MANUAL BIG FIVE STRUKTUR INVENTAR WIENER TESTSYSTEM. Kurzbezeichnung BFSI. Version 22 - Revision 1

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1 WIENER TESTSYSTEM MANUAL BIG FIVE STRUKTUR INVENTAR Kurzbezeichnung BFSI Version 22 - Revision 1 Mödling, Juli 2011 Copyright 2008 by SCHUHFRIED GmbH Autor des Tests M. Arendasy Verfasser der Handanweisung M. Arendasy, M. Sommer, M. Feldhammer SCHUHFRIED GmbH, Hyrtlstraße 45, 2340 Mödling, Austria Tel. +43/2236/ , Fax: +43/2236/ Sitz: Mödling, FN p Landesgericht Wr. Neustadt, UID Nr. ATU

2 INHALTSVERZEICHNIS 1 KURZBESCHREIBUNG DES VERFAHRENS THEORETISCHER HINTERGRUND Fünf-Faktoren Modell Darstellung des Fünf Faktoren Modells Fünf-Faktoren Modell und die Giant Three Aktuelle Befunde zu den Big-Five Validität der Big-Five in verschiedenen Kulturen Praktische Relevanz der Big-Five Praktische Relevanz der Big-Five in der Verhaltensvorhersage Praktische Relevanz der Big-Five in der Bildungsberatung Praktische Relevanz der Big-Five in der Personalauswahl Praktische Relevanz der Big-Five in der Vorgesetztenbeurteilung BESCHREIBUNG DES VERFAHRENS Testkonstruktion und Testaufbau Beschreibung der Testkonstruktion Dimensionalität der Skalen von BFSI Darstellung des Partial Credit Modells Ergebnisse der Dimensionalitätsanalysen für die einzelnen Subskalen Abgrenzung zu anderen Testverfahren Äquivalenz der Sprachversionen Variablenbeschreibung Testformen EVALUIERUNG Objektivität Reliabilität Validität Skalierung Ökonomie Nützlichkeit Zumutbarkeit Unverfälschbarkeit Fairness NORMIERUNG TESTABLAUF Instruktion Testphase INTERPRETATION DER TESTERGEBNISSE

3 7.1 Allgemeine Interpretationshinweise Allgemeines Vorgehen bei der Interpretation von BFSI Interpretation der Hauptvariablen von BFSI LITERATUR

4 1 KURZBESCHREIBUNG DES VERFAHRENS BFSI Autor M. Arendasy Anwendung Multidimensionales, modulares Persönlichkeitsinventar zur Beurteilung der Big-Five- Faktoren: Emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit. Hauptanwendungsgebiete: Personalpsychologie, Pädagogische Psychologie Theoretischer Hintergrund BFSI ist ein multidimensionaler Fragebogen zur Erfassung der Big-Five-Dimensionen Emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit mit Hilfe von jeweils sechs Subskalen. Die Auswahl dieser Subskalen basiert auf Analysen unterschiedlicher Big-Five-Fragebögen, die in deutscher und englischer Sprache erhältlich sind, sowie auf Studien zur prädiktiven Validität der Big Five und ihrer Subfacetten in bildungs- und berufsbezogenen Anwendungsfeldern. Der Fragebogen wurde mit Hilfe eines kombinierten top-down- und bottom-up-ansatzes in mehreren Phasen entwickelt. Während der Entwicklungsphase wurde der Prozess der Itemkonstruktion zunehmend von aktuellen Ansätzen zur automatischen Item-Erzeugung beeinflusst, um die Verrechnungsfairness für die verfügbaren Sprachversionen und über die verfügbaren Sprachversionen hinweg sicher zu stellen. Die Verrechnungsfairness und Dimensionalität des Verfahrens konnte in verschiedenen Studien mit Hilfe des Partial Credit Modells (Masters, 1982) und mit Hilfe von Mehr-Gruppen-Konfirmatorischen Faktorenanalysen belegt werden. Durchführung Nach einer allgemeinen Instruktion werden die Testitems nacheinander vorgegeben. Die Testpersonen schätzen auf einer vierstufigen Antwortskala ein, wie typisch das vorgegebene Adjektiv bzw. die vorgegebene Kurzaussage für sie ist. Anschließend wird sofort das nächste Item vorgegeben. Bereits bearbeitete Items können nicht korrigiert werden. Testformen Es gibt eine Testform. Auswertung Die Rohwerte und die ihnen entsprechenden Personenparameter werden für alle vorgegebenen Subskalen auf Basis des Partial Credit Modells (Masters, 1982) berechnet. Wenn mehr als eine Subskala für einen der Big-Five-Faktoren gewählt wurde, wird zudem auch ein Personenparameter für diesen Faktor anhand der Ergebnisse aus der konfirmatorischen Faktorenanalyse berechnet. Zusätzlich werden für jeden Testwert die T- Werte und Prozente berechnet und ausgegeben. Die Ergebnisse werden in Form einer Tabelle und als Profil dargestellt. Außerdem überprüft das Programm die Konsistenz der Testwerte innerhalb jedes einzelnen der fünf übergeordneten Faktoren mithilfe von Methoden der psychometrischen Einzelfallanalyse. 4

5 Zuverlässigkeit Die Interne Konsistenz der 30 Subskalen ist sowohl innerhalb der beiden Sprachversionen, als auch über die beiden Sprachversionen hinweg aufgrund der Geltung des Partial Credit Modells gegeben. Die Messgenauigkeit (Cronbachs Alpha) der einzelnen Subskalen liegt zwischen 0,70 und 0,90. Die Messgenauigkeit der übergeordneten Big-Five-Faktoren variiert zwischen 0,80 und 0,97, abhängig von der ausgewählten Subskala. Diese Ergebnisse bestätigen sich sowohl für die deutschsprachige als auch für die englischsprachige Version von BFSI. Gültigkeit Die inhaltliche Validität der einzelnen Subskalen ist aufgrund der theoriebasierten Item- Konstruktion der einzelnen Skalen gegeben. Der Autor liefert des Weiteren Belege dafür, dass das Testverhalten des Befragten vollständig durch die Merkmale der Items und die zu messenden individuellen Unterschiede in den latenten Persönlichkeitseigenschaften erklärt werden kann. Zusätzliche Validitätsnachweise werden aus faktorenanalytischen Studien vorgelegt, die die Faktorenstruktur des Fragebogens untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien bestätigen die theoretisch postulierte Faktorenstruktur des Fragebogens innerhalb der beiden Sprachversionen und für beide gemeinsam. Die vorliegenden Validitätsnachweise werden durch metaanalytische Studien zur Kriteriumsvalidität der Big Five und einigen ausgewählten Studien zur Kriteriumsvalidität des hier vorliegenden Fragebogens abgerundet. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die durch BFSI gemessenen Persönlichkeitsmerkmale zur Prognose berufs- und bildungsbezogener Erfolge beitragen. Normen Es liegen Normen von N=1314 deutschsprachigen Personen im Alter von 14 bis 85 Jahren und N=520 englischsprachigen Personen im Alter von 14 bis 70 Jahren vor. Beide Normen sind auch nach Alter, Geschlecht und Bildungsstand getrennt verfügbar. Durchführungsdauer Bei Auswahl aller Subskalen ca. 18 Minuten. 5

