muss Ausgaben berechnen, ohne zukünftige Eingaben zu kennen. Für die Bewertung von

Mehr

Die letzte Meile gehen Denkfehler bei der Geldanlage überwinden Die letzte Meile gehen Denkfehler bei der Geldanlage überwinden

Die letzte Meile gehen Denkfehler bei der Geldanlage überwinden Die letzte Meile gehen Denkfehler bei der Geldanlage überwinden Dr. Raimund Schriek www.raimundschriek.com Die letzte Meile gehen Denkfehler bei der Geldanlage überwinden 3 Übersicht Verlierer: Daytrader, Privatanleger; Gewinner: Institutionelle Geschichte der jüngeren

Mehr

Ludwig-Maximilians-Universität Institut für Statistik. Statistische Herausforderungen sozialwissenschaftlicher Studien:

Ludwig-Maximilians-Universität Institut für Statistik. Statistische Herausforderungen sozialwissenschaftlicher Studien: Ludwig-Maximilians-Universität Institut für Statistik Statistische Herausforderungen sozialwissenschaftlicher Studien: Framing Effekt (Vorbereitungsmaterial) Khac Phuoc Le Betreuer: Prof. Dr. Thomas Augustin

Mehr

Das Leben (k)ein Glücksspiel? Risikoentscheidungen (Entscheidungen unter Unsicherheit): Vorschau

Das Leben (k)ein Glücksspiel? Risikoentscheidungen (Entscheidungen unter Unsicherheit): Vorschau Vorschau Das Leben (k)ein Glücksspiel? Oswald Huber Risikoentscheidungen Klassische Entscheidungstheorie: Lotterie-Paradigma Fokus auf Risikoentschärfung - wie entscheiden Menschen wirklich? Risikoentschärfung

Mehr

Heuristiken und Bias. Susanne Leiberg

Heuristiken und Bias. Susanne Leiberg Heuristiken und Bias Susanne Leiberg Gliederung Wiederholung rationale Entscheidungsmodelle historische Weiterentwicklungen Heuristiken als fehlerhafte Entscheidungsfinder Heuristiken als bessere Entscheidungsfinder

Mehr

Wirtschaftsphilologentagung am 27./28.09.2012 in Passau

Wirtschaftsphilologentagung am 27./28.09.2012 in Passau Workshop2 Experimentelle Ökonomie, Verhaltensökonomie und angewandte Spieltheorie Zu Beginn ihres Vortrages gibt Dr. Glätzle-Rützler eine Einführung in die Begriffe Verhaltensökonomie, Spieltheorie und

Mehr

Grenzen des Homo Oeconomicus: Grundprinzipien menschlicher Entscheidungen

Grenzen des Homo Oeconomicus: Grundprinzipien menschlicher Entscheidungen Grenzen des Homo Oeconomicus: Grundprinzipien menschlicher Entscheidungen Prof. Dr. Jörg Rieskamp Abteilung für Economic Psychology, Fakultät für Psychologie Universität Basel Das in der Wirtschaftstheorie

Mehr

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins privater Investoren

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins privater Investoren Behavioral Finance: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins privater Investoren Univ.- Prof. Dr. Teodoro D. Cocca Abteilung für Asset Management Institut für betriebliche Finanzwirtschaft Antrittsvorlesung,

Mehr

Anlagefehler, die selbst professionellen. Finanzberatern unterlaufen

Anlagefehler, die selbst professionellen. Finanzberatern unterlaufen sokaaiko / www.pixelio.de Peter Smola / www.pixelio.de Anlagefehler, die selbst professionellen Multi-Asset Strategien Finanzberatern unterlaufen Martin Weber Universität Mannheim Honorarberater Kongress

Mehr

Rationale und irrationale Entscheidungen

Rationale und irrationale Entscheidungen Rationale und irrationale Entscheidungen Martina Klein Die von Daniel Kahneman und Amos Tversky i entwickelte Prospect Theorie widmet sich der Beschreibung von Entscheidungssituationen. Es wurde dabei

Mehr

Aufgabe 2.1. Ergebnis, Ergebnismenge, Ereignis

Aufgabe 2.1. Ergebnis, Ergebnismenge, Ereignis Aufgabe 2. Ergebnis, Ergebnismenge, Ereignis Ergebnis und Ergebnismenge Vorgänge mit zufälligem Ergebnis, oft Zufallsexperiment genannt Bei der Beschreibung der Ergebnisse wird stets ein bestimmtes Merkmal

Mehr

Übungsaufgaben Wahrscheinlichkeit

Übungsaufgaben Wahrscheinlichkeit Übungsaufgaben Wahrscheinlichkeit Aufgabe 1 (mdb500405): In einer Urne befinden sich gelbe (g), rote (r), blaue (b) und weiße (w) Kugel (s. Bild). Ohne Hinsehen sollen aus der Urne in einem Zug Kugeln

Mehr

Dies ist die entscheidende Erkenntnis, um die es in diesem Buch geht. Nach Abschluss der Lektüre werden Sie verstehen, was genau ich damit meine.