6 2 THEORETISCHER HINTERGRUND 2.1 Fünf-Faktoren Modell Darstellung des Fünf Faktoren Modells Erste Versuche zur Beschreibung individueller Differenzen in menschlichen Wechselbeziehungen mittels einzelner Begriffe unternahm Sir Francis Galton (1884). Er sammelte mittels Wörterbuch eine Vielzahl persönlichkeitsbeschreibender Wörter und registrierte in welchem Umfang sich diese Begriffe in einzelnen Aspekten überlappen. Die Arbeit von Galton wurde von Allport & Odbert (1936) und einige Jahre später auch von Norman (1967) ergänzt und empirisch verbessert. Aufgegriffen wurde die Arbeit von Galton und seinen Nachfolgern, später auch von Thurstone (1934), einem Pionier in der Entwicklung der Faktorenanalyse. 60 Eigenschaftswörter zur Personenbeschreibung wurden von ihm 1300 Personen zur Bewertung vorgegeben. Es kristallisierten sich in den anschließenden Analysen fünf unabhängige Faktoren heraus. Interessant hierbei ist, dass Thurstone später nicht mehr an seine früheren Analysen der 60 Eigenschaftswörter anknüpfte. Die fünf gefunden Faktoren waren von ihm nie so aufbereitet worden, dass man daraus ein Modell wie das heutige Big Five konzipieren hätte können. Raymond B. Cattell (1943) begann seine Persönlichkeitsforschung mit annähernd 4500 persönlichkeitsbeschreibenden Wörtern aus dem Kompendium von Allport und Odbert (1936) und griff dabei auch auf schiefwinkelige Rotationen zurück wie Thurstone (1934). Aus den 35 komplexen bipolaren Items die daraus hervorgingen, konnten in diversen Studien rund ein Duzend schiefwinkelige Faktoren identifiziert werden. Von anderen Autoren konnten in späteren Studien in denen Cattells Variablen verwendet wurden, jedoch immer wieder nur 5 Faktoren repliziert werden (Digman & Takemoto-Chock, 1981; Fiske, 1945; Norman, 1963; Smith, 1967; Tupes & Christal, 1961) (zit. nach Goldberg, 1993). Einige Jahre später schlug R.B. Cattell (1957, 1970) eine mehrstufige hierarchische Struktur von Persönlichkeit vor bei der, auf der zweiten Stufe fünf Faktoren, Persönlichkeit auf einem breiteren, konzeptionellen Level mittels globaler Messung beschrieben werden würde. Auf der ersten Stufe stünden 16 primären Faktoren, welche die Persönlichkeit präzisieren und die feinen Details und Nuancen welche jede Person einzigartig machen offenbaren sollten. Diese seien ihm zufolge stärker im vorhersagen von aktuellem Verhalten (vgl. H.E.P. Cattell & Mead, 2008). Der Vergleich der fünf Globalfaktoren von R.B. Cattell und den Faktoren von Costa & McCrae zeigte jedoch in zahlreichen Studien bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen den zwei Modellen (Carnivez & Allen, 2005; H.E.P. Cattell, 1996; Conn & Rieke, 1994; Gerbing & Tuley, 1991; Schneewind & Graf, 1998) (zit. nach H.E.P. Cattell & Mead, 2008). Fiske (1949) kann wohl als erster Persönlichkeitsforscher angesehen werden, der die fünf Faktoren tatsächlich entdeckte, denn in seinen Analysen von 22 Variablensets, die er von Cattell übernommen hatte, konnte er fünf Faktoren identifizieren, die sich sowohl für Selbstbeurteilung, Beobachterbeurteilung als auch die Kollegenbeurteilung replizieren ließen. Von vielen Autoren wird Norman irrtümlicher Weise als Vater der Big-Five angesehen (Goldberg, 1993), der zu Beginn seiner Forschung sogar ein großer Kritiker der Fünf- Faktoren Struktur war. In der Literatur werden jedoch unter anderem auch Tupes & Christal (1958, 1961) als Pioniere genannt. Allen gemeinsam ist jedoch, dass Normans Begriffe für die Big-Five heute in der gängigen Literatur verwendet werden. Die Big-Five werden in der heutigen deutschsprachigen Literatur als Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Emotionale Stabilität oder Neurotizismus und Offenheit oder Intellekt bezeichnet. 6

7 Smith und Canger (2004) zufolge ist das Big Five Modell aus drei Gründen wichtig: 1) Persönlichkeitscharakteristika lassen sich in sinnvolle Kategorien einteilen 2) es bietet für die Persönlichkeitsforschung ein allgemeines Gerüst und ist in die jeweilige Landessprache übertragbar und 3) es wird angenommen, dass es nahezu den ganzen Persönlichkeitsbereich abdeckt Fünf-Faktoren Modell und die Giant Three Neben dem fünf Faktoren Modell dominierte ein weiteres Faktorenmodell die Persönlichkeitsforschung, das hierarchische drei Faktoren Modell (Giant Three model: Eysenck, 1994), In diesem Modell werden drei Faktoren zweiter Ordnung angenommen: Extraversion, Neurotizismus und Psychotizismus (siehe Tabelle 1). Gemeinsam sind beiden Modellen die Sekundärfaktoren Neurotizismus (negativ Pol von Emotionaler Stabilität) und Extraversion. Der Sekundärfaktor Psychotizismus aus den Giant Three stellt nach Auffassung von Eysenck (1991) eine Kombination aus den Sekundärfaktoren Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit und Offenheit der Big Five dar. Tabelle 1: Vergleich der vier Faktorenmodelle in der Persönlichkeitspsychologie (vgl. Cattell & Mead, 2008, S. 141): 16PF (Cattell) Extraversion/ Introversion Low Anxiety/ High Anxiety Tough-Mindedness/ Receptivity Independence/ Accommodation Self-Control/ Lack of Restraint Big Five (Goldberg) NEO-PI-R (Costa & McCrae) Giant Three* (Eysenck) Surgency Extraversion Extraversion Emotional Stability Neuroticism Neuroticism Intellect or culture Agreeableness Conscientiousness or Dependability Openness Agreeableness Conscientiousness Anmerkung: * Giant Three nach Eysenck wurde ergänzt durch die Autoren Psychoticism McCrae und Costa (1985) fanden bei ihrer Untersuchung zum Zusammenhang zwischen den Giant Three (auch PEN genannt) und Big Five Skalen negative Korrelationen zwischen Psychotizismus und Verträglichkeit (-.41) sowie Gewissenhaftigkeit (-.31) und behaupteten, dass diese Korrelationen zeigen würden, dass die Psychotizismus-Skala eine Mischung oder eine relative willkürliche Verschmelzung von den unabhängigen Dimensionen Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit sei. Zusätzlich konnten unterschiedliche Muster von Korrelationen mit externen Kriterien gefunden werden, was zur Annahme führen könnte, dass Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit als unabhängige Dimensionen von Persönlichkeit angesehen werden können und nicht als untergeordnete Faktoren von Psychotizismus. Ein Jahrzehnt später untersuchten Costa und McCrae (1995) die Skalen des Eysenck Personality Profiler und des NEO-PI-R und kamen zu dem Schluss, dass die Skalen des Eysenck Personality Profiler eher fünf als drei Faktoren repräsentieren. Jackson, Furnham, Forde und Cotter (2000) konnten allerdings später diesen Befund nicht bestätigten. Stattdessen legten ihre Ergebnisse den Schluss nahe, dass die Drei-Faktoren-Lösung zumindest gleich gut auf die Daten passt wie die Fünf-Faktoren-Lösung (vgl. Scholte & De Bruyn, 2004). 7