Dies ist die entscheidende Erkenntnis, um die es in diesem Buch geht. Nach Abschluss der Lektüre werden Sie verstehen, was genau ich damit meine. Das Geheimnis der Spitzenspieler Das Spiel der Quoten No-Limit Hold em ist ein Spiel der Quoten. Liegen Sie mit Ihren Quoten grundlegend falsch, können Sie trotz noch so großem Engagement kein Gewinner

Mehr

Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung

Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung Margit Osterloh Universität Zürich & CREMA Center for Research in Economics Management and the Arts Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung

Mehr

Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung

Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung Margit Osterloh Universität Zürich & CREMA Center for Research in Economics Management and the Arts Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung

Mehr

Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung der Verhaltensökonomie

Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung der Verhaltensökonomie Behavioral Reporting Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung der Verhaltensökonomie bmpi Trends in Client Reporting 06.10.2011 Stefan Zeisberger Institut für Banking und Finance, Universität Zürich Behavioural

Mehr

Investition und Risiko. Finanzwirtschaft I 5. Semester

Investition und Risiko. Finanzwirtschaft I 5. Semester Investition und Risiko Finanzwirtschaft I 5. Semester 1 Gliederung Ziel Korrekturverfahren: Einfache Verfahren der Risikoberücksichtigung Sensitivitätsanalyse Monte Carlo Analyse Investitionsentscheidung

Mehr

Die Ökonomie von Glücksspielen

Die Ökonomie von Glücksspielen Die Ökonomie von Glücksspielen Teil II: Risiko, Unsicherheit, EVF-Model Dr. Ingo Fiedler 09.04.2013 Organisatorisches Keine Verschiebung der Veranstaltung Eventuell: Beginn bereits um 16Uhr? Erinnerung:

Mehr

P X =3 = 2 36 P X =5 = 4 P X =6 = 5 36 P X =8 = 5 36 P X =9 = 4 P X =10 = 3 36 P X =11 = 2 36 P X =12 = 1

P X =3 = 2 36 P X =5 = 4 P X =6 = 5 36 P X =8 = 5 36 P X =9 = 4 P X =10 = 3 36 P X =11 = 2 36 P X =12 = 1 Übungen zur Stochastik - Lösungen 1. Ein Glücksrad ist in 3 kongruente Segmente aufgeteilt. Jedes Segment wird mit genau einer Zahl beschriftet, zwei Segmente mit der Zahl 0 und ein Segment mit der Zahl

Mehr

Behavioural Finance Psychologie des Investierens. Prof. Dr. Thorsten Hens SFI, Universität Zürich Institut für Banking und Finance

Behavioural Finance Psychologie des Investierens. Prof. Dr. Thorsten Hens SFI, Universität Zürich Institut für Banking und Finance Behavioural Finance Psychologie des Investierens Prof. Dr. Thorsten Hens SFI, Universität Zürich Institut für Banking und Finance Agenda 1. Fallstudie 2. Psychofallen 3. Empfehlung 4. Literatur 5. Experiment

Mehr

ihre Aktionen (Strategien) simultan und unabhängig wählen unabhängig : Spieler können keine bindenden Vereinbarungen treffen

ihre Aktionen (Strategien) simultan und unabhängig wählen unabhängig : Spieler können keine bindenden Vereinbarungen treffen 1 KAP 1. Bi Matrix Spiele Wir betrachten eine Situation mit zwei Spielern, die ihre Aktionen (Strategien) simultan und unabhängig wählen die möglichen Strategien und Nutzen ihrer Gegensp. vollständig kennen

Mehr

Repetitorium zum Staatsexamen für Lehramtsstudenten. Informationswirtschaft & Planung und Entscheidung 30.05.2014 NB-201. Sommersemester 2014

Repetitorium zum Staatsexamen für Lehramtsstudenten. Informationswirtschaft & Planung und Entscheidung 30.05.2014 NB-201. Sommersemester 2014 Sommersemester 2014 Repetitorium zum Staatsexamen für Lehramtsstudenten Informationswirtschaft & Planung und Entscheidung 30.05.2014 NB-201 Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik Prof. Dr. Alexandros

Mehr

Die Orientierungsaufgabe im Change Management : Individuelles Lernen, Entscheidungsanomalien und organisationales Lernen

Die Orientierungsaufgabe im Change Management : Individuelles Lernen, Entscheidungsanomalien und organisationales Lernen Prof. Dr. Jetta Frost Die Orientierungsaufgabe im Change Management : Individuelles Lernen, Entscheidungsanomalien und organisationales Lernen Vorlesung Change Management (Organisation IIB) im SS 2007

Mehr

natürlich außerordentlich hilfreich, wenn alle Flightpartner den Flug des Balls verfolgt hätten. Denn dann wäre die verirrte Kugel

natürlich außerordentlich hilfreich, wenn alle Flightpartner den Flug des Balls verfolgt hätten. Denn dann wäre die verirrte Kugel Gut beobachtet Sie haben einen Ball geschlagen und können ihn nicht mehr finden. Einfach futsch. Jetzt wäre es natürlich außerordentlich hilfreich, wenn alle Flightpartner den Flug des Balls verfolgt hätten.

Mehr

SportTrader.net System 1. Es gibt viele Möglichkeiten, Strategien und Techniken wie Sie Ihr Kapital erhöhen können.

SportTrader.net System 1. Es gibt viele Möglichkeiten, Strategien und Techniken wie Sie Ihr Kapital erhöhen können. Einstieg Es gibt viele Möglichkeiten, Strategien und Techniken wie Sie Ihr Kapital erhöhen können. Bevor wir Ihnen eine Strategie, welche Sie interessieren könnte, beschreiben, einpaar Worte zur Einführung.

Mehr

Black Jack - Kartenzählen

Black Jack - Kartenzählen Black Jack - Kartenzählen Michael Gabler 24.01.2012 Literatur: N. Richard Werthamer: Risk and Reward - The Science of Casino Blackjack, Springer Black Jack - Kartenzählen 1 Wie zähle ich Karten? Historisches

Mehr

3.2. Prüfungsaufgaben zur bedingten Wahrscheinlichkeit

3.2. Prüfungsaufgaben zur bedingten Wahrscheinlichkeit 3.2. Prüfungsaufgaben zur bedingten Wahrscheinlichkeit Aufgabe : Summenregel und bedingte Wahrscheinlichkeit Eine Statistik hat folgende Ergebnisse zutage gebracht: 52 % der Bevölkerung sind weiblich.

Mehr

6 Mehrstufige zufällige Vorgänge Lösungshinweise

6 Mehrstufige zufällige Vorgänge Lösungshinweise 6 Mehrstufige zufällige Vorgänge Lösungshinweise Aufgabe 6.: Begründen Sie, warum die stochastische Unabhängigkeit zweier Ereignisse bzw. zufälliger Vorgänge nur ein Modell der Realität darstellen kann.

Mehr

Mit welcher Strategie hast Du am Glücksrad Erfolg?

Mit welcher Strategie hast Du am Glücksrad Erfolg? Mit welcher Strategie hast Du am Glücksrad Erfolg? Kinderuni, Workshop an der TU Wien 24. Juli 2009, 10:30 11:30 Uhr Univ.-Prof. Dr. Uwe Schmock Forschungsgruppe Finanz- und Versicherungsmathematik Institut

Mehr

Asachenputtel Datenqualität? Ups der erste Fehler...

Asachenputtel Datenqualität? Ups der erste Fehler... Asachenputtel Datenqualität? Ups der erste Fehler... Deutsche Gesellschaft für Informations- und Datenqualität e.v. Dipl. Kfm. Michael Mielke Präsident wie war das nochmal... Armes Mädchen Mutter gestorben

Mehr

Ihre persönliche Anlagestrategie Erfassungsbogen

Ihre persönliche Anlagestrategie Erfassungsbogen Ihre persönliche Anlagestrategie Erfassungsbogen Provided by invest solutions GmbH tetralog systems AG 2004 Ihre persönliche Anlagestrategie: Denn es geht um Ihr Geld! Ihre persönliche Anlagestrategie:

Mehr

Gefördert durch: dynaklim-kompakt

Gefördert durch: dynaklim-kompakt Gefördert durch: dynaklim-kompakt Risiko & Co. - Begriffe und Abgrenzungen 1 Problemstellung Ein Basisproblem, das immer auftritt, wenn es um Risiko geht, ist die Existenz unterschiedlicher Risikodefinitionen

Mehr

geben. Die Wahrscheinlichkeit von 100% ist hier demnach nur der Gehen wir einmal davon aus, dass die von uns angenommenen

geben. Die Wahrscheinlichkeit von 100% ist hier demnach nur der Gehen wir einmal davon aus, dass die von uns angenommenen geben. Die Wahrscheinlichkeit von 100% ist hier demnach nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Gehen wir einmal davon aus, dass die von uns angenommenen 70% im Beispiel exakt berechnet sind. Was würde

Mehr

Das St. Petersburg Paradox

Das St. Petersburg Paradox Das St. Petersburg Paradox Johannes Dewender 28. Juni 2006 Inhaltsverzeichnis 1 Das Spiel 2 2 Das Paradox 3 3 Lösungsvorschläge 4 3.1 Erwartungsnutzen............................... 4 3.2 Risikoaversion..................................

Mehr

y 1 2 3 4 5 6 P (Y = y) 1/6 1/6 1/6 1/6 1/6 1/6

y 1 2 3 4 5 6 P (Y = y) 1/6 1/6 1/6 1/6 1/6 1/6 Fachhochschule Köln Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Arrenberg Raum 221, Tel. 39 14 jutta.arrenberg@fh-koeln.de Übungen zur Statistik für Prüfungskandidaten und Prüfungskandidatinnen Unabhängigkeit

Mehr

3.8 Wahrscheinlichkeitsrechnung III

3.8 Wahrscheinlichkeitsrechnung III 3.8 Wahrscheinlichkeitsrechnung III Inhaltsverzeichnis ufallsgrössen Der Erwartungswert 3 3 Die Binomialverteilung 6 4 Die kumulierte Binomialverteilung 8 4. Die Tabelle im Fundamentum (oder Formeln und