8 2.1.3 Aktuelle Befunde zu den Big-Five BFSI Digman (1997) erstellte mit Hilfe explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen ein Modell zur Binnenstruktur der Big-Five. Zudem ergänzte der Autor das Modell auch um zwei Faktoren (α und β), die den Big-Five übergeordnet sind (vgl. Abbildung 1). Der Faktor α fasst die Big-Five Faktoren Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Emotionale Stabilität, während die Big-Five Faktoren Extraversion und Offenheit unter dem übergeordneten Faktor β zusammengefasst werden (vgl. Abbildung 1). Hinsichtlich der Interpretation dieser beiden Supra-Faktoren finden sich in der aktuellen Literatur noch widersprüchliche Auffassungen. Während die einen in den zwei Supra-Faktoren relevante Persönlichkeitsmerkmale höherer Ordnung sehen, interpretieren andere Autoren zumindest den Faktor α als Methodenartefakt der sozialen Erwünschtheit. Die letztgenannte Auffassung basiert vor allem auf Befunden, in denen eine Korrelation zwischen konventionellen Lügenskalen und dem Faktor α gezeigt werden konnte. Die Klärung dieser Kontroverse wird jedoch durch Befunde erschwert, in denen nahe gelegt wird, dass in konventionellen Lügenskalen nicht die Bereitschaft zur Verfälschung abgebildet wird, sondern vielmehr noch nicht näher umschriebene Persönlichkeitsmerkmale, die eventuell mit einer solchen Bereitschaft einhergehen (vgl dazu Holden & Evoy, 2005). Eine klare und eindeutige Interpretation der beiden übergeordneten Persönlichkeitsfaktoren steht daher aufgrund der vorliegenden Daten und deren Einschränkungen noch aus. Level 5 α β Level 4 Verträglichkeit Gewissenhaftigkeit Emotionale Stabilität Extraversion Offenheit Level 3 Level 2 Level 1 8 Abbildung 1: Hierarchie der Persönlichkeitsbedingungen von Antworten zu Meta-Traits (Digman, 1997) Anmerkung: Level 1: Antworten; Level 2: Gewohnheiten; Handlungshäufigkeit, Fragen; Level 3: Besonderheiten/ Charakteristika, Skalen, Facetten; Level 4: Big Five; Level 5: Konstrukt von theoretischen Systemen Validität der Big-Five in verschiedenen Kulturen Belege für die Validität der Big-Five über verschiedene Länder und Sprachen hinweg finden sich nach Saucier und Goldberg (1998) vor allem in Studien, in denen die Faktorenstruktur persönlichkeitsbeschreibenden Eigenschaftswörtern in verschiedenen Ländern untersucht wurde. Die Eigenschaftswörter wurden hierbei in den meisten Fällen mit Hilfe des psycholexikalischen Ansatzes entwickelt. Die Entdeckung weitgehend ähnlicher Faktoren in unabhängigen Studien aus verschiedenen Ländern sind nach Saucier und Goldberg (1998) der stärkste Beleg für die Validität der Modellannahmen der Big-Five. Die Autoren vertraten sogar die Auffassung, dass dieser Befund ein stärkerer Beleg für die Validität der Modellannahme sei, als Ergebnisse aus Studien zur Messäquivalenz von Big-Five Inventaren, die für ihre Anwendung in einer anderen Sprache adaptiert bzw. übersetzt wurden. Generell sprechen die heute vorliegenden empirischen Befunde für die Validität der Annahme, dass die Big-Five über Sprachgrenzen hinweg universell sind. Hinweise hierfür liefern Studien mit Stichprobe aus Portugal, land, China, Japan und Süd Korea

9 9 BFSI (McCrae & Costa, 1997; McCrae, 2004), sowie Studien aus Island, Estland, Malaysia, Philippinen, Türkei, Indien, Russland und Zimbabwe (McCrae & Allik, 2002; McCrae, 2004). Allerdings finden sich auch Studien, die mit Hilfe des psycholexikalischen Ansatzes durchgeführt wurden, in denen länderspezifische Faktoren nachgewiesen werden konnten (z.b.: Cheung & Leung, 1998). Diese länderspezifischen Faktoren spiegeln unter Umständen kulturelle Unterschiede in der Alltagsrelevanz einzelner Big-Five Facetten wider oder verdeutlichen die Notwendigkeit ihrer Erweiterung um zusätzliche Persönlichkeitsmerkmale, sofern das Ziel der Messung von Persönlichkeitseigenschaften in einer umfassenden Persönlichkeitsbeschreibung liegt. Einen weiteren Beleg für die länder- und sprachenübergreifende Gültigkeit des Big-Five Modells liefern Studien zur landes- und sprachübergreifenden Validität von Big-Five Inventaren. So veröffentlichten beispielsweise Schmitt, Allik, McCrae und Benet-Martinez (2007) eine Studie mit Personen aus 56 Nationen in der Teilnehmenden aus sechs Kontinenten und 13 Inseln mit 29 unterschiedlichen Sprachen den BFI (Benet-Martinez & John, 1998; John & Srivastava, 1999) bearbeiteten. Die internen Reliabilitäten der BFI Skalen betrugen über alle Kulturen hinweg für Extraversion.77, Verträglichkeit.70, Gewissenhaftigkeit.78, Emotionale Stabilität.79 und für Offenheit.76. Mit den BFI Daten von Teilnehmenden wurden Faktorenanalysen mit Varimax Rotation durchgeführt. Hierbei kristallisierten sich klar fünf Faktoren heraus. Die fünf Faktorenstruktur konnte, wie auch in den Vereinigten Staaten für die der BFI konzipiert wurde, auch bei den restlichen 55 untersuchten Nationen belegt werden und es ergab sich ein absoluter Kongruenzkoeffizient von.98 über die verschiedenen Länder und Sprachen hinweg. Für die einzelnen Faktoren ergaben sich Kongruenzkoeffizienten die größer als.97 waren. Auch individuelle Item- Kongruenzen zeigten gute Übereinstimmungen: alle Koeffizienten waren.92 oder höher. Des Weiteren wurde von Schmitt et al. (2007) eine Analyse über die zehn Weltregionen (Nordamerika, Südamerika, Westeuropa, Osteuropa, Südeuropa, Mittlerer Osten, Afrika, Ozeanien [Australien, Neuseeland und Fidschis], Süd- und Südostasien, sowie Ostasien) durchgeführt. Mit einem durchschnittlichen Kongruenzkoeffizienten von.94 über alle Faktoren und geographische Regionen hinweg sprechen die Autoren von einem beachtlichen Grad von Übereinstimmung. Weitere Hinweise auf die Gültigkeit des Big-Five Modells finden sich zudem in der vergleichenden Analyse des Einflusses sozidemografischer Variablen auf die Big-Five. In einer Reihe von Querschnittsuntersuchungen in den USA wurde die Entwicklung im Erwachsenenalter untersucht. Hier zeigte sich, dass zwischen später Pubertät und einem höheren Alter bei Frauen und Männern das Ausmaß an Neurotizismus, Extraversion und Offenheit sinkt und das Ausmaß an Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit steigt. Ähnliche Trends zeigten sich bei Querschnittsuntersuchungen von McCrae & Costa (2003) in land, Portugal, Kroatien, Südkorea, Russland, Estland, Japan, Tschechien, Großbritannien, Spanien, Türkei und China Praktische Relevanz der Big-Five In den folgenden Ausführungen soll nun die prognostische Relevanz der Big-Five in unterschiedlichen Bereichen aufgezeigt werden. Diese reicht von der generellen Verhaltensprognose bis hin zur Vorhersage des Verhaltens von Vorgesetzten Praktische Relevanz der Big-Five in der Verhaltensvorhersage Paunonen und Ashton (2001) untersuchten den Zusammenhang zwischen den Big-Five und der Vorhersage einzelner Verhaltensaspekte. 141 Studierende (70 Paare aus gleichgeschlechtlichen Studentenheimzimmern) zwischen 17 und 22 Jahren wurden diesbezüglich befragt (46 Männer und 95 Frauen). Im ersten Durchgang sollten sich die Personen selbst einschätzen und im zweiten Durchgang wurden die Teilnehmer von ihren Zimmerkollegen eingeschätzt. Vorgegeben wurde den Teilnehmern der Personality Research Form-E (PRF; Jackson, 1984), das Jackson Personality Inventory (JPI; Jackson, 1976) sowie der NEO-PI-R (Costa & McCrae, 1992). Zudem wurden insgesamt 40