Mehr

Risk Profiling Risikoprofilermittlung privater Anlagekunden unter besonderer Berücksichtigung der Behavioral Finance

Risk Profiling Risikoprofilermittlung privater Anlagekunden unter besonderer Berücksichtigung der Behavioral Finance Risk Profiling Risikoprofilermittlung privater Anlagekunden unter besonderer Berücksichtigung der Behavioral Finance Zentrum für Banking & Finance Robert Fehr Jérôme Zaugg Building Competence. Crossing

Mehr

Name:... Matrikel-Nr.:... 3 Aufgabe Handyklingeln in der Vorlesung (9 Punkte) Angenommen, ein Student führt ein Handy mit sich, das mit einer Wahrscheinlichkeit von p während einer Vorlesung zumindest

Mehr

Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie

Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie Seminar: VT bei depressiven Störungen Seminarleiterin: Dipl. Psych. C. Kuhn Referenten: F. Buge, K. Lemke Überblick Therapeutisches Vorgehen: 1. Erfassen von

Mehr

Stichprobenauslegung. für stetige und binäre Datentypen

Stichprobenauslegung. für stetige und binäre Datentypen Stichprobenauslegung für stetige und binäre Datentypen Roadmap zu Stichproben Hypothese über das interessierende Merkmal aufstellen Stichprobe entnehmen Beobachtete Messwerte abbilden Schluss von der Beobachtung

Mehr

5. Schließende Statistik. 5.1. Einführung

5. Schließende Statistik. 5.1. Einführung 5. Schließende Statistik 5.1. Einführung Sollen auf der Basis von empirischen Untersuchungen (Daten) Erkenntnisse gewonnen und Entscheidungen gefällt werden, sind die Methoden der Statistik einzusetzen.

Mehr

Schätzen mit subjektiven Wahrscheinlichkeiten. Reimar Hofmann Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft

Schätzen mit subjektiven Wahrscheinlichkeiten. Reimar Hofmann Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft Schätzen mit subjektiven Wahrscheinlichkeiten Reimar Hofmann Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft Objektive Wahrscheinlichkeiten Voraussetzung: Beliebig oft wiederholbares Experiment, bei dem ein

Mehr

Fallstricke der Börsenpsychologie

Fallstricke der Börsenpsychologie Fallstricke der Börsenpsychologie Jörg Scherer Invest 2011 1 Erkenne Dich selbst Orakel von Delphi 2 Verhaltensorientierte Kapitalmarktforschung Ausgangspunkt: Klassische Lehre: homo oeconomicus Mensch,

Mehr

Der homo oeconomicus unter der Lupe. Helmut Jungermann

Der homo oeconomicus unter der Lupe. Helmut Jungermann Der homo oeconomicus unter der Lupe Helmut Jungermann Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft Technische Universität Berlin Mai 2005 1 Der homo oeconomicus im Alltag Wir lesen Artikel über Konsumgüter,

Mehr

Bisher angenommen: jeder Spieler kennt alle Teile des Spiels. - Diskontfaktor des Verhandlungspartners

Bisher angenommen: jeder Spieler kennt alle Teile des Spiels. - Diskontfaktor des Verhandlungspartners 1 KAP 15. Spiele unter unvollständiger Information Bisher angenommen: jeder Spieler kennt alle Teile des Spiels seine Gegenspieler, deren Aktionen, deren Nutzen, seinen eigenen Nutzen etc. Oft kennt man

Mehr

Thema 14. Wie man Geld vermehren kann Die Psychologie der Geldanlage

Thema 14. Wie man Geld vermehren kann Die Psychologie der Geldanlage Thema 14 Wie man Geld vermehren kann Die Steffi Müller, Stefan Elsner, Dominik Otto 1 Gliederung I. Einführung II. Wahrnehmung III. Prospect Theory IV. Dissonanztheorie V. Fazit VI. Diskussion Steffi Müller,

Mehr

9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz

9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz 9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz Dr. Antje Kiesel Institut für Angewandte Mathematik WS 2011/2012 Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz Wenn wir die Standardabweichung σ nicht kennen,

Mehr

Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und

Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und β-fehler? Sven Garbade Fakultät für Angewandte Psychologie SRH Hochschule Heidelberg sven.garbade@hochschule-heidelberg.de

Mehr

II. Theoretische Traditionen und ihre Menschenbilder (3): Der Mensch als "kognitiver Geizhals" bzw. "motivierter Taktiker"

II. Theoretische Traditionen und ihre Menschenbilder (3): Der Mensch als kognitiver Geizhals bzw. motivierter Taktiker II. Theoretische Traditionen und ihre Menschenbilder (3): Der Mensch als "kognitiver Geizhals" bzw. "motivierter Taktiker" 1. Der Mensch als kognitiver Geizhals 2. Urteilsheuristiken 3. Der Mensch als

Mehr

Die Herkunft des Geldes

Die Herkunft des Geldes Pokerkurs für Einsteiger Die Herkunft des Geldes Allen neuen Schülern stelle ich immer die Frage, wo ihre Gewinne herkommen. Noch davor frage ich sie: Wie schneidet ihr in euren Partien ab? Gewinnt ihr,

Mehr

Portfolio-Optimierung und Capital Asset Pricing

Portfolio-Optimierung und Capital Asset Pricing Portfolio-Optimierung und Capital Asset Pricing Peter Malec Institut für Statistik und Ökonometrie Humboldt-Universität zu Berlin Econ Boot Camp, SFB 649, Berlin, 4. Januar 2013 1. Einführung 2 29 Motivation

Mehr

Kurs 2 Stochastik EBBR Vollzeit (1 von 2)

Kurs 2 Stochastik EBBR Vollzeit (1 von 2) Erwachsenenschule Bremen Abteilung I: Sekundarstufe Doventorscontrescarpe 172 A 281 Bremen Kurs 2 Stochastik EBBR Vollzeit (1 von 2) Name: Ich 1. 2. 3. 4.. 6. 7. So schätze ich meinen Lernzuwachs ein.

Mehr

Aussagen zur eigenen Liebe

Aussagen zur eigenen Liebe Aussagen zur eigenen Liebe 1. Themenstrang: Ich liebe Dich 1.1 Liebesäußerung Die schreibende Person bringt mit dieser Aussage ihre Liebe zum Ausdruck. Wir differenzieren zwischen einer Liebeserklärung,

Mehr

Furchtappelle in der Gesundheitsförderung

Furchtappelle in der Gesundheitsförderung Furchtappelle in der Gesundheitsförderung Jürgen Bengel Abteilung für Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie Institut für Psychologie, Universität Freiburg 26. Jahrestagung Fachgruppe Psychologie

Mehr

Studiendesign/ Evaluierungsdesign

Studiendesign/ Evaluierungsdesign Jennifer Ziegert Studiendesign/ Evaluierungsdesign Praxisprojekt: Nutzerorientierte Evaluierung von Visualisierungen in Daffodil mittels Eyetracker Warum Studien /Evaluierungsdesign Das Design einer Untersuchung

Mehr

Warum du noch heute an deiner Einstellung zu Geld arbeiten solltest, um Geld leichter anzuziehen (+ sofort anwendbare Übung) - Teil 1/3

Warum du noch heute an deiner Einstellung zu Geld arbeiten solltest, um Geld leichter anzuziehen (+ sofort anwendbare Übung) - Teil 1/3 Warum du noch heute an deiner Einstellung zu Geld arbeiten solltest, um Geld leichter anzuziehen (+ sofort anwendbare Übung) - Teil 1/3 Seit meinem 16. Lebensjahr beschäftige ich mich intensiv mit den

Mehr

Wie viele Male schlägt das Herz eines Menschen in seinem gesamten Leben?

Wie viele Male schlägt das Herz eines Menschen in seinem gesamten Leben? Wie viele Male schlägt das Herz eines Menschen in seinem gesamten Leben? Wie viele Bäume gibt es in der Schweiz? Bestimme den Erdumfang, ohne ihn irgendwo nachzuschlagen. Gegeben sei der Abstand zwischen

Mehr

Fragenkatalog zur finanziellen Risikobereitschaft für. Angela Schmidt

Fragenkatalog zur finanziellen Risikobereitschaft für. Angela Schmidt Fragenkatalog zur finanziellen Risikobereitschaft für Angela Schmidt 1) Wie schätzen Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft im Vergleich zu anderen Menschen ein? 1. Extrem niedrige Risikobereitschaft.

Mehr

Mathematik-Dossier 5 Wahrscheinlichkeit Regelmässigkeit des Zufalls (angepasst an das Lehrmittel Mathematik 1)

Mathematik-Dossier 5 Wahrscheinlichkeit Regelmässigkeit des Zufalls (angepasst an das Lehrmittel Mathematik 1) Name: Mathematik-Dossier 5 Wahrscheinlichkeit Regelmässigkeit des Zufalls (angepasst an das Lehrmittel Mathematik 1) Inhalt: Absolute und relative Häufigkeit Wahrscheinlichkeit Voraussagen mit Wahrscheinlichkeit

Mehr

Depression und autobiographisches Gedächtnis. Daniel Konermann

Depression und autobiographisches Gedächtnis. Daniel Konermann Depression und autobiographisches Gedächtnis Daniel Konermann Was ist autobiographisches Gedächtnis? 2 Autobiographical Memory Test (AMT) von Williams und Broadbent (1986) Nennen sie auf die im Folgenden

Mehr

Soziale Vorstellungen über Steuern und EU-Steuern in Österreich

Soziale Vorstellungen über Steuern und EU-Steuern in Österreich Soziale Vorstellungen über n und -n in Österreich Gliederung Theorie compliance Soziale Repräsentationen (Vorstellungen) Soziale Identität Soziale Vorstellungen über n Studie Forschungsfragen Datenerhebung

Mehr

Übungen zur Mathematik für Pharmazeuten

Übungen zur Mathematik für Pharmazeuten Blatt 1 Aufgabe 1. Wir betrachten den Ereignisraum Ω = {(i,j) 1 i,j 6} zum Zufallsexperiment des zweimaligem Würfelns. Sei A Ω das Ereignis Pasch, und B Ω das Ereignis, daß der erste Wurf eine gerade Augenzahl