10 Kriteriumsvariablen mittels Selbstberichtverfahren erhoben. Mit dem 34 PRF-JPI und den 30 NEO-PI-R Facettenskalen gab es zwei unabhängige Sets von Big-Five Prädiktoren. Die fünf Faktoren des PRF-JPI waren hoch korreliert mit jenen des NEO-PI-R (Gewissenhaftigkeit =.79, Extraversion =.71, Verträglichkeit =.68, Offenheit für Erfahrungen =.60 und Neurotizismus =.40). Von den 40 erhobenen Kriteriumsvariablen konnten für rund zwanzig unterschiedlich hohe Varianzanteile durch die mittels Big-Five Inventare PRF-JPI und NEO- PI-R erhobenen Subfacetten aufgeklärt werden, die Ergebnisse sind in Tabelle 2 und Tabelle 3 angeführt. Tabelle 2: Validität der Vorhersage von 20 Kriterien mittels der Subskalen der fünf PRF-JPI Skalen Kriterien PRF-JPI Prädiktoren R 1 R 0 % *** interpersonaler Affekt, Fürsorglichkeit, Willen Geld zu teilen Verantwortungsbewusstsein, soziale Geschicklichkeit -, Aggression Teilnehmer Geschlecht Unterstützungstendenz, interpersonaler Affekt, - Schadensvermeidung, Erniedrigung, Aggression *** Tabakkonsum Ängstlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, kognitive Struktur, Erwünschtheit, Aktivität *** Naturwissenschaftliche Kurse Vielschichtigkeit, Verständnis, Fertigkeit, Ausdauer, Neuerung *** Routineübungen Aktivität, Ausdauer, soziale Anerkennung, Organisation, Fertigkeit *** Teilnahme an sportlichen interpersonaler Affekt, Aufmerksamkeit, Spiel, Aktivität, Aktivitäten Fertigkeit *** Alkoholkonsum Spiel, Erwünschtheit, Ängstlichkeit, Organisation -, Fertigkeit ** Allgemeines Wissen Verständnis, Vielschichtigkeit, Ausdauer, Organisation, Fertigkeit ** Fremdbeurteilte Intelligenz Vielschichtigkeit, Verständnis, Neuerung, Fertigkeit, Dominanz ** Partybesuche Spiel, interpersonaler Affekt, Gefühlsempfindungsbedürfnis, Aktivität, Selbstwertgefühl ** Fragebogendisziplin Ordnungsliebe, Organisation, Ausdauer, Impulsivität -, Verantwortungsbewusstsein ** Unwillen zu Glücksspiel Risikobereitschaft, Schadensvermeidung, Impulsivität, Fertigkeit, Veränderung ** Gefühlsempfindungsbedürfnis, Vielschichtigkeit, Geisteswissenschaftliche Kurse interpersonaler Affekt, Veränderungen, Verständnis ** Interesse an interpersonaler Affekt, Spiel, soziale Anerkennung, Studentenverbindungen Anpassungsbereitschaft, Selbstwertgefühl ** Notendurchschnitt Fertigkeit, Ausdauer, Verständnis, Vielschichtigkeit, Organisation ** Fremdbeurteilte Beliebtheit interpersonaler Affekt, Spiel, Selbstwertgefühl, Aggression -, Verteidigungsbedürfnis * Religiosität Fürsorglichkeit, Schadensvermeidung, - Unterstützungstendenz, interpersonaler Affekt, Toleranz * Mathematikkurse Vielschichtigkeit, Fertigkeit, Ausdauer, Erniedrigung -, Impulsivität, Verantwortungsbewusstsein * Abwesenheit bei Experimenten kognitive Struktur -, Organisation -, Ausdauer -, Impulsivität, Verantwortungsbewusstsein * Sozialwissenschaftliche Kurse Vielschichtigkeit, Verständnis, interpersonaler Affekt, Toleranz, Fürsorglichkeit * Anmerkungen: Neurotizismus (Unterstützungstendenz, Selbstständigkeit, Anpassungsbereitschaft, interpersonaler Affekt, soziale Anerkennung, Schadensvermeidung, Ängstlichkeit, Risikobereitschaft), Extraversion (Geselligkeit, Selbstwertgefühl, Aufmerksamkeit, Dominanz, Aktivität), Offenheit für Erfahrungen (Vielschichtigkeit, Verständnis, Bedürfnis nach Gefühlsempfindungen, Fürsorglichkeit, Neuerung, Toleranz, Veränderung), Verträglichkeit (Erniedrigung, Aggression, Verteidigungsbedürfnis, Verantwortlichkeit, Soziale Geschicklichkeit) und Gewissenhaftigkeit (Organisation, Ordnungsliebe, Impulsivität, Kognitive Struktur, Erwünschtheit, Fertigkeit, Spiel, Ausdauer, Wertorthodoxie). - Negative Relation des Prädiktorkriteriums. *** p <.001, ** p <.01, * p <