Mehr

Wahrscheinlichkeit und Zufall

Wahrscheinlichkeit und Zufall Wahrscheinlichkeit und Zufall Klassische Probleme der Wahrscheinlichkeitsrechnung 23. Juni 2009 Dr. Katja Krüger Universität Paderborn Inhalt Die Wetten des Chevalier de Méréé Warten auf die erste Sechs

Mehr

Behavioral Economics im Unternehmen

Behavioral Economics im Unternehmen Behavioral Economics im Unternehmen Ganz einfach Gewinne steigern Rationale Kunden? Um am Markt zu bestehen, muss jedes Unternehmen die Kunden von den eigenen Produkten überzeugen. Letztendlich muss sich

Mehr

Energieverbrauch von Konsumenten: Ist symbolisches Verhalten wichtiger als tatsächliches Verhalten?

Energieverbrauch von Konsumenten: Ist symbolisches Verhalten wichtiger als tatsächliches Verhalten? Energieverbrauch von Konsumenten: Ist symbolisches Verhalten wichtiger als tatsächliches Verhalten? Bernadette Sütterlin & Michael Siegrist Consumer Behavior, Institute for Environmental Decisions, ETH

Mehr

Gewinnung von IT-Talenten Employer Branding als Erfolgsfaktor. www.get-in-it.de

Gewinnung von IT-Talenten Employer Branding als Erfolgsfaktor. www.get-in-it.de Gewinnung von IT-Talenten Employer Branding als Erfolgsfaktor www.get-in-it.de Der War for IT-Talents ist in vollem Gange Die von den Hochschulen kommenden Absolventen reichen nicht aus, um den weiter

Mehr

Risikomanagement: Aufgabensammlung I

Risikomanagement: Aufgabensammlung I Thema Dokumentart Risikomanagement: Aufgabensammlung I Lösungen Theorie im Buch "Integrale Betriebswirtschaftslehre" Teil: E2 Risikomanagement Risikomanagement: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Definieren

Mehr

2.2 Ereignisse und deren Wahrscheinlichkeit

2.2 Ereignisse und deren Wahrscheinlichkeit 2.2 Ereignisse und deren Wahrscheinlichkeit Literatur: [Papula Bd., Kap. II.2 und II.], [Benning, Kap. ], [Bronstein et al., Kap. 1.2.1] Def 1 [Benning] Ein Zufallsexperiment ist ein beliebig oft wiederholbarer,

Mehr

Risiko und Versicherung - Übung

Risiko und Versicherung - Übung Sommer 2009 Risiko und Versicherung - Übung Entscheidungstheoretische Grundlagen Renate Bodenstaff Vera Brinkmann r.bodenstaff@uni-hohenheim.de vera.brinkmann@uni-hohenheim.de https://insurance.uni-hohenheim.de

Mehr

3.7 Wahrscheinlichkeitsrechnung II

3.7 Wahrscheinlichkeitsrechnung II 3.7 Wahrscheinlichkeitsrechnung II Inhaltsverzeichnis 1 bedingte Wahrscheinlichkeiten 2 2 unabhängige Ereignisse 5 3 mehrstufige Zufallsversuche 7 1 Wahrscheinlichkeitsrechnung II 28.02.2010 Theorie und

Mehr

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 10

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 10 Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 10 Robert Poppe robert.poppe@uni-mannheim.de Universität Mannheim 19. November 2010 Überblick 1 Asymmetrische Information Verborgene Aktion Moralisches

Mehr

Teil I: Einführung Motivation Einführendes Beispiel Merkmale eines Spiels Teil II: Mathematische Spieltheorie. Einführung

Teil I: Einführung Motivation Einführendes Beispiel Merkmale eines Spiels Teil II: Mathematische Spieltheorie. Einführung c by Rolf Haenni (2006) Seite 170 Teil I: Motivation Einführendes Beispiel Merkmale eines Spiels Teil II: Mathematische Spieltheorie Neutrale Spiele Die Conway-Theorie Teil III: Spielalgorithmen in der

Mehr

Riskante Zukunft? Was uns bedroht und wie wir es erkennen können. Ortwin Renn 28.11.2013. Universität Stuttgart Institut für Sozialwissenschaften

Riskante Zukunft? Was uns bedroht und wie wir es erkennen können. Ortwin Renn 28.11.2013. Universität Stuttgart Institut für Sozialwissenschaften Riskante Zukunft? Was uns bedroht und wie wir es erkennen können 28.11.2013 Ortwin Renn Universität Stuttgart Institut für Sozialwissenschaften Was sind Risiken? Mögliche (nicht sichere) Folgen eines Ereignisses

Mehr

Gefühlte Risiken und die Illusion der Gewissheit. Gerd Gigerenzer

Gefühlte Risiken und die Illusion der Gewissheit. Gerd Gigerenzer in this world there is nothing certain but death and taxes. Benjamin Franklin The whole problem of the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of

Mehr

Instrumente auf Unternehmensebene

Instrumente auf Unternehmensebene Instrumente auf Unternehmensebene Was "Green Marketing" von Behavioral Economics lernen kann Datum: 29. September 2010 Stefanie Heinzle Good Energies Chair for Management of Renewable Energies University

Mehr

Monte-Carlo-Simulation

Monte-Carlo-Simulation Modellierung und Simulation Monte-Carlo-Simulation Universität Hamburg Johannes Schlundt 7. Januar 2013 Monte-Carlo-Simulation Johannes S. 1/31 Inhalt Motivation Geschichtliche Entwicklung Monte-Carlo-Simulation

Mehr

Einführungswebinare. Risiko-Management. Referent. David Pieper

Einführungswebinare. Risiko-Management. Referent. David Pieper Einführungswebinare Referent Risiko-Management David Pieper 2 Auf die Höhe der möglichen Gewinne kann der Anleger keinen Einfluss nehmen, auf seine Verluste dagegen schon. Hierzu stellt Risiko-Management

Mehr

16 Risiko und Versicherungsmärkte

16 Risiko und Versicherungsmärkte 16 Risiko und Versicherungsmärkte Entscheidungen bei Unsicherheit sind Entscheidungen, die mehrere mögliche Auswirkungen haben. Kauf eines Lotterieloses Kauf einer Aktie Mitnahme eines Regenschirms Abschluss

Mehr

Statistik II. Statistik II, SS 2001, Seite 1 von 5

Statistik II. Statistik II, SS 2001, Seite 1 von 5 Statistik II, SS 2001, Seite 1 von 5 Statistik II Hinweise zur Bearbeitung Hilfsmittel: - Taschenrechner (ohne Datenbank oder die Möglichkeit diesen zu programmieren) - Formelsammlung im Umfang von einer

Mehr

Sozialpsychologie. Vorlesung I. Thema: Reaktanz

Sozialpsychologie. Vorlesung I. Thema: Reaktanz Sozialpsychologie Vorlesung I Thema: Reaktanz Die Theorie der psychologischen Reaktanz (Brehm, 1966, 1972) 1. Personen glauben an die Freiheit, bestimmte Verhaltensweisen ausführen zu können. 2. Freiheit

Mehr

Spieltheorie mit. sozialwissenschaftlichen Anwendungen

Spieltheorie mit. sozialwissenschaftlichen Anwendungen .. Friedel Bolle, Claudia Vogel Spieltheorie mit sozialwissenschaftlichen Anwendungen SS Inhalt. Einleitung. Sequentielle Spiele Terminologie Spielbäume Lösen von Sequentiellen Spielen .. Motivation: Warum

Mehr

Whitepaper Preispsychologie. Vom Preismanagement zum Preiswahrnehmungsmanagement. Input Consulting 2014

Whitepaper Preispsychologie. Vom Preismanagement zum Preiswahrnehmungsmanagement. Input Consulting 2014 Input Consulting AG Input Consulting AG Olgastrasse 10 Zeughausgasse 14, Postfach 415 CH-8001 Zürich CH-3000 Bern 7 Telefon + 41 44 253 67 17 Telefon +41 31 909 20 10 Fax +41 44 253 67 18 Fax +41 31 909

Mehr

MYOPIC LOSS AVERSION AND THE EQUITY PREMIUM PUZZLE

MYOPIC LOSS AVERSION AND THE EQUITY PREMIUM PUZZLE MYOPIC LOSS AVERSION AND THE EQUITY PREMIUM PUZZLE Co-Referat Christian Bannwart Cyril Kägi Martin Mosimann Sascha Ritter Klasse BF06TZ.B 30. November 2009 Agenda Thematik Ergänzungen zur Präsentation

Mehr

1960 DIE GESCHICHTE. Liebe Kunden unseres Hauses!

1960 DIE GESCHICHTE. Liebe Kunden unseres Hauses! 1960 DIE GESCHICHTE Liebe Kunden unseres Hauses! 50 Jahre Firmengeschichte eine lange Zeit, in der viel bewegt und geschaffen wurde. Meine Eltern, Sieglinde und Ferdinand Mitterbauer, haben 1960 den Schritt

Mehr

Wie sollte ein Manager coachen?

Wie sollte ein Manager coachen? COACHING Als Führungskraft sind Sie da um mit Menschen mit vielen verschiedenen Fähigkeiten zu arbeiten, und Ihre Rolle als Coach ist eine solche Funktion. Coaching ist eine Gelegenheit um zur Entwicklung

Mehr

Prosoziales Verhalten

Prosoziales Verhalten Prosoziales Verhalten Drei verwandte Begriffe Hilfreiches Verhalten, prosoziales Verhalten, Altruismus Hilfreiches Verhalten Prosoziales Verhalten Altruismus Prosoziales Verhalten ist dann gegeben, wenn

Mehr

Regelmäßigkeit (Erkennen von Mustern und Zusammenhängen) versus Zufall

Regelmäßigkeit (Erkennen von Mustern und Zusammenhängen) versus Zufall Wahrscheinlichkeitstheorie Was will die Sozialwissenschaft damit? Regelmäßigkeit (Erkennen von Mustern und Zusammenhängen) versus Zufall Auch im Alltagsleben arbeiten wir mit Wahrscheinlichkeiten, besteigen