11 So können zum Beispiel von Tabakkonsum einzelne Varianzteile (15.0%) durch Ängstlichkeit, sowie in negativer Relation Verantwortungsbewusstsein, kognitive Struktur, Erwünschtheit und Aktivität, die mittels PRF-JPI erhoben wurden, aufgeklärt werden (siehe Tabelle 2). Oder aber mittels einzelner Subskalen des NEO-PI-R der Notendurchschnitt. Mittels der Subskalen Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Offenheit für Ideen, Kompetenz und Pflichtbewusstsein können 15.3% der Varianz aufgeklärt werden (siehe Tabelle 3). Tabelle 3: Validität der Vorhersage von 20 Kriterien mittels der Subskalen der fünf NEO-PI-R Skalen ** Kriterien NEO-PI-R Prädiktoren R 1 R 0 % Willen Geld zu teilen Freimütigkeit, Altrusimus, Bescheidenheit, Gutherzigkeit, *** Vertrauen Religiosität Offenheit für Werte- und Normensysteme -, Vertrauen, *** Gutherzigkeit, Impulsivität -, Altruismus Notendurchschnitt Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Offenheit für Ideen, *** Kompetenz, Pflichtbewusstsein Tabakkonsum Impulsivität, Ängstlichkeit, Verletzlichkeit, Selbstdisziplin -, *** Reizbarkeit Teilnahme an sportlichen Geselligkeit, Aktivität, soziale Befangenheit, Herzlichkeit, *** Aktivitäten Entgegenkommen Numerische Fähigkeiten Kompetenz, Besonnenheit, Erlebnishunger -, Offenheit für ** Ideen, Offenheit für Werte- und Normensysteme Geisteswissenschaftliche Kurse Offenheit für Ideen, Offenheit für Ästhetik, Offenheit für *** Werte- und Normensysteme, Offenheit für Fantasie, Offenheit für Gefühle Partybesuche Geselligkeit, Herzlichkeit, Aktivität, Frohsinn, soziale Befangenheit Routineübungen Aktivität, Selbstdisziplin, Verletzlichkeit -, Erlebnishunger, Ängstlichkeit Interesse an Geselligkeit, Herzlichkeit, Erlebnishunger, Frohsinn, ** Studentenverbindungen Aktivität Diätverhalten Depression, Ängstlichkeit, Selbstdisziplin -, soziale ** Befangenheit, Impulsivität Allgemeines Wissen Offenheit für Ideen, Offenheit für Werte- und * Normensysteme, Offenheit für Handlungen, Offenheit für Ästhetik, Leistungsstreben Alkoholkonsum Impulsivität, Depression, Pflichtbewusstsein -, * Selbstdisziplin - Reizbarkeit Adipositas Index Depression, soziale Befangenheit, Ängstlichkeit, * Impulsivität, Leistungsstreben - Sozialwissenschaftliche Kurse Offenheit für Gefühle, Offenheit für Ideen, Offenheit für * Werte- und Normensysteme, Geselligkeit, Offenheit für Ästhetik Wechselnde Datingpartner Geselligkeit, Handlungen, Erlebnishunger, Offenheit für * Handlungen, Offenheit für Werte- und Normensysteme Fremdbeurteilte Feminität Offenheit für Gefühle, Durchsetzungsfähigkeit -, * Bescheidenheit, Herzlichkeit, Erlebnishunger - Fragebogendisziplin Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein, Besonnenheit, Ängstlichkeit, Kompetenz Teilnehmer Geschlecht Offenheit für Gefühle, Herzlichkeit, Altruismus, Gutherzigkeit, Pflichtbewusstsein Spielen von Musikinstrumenten Offenheit für Ästhetik, Offenheit für Gefühle, Offenheit für Werte- und Normensysteme, Offenheit für Fantasie, Selbstdisziplin Anmerkungen: Neurotizismus (Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Depression, Soziale Befangenheit, Impulsivität, Verletzlichkeit), Extraversion (Herzlichkeit, Geselligkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Aktivität, Erlebnishunger, Frohsinn), Offenheit für Erfahrungen (Offenheit für Fantasie, Ästhetik, Gefühle, Handlungen, Ideen, Werte- und Normensysteme), Verträglichkeit (Vertrauen, Freimütigkeit, Altruismus, Entgegenkommen, Bescheidenheit, Gutherzigkeit) und Gewissenhaftigkeit (Kompetenz, Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Besonnenheit). - Negative Relation des Prädiktorkriteriums. *** p <.001, ** p <.01, * p <

12 12 BFSI Praktische Relevanz der Big-Five in der Bildungsberatung Payne, Youngcourt und Beaubien (2007) konnten nachweisen, dass Personen mit hohen Werten in Gewissenhaftigkeit, Extraversion und Offenheit die größte Lernzielmotivation aufweisen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse untersuchten Komarraju, Karau und Schmeck (2009) den Zusammenhang zwischen den Big-Five-Merkmalen, der Studienmotivation sowie dem Studienerfolg an 308 Studenten. Vorgegeben wurde den Studierenden die Academic Motivation Scale (Vallerand et al., 1992) zur Erhebung von intrinsischer Motivation, extrinsischer Motivation und Amotivation, sowie der NEO-FFI (Costa & McCrae, 1992). Der akademische Erfolg wurde mittels des von den Teilnehmern selbst angegebenen Studienerfolgs bewertet. Korrelationsanalysen zeigten beispielsweise, dass hohe Werte in Gewissenhaftigkeit mit höheren Werten in intrinsischer (r =.28**) als auch in extrinsischer Motivation (r =.29**) einhergehen, sowie mit niedrigeren Werten in der Skala Amotivation (r = -.27**). Zudem zeigte sich auch ein signifikanter Zusammenhang mit Studienerfolg (r =.29**). Ein ähnliches Muster lässt sich bei Personen mit hohen Werte in Verträglichkeit beobachten (intrinsische Motivation, r =.14*; extrinsische Motivation, r =.11*, Amotivation, r = -.26**; Studienerfolg, r =.22**). Auch jene Teilnehmer mit hohen Werten in Offenheit zeigen eine höhere intrinsische Motivation (r =.24**) und bessere Ergebnisse hinsichtlich der Beurteilung des Studienerfolgs (r =.13*). Studierende mit höheren Werten in Extraversion scheinen höhere Werte in intrinsischer Motivation (r =.15*), extrinsischer Motivation (r =.28**) und niedrigere Werte in Amotivation (r = -.12*) zu haben. Um die Zusammenhänge zwischen den Big-Five, Motivation und Studienerfolg genauer zu analysieren, wurden schrittweise Regressionsanalysen durchgeführt. 17% der Varianz der intrinsischen Motivation konnten durch Gewissenhaftigkeit und Offenheit aufgeklärt werden (F(5, 296) = 11.71, p<.001, korrigiertes R2 =.15). Für die extrinsische Motivation konnte 13% der Varianz durch Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit und Extraversion aufgeklärt werden (F(5, 298) = 8.56, p<.001, korrigiertes R2 =.11). 11% der Varianz von Amotivation konnten durch Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit (negative Relation des Prädiktorkriteriums) aufgeklärt werden (F(5, 299) = 7.50, p<.001, korrigiertes R2 =.10). Des Weiteren sollte ermittelt werden, wie viel Varianz des selbst berichteten Studienerfolgs durch die Big-Five aufgeklärt werden kann. Hierbei zeigte sich, dass 15% der Varianz des Studienerfolges durch Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus, Verträglichkeit und Offenheit aufgeklärt werden konnte (F(5, 252) = 8.56, p<.001, korrigiertes R2 =.13). Die motivationalen Variablen trugen nicht signifikant über die Big-Five hinaus zur Erklärung des Studienerfolgs bei. In der praktischen Anwendung eines Persönlichkeitsmodells zur Vorhersage von Studienmotivation und Studienerfolg scheint Gewissenhaftigkeit eine zentrale Rolle in allen Typen von Motivation einzunehmen. Auf der Grundlage der empirischen Ergebnisse dieser Studie könnte man sagen, dass Studierende die disziplinierter und organisierter sind, über ein höheres Ausmaß an Motivation verfügen. Sowohl Gewissenhaftigkeit als auch Verträglichkeit weisen einen negativen Zusammenhang zu Amotivation auf. Items zur Unverträglichkeit zeigen geringes Vertrauen und ein niedriges Ausmaß an Kooperation, jene zur Amotivation Rückzugsverhalten und wenig Sozialisation von universitären Normen. Der positive Zusammenhang von Offenheit und intrinsischer Motivation könnte darauf zurückzuführen sein, dass Personen die intellektuell interessierter sind, mehr Freude am Lernen empfinden. Vor allem jene Faktoren (Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit), die in Eysencks Giant Three Modell wenig Beachtung finden, scheinen zur Vorhersage von studienrelevanten Faktoren eine bedeutende Rolle zu spielen Praktische Relevanz der Big-Five in der Personalauswahl Barrick, Mount & Judge (2001) fassten in ihrer Metaanalyse insgesamt elf Studien zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und beruflicher Leistung zusammen. Ihre Recherchen hierzu waren auf drei Wegen durchgeführt worden: (1) computerbasierter Suche mit PsychLit, (2) manueller Suche in den Ausgaben von 1990 bis 1998 der Zeitschriften: Journal of Applied Psychology, Personnel Psychology, Academy of Management Journal,

13 Organizational Behavior and Human Decision Processes, und Journal of Management, und (3) einer Suche in den Kongressprogrammen von 1995 bis 1998 der Society for Industrial and Organizational Psychology und der Academy of Mangement. Auf der Grundlage mehrerer unterschiedlicher Kriterien wurden die elf für die Metaanalyse relevante Studien ausgewählt. Es sollte überprüft werden, ob die Big-Five tatsächlich geeignet sind um einzelne Aspekte des Arbeitslebens (Teamwork, Führungsqualität, Verkaufsleistung, Fachpersonal etc.) vorherzusagen. Für Teamwork scheinen sowohl Extraversion (ρ =.16, K = 48, n = 3.719) als auch Emotionale Stabilität (ρ =.22, K = 41, n = 3.558), Verträglichkeit (ρ =.34, K = 17, n = 1.820) und Gewissenhaftigkeit (ρ =.27, K = 38, n = 3.064) gute Prädiktoren zu sein. Für die Führungsqualität konnte Extraversion als ein valider Prädiktor nachgewiesen werden (ρ =.21, K = 67, n = ). Zwischen der Trainingsleistung und Extraversion (ρ =.28, K = 21, n = 3.484) sowie Gewissenhaftigkeit (ρ =.27, K = 20, n = 3.909) konnte eine Beziehung aufgezeigt werden. Auf Basis dieser Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass diese zwei Faktoren die Trainingsleistung gut vorhersagen, die späteren Trainingskenntnisse hingegen weisen einen signifikanten Zusammenhang mit dem Faktor Offenheit (ρ =.33, K = 18, n = 3.177) auf. Für die Vorhersage der Arbeitsleistung über verschiedene Berufsgruppen (Verkauf, Führungsposition, Polizeibeamten etc.) hinweg zeigten sich Emotionale Stabilität (ρ =.13, K = 224, n = ) und Gewissenhaftigkeit (ρ =.27, K = 239, n = ) als gute Faktoren. Zusammenhänge zwischen den Big-Five Faktoren und der Vorhersage von Verkaufsleistung konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden Praktische Relevanz der Big-Five in der Vorgesetztenbeurteilung Zur Vorhersage der Zufriedenheit mit Vorgesetzten durch ihre Mitarbeiter mittels Big-Five untersuchten Smith und Canger (2004) 484 Angestellte einer Firmengruppe in den USA. Ein Großteil der Teilnehmenden waren Angestellte aus den Bereichen Verkauf, Personalbeschaffung, Buchhaltung und Hilfsangestellte. 131 Personen waren in Führungspositionen und 467 Personen waren ausschließlich ausführende Mitarbeiter und waren somit nicht für weitere Personen verantwortlich. Für die Untersuchung der Personen wurden die 60 Items des CFI Persönlichkeitsinventars (Smith & Canger, 2002), der Job Satisfaction Survey (Spector, 1997), Fragen zur affektiven Bindung an das Unternehmen (Meyer & Allen, 1997) sowie eine fünf Item Skala zur Intention das Unternehmen zu verlassen herangezogen. Ziel der Untersuchung war es unter anderem herauszufinden, ob Verträglichkeit, Extraversion und Emotionale Stabilität des Vorgesetzten positiv korreliert sind mit den Einstellungen der MitarbeiterInnen. Mittels Multipler Regressionen konnte aufgezeigt werden, dass Verträglichkeit mit der Zufriedenheit mit dem Vorgesetzten (r =.26) positiv korreliert ist. Extraversion war negativ korreliert mit der Intention das Unternehmen zu verlassen (r = -.24). Höhere Werte in Extraversion bei den Vorgesetzten hingen zusammen mit niedrigeren Intentionen das Unternehmen zu verlassen. Emotionale Stabilität zeigte einen positiven Zusammenhang mit der Führungszufriedenheit (r =.17). Vorgesetzte mit höheren Werten in Emotionaler Stabilität hatten im Bereich Führung zufriedenere Mitarbeiter. Auch diese Ergebnisse zeigen, dass sich die Big-Five sehr gut für den Gebrauch in der Arbeits- und Organisationspsychologie eignen, um Vorhersagen zur Vorgesetztenqualifikation treffen zu können. 13

14 3 BESCHREIBUNG DES VERFAHRENS 3.1 Testkonstruktion und Testaufbau Beschreibung der Testkonstruktion Einem Vorschlag von Tanzer (2005) folgend wurde BFSI simultan in deutscher und englischer Sprache entwickelt. Bei der Itemkonstruktion wurde ein kombinierter top-down und bottom-up Ansatz gewählt. Dies bedeutet, dass die einzelnen Items zum Teil nach klassischen Methoden der Itemkonstruktion entwickelt wurden, und zum Teil mit Hilfe aktueller Ansätze der Automatisierten Itemgenerierung (für einen Überblick: Arendasy & Sommer, in press). Die übrigen Sprachversionen wurde mit Hilfe eines kombinierten Vorwärts- und Rückübersetzungsprozesses konstruiert, wobei auch hier ein kombinierter top-down und bottom-up Ansatz verfolgt wurde, um auftretenden Problemen in der Itemformulierung der neuen Sprachversionen angemessen begegnen zu können (für einen Überblick über Möglichkeiten der Testadaptierung: Hambleton, Merenda & Spielberger, 2005; Sommer, Arendasy, Heidinger & Mayr, 2010). In diesem Kapitel soll der Prozess der Testkonstruktion kurz dargestellt werden. Die Entwicklung der deutschsprachigen und englischsprachigen Version des Fragebogens erfolgte in mehreren Phasen in den Jahren 2005 bis Definition des zu messenden latenten Traits: Der Konstruktionsprozess startet mit der Definition des zu messenden latenten Traits. Ausgehend von der Definition der fünf Sekundärfaktoren wurden jeweils sechs Sub- Dimensionen zur Messung des latenten Traits ausgewählt. Die Auswahl richtete sich hierbei nach folgenden Kriterien: (1) einem Review der Inhalte bereits existierender Big-Five Inventare im deutschen und englischen Sprachraum, (2) Überlegungen zur praktischen Relevanz und prognostischen Validität der Sub-Dimensionen im Bereich der Personalauswahl und der Pädagogischen Psychologie und (3) dem Versuch, jede der fünf Sekundärfaktoren möglichst breit und umfassend abzudecken. Auswahl des Itemformats: In einem nächsten Schritt muss nach Mummendey und Grau (2008) das allgemeine Itemformat ausgewählt werden, also in welcher Art das sprachliche Material zur Beantwortung vorgegeben wird. Hierbei können entweder (1) vollständige Fragen ausformuliert werden, (2) konkrete Feststellungen zur Beurteilung vorgelegt werden, oder (3) ein einziges Beurteilungsobjekt (z.b.: Adjektive oder Redewendungen) vorgelegt werden. Die Wahl eines einzigen Adjektivs oder einer kurzen Redewendung ist mit einem Minimum an Leseverständnis verbunden: Dies bringt den Vorteil einer breiteren Anwendbarkeit des Inventars mit sich. Diesem Vorteil steht der Nachteil gegenüber, dass eher reduktionistisch formulierte Items häufig schwieriger in andere Sprachen zu übertragen sind, da der Kontext nicht zur Ermittlung der Wortbedeutung herangezogen werden kann (z.b. Allalouf et al., 1999; Allalouf et al., 2009; Sireci & Allalouf, 2003). Wie Sommer et al. (2010; Arendasy, Sommer & Mayr, submitted) jedoch zeigen konnten, kann dieser Nachteil durch aktuelle Ansätze der automatisierten Itemgenerierung überwunden werden. Aus diesen Gründen wurden bei der Konstruktion von BFSI Adjektive und kurze Redewendungen als Stimulusmaterial verwendet. In einem nächsten Schritt muss nun noch das Antwortformat festgelegt werden. Grundsätzlich hängt die Wahl der Anzahl von Antwortkategorien des Antwortformats vom Itemformat und dem Inhalt der Items selbst ab. Eine der wesentlichen Fragen in diesem Zusammenhang ist, ob eine mittlere, neutrale Antwortkategorie verwendet werden soll (Mummendey & Grau, 2008). Der Nachteil einer mittleren Antwortkategorie betrifft vor allem die Interpretation einer neutralen Antwort. Diese kann bedeuten, dass die 14