Mehr

Kugel-Fächer-Modell. 1fach. 3fach. Für die Einzelkugel gibt es 3 Möglichkeiten. 6fach. 3! Möglichkeiten

Kugel-Fächer-Modell. 1fach. 3fach. Für die Einzelkugel gibt es 3 Möglichkeiten. 6fach. 3! Möglichkeiten Kugel-Fächer-Modell n Kugeln (Rosinen) sollen auf m Fächer (Brötchen) verteilt werden, zunächst 3 Kugeln auf 3 Fächer. 1fach 3fach Für die Einzelkugel gibt es 3 Möglichkeiten } 6fach 3! Möglichkeiten Es

Mehr

Bestimmen der Wahrscheinlichkeiten mithilfe von Zählstrategien

Bestimmen der Wahrscheinlichkeiten mithilfe von Zählstrategien R. Brinmann http://brinmann-du.de Seite 4.0.2007 Bestimmen der Wahrscheinlicheiten mithilfe von Zählstrategien Die bisherigen Aufgaben zur Wahrscheinlicheitsrechnung onnten im Wesentlichen mit übersichtlichen

Mehr

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Wahrscheinlichkeitsrechnung Wahrscheinlichkeitsrechnung Was du wissen musst: Die Begriffe Zufallsexperiment, Ereignisse, Gegenereignis, Zufallsvariable und Wahrscheinlichkeit sind dir geläufig. Du kannst mehrstufige Zufallsversuche

Mehr

unsere eigene Intuition unzureichend war. Obwohl wir beide schon jahrelang Statistik lehrten und anwandten, hatten wir kein intuitives Gespür für die

unsere eigene Intuition unzureichend war. Obwohl wir beide schon jahrelang Statistik lehrten und anwandten, hatten wir kein intuitives Gespür für die unsere eigene Intuition unzureichend war. Obwohl wir beide schon jahrelang Statistik lehrten und anwandten, hatten wir kein intuitives Gespür für die Zuverlässigkeit statistischer Ergebnisse bei kleinen

Mehr

Konsum- und Anlageentscheidungen bei Eintritt in den Ruhestand

Konsum- und Anlageentscheidungen bei Eintritt in den Ruhestand Konsum- und Anlageentscheidungen bei Eintritt in den Ruhestand Prof. Dr. Susanne Homölle, Institut für Betriebswirtschaftslehre Prof. i.r. Dr. Friedrich Liese, Institut für Mathematik 08.12.2010 2009 UNIVERSITÄT

Mehr

Wi rtschaftspsychologie

Wi rtschaftspsychologie Wi rtschaftspsychologie Individuen, Gruppen, Märkte, Staat von Erich Kirchler 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage HOGRE F E - GÖTTINGEN. BERN. WIEN PARIS OXFORD PRAG. TORONTO ES CAMBRIDGE,

Mehr

Homo oeconomicus, homo ludens und ordnungspolitische Konsequenzen 20 Jahre Lotterien

Homo oeconomicus, homo ludens und ordnungspolitische Konsequenzen 20 Jahre Lotterien Homo oeconomicus, homo ludens und ordnungspolitische Konsequenzen 20 Jahre Lotterien Univ. Prof. Dr. Bernhard Felderer IHS - Institut für f r Höhere H Studien 7. September 2006 Homo oeconomicus Der Homo

Mehr

AKZEPTANZ VON STUDIENGEBÜHREN

AKZEPTANZ VON STUDIENGEBÜHREN AStA der Universität München (Hrsg.) AKZEPTANZ VON STUDIENGEBÜHREN FÜR DAS ERSTSTUDIUM Die wichtigsten Ergebnisse Carolin Strobl Rita Reimer 1. Stichprobenziehung und Repräsentativität 606 Personen aus

Mehr

Aktuell zu vergebende Abschlussarbeiten

Aktuell zu vergebende Abschlussarbeiten Aktuell zu vergebende Abschlussarbeiten Inhalt A Themenbereich Führung... 1 A.1 Merkmale, Ursachen und Folgen negativen Führungsverhaltens... 1 A.2 Führung... 2 A.3 Exploration impliziter Führungstheorien

Mehr

Die erfolgreichsten Investmentregeln der Profis

Die erfolgreichsten Investmentregeln der Profis Christopher L.Jones Das krisensichere Portfolio Die erfolgreichsten Investmentregeln der Profis FinanzBuch Verlag Vorwort 11 Einleitung 15 Danksagung 23 Darf ich Sie mit Financial Engines bekannt machen?...

Mehr

Leopoldina Meeting. Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens. Bonn, 15.-16.6.2012. Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings

Leopoldina Meeting. Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens. Bonn, 15.-16.6.2012. Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings Leopoldina Meeting Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens Bonn, 15.-16.6.2012 Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings Die möglichen, zumeist negativ bewerteten Folgen eines Ereignisses für

Mehr