15 Person tatsächlich in einem mittleren Ausmaß antwortet, dass sie kein Urteil treffen kann, die Frage für irrelevant hält, ihren Widerstand aus Unzufriedenheit mit der Frage zum Ausdruck bringen will oder aus Zaghaftigkeit die neutrale Kategorie wählt. Allerdings kann das Weglassen einer mittleren Kategorie auch dazu führen, dass die Befragten ihre Antwort verweigern, was in Folge zu einer Erhöhung fehlender Werte führt. Die Bedeutung der Wahl des Antwortformats kommt auch in Studien zum Ausdruck, in denen individuelle Unterschiede in der Nutzung mehrstufiger Antwortformate nachgewiesen werden konnten. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass sich Personen hinsichtlich ihrer Tendenz zu Extremantworten oder ihrer Tendenz zur Wahl einer Mittelkategorie deutlich voneinander unterscheiden (z.b. Austin, Gibson, Deary, McGregor & Dent, 1998; Austin, Deary & Egan, 2006; Greenleaf, 1992; Rost, Carstensen & von Davier, 1998, 1999; Warr & Coffman, 1970). Diese Unterschiede scheinen nach aktueller Befundlage vor allem bei einer ungeraden Anzahl an Antwortkategorien besonders akzentuiert zu sein. Daher wurde bei der Konstruktion von BFSI von Anfang an ein vierstufiges Antwortformat gewählt. Itemkonstruktion und Itemrevision: Die Konstruktion der Items der aktuell vorliegenden Fassung von BFSI erfolgte in mehreren Zyklen. Aus bereits vorhandenen theoretischen Modellen, Adjektivsammlungen und Items bereits publizierter Verfahren zur Messung der Big-Five wurden relevant erscheinende Iteminhalte extrahiert. Dabei wurden nur Iteminhalte einbezogen, bei denen Evidenzen für ihre Relevanz aus allen drei Quellen vorlagen. Dies entspricht im Wesentlichen einer Kombination aus einem top-down und bottom-up Ansatz bei der initialen Itemkonstruktion. Die Items wurden anschließend einem Review hinsichtlich ihrer Verständlichkeit unterzogen. Der hierbei resultierende Itemsatz wurde anschließend anhand größerer Probandenstichproben kalibriert. In den ersten paar Entwicklungszyklen bestanden die insgesamt 30 Subskalen von BFSI noch aus jeweils sieben Items. Die Itemanzahl wurde jedoch im Rahmen der verschiedenen Testrevisionen der deutschen und englischen Fassung auf k=10 Items pro Subskala erhöht, um bessere Reliabilitätindizes zu erzielen. Die einzelnen Entwicklungszyklen waren dabei immer von einer nachfolgenden empirischen Evaluation begleitet, in deren Rahmen die Dimensionalität und Konstruktvalidität des jeweiligen Itemsatzes überprüft wurde. Dies erfolgte in einer Serie von Diplomarbeiten und Seminararbeiten unter der Leitung des Testautors (zusammenfassend: Zobernig, 2009). Die empirischen Evaluationszyklen verdeutlichten einige inhaltliche und psychometrische Schwächen der Vorgängerversionen von BFSI und boten den Ausgangspunkt für eine sukzessive, parallel verlaufende Weiterentwicklung der deutschsprachigen und englischsprachigen Version von BFSI. So wurden beispielsweise Items ersetzt, die konzeptuell mit den Items aus anderen Skalen überlappten oder weniger zufriedenstellende psychometrische Kennwerte aufwiesen. Im Rahmen dieser Itemrevisionen wurde zunehmend auf Methoden der Automatisierten Itemgenerierung (AIG: Arendasy & Sommer, in press; Embretson, 2005; Gorin, 2006; Irvine & Kyllonen, 2002) zurückgegriffen, indem Ersatzitems anhand von Wortdatenbanken in beiden Sprachen unter Berücksichtigung der konnotativen und denotativen Wortbedeutung, sowie der Valenz der Begriffe ausgewählt wurden. Der Prozess der Itemkonstruktion verlagerte sich somit über die verschiedenen Entwicklungszyklen zwischen 2005 und 2009 von einer klassischen Itemkonstruktion hin zur algorithmischen Konstruktion von Items anhand eines Konstruktionsrationals. Aufgrund der Besonderheiten einer jeden Sprache besteht jedoch keine klare Eins-zu-Eins-Korrespondenz zwischen dem Itemkonstruktionsansatz der einzelnen Fragen in den beiden Sprachversionen. In einigen Fällen erwies es sich als notwendig, theoriegeleitete und sprachliche Adaptierungen in beiden Sprachversionen vorzunehmen, um den Inhalt der einzelnen Fragen möglichst äquivalent wiedergeben zu können (Mada, van de Vijver, Srinivasan, Transler, Sukumar & Rao, 2008). Als Ergebnis dieses vierjährigen Konstruktionsprozesses und der begleitenden empirischen Evaluation resultierte schlussendlich ein Itempool mit je k=10 Fragen zu den insgesamt 30 Subskalen von BFSI in beiden Sprachen. In den folgenden Kapiteln sollen nun die psychometrischen Eigenschaften dieses Itempools dargestellt werden. 15

16 3.2 Dimensionalität der Skalen von BFSI Bei der Konstruktion der einzelnen Subskalen von BFSI wurde nicht nur besonders Wert auf ihre theoretische Fundierung, sondern auch auf ihre Skalierung nach dem Partial Credit Modell gelegt. Die folgenden Kapitel bieten eine kurze Einführung in das Partial Credit Modell, und stellen die Ergebnisse der Analysen zu den einzelnen Subskalen der vorliegenden Version von BFSI dar Darstellung des Partial Credit Modells Die Klassische Testtheorie stellt in Bezug auf den Zusammenhang von Testwert, der wahren Eigenschaftsausprägung und dem Antwortverhalten der Person ein deterministisches, nicht prüfbares Modell dar. Demgegenüber bietet die Item Response Theorie eine Reihe von Messmodellen, mit deren Hilfe der Zusammenhang zwischen der Eigenschaftsausprägung einer Person und ihrem Antwortverhalten in einem Test exakt beschrieben werden kann (vgl. Rost, 2004; van der Linden & Hambleton, 1997). Eines dieser Modelle ist das Partial Credit Modell (Masters, 1982; Masters & Wright, 1997). Hierbei handelt es sich um ein eindimensionales Messmodell aus der Familie der Rasch Modelle, das im Wesentlichen eine Verallgemeinerung des 1PL Rasch Modells für den Fall von Antwortformaten mit x geordneten Antwortkategorien darstellt. In diesem Modell werden zwei Klassen an Parametern angenommen, mit deren Hilfe der Zusammenhang zwischen der latenten Persönlichkeitsausprägung und dem Antwortverhalten der Person beschrieben wird: einen Personenparameter und ein Itemparameter. Im Rahmen der Persönlichkeitsdiagnostik beschreibt der Personenparameter (χv) die Lage der Testperson auf dem zu erfassenden latenten Trait. Der Itemparameter wird im Partial Credit Modell in eine Reihe von Schwellenparametern (χix) zerlegt. Die Schwellenparameter bestimmen die Lage der Schwellen d.h. der Übergänge von einer Antwortkategorie zur benachbarten Antwortkategorie - auf dem latenten Trait. Die Itemschwierigkeit (δix) kann somit auch als Summe der Schwellenparameter aufgefasst werden. Dem Partial Credit Modell liegt somit die Annahme eines simultanen Antwortprozesses zugrunde, bei dem alle Schwellenparameter bestimmen, in welcher Kategorie eine Person bei einem bestimmten Item antwortet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Person v bei Item i mit der Antwortkategorie x antwortet, ist durch die Modellgleichung des Partial Credit Modells in Form einer logistischen Funktion genau spezifiziert: P( X ixv exp( θv δix) = 1 θs, δix) = 1+ exp( θv δix) Die Wahrscheinlichkeit einer Person v bei Item i in Kategorie x zu antworten, ist somit ausschließlich eine Funktion ihrer Ausprägung auf der latenten Persönlichkeitsdimension θ v und der Schwierigkeit der Antwortkategorie x für Item i (δ ix ). Sofern das Partial Credit Modell die Daten hinreichend gut beschreibt, sind mit der Modellpassung auch eine Reihe von vorteilhaften psychometrischen Eigenschaften verbunden: 1. Der Test erfasst für alle Testpersonen dieselbe latente Persönlichkeitsdimension. Die interessierende Persönlichkeitseigenschaft und die Itemschwierigkeiten sind jeweils durch einen einzigen Parameter charakterisierbar. Der Rohwert stellt somit eine erschöpfende Statistik für die Eigenschaftsausprägung der Person dar (Masters, 1982; Masters & Wright, 1997). 16

17 17 BFSI 2. Der jeweils erzielte Rohwert kennzeichnet die Testperson eindeutig hinsichtlich ihrer Position auf der zu erfassenden, latenten Persönlichkeitsdimension θv. 3. Jede Verschiebung von Kategorienschwierigkeiten (z.b. δix δix + c) führt zu einer entsprechenden Verschiebung der Personenparameter (z.b. θv θv + c). Daher hängt die Schätzung von Itemparametern nicht von der verwendeten Untersuchungsstichprobe ab. Dies bedeutet auch, dass Personen oder Items miteinander verglichen werden können, unabhängig davon, welche Items sie bearbeitet haben, oder welche Personen aus einer Population die Items bearbeitet haben. Man spricht in diesem Zusammenhang von Spezifischer Objektivität der Vergleiche. Diese Eigenschaft des Modells stellt die Grundvoraussetzung für die Generalisierbarkeit der diagnostischen Aussagen über die Eigenschaftsausprägung einer Person über die vorgegebene Itemstichprobe dar. Aus diesem Grund ist sie von essentieller Bedeutung für die praktische Anwendung psychologischer Diagnostik. 4. Ein weiterer Vorteil, der mit der Geltung des Partial Credit Modells für die Skalen eines Fragebogens verbunden ist, besteht im Nachweis der Fairness des Verrechnungsmodus für unterschiedliche, als relevant erachtete Personengruppen. Nur wenn das Partial Credit Modell nachweislich auf die Daten passt, ist sichergestellt, dass keine der untersuchten Personengruppen (z.b. Frauen vs. Männer) systematisch durch einzelnen Aufgaben bevorzugt bzw. benachteiligt werden. Eine Möglichkeit zur Prüfung des Partial Credit Modells besteht in der Überprüfung der Annahme der Personenhomogenität (Rost, 2004) mittels Likelihood Quotiententest nach Andersen (1973). Dieser Modelltest setzt die Likelihood der Daten für die in der Gesamtstichprobe geschätzten Itemparameter mit den Likelihoods der Daten für die in den relevant erscheinenden Teilstichproben geschätzten Itemparameter in Beziehung. Die Prüfgröße ist asymptotisch χ²-verteilt mit (p-1) (k-1) Freiheitsgraden, wobei k die Anzahl der Items und p die Anzahl der Teilstichproben repräsentiert. Als Teilungskriterien können (1) die Ausprägung der Persönlichkeitseigenschaft der Probanden (internes Teilungskriterium), aber auch (2) soziodemografische Personenmerkmale (z. B. Geschlecht, Alter und Bildung) herangezogen werden. Hierdurch bietet der Likelihood Quotiententest eine Möglichkeit, für die einzelnen Items zu überprüfen, ob ein differential item functioning (Holland & Wainer, 1993) vorliegt. Ein nicht signifikantes Ergebnis bedeutet, dass die Itemparameterschätzungen in den gebildeten Teilstichproben nicht signifikant von den Itemparameterschätzungen der Gesamtstichprobe abweichen. Die Itemparameter können somit über die untersuchten Teilstichproben generalisiert werden. Die Modellannahme der Personenhomogenität (Rost, 2004) kann also im Hinblick auf die untersuchten Teilungskriterien beibehalten werden. Dies bedeutet, dass ein differential item functioning (Holland & Wainer, 1993) ausgeschlossen werden kann. Somit kommt es nachweislich zu keiner systematischen Benachteiligung unterschiedlicher Personengruppen. Zudem kann auf diese Art und Weise auch gezeigt werden, dass das Itemformat von unterschiedlichen Personen gleich aufgefasst und genutzt wird Ergebnisse der Dimensionalitätsanalysen für die einzelnen Subskalen Die Untersuchung der Eindimensionalität der einzelnen Subskalen von BFSI erfolgte mit Hilfe des Partial Credit Modells. Eine ausführliche Beschreibung der englischen und deutschen Stichprobe findet sich in Kapitel 5. Die Passung des Partial Credit Modells wurde mit Hilfe des Andersen-Likelihood-Quotienten- Tests anhand der klassischen Teilungskriterien Rohscore, Geschlecht, Alter und Bildungsgrad überprüft. Aufgrund der Anzahl der durchgeführten Modelltests wurde das χ- Fehlerniveau a priori auf 0.01 festgesetzt. Tabelle 4 zeigt die Ergebnisse der Likelihood Quotienten in beiden Kalibrierungsstichproben.

18 Tabelle 4: Skalen, Stichprobe, Teilungskriterien, Stichprobengröße und Goodness of Fit Statistiken für die Skalen des Faktors Emotionale Stabilität Faktor Emotionale Stabilität Subskala Stichprobe Teilungskriterium Ν χ² df p Rohscore Geschlecht Alter Unbekümmertheit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Gelassenheit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Positive Bildung Grundstimmung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Soziale Selbstsicherheit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Selbstbeherrschung Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Emotionale Robustheit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung

19 Faktor Extraversion Subskala Stichprobe Teilungskriterium Ν χ² df p Rohscore Geschlecht Alter Freundlichkeit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Geselligkeit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Durchsetzungs-fähigkeit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Tatendrang Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Abenteuerlust Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Fröhlichkeit Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung

20 Faktor Offenheit Subskala Stichprobe Teilungskriterium Ν χ² df p Rohscore Geschlecht Alter Offenheit für Phantasie Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Offenheit für Ästhetik Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Offenheit für Gefühle Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Offenheit für Bildung Handlungen Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Offenheit für Ideen Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung Rohscore Geschlecht Alter Offenheit des Wert- und Normsystems Bildung Rohscore Geschlecht Alter Bildung

